Stammdaten

Register
Amtsgericht Gütersloh HRB 1706
Eingetragen
19.12.1980
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Gegenstand
Der Fahrzeugbau, der Betrieb einer Reparaturwerkstatt für Kraftfahrzeuge und Tankstelle, die Vermittlung von Neufahrzeugen, der Vertrieb von Gebrauchtfahrzeugen, Kraftfahrzeugersatzteilen und Zubehör, weiter Vermietung, Leasing und Finanzierung von Fahrzeugen aller Art sowie alle sonstigen Geschäfte und Tätigkeiten, die mit dem Kraftfahrzeugwesen im Zusammenhang stehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Patrick Recker
seit 18.4.2007
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Thorsten Recker
seit 13.11.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
50.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Thorsten Recker
33428 Harsewinkel
125.000 €
50.00%
Patrick Recker
33428 Harsewinkel
125.000 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gebr. Recker GmbH

Harsewinkel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

GEBR. RECKER GMBH, HARSEWINKEL-GREFFEN

I. DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFS

1. Allgemeines

Gegenstand des Unternehmens ist die Instandsetzung von Kraftfahrzeugen aller Marken, vornehmlich der Marke Mercedes-Benz, die Vermietung und Finanzierung von Fahrzeugen, der Handel mit Gebrauchtfahrzeugen und der Fahrzeugbau.

2. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Gesamtwirtschaft

Die konjunkturelle Lage in Deutschland wird weiterhin durch die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine beeinflusst. Trotz einzelner Rückgänge ist ein nach wie vor hohes Preisniveau auf allen Wirtschaftsstufen zu beobachten. Dies hatte auch in 2023 eine durchgehend hohe Inflationsrate zur Folge. Hinzu kommen deutlich gestiegene Finanzierungskosten, die einen zusätzlichen negativen Effekt auf die Nachfrage im In- und Ausland haben. Die Erholung der Wirtschaft nach dem massiven Einbruch im Corona-Jahr 2020 setzte sich damit in 2023 leider nicht weiter fort. So ging das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland in 2023 um 0,3 % zurück.

Der Arbeitsmarkt zeigte sich entgegen den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin robust, die Zahl der Erwerbstätigen nahm weiter zu, eine Entschärfung des Fachkräftemangels ist nicht in Sicht.

Die Dynamik der deutschen Wirtschaft hat sich zum Jahresende weiter abgeschwächt. In den ersten drei Quartalen des letzten Jahres stagnierte das Bruttoinlandsprodukt noch (+0,1 %, +0,0 % und +0,0 %), im vierten Quartal sank es um 0,3 %. Für das gesamte Jahr 2023 haben die neuesten Berechnungen einen Rückgang von 0,3 % zum Vorjahr (kalenderbereinigt -0,1 %) bestätigt.

(Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Statistisches Bundesamt)

Kfz-Branche

Entgegen der Gesamtwirtschaft entwickelte sich der Fahrzeugmarkt insgesamt deutlich positiv, wenngleich weiterhin auf niedrigem Niveau:

Im gesamten Jahr 2023 wurden insgesamt rund 2,845 Millionen Pkw erstmals in den Verkehr gebracht. Das sind 7,3 Prozent bzw. rund 193.500 Pkw mehr als im Vorjahreszeitraum. Im Jahr 2019 waren noch 3,607 Millionen und damit eine knappe Dreiviertelmillion Pkw mehr neu zugelassen worden.

Der Gebrauchtwagenmarkt entwickelte sich ebenfalls positiv, im Gesamtjahr wechselten insgesamt rund 6,03 Millionen Pkw die Besitzer, das sind 6,9 Prozent bzw. fast 390.000 Halterwechsel mehr als im Vorjahreszeitraum. In 2019 waren es allerdings noch 7,2 Millionen gewesen.

(Quelle: Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe)

Auf dem Nutzfahrzeugmarkt lagen alle Fahrzeugklassen über dem Vorjahresniveau: Die Neuzulassungsstatistik wies für die Zugmaschinen insgesamt einen Zuwachs von +8,4 Prozent, darunter Sattelzugmaschinen mit +30,1 Prozent, gegenüber dem Vorjahreszeitraum aus. Die Lastkraftwagen (Lkw) stiegen um +14,5 Prozent, die Kraftomnibusse um +12,5 Prozent und die Sonstigen Kraftfahrzeuge (Kfz) legten um +0,3 Prozent zu. Insgesamt wurden rund 290.700 Lkw und 92.600 Zugmaschinen neu zugelassen.

Die Daimler Truck AG konnte von diesem Trend profitieren und in 2023 insgesamt 33.385 Lkw und Sattelzugmaschinen in Deutschland absetzen (Vorjahr 29.100 Stück, +14,7 %).

(Quelle: Kraftfahrtbundesamt (KBA) / krafthand.de)

Der Absatz von Mercedes-Benz Pkw in Deutschland stieg deutlich von 243.999 Einheiten in 2022 auf 277.352 Einheiten im Geschäftsjahr an (+13,7 %). Vor Corona im Jahr 2019 waren es noch 339.185 Einheiten.

Der Marktanteil konnte im Geschäftsjahr auf 9,8 % gesteigert werden (2022: 9,2 %) und ist weiterhin deutlich höher als der der Hauptwettbewerber Audi (8,7 %) und BMW (8,2 %).

(Quelle: KBA)

Fahrzeugbau-Branche

Der Krieg in der Ukraine und die weiterhin hohen Energiepreise bremsen die Erholung in der Metall- und Elektroindustrie (M+E-Industrie), zu der u. a. auch der Fahrzeugbau gehört, weiter aus.

Exorbitant hohe Energie- und Rohstoffpreise, die fehlenden Entlastungen insbesondere der energieintensiven Betriebe, hohe Steuern und Abgaben, lähmende Bürokratie, quälend lange Planungs- und Genehmigungsverfahren, die allgemeine Ungewissheit über die globale Wirtschaftsentwicklung und die rasant schwindende Wettbewerbsposition des Industriestandorts Deutschland machten den M+E-Unternehmen schwer zu schaffen. Die weit verbreitete Skepsis lasse sich inzwischen auch an der allgemeinen Beschäftigungssituation ablesen, nach der Betriebe erstmals seit vielen Jahren wieder mehr Personal abbauen als einstellen wollten.

Mit der Wirtschaftslage ist die nordrhein-westfälische M+E-Industrie sehr unzufrieden, die Beurteilung zum Jahreswechsel 2023/2024 fällt noch schlechter aus als noch vor Jahresfrist: Gerade mal 19 Prozent der befragten Unternehmen bezeichnen ihre gegenwärtige Geschäftslage als "gut" (2022/23: 40 Prozent). Derweil sind 38 Prozent mit der aktuellen Lage "unzufrieden" (2022/23: 16 Prozent). Noch pessimistischer sehen die Betriebe die Geschäftsperspektiven für die nächsten sechs Monate. 41 Prozent erwarten rückläufige Geschäfte (2022/23: 40 Prozent), nur 9 Prozent erwarten eine Besserung (2022/23: 9 Prozent).

(Quelle: Metall NRW)

Während sich im Fahrzeugbau vor allem kleine und mittlere Betriebe tendenziell stärker auf den heimischen nationalen und europäischen Markt konzentrieren, sind viele größere Unternehmen, aber auch zahlreiche mittelständische "Hidden Champions", international breit aufgestellt. Die Produkte dieser Branche sind dabei genauso vielschichtig wie die Unternehmen selbst. Vom Ausbau des kleinen Transporters für den innerstädtischen Verteilerverkehr über moderne Glieder- und Sattelzüge mit Aufbauten, Anhängern und Sattelaufliegern, Baustellen-, Tank- und Silofahrzeuge bis hin zu Spezialfahrzeugen für den Transport von großer und schwerer Ladung sowie Bussen zur Personenbeförderung bieten die Unternehmen für jede Transportaufgabe und jeden Einsatzzweck die passende Lösung.

Die verschiedenartigen Produkte spiegeln sich auch in der heterogenen Unternehmensstruktur des Wirtschaftszweigs wider.

3. Umsatz

Insgesamt hat sich die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 trotz der negativen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sehr positiv entwickelt. Zu dieser Entwicklung hat auch der zum Jahresbeginn 2020 übernommene Standort in Halle/Westf. beigetragen. Die Umsatzerlöse und auch das Geschäftsergebnis wurden deutlich gesteigert.

Die Umsatzerlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 23,9 %. Zur Steigerung trugen alle Geschäftsbereiche, mit Ausnahme der Sparte Sonstige, bei. Während sowohl die Sparte Pkw (insgesamt +32,5 %), als auch die Sparte Nutzfahrzeuge (insgesamt +23,1 %) und die Sparte Fahrzeugbau (insgesamt +27,5 %) starke Zuwächse verzeichneten, war die Sparte Sonstige (insgesamt -15,0 %) stark rückläufig.

Für das Verkaufsgeschäft von jungen Gebrauchtwagen stand - nach Jahren sehr geringer Verfügbarkeit - erstmals wieder ein größeres Angebot an Fahrzeugen zur Verfügung. Trotz steigender Zinsen bei der Absatzfinanzierung war die Nachfrage insbesondere in der zweiten Jahreshälfte groß. Der Absatz von Fahrzeugen der Marke smart war aufgrund der Produktionseinstellung weiterhin rückläufig und in absoluten Zahlen nur noch marginal.

Im margenträchtigeren Reparaturgeschäft konnten die Lohnumsätze sowohl im Bereich Mercedes-Benz als auch bei der Reparatur von Anhängern und Aufbauten nochmals deutlich gesteigert werden. Gleiches gilt auch insgesamt für den Handel mit Teilen und Zubehör.

Die vorhandenen Kapazitäten im Fahrzeugbau waren im Geschäftsjahr im Neubaubereich weiterhin voll ausgelastet. Der Umsatz sank hier im Vergleich zum Vorjahr jedoch deutlich, insbesondere aufgrund von kriegs- und pandemiebedingten Lieferengpässen bei Zulieferern. Der Umsatz im Bereich der Fahrzeugbau-Werkstatt und im Teilehandel war hingegen von zum Teil deutlichen Zuwächsen geprägt.

In der Sparte Sonstige waren die Umsatzrückgänge insbesondere bei den Theke-/Shop-Erlösen, im Bereich der Erlöse aus Anlageabgängen und in der Vermietung am stärksten.

4. Geschäftsergebnis

Das Geschäftsergebnis konnte im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert werden. Gründe hierfür sind im Wesentlichen die erheblichen Umsatzsteigerungen in allen wesentlichen Geschäftsbereichen. Negativ wirkten sich die weiterhin stark steigenden Lohnaufwendungen aus.

Das Ergebnis der Sparte Fahrzeugbau war aufgrund der gesteigerten Umsatzerlöse in Neubau, Teile und Zubehör sowie Werkstatt besser als im Vorjahr, ist absolut und bereinigt von Sondereffekten aber weiterhin nicht zufriedenstellend.

Bei einer im Verhältnis zur Gesamtleistung leicht gestiegenen Materialintensität (61,2 %; Vorjahr: 60,6 %) verbesserte sich das Rohergebnis von 11.037 T€ auf 13.120 T€ im Geschäftsjahr. Das Betriebsergebnis verbesserte sich bei um rd. 24 % gestiegenen Umsatzerlösen gegenüber dem Vorjahr um den Faktor 3,8 auf 1.898 T€.

5. Beschaffung und Lagerhaltung

Wesentliche Einflussnahme auf die Beschaffungsmärkte sind im Bereich Mercedes-Benz für das Unternehmen nicht diskutabel, da die Gesellschaft markengebunden und somit von der Logistik der Daimler Truck AG und der Mercedes-Benz AG abhängig ist.

Neben den üblichen inflationsbedingten Steigerungen gab es in 2023 keine extremen Steigerungen der Bezugspreise wie in den Vorjahren.

Die Lagerhaltung der Gesellschaft ist zufriedenstellend, fehlende Ersatzteile werden innerhalb sechs Stunden an Werktagen nachgeliefert. Im Bereich des Ersatzteillagers des Fahrzeugbaus zeigt sich weiterhin eine Tendenz zur Überalterung der Bestände. Diese Entwicklung soll durch eine weitere Bestandsbereinigung und ein geändertes Bestellverhalten positiv beeinflusst werden.

6. Investitionen

Investitionen wurden hauptsächlich als Ersatzbeschaffung durchgeführt. Ansonsten wurde in 2023 im Wesentlichen erneut in Miet- und Betriebsfahrzeuge investiert, dabei war der Ersatz eines Lkw-Abschleppwagens Ende 2023 mit rund 300 T€ die größte Einzelinvestition.

7. Finanzierung

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte aus Eigenmitteln. Besondere Finanzierungsmaßnahmen waren nicht erforderlich.

8. Personal- und Sozialbereich

Im Personal- und Sozialbereich waren keine wesentlichen Änderungen zu verzeichnen. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 144 Mitarbeiter (2022: 142).

Die Personalstruktur setzt sich wie folgt zusammen: 2 Geschäftsführer, 36 Angestellte (4 Fahrzeugbau, 34 Mercedes-Benz), 2 Meister Fahrzeugbau, 11 Meister Mercedes-Benz, 17 Gesellen Fahrzeugbau, 38 Gesellen Mercedes-Benz, 3 sonstige Mitarbeiter, 19 Auszubildende Mercedes-Benz, 2 Auszubildende Verwaltung und 14 geringfügig Beschäftigte. Zur Aus- und Weiterbildung nehmen die Mitarbeiter regelmäßig an Schulungen teil. Die Anzahl der Schulmanntage beträgt im Durchschnitt 1,5 pro Mitarbeiter (ohne Auszubildende und Aushilfen).

Die Fluktuation ist weiterhin gering, die frei werdenden Stellen wurden zum Teil durch eigene Nachwuchskräfte neu besetzt. Durch Maßnahmen zur Gewinnung von qualifizierten Auszubildenden konnte hier eine bessere Besetzung der angebotenen Ausbildungsplätze erreicht werden.

9. Qualitätsmanagement und Umweltschutz

Der Bereich Mercedes-Benz ist an den Standorten Greffen und Halle (Westf.) nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert. Die Gültigkeit des Zertifikats wird durch eine anerkannte Zertifizierungsgesellschaft regelmäßig überprüft.

Durch die Daimler AG wurde aufgrund der Betriebsübernahme ein vollständiges Audit des Standortes Halle im August 2020 durchgeführt. Alle vertraglich geforderten Standards wurden erfüllt.

Die Entsorgung der Betriebsabfälle erfolgt durch regionale Entsorger entsprechend den gesetzlichen Vorgaben. Die Dokumentation erfolgt gemäß der geltenden Gewerbeabfallverordnung. Umweltschutzmaßnahmen wurden, soweit erforderlich, durchgeführt.

II. DARSTELLUNG DER LAGE

1. Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist im Branchenvergleich durch eine hohe Eigenkapitalquote gekennzeichnet. Sie ist gegenüber dem Vorjahr bei einer deutlich gestiegenen Bilanzsumme (+9,6 %) von rd. 72,4 % auf rd. 73,8 % gestiegen.

Das Sachanlagevermögen beträgt insbesondere aufgrund der Zugänge bei den Betriebsfahrzeugen im Geschäftsjahr nunmehr rd. 12,2 % der Bilanzsumme gegenüber rd. 11,8 % im Vorjahr. Es ist vollständig durch Eigenkapital finanziert. Die Abschreibungen im Anlagevermögen werden nach dem erwarteten tatsächlichen Werteverzehr der einzelnen Vermögensgegenstände abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden um rd. 1.000 T€ zugunsten der Bankgutgaben reduziert. Die Vorräte erhöhten sich, insbesondere aufgrund der höheren Bestände an Gebrauchtfahrzeugen in der Sparte Pkw, um rd. 1.685 T€ auf 6.259 T€. Sie betragen rd. 35,2 % (Vorjahr: rd. 28,2 %) der Bilanzsumme.

2. Finanzlage

Die Liquidität des Unternehmens kann auf Grund der liquiden Mittel und auch in Folge der schnellen Verwertbarkeit des übrigen Umlaufvermögens als weiterhin sehr zufriedenstellend angesehen werden. Sowohl kurz- als auch mittel- und langfristige Bankkredite wurden im Berichtszeitraum nicht in Anspruch genommen. Die liquiden Mittel betragen 4.003 T€ gegenüber 2.451 T€ im Vorjahr.

Bilanzunwirksame Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 3.468 T€ über dem Niveau des Vorjahres von rd. 3.243 T€ (+6 %), während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit 974 T€ rückläufig waren (2022: 1.216 T€). Im Bereich der Rückstellungen war durch erhöhte Rückstellungen für Steuern und Tantiemen aufgrund des stark gestiegenen Betriebsergebnisses mit einem Wert von 3.004 T€ eine deutliche Steigerung (+23,8 %) zum Vorjahreswert (2.427 T€) zu verzeichnen.

Aus der Kapitalflussrechnung auf der Grundlage des Finanzmittelfonds (= kurzfristige verfügbare flüssige Mittel) in Anlehnung an DRS 2 ergeben sich im Vergleich zum Vorjahr folgende Kennzahlen (ohne Anpassung Vorjahresbeträge aufgrund Verschmelzungen):

2023
T€
2023
T€
Cashflow aus laufender Tätigkeit 1.162 -865
Cashflow aus Investitionstätigkeit 390 -274
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 0 0

Der Saldo aus den Cashflows in Höhe von +1.552 T€ erhöhte den Bestand der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag. Der Finanzmittelfonds setzt sich am Ende der jeweiligen Periode aus flüssigen Mitteln zusammen. Die Gesellschaft konnte ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen.

3. Ertragslage

Die deutliche Verbesserung des Jahresergebnisses ist hauptsächlich auf die hohen Umsatzsteigerungen sowie der Gesamtleistung zurückzuführen. Zwar erhöhte sich die Materialaufwandsquote im Verhältnis zur Gesamtleistung leicht (+0,6 Prozentpunkte), jedoch verbesserten sich die Personalaufwandsquote (-2,6 Prozentpunkte) bei absolut gestiegenem Personalaufwand und die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (-1,4 Prozentpunkte) überproportional.

Die Ergebnisverbesserung resultierte im Wesentlichen aus dem Verkauf von Gebrauchtfahrzeugen in der Sparte Pkw sowie der Werkstatt- und Teileumsätze in allen Sparten. Der Bereich Fahrzeugbau, weist - auch aufgrund von Einmaleffekten - erstmals seit vielen Jahren wieder ein zumindest ausgeglichenes Ergebnis vor Steuern aus. Operativ schreibt der Bereich weiterhin deutliche Verluste, wenngleich diese im Vergleich zu den Vorjahren verringert werden konnten.

Schlussendlich hat auch die weitere Verbesserung des Finanzergebnisses um 54 T€ ebenfalls zum höheren Jahresüberschuss beigetragen.

Die Analyse der Geschäftsergebnisse stellt sich zusammenfassend im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

2023
T€
2023
T€
Betriebsergebnis 1.898 503
Finanzergebnis 66 12
Jahresüberschuss 1.373 348

III. VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG MIT HINWEISEN AUF WESENTLICHE CHANCEN UND RISIKEN

1. Voraussichtliche Entwicklung

Eine belastbare, insbesondere langfristige Prognose ist aufgrund der immer unvorhersehbareren weltpolitischen Entwicklungen, die immer größeren Einfluss auf die lokale Wirtschaft haben, immer schwieriger.

Die Bundesregierung geht davon aus, dass sich die deutsche Wirtschaft im Jahresverlauf 2024 im Zuge niedrigerer Inflationsraten, geldpolitischer Lockerungen, steigender Löhne und Einkommen, einer anhaltend stabilen Arbeitsmarktentwicklung und zunehmender Impulse von der Außenwirtschaft langsam erholt und wieder an Dynamik gewinnt.

In ihrer Frühjahrsprojektion erwartet das Bundeswirtschaftsministerium eine Zunahme der Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr um 0,3 % und im nächsten Jahr um 1 %. Die Inflation soll auf ein normales Niveau zurückgehen (Verbraucherpreisindex 2024: 2,4 %, 2025: 1,8 %, Vorjahr: 5,9 %).

(Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie)

Laut den Angaben des Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e. V. vom 11.12.2023 rechnet die Branche in 2024 mit Neufahrzeugzulassungen auf weiterhin niedrigem Niveau. So werden nach Einschätzung des Verbandes 2024 etwa 2,65 Millionen neue Pkw auf die Straßen kommen. Das wären rund 200.000 weniger als in 2023. Die Zahl der Besitzumschreibungen soll mit rund 6,2 Millionen im Vergleich zum Vorjahr leicht steigen, wobei der Wert in 2021 noch 6,7 Millionen betrug. Bei Wartung und Reparatur prognostiziert der ZDK eine weiterhin steigende Auslastung, begründet durch den Trend zur längeren Nutzung der Fahrzeuge.

(Quelle: Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e. V.)

U. a. durch die Verschmelzung der im benachbarten Halle/Westfalen gelegenen Walter Kleyer GmbH & Co. KG mit Wirkung zum 02.01.2020 hat und wird sich die Gesellschaft insbesondere im Bereich der Werkstatt- und Verkaufsumsätze - trotz der volatilen - Rahmenbedingungen weiterhin positiv entwickeln.

Auch mittelfristig ist aufgrund der guten Marktposition eine positive Entwicklung zu erwarten. Langfristig ist trotz des aktuell relativ starken Konjunktureinbruchs weiterhin von einem Mangel an Fachkräften auszugehen. Hier zeigt sich, dass die qualifizierte Ausbildung junger Menschen, aber auch die Weiterbildung älterer Mitarbeiter weiterhin ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmung sein wird.

Im Bereich des Absatzes von Gebrauchtwagen wird für Pkw aufgrund der verbesserten Verfügbarkeit von Fahrzeugen trotz des weiterhin hohen Preisniveaus und erhöhter Finanzierungskosten ein deutliches Wachstum erwartet. Mercedes-Benz ist wegen vieler neu eingeführter Baureihen und einer attraktiven Produktpalette weiterhin in einer guten Marktposition.

Im Bereich der Neuwagenvermittlung wurden sowohl durch die Mercedes-Benz AG für Pkw und Transporter als auch durch die Daimler Truck AG für Lkw die seit Jahrzehnten bestehenden Vermittlungsverträge für alle Servicepartner in Deutschland gekündigt. Dies hatte auf die Erlöse im Jahr 2023 aufgrund der Lieferzeiten der Fahrzeuge (Provisionszahlung erfolgt erst bei Auslieferung) noch keine Auswirkungen. In 2024 werden diese Erlöse deutlich zurückgehen und zukünftig ganz entfallen.

Die Mercedes-Benz AG hat im Mai 2023 für Neufahrzeuge ihr Vertriebsmodell von einem unechten auf ein echtes Agenturmodell umgestellt. Die Auswirkungen auf uns als Servicepartner sind bisher wie erwartet gering ausgefallen.

Um neue Marktpotenziale zu erschließen, hat die Gesellschaft im Jahr 2023 einen Händlervertrag mit der Indimo Automotive GmbH für den Vertrieb und Service von drei Chinesischen Fahrzeugherstellern (BAIC/DFSK, FAW und Seres) abgeschlossen. Eine Beurteilung, ob diese Fahrzeughersteller einen nachhaltigen Markterfolg in Deutschland erzielen können, ist noch nicht möglich.

Fahrzeugreparaturen werden im Bereich der Nutzfahrzeuge, in dem sich die Gesellschaft vornehmlich betätigt, weiterhin stabil nachgefragt werden. So geht das Bundesverkehrsministerium in seiner im März 2023 veröffentlichten Langzeitprognose zum Güterverkehr mit einem Anstieg der Güterverkehrsleistung im Bereich des Straßenverkehrs um 54 % bis 2051 aus (Basis 2019). Für den Straßenverkehr werden hier mit Abstand die höchsten Zuwächse im Vergleich zu Bahn (+33 %) und Binnenschifffahrt (+/-0) %) prognostiziert.

Der Anteil elektrisch betriebener Lkw und Sattelzugmaschinen bleibt in naher Zukunft noch marginal. So plant die Daimler Truck AG in 2024 und 2025 einen Absatz von jeweils nur etwa 150 Fahrzeugen pro Jahr in Deutschland.

Im Bereich Pkw- und Transporter-Service wurde der Standort Greffen in 2020 und der Standort Halle in 2023 von Mercedes-Benz als Standort für die elektrisch angetriebenen Baureihen zertifiziert.

Für den Bereich Lkw wurde die Zertifizierung für eTrucks am Standort Greffen eingeleitet, wir gehen davon aus, die Zertifizierungen in 2024 abschließen zu können.

Damit sind hier die Grundlagen für weiteres Umsatzwachstum geschaffen, wobei der aktuelle Bestand von Mercedes-Benz-Elektrofahrzeugen in unserer Region noch sehr gering ist.

Insgesamt sehen wir aufgrund von Betriebsschließungen und Zusammenschlüssen eine Verringerung der lokalen Wettbewerbsintensität. Dies bietet uns mittelfristig die Chance, Umsätze und Erträge weiter zu steigern.

Der derzeit vorhandene Auftragsbestand und der Auftragseingang im Bereich Fahrzeugbau ist zufriedenstellend. Die Produktionskapazitäten sind bis zum Jahresende 2024 ausgelastet. Die Ertragslage ist in diesem Bereich weiterhin schwierig und auf dem derzeitigen Niveau nicht auskömmlich. Vor diesem Hintergrund wurden umfangreiche Preiserhöhungen durchgeführt. Ob diese ausreichend sind, um die höheren Einstandskosten zu kompensieren, bleibt abzuwarten.

Insgesamt betrachtet wird für das Geschäftsjahr 2024 daher mit einem Jahresabschluss auf dem Niveau von 2023 gerechnet. Dieses wird jedoch auch davon abhängig sein, wie sich die gesamtwirtschaftliche Lage auch vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine weiterhin entwickelt. Zudem könnte eine wieder schlechtere Entwicklung der Ertragslage im Bereich des Fahrzeugbaus das Jahresergebnis negativ beeinflussen.

Für das Geschäftsjahr 2023 sind wir von einem Jahresabschluss über dem Niveau von 2022 ausgegangen. Insgesamt wurde unsere bereits positive Einschätzung deutlich übertroffen.

2. Hinweise auf Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Hinsichtlich der künftigen Geschäftsentwicklung sind außer den unter Ziffer III. 1. genannten Risiken keine weiteren darüber hinausgehenden Risiken zu erwarten.

Chancen ergeben sich weiterhin aus einer attraktiven Produktpalette sowie neuer Markteinführungen der Mercedes-Benz AG und der Daimler Truck AG. Zudem bietet der Standort in Halle/Westf. weiteres Entwicklungspotenzial, sowohl im Service als auch im Verkauf. Abzuwarten ist jedoch insbesondere die Kaufhaltung der Verbraucher und die Investitionsbereitschaft der Gewerbetreibenden insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage sowie der Preis- und Zinsentwicklung.

Im Bereich Fahrzeugbau wird entscheidend sein, wie die durchgeführten Preisanpassungen vom Markt aufgenommen und damit mittelfristig wieder auskömmliche Ergebnisse zu erzielen sein werden.

3. Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten

Als Finanzinstrumente werden lediglich Forderungen/Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Liquide Mittel eingesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt eine Risikovorsorge im Rahmen der Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen. Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt.

IV. SONSTIGE ANGABEN

1. Bericht nach § 289 Abs. 2 Nr. 1 HGB

Es bestehen keine Währungsforderungen oder -verbindlichkeiten, schwebende Geschäfte oder ähnliche Instrumente, womit auch keine Risiken bei der Verwendung von Finanzinstrumenten gegeben sind.

2. Forschung und Entwicklung

Im Bereich Forschung und Entwicklung betätigt sich die Gesellschaft zurzeit nicht.

3. Bestehende Zweigniederlassung

Unser Unternehmen unterhält eine unselbständige Zweigniederlassung in 33790 Halle/Westf., Bielefelder Straße 59 - 61.

 

Harsewinkel-Greffen, 22. Mai 2024

gez. Patrick Recker, Geschäftsführer

gez. Thorsten Recker, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.166.066,60 2.921.402,32
I. Sachanlagen 2.165.691,51 1.921.033,51
II. Finanzanlagen 375,09 1.000.368,81
B. Umlaufvermögen 15.608.806,36 13.301.838,64
I. Vorräte 6.259.174,47 4.573.788,55
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.346.486,05 6.276.842,80
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.003.145,84 2.451.207,29
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.381,07
Summe Aktiva 17.776.254,03 16.223.240,96

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 13.127.294,72 11.754.536,07
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Gewinnrücklagen 12.825.124,60 11.425.124,60
III. Bilanzgewinn 52.170,12 79.411,47
B. Rückstellungen 3.003.981,08 2.427.234,33
C. Verbindlichkeiten 1.644.978,23 2.041.470,56
Summe Passiva 17.776.254,03 16.223.240,96

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.119.696,12 11.037.233,00
2. Personalaufwand 8.007.156,03 7.261.158,05
a) Löhne und Gehälter 6.489.169,99 5.833.701,05
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.517.986,04 1.427.457,00
3. Abschreibungen 714.985,68 828.720,95
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 714.985,68 828.720,95
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.499.749,67 2.444.194,20
5. Erträge aus Beteiligungen 8,53 7,22
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 89.807,38 61.181,29
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 23.758,18 49.067,75
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 23.528,00 47.894,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 560.555,02 139.196,10
9. Ergebnis nach Steuern 1.403.307,45 376.084,46
10. sonstige Steuern 30.548,80 28.453,61
11. Jahresüberschuss 1.372.758,65 347.630,85
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 79.411,47 81.780,62
13. Einstellungen in Gewinnrücklagen 1.400.000,00 350.000,00
a) in andere Gewinnrücklagen 1.400.000,00 350.000,00
14. Bilanzgewinn 52.170,12 79.411,47

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die Gebr. Recker GmbH hat ihren Sitz in Harsewinkel und ist beim Amtsgericht Gütersloh im Handelsregister unter HRB 1706 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Gebr. Recker GmbH, Harsewinkel wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Bilanz wird unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Das Bilanzgliederungsschema wurde unter der Position A. II. Finanzanlagen zwecks Klarheit um die Posten "Genossenschaftsanteile" und "Ansprüche aus Lebensversicherungen" ergänzt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens aufgestellt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind grundsätzlich im Anhang aufgeführt.

Die Gebr. Recker GmbH, Harsewinkel-Greffen, ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Von bestehenden Ansatzwahlrechten wird nur Gebrauch gemacht, soweit auf Grund steuerrechtlicher Vorschriften eine Aktivierungs- bzw. Passivierungspflicht besteht.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr beibehalten.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgend erläuterten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden auf der Grundlage der steuerlich anerkannten Sätze in linearen Raten entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bemessen. Bei Umbuchungen aus dem Umlaufvermögen in das Anlagevermögen (Fahrzeuge) erfolgt die Abschreibung über die Restnutzungsdauer. Die Abschreibung erfolgt im Jahr des Zugangs zeitanteilig. Anlagenabgänge werden bis zu ihrem Ausscheiden ebenfalls zeitanteilig abgesetzt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter i. S. d. § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG werden sofort abgeschrieben und sind in der Entwicklung des Anlagevermögens aus Vereinfachungsgründen jeweils als Zu- und Abgang bzw. als Zuführung und Auflösung ausgewiesen. Für angeschaffte bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als 250,00 € aber nicht mehr als 1.000,00 € wurde kein Sammelposten gebildet.

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken werden über einen Zeitraum von 4 bis 33 Jahren abgeschrieben. Technische Anlagen und Maschinen werden über einen Zeitraum von 1 bis 13 Jahren, andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung über 1 bis 10 Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Bestände des Vorratsvermögens wurden sowohl durch permanente Inventur auf den Bilanzstichtag fortgeschrieben als auch zum Bilanzstichtag aufgenommen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten oder, soweit erforderlich, mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt auf der Grundlage des letzten Einkaufspreises zum Bilanzstichtag.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie die unfertigen Leistungen werden mit den Herstellungskosten oder, soweit erforderlich, mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden neben den direkten Fertigungs- und Materialkosten anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten angesetzt.

Die Bewertung der Waren erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder, soweit erforderlich, dem niedrigeren Marktpreis bzw. dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei Handelswaren und Ersatzteilen erfolgt auf der Grundlage gleitender Durchschnittspreise. Bestandsrisiken, die sich aus langer Lagerreichweite bzw. geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird gemäß dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung Rechnung getragen. Als Verbrauchsfolge wird aufgrund der Handhabung bei den Vorräten "FIFO (first in first out)" unterstellt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt, bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unter Abzug gebotener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen auf den Nettoforderungsbetrag. Der Pauschalwertberichtigungssatz zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos beträgt 2,8 %.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Bilanzstichtag für Aufwendungen nach dem Stichtag.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Berechnungsgrundlage sind die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Im Einzelnen wurde die Berechnung nach dem Projected Unit Credit-Verfahren durchgeführt. Als Rechnungszins wurden 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %) - entspricht dem von der Deutschen Bundesbank Stand Ende Dezember 2023 für eine Restlaufzeit von 15 Jahren bekanntgemachten Abzinsungssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB - und ein Rententrend von 2 % zu Grunde gelegt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt 13.116 €. Dieser Betrag unterliegt einer Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Erträge aus Abzinsungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung abweichend vom Wortlaut des § 277 Abs. 5 HGB nicht gesondert unter dem Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" und Aufwendungen aus Abzinsungen nicht gesondert unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. Die Angabe erfolgt stattdessen im Anhang. Für die steuerliche Gewinnermittlung wurde der Teilwert nach den steuerlichen Bestimmungen des § 6a EStG und R 6a EStR angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst worden.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Sie weisen alle eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr auf.

III. Angaben zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagespiegel.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 83.457,50 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.514.040,77 117.631,02 26.484,90
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.774.320,69 984.398,27 762.019,32
Summe Sachanlagen 6.371.818,96 1.102.029,29 788.504,22
II. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 368,81 6,28 0,00
2. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 1.000.000,00 0,00 1.000.000,00
Summe Finanzanlagen 1.000.368,81 6,28 1.000.000,00
Summe Anlagevermögen 7.372.187,77 1.102.035,57 1.788.504,22
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 83.457,50
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 2.605.186,89
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 128.151,26 4.124.850,90
Summe Sachanlagen 128.151,26 6.813.495,29
II. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 375,09
2. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 375,09
Summe Anlagevermögen 128.151,26 6.813.870,38
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 31.352,50 5.613,00 0,00 0,00 36.965,50
2. technische Anlagen und Maschinen 2.078.768,26 116.911,02 26.476,90 0,00 2.169.202,38
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.340.664,69 592.461,66 504.243,82 12.753,37 2.441.635,90
Summe Sachanlagen 4.450.785,45 714.985,68 530.720,72 12.753,37 4.647.803,78
II. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 4.450.785,45 714.985,68 530.720,72 12.753,37 4.647.803,78
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 46.492,00 52.105,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 435.984,51 435.272,51
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.683.215,00 1.433.656,00
Summe Sachanlagen 0,00 2.165.691,51 1.921.033,51
II. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 375,09 368,81
2. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0,00 0,00 1.000.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 375,09 1.000.368,81
Summe Anlagevermögen 0,00 2.166.066,60 2.921.402,32

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen in Höhe von 534.061,86 € (Vorjahr: 577.043,92 €) enthalten, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von 1.789.740,07 € (Vorjahr: 2.779.904,57 €) enthalten, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben.

Der Gewinnvortrag aus dem Vorjahr beträgt 79.411,47 € (Vorjahr: 81.780,62 €).

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen (§ 285 Nr. 12 HGB):

T€
Personalaufwendungen 852
Garantien und Gewährleistungen 57
Archivierungskosten 46
Jahresabschlusskosten 42
Übrige 41
1.038
Verbindlichkeitenspiegel Gesamtbetrag 31.12.2023 (Vorjahr) bis zu einem Jahr (Vorjahr)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 (103.564,71) 0,00 (103.564,71)
Verbindlichkeitenaus Lieferungen und Leistungen 973.710,74 (1.215.728,56) 973.710,74 (1.215.728,56)
Sonstige Verbindlichkeiten 671.267,74 (722.177,29) 671.267,74 (722.177,29)
1.644.978,23 (2.041.470,56) 1.644.978,23 (2.041.470,56)
Verbindlichkeitenspiegel von mehr als einem Jahr (Vorjahr) von mehr als fünf Jahren (Vorjahr)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 (0,00) 0,00 (0,00)
Verbindlichkeitenaus Lieferungen und Leistungen 0,00 (0,00) 0,00 (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 (0,00) 0,00 (0,00)
0,00 (0,00) 0,00 (0,00)

Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte und Werte gesichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen teilweise übliche Eigentumsvorbehalte.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind mit einem Gesamtbetrag von 20.935,06 € (Vorjahr: 18.408,04 €) unter den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten.

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB.

Die wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen i. S. d. § 285 Nr. 3a HGB, die nicht in der Bilanz erscheinen und nicht nach § 251 HGB oder § 285 Nr. 3 HGB anzugeben sind, betragen insgesamt 834 T€. Es handelt sich um die jährliche Verpflichtung aus Immobilien-Mietverträgen in Höhe von 767 T€ und um Leasingverpflichtungen für Fahrzeuge (Fahrräder) in Höhe von 67 T€ mit Restlaufzeiten von einem Monat bis zu 33 Monaten.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von € 23.528,00 (Vorjahr: 47.894,00 €) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus abgeschriebenen Forderungen (T€ 5) sowie übrige Erträge (T€ 24), hauptsächlich aus erhaltenen Rückvergütungen sowie der Ausbuchung von Verbindlichkeiten, enthalten. Ferner sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen solche mit außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung in Höhe von rd. T€ 390 enthalten. Diese resultieren aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigung einer Schadensersatzforderung in Zusammenhang mit Stromlieferungen eines insolventen Energieversorgers sowie damit verbundenen Schadenersatzzahlungen durch den Insolvenzverwalter. Die Beträge sind ebenfalls periodenfremd.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen, hauptsächlich aus der Endabrechnung des Insolvenzverwalters eines insolventen Energieversorgers, aus Umsatzsteuernachzahlungen für Vorjahre sowie aus Forderungsverlusten, in Höhe von T€ 14 enthalten. Ferner sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen solche mit außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung in Höhe von rd. T€ 388 enthalten. Diese stehen in Zusammenhang mit der unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesenen Herabsetzung der Einzelwertberichtigung einer Schadensersatzforderung gegen einen insolventen Energieversorger, die aufgrund der Insolvenz des Energieversorgers bis auf einen Restbetrag von 10 % einzelwertberichtigt wurde. Die Beträge sind ebenfalls periodenfremd.

IV. Ergänzende Angaben

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer ohne Geschäftsführer und zur Ausbildung beschäftigte Arbeitnehmer setzt sich wie folgt zusammen (§ 285 Nr. 7 HGB):

2023 2022
Angestellte 37 37
Arbeiter 84 80
121 117

Geschäftsführer waren in 2023 (§ 285 Nr. 10 HGB):

• Thorsten Recker, Karosserie- und Fahrzeugbaumeister, Harsewinkel

• Patrick Recker, Kaufmann, Harsewinkel

Zur Angabe der Aufwendungen für Organe wird die Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Gleiches gilt für die Angabe über gewährte Bezüge an frühere Geschäftsführer. Vorschüsse und Kredite sowie Haftungsverhältnisse zu Gunsten der Geschäftsführer wurden nicht eingegangen. Die für frühere Geschäftsführer sowie deren Hinterbliebene gebildeten Rückstellungen betragen 1.673 T€.

Zur Angabe der Honorare der Abschlussprüfer wird die Befreiungsvorschrift nach § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Die Angaben werden auf Anforderung der Wirtschaftsprüferkammer gem. § 288 Abs. 2 S. 3 HGB übermittelt.

Vorgänge von besonderer Bedeutung i. S. d. § 285 Nr. 33 HGB haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht ereignet.

Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Gewinnverwendung aufgestellt. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, aus dem Jahresüberschuss und dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr einen Betrag in Höhe von 1.400 T€ vorab in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Die Jahresabschlüsse bis 2022 wurden offen gelegt. Es wurden die Erleichterungen gem. § 327 HGB angewendet.

 

Harsewinkel-Greffen, 22. Mai 2024

gez. Patrick Recker

gez. Thorsten Recker

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 enthält Aufstellungs- und Offenlegungserleichterungen. Dem vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurde der nachfolgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Gebr. Recker GmbH, Harsewinkel

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Gebr. Recker GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Gebr. Recker GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Detmold, 22. Mai 2024

gez. Dipl.-Kfm. Torsten Fitzner, Wirtschaftsprüfer

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