Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 726607
Vorher
Autohaus Walter Schüler GmbHAutohaus Walter Schuler GmbHAutowelt Schuler Horgen GmbH
Eingetragen
3.7.1979
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Der Betrieb einer Reparaturwerkstatt mit allen zugehörigen Dienstleistungen wie Abschleppservice, Autovermietung etc., der Handel mit Personen- und Lastkraftwagen aller Art sowie Autozubehörteilen, Betriebsstoffen und verwandten Erzeugnissen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Heinz Reuß
seit 11.5.2022
Geschäftsführer
Felix David Seiffer
seit 11.5.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Autowelt Schuler GmbH & Co. KG
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Autowelt Schuler GmbH & Co. KG
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AWS Schuler GmbH & Co. KG (vormals: Autowelt Schuler GmbH & Co. KG)

Villingen-Schwenningen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

1 Lagebericht

1.1 Grundlagen des Konzerns

1.1.1 Organisatorische Struktur

Das Geschäftsmodell der Autowelt Schuler Gruppe gliedert sich in die Geschäftsbereiche "Handel" mit den VW Konzerntöchtermarken (VW; AUDI; SKODA; SEAT; PORSCHE) sowie in den Bereich "Aftersales" incl. Lack- und Karosserieinstandsetzung.

Mit Umsetzung der Verschmelzungen 01.01.2021/01.01.2022 betreibt die Autowelt Schuler das Geschäftsmodell mit 2 operativen Gesellschaften,

der Autowelt Schuler GmbH (Markenautohaus VW; VW Nutzfahrzeuge; Audi; Seat; Cupra; Skoda) an 4 Standorten und Karosserie- und Lackierarbeiten an 2 Standorten)

der PZ Sportwagen Vertriebs-GmbH

Die AWS Schuler GmbH & Co. KG, die Muttergesellschaft, die bisher u.a. als Shared Service Center übergeordnete Dienstleistungen (IT; Personalwesen; Finanzierung; Unternehmenssteuerung) erbracht hat, wurde in diesem Zuge zu einer Immobilien - und Beteiligungsholding.

1.1.2 Geschäftsbereiche

Zum Geschäftsbereich Handel gehört der Absatz von Neu- und Gebrauchtwagen einschließlich der zugehörigen Dienstleistungen (Finanzierung, Versicherung). Der Bereich Aftersales umfasst sämtliche Servicedienstleistungen einschließlich Lack- und Karosserieinstandsetzung, den Handel mit Ersatzteilen sowie das Mietwagengeschäft.

In 2022 entfielen ca. 80 % (VJ 79 %) des Umsatzes auf den Bereich "Handel" und 20 % (VJ 21 %) auf den Bereich Aftersales.

Das Geschäftsmodell Fahrzeughandel und die damit verbundenen Herstelleranforderungen schlagen sich im Bereich Sachanlagevermögen (Immobilienbestand und damit verbundene laufende Cl-Ausstattungen) sowie in dem Vorratsvermögen (Handelsware Neuwagen, Vorführwagen und Gebrauchtwagen) nieder. Während sich die Werte der Grundstücke - und Gebäude, die Sachanlagen, in % zur Bilanzsumme auf etwa 32% belaufen, schwanken die Vorräte an Handelswaren saisonal, zum Bilanzstichtag liegen diese Bestände auf dem Niveau des 31.12.2021 und damit bei ca. 44% (VJ 46%) der Bilanzsumme.

Die Entwicklung des gesamten Geschäftsbereichs, sowohl des Handels als auch des Aftersales, ist abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung, den Trends rund um Mobilität und Umwelt sowie insbesondere von den jeweiligen Produkt- und Vertriebsstrategien der Marken-Hersteller.

Waren die Jahre 2020/2021 vorwiegend durch die Auswirkungen der Corona Pandemie beeinträchtigt, war das Jahr 2022 nun noch zusätzlich durch die Auswirkungen des Ukraine Krieges und den damit verbundenen Lieferengpässen beeinflusst.

In beiden Geschäftsbereichen liegt auch das Jahr 2022 unter dem Basisjahr und zeigt u.a. auch die Verwerfungen, denen das Geschäftsmodell ausgesetzt war.

Auch in der Planung 2023-2024 wird der Absatz 2019 voraussichtlich nicht erreicht, zusammen mit den Margenentwicklungen, die teilweise gegenläufig reagiert haben. Dabei war insbesondere 2021/2022 durch stark steigende Margen im Gebrauchtwagensegment beeinflusst.

1.2 Wirtschaftsbericht

1.2.1 Allgemeine Aussagen zum Geschäftsverlauf

1.2.1.1 Handel Entwicklung und Ausblick

Bereich Neuwagen Entwicklung gem. KBA 12/ 2022

Allgemeiner Trend:

Laut KBA schließt der letzte Zulassungsmonat des Jahres positiv ab. 314.318 Personenkraftwagen (Pkw) wurden im Dezember 2022 neu zugelassen, +38,1 % mehr als im Dezember 2021.

In der Jahresbilanz stehen somit insgesamt 2,65 Millionen Neuwagen, das sind +1,1 % mehr als 2021, in 2020 waren es noch 2,9 Mio. und in 2019 3,6 Mio. Der Neuwagenabsatz 2022 liegt somit auf dem Niveau von 73% des Jahres 2019.

Der Anteil benzinbetriebener Pkw (863.445/-11,2 %) lag mit 32,6 % unter dem Vorjahresniveau (37,1 %); der Anteil dieselbetriebener Pkw (472.274/-9,9 %) wies in der Jahresbilanz 17,8% (Vorjahr: 20,0 %) aus. Die alternativen Antriebsarten schlossen das Jahr 2022 fast ausschließlich mit positiven Vorzeichen ab. 827.321 hybridangetriebene Pkw (+9,6 %) erreichten einen Anteil von 31,2%, darunter bildeten 362.093 Plug-in-Hybride (+11,3 %) einen Anteil von 13,7 %.

470.559 Elektro-Pkw (BEV) wiesen mit einem Anteil von 17,7 % eine Steigerung von +32,2 % auf. Flussiggasbetriebene Pkw (15.006/+48,3 %) waren mit einem Anteil von 0,6 Prozent und erdgasangetriebene Pkw (1.846/-52,9 %) mit 0,1 Prozent im Jahr 2022 vertreten.

Die CO 2 -Emission der Pkw ging 2022 um -7,7 % weiter zurück, im Durchschnitt auf 109,6 g/km (Vorjahr: 118,7 g/km).

In der KBA Zeitreihe 2016-2022 zeigt sich ab 2020f ein deutlicher Anstieg der Zulassungen mit alternativen Antrieben.

Markenbetrachtung:

Die Marken schlossen das Jahr 2022 mit folgenden Veränderungen ab: VW -1,8 %, Audi +17,3 %, Porsche +1,3 %, Seat +2,7 %, Skoda -3,9 %.

Die KBA Zulassungszahlen in der Zeitreihe seit 2020 standen unter dem Einfluss der Corona-Pandemie aber auch des geänderten Kaufverhaltens hinsichtlich Antriebstechnologie als Folge der staatlichen Förderungen und nun ab 2022 zusätzlich unter dem Druck des Ukraine Krieges und dessen wirtschaftlichen Folgen.

Die Autowelt Schuler Gruppe hat den Händlervertrag Opel gekündigt. Sowohl im Jahr 2021 als auch in 2022 sind in den Absatzzahlen noch Neuwagenauslieferungen dieser Marke enthalten. Um einen sinnvollen Vergleich zu den KBA Entwicklungen darstellen zu können, wurde erstmals auf eine Darstellung ohne die Marke Opel umgestellt und auch die VJ Angaben hier entsprechend angepasst.

Die Neuwagenauslieferungen KBA haben sich nur unwesentlich um ca. 1 % verbessert. Die Auslieferungen der Autowelt Schuler Gruppe sind etwas stärker angestiegen als der Gesamtmarkt.

Bereich Besitzumschreibungen / Gebrauchtwagen:

Die Marktentwicklung im Gebrauchtwagenmarkt wird anhand der Besitzumschreibungen der KBA und DAT-Angaben analysiert.

Die Jahresbilanz 2022 des Gebrauchtfahrzeugmarktes im Bereich PKW schloss gem. KBA mit rund 5,6 Mio. Besitzumschreibungen gegenüber 6,7 Mio. im Jahr 2021, 7,0 Mio. in 2020, und 7,2 Mio. in 2019.

Damit liegt der Gebrauchtwagenmarkt auf einem Niveau von ca. 78 % des Jahres 2019. Gegenüber dem Jahr 2021 ist ein erneuter Rückgang der Besitzumschreibungen zu verzeichnen.

Damit ist der Rückgang 2022 zu 2021 mit -16% noch einmal deutlich ausgefallen. Zum "Normaljahr 2019" liegt der Absatz 2022 bei -22 %.

Die Autowelt Schuler Gruppe verkaufte im Jahr 2022 insgesamt 1.741 Gebrauchtwagen über alle Marken hinweg und damit bei 78% des Vorjahreswertes. Damit ist der Absatzrückgang der Autowelt Schuler Gruppe gegenüber 2021 stärkerausgefallen als im Bundestrend.

Zusammenfassung Gesamtentwicklung Handel:

Der Bereich Neuwagenhandel ist durch die Herstellerabhängigkeit, aber auch den jeweils regionalen Marktgegebenheiten und der eigenen Verkaufsleistung, beeinflusst. Die Jahre ab 2020 waren im Bereich Neuwagenhandel durch den Strukturwandel im Bereich Antriebstechnologie, der Corona Pandemie und ab 2022 verschärfend durch den Ukraine Krieg geprägt. Die globalen Unruhen haben die Probleme der Lieferketten noch einmal verschärft, wodurch es zu einer weiter anhaltenden, unkalkulierbaren Situation des Handels aufgrund der mangelnden Liefertreue der Hersteller kommt. Die Hersteller haben in dieser Situation durch Anpassungen im Bereich Verkaufshilfen reagiert und so zur Absatzstützung im Handel beigetragenDazu kamen Hersteller Verkaufspreisanpassungen (UPE) in 2022 welche sich auch auf die Margen ausgewirkt haben.

In dem Absatzsegment Gebrauchtwagen hat sich die Absatzleistung im Jahr 2022 erneut reduziert, bei gleichzeitig nochmals deutlich gestiegenen Gebrauchtwagenpreisen, und verbesserten Margen.Als Folge der schwierigen Belieferungslage einerseits, der guten Verkaufsleistung andererseits, schließt das Jahr 2022 mit einem historischen Höchststand des Auftragsbestands von 1.343 Neufahrzeugen (VJ 1.310) ab.

Bis März 2023 hat sich der Auftragsbestand auf 1.249 abgebaut. Die Auftragseingänge bis März 2023 liegen unter dem Vorjahr, aufgrund der nach wie vor eingeschränkten Bestellbarkeit von Neuwagen.

Neben den Markt- und Absatzzahlen sind als weitere Leistungsindikatoren sowohl die Margen als auch die Entwicklung der Personalkosten von Bedeutung. Im Bereich der Neuwagen-Margen konnte das Niveau des Vorjahres auch als Folge von Verkaufshilfen und UPE Anpassungen leicht gesteigert werden. Weiterhin haben sich die strukturellen Unterstützungen seitens der Hersteller im Bereich der Boni positiv ausgewirkt. Im Gebrauchtwagensegment schlagen sich die guten Margen nieder.

Die dem Geschäftsbereich Handel zugeordneten Mitarbeiter, umgelegt auf den Fahrzeugabsatz, werden als Kennzahl "Personalkosten je Fahrzeug" ermittelt. Die Personalkosten je Fahrzeug konnten einerseits durch die eingeleiteten Maßnahmen im Bereich der Vergütung reduziert werden, andererseits bewirken die besseren Margen ebenfalls einen Rückgang dieser Kennzahl.

1.2.1.2 Service Entwicklung und Ausblick

Der After Sales Bereich umfasst die Geschäftsfelder Fahrzeugreparaturen, Inspektionen, Garantiearbeiten und den Verkauf von Teilen und Zubehör an Endkunden sowie an freie Werkstätten (B2B) einschließlich der Lack- und Karosserieinstandsetzungsarbeiten.

Der Umsatz im After Sales liegt mit -3 % leicht unter dem Wert 2021. Durch die durchgeführten Personalmaßnahmen und den Kapazitätsanpassungen aufgrund der Vertragsbeendigung Opel liegen die Absatzleistungen im Bereich After Sales ca. 9,5% unter den Vorjahreswert, die Anpassung der Verrechnungssätze konnte diese Tendenz deutlich abmildern.

Die ersten drei Monate 2023 waren trotz des typisch saisonalen schwächeren Jahresbeginns durch steigende Absatzleistung (verkaufte Stunden) und steigende Umsätze geprägt. Für das Restjahr 2023 wird mit einer sich normalisierenden Entwicklung gerechnet.

Neben den allgemeinen Markt- und Absatzzahlen ist für die Profitabilität der Leistungsindikator "Marge je verkaufte Stunde" sowie die Personalkosten je verkaufter Stunde von Bedeutung.

Die Margen je verkaufter Stunde konnte gegenüber dem Vorjahr 2021 um ca. 6 % gesteigert werden. Die Personalkosten sind gegenüber 2021 aber insgesamt stärker angestiegen als die Marge mit der Folge, dass sich der Anteil der Personalkosten zur Marge von 62 % in 2022 auf 70 % in 2023 erhöht hat.

1.2.2 Geschäftsentwicklung und Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1.2.2.1 Gesamtaussage zu Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

Wie in den Vorjahren steht die Geschäftsentwicklung der Autowelt Schuler Gruppe 2022 unter den nachlaufenden Folgen der weltweiten Corona Pandemie sowie dem Ukraine Krieg. Aufgrund der geopolitischen Entwicklungen durch den Ukraine Krieg und dessen Auswirkungen (Inflation, Unsicherheiten etc.) hat sich das Kaufverhalten entsprechend eingetrübt. Durch die weltweiten Einschränkungen der Lieferketten als Folge der Pandemie und des Ukraine Krieg kam es weiterhin zu erheblichen Schwierigkeiten in der Lieferfähigkeit der Hersteller.

Insgesamt war die Planung des Absatzes im Bereich des Handles kaum vorhersehbar, da sich aufgrund der Lieferkettenprobleme ständig Verwerfungen in der Planung der Auslieferungen seitens der Hersteller ergaben. Die Absatzleistungen 2022 im Bereich Fahrzeuge lagen somit insgesamt unter der angepassten Planung für 2022 und im Bereich After Sales leicht darüber.

Aufgrund der Warenverknappung ergaben sich deutlich bessere Roherträge im Handel wodurch sich die Brutto-/Roherträge deutlich verbessert haben, so dass hier insgesamt der Planwert überschritten werden konnte. Im Rahmen der angepassten Prognose für das Jahr 2022 war im Bereich der Margen/Bruttoerträge mit rückläufigen Tendenzen geplant. Die tatsächlich erzielten stabilen und teils noch steigenden Margen im auslaufenden Geschäftsjahr 2022 sowie die Verschiebung von IT Projekten auf die Jahre 2023-2024 haben sich in dem deutlich besseren EBT niedergeschlagen.

Insgesamt schließt das Geschäftsjahr 2022 der Autowelt Schuler Gruppe mit einem EBT 2022 von +1,5 Mio. (VJ +0,8 Mio.) und damit über der ursprünglichen und auch der angepassten Prognose 2022.

Die Geschäftsleitung ist mit der Entwicklung unter den aktuellen Rahmenbedingungen zufrieden.

1.2.2.2 Ertragslage

Der Konzernumsatz 2022 liegt bei 120 Mio. (VJ 118 Mio.) und der Rohertrag bei 25,6 Mio. (VJ 23,5 Mio.). Somit liegt der Rohertrag mit 2,1 Mio. (+9 %) über dem Wert des Vorjahres.

Dem gestiegenen Rohertrag stehen Personalkostensteigerungen von 3% auf 15,7 Mio. (VJ 15,3 Mio.) entgegen. Der Anstieg ist die Folge von:

Anpassung der Tarifstufen seit 01.02.2022 (+2,2%)

geringere Inanspruchnahme von Kurzarbeit (2022 ca. TEUR 60 gegenüber 2021 ca. 0,5 Mio. und zusätzliche Belastung aus Betriebsvereinbarung 0,4 Mio.)

sowie Kapazitätsanpassungen (31.12.2021 von 220 auf 206 Mitarbeiter per 31.12.2022)

Die Abschreibungen liegen auf Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 18 % von 5,5 Mio. auf 6,4 Mio. angestiegen. Der Anstieg betrifft die allgemeine Teuerung durch die Inflation und die gestiegenen Energiekosten, einen Sonderaufwand aus der Anpassung gebildeter IT Festwerte nach Abschluss des IT Infrastrukturprojektes sowie die Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit dem organisatorischen Umbau in eine zukunftsgerichtete Konzernstruktur. Das EBIT 2022 liegt bei 2,6 Mio. und somit 0,6 Mio. über dem Vorjahr (2,0 Mio.). Der Zinsaufwand liegt leicht unter dem Niveau 2021, somit liegt das EBT 2022 bei 1,5 Mio. und mit 0,7 Mio. über dem Vorjahr (0,8 Mio.). Der Steueraufwand 2022 liegt bei 0,47 Mio. und damit bei 31 % des EBT.

Das Konzernjahresergebnis schließt insgesamt mit einem Ergebnis von 1 Mio. (2021: 0,4 Mio.).

1.2.2.3 Vermögens- und Finanzlage

Die Konzernbilanz 2022 schließt mit einer Bilanzsumme von 41,5 Mio. und liegt damit auf dem Niveau des Vorjahres (VJ 41,5 Mio.) Das Anlagevermögen hat sich durch Abschreibungen und Abgänge (Festwertanpassungen) verringert. Das Umlaufvermögen liegt zum Bilanzstichtag bei 24,6 Mio. (VJ 23,4 Mio.) und hat sich um 1,2 Mio. erhöht. Die zum Bilanzstichtag erfassten aktiven latenten Steuern liegen bei 0,4 Mio. und betreffen die Bewertungsunterschiede der Pensionsrückstellungen und mit 0,2 Mio. einen Gewerbesteuerverlustvortrag.

Das Konzerneigenkapital liegt per 31.12.2022 bei 7,3 Mio. (VJ 6,4 Mio.) und ca. 17,5 % der Bilanzsumme (VJ 15,3%).

Die Rückstellungen haben sich auf 4,3 Mio. (VJ 3,4 Mio.) erhöht. Der Anstieg betrifft die Pensions-, Steuer- und die sonstigen Rückstellungen.

Die Gesamtsumme der Verbindlichkeiten liegen bei 30 Mio. (VJ 31,7 Mio.). Sie haben sich um 1,8 Mio. zum Vorjahr reduziert. Diese Veränderung betrifft die Verbindlichkeiten Kreditinstitute (+0,9 Mio.) die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-3,3 Mio.) und den sonstigen Verbindlichkeiten (+0,6 Mio.).

Der im Cash-Flow dargestellte Finanzmittelfonds (in Anspruch genommene kurzfristige Finanzierungsmittel) setzt sich aus den vereinbarten Finanzierungslinien der Kreditinstitute zusammen und liegt zum 31.12.2022 bei 18,5 Mio. (VJ 19,7 Mio.).

Die kurzfristigen Finanzierungslinien umfassen mit 3,1 Mio. die Kontokorrent Linie (KK) der Haus- und Herstellerbanken und mit 10,8 Mio. die Einkaufsfinanzierungslinien (EF) der Herstellerbanken, die sich jeweils um die freien Factoring Linien (per 31.12.2022 4,5 Mio.) aufstocken.

Der Cash-Flow zeigt für das Jahr 2022 die unter Konzern-Kapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 01.01. - 31.12.2022 dargestellten Finanzbewegungen. Aus dem operativen Geschäftsbetrieb 2022 konnten nach Korrektur der Effekte Aufbau/Finanzierung Handelsware insgesamt +2,6 Mio. (VJ 3,6 Mio.) erwirtschaftet werden. Die Verschlechterung des operativen Cash Flows liegt im Wesentlichen in dem Aufbau der Gebrauchtwagen Handelsware begründet denen keine Herstellerfinanzierung entgehen steht und die deshalb zum Bilanzstichtag die Liquidität belastet haben

Investitionen: In 2022 wurden im Zuge der Aufgabe des Opel Handels- und Servicevertrags diverse Inventare an den Nachmieter veräußert, zusammen mit der Veräußerung von Geschäftsfahrzeugen sind 0,13 Mio. zugeflossen. Für Investitionen wurden 0,3 Mio. ausgegeben, sie betreffen im Wesentlichen Betriebsvorrichtungen und Geschäftsfahrzeuge.

Finanzierungen: Aus dem Bereich sind in 2022 insgesamt 1,8 Mio. abgeflossen (VJ 0,2 Mio. Zufluss) Darin sind Gesellschafterentnahmen -0,24 Mio., Darlehensaufnahmen +0,1 Mio. und Tilgungen -1,3 Mio. sowie bezahlte Zinsen -1,1 Mio. enthalten.

Als Folge dieser Bewegungen wurden die Finanzierungslinien per 31.12.2022 mit insgesamt 10,8 Mio. (Vorjahr 8,7 Mio.) in Anspruch genommen. Die gesamten Finanzierungslinien liegen per 31.12.2022 bei 18,5 Mio. gegenüber 19,8 Mio. im Vorjahr (Beendigung Opel und damit Reduktion Einkaufsfinanzierungslinien).

Die freien Finanzierungslinien lagen zum Bilanzstichtag bei 7,6 Mio. (VJ 11 Mio.).

1.3 Prognose, Chancen-Risikobericht

Die Weltwirtschaft wird nach den aktuellen Einschätzungen der Fachinstitute im Jahr 2023 voraussichtlich mit verringerter Dynamik wachsen. Aufgrund der Abhängigkeit der Branche von der allgemeinen Konjunktur, geht der VW Konzern selbst davon aus, dass sich die weltweite Pkw-Nachfrage regional uneinheitlich entwickeln kann und spürbar voraussichtlich über dem Vorjahresniveau 2022 liegen wird.

Entsprechend wurden auch die Vertriebsziele für die Handelsorganisation und damit die Absatzziele für die Autohäuser angehoben. Unsicherheiten können sich analog zu 2022 aus Engpässen bei Vorprodukten und Rohstoffen ergeben, die zu einer schlechteren Liefertreue führen würden.

Dabei ist die Automobilbranche nach wie vor durch den Transformationsprozess hin zur Elektromobilität sowie zur Digitalisierung geprägt. Dies zeigt auch die Entwicklungen/Weiterentwicklungen der VW Konzernstrategie welche nun "NEW AUTO" - Mobility for generations to come (vorher Strategie TOGETHER 2025+) heißt.

Gemäß dieser Strategie, wird der VW Konzern sich auf die globalen Veränderungen der Mobilität vorbereiten und die Transformation von Volkswagen in ein softwarezentriertes Unternehmen mit dem Fokus auf die Mobilitätswelt im Jahr 2030 vorantreiben. Nach eigenen Angaben hat damit VW einen der größten Veränderungsprozesse in der Unternehmensgeschichte angestoßen, der auch die Vertriebspartner und damit die gesamte Handelsorganisation umfasst.

Die Autohäuser, als Teil der Handelsorganisation, stehen vor den Herausforderungen mit diesen Transformationsprozessen Schritt zu halten, indem sie sich nicht nur mit ständig sich verändernden IT Anforderungen sondern auch der gesamten sich verändernden Produkt und Dienstleistungspalette auseinandersetzen und diese vermarkten müssen. Darüber hinaus ist auch die Mobilität der Kunden, bezogen auf die im Markt befindlichen Fahrzeuge, sicherzustellen, um die Kunden weiter für die VW Konzernmarken zu begeistern.

In dieser strategischen Ausrichtung des VW Konzerns liegen Chancen aber auch Risiken für die Autohäuser.

Die Chancen und Risiken aus der strategischen Ausrichtung des VW Konzerns und der Auswirkung auf das eigene Marktgebiet ist im Rahmen der Prognose 2023ff nach wie vor mit entsprechenden Unsicherheiten behaftet.

Die Bewältigung dieser Herausforderungen betrifft alle Partnerorganisationen jedes Marktgebiets und insbesondere jeden einzelnen Mitarbeiter im Autohaus, nur zusammen können diese Herausforderungen gemeistert werden.

Prognose 2023ff

Aufgrund der Steigerung im Bereich der Ausbringungsmengen, bei gleichzeitig unterstellten relativ stabilen Margen, ist mit einem Bruttoertrag von 27-28 Mio. in 2023-2024 geplant.

Im Bereich der Personalkosten wird mit laufenden Tariferhöhungen gerechnet analog zu den Kostensteigerungen aufgrund der aktuellen Inflation und den Tendenzen bei den Energiepreisen.

Aufgrund der verschobenen IT Projekte sowie dem Umbau des Porsche Standortes auf die neuen CI Standards ist in den Jahren 2023-2024 insgesamt mit Projekt-Kostenbelastungen von 4-5% des Planbruttoertrags gerechnet. Der CI Umbau Porsche muss bis Ende 2024 umgesetzt werden. Hinsichtlich der IT Projekte gehen wir derzeit davon aus, dass dies im zweiten Halbjahr 2023 genauer terminiert werden kann.

1.3.2 Chancen/Risiken 2023ff

Aktuell hat die ökonomische Unsicherheit 2022 und die Inflation, die Kaufbereitschaft der privaten und gewerblichen Nutzer belastet (Risiko Kaufzurückhaltung). Die ökonomischen Entwicklungen können derzeit nur bedingt vorhergesagt werden aufgrund der geopolitischen Lage. Im Bereich Handel Neuwagen liegen Chancen als auch Risiken neben der allgemeinen Kaufkraftentwicklung insbesondere in einem nicht bedarfs- und anforderungsgerechten Produktportfolio, insbesondere im Hinblick auf Elektromobilität (Risiko- Hersteller Portfolio). Im Handel mit Gebrauchtwaren ergeben sich aufgrund der Verbindung zur Neuwagenentwicklung ebenfalls Chancen und Risiken. Für 2023ff bestehen mehr Chancen, da der Nachholbedarf der Kunden im Bereich Neuwagen und E-basierten Antriebstechniken noch nicht ausreichend bedient werden kann. Risiken können für die Folgejahre dann entstehen, wenn dieser Nachholbedarf nicht mehr besteht, und eine Kompensation über Margen aus dem Neuwagen nicht möglich ist.

Eine allgemeine Unsicherheit, die sich auf die mittelfristige Prognose auswirken kann, ist die Wende zu E-basierten Antriebstechniken, die bisher auch dank staatlicher Förderung erfolgte. Langfristig dürfte - Fortschritte bei den Bemühungen einer grundsätzlichen Verkehrswende hin zu mehr umweltverträglicher Mobilität vorausgesetzt - die Nachfrage nach Autos für den Individualverkehr sinken (Risiko Verkehrswende). Dies betrifft grds. auch den Bereich After Sales.

Die Veränderungen im Nachfrageverhalten der Kunden und der Angebotspalette der Hersteller beinhalten somit in allen Bereichen sowohl Chancen als auch Risiken für das Geschäftsmodell der Autohäuser.

Analog zu den Transformationsrisiken, denen die Hersteller unterliegen, steht auch der Autohandel vor der Herausforderung sich zu einem umfassenden "Mobilitätsdienstleiter" in seinem regionalen Markt zu entwickeln. Marktdynamik führt unweigerlich zu einem Druck auf die Anpassungsgeschwindigkeit für die Organisation, das Personal und somit die gesamte Kostenstruktur des Autohauses. Insbesondere für die nächsten Jahre bedeutet dies, eine notwendige Fokussierung auf die für die Transformation relevanten Projekte, die zwar zu entsprechenden Kostenbelastungen führen, für das Bestehen in dem sich verändernden Markt aber unverzichtbar sind.

Auch im Bereich ESG (Environment, Social, Governance) werden langfristig Vorgaben Auswirkungen auf das Autohausgeschäftsmodell ergeben. Im Bereich Umwelt/Nachhaltigkeit ist mit steigenden Anforderungen hinsichtlich Energie- verbrauch/Heizung etc. zu rechnen, die sich in steigenden Instandsetzungs- und Gebäudemodernisierungskosten niederschlagen. Im Bereich der Unternehmensführung bestehen im Zuge der aktuellen IT Migrationsprojekte Überlegungen eine ESG Reporting mit einzubeziehen. Dies führt im Rahmen der Digitalisierung- und Transformation zu weiteren Kostenbelastungen.

1.3.3 Gesamtaussage zu Chancen und Risikosituation

Die Gesamtrisiko- und Chancensituation ergibt sich aus den zuvor dargestellten Einzelrisiken und -chancen. Die Überwachung der Einschätzungen der Risiken auf das Unternehmen und die damit in Zusammenhang stehenden Maßnahmen, um Chancen zu nutzen und Risiken einzudämmen, erfolgt quartalsweise im Führungskreis.

Die größten Risiken sind kurzfristig, mögliche negative Markt- und Absatzentwicklung, mittel- bis langfristig, die nicht bedarfs- und anforderungsgerechte Produktentwicklung insbesondere im Hinblick auf Elektromobilität und Digitalisierung des VW Konzerns, sowie ein damit nicht schritthaltender Umbau des Autohaus Geschäftsmodells.

Weiterhin können sich für 2023 negative Auswirkungen aus einer andauernden oder eingeschränkten Verfügbarkeit von Handelswaren (Liefertreue des Herstellers) sowie aus geopolitischen Spannungen und Konflikten, die sich auf das Kaufverhalten auswirken, ergeben.

Nach den uns heute bekannten Informationen bestehen keine Risiken, die den Fortbestand wesentlicher Konzerngesellschaften oder des Konzerns gefährden könnten.

 

Villingen, im April 2023

Geschäftsführer der AWS Schuler GmbH & Co. KG:

2 Konzernabschluss 01.01.-31.12.2022

2.1 Konzernbilanz zum 01.01.-31.12.2022

KONZERN AUTOWELT SCHULER

JAHRESABSCHLUSS - HANDELSRECHTLICH

AKTIVA

(in Euro)

2022 2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 9.948,68
2. Entg. erworb. Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte, Lizenzen an Rechten 0,00 9.948,68
II. Sachanlagen 15.878.419,30 16.838.052,46
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten 13.346.652,53 13.861.200,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 173.094,60 204.341,60
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.358.672,17 2.765.209,90
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 7.300,00
III. Finanzanlagen 455.193,30 413.699,94
3. Beteiligungen 24.205,00 24.205,00
6. Sonstige Ausleihungen 430.988,30 389.494,94
Summe Anlagenvermögen 16.333.612,60 17.261.701,08
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 17.722.022,89 18.477.512,89
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 123.653,25 106.462,26
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 36.871,47 46.667,33
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 18.103.513,98 19.146.348,28
4. Geleistete Anzahlungen -542.015,81 -821.964,98
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.346.988,38 4.438.723,29
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.507.892,12 3.119.908,85
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.839.096,26 1.318.814,44
III. Wertpapiere 506.355,58 506.355,58
2. Sonstige Wertpapiere 506.355,58 506.355,58
Summe Umlaufvermögen 24.575.366,85 23.422.591,76
C. Rechnungsabgrenzungsposten 159.818,63 170.131,01
D. Aktive latente Steuern 427.264,58 693.377,63
Summe Aktiva 41.496.062,66 41.547.801,48

PASSIVA

(in Euro)

2022 2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 1.900.000,00 1.900.000,00
III. Gewinnrücklage 707.114,54 707.114,54
4. andere Gewinnrücklagen 707.114,54 707.114,54
IV. Gewinnvortrag/Verlustvortrag 3.137.572,63 2.844.179,08
V. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag 1.034.645,04 413.393,55
Summe Eigenkapital 7.279.332,21 6.364.687,17
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.084.601,00 2.039.910,00
2. Steuerrückstellungen 328.300,00 142.400,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.832.367,36 1.257.369,10
Summe Rückstellungen 4.245.268,36 3.439.679,10
C. Verbindlichkeiten
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.716.793,66 20.811.461,70
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.814.579,53 6.094.941,42
8. Sonstige Verbindlichkeiten 5.440.088,90 4.837.032,09
Summe Verbindlichkeiten 29.971.462,09 31.743.435,21
Summe Passiva 41.496.062,66 41.547.801,48

2.2 Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 01.01.-31.12.2022

KONZERN AUTOWELT SCHULER

JAHRESABSCHLUSS - HANDELSRECHTLICH

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 119.641.841,48 117.914.455,97
2. Erhöh. oder Verm. des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -9.795,86 -652,39
4. Sonstige betriebliche Erträge 101.174,72 100.056,34
5. Materialaufwand -94.150.883,98 -94.484.582,17
a. Aufwendungen für Roh-,Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -91.423.330,19 -90.616.269,67
b. Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.727.553,79 -3.868.312,50
6. Rohergebnis 25.582.336,36 23.529.277,75
7. Personalaufwand -15.741.112,32 -15.303.778,80
a. Löhne und Gehälter -13.187.318,83 -12.548.828,66
b. soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvers. und für Unterstützung -2.553.793,49 -2.754.950,14
davon für Altersversorgung -61.582,92 -192.790,17
8. Abschreibungen -746.413,03 -746.844,03
a. auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -746.413,03 -746.844,03
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.486.138,17 -5.505.167,03
10. Erträge aus Beteiligungen 5.299,33 243,15
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.628,64 11.125,41
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.112.087,15 -1.217.520,25
15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.507.513,66 767.336,20
19. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -472.868,62 -353.942,65
21. Jahresüberschuß / Jahresfehlbetrag 1.034.645,04 413.393,55

2.3 Konzern-Kapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 01.01.- 31.12.2022

KONZERN AUTOWELT SCHULER

2022 2021
CASH - FLOW nach DRS 21 EUR in % EUR
Periodenergebnis 1.034.645,04 413.393,55
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 746.413,03 746.844,03
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 805.589,26 83.090,36
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen sowie anderer Aktiva -2.484.126,49 1) 1.039.755,44
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten sowie anderer Passiva -2.548.948,92 2)3) -649.732,41
-/+ Abschreibung/Wertberichtigung UV 463.932,51 -42.760,41
-/+ Gewinn/Verlust aus Abgang und Bewertungsanpassung Anlagevermögen 324.617,13 234.067,94
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 1.106.458,51 1.206.394,84
- Sonstige Beteiligungserträge -5.299,33 -243,15
+/- Aufwendungen/Erträge aus außerordentlichen Posten -18.903,27 -32.413,75
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 472.868,62 353.942,65
+/- Ein- und Auszahlungen aus außerordentlichen Posten 18.903,27 32.413,75
+/- Ertragsteuerzahlungen 0,00 -3.767,12
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -83.850,64 3.380.985,72
Nachrichtlich:
darin Veränderung Bestände Handelsware und zugeh. Finanzierungen 2.701.460,10 212.176,44
Nachrichtlich = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ohne Veränderung Bestände Handelsware und der zugehörige Finanzierung 2.617.609,46 1) 3.593.162,16
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Investitionen: 2.617.609,46 3.593.162,16
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 127.577,87 173.043,40
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -270.519,55 *) -10.371,43
+ Erhaltene Zinsen 5.628,64 11.125,41
+ Erhaltene Beteiligungserträge 5.299,33 243,15
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -132.013,71 174.040,53
Finanzierung:
- Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter -240.000,00 2) -120.000,00
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von Krediten 138.566,46 3.200.000,00
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und Krediten -1.300.776,00 -1.543.934,69
+ Einzahlungen aus anderen kurzfristigen Finanzierungen 662.619,54 3) -83.415,17
- Gezahlte Zinsen -1.112.087,15 -1.217.520,25
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.851.677,15 235.129,89
+/- Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -2.067.541,50 3.790.156,14
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -8.735.624,03 -12.525.780,17
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode -10.803.165,53 -8.735.624,03
+ Kontokorrent-Linien Hausbanken 1.357.000,00 1.360.000,00
+ Kontokorrent-Linien Herstellerbanken 1.750.000,00 1.750.000,00
+ Freie Factoring Linie 4.512.617,33 4) 3.631.567,28
+ Einkaufsfinanzierungs-Linien 10.850.000,00 13.050.000,00
Summe Finanzierungs-Linien 18.469.617,33 19.791.567,28
= Erweiterter Finanzmittelfonds am Ende der Periode 7.666.451,80 11.055.943,25

Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode berechnet sich aus dem Bestand an Zahlungsmitteln zu Beginn der Periode zuzüglich der zahlungswirksamen Veränderungen während der Periode. Durch die Saldierung mit Kontokorrent-Linien bzw. Einkaufs- und Factoringlinien ergibt sich der erweiterte Finanzmittelfonds.

1) Bestände und Bestandsfinanzierung bereinigt.
2) enthält Rückgang Verbindlichkeiten Gesellschafter (Einlage)
3) Umgliederung sonstige Verbindlichkeiten in den Bereich Finanzierung

2.4 Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31.12.2022

31.12.2022 31.12.2021 31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR
Kapitalanteile Kommanditisten 500.000,00 500.000,00 500.000,00 500.000,00
(+/-) Erhöhung/Herabsetzung der Kap.Anteile 0,00 0,00 0,00
(+/-) Änderung des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00
(+/-) Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00 0,00
Zwischensumme 500.000,00 500.000,00 500.000,00 500.000,00
Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen
Summe Kapitalanteile (KAP I) 500.000,00 500.000,00 500.000,00 500.000,00
Kapitalrücklage gem. Ges.V. (KAP IV) 1.900.000,00 1.900.000,00 1.900.000,00 1.900.000,00
(+/-) Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00 0,00
(+/-) Änderung des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00
(+/-) Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00 0,00
Summe Kapitalrücklage gem. Ges.V. 1.900.000,00 1.900.000,00 1.900.000,00 1.900.000,00
Gewinnrücklagen 0,00 0,00 0,00
Rücklage gem. Gesellschaftsvertrag 0,00 0,00 0,00
Zwischensumme Rücklage gem. Gesellschaftsvertrag 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Gewinnrücklagen 707.114,54 707.114,54 707.114,54 707.114,54
Zwischensumme Sonstige Gewinnrücklagen 707.114,54 707.114,54 707.114,54 707.114,54
Summe Gewinnrücklagen 707.114,54 707.114,54 707.114,54 707.114,54
Summe Rücklagen 2.607.114,54 2.607.114,54 2.607.114,54 2.607.114,54
EK Differenz aus Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00
Zwischensumme EK Differenz aus Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
Gewinn-/Verlustvortrag 3.257.572,63 2.955.179,08 3.103.625,77 3.021.398,01
(-) Gutschrift auf Gesell.Konten im Fremdkapital -120.000,00 -120.000,00 -111.000,00 -120.000,00
(+/-) Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 1.034.645,04 413.393,55 -28.446,69 202.227,76
Zwischensumme Gewinn-/Verlustvortrag 4.172.217,67 3.257.572,63 2.955.179,08 3.103.625,77
KONZERNEIGENKAPITAL 7.279.332,21 6.364.687,17 6.062.293,62 6.210.740,31

3 Anhang

Der vorliegende Konzernabschluss ist von der AWS Schuler GmbH & Co. KG mit Sitz in Villingen-Schwenningen, eingetragen beim Registergericht in Freiburg unter der Nr. HRA 702735 erstellt. Der Konzernabschluss ist im Unternehmensregister offengelegt.

3.1 Allgemeine Angaben

Angaben zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden bei einem bestehenden Ausweiswahlrecht ausschließlich im Anhang aufgeführt. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist gesondert dargestellt. Der Konsolidierungskreis des vorliegenden Konzernabschlusses hat sich gegenüber dem letzten testierten Abschluss nicht geändert.

3.2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Gliederung / Ausweis / Stetigkeit /Going Concern § 252 Abs. Abs. 1 Nr. 2

Die Gliederung der Konzernbilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach § 266 Abs. 2 und 3, § 275 Abs. 2 HGB. Die Nummerierung wurde bei nicht angezeigten Nullpositionen beibehalten. Der Eigenkapitalspiegel entspricht § 297 Abs.1 HGB und DRS 22 (Personengesellschaften). Der Cash-Flow basiert auf DRS 21.

Der Konzernabschluss ist unter Anwendung der handelsrechtlichen Ausweis- und Bewertungsmethoden erstellt. Bei der Bewertung wurde der Grundsatz Going Concern (Fortführungsannahme) § 252 Abs. Abs. 1 Nr. 2 HGB bei allen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen angewendet. Die Einschätzungen zum Fortbestand des Unternehmens ist im Lagebericht Vgl. 1.3 Prognose, Chancen-Risikobericht entsprechend dargelegt.

Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierungsmethode wurde entsprechend HGB und DRS 4 gemäß der Erwerbszeitpunktmethode angewendet.

Der Konsolidierungskreis ergibt sich aus den §§ 294 bis 296 HGB und besteht neben der Muttergesellschaft AWS Schuler GmbH & Co. KG aus den folgenden Unternehmen:

Name Zur Einbeziehung verpflichtender Sachverhalt Sitz Anteil am Kapital Angabe Befreiung § 264 III HGB *1
Autowelt Schuler Verwaltungs-GmbH Zimmern ob Rottweil 100%
Autowelt Schuler GmbH Tochter Villingen-Schwenningen 100% Beschluss 13.03.2023
PZ Sportwagen Vertriebs-GmbH Enkel Villingen-Schwenningen 100% Beschluss 13.03.2023

Das Mutterunternehmen AWS Schuler GmbH & Co. KG nimmt im Jahr 2022 die Befreiungsvorschriften des § 264b Nr. 3 HGB in Anspruch.

Auf die Zwischengewinneliminierung wurde wegen des unverhältnismäßig hohen Aufwands und der geringen Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verzichtet.

1 Offenlegung 26.04.2023

Die auf die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angewendeten Bewertungsmethoden

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (Immaterielle, Sachanlagen und Finanzanlagen) sind zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten gem. § 255 HGB abzgl. linearer Abschreibung über die voraussichtliche Nutzungsdauer bewertet. Bei der Berechnung der planmäßigen Abschreibungen im Bereich des Anlagevermögens werden bei den immateriellen Vermögensgegenständen betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern von 3 bis 5 Jahren, bei den Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten wurde die Abschreibung im Wesentlichen mit 33 Jahren angesetzt. Bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung und den Technischen Anlagen und Maschinen werden Nutzungsdauern von 3 bis 25 Jahren zugrunde gelegt.

Für Anlagegüter sind in den Bereichen Werkstattausstattung, Möbel, Verkaufsausstattung, Küche sowie EDV-Infrastruktur Festwerte gebildet, die gemäß den gesetzlichen Vorschriften durch körperliche Aufnahmen und Prüfung der Bewertung regelmäßig kontrolliert werden.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden im Anlagevermögen durchgeführt soweit eine Anpassung auf einen niedrigeren Marktwert notwendig ist.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit usw. ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Für unfertige Leistungen wurden zum erstmals ein 31.12.2021 Festwerte gebildet.Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren Marktwert bewertet. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf die Nettoforderung berücksichtigt. Einzelwertberichtigungen werden fallweise in Höhe von 2 - 50% gebildet.

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden nach den Vorschriften unter Anwendung der PUC-Methode angesetzt. Hinsichtlich der Sterbetafeln werden die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die steuerliche Bewertung wird ein Rechnungszinsfuß von 6% und für die handelsrechtliche Bewertung von 1,79 % verwendet. Für die Handelsbilanz wird im Rahmen der PUC-Methode eine jährliche Rentenerhöhung von 2% (VJ 1,5%) ab Rentenbeginn eingerechnet.

Der Betrag der Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 HGB aus der Umstellung der Abzinsung der Pensionsrückstellung von 7 auf 10 Jahre beläuft sich auf TEUR 94 (VJ TEUR 142), Berechnungsbasis 1,45% (VJ 2021 1,35%; 2020 1,6 %)Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen "Erfüllungsbetrags" gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger wird auf die Ausübung des Abzinsungswahlrechts verzichtet. Sofern keine exakte Erfassung von Mengenangaben, die zur Rückstellungsberechnung notwendig sind, möglich war, werden Schätzverfahren angewandt, die einer regelmäßigen Plausibilisierung unterliegen. Pauschalrückstellungen werden unter Berücksichtigung steuerlicher- und handelsrechtlicher Regelungen gebildet.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag zum Bilanzstichtag bewertet.

3.3 Angaben / Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Jahre 2022 ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt.

Anlagespiegel 2022 Konzern Autowelt Schuler

Anschaffungsk. 31.12.2021 Zugang in Periode Verkauf in Periode Umbuchung in Periode Anschaffungsk. 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 152.368 -120.083 32.285
2. Entg. erworb. Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte, Lizenzen an Rechten 152.368 -120.083 32.285
II. Sachanlagen 30.250.371 229.026 -611.535 29.867.863
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten 25.870.528 40.066 -47.015 25.863.579
2. Technische Anlagen und Maschinen 569.268 12.020 0 581.288
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.803.275 176.940 -557.220 3.422.996
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.300 -7.300
III. Finanzanlagen 413.700 41.493 455.193
3. Beteiligungen 24.205 24.205
6. Sonstige Ausleihungen 389.495 41.493 430.988
Summe Anlagenvermögen 30.816.439 270.520 -731.618 30.355.341
kum. Zuschr. bis 31.12.2021 kum. Zuschr. 31.12.2022 kum. AfA bis 31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände -142.419
2. Entg. erworb. Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte, Lizenzen an Rechten -142.419
II. Sachanlagen 1.243.368 1.243.368 -14.655,687
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.243.368 1.243.368 -13.252.695
2. Technische Anlagen und Maschinen -364.927
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -1.038.065
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
III. Finanzanlagen
3. Beteiligungen
6. Sonstige Ausleihungen
Summe Anlagenvermögen 1.243.368 1.243.368 -14.798.107
Zugang in Periode Verkauf in Periode kum. AfA bis 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände -9.949 120.083 -32.285
2. Entg. erworb. Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte, Lizenzen an Rechten -9.949 120.083 -32.285
II. Sachanlagen -736.464 159.340 -15.232.812
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten -540.666 33.067 -13.760.295
2. Technische Anlagen und Maschinen -42.215 -1.052 -408.194
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -153.583 127.325 -1.064.324
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
III. Finanzanlagen
3. Beteiligungen
6. Sonstige Ausleihungen
Summe Anlagenvermögen -746.413 279.423 -15.265.097
Buchwert 31.12.2021 Buchwert 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 9.949 0
2. Entg. erworb. Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte, Lizenzen an Rechten 9.949 0
II. Sachanlagen 16.838.052 15.878,419
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten 13.861.201 13.346.653
2. Technische Anlagen und Maschinen 204.342 173.095
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.765.210 2.358.672
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.300
III. Finanzanlagen 413.700 455.193
3. Beteiligungen 24.205 24.205
6. Sonstige Ausleihungen 389.495 430.988
Summe Anlagenvermögen 17.261.701 16.333.613

Fristigkeiten Forderungen / Forderungen gegenüber Gesellschaftern

01.01. - 31.12.2022 Gesamt Davon mit Restlaufzeit < Jahr Davon mit Restlaufzeit > 1Jahr
EUR EUR EUR
Lieferungen und Leistungen 4.507.892,12 4.507.892,12 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 1.839.096,26 1.839.096,26 0,00
Gesamt 6.346.988,38 6.346.988,38 0,00
davon gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00 0,00
davon aus sozialer Sicherheit 0,00 0,00 0,00
01.01.31.12.2021 Gesamt Davon mit Restlaufzeit < 1Jahr Davon mit Restlaufzeit > 1Jahr
EUR EUR EUR
Lieferungen und Leistungen 3.119.908,85 3.119.908,85 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 1.318.814,44 1.318.814,44 0,00
Gesamt 4.438.723,29 4.438.723,29 0,00
davon gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00 0,00
davon aus sozialer Sicherheit 8.356,16 8.356,16 0,00

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände / rechtlicher Bestand

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind grds. keine antizipativen Forderungen enthalten. Ausgewiesen sind im Wesentlichen Verkaufshilfen/Boni der Hersteller.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Mietereinbauten und Leasing Sonderzahlungen.

Aktive Abgrenzungsposten für latente Steuern

Die aktivierten latenten Steuern wurden in Übereinstimmung mit DRS 18 im Konzernabschluss nach der Liability Methode gebildet. Der zugrunde gelegte Steuersatz trennt zwischen Gewerbe- und Körperschaftsteuer und liegt bei ca. 30% bezogen auf Kapitalgesellschaften und 15% auf Personengesellschaften. Die latenten Steuern wurden gebildet auf:

Bewertungsunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz dies betrifft ausschließlich den Bereich der Pensionsrückstellungen,

und auf steuerliche Verlustvorträge (Gewerbesteuer).

Es wurden auf alle abgrenzungspflichtigen als auch wahlweise abzugrenzenden Sachverhalte latente Steuern gebildet. Saldierungen von aktiven und passiven latenten Steuern bestehen nicht.

Insgesamt bestanden zum Bilanzstichtag aktive latente Steuern von TEUR 427 (VJ TEUR 693), davon entfielen TEUR 202 (VJ TEUR 191) auf Bewertungsunterschiede (Pensionsrückstellungen) und TEUR 225 (TEUR 502)auf Verlustvorträge. Die latenten Steuern auf Bewertungsunterschiede haben sich zum VJ um TEUR 11 erhöht und die latenten Steuern auf Verlustvorträge haben sich um TEUR 277 verringert.

Eigenkapital

Das Konzernergebnis wird bilanziell auf neue Rechnung vorgetragen. Das Ergebnis der AWS Schuler GmbH & Co. KG (Muttergesellschaft) wird entsprechend den Regelungen des Gesellschaftsvertrages auf die Kapitalkonten der Gesellschafter verteilt. Vorab-Auszahlungen auf die Gewinnverwendung für Gesellschafter wurden in 2022 für 2022 mit TEUR 240 (Vorjahr TEUR 120) vorgenommen.

Die ordentliche Gesellschafterversammlung zum Jahresabschluss 2022 erfolgt am 22.05.2023.

Rückstellungen; Zusammensetzung sonstige Rückstellungen

Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen 01.01.- 31.12.2022 Gesamt 01.01.31.12.2021 Gesamt
EUR EUR
Personal 340.514,76 690.269,10
Abschlusserstellung (Intern; extern); Betriebsprüfung, ausstehende Herstelleraudits ; Aufbewahrung, VKH Prüfungen 620.525,00 243.500,00
Gewährleistung 224.300,00 198.600,00
Instandhaltung 212.131,60 125.000,00
Sonstiges (Betriebsprüfung, Umstellung IT Digitalisierung , Reorganisation Verschmelzungen) 434.896,00 0,00
Gesamt 1.832.367,36 1.257.369,10

Verbindlichkeiten / Verbindlichkeitsspiegel

01.01.-31.12.2022 Gesamt Davon mit Restlaufzeit < 1 Jahr Davon mit Restlaufzeit > 1 Jahr < 5 Jahre Davon mit Restlaufzeit > 5 Jahre 1)
EUR EUR EUR EUR
Kreditinstitute Darlehen 10.913.628,13 858.089,67 4.419.975,59 5.635.562,87
Kreditinstitute Kontokorrent 10.803.165,53 0,00 0,00 10.803.165,53
Lieferungen und Leistungen 2.814.579,53 2.814.579,53 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 5.440.088,90 4.046.850,79 1.078.180,33 315.057,78
Gesamt 29.971.462,09 7.719.519,99 5.498.155,92 16.753.786,18
davon aus Steuern 674.549,57 674.549,57
davon aus sozialer Sicherheit 0,00 0,00
davon gegenüber Gesellschafter 685.135,19 685.135,19

Die Summe der Verbindlichkeiten liegt bei 29,9 Mio. (VJ 31,7 Mio.) davon betreffen 7,7 Mio. (VJ 10,3 Mio.) die Restlaufzeit unter einem Jahr, mit rund 5,5 Mio. (VJ 5,8 Mio.) die Restlaufzeit bis 5 Jahre und 16,7 Mio. (VJ 15,6 Mio.) die Restlaufzeit über 5 Jahre (incl. KK Linien). Die Verbindlichkeiten aus Steuern liegen per 31.12.2022 bei 0,67 Mio. und betreffen im Wesentlichen die laufenden Umsatzsteuerverpflichtungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten liegen bei 5,4 Mio. (VJ 4,8 Mio.) und beinhalten mit. 1,8 Mio. (VJ 1,9 Mio.) Verpflichtungen aus Leasinggeschäften (Restwertmodelle Hersteller) sowie mit 0,5 Mio. Verpflichtungen gegenüber Mitarbeiter (Unterstützungskasse).

Sicherheiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i.H.v. 21,7 Mio. (VJ 20,8 Mio.) enthalten Darlehen und in Anspruch genommene Kontokorrentlinien/Einkaufs- und Factoringfinanzierungslinien der Haus- als auch der Herstellerbanken.

Die in Anspruch genommenen Bankverbindlichkeiten (einschließlich der freien Linien) sind gesichert durch Grundschulden i.H.v. 17,9 Mio., Verpfändungen (Festgelder, Versicherungen, Sicherungsübereignungen etc.)i.H.v. 15,4 Mio.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. 2,8 Mio. (VJ 6,1 Mio.) enthalten 2,3 Mio. (VJ 5,9 Mio.) Verbindlichkeiten gegenüber Herstellern, welche durch Eigentumsvorbehalt von Fahrzeugen gesichert sind.

Haftungsverhältnisse § 251 HGB

Zum Abschlussstichtag lagen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit keine über das normale Maß hinausgehenden Haftungsverhältnisse im Konzern vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

2022 01.01.-31.12.2022 Gesamt Davon mit Restlaufzeit < 1 Jahr Davon mit Restlaufzeit > 1 Jahr < 5 Jahre Davon mit Restlaufzeit > 5 Jahre 01.01.-31.12.2021 Gesamt
EUR EUR EUR EUR EUR
Miete 54.323,38 47.999,38 6.324,00 0,00 112.994,78
Leasing 1.475.506,40 479.334,48 996.171,92 0,00 1.405.178,00
GW-Inzahlungnahme (geschätzt) 6.096.114,47 6.096.114,47 0,00 0,00 1.066.580,59
Wartung & Dienstleistungen & Ansparversicherung 2.563.503,67 2.133.133,33 181.410,18 248.960,16 1.695.795,86
Bestellobligo 85.791.637,37 85.791.637,37 0,00 0,00 34.305.556,69
Rückkauf-Verpflichtungen 22.739.340,12 9.799.468,96 12.939.871,16 0,00 67.902.197,35
Altersversorgung U Kasse 505.618,57 0,00 0,00 505.618,57 209.799,43
Gesamt 119.226.043,98 104.347.687,99 14.123.777,26 754.578,73 106.698.102,70

3.4 Angaben / Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

01.01.-31.12.2022 Gesamt 01.01.-31.12.21 Gesamt
EUR EUR
Handel 96.028.262,54 93.505.059,90
Aftersales/Lack- und Karosserieinstandsetzung 23.613.578,94 24.409.396,07
119.641.841,48 117.914.455,97

Erträge / Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung, bzw. einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen

Bereich 01.01.-31.12.2022 Gesamt 01.01.-31.12.21 Gesamt
EUR
Geringere Personalkosten (Kürzung aufgrund Kurzarbeit) Personal 56.497,20 464.976,40
Erfolgsabh. Anpassung Weihnachtsgeld (2020 abzgl. Rückstellung) 0,00 366.255,63
Aufwand Ertrag, die einem anderem Geschäftsjahr zuzuordnen sind 209.171,00 0,00
Summe 265.668,20 831.232,03

3.5 Sonstige Angaben

Anzahl der Arbeitnehmer

Die Anzahl der Arbeitnehmer ist nach dem wirtschaftlichen Konzept ermittelt, d.h. Teilzeit-Arbeitnehmer sind auf Vollzeit umgerechnet (Rechenbasis ist das mehrheitliche Stundenmodell 40 Std. Woche). Separat dargestellt sind Auszubildende und Organe. Die Anzahl der Arbeitnehmer im Konzern setzt sich wie folgt zusammen:

Geschäftsjahr 2022 Vorjahr 2021
Verwaltung / Sonstiges 28 44
Verkauf 51 53
Aftersales 127 138
Gesamt Konzern 206 235
Gesamt Konzern ohne Auszubildende 206 220
darin Organe der Gesellschaften (Töchter und Konzern Geschäftsführung) 4 5

Organe / Organbezüge sowie gewährte Vorschüsse, Kredite und Haftungsverhältnisse

Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte die Geschäftsführung des Konzerns durch die Geschäftsführer der AWS GmbH & Co. KG.

Die Gesamtbezüge der Organmitglieder der Muttergesellschaft der Autowelt Schuler Gruppe belaufen sich nach § 285 Nr. 9 a HGB auf insgesamt TEUR 512 (VJ TEUR). In den Organbezügen sind anteilig zugeführte Pensionsansprüche TEUR 46 (VJ TEUR 67) enthalten.

Nachtragsbericht

Auswirkung allgemein 01.01.-31.12.2022 Auswirkung finanziell
Abberufung Felix Seiffer als Geschäftsführer Autowelt Schuler Verwaltung GmbH
Abberufung Christoph Franzkoch als Geschäftsführer Autowelt Schuler Horgen GmbH
Bestellung/ Eintragung Felix Seiffer als Geschäftsführer Autowelt Schuler GmbH
Verschmelzung der Gesellschaften AWS Villingen GmbH, AWS MSS GmbH mit der AWS Horgen GmbH; Umfirmierung zu Autowelt Schuler GmbH Organisatorische Vereinheitlichung künftig geringere Verwaltungskosten

Finanzinstrumente Die Gesellschaft hatte im Jahr 2022 folgende Finanzinstrumente eingesetzt:

01.01.-31.12.2022 Nominalbetrag Buchwert Marktwert Marktwert Vorjahr Gesicherte Bilanzposition
TEUR TEUR TEUR TEUR
Zinsswaps 3.200 0 216 -364 Verbindlichkeit Kreditinstitute
Zins CAP 0 0 0 0 Verbindlichkeit Kreditinstitute
Gesamt 3.200 0 216 -364

Die aufgeführten Finanzinstrumente sind jeweils einem Kreditgeschäft zugeordnet und bilden eine betriebswirtschaftliche Einheit. Kreditgeschäfte und Zinssicherungsgeschäfte unterliegen grundsätzlich derselben Risikoart und Laufzeit.

Angabe WP-Honorar gem. § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB

Das vom Abschlussprüfer bzw. der Schwestergesellschaft für das Geschäftsjahr berechnete Honorar umfasst für:

TEUR
a) die Abschlussprüfungsleistungen 120
b) andere Bestätigungsleistungen 0
c) Steuerberatungsleistungen durch Schwestergesellschaft (einschl. Verschmelzungen) 80
d) sonstige Leistungen durch Schwestergesellschaft im Rahmen der Verschmelzung incl. Unterstützung bei dem organisatorischen Umbau und der damit zusammenhängenden IT GOBD Prozesse 257

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Autowelt Schuler Gruppe

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Autowelt Schuler Gruppe und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2022, der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom Konzernabschluss 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Autowelt Schuler Gruppe für das Geschäftsjahr vom Konzernabschluss 2022 geprüft. Die in der Anlage genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanz-lage des Konzerns zum 31.12.2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom Konzernabschluss 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der in der Anlage genannten Bestandteile des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart den 03.05.2023

Schuler Würz GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

E. Würz, Wirtschaftsprüfer

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