Kursana Service GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Kabak seit 8.4.2025 | Geschäftsführer |
Ulf Bieschke seit 4.1.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Dussmann AG & Co. KGaAEigenbeteiligung | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kursana Wohnstift GmbHBerlinJahresabschluss zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Grundlagen, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze1. Das UnternehmenDie Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 i. V. m. Abs. 4 HGB und hinsichtlich ihrer Leistungen im Bereich der stationären und ambulanten Pflege eine Pflegeeinrichtung im Sinne der Verordnung über die Rechnungs- und Buchführungspflichten der Pflegeeinrichtungen (Pflege-Buchführungsverordnung - PBV). Daneben erbringt die Gesellschaft Leistungen im Bereich des betreuten Wohnens. Die Gesellschaft ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Berlin Charlottenburg (Registernummer: HRB 58960 B) eingetragen. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. 2. Grundsätze der RechnungslegungDer Jahresabschluss wurde mit Ausnahme der Gliederungsvorschriften gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Um den Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu verbessern werden die Bilanz nach Anlage 1, die Gewinn- und Verlustrechnung nach Anlage 2 und der Anlagennachweis nach Anlage 3a der PBV aufgestellt. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter dem Grundsatz der Stetigkeit. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und, soweit ihre Nutzung zeitlich begrenzt ist, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden auf Basis betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauern und unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode pro rata temporis ermittelt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Nutzungsdauer der einzelnen Vermögensgegenstände stellt sich wie folgt dar:
Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die unter den Vorräten ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beilzulegenden Wert bewertet. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Bei zweifelhaften und mit erkennbaren Risiken behafteten Forderungen werden direkte Wertabschläge vorgenommen. Uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. Forderungen gegen verbundene Unternehmen, Forderungen an Gesellschafter oder Träger der Einrichtung und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen und Ausgaben vor dem Stichtag erfasst, die Erträge und Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Das vollständig erbrachte gezeichnete Kapital wird gemäß § 272 HGB zum Nennwert bilanziert. Öffentliche Fördermittel und sonstige Zuwendungen Dritter zur Finanzierung des Sachanlagevermögens werden auf Basis der Bruttomethode ausgewiesen. Demnach wird für die zweckentsprechend verwendeten Fördermittel ein passivischer Sonderposten, vermindert um den Betrag der bis zum Bilanzstichtag angefallenen Abschreibungen von mit diesen Mitteln finanzierten Vermögensgegenständen und die Restbuchwerte der Anlagenabgänge, bilanziert. Die Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag und Verbindlichkeiten mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst. Erläuterungen zur Bilanz3. AnlagevermögenHinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr verweisen wir auf den Anlagenspiegel, der Bestandteil des Anhangs ist. 4. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeAlle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen an Gesellschafter oder Träger der Einrichtung, die gleichzeitig Forderungen an verbundene Unternehmen sind, resultieren in Höhe von TEUR 15.666 (Vorjahr: TEUR 12.935) aus dem Cash-Pooling mit der Kursana GmbH, Berlin. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen das Finanzamt aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 114 (Vorjahr: TEUR 0). 5. Kassenbestand und Guthaben bei KreditinstitutenDie Guthaben bei Kreditinstituten betreffen in Höhe von TEUR 1.282 (Vorjahr: TEUR 1.281) Sicherheitsleistungen der Heimbewohner. Den Sicherheitsleistungen der Heimbewohner (Kautionen) stehen wie im Vorjahr korrespondierend sonstige Verbindlichkeiten gegenüber. 6. Sonderposten aus Zuschüssen und Zuweisungen zur Finanzierung des SachanlagevermögensDie Veränderung des Sonderpostens resultiert zum einen aus der Zuführung in Höhe von TEUR 3 sowie zum anderen aus der Auflösung in Höhe von TEUR 59 im Zusammenhang mit getätigten Abschreibungen. 7. RückstellungenDie Steuerrückstellungen belaufen sich auf TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 143) und betreffen im Geschäftsjahr im Wesentlichen sonstige Steuern. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Pachterneuerung in Höhe von TEUR 256 (Vorjahr: TEUR 251), für Löhne und Gehälter in Höhe von TEUR 117 (Vorjahr: TEUR 89), für nicht genommenen Urlaub in Höhe von TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 82), für Beratungskosten in Höhe von TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 18), für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 25) sowie übrige Rückstellungen. 8. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter, die gleichzeitig Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind, beinhalten ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten wie im Vorjahr ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Kautionsleistungen in Höhe von TEUR 1.287 (Vorjahr: TEUR 1.281), aus Steuern in Höhe von TEUR 29 (Vorjahr: TEUR 33), sowie kreditorische Debitoren in Höhe von TEUR 184 (Vorjahr: TEUR 81) enthalten. Die Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr alle innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten aus Bewohnerdarlehen und Sicherheitsleistungen werden aufgrund der zugrundeliegenden Verträge als Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr behandelt. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung9. ErlöseDie Erträge aus Unterkunft und Verpflegung beinhalten Erträge aus Wohnen in Höhe von TEUR 8.662 (Vorjahr: TEUR 8.101). 10. Umsatzerlöse nach § 277 Abs. 1 HGB soweit nicht in den Nummern 1 bis 4 enthaltenDie Umsatzerlöse nach § 277 Abs. 1 HGB soweit nicht in den Nummern 1 bis 4 enthalten, betreffen neben Erträgen aus Probewohnen in Höhe von TEUR 74 (Vorjahr: TEUR 70) im Geschäftsjahr insbesondere Erträge der Pflegekassen für Leistungen gern. § 150 Abs. 2 SGB XI zum Ausgleich Corona bedingter finanzieller Belastungen in Höhe von TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 619). 11. PersonalaufwandDie durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
12. Periodenfremde ErträgeDie periodenfremden Erträge in Höhe von TEUR 73 (Vorjahr: TEUR 180) enthalten wie im Vorjahr im Wesentlichen Erträge, die aus der Auflösung von Rückstellungen und Erträgen aus abgeschriebenen Forderungen sowie aus der Reduzierung der Einzelwertberichtigungen resultieren. 13. Zinsen und ähnliche ErträgeZinsen und ähnliche Erträge belaufen sich auf TEUR 656. Davon entfallen TEUR 596 (Vorjahr: TEUR 153) auf Zinserträge aus kurzfristigen Forderungen an den Gesellschafter. Daneben sind Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 2 enthalten (Vorjahr: TEUR 0). 14. Zinsen und ähnliche AufwendungenZinsen und ähnliche Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 1) und betreffen im Geschäftsjahr im Wesentlichen die Verzinsung von Sicherheitsleistungen der Bewohner. Sonstige Erläuterungen15. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Gesellschaft hatte zum Stichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne von § 285 Nr. 3 HGB in Höhe von TEUR 19.533, davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 4.053. Von den finanziellen Verpflichtungen entfallen TEUR 14.999 auf Pachtzahlungen. Da sich die Entwicklung des Altersruhegeldes in den nächsten Jahren zur Bestimmung möglicher Pachtsteigerungen schwer abschätzen lässt, wurde zur Ermittlung der zukünftig anfallenden Pachtaufwendungen der Aufwand dieses Geschäftsjahres herangezogen sowie die nächstmögliche Kündigung zugrunde gelegt. Bei der Ermittlung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus den Verträgen über die Fremdvergabe von Leistungen wurde ebenfalls unterstellt, dass die Verträge zum nächstmöglichen Kündigungstermin aufgelöst werden. Zum Bilanzstichtag bestehen folgende angabepflichtige Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB: Die Gesellschaft haftet mit anderen Unternehmen des Konzerns als anfänglicher Kreditnehmer und Garant für die im Dezember 2021 abgeschlossene 2. Änderungsvereinbarung zur Konsortial-Kreditvereinbarung vom September 2012 in Höhe von EUR 140 Mio. und mit einer Laufzeit bis 16. Dezember 2027. Innerhalb der Betriebsmittelkreditlinie wurden EUR 78 Mio. für sogenannte Ancillary Linien angerechnet. Diese Ancillary Linien waren zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 5,8 Mio. durch Kontokorrent-, Aval- und Garantieziehungen ausgenutzt. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit gering ist, aus den oben genannten Sachverhalten in Haftung genommen zu werden. 16. NachtragsberichtSachverhalte von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ergeben. 17. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. 18. GeschäftsführungDer Geschäftsführung gehören/gehörten im Geschäftsjahr an: Jörg Braesecke (Vorsitzender der Geschäftsführung) bis 31.12.2023 Götz Leschonsky (Operativer Bereich, ab 01.01.2024 Vorsitzender der Geschäftsführung) Ulf Bieschke (Kaufmännischer Bereich) ab 18.12.2023 Die Mitglieder der Geschäftsführung sind bei der Düssmann Stiftung & Co. KGaA angestellt. Sie erhalten von der Gesellschaft keine Bezüge. Zum Prokuristen mit Einzelprokura war im Geschäftsjahr Herr Ulf Bieschke bestellt (bis 18.12.2023). 19. Verbundene Unternehmen100 % des gezeichneten Kapitals der Gesellschaft werden von der Kursana GmbH, Berlin, gehalten. Diese wiederum ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Dussmann Stiftung & Co. KGaA, Berlin. Damit ist die Gesellschaft verbundenes Unternehmen der Dussmann Stiftung & Co. KGaA, Berlin, und ihrer unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen. Die Dussmann Stiftung & Co. KGaA, Berlin, stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und gleichzeitig größten Kreis von Unternehmen auf, in den die Gesellschaft mittelbar einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird entsprechend der gesetzlichen Regeln im elektronischen Unternehmensregister offengelegt. 20. AbschlussprüferhonorarAuf die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers im Einzelabschluss wird gemäß § 285 Nr. 17 HGB verzichtet. Die Angabe wird im Konzernabschluss der Dussmann Stiftung & Co. KGaA vorgenommen.
Berlin, 31. März 2024 Götz Leschonsky, Geschäftsführer Ulf Bieschke, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 Kursana Wohnstift GmbH
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen der GesellschaftDie Kursana Wohnstift GmbH (KW) ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Kursana GmbH (KR), einem Unternehmen der Dussmann Group. Die im Folgenden für die Kursana-Gruppe getroffenen Aussagen gelten gleichermaßen für die Kursana Wohnstift GmbH, Berlin. Im Jahr 2023 betreibt die Gesellschaft mit der Residenz in Hamburg und dem Domizil Celle Stadtgarten weiterhin zwei Betriebsstätten. Die Betriebsstätten werden buchhalterisch separat geführt und einzeln gesteuert. Zur Steuerung und Führung der Gesellschaft ebenso wie der einzelnen Betriebsstätten bedient sich die Geschäftsführung eines umfangreichen Fundus aus Berichten und Controlling-Tools, die es ermöglichen, die gesteckten Ziele und Steuerungsgrößen hinsichtlich der Belegung, des Umsatzes und des Ergebnisses zu verfolgen und die Zielerreichung zu unterstützen. Bei den Bewohnern der Residenz handelt es sich überwiegend um Selbstzahler, die abgeschlossene Appartements des Betreuten Wohnens mieten und Dienstleistungen im Hause in Anspruch nehmen. Die Residenz hat eine angeschlossene vollstationäre Pflegestation. Über einen eigenständigen ambulanten Pflegedienst werden im Rahmen von Versorgungsverträgen mit den Kranken- und Pflegekassen pflegerische und hauswirtschaftliche Leistungen auch im Appartement der Bewohner des Betreuten Wohnens erbracht. Die Versorgungsverträge mit den Pflegekassen für die vollstationären Pflegeleistungen wurden in vollem Umfang erfüllt. Die Gesellschaft ist mit ihren Einrichtungen Mitglied im Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa). Darüber hinaus ist die Kursana als Gründungsmitglied im Arbeitgeberverband Pflege tätig, um auf politischer und öffentlicher Ebene die Zukunft der Pflege aktiv zu gestalten. II. WirtschaftsberichtRahmenbedingungen und GeschäftsverlaufDer deutsche Pflegemarkt ist weiterhin im Wesentlichen durch die demografische Entwicklung und die Situation auf dem Arbeitsmarkt, insbesondere den anhaltend hohen Mangel an Fachkräften, geprägt. So hat sich die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt in den letzten 60 Jahren um fast 12 Jahre erhöht, und es wird erwartet, dass der Anteil der Bevölkerung in einem Alter über 65 Jahren bis zum Jahr 2030 um knapp 13% zunehmen wird. Auch wenn das Alter nicht zwangsläufig gleichbedeutend mit Pflegebedürftigkeit ist, so steigt doch das Risiko von Pflegebedürftigkeit mit zunehmendem Alter, und somit auch der Anteil der Pflegebedürftigen in der Bevölkerung. Im Jahr 2009 waren in Deutschland 2,34 Millionen Menschen von Pflegebedürftigkeit betroffen. Ende des Jahres 2021 waren bereits 4,96 Millionen Menschen pflegebedürftig, was etwa dem Wert entspricht, den das Bundesgesundheitsministerium in seinem letzten Pflegebericht erst für das Jahr 2030 erwartet hatte. Aufgrund der weiteren Alterung der Gesellschaft gehen Prognosen und Vorausberechnungen auch für die nächsten Jahre von einer Zunahme der Zahl der Pflegebedürftigen und weiter steigendem Versorgungsbedarf aus. Die Nachfrage nach professioneller Pflege wird also anhaltend hoch bleiben. Zu Beginn des Jahres 2023 gab es in Deutschland 11.683 vollstationäre Pflegeheime mit insgesamt 918.084 Plätzen. Im Gegensatz zur ambulanten Pflege ist der Markt der vollstationären Alten- und Pflegeheime überwiegend freigemeinnützig geprägt. Rund 53 Prozent aller Pflegeheime befinden sich in der Trägerschaft freigemeinnütziger Träger. Pflegeheime kommunaler Anbieter machen nur rund 4 Prozent aller Pflegeheime aus, während private Betreiber rund 43 Prozent aller Pflegeheime stellen. Bei einem leichten Wachstum der Zahl der Pflegeheime in Deutschland insgesamt war das Jahr 2023 jedoch stark geprägt von Unternehmensschließungen. Laut dem Arbeitgeberverband Pflege haben 2023 bundesweit mehr als 780 Pflegeeinrichtungen Insolvenz angemeldet oder geschlossen. Darunter befanden sich im Jahr 2023 auch einige größere und namhafte Träger. Der Mindestlohn in der Pflegebranche wird seit Jahren regelmäßig erhöht. Von 2017 bis 2021 betrug der Lohnzuwachs in der Altenpflege nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit insgesamt 20,8% und übertraf somit die durchschnittliche Lohnentwicklung aller Branchen in Deutschland deutlich. Auch im Jahr 2023 kam es zu mehreren Anpassungen, letztmals im Dezember auf 18,25 EUR für Pflegefachkräfte. Bis in das Jahr 2025 ist ein Anstieg des Mindestlohns für Pflegefachkräfte auf 20,50 EUR vorgesehen. Mit dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (GVWG) wurde ein weiterer Schritt in Richtung Gehaltsverbesserung in der Pflege unternommen. Seit September 2022 dürfen Versorgungsverträge nur noch mit Pflegeeinrichtungen abgeschlossen werden, die ihre Pflegekräfte nach bzw. in Anlehnung an einen Tarif bzw. in Höhe des Durchschnitts der regional geltenden Tariflöhne bezahlen. Ende des Jahres 2023 wurden die neuen Durchschnittslöhne für Pflegekräfte vom Spitzenverband der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen veröffentlicht. Für Pflegefachkräfte stiegen diese auf 23,75 EUR im bundesdeutschen Durchschnitt. Wenngleich die Entlohnung in der Altenpflege den Beruf für die Beschäftigten und künftige Interessenten attraktiver machen dürfte, zeigen sich jedoch auch die Konsequenzen daraus für Betreiber und Bewohner von Pflegeeinrichtungen, da die Pflegekassen gesetzlich verpflichtet wurden, die steigenden Personalaufwendungen bei Vergütungsverhandlungen zu berücksichtigen. Dadurch steigen zwangsläufig die Kosten auch für die Pflegebedürftigen, solange die Zuschüsse der Pflegekassen an die Bewohner nicht entsprechend angepasst werden. Neben den gestiegenen Personalkosten stellten im Jahr 2023 auch gestiegene Sachkosten insbesondere im Bereich Energie für Einrichtungen der Altenhilfe eine deutliche Belastung dar, auch wenn diese etwa durch Preisbremsen und Ergänzungshilfen bei Strom, Erdgas und Wärme etwas abgemildert wurden. Nachdem Anfang des Jahres 2023 auch die Regelungen des Pflege-Schutzschirmes zur Erstattung pandemiebedingter Aufwendungen ausliefen, und die allgemeine Inflation das Jahr über auf hohem Stand verblieb, waren Unternehmen in der Pflege durch hohe Sachkosten übermäßig belastet, die durch schleppende Pflegesatzverhandlungen nur zeitverzögert und ggf. nur teilweise in höheren Preisen berücksichtigt werden konnten. Vorgenannt beschriebene Kostenerhöhungen und Probleme in Bezug auf die Refinanzierung dürften wohl neben weiterhin niedrigen Auslastungszahlen stationärer Pflegeeinrichtungen, auch noch als Nachwirkungen der Corona Pandemie, einen nicht unwesentlichen Anteil am eingangs beschriebenen Anstieg der Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten gehabt haben. Lage und LeistungsindikatorenDie durchschnittliche Belegung der Kursana Wohnstift GmbH lag mit 382 Betten auf dem Niveau des Jahres 2022 (381 Betten). Dabei lag die durchschnittliche Auslastung insgesamt bei 97,4% und damit leicht über dem sehr hohen Niveau des Vorjahres (97,2%). Infolge der hohen Belegung und Auslastung im Bereich der stationären Pflege ebenso wie der Appartements des Betreuten Wohnens, lagen die Erlöse und sonstigen betrieblichen Erträge, im Wesentlichen auf Grund höherer Pflegesätze, und trotz im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunkener Erstattungen für Corona bedingte Mindererlöse, Mehraufwendungen und Schnelltests, bei TEUR 16.019 nach TEUR 15.793 im Jahr 2022. Dies entspricht einer unbereinigten Erhöhung um TEUR 226 oder 1,4%. Der Personalaufwand erhöhte sich im Geschäftsjahr auf TEUR 4.230 nach TEUR 4.083 im Vorjahr, was einem Anstieg um 3,6% entspricht. Ursächlich hierfür waren insbesondere Kostenerhöhungen im Geschäftsjahr durch die Einführung des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (GVWG) in der Altenpflege mit den damit verbundenen Personalkostensteigerungen, ebenso wie der weiterhin zunehmende Fachkräftemangel in der Pflege. Die Personalaufwandsquote lag somit unter Bereinigung der Umsatzerlöse um Erstattungsleistungen für Mindererlöse, Mehraufwendungen, Schnelltests und Energiehilfen auf Grund der gestiegenen Erlöse mit 26,8% leicht unter der des Vorjahres (27,4%). Der Materialaufwand lag im Geschäftsjahr mit TEUR 5.559 abermals deutlich über dem Wert des Vorjahres (TEUR 4.614). Insbesondere stiegen die Kosten für die Verpflegung der Bewohner durch deutliche Preissteigerungen im Bereich der Lebensmittel um über 32,3% zum Vorjahr. Noch deutlicher stiegen diejenigen für Wasser, Energie und Brennstoffe trotz Entlastungen durch Preisbremsen im Bereich Strom und Gas. Letztere erhöhten sich um 75,0% im Vergleich zum Vorjahr. Lediglich die Kosten des allgemeinen Wirtschafts- und Verwaltungsbedarfs, lagen mit TEUR 2.639 nur leicht über denen des Vorjahres (TEUR 2.597), was jedoch auch auf geringere Ausgaben für Schutzausrüstung und Schnelltests in Folge der abklingenden Corona Pandemie bei gleichzeitig gestiegenen Kosten für Sicherheitsdienste und Haustechnik zurückzuführen ist. Die Materialaufwandsquote stieg in Folge dessen deutlich von 29,8% im Vorjahr auf 35,2% im Geschäftsjahr. Die Miet- und Pachtaufwendungen lagen mit TEUR 3.899 leicht über dem Vorjahreswert (TEUR 3.836). Die Aufwendungen für Wartung, Instandhaltung und Instandsetzung befinden sich mit TEUR 484 auf einem ähnlich hohen Niveau wie im Vorjahr (TEUR 523). Im Geschäftsjahr wurden vorwiegend Modernisierungsmaßnahmen an Bewohnerzimmern und an technischen Anlagen in der Residenz Hamburg umgesetzt. Das Betriebsergebnis des Geschäftsjahres vor Ertragsteuern liegt mit TEUR 1.837 im Wesentlichen auf Grund der massiven Kostensteigerungen recht deutlich unter dem hohen Niveau des Vorjahres (TEUR 2.200). Die Bilanzsumme der Gesellschaft erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.014 auf TEUR 18.872. Neben einer Verringerung des Anlagevermögens infolge planmäßiger Abschreibungen um TEUR 196 auf TEUR 923, stieg im Geschäftsjahr im Wesentlichen das Umlaufvermögen um TEUR 2.235 auf TEUR 17.949. Insbesondere stiegen die Forderungen gegenüber dem Gesellschafter aus Cash-Pooling um TEUR 2.731. Die sonstigen Vermögensgegenstände sanken dagegen deutlich auf TEUR 260 nach TEUR 739 im Vorjahr, was auf geringere Forderungen aus Corona Hilfen zurückzuführen ist. Das Eigenkapital stieg als Folge des erzielten Jahresüberschusses im Jahr 2023 um TEUR 1.356 und beträgt nunmehr TEUR 14.948. Die Rückstellungen verringerten sich insgesamt um TEUR 114 auf TEUR 564 verursacht durch eine Reduzierung der Steuerrückstellungen um TEUR 53 bei gleichzeitiger Reduzierung der im Vorjahr gebildeten sonstigen Rückstellungen im Wesentlichen für Risiken im Zusammenhang mit der Corona Pandemie um TEUR 52. Die Liquidität der Gesellschaft war im Berichtsjahr zu jeder Zeit gesichert. Der Cashflow aus dem laufenden Geschäftsbetrieb betrug TEUR 2.109 (Vorjahr: TEUR 457). Dieser wurde im Wesentlichen im Rahmen des konzernweiten Cashmanagementsystems verwendet. III. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtChancen für die Kursana-Gruppe ergeben sich im aktuellen Marktumfeld eines weiterhin wachsenden Pflegemarktes aus einer kontinuierlichen Expansion durch die Eröffnung neuer Einrichtungen und einer insgesamt leicht steigenden Belegungsentwicklung (auch in Folge der ausklingenden Corona Pandemie) sowie hohen Auslastungsquoten in den einzelnen Einrichtungen, verbunden mit der stetigen Kontrolle der Kosten sowohl in den Betriebsstätten als auch in den Overhead-Bereichen der zentralen Verwaltung und der Hebung von Synergieeffekten. Auch die sich in den politischen Rahmenbedingungen manifestierende Begünstigung ambulanter Pflegeformen und Kurzzeitpflege kann eine Chance darstellen, die von der Kursana-Gruppe genutzt wird. So expandiert Kursana im Bereich dieser Versorgungsformen und erweitert das angebotene Leistungsspektrum um neue Wohn- bzw. Versorgungsangebote. Die Risiken für das Geschäftsfeld der Kursana-Gruppe ergeben sich ebenso aus den Entwicklungen des aktuellen Marktumfeldes. So steigt der Kostendruck der Sozialhilfeträger und der Pflegekassen durch die demografische Entwicklung weiter an und umfangreiche Preissteigerungen im Bereich der Personal-, Sach- und Energiekosten müssen bei Pflegesatzverhandlungen durchgesetzt werden, bzw. erhöhen diesen Kostendruck auf die Pflegeeinrichtungen weiter. Daneben steht in der Kursana-Gruppe weiterhin der Anspruch im Vordergrund, eine hohe Pflegequalität in einem ansprechenden Ambiente anzubieten. Zur Erhaltung der baulichen Substanz und der Wohnqualität in den Einrichtungen werden kontinuierlich die notwendigen Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt. Risiken ergeben sich insofern aus Änderungen in den allgemeinen oder gesetzlichen Rahmenbedingungen in Hinblick auf das Lohnniveau in der Pflege. So führte insbesondere die Einführung einer verbindlichen tariflich orientierten Bezahlung von Pflegekräften gemäß GVWG auch im Geschäftsjahr 2023 zu deutlich gestiegenen und voraussichtlich auch in Zukunft steigenden Personalaufwendungen. Die Auswirkungen der nun seit Jahren deutlich gestiegenen Gehälter auf die Zahl und die Qualifizierung der in der Pflegebranche tätigen Arbeitnehmer und in Folge eine mögliche Entlastung der angespannten Personalsituation in der Pflege bleiben ebenso abzuwarten, wie die Frage, wie schnell die damit verbundenen Kostensteigerungen in Pflegesatzverhandlungen über höhere Pflegeentgelte kompensiert werden können. Grundsätzlich sind höhere Personalkosten in Folge des GVWG bei Pflegesatzvereinbarungen zwar zu berücksichtigen und werden dort zu höheren Pflegeentgelten führen, durch zeitliche Verzögerungen belasten die gestiegenen Kosten jedoch zunächst und vorübergehend die Pflegeheime. Die zu erwartenden Steigerungen der Pflegeentgelte werden zum Teil durch die seit Januar 2022 nach der Verweildauer in Pflegeeinrichtungen gestaffelten, höheren Leistungsbeträge der Pflegekassen kompensiert. Darüberhinausgehende Steigerungen der Pflegeentgelte werden auch die Bewohner im Rahmen erhöhter Eigenanteile tragen müssen. Dies kann wiederum negative Auswirkungen auf die Belegung nach sich ziehen, wenn Pflegebedürftige die Inanspruchnahme von Leistungen bzw. den Einzug in eine Pflegeeinrichtung davon abhängig machen, oder zeitlich hinauszögern. Trotz aller Maßnahmen und Bekundungen der Politik der vergangenen Jahre zur Bekämpfung des Personalmangels in der Pflege bestand dieser unverändert im Jahr 2023, und setzt sich ohne erkennbare Entlastung weiter fort. Letzte Trend-Analysen des Statistischen Bundesamtes zeichnen in unterschiedlichen "Varianten" teils massive Versorgungslücken im Pflegebereich. Bereits im Jahr 2023 mussten bundesweit offenbar vier von fünf Pflegeeinrichtungen ihr Angebot einschränken, weil Personal fehlte. Seit Juli 2023 sieht der Gesetzgeber mit einem neuen Personalbemessungsverfahren in der Pflege zudem die Möglichkeit vor, nach bundeseinheitlichen Personalanhaltswerten insgesamt mehr Personal mit den Pflegekassen zu vereinbaren. Auch dieses neue Personalbemessungsverfahren könnte den Personalbedarf und somit den Personalmangel in der Pflege weiter erhöhen. Um diesem Problemen zu begegnen, hat die KursanaGruppe bereits frühzeitig eine Ausbildungsoffensive gestartet, durch die auch im Jahr 2023 die Zahl der Auszubildenden auf dem hohen Niveau der Vorjahre gehalten werden konnte. Im Jahr 2023 haben alleine 135 Auszubildende die generalistische Pflegeausbildung bei Kursana begonnen. Um bestehende Mitarbeiter im Unternehmen zu halten, werden zahlreiche Maßnahmen in den Bereichen Fort- und Weiterbildung, Talent-Management und Nachfolgeplanung ergriffen, sowie familienfreundliche Teilzeitmodelle ebenso wie Zuschüsse zur Kinderbetreuung und Altersvorsorge oder Treueprämien angeboten. Weiterhin bestehen mehrere Kooperationen zur Gewinnung ausländischer Fachkräfte, um auch auf diesem Weg dem Fachkräftemangel in der Pflege entgegenzuwirken. Neu eingestellte Mitarbeiter werden intensiv und standardisiert eingearbeitet. Den Kursana-Mitarbeitern steht zudem das Seminarangebot der Kursana Akademie zur Verfügung, über das Mitarbeiter die Kursana-Standards und ihr fachspezifisches Wissen intern weitergeben oder externe Trainer spezielle Themen schulen. Um langfristig erfolgreich agieren zu können, ist es zwingend erforderlich, in unseren Einrichtungen einen einheitlich hohen Qualitätsstandard in der Pflege zu gewährleisten. Zur Sicherstellung dieses einheitlich hohen Qualitätsstandards in den Kursana-Einrichtungen wurden durch unser zentrales Qualitätsmanagement (ZQM) Qualitätsnormen und Instrumente definiert sowie ein Qualitätsmanagementhandbuch erstellt und implementiert, die den Ansprüchen der Heimaufsicht und des MD genügen. Ein System der internen Auditierung in Kombination mit einem internen Qualitätskennzahlensystem generiert Verbesserungspotentiale und erkennt mögliche Risiken in Bezug auf qualitative Abweichungen. Das Qualitätsmanagementsystem wird stetig weiterentwickelt und alle Einrichtungen werden einer regelmäßigen internen Qualitätsprüfung unterzogen. Darüber hinaus werden das Qualitätscontrolling und die internen Auditierungen weiter ausgebaut und auch zukünftig durch eine Software Bewohnerverwaltung, Dienstplanung und Pflegedokumentation stetig weiter verbessert. Bereits seit 2009 sind alle Pflegeeinrichtungen der Kursana durch den TÜV Rheinland zertifiziert nach DIN EN ISO 9001. Eine Weiterführung der Zertifizierung wird seitdem kontinuierlich sichergestellt, und neue Einrichtungen werden in den Zertifizierungsprozess integriert. Die Gesellschaft ist zusätzlich zu ihrem eigenen Risikomanagement in das Risikomanagementsystem der Dussmann Group integriert. Zur Messung, Überwachung und Steuerung von Risiken nutzt die Dussmann Group eine Vielzahl von Steuerungs- und Kontrollsystemen, die laufend weiterentwickelt werden. Dazu gehört ein einheitlicher Planungs-und Berichtsprozess, der durch ein auf den Alten- und Pflegebereich und die dezentrale Struktur der Kursana-Gruppe zugeschnittenes Controlling ergänzt wird. Dieser beinhaltet unter anderem die regelmäßige Überprüfung der Risikofaktoren. Die Geschäftsführung hat Frühwarnsignale definiert und Maßnahmen ergriffen, mit deren Hilfe bestandsgefährdende Risiken rechtzeitig erkannt werden können. Das Risikomanagement basiert auf dem monatlichen Berichtswesen, das wesentliche Kennzahlen beinhaltet und die Ist-Zahlen des Unternehmens monatlich den Planzahlen gegenüberstellt. Ziel ist es, operative Risiken unter Wahrung der operativen Chancen auf ein beherrschbares Maß zu begrenzen. Risiken im Einkaufsbereich wird durch überwiegend zentrale Listung von Lieferanten Rechnung getragen, wodurch unter anderem einheitliche Preis- und Lieferbedingungen erreicht werden. Um die Strukturen im Unternehmen und die Verhandlungspositionen gegenüber Lieferanten in diesem Bereich weiter zu optimieren, wurden weiter personelle Verstärkungen im abgelaufenen Geschäftsjahr umgesetzt. Risiken der Datenverarbeitung werden durch technische und organisatorische Maßnahmen sowie regelmäßige, automatisierte Datensicherungen begrenzt. Liquiditätsrisiken wird durch eine zentralisierte Steuerung des Gesamtkonzerns begegnet. Die wesentlichsten Risiken im Geschäftsfeld der Kursana-Gruppe liegen im genannten Kostendruck und im anhaltend hohen Personalmangel und können einen nicht unwesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Kursana-Gruppe haben. Der Prognosebericht und die weiteren Erläuterungen in diesem Lagebericht enthalten zum Teil Annahmen, Prognosen und Einschätzungen der Geschäftsführung sowohl hinsichtlich künftiger Entwicklungen als auch hinsichtlich der Auswirkungen solcher Entwicklungen auf die Ergebnisse der Gesellschaft. Diese Annahmen, Prognosen und Einschätzungen geben die heutige Sicht der Gesellschaft wieder. Obwohl wir davon ausgehen, dass diese Sicht realistisch ist, können unterschiedliche Einflüsse dazu führen, dass die tatsächlichen Entwicklungen von unseren Erwartungen abweichen. Die Ertragslage war im Geschäftsjahr trotz der schwierigen Rahmenbedingungen und deutlicher Kostensteigerungen insgesamt stabil wenngleich das Ergebnis vor Steuern merklich unter dem hohen Niveau des Vorjahres lag. Trotz weiterhin schwieriger gesetzlicher und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen sowie über dem Vorjahr zu erwartenden Personal- und Sachkosten, ist für das kommende Jahr, bei einer anhaltend hohen Belegung und Auslastung auf dem Niveau des Geschäftsjahres sowie im Vergleich zum Geschäftsjahr leicht steigenden Umsatzerlösen, mit einem Ergebnis vor Steuern zu rechnen, das merklich über dem des Vorjahres liegen dürfte.
Berlin, 31. März 2024 Götz Leschonsky, Geschäftsführer Ulf Bieschke, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Kursana Wohnstift GmbH, Berlin PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Kursana Wohnstift GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kursana Wohnstift GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 18. April 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Michael Ey, Wirtschaftsprüfer ppa. Ilke Brandl, Wirtschaftsprüferin NIEDERSCHRIFT über eine GesellschafterversammlungDie Kursana GmbH, Berlin, als alleinige Gesellschafterin der Kursana Wohnstift GmbH,
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Jahresabschluss zum |
Bilanzsumme
Euro |
Jahresüberschuss
Euro |
| 31.12.2023 | 18.871.812,97 | 1.355.815,73 |
2. Der Jahresüberschuss in Höhe von 1.355.815,73 EUR wird mit dem Gewinnvortrag in Höhe von 13.555.062,64 EUR verrechnet.
3. Den Geschäftsführern
Herrn Jörg Braesecke
Herrn Götz Leschonsky
Herrn Ulf Bieschke ab 18.12.2023
wird für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 Entlastung erteilt.
Weiteres war nicht zu beschließen.
Berlin, 31. Mai 2024
Kursana GmbH
Geschäftsführung
Götz Leschonsky
Ulf Bieschke
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
33 nahegelegene Organisationen
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Sonstige vollstationäre Pflegeeinrichtungen
Sonstige vollstationäre Pflegeeinrichtungen
Sonstige vollstationäre Pflegeeinrichtungen
Ambulante Betreuungsdienste für ältere Menschen
Heime und Wohngruppen für Kinder und Jugendliche, stationäre Hilfen zur Erziehung
Sonstige vollstationäre Pflegeeinrichtungen
Sonstige Überlassung von Arbeitskräften
Sonstige soziale Betreuung von älteren Menschen
Sonstige vollstationäre Pflegeeinrichtungen
Sonstige vollstationäre Pflegeeinrichtungen
Außerunterrichtliche Betreuung für Schulkinder (ohne Jugendarbeit)
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Sonstige vollstationäre Pflegeeinrichtungen
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Tätigkeiten von Werbeagenturen
Großhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Beteiligungsgesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Entwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Sonstige Überlassung von Arbeitskräften
Ingenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen
Großhandel mit Getränken
Entwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen