Nunhems Germany GmbH
Kirchenweinbergstraße 115, 71672 Marbach am Neckar, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christiane Gerda Marianne Friemuth seit 6.3.2025 | Prokura |
Khiraj Bhalsing seit 6.3.2025 | Prokura |
Silvia Dr. Elsland seit 2.2.2024 | Prokura |
Karin Dr. Randow seit 8.9.2022 | Geschäftsführer |
Michael Kohl seit 23.11.2018 | Prokura |
Martin Dr. Mistele seit 8.9.2006 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
BASF Handels- und Exportgesellschaft mit beschränkter Haftung | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hild Samen GmbHMarbach am NeckarJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009Bilanz zum 31. Dezember 2009AKTIVA
Gewinn-
und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| EUR |
31.12.2009
EUR |
31.12.2008
EUR |
|
| 1. Rohergebnis | 8.185.564,18 | 6.994.337,71 | |
| 2. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | 2.682.022,09 | 2.341.789,83 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 598.648,68 | 622.721,19 | |
| - davon für Altersversorgung: EUR 127.750,65 (Vj. T-EUR 167) - | |||
| 3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 202.843,29 | 197.463,01 | |
| 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 1.750.654,19 | 1.390.514,14 | |
| 5.234.168,25 | 4.552.488,17 | ||
| 2.951.395,93 | 2.441.849,54 | ||
| 5. Zinsen und ähnliche Erträge | 17.625,58 | 77.058,40 | |
| - davon von verbundenen Unternehmen: EUR 12.561,92 (Vj. T-EUR 73) - | |||
| 6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 340,48 | 435,54 | |
| - davon an verbundene Unternehmen: EUR 102,68 (Vj.: T-EUR 0) - | |||
| 17.285,10 | 76.622,86 | ||
| 7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 2.968.681,03 | 2.518.472,40 | |
| 8. Ertrag(-) / Aufwand(+) aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 3.477,87 | 727.830,80 | |
| 9. Sonstige Steuern | 24.483,76 | 21.549,50 | |
| 21.005,89 | 749.380,30 | ||
| 10. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne | 2.947.675,14 | 0,00 | |
| 11. Jahresüberschuss | 0,00 | 1.769.092,10 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2009
ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN
Der Jahresabschluss der Hild Samen GmbH für das Geschäftsjahr 2009 wurde nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB unter Anwendung der Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB aufgestellt. Hierbei wurden im Berichtsjahr erstmals die Änderungen auf Grund des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) angewandt. Die Vorjahreszahlen wurden nicht entsprechend angepasst.
Im Geschäftsjahr wurde mit der Muttergesellschaft ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Von der Erleichterung des § 276 Satz 1 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde Gebrauch gemacht, und die Posten § 275 Abs. 2 Nr. 1 bis 5 HGB (Umsatzerlöse bis Materialaufwand) wurden zum Posten "Rohergebnis" zusammengefasst.
Angaben, die wahlweise in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang zu machen sind, sind zur Verbesserung der Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses insgesamt im Anhang aufgeführt.
ANGEWANDTE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENWÄHRUNGSUMRECHNUNG
Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen angesetzt.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Bei Zugängen seit 2007 wurden die Abschreibungen ausschließlich nach der linearen Methode vorgenommen. Bei Vermögensgegenständen, die vor 2007 zugegangen sind, liegt den Abschreibungen die degressive oder alternativ die lineare Methode zugrunde. Von der Übergangsmöglichkeit der degressiven zur linearen Abschreibungsmethode wird Gebrauch gemacht.
Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Hierbei kommen auf Grund der Anwendung des BilMoG erstmals auch angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens zum Ansatz.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet unter Abzug angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen.
Die Pensionsrückstellungen sind auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen auf Basis der Projected Unit-Credit-Methode bewertet. Hierbei wurden folgende Annahmen zu Grunde gelegt:
| Zinssatz: | 5,25 % (Zinssatz, der sich bei einer durchschnittlichen Laufzeit von 15 Jahren ergibt) |
| Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen: | 2,5 % |
| Sterbetafel: | Heubeck Richttafeln RT 2005G |
Der Teil der Pensionsverpflichtungen, für den eine kongruente Rückdeckung besteht, stellt nach Auffassung des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf, eine Bewertungseinheit dar. Für diesen Teil wurde aus Gründen einer wirtschaftlich sachgerechteren Betrachtungsweise die Pensionsrückstellung, wie bereits im Vorjahr, dem Aktivwert angepasst.
Auf Grund der Anwendung des BilMoG wurde der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung erstmals mit den entsprechenden Pensionsrückstellungen verrechnet.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.
Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bewertet.
Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden das Imparitäts- bzw. Realisationsprinzip sowie das Anschaffungskostenprinzip beachtet.
ANGABEN ZU EINZELPOSTEN DER BILANZ
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem im Folgenden dargestellten Anlagenspiegel zu ersehen.
Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2009
| Anschaffungs- / Herstellungskosten | ||||
|
Stand 01.01.2009
EUR |
Zugänge
EUR |
Abgänge
EUR |
Stand 31.12.2009
EUR |
|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 429.554,31 | 57.728,00 | 413.229,08 | 74.053,23 |
| Sachanlagen | ||||
| Grundstücke und Bauten | 3.442.989,06 | 651.972,00 | 0,00 | 4.094.961,06 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.157.432,74 | 62.787,28 | 28.559,06 | 2.191.660,96 |
| 5.600.421,80 | 714.759,28 | 28.559,06 | 6.286.622,02 | |
| 6.029.976,11 | 772.487,28 | 441.788,14 | 6.360.675,25 | |
|
Abschreibungen kumuliert 31.12.2009
EUR |
Restbuchwert 31.12.2009
EUR |
Restbuchwert 31.12.2008
EUR |
Abschreibungen im Geschäftsjahr
EUR |
|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 14.378,23 | 59.675,00 | 5.694,00 | 3.747,00 |
| Sachanlagen | ||||
| Grundstücke und Bauten | 2.213.315,84 | 1.881.645,22 | 1.317.119,22 | 87.446,00 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.610.284,96 | 581.376,00 | 630.239,00 | 111.650,29 |
| 3.823.600,80 | 2.463.021,22 | 1.947.358,22 | 199.096,29 | |
| 3.837.979,03 | 2.522.696,22 | 1.953.052,22 | 202.843,29 |
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (Vorjahr: sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T-EUR 1.070).
In der Position "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" sind in Höhe von T-EUR 1.095 (Vorjahr: T-EUR 883) Forderungen aus Cash-Pooling enthalten, die eine Mitzugehörigkeit zum Posten Guthaben bei Kreditinstituten aufweisen.
Eigenkapital
Der Bilanzgewinn hat sich in 2009 wie folgt entwickelt:
| T-EUR | |
| Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2008 (= Gewinnvortrag) | 1.776 |
| Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2009 | 0 |
| Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2009 | 1776 |
Gemäß Ergebnisabführungsvertrag vom 10./14.12.2009 wird der Jahresüberschuss an die Bayer CropScience Aktiengesellschaft abgeführt.
Verbindlichkeiten
Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden
Der Aktivwert aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von T-EUR 1.176 wurde erstmals gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den Pensionsrückstellungen verrechnet.
Haftungsverhältnisse, nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Nicht in der Bilanz enthaltene finanzielle Verpflichtungen:
| 31.12.2009
T-EUR |
|
| Verpflichtungen aus Pacht- und Mietverträgen - jährlich - | 57 |
| Verpflichtungen aus Leasingverträgen - jährlich - | 71 |
| Übrige - jährlich- | 6 |
| 134 |
ANGABEN ZU EINZELPOSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Rohergebnis
Enthalten sind Erträge aus dem erstmaligen Ansatz angemessener Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens im Rahmen der Anwendung der Vorschriften des BilMoG bei der Ermittlung der Herstellungskosten für Fertige Erzeugnisse und in den Vorräten (T-EUR 359).
Verrechnung von Erträgen und Aufwendungen
Im Zusammenhang mit der Verrechnung von Aktivposten aus Rückdeckungsversicherungen und Pensionsrückstellungen wurden erstmals Erträge aus dem zu verrechnenden Vermögen in Höhe von T-EUR 37 mit den zugehörigen Aufwendungen aus der Abzinsung verrechnet.
Periodenfremde Erträge und Aufwendungen
Die Gewinn- und Verlustrechnung beinhaltet in Höhe von T-EUR 92 periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.
In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus der Auflösung von Steuerrückstellungen für Vorjahre in Höhe von T-EUR 3 enthalten.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Auf Grund der im Geschäftsjahr begründeten körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Organschaft sind für 2009 keine Ertragsteuern angefallen.
SONSTIGE ANGABEN
Angaben zum Mutterunternehmen
100 % des Stammkapitals der Gesellschaft werden von der Bayer CropScience Aktiengesellschaft, Monheim am Rhein gehalten. Oberste Muttergesellschaft ist die Bayer AG, Leverkusen.
Der Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Teil von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen wird, wird von der Bayer AG erstellt.
Dieser Konzernabschluss ist nach Maßgabe des § 325 HGB im elektronischen Bundesanzeiger bekannt zu machen.
Die Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB unterbleiben, da diese Angaben im Konzernabschluss der Bayer AG, Leverkusen, erfolgen.
Angaben zur Belegschaft (ohne Geschäftsführer)
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr:
| 2009
Personen |
|
| Arbeitnehmer Vollzeit | 45 |
| Arbeitnehmer Teilzeit incl. Aushilfen | 32 |
| 77 |
Angaben zu Organen
Mitglieder der Geschäftsführung im Geschäftsjahr:
|
Dr. Paul Rubitschek, Dipl. Ing. agr., Marbach Jacobus Izaäk Remijnse, Board member Nunhems B.V., Heythuysen/Niederlande |
|
|
Steffen Günther, Board member Nunhems B.V., Grevenbroich |
Bezüge der Geschäftsführung
Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält.
Marbach, 10. Februar 2010
Dr. Paul Rubitschek, Geschäftsführer
Jacobus Izaäk Remijnse, Geschäftsführer
Steffen Günther, Geschäftsführer
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009
Wir sind ein international agierendes Gemüsezüchtungsunternehmen, das in den wichtigsten Anbauländern Europas sowie weltweit tätig ist. Wir unterhalten für verschiedene Gemüsearten, die nicht von Nunhems bearbeitet werden und die uns interessant erscheinen, Züchtungsprogramme, aus denen leistungsfähige Sorten für den Profianbau entstehen.
1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft
Die Gesamtwirtschaft war zwar infolge der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise von erheblichen Schwierigkeiten geprägt. Die Gemüse-Saatgutbranche war jedoch auch 2009 relativ stabil, allerdings mit Schwankungen bei einzelnen Firmen. So haben wir beispielsweise einen großen Teil unseres Wachstums durch Zugewinn von Marktanteilen erarbeitet.
2. Geschäftsverlauf und Lage
Das Rohergebnis lag im Geschäftsjahr 2009 sehr deutlich über dem Vorjahresniveau. Hierfür waren maßgeblich die Steigerung der Umsatzerlöse im Export sowie einzelne Sondergeschäfte, mit bedingt durch Lieferengpässe beim Mitwettbewerb.
Das Jahresergebnis vor Steuern und Ergebnisabführung erhöhte sich um 450 T-EUR.
Der gesamte Gewinn in Höhe von 2.948 T-EUR wird auf Grund eines in 2009 geschlossenen Gewinnabführungsvertrages an die Muttergesellschaft abgeführt.
3. Finanzen, Vermögenslage, Investitionen
Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist im Vergleich zum Vorjahr um 1.852 T-EUR (24 %) gestiegen. Es wurden rd. 772 T-EUR, im Wesentlichen in Grundstücke und Bauten, investiert. Die Anlagenintensität erhöhte sich leicht auf 26 %.
Im Berichtsjahr wurden erstmals die Bilanzierungsgrundsätze des Bilanzmodernisierungsgesetzes (BilMoG) angewandt. In diesem Rahmen kamen im Berichtsjahr bei der Bewertung der Fertigerzeugnisse auch angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten zum Ansatz. Das Vorratsvermögen in der Bilanz und der Rohertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erhöhten sich entsprechend. Darüber hinaus wurden die Bestände zur Sicherung der schnellen Lieferfähigkeit erhöht.
Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen wurde erstmals mit den entsprechenden Pensionsrückstellungen verrechnet. Dadurch verminderten sich auf der Aktivseite der Bilanz die sonstigen Vermögensgegenstände sowie auf der Passivseite der Bilanz die Pensionsrückstellungen gleichlautend.
Durch den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag sank einerseits die Eigenkapitalquote auf rd. 50 %. Anderseits erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um den abzuführenden Gewinn.
4. Personalentwicklung
Wir können auf einen erfahrenen Personalstamm zurückgreifen. Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer in Vollzeit hat sich in 2009 um drei Mitarbeiter erhöht.
5. Chancen und Risiken
Der Trend ist nach wie vor gegeben, den Anbau von Gemüse verstärkt nach Südeuropa zu verlagern, wo der relativ aufwändige beheizte Anbau unter Glas nicht erforderlich ist. Die Gemüse-Produktionsfläche in Deutschland wächst daher nur leicht, mit entsprechenden Schwankungen zwischen den einzelnen Kulturarten. Wir gehen allerdings weiter von einer stabilen Anbaufläche aus.
Ebenfalls weiter anhaltend ist der Trend, dass Anbauer sich weiter spezialisieren und bei Pflanzkulturen (Salat, Sellerie etc.) Jungpflanzen bei spezialisierten Jungpflanzenbetrieben kaufen, anstatt die Pflanzen selbst aus Saatgut zu produzieren. Dies wird bei den so genannten Pflanz-Kulturarten zu einem weiteren Rückgang des Umsatzes bei Hild führen. Zum einen wird der Bedarf an Jungpflanzen zu einem großen Teil durch Importe aus Holland gedeckt, und zum anderen kaufen spezialisierte Jungpflanzenbetriebe das Saatgut auf Grund der weitaus größeren Mengen wesentlich billiger ein als die kleineren Anbauer, so dass darüber hinaus auch noch die Margen sinken. Auch Hobby-Gärtner kaufen zunehmend Pflanzen (anstatt Saatgut) bei Gartencentern, Versandhandel etc., was zu einem Rückgang des Absatzes von "loser Ware" an so genannte Abfüll-Firmen führt. Diese Jungpflanzen werden von professionellen spezialisierten Jungpflanzenbetrieben angezogen, was wiederum gewisse Steigerungen bei diesen Kunden erwarten lässt.
Das Preisrisiko unserer Kunden und damit das Risiko für uns als Lieferanten sind nach wie vor relativ hoch. Bei den professionellen Erzeugern führt bereits eine geringe Überschussproduktion zu einem deutlichen Preisrückgang bei den Endprodukten. So waren im Berichtsjahr die Preise bei großen Erzeugern zum Teil sehr schlecht, was sich im Folgejahr auf deren Saatgut-Einkauf negativ auswirken kann. Und bei den Abfüllfirmen führt ein "spätes" Frühjahr und/oder ein solches mit überwiegend kalter und regnerischer Witterung zu geringeren Verkäufen ihrer Hobby-Samentüten und somit zu hohen Retouren, was zu einem geringeren Einkauf von Samen in der folgenden Saison führt.
Die Verwendung von biologisch erzeugtem Saatgut in der biologischen Gemüseproduktion ist nach wie vor nicht zwingend vorgeschrieben. Seit 1. Januar 2009 ist zwar eine neue EU-Verordnung in Kraft (EG 889/2008), in Bezug auf die Regelungen zum Saatgut hat sich jedoch nichts Substantielles geändert. Die Ausnahmeregelungen werden vor allem von den Anbauern mit großen Produktionsflächen genutzt.
Daher wird sich das Marktvolumen für biologisch erzeugtes Saatgut sowohl in Deutschland als auch im übrigen Europa nur langsam erhöhen und zumindest auf absehbare Zeit ein "Nischenprodukt" bleiben. Die Erzeugerpreise von Bio-Gemüse sind bei Selbstvermarktern relativ hoch; bei Lieferanten an den LEH, insbesondere an Discounter, unterliegen sie dem gleichen Druck wie konventionelle Erzeugnisse.
Die Marktsituation und die Entwicklung der rechtlichen und sonstigen Rahmenbedingungen werden laufend beobachtet, so dass je nach Erfordernis die notwendigen Maßnahmen ergriffen werden können. Auf Grund der bereits getroffenen Maßnahmen sowie aus der heutigen Situation heraus sind außergewöhnliche Risiken, die für das Unternehmen eine nachhaltige Gefahr darstellen könnten, derzeit nicht erkennbar.
Höhere Anforderungen der Kunden an schnelle Lieferfähigkeit und gleichzeitig höhere Anforderungen an die Qualität des Saatguts haben zur Folge, dass höhere Bestände an Saatgut bevorratet werden müssen, um die notwendigen Aufbereitungen mit der nötigen Sorgfalt durchführen zu können. Hier besteht das Risiko von Überbeständen und/oder Qualitätsverlusten (Keimfähigkeit, Vitalität), die dann zu entsprechenden Abwertungen führen.
Erhebliche Chancen sehen wir im weiteren Ausbau unserer eigenen Züchtung und Produktentwicklung. So ist auch im Berichtsjahr wieder für einige Sorten Sortenschutz beantragt worden. Auf Grund des langwierigen Züchtungsprozesses sind die positiven Auswirkungen dieser Anstrengungen auf den Ertrag in vollem Umfang jedoch erst mittelfristig zu erwarten. Darüber hinaus strebt die Gesellschaft die Übernahme weiterer exklusiver Vertriebsrechte an einzelnen Sorten sowie an ganzen Sortimenten an. Insbesondere in Arten, in denen innerhalb der Nunhems-Gruppe keine Züchtung betrieben wird, wird weiterhin nach (in- und ausländischen) Züchtern gesucht, deren Produkte in Deutschland von Hild exklusiv vertrieben werden können. Ebenso werden in enger Zusammenarbeit mit den Schwestergesellschaften die Aufbereitung und damit die technische Saatgutqualität weiterentwickelt.
Während im Inland nur noch relativ geringe Wachstumsmöglichkeiten erkennbar sind, werden im Ausland deutlich mehr Chancen für weiteres Wachstum gesehen. Deshalb wird das Auslandsgeschäft konsequent weiter ausgebaut werden.
Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat auf die Saatgutbranche in Deutschland nur mittelbare Auswirkungen. Einige wenige größere Kunden kommen dermaßen in Liquiditätsschwierigkeiten, dass ihr Überleben in Frage steht.
Mögliche Risiken für uns sind jedoch in unseren Abwertungen enthalten. Selbstverständlich fallen solche Kunden in den Folgejahren aus, wir erwarten jedoch insgesamt keinen Flächenrückgang, so dass hier möglicherweise nicht mehr realisierte Umsätze durch andere, wachsende Kunden wieder ausgeglichen werden. Ein größerer privater (niederländischer) Züchter wurde durch Monsanto aufgekauft, was auf unser Geschäft jedoch keinen bedeutenden Einfluss haben dürfte.
6. Forschung und Entwicklung
Die Züchtungsaktivitäten werden weiter ausgebaut, da hier gute Chancen auch in Bezug auf Abgrenzung von den Mitwettbewerbern gesehen werden.
7. Finanzinstrumente
Die Hild Samen GmbH hält an Finanzinstrumenten im Wesentlichen:
• Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, gegen verbundene Unternehmen sowie sonstige Vermögensgegenstände
• Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, gegenüber verbundenen Unternehmen sowie sonstige Verbindlichkeiten.
Ziel der Gesellschaft ist es, die möglichen Risiken zu minimieren. Dies geschieht unter anderem dadurch, dass nur in Ausnahmefällen Fremdwährungsforderungen / -verbindlichkeiten begründet werden. Zur Minderung des Ausfallrisikos bei Forderungen werden die Forderungen laufend überwacht, gemahnt und bei Bedarf werden auch Lieferstopps verhängt. Dem Risiko, dass das Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage ist, seinen finanziellen Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen, wird begegnet durch regelmäßige Ertrags- und Liquiditätsplanungen, die laufend den aktuellen Gegebenheiten angepasst werden. Darüber hinaus nimmt die Hild Samen GmbH am Cash Pooling der Bayer AG teil.
Besondere Risiken im Bereich der Finanzinstrumente können wir derzeit nicht erkennen.
8. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.
9. Voraussichtliche Entwicklung in den nächsten beiden Geschäftsjahren
In den nächsten Jahren wird mit steigenden Umsätzen gerechnet. Auf Grund von steigenden Mengen pro Kunde und dadurch sinkender Margen wird der Gewinn unterproportional steigen.
Marbach, 10. Februar 2010
Dr. Paul Rubitschek, Geschäftsführer
Jacobus Izaäk Remijnse, Geschäftsführer
Steffen Günther, Geschäftsführer
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Hinweis: Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Hild Samen GmbH, Marbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 10. Februar 2010
PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Jürgen Schwehr, Wirtschaftsprüfer
ppa. Bernhard Traxler, Wirtschaftsprüfer
Feststellung des Jahresabschlusses
Die Alleingesellschafterin hat am April 2010 den Jahresabschluss zum 29. 31.Dezember 2009 festgestellt.
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