cherryjam GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hendrik Rocholl seit 7.8.2023 | Prokura |
Sophie Schulz seit 7.8.2023 | Prokura |
Harro Booth seit 7.3.2011 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Harro BoothNORIMPEX Warenhandelsges. m.b.H. | 38.08% |
K*********** B****NORIMPEX Warenhandelsges. m.b.H. | 1.92% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 85.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ElbOil GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Darstellung des Geschäftsverlaufs einschl. des Geschäftsergebnisses 1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft 2. Umsatz- und Geschäftentwicklung II. Wirtschaftliche Lage der Gesellschaft 1. Vermögenslage 2. Finanzlage 3. Ertragslage 4. Personal 5. Gesamtaussage III. Chancen und Risiken 1. Chancen 2. Risiken I. Darstellung des Geschäftsverlaufs einschl. des Geschäftsergebnisses Gegenstand des Unternehmens ist der Handel von Mineralölen und die Vermittlung von Bunkergeschäften aller Art. Die ElbOil GmbH hat in Bezug auf den Umsatz sowie Gewinn ein gutes Jahr 2023 erzielt. 1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Die Mineralölwirtschaft und Bunkerindustrie haben in den letzten Jahren eine dynamische Entwicklung erlebt, geprägt von verschiedenen Faktoren wie geopolitischen Ereignissen, technologischen Fortschritten und Umweltbewusstsein. Nachfolgend werden einige Schlüsselaspekte dieser Entwicklung betrachtet:a. Rohölpreisschwankungen: Die Mineralölwirtschaft ist stark abhängig von den globalen Rohölpreisen. In den letzten Jahren gab es erhebliche Schwankungen aufgrund geopolitischer Spannungen, wirtschaftlicher Unsicherheiten und Produktionsänderungen einiger OPEC-Länder. Diese Volatilität beeinflusst nicht nur die Gewinnmargen der Unternehmen, sondern auch die Preise für Endprodukte wie Treibstoffe und Schmierstoffe. b. Umweltbewusstsein und erneuerbare Energien: Das wachsende Umweltbewusstsein und die Bemühungen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen haben zu einem verstärkten Fokus auf erneuerbare Energien geführt. Dies hat die Mineralölwirtschaft dazu veranlasst, vermehrt in alternative Energien, wie beispielsweise Biotreibstoffe zu investieren. Gleichzeitig hat die Bunkerindustrie verstärkt nach umweltfreundlicheren Lösungen für den Schiffsverkehr gesucht. c. Technologische Entwicklungen: Fortschritte in der Technologie haben die Effizienz in der Mineralölwirtschaft und Bunkerindustrie verbessert. Automatisierung, Datenanalyse und fortschrittliche Überwachungssysteme tragen zur Optimierung von Produktionsprozessen und Logistik bei. d. Internationale Vorschriften und Standards: Die verschärften Umweltstandards und Vorschriften, insbesondere im maritimen Sektor, haben die Bunkerindustrie vor Herausforderungen gestellt. Die Einführung von Vorschriften wie dem Internationalen Übereinkommen zur Verhütung der Meeresverschmutzung durch Schiffe (MARPOL) hat zu einer verstärkten Nutzung von emissionsarmen Kraftstoffen und umweltfreundlicheren Technologien in der Schifffahrt geführt. e. Globaler Handel und geopolitische Einflüsse: Die Mineralölwirtschaft und Bunkerindustrie sind stark vom globalen Handel und geopolitischen Ereignissen abhängig. Veränderungen in Handelsabkommen, politischen Spannungen und Sanktionen können die Verfügbarkeit von Rohöl und den Handel mit Bunkerprodukten beeinflussen. f. Wirtschaftliches Wachstum: Insgesamt war 2023 von einem historisch schwachen Wachstum geprägt. Laut IWF 2023 legte die Weltwirtschaft beim Welt -BIP mit 3% zu. Die Weltwirtschaft erholte sich von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sowie dem Ukraine Krieg und dessen Folgen, und viele Länder verzeichneten eine Zunahme der wirtschaftlichen Aktivitäten, insofern muss das zwar schwache Wachstum dennoch als moderat gewertet werden. Dennoch gab es regionale Unterschiede, wobei einige Volkswirtschaften schneller wuchsen als andere. Das weltwirtschaftliche Handelsvolumen ist deutlich schwächer als erwartet ausgefallen und ist nicht zuletzt auf die Baisse Chinas zurückzuführen. Trotz sinkender Energie- und Rohstoffpreise und eine Entspannung in den Lieferketten ist der Warenhandel in diesem Jahr weltweit um 1% zurückgegangen. Selbst die weltweite Industrieproduktion ist stagniert (BDI 2023). Während sich die USA konjunkturell deutlich besser als erwartet behaupten konnten und somit das Jahr mit einem satten Plus von gut 2 % beendet hat, durchlief China ein schwaches zweites und drittes Quartal 2023 bei mäßiger Erholung zum Ende des Jahres. Dies dürfte jedoch für das Erreichen des von der Regierung genannten Ziels von 5% Wachstum des BIP reichen. In Europa wurden die Aktivitäten stärker als erwartet abgebremst, vor allem in Deutschland und in Mittel- und Osteuropa, dies lag vor allem an den Dellen bei den realen Konsumausgaben. Der Euro Raum verzeichnete nur ein Wachstum von 0,5% im Jahr 2023. Für das Jahr 2024 erwartet der IWF ein globales Wachstum des Welt -BIP von +2,9%. Bremsend wirkt hier vor allem der Euro Raum, dessen Prognosen nur ein Wachstum von 0,7% voraussagen. Somit ist eine durchgehende Erholung im Jahr 2024 nicht zu erwarten. Ein herausforderndes Thema war der weltweite Inflationsdruck. Steigende Rohstoffpreise, vor allem im Energiesektor, und Engpässe in Lieferketten trugen dazu bei, dass viele Länder mit erhöhten Inflationsraten konfrontiert waren. Zentralbanken reagierten mit unterschiedlichen geldpolitischen Maßnahmen, um die Preisstabilität zu gewährleisten. Der IWF prognostiziert für das Gesamtjahr einen Rückgang der weltweiten Inflation von fast neun auf knapp sieben Prozent und auf unter sechs Prozent im Jahr 2024. Die Industrieländer kommen generell schneller voran als die Entwicklungs-und Schwellenländer. Ein wichtiger Treiber für diesen Stabilisierungsprozess sind die auch konjunkturell gedämpften Rohstoffpreise. In den USA ist die Inflationsrate bereits auf leicht über drei Prozent gesunken. Generell zeigen die Maßnahmen der Zentralbanken, die Zinsen zu erhöhen, deutliche Ergebnisse und die Inflationsraten in den großen Volkswirtschaften sinken kräftig. Die FED erwartet einen weiteren Rückgang auf 2,5% im Jahr 2024. Im Euroraum hat der drastische Einbruch der Energiekosten im Vergleich zum Vorjahr bereits dazu geführt, dass die Quartalswerte von fast 10% im Vorjahr auf drei Prozent im vierten Quartal 2023 gesunken sind. Die EZB erwartet einen Rückgang der jahresdurchschnittlichen Inflationsrate von 5,6 % in diesem Jahr auf 3,2 % im Jahr 2024. Trotz einer allgemeinen wirtschaftlichen Erholung blieben Handelsspannungen zwischen verschiedenen Ländern bestehen. Protektionistische Maßnahmen und Handelsbeschränkungen beeinträchtigten in einigen Regionen das Wachstum und führten zu Unsicherheiten in globalen Lieferketten. Eine steigende Sensibilität für Umwelt- und Nachhaltigkeitsfragen prägte die wirtschaftlichen Entscheidungen vieler Unternehmen. Investitionen in erneuerbare Energien, nachhaltige Produktion und umweltfreundliche Technologien nahmen zu, da Unternehmen vermehrt auf langfristige ökologische Verantwortung setzten. In einigen Ländern wurde der Arbeitsmarkt von einem wachsenden Fachkräftemangel geprägt, insbesondere in Branchen, die von technologischen Veränderungen stark betroffen waren. Die Anpassung der Arbeitskräfte an neue Anforderungen wurde zu einer Priorität für Regierungen und Unternehmen. Geopolitische Spannungen beeinflussten die Weltwirtschaft weiterhin. Handelsabkommen, politische Konflikte und globale Herausforderungen wie der Klimawandel hatten Auswirkungen auf die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen der Marktteilnehmer. Im gesamten Jahr 2023 gab es starke Tagesraten in der "Energie"-Schifffahrt, angeführt von LPG (Allzeithoch der VLGC-Raten von 91.625 $/Tag) und unterstützt durch ein weiteres starkes Jahr für Tanker, LNG-Raten, die zwar rückläufig, aber immer noch marktüblich waren, und eine fortgesetzte Offshore-Erholung ("Floater"-Bohrinseln erreichten zum ersten Mal seit 2014 eine Auslastung von 90 %). Die Charterraten für Frachtschiffe blieben auf einem historischen Höchststand (seit 2019 ist der Handel um 19 % und die Flotte um 1 % gewachsen). Trotz eines schwachen Jahres (Rückgang um 40 % gegenüber dem Vorjahr) erlebten Massengutfrachter ein besseres viertes Quartal und hoffen bei einem niedrigen Auftragsbestand auf einen besseren Durchschnitt im Jahr 2024. Nach dem Post -Pandemie Boom in der Containerschifffahrt führten ökonomische und geopolitische Risiken zur sinkenden Nachfrage. Die Containerfracht-/Charterraten fielen im Jahresvergleich um 71 % bzw. 68 %, und die Prognosen deuten darauf hin, dass die Raten 2024 auf dem Boden der Tatsachen verharren werden. Doch aufgrund der Störungen am Roten Meer (über 300 Schiffe mit einer Kapazität von 4 Mio. TEU sind inzwischen über das Kap umgeleitet worden) sind die Frachtraten von Shanghai nach Europa um 220 % gestiegen (liegen aber immer noch 65 % unter dem Höchststand von Covid-19). Nach dem Stillstand im Jahr 2022 (und trotz der teilweise düsteren Wirtschaftsprognosen) nahm der Welthandel um 3 % auf 12,4 Mrd. Tonnen zu. Die besten Ergebnisse erzielten Autos (+15 %), Flüssiggas (+6 %) und, unterstützt durch die Wiedereröffnung Chinas, Trockenmassengut (+4,3 %), während das Containeraufkommen schwach blieb (aber im Sommer die Talsohle erreichte. Ein Anstieg der Tonnenmeilen um 5 % stellt das größte Wachstum seit 2017 dar. Bei Cruise erreichte das Passagieraufkommen mit 31 Mio. wieder das Niveau von vor der Covid-19-Krise, und ein gewisser Optimismus kehrt in den Markt zurück. Das weltweite Flottenangebot wuchs um moderate 3,2 % auf 2,3 Mrd. dwt, wobei die Tankerflotte nur um 1,9 %, die Containerflotte jedoch um 8 % wuchs. Die weltweite Werftproduktion stieg im Jahresvergleich um 10 % auf 35 Mio. CGT (wobei China zum ersten Mal 50 % der Produktion lieferte), und es gab einen guten Auftragsfluss (Rückgang bei CGT, gleichbleibend bei DWT und GT) mit einem Anstieg der Tankeraufträge (+235 % bei dwt, wenn auch von einem niedrigen Niveau aus). Das Auftragsbuch macht insgesamt immer noch nur 12 % der Flotte aus, ist aber in den kommenden Jahren stark auf Container und Gas ausgerichtet (was bedeutet, dass das Angebot an Tankern und Massengutfrachtern möglicherweise eingeschränkt wird). Die "Forward Cover" der Werften liegt bei gesunden 3,6 Jahren, und der Gesamtpreisindex für Neubauten ist um 10 % gestiegen. Das Durchschnittsalter der Weltflotte ist auf 12,6 Jahre gestiegen (2013: 9,7 Jahre), und es wird geschätzt, dass 31 % der Tonnage ein D oder E- Rating nach CII aufweisen werden. Das S&P-Volumen blieb auf hohem Niveau (stabil bei 129,9 Mio. dwt im Jahresvergleich), und die Preise für Tanker und Massengutfrachter stiegen um 15 %. Das Schrottaufkommen blieb gering (10,7 Mio. dwt) bei gleichbleibenden Preisen (510 $/ldt). Die finanziellen Institute berichteten über ein aktives Jahr, allerdings mit starkem Wettbewerb um Top Tier und vorzeitige Rückzahlungen. Die Kapitalmärkte waren im Allgemeinen ruhig. Die Schifffahrt verursacht jährlich der weltweiten Emissionen und hat sich selbst eine Reduzierung auferlegt. Wie schnell die Branche damit vorankommt, ist abhängig von technologischen Entwicklungen, dem Einsatz effizienterer Treibstoffe, Regulierung und Marktveränderungen. Manche Reedereien und Frachtbetriebe stellen ihre Schiffe bereits auf den Betrieb mit Erdgas oder alternativen Treibstoffen um oder testen solche - etwa Bio Fuel, Methanol, Ammoniak oder Wasserstoff. Eingesetzt werden ferner Solar- und batteriebetriebene Elektro-Schiffe, windunterstützte Antriebssysteme oder effizientere Schrauben und Wulstbuge. Der Wandel hin zu einer klimafreundlichen Schifffahrt bringt zahlreiche Veränderungen mit sich und könnte bis zu kosten. In den kommenden fünf bis zehn Jahren ist der Einsatz einer breiten Palette von Treibstoffen zu erwarten, was Herausforderungen für Reeder, Betreiber, Lieferanten und Häfen mit sich bringt. Neben der Bewältigung von Störungen (Rotes Meer/Panama) und der Umstellung auf umweltfreundliche Technologien (EEXI, CII und jetzt EU-ETS, Netto-Null-Verpflichtung der IMO) erwartet die Geschäftsführung also ein weiteres widerstandsfähiges und insgesamt gesundes Jahr für viele Teilnehmer in der Schifffahrt. Die seit Sommer 2021 sukzessiv aus dem Ruder gelaufene Inflation wurde auch durch einen immensen Anstieg der Rohstoffpreise ausgelöst. Dieser wiederum fußte auf einer zeitweiligen Verknappung des Angebots, weil die im Zuge der Corona-Lockdowns massiv reduzierte Ölförderung nur schrittweise wieder angehoben wurde, während die Industrie weltweit versuchte, die durch diese Lockdowns verursachten Einbußen aufzuholen. Dafür war aber zu wenig Energie und Material vorhanden bzw. wegen der Überforderung der Logistik nicht zeitgerecht zu bekommen - das trieb den Ölpreis höher. Im Verlauf des Jahres 2022 kam ein weiterer Faktor hinzu: Der Beginn des Ukraine-Konflikts und die damit verbundene Verunsicherung darüber, wie sich die Versorgungslage durch die Sanktionen gegen den großen Ölförderer Russland verändern würde, trieben den Kurs der wichtigsten Ölsorten zwar im ersten Halbjahr 2022 noch weiter nach oben. Aber dann kam schon der nächste Faktor ins Spiel, der den Kurs der wichtigsten Rohölsorten wiederum drückte: Die angehobenen Leitzinsen als Maßnahme zur Bekämpfung der zu hohen Inflation bremsten das Wachstum in den USA und Europa, zugleich kam die chinesische Wirtschaft Anfang 2023, nachdem auch dort die Lockdown-Phase ein Ende nahm, nicht so sehr wieder in Fahrt, wie sich die meisten Ökonomen und Investoren das vorgestellt hatten. Diese Situation drückte den Ölpreis bis zum Sommer 2023. Aber dann schlug das Chartbild schlagartig in Richtung Hausse um. Nicht, weil man auf einmal ein wieder anziehendes Wachstum sah und daraus einen höheren Ölverbrauch ableiten konnte. Diesmal war es die Angebotsseite in Form von Förderkürzungen der OPEC, die den Preis beeinflusste. Im Herbst 2022 hatte man bereits die Fördermengen reduziert, um zu verhindern, dass die da für die Anbieter noch ideal hohen Preise zu weit absinken. Und im Sommer senkte Saudi-Arabien seine Fördermenge erneut um eine Million Barrel pro Tag ab, mit der Ankündigung, die Kürzung mindestens bis Dezember beizubehalten. Die OPEC hat sich Ende 2023 darauf geeinigt, die Ölförderung in diesem Quartal um 2,2 Millionen Barrel pro Tag zu reduzieren. Bislang hat dies noch keinen Anlass zur Sorge über ein knappes Angebot gegeben, so dass die Preise stabil blieben. Viele Händler scheinen zu glauben, dass selbst eine Kürzung um 2,2 Mio. Barrel - wenn sich alle daran halten - ausreichen würde, um das größere Angebot der Nicht- OPEC-Produzenten auszugleichen. Zu Beginn des neuen Jahres sendet die Wall Street gedämpfte Signale bezüglich der Zukunft des Ölmarktes. Finanzinstitute wie Morgan Stanley haben ihre Preisprognosen für Brent-Öl herabgesetzt, was auf ein begrenztes Wachstumspotenzial hindeutet. Ähnliche Tendenzen zeigen sich auch bei anderen großen Finanzakteuren in Europa, wobei die allgemeine Erwartungshaltung auf steigende Preise sinkt. Die zunehmende Ölförderung, insbesondere durch US-amerikanische Schieferölproduzenten, könnte die weltweit wachsende Ölnachfrage decken, die im Zuge des Abflauens des post-pandemischen Aufschwungs an Dynamik verliert. Brent-Öl notierte kürzlich nahe der 79 US-Dollar-Marke und verzeichnete somit den ersten Jahresrückgang seit dem Jahr 2020. Der Ausblick für das Jahr 2024 bleibt unsicher, trotz der geringen Investitionen in die Produktionskapazität, die das Angebot außerhalb der OPEC dennoch verstärken könnten. Während die Prognosen der meisten großen Banken an der Wall Street eher zurückhaltend sind, setzt allein die Bank of America auf einen Anstieg des Durchschnittspreises auf 90 US-Dollar pro Barrel. Citigroup hingegen zeigt sich von einer pessimistischeren Seite mit einer Vorhersage von etwa 75 US-Dollar pro Barrel. Der Durchschnitt aller fünf großen Prognosen beläuft sich auf circa 81 US-Dollar pro Barrel. In diesem Kontext ist es wichtig zu erwähnen, dass solche Prognosen oftmals von einer Vielzahl globaler Ereignisse beeinflusst werden können, die von politischen Entscheidungen über Naturkatastrophen bis hin zu unvorhersehbaren wirtschaftlichen Schwankungen reichen. Der Ölmarkt ist bekannt für seine Volatilität. Der Durchschnittspreis im Jahr 2023 bei der Rohölsorte Brent lag bei US$ 82,49 /bbl und war somit deutlich niedriger als der Preis im Jahr 2022, wo der Preis noch bei US$ 100,00 /bbl lag. Das high lag bei US$ 97,09 /bbl und das low bei US$ 70,06/bbl. Eine erhebliche Spanne. Für den Marine Fuel Markt waren somit die Preise äquivalent volatil. Das meistgehandelte Produkt VLSFO lag in Singapore zwischen USD 718,00 (high) und USD 547,50 (low) und in Rotterdam bei US$ 613,00 und US$ 468,00 pro Tonne. Im Jahr 2023 erhielt man für einen Euro durchschnittlich etwa 1,08 US-Dollar. Der Bilanzstichtagskurs schloss allerdings mit 1,0950 ab und spiegelt wie so oft nicht den Durchschnittswert ab, sondern ist eine Steigerung um fast 2,8% zum Vormonat. Da die Gesellschaft Ihre Abschlüsse in USD erwirtschaftet, wirkt sich dieser Kurs nachteilig auf den bilanziellen Abschluss aus. 2. Umsatz- und Geschäftsentwicklung Die Kernaktivität des Unternehmens konzentriert sich auf den Ein- und Verkauf von Treibstoffen für die kommerzielle Seeschifffahrt. Dieser Handel wird weltweit betrieben. Das Unternehmen pflegt gute Kontakte zu den Lieferanten vor Ort, um wettbewerbsfähig anzubieten. Das größte Volumen wird in Asien mit einem Fokus auf Singapur gehandelt, gefolgt von Nordwesteuropa. Wir sehen auch eine verstärke Zunahme der Aktivitäten im Mittleren Osten. Der Gesamtumsatz im Jahr 2023 fiel um 34,42 %. Das Ergebnis nach Steuern stieg um 72,25 % auf TEUR 4.390. Dieses Ergebnis ist als sehr solide einzuschätzen, besonders vor dem Hintergrund des Rekordergebnisses aus dem Jahr 2022 und dem relativ schwachen Markt, ist dieses Ergebnis sehr zufriedenstellend. Ein sehr gutes Cash-Flow Management, konsequente Compliance und Counter Party Risiko Analysen sowie interne Restrukturierungen haben zu diesem Ergebnis beigetragen. Investitionen in die Niederlassung in London, England und Singapur zahlen sich weiterhin aus, so dass das Gruppenergebnis auf sehr hohem Niveau bleiben konnte. II. Wirtschaftliche Lage der Gesellschaft 1. Vermögenslage Zum Ende des Geschäftsjahres waren folgende Vermögenskennzahlen zu verzeichnen: • Bilanzsumme: EUR 10,181 Mio. • Anlagevermögen: TEUR 778 das entspricht etwa 7,64 % der Bilanzsumme. • Umlaufvermögen: EUR 9,307 Mio., das entspricht etwa 91,41 % der Bilanzsumme. Die größten Posten auf der Aktivseite der Bilanz sind die Liquiden Mittel mit EUR 5,297 Mio., die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit EUR 2,991 Mio. sowie die sonstigen Vermögensgegenstände mit EUR 1,019 Mio. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen EUR 0,651 Mio. Die Refinanzierung der Gesellschaft erfolgte zudem durch Kreditfinanzierungen, die zum Ende des Geschäftsjahres insgesamt EUR 0,125 Mio. betrugen. 2. Finanzlage Die handelsbilanzielle Eigenkapitalquote fiel trotz einer um über 51 % gestiegenen Bilanzsumme nur geringfügig von 75,7 % im Vorjahr auf nunmehr 74,9 %. Dadurch hat sich der Verschuldungsgrad von 24,3 % um lediglich 0,8 % auf 25,1 % erhöht. Die Zahlungsfähigkeit war während des Geschäftsjahres 2023 jederzeit gewährleistet. Die vorhandenen Linien der Kreditinstitute mussten nicht ausgeschöpft werden. 3. Ertragslage Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzgl. Materialaufwand) der Gesellschaft fiel leicht im Vergleich zum Vorjahr auf EUR 5,39 Mio. (Vorjahr: EUR 5,42 Mio.). Nach Berücksichtigung der Ertragssteuern in Höhe von TEUR 829 ergibt sich ein handelsrechtlicher Jahresüberschuss von TEUR 4.389. Dieser beträgt somit 81,45 % des Rohertrags (Vorjahr: 47,02%). Die Betrachtung des Jahresüberschusses im Verhältnis zum eingesetzten Eigenkapital weist im Geschäftsjahr 2023 eine Eigenkapitalrentabilität von 57,57 % (Vorjahr: 49,92%) aus. Die für 2023 prognostizierten Leistungsindikatoren wurden durch den tatsächlichen Geschäftsverlauf übertroffen. Die Prognosen aus dem Lagebericht 2022 weitegehend bestätigt. Wir gehen für 2024 aufgrund der zuvor geschilderten Entwicklung der Marktpreise von einem Umsatzrückgang gegenüber 2023 in Höhe von ca. 10 % aus und erwarten bei unseren wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren ein Rohertrag leicht unter dem Niveau von 2023 sowie ein EBITDA in Höhe von ca. TEUR 1.600. 4. Personal Im Geschäftsjahr 2023 wurden drei neue/r Mitarbeiter/Mitarbeiterin in der Gesellschaft eingestellt. 5. Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als stabil ein. Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung sehen wir als marktgerecht an. Die Finanzlage unserer Gesellschaft ist durch unser Finanzmanagement abgesichert. III. Chancen und Risiken 1. Chancen Die Gesellschaft hat im Jahr 2023 ein gutes Geschäftsjahr gehabt. Marktanteile wurden ausgebaut. Das Unternehmen ist gewachsen und neue Märkte wurden erschlossen. Die Eigenkapitalquote ist nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau. Die Reputation der Gesellschaft ist sehr gut.Auf Gruppenebene sind fünf neue Händler für den Marine Fuels Handel eingestellt worden und eine weitere Diversifizierung und Restrukturierung innerhalb des Kundenportfolios hat stattgefunden. Die Gesellschaft hat sich mit weiteren Investments diversifiziert. Als Anteilseigner einer norwegischen Gesellschaft für die Abwicklung und den Handel mit den EU ETS Zertifikaten, hat sich die ElbOil GmbH wieder ein Stück mehr in Richtung Dekarbonisierung der Schifffahrt entwickelt und sich gleichzeitig für die neuen Herausforderungen im Bereich Schifffahrt und Zulieferung positioniert. Der EU ETS Handel mit Zertifikaten wird ab 2024 verbindlich für alle Schiffe > 5000 BRT die europäischen Häfen anlaufen. Als strategischer und operativer Partner führt dieses Investment dazu, dass die ElbOil Gruppe ganz aktiv an der Technologisierung sowie an der Umwandlung hin zu alternativen Treibstoffen teilnimmt. Eine Ausweitung des Kundenportfolios erscheint möglich. Gleichzeitig führt ein Off Take Agreement für Marine Bio Fuel dazu, dass wir auch hier aktiv die Dekarbonisierung vorantreiben. Unsere Ernsthaftigkeit unsere Gesellschaft Richtung Klimaneutralität zu führen, beweist ein weiteres Investment in eine Gesellschaft, die es sich zum Ziel gesetzt hat, CO 2 Zertifikate am Markt für Unternehmen zu handeln. Ein großes Areal wird unteranderem durch diese Gesellschaft in Ostafrika aufgeforstet. Dies ist das weltweit zweitgrößte Projekt seiner Art und wird durch die Anpflanzung von mehreren tausend Hektar Mangroven zu einer erheblichen CO 2 Speicherung führen. Aufgrund unserer Erfahrungen und Tätigkeiten mit NGO ́s in Afrika wird die ElbOil auch in dieser Provinz zusätzlich weitere soziale Projekte wie Bildung, sauberes Wasser und Nahrung fördern und unterstützen. Wie in den Jahren zuvor wird die Gesellschaft daran aktiv vor Ort teilnehmen. Die positive Geschäftsentwicklung und die Höhe des Eigenkapitals der Gesellschaft führt zu weitläufigen Chancen, die Gesellschaft weiter auszubauen und weitere gezielte Investitionen zu tätigen. Die ElbOil UK Ltd als Tochterunternehmen hat ebenfalls ein solides Ergebnis erzielt und sich in den neu erschlossenen Märkten sehr gut positioniert. Die Tochtergesellschaft in Singapur hat sich sehr positiv entwickelt und zu einem weiteren Wachstum innerhalb der Gruppe gesorgt und ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 beendet. Die Synergien innerhalb der Standorte funktionieren sehr gut. Die Geschäftsführung geht von einem Wachstum im Handelsvolumen im zweistelligen unteren %- Bereich aus. Es wird weiterhin auf Synergien mit dem Tochterunternehmen in London, Singapur, sowie der Cargo Abteilung in der Schweiz gesetzt. Ebenfalls verfolgt die Gesellschaft den konsequenten Ausbau der digitalen Wertschöpfungskette über ein von einem Tochterunternehmen entwickelten Analyse- und Handelstool. Der Fokus liegt weiterhin auf dem Ausbau der alternativen Kraftstoffe und Reduzierung der CO 2 Emissionen. 2. Risiken Nach wie vor bestehen die Risiken der Gesellschaft vor allem in dem Counter-Party-Risiko. Das Risk-Management besteht aus konsequenten Debitorenmanagement inklusive WKV, Reporting und permanenten Controlling. Die Gesellschaft hat im Jahr 2023 wiederum keine Geschäftsausfälle zu verzeichnen gehabt. Die Risiken für das Jahr 2024 werden sich stark verändern zu den Vorjahren. Durch EU-Sanktionen gegenüber Russland ist ein erhöhter Bedarf an Compliance und Sanktionsprüfungen notwendig. Die Gesellschaft hat hier auch externe rechtliche Beratung in Anspruch genommen. Ein Rahmenvertrag mit der Warenkreditversicherung ist für 2024 geschlossen, der eine Abdeckung des Kundenportfolio nahezu komplett abdeckt. Interne, digitale KYC und Compliance Checks sind dauerhafter Bestandteil der internen und externen Prüfungen. Für das Jahr 2024 wird der Compliance Bereich weiter ausgebaut. Um Risiken bei der Ertragslage durch Kundenausfälle zu vermindern und Abhängigkeit von Märkten zu reduzieren, hat das Unternehmen seit Jahren konsequent in den Ausbau der Geschäftstätigkeiten investiert und somit für ein ausreichend diversifiziertes Portfolio sowohl im Kundensegment als auch im Marktsegment gesorgt. Das Wechselkursrisiko ist gegeben, da die Gesellschaft zu 98 % Ihre Geschäfte in US$ ausführt. Das Währungsrisiko kann jedoch unter den gegebenen gesetzlichen Richtlinien kaum begrenzt bzw. entgegengewirkt werden, da für die Bilanzerstellung nur der Abschlussstichtagskurs am 31.12. des Jahres bewertet wird und dieser gar nicht oder nur mit erheblichem finanziellem Aufwand abgesichert werden kann. Die ElbOil GmbH ist nicht am laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens haben könnten. Dies gilt auch für Gewährleistung- oder sonstige Ansprüche im Zusammenhang mit der üblichen Geschäftstätigkeit, welche in den Klagewegen geltend gemacht werden können. Die weiterhin bestehende Kriegslage in der Ukraine, und die Krise im Nahen Osten sowie die zwar rückläufige, aber noch hohe Inflation können die Prognosen und die erwartete Geschäftsentwicklung unserer Gesellschaft beeinflussen. Konkrete Auswirkungen sind derzeit nicht abschätzbar. Vor diesem Hintergrund sehen wir aktuell keine Risiken, welche unsere Entwicklung nachhaltig beeinträchtigen oder unseren Bestand gefährden könnten.
Hamburg, den 1. Februar 2024 Harro Booth BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) aufgestellt worden. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Wertansätze zum 31. Dezember 2022 sind unverändert zum 01. Januar 2023 übernommen worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Anlagevermögen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich bisher aufgelaufener und im Geschäftsjahr planmäßig fortgeführter Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode. Die Zugänge aus 2023 werden linear abgeschrieben. Sonderabschreibungen wurden nicht in Anspruch genommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 800,00 wurden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in fremder Währung werden zum Bilanzstichtag gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Kasse, Guthaben bei Kreditinstituten Die auf Fremdwährungen lautenden Guthaben sind zum Bilanzstichtag mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet worden. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten die zum Abschlussstichtag bestehenden tatsächlichen Verpflichtungen. Die sonstigen Rückstellungen werden für alle erkannbaren ungewissen Verbindlichkeiten und Risiken auf der Grundlage vorsichtiger Schätzungen in angemessenem Umfang gebildet. Rückstellungspositionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind entsprechend dem Imparitätsprinzip zu Nominalwerten bzw. mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährungen, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden gemäß § 256a HGB mit dem Divisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Latente Steuern Auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätze von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten wird ein Überhang an aktiven/passiven latenten Steuern angesetzt. Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes sowie entsprechend den gewerblichen Hebesätzen. Der zur Berechnung der latenden Steuern verwandte Ertragssteuersatz liegt bei rd. 32,0 %. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagespiegel.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten weitere Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 318 (Vorjahr: TEUR 32). Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Eigenkapital
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden gebildet für Personalverpflichtungen in Höhe von TEUR 270 sowie weitere Schuld- und Aufwandsrückstellungen in Höhe von TEUR 236. Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeit
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten weitere Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 97 (Vorjahr: TEUR 37) Latente Steuern Zu Jahresbeginn bestanden Passive latente Steuern von TEUR 50. Die latenten Steuern haben sich im Laufe des Geschäftsjahres ertragswirksam um TEUR 67 verändert. Zum Ende des Geschäftsjahres bestanden Aktive latente Steuern von TEUR 17. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse werden hauptsächlich im Ausland erzielt. Von der Erleichterung des § 288 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht; die Gesellschaft verzichtet auf die Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen und nach geographischen Märkten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 88 (Vorjahr: TEUR 95) enthalten. Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen insgesamt TEUR 19. Diese resultieren in Höhe von TEUR 16 aus der Bewertung des Umlaufvermögens und in Höhe von TEUR 3 aus der Bewertung der Verbindlichkeiten nach § 256a HGB. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen insgesamt TEUR 232. Diese resultieren in Höhe von TEUR 255 aus der Bewertung des Umlaufvermögens und in Höhe von TEUR 7 aus der Bewertung der Verbindlichkeiten nach § 256a HGB. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss beträgt EUR 4.389.170,29. Es wird vorgeschlagen, diesen gemeinsam mit dem weiteren Gewinnvortrag in Höhe von EUR 2.985.508,20, also insgesamt einen Betrag von EUR 7.374.678,49 auf neue Rechnung vorzutragen. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen wesentlicher Art bestehen zum 31. Dezember 2023 nicht. Arbeitnehmerzahl Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 10 Angestellte beschäftigt. Organmitglieder Einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer der ElbOil GmbH im Geschäftsjahr 2023 war der Kaufmann Harro Booth, Seevetal. Gesamtbezüge Angaben zu den Gesamtbezügen gemäß § 285 Nr. 9a HGB unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Anteilsbesitz
Für weitere Beteiligungen werden die Vorschriften gem. § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 und 2 HGB in Anspruch genommen. Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB) Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:
Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich bis zum Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses nicht ereignet. Unterschrift der Geschäftsführung
Hamburg, den 1. Februar 2024 Harro Booth sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 18.04.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die ElbOil GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ElbOil GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ElbOil GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Oldenburg, den 26. Februar 2024 Dr.
Bönkhoff & Gilbers PartG mbB
Dr. Franz Bönkhoff, Wirtschaftsprüfer Hendrik Gilbers, Wirtschaftsprüfer |
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