Herstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
PROTOMASTER GmbH
Gewerbering 1, 08112 Wilkau-Haßlau, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lutz Gentsch seit 19.8.2016 | Geschäftsführer |
Axel Wolf seit 1.6.2007 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 60.00% | |
| 40.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PROTOMASTER GmbHWilkau-HaßlauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023PROTOMASTER GmbH, Wilkau-Haßlau1. Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft Die PROTOMASTER GmbH wurde im Jahr 1995 gegründet und ist spezialisiert auf den Werkzeug- und Prototypenbau sowie die Fertigung komplexer Außenhaut- und Strukturkomponenten für Kleinserien- sowie Premiumprodukte der Automobilindustrie. Das Leistungsspektrum reicht von der Herstellung von Großwerkzeugen inkl. Engineering und CNC-Bearbeitung im eigenen Werkzeugbau, über die Pressteilfertigung aus beschichteten und unbeschichteten Stahl- und Aluminiumblechen bis hin zur Fertigung komplexer Baugruppen sowohl als Prototypen als auch als Serienprodukte für sportliche und luxuriöse Fahrzeuge. 1.2 Unternehmensstruktur Seit der Unternehmensgründung am Standort Wilkau-Haßlau hat sich die PROTOMASTER GmbH ein erstklassiges Renommee bei ausgesprochen anspruchsvollen Kunden erarbeitet, die zum obersten Premiumsegment der weltweiten Automobilindustrie gehören. Seit 29 Jahren im Gewerbegebiet Am Schmelzbach ansässig, hat sich die PROTOMASTER GmbH auf den anspruchsvollen Werkzeugbau und die Fertigung komplexer Außenhaut- und Strukturteile für Premiumanbieter der Automobilindustrie spezialisiert. Ein zweiter Standort für Produktion und Logistik wird seit 2016 in Zwickau unterhalten. 1.3 Ziele und Strategien Ziel der Gesellschaft ist es, die Marktposition als Zulieferer von Premiumherstellern mit höchsten Ansprüchen weiter auszubauen und trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen nachhaltig positive Erträge zu erwirtschaften. Das in den letzten Jahren der Marktentwicklung angepasste Produktportfolio soll weiter ausgebaut werden. PROTOMASTER wird hierbei in den kommenden Jahren unverändert den Fokus auf das oberste Luxussegment der Automobilindustrie legen. Die Gesellschaft fokussiert sich auf den Karosseriebau für klein- und mittelgroße Serienfertigung. Die Aktivitäten im Luxussegment für Designmöbel spielen unverändert eine ergänzende Rolle. Geplante Produktionsanläufe im Segment Großserienprodukte werden bis ins Jahr 2025 hinein umgesetzt. Zur Effektivierung der Unternehmensprozesse und um den erweiterten Berichtspflichten zur Nachhaltigkeit zukünftig effizient nachkommen zu können, wurde eine grundlegende Umgestaltung der Unternehmenssteuerung eingeleitet, welche im Jahr 2024 abgeschlossen werden soll. 1.4. Steuerungssysteme und Leistungsindikatoren Zur Steuerung des Unternehmens dienen der Geschäftsführung der PROTOMASTER GmbH eine Reihe von Kennzahlen. Dies sind insbesondere Umsatz, Rohertrag und das Betriebsergebnis. Die Entwicklung der Steuerungsgrößen im Hinblick auf definierte Zielwerte wird intern permanent überwacht. Das Betriebsergebnis ist eine zentrale Erfolgskennzahl der Gesellschaft. Sie dient als wesentlicher Maßstab für die operative Ertragskraft des Unternehmens. Darüber hinaus wird die Liquiditätssituation der Gesellschaft konstant und strukturiert überwacht. 2. Wirtschaftsbericht, Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage 2.1 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Die deutsche Wirtschaft befand sich im Jahr 2023 im verschärften Krisenmodus. Die Energiepolitik seitens Deutschland und der EU führte zu dauerhaft stark erhöhten Preisen von Strom, Öl und Gas. In der Folge haben sich die Preise für nahezu alle Produkte aus Industrie und Landwirtschaft deutlich erhöht. Von diesen Preissteigerungen und dem mittlerweile flächendeckenden Fachkräftemangel angetrieben, stieg das Lohnkostenniveau in Deutschland überdurchschnittlich stark. Die entstandene Situation verschafft besonders dem Standort Deutschland gegenüber den global konkurrierenden Industriestandorten Nordamerika und Südostasien einen massiven Nachteil. Die deutlichsten Auswirkungen dieses Standortnachteils ergeben sich in den global aufgestellten Bereichen chemische Industrie und Automobilindustrie. Die Angaben zum Rückgang der chemischen Industrie in Deutschland schwanken zwischen 11% und 14%. Die Automobilindustrie verzeichnete im Jahresmittel 2023 einen Anstieg der Fahrzeugproduktion um ca. 18% gegenüber dem Vorjahr auf 4,1 Mio. produzierte Einheiten. Davon entfallen ca. 250.000 Fahrzeuge auf die Tesla-Neuansiedlung in Grünheide. Im Vergleich zum Jahr 2016 (5,7 Mio. Fahrzeuge) beträgt der Produktionsrückgang in Deutschland immer noch ca. 28%, trotz des Hochlaufs der Produktion bei einem der wichtigsten globalen Player der Elektromobilität, und bewegt sich damit auf dem Niveau des Jahres 1994. Getrieben wurde der Produktionsanstieg durch einen Auftragsstau aus dem Vorjahr. Ein Teil der Auftragseingänge aus 2022 wurde aufgrund der Verfügbarkeit von Materialien und Halbleitern erst in 2023 abgearbeitet. Ab der zweiten Jahreshälfte setzte ein Rückgang der Nachfrage besonders im Bereich der Elektromobilität ein. Einer der Gründe dafür ist die Einstellung der Förderung von batteriebetriebenen Fahrzeugen, welche für Privatkunden durch die sehr kurzfristige Streichung seitens der Bundesregierung vorfristig und ungeplant beendet wurde. Ein zweiter Grund ist die unverändert geringe Markt-Akzeptanz batterieelektrischer Fahrzeuge wegen der höheren Anschaffungskosten und der unzureichenden Ladeinfrastruktur. Der dritte Grund ist die Modellstrategie der deutschen Hersteller selbst, welche auf hochpreisigen BEV-Modellen basiert, die jedoch dem selbst erklärten Premiumanspruch hinsichtlich Reichweite und Bedienkonzepten oftmals nicht gerecht werden. Die vollständige Abkehr von ICE-Modellen besonders bei Volkswagen (mit allen Einzelmarken) und bei Mercedes verhindert eine schnelle Kompensation dieser für die genannten OEM gefährlichen Marktentwicklung, da die Produktion von immer mehr Verbrenner-Modellen ohne Nachfolger ausläuft. Der Hersteller BMW hat hier durch die technologieoffenere Marktpositionierung in der zweiten Jahreshälfte 2023 und sicher auch in der näheren Zukunft einen strategischen Vorteil. Die verschlechterten Rahmenbedingungen am Standort Deutschland führten 2023 auch zur Entscheidung, dass Ford im Produktionswerk in Saarlouis ab 2025 die Produktion der Modellreihe Focus einstellt, ohne einen Nachfolger im Werk zu planen. Der chinesische Hersteller BYD - zum Jahresende 2023 zum Weltmarktführer bei batterieelektrischen Fahrzeugen aufgestiegen - gab im Dezember 2023 bekannt, ein für die lokale europäische Produktion vorgesehenes neues Werk in Ungarn zu errichten. Im Zuge der Nachfragerückgänge bei den deutschen OEM in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 gerät auch die automobile Zulieferbranche verstärkt unter Druck. Die Herstellkosten an deutschen Standorten sind 2023 durch überdurchschnittlich hohe Lohnkostensteigerungen und unverändert hohe Energiekosten (die höchsten aller Industrienationen) deutlich gestiegen. Die Weitergabe dieser Kostensteigerungen an die OEM-Kunden gelingt nur durch harte Verhandlungen über meist lange Zeiträume. Oftmals werden Preissteigerungen seitens der Zulieferer von OEM nur teilweise akzeptiert oder ganz abgewiesen. Politische Entscheidungen zum Entfall der Energiepreisbremsen zum 31. Dezember 2023 sowie unverändert steigende bürokratische Aufwände durch neue Gesetze aus Bund und EU (z. B. Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, Hinweisgeberschutzgesetz) steigern die Kosten für eine in Deutschland angesiedelte Produktion nochmals. Der in Gang gesetzte wirtschaftliche Abschwung in Deutschland führt zu einer steigenden Anzahl an Unternehmensinsolvenzen. Hier war im Jahr 2023 eine Zunahme um 23,5% gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Dieser Trend setzt sich auch im ersten Quartal 2024 fort. Davon sind auch die Automobil-Zulieferindustrie allgemein und direkte Marktbegleiter der PROTOMASTER GmbH betroffen. So befinden sich aktuell Firmen wie die Allgaier Werke in Uhingen (Baden-Württemberg) und Oelsnitz (Sachsen), SD Automotive in Osnabrück (Niedersachsen) und Edge Blanking in Neustadt (Schleswig-Holstein) in Insolvenzverfahren. Zahlreiche Großunternehmen der Automobil-Zulieferindustrie haben für die nächsten Jahre Stellenabbau in der Größenordnung von insgesamt mehreren zehntausend Stellen angekündigt. Exemplarisch hierfür stehen ZF Friedrichshafen (12.000-18.000), Continental (ca. 7.000), Bosch (ca. 3.600), Forvia (ca. 10.000), Brose (ca. 3.000). Marktstudien von VDA sowie diversen Instituten und Hochschulen prognostizieren einen Stellenrückgang in der gesamten Branche bis 2030 in der Größenordnung von 25% bzw. 70.000 Stellen. 2.2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 war für PROTOMASTER geprägt von der Vorbereitung und erfolgreichen Umsetzung mehrerer Anläufe bei verschiedenen langfristigen Produktionsaufträgen. Hinzu kamen längerfristige Fremdfertigungsaufträge und damit verbundener Umsatz für zusätzliche Instandhaltungs- und Reparaturtätigkeiten im Bereich Werkzeugbau. Im gesamten Geschäftsjahr war eine gegenüber 2022 verbesserte Auslastung zu verzeichnen. Im 1. Quartal wurden für wesentliche Anteile eines für den Serienanlauf im September des Jahres vorgesehenen Auftragspaketes die grundlegenden Qualitätsziele erreicht. Der Kunde leistete auf dieser Basis früher als vertraglich vereinbart Zahlungen in hohem sechsstelligen Umfang. Ebenfalls im 1. Quartal konnten mehrmonatige Verhandlungen zu einem Ersatzteilpaket im Umfang von mehreren Mio. Euro erfolgreich abgeschlossen werden. Die Preisvorstellungen seitens PROTOMASTER wurden dabei weitestgehend umgesetzt. Auf dieser Basis konnte nach monatelanger Verzögerung die Produktion der betreffenden Ersatzteile gestartet werden. Ein zu Jahresbeginn 2023 gestarteter Fremdfertigungsauftrag wurde über das ganze Geschäftsjahr hinweg bedient. Dabei wurde durch nötige Reparatur- und Instandsetzungsaufgaben auch die Werkzeugbau-Auslastung ganzjährig positiv beeinflusst. Im 2. Quartal wurden grundlegende Bautätigkeiten ausgeführt. Diese dienten zur Vorbereitung der Installation einer neuen Großfräsmaschine. Nach Installation und termingerechter Inbetriebnahme dieser Maschine begann ab Juli 2023 die in 2022 vertraglich vereinbarte dauerhafte Produktion im Bereich Fräsdienstleistungen. Für PROTOMASTER wurde damit ein neues Geschäftsfeld erschlossen, welches im Bereich Werkzeugbau zukünftig eine bessere Planbarkeit hinsichtlich Auslastung und Umsatz ermöglicht. Das 3.Quartal stand im Zeichen des Produktionsanlaufes für ein neues Fahrzeug im obersten Luxussegment. Wesentliche Teile der Karosseriestruktur werden bei PROTOMASTER gefertigt. Im Zusammenhang mit diesem erfolgreichen Serienanlauf wurden die zugehörigen Werkzeuge fakturiert. Dadurch trägt der Werkzeugbau bei gegenüber dem Vorjahr geringerer Leistung überdurchschnittlich zum Umsatz im Geschäftsjahr bei. Im letzten Quartal erfolgte der erste Serienanlauf im für PROTOMASTER neuen Segment der Großserienfertigung. Auch hier wurde das Projekt für das erste von zukünftig 4 weiteren ähnlichen Produkten termin- und qualitätsgerecht umgesetzt. Die zugehörige Fakturierung der Betriebsmittel sorgte für einen nochmaligen Liquiditätszufluss in sechsstelliger Höhe. Der Bereich non-automotive Produkte hatte einen deutlichen Bedarfsrückgang zu verzeichnen. Vorgefertigte Produkte wurden in ungeplant geringem Umfang abgerufen. Die Zertifizierung des Umweltmanagementsystems nach der Norm ISO 14001 wurde 2023 erfolgreich abgeschlossen. 2.3 Umsatzbericht und Bestandsänderung PROTOMASTER realisierte in 2023 einen Umsatz in Höhe von 10.161 T€ (Vj.: 3.742 T€). Zur deutlichen Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr tragen 3.106 T€ Umsätze im Bereich Werkzeugbau bei, deren Leistung bereits zum Teil in den Jahren 2020 bis 2022 erzielt wurden. Die betriebliche Leistung 2023 beläuft sich auf 9.055 T€ (Vj.: 5.299 T€). Die Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 1.186 T€. Diese Bestandsreduzierung beruht im Wesentlichen auf der Schlussabrechnung der langfristigen Werkzeugaufträge aus dem Jahr 2020. 2.4 Darstellung der Lage 2.4.1 Investitionen Das Jahr 2023 war von einer regen, im Jahresvergleich leicht geringeren Investitionstätigkeit geprägt. Zur Erneuerung bzw. Erweiterung der IT-Technik wurden 166 T€ investiert. In die Anschaffung neuer Fertigungsmittel wurden 55 T€ und in die Erweiterung bestehender Produktionsanlagen 181 T€ investiert, in sonstige Anlagengegenstände 35 T€. Im Berichtszeitraum betrug der Aufwand für Gesamtinvestitionen rund 437 T€ (Vj.: 580 T€). Die Finanzierung erfolgte aus Eigenmitteln. 2.4.2 Vermögens- und Finanzlage Das Unternehmen verzeichnete 2023 einen positiven Cashflow. Die liquiden Mittel erhöhten sich um 29 T€. Die Inanspruchnahme der Kontokorrentkredite reduzierte sich um 907 T€. Die Eigenkapitalquote des Unternehmens erhöhte sich auf 43,3%. Die Bilanzsumme wurde durch den Abbau von Beständen insbesondere im Bereich Werkzeugbau beeinflusst. Die Bilanzsumme hat sich auf 8.031 T€ leicht verringert (Vj.: 8.186 T€). Ein Teil des Rahmens für kurzfristige operative Unternehmensfinanzierungen sowie Vorfinanzierungsabsicherungen wurden seitens eines überregionalen Finanzpartnersab dem Ende des 3. Quartals 2023 reduziert. Der betreffende Finanzpartner wird im Jahr 2024 sein Engagement bei der PROTOMASTER GmbH aus strategischen Gründen beenden. Ein neuer Finanzpartner mit regionalem Bezug steht für die zukünftige Absicherung der operativen Unternehmensfinanzierung bereit. Ein zweiter langjähriger Finanzpartner, ebenfalls mit regionalem Bezug, stellt seinen Finanzierungsrahmenin unveränderter Höhe zur Verfügung. Der Fremdfinanzierungsanteil der Gesellschaft einschließlich Rückstellungen reduzierte sich auf 4.556 T€ (Vj.: 5.963 T€). Darin enthalten sind 1.731 T€ Fremdfinanzierungen für Investitionen. Das Anlagevermögen ist vollständig durch das Eigenkapital und lang- und mittelfristiges Fremdkapital gedeckt. Die Gesellschaft konnte während des gesamten Geschäftsjahres ihren finanziellen Verpflichtungen uneingeschränkt nachkommen. 2.4.3 Ertragslage Die Ertragslage war im Jahr 2023 positiv. Um mehrere Monate verzögerte Preisabschlüsse für Ersatzteilpakete konnten fixiert werden. Die Produktion und der Verkauf dieser Ersatzteile wurde gestartet und in 2023 zum Teil umgesetzt. Die Bedarfe der Kunden im obersten Luxussegment waren trotz Marktkrise stabil, für Neuprodukte sogar gegenüber den Prognosen leicht erhöht. Fertigungsanläufe neuer Produkte ermöglichten PROTOMASTER Erträge in bisher nicht bedienten Marktsegmenten. Die zunehmende Reduzierung der Anzahl aktiver Marktteilnehmer aufgrund der anhaltenden gesamtwirtschaftlichen Krisensituation ermöglichte im Gegensatz zum Vorjahr die Akquise von ertragsstarken, langlaufenden Fremdfertigungsaufträgen. Per 31.12.2023 betrug der Rohertrag 3.287 T€ (Vj.: 1.317 T€) und das Betriebsergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) 2.062 T€ (Vj.: 159 T€). Beim Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) ergab sich ein Gewinn von 1.376 T€ (Vj.: 549 T€ Verlust). Das Jahresergebnis beläuft sich auf 1.252 T€ (Vj.: -644 T€). 2.4.4 Personal- und Sozialbereich Die Auslastung konnte durch die zum Jahresanfang fixierten Aufträge deutlich verbessert werden. Die in geringem Umfang noch genutzte Kurzarbeit wurde mit Ende des 1. Quartals beendet. Die Personalfluktuation ist gegenüber dem Vorkrisenniveau weiterhin erhöht. Durch die Energie- und Wirtschaftskrise war auch in 2023 eine starke Inflation zu verzeichnen. Die Politik verlagerte einen Teil der Kompensation der Geldabwertung in Form des rechtlichen Instruments der Inflationsausgleichsprämie auf die Unternehmen. Das führte gepaart mit dem sich verstärkenden Fachkräftemangel erneut zu einer deutlichen Steigerung bei den Personalausgaben. Im Bestreben zur Erhaltung und Entwicklung einer leistungsfähigen Personalstruktur mussten diese Mehrkosten in Kauf genommen werden. PROTOMASTER zahlte seinen Mitarbeitern im Jahr 2023 in 2 Schritten eine Inflationsausgleichsprämie in voller gesetzlicher Höhe. Personalabgänge in den Bereichen Vertrieb und Supply Chain wurden kompensiert. Eine Ausbildungstätigkeit findet aufgrund der negativen Erfahrungen hinsichtlich Abwerbung übernahmefähiger Azubis durch ortsansässige Großunternehmen bis auf weiteres nicht statt. Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 beschäftigte PROTOMASTER 50 eigene Mitarbeiter (Vj.: 55), davon 1 BA-Studenten. Die Personalaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung (ohne sonstige betriebliche Erträge) beträgt im Geschäftsjahr 29,8%. Die Fortbildung der Mitarbeiter erfolgte schwerpunktmäßig in den Bereichen Fertigung und QS. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Aufwand für Fortbildungsmaßnahmen im Geschäftsjahr 2023 um 18 T€. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Risikomanagement Die Ukrainekrise mit den damit in Zusammenhang stehenden Wirtschaftssanktionen, die daraus entstandene Energiekrise und hohe Inflation sowie die stagnierende Umstellung der Automobilindustrie hin zur Produktion von elektrifizierten Fahrzeugen stellen auch weiterhin erhebliche geschäftliche Risiken für mittelständische Unternehmen dar. Die politische und wirtschaftliche Krise in Europa und in besonderem Maße in Deutschland und die angespannte internationale Sicherheitslage auf dem Kontinent führen permanent zu einer Schwächung deutscher Unternehmen aller Branchen. Der wirtschaftliche Rückgang zeigt sich mittlerweile in einer erhöhten Anzahl von Unternehmensinsolvenzen und Werksschließungen, sowie im massiven Stellenabbau sowohl bei den Automobilherstellern, als auch in der Zuliefererbranche. Maßnahmen zur Risikominimierung konzentrierten sich im Geschäftsjahr 2023 auf die Kernthemen Liquiditätsstärkung, Durchsetzung höherer Preise bei den Kunden, um die Kostensteigerungen zu kompensieren sowie Lohn- und Gehaltsanpassungen, um eine Abwanderung der gut ausgebildeten und erfahrenen Fachkräfte zu vermeiden. Der strategische Schwerpunkt in den kommenden Jahren liegt in der Verbreiterung des vorhandenen Produktportfolios, der stetigen Preisanpassung gegenüber den Kunden, einem moderaten Ausbau der Personalstruktur sowie der Intensivierung der Maßnahmen zur Digitalisierung des Unternehmens. 3.2 Umfeld-, Branchen- und Unternehmensrisiko Die europäische Wirtschaft verliert aufgrund der Auswirkungen des Ukrainekrieges und den als Gegenmaßnahmen verhängten Wirtschaftssanktionen gegenüber der Rohstoffnation Russland zunehmend an internationaler Bedeutung. Die Sanktionen als ungeeignetes Instrument zur politischen Einflussnahme schädigen die europäische und besonders die deutsche Wirtschaft. Die durch die in Frage zu stellende Wirtschafts- und Sicherheitspolitik entstandenen Schäden vertiefen sich und werden zur Gefahr für die globale Wettbewerbsfähigkeit und die innere Sicherheitslage in den europäischen Staaten. Die grüne Wirtschaftspolitik in der EU und in Deutschland verringert mehr und mehr die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie. In stärker werdendem Maße werden Produktionsstätten geschlossen oder in Länder mit günstigeren Rahmenbedingungen und Kostenstrukturen verlagert - nach Südosteuropa, Nordafrika, Nordamerika und China. Die Fiskalpolitik der Bundesregierung hat über den Weg des Bundesverfassungsgerichtes einen herben Dämpfer erlitten. Langfristig angekündigte Fördermaßnahmen für Wirtschaft und Verbraucher, wie zum Beispiel die sogenannte Strompreisbremse oder die Förderung des privaten Erwerbs von E-Fahrzeugen, wurden Ende des Jahres 2023 vorfristig und plötzlich eingestellt. Für die Unternehmen entstehen wiederholt ungeplante Belastungen. Bei PROTOMASTER werden diese Entscheidungen im Jahr 2024 einen zusätzlichen Liquiditätsverlust in sechsstelliger Größe erforderlich machen. Die Automobilproduktion in Deutschland verzeichnete im Jahr 2023 aufgrund des Abbaus der Nachfragerückstände in den ersten 9 Monaten eine Steigerungen um 18%. Mit 4,1 Mio. produzierten Fahrzeugen liegt die Branche jedoch immer noch auf dem Niveau der frühen 90er Jahre, trotz des Hochlaufs im Tesla-Werk bei Berlin. Deutschland verliert aufgrund der schlechten Rahmenbedingungen (Energiekosten, Lohn- und Lohnnebenkosten, Defizite bei Infrastruktur und Digitalisierung) im globalen Vergleich als Produktionsstandort unverändert weiter an Bedeutung. Die national geprägte Wirtschaftspolitik der USA mit aggressiver Standortwerbung um neue Industrieansiedlungen, sowie die Stärkung der globalen Technologieführerschaft in Asien führen immer mehr zur Verlagerung von Investitionen großer Unternehmen in diese Wirtschaftsregionen. Auf mittlere und kleine lokale europäische Zulieferer wird das spürbare Auswirkungen haben. Der Beginn einer Sanktionspolitik seitens der EU gegenüber China legt den Grundstein für eine weitere Schwächung der von globalen Produktströmen abhängigen europäischen Wirtschaft. Für die deutsche Automobilindustrie wird die nahezu weltweit fehlende Akzeptanz einer kompletten Umstellung hin zur Elektromobilität zu einem ernstzunehmenden Problem. Nachdem in der ersten Jahreshälfte 2023 der Abbau des Auftragsstaus aus dem Vorjahr für steigende Produktionszahlen sorgte, zeigten sich ab der zweiten Jahreshälfte erhebliche Rückgänge bei den Bestellmengen - besonders bei batteriebetriebenen Fahrzeugen. Die hohen Anschaffungspreise, gegenüber Verbrenner-Fahrzeugen, eingeschränkte Gebrauchseigenschaften sowie ein zunehmender Wertverlust bei gebrauchten E-Fahrzeugen wirken sich negativ auf die Nachfrage aus. Hinzu kommt, dass global agierende Betreiber von Mietwagenflotten in starkem Maße ihre Bestände an E-Fahrzeugen reduzieren und medial wirksam bestehende Großaufträge zur Beschaffung weiterer E-Fahrzeuge stornieren. Einzig in China verzeichnet die Elektromobilität ein starkes Wachstum. Chinesische Hersteller wie BYD und MG drängen auf die europäischen Märkte. Mit wettbewerbsfähigeren Preisen und fortschrittlichen Software-Architekturen setzen diese Marktteilnehmer die deutschen Hersteller zunehmend unter Druck. Auch das Jahr 2023 zeigte, dass das automobile Luxussegment der obersten Preisklasse (Rolls Royce, Bentley, Ferrari, Lamborghini, Porsche) konjunktur- und krisenunabhängig stetig steigende Produktionszahlen verzeichnet. Speziell bei den auf Komfort ausgerichteten Luxus-Marken ist auch eine höhere Marktakzeptanz der E-Mobilität gegenüber dem Gesamtmarkt zu erwarten. Der besondere Wert der Herstellertraditionen stellt für die involvierten Zulieferer einen Stabilitätsfaktor in diesem Segment dar. Überlegungen zu Verlagerungen der Produktionsstandorte aus wirtschaftlichen Gründen erscheinen eher unwahrscheinlich. Der Ausbau des Portfolios elektrifizierter Modelle dieser Luxusmarken in den nächsten Jahren bietet PROTOMASTER Potential, die Marktdurchdringung trotz schrumpfendem Gesamtmarkt zu verbessern und zu verbreitern. Das Preisniveau dieser Fahrzeuge lässt auch innerhalb der Lieferkette Spielraum zur Kompensation von inflationsbedingten Kostensteigerungen. Der Prozess hierzu wurde seitens PROTOMASTER im Jahr 2023 mit umfangreichen Verhandlungen begonnen und wird sich aufgrund der Umfänge und Komplexität bei der Preisbildung bis ins 2. Quartal 2024 erstrecken. Der Rückgang bei den non-automotive Design-Produkten hatte aufgrund des geringen Anteils an der Produktpalette für PROTOMASTER keine signifikanten Auswirkungen. Hier zeigt sich bereits eine Verbesserung der Unternehmensstabilität hinsichtlich Auslastungsschwankungen in einzelnen Produktbereichen durch die erfolgreiche Anpassung der Marktstrategie in den letzten Jahren. 3.3 Ausblick, Chancen und Ziele Unpassende Energie- und Wirtschaftspolitik, immer weitere Sanktionsmaßnahmen im Zuge des Russland-Ukraine-Konflikts sowie von EU und USA forcierte Spannungen in den Handelsbeziehungen zu China stellen weiterhin die stärkste Bedrohung für die Stabilität der europäischen und besonders der deutschen Wirtschaft dar. Auf Basis der guten Erfolge in 2023 wird PROTOMASTER seine langfristige Unternehmensstrategie fortsetzen und vertiefen. PROTOMASTER wird den in 2023 begonnenen Prozess zur Durchsetzung ertragssichernder Preise bei den wesentlichen Serienprodukten in 2024 fortsetzen und vertraglich fixieren. Über das Jahr 2024 hinweg erfolgen mehrere Produktionsanläufe im Bereich Großserienfertigung. Die in diesem Kontext anstehende Fakturierung der zugehörigen Werkzeuge wird zur weiteren Stärkung der Finanzkraft des Unternehmens beitragen. In der ersten Hälfte des Jahres 2024 stehen zahlreiche Vergaben von langfristigen Auftragspaketen für Produktion und Werkzeugbau an. Dies soll die Produktpalette weiter diversifizieren und die langfristige Unternehmensauslastung sichern. Im Projektgeschäft im Pkw- und Nutzfahrzeugmarkt bestehen unverändert Bedarfe an kurzfristigen Maschinen-, Produktions- und Werkzeugbaukapazitäten bei lokalen Kunden. Zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Unternehmens sind im Jahr 2024 zahlreiche strukturelle Maßnahmen im Bereich IT und Digitalisierung zur Umsetzung geplant. Die Personalpolitik bei PROTOMASTER wird unverändert an den Erfordernissen des Produktionsprogramms ausgerichtet. Unter besonderer Berücksichtigung von fachlichen Fähigkeiten und Flexibilität ist ein moderater Ausbau der Personalstruktur in den Bereichen Produktion und Logistik geplant. Auf Basis der gesicherten Finanzlage und der vorhandenen Aufträge und Bestellungen wird festgestellt, dass bei gleichbleibender Marktlage und unveränderter Sicherheitslage keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen. Auch bei einer Marktentwicklung unter unverändertem Inflations- und Kriseneinfluss ist die Stabilität des Unternehmens für das Jahr 2024 gewährleistet.
Wilkau-Haßlau, den 8. März 2024 gez. Lutz Gentsch, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023PROTOMASTER GmbH, Wilkau-HaßlauI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die PROTOMASTER GmbH hat ihren Sitz in Wilkau-Haßlau und ist beim Amtsgericht Chemnitz unter der Registernummer HRB 13900 eingetragen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 (2) HGB auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren in der Gliederung gemäß § 275 (2) HGB aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und "Davon-Vermerke" in diesem Anhang gemacht. II. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN 1. Anlagevermögen a) Immaterielle Vermögensgegenstände Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten bewertet und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ab dem Monat der Anschaffung linear abgeschrieben. b) Sachanlagen Die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erfasst und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ab dem Monat der Anschaffung bzw. Herstellung planmäßig linear und leistungsabhängig abgeschrieben. In die Herstellungskosten für die selbst erstellten Anlagen werden neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen auch anteilige Gemeinkosten des Fertigungsbereiches sowie anteilige Abschreibungen einbezogen. Geringwertige bewegliche Anlagegegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu 800,00 € wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. c) Finanzanlagen Die Genossenschaftsanteile wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt. 2. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten bewertet. Die unfertigen und die fertigen Erzeugnisse wurden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten, die Sonderkosten für die Fertigung, angemessene Teile der Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst wurde. Soweit die Vermögenswerte des Vorratsvermögens aufgrund von Verkaufswerten unterhalb der Anschaffungs- und Herstellungskosten im Wert gemindert sind, wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte wurden mit dem Rückzahlungsbetrag (ohne Umsatzsteuer) offen von dem Posten "Vorräte" abgesetzt, soweit den Anzahlungen Vorräte zugeordnet werden konnten. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalwert angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % auf die Netto-Forderungen berücksichtigt. 4. Liquide Mittel, Rechnungsabgrenzungsposten und Eigenkapital Die liquiden Mittel, die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten und die Posten des Eigenkapitals wurden zum Nominalwert bilanziert. 5. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sie wurden so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen. Bei Rückstellungen mit einer Laufzeit über einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. ANGABEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, der Sachanlagen und der Finanzanlagen (Anlagespiegel gemäß § 284 (3) HGB) wird in einer Anlage zum Anhang dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind insgesamt kurzfristig fällig. 3. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
Von den Verbindlichkeiten sind durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert:
4. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte / Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 bestehen nicht in der Bilanz enthaltene Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Pacht- sowie aus Service- und Wartungsverträgen in Höhe von insgesamt 145 T€ (davon entfallen auf 2024: 127 T€). Darüber hinaus resultieren weitere 55 T€ aus Leasingverbindlichkeiten sowie 67 T€ aus dem bestehenden Bestellobligo für Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens. IV. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Personalaufwendungen Unter dem Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" werden Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 11 T€ (Vj.: 11 T€) ausgewiesen. 2. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Unter "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" werden Erträge aus der Abzinsung in Höhe von 1 T€ (Vj.: 2 T€) ausgewiesen. V. SONSTIGE ANGABEN 1. Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 53 Personen (Vj.: 57) und teilt sich wie folgt auf:
2. Geschäftsführung und Vertretung Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 Herr Lutz Gentsch, Elterlein, Dipl. Physiker. Die Angabe der Vergütung der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 (4) HGB. 3. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag In 2024 wurde eine bestehende Kontokorrentkreditlinie durch ein Kreditinstitut aufgrund einer strategischen Entscheidung zur Neuausrichtung zum 31. März 2024 gekündigt. Die Gesellschaft wird daher kurzfristig eine neue Kontokorrentkreditlinie in gleichem Umfang mit einem anderen Kreditinstitut vertraglich vereinbaren. Liquiditätsengpässe sind in Folge der Kündigung nicht zu erwarten. Hinsichtlich weiterer Ereignisse nach dem Abschlussstichtag verweisen wir auf die Ausführungen der Gesellschaft im Lagebericht, insbesondere unter Punkt "3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht". 4. Ergebnisverwendung Der Geschäftsführer schlägt der Gesellschafterversammlung vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Wilkau-Haßlau, den 8. März 2024 gez. Lutz, Gentsch, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023
ErgebnisverwendungsbeschlussFeststellungsbeschluss Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 28. März 2024 festgestellt. BestätigungsvermerkDer Jahresabschluss zum 31.12.2023 ist nach § 327 HGB verkürzt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde folgender uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die PROTOMASTER GmbH, Wilkau-Haßlau Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der PROTOMASTER GmbH, Wilkau-Haßlau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PROTOMASTER GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 (3) S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben die gesetzlichen Vertreter die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfangund die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dresden, 15. März 2024 BÖHRET
SEHMSDORF GmbH
gez. Rico Schmidtgen, Wirtschaftsprüfer gez. Michael Böhret, Wirtschaftsprüfer |
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