Acrolinx Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Britta Mühlenberg seit 23.1.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 3.25% | |
| 1.50% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 37.04% | |
| 32.21% | |
EMH Fund II HoldCo A S.à r.l. | 24.70% |
acrolinx GmbHEigenbeteiligung | 1.30% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
acrolinx GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 20221. Allgemeine Angaben Die Acrolinx GmbH (die "Gesellschaft" oder "Acrolinx") hat ihren Sitz in Berlin und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Berlin - Charlottenburg Nr. HRB 84183. Bei der Acrolinx GmbH handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG, ergänzende Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und trotz der bilanziellen Überschuldung unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt, da ausreichend stille Reserven vorhanden sind. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden / Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Darstellungsstetigkeit zum Vorjahr ist beibehalten worden. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Bilanz Für die Entwicklung des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres verweisen wir auf die Darstellung im Anlagenspiegel. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear um planmäßige Abschreibung vermindert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich aufgelaufener Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer vorgenommen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Bei einer dauerhaften Wertminderung erfolgt die Bewertung zum niedrigeren beizulegenden Wert. Verbundene Unternehmen/Anteilsbesitz
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge in Höhe von 2 % (Vorjahr: 2 %) berücksichtigt. Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen (1.614 TEUR; Vorjahr: 1.437 TEUR) haben 251 TEUR eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vorjahr: 211 TEUR). Es bestehen Forderungen in Höhe von 425 TEUR (Vorjahr: 431 TEUR) gegen verbundene Unternehmen aus internem Verrechnungsverkehr. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Liquide Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive latente Steuern werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Der Überhang der aktiven latenten Steuern resultiert vollumfänglich aus steuerlichen Verlustvorträgen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert. Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach dem § 268 Abs. 5 und § 285 Nr. 1a und b HGB ergeben sich aus dem "Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2022". Die sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von 9.076 TEUR durch Kontopfändungen der deutschen Commerzbankkonten, Globalzession aktueller und künftiger Forderungen sowie durch die Verpfändung der IP-Software Escrow besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen wie im Vorjahr in voller Höhe auf Lieferungen und Leistungen. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern in Höhe von 535 TEUR (Vorjahr: 799 TEUR). Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Gewinn- und Verlustrechnung Die Gesamtumsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
In den Gesamtumsätzen sind Intercompany-Umsätze in Höhe von 918 TEUR (Vorjahr: 713 TEUR) enthalten, ausgewiesen unter Lizenzerlös Drittland in Höhe von 883 TEUR (Vorjahr: 676 TEUR) und Wartung Drittland in Höhe von 35 TEUR (Vorjahr: 37 TEUR). In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 1.179 TEUR sind Erträge aus der Währungsumrechnung von 927 TEUR (Vorjahr: 312 TEUR) enthalten, sowie Erträge aus dem Auflösen von Rückstellungen in Höhe von 93 TEUR (Vorjahr: 3 TEUR) In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 5.564 TEUR sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von 760 TEUR (Vorjahr: 226 TEUR) enthalten. Die unter dem Personalaufwand ausgewiesenen sozialen Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung enthalten Aufwendungen für die Altersversorgung von 73 TEUR (Vorjahr: 60 TEUR). 3. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Gegenüber der Acrolinx North America Inc., Concord, USA, besteht eine laufende Verpflichtung aus einem Geschäftsbesorgungsvertrag für Vertriebsaktivitäten. Die durch den Betrieb dieser Gesellschaft anfallenden Aufwendungen werden durch Acrolinx GmbH kompensiert, welche sich insoweit in den Materialaufwendungen der Acrolinx GmbH widerspiegeln. Die Aufwendungen im Geschäftsjahr 2022 betrugen 11.752 TEUR (Vorjahr: 8.285 TEUR). Gegenüber der Acrolinx Holding GmbH, Berlin besteht eine laufende Verpflichtung aus einem Managementdienstleistungsvertrag. Die zu erbringenden Beratungsleistungen und Managementleistungen durch die Acrolinx Holding GmbH werden durch die Acrolinx GmbH kompensiert, welche sich insoweit in den Materialaufwendungen der Acrolinx GmbH widerspiegeln. Die Aufwendungen im Geschäftsjahr 2022 betrugen 778 TEUR (Vorjahr: 751 TEUR). Sonstige finanzielle Verpflichtungen mit einem Gesamtbetrag von 3.107 TEUR bestehen aus Mietverträgen mit einer festen Laufzeit bis 31. August 2026. Für das Geschäftsjahr 2022 betragen die Aufwendungen 815 TEUR. Weitere nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte bestehen nicht. Arbeitnehmerzahl Die Gesellschaft beschäftigte 2022 im Jahresdurchschnitt 114 Mitarbeiter (1 Azubi, 113 Angestellte) (Vorjahr: 94). Mit Blick auf die Beschäftigtenzahl der Gesellschaft zum Bilanzstichtag ist der überwiegende Teil der Belegschaft, 73 Mitarbeiter, im Bereich Technology beschäftigt, einschließlich des Produktmanagements, Produkt-Strategie und der linguistischen Abteilung. Der Bereich Sales & Marketing wies insgesamt 17 Mitarbeiter auf und in dem Bereich Customer Success, Services und Support waren 14 Mitarbeiter tätig. Auf den Bereich Finance & Administration einschließlich des Managements entfielen 25 Mitarbeiter. Abschlussprüferhonorar Das für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Honorar des Abschlussprüfers braucht nicht angegeben zu werden, da es in die Angaben im Konzernabschluss der Acrolinx Holding GmbH einbezogen wird. Geschäftsführungsorgane Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Inanspruchnahme des § 286 (4) HGB verzichtet. Geschäftsführer der Gesellschaft sind:
Konzernzugehörigkeit Die Acrolinx GmbH wird in den Konzernabschluss der Acrolinx Holding GmbH mit Sitz in Berlin einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis des Unternehmens aufstellt. Der Konzernabschluss wird nicht offengelegt. Nachtragsbericht Mit dem zweiten Nachtrag vom 08./09. Mai 2023 zum Darlehensvertrag mit der Wernsing Food Group, Addrup, wurde der Gesellschaft das Recht eingeräumt, durch einseitige Erklärung gegenüber dem Darlehensgeber bis zum 29. Februar 2024 eine partielle Prolongation von bis zu 50 % (in Summe bis zu 4,50 Mio. EUR) der gesamten, im Mai 2024 zur Rückzahlung fällig werdenden, Darlehenssumme von 9,0 Mio. EUR um 12 Monate zu erwirken. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresfehlbetrag in Höhe von 6.755 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Berlin, 17. Mai 2023 Acrolinx GmbH Die Geschäftsführung Volker Smid Ulrich Callmeier Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2022
Entwicklung des Anlagevermögens 2022
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Acrolinx GmbH entwickelt und vermarktet die gleichnamige Softwarelösung Acrolinx. Die Acrolinx-Plattform hilft Marken, Inhalte mithilfe einer Kl-Plattform für Enterprise Content Governance zu erstellen. Ausgestattet mit einer Sprachtechnologie, ist Acrolinx eine Software-Plattform, die Content "liest" und Schreibende anleitet, ihn zu verbessern. Acrolinx ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von Computerlinguisten auf der Suche nach Lösungen für komplexe Sprachprobleme. Die Anfänge von Acrolinx gehen auf das Labor für Sprachtechnologie des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) zurück. Die Gesellschaft hält jeweils 100 % der Anteile an der Acrolinx North America Inc. mit Sitz in Concord, USA, und der Acrolinx K.K. mit Sitz in Tokio, Japan. Beide Tochtergesellschaften arbeiten ausschließlich im Auftrag der Gesellschaft und fungieren als Vertriebsgesellschaften für den jeweiligen regionalen Markt. Ferner hält die Gesellschaft 100 % der Anteile an der im November 2018 gegründeten Acrolinx Limited mit Sitz in London, Großbritannien, die zum Bilanzstichtag unverändert keinerlei Geschäftstätigkeit ausübte. 1.2. Produktentwicklung Im April 2022 hat Gesellschaft erfolgreich "Content Cube" veröffentlicht. Mit Content Cube ist nun erstmals die Verbindung von Web-Analytics und Content-Insights möglich. Darüber hinaus erlaubt Content Cube, publizierten Web-Content zu monitoren und auf aufkommende Probleme oder fehlende Performance einzugehen. Damit erweitert Content Cube die Gover- nance-Möglichkeiten von Acrolinx beträchtlich. Durch agile Softwareentwicklung konnte Acrolinx bereits in 2022 viele Neuerungen und Verbesserungen bei Content Cube durchführen. Weiterhin hat Gesellschaft mit der WCAG 2.1 Level A Konformität, einem internationalen Standard zur barrierefreien Gestaltung von Internetangeboten des World Wide Web Consortiums, für Barrierefreiheit und mit der ISO 27001 Zertifizierung zwei große und wichtige Anforderungen von Enterprise-Kunden umgesetzt. Auch hier wird die Gesellschaft in Zukunft weiter investieren und z. B. den WCAG 2.1 Level AA Standard in 2023 implementieren. In der Infrastruktur- und Basistechnologie hat das Unternehmen in 2022 begonnen, einen Data Lake zu implementieren. Dieser Data Lake wird die Grundlage zukünftiger Fortschritte bei der Skalierung von Speicher- und Verarbeitungskapazitäten bilden. Zusätzlich ermöglicht diese Technologie auch völlig neue Möglichkeiten der Datenverarbeitung und ist somit Voraussetzung für zukünftige Innovation. 1.3.Mitarbeiter Die Anzahl der fest angestellten Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 2022 betrug 114 Mitarbeiter (Vorjahr: 92). In der Acrolinx-Gruppe waren durchschnittlich 172 Mitarbeiter (Vorjahr: 135) beschäftigt. Mit Blick auf die Beschäftigtenzahl der Gesellschaft zum Bilanzstichtag ist der überwiegende Teil der Belegschaft, 73 Mitarbeiter, im Bereich Technology beschäftigt, einschließlich des Produktmanagements, Produkt-Strategie und der linguistischen Abteilung. Der Bereich Sales & Marketing wies insgesamt 17 Mitarbeiter auf und in dem Bereich Customer Success, Services und Support waren 14 Mitarbeiter tätig. Auf den Bereich Finance & Administration einschließlich des Managements entfielen 25 Mitarbeiter. 1.4. Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr Auch im Geschäftsjahr 2022, dem dritten durch die Covid-Pandemie partiell überschatteten Jahr, konnte das Unternehmen seinen Wachstumskurs fortsetzen. So gelang es der Gesellschaft, mit 29 % Wachstum bei den realisierten Umsätzen gegenüber dem Vorjahr kräftig zuzulegen. Allerdings nährte die Anhebung der Leitzinsen in der ersten Jahreshälfte 2022 in Verbindung mit deutlich erhöhten Preissteigerungsraten die Furcht vor einer weltweiten rezessiven Phase, was insbesondere ab der zweiten Jahreshälfte in einer deutlich gedämpften Investitionsbereitschaft mündete, deren Auswirkungen auch die Gesellschaft zu spüren bekam. So verfehlte die Gesellschaft in puncto Auftragseingänge aus Neuabschlüssen und Erweiterungen bei bestehenden Kunden zum Subscriptions-Modell zum Bilanzstichtag das gesetzte Ziel und konnte in 2022 lediglich 86 % des Vorjahreswerts erreichen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1.Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 4. Quartal 2022 gegenüber dem 3. Quartal 2022 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,4 % gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, war das BIP damit um 0,2 Prozentpunkte niedriger als in der Schnellmeldung vom 30. Januar 2023 berichtet. Die Dynamik der deutschen Wirtschaft hat sich zum Jahresende deutlich abgeschwächt. In den ersten drei Quartalen des letzten Jahres konnte das Bruttoinlandsprodukt trotz schwieriger weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen noch zulegen (+0,8 %, +0,1 % und +0,5 %). Für das gesamte Jahr 2022 haben die neuesten Berechnungen das Wachstum von 1,8 % zum Vorjahr (kalenderbereinigt +1,9 %) bestätigt. Im Vorjahresvergleich war das BIP im 4. Quartal 2022 preisbereinigt 0,3 % höher als im 4. Quartal 2021. Preis- und kalenderbereinigt war der Anstieg mit 0,9 % höher, da weniger Arbeitstage zur Verfügung standen als ein Jahr zuvor. 1 Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, Unterbrechung von Lieferketten, steigende Energiekosten und eine beschleunigte Inflation drohen der Digitalisierung der deutschen Wirtschaft einen Dämpfer zu geben - nachdem die Corona-Pandemie zuletzt noch für einen spürbaren Digitalisierungsschub sorgte. So hat in 94 % der Unternehmen die Digitalisierung zwar durch die Pandemie an Bedeutung gewonnen, aber 95 % erwarten, dass Störungen in den Lieferketten nun die Digitalisierung bremsen werden. 92 % haben diese Sorge aufgrund der hohen Inflationsrate, 78 % wegen steigender Energiekosten und 57 % aufgrund des russischen Angriffs auf die Ukraine. 2 So lautete noch der Ausblick des bitkom zu Beginn der zweiten Jahreshälfte 2022, der sich zu Beginn von 2023 aufhellte: In der Digitalbranche laufen die Geschäfte weiterhin deutlich besser als in der Gesamtwirtschaft und erstmals seit letzten Sommer werden auch die Aussichten wieder überwiegend positiv bewertet. Die aktuelle Geschäftslage der IT- und Telekommunikationsunternehmen liegt im Januar bei 36,4 Punkten und damit 1,2 Punkte höher als noch im Dezember. Die Geschäftserwartungen für die kommenden Monate verbessern sich nach einem kräftigen Anstieg zum Jahresende noch einmal und klettern von -0,6 auf 2,0 Punkte. 3
1
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/02/PD23_070_811.html
2.2. Ertragslage Der Umsatz der Acrolinx GmbH im Berichtsjahr beläuft sich auf 24,043 Mio. EUR und fällt damit um 29 % höher aus als noch im Vorjahr 2022 (18,657 Mio. EUR). In geografischer Hinsicht wurden dabei 83 % (Vorjahr 83 %) der Gesamtumsätze der Acrolinx GmbH im außereuropäischen Ausland, zum überwiegenden Teil im nordamerikanischen Markt, erzielt. Auf Deutschland entfallen 9 % (Vorjahr 9 %) und auf das europäische Ausland 8 % (Vorjahr 8 %) der Gesamtumsätze. Mit Blick auf die Kategorisierung in Umsatzarten ist für 2022 festzuhalten, dass 22,109 Mio. EUR (92 %) aus Lizenzumsätzen, 1,790 Mio. EUR (7 %) aus Umsätzen im Zusammenhang mit Beratungsdienstleistungen sowie 0,144 Mio. EUR (1 %) aus Softwareservice- und -pflegeumsätzen herrühren. Die Aufwendungen für Personal, Fremdleistungen und andere betriebliche Aufwendungen betrugen rund 31,079 Mio. EUR, was zu einem Jahresfehlbetrag von rund 6,755 Mio. EUR führte. Mit einem Gesamtumsatz in Höhe von 24,043 Mio. EUR für die Acrolinx GmbH wurden die für das Geschäftsjahr 2022 gesetzten Erwartungen um lediglich 0,013 Mio. EUR verfehlt, wobei der realisierte Jahresfehlbetrag um 12 % unter dem Niveau des für das Geschäftsjahr vorgesehenen Planwerts lag. 2.3.Liquiditäts- und Finanzlage Der frei verfügbare Finanzmittelbestand der Gesellschaft nahm innerhalb des Berichtszeitraums um 3,386 Mio. EUR auf 4,921 Mio. EUR zum Ende des Berichtsjahres gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt zu (2021: 1,535 Mio. EUR). 2.4. Vermögenslage Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen zum Bilanzstichtag aufgrund ausgeweiteter Geschäftstätigkeit mit 0,838 Mio. EUR leicht über dem Vorjahresniveau (0,705 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen schlossen mit 0,466 Mio. EUR leicht unter dem Wert des vorausgegangenen Bilanzstichtages (2021: 0,589 Mio. EUR) ab. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 2,395 Mio. EUR bewegten sich nahezu auf Vorjahresniveau aus (2021: 2,409 Mio. EUR) und sind zu einem überwiegenden Anteil von 1,860 Mio. EUR (2021: 1,610 Mio. EUR) der Tochtergesellschaft Acrolinx North America Inc. sowie mit 0,535 Mio. EUR (2021: 0,799 Mio. EUR) der Muttergesellschaft Acrolinx Holding GmbH aus zum Bilanzstichtag noch nicht erstatteten Aufwendungen zuzurechnen. Die sonstigen Verbindlichkeiten wiesen einen Wert von 9,335 Mio. EUR (2021: 6,180 Mio. EUR) auf, wovon 9,076 Mio. EUR aus der Aufnahme eines besicherten Darlehns in 2020 und der Ausweitung desselben um 3,000 Mio. EUR in 2022 stammten und 0,259 Mio. EUR aus zum Bilanzstichtag fälligen Verbindlichkeiten aus Lohnsteuern, gegenüber Mitarbeitern und Firmenkreditkarten resultierten. Die sonstigen Rückstellungen wuchsen mit 1,242 Mio. EUR um rund 39 % gegenüber dem Vorjahresniveau an (2021: 0,894 Mio. EUR), wobei der Zuwachs im Wesentlichen im Bereich der personalbezogenen Rückstellungen (erfolgsabhängige Gehälter, Urlaub) sowie der übrigen Rückstellungen (Aufwendungen für ausstehende Eingangsrechnungen) zu verorten war. Die Gesellschaft wies zum Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Jahresfehlbetrag von 15,773 Mio. EUR auf (2021: 14,757 Mio. EUR). Der bilanziellen Überschuldung steht eine positive Fortführungsprognose entgegen, die sich auf eine mittelfristige Mehrjahresplanung des Geschäfts und der Liquidität abstützt. 2.5. Leistungsindikatoren Als SaaS-Anbieter ("Software as a Service") stützt sich die Gesellschaft bei der Steuerung und Analyse ihrer Geschäftsentwicklung auf die für ein SaaS-Unternehmen maßgeblichen Indikatoren. Das sind zum einen die der Umsatzrealisierung vorauslaufenden Auftragseingänge ("Bookings"), die sich in Neugeschäft ("New Subscription Bookings") und Vertragsverlängerungen ("Renewal Bookings") bzw. deren Nichtverlängerung ("Churn") unterteilen. In Bezug auf New Subscription Bookings schloss die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 ein Auftragsvolumen von 4,947 Mio. EUR (Vorjahr: 5,772 Mio. EUR) ab. Das Volumen der Auftragseingänge aus Renewal Bookings erreichte einen Wert von 19,329 Mio. EUR (Vorjahr: 13,517 Mio. EUR), während ein Churn in Höhe von 1,965 Mio. EUR (Vorjahr: 1,106 Mio. EUR) zu verzeichnen war. Zum anderen fokussiert sich die Gesellschaft auf die Entwicklung der vertraglich gesicherten annualisierten monatlichen Umsätze aus dem Subscriptions-Modell ("Annual Recurring Revenues" oder "ARR"). Zum Ende des Geschäftsjahres 2022 erreichte dieser Indikator einen Wert von 24,06 Mio. EUR (Vorjahr: 19,08 Mio. EUR). 3. Chancen- und Risikobericht Die in 2022 einsetzende beschleunigte Inflation, die Leitzinserhöhungen, der andauernde Ukraine-Konflikt, die Furcht vor einer weltweiten Rezession, aber insbesondere auch das Ausklingen der Corona-Pandemie, welche insbesondere unseren Kunden in dem für die Gesellschaft so bedeutsamen Technologie-Sektor jahrelang überproportionale Wachstumsraten beschert hatte, führte ab der zweiten Jahreshälfte zu einer spürbaren Investitionszurückhaltung. So reagierte der Technologie-Sektor zum Jahreswechsel 2022/23 mit Konsolidierungs- und auch Restrukturierungsmaßnahmen, mit denen der Abbau von während der Corona-Pandemie geschaffenen Überkapazitäten einherging und in deren Folge Budgets eingefroren oder verschoben. Das bekam auch die Gesellschaft in Bezug auf die hinter den Erwartungen für 2022 zurückgebliebenen Auftragseingänge für Neugeschäft und Vertragsverlängerungen zu spüren. Die Gesellschaft geht davon aus, dass diese Konsolidierungsmaßnahmen, die der Anpassung an veränderte Marktgegebenheiten dienten, Einmal-Charakter besaßen und sich die Investitionsbereitschaft im Verlaufe von 2023 wieder beleben wird. Die Geschäftsführung schätzt das aus der handelsrechtlichen Überschuldung resultierende Risiko einer Bestandsgefährdung aufgrund entsprechend vorhandener stiller Reserven sowie der positiven Fortführungsprognose unverändert als zu vernachlässigend ein. Die langfristige Finanzierungsstruktur des Unternehmens, die durch die Aufstockung eines in 2020 aufgenommenen Darlehens zu Beginn des Jahres 2022 und durch die im zweiten Quartal 2022 erfolgte Kapitalerhöhung gestärkt wurde, sowie die Planungsannahmen für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 zeigen, dass die Gesellschaft in der Lage ist, ausreichend liquide Mittel aus der Innen- oder Außenfinanzierung zu generieren, um jederzeit ihren finanziellen Verpflichtungen für die folgenden 24 Monate ab Bilanzstichtag nachzukommen, so dass die Geschäftsführung die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft als sichergestellt betrachtet. Die Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation wird fortwährend überwacht und regelmäßig für einen vorausschauenden Zeitraum von 24 Monaten aktualisiert. Die Geschäftsführung geht aufgrund des Vorgenannten von einer als gesichert geltenden positiven Fortführungs- und Fortbestandsprognose aus. Hervorzuheben ist, dass die Gesellschaft auch im gesamtwirtschaftlich als schwierig zu bewertenden Jahr 2022 keine Forderungsausfälle zu verzeichnen hatte und sich überdies das Zahlungsverhalten ihrer Kunden in dieser Zeit nicht merklich verändert hatte. Für die Zukunft lässt dieses somit unverändert auch kein nennenswertes Forderungsausfallrisiko erwarten. Die Fakturierung des überwiegenden Anteils der Umsätze erfolgt in Fremdwährungen, allen voran in US-Dollar. Dadurch unterliegt die Gesellschaft den regulären Marktschwankungen bei den relevanten Wechselkursen. Die Geschäftsführung sieht in der künftig zu erwartenden Marktentwicklung kein Risiko, was als substanziell für die Gesellschaft einzustufen wäre. Zum Bilanzstichtag waren keine Rechtsstreitigkeiten anhängig. Etwaige Gewährleistungsfälle sind für 2023 nicht zu erkennen. Der hohe technologische Standard des Produkts sowie das der allgemeinen Krise in 2022 trotzende Umsatzwachstum bestätigen die Geschäftsführung in ihrer Überzeugung, die Entwicklung des Unternehmens in Richtung einer schlagkräftigen und stark kundenorientierten Organisation weiter voranzutreiben und somit langfristig die Marktattraktivität des Produktportfolios und der Dienstleistungen der Acrolinx GmbH sicherzustellen. Hinsichtlich der allgemeinen technologischen Entwicklung ist das um den Jahreswechsel 2022/23 aufgekommene und rasante Verbreitung findende Thema "Generative AI" hervorzuheben. Zwar existieren mit großen Datenmengen menschlicher Sprache trainierte neuronale Netze (Large Language Model, LLM) bereits seit Längerem, die seit Kurzem verfügbaren, leicht zu nutzenden Kl-basierten Applikationen, mit denen auf scheinbar professionelle und kreative Weise alle möglichen Ergebnisse produziert werden können und die somit ein mächtiges Werkzeug darstellen, das in repetitiven und kreativen Prozessen unterstützen kann, beinhalten jedoch erstmalig das Potenzial, dieser Technologie zum Durchbruch zu verhelfen und auf viele Branchen disruptiv zu wirken. Als Anbieter einer Kl-Plattform für Enterprise Content Governance betrachtet die Gesellschaft diese Entwicklung unzweifelhaft als Chance, da Acrolinx agnostisch in Bezug auf die Quelle von zu prüfenden und optimierenden Inhalten ist und Generative AI insofern lediglich eine weitere Quelle bzw. einen weiteren Autor darstellt. Generative AI lässt für Enterprise-Kunden vielmehr das Erfordernis anwachsen, dass über Algorithmen erstellte Texte auch weiterhin den internen und externen Qualitätsanforderungen an inhaltliche Richtigkeit und Compliance, was auch urheberrechtliche Aspekte und den Schutz von personenbezogenen und sensitiven Daten beinhaltet, gerecht werden. Acrolinx wird ihre Kunden aktiv dabei unterstützen, die Effizienzzuwächse, die Generative AI bei der Erstellung von Content verspricht, nutzbar zu machen und gleichsam sicherzustellen, dass dieser Content qualitätsgeprüft und risikoabgesichert ist. In den Gesellschafterversammlungen und in den regelmäßig stattfindenden Sitzungen des Beirats werden die Gesellschafter von der Geschäftsführung fortlaufend über die wirtschaftliche Situation und über die Risikolage der Acrolinx GmbH informiert. Abschließend geht die Geschäftsführung davon aus, dass das Unternehmen für die Zukunft technologisch gut aufgestellt ist, und sieht der Erreichung der mittel- und langfristigen Ziele in den Folgejahren zuversichtlich entgegen. 4. Prognosebericht Die Geschäftsführung setzte auch in 2022, der konjunkturellen Eintrübung trotzend, konsequent den eingeschlagenen Weg des Wachstums, der Internationalisierung und der Erschließung neuer Geschäftsfelder um. Mit einem abermaligen Umsatzwachstum um 29 % gegenüber dem Vorjahr und einem stetig wachsenden Anteil von mittlerweile 93 % (2021: 93 %) wiederkehrenden, teils langfristig vertraglich gesicherten Umsätzen am Gesamtumsatz schätzt die Geschäftsführung die mittel- und langfristigen Marktaussichten für die Acrolinx-Produkte weiterhin als sehr gut ein und sieht den Folgejahren erwartungsvoll entgegen. Die Acrolinx GmbH wird sich unverändert neben der bekannten Kundenbasis auf Kunden im Marketingumfeld konzentrieren. Die Anbieter von Services im Marketing Content Bereich haben sich in den zurückliegenden Jahren vervielfacht. Mit der Software-Lösung von Acrolinx bietet die Gesellschaft einen wichtigen Beitrag, um die vielfältigen Aufgaben im Marketing-Bereich zu unterstützen. In den einzelnen Vertriebsregionen wird die Acrolinx GmbH durch Direktabschlüsse, aber zunehmend auch durch ein intensiviertes Partnergeschäft, konsequent auch diejenigen Chancen wahrnehmen, die sich durch ein erweitertes Einsatzgebiet innerhalb von Kundenorganisationen außerhalb der angestammten Nutzerbasis und in neuen Zielkundenmärkten, so zum Beispiel im Bereich Pharmaceuticals oder auch Financial Services, auftun. In technologischer Hinsicht konnten in 2022 wichtige Meilensteine, so etwa der Release von "Content Cube", aber auch die ISO-27001-Zertifizierung, erreicht werden, auf denen das Unternehmen künftig in Bezug auf seine Produkt-Roadmap aufbauen kann. Nachdem die in den Vorjahren initiierte Migration von noch im Perpetual- Lizenzierungsmodell angesiedelten Bestandskunden hin zum Subscription-Lizenzierungsmodell in 2022 weitestgehend abgeschlossen werden konnte, was sich auch in dem stetig gesunkenen Anteil an Umsätzen aus Softwareservice- und -pflege widerspiegelt, steht für 2023 die Umsetzung der "Multitenant"-Strategie im Vordergrund, die die Komplexität in der Produktentwicklung reduzieren wird und gleichsam die Tür für technologische Innovationen für unsere Kunden, wie etwa Unterstützung für "Generative Al","Modern Language Processing" oder "Large Scale Checking", weiter aufstoßen wird. Die Geschäftsführung geht mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung davon aus, dass die in der zweiten Jahreshälfte 2022 eingesetzte konjunkturelle Eintrübung auch noch auf 2023 abstrahlen und hier insbesondere die erste Jahreshälfte 2023 beeinflussen wird. Für die zweite Jahreshälfte 2023 rechnet die Geschäftsführung dann mit einer verhaltenen zunehmenden Belebung der Marktentwicklung. Dieser Prognose trägt auch der verabschiedete Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2023 Rechnung, in dem dieser für die erste Jahreshälfte in puncto Kostenbudgets lediglich moderate Zuwächse vorsieht und hinsichtlich der erwarteten Auftragseingänge aus Neugeschäft ("New Subscription Bookings") den Schwerpunkt auf die zweite Jahreshälfte 2023 legt. Sollte der weitere Verlauf von 2023 zeigen, dass eine gesamtwirtschaftliche Erholung in der zweiten Jahreshälfte 2023 nicht zu erwarten steht oder gar durch unvorhersehbare Ereignisse eine weitere Abkühlung droht, wird die Geschäftsführung durch eine angepasste Planung auf diese Entwicklung reagieren. Die verabschiedete wirtschaftliche Planung für das Geschäftsjahr 2023 geht von einem Gesamtumsatz für die Acrolinx GmbH in Höhe von 27,539 Mio. EUR und dadurch einem Umsatzwachstum in Höhe von rund 15 % im Vergleich zum Vorjahresumsatz aus. Auch für 2023 plant die Gesellschaft wieder mit einem Jahresfehlbetrag (-7,115 Mio. EUR), der Ausdruck des fortgesetzten Wachstumspfads ist.
Berlin, 17. Mai 2023 Die Geschäftsführung Volker Smid Ulrich Callmeier Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Acrolinx GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Acrolinx GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Acrolinx GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 17. Mai 2023 Ernst
& Young GmbH
Barnstedt, Wirtschaftsprüfer Rathjen, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 24.05.2023 festgestellt worden. |
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