BdV Behrens GmbH

20149 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 88303
Vorher
BdV (Deutschland) GmbH
Eingetragen
8.9.2003
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenGroßhandel mit AnstrichmittelnGroßhandel mit Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln
Gegenstand
Der Handel mit Waren aller Art, insbesondere mit Chemie-Rohstoffen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Danny Diesing
seit 13.6.2025
Prokura
Birgit Susanna Mett
seit 7.1.2020
Prokura
Raul Schwenn Valente
seit 14.11.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
61.38%
33.62%
R*** S****** V******
3.75%

Gesellschafter
Beta

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
BdV International GmbH
Germany
736.579 €
61.38%
Langmaak Beteiligungsgesellschaft mbH
Germany
403.421 €
33.62%
R*** S****** V******
45.000 €
3.75%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BdV Behrens GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Amtsgericht Hamburg, HRB 88303

Bilanz

AKTIVA

30.09.2023
30.09.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3,00 348,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 43.082,00 60.629,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.815,85 2.815,85
Genossenschaftsanteile 15.000,00 15.000,00
Summe Anlagevermögen 60.900,85 78.792,85
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.521.511,68 2.549.746,00
2. Geleistete Anzahlungen 1.459.960,60 1.812.087,55
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -1.387.292,19 -755.384,26
Summe Vorräte 1.594.180,09 3.606.449,29
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.831.149,56 25.199.485,61
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 847.876,45 507.486,91
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.399.116,00 1.035.482,19
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 156.874,67 (Vorjahr: € 147.691,08)
Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 18.078.142,01 26.742.454,71
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 98.068,52 81.946,50
Summe Umlaufvermögen 18.176.210,53 26.824.401,21
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 112.747,61 105.418,70
Summe Aktiva 19.944.039,08 30.615.062,05

PASSIVA

30.09.2023
30.09.2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.200.000,00 1.200.000,00
II. Kapitalrücklage 750.000,00 750.000,00
III. Gewinnvortrag 4.822.215,07 1.747.993,62
IV. Jahresüberschuss 895.715,05 3.074.221,45
Summe Eigenkapital 7.667.930,12 6.772.215,07
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.037.208,21 2.535.780,10
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.339.664,63 14.269.587,72
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 5.339.664,63 (Vorjahr: € 14.269.587,72)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.728.812,31 4.430.233,90
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 2.728.812,31 (Vorjahr: € 4.430.233,90)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 382.117,20 435.869,12
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 0,00 (Vorjahr: € 195.139,76)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 382.117,51 (Vorjahr: € 240.729,36)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 44.436,50 10.300,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 34.436,50 (Vorjahr: € 300,00)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 10.000,00 (Vorjahr: € 10.000,00)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.652.870,11 1.654.076,14
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 152.870,11 (Vorjahr: € 654.076,14)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 1.500.000,00 (Vorjahr: € 1.000.000,00)
- davon aus Steuern: € 32.754,00 (Vorjahr: € 36.597,73)
Summe Verbindlichkeiten 10.147.900,75 20.800.066,88
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 91.000,00 507.000,00
Summe Passiva 19.944.039,08 30.615.062,05

Gewinn- und Verlustrechnung

2022/2023
2021/2022
1. Umsatzerlöse 107.824.964,30 138.109.397,07
2. Sonstige betriebliche Erträge 4.198.857,77 5.457.692,39
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung: € 3.819.606,65 (Vorjahr: € 5.357.611,41)
3. Materialaufwand
- Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -92.033.134,08 -117.431.296,96
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.764.223,60 -2.843.027,81
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -551.062,99 -457.450,27
- davon für Altersversorgung: € 54.576,63 (Vorjahr: € 35.742,20)
Summe Personalaufwand -3.315.286,59 -3.300.478,08
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -28.291,15 -29.070,88
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -13.116.496,71 -17.088.271,76
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: € 4.844.727,99 (Vorjahr: € 5.466.791,22)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 82.351,14 28.330,93
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 30.811,90 (Vorjahr: € 1.526,38)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.154.973,65 -1.155.829,32
- davon an verbundene Unternehmen: € 15.214,06 (Vorjahr: € 15.388,00)
9. Ergebnis vor Steuern 1.457.991,03 4.590.473,39
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -560.756,72 -1.514.785,03
- davon Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern: € 416.000,00 (Vorjahr Aufwand: € 361.702,99)
11. Ergebnis nach Steuern 897.234,31 3.075.688,36
12. Sonstige Steuern -1.519,26 -1.466,91
13. Jahresüberschuss 895.715,05 3.074.221,45

Anhang

I. Allgemeines

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022/2023 wurde nach den für die Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die Vorschriften der § 266 sowie § 275 HGB i.V.m. § 42 GmbHG über die Gliederung und den Ausweis der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung beachtet worden. Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt (§ 275 Abs. 2 HGB).

II. Gliederungs- und Bewertungsmethoden

Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Das abnutzbare Sachanlagevermögen und die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände, die in Vorjahren für Beträge zwischen € 250,00 und € 1.000,00 (ohne Umsatzsteuer) angeschafft wurden, wurden im Jahr der Anschaffung und werden in den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit je 20 % abgeschrieben.

Kurzfristige Valutaforderungen und -verbindlichkeiten sowie die Erträge und Aufwendungen in US-Dollar werden zunächst im Rahmen einer US-Dollar-Buchhaltung erfasst und mit dem monatlichen Umsatzsteuerumrechnungskurs in die Euro-Buchhaltung überführt. Zum Bilanzstichtag werden die kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Langfristige Valutaforderungen und -verbindlichkeiten werden mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwert- bzw. Höchstwertprinzips bewertet.

Die Waren sind zu Anschaffungskosten bzw. zum geringeren Marktwert bewertet.

Geleistete und erhaltene Anzahlungen sind zum Nominalwert bilanziert. Fremdwährungspositionen (USD) wurden zum Anschaffungskurs umgerechnet. Erhaltene Anzahlungen werden von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen wurden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Zweifelhafte Forderungen wurden einzelwertberichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 5 % auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen, die nicht durch die Hermesversicherung gedeckt sind sowie 0,5 % der Forderungen mit Hermesversicherungsdeckung, Rechnung getragen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bilanziert.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert bilanziert worden.

Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB) bewertet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Anlagevermögen

Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2022/2023 wie folgt entwickelt:

(siehe Entwicklung Anlagevermögen)

(2) Anteilsbesitz

Zum Ende des Berichtsjahres bestand folgende Beteiligung:

Name und Sitz Kapitalanteil
%
Jahr Jahresergebnis
TEUR
Eigenkapital
TEUR
BdV Behrens US LLC, Houston / USA 100,0 2022 -3 -3

(3) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

T€
Personalkosten 360
Gewährleistungsverpflichtungen 199
Ausstehende Rechnungen 60
Abschluss- und Prüfungskosten 16
Devisentermingeschäfte 86
Sonstige 3
724

(4) Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht (Vorjahr: sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von € 1.000.000,00).

Von den gesamten Verbindlichkeiten sind T€ 5.340 (Vorjahr: T€ 13.322) durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. Diese betreffen ausschließlich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Bei den Sicherungsrechten handelt es sich im Einzelnen um die Sicherungsübereignung von finanzierten Warenbeständen, die Abtretung von Ansprüchen aus Exportgeschäften, einen Raumsicherungsvertrag, die Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Abtretung von Rechten und Ansprüchen aus Kreditversicherungen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus dem Einkauf von Vorräten und Sachanlagen sind durch übliche Eigentumsvorbehalte gesichert.

(5) Angaben gemäß § 42 GmbHG

Forderungen gegen Gesellschafter bestehen in Höhe von T€ 363 (Vorjahr: T€ 137), hiervon in Höhe von T€ 217 (Vorjahr: T€ 0) in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen und in Höhe von T€ 146 (Vorjahr: T€ 137) in den sonstigen Vermögensgegenständen.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von T€ 426 (Vorjahr: T€ 446). Davon sind T€ 382 (Vorjahr: T€ 436) in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und T€ 44 (Vorjahr: T€ 10) in den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ausgewiesen. Für Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern über insgesamt T€ 392 (Vorjahr: T€ 401) liegen Rangrücktrittserklärungen vor.

(6) Forderungen und Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind i.H.v. T€ 481 sonstige Forderungen und resultieren i.H.v. T€ 366 (Vorjahr: T€ 199) aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten i.H.v. T€ 382 (Vorjahr: T€ 413) sonstige Verbindlichkeiten und i.H.v. T€ 0 (Vorjahr: T€ 23) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind i.H.v. T€ 44 (Vorjahr: T€ 10) sonstige Verbindlichkeiten.

(7) Passive latente Steuern

Stand am 01.10.2022 507.000,00
Veränderung -416.000,00
Stand am 30.09.2023 91.000,00

Der Ausweis zum 30.09.2023 berücksichtigt saldierte aktive latente Steuern von T€ 20 und zum 30.09.2022 von T€ 84.

(8) Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Volumen von T€ 24.986 (Vorjahr: T€ 21.511) an zwei Factorbanken veräußert. Der Forderungsverkauf dient der Finanzierung des Working Capital. Die Gesellschaft haftet der Bank für die Abtretbarkeit und den rechtlichen Bestand der Forderungen. Eine Haftung für Bonitätsrisiken wird nicht übernommen. Zum Bilanzstichtag verringerten sich durch den Forderungsverkauf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 24.986 (Vorjahr: T€ 21.511) und die Bilanzsumme um T€ 23.935 (Vorjahr: T€ 21.121).

Das Risiko einer Rückbelastung ist als gering einzuschätzen.

IV. Sonstige Angaben

(1) Geschäftsführung

Geschäftsführer war zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung Herr Raul Schwenn Valente, Kaufmann, Ahrensburg.

(2) Arbeitnehmer

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2022/2023 2021/2022
Händler 15 14
Logistiker 14 13
Verwaltungsangestellte 8 8
37 35

(3) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von T€ 176 (Vorjahr: T€ 189).

(4) Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten gemäß § 285 Nr. 20 HGB

Umfang
Devisen-Swap`s FW (in Tsd) T€ realisierter Verlust
T€
unrealisierter Gewinn
T€
Verkauf US$ 16.843 15.950 28
Verkauf JPY 49.315 365 48
Kauf JPY 88.418 656 -86 *
USD
Verkauf BRL 283 55 -1

* sonstige Rückstellungen

Die Finanzinstrumente dienen der Absicherung zukünftiger Fremdwährungszahlungen. Der Bewertung der Devisenderivate liegen stichtagsbezogene Marktbewertung der jeweiligen Kreditinstitute zugrunde.

Die Swaps bestehen jeweils aus einem Kassageschäft, das bereits vor dem Bilanzstichtag abgewickelt wurde und einem Termingeschäft. Die Swaps haben unterschiedliche Laufzeiten mit Abrechnungsstichtagen zwischen dem 4. Oktober 2023 und dem 15. Mai 2024.

(5) Gewinnverwendungsvorschlag

Es wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn von € 5.717.930,12 auf neue Rechnung vorzutragen.

(6) Handelsregister

Die Berichtsgesellschaft wird unter der Handelsregisternummer HRB 88303 bei dem Amtsgericht in Hamburg geführt.

 

Hamburg, den 17. November 2023

Geschäftsführer

Raul Schwenn Valente

Entwicklung des Anlagevermögens

Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.10.2022
Zugänge
Abgänge
Stand am 30.09.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 34.597,75 0,00 0,00 34.597,75
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 193.118,10 10.399,15 4.352,57 199.164,68
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.815,85 0,00 0,00 2.815,85
Genossenschaftsanteile 15.000,00 0,00 0,00 15.000,00
Summe 245.531,70 10.399,15 4.352,57 251.578,28
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.10.2022
Zugänge
Abgänge
Stand am 30.09.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 34.249,75 345,00 0,00 34.594,75
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 132.489,10 27.946,15 4.352,15 156.083,10
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 166.738,85 28.291,15 4.352,15 190.677,85
Buchwerte
Stand am 30.09.2022
Stand am 30.09.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 348,00 3,00
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 60.629,00 43.082,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.815,85 2.815,85
Genossenschaftsanteile 15.000,00 15.000,00
Summe 78.792,85 60.900,85

Lagebericht

Geschäftsmodell

Die BdV Behrens GmbH zeichnet sich durch eine weltweite Vermarktung von chemischen und pharmazeutischen Rohstoffen, Papier sowie Verpackungsmaterialien aus.

Ihre Stärke liegt in der breiten Aufstellung und etablierten Positionierung in den Segmenten Industriechemie sowie Pharma & Feed/Food in Lateinamerika und Afrika. Zusätzlich erweitert das Unternehmen sein Engagement in den Bereichen Papier und Verpackung. Kunden profitieren von umfassendem Produkt- und Marktwissen, maßgeschneiderten Logistiklösungen, konformer Dokumentation und individuellen Finanzierungsmodellen.

Langfristige Partnerschaften mit globalen Lieferanten gewährleisten eine zuverlässige Versorgung zu marktgerechten Preisen, auch unter schwierigen Marktbedingungen. Diese solide Grundlage trägt zur Verbesserung der Marktposition und Expansion der geografischen Präsenz in allen Geschäftsbereichen bei.

Die Entwicklung der Weltwirtschaft im Jahr 2023

Im Jahr 2023 hat sich die Weltwirtschaft weiterhin von der COVID-19-Pandemie erholt, wobei neue Herausforderungen aufgetreten sind. Wirtschaftliche Unsicherheiten, bedingt durch anhaltende geopolitische Spannungen und sich verändernde globale Handelsdynamiken, beeinflussten die Wirtschaftstätigkeit.

Im Jahr 2023 hat China seine Türen für Geschäftspartner wieder geöffnet, was von der internationalen Geschäftsgemeinschaft als vielversprechendes Zeichen gesehen wird. Seit dem 8. Januar wurden alle COVID-19-bezogenen Politiken aufgehoben, einschließlich der Öffnung der Grenzen und der Aufhebung der obligatorischen Quarantänen. Diese dramatische Veränderung wird voraussichtlich dazu führen, dass China wieder als lukrativer Geschäftsstandort positioniert wird, mit positiveren Wachstumsprognosen und bereits vorhandenen unterstützenden Politiken. Trotz der optimistischen Prognosen wird erwartet, dass die wirtschaftliche Erholung Chinas allmählich erfolgen wird. Analysten haben ihre Prognosen für das chinesische BIP-Wachstum im Jahr 2023 von 4,7% auf 5,2% angehoben. Die chinesische Regierung führt präferenzielle Politiken und Vorschriften ein, um ein unternehmensfreundliches Umfeld zu schaffen und das prognostizierte Wachstum zu realisieren. Geschäftstätigkeiten mit China, inklusive Geschäftsreisen, werden so erleichtert.

Die Auswirkungen des russisch-ukrainischen Konflikts, anhaltende Lieferkettenstörungen und Kapazitätsengpässe prägten weiterhin die globale Wirtschaftslage, was zu Schwankungen bei Rohstoffpreisen führte. Aufgrund gestiegener Energiekosten und Zinssätze sowie einer allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheit kam es zu einem gedämpften Wirtschaftswachstum. Die Rohölpreise erlebten eine Volatilität, die durch geopolitische Spannungen und konjunkturelle Faktoren beeinflusst wurde.

Die Auswirkungen des Israel-Palästina-Konflikts 2023 auf den Rohölpreis waren durch eine gewisse Volatilität gekennzeichnet. Obwohl weder Israel noch der Gazastreifen bedeutende Ölproduzenten sind, führten Befürchtungen über eine mögliche Ausweitung des Konflikts zu Unruhen auf den globalen Energiemärkten.

Der Konflikt hatte jedoch keine direkten Auswirkungen auf die Ölversorgung. Es wurde eine Risikoprämie von $3-$4 pro Barrel Rohöl eingepreist, die die Preise zunächst stabilisierte. Die internationalen Energiemärkte beobachteten den Konflikt genau, da der Nahe Osten Heimat einiger der weltweit größten Ölproduzenten ist und wichtige Transitwege wie die Straße von Hormus beherbergt, die als wichtigster "Ölengpass" der Welt gilt.

In Reaktion auf den Konflikt stiegen die globalen Ölpreise an, wobei der globale Benchmark Brent Crude um 4,2 Prozent auf $88,15 pro Barrel und der US-Benchmark West Texas Intermediate um 4,3 Prozent auf $86,38 pro Barrel anstieg. Diese Preisanstiege waren jedoch nur kurzfristig, und die Preise gaben am nächsten Tag leicht nach. Der unmittelbare Effekt des Konflikts auf die Energiepreise wurde von Analysten als begrenzt eingeschätzt, da er nicht direkt Öl produzierende Nationen betraf.

Aufgrund der geopolitischen Bedenken wurden einige LNG-Käufer in Nordasien vorsichtiger und verschoben Pläne, zusätzlichen Brennstoff für den Winter zu beschaffen, was die globalen Preise beeinflusste. Die Spotpreise für verflüssigtes Erdgas (LNG) stiegen seit dem 7. Oktober um mehr als 40% auf $18.345 pro eine Million Britische Thermaleinheiten (MMBtu).

Letztendlich bleibt die Situation dynamisch, und weitere Entwicklungen im Konflikt könnten weiterhin Einfluss auf die Ölpreise haben.

Die Änderungen der Zinspolitik hatten im Jahr 2023 erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Die globale Wachstumsrate verlangsamte sich auf 2,1%, beeinflusst durch hohe Zinsen und finanzielle Risiken in Schwellen- und Entwicklungsländern. In fortgeschrittenen Volkswirtschaften wie den USA und der Eurozone führte die straffe Geldpolitik und die Erhöhung der Zinssätze zu einer Verlangsamung des Wachstums. Diese Zinssteigerungen hatten besonders in Ländern mit höheren wirtschaftlichen Verwundbarkeiten starke Auswirkungen, insbesondere in Grenzmärkten, die einen deutlichen Anstieg der Kreditkosten verzeichneten. Insgesamt stand die Weltwirtschaft 2023 aufgrund der straffen globalen Finanzbedingungen und der damit verbundenen Herausforderungen auf wackeligen Füßen.

Die Chemie- und Pharmaindustrie erlebte im Jahr 2023 eine dynamische Entwicklung, geprägt durch verschiedene Schlüsseltrends und Ereignisse. Die Auftragslage in der Chemieindustrie im Jahr 2023 war durch eine Reihe von Herausforderungen und Entwicklungen geprägt. Aufgrund der globalen Ereignisse, einschließlich des Krieges in der Ukraine und der schrittweisen Lockerung der COVID-19-Beschränkungen in China, erlebte die Branche einen unruhigen Start ins Jahr. Diese geopolitischen und pandemiebedingten Ereignisse hatten Auswirkungen auf die bereits angespannten Lieferketten. Chemieunternehmen reagierten auf diese Herausforderungen, indem sie tief in die Struktur ihrer Lieferketten eintauchten und alles von Lagerbeständen über Kostensysteme bis hin zu Materialquellen und chemischen Prozessen überdachten. Viele Unternehmen konzentrierten sich auf die Bevorratung von Inventar, wo dies möglich war, und arbeiteten daran, engere Beziehungen zu Kunden aufzubauen.

Die Rohölpreise erlebten eine signifikante Volatilität. Zwischen April und Mai 2023 fielen die Preise für Brent-Rohöl und West Texas Intermediate deutlich, stiegen jedoch in den folgenden Monaten wieder an, was auf eine Verringerung der OPEC-Produktion und eine steigende Nachfrage zurückzuführen war.

Die Auftragslage in der Pharmaindustrie, insbesondere in den Bereichen Veterinärmedizin, Food und Feed, zeigte im Jahr 2023 eine positive Entwicklung. Im veterinärmedizinischen Sektor stieg der globale Markt für Veterinärpharmazeutika von 28,43 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022 auf 30,2 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023, was einem jährlichen Wachstum von 6,2% entspricht. Die Nachfrage nach tierischen Produkten wie Fleisch, Milch und Eiern trug zu einem Anstieg der Nachfrage nach Veterinärpharmazeutika bei.

Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

Die Umsatzentwicklung der BdV Behrens GmbH im Geschäftsjahr 2022/2023 zeigt mit EUR 107,8 Millionen einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (EUR 138,1 Millionen), was hauptsächlich auf gesunkene Rohstoffpreise und eine sich abkühlende Weltwirtschaft zurückzuführen ist. Der Umsatz verteilt sich auf die Bereiche Chemie (35,6 %), Pharma & Feed/Food (56,2 %), Verpackungsmaterialien (1,6 %) und Papier (6,6 %). Die Hauptabsatzmärkte liegen in Nord- und Lateinamerika (61,4 %), Afrika (25,4 %), Europa (7,6 %) und dem Mittleren Osten sowie Asien (5,6 %).

Im Gegensatz zu den vorherigen Jahren war der Geschäftsverlauf im Berichtsjahr von einem stärkeren ersten Halbjahr geprägt. Das Ergebnis sank um 70,9 % auf EUR 0,9 Millionen (Vorjahr: EUR 3,1 Millionen), was neben Preisrückgängen in nahezu allen Produktkategorien im Chemie- und Pharma & Feed/Food-Geschäft auch auf Währungsaufwendungen (netto nach Verrechnung mit Erträgen) und Zinserhöhungen zurückzuführen ist. Trotz dieser Ergebnisminderung konnte die Auftragsentwicklung sowie die ausgelieferte Tonnage auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden.

Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf EUR 1,5 Millionen, was einer Umsatzrentabilität von 1,4 % entspricht. Das Jahresergebnis in Höhe von EUR 0,9 Millionen resultiert in einer Umsatzrentabilität von 0,8 %.

Der Personalaufwand blieb mit EUR 3,32 Millionen auf Vorjahresniveau (EUR 3,30 Millionen).

Zum Ende des Geschäftsjahres 2022/2023 beschäftigte das Unternehmen 39 Mitarbeiter, darunter 2 Auszubildende (Vorjahr: 37 Mitarbeiter, 1 Auszubildender). Die Entlohnung der Mitarbeiter erfolgt einzelvertraglich und orientiert sich am Tarif des Groß- und Außenhandels. Neben üblichen Sozialleistungen werden Sprachkurse sowie fachspezifische Weiterbildungen und Schulungen angeboten.

Ein verantwortungsbewusster und schonender Umgang mit allen Ressourcen ist Teil des täglichen Handelns der BdV Behrens GmbH. Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden zusätzliche Maßnahmen zur Verbesserung des "ökologischen Fußabdrucks" umgesetzt. Die Gesellschaft plant, ihre Prozesse kontinuierlich zu überprüfen und weitere Potentiale zur Verbesserung der Nachhaltigkeit ihrer Aktivitäten zu identifizieren und umzusetzen.

Für das Anlagevermögen sind derzeit keine bedeutenden Investitionen geplant. Die Weiterentwicklung und Anpassung der IT-Infrastruktur, insbesondere des Warenwirtschaftssystems, wird jedoch kontinuierlich vorgenommen, um eine exakte Steuerung der Prozesse, maximale Transparenz und eine fortschreitende Digitalisierung der administrativen Prozesse zu gewährleisten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (ohne Aufwendungen aus der Währungsumrechnung) sanken, der Umsatzentwicklung entsprechend, von EUR 11,62 Millionen um EUR 3,43 Millionen auf EUR 8,19 Millionen.

Die Eigenkapitalquote liegt bei 38,4 % bei einer Bilanzsumme von EUR 19,9 Millionen. Unter Berücksichtigung von Darlehen der Gesellschafter, ehemaligen Gesellschaftern und Mezzaninekapital beträgt die Eigenmittelquote 47,9 %.

Zum Stichtag reduzierten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf EUR 5,34 Millionen (Vorjahr: EUR 14,27 Millionen) aufgrund gestiegenen Factorings und gesunkener Produktpreise. Die Finanzierung des Umlaufvermögens erfolgt kurzfristig und laufzeitkongruent durch das Gesellschaftskapital, Darlehen der Gesellschafter und ehemaligen Gesellschafter, Mezzaninekapital, selektives Factoring von Forderungen, Kreditlinien der Hausbanken sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Kreditlinien wurden entsprechend der geschäftlichen Entwicklung und den saisonalen Peaks angepasst.

Die Handelsfinanzierungen über die Hausbanken sind nicht befristet und können bedarfsorientiert angepasst werden. Zum Bilanzstichtag standen freie Kreditlinien zur Verfügung, wobei der niedrige Bestand an liquiden Mitteln auf die Steuerung der Liquidität und Bilanzpositionen zurückzuführen ist. Finanzielle Verpflichtungen werden stets termingerecht erfüllt, und soweit möglich, werden Skontovereinbarungen genutzt. Die bestehenden Kreditversicherungen decken über 90 % der nicht durch L/Cs gesicherten Forderungen ab.

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022/2023 wird insgesamt als stabil bewertet. Nach dem Bilanzstichtag erfolgten keine relevanten Veränderungen.

Risiken und Chancen

Das Ziel des Finanz- und Risikomanagements unserer Gesellschaft ist es, den Unternehmenserfolg gegenüber finanziellen Risiken aller Art zu sichern. Wir haben ein Kontroll- und Risikomanagement etabliert, um wesentliche Risiken zu identifizieren, dessen Steuerungs- und Überwachungssysteme wir kontinuierlich weiterentwickeln. Zur Absicherung gegen Liquiditätsrisiken und zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit überwacht die Geschäftsführung stetig die Zahlungsein- und -ausgänge, um bei Bedarf geeignete Finanzdispositionen vornehmen zu können. Hierfür verfügt die Gesellschaft über ausreichende Kreditlinien bei Kreditinstituten und die Möglichkeit des Forderungsverkaufs durch Factoring.

Ein großer Teil unseres Geschäfts wird in US-Dollar abgewickelt. Das Devisenrisiko ist für uns jedoch begrenzt, da hauptsächlich Streckengeschäfte in US-Dollar getätigt werden. Zur Absicherung gegen Währungsrisiken werden gegebenenfalls Devisentermingeschäfte abgeschlossen, die ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt werden. Ein gewisses Währungsrisiko bleibt aufgrund der notwendigen Stichtagsbewertung von Fremdwährungspositionen und durch zeitliche Unterschiede bei Zahlungen aus Wareneinkäufen und -verkäufen sowie deren Erfassung in der Buchhaltung bestehen.

Die meisten Geschäfte werden als Streckengeschäfte abgewickelt, wodurch in der Regel geschlossene Einkaufs- und Verkaufspositionen bestehen und somit kaum Preisänderungsrisiken entstehen. Die zehn größten Debitoren machen etwa 27% des Gesamtbestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus.

Zur Absicherung gegen Ausfallrisiken schließt die Gesellschaft grundsätzlich Kreditversicherungen ab, die bei den versicherten Kundenforderungen bonitätsbedingte Verluste zu 90% abdecken. Erkennbare Ausfall- und Bonitätsrisiken bei finanziellen Vermögenswerten führen zu entsprechenden Wertberichtigungen. Zur Minimierung der Ausfallrisiken setzen wir auf ein effektives Mahnwesen und Debitorenmanagement, teilweise durch lokale Handelsvertreter unterstützt.

Ausfallrisiken, insbesondere aus Lieferungen und Leistungen, werden überwiegend durch Kreditversicherungen reduziert und durch ein internes Credit Management der debitorischen Risiken abgesichert. Im Rahmen dieses Managements werden für Geschäftspartner klare Anforderungen an die Bonität, Zahlungsbedingungen und individuelle Höchstlimite für Engagements festgelegt. Kalkulatorische Berücksichtigungen von Zinsänderungen lassen keine negativen Auswirkungen auf das Ergebnis erwarten.

Im Handel mit Lateinamerika und Afrika besteht das Risiko politischer Instabilität. Dank unserer lokalen Präsenz, langjährigen Marktkenntnissen und persönlichen Kontakten in Lateinamerika sind wir in der Lage, frühzeitig auf solche Entwicklungen zu reagieren und Risiken zu minimieren. Wesentliche Risiken, insbesondere aus der Kontraktabwicklung, werden durch Betriebshaftpflicht-, Produkthaftpflicht- sowie Lager- und Transportversicherungen abgedeckt. Wir haben umfassende Maßnahmen zum Schutz vor zunehmenden Cyberrisiken implementiert. Alle bekannten Risiken sind nach aktuellem Kenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen und Wertberichtigungen abgesichert. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar.

Trotz stark gestiegener Zinsen hat die US-Wirtschaft ihr Wachstum im Sommerquartal mehr als verdoppelt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von Juli bis September aufs Jahr hochgerechnet um 4,9 Prozent zu. Das ist die größte Steigerungsrate seit knapp zwei Jahren. Damit ist das erwartete Wachstum der USA größer als die des Euro- und der meisten Teile des Mercosur-Raums.

Durch eine verstärkte Präsenz in den USA sehen wir für unsere Gesellschaft weitere Chancen und Ausbaumöglichkeiten durch intensivere Präsenz vor Ort.

Im Jahr 2024 könnten sich sowohl Risiken als auch Chancen für den Welthandel ergeben. Wirtschaftliche Unsicherheiten, wie das Risiko einer globalen Rezession, könnten den Handel beeinträchtigen und zu einem Rückgang der Nachfrage führen. Geopolitische Spannungen und anhaltende Lieferkettenprobleme stellen weitere Risiken dar, die Handelsströme und -beziehungen stören könnten. Andererseits könnten sich Chancen aus der fortschreitenden Digitalisierung und der zunehmenden Globalisierung von Dienstleistungen ergeben, die neue Märkte und Handelswege eröffnen.

Hinsichtlich der Rohstoffpreise dürfte 2024 ein Jahr der Volatilität sein. Preisschwankungen könnten durch Faktoren wie Ölpreisänderungen, Umweltpolitik und die allgemeine wirtschaftliche Lage beeinflusst werden. Ein Anstieg der Ölpreise würde wahrscheinlich die Kosten für petrochemische Produkte erhöhen, während eine Verlangsamung der globalen Wirtschaft die Nachfrage und somit die Preise senken könnte. Die Entwicklung hin zu nachhaltigeren chemischen Produkten und Prozessen könnte ebenfalls den Markt beeinflussen, indem sie die Nachfrage nach herkömmlichen chemischen Rohstoffen verringert und gleichzeitig neue Wachstumsbereiche in der grünen Chemie eröffnet. Insgesamt ist mit einem dynamischen Jahr für den Sektor der chemischen Rohstoffe zu rechnen, geprägt von sowohl Herausforderungen als auch Möglichkeiten, die durch technologische und ökologische Innovationen entstehen.

Prognosen Geschäftsjahr 2022/2023

Die im Vorjahr für das Geschäftsjahr 2022/2023 prognostizierte Gesamtleistung und die Ergebnisprognose (jeweils geringfügig unter Vorjahresniveau) konnte aufgrund der erwähnten Effekte nicht erreicht werden.

Für das Geschäftsjahr 2023/2024 rechnen wir, trotz weiterhin schwieriger Weltwirtschafts- und Marktbedingungen, mit einer positiven Umsatzentwicklung für die Gesellschaft. Dies gründet sich vor allem auf die Erwartung einer sich erholenden Konjunktur in unseren Hauptabsatzmärkten und einer verstärkten Marktpräsenz in den USA. Durch den Ausbau unserer Geschäftstätigkeiten im Chemiebereich und die fortlaufend zunehmenden Aktivitäten im Bereich Pharma & Bereich Food/Feed prognostizieren wir einen leichten Anstieg der Gesamtleistung und des Jahresergebnisses für das kommende Geschäftsjahr.

In den Segmenten Papier und Verpackung erwarten wir ebenfalls einen leicht steigenden Geschäftsverlauf, der sich auf den personellen Ausbau und die gesteigerte Marktpräsenz in diesen Bereichen stützt.

Weiterhin gehen wir davon aus, dass die rohstoffreichen Länder Lateinamerikas und Afrikas von den geopolitischen Auswirkungen des Konflikts in der Ukraine unbeeinträchtigt bleiben, sodass der aktuelle Rohstoffzyklus weiterhin zu einer spürbaren wirtschaftlichen Belebung beitragen wird. Auch potenzielle Auswirkungen des sich abzeichnenden Israel-Palästina-Konflikts schätzen wir für unser Geschäft aktuell als moderat risikobehaftet ein.

Dank unserer diversifizierten Positionierung bezüglich der gehandelten Produkte und bearbeiteten Märkte sind wir in der Lage, zeitnah und flexibel auf sich verändernde Marktbedingungen zu reagieren und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Für das Wirtschaftsjahr 2023/2024 erwarten wir eine Gesamtleistung in Höhe von EUR 119,0 Millionen.

Die Entwicklung unseres Auftragsbestandes, der Ausbau der Marktpräsenz und die Ausweitung unserer Aktivitäten, sowohl geographisch als auch in unseren Produktlinien, lassen eine stabile Geschäftsentwicklung für die Zukunft erwarten.

Wir gehen davon aus, dass die Währungssituation die Umsatzentwicklung nur geringfügig beeinflussen wird.

Sonstiger Berichtsteil

Der Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung vom 25.04.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

An die BdV Behrens GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BdV Behrens GmbH, Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BdV Behrens GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben.

Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen.

Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 2. Januar 2024

TURNBULL & IRRGANG GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

durch:

Uwe Gärtner, Wirtschaftsprüfer

Jörn Diekow, Wirtschaftsprüfer

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