Marquardt Systronics GmbH
Selbe AdresseHerstellung von elektrischem Installationsmaterial
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Philipp Kasper seit 29.4.2026 | Geschäftsführer |
Tobias Walter seit 27.6.2025 | Prokura |
Björn Twiehaus seit 13.1.2025 | Geschäftsführer |
Jochen Schweickhardt seit 14.5.2024 | Prokura |
Rainer Matern seit 8.11.2021 | Prokura |
Andreas Ackermann seit 7.2.2019 | Prokura |
Thomas Braun seit 28.12.2018 | Prokura |
Ralf Vorwalder seit 28.12.2018 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Marquardt GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Marquardt Lightronics GmbHAmt WachsenburgJahresabschluss zum 31. Dezember 2023Lagebericht 2023MARQUARDT Lightronics GmbHI. Grundlagen des Unternehmens I.1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die MARQUARDT Lightronics GmbH ist eine Produktionsgesellschaft innerhalb der MARQUARDT Gruppe und fertigt Produkte die in anderen Konzerngesellschaften entwickelt wurden und an die Kunden verkauft werden. Die MARQUARDT Gruppe ist ein international aufgestellter Konzern der Automobilzuliefer- und Elektroindustrie. Daneben wird eine Vielzahl von industriellen Anwendungen mit Schaltern und Sensoren aus dem Produktportfolio versorgt. Seit dem Jahr 2021 tritt MARQUARDT auch als Konstrukteur und Hersteller von Automatisierungstechnik am Markt auf. Die Kernkompetenz von MARQUARDT liegt in der optimalen Kombination von mechanischen und elektronischen Komponenten (Mechatronik), ergänzt um softwarespezifische Lösungen. Zum Kundenkreis gehören eine Vielzahl der führenden Automobilhersteller sowie namhafte Hersteller der Elektroindustrie (bspw. für Elektrowerkzeuge oder "Weiße Ware"). Unsere Produkte werden in spezialisierten Entwicklungszentren entwickelt und getestet und anschließend in den weltweit eigenen Fertigungsstätten produziert. Dadurch erreichen wir eine kostengünstige und effiziente logistische Versorgung unserer internationalen Kunden. Aufgrund der hohen Fertigungstiefe, verbunden mit hohem technischen Know-how sowie eigenem Werkzeug- und Betriebsmittelbau, sind wir in der Lage, komplexe und technologisch innovative Produkte mit hohen Qualitätsstandards für unsere Kunden in vergleichsweise kurzer Zeit zu entwickeln und zu produzieren. II. Wirtschaftsbericht II.1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Berichtsjahr wurde die Weltwirtschaft weiterhin vom Krieg in der Ukraine und einer daraus resultierenden Unsicherheit in Bezug auf die weltweite konjunkturelle Entwicklung beeinflusst. Hinzu kamen die auf anhaltend hohem Niveau liegenden Energie- und Rohstoffpreise. Darüber hinaus belasteten die weiterhin hohen Inflationsraten - auch getrieben von den Lohnentwicklungen an den überhitzten Arbeitsmärkten - und die daraus resultierende restriktive Geldmarktpolitik der Notenbanken mit hohen Zinsen die Weltwirtschaft. Mit einem realen Wachstum von rund 2,7% wuchs die Weltwirtschaft in 2023 nochmals schwächer als im bereits von abflachender Dynamik geprägten Vorjahr (3,8%). Der weltweite nominale Güterhandel nahm im Berichtsjahr sogar ab. Regional zeigen sich unterschiedliche Ausmaße der wirtschaftlichen Entwicklung. Ursächlich für die Verlangsamung waren vor allem die fortgeschrittenen Volkswirtschaften. In Westeuropa wuchs die Wirtschaft im Berichtsjahr um lediglich 0,4%. Dies war insbesondere durch zwischenzeitlich zum Teil deutlich erhöhte Energie- und Rohstoffpreise getrieben. Die unter anderem daraus resultierenden hohen Inflationsraten wirkten sich negativ auf die Stimmung der Konsumenten aus. Deutschlands Wirtschaftsleistung schrumpfte sogar um 0,2% im Vergleich zum Vorjahr. Besser lief es im Berichtsjahr in den Volkswirtschaften in Zentral- und Osteuropa. Diese Regionen wiesen ein reales Wachstum um 2,6% auf. In den USA war die Wirtschaft im Berichtsjahr von einem angespannten Arbeitsmarkt und einer restriktiven Geldpolitik der US-Notenbank geprägt. Insgesamt stiegen die US-Wirtschaftsleistungen um 2,4% im Vergleich zum Vorjahr. In Mexiko stieg das Bruttoinlandsprodukt um 3,3% im Berichtsjahr. Die chinesische Wirtschaft profitierte von der Aufhebung der Null-Covid-Strategie durch die chinesische Regierung, so dass die Wirtschaftsleistung im Berichtsjahr um 5,4% wachsen konnte. Indien verzeichnete mit 6,9% ein kräftiges Wachstum. In diesem Umfeld waren die Wechselkurse weiterhin weltweit volatil. Der Euro wertete im Jahresdurchschnitt gegenüber dem USD leicht auf. Auch der Chinesische Renminbi wertete im Jahresvergleich zum Euro ab. Dem entgegen notierte der Mexikanische Peso am Jahresende deutlich stärker als der Euro im Vergleich zu Beginn des Jahres. Die oben beschriebenen Rahmenbedingungen prägten auch die Entwicklung des weltweiten Automobilmarktes im Berichtsjahr. Beeinflusst wurde dieser neben fiskalpolitischen Maßnahmen von der konjunkturellen Situation in den einzelnen Regionen. Vor allem die gestiegene Fahrzeugverfügbarkeit sorgte dafür, dass der weltweite Pkw-Markt im Vergleich zum schwachen Vorjahresniveau zwar wieder deutlich gestiegen ist, aber immer noch deutlich unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie liegt. In regionaler Betrachtung entwickelte sich der europäische Absatzmarkt für Pkw am stärksten. In Westeuropa stiegen die Neuzulassungen um 13,8%, in Zentral- und Osteuropa sogar um 23,6%. In Nordamerika stiegen die Verkaufszahlen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen um 13,1% im Vergleich zum Vorjahr. Deutlich schwächer entwickelte sich die Region Asien-Pazifik mit einem Wachstum des Pkw-Marktvolumens um 6,6% im Berichtsjahr. Hierbei entwickelte sich Indien mit einem Wachstum von 9,9% besser als China (5,5%). Die weltweite Nachfrage nach mittelschweren und schweren Lkw stieg deutlich, was zum Großteil auf die Erholung in China nach dem Ende der dortigen Null-Covid-Strategie zurückzuführen ist. Der weltweite Markt für industrielle Anwendungen für unsere Schalterprodukte ist unmittelbar mit der allgemeinen konjunkturellen Lage und Stimmung verbunden. Diese Märkte sind somit ebenfalls von den Auswirkungen der weltweit hohen Inflationsraten und der negativen Konsumstimmung betroffen. II.2. Geschäftsverlauf Die Marquardt Lightronics GmbH konnte einen Umsatzanstieg in Höhe von 7,0 Mio. EUR (37,8%) gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr 25,5 Mio. EUR verzeichnen. Für das Jahr 2024 sieht die Planung eine erneut stark steigende Umsatzentwicklung vor. II.3. Lage II.3.a. Ertrags- und Finanzlage Das sich in der Hochlaufphase befindliche Werk weist erwartungsgemäß bei einer Gesamtleistung von 25,7 Mio. EUR hohe Anlaufverluste aus. Bei einer Bilanzsumme von 80,2 Mio. EUR zeigt die Bilanz einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 24,5 Mio. EUR, welcher wiederum durch eine Rangrücktrittsvereinbarung mit der Muttergesellschaft gedeckt ist. II.3.a.1. Investitionen Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen erreichten ein Volumen von 7,1 Mio. EUR nach 8,4 Mio. EUR im Vorjahr. Projektinvestitionen für unsere Zukunftsprojekte sowie Investitionen zur Optimierung der betrieblichen Abläufe wurden weiter konsequent getätigt. Hierfür wurde eine Vielzahl von Maschinen, Werkzeugen und Vorrichtungen angeschafft. Die Finanzierung der Investitionen wurde aus den laufenden Abschreibungen und Darlehen von der Muttergesellschaft gedeckt. II.3.a.2. Produktion Aufgrund der seit Gründung der Gesellschaft hohen Investitionstätigkeit sind die Produktionseinrichtungen auf modernem Stand und ermöglichen eine rationelle und flexible Fertigung. Dadurch können günstigere Prozess- und Fertigungskosten realisiert werden. II.3.a.3. Mitarbeiter Die Zahl der Mitarbeiter stieg im Vergleich zum Vorjahr um 56,5% auf 169 (+61). Ein hoher Anteil von Gehaltsempfängern ist Ausdruck unserer komplexen und anspruchsvollen Produkte mit einem hohen Elektronik- und Softwareanteil, die entsprechend qualifizierte Mitarbeiter in den produktionsbegleitenden Bereichen bedingen. Nur mit solch einem qualifizierten Mitarbeiterstamm können wir unsere Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit auf Dauer sichern. Dementsprechend haben wir auch unser Weiterbildungsprogramm weiter fortgesetzt und im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich intensiviert. Der Personalaufwand inklusive der Zahlungen für Zeitarbeiter und der freiwilligen sozialen Aufwendungen ist gegenüber dem Vorjahr überproportional um 48,1% gestiegen. Bei einer um 29,0% gestiegenen Gesamtleistung ist dies der anhaltend starken Wachstumsphase der Gesellschaft geschuldet. II.3.b. Vermögenslage Die Vermögenslage unserer Gesellschaft ist stabil. Langfristig gebundenes Vermögen des Anlagevermögens ist zu 100% durch langfristige Darlehen von verbundenen Unternehmen finanziert, so dass keinerlei Risiken aus der Fristenkongruenz bei der Finanzierung des kurz- und langfristigen Vermögens vorhanden sind. II.4. Finanzielle Leistungsindikatoren Zur internen Unternehmenssteuerung verwenden wir verschiedene Relationen im Vergleich zum Umsatz bzw. Gesamtleistung. Die wesentliche Kennzahl ist die Gesamtleistungsrendite, das heißt das Verhältnis des Betriebsergebnisses zur Gesamtleistung. Für das Jahr 2023 wurde aufgrund der Hochlaufphase des Werks mit einer negativen Rendite geplant, was mit einer realisierten Gesamtleistungsrendite im Jahr 2023 von -37,9% (Vorjahr -49,3%) aber unter unseren Erwartungen liegt. Eine weitere wesentliche Kennzahl ist der Personalwertschöpfungsfaktor aus dem Rohertrag in Relation zur Gesamtleistung. Hier verzeichneten wir eine Verbesserung um 53,4% auf einen Faktor von 0,98 nach 0,64 im Vorjahr. Mit den erreichten Werten sind unsere wesentlichen Leistungsindikatoren besser als im Vorjahr aber unter unseren Erwartungen. III. Prognosebericht Die globale Entwicklung der Weltwirtschaft - und somit auch der Automobilmärkte - ist weiterhin genauso mit großen Unsicherheiten verbunden wie auch die Fortentwicklung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Unseren Planungen liegt die Annahme zugrunde, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2024 insgesamt mit verringerter Dynamik wachsen wird. Hier spielen neben dem weiteren Verlauf der Inflation und der daraus resultierenden geldpolitischen Maßnahmen vor allem auch die geo- und handelspolitischen Entwicklungen eine entscheidende Rolle. Hier können sich negative Auswirkungen insbesondere aus den Spannungen zwischen China und den USA ergeben. Risiken sehen wir auch im Russland-Ukraine-Konflikt sowie in den Auseinandersetzungen im Nahen Osten. Für das Geschäftsjahr 2024 ist für Europa von einem vergleichsweise niedrigen Wirtschaftswachstum auszugehen. Belastend wirken hier die immer noch relativ hohen Inflationsraten sowie das vergleichsweise hohe Zinsniveau. Während sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt voraussichtlich verschlechtern wird, ist davon auszugehen, dass das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland nur schwach wachsen wird. Eine ähnliche Entwicklung wie in Europa sehen wir beim Wirtschaftswachstum in den USA. Im Vergleich dazu sollte die Wirtschaftsleistung in Mexiko etwas stärker wachsen. Für Indien erwarten wir ein Wirtschaftswachstum auf relativ hohem Niveau; ebenfalls für China, wobei wir hier davon ausgehen, dass das Wachstum geringer ausfallen sollte als im Berichtsjahr. Die ungünstigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen dürften auch die weltweiten Automobilmärkte belasten, so dass davon auszugehen ist, dass sich die weltweite Pkw-Nachfrage regional uneinheitlich entwickeln sollte und dass diese weltweit nur leicht über dem Vorjahresniveau liegen wird. Insgesamt ist auf den internationalen Automobilmärkten von einer weiter zunehmenden Wettbewerbsintensität auszugehen. MARQUARDT wird trotz der derzeitigen schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen den eingeschlagenen Expansionskurs mit Augenmaß fortsetzen und weiterhin sehr fokussiert die Kostenstruktur optimieren. Die optimierte Organisation von konzernweiten Funktionen in unseren internationalen Standorten wird mit hoher Priorität weiterverfolgt. Aufgrund nationaler und internationaler Investitionen zur Optimierung der Wettbewerbsposition gilt ein besonderes Augenmerk weiterhin dem konservativ ausgerichteten Liquiditätsmanagement. Neben diesen Maßnahmen wird sowohl das operative Geschäft mit Akquisitionen bei bestehenden Kunden als auch das Neukundengeschäft kontinuierlich fortgesetzt. Für das Gesamtjahr 2024 sind dementsprechend Umsatzsteigerungen im mittleren einstelligen Prozentbereich mit verbesserter Ertragslage und stabilen finanziellen Leistungsindikatoren im Vergleich zum Vorjahr geplant. Die ersten beiden Monate des Jahres 2024 zeigen leicht unter Vorjahr und unter unserer Planung liegende Umsätze. Trotzdem liegt das Vorsteuerergebnis der Marquardt Gruppe über unseren Erwartungen. IV. Chancen- und Risikobericht IV.1. Risikobericht Die Erfahrungen aus der Vergangenheit, insbesondere auch in der Finanzkrise 2008/2009 und der Corona-Pandemie-Krise, haben gezeigt, dass unsere strategischen Investitionen im Rahmen der fortlaufenden konzeptionellen Weiterentwicklung unseres Konzerns aufgrund der zunehmenden Internationalisierung, den sich verkürzenden Produktlebenszyklen sowie der Transformation in der Automobilindustrie, richtig sind. Neben der Diversifizierung in unterschiedliche Produktbereiche sowie der Nutzung von Synergien durch eine Funktionalorganisation unterstützen uns verschiedene IT-basierte Softwaresysteme bei der Steuerung des Unternehmens. Diese ermöglichen u.a. zeitnahe Plan-Ist-Vergleiche und Simulationen, um somit schnell auf unterschiedliche Herausforderungen reagieren zu können. Hierzu nutzen wir seit Jahren SAP als vollintegratives ERP-System (Enterprise-Resource-Planning-System), welches alle geschäftlichen Prozesse systemübergreifend über alle Konzerngesellschaften einheitlich abbildet. Produkt- und Umweltschutzrisiken werden durch entsprechende Maßnahmen Rechnung getragen. Hierzu gehört die Zertifizierung des Unternehmens und seiner Tochtergesellschaften nach internationalen Normen sowie eine auf Nachhaltigkeit ausgelegte Unternehmenspolitik. Um Klumpenrisiken bei einzelnen Kunden oder Produkten zu vermeiden, wird kontinuierlich in die Verbreiterung der Kundenbasis wie auch des Produktportfolios investiert. Vereinzelt auftretende Kundenkonzentrationen beziehen sich auf Weltkonzerne mit überschaubaren Ausfallrisiken. Um Ausfallrisiken bei Lieferanten frühzeitig zu erkennen, werden regelmäßige Informationen eingeholt und - wo angebracht - Second-Source-Lieferanten aufgebaut bzw. identifiziert. Dadurch konnte auch im Geschäftsjahr 2023 die Lieferkette kontinuierlich aufrechterhalten werden, so dass die Lieferfähigkeit stets gewährleistet war. Um Unterbrechungen der Lieferketten entgegenzuwirken, arbeitet ein spezialisiertes Critical-Parts-Team intensiv an der Teileversorgung für die MARQUARDT Gruppe. Für mögliche Schadensfälle und Haftungsrisiken sind entsprechende Versicherungen abgeschlossen und in ausreichendem Maße Rückstellungen gebildet. Durch die getroffenen Maßnahmen sind Strukturveränderungen und konjunkturelle Schwankungen frühzeitig erkennbar sowie die finanziellen Folgen anderer kalkulierbarer Risiken zumindest begrenzt. Zur Eindämmung eventueller Währungsrisiken bzw. Preisschwankungen bei Metallpreisen werden bei Bedarf standardisierte Bankprodukte zur Währungsabsicherung eingesetzt. IV.1.a. Branchenspezifische Risiken Branchenspezifische Risiken sehen wir derzeit insbesondere in Abhängigkeit von der Entwicklung der weltweiten Konjunktur sowie der weltweiten Inflationsraten. Sollte sich diese schwächer als erwartet entwickeln bzw. durch unvorhersehbare Faktoren negativ beeinflusst werden, wird sich dies auch auf unsere internationale Kundschaft in der Automobil- und Elektroindustrie sowie andere Abnehmerindustrien auswirken. Solche Faktoren können zum Beispiel negative Konjunkturentwicklungen aufgrund weiter steigender Beschaffungskosten oder Unterbrechungen in den Lieferketten sein. Auch höhere Cyberrisiken sind nicht auszuschließen. Vereinzelte Rückgänge in spezifischen Regionen bzw. bei Kunden erwarten wir, durch die internationale Ausrichtung und unser breites Kundenportfolio, weitgehend kompensieren zu können. Darüber hinaus sehen wir Risiken in der Automobilbranche im Hinblick auf die anhaltend feststellbare Verunsicherung bei den Endkunden in Bezug auf batteriebetriebene Elektrofahrzeuge. IV.1.b. Ertragsorientierte Risiken Ertragsorientierte Risiken der Marquardt Lightronics GmbH, als einem zentralen Produktionswerk innerhalb des MARQUARDT Konzerns, leiten sich aus den Risiken des Gesamtkonzerns ab. In unseren Produktfeldern sind wir seit Jahren etablierten, aber auch neuen Wettbewerbern ausgesetzt. Aufgrund unserer Innovationskraft, der internationalen Ausrichtung unserer weltweiten Entwicklungs- und Produktionskapazitäten sowie aufgrund unserer Qualität gehen wir jedoch davon aus, uns auch weiterhin in diesen anspruchsvollen Märkten behaupten zu können und unsere Marktanteile bei bestehenden, aber auch neuen Kunden verteidigen und weiter ausbauen zu können. Durch neue Kunden und Produkte sowie eine steigende Umsatzentwicklung sehen wir unsere leistungswirtschaftlichen Risiken unverändert zu den Jahren vor der Corona-Pandemie. Herausforderungen sehen wir in anhaltend hohen Rohstoffpreisen sowie in weltweit erhöhten Energiepreisen. IV.1.c. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unserer Unternehmensgruppe sind Liquiditätsrisiken - auch wegen unserer soliden Kundenstruktur sowie nicht ausgeschöpfter Banklinien - derzeit nicht erkennbar. Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, kompensieren wir durch geeignete Sicherungsgeschäfte und Natural-Hedging. Die Liquiditätslage ist gut; die Finanzierung für das laufende Jahr ist bereits gesichert, so dass keine Engpässe zu erwarten sind. Darüber hinaus besteht eine langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Kernbanken. IV.2. Chancenbericht Die Chancen der Marquardt Lightronics GmbH, als einem zentralen Produktionswerk innerhalb des MARQUARDT Konzerns, leiten sich aus den Chancen des Gesamtkonzerns ab. Obwohl wir in den von uns belieferten Märkten bereits eine große Anzahl von Kunden beliefern, haben wir die Chance, weitere namhafte Anbieter in unser Kundenportfolio aufzunehmen. Dazu zählen insbesondere Weltfirmen im asiatischen Raum, aber auch bereits etablierte Kunden, bei denen wir mit weiteren Produktgruppen gelistet werden. Auch der "E-Mobilität" in der Automobilindustrie sehen wir aufgrund unseres Produktportfolios positiv entgegen. Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Basis von nationalen und internationalen Lieferanten zurückgreifen. Durch unsere Internationalität und den lokalen Einkaufsfunktionalitäten ist es uns möglich, kostengünstigere, aber qualitativ hochwertige Lieferanten, zu gewinnen. Der Ausbau internationaler Fertigungskapazitäten ermöglicht eine kostenoptimierte Produktion bei gleichbleibend hoher Qualität nach unseren Standards. IV.3. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir schwerpunktmäßig in der weltwirtschaftlichen Konjunktur und den weltweiten Inflationsraten sowie in einem nach wie vor anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld mit einem herausfordernden Preisniveau. Aufgrund unserer internationalen Standortpräsenz, innovativen und technologisch führenden Produkten, einer breiten Kunden- und Lieferantenbasis, qualifizierten und hochmotivierten Mitarbeitern, verbunden mit einer guten finanziellen Stabilität, sehen wir uns für die Bewältigung künftiger Herausforderungen gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen i. W. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gegen verbundene Unternehmen. Die Fristigkeiten der wesentlichen Forderungs- und Verbindlichkeitspositionen sind zudem zeitlich synchronisiert. Insgesamt wird revolvierend ein ganzheitlicher Liquiditätsplan sowie eine Cash-Flow-Prognose erstellt. VI. Chancen und Risikoprofil im Überblick In der nachfolgenden Tabelle sind die wesentlichen Chancen und Risiken für die MARQUARDT Lightronics GmbH nochmals im Überblick dargestellt und nach Eintrittswahrscheinlichkeit sowie finanziellen Folgen im Jahr 2024 bewertet. Dabei gilt eine Eintrittswahrscheinlichkeit von kleiner 30% als "gering", zwischen 30% und 60% als "mittel" sowie von über 60% als "hoch". Die Bewertung der finanziellen Folgen für das Ergebnis vor Steuern sind in die Kategorien "niedrig" (Auswirkung kleiner 5%), "moderat" (Auswirkung zw. 5% und 20%) sowie "erheblich" (größer 20%) eingeteilt. Die Risiken sind als Bruttorisiken aufgenommen, Maßnahmen und Instrumente zur Risikolimitierung, die wir einleiten bzw. über die wir verfügen, sind dementsprechend nicht enthalten. Die Kombination aus Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichen finanziellen Folgen zeigt je Risikoart bzw. je Chancenkategorie das Gesamtrisiko bzw. das Chancenpotenzial. Chancen- und Risikoprofil
BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023MARQUARDT LIGHTRONICS GMBH, AMT WACHSENBURGAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023MARQUARDT LIGHTRONICS GMBH, AMT WACHSENBURGI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 515263 in das Handelsregister des Amtsgericht Jena eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode verringert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer vermindert. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten für Lohn und Material zuzüglich anteiliger angemessener Gemeinkosten. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Abschreibungen des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren Tageswerten am Bilanzstichtag angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren sind zu Anschaffungskosten aktiviert. Der Ermittlung der Anschaffungskosten liegen gewogene Durchschnittswerte zugrunde; soweit in Einzelfällen niedrigere Wiederbeschaffungspreise vorlagen, wurden diese angesetzt. Fertige und unfertige Erzeugnisse wurden mit den bis zum Bilanzstichtag angefallenen Herstellungskosten bewertet, die Einzelkosten für Material und Lohn sowie angemessene Gemeinkosten umfassen. Soweit der beizulegende Zeitwert am Bilanzstichtag geringer war, wurde dieser der Bewertung zugrunde gelegt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die liquiden Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt. Die Bewertung von Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt zu Anschaffungskosten, bezogen auf den jeweiligen Gesamtbetrag unter Berücksichtigung zeitanteiliger Auflösungen. Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe ihres voraussichtlichen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Bei Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr wurden das Anschaffungskosten- bzw. das Realisationsprinzip außer Acht gelassen. Aufwendungen und Erträge in Fremdwährung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Tages ihrer Entstehung in Euro umgerechnet. III. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist, dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen gegen verbundenen Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 0,00 (i. Vj. EUR 9.403,29) enthalten. Alle Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen und haben, wie auch im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.. Eigenkapital Im Bilanzverlust ist ein Verlustvortrag in Höhe von EUR 24.996.601,53 enthalten. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalverpflichtungen und ausstehende Rechnungen gebildet. Verbindlichkeiten Im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel sind die Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten gegliedert.
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen Sicherheiten in Form der üblichen Eigentumsvorbehalte. Weitere Sicherheiten sind keine gegeben. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 50.000.000,00 (i. Vj. EUR 45.000.000,00) aus Darlehen und in Höhe von EUR 24.361.193,31 (i. Vj. EUR 16.230.392,75) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Alle weiteren Verbindlichkeiten resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Zur Vermeidung einer insolvenzrechtlichen Überschuldung wurde über einen Betrag in Höhe von EUR 25.000.000,00, bei einer Gesamtdarlehenssumme von EUR 50.000.000,00, eine Rangrücktrittsvereinbarung geschlossen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind EUR 95.607,52 (i. Vj. EUR 76.100,24) aus Steuern enthalten. In den passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind erhaltene Fördergelder für Produktionsanlagen sowie sonstige Investitionen in Höhe von EUR 653.306,28 (i. Vj. EUR 573.706,71) enthalten. Diese werden über die Nutzungsdauern der Anlagen in den Folgejahren aufgelöst. Haftungsverhältnisse Am Bilanzstichtag bestanden Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften in Höhe von EUR 303.000,00. Die zugrunde liegenden Bürgschaften bestehen für Forderungen der Zollverwaltung. Die fälligen Verpflichtungen gegenüber diesen Behörden im Zusammenhang mit den Bürgschaften sind zum Stichtag alle erfüllt. Darum wird nicht mit der Inanspruchnahme gerechnet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus erteilten Investitionsaufträgen bestand zum 31. Dezember 2023 ein Bestellobligo von EUR 1.182.700,00. IV. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 223.857,21 (i. Vj. EUR 169.285,70) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 151.497,52 (i. Vj. EUR 175.366,60) enthalten. Finanzergebnis In den Zinsaufwendungen sind EUR 922.711,18 (i. Vj. EUR 683.888,89) Zinsen von verbundenen Unternehmen enthalten. V. SONSTIGE ANGABEN Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr 169 Arbeitnehmer (einschließlich Teilzeitbeschäftigte). Mutterunternehmen Mutterunternehmen nach § 285 Nr. 14 HGB ist die Marquardt GmbH, Rietheim-Weilheim, welche den Verpflichtungen zur Offenlegung nach § 325 Abs. 1 Satz 2 HGB nachkommen wird. Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 10.457.238,68 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust in Höhe von EUR 35.453.840,21 auf neue Rechnung vorzutragen. Geschäftsführung Wolfgang Aicher Jochen Becker
Amt Wachsenburg, den 28. März 2024 gez. Wolfgang Aicher gez. Jochen Becker Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Marquardt Lightronics GmbH, Amt Wachsenburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Marquardt Lightronics GmbH, Amt Wachsenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Marquardt Lightronics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 28. März 2024 Mazars
GmbH & Co. KG
Steffen Rapp, Wirtschaftsprüfer Florian Döttling, Wirtschaftsprüfer Hinweis nach § 328 Abs. 1a HGB Der Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung vom 17.05.2024 festgestellt. |
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