Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 26109
Eingetragen
26.4.2007
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit Werkzeugen und KleineisenwarenGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-Metallhalbzeug
Gegenstand
Groß- und Einzelhandel mit Stahlprofilen mit Zubehör sowie die mechanische Vorbereitung dieser Produkte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Harry Nazario Lopez
seit 2.3.2023
Prokura
Mikhail Voloskov
seit 9.8.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Germany
201.000 €
51.30%
Saint-Jean-de-Luz (Frankreich)
187.180 €
47.80%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

VOL-Stahl GmbH

Dresden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2021

Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

VOL-Stahl versorgt unterschiedliche Industriezweige mit qualitativ hochwertigen Spezialprofilen, die über komplexe Querschnitte verfügen.

Die Profile werden im Werk VOL-Stahl France SAS, dem führenden Produzenten für warmgewalzte Spezialprofile in Frankreich, gefertigt.

Die VOL-Stahl GmbH betreut ihre Kunden weltweit aus der Zentrale in Dresden und der Niederlassung in Hanau.

Wir sind in der Lage, umgehend auf individuelle Kundenwünsche und unterschiedliche Bedarfssituationen einzugehen sowie nach exakten Vorgaben zu fertigen, um zur besseren Wertschöpfung unserer Kunden beizutragen.

Ziele und Strategien

Unser Ziel ist, sich mit der Unterstützung der Hersteller zu dem weltweit führenden Lieferanten von Spezialprofilen zu entwickeln. Dank umfangreichen Produktionsmöglichkeiten unserer Lieferanten sind wir in der Lage, verschiedenste Industrien zu beliefern und somit die Kräfte und Mittel auf den Marktsegmenten zu fokussieren, die langfristige Perspektive bieten und wirtschaftlich attraktiv sind.

Unsere Strategie ist es, unabhängig von Produkt und Branche unsere Kunden bei der Verbesserung ihrer Produkte zu unterstützen. Unser gesammeltes Know-How in der Herstellung von Stahlprofilen und der Werkstoffkunde soll in Erweiterung der Wertschöpfung durch zusätzliche Bearbeitung oder Dienstleistungen umgesetzt werden.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Für VOL-Stahl sind insbesondere die Entwicklungen in den Branchen der wesentlichen Abnehmer relevant. Hierbei handelt es sich um Unternehmen aus den Bereichen Automobilindustrie, Linear- und Antriebstechnik sowie Flurfördertechnik.

Die gesamte weltwirtschaftliche Lage hat sich im Jahr 2021 deutlich erholt, wovon wir als global aufgestelltes Unternehmen in unseren Zielbranchen und weltweit ansässigen Kunden, ebenso profitiert haben. Einzig die im Jahresverlauf auftretende Welle mit der Deltavariante des Corona-Virus, hat zwar nicht wieder in einem Lockdown geendet, aber vor allem die weltweite Logistik und die Versorgungslage der Unternehmen, z.B. mit Microchips oder anderen Bauteilen und Vorprodukten, stark beeinflusst.

Dies führte in der Automobilindustrie, im Maschinen- und Anlagenbau, sowie im Bereich der Flurfördertechnik zu Versorgungsengpässen und somit zu Störungen in der Produktion. Trotzdem konnten im Bereich Automotive stabile Umsätze und im Bereich Flurfördertechnik deutlich höhere Zuwächse erzielt werden. Bei der Automobilindustrie profitieren wir mit unseren Produkten von der Umstellung bzw. Ausweitung im Bereich der E-Mobilität, durch neue Fahrzeugmodelle und Varianten. Ebenso die Flurfördertechnik konnte trotz Logistikproblemen von steigendem Wachstum profitieren, da z.B. der Containerhandel, trotz der Engpässe und Schwierigkeiten im internationalen Warenverkehr, um 2,5% zulegen konnte. Die Umsätze im Bereich der Lineartechnik konnten wir sogar verdoppeln, da die Auftragslage im Bereich des Maschinen- und Anlagenbaus nach wie vor sehr gut und die Investitionsbereitschaft der Unternehmen weiterhin hoch ist.

Wirtschaftliche Lage

Ertragslage

Unsere Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2021 eine den Planansätzen entsprechende stabile Entwicklung genommen. Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2021 war für unser Unternehmen weiterhin positiv.

Der Umsatz inklusive sonstiger betrieblicher Erträge ist um ca. 78 % auf TEUR 59.498 (Vorjahr: TEUR 33.421) deutlich gestiegen. Es wurden sowohl neue Kunden gewonnen als auch das Geschäft mit strategischen Bestandskunden ausgebaut und Qualifizierungen neuer Profile zur Serienreife vorangetrieben. Der Entwicklung der Umsatzerlöse folgend sind im Geschäftsjahr 2021 auch die Materialaufwendungen deutlich um ca. 73 % auf TEUR 51.888 (Vorjahr: TEUR 29.980) gestiegen.

Vermögens- und Finanzlage

Das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 2.709 (Vorjahr: TEUR 2.251) setzt sich im Wesentlichen aus den im Geschäftsjahr 2017 angeschafften Lagersystem- und Krananlagen und einer im Geschäftsjahr 2021 angeschafften Sägeanlage am Standort Hanau zusammen.

Die Bestände an fertigen Erzeugnissen und Waren sind durch eine größere strategische Bevorratung mit Waren zum Ende des Geschäftsjahres 2021 deutlich von TEUR 4.600 auf TEUR 9.237 angestiegen.

Infolge der beschriebenen Umsatzentwicklung ist eine Steigerung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 411 auf TEUR 6.556 zu verzeichnen. Die unternehmensinterne durchschnittliche Debitorenlaufzeit von 30 Tagen liegt deutlich unter dem Branchendurchschnitt.

Der Bestand an liquiden Mitteln beläuft sich auf TEUR 1.253. Auf die Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien konnte im Geschäftsjahr 2021 verzichtet werden.

Das Eigenkapital beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 7.083 (Vorjahr: TEUR 4.829). Die Eigenkapitalquote liegt somit bei 27 % (Vorjahr: 40 %).

Die Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 6.870 auf TEUR 18.228 erhöht. Diese Entwicklung ist insbesondere auf die Zunahme der Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten im Unternehmensverbund zurückzuführen.

Prognosebericht

Das Jahr 2022 war für VOL-Stahl GmbH ebenfalls sehr erfolgreich und durch das Wachstum getrieben. Der Jahresumsatz betrug TEUR 61.370 und es wurde ein vorläufiges Ergebnis wie im Berichtsjahr erzielt. Die gesetzten Ziele wurden erreicht durch die Erweiterung der Produktionskapazitäten für kaltgezogene Profile im Bereich der Linearführungen. Auch die Automatisierung der Produktion und Bearbeitung wurde weiter vorangetrieben, um die Kapazitäten weiter zu erhöhen und unsere Effizienz weiter zu steigern.

Im Jahr 2023 waren die Umsätze durch die Folgen des Ukrainekonflikts betroffen. Die VOL-Stahl GmbH hat die Versorgungskette umgestellt und aufgehört, die Stahlprofile aus Russland zu importieren. Die Umsätze sind in Folge der grundlegenden Änderung des Geschäftsmodells im zweistelligen Prozentbereich gefallen. Trotz der gesunkenen Umsatzerlöse konnte ein Jahresergebnis im deutlich positiven Bereich erzielt werden.

VOL-Stahl hat in 2023 den Transformationsprozess begonnen und die Produktion von warmgewalzten Profilen im leichten und mittleren Gewichtssegment für Automobilindustrie wurden in die Schwesterfirma VOL-Stahl France SAS verlagert. Die schweren warmgewalzten Profile werden von dem Partnerwerk in China bezogen. Für die Aufzugsführungsschienen hat VOL-Stahl GmbH den Produktionsstandort in der Türkei neugegründet. Mit der Umsetzung dieser Strategie wird VOL-Stahl sich vom Distributor zum Hersteller transformieren und ihre Kunden weiterhin mit den Profilen aus eigener Produktion beliefern.

Chancenbericht

Wir sehen für uns viele Chancen mit unseren speziellen Profilen in anspruchsvollen Anwendungsbereichen mit stabilen Margen strategisch weiter zu wachsen. Durch die Investitionen in effizienzsteigernde Produktionslinien und Digitalisierung unserer internen Prozesse erweitern wir unsere Kapazitäten und können unsere Stückkosten senken. Durch eine Erhöhung der eigenen Wertschöpfung können wir zukünftig in der Lage sein, unseren Kunden ein breiteres Spektrum an Produkten zu liefern und so weiteres Wachstum mit steigenden Erträgen zu generieren. Wir können aber weiterhin nicht ausschließen, dass nicht zuletzt aufgrund des Verhaltens des Wettbewerbs die Auftragssituation in einigen Bereichen stagniert.

Im Auslandsgeschäft und einem geografischen Wachstum sehen wir weitere Möglichkeiten, uns für die Zukunft diversifiziert in unterschiedlichen Märkten zu positionieren und durch neue Kunden unser Geschäft breiter aufzustellen.

Durch unsere Veränderung von einem Handelshaus hin zu einem Produktionsunternehmen, mit zusätzlichen Weiterverarbeitungs- und Bearbeitungsmöglichkeiten, sehen wir große Chancen, weitere Produkte mit höherer Wertschöpfung anbieten zu können. Damit können wir auch neue Märkte, neue Kunden, neue Regionen und Branchen erschließen und unser Geschäft diversifizieren. Durch die eigenen Produktionsmöglichkeiten können in einigen Bereichen höhere Margen erzielt werden. Zudem werden wir eine größere Wertschöpfungskette unter unserer eigenen Kontrolle haben, wodurch wir uns technisch und qualitativ weiter entwickeln können.

Risikobericht

Wir sind gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, hinzuweisen.

Das Geschäftsjahr 2022 ist geprägt von politischen Risiken, welche insbesondere durch die Sanktionen gegen Russland im Zusammenhang mit dem Ukrainekonflikt, das Geschäft der VOL-Stahl Gruppe nachhaltig beeinflussen. Durch die Sanktionen erfolgte schrittweise der Stopp bei der Einfuhr von russischen Stahlerzeugnissen.

Die VOL-Stahl Gruppe hat daher einen Transformationsprozess begonnen und entwickelt sich zum Produktionsunternehmen mit neuen Standorten in der Türkei und USA und einem modernen Maschinenpark zur Produktion, Weiterverarbeitung und Bearbeitung von Spezialprofilen aus Stahl in warmgewalzter, kaltgewalzter und kaltgezogener Ausführung.

Wir können dadurch nicht nur unsere weltweiten Umsätze sichern, sondern nach Abschluss der Transformation auch unsere Wachstumsstrategie fortsetzen. Allerdings wird dadurch im Folgejahr das Umsatzwachstum eine geplante Pause einlegen.

Zur Gewährleistung unserer Lieferfähigkeit werden beispielsweise die Lagerkapazitäten und -bestände in Deutschland erhöht. Des Weiteren wird der Anteil der Lieferungen aus unserem Walzwerk VOL-Stahl France SAS in Frankreich zunehmen, die Kapazitäten dort erhöht und in neue Produktionsmöglichkeiten investiert

Die Corona-Pandemie sehen wir für das kommende Jahr nicht weiter als besonderes Risiko, sofern sich die Bedingungen nicht ändern.

Bestandsgefährdende Risiken sind nach unseren Erkenntnissen nicht gegeben.

Grundsätzliche Ertragsrisiken sehen wir darüber hinaus in allgemeinen konjunkturellen Einflüssen sowie in einer sich danach ausrichtenden Preis- und Mengenpolitik des Wettbewerbs. Angesichts dessen lässt sich eine künftige Beeinträchtigung der operativen Ergebnissituation, insbesondere in unserer Sparte Automobilzulieferung, nicht ausschließen.

Im Auslandsgeschäft können weiterhin latente Risiken durch Währungsrisiken, Unterschlagungsrisiken, erhöhte Bonitätsrisiken bei ausländischen Kunden usw. entstehen. Durch entsprechende kaufvertragliche Regelungen werden diese Risiken minimiert.

Aufgrund unserer mittel- und langfristigen Finanzierung sehen wir derzeit keine Zinsänderungsrisiken. Wesentliche Währungsrisiken aus Forderungen an Auftraggeber und Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten und Subunternehmern in fremder Währung sind derzeit nicht vorhanden. Andere Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten sowie rein spekulative Geschäfte gehen wir nicht ein.

 

Dresden, den 18. April 2024

gez. Mikhail Voloskov, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021

AKTIVA

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 2.723.791,14 2.279.780,14
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 14.318,00 28.859,00
II. Sachanlagen 2.709.333,14 2.250.781,14
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 183.862,14 188.982,14
2. technische Anlagen und Maschinen 2.413.079,00 1.748.865,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 112.392,00 165.756,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 147.178,00
III. Finanzanlagen 140,00 140,00
1. Beteiligungen 140,00 140,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 23.920.888,34 9.745.686,62
I. Vorräte 9.236.725,21 4.600.048,62
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 13.430.984,23 4.932.945,41
- davon gegen verbundene Unternehmen: EUR 3.872.657,15 (Vorjahr: EUR 2.450.352,72)
- davon gegen Gesellschafter: EUR 239.355,32 (Vorjahr: EUR 239.355,32)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.253.178,90 212.692,59
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 24.664,33 13.190,92
26.669.343,81 12.038.657,68

PASSIVA

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. EIGENKAPITAL 7.083.181,76 4.828.910,15
I. Gezeichnetes Kapital 372.000,00 372.000,00
II. Gewinnvortrag 4.456.910,15 4.412.926,19
III. Jahresüberschuss 2.254.271,61 43.983,96
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.358.407,38 339.641,68
C. VERBINDLICHKEITEN 18.227.754,67 6.870.105,85
- davon Verbindlichkeiten gegen Kreditinstitute: EUR 1.000.000,00 (Vorjahr: EUR 200.000,00)
- davon aus Steuern: EUR 347.210,91 (Vorjahr: EUR 8.882,57)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 9.047,42 (Vorjahr: EUR 17.036,74)
26.669.343,81 12.038.657,68

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2021

2021
EUR
2020
EUR
1. Rohergebnis 7.609.699,04 3.440.758,91
2. Personalaufwand -1.638.601,55 -1.286.332,95
a) Löhne und Gehälter -1.356.896,28 -1.093.452,93
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -281.705,27 -192.880,02
- davon für Altersversorgung: EUR 17.544,49 (Vorjahr: EUR 24.206,85)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -254.464,86 -247.320,58
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -2.262.166,92 -1.779.205,39
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 83.672,20 73.505,58
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 53.844,23 (Vorjahr: EUR 41.638,15)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -163.522,42 -130.106,50
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.113.541,78 -20.682,99
8. Ergebnis nach Steuern 2.261.073,71 50.616,08
9. sonstige Steuern -6.802,10 -6.632,12
10. Jahresüberschuss 2.254.271,61 43.983,96

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2021

Vorbemerkung

Von den Offenlegungserleichterungen gemäß § 327 HGB wurde Gebrauch gemacht.

I. Allgemeine Angaben

Die VOL-Stahl GmbH mit Sitz in Dresden wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Dresden unter der Nummer HRB 26109 geführt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 der VOL-Stahl GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften sowie den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Auf die Rechnungslegung finden die Vorschriften für eine mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften §§ 268-274a, 277 HGB und unter Beachtung der Bewertungsvorschriften der §§ 252-256 HGB aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewendet. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Inanspruchnahme von Erleichterungsvorschriften.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss wurden die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen.

Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken sind durch angemessene Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt worden.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert bewertet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Stichtag darstellen.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Sie werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist diesem Anhang als Anlage beigefügt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 9.318 Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 2.718 (Vorjahr: TEUR 1.549) den Liefer- und Leistungsverkehr sowie Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 1.155 (Vorjahr: TEUR 901). Die Darlehensforderungen haben in Höhe von TEUR 240 Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr sowie in Höhe von TEUR 915 Restlaufzeiten von über einem Jahr.

Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen in voller Höhe den Liefer- und Leistungsverkehr mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Verbindlichkeiten

VERBINDLICHKEITEN Restlaufzeit bis zu einem Jahr
TEUR
Restlaufzeit über fünf Jahre
TEUR
gesamt
TEUR
31.12.2021 15.490 1.288 18.228
(Vorjahr) (5.610) (1.260) (6.870)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen vollständig Darlehen einschließlich Zinsen.

Als Sicherheiten für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dient eine Buchgrundschuld auf dem Betriebsgrundstück in Höhe von TEUR 800 sowie die Sicherungsübereignung des Material- und Warenlagers und der Vorräte nebst Abtretung aller Ansprüche aus zugehörigen Versicherungen.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten resultiert ein Teilbetrag in Höhe von TEUR 722 aus der Finanzierung eines Mietkaufobjekts. Das zivilrechtliche Eigentum an dem Mietkaufobjekt geht erst am Ende der Mietzeit auf die VOL-Stahl über.

IV. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 24.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte gem. § 285 Abs. 3 HGB

Zur Verbesserung der Liquidität werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an eine Factoring-Gesellschaft übertragen, welche das Delkredere-Risiko übernimmt. Dementsprechend sind diese Forderungen nicht in der Bilanz ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag beträgt der Betrag der an die Factoring-Gesellschaft übertragenen und noch nicht bezahlten Forderungen TEUR 11.265.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen finanzielle Verpflichtungen wie folgt:

TEUR
Mietverpflichtungen: 1.790

Davon bestehen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.704 gegen verbundene Unternehmen.

Geschäftsführung

Zum Geschäftsführer im Berichtsjahr war bestellt:

Mikhail Voloskov, Kaufmann/Geschäftsführer

Forderungen an Geschäftsführer

Gegen den Geschäftsführer bestehen zum Bilanzstichtag Forderungen aus Verauslagungen in Höhe von TEUR 69.

Anteilsbesitz an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Die VOL-Stahl GmbH hält Beteiligungen an:

Name und Sitz Anteil
(in %)
Eigenkapital zum 31.12.2021
(TEUR)
Jahresergebnis 2021
(TEUR)
OOO Vol-Steel Rus, Moskau, Russland 100,00 0,09 7,0

Nachtragsbericht

In Bezug auf die potenziellen Auswirkungen des Ukrainekonfliktes wird auf die Ausführungen im Lagebericht (Abschnitt "Risikobericht") verwiesen.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.254.271,61 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Dresden, den 18. April 2024

gez. Mikhail Voloskov, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand am 31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 87.067,67 5.000,00 7.248,00 0,00 84.819,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 224.822,14 0,00 0,00 0,00 224.822,14
2. technische Anlagen und Maschinen 2.305.681,10 700.753,23 10.256,92 147.178,00 3.143.355,41
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 511.641,58 10.970,20 55.847,21 0,00 466.764,57
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 147.178,00 0,00 0,00 (147.178,00) 0,00
3.189.322,82 711.723,43 66.104,13 0,00 3.834.942,12
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 140,00 0,00 0,00 0,00 140,00
3.276.530,49 716.723,43 73.352,13 0,00 3.919.901,79
Abschreibungen
Stand am 1.1.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 58.208,67 19.535,00 7.242,00 70.501,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 35.840,00 5.120,00 0,00 40.960,00
2. technische Anlagen und Maschinen 556.816,10 176.309,32 2.849,01 730.276,41
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 345.885,58 53.500,54 45.013,55 354.372,57
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
938.541,68 234.929,86 47.862,56 1.125.608,98
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
996.750,35 254.464,86 55.104,56 1.196.110,65
Buchwerte
Stand am 31.12.2021
EUR
Stand am 31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.318,00 28.859,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 183.862,14 188.982,14
2. technische Anlagen und Maschinen 2.413.079,00 1.748.865,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 112.392,00 165.756,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 147.178,00
2.709.333,14 2.250.781,14
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 140,00 140,00
2.723.791,14 2.279.780,14

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die VOL-Stahl GmbH, Dresden:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VOL-Stahl GmbH, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VOL-Stahl GmbH, Dresden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der vom gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den vom gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, den 18. April 2024

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Fischl, Wirtschaftsprüfer

gez. Hofmann, Wirtschaftsprüfer

Auszug aus der Niederschrift der Gesellschafterversammlung vom 20. April 2024:

Beschlussvorschlag:

Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 mit einer Bilanzsumme von EUR 26.669.343,81 und einem Jahresüberschuss von EUR 2.254.271,61 wird von den Gesellschaftern genehmigt und festgestellt.

Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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