Gusskonzept GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Gipserzeugnissen für den Bau
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Rainer, Dipl.-Kaufmann Altmeyer seit 22.4.2024 | Geschäftsführer |
Philipp Christopher Wild seit 19.7.2022 | Geschäftsführer |
Thilo Matthias Juchem seit 19.11.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Dittgen Holding GmbHNiederwörresbachKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Konzernlagebericht zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023-2024der dittgen Gruppe1. GRUNDLAGE DES KONZERNS Die dittgen Holding GmbH fungiert als Muttergesellschaft für mehrere Beteiligungsunternehmen (nachfolgend auch "Konzern" oder "dittgen-Gruppe") genannt. Die Geschäftstätigkeit der dittgen-Gruppe (Dittgen Holding GmbH nebst Tochterunternehmen) erstreckt sich auf die Erbringung von Bau- und Transportleistungen sowie Reparatur- und Serviceleistungen für Nutzfahrzeuge und Baumaschinen. Eingebettet ist die dittgen Gruppe durch die Gesellschafterstruktur in die Juchem Gruppe aus Niederwörresbach, einem Konzern aus mehreren Firmen, der im Wesentlichen die komplette Wertschöpfungskette im Straßenbau abdeckt. Diese umfasst den gesamten Prozess von der Rohstoffgewinnung an der Felswand, über die Produktion von hochwertigen Schüttgütern aus Natursteinen sowie deren Weiterverarbeitung zu Asphalt und Beton. Ebenfalls gehört der Einbau der hergestellten Produkte mit eigenen Baufirmen nebst der zugehörigen Logistik zum Leistungsportfolio der Unternehmensgruppe. Sämtliche Beteiligungsunternehmen sind in der wirtschaftlichen Entwicklung im großen Maße von der Auftragsvergabe der öffentlichen Hand im Tiefbau abhängig. Folgende Unternehmen gehören neben der Muttergesellschaft zur dittgen-Gruppe: dittgen Bauunternehmen GmbH: Der Tätigkeitsschwerpunkt liegt im Bereich des öffentlichen und gewerblichen Tief- und Straßenbaus. Im Wesentlichen werden alle Leistungsbereiche des Straßenbaus, der Herstellung von Außenanlagen, des Asphaltbaus, des Kanalbaus und Erschließungsmaßnahmen durchgeführt. Die Hauptumsatzträger sind der Asphalt-, Straßen- und Kanalbau. Je nach Konjunkturlage schwanken allerdings die Anteile der genannten Bereiche an der Gesamtleistung. Kunden sind in erster Linie Gebietskörperschaften des öffentlichen Rechts sowie kommunale Betriebe. Umsätze mit Gewerbetreibenden liegen bei ca. 25-30 % des Gesamtumsatzes. Die dittgen Bauunternehmen ist zudem noch zu 50% an der AMA Saar GmbH & Co. KG beteiligt. Die Gesellschaft betreibt eine Asphaltmischanlage, an der Asphaltmischgut für Eigen- und Fremdkunden produziert und verkauft wird. trans GmbH: Sie erbringt Transportleistungen (Schüttgüter, Baumaschinentransporte). Die trans führt überwiegend Transporte für die dittgen Bauunternehmen GmbH aber auch innerhalb der übrigen Juchem-Gruppe aus. Darüber hinaus werden freie Kapazitäten übrigen Wettbewerbern (so z.B. Bauunternehmen oder Vermietern) angeboten. basis GmbH: Im Wesentlichen erfolgt hier die Erbringung von Reparatur- und Serviceleistungen an Baumaschinen und Nutzfahrzeugen. Auftraggeber der basis GmbH sind überwiegend die dittgen-Gruppe selbst, in zunehmendem Maße aber auch weitere Unternehmen der Juchem-Gruppe sowie in geringem Maße Fremdunternehmen. Gusskonzept GmbH: Mit Wirkung zum 01.04.2021 wurde die Sparte "Gussasphalt" aus der dittgen Bauunternehmen GmbH in eine eigenständige Firma ausgelagert. Diese bearbeitet für öffentliche Auftraggeber direkt oder als Subunternehmer für die Juchem Gruppe bzw. für andere Bauunternehmen Aufträge aus dem Bereich Gussasphalt, Fugen und Bauwerksabdichtung bzw. Instandsetzung. Auf dem Gebiet der Betonsanierung arbeitet sie eng zusammen mit der Firma Bauwerkskonzept GmbH, einem Unternehmen der Juchem-Gruppe. Da die Tochtergesellschaften trans, basis und Gusskonzept sowie die 50% Beteiligung der AMA Saar GmbH & Co. KG stark abhängig von der Geschäftstätigkeit der dittgen Bauunternehmen GmbH sind, die als Hauptauftraggeber dient, sind im folgenden Bericht im Wesentlichen die Lage und Aussichten der dittgen Bauunternehmen GmbH dargestellt. Diese beschreibt auch die Geschäftslage der übrigen Gesellschaften im Konzern. Besonderheiten oder gegenteilige Entwicklungen wurden ergänzt. 2. WIRTSCHAFTSBERICHT 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Baubranche 2023/24 Das Jahr 2023 war weiterhin geprägt von den makroökonomischen Auswirkungen des Ukraine-Krieges. Während im letzten Geschäftsjahr 2022/2023 hauptsächlich die Material- und Energieknappheit, die nicht zuletzt auf die politischen und wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland zurückzuführen sind, die größten Risiken und Herausforderungen für unsere Volkswirtschaft darstellten, bremste im zurückliegenden Geschäftsjahr die steigende Inflation und die damit verbundene Zinsentwicklung die wirtschaftliche Entwicklung. Während fast alle Industriebereiche des Landes stagnierten oder sogar schrumpften, konnte lediglich der Dienstleistungssektor Wachstum verzeichnen. Diese gesamtwirtschaftliche Entwicklung schlägt sich im Bruttoinlandsprodukt nieder, welches im Jahre 2023 im Vergleich zum Vorjahr um -0,3% abnahm. Durch die weiterhin angespannte geopolitische Lage, welche sich durch den Israel-Konflikt weiter verschärfte und die anhaltende restriktive Geldpolitik, ist die Lage bei den Unternehmen weiterhin herausfordernd und die Aussichten zurückhaltend. So ist es keine Überraschung, dass der ifo-Geschäftsklimaindex im Januar 2024 mit 85,2 Punkten seinen niedrigsten Wert seit 12 Monaten aufzeigt und auch die Erwartungen mit einem Punktwert in Höhe von 83,5 unterdurchschnittlich ausfallen. Besonders betroffen von der Erhöhung der Leitzinsen durch die Zentralbanken zeigte sich die Baubranche. Vor allem im privaten Bausektor und dem Wohnungsbau konnte die Finanzierung größerer Bauprojekte aufgrund steigender Bauzinsen nicht mehr gewährleistet werden, wodurch viele Projekte vorerst auf Eis gelegt werden mussten. Doch auch eine schwache bis mäßige Ausschreibungstätigkeit der Öffentlichen Hand im Hoch- sowie im Tiefbau, führte im Geschäftsjahr 2023 / 2024 zu einer zurückgehenden Baukonjunktur. Auch hier sind als Hauptgrund für die Zurückhaltung die steigenden Baupreise in Kombination mit steigenden Zinsen zu nennen, die v.a. die kommunalen Haushalte vor Herausforderungen stellen. In Zahlen ausgedrückt konnte das Bauhauptgewerbe mit einem Jahresumsatz im Jahre 2023 in Höhe von 162,6 Mrd. € nominal das Vorjahresergebnis zwar um +1,3 % übertreffen, real gesehen entspricht dies jedoch einem Rückgang in Höhe von -5 %. Somit schrumpfte die reale Umsatzentwicklung im Bauhauptgewerbe im dritten Jahr in Folge. 60 Mrd. € entfielen im Betrachtungszeitraum auf den Wirtschaftsbau, in welchem 46 % des Umsatzes vom dortigen Tief- und 54 % vom Wirtschaftshochbau generiert werden konnten. Insgesamt betrachtet verzeichnete der Wirtschaftsbau somit einen realen Rückgang in Höhe von - 1,3 %. Eine ähnliche Entwicklung konnte im Öffentlichen Bau beobachtet werden. Dieser schrumpfte real betrachtet um -1 %, was sich in einem Umsatzvolumen von 44,6 Mrd. € niederschlägt (9,4 Mrd. € im Öffentlichen Hochbau und 35,2 Mrd. € im Öffentlichen Tiefbau). Die Preise für Bauleistungen stiegen im Jahr 2023 um +6,5 %, was der vierten Steigerung des Index in Folge bedeutet. Durch die exorbitante Erhöhung vor allem im Bereich der mineralischen Baustoffe (Zement +41,7 %, Kalk und gebrannter Gips +39,7 % oder Bausand +22,7 %) und der Kraftstoffe (Diesel + 54 %), liegt die Preisentwicklung für Bauleistungen im Jahre 2023 erneut über der Entwicklung der Verbraucherpreise. Auf regionaler Ebene wurden im Saarland die Erwartungen deutlich unterschritten. Mit einem baugewerblichen Umsatz in Höhe von 986 Mio. €, fiel das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 5,0 % schlechter aus. Verteilen lässt sich der Gesamtumsatz auf 454 Mio. € im Hochbau und 532 Mio. € im Tiefbau. Sowohl im Hoch- als auch im Tiefbau, wurden die Zahlen aus 2022 somit unterschritten. Während der Hochbau mit einem Minus von 3,3 % aus dem Jahre 2023 ging, verzeichnete der saarländische Tiefbau gar einen Rückgang um -6,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Die größten Umsatzeinbußen betreffen hier den Wohnungsbau mit einem Minus von 22,4 %, gefolgt vom Straßenbau mit einem Rückgang in Höhe von 21,4 %. Zum Jahresende 2023 konnte das Statistische Landesamt einen Auftragsbestand von 458 Mio. € verzeichnen, von welchen 259 Mio. € auf den Tief- und 199 Mio. € auf den Hochbau entfallen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies nominal betrachtet einem Mehrbestand von 7,3 %. In Betrachtung der Auftragseingänge konnte im Januar 2024 über die gesamte saarländische Branche über 53 Mio. € an Aufträgen generiert werden. Diese verteilen sich zu 47,6 % auf den Hochbau und zu 52,4 % auf den Tiefbau. Im Vorjahresvergleich musste die saarländische Baubranche somit ein Eingangsminus in Höhe von -24,1 % in Kauf nehmen. Besonders stark betroffen zeigt sich der gewerbliche Hochbau, welcher eine Reduzierung der Auftragseingänge von -72,3 % verzeichnen muss. Doch auch im Öffentlichen Straßenbau und Tiefbau reduzierten sich die Eingänge um -14,4 % bzw. -35,5 %. Dieser Mangel an Aufträgen fördert schließlich eine höhere Wettbewerbsintensität im saarländischen Baumarkt und führt letzten Endes zu einem verstärkten Preiskampf der Unternehmen. Doch trotz der derzeit schwierigen Lage im Markt, bleibt die saarländische Baubranche ein attraktiver Arbeitgeber. So konnten die Unternehmen mit 20 oder mehr Beschäftigten die Anzahl der Erwerbstätigen im Jahr 2023 mit durchschnittlich 5.284 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einem konstanten Niveau halten. 2.2 Geschäftsverlauf der dittgen-Gruppe 2023-2024 Trotz der Preissteigerungen und logistischer Herausforderungen blieb die Ertrags- und Finanzlage während des gesamten Jahres sehr stabil. Eine hohe Fertigungstiefe, gut vorbereitete Projekte unterstützt durch modernste Technik in Planung, Abarbeitung und Controlling ließen jederzeit Handlungsspielraum, wenn Engpässe drohten oder Probleme auftraten. So haben ein straffer Bauablauf, der hohe Digitalisierungsgrad, stringentes Riskmanagement und die Synergien der Beteiligung der Juchem-Gruppe an Ressourcen wie Steinbrüchen, Bitumenveredelung und Asphaltmischanlagen die Gruppe in die Lage versetzt, die nun zwar knapp kalkulierten Aufträge trotzdem schnell, pünktlich und qualitativ hochwertig abzuarbeiten, so dass es nie zu Stillständen oder Ausfall kam. Dies erfolgte vor allem im Transport- und Logistikbereich, d.h. bei der trans GmbH, wo die Weichen für eine betriebswirtschaftlich gesunde und erfolgreiche Zukunft durch eine weitere Modernisierung und Anpassung des Fuhrparks an die Bedürfnisse der gesamten Juchem-Gruppe erfolgte. Durch die Konsolidierung der Transport- und Logistikeinheiten soll zukünftig der Transportbedarf der gesamten Juchem-Gruppe sichergestellt und die Abhängigkeiten von Dritt-Anbietern reduziert werden. Die bereits im vorigen Geschäftsjahr eingeleiteten umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen innerhalb der Gusskonzept GmbH wurden weiter fortgeführt. Mittelfristig ist die Beendigung der operativen Geschäftstätigkeit der Gusskonzept GmbH geplant. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns führte im Geschäftsjahr 2023-2024 zu Umsatzerlösen von 41,2 Mio. € (53,1 Mio. € Vorjahr). Bei einer Bestandsminderung von in Ausführung befindlichen Bauaufträgen von insgesamt -0,6 Mio. € ergab dies eine Gesamtleistung von 43,6 Mio. € (45,6 Mio. € im vorherigen Geschäftsjahr), womit wir unser anvisiertes Ziel um 1,7 Mio. € knapp verfehlt haben. Hauptursachen hierfür waren neben der schlechten Witterung auch die geringe Anzahl an Produktivmitarbeitern im Baubereich sowie die erhöhte Zahl an krankheitsbedingten Fehlstunden. Die sonstigen betr. Erträgen beliefen sich auf insgesamt 3,0 Mio. €. Der Konzernjahresüberschuss belief sich auf 0,3 Mio. € (nach Steuern). Die Vermögenslage des Konzerns ist zum 31.3.2024 durch ein Bilanzvolumen von 27,6 Mio. € gekennzeichnet, wovon rd. 6,7 Mio. € auf das Eigenkapital entfallen. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von rd. 24 %. Als wesentliche Aktivposten sind das zum Bilanzstichtag bestehende Anlagevermögen mit 13,2 Mio. €, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 5,3 Mio. € sowie die flüssigen Mittel mit 4,4 Mio. € zu nennen. Zweifelhafte Forderungen wurden wertberichtigt. Die ausgewiesenen Forderungen werden als werthaltig angesehen. Die Liquidität war im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet. Aufgrund der hohen Bestände an liquiden Mitteln erübrigte sich die Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien. Insgesamt ist die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der dittgen-Gruppe geordnet. In der Gesamtbetrachtung herrscht über den Geschäftsverlauf und die Entwicklung der ditt-gen-Gruppe eine hohe Zufriedenheit. Trotz eines schwierigen Jahres für die Baubranche, konnten die Ergebnisse auf einem soliden Niveau gehalten werden. Durch die darüber hinaus kontinuierlichen Investitionen in Personal, die Maschinentechnik und Digitalisierung des Unternehmens und dessen nachhaltigen Entwicklung, sind wir überzeugt, unsere Wettbewerbsfähigkeit im Markt zukünftig sicherstellen zu können. 3. PROGNOSEBERICHT 3.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenaussichten 2024-2025 Auch die kommenden Jahre werden für unsere Volkswirtschaft herausfordernd werden. Weiter anhaltende und sich ausbreitende geopolitische Konflikte hemmen den globalen Handel und erhöhen die Volatilität der internationalen Finanzmärkte. Vor allem energieintensive Industrien leiden unter hohen Energie- und Materialkosten, was letzten Endes auch die Verbraucherpreise nach wie vor auf einem hohen Niveau verbleiben lässt. Nicht zuletzt durch diese inflationär bedingte Konsum-Zurückhaltung und eine schwache Weltkonjunktur stagniert die deutsche Wirtschaft. Das ifo-Institut für Wirtschaftsforschung prognostiziert für das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2024 daher nur einen Anstieg von 0,2 %, gefolgt von einem Wachstum von 1,5 % im darauffolgenden Jahr. Somit liegen die aktuellen Aussichten deutlich unter den Erwartungen aus dem Winter 2023. Dies schlägt sich auch im ifo-Geschäftsklimaindex nieder, welcher im Februar 2024 mit einem Wert von 85,5 deutlich unter dem Vorjahreswert aus 2023 liegt. Die am Harmonisierten Verbraucherpreisindex HVPI gemessene Inflation wird sich nach Prognosen der Europäischen Zentralbank in den Jahren 2024 und 2025 mit 2,3 % bzw. 2,0 % dem gesetzten Ziel einer Teuerungsrate unter, aber nahe an 2%, wieder annähern. Durch weiter steigende Nominallöhne könnte sich somit das reale Einkommen der privaten Haushalte erholen und eine Steigerung der privaten Konsumausgaben ermöglichen. Diese schwache gesamtwirtschaftliche Situation wirkt sich auch auf die Baubranche aus. Insbesondere die Zurückhaltung bei Investitionen im Bereich der Industrie, aber auch durchzunehmend geringere Einnahmen der öffentlichen Hand, werden dringend benötigte Investitionen in Infrastruktur und Entwicklung verzögert oder gestoppt. Somit bleiben die Aussichten für die Baubranche auch im Jahre 2024 unverändert. Weiter anhaltend hohe Finanzierungskosten bremsen vor allem den Hochbau und ausbleibende Ausschreibungen der Öffentlichen Institutionen fördern den sich aufbauenden Investitionsstau in die Infrastruktur. Nach einer Prognose der Beratungsgesellschaft Roland Berger wird im Jahre 2024 mit einem Minus von 6,2 % der Tiefpunkt der Abwärtstrends erreicht. Mit einer Stabilisierung der Marktlage wird erst zum Jahresende 2024 gerechnet; gefolgt von einer leichten Erholung im nächsten Jahr. Diese Prognosen bestätigen auch die Umfragen des ifo-Instituts, in welchen die Erwartungen für die Baubranche ihren niedrigsten Wert seit 1991 erreichen. Vor allem wird es wohl erneut den Wohnungsbau hart treffen, welcher vor einem weiteren Rückgang um 5,4 % im Jahr 2024 steht. Nach einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung wird somit nur mit einer Realisierung von 265.000 Wohnungen gerechnet, wodurch das Ziel von jährlich 400.000 Wohnungen erneut stark verfehlt werden wird. Im Öffentlichen Bau hingegen wird mit einem nominalen Wachstum von 1% gerechnet, was durch den erwarteten Rückgang der Preise einem realen Anstieg von ca. 3% entspricht. Allerdings sind hier auch die Investitionen in die Bereiche Telekommunikationsausbau (Glasfaser) und Ausbau des Schienennetzes enthalten, die die Zahlen forcieren. Im klassischen Tief- und Straßenbau ist daher mit deutlichen Rückgängen zu rechnen. Neben den pessimistischen Konjunkturdaten und Statistiken macht der nach wie vor vorhandene enorme Bedarf an Bauleistungen für die Branche Hoffnung. Während sich in vielen anderen Branchen der Bedarf mit der tatsächlichen Nachfrage ansatzweise deckt, herrscht derzeit in der Baubranche eine Kluft zwischen Bedarf und Nachfrageaktivität der Auftraggeber. Denn der Bedarf an Bauleistungen ist nicht zu verkennen. Zum einen verfolgt die Bundesregierung weiterhin das Ziel, die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum nachzukommen, welche durch die jährliche Zielsetzung von 400.000 neuen Wohnungen umgesetzt werden soll, zum anderen steht der Tiefbau aufgrund immer schlechter werdender Infrastruktur im Kanal-, Brücken- und Straßenbau vor einem enormen Investitionsstau, welcher in den nächsten Jahren abgearbeitet werden muss. Auch im Hinblick auf die Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Nationen und der dadurch zu resultierenden Ansiedlung von Unternehmen und Schaffung neuer Arbeitsplätze, muss der Bedarf an Bauleistungen innerhalb der nächsten Jahre neutralisiert werden. Neben den konjunkturellen Rahmenbedingen der Baubranche, werden sich die Bauunternehmen auch im Jahre 2024 und den darauffolgenden Jahren weiter mit den Themen der Digitalisierung und Nachhaltigkeit befassen müssen. Im Vergleich zum Vorjahr macht sich allerdings vor allem im Bereich der Digitalisierung Ernüchterung breit. In einer repräsentativen Umfrage der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (pwc) attestieren nur noch 45 % der Befragten der Baubranche einen hohen Reifegrad. Dies entspricht einem Rückgang von 3 % innerhalb der letzten zwölf Monate. Vor allem Lösungen für das operative Geschäft verlieren an Relevanz. Bausimulationen und -visualisierungen oder auch der Digitalisierungstreiber der Branche Building Information Modelling (BIM) erzielen ein im Vorjahresvergleich um 16 % schlechteres Ergebnis. Doch trotz dieser leicht rückläufigen Tendenz wird die Digitalisierung für die Baubranche ein wichtiger Hebel bleiben, um sich entgegen dem immer stärker bemerkbar machenden Fachkräftemangel und dem größeren Preisdruck im Markt zu beweisen. Stärker zeigt sich die Entwicklung der Nachhaltigkeit innerhalb der Branche. 70 % der von pwc befragten Unternehmen haben bereits ESG-Standards eingeführt. Vollumfänglich umgesetzt werden die Standards jedoch lediglich von einem Drittel der Befragten. Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben und einer immer stärkeren auftraggeberseitigen Nachfrage, wird sich die Branche in den nächsten Jahren diesbezüglich weiterentwickeln müssen. Nicht zuletzt auch aufgrund einer zusätzlichen Einbeziehung von ESG-Kennzahlen bei der Vergabe von Kreditkonditionen durch die Bankhäuser wird sich die Branche auch in den Jahren 2024 und 2025 weiter mit Themen rund um das Thema Sustainability beschäftigen. Neben den konjunkturellen Rahmenbedingungen und der beiden Megatrends Digitalisierung und Nachhaltigkeit, wird weiter der demographische Wandel und der damit verbundene Fachkräftemangel die Baubranche beschäftigen. Besondere Herausforderung liegt in dem Zwiespalt zwischen Fachkräftemangel bzw. Personalakquise auf der einen, und konjunkturell bedingte Kurzarbeit und Kündigungen auf der anderen Seite. Denn trotz des aktuellen Stellenabbaus in den ersten Monaten des Jahres 2024 werden laut Prognosen des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie bis zum Jahre 2030 ca. 120.000 Arbeitsplätze in der Branche unbesetzt bleiben. 3.2 Aussichten für die dittgen-Gruppe im Geschäftsjahr 2024-2025 Im Geschäftsjahr 2024-2025 zeichnet sich für die dittgen-Gruppe ein ähnliches Bild ab wie im abgelaufenen Geschäftsjahr. Unter den vorgenannten Rahmenbedingungen stellen die geringe Ausschreibungstätigkeit und der damit verbundene härtere Wettbewerb in der Branche, sowie die unsichere geopolitische Lage große Herausforderungen für die Unternehmensgruppe dar. Insgesamt gehen wir von einem moderaten Anstieg der Gesamtleistung von etwa einer Mio. € aus. Während in den Geschäftsfeldern der dittgen Bauunternehmen GmbH besonders im Kanalbau eine sehr gute Auslastung sowie von einem guten Auftragsbestand profitiert werden kann, klafft im Geschäftsfeld des Asphalt- und Straßenbaus durch den oben beschriebenen Preiskampf um eine geringe Anzahl an Aufträgen eine Lücke. Um dieser stagnierenden bzw. negativen Entwicklung entgegenzuwirken, wird das Unternehmen, ähnlich wie bereits im vergangenen Jahr, seinen Tätigkeitsradius erneut über die saarländischen Landesgrenzen hinaus erweitern müssen. Nur durch die räumliche Expansion kann gewährleistet werden, die Auftragslage auf einem hohen Niveau zu halten. Übersetzt in monetäre Werte bedeutet dies einen Auftragsbestand von rund 22 Mio. €, was gemessen am diesjährigen Jahresumsatz ca. 60% Vorlauf entspricht. Wie vorstehend erwähnt entfällt mit einem Anteil von über 75% ein Großteil des Bestandes in das Geschäftsfeld des Kanalbaus, in welchem weiterhin eine stabile Auftrags- und Ertragslage erwartet werden kann. Zudem könnten durch die saarländische Industriepolitik weitere interessante Aufträge auf den Markt gespült werden, an denen die dittgen Bauunternehmen GmbH partizipieren könnte. Neben weiterer und bereits angekündigter Industrieansiedlungen (SVolt in Überherrn, Wolfspeed in Überherrn usw.) ist hier natürlich die Transformation der saarländischen Stahlindustrie zu nennen. Ernüchternder ist auf das Geschäftsfeld des Asphalt- und Straßenbaus zu blicken, in welchem, wie bereits erwähnt, eine überschaubare Auftragslage zu Buche steht. Hier muss abgewartet werden, wie und wann der nicht wegzudiskutierende Bedarf an Straßen- und Wegeerneuerungen in Ausschreibungen und Vergaben umgewandelt wird. Im Geschäftsbereich der trans GmbH bleiben die politischen Entwicklungen weiterhin spannend. Der gesamte Transportsektor steht, unter dem Druck der Dekarbonisierung, vor einer gewaltigen Herausforderung. Dieser kann vorerst nur mittels vielfacher Bemühungen in effizienzsteigernde Prozesse und Technologien begegnet werden. Eine vollständige Elektrifizierung der LKW-Flotte scheint für die trans GmbH zurzeit kein zu beschreitender Weg. Das Geschäftsfeld der Instandsetzung steht auch im Geschäftsjahr 2024-2025 auf einem soliden Fundament, da die basis GmbH rund 90 % ihrer Leistung innerhalb der Unternehmensgruppe erbringt. Somit herrscht kein externer Wettbewerbsdruck für die Unternehmung. Trotzdem ist es unabdingbar die Prozesse sukzessive weiterzuentwickeln und möglichst digital abzubilden. Auch zukünftig wird der hochmoderne Maschinenpark und ein hoher Digitalisierungsgrad, auf und abseits der Baustellen, einen USP innerhalb der saarländischen Baubranche darstellen. Darüber hinaus stellen für die dittgen-Gruppe die weitere Integration und Harmonisierung innerhalb der Juchem-Gruppe eine zentrale Aufgabe für das kommende Geschäftsjahr dar. Neben der Hebung von allgemeinen Synergie- und Skalierungseffekten liegt ein essenzieller Fokus auf der Prozessharmonisierung sowie -optimierung. 4. CHANCEN- und RISIKENBERICHT Gerade für die energieintensive Bau- und (Bau-)Logistik-Branche, welche von der zinsbedingten Investitionsfreude der Auftraggeber abhängig ist, zeichnet sich eine konjunkturelle Delle ab. Dadurch resultierende preisliche Unterbietungen durch Mitbewerber sowie eine starke Konkurrenz könnten in der Folge zu Margendruck führen. Laut einer Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer, sehen 80% der befragten Bauunternehmen die starke Steigerung der Baukosten als fundamentales Risiko für ihre geschäftliche Entwicklung. Die dittgen-Gruppe wird sich dieser gesamtwirtschaftlichen Lage auch nicht entziehen können und demnach ebenfalls dem Risiko geringerer Ausschreibungen und dadurch fallender Marktpreise ausgesetzt sein. Des Weiteren steigt mit der schwächeren wirtschaftlichen Lage vieler Unternehmen gerade im Segment der Gewerbekunden das Zahlungsausfallrisiko. Um diese Risiken zu einem möglichst frühen Zeitpunkt erkennen und gegensteuern zu können, wurden in den vergangenen Jahren personelle und organisatorische Vorkehrungen getroffen, die ein nachhaltiges Risikomanagement sicherstellen. In diesem Zuge sind bereits heute eine Vielzahl an Kern- und Nebenprozessen innerhalb des Konzerns völlig digital abbildbar, was ein Höchstmaß an Transparenz und Risikoerkennung für die Entscheidungsträger des Konzerns gewährleistet. Im spezifischen Fall des Ausfallrisikos von Forderungen arbeiten wir außerdem eng mit Rating Agenturen zusammen und versichern konsequent jeden Kunden mit mehr als 10.000 € Auftragssumme gegen Ausfall (Coface), so dass die hier drohenden Gefahren gut beherrschbar sind. Neben den Herausforderungen und Risiken des aktuellen Zeitgeschehens bleibt der Straßen- und Kanalbau ein wesentlicher Bestandteil der öffentlichen Infrastrukturentwicklung, was stabile und langfristige Aufträge durch staatliche Förderprogramme und Investitionen sicherstellt. Insbesondere durch staatliche Maßnahmen zur Erneuerung und Modernisierung der Infrastruktur auf regionaler und nationaler Ebene ergeben sich für die Unternehmensgruppe vielversprechende Chancen. Dazu zählen auch Investitionen in den Ausbau von Versorgungsnetzen und die wachsende Bedeutung der Hochwasserschutz-Infrastruktur, welche aufgrund des Klimawandels an Bedeutung gewinnt. Die zunehmende Urbanisierung und der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur bieten weiteres Wachstumspotenzial, insbesondere im Saarland und den angrenzenden Regionen. Darüber hinaus werden auch der digitale Fortschritt und die damit verbundenen Prozessoptimierungen im Geschäftsjahr 2024/2025 einen hohen Stellenwert genießen. Insbesondere im Bereich der Baustellenlogistik, des Baucontrollings und der Maschinenwartung werden neue digitale Anwendungslösungen Einzug finden. Durch den Einsatz von innovativen Softwarelösungen zur Planung und Überwachung von Bauprojekten kann so die Effizienz gesteigert werden. Zudem bieten diese digitalen Technologien die Möglichkeit, Projekte präziser und schneller abzuwickeln, was sowohl die Kosten als auch die Zeitpläne optimiert. Auch im Bereich der Wartung und Instandhaltung von Nutzfahrzeugen und Baumaschinen eröffnen sich durch den Einsatz von digitalen Überwachungssystemen (Predictive Maintenance) zusätzliche Chancen zur Optimierung der betrieblichen Abläufe und zur Minimierung von Ausfallzeiten. Für das Geschäftsjahr 2024-2025 hat der Konzern wiederum eine detaillierte Planung für Umsatz, Produktivität, Wertschöpfung und Ergebnis erstellt, deren Einhaltung anhand regelmäßig erstellter Soll-Ist-Vergleiche kontrolliert wird. Mit Hilfe monatlicher Leistungsmeldungen und Projektabrechnungen sowie wöchentlicher Baubesprechungen, in denen auch der Zahlungsstand der Projekte systematisch überprüft wird, werden die Bauvorhaben gesteuert und kontrolliert. Sich dessen bewusst lässt sich festhalten, dass die dittgen-Gruppe im Geschäftsjahr 2024-2025 einer Reihe an Risiken ausgesetzt sein wird, sich für die Gesellschaft jedoch auch einige Chancen bieten können. Die dittgen-Gruppe sieht sich gut gerüstet, die angesprochenen Risiken abwehren bzw. reduzieren zu können und die sich bietenden Chancen für die weitere gute Entwicklung des Unternehmens nutzen zu können.
Niederwörresbach, 27. November 2024 dittgen Holding GmbH Geschäftsführung KonzernbilanzAktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzernkapitalflussrechnung
Konzerneigenkapitalspiegel
Konzernanhang für das Geschäftsjahr zum 31.3.2024A. Allgemeine Hinweise Das Mutterunternehmen ist unter der Firma Dittgen Holding GmbH mit Sitz in Niederwörresbach im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Kreuznach, HRB 23403 eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss der Dittgen Holding GmbH wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften und unter Berücksichtigung der rechtsformspezifischen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Gemäß § 299 Abs. 1 HGB ist der Abschluss auf den Abschlussstichtag des Mutterunternehmens aufgestellt und umfasst den Zeitraum vom 1. April 2023 bis 31. März 2024. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Zudem wurden zur besseren Verständlichkeit teilweise neue Posten eingefügt. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber mehreren nicht in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen wurden unter den Positionen Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis vorliegt, ausgewiesen. Konsolidierungskreis Die Dittgen Holding GmbH, Niederwörresbach, als Mutterunternehmen hält die nachfolgend aufgeführten Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen. Im Rahmen der Vollkonsolidierung gemäß § 301 HGB wurden in den Konzernabschluss einbezogen:
Die dittgen Bauunternehmen GmbH ist zu 50% an der AMASaar GmbH und als Kommanditist zu 50% an der AMASaar GmbH & Co KG, Schmelz beteiligt. Beide Gesellschaften wurden endkonsolidiert, da die übergeordnete Konzerngesellschaft die Kontrolle über die Gesellschaft hat. Dementsprechend wurde für die beiden Gemeinschaftsunternehmen, das Wahlrecht gem. DRS 27.11 ff. i.V.m. DRS 19.11 in Anspruch genommen. Die 100%ige Tochtergesellschaft Mohr & Ost GmbH hat kein operatives Geschäft und ist in Liquidation. Sie wurde daher wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung für die erstmals konsolidierten Gesellschaften wurde nach der Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss gem. § 301 Abs. 1 HGB vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz, der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Die Schuldenkonsolidierung erfolgte nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Ausleihungen und Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgte gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und anderen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Aus dem Verkauf von Anlagevermögen zwischen Gesellschaften des Konzernverbundes sind Zwischengewinne in Höhe von € 30.317,00 entstanden, die im Konzern eliminiert wurden. B. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgten ausschließlich linear. Die Abschreibungen auf Zugänge der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgen zeitanteilig. Der aktivierte Geschäfts- und Firmenwert wird über 10 Jahre linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Erhaltene Investitionszuschüsse wurden bei den Anschaffungs- und Herstellungskosten in Abzug gebracht. Die Abschreibungen erfolgten ausschließlich linear. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind offen von den Vorräten abgesetzt, vom Ausweiswahlrecht gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB wurde insoweit Gebrauch gemacht. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Im Geschäftsjahr sind aus dem Verkauf von Anlagegütern innerhalb der Konzerngesellschaften Zwischengewinne in Höhe von € 30.317,00 entstanden. Hierfür sind aktive latente Steuern zu bilden. Bei einem Durchschnittssteuersatz von 30% (gruppenübergreifend) war ein Betrag von € 9.095,10 zu aktivieren. Die durchschnittliche Nutzungsdauer der Anlagegüter beträgt 5 Jahre. Über diesen Zeitraum sind die aktiven latenten Steuern ab dem Geschäftsjahr 2024/2025 aufzulösen. Unter Berücksichtigung der latenten Steuern aus Vorjahren ergib sich zum Stichtag ein Gesamtbetrag von € 27.354,56. Als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung wird der übersteigende Betrag aus dem Zeitwert der Vermögensgegenstände und den Schulden aus Altersteilzeitverpflichtungen oder Altersversorgungsverpflichtungen ausgewiesen. Die Vermögensgegenstände sind dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen und dienen ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersteilzeitverpflichtungen oder Altersversorgungsverpflichtungen. Die Rückstellungen für Pensionen beinhalten den Saldo aus dem Verpflichtungswert der Pensionszusage und dem Zeitwert des Deckungsvermögens der Rückdeckungsversicherung. Die Ermittlung der Pensionsrückstellung erfolgt auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen nach der Projected Unit Credit Methode. Dabei wurden folgende Annahmen getroffen:
Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind mit ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr wurden entsprechend ihrer Laufzeit mit dem durch die Bundesbank vorgesehenen Zinssatz zum Bilanzstichtag abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. C. Erläuterungen zur Konzernbilanz AnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (letzte Seite des Konzernanhangs) dargestellt. Der Posten Anteile an verbundenen Unternehmen enthält ausschließlich die nicht konsolidierten Anteile an Unternehmen. Als Geschäfts- oder Firmenwert ist der aktive Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung der basis GmbH, Schmelz, in Höhe von TEUR 395 ausgewiesen. Die Nutzungsdauer beträgt gem. § 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 3 Satz 3 letzter Halbsatz HGB 10 Jahre. Die Abschreibung erfolgt linear. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine Beträge, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital von TEUR 25 entspricht dem bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. Die Kapitalrücklagen umfassen die der Muttergesellschaft. Passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Der passive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 1.439 resultiert aus der Erstkonsolidierung der dittgen Bauunternehmen GmbH und der trans GmbH gem. § 301 Abs. 3 Satz 1 HGB. Der Kaufpreis war niedriger als das anteilige neubewertete Eigenkapital der beiden Tochterunternehmen. Der Unterschiedsbetrag wird über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände erfolgswirksam in den Folgejahren aufgelöst (DRS 23.145). Die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer beträgt 20 Jahre. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Bei der Berechnung der Pensionsverpflichtung wurde entsprechend § 253 Abs. 6 HGB mit einem 10-Jahreszins gerechnet. Aus der Gegenüberstellung der Pensionsverpflichtung zum 10-Jahreszinssatz und einer entsprechenden Verpflichtung zu dem bis 2015 geltenden 7-Jahreszinssatz ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von TEUR 3, der einer Ausschüttungssperre unterliegt. Sonstige RückstellungenDie Sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Gewährleistungsrisiken (TEUR 676), für Tantieme (TEUR 133), für nicht in Anspruch genommenen Urlaub der Arbeitnehmer (TEUR 509) und für Dienstjubiläen (TEUR 350) gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel nachfolgend im Einzelnen dargestellt. Verbindlichkeitenspiegel
1: Bürgschaft 2: Sicherungsübereignung von Fahrzeugen 3: Grundschuld 4: Abtretung von bestehenden und künftigen Ansprüchen aus Investitionszuschüssen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Darlehen. Gläubiger sind andere Unternehmen der Juchem-Gruppe, die nicht diesem Teilkonzern angehören. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag lagen sonstige finanzielle Verpflichtungen von Bedeutung in Höhe von TEUR 686 vor. Sie betreffen Leasingverpflichtungen und Mietkaufverpflichtungen. Darüber hinaus sind keine weiteren für die Finanzlage bedeutsamen Verpflichtungen zu vermerken. Wesentliche nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte liegen zum Bilanzstichtag nicht vor. Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt. D. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung UmsatzerlöseDa die Tochtergesellschaft nahezu ausschließlich für dittgen Bauunternehmen GmbH arbeiten erbringt der Konzern fast ausschließlich Bauleistungen im Bereich des Straßenbaus und Kanalbaus. Außergewöhnliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind als außerordentliche Aufwendungen Risikovorsorgen Gewährleistung, Zuführungen zu Rechnungskürzungen/Einzelwertberichtigung in Höhe von T€ 2.245 enthalten. Abschlussprüferhonorare Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 30. E. Sonstige Angaben GeschäftsführungZum Geschäftsführer des Mutterunternehmens war im Berichtsjahr bestellt: Thilo Mathias Juchem, Kaufmann Philip Christopher Wild, Dipl.-Wirtschaftsingenieur MitarbeiterDie durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (ohne Auszubildende) betrug:
Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB Für die Tochterunternehmen, dittgen Bauunternehmen GmbH, trans GmbH und basis GmbH, wird für Zwecke der Offenlegung und Prüfung von der Befreiungsmöglichkeit Gebrauch gemacht. Die Gesellschafterbeschlüsse und der Konzernabschluss der Muttergesellschaft werden beim Bundesanzeiger zur Veröffentlichung eingereicht. Gewinnverwendungsvorschlag der MuttergesellschaftDie Geschäftsführung der Dittgen Holding GmbH schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Niederwörresbach, den 27. November 2024 Die Geschäftsführung Konzernanlagespiegel
Angabe der Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern1.4.2023 - 31.3.2024Der Betrag der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Gesellschaftern beträgt 17.760,75 EUR. Der Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt 1.991.276,59 EUR. 1.4.2022 - 31.3.2023Der Betrag der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Gesellschaftern beträgt 0,00 EUR. Der Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt 1.500.000,00 EUR. Außerplanmäßige Abschreibungen beim Anlagevermögen und beim Umlaufvermögen zur Vorwegnahme künftiger Wertschwankungen1.4.2023 - 31.3.2024Die außerplanmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen betragen 200.000,00 EUR. 1.4.2022 - 31.3.2023Die außerplanmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen betragen 0,00 EUR. sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 11.02.2025 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Dittgen Holding GmbH Niederwörresbach Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Dittgen Holding GmbH Niederwörresbach und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2024, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzernkapitalflussrechnung und den Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Dittgen Holding GmbH Niederwörresbach für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2024 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Idar-Oberstein, 30. Januar 2025 ROLAND
& MAUS TREUHAND GMBH
gez. Jochen Grammes, Wirtschaftsprüfer gez. Ralf Reinhard, Wirtschaftsprüfer |
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