medl-Netz GmbHLiquidiert

Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 19517
Vorher
medl-Netz
Eingetragen
26.7.2007
Branche
Speichern von Gas zu VersorgungszweckenTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernWärme- und Kältehandel
Gegenstand
die Planung, Errichtung, der Betrieb, die Wartung, der Ausbau, der Erwerb, die Vermarktung und die Nutzung von Netzanlagen und sonstigen Speicherungsund Verteilungssystemen für Energie (insbesondere Strom und Gas), Energieträger, Wärme und Wasser, sonstige wasserwirtschaftliche Anlagen (einschließlich Abwasserbeseitigung) im Bereich der Stadt Mülheim an der Ruhr sowie die Erbringung und Vermarktung von Dienstleistungen auf diesen Gebieten.

Historie

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Management

NameRolle
Winfried Heinrichs
seit 26.7.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
medi GmbH
Germany
50.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

medl Netz GmbH

Mülheim an der Ruhr

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010

Lagebericht

Überblick und Rahmenbedingungen

 

Zum 01.07.2007 wurde die medl-Netz GmbH als 100%-ige Tochtergesellschaft der medl GmbH gegründet. Durch die Trennung des Netzbetriebes von den übrigen wettbewerbsorientierten Geschäftsbereichen eines integrierten Energieversorgungs-Unternehmens wird die gem. § 6 Abs. 1 EnWG notwendige diskriminierungsfreie Ausgestaltung und Abwicklung des Gasnetzbetriebs gewährleistet und die geforderte Transparenz garantiert.

 

Über einen Pachtvertrag ist die medl-Netz GmbH eigenverantwortlich und entscheidungsunabhängig von der Muttergesellschaft für den Betrieb, die Wartung und den Ausbau des Erdgasverteilnetzes verantwortlich. Zur Erfüllung der gem. EnWG geforderten eigenständigen Netzbetreiberfunktion hat die medl-Netz GmbH weitere Verträge mit der medl GmbH abgeschlossen. Neben einem Betriebsführungsvertrag zur Durchführung sämtlicher technischer Aufgaben in Bezug auf den Bau und die Instandhaltung des gepachteten Gasnetzes wurde zur kaufmännischen und betriebswirtschaftlichen Abwicklung der Gesellschaft die medl GmbH über einen Dienstleistungsvertrag beauftragt. Die originären Netzbetreiberaufgaben werden in der Gesellschaft selbst getätigt.

 

 

Energiepolitisches Umfeld - Branchensituation

 

Netzentgelte - Anreizregulierung

Seit dem 01.01.2009 bestimmen sich die Netzentgelte nach der Verordnung über die Anreizregulierung der Energieversorgungsnetze (Anreizregulierungsverordnung - ARegV) in Verbindung mit der zuvor allein geltenden Verordnung über die Entgelte für den Zugang zu Gasversorgungsnetzen (Gasnetzentgeltverordnung - GasNEV).

 

Mit Bescheid vom 20.01.2009 hat die Landesregulierungsbehörde NRW die Erlösobergrenzen für die erste Regulierungsperiode 2009 bis 2012 festgesetzt, welche für das abgelaufene Geschäftsjahr 13.539 T€ betrug. Grundlage der Ermittlung ist zum einen die Feststellung eines sog. individuellen Effizienzwertes für die Gesellschaft und zum anderen die letzten vor Beginn der Anreizregulierung genehmigten Netzentgelte. Der im Rahmen des Festlegungsverfahrens gestellte Antrag auf Anpassung des Effizienzwertes wurde abgelehnt, ebenso wie der Antrag auf Anpassung der Erlösobergrenzen.

Auf Grund der jährlichen Veränderung der dauerhaft nicht beeinflussbaren Kosten (u.a. Lohnzusatzkosten und Versorgungsleistungen, vorgelagerten Netzkosten sowie Konzessionsabgabe) sowie den Auswirkungen des Bescheids der Landesregulierungsbehörde NRW vom 29.09.2009 zur sog. periodenübergreifenden Saldierung (PÜS) hat sich die vorgenannte Erlösobergrenze in 2010 auf 14.078 T€ gesteigert. Dabei führt die PÜS dazu, dass sich die o. g. Erlösobergrenze in den Jahren 2010 bis 2012 jeweils um 288 T€ erhöht. Die Veränderung der innerhalb der dauerhaft nicht beeinflussbaren Kosten berücksichtigten Kostenbestandteile, u.a. der Lohnzusatzkosten und Versorgungsleistungen, der vorgelagerten Netzkosten sowie der Konzessionsabgabe, haben jeweils gegenläufige Auswirkungen auf die Höhe der Erlösober-grenze.

 

Die Landesregulierungsbehörde NRW hat in 2010 die Mehrerlösabschöpfung aufgrund der BGH-Rechtsprechung vom 14.08.2008 durchgeführt. Dabei wurde mit Bescheid vom 09.11.2010 der Mehrerlös im sog. vereinfachten Verfahren auf 2.062 T€ festgelegt. Nach Wahl der Gesellschaft verteilt sich die Abschöpfung auf 7 Jahre, so dass ab 2011 die Erlösobergrenze jährlich um 295 T€ vermindert ist.

 

Differenzen zwischen Umsatz und Erlösobergrenze werden seit 2009 jährlich dem sog. Regulierungskonto gemeldet, für die Jahre 2009 bis 2012 saldiert und sodann in der nächsten Regulierungsperiode mit der Erlösobergrenze verrechnet.

 

Seit dem 23.10.2008 gilt die Messzugangsverordnung (MessZV), erlassen aufgrund des neu eingeführten § 21 b EnWG. Danach sind die Tätigkeitsbereiche Messstellenbetrieb und Messung liberalisiert, d. h. soweit der Endkunde dies wünscht, kann ein qualifizierter dritter Dienstleister den Messstellenbetrieb und / oder die Messung ausführen. Die medl-Netz GmbH ist aber regelmäßig Messstellenbetreiber und Messdienstleister, solange nicht ein Dritter diese Tätigkeiten ausführt. Ab 2009 weist die medl-Netz GmbH separate Entgelte für Messstellenbetrieb und Messung aus.

 

Gasnetzzugang

Den Zutritt zu ihrem Netz für den Transport von Gas bietet die Gesellschaft ausgehend vom Energiewirtschaftsgesetz und den dazu ergangenen Verordnungen auf der Grundlage der Kooperationsvereinbarung III der Deutschen Gaswirtschaft in Verbindung mit einem einheitlichen Lieferantenrahmenvertrag an. Die Bedingungen hat die Gesellschaft veröffentlicht. Für den Lieferantenwechsel verwendet die Gesellschaft Geschäftsprozesse, die die Bundesnetzagentur mit Festlegungsbeschluss vom 20.08.2007 für alle Endverteilnetzbetreiber verbindlich festgelegt hat (Geschäftsprozess Lieferantenwechsel Gas - GeLi Gas). Gleichfalls hat die Gesellschaft von der Bundesnetzagentur für alle Bilanzkreisnetzbetreiber vorgegebene Regelungen für Ausgleichs- und Regelenergie in Bilanzkreisverträgen (Grundmodell der Ausgleichsenergie- und Bilanzierungsregeln im Gassektor - GABI Gas) umgesetzt.

 

Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage der Gesellschaft

 

Im Geschäftsjahr 2010 verlief die Entwicklung der Gesellschaft gegenüber dem Wirtschaftsplan 2010 nicht erwartungsgemäß, wobei insbesondere zwei gegenläufige Effekte ergebnisrelevant waren.

 

Auf Grund der kühleren Witterung im Vergleich zum Vorjahr ist es zu verändertem Abnahmeverhalten und folglich zu einer erhöhten Durchleitungsmenge gekommen. Die endabgerechneten Netznutzungsentgelte lagen erheblich über denen der von der Regulierungsbehörde innerhalb der Erlösobergrenze genehmigten Werte, deren Basis temperaturnormierte Energieabnahmesituationen der Vergangenheit waren. Diese können das Abnahmeverhalten im Berichtsjahr allerdings nur mit signifikanten Abweichungstoleranzen wiedergeben.

 

Einen gegenläufigen Effekt aus den erhöhten Netznutzungsentgelten ergibt sich unter Berücksichtigung des bei der Regulierungsbehörde Nordrhein-Westfalens geführten Regulierungskontos, auf dem Abweichungen zur genehmigten Erlösobergrenze der ersten Regulierungsperiode bis 2012 über Mehr- bzw. Mindererlöse ermittelt werden. Demnach führen Mehrerlöse ab 2013 zu einer zusätzlichen Reduzierung der Erlösobergrenze sowie Mindererlöse entsprechend zu einer Erhöhung. Für das abgelaufene Wirtschaftsjahr wurde per 31.12.2010 ein Mehrerlös ermittelt, welcher in der 2. Regulierungsperiode zu Abschlägen bei der Festsetzung der Erlösobergrenze führen wird. Auf Grund dessen wurde eine entsprechende Rückstellung dotiert.

 

Insgesamt erzielte das Unternehmen unter Berücksichtigung vorgenannter Rückstellung im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 15.001 T€ (vereinnahmte Netzentgelte inkl. Messung und Abrechnung sowie Konzessionsabgabe), denen unter den bezogenen Leistungen insbesondere Pachtentgelte für die Nutzung des Energieversorgungsnetzes, technische und kaufmännische Betriebsführungskosten sowie vorgelagerte Netzkosten in Höhe von 14.069 T€ gegenüber standen.

 

Bei einem positiven Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 1.445 T€ (Vorjahr: Verlust in Höhe von 541 T€) ergibt sich insgesamt durch den mit der medl GmbH bestehenden Ergebnis­abführungsvertrag für das Berichtsjahr ein ausgeglichenes Jahresergebnis.

 

Wie in den vergangen Jahren so gilt auch für das Geschäftsjahr 2010, dass die medl-Netz GmbH eine unverändert solide Vermögens- und Finanzlage besitzt. Die Liquidität war jederzeit gesichert, so dass sämtliche Zahlungsverpflichtungen erfüllt werden konnten.

 

 

Risikomanagementsystem

 

Die medl-Netz GmbH hat zur Beherrschung ihrer internen und extern bestehenden Risiken mit Gründung im Jahr 2007 ein nachhaltiges Risikomanagementsystem eingerichtet, welches regelmäßig an Veränderungen im politischen und wirtschaftlichen Umfeld der Gesellschaft angeglichen wird.

 

Den aus dem regulatorischen Eingriff resultierenden Risiken - insbesondere die aus der Anreizregulierung resultierende Kürzung der Netzentgelte - wirkt die medl-Netz GmbH in Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft durch stetige Effizienzsteigerungen und einer fortwährende Überprüfung der Kostenstruktur entgegen.

 

Auf Grund der durch das Risikomanagementsystem evaluierten Chancen und Risiken stellt die Geschäftsführung der medl-Netz GmbH fest, dass im Jahr 2010 keine konkreten Risiken bestanden, welche eine deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage zur Folge gehabt hätten oder auf eine mögliche wirtschaftliche Bestandsgefährdung hätten schließen können. Aus heutiger Sicht und nach gegenwärtigem Kenntnisstand sind solche Risiken auch für 2011 und darüber hinaus nicht erkennbar.

 

Voraussichtliche Entwicklung mit wesentlichen Chancen und Risiken

 

Die Entwicklung im Bereich Energieversorgungsnetze ist von einer zunehmenden Reglementierung durch den Gesetzgeber und staatliche Behörden gekennzeichnet. Der Druck auf die Margen, die im Netzbereich erwirtschaftet werden können, hat sich mit Beginn der Anreizregulierung zum 01.01.2009 verschärft.

 

Das von der Gesellschaft betriebene Zähler- und Messwesen ist gesetzlich neu geregelt und einerseits von der Marktöffnung und andererseits einer strikten Limitierung der möglichen Entgelte geprägt. Das politische, rechtliche und regulatorische Umfeld erfordert die ständige Überprüfung und ggf. Anpassung der Planung. Die medl-Netz GmbH steuert dennoch für das Wirtschaftsjahr 2011 wie auch für die Folgejahre positive Ergebnisse an, die im Rahmen des zwischen ihr und der medl GmbH bestehenden Gewinnabführungsvertrages an die Muttergesellschaft abzuführen sind.

 

Mülheim an der Ruhr, den 6. Mai 2011

Winfried Heinrichs

(Geschäftsführer)

Bilanz

A K T I V A 31.12.2010 Vorjahr
EUR EUR
UMLAUFVERMÖGEN    
I.  Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen gegen Gesellschafter 1.673.799,41 0,00
2. Sonstige Vermögensgegenstände 712,31 553.297,45
1.674.511,72 553.297,45
II. Guthaben bei Kreditinstituten 1.415.607,01 1.401.536,14
3.090.118,73 1.954.833,59

 

P A S S I V A 31.12.2010 Vorjahr
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL    
Gezeichnetes Kapital  50.000,00 50.000,00
B. RÜCKSTELLUNGEN    
Sonstige Rückstellungen 787.654,00 1.138.000,00
C. VERBINDLICHKEITEN    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.868,78 14.627,27
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 745.595,83
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.233.595,95 6.610,49
- davon aus Steuern: EUR 269.093,95    
   (Vorjahr: EUR 6.610,49) -    
3.090.118,73 1.954.833,59

Gewinn- und Verlustrechnung

2010 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse   15.000.867,60   13.815.894,83
2. Sonstige betriebliche Erträge   777.695,59   1,12
3. Gesamtleistung   15.778.563,19   13.815.895,95
4. Materialaufwand        
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe        
 und für bezogene Waren 42.797,18   33.326,78  
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 14.069.174,39 14.111.971,57 13.990.029,45 14.023.356,23
5. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter 22.230,00   14.418,00  
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen         
   für Altersversorgung und für Unterstützung 8.413,46   4.599,70  
  '- davon für Altersversorgung: EUR 0,00        
    (Vorjahr: EUR 0,00) -   30.643,46   19.017,70
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen   378.446,64   315.543,92
7. Betriebsergebnis   1.257.501,52   -542.021,90
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 453.105,91   754,94  
   (- davon aus Abzinsung EUR 317.500,00)        
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen  265.764,00 187.341,91 0,00 754,94
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   1.444.843,43   -541.266,96
11. Erträge aus Verlustübernahme   0,00   541.266,96
12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne   -1.444.843,43   0,00
13. Jahresergebnis   0,00   0,00

Anhang

Allgemeines

Die Gesellschaft ist als kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB grundsätzlich nicht prüfungspflichtig; die Prüfungspflicht ergibt sich aus § 10 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages, wonach die HGB-Vorschriften für große Kapitalgesellschaften Anwendung finden. Der Jahresabschluss 2010 wurde folglich nach den für große Kapitalgesellschaften maßgeblichen Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt.

Soweit Berichtspflichten wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang erfüllt werden können, wurden überwiegend die Angaben in den Anhang aufgenommen.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

 

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ent­sprechen den handelsrechtlichen Vorschriften.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind binnen eines Jahres fällig.

Der Ansatz von Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nominalwert.

Die Bildung von sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verbindlichkeiten ab; der ausgewiesene Betrag entspricht dem Wert der wahrscheinlichen Inanspruchnahme.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

 

A n g a b e n  z u r  B i l a n z

 

Forderungen und

Sonstige Vermögens-

gegenstände

Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von einem Jahr und beinhalten Forderungen gegenüber der medl GmbH.

 

Rückstellungen

Sie betreffen im Wesentlichen das Regulierungsrisiko nach § 5 der Anreizregulierungsverordnung (ARegV).

 

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten in Höhe von 2.252 TEUR beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 19 TEUR und Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt in Höhe von 269 TEUR  mit einer Restlaufzeit von einem Jahr, sowie Verbindlichkeiten, die aus dem Bescheid der Landesregulierungsbehörde Nordrhein-Westfalen (LRegB NRW) in Höhe von 1.965 TEUR über die Mehrerlösabschöpfung resultieren. Der Betrag wird ratierlich über 7 Jahre aufgelöst.

 

A n g a b e n  z u r  G e w i n n - u n d  V e r l u s t r e c h n u n g

 

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse entfallen vor allem auf Netznutzungsentgelte. Der im Vorjahr unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesene Wert aus der Mehr-/Mindermengenabrechnung nach dem Grundmodell der Ausgleichs- und Bilanzierungsregeln im Gasmarkt (GABi Gas) wurde in die Umsatzerlöse umgegliedert.

 

Sonstige betriebliche Erträge

Der Posten beinhaltet die Erträge aus der Auflösung der Rückstellung zur Mehrerlösabschöpfung, sowie aperiodische Erträge aus der Mehr-/Mindermengenabrechnung nach GABi Gas. Der Vorjahresbetrag wurde entsprechend der Umgliederung angepasst.

 

Materialaufwand

Die im Materialaufwand enthaltenen Aufwendungen für bezogenen Leistungen bilden vor allem die Aufwendungen aus dem Pachtmodell ab. Der im Vorjahr unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesene Wert aus der Mehr-/Mindermengenabrechnung nach GABi Gas wurde in den Materialaufwand umgegliedert.

 

Sonstige betriebliche

Aufwendungen

Der Posten beinhaltet Mieten, Verbandsbeiträge und Prüfgebühren. Außerdem werden in diesem Posten die Aufwendungen aus der Personalgestellung abgebildet. Der Vorjahresbetrag wurde entsprechend der Umgliederung angepasst.

 

Zinsaufwendungen

DieZinsaufwendungen resultieren zum einen aus dem Bescheid der LRegB NRW bezüglich der Mehrerlösabschöpfung, zum anderen aus der Verzinsung des Regulierungskontos nach § 5 ARegV.

 

Zinsertrag

Die Position beinhaltet die Zinsen aus dem Bescheid der LRegB NRW bezüglich der Mehrerlösabschöpfung und Zinserträge aus dem Regulierungskonto nach § 5 ARegV.

 

S o n s t i g e   A n g a b e n

 

Angaben zur Belegschaft

Die Gesellschaft bedient sich Mitarbeiter/innen der medl GmbH im Wege der Personalgestellung.

 

Abschlussprüferhonorar

Das Honorar für die Prüfung des Jahresabschlusses 2010 beläuft sich auf 6 TEUR und für steuerliche Beratungsleistungen auf 1 TEUR.

 

Ergebnisverwendung

Der Gewinn wird entsprechend dem Ergebnisabführungsvertrag an die medl GmbH abgeführt.

 

Konzernzugehörigkeit

Der Abschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Beteiligungsholding Mülheim an der Ruhr GmbH einbezogen. Der Abschluss wird zum elektronischen Bundesanzeiger eingereicht. 

 Ge schäftsführer

Rechtsanwalt Winfried Heinrichs

 

Die Geschäftsführervergütung wird unter zutreffender Inanspruchnahme der Schutzklauseln nach § 286 Abs.4 HGB nicht angegeben.

 

Mülheim an der Ruhr, 06. Mai 2011

medl-Netz GmbH

gez. Heinrichs

Geschäftsführer

 

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die medl-Netz GmbH

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der medl-Netz GmbH, Mülheim an der Ruhr, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirt­schaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenom­men. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungs­mäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jah­resabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsver­trags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Ge­sellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zu­treffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Ent­wicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, 6. Mai 2011

BDO AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dr. Gorny                                    gez. Reinartz

Wirtschaftsprüfer                                Wirtschaftsprüfer

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