Buch und Schätze Vermögensverwaltung GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Volker Schuster seit 5.3.2026 | Geschäftsführer |
Ralf Peter Georg Fischer seit 18.9.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 31.25% | |
| 31.25% |
| Name | Anteil |
|---|---|
BS Buch & Medien Vermögensverwaltung GmbHEigenbeteiligung | 37.50% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SDP Sachsendruck GmbHPlauenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens Die SDP Sachsendruck GmbH ist im Handelsregister unter HRB 30282 beim Amtsgericht Chemnitz eingetragen. Der Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung von Druckprodukten aller Art. Am Firmensitz in 08525 Plauen, Paul-Schneider-Str. 12, erfolgt die Produktion. 100-%ige Gesellschafterin der SDP Sachsendruck GmbH ist die BS Buch & Medien Vermögensverwaltung GmbH (ehemals Lieblingsdrucker GmbH) in Berlin. Am 09.01.2024 erfolgte die Umfirmierung der Lieblingsdrucker GmbH in die BS Buch & Medien Vermögensverwaltung GmbH. Das Stammkapital beträgt € 25.000,00. Geschäftsführer ist Herr Ralf Fischer, der alleinvertretungsberechtigt ist. Die SDP Sachsendruck GmbH hat keine wesentlichen Beteiligungen an anderen Unternehmen und es gibt auch keine weiteren Niederlassungen oder Betriebsstätten. Das Unternehmen wurde im Juni 2015 gegründet. Vorgänger war die Sachsendruck Plauen GmbH, eine mittelständische Traditionsdruckerei mit Gründung im Jahr 1643. Hauptgeschäftsfelder sind die Pappebuchproduktion und der Online-Druck. 2. Darstellung des Geschäftsverlaufs und Rahmenbedingungen 2.1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft in Deutschland im Jahr 2023 Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 4. Quartal 2023 gegenüber dem 3. Quartal 2023 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3 % gesunken. "Damit hat die deutsche Wirtschaft das Jahr 2023 im Minus beendet. Im Schlussquartal bremsten die rückläufigen Investitionen die Konjunktur. In den ersten drei Quartalen stagnierte das BIP noch weitestgehend, begleitet von anhaltend schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Für das gesamte Jahr 2023 haben die neuesten Berechnungen den Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3 % zum Vorjahr (kalenderbereinigt -0,1 %) bestätigt. Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ging im Dezember gegenüber dem Vormonat um 1,6 % zurück, womit es zum Jahresende nochmal zu einem merklichen Dämpfer kam. Sowohl Industrie als auch Baugewerbe verringerten ihren Ausstoß (-1,5 % bzw. -3,4 %). Der Bereich Energie hingegen meldete erneut ein deutliches Plus (+4,1 %). Die Wirtschaftszweige innerhalb der Industrie entwickelten sich sehr unterschiedlich: Der Bereich Kfz und Kfz-Teile konnte mit +4,0 % kräftig zulegen. Auch die Herstellung von Metallerzeugnissen (+0,8 %) sowie von pharmazeutischen Erzeugnissen (+4,7 %) wurde ausgeweitet. Der Maschinenbau (-1,6 %) und die Herstellung elektrischer Ausrüstungen (-3,5 %) gingen dagegen zurück. Auch bei der Herstellung chemischer Erzeugnisse stand am Jahresende ein kräftiges Minus (-7,6 %). Die energieintensiven Industriezweige insgesamt, zu denen neben der Chemie unter anderem die Bereiche Glas, Glaswaren und Keramik sowie Metallerzeugung und -bearbeitung gehören, stellten 5,8 % weniger her als im Vormonat. Insgesamt lag die Produktion im vierten Quartal 2023 um 1,8 % unter der des dritten Quartals. Eine Trendwende zeichnet sich noch nicht ab, auch wenn sich das ifo Geschäftsklima für das Verarbeitende Gewerbe zuletzt stabilisierte. Erst im weiteren Jahresverlauf 2024 dürfte eine binnenwirtschaftlich getragene Erholung einsetzen. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel die Inflationsrate für 2023 damit geringer aus als im Jahr zuvor. Sie hatte im Jahr 2022 noch bei +6,9 % gelegen. Sie ist mit knapp 6 Prozent aber weiterhin auf einem hohen Stand. Beispielsweise verteuerten sich Nahrungsmittel im Jahresdurchschnitt 2023 besonders stark um 12,4%. 2.3. Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 Zum Jahresende 2023 verzeichnete das saison- und kalenderbereinigte Geschäftsklima der deutschen Druck- und Medienbranche einen leichten Rückgang. Während die Geschäftsaussichten für die nächsten 6 Monate merklich zurückgingen, stiegen die Einschätzungen hinsichtlich der aktuellen Geschäftslage leicht an. Der vom Bundesverband Druck- und Medien berechnete Geschäftsklimaindex sank saison- und kalenderbereinigt um 0,7 Prozent im Vergleich zum November 2023 ab. Mit 86,5 Punkten notierte der Index im Dezember rund 1,7 Prozent unter seinem Vorjahresniveau und bildete damit den Jahrestiefstand. Der saison- und kalenderbereinigte Geschäftslageindex verzeichnete im Dezember 2023 einen leichten Zuwachs im Vergleich zum Vormonat und notierte mit 81,9 Punkten rund 0,9 Prozent über dem Wert von November. Damit lag der Index mit rund 7,0 Prozent jedoch weiterhin deutlich unter seinem entsprechenden Vorjahresniveau. Mit einem Indexwert von durchschnittlich 81,8 ist die Stimmung in den Geschäftsetagen der Druck- und Medienunternehmen im letzten Quartal des Jahres 2023 damit deutlich eingetrübt und liegt rund 14,3 Prozent unter dem Durchschnitt des ersten Quartals. Ausschlaggebend dafür waren eine konjunkturbedingt schwierige Auftragslage und die ausbleibende gesamtwirtschaftliche Erholung sowie der anhaltende Kostendruck, der die Unternehmen weiterhin zu vergleichsweise hohen Preisen für Druckerzeugnisse zwingt. Die optimistischeren Einschätzungen der Geschäftsentwicklung zu Beginn des Jahres konnten sich somit im Verlauf des Jahres nicht in einer Verbesserung der Geschäftslage manifestieren. 2.4. Die Entwicklung der SDP Sachsendruck GmbH im Geschäftsjahr 2023 Das wichtigste Produkt der SDP Sachsendruck GmbH ist und bleibt das Pappebuch. Hier wurde in 2023 ein geringeres Auftragsvolumen verbucht und somit wurden geringere Erlöse in dem Bereich erzielt. Der Umsatz im Bereich Online ist im Vergleich zum Vorjahr um 26% gestiegen. Dies ist zum Teil durch die Weitergabe der im Jahresverlauf gestiegenen Einkaufspreise für Material, Energie und Transporte bedingt, wir konnten aber hier ein höheres Auftragsvolumen verzeichnen. Neben der wieder gestiegenen Beauftragung von Kunden aus dem Bereich Messewerbung, Gastronomie, Tourismus und Veranstaltungen haben wir auch zunehmend Aufträge im Bereich Buch mit höherer Wertschöpfung als im Akzidenzbereich produziert. Wir führen das unverändert auf folgende Gründe zurück: • ökologische Themen wie kürzere Transportwege, Zertifizierungen z. B. FSC etc. sind durch die Thematisierung der Nachhaltigkeit in der Öffentlichkeit bei den Verlagen verstärkt in den Fokus geraten • regionale Produktionen sind wieder zunehmend mehr gefragt (Made in Germany), zudem gab und gibt es lange und ungewisse Lieferzeiten bei Buchproduktionen in Fernost • zusätzlich zu unserer Produktpalette, die Druck- und Weiterverarbeitungsleistungen beinhaltet, bieten wir seit diesem Jahr auch Dienstleistungen im Bereich Grafikerstellung und -bearbeitung. • verstärkter öffentlicher Auftritt der SDP Sachsendruck GmbH durch aktive Kontaktaufnahme zu potenziellen Kunden und Bestandskunden in Social Media. • der wichtige direkte Kundenkontakt konnte intensiv auf der Frankfurter Buchmesse umgesetzt werden. • Den 07/2022 eingeführten temporären Energiekostenzuschlag in Höhe von 4% wurde aufgrund der gesunkenen Energiepreise wieder gestrichen. Damit erfolgte die direkte Weitergabe der Kostenminderung an den Kunden und damit zum erhöhten Auftragseingang. • Die Zertifizierung des "vegan" Labels wurde für unsere Pappebücher durchgeführt. Damit beabsichtigen wir uns von der Konkurrenz in Osteuropa abzuheben und Kunden, die besonders hohen Wert auf Nachhaltigkeit bzw. ökologischen Charakter legen, zu erreichen. • Im Bereich Online haben wir Verpackungskonzepte optimiert, um die Reklamationsquote durch Transportschäden zu minimieren. • Die Standardisierung im Akzidenz-, Onlinedruck und der dazugehörigen Papierbestellung wurde realisiert. Wir erhalten stabilere und günstigere Einkaufpreise durch Zentralisierung des Materialeinkaufes bei einem unserer Großkunden. Zudem wurden Durchlaufzeiten der Produktion verbessert und die hohe Qualität in der Produktion gewährleistet. • Zielführende intensive Kommunikation mit unseren Lieferanten ermöglichte uns die Verbesserung von Zahlungsbedingungen zu erlangen. • Durch interne Personalentwicklung konnten wir einen Geprüften Industriemeister- Fachrichtung Printmedien - Bachelor Professional in Print qualifizieren, der die Prozesse rationalisiert und modernisiert. • Die Zentralisierung der IT-Sicherheit im Unternehmen verbesserte die Effizienz als auch die Effektivität der Sicherheitsmaßnahmen (Kontrolle/Ressourcennutzung/einheitliche Standards/verbesserte Compliance/Reaktionsfähigkeit). Das Planungsergebnis 2023 in Höhe von T€ 870,8 wurde knapp verfehlt. Es gelang der Abbau des Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages in Höhe von T€ 784,3 um die Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu sichern. 3. Darstellung der Lage des Unternehmens 3.1. Die Ertragslage Die Gesamtleistung konnte in 2023 um T€ 607,4 (3,2%) gesteigert werden. Die Materialaufwendungen sind um T€ 53,3 (4,5%) gestiegen. Die Personalaufwendungen sind um T€ 36,7 (0,8%) gestiegen. Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Stromkosten sind um T€ 435,3 (53,4%) gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich insgesamt um T€ 243 (11,8%) verringert. Das EBITDA stieg von T€ 1.299 auf T€ 1.939 im Geschäftsjahr 2023. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 beträgt T€ 784 (Vorjahr Jahresüberschuss T€ 247). 3.2. Die Finanzlage Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt zum 31.12.2023 T€ 886. Der Finanzmittelbestand am 31.12.2023 beträgt T€ 228, im Jahr davor belief er sich auf T€ 47. Die Finanzierung wurde u.a. durch einen Lieferantenkredit (T€ 1.148) gesichert. 3.3. Die Vermögenslage Das Anlagevermögen beträgt 70% der Bilanzsumme. Die Investitionen belaufen sich im Jahr 2023 auf T€ 185. Das Umlaufvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 424 auf T€ 1.767 verringert und entspricht damit 23% der Bilanzsumme. Dem Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von T€ 473 steht nach den Grund sätzen des BFH-Urteils vom 31. Mai 2005 (IR 35/04) der Sonderposten für Investitionszuschüsse (Investitionszuschuss der Sächsischen Aufbaubank) mit T€ 1.039 gegenüber. Weitere T€ 133 Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind mit Rangrücktritt versehen. Die Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.800 (22,4%) auf T€ 6.244 reduziert. 4. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken 4.1. Voraussichtliche, zukünftige Entwicklung Die Geschäftsleitung erwartet für 2024 aufgrund der Auftragslage sowie der Fortführung von Sanierungsmaßnahmen und Einsparungen ein positives Ergebnis von knapp T€ 860. Die Sicherung der Liquidität ist ein zentrales Anliegen, damit die Abarbeitung der Aufträge sichergestellt ist. Dazu gehört die sorgfältige Planung und Überwachung der Ein- und Auszahlungen und die rechtzeitige Identifizierung von Liquiditätsrisiken. Unser Hauptaggregat für die Pappebuchproduktion erhält im März 2024 ein umfangreiches "Retrofit", welches den Austausch der Hardware der Steuerung / Motion Controller sowie des Panels HMI beinhaltet. Damit soll die Maschinenausfallquote minimiert und der reibungslose Produktionsablauf langfristig gesichert werden. Resultierend aus der Qualifizierung eines Mitarbeiters zum Geprüften Industriemeister- Fachrichtung Printmedien - Bachelor Professional in Print planen wir Verbesserungsprozesse zur erhöhten Nutzung der digitalen Möglichkeiten der Druckvorstufe. Vorteile sind die Reduzierung der Durchlaufzeiten, Automatisierung und Fehlervermeidung durch händisches Eingreifen. - Optimierung des Datendurchlaufes - Mehr Standardisierung und Vereinfachung der Prozesse - "WebApproval" mit dem Endkunden - Verbindung von JDF-Daten mit der WTV Die Sicherung und Gewinnung von Fachkräften insbesondere für die buchbinderische Weiterverarbeitung steht auch 2024 im Mittelpunkt, damit ein weiteres Wachstum insbesondere in den margenstarken Segmenten Pappebuch und Hardcoverbuch gewährleistet werden kann. Mitarbeiterwerbung in sozialen Medien, Teilnahme an Berufsausbildungsmessen und Flyerverteilaktionen sollen das öffentliche Interesse an offenen Stellen im Unternehmen wecken. 4.2. Die Chancen Unsere Branche ist recht robust. Sie trotzt den Coronanachwirkungen, dem Ukrainekrieg, Rezessionsszenarien und der Energiekrise. Druckprodukte werden geordert, weil sie zwingend gebraucht werden, gesetzlich vorgeschrieben sind, informieren, Spaß machen, für Umsatz, Marktanteile, Einschaltquoten, Käufer, Wähler, Gäste, Mieter, Nutzer oder Besucher sorgen. Mit unserer modernen Technik im Druck und in der Druckweiterverarbeitung können wir seit 2020 hocheffizient produzieren und sind wettbewerbsfähig auf höchstem Niveau. Z. B. im Bereich Wimmelbuch können wir uns durch das großformatige Pappebuch von der Konkurrenz abheben. 4.3. Die Risiken Der Gesetzgeber verpflichtet uns, auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, hinzuweisen. Zur Identifikation und Bewertung dieser Risiken arbeiten wir im Unternehmen mit einem Kontroll- und Risikomanagementsystem, es ist Bestandteil der Unternehmensplanung. Die SDP Sachsendruck GmbH ist nach wie vor bilanziell überschuldet. Das Eigenkapital ist aufgebraucht und es besteht zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 ein Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von T€ 472,8. Die Liquiditätslage entspannt sich zunehmend, die Finanzierung erfolgt über Bankdarlehen, Gesellschafterdarlehen, Darlehen Dritter sowie einen Lieferantenkredit, der formal kurzfristig ist. Die Aufgabe dieses Kontrollsystems ist es, Risiken und Chancen effektiv zu steuern sowie sicherzustellen, dass die Vermögenswerte des Unternehmens abgesichert sind, die Finanzberichterstattung transparent und verlässlich ist, Geschäftsprozesse funktionieren und wirtschaftlich sind und Gesetze und Vorschriften eingehalten werden. Im Ergebnis bedeutet es, dass das Unternehmen "unter Kontrolle" ist. Sich dem Markt permanent anzupassen, braucht Unternehmermut, Kraft, Kompromissfähigkeit und Flexibilität. Das fällt nicht immer leicht, wenn man sieht, welche Knüppel dem Mittelstand und unserer Branche zwischen die Beine geworfen werden: "Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz"- nicht nur ein Wortungeheuer, sondern auch ein ungeheurer und realitätsferner Bürokratismus. Wir rechnen fest mit der Wiederherstellung eines positiven Eigenkapitals im Jahr 2024. Unsere bewährten Lösungen: schnelle, gut überlegte unternehmerische Entscheidungen, die zielgerichtet auf die jeweils neue Situation abgestimmt sind und operativ, taktisch und strategisch zum Erfolg führen, behalten wir bei.
Plauen, den 15. Mai 2024 Ralf Fischer, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wurde von den Grundsätzen der Unternehmensfortführung ausgegangen (Going-Concern-Prinzip, § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen (von 3 bis 5 Jahren) vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen (Zwischen 3 und 15 Jahren) vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis € 800,00 werden im Geschäftsjahr sofort abgeschrieben. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstprinzips (Durchschnitt doer Einkaufspreis). Die Vorräte an Heizöl wurden nach dem Fifo-Prinzip bewertet. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zum Nominalwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde dadurch Rechnung getragen, dass eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf die Nettoforderungen (ohne einzelwertberichtigten Fordrungen) gebildet wurden. Sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel wurden mit ihrem Nennwert oder dem beizulegenden Wert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert bewertet. Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wurde aus handelsrechtlichen Grundsätzen als passiver Ausgleichsposten für bezuschusste Anlagegüter gebildet. Die Auflösung erfolgt ab dem Zeitpunkt der Aktivierung, beginnend ab dem Jahr 2019, korrespondierend zur Abschreibung über die betriebliche Nutzungsdauer. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Der Ansatz der Verbindlichkeiten inklusive erhaltene Anzahlungen erfolgte zum Erfüllungsbetrag. Angaben zur Bilanz Der Anlagenspiegel ist als Anlage diesem Anhang beigefügt Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen aus Steuern (Umsatzsteuer, Vorsteuer im Folgejahr abziehbar, Ertragsteuern) in Höhe von T€ 49,4. Die Forderungen haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Pensionsrückstellungen Die Berechnung der Pensionsrückstellungen für die beitragsorientierte Leistungszusage erfolgte in Höhe der Rückdeckungsversicherung. Der Wertansatz der Zusage nach HGB entspricht dem Zeitwert der Rückdeckungsversicherung. Bei der Anwartschaft unter der "Deferred Compensation"-Vereinbarung ist die Rückstellung für die Handelsbilanz aufgrund der Kongruenz durch den beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherung bestimmt und gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB sind beide Werte zu saldieren. Gemäß § 246 Abs. 2 HGB wurden Pensionsrückstellungen als Schuldwert mit dem korrespondierenden Zeitwert aus der Rückdeckungsversicherung verrechnet, da dieses aufgrund von Verpfändungen an die versicherten Personen (den Arbeitnehmern) dem Zugriff aller Gesellschaftsgläubiger entzogen wurde. Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Daraus ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung (€ 0) Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von T€ 0. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeitenspiegel: Restlaufzeiten gemäß § 268 Abs. 5 und § 285 Nr. 1a HGB
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter i.H.v. T€ 133,2 (Vorjahr T€ 166,6). Die Restlaufzeit der Verbindlichkeit gegenüber Gesellschafter von mehr als 1 Jahr beträgt T€ 99,9. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Bürgschaften sowie Mithaftungen des Gesellschafters abgesichert. Enthaltene Darlehen in Höhe von T€ 3.758,6 sind mit durch Dritte übernommene Grundschuld, Rangvorbehalt für Grundpfandrechte, Rangrücktrittsvereinbarungen, Sicherungsübereignung und Bürgschaft abgesichert. In den Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 0 enthalten. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. In den Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen ist ein Lieferantenkredit enthalten (T€ 1.148,7). Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse bestehen im Berichtsjahr nicht. Sonstige finanziellen Verpflichtungen
Zwischen der Handels- und Steuerbilanz besteht eine Abweichung in Höhe von T€ 110 aus dem Wertansatz der Pensionsrückstellung sowie durch die steuerliche Auflösung des Investitionsabzugsbetrages nach § 7g EStG. Das bewirkt passive latente Steuern in Höhe von T€ 34,5. Die Gesellschaft hat von der Pappbuch BMFK Plauen GmbH gewerblich genutzte Räume und Grundstücke angemietet. Nachtragsbericht Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind folgende Vorgänge von Bedeutung, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, eingetreten: - Der in 2020 vor allem durch die Corona Krise entstandene Nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag in Höhe von T€ 1.390 hat sich in 2021 um T€ 114 auf T€ 1.504 erhöht. - Mit dem Geschäftsführerwechsel am 28. August 2020 sollte ein Sanierungskonzept erarbeitet werden, mangels geeignetem kaufmännischen Personal hat sich dies stark verzögert und konnte erst am 31. März 2022 abgeschlossen werden. - Erste positive Auswirkungen hat das Sanierungskonzept gezeigt. So konnte der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag im Jahr 2022 auf T€ 1.257sowie in 2023 auf T€ 473 verringert werden. Die Liquiditätslage hat sich etwas entspannt, die Finanzierung erfolgte aber weiterhin hauptsächlich mittels Lieferantenkredit, Bankdarlehen und Darlehen Dritter bzw. Gesellschafterdarlehen. - Der Ukraine-Krieg mit seinen Folgewirkungen wie Inflation und Energiekrise sowie geopolitischen Spannungen haben nach wie vor nicht abschätzbare weitere Auswirkungen auf die SDP Sachsendruck GmbH. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 114 (Vorjahr 132) Arbeitnehmer beschäftigt, davon 90 gewerblich und 24 Angestellte, hinzukommen 1 Geschäftsführer, 3 Auszubildende und 4 Aushilfen.
sonstige Berichtsbestandteile
Plauen, 02. April 2024 gez. Ralf Fischer, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 03.06.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die SDP Sachsendruck GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SDP Sachsendruck GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SDP Sachsendruck GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Nachdem vor allem aufgrund der negativen Geschäftsentwicklung als Folge der Corona-Krise im Geschäftsjahr 2020 ein Jahresfehlbetrag von T€ 1.420 entstanden war, der zu einem Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von T€ 1.390 per 31. Dezember 2020 geführt hat, hatte sich dieser per 31. Dezember 2021 auf T€ 1.504 weiter erhöht, konnte aber durch die Jahresüberschüsse 2022 (T€ 247) und 2023 (T€ 784) auf T€ 473 abgebaut werden. Die Liquiditätslage hat sich entspannt, die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt aber weiterhin hauptsächlich durch Fremdfinanzierung über Bankendarlehen, Gesellschafterdarlehen, Darlehen Dritter sowie einen Lieferantenkredit. Letzterer beträgt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 T€ 1.148 und kann jederzeit fällig gestellt werden. Die Geschäftsleitung der Gesellschaft geht gemäß der am 15. Mai 2024 abgeschlossenen Planungsrechnung 2024-2025 von einer positiven Fortführungsprognose aus, die unter den angeführten Prämissen zu einer Wiederherstellung einer positiven Eigenkapitalposition innerhalb der nächsten 24 Monate führt. Die Annahme wird gestützt durch den im Jahr 2023 entstandenen Jahresüberschuss. Wir weisen auf die diesbezüglichen Angaben der Geschäftsführung im Lagebericht 2023 unter 3.1 Ertragslage, 3.2 Finanzlage, 3.3 Vermögenslage und 4.3. Risiken hin. Die Fortsetzung der Unterstützung der Gesellschaft durch alle "Stakeholder" ist nach unserer Auffassung zur erfolgreichen Sanierung der Gesellschaft zwingend notwendig; ein Abweichen von dieser Haltung ist uns nicht bekannt geworden. Da wir die Berichterstattung im Jahresabschluss und im Lagebericht für angemessen halten, haben wir unsere Prüfungsurteile nicht modifiziert. Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhaltes Wir machen auf die Ausführungen im Anhang unter dem Punkt "Sonstige Angaben: Nachtragsbericht" aufmerksam, in denen die auf Entstehung des Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages sowie das am 31. März 2022 fertig gestellte Sanierungskonzept hingewiesen wird. In 2023 hat sich die Liquiditätslage etwas entspannt, der Nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag wurde durch den Jahresüberschuss 2023 (T€ 784) in gleicher Höhe reduziert. Da die gemäß Sanierungskonzept geplanten Ergebnisse nicht in vollem Umfang eingetreten sind, weisen wir darauf hin, dass zwingend Maßnahmen zur Vermeidung der Rechtsfolgen der §§ 17ff InsO bei der Gesellschaft gemäß dem Sanierungskonzept einzuleiten sind. Die Überarbeitung der Planungsrechnung vom 15. Mai 2024 geht von einem kompletten Abbau des Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages in 2024 aus. Wir weisen nochmals ausdrücklich darauf hin, dass der die Finanzierung der Gesellschaft sichernde Lieferantenkredit formal kurzfristig ist. Unser Prüfungsurteil ist diesbezüglich nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Plauen, den 15. Mai 2024 HKMS
Treuhand GmbH Plauen
Michael Köbrich, Wirtschaftsprüfer |
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