inprotec AktiengesellschaftLiquidiert

Neuer Weg 1, 79423 Heitersheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 310771
Eingetragen
26.7.1999
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von Batterien und Akkumulatoren
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: die Entwicklung, die Herstellung, die Veredelung und der Vertrieb von innovativen Feststoffhandelsformen, die Entwicklung, die Herstllung und der Vertrieb von innovativen Verfahren und Komponenten zur Modifizierung von Oberflächen, die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Hochfrequenz-Energieversorgungseinrichtungen und entsprechenden Komponenten sowie die Konzeption, Herstellung und der Vertrieb von Anlagen und Anlagenkomponenten, insbesondere in der Trocknungs-, Vakuumund Automatisierungstechnik. Die mit oben genannten Tätigkeitsfeldern zusammenhängende Entwicklung von Technologien und deren Schutzrechtsanmeldung sowohl zur Eigennutzung als auch zum Verkauf bzw. zur Lizenzierung.

Finanzübersicht

Historie

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Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

inprotec Aktiengesellschaft

Heitersheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

der inprotec Aktiengesellschaft, Heitersheim

Darstellung der Gesellschaft

Die inprotec AG granuliert und trocknet als Lohndienstleister verschiedene chemische Substanzen. Absatzmärkte finden sich vor allem in der Waschmittel- und sonstigen Chemischen Industrie. Ebenso von Bedeutung sind Futtermittelzusatzstoffe und andere Abnehmerbranchen. Der Auslandsanteil ist traditionell bedeutend, wobei der Export überwiegend durch unsere Kunden erfolgt, die weltweit tätig sind.

Gesamtwirtschaftliche Lage

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,7 % höher als im Jahr 2020 (auch kalenderbereinigt). "Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen", sagte Dr. Georg Thiel, Präsident des Statistischen Bundesamtes, bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2021" in Wiesbaden. "Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat", so Thiel weiter. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2021 noch um 2,0 % niedriger.

Im Vergleich zum vorangegangenen Krisenjahr 2020, in dem die Produktion im Zuge der Corona-Pandemie teilweise massiv eingeschränkt worden war, hat sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen erhöht.

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im Verarbeitenden Gewerbe deutlich um 4,4 % gegenüber dem Vorjahr. Auch die meisten Dienstleistungsbereiche verzeichneten gegenüber 2020 merkliche Zuwächse. So nahm die Wirtschaftsleistung der Unternehmensdienstleister, zu denen Forschung und Entwicklung, Rechts- und Steuerberater sowie Ingenieurbüros zählen, um 5,4 % zu. Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe fiel das Wirtschaftswachstum aufgrund der anhaltenden pandemiebedingten Einschränkungen mit einem Plus von 3,0 % etwas verhaltener aus. Lediglich im Baugewerbe, in dem die Corona-Pandemie im Jahr 2020 keine sichtbaren Spuren hinterlassen hatte, ging die Wirtschaftsleistung 2021 gegenüber 2020 leicht um 0,4 % zurück.

Trotz der Zuwächse im Jahr 2021 hat die Wirtschaftsleistung in den meisten Wirtschaftsbereichen noch nicht wieder das Vorkrisenniveau erreicht. So lag die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe 2021 noch 6,0 % unter dem Niveau von 2019. Die sonstigen Dienstleister, zu denen neben Sport, Kultur und Unterhaltung auch die Kreativwirtschaft zählt, waren besonders stark von der anhaltenden Corona-Pandemie beeinträchtigt. Hier lag die preisbereinigte Bruttowertschöpfung 2021 sogar noch 9,9 % unter dem Vorkrisenniveau. Im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit wurde der Rückgang der Wirtschaftsleistung aus dem Krisenjahr 2020 im Jahr 2021 nahezu kompensiert. Das Baugewerbe und der Bereich Information und Kommunikation konnten sich in der Pandemie behaupten und ihre Wirtschaftsleistung im Vergleich zu 2019 merklich steigern.

Entwicklung der Branche

Die inprotec AG ist mit der Fokussierung auf die Wasch-/Reinigungsmittel- und der Futtermittelindustrie tendenziell konjunkturunabhängig aufgestellt. Diese Industrien haben sich auch in der Krise sehr gut entwickelt und haben zu der guten Geschäftsentwicklung der inprotec AG beigetragen.

Auch im Geschäftsjahr 2021 hat sich die weltweite Covid-19 Pandemie auf die Geschäftsentwicklung der inprotec nicht negativ ausgewirkt. Über das gesamte Jahr 2021 waren die Anlagen weitestgehend ausgelastet. Insbesondere das während der Pandemie weiter verbesserte Supply Chain Management unserer Kunden hat dazu geführt, dass in 2021 keine Kampagnen auf Grund fehlender Rohstoffe storniert oder verschoben wurden.

Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2021 konnte erneut eine deutliche Umsatzsteigerung erreicht werden. Mit der Umsatzsteigerung ging ein Anstieg des Einkaufs sowie der Personalkosten einher. Darüber hinaus war das Geschäftsjahr durch deutlich gestiegene Energiekosten und deutlich erhöhte Sondereffekte gezeichnet. Trotzdem konnte das gute Ergebnis aus 2020 deutlich übertroffen werden. Das Ergebnis war vollständig an die Muttergesellschaft im Rahmen des EAV abzuführen.

Lage der Gesellschaft

Die Gesamtleistungsrentabilität auf Basis EBITDA ist im Vergleich zum Vorjahr wieder von 22 % auf 23 % gestiegen. Die Umsatzerlöse haben sich um TEUR 5.526 auf TEUR 44.821 erhöht.

Der Jahresüberschuss liegt nach Anwendung des Ergebnisabführungsvertrags bei 0 T€. Der Cashflow, berechnet als Jahresergebnis vor EAV + Abschreibungen, beträgt 9.129 T€ (Vj. 7.523 T€).

Das Ergebnis vor Gewinnabführung beträgt T€ 4.000 (Vorjahr T€ 2.441).

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um knapp 5,77 % gestiegen. Die Materialaufwandsquote ist mit rd. 30,2 % (i.V. 29,1 %) geringfügig über dem Vorjahr.

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich verändert. Langfristige Anlagen sind fristenkongruent finanziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind überwiegend langfristiger Natur und tragen damit positiv zur finanziellen Stabilität des Unternehmens bei.

Die Finanzlage ist unverändert solide. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und erfolgen grundsätzlich unter Ausnutzung der eingeräumten Skontierung. Forderungen werden innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Freie Liquidität wurde zum Geschäftsjahresende genutzt, um die Tilgungen auf das Darlehen für 2022 bereits vorzeitig zu erbringen.

Die Eigenkapitalquote verringert sich durch die Bilanzsummenerhöhung auf 18 % (Vj. 22 %). Absolut betrachtet bleibt das Eigenkapital durch den Ergebnisabführungsvertrag nunmehr grundsätzlich nahezu unverändert.

Die obigen Kennzahlen dienen auch zur internen Steuerung des Unternehmens.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in Sachanlagen von insgesamt rd. EUR 11,8 Mio. (Vj. € 2,2 Mio.) getätigt.

Der Personalbestand zum Jahresende ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen und betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 274 Mitarbeitende inklusive Vorstand, Auszubildende, Teilzeitkräfte und Aushilfen.

Chancen und Risiken

Die Konjunkturprognosen für das Jahr 2022 werden weiterhin verhalten eingeschätzt. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) sieht die Branche für die Zukunft grundsätzlich gut aufgestellt und geht von einem moderaten Produktionswachstum 2022 aus. Die weiter steigenden Preise werden die Umsätze erhöhen, allerdings gehen die Unternehmen von einem deutlich abgeschwächten Wachstum gegenüber 2021 aus. Aufgrund der zahlreichen Unsicherheiten und der zunehmenden Kostenproblematik wird der Druck auf die Gewinne jedoch weiter zunehmen.

3.a Chancen

Die inprotec AG wird ihren bisher eingeschlagenen Weg, Herausforderungen unserer Kunden mit innovativen Ideen zu lösen, konsequent weitergehen. Darüber hinaus profitieren wir weiterhin von einem Kundenportfolio, das aus international erfolgreichen (Groß-) Unternehmen besteht. In den vergangenen Geschäftsjahren konnten wir mit dem Ausbau unseres Portfolios konsequent weitere zukunftssichernde Marktpotentiale erschließen.

Wir verfügen über ein effizientes Mahnwesen, wesentliche Forderungsausfälle sind keine zu verzeichnen. Rein als Vorsichtsmaßnahme sichern wir bei größeren Beträgen, die nicht gegenüber blue chips sind, die Forderungen durch unsere Debitorenversicherung ab.

Darüber hinaus greifen wir auf der Beschaffungsseite auf solide, qualitätsbewusste, Produktionsfirmen zurück, mit denen wir möglichst langfristige Lieferbeziehungen anstreben. Zur Risikominimierung akquirieren wir zudem neue Lieferanten im selben Segment, die unseren hohen Qualitätsstandards entsprechen.

Durch ein restriktives Kostenmanagement und eine strategische, an der Ertragssituation ausgerichteten Investitionspolitik (Innenfinanzierung), stellen wir jederzeit die Liquidität und Bonität sicher, die regelmäßig an unseren betriebs- und finanzwirtschaftlichen Zielen ausgerichtet wird.

Die größten Chancen sehen wir in unserer Kundennähe, dem Problemlösungs-Know-how und unserer Produktqualität.

3.b Risiken

Für die inprotec AG besteht ein wesentliches Risiko in anhaltenden Preis- und Kostensteigerungen sowohl auf dem Beschaffungs- als auch auf dem Arbeitsmarkt. Die Preissteigerungen der Beschaffungsgüter sind durch Produktivitätsfortschritte im Fertigungsprozess zu nivellieren, dies bedeutet allerdings vor dem Hintergrund steigender Personalkosten und höheren Aufwendungen für Investitionen, eine sehr große Herausforderung im mittelständischen Umfeld.

Um die betrieblichen Risiken zu erkennen, betreiben wir ein sorgfältiges und umfassendes Risiko-Management. Dieser Prozess ist im jährlichen Planungsintervall fest verankert und wird durch geeignete Controlling-Instrumente unterstützt.

Branchenbedingt lassen sich vordergründige Abhängigkeiten von bestimmten Großunternehmen in der Chemie kaum vermeiden. Zur Risikominimierung trägt allerdings der Abschluss von langfristigen Lieferverträgen und die Aufteilung der Produktionsvolumina auf Produktgruppen bei unseren Kunden bei. Gewährleistungsrisiken halten wir, wo nicht versichert, für überschaubar. Prozess- und Produktrisiken werden überwacht und mittels unseres Qualitätsmanagement-System stetig korrigiert und angepasst.

Prognose

Unsere Prognose für das Vorjahr wurden nahezu punktgenau erfüllt. Für das Geschäftsjahr 2022 gehen wir davon aus, Umsatz und Ergebnis weiter signifikant zu steigern.

Dabei setzen wir voraus, dass die möglichen Verwerfungen im finanzwirtschaftlichen Sektor aufgrund der anhaltenden politischen Unsicherheit, insbesondere angesichts protektionistischer Strömungen, aber auch aufgrund der weiterhin latent bestehenden Risiken, die sich u.a. aus der Corona-Pandemie und dem Ukraine-Konflikt ergeben, im Rahmen halten werden.

Für das Geschäftsjahr 2022 sind Investitionen in Höhe von rd. 13,2 Mio. € für Erweiterungs- und Optimierungsinvestitionen geplant.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Das Know-how unserer Mitarbeitenden an beiden Standorten gehört zu unseren wertvollsten Assets. Unsere langjährigen Fach- und Führungskräfte verfügen über große Erfahrung, Kenntnisse und Fertigkeiten. Gemeinsam mit unseren jungen Fach- und Führungskräften ergibt sich eine erfolgreiche Kombination aus Erfahrung, neuem Wissen und Kreativität.

Zudem halten wir die Auszubildendenzahl seit Jahren auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau, mit dem Ziel, unseren eigenen Nachwuchs selber auszubilden und damit dem Problem, qualitativ gute Mitarbeiter am Arbeitsmarkt zu finden, entgegenzutreten.

Forschung und Entwicklung

Die inprotec AG beteiligt sich an verschiedensten Forschungsprojekten. Von großer Bedeutung ist hierbei die Auftragsentwicklung in Zusammenarbeit mit Kunden für spezielle Kundenprojekte der Granulation und Trocknung. Dies ist ein normaler Schritt, bevor ein neues oder größer modifiziertes Produkt bei uns in die Produktion geht. An diesen Kosten trägt der Kunde jedoch ausnahmslos eine Kostenbeteiligung. Dieses Know-how bzw. diese Entwicklungskapazität ist ein wichtiger Wettbewerbsvorteil, der von unseren Kunden auch gesehen wird. Unsere Aufwendungen in diesen Bereichen betragen rd. EUR 0,8 Mio.; bezüglich den aktivierten Entwicklungskosten verweisen wir auf den Anhang.

Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält eine Zweigniederlassung in Genthin, Sachsen-Anhalt, mit insgesamt 151 Beschäftigten.

 

Heitersheim, den 16. März 2022

inprotec Aktiengesellschaft

Vorstand

gez. Dr. Steve Döring

gez. Karsten Zastrow

Bilanz zum 31. Dezember 2021

AKTIVA

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 790.687,00 497
II. Sachanlagen 43.171.127,16 36.492
43.961.814,16 (36.989)
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 1.735.520,10 1.759
II. Weitere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.014.635,59 5.005
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.901.602,01 2.224
10.651.757,70 (8.988)
C. Rechnungsabgrenzungsposten 155.853,37 3
54.769.425,23 45.980

PASSIVA

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.500.000,00 1.500
II. Kapitalrücklage 1.123.754,81 1.124
III. Bilanzgewinn 7.365.175,04 7.365
9.988.929,85 (9.989)
B. Rückstellungen 3.073.969,02 958
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 34.017.300,00 32.012
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.035.714,03 126
3, Übrige Verbindlichkeiten 3.653.512,33 2.895
41.706.526,36 (35.033)
54.769.425,23 45.980

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Rohergebnis 32.492.461,45 29.268
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 11.292.516,55 10.878
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 2.524.290,18 2.186
- davon für Altersversorgung: EUR 300.865,35 (i.V. TEUR 293) 13.816.806,73 (13.064)
3. Abschreibungen:
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.129.199,47 4.777
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 306
5.129.199,47 (5.083)
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.310.527,60 7.169
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.000,00 4
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.137.301,77 1.425
1.133.301,77 (1.421)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0
7. Ergebnis nach Steuern 4.102.625,88 2.531
8. Sonstige Steuern 102.399,37 90
10. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 0
9. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführte Gewinne 4.000.226,51 2.441
10. Jahresüberschuss 0,00 0
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7.365.175,04 7.365
12. Bilanzgewinn 7.365.175,04 7.365

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: inprotec Aktiengesellschaft
Firmensitz laut Registergericht: Neuer Weg 1, 79423 Heitersheim
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Freiburg
Registernummer: HRB 310771

Allgemeine Angaben einschließlich der Angaben zum Unternehmen

Der Jahresabschluss der inprotec Aktiengesellschaft, Heitersheim, wurde nach den §§ 242 ff., 264 ff. des HGB und den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Der Anhang ist in TEUR aufgestellt.

Die Gliederungen von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung basieren auf den Gliederungsvorschriften nach § 266 und § 275 II HGB. Die inprotec Aktiengesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Die Angaben zu den Laufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten, die Mitzugehörigkeit von Vermögensgegenständen und Schulden zu anderen Bilanzposten sowie die übrigen Angaben zu den einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden sämtlich in den Anhang aufgenommen.

In Ausübung des Wahlrechts zur Erfassung von Fördermittel für Investitionen (Investitionszulagen, - zuschüsse) wurden diese bei den Anschaffungskosten gekürzt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Berichtsjahr wurden - wie im Vorjahr auch - Entwicklungsleistungen in Ausübung des Wahlrechts nach § 248 Abs. 2 HGB in Höhe von TEUR 537 (Vorjahr: TEUR 489) als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. Die Bewertung erfolgte zu Herstellungskosten vermindert um planmäßig kumulierte Abschreibungen. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 Jahren vorgenommen.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Zinsen wurden nicht aktiviert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Folgende Nutzungsdauern wurden zu Grunde gelegt:

Vermögensgegenstände Nutzungsdauer in Jahren
Immaterielle Vermögensgegenstände 2 - 10
Gebäude und Bauten auf eigenen Grundstücken 33
Bauten auf fremden Grundstücken 4 - 10
Technische Anlagen und Maschinen 1,5 - 15
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 13

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Vorräte werden mit den Anschaffungskosten (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe) bzw. Herstellungskosten oder zu einem niedrigeren Marktwert (unfertige bzw. fertige Erzeugnisse und Waren) angesetzt. Bei laufenden Verbräuchen wird die FIFO-Methode angewandt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Zur Risikoabdeckung wurden sowohl Einzelwert- als auch Pauschalwertberichtigungen vorgenommen.

Die Kassenbestände und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert bewertet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, insbesondere Wartungsverträge und Versicherungen.

Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennbetrag in Höhe von TEUR 1.500 ausgewiesen und ist voll eingezahlt.

Sonstige Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Erwartete künftige Preis- und Kosteneffekte wurden berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze wurden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurden nicht abgezinst.

Aufwendungen und Erträge aus sich im Zeitablauf verändernden Zinssätzen und Restlaufzeiten wurden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

Erläuterungen zu den Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Der Gesamtbetrag der im abgelaufenen Geschäftsjahr angefallenen Forschungs- und Entwicklungsleistungen beträgt TEUR 848. Davon entfallen auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens TEUR 537.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben (wie im Vorjahr) sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben (wie im Vorjahr) sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Die Odin Industrie GmbH, Heitersheim, ist alleinige Aktionärin der inprotec AG.

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 1.500. Es ist eingeteilt in 1.500.000 vinkulierte stimmberechtigten Namensaktien, deren Nennwert jeweils Euro 1,00 beträgt.

Die Kapitalrücklage beinhaltet neben Agien aus Kapitalerhöhungen (Euro 431.614,33) auch das gezeichnete Kapital, den Gewinnvortrag und positive Differenzbeträge der durch die side-stream mergers erworbenen Vermögensgegenstände über die jeweils übernommenen Schulden in Höhe von insgesamt Euro 692.140,00 der 2013 verschmolzenen Gesellschaften.

Für die Ausschüttung gesperrt i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB sind Beträge i.H.v. TEUR 688. Davon entfallen auf die Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerten insgesamt TEUR 688.

Verbindlichkeiten

bis 1 Jahr Restlaufzeit über 1 Jahr davon über 5 Jahre Gesamt 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten * 0,00 34.017.300,00 0,00 34.017.300,00
(Vorjahr: 0,00 32.012.500,00 0,00 32.012.500,00 )
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.035.714,03 0,00 0,00 4.035.714,03
(Vorjahr: 125.829,23 0,00 0,00 125.829,23 )
3. Übrige Verbindlichkeiten 3.653.512,33 0,00 0,00 3.653.512,33
(Vorjahr: 2.894.517,03 0,00 0,00 2.894.517,03 )
7.689.226,36 34.017.300,00 0,00 41.706.526,36
(Vorjahr: 3.020.346,26 32.012.500,00 0,00 35.032.846,26 )

* Sicherheiten:
- Abtretung erstrangiger Grundschulden
- Sicherungszessionen, insbesondere von Ansprüchen aus Lieferungen und Leistungen
- Sicherungsübereignung von Anlage- und Umlaufvermögen
- Erstrangige Verpfändung aller Bankkonten

Daneben bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppe Zahl
Angestellte 67
Gewerbliche Arbeiter 179
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 246

Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Vorstand:

Dr. Steve Döring, Vorstandsvorsitzender, Leipzig, Chemiker Karsten Zastrow, Düsseldorf, Kaufmann

Auf die Angabe der Vorstandsbezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Aufsichtsrat:

Thomas Hinrich Ahrens, Meerbusch, Geschäftsführer, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Marco Attolini, Hamburg, Investment Professional, stellvertretender Vorsitzender

Christian Bettinger, München, Investment Professional, stellvertretender Vorsitzender

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist im Wesentlichen gleich. Auf die Angabe der Aufsichtsratsbezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.282.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen Miet- bzw. Pacht- und Leasinggeschäfte. Der Vorteil aus Miet- bzw. Pacht- und Leasinggeschäften besteht insbesondere in der geringeren Kapitalbindung. Risiken bestehen in der langfristigen Bindung an die jeweiligen Vertragspartner. Ferner bestehen ggf. zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeiten sowohl Chancen als auch Risiken im Rahmen von Verhandlungen über die Verlängerung der Verträge.

Die Verpflichtung aus Miet- bzw. Pacht- und Leasingverträgen zum Bilanzstichtag bis zum Zeitpunkt der erstmöglichen Kündigung verteilen sich wie folgt:

in TEUR 2021 2020
RLZ bis 1 Jahr 719 816
RLZ 1 bis 5 Jahre 1.433 1.914
RLZ größer 5 Jahre 130 132
Summe 2.282 2.862

Sonstige Haftungsverhältnisse

Die inprotec AG haftet als Organgesellschaft für die Steuerschulden des Organträgers (Muttergesellschaft) gemäß § 73 AO.

Das Risiko einer Inanspruchnahme wird gerade mit Blick auf die geringfügige unternehmerische Tätigkeit der Muttergesellschaft und der eigenen guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gering eingestuft.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Dezember 2021 wurden Grundstücksverkaufsverträge über Teilstücke der im Januar 2021 erworbenen Grundstücke mit Betriebsanlagen in der Betriebsstätte Genthin abgeschlossen. Übergang von Besitz, Nutzen und Lasten erfolgte am 1. Januar 2022; die Kaufpreiszahlung erfolgte im März 2022.

Konzernzugehörigkeit

Die inprotec AG ist ein Tochterunternehmen der Odin Industrie GmbH, Heitersheim, und wird in deren freiwillig erstellten Konzernabschluss einbezogen.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der Odin Industrie GmbH wird das Ergebnis von dieser übernommen. Der Vorstand schlägt ferner vor, den Bilanzgewinn in Höhe von Euro 7.365.175,04, der in voller Höhe dem vor Abschluss des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages vorhandenen Gewinnvortrag entspricht, auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Heitersheim, den 16. März 2022

inprotec Aktiengesellschaft

Vorstand

gez. Dr. Steve Döring

gez. Karsten Zastrow

Anlagespiegel zum Anhang

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagespiegel zum 31. Dezember 2021:

Anlagevermögen

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.01.2021 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 489.405,00 537.448,14 0,00 0,00 1.026.853,14
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 358.349,17 49.765,89 0,00 0,00 408.115,06
847.754,17 587.214,03 0,00 0,00 1.479.529,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.120.178,89 3.371.706,69 0,00 0,00 19.491.885,58
2. Technische Anlagen und Maschinen 60.884.965,64 592.306,53 865.673,44 185.905,00 62.157.040,61
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.230.730,14 1.368,539,80 1.601.989,33 0,00 5.201.259,27
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.219.122,07 6.429.330,72 -2.467.662,77 60.628,73 5.120.161,29
80.454.996,74 11.761.883,74 0,00 246.533,73 91.970.346,75
81.302.750,91 12.349.097,77 0,00 246.533,73 93.449.875,95
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2021 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 78.306,00 260.170,14 0,00 338.476,14
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 272.729,17 33.075,89 0,00 305.805,06
351.035,17 293.246,03 0,00 644.281,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.572.808,43 699.643,34 0,00 8.272.451,77
2. Technische Anlagen und Maschinen 34.839.803,28 3.671.344,97 0,00 38.511.148,25
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.550.654,44 464.965,13 0,00 2.015.619,57
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
43.963.266,15 4.835.953,44 0,00 48.799.219,59
44.314.301,32 5.129.199,47 0,00 49.443.500,79
Buchwerte
Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 688.377,00 411.099,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 102.310,00 85.620,00
790.687,00 496.719,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.219.433,81 8.547.370,46
2. Technische Anlagen und Maschinen 23.645.892,36 26.045.162,36
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.185.639,70 680.075,70
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.120.161,29 1.219.122,07
43.171.127,16 36.491.730,59
43.961.814,16 36.988.449,59

Bescheinigung

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die für Offenlegungszwecke bestimmte Fassung des Jahresabschlusses. Hierbei wurden gem. § 327 HGB Erleichterungen nur für Offenlegungszwecke in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021 der inprotec AG, Heitersheim, haben wir unter dem Datum vom 17.03.2022 folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die inprotec Aktiengesellschaft, Heitersheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der inprotec Aktiengesellschaft, Heitersheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der inprotec Aktiengesellschaft, Heitersheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Lahr/Schw., den 03.02.2023

BTG
Badische Treuhand Gesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Thomas Adam, Wirtschaftsprüfer

gez. Jochen Schwend, Wirtschaftsprüfer

Beschluss über die Feststellung des Jahresabschlusses

In der Hauptversammlung vom 08.04.2022 wurde der Jahresabschluss zum 31.12.2021 der inprotec AG festgestellt. Ferner wurde beschlossen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Bericht des Aufsichtsrates über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2021

1) Der Aufsichtsrat hat sich während des Geschäftsjahres durch Berichterstattung des Vorstandes über die Geschäftsführung des Unternehmens unterrichtet. In verschiedenen Sitzungen und Gesprächen mit den Vorständen wurden im . Berichtszeitraum wichtige Fragen der Geschäftsführung besprochen.

2) Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der inprotec AG für das am 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr wurden von der BTG Badische Treuhand Gesellschaft mbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Lahr/Schw., geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die BTG Badische Treuhand Gesellschaft mbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Lahr/Schw., war von der ordentlichen Hauptversammlung am 29. April 2021 zum Abschlussprüfer gewählt worden. Jahresabschluss und Lagebericht der inprotec AG für das am 31. Dezember 2021 abgelaufene Geschäftsjahr wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats zusammen mit dem Prüfungsbericht des Abschlussprüfers, dem Bericht des Aufsichtsrats und dem Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns vor der Bilanzsitzung zur Verfügung gestellt. Die Unterlagen wurden vom Aufsichtsrat eingehend geprüft und ausführlich erörtert. Nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung durch den Aufsichtsrat waren keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss und den Lagebericht zu erheben.

3) Vorstand und Aufsichtsrat haben beschlossen, den Jahresabschluss von der Hauptversammlung feststellen zu lassen.

4) Der Aufsichtsrat ist mit der Verwendung des Bilanzgewinns einverstanden.

 

München, 08.04.2022

Für den Aufsichtsrat

gez. Marco Attolini

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