Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 2
Eingetragen
16.3.1921
Branche
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer ArtMontage, Installation und Aufbau von Ständen auf Märkten, Ausstellungen und MessenMesse-, Kongress- und Business-Event-Veranstalter
Gegenstand
a) Die Durchführung von Messen und Ausstellungen; b) die Durchführung von Kongressen, Tagungen, Versammlungen und Kundgebungen sowie kulturellen sportlichen, unterhaltenden und sonstigen Veranstaltungen; c) die ganze oder teilweise Vermietung und Verpachtung des von der Stadt Essen der Gesellschaft überlassenen Geländes an der Norbertstraße in Essen, der aufstehenden Ausstellungshallen sowie der Grugahalle für die unter lit. a) und b) genannten Zwecke der Gesellschaft und zu anderen gewerblichen Zwecken; d) die Errichtung von Gebäuden und sonstigen Bauwerken für die vorgenannten Zwecke. d) die Errichtung von Gebäuden und sonstigen Bauwerken für die vorgenannten Zwecke.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Sebastian Kamp
seit 13.4.2022
Prokura
Oliver Peter Kuhrt
seit 17.1.2014
Geschäftsführer
Wolfgang Borowski
seit 22.6.2009
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (9)

NameAnteil
G********** A****
0.00%
B******* B***
0.00%
0.00%

Ungelöste Beteiligungen (8)

NameAnteil
AG EssenEigenbeteiligung
20.02%
MESSE ESSEN GMBHEigenbeteiligung
0.00%

Gesellschafter
Beta

17 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 17 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Stadt Essen
Germany
11.449.027 €
79.97%
AG Essen
Germany
2.866.387 €
20.02%
MESSE ESSEN GMBH
Germany
542 €
0.00%
Industrie- und Handelskammer für Essen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen, Essen
Germany
205 €
0.00%
Zimmerinnung Essen
Germany
77 €
0.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MESSE ESSEN GMBH

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Geschäftsverlauf

I. Entwicklung der Branche

2023 war das erste Jahr in Deutschland nach der Pandemie mit einem kompletten Messeprogramm. Dementsprechend erholten sich laut Aussage des Branchenverbandes AUMA Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der deutschen Wirtschaft e.V. insbesondere die internationalen Leitmessen in Deutschland, und die deutsche Messewirtschaft konnte sich trotz geopolitischer Unsicherheiten nach Ende der staatlichen Corona-Beschränkungen stabilisieren: Rund 300 Messen haben stattgefunden mit 180.000 ausstellenden Unternehmen und 11,5 Millionen Besucher*innen. Im Vorjahr wurden noch rund 40.000 Aussteller*innen und fast vier Millionen Besucher*innen weniger gezählt.

Erfreulich ist dabei insbesondere die Rückkehr internationaler Aussteller*innen und Fachbesucher*innen, wobei weiterhin eine Verschiebung der internationalen Beteiligungen aus dem europäischen Ausland gegenüber denen aus asiatischen Ländern beobachtet werden kann. Hintergrund für die schleppende Erholung des Asienanteils waren die weiterhin langen Wartezeiten bei der Beschaffung von Visa in den deutschen Konsulaten und Vertretungen.

II. Umsatzentwicklung / Auftragsentwicklung

Die Umsatzerlöse der MESSE ESSEN betrugen im Jahr 2023 TEUR 81.288. Insgesamt wurde ein Ergebnis nach Steuern von TEUR 9.287 und ein Jahresüberschuss von TEUR 9.146 erwirtschaftet.

Im Geschäftsjahr 2023 fanden 42 Veranstaltungen statt, davon zwei Messen im Ausland. Hervorzuheben ist die SCHWEISSEN & SCHNEIDEN, Weltleitmesse in den Bereichen Fügen, Trennen, Beschichten. Sie fand zum ersten Mal seit 2013 wieder in Essen statt, da sie 2017 bedingt durch umfangreiche Umbauarbeiten im Essener Messegelände einmalig in Düsseldorf veranstaltet wurde und aufgrund der COVID-Pandemie nicht wie ursprünglich vorgesehen im Geschäftsjahr 2021 durchgeführt werden konnte. Die METPACK wurde ebenfalls zuletzt 2017 veranstaltet. Sie findet in einem dreijährigen Turnus statt und musste im Geschäftsjahr 2020 ebenfalls pandemiebedingt zunächst verschoben und schließlich abgesagt werden.

An den 42 Veranstaltungen beteiligten sich 10.890 (Vorjahr 7.193) Aussteller*innen und rund 1,073 Mio. Besucher*innen (Vorjahr 728.000). Der Auslandsanteil für Aussteller*innen lag mit 40% sogar über dem Niveau von vor der Pandemie. Die Zahl der Auslandsveranstaltungen blieb allerdings mit insgesamt zwei Veranstaltungen (beide in China) noch deutlich unter der Anzahl von vor der Pandemie zurück. Die genutzte Ausstellungsfläche am Messeplatz Essen betrug 882.000 qm (Vorjahr 740.000 qm).

In der Grugahalle fanden im Jahr 2023 insgesamt 59 Veranstaltungen an 135 Tagen statt. Darunter waren 31 Konzerte und Shows, 3 Sportveranstaltungen, 25 Tagungen, Prüfungen und Märkte/Börsen. Die Grugahalle zählte rund 164.400 Besucher*innen. Hauptversammlungen wurden weiterhin digital durchgeführt und nicht in Präsenz, wobei eine digitale Hauptversammlung in der Grugahalle stattgefunden hat. An 18 Tagen diente die Grugahalle als Wahllokal für die Türkischen Präsidentschaftswahlen.

Im Kongressbereich wurden 59 Veranstaltungen durchgeführt. Die Veranstaltungen wurden von rund 29.250 Teilnehmer*innen besucht.

III. Beschaffung

Auch im Jahr 2023 wurde das Ziel der Kosteneinsparung auf der Beschaffungsseite weiter aktiv verfolgt. Die Beschaffungsvorgänge erfolgten im Rahmen der Vorgaben durch den Zentraleinkauf. Im Schwerpunkt wurden im Jahr 2023 Leistungen der Bewachung und Reinigung sowie Medientechnik und Werbeleistungen eingekauft.

IV. Investitionen

Für notwendige Bau- und Modernisierungsmaßnahmen im Gelände, innerhalb der Gebäudetechnik, der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Investitionen ins immaterielle Vermögen wurden insgesamt rund TEUR 2.716 aufgewendet.

V. Personalbereich

Die MESSE ESSEN wies im Jahresdurchschnitt 2023 einen Personalbestand ohne Geschäftsführer von 175,40 Mitarbeitenden nach Vollzeitkräften auf, sowie 6,00 Auszubildende. Weiterhin wurden Aushilfen eingesetzt, die veranstaltungsbezogen im Bereich Logistik als Servicehostessen und an den Kassen für die MESSE ESSEN unterstützend tätig wurden.

Darstellung der Lage

I. Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt im Jahr 2023 EUR 184,8 Mio. und hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 8,4 Mio. verringert. Die Verringerung auf der Aktivseite resultiert im Wesentlichen durch Minderung des Anlagevermögens aufgrund von Planabschreibungen sowie einer Verminderung der Vorleistungen in den Vorräten. Ein teilweise gegenteiliger Effekt erfolgt durch die Erstaktivierung der Prozesssteuerungssoftware RUBIN. Die Verringerung auf der Passivseite ist im Wesentlichen zurückzuführen auf den Abbau der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die eigenen Anteile (TEUR 2.866) werden passivisch nach Anpassung an das Bilanzrechtmodernisierungsgesetz offen vom Eigenkapital abgesetzt.

Bedingt durch den Jahresüberschuss von TEUR 9.146 steigt das Eigenkapital auf nunmehr TEUR 24.415 an. Aus Sicht der Geschäftsführung sind dauerhafte Zuwendungen der Gesellschafterin auch weiterhin notwendig, um mittelfristig den finanziellen Verpflichtungen nachkommen zu können.

II. Finanzlage

Im Berichtsjahr 2023 reichte der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit (TEUR 15.384) aus, um sowohl die Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit (TEUR - 818) als auch den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (TEUR - 13.753) zu finanzieren. Darüber hinaus konnte der Finanzmittelfonds, bestehend aus flüssigen Mitteln und dem Cash-Pool der Stadt Essen, um TEUR 813 aufgebaut werden.

Die Gesellschaft war im Jahr 2023 durchgängig in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Zum 31. Dezember 2023 stehen der Gesellschaft zugesagte, aber nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von EUR 1,3 Mio. zur Verfügung.

III. Ertragslage

Die Umsatzerlöse der MESSE ESSEN betrugen im Geschäftsjahr 2023 EUR 81,3 Mio. gegenüber EUR 47,7 Mio. im Geschäftsjahr 2022.

Die MESSE ESSEN konnte einen Jahresüberschuss von TEUR 9.146 erwirtschaften und musste daher den auf Basis eines angenommenen Jahresverlusts geplanten Zuschuss der Stadt Essen nicht in Anspruch nehmen.

Die Verbesserungen der Umsatz- und Ergebnislage des Geschäftsjahres 2023 resultieren im Wesentlichen aus der starken Revitalisierung des Messegeschäfts, der turnus- und pandemiebedingten Verschiebung der Eigenveranstaltungen SCHWEISSEN & SCHNEIDEN und METPACK in das Geschäftsjahr 2023 sowie dem guten Abschneiden der Gastmessen (u.a. SPIEL). Insbesondere die Industriemessen profitierten dabei von einer zunehmenden Rückkehr internationaler Aussteller*innen und Besucher*innen, vor allem aus dem asiatischen Raum. Zudem konnte auch das Kongressgeschäft (u.a. 125-jähriges Jubiläum RWE) eine starke Entwicklung verzeichnen.

IV. Beurteilung der Geschäftsführung und Einhaltung der Vorjahresprognosen

Die in Abstimmung mit der Hauptgesellschafterin aufgestellte Planung wurde eingehalten. Der positivere Geschäftsverlauf wurde unterjährig laufend prognostiziert und kommuniziert.

Risikomanagement, Chancen und Risiken

Die MESSE ESSEN hat auch im Jahr 2023 das eingeführte technische und kaufmännische Risiko-Management-System im Rahmen eines monatlichen Risiko-Reportings fortgeführt.

I. Risiken

Relevante Geschäftsvorfälle im Rahmen des Risiko-Managements sind insbesondere:

Die Existenz der Gesellschaft wird aufgrund der historisch gewachsenen niedrigen Eigenkapitalausstattung und damit auch verbundenen hohen Kapitalkosten in der Zukunft maßgeblich von der rechtzeitigen und ausreichenden Bereitstellung von Finanzmitteln der Hauptgesellschafterin abhängig bleiben. Ein Zuwendungsbescheid vom 14. Dezember 2023 mit der genehmigten institutionellen Förderung/Verlustausgleich in Höhe von TEUR 12.474 für das Geschäftsjahr 2024 durch die Stadt Essen liegt vor.

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft war im Jahr 2023 nur noch marginal von den Auswirkungen der weltweiten Coronavirus-Pandemie betroffen. So blieb die Teilnehmer*innenzahl aus Übersee noch hinter den Zahlen vor der Pandemie zurück. Zudem wirkten sie die erschwerten Bedingungen, unter denen die VISA-Vergabe der deutschen Behörden an Messeteilnehmer*innen aus Nicht-EU-Ländern erfolgte, negativ auf die Teilnehmer*innenzahlen aus diesen Ländern aus.

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses sind keine direkten und unmittelbaren Auswirkungen des Angriffskrieges auf Ukraine auf die Geschäftstätigkeit der MESSE ESSEN erkennbar. Die gestiegenen Energiepreise erzeugen auf Seiten der Aussteller und Gastveranstalter jedoch eine erhöhte Kostensensibilität.

Darüber hinaus stellen Gefahren wie Ransomware-Datenlecks, Pishing-Malware, Insider-Bedrohungen auch für die MESSE ESSEN eine permanente allgemeine Bedrohung dar.

II. Risiken Grugahalle

Für die Grugahalle lassen sich zwei zentrale Risiken identifizieren. Diese ergeben sich zum einen aus dem Wettbewerb mit modernen Veranstaltungshallen, die im näheren und regionalen Umfeld der Grugahalle angesiedelt sind. Diese könnten nicht nur als alternative Locations für Konzert- und Showproduktionen, sondern auch für Hauptversammlungen ein Risiko für die Buchungslage der Grugahalle darstellen. Im Kontext der Hauptversammlungen besteht zudem das Risiko, dass Unternehmen mittelfristig an digitalen Formaten festhalten könnten.

III. Chancen durch Reorganisation und Effizienzprogramm

Die positiven Ergebnisse, die bereits in den Vorjahren durch die Optimierung der Geschäftsorganisation erzielt wurden, setzten sich auch in 2023 fort. Nachholeffekte von Messen und Veranstaltungen aus den Lockdown-Phasen sowie die Durchführung von Veranstaltungspremieren sorgten zudem für eine günstige Geschäftsentwicklung.

IV. Chancen durch die Modernisierung

Die starke Nachfrage von Veranstaltern nach dem modernisierten Gelände der MESSE ESSEN blieb auch 2023 auf hohem Niveau. Die folgenden Veranstaltungen fanden erstmals in der MESSE ESSEN statt:

Baumesse

China HomeLife

Deutscher Ärztetag

Fachtagung Krankenhaushygiene

Green Steel World

Hauptversammlung des Marburger Bunds

Hydrogen Tech World

PV Live

Tagung Viszeralmedizin

Urologie Kongress NRW

Ausschlaggebend waren neben der modernen Infrastruktur und der attraktiven Architektur vor allem der hohe Service-Anspruch und die zentrale Lage der MESSE ESSEN.

V. Chancen durch ökologische Nachhaltigkeitsstrategie

Die MESSE ESSEN verfolgt das Ziel, mittelfristig ein klimaneutraler Messestandort zu werden, also möglichst ohne Treibhausgasemissionen auszukommen oder diese zu kompensieren. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Gesellschaft zunächst einen dreistufigen Plan erarbeitet. Nachdem in der ersten Stufe mögliche Optimierungsmaßnahmen zur Energieeinsparung identifiziert und bewertet wurden, konzentrierte sich Stufe 2 auf das Thema Energiegewinnung. Eine ergebnisoffene Machbarkeitsstudie brachte Aufschluss über die baulichen, rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und analysierte die Umsetzbarkeit der in Stufe 1 identifizierten Energiegewinnungsmaßnahmen. In Stufe 3 wurden aus den Ergebnissen der Studie konkrete technische Maßnahmen abgeleitet, die einen klimaneutralen Messebetrieb überhaupt erst möglich machen und nun sukzessiv umgesetzt werden. Mit der Abkehr von fossilen Energieträgern stellt sich die MESSE ESSEN nicht nur energieautark auf, sondern positioniert sich am Markt als verantwortungsbewusstes Unternehmen und passender Partner für Kunden mit hohen Corporate Sustainability Standards.

VI. Chancen durch Einführung der Prozesssteuerungssoftware RUBIN

In 2023 wurde mit der Einführung der Prozesssteuerungssoftware RUBIN begonnen. RUBIN steht für Raum- und Belegungsinformationssystem und ist bei vielen deutschen Messegesellschaften als Standardlösung im Einsatz. Es handelt sich um eine umfassende Softwareanwendung für die Messe- und Kongressbranche, die verschiedene Geschäftsprozesse vom Projektmanagement bis zur Buchhaltung unterstützt. Von der Ausstellerakquise über die Standanmeldung und Platzierung bis hin zu Servicebestellungen und Fakturierung vereint RUBIN alle Funktionen in einem Tool und birgt damit erhebliches Potenzial zur Effizienzsteigerung.

Corporate Governance Kodex

Aufgrund der am 18. Dezember 2015 erlassenen Neufassung der Ehrenordnung für die Mitglieder des Rates der Stadt, der Ausschüsse und der Bezirksvertretungen haben die Geschäftsführung und der Betriebsrat der MESSE ESSEN eine Neufassung des unternehmensweiten Verhaltenskodex gegen Vorteilsannahme und -gewährung im Unternehmen beschlossen und umgesetzt.

Des Weiteren hat die MESSE ESSEN in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat die relevanten Anforderungen des Essener Kodex für gute Unternehmensführung umgesetzt.

Die Verhaltenskodizes gelten für den Aufsichtsrat, die Unternehmensleitung und alle Arbeitnehmer*innen.

Konzerninterner Leistungsaustausch

Im Rahmen des von ver.di erarbeiteten Vereinbarungsentwurfs "KONSENS Stadt Essen" vereinbaren die Bündnispartner*innen u.a. mögliche Potenziale des konzerninternen Leistungsaustausches intensiver zu nutzen, sofern gleiche oder bessere Leistungen zu gleichen oder günstigeren Konditionen im Konzern angeboten werden. Ziel des konzerninternen Leistungsaustausches soll es sein, Synergien im Konzern zu generieren und Leistungen und Erlöse im Konzern zu halten. Gemäß nachfolgender Aufstellung wurden von der MESSE ESSEN folgende Leistungen nachgefragt bzw. ausgeführt:

Nachgefragte Leistungen Ausgeführte Leistungen
Lieferanten Abnehmer
Leistungsaustausch mit: 2023 2022 2023 2022
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stadt Essen (ohne Zuschuss) 2.514 2.022 1.228 231
Entsorgungsbetriebe Essen GmbH 0 199 9 8
Entsorgungs- und Servicebetriebe
Essen GmbH & Co. KG 285 0 0 0
Essener Systemhaus 1.091 1.026 12 0
Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (EVV) 1.598 1 0 0
Immobilien Management Essen GmbH (IME) 4 0 0 0
RGE Servicegesellschaft Essen mbH 3.659 2.828 0 0
Ruhrbahn GmbH 319 182 12 7
Stadtwerke Essen Aktiengesellschaft 84 534 12 0
Gesamt 9.554 6.792 1.273 246

Sachbericht

Mit Zuwendungsbescheid vom 30. Dezember 2022 hat die Stadt Essen die MESSE ESSEN mit der Unterhaltung eines Messewesens in der Stadt Essen betraut und einen nicht rückzahlbaren Zuschuss für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 9.743 bewilligt.

Durch die Zuwendung wird die MESSE ESSEN im Interesse der Verbraucherinformation und der Wirtschaftsförderung allgemein in die Lage versetzt, gemäß ihrem Satzungszweck

Messen und Ausstellungen im Stadtgebiet Essen durchzuführen;

kulturelle, sportliche und unterhaltende Veranstaltungen, Konzerte, Shows und Sportveranstaltungen in der Grugahalle durchzuführen und

das von der Stadt Essen der Gesellschaft überlassene Gelände an der Norbertstraße in Essen, die aufstehenden Ausstellungshallen sowie die Grugahalle und sonstige Gebäude und Bauwerke für die vorgenannten Zwecke der Gesellschaft zu errichten, zu vermieten und zu verpachten; sowie alle gemeinwohlorientierten Tätigkeiten, die zur Verwirklichung ihrer satzungsmäßigen Aufgaben erforderlich sind, zu realisieren (Zuwendungszweck).

Im Wirtschaftsjahr 2023 konnten die zuschussfähigen Aufwendungen durch die erzielten Umsatzerlöse vollständig gedeckt werden, so dass der gewährte Zuschuss nicht in Anspruch genommen werden musste. Aufgrund der Überkompensation wurde der Rückforderungsanspruch der Stadt Essen im Jahresabschluss passiviert.

Sämtliche hiermit im Zusammenhang getätigten Aufwendungen waren notwendig und zweckentsprechend und stimmen mit den Büchern und Belegen überein. Hierbei ist die MESSE ESSEN wirtschaftlich und sparsam vorgegangen.

Der Bereich der nicht zuschussfähigen Veranstaltungen schließt mit einem positiven Ergebnis in Höhe von TEUR 50 ab.

Voraussichtliche Entwicklung

I. Entwicklung Messemarken in Essen

Für das Jahr 2024 sind rund 40 Messen geplant, die Ausstellerzahlen liegen turnusbedingt voraussichtlich leicht unter den Ergebnissen 2023.

Die MESSE ESSEN geht für das Jahr 2024 turnusbedingt von niedrigeren Umsätzen und einem im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 deutlich verminderten Ergebnis aus.

Geplante Premieren:

Mit der German Film & Comic Con und der geh.digital finden 2024 zwei neue Gastveranstaltungen in Essen zum ersten Mal statt. Die German Film & Comic Con kommt aus Dortmund nach Essen und beinhaltet im Schwerpunkt Entertainment, Film- & TV-Stars, Comics, DVD/Blu-ray, Merchandise und Cosplay. Die geh.digital bietet eine innovative Plattform für die Digitalisierung des Handels.

Im Ausland finden als Kooperationen die HortEx in Vietnam, die Sahara Expo in Kairo und die Growtech in der Türkei, zum ersten Mal mit Unterstützung der Messe Essen statt.

II. Entwicklung Messemarkt

Laut Branchenverband AUMA sind 2024 mehr als 330 Messen in Deutschland geplant - davon fast 180 nationale oder internationale Leitmessen. Der AUMA verweist hierbei auf die IW-Verbändeumfrage, die für den Verlauf des Jahres 2024 gesamtwirtschaftlich eine eher pessimistische Prognose aufweist. Neben dem unterschiedlichen Messeturnus, der von Jahr zu Jahr zu Umsatzschwankungen führt, werden die Kostensteigerungen und die Herausforderungen zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Krisendichte aufgeführt.

Die dennoch grundsätzlich optimistische Grundhaltung der Messebranche wird dabei durch die erste AUMA-Befragung unter 400 ausstellenden Unternehmen nach Ende der Corona-Pandemie gestützt. Danach planen die Befragten in diesem und dem nächsten Jahr genauso viele Messebeteiligungen wie in den vergangenen zwei Jahren - wenn sich die politischen Rahmenbedingungen nicht verschlechterten. 43 Prozent der Unternehmen planten sogar höhere Messebudgets.

Im Übrigen verweisen wir auf die unter dem Punkt "Risikomanagement, Chancen und Risiken" aufgeführten Risiken.

Zusammenfassung

Im Hinblick auf die öffentliche Zwecksetzung nach § 108 Abs. 2 Nr. 2 der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen (GO NRW) hat die MESSE ESSEN auch im Jahr 2023, eine maßgebliche Rolle als Wirtschaftsförderer für die Stadt Essen gespielt und wichtige wirtschaftliche Impulse für die gesamte Region gesetzt. Durch die steigende Internationalisierung der Messen steigert die MESSE ESSEN nicht nur die internationale Bekanntheit der Stadt Essen, sondern zieht viele ausländische Besucher*innen und Aussteller*innen in die Region, wie ifo-Studien eindrucksvoll belegt haben.

Vor dem Hintergrund des verschärften nationalen und internationalen Wettbewerbs wird sich die MESSE ESSEN den veränderten Rahmenbedingungen stellen.

Aus diesem Grund wird die MESSE ESSEN auch im kommenden Jahr mit ihren attraktiven Veranstaltungen in Essen und im Ausland erheblich zum Wohle der Stadt Essen, ihrer Bürgerinnen und Bürger sowie der Wirtschaft von Stadt und Region beitragen.

 

Essen, den 21. März 2024

MESSE ESSEN GmbH

Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer

Bilanz zum 31.12.2023

Aktiva

Geschäftsjahr 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.433.672,00 367.364,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 133.271.035,83 139.329.598,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.689.404,00 4.448.885,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.057.767,98 3.314.721,98
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 85.562,92 46.406,00
140.103.770,73 147.139.611,81
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 38.346,74 38.346,74
141.575.789,47 147.545.322,55
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Vorleistungen für Messen, Ausstellungen und Kongresse 1.224.124,27 3.188.490,37
2. Waren 0,00 7.003,86
3. Geleistete Anzahlungen 2.871,74 19.370,00
1.226.996,01 3.214.864,23
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.342.082,46 3.046.251,64
2. Forderungen gegen Gesellschafter 33.545.428,26 34.222.294,43
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 161.558,47 2.420.063,69
4. Sonstige Vermögensgegenstände 73.017,92 745.300,79
38.752.087,11 40.433.910,55
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.065.525,46 1.575.097,06
C. Rechnungsabgrenzungsposten 206.089,24 410.477,11
184.826.487,29 193.179.671,50

Passiva

Geschäftsjahr 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Ausgegebenes Kapital
Gezeichnetes Kapital 14.316.187,00 14.316.187,00
- Nennbeträge eigener Anteile -2.866.410,00 -2.866.358,00
11.449.777,00 11.449.829,00
II. Kapitalrücklage 60.786.067,17 60.786.067,17
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 4.820.746,29 4.820.746,29
IV. Bilanzverlust 52.642.046,89 61.788.364,09
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 242.402,59 274.367,76
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 10.851.047,00 10.914.109,00
2. Steuerrückstellungen 274.841,98 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 14.059.936,71 14.500.650,22
25.185.825,69 25.414.759,22
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 46.462.838,80 53.988.550,75
2. Erhaltene Anzahlungen für Messen und Veranstaltungen in Folgejahren 11.497.361,82 14.222.699,11
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.500.467,83 7.142.037,55
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 68.664.467,29 72.889.142,16
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.786.733,14 3.894.915,34
davon aus Steuern: EUR 973.232,97 (Vorjahr: EUR 1.423.535,90)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 20.861,02 (Vorjahr: EUR 13.587,34)
134.911.868,88 152.137.344,91
E. Rechnungsabgrenzungsposten 71.846,56 84.921,24
184.826.487,29 193.179.671,50

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 81.288.033,13 47.715.553,44
2. Veränderung des Bestandes an Vorleistungen für Messen, Ausstellungen und Kongresse -1.964.366,10 817.395,53
3. Sonstige betriebliche Erträge 10.166.222,30 19.378.545,74
4. Veranstaltungsbezogene Aufwendungen
a) Aufwendungen für veranstaltungsbezogene Waren 5.683.893,62 4.456.690,94
b) Aufwendungen für veranstaltungsbezogene Leistungen 28.932.479,29 19.386.392,08
34.616.372,91 23.843.083,02
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 12.725.795,49 10.844.592,32
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 3.771.253,04 4.546.389,17
- davon für Altersversorgung EUR 1.401.431,94 (Vorjahr: EUR 2.353.813,76)
16.497.048,53 15.390.981,49
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 8.667.320,27 8.505.974,17
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 19.807.095,65 18.209.867,62
- davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB: EUR 94.406,00 (Vorjahr: EUR 94.406,00)
8. Erträge aus Beteiligungen 694.456,99 316.844,63
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.204.369,78 80.885,47
- davon von Gesellschafter: EUR 1.186.028,25 (Vorjahr: EUR 80.885,47)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.050.668,72 2.208.423,89
- davon an Gesellschafter: EUR 1.361.003,72 (Vorjahr: EUR 1.460.205,52)
- davon Zinsen aus der Aufzinsung: EUR 217.163,00
(Vorjahr: 205.445,00)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 462.842,57 0,00
12. Ergebnis nach Steuern 9.287.367,45 150.894,62
13. Sonstige Steuern 141.050,25 125.709,93
14. Jahresüberschuss 9.146.317,20 25.184,69
15. Bilanzverlust am 01.01. 61.788.364,09 61.813.548,78
16. Bilanzverlust 52.642.046,89 61.788.364,09

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die MESSE ESSEN GmbH, Essen, ist im Handelsregister beim Amtsgericht Essen unter der Registernummer HRB 2 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde in EUR aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss wird unter Berücksichtigung der vollständigen Ergebnisverwendung aufgestellt. Dabei wurde der Ergebnisverwendungsvorschlag der Geschäftsleitung berücksichtigt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Soweit ein Wahlrecht hinsichtlich einer Angabe in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung besteht, wurde dieses Wahlrecht aus Gründen der Übersichtlichkeit grundsätzlich zu Gunsten der Angabe im Anhang ausgeübt.

Die Bewertung erfolgte unter der Prämisse der Unternehmensfortführung (Going-Concern-Prinzip des § 252 Abs.1 Nr. 2 HGB).

Forderungen, Verbindlichkeiten und Kassenbestände in ausländischer Währung sind mit dem Umrechnungskurs zum Abschlussstichtag bewertet.

Abweichend von dem für die Gesellschaft verpflichtenden Gliederungsschema des § 266 Abs. 2 und Abs. 3 HGB für die Bilanz und des § 275 Abs. 2 HGB für die Gewinn- und Verlustrechnung sind die folgenden Posten in die gesetzlich vorgeschriebene Gliederung eingefügt oder umbenannt worden, um die Klarheit und Übersichtlichkeit zu fördern und den Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu verbessern:

Auf der Aktivseite ist im Umlaufvermögen unter den Vorräten der Posten "Vorleistungen für Messen, Ausstellungen und Kongresse" ausgewiesen.

Auf der Passivseite wurde der Posten "Ausgegebenes Kapital" eingefügt, der den Posten "Gezeichnetes Kapital" sowie die in der Vorspalte offen ausgewiesenen "Nennbeträge eigener Anteile" enthält.

Auf der Passivseite ist der Posten "Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen" unter den Verbindlichkeiten als "Erhaltene Anzahlungen für Messen und Veranstaltungen in Folgejahren" bezeichnet worden.

Anstatt des in § 275 Abs. 2 HGB für die Gewinn- und Verlustrechnung vorgesehenen Postens "Materialaufwand" mit den entsprechenden Unterposten ist der Posten in "Veranstaltungsbezogene Aufwendungen" mit den entsprechenden Untergliederungen "Aufwendungen für veranstaltungsbezogene Waren" und "Aufwendungen für veranstaltungsbezogene Leistungen" umbenannt und untergliedert worden.

Ein Ansatz von latenten Steuern ist nicht erfolgt, da nach dem derzeitigen Kenntnisstand mit einer Steuerbelastung oder -entlastung im Zeitpunkt der Umkehrung der Differenzen zwischen der Handels- und Steuerbilanz nicht gerechnet wird.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr unveränderten, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände (gewerbliche Schutzrechte und Software) werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 15 Jahren.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Abschreibungen werden grundsätzlich planmäßig entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Gegenstände im Nettowert bis zu EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang erfasst.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen bei Gebäuden linear über eine Nutzungsdauer von maximal 50 Jahren. Die Nutzungsdauer des Messehauses West, der Hallen 3 bis 6, der Galeria, Neues Foyer Ost, Messehaus Ost, nebst Servicespange und Businessclub beträgt 33 Jahre. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die vor dem 01.01.2008 angeschafft wurden, werden zunächst degressiv und später linear abgeschrieben; Zugänge ab dem Wirtschaftsjahr 2008 werden linear abgeschrieben. Dabei liegen Nutzungszeiträume von 2 bis 20 Jahren zugrunde.

Die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem als Anlage zu diesem Anhang beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Bei den Vorräten werden Vorleistungen von Vertragspartnern, Werbeaufwendungen und sonstige Aufwendungen für nach dem Stichtag auszurichtende Messen als Vorleistungen für Veranstaltungen der Folgejahre bilanziert. Daneben werden Warenbestände ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt für die Waren zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, liquide Mittel und aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden zu Nennwerten bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Ausfallrisiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die Posten des Eigenkapitals sind zu Nennwerten angesetzt. Die Nennwerte für erworbene eigene Anteile werden gemäß § 272 Abs. 1a HGB von dem Posten "Gezeichnetes Kapital" abgesetzt.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen betrifft den Zuschuss "Zukunftsvereinbarung Regenwasser - Förderung von Maßnahmen der naturnahen Regenwasserbewirtschaftung durch die Emschergenossenschaft".

Die Pensionsrückstellungen bestehen für Versorgungszusagen derzeitiger und ehemaliger Geschäftsführer sowie deren Hinterbliebenen. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurde auf Basis der Vorschriften des HGB durchgeführt. Sie erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels sog. "Projected-Unit-Credit-Methode". Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet.

Folgende Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:

Rechnungszinssatz p.a.: 1,82 % (10-Jahres-Durchschnitt)
Rechnungszinssatz p.a.: 1,74 % (7-Jahres-Durchschnitt)
Gehaltstrend p.a.: 2,00 %
BBG-Trend p.a.: 2,00 %
Rententrend p.a.: 2,50 %

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre gemäß den Vorschriften des BilRUG ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein positiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 115. Dieser Unterschiedsbetrag ist gemäß BilRUG für Gewinnausschüttungen gesperrt.

Aus der erstmaligen Bewertung der Pensionsverpflichtungen zum 01.01.2010 nach den Vorschriften des HGB in der Fassung des BilMoG ist ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 1.416 entstanden, der über 15 Jahre verteilt wird und im Berichtsjahr mit TEUR 94 im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen wird. Zum 31.12.2023 betrug der Fehlbetrag der noch nicht ausgewiesenen Pensionsrückstellungen aufgrund der durch das BilMoG geänderten Bewertung TEUR 94.

Die in den Sonstigen Rückstellungen enthaltenen Personalrückstellungen beinhalten Aufwendungen für Altersteilzeitleistungen. Die Bewertung der Rückstellung wurde auf Basis der Vorschriften des HGB und der IDW-Stellungnahme IDW RS HFA 3 vom 19.06.2013 durchgeführt. Als biometrische Rechnungslegungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet.

Folgende Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:

Rechnungszinssatz p.a.: 1,74 % (7-Jahres-Durchschnitt)
Gehaltstrend p.a.: 2,50 %
Arbeitgebergesamtsatz zur Sozialversicherung p.a.: 24,4 %

Der Gesamtwert der Altersteilzeitleistungen zum Bilanzstichtag beläuft sich auf TEUR 1.484. Zum Abschlussstichtag ist ein Deckungsvermögen von TEUR 1.252 gegengerechnet worden, so dass saldiert Aufwendungen von TEUR 232 passiviert sind.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Rückstellungen sind der Höhe nach mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten ist zum Nennwert bilanziert.

3. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Geschäftsjahr 2023 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen Pachtzinsvorauszahlungen für von der Stadt Essen gepachtete Grundstücke (kapitalisierter Einmalpachtzins) und Zahlungen für Aufwendungen des nächsten Jahres.

Die Kapitalrücklage ist in unveränderter Höhe mit EUR 60.786.067,17 ausgewiesen. Die Gewinnrücklagen betragen weiterhin unverändert EUR 4.820.746,29.

Unter den Sonderposten für Investitionszuschüsse wird eine Förderung von Maßnahmen der naturnahen Regenwasserbewirtschaftung in Höhe von TEUR 242 ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen enthalten die Steuerverpflichtungen aus der Veranlagung des Geschäftsjahres 2023.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich zum 31.12.2023 wie folgt zusammen:

TEUR
Drohverluste 4.613
Ausstehende Eingangsrechnungen 2.755
Prozess- und Schadenersatzrisiken 2.146
Personal 1.446
Anliegerkosten 1.321
Unterlassene Instandhaltung 959
Pacht Stadt Essen 404
Archivierungskosten 244
Jahresabschlussprüfung 110
Interne Jahresabschlussaufstellung 48
Übrige 14
14.060

Die Verbindlichkeiten setzen sich hinsichtlich ihrer Fristigkeiten folgendermaßen zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 - 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre gesamt gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.855 32.000 6.608 46.463 53.988
2. Erhaltene Anzahlungen für Messen und Veranstaltungen in Folgejahren 11.443 54 0 11.497 14.223
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.500 0 0 5.500 7.142
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 13.489 14.713 40.462 68.664 72.889
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.787 0 0 2.787 3.895
- davon aus Steuern 973 0 0 973 1.424
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 21 0 0 21 14

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 46.308 durch Ausfall-Bürgschaften der Stadt Essen gesichert.

3.2 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse werden überwiegend im Inland erzielt und setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
TEUR TEUR
Mieterlöse 41.506 20.900
Kostenerstattungen 23.933 16.251
Verkaufserlöse Fremdgastronomie 6.388 4.733
Eintrittsgelder 5.362 3.524
Medienpauschalen 1.108 380
Provisionserlöse 626 648
Übrige 2.365 1.279
81.288 47.715

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 6.536), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen (TEUR 2.710), Erträge aus der Vereinnahmung von Verbindlichkeiten (TEUR 599), Skontoerträge (TEUR 73) und Erträge aus Versicherungsentschädigungen (TEUR 66) und Erträge aus der Auflösung von Sonderposten (TEUR 32).

Unter den Veranstaltungsbezogenen Aufwendungen werden Aufwendungen für veranstaltungsbezogene Waren und für veranstaltungsbezogene Leistungen ausgewiesen. Die Aufwendungen für veranstaltungsbezogene Leistungen umfassen im Wesentlichen Werbeaufwendungen, Gewinn- und Provisionsanteile der Vertragspartner und übrige veranstaltungsbezogene Leistungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
TEUR % TEUR %
Verwaltungsaufwendungen 6.531 33,0 4.169 22,9
Betriebsaufwendungen 8.252 41,7 4.915 27,0
Werbeaufwendungen 1.016 5,1 798 4,4
Übrige 4.008 20,2 8.328 45,7
19.807 100,0 18.210 100,0

Als Erträge aus Beteiligungen wird die Gewinnausschüttung der E-world energy & water GmbH aus dem Jahr 2023 (TEUR 694) ausgewiesen.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten neben Bank-/Darlehenszinsen Abzinsungen für Pensions- (TEUR 193) und Altersteilzeitverpflichtungen (TEUR 24).

Die Steuer vom Einkommen und Ertrag enthalten den Ertragsteueraufwand aus der Veranlagung des Geschäftsjahres 2023.

4. Sonstige Angaben

4.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die zum 31.12.2023 bestehenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

davon fällig
Gesamtbetrag 2024 2025 bis 2028 ab 2029
TEUR TEUR TEUR TEUR
Miet- und Leasinggebühren IT 327 130 197 0
Miet- und Leasinggebühren PKW 156 90 66 0
Pacht Bahnhof Rüttenscheid 395 44 177 174
Bestellobligo 7.096 7.096 0 0
7.974 7.360 440 174

4.2 Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Gesamtbetrag Verbundene Unternehmen Stadt Essen
TEUR TEUR TEUR
Zinsen/Sonstige Dienstleistungen 1.290 62 1.228
Institutionelle Förderung 0 0 0
Summe angebotene Leistungen 1.290 62 1.228
Zinsen/Bürgschaftsgebühren 1.361 0 1.361
Sonstige Dienstleistungen 8.417 7.264 1.153
Summe bezogene Leistungen 9.778 7.264 2.514

Mittelbare Pensionsverpflichtung aufgrund der Zusatzversorgung von Arbeitnehmern des öffentlichen Dienstes

Die Gesellschaft ist Mitglied der Rheinischen Zusatzversorgungskasse. In diesem Zusammenhang wurden die Beitragssätze wie folgt festgelegt:

Umlagebeitrag 4,25 %
Sanierungsgeld 3,50 %

Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft TEUR 838 (Vorjahr: TEUR 947) an die Zusatzversorgungskasse entrichtet.

4.3 Anteilsbesitz

Zum 31.12.2023 besteht folgender Anteilsbesitz:

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis
% TEUR TEUR
E-world energy & water GmbH 50 1.986 1.910

4.4 Mitarbeiterzahl

Im Jahresdurchschnitt waren durchschnittlich beschäftigt:

2023 2022
Mitarbeiter 175,40 166,30
Auszubildende 6,00 4,75
181,40 171,05

4.5 Abschlussprüferhonorar

Der im Geschäftsjahr 2023 für die für uns tätige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft verbuchte Aufwand von TEUR 120 entfällt auf Abschlussprüfungsleistungen (TEUR 75), sonstige Bestätigungsleistungen (TEUR 28), Steuerberatungsleistungen (TEUR 11) und sonstige Leistungen (TEUR 6).

4.6 Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Bezüge der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 betrugen insgesamt TEUR 862 und setzen sich wie folgt zusammen:

Oliver P. Kuhrt
TEUR
Fixum 308
variable Bestandteile 135
Sachleistungen 0
443
Dienstwagennutzung 13
Veränderung Pensionsrückstellung 406
862

Die Bezüge ehemaliger Geschäftsführer und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf TEUR 554.

Für die Pensionsverpflichtung gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen sind insgesamt TEUR 7.464 zurückgestellt.

4.7 Gesellschaftsorgane

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr an:

Name Vergütung
in EUR
Oberbürgermeister Thomas Kufen 2.160,00
-Vorsitzender-
Bürgermeister Rudolf Jelinek, Rentner 1.800,00
-stellvertretender Vorsitzender-
Ratsherr Daniel Behmenburg, Angestellter 1.300,00
Bürgermeister Rolf Fliß, Freiberufler (bis 21.03.2023) 550,00
Ratsfrau Jessica Fuchs, Juristin 2.200,00
Frau Kerstin Groß, Hauptgeschäftsführerin der IHK zu Essen 1.300,00
Ratsfrau Regina Hallmann, Kaufm. Angestellte 1.800,00
Ratsherr Kai Hemsteeg, Kriminaloberkommissar 1.300,00
Ratsfrau Julia Klewin, Oberstudienrätin 1.800,00
Herr Michael Kretschmer * 1.300,00
Ratsherr Wilhelm Maas, Chemielaborant i.R. 1.800,00
Ratsfrau Elisabeth Mews, Lehrerin 2.000,00
Ratsherr Hans-Peter Schöneweiß, Polizeibeamter * 1.400,00
Ratsherr Peter Tuppeck, Selbständiger Unternehmensberater 1.500,00
Ratsfrau Dr. Elisabeth van Heesch-Orgass, Rechtsanwältin 1.300,00
Ratsherr Günter Weiß, Bauingenieur 1.400,00
Ratsherr Marc Zietan, Diplom-Ingenieur (ab 22.03.2023) 1.450,00

* nicht stimmberechtigte Mitglieder

Der Geschäftsführung gehörten im Jahr 2023 folgende Personen an:

Herr Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer, Köln

4.8 Vorschlag zur Beschlussfassung über die Verwendung des Jahresergebnisses 2023

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust von EUR 52.642.046,89 der sich aus dem Jahresüberschuss von EUR 9.146.317,20 und dem Verlustvortrag von EUR 61.788.364,09 zusammensetzt, auf neue Rechnung vorzutragen.

4.9 Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Stadt Essen einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist am Ort der Gesellschaft erhältlich.

4.10 Sonstiges

Der Fortbestand der Gesellschaft ist zukünftig mangels ausreichender eigener Erträge und Einnahmen, von der rechtzeitigen und ausreichenden Bereitstellung von Finanzmitteln durch die Hauptgesellschafterin Stadt Essen abhängig.

 

Essen, den 21. März 2024

MESSE ESSEN GmbH

Geschäftsführung

Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.447.679,60 1.232.511,54 1.374.089,12 0,00 4.306.102,02
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 4.447.679,60 1.232.511,54 1.374.089,12 0,00 4.306.102,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 351.480.400,53 552.718,36 0,00 5.685,00 352.038.803,89
2. Technische Anlagen und Maschinen 26.758.224,25 241.293,84 69.694,03 0,00 26.929.824,06
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.552.014,01 585.700,53 1.761.982,66 40.721,00 21.416.452,88
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 46.406,00 103.333,82 17.770,90 -46.406,00 85.562,92
Summe Sachanlagen 400.837.044,79 1.483.046,55 1.849.447,59 0,00 400.470.643,75
II. Finanzanlagen
Beteiligungen 38.346,74 0,00 0,00 0,00 38.346,74
Summe Finanzanlagen 38.346,74 0,00 0,00 0,00 38.346,74
Gesamt 405.323.071,28 2.715.558,09 3.223.536,71 0,00 404.815.092,51
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.080.315,60 166.203,54 1.374.089,12 0,00 2.872.430,02
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 4.080.315,60 166.203,54 1.374.089,12 0,00 2.872.430,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 212.150.801,70 6.616.966,36 0,00 0,00 218.767.768,06
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.309.339,25 1.000.774,84 69.694,03 0,00 23.240.420,06
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.237.292,03 883.375,53 1.761.982,66 0,00 18.358.684,90
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 253.697.432,98 8.501.116,73 1.831.676,69 0,00 260.366.873,02
II. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 257.777.748,58 8.667.320,27 3.205.765,81 0,00 263.239.303,04
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.433.672,00 367.364,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.433.672,00 367.364,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 133.271.035,83 139.329.598,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.689.404,00 4.448.885,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.057.767,98 3.314.721,98
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 85.562,92 46.406,00
Summe Sachanlagen 140.103.770,73 147.139.611,81
II. Finanzanlagen
Beteiligungen 38.346,74 38.346,74
Summe Finanzanlagen 38.346,74 38.346,74
Gesamt 141.575.789,47 147.545.322,55

Trennungsrechnung gemäß § 3 Transparenzrichtlinien-Gesetz (TransRLG) für das Geschäftsjahr 2023

Nicht förderfähige Bereiche
Ausland Grugahalle Kongresse
EUR EUR EUR
Erlöse und Erträge 325.789,99 1.326.955,00 19.479,65
Variable Einzelkosten -215.781,65 -762.906,00 -6.106,00
Gemein- und Verwaltungskosten -196.453,03 -426.296,60 -8.205,80
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -6.575,94 -246,70
Ergebnis vor Zuschuss der Stadt Essen -86.444,69 131.176,46 4.921,15
Zuschuss der Stadt Essen 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss -86.444,69 131.176,46 4.921,15
Förderfähiger
Summe Bereich Insgesamt
EUR EUR EUR
Erlöse und Erträge 1.672.224,64 87.817.664,69 89.489.889,33
Variable Einzelkosten -984.793,65 -33.631.579,26 -34.616.372,91
Gemein- und Verwaltungskosten -630.955,43 -44.633.401,22 -45.264.356,65
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -6.822,64 -456.019,93 -462.842,57
Ergebnis vor Zuschuss der Stadt Essen 49.652,92 9.096.664,28 9.146.317,20
Zuschuss der Stadt Essen 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss 49.652,92 9.096.664,28 9.146.317,20

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat im Berichtszeitraum die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung der Gesellschaft laufend überwacht. Er ist von der Geschäftsführung regelmäßig über den Gang der Geschäfte, die beabsichtigte Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der zukünftigen Geschäftsführung, über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle unterrichtet worden.

Im Geschäftsjahr 2023 haben vier ordentliche Sitzungen stattgefunden.

Schwerpunkte der Beratungen des Aufsichtsrates bildeten vor allem:

Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens, insbesondere nach der Corona-Pandemie

Entwicklung der Veranstaltungen

IT-System RUBIN

Nachhaltigkeit

Vergleich S.I.H.A.

Cyber-Angriff

Verträge von besonderer Bedeutung

Der Bericht des Abschlussprüfers ist dem Aufsichtsrat ausgehändigt worden. Der Abschlussprüfer hat an den Beratungen des Aufsichtsrates über den Jahresabschluss 2023 am 27. Mai 2024 teilgenommen, über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung nebst der geforderten beihilferechtlichen Trennungsrechnung zur Einhaltung des 4. Kriteriums der Altmark-Trans-Rechtsprechung des EuGH berichtet und für Erläuterungen zur Verfügung gestanden.

Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 sind von dem in der Gesellschafterversammlung gewählten und vom Aufsichtsrat beauftragten Abschlussprüfer, der Dr. Wassermann Audit GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Essen, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis zustimmend Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfungen sind Einwendungen nicht zu erheben.

Die Darstellung und Beurteilung der Lage der Gesellschaft, insbesondere die Darstellung und Einschätzung des Risikoszenarios, die die Geschäftsführung im Lagebericht abgibt, hat der Aufsichtsrat zur Kenntnis genommen. Der Bilanzverlust, der sich aus dem Jahresüberschuss 2023 und dem Verlustvortrag aus den Vorjahren ergibt, ist auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Aufsichtsrat hat den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss 2023 und den Lagebericht seinerseits geprüft und nach ausführlicher Beratung der Gesellschaftsversammlung empfohlen, den Jahresabschluss in der vorgelegten Form festzustellen.

Den Wirtschaftsplan 2024 mit den wesentlichen Daten für die Erfolgs-, Investitions- und Personalplanung hat der Aufsichtsrat beraten und in seiner Sitzung am 25. Oktober 2023 der Gesellschafterversammlung empfohlen, den vorgelegten Wirtschaftsplan festzustellen.

Für die erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2023 spricht der Aufsichtsrat der Geschäftsführung, dem Betriebsrat und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seinen Dank aus.

 

Essen, den 27.05.2024

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates

Thomas Kufen, Oberbürgermeister

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MESSE ESSEN GmbH, Essen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MESSE ESSEN GmbH, Essen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MESSE ESSEN GmbH, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angabe im Anhang, in dem die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass der Fortbestand der Gesellschaft derzeit, mangels ausreichender eigener Erträge und Einnahmen, von der rechtzeitigen und ausreichenden Bereitstellung von Finanzmitteln durch die Hauptgesellschafterin Stadt Essen abhängig ist. Wie im Anhang dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unser Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, 21. März 2024

DR. WASSERMANN AUDIT GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

Prof. Dr. Bernd Wassermann, Wirtschaftsprüfer

Stefanie Böckhorst, Wirtschaftsprüferin

Ergebnisverwendungsbeschluss

Die Gesellschafterversammlung hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 am 28.05.2024 festgestellt und beschlossen, den Bilanzverlust in Höhe von EUR 52.642.046,89 auf neue Rechnung vorzutragen.

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