Lokbest GmbH
Selbe AdresseEinzelhandel mit sonstigen Nahrungs- und Genussmitteln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Boris Steinhagen seit 9.8.2016 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LUSINI Group GmbH (vormals: E. M. Group Holding AG)WertingenKonzernabschluss zum 31. Dezember 2021KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021GRUNDLAGEN DES KONZERNS KONZERNSTRUKTUR Die EM Group ist eine international agierende Handels- und Dienstleistungsgruppe im Versandhandel für Gastronomie- und Hotelbedarf. Ziel der Unternehmensgruppe ist die optimale, vollumfängliche Beratung und Ausstattung von Hotellerie und Gastronomie sowie von Endkunden im europäischen Sektor. Die E. M. Group Holding AG ist mit eigenen Niederlassungen in Deutschland, Frankreich, Österreich, der Schweiz, Spanien, Schweden, Italien sowie den Niederlanden tätig. In Norwegen, Dänemark und Belgien tritt die EM Group als Internet Pure Player auf und vermarktet ausschließlich online. Märkte, in welchen keine Niederlassung oder Onlineplattform unterhalten wird, werden professionell und systematisch durch eine eigene Exportgesellschaft betreut. Um ein konzerneinheitliches Handeln zu gewährleisten, übernimmt die E. M. Group Holding AG als Muttergesellschaft zentral für ihre Tochtergesellschaften Beratungs- und Dienstleistungen in den Bereichen Finanzen, Personalwesen, Interne Revision, Unterstützung im Rahmen des Risikomanagements, Datenschutz und IT-Sicherheit, Zentraleinkauf sowie Versicherungen und Markenrecht. Das Portfolio des Konzerns setzt sich im Wesentlichen aus folgenden Geschäftsbereichen zusammen:
KONZERNSTRATEGIE Die EM Group als international tätiges Unternehmen baut ihren Erfolg auf den Säulen Kompetenz, Prozesseffizienz, Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit, Wachstum und Unabhängigkeit auf. Den Grundstein bildet der Business Plan des Unternehmens, der die wichtigsten strategischen Ziele vereint und die Bestandteile Finanzen, Kunden, Prozesse und Ressourcen umfasst. Die Vision "Jeder fühlt sich bei seinem Gastgeber wirklich wohl. Für die Mitarbeiter sind wir die berufliche Heimat - ein Ort, an dem mit Lust, Freude und Professionalität gearbeitet wird." steht hierbei im Fokus des unternehmerischen Handelns. Die Unternehmensziele sind klar beschrieben und kommuniziert. Die konzerneinheitliche Vision, Strategie und Wertevorstellungen stellen den Weg dar, wie diese Ziele erreicht werden. Die Strategie der EM Group zielt auf ein langfristiges profitables Wachstum und Unabhängigkeit. Diese Strategie wird in Projekten und Maßnahmen kontinuierlich umgesetzt. Dabei hat sich die EM Group bewusst für New Work Ansätze entschieden. Die Mitarbeiter werden frühzeitig in operative sowie strategische Projekte eingebunden, um damit nicht nur ein modernes Arbeiten und ein erhöhtes Involvement zu erreichen, sondern sich auch zu einer adaptiven, selbstlernenden Organisation zu entwickeln. Die Etablierung der Dachmarke LUSINI in 2021 ermöglicht es dem Unternehmen von nun an Synergien zwischen den einzelnen Marken zu schaffen und wesentlich effizienter und kundenfreundlicher zu agieren. Untermauert wurde die Dachmarkeneinführung durch den 2021 gelaunchten LUSINI-Onlineshop, einem neuen Ansatz in der Shop-Entwicklung, bei dem auf größtmögliche Flexibilität im eCommerce-Bereich gesetzt wurde. Stabilität, Performance und Zukunftssicherheit wurden dadurch geschaffen. Ein weiterer Baustein für die nachhaltige Wachstumssteigerung wurde wiederum durch Internationalisierung geschaffen. Der Markteintritt in Dänemark im Herbst 2021 war der Einstieg in der geografischen Ausweitung. Weiterhin setzt das Unternehmen auf Diversifizierung des Produktangebotes in Richtung digitale Produkte. WIRTSCHAFTLICHES UMFELD GESAMTWIRTSCHAFTLICHES UMFELD Die Weltwirtschaft ist im Berichtsjahr nach dem pandemiebedingten Rückgang des Vorjahres deutlich gewachsen (5,8 %/VJ - 3,1 %). Dass die Zahl der Impfungen gegen COVID-19 zunahm und einschränkende Schutz- und Kontaktbeschränkungen gelockert werden konnten, trug maßgeblich dazu bei. Infolgedessen verbesserten sich die Arbeitsbedingungen und der private Konsum nahm wieder zu. Die wirtschaftliche Dynamik ließ im Jahresverlauf jedoch nach. Hintergrund waren weitere COVID-19 Wellen und insbesondere die rapide Ausbreitung der Omikron-Variante, die weitere Einschränkungen nach sich zog. Zudem führten Probleme in den internationalen Lieferketten zu Lieferverzögerungen und zum Anstieg bei den Preisen. Der Krieg in der Ukraine bremst seit Februar 2022 die Expansion der Weltwirtschaft. Ausmaß und Dauer der Beeinträchtigung sind kaum zu prognostizieren. Es wird davon ausgegangen, dass die Sanktionen gegen Russland in der gegenwärtigen Form bestehen bleiben. Von daher ist die Prognose für die Weltkonjunktur von besonderer Unsicherheit geprägt. Auch im Euroraum hat die Wirtschaft - geprägt von ersten Erholungen von der COVID-19 Gesundheitskrise - ebenfalls einen deutlichen Gang zugelegt. Dies spiegelt auch die Entwicklung des realen Bruttoinlandsproduktes für das Jahr 2021 wider. Das Bruttoinlandsprodukt ist im laufenden Jahr um 5,3 % gewachsen (VJ Rückgang 6,4 %). Nach kräftigen Zuwächsen im Sommerhalbjahr 2021 hat die gesamtwirtschaftliche Produktion im Schlussquartal nur noch mäßig zugelegt. Mit den Fortschritten in der Impfkampagne und den sinkenden Fallzahlen ab dem Frühjahr 2021 konnten viele Beschränkungen zur Infektionskontrolle zurückgenommen werden. Die Wirtschaftsleistung im Euroraum stieg im zweiten und dritten Quartal 2021 kräftig an. Ein erneuter Anstieg der Infektionszahlen im Herbst und Winter, die rasche Ausbreitung der Virusvariante Omikron sowie hartnäckige Probleme in den internationalen Lieferketten bremsten die Erholung jedoch wieder aus. Der Erholungsprozess von der Corona-Krise ist je nach Wirtschaftsbereich und Verwendungsaggregat unterschiedlich weit vorangekommen, was Aufhol- und Nachholpotenziale für die Zukunft birgt. Der Inflationsdruck gewinnt an Breite, die Verbraucherpreise zogen bis zuletzt drastisch an, vor allem im Bereich der Energie- und Produzentenpreise. Die Arbeitslosenquote ist im Euroraum trotz der drastischen Produktionseinbrüche der Corona-Krise auf ein neues Rekordniveau gefallen. Für 2022 wird davon ausgegangen, dass die Beeinträchtigungen der Corona-Pandemie ab dem Frühjahr keine Rolle mehr spielen, der Ukraine-Krieg und die Spannungen mit Russland hingegen weiterhin zu Einschränkungen der gesamtwirtschaftlichen Erholung führen. Weiterhin extreme unterjährige Schwankungen der Binnenwirtschaft kennzeichnen das zweite Pandemiejahr 2021 in Deutschland. Während die wirtschaftliche Aktivität - nach den gehemmten ersten Monaten des Jahres - im Sommerhalbjahr 2021 kräftig anzog war das vierte Quartal wieder von deutlichen Einschränkungen, vor allem im Bereich der kontaktintensiven Dienstleistungsbranche, geprägt. Das Bruttoinlandsprodukt wächst im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 % (VJ Rückgang 4,6 %). Der Effekt der coronabedingten Restriktionen kommt allerdings bei weitem nicht an die dämpfende Wirkung im Winter 2020/2021 heran. Maßgeblich hierfür ist, dass infolge des Impffortschritts geringere Einschränkungen für die Gesamtbevölkerung gelten. Insgesamt bleiben die ökonomischen Folgen der Pandemie zwar weiterhin empfindlich, aber sie nehmen von Welle zu Welle ab. Neben der Pandemie prägen auch die dadurch verursachten Lieferengpässe den Konjunkturverlauf 2021. Die rückläufige gesamtwirtschaftliche Aktivität im Winterhalbjahr hinterlässt auch Spuren am Arbeitsmarkt. Das im Lauf des Jahres 2021 kräftig expandierende Arbeitsvolumen der Erwerbstätigen erleidet einen Rückschlag, was im Wesentlichen durch Kurzarbeit abgefangen wurde. Aber auch der Beschäftigungsaufbau verlangsamt sich zum Jahresende. In die ab dem Frühjahr 2022 wiedereinsetzende Belebung fällt die beschlossene Anhebung des Mindestlohnes auf 12 Euro zum 1. Oktober 2022, wodurch die effektiven Stundenlöhne sichtbar steigen dürften. Dies geht jedoch mit Beschäftigungsverlusten einher, die die Erholung am Arbeitsmarkt dämpfen. Der Krieg in der Ukraine belastet seit Anfang 2022 die deutsche Konjunktur, vor allem über die unsicher gewordene Rohstoffverfügbarkeit. Russland spielt weltwirtschaftlich - und speziell für Europa - eine bedeutende Rolle als Rohstofflieferant, wobei Energierohstoffe besonders wichtig sind. Mit der militärischen Aggression gegen die Ukraine sind diese Lieferungen schlagartig unsicherer geworden, was sich in massiven Preisanstiegen äußert. Besonders kritisch ist für Deutschland das Erdgas, für das kurzfristig kaum Alternativen bestehen, um russische Lieferungen zu ersetzen. Hohe Preise für importierte Energierohstoffe - vor allem Öl und Gas - schmälern unmittelbar die heimische Kaufkraft, zudem werden all diejenigen Produktionszweige in ihrer Rentabilität stark beeinträchtigt, die auf die bisherige Energieversorgung ausgerichtet sind. Der Preisauftrieb aus dem Jahr 2021 setzt sich in 2022 weiter fort. Die finalen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, die Wirtschaft im Euroraum und auf die deutsche Wirtschaft sind aufgrund der Unsicherheiten durch den Ukraine-Krieg momentan nicht abzusehen. BRANCHENSPEZIFISCHES UMFELD Der deutsche Einzelhandel verzeichnete insgesamt im Jahr 2021 Umsätze in Höhe von 587,8 Mrd. €. Dies entspricht einer Erhöhung von 1,8 % gegenüber dem Vorjahr (577,4 Mrd. €). Während sich besonders im Onlinehandel Wachstumseffekte zeigten (+19,2 % gegenüber Vorjahr), fuhren weite Teile des stationären Handels insbesondere die Bereiche Non-Food (-2,1 % gegenüber Vorjahr) und Bekleidung (-9,0 % gegenüber Vorjahr) im Jahresverlauf deutliche Umsatzverluste ein. Nach einem schwierigen, von der Corona-Pandemie geprägten Jahr, hofft der Einzelhandel auf ein besseres 2022 und rechnet insgesamt mit einem Umsatzplus von 3 %. Das Gros des Wachstums dürfte allerdings erneut aus dem Online-Bereich kommen, der mit 13,5 % Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahr rechnen darf. Insgesamt werden sich die Umsätze im Einzelhandel inklusive des Onlinehandels 2022 damit auf mehr als 600 Mrd. € belaufen. Im zweiten Pandemiejahr zeigte sich, wie sehr der E-Commerce zur neuen Normalität für Kunden und Händler geworden ist. Der Branchenumsatz mit Waren im E-Commerce stieg im Jahr 2021 in Deutschland auf 99,1 Mrd. € nach 83,3 Mrd. € im Jahr 2020. Das Wachstum zum Vorjahr beträgt entsprechend 19 % (2020 wuchs die Branche um 14,6 % zum Jahr 2019). 40,2 % des Umsatzes wurde über mobile Endgeräte erwirtschaftet. Inklusive der digitalen Dienstleistungen betrug das Gesamtvolumen mehr als 107 Mrd. € brutto. Mit einem Umsatz von 50,5 Mrd. € (2020: 42,1 Mrd. €) machte der Kauf über Online-Marktplätze mehr als jeden zweiten Euro im E-Commerce aus. Am stärksten zulegen konnte im Vergleich der Versender jedoch der Direktvertrieb (D2C) von Herstellern. Stationäre Händler, die auch im E-Commerce tätig sind (Multichannel-Handel), verzeichneten ein Umsatzwachstum von 16,7 %. Damit war ihr Wachstum nicht so stark wie das der Internet-Pure-Player mit 18,4 % (2020: 9,5 %). Für 2022 wird erwartet, dass die verlässliche Leistung der digitalen Händler dazu beiträgt, die Umsatzanteile des E-Commerce im gesamten Handel weiter zu erhöhen. Aktuell wird davon ausgegangen, dass die Umsätze mit Waren im Jahr 2022 um weitere 12 % steigen werden. E-Commerce allein mit Waren wird voraussichtlich mehr als 110 Mrd. € umsetzen. Das Gastgewerbe in Deutschland konnte sich im Jahr 2021 nicht von den Umsatzeinbrüchen im ersten Corona-Krisenjahr 2020 erholen. Die Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe erzielten 2,2 % weniger Umsatz als im Vorjahr. Mit Einbußen in Höhe von - 40,3 % im Vergleich zu 2019 ist das Jahr 2021 sogar noch schlechter ausgefallen als das Jahr 2020, welches ein Minus von 39 % Prozent verzeichnete. Damit waren die beiden von den coronabedingten Einschränkungen geprägten Jahre die umsatzschwächsten im Gastgewerbe seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994. Überdurchschnittlich hoch fielen dabei die Einbußen in den Beherbergungsbetrieben aus. Dort liegt der Umsatz 2021 gegenüber 2019 bei - 44,9 %. Der Verlust im Gaststättengewerbe beziffert sich gegenüber 2019 auf 35 %. Bei den Event-Caterern sieht es mit Umsatzeinbußen von 35,4 % ähnlich schlecht aus. Auch die Tourismuswirtschaft in Deutschland zieht zum zweiten Mal infolge eine bittere Jahresbilanz. Der Umsatzausfall für das Jahr 2021 beläuft sich auf 58,9 Mrd. €. Der Übernachtungstourismus (31,7 Mrd. €) ist davon etwas stärker betroffen als der Tagestourismus (27,2 Mrd. €). Nach einem Lockdown bedingt sehr schwachen 1. Halbjahr 2021 mit 49,9 Mrd. € Umsatzausfall, das noch schlechter als das 1. Halbjahr 2020 ausfiel (40,8 Mrd. € Umsatzausfall), kam das 2. Halbjahr 2021 mit 9,0 Mrd. € weniger Umsatz immerhin wieder in die Nähe eines Normaljahres (Umsatzausfall im 2. Halbjahr 2020: 27,9 Mrd. €). Autarke Unterkunftsformen wie Camping oder Ferienhäuser konnten im 2. Halbjahr 2021 sogar Umsatzsteigerungen gegenüber dem 2. Halbjahr 2019 verzeichnen. Nach wie vor hält die durch Covid-19 ausgelöste Krise die Branche in Atem. Die gesamte Tourismuswirtschaft hofft, 2022 wieder an alte Erfolge anknüpfen und neue Potenziale nutzen zu können. GESCHÄFTSVERLAUF ENTWICKLUNG DES KONZERNS Das Jahr 2021 war weiterhin vom Coronavirus COVID 19 geprägt. Der bereits ab 02. November 2020 verhängte "Lockdown - Light" wurde wieder und wieder verlängert - die unsichere Lage bedingt durch die zweite und dritte Corona-Welle führte zu Zurückhaltung hinsichtlich Lockerungsschritten. Mit der Ankündigung von Öffnungsschritten für Gastronomie und Hotellerie im April für Mai 2021 konnte sich das Umsatzniveau der EMG schnell steigern. Während der Umsatz im ersten Quartal ca. 50 % unter dem Niveau der Vergleichsmonate aus 2019 lag, konnte im Juni 2021 - auch getrieben durch staatliche Hilfsprogramme für die Gastronomie, vor allem durch Förderung von Investitionen in Außengastronomie - ein Rekordwert hinsichtlich des Monatsumsatzes erzielt werden. Im letzten Quartal 2021 begann die vierte Coronawelle mit der sog. Deltavariante. Wieder wurden die Einschränkungen für die Kernzielgruppe der EM Group verschärft (Zutrittsbeschränkungen mit 2G, 3G, 3G Plus), was letztlich wieder zu einem Umsatzrückgang führte. Als betroffenes Unternehmen von Corona Einschränkungen war die EM Group berechtigt Corona-Hilfsprogramme in Anspruch zu nehmen um die Liquiditätssituation zu stabilisieren. Durch das aktive Kostenmanagement der Unternehmensleitung, welches seine Wurzeln zum Teil im Vorjahr hatte und in 2021 seine volle Wirkung entfalten konnte und mit Hilfe staatlicher Förderprogramme war es der EM Group trotz weiterhin geringerem Umsatzniveau als 2019 möglich, das Jahr mit einer sehr guten Ergebnis- und Liquiditätssituation abzuschließen. Im Ergebnis konnten im Jahr 2021 Konzernumsatzerlöse in Höhe von 117.711 T€ erzielt werden. Die Umsatzerlöse liegen um 18.061 T€ über denen des Vorjahres. Das Ergebnis vor Steuern und Teilgewinnabführung liegt im Berichtsjahr bei 9.867 T€ (VJ - 1.486 T€). VERMÖGENS- UND FINANZLAGE Die Bilanzsumme liegt bei 80.293 T€ (VJ: 56.431 T€). Hiervon entfallen 7,9 % (VJ 14,8 %) auf das Anlagevermögen. Die Investitionen in das Anlagevermögen betrugen im Berichtsjahr 841 T€; davon entfielen auf den Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände 460 T€ (Weiterentwicklung ERP-System, Shop sowie Apps). Der wesentliche Teil der Investition in Sachanlagen in Höhe von 381 T€ stellt Ersatzinvestitionen dar. Das Anlagevermögen des Konzerns ist vollständig (280,3 %, VJ 120,3 %) durch das Eigenkapital gedeckt. Das Umlaufvermögen in Höhe von 72.732 T€ (VJ 47.490 T€) setzt sich aus dem Warenbestand in Höhe von 29.749 T€ (VJ 22.578 T€), Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 9.820 T€ (VJ 11.934 T€) und Bankguthaben in Höhe von 33.164 T€ (VJ 12.977 T€) zusammen. Die Erhöhung des Bankguthabens ist im Wesentlichen auf die Inanspruchnahme eines Corona Förderdarlehens sowie auf die erhaltenen Zahlungen der Corona Förderprogramme zurückzuführen. Das Eigenkapital beträgt 17.730 T€ (VJ 10.028 T€) und stieg im Vergleich zum Vorjahr um 7.702 T€. Die Eigenkapitalquote beträgt nun 22,1 % (VJ 17,8 %). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 13.232 T€ stieg deutlich gegenüber dem Wert des Vorjahres (6.311 T€) und reicht damit aus, um die Investitionen vollständig zu decken. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich um 8.422 T€ und betragen zum Bilanzstichtag 27.599 T€ (VJ 19.177 T€). Alle langfristigen Darlehen konnten planmäßig getilgt werden. Im Rahmen einer Neuaufnahme wurden 10.000 T€ dem langfristigen Bereich zugeführt. Der Konzern verfügt über ausreichende Kreditlinien zur kurzfristigen Beschaffung finanzieller Mittel. Den Zahlungsverpflichtungen konnte jederzeit nachgekommen werden. Durch die Vergabe konzerninterner Darlehen kann die Finanzierungssituation des Konzerns hinsichtlich Zinssatz und zu gebenden Sicherheiten optimiert werden. Ergänzt wird dies durch ein Cash-Pooling innerhalb der Gruppe. Die wirtschaftliche Lage des Konzerns stellt sich zum Bilanzstichtag sehr stabil dar. ERTRAGSLAGE Die Umsatzerlöse der Gruppe erholten sich im Berichtsjahr von 99.651 T€ im VJ um 18.061 T€ (+ 18%) auf 117.711 T€. Hauptgrund hierfür ist vor allem das Wegfallen von starken coronabedingten Beschränkungen der Kernzielgruppe der EM Group (Hotellerie, Gastronomie und Catering) ab Mai 2021. Aber auch Managemententscheidungen wie die im Jahr 2020 beschlossene Öffnung für den B2C Markt konnten in 2021 zu dieser Umsatzsteigerung beitragen. Die sonstigen betrieblichen Erträge waren um 870 T€ rückläufig und lagen 2021 bei 7.940 T€. Wie bereits im Vorjahr war die Summe wesentlich von Fördergeldern bestimmt. Der Materialaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr absolut um T€ 6.677 T€ (+ 14 %) auf 53.447 T€. Die Materialaufwandsquote hat sich in 2021 auf 45,4 % (VJ 46,9 %) verbessert. Haupteffekt war die bessere Konzernhandelsspanne, bedingt durch positive Effekte aus der Abwertung des Warenbestandes sowie Verkaufspreisanpassungen ab Quartal III 2021. Dem gegenüber stehen höhere Beschaffungskosten, vor allem aus der Seefracht. Das Rohergebnis des Konzerns entwickelte sich in absoluten Zahlen positiv von 61.788 T€ um 10.228 T€ auf nun 72.016 T€. Trotz deutlich höherem Umsatz und damit höheren Personalkosten in den umsatzvariablen Bereichen konnten die Personalaufwendungen um 1.393 T€ (- 5,6 %) auf 23.540 T€ gesenkt werden. Hier zeigen vor allem die vom Management in 2020 gestarteten Restrukturierungsmaßnahmen Wirkung. Die Personalaufwandsquote reduziert sich von 25 % in 2020 auf 20 % in 2021. Die Abschreibungen verringern sich zum Vorjahr um 729 T€ (- 20,7 %) und liegen in 2021 bei 2.798 T€. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen steigen um 1.141 T€ (+ 3,4 %) auf T€ 35.088 an. Treiber sind hier umsatzvariable höhere Kosten für Fulfillment. Gegenläufig wirken sich Einsparungen und Optimierungen im Marketingbereich, die Reduzierung von Reise- und Fortbildungskosten positiv auf die absolute Höhe der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus. Das Ergebnis vor Steuern und vor der Berücksichtigung des Teilgewinnabführungsvertrags bei der E. M. Group Holding AG liegt im Berichtsjahr bei 9.867 T€ und somit deutlich über Vorjahresniveau (VJ - 1.486 T€). Nach Abzug der Ertragsteuern (1.895 T€) und sonstigen Steuern (65 T€) sowie der Berücksichtigung des bestehenden Teilgewinnabführungsvertrags (227 T€) endet das Geschäftsjahr mit einem Konzernjahresüberschuss in Höhe von 7.680 T€ (VJ - 3.547 T€). Durch gutes Krisenmanagement ist es der Unternehmensleitung in 2021 gelungen, die Markterholung und den damit verbundenen gestiegenen Umsatz in Ergebnis umzuwandeln. Weitere Kostenoptimierungen, eine deutliche Verbesserung der Konzernhandelsspanne und die Inanspruchnahme von staatlichen Corona-Hilfsprogrammen führen zu einem sehr guten Unternehmensergebnis 2021. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT RISIKOMANAGEMENTSYSTEM In der Unternehmensgruppe findet ein kontinuierlicher strategischer und operativer Planungsprozess statt. Der Erreichungsgrad der hierbei definierten strategischen und operativen Ziele wird durch ein funktionierendes Controlling-System sichergestellt. So wird die Wirtschaftlichkeit, Leistungsfähigkeit und Effizienz der Unternehmensgruppe permanent überwacht. Das Unternehmen hat zur Steuerung von Risiken ein aktives Risk-Management implementiert und eine Risk Map auf Unternehmens- und Konzernebene etabliert. In dieser werden Risiken identifiziert, bewertet und entsprechende Maßnahmen abgeleitet. Alle entscheidungsrelevanten Informationen werden durch ein breitgefächertes Berichtswesen den Entscheidungsträgern der Unternehmensgruppe zur Verfügung gestellt. Alle Unternehmen der Unternehmensgruppe sind in das Berichts-, Überwachungs- und Kontrollsystem einbezogen. Im Rahmen des Konzern Risikokataloges sind alle wesentlichen Risiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und des Schadensausmaßes aufgeführt. Sämtliche potenzielle Risiken werden aktiv gemanagt. So werden Fehleinschätzungen von Märkten und neuen Geschäftsfeldern laufend überwacht und Risiken frühzeitig durch Einleitung geeigneter Schritte, wie Restrukturierungsmaßnahmen, minimiert. CHANCEN UND RISIKEN RISIKEN Die Unternehmensgruppe hat weder auf dem Absatz- noch auf dem Beschaffungsmarkt signifikante Abhängigkeitsrisiken. Die Abnehmer- bzw. Kundenstruktur ist breit gestreut. Auf dem Beschaffungsmarkt werden die Vorteile des sich bietenden Weltmarktes konsequent genutzt. Aus der Struktur der Lieferanten und Kunden ergeben sich keine nennenswerten Abhängigkeiten. Der Ausfall eines der größten Lieferanten oder Kunden würde somit zu keinen signifikanten Umsatz- und Ertragseinbußen führen. Durch ein breites Lieferantenspektrum können einzelne Produkte sehr schnell zu anderen Lieferanten verlagert werden. Von den wichtigsten Artikeln wird zudem ein Sicherheitsbestand bevorratet, wodurch der Lieferantenwechsel größtenteils überbrückt werden kann. Erhebliche Beschaffungsrisiken sind daher derzeit bezüglich dieses Sachverhaltes nicht erkennbar. Inwiefern sich die weltweiten Störungen in den Lieferketten als signifikantes Risiko entwickeln werden ist momentan nicht absehbar. Bereits seit vielen Jahren wurde ein strategisches Lieferanten- und Beschaffungsmanagement aufgesetzt. Dieses wird konsequent und fortlaufend weiterentwickelt. Der Euro/US-Dollar Kurs hat sich im Jahr 2021 positiv entwickelt und hat das Ergebnis somit nicht belastet. Durch konsequentes Analysieren und Beobachten des Rohstoffmarktes und daraus abgeleiteter Maßnahmen konnte die Einkaufspolitik der Unternehmensgruppe weiter verbessert werden. Ein Risiko entsteht für die Unternehmensgruppe in mehrerlei Hinsicht aus der sogenannten Corona-Krise und durch den Beginn des Ukrainekriegs im Februar 2022. Wie bereits im Vorjahr musste auch im Jahr 2021 mit verzögerten Warenlieferungen aus Fernost umgegangen werden, wo die Gesundheitskrise seit Beginn zu Verzögerungen im Handelsverkehr führte. Zusätzliche Verzögerungen im Handelsverkehr bedingt durch Containerknappheit in Asien und die Auswirkungen des Suez-Kanal-Staus haben sich ebenfalls negativ auf die Lieferbereitschaft der EM Group ausgewirkt. Grundsätzlich war im gesamten Berichtsjahr ein direkter Zusammenhang zwischen Umsatz und Lockdowns/Lockerungen in allen Absatzmärkten der EM Group erkennbar, der sich bis zum aktuellen Zeitpunkt in der Nachfrage wiederspiegelt. Nach den ersten beiden verhaltenen Monaten des Jahres 2022 wendete sich die Situation ab März wieder zum Positiven und hält bis dato an. Die darüber hinaus ergriffenen Maßnahmen im Bereich Marketing, Beschaffung und auch auf der Kostenseite zeigen weiter Wirkung und die EM Group kann bis Anfang Juni 2022 die Prognosen für 2022 sogar übertreffen. Dem gegenüber stehen seit Februar 2022 die zusätzlichen Verzögerungen im Handelsverkehr bedingt durch die Unsicherheiten hinsichtlich des Ukraine-Kriegs und der damit zusammenhängenden, explodierenden Preisentwicklung vor allem im Bereich der Energie- und Transportkosten. SONSTIGE RISIKEN Ebenso sind für weitere Risiken, wie die durch negative Konjunkturentwicklung und Inflation, steigende Zinsen auf den Kapitalmärkten - unabhängig von der aktuellen Corona-Krise oder des Ukrainekriegs -, dem Ausfall von Führungskräften und dem Missbrauch von sensiblen und schutzwürdigen Daten entsprechende Programme und Projekte seitens des Managements aufgesetzt, um auch hier frühzeitig entgegenwirken zu können. Aktiv gemanagt und systematisch unterstützt werden ebenso sämtliche Risiken von Liquiditäts- und auch Forderungsausfallrisiken. Konsequente Prozessorientierung im Rahmen von Bonitätsprüfung, Mahnerfolgsüberwachung und aktives Liquiditätsmanagement sorgen für ständige Transparenz und führen zur Absicherung aber auch zu laufender Optimierung dieser Risikobereiche. Dem Management ist es in der Corona-Krise durch sofortiges Handeln auch nachhaltig gelungen den Betrieb aufrecht zu erhalten und durch drastische Einsparmaßnahmen 2020 und gezielte Kostensteuerung in 2021 die Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Darüber hinaus sind entsprechende Kontokorrentlinien bei unterschiedlichen Banken vorhanden und nicht in Anspruch genommen. Die vorhandene Liquiditätsplanung zeigt, dass jederzeit ausreichend Liquidität vorhanden ist. Die Entwicklungen schon während der Lockdowns und seit in Kraft treten der jeweiligen Lockerungen der coronabedingten Restriktionen sowohl in 2020 als auch in 2021 in den Absatzmärkten zeigen eindeutig die Stärken der Unternehmensgruppe. GESAMTRISIKO AUS DER CORONASITUATION In der Gesamtbeurteilung der Risikosituation der Unternehmensgruppe lässt sich auf Grundlage der heute bekannten Informationen feststellen, dass aus der Corona-Krise ein Risiko entstanden ist, welches die Entwicklung der EM Group hätte gefährden können. Die Krise wurde und wird auch zukünftig aktiv gemanagt - das Management hat entsprechende Maßnahmen ergriffen. Aus heutiger Sicht des Managements kann davon ausgegangen werden, dass aus der Entwicklungsbeeinträchtigung kein bestandsgefährdendes Risiko mehr für die EM Group besteht. CHANCEN Schnelle Reaktion aus Kostensicht, organisatorisch und auch im Marketingmix. Ein Geschäftsmodell, dass es den Kunden ermöglicht, jederzeit digital oder persönlich über nahezu alle Vertriebswege und Kanäle Kontakt aufzunehmen und eine individuelle Lösung zu bekommen, welche bei Bedarf weit über das reine Produkt hinausgeht, gepaart mit einer guten Warenverfügbarkeit führen dazu, dass sich die Umsatzentwicklung in der Krise äußerst positiv darstellt. Die EM Group konnte in 2021 die Umsatzprognosen übertreffen. In vielen Bereichen sind wieder Mitarbeiter rekrutiert worden, um die stark steigende Nachfrage zu fulfillen und die strategische Entwicklung voranzutreiben. Diese Entwicklung zeigt die enorme Chance, welche die Unternehmensgruppe, das Geschäftsmodell jetzt und in der Zukunft hat den Marktanteil zu erhöhen und weiter zu wachsen und bestätigt, dass die EM Group ihre fokussierte Wachstumsstrategie kombiniert mit den weiteren Säulen der Unternehmensstrategie Kompetenz, Prozesseffizienz, Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit sowie Unabhängigkeit auch in den kommenden Geschäftsjahren weiterverfolgen wird. Darüber hinaus ergeben sich durch Maßnahmen, die trotz der Krise vorangetrieben werden, Chancen für die zukünftige Entwicklung. GESAMTRISIKO UKRAINE-KRIEG Der Krieg in der Ukraine belastet die Expansion der Weltwirtschaft enorm. Das Ausmaß und die Dauer der Beeinträchtigungen sind zum jetzigen Zeitpunkt kaum greifbar. Vor allem die erneuten Störungen in den Lieferketten, die drohende Energieknappheit und die steigenden Preise auf dem Energie- und Beschaffungsmarkt belasten die Unternehmen stark. In Bezug auf die EM Group kann bei diesem Risiko allerdings nicht von einem bestandsgefährdenden Risiko ausgegangen werden. Die EM Group ist weder abhängig von Gaslieferungen, noch bestehen nennenswerte Kunden- oder Lieferantenbeziehungen nach Russland. Durch moderne, flexible Methoden in der Verkaufspreisbildung, ist die Gruppe in der Lage schnell auf Preisanpassungen auf dem Beschaffungsmarkt zu reagieren. UNTERNEHMERISCHE VERANTWORTUNG MITARBEITER Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für die EM Group einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren. Ihre vielfältigen Kompetenzen, ihre Erfahrungen, ihre Leistungsfähigkeit und ihr Engagement fördern die weitere Entwicklung der Unternehmensgruppe. Die Gruppe beschäftigte im Durchschnitt 578 Mitarbeiter/innen (Vorjahr: 669), davon 355 Mitarbeiter/innen in Vollzeit, 223 Mitarbeiter/innen in Teilzeit. Außerdem wurden 28 Auszubildende beschäftigt. In 2021 haben wir mit unserem New Way of Working den nächsten Entwicklungsschritt hin zu einer modernen und an den Anforderungen unserer Mitarbeiter/innen ausgerichteten Art der Zusammenarbeit eingeleitet. Die Grundsätze "Work anywhere, work digital, work anytime, work outcome-based und travel less" ermöglichen den Mitarbeiter/innen mehr persönliche Entscheidungsfreiheit, eine bessere Work-Life-Balance und mehr aktive Mitgestaltungsmöglichkeit. Der digitale Wandel, die fortschreitende Internationalisierung, die demographische und gesellschaftliche Entwicklung sowie der spürbare Fachkräftemangel sind Anforderungen an ein erfolgreiches Personalmanagement. Ein wesentliches Ziel der konzernweiten Personalstrategie ist daher, die Entfaltung der vorhandenen Mitarbeiterpotenziale durch richtige Rahmenbedingungen und konkrete Angebote zu ermöglichen und zu fördern. AUSBLICK Nachdem die Zahlungsfähigkeit während der Corona Krise durch die getroffenen Einsparmaßnahmen, die Inanspruchnahme eines Fördermitteldarlehens, den Zahlungseingängen aus den Corona Förderprogrammen und der zur Verfügung stehenden freien Betriebsmittellinien sowie durch die hohen Zahlungseingänge der Kunden, auch über 2022 hinaus gesichert ist, steht nun der Aufbau einer mittel- und langfristigen Finanzierungsstruktur im Fokus der Liquiditätsplanung. Unverändert zum Vorjahr stellt sich das Management auf unterschiedliche Szenarien ein, bereitet jeweils passende Maßnahmen vor, um zum einen kurzfristig auf Einschränkungen durch weitere Corona-Wellen, zum anderen auch auf längerfristige wirtschaftliche Konsequenzen des Ukraine-Kriegs vorbereitet zu sein und angemessen und schnell reagieren zu können und damit den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Um der weiteren Digitalisierung der Gesellschaft und Geschäftswelt gerecht zu werden sind auch im kommenden Geschäftsjahr gezielte Investitionen in digitale Lösungen im Fokus der Tätigkeiten der EM Group. Die fortlaufende Optimierung der legalen Organisation wird durch die Themen Dachmarke LUSINI und die Weiterentwicklung der Marketing- und Vertriebskanäle stark geprägt und leistet einen Beitrag im Sinne der Kunden, Mitarbeiter und Lieferanten. Ein breiter Ausbau der Kundenbasis, vermehrt auch im Endkundensegment - unterstützt durch eine Vertriebsmannschaft, die Öffnung der Unternehmensgruppe für externe Partner und die weitere Optimierung der internen Vernetzung bilden die relevanten Maßnahmen für das Prognosejahr und die weiteren Geschäftsjahre. Alle Initiativen und Maßnahmen orientieren sich in den nächsten Geschäftsjahren konsequent an den Kundenbedürfnissen und folgen der Mission: "Jeder Gastgeber erschafft mit uns als Partner unkomplizierte Orte mit ansprechendem Ambiente. Wir unterstützen ihn dabei, die Qualität seiner Angebote und seines Service dauerhaft zu optimieren und die Wirtschaftlichkeit sicherzustellen." Die EM Group konnte in 2021 dank des zielgerichteten Einsatzes von Ressourcen - trotz der anhaltenden Einschränkungen durch die Coronakrise - den Umsatz des Vorjahres deutlich übertreffen. Durch aktives Kostenmanagement und Maßnahmen zur Umsatzsicherung und -steigerung sowie der Inanspruchnahme von staatlichen Corona-Hilfsprogrammen ist es der EM Group gelungen ein deutlich positives Ergebnis vor Steuern zu erzielen. Basis für die weitere positive Entwicklung im kommenden Jahr bleiben die strategische Ausrichtung der Diversifikation, die erfolgreiche Schärfung des Profils der EM Group unter der Dachmarke LUSINI, sowie die laufende Optimierung der Prozesse. Der Grundstein hierfür ist die Investition in kompetente Mitarbeiter und Führungskräfte sowie effizienzsteigernde Systeme. Durch Festigung der Marken im Hinblick auf Wahrnehmung und Bekanntheit der Dachmarke LUSINI, wird eine Basis auch für zukünftigen Erfolg geschaffen. Nach den zahlreichen Lock-Downs und Lock-Downs Light der Vergangenheit sind mittlerweile nahezu keine Einschränkungen mehr in der Hotellerie- und Gastronomiebranche vorhanden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Coronalage im Herbst diesen Jahres entwickeln wird. Die Auswirkungen auf das gesamtwirtschaftliche Umfeld durch den Beginn des Ukraine-Kriegs sind ebenfalls noch nicht final abzusehen. Zum aktuellen Zeitpunkt geht das Management konservativ davon aus, dass sich die Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2022 auf 135 Mio.€ belaufen. Das entspricht einem Wachstum zum Vorjahr von 18 Mio.€ und 15 %. Unter Berücksichtigung der geplanten Umsatzsteigerung und der weiteren Kostenoptimierungen erwartet die Geschäftsleitung erneut ein deutlich positives Ergebnis vor Steuern, dass etwas unterhalb des Ergebnisses aus 2021 liegen wird. Vor diesem Hintergrund geht die Geschäftsleitung davon aus, dass die Fortführung der EM Group bzw. der einzelnen Gesellschaften der Gruppe sichergestellt ist.
Wertingen, den 11. Juli 2022 gez. Boris Steinhagen gez. Tobias Steinbacher KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021A. Allgemeine Angaben zur Bilanzierung und Bewertung 1. Allgemeine Angaben Der Konzernabschluss der E. M. Group Holding AG mit Sitz in Wertingen (Amtsgericht Augsburg, HRB 22932) zum 31. Dezember 2021 wurde nach den Konzernrechnungslegungsvorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Zur Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses wurden die für einzelne Abschlusspositionen geforderten Zusatzangaben in den Anhang übernommen. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Gesellschaft beachtet bei der Aufstellung des Konzernabschlusses hinsichtlich der Bilanzierung und Bewertung die Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Die gesetzlich geforderte Einheitlichkeit der Bilanzierung und Bewertung wurde beachtet. Abweichungen zu den jeweiligen Einzelabschlüssen wurden durch Überleitungsrechnungen in der sogenannten HB II berücksichtigt. Dabei wurden einheitlich die Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften beachtet. Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Soweit die Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden planmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Abschreibungen werden grundsätzlich auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach linearer Methode vorgenommen. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Sofern zum Abschlussstichtag bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren Wert vorgenommen. Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten bewertet. Das strenge Niederstwertprinzip gemäß § 253 Abs. 4 HGB wurde beachtet, Handelswarenbestände wurden durch Gängigkeitsabschläge mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Alle unterwegs befindlichen Waren, die auf Grund der vereinbarten Lieferbedingungen bereits Eigentum des Konzerns zum Stichtag sind, werden dem Umlaufvermögen des Konzerns unter der Position Waren zugeordnet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Für erkennbare Einzelrisiken wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen Rechnung getragen. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die übrigen Posten des Umlaufvermögens sind zum Nennwert bilanziert. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Beträge, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Einnahmen, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern auf Grund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen und ihren steuerlichen Wertansätzen oder auf Grund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive latente Steuern auf Einzelabschlussebene werden entsprechend dem Wahlrecht nicht bilanziert. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. 3. Währungsumrechnung Jahresabschlüsse, welche nicht in der Währung der Muttergesellschaft aufgestellt sind, werden nach § 308a HGB auf die Währung der Muttergesellschaft umgerechnet. 4. Angaben zum Konsolidierungskreis und -stichtag Die E. M. Group Holding AG war im Berichtsjahr unmittelbar und mittelbar an folgenden Tochtergesellschaften beteiligt:
Sämtliche Tochterunternehmen wurden nach der Methode der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Betreffend die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter an der LUSINI Österreich GmbH, Enns, Österreich, wurde wegen Geringfügigkeit auf deren Ausweis verzichtet. Im Berichtsjahr wurden die EM Admin A GmbH sowie die EDV-Lösungen Martin Klöck GmbH auf die E. M. Group Holding AG verschmolzen. Des Weiteren wurde die Pulsiva GmbH auf die Erwin Müller Mail Order Solutions GmbH verschmolzen. Im Nachgang wurde der komplette Geschäftsbetrieb der Pulsiva GmbH von der Erwin Müller Mail Order Solutions GmbH in die LUSINI Deutschland GmbH eingebracht. Der Konzernabschluss wurde entsprechend § 299 Abs. 1 HGB auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens E. M. Group Holding AG aufgestellt. Die Aufstellung der Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen erfolgte ebenfalls zu diesem Stichtag. 5. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Die Kapitalkonsolidierung erfolgte gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB nach der sogenannten Buchwertmethode, soweit die Erstkonsolidierungen vor dem 1. Januar 2010 erfolgten. Die Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem darauf entfallenden Anteil des Eigenkapitals der Tochterunternehmung wurde grundsätzlich zu Wertverhältnissen zum 01. Januar 1999 vorgenommen. Dabei wurde aus Vereinfachungsgründen unterstellt, dass die zum 31. Dezember 1999 gültigen Beteiligungsverhältnisse bereits zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung maßgebend waren. Betreffend die E. M. Group Holding AG wurde auf die Wertverhältnisse zum 01. Januar 2006 abgestellt. Die Beteiligung an der Erwin Müller Mail Order Solutions GmbH wird im Rahmen der Vollkonsolidierung zu Verhältnissen zum 10.11.2010 im Rahmen der Neubewertungsmethode in den Konzernabschluss einbezogen. Der Erwerb der restlichen 15 % an der Erwin Müller Mail Order Solutions GmbH wird zu Verhältnissen zum 31. Dezember 2013 einbezogen, der Minderheitenanteil wurde mit dem Bilanzgewinn verrechnet. Hinsichtlich der Anteile Erwin Müller Group Iberica Suministros de Hosteleria S.L. erfolgte die Einbeziehung im Rahmen der Vollkonsolidierung zu Wertverhältnissen zum 23. November 2004. Die Anteile der LUSINI Scandinavia AB wurden im Rahmen der Vollkonsolidierung zu Wertverhältnissen zum 31. Dezember 2006 einbezogen. Die Erwin Müller Beteiligungs GmbH wurde zu Wertverhältnissen am 01. August 2007 erfasst. Die LUSINI Deutschland GmbH, die LUSINI International GmbH, die LUSINI Italia S.r.l und die LUSINI Nederland B.V. wurden zu Wertverhältnissen am 31. Dezember 2007 erfasst. Die Poggemeier GmbH wurde beim Erwerb von 55 % zu Wertverhältnissen am 01. Januar 2013 erfasst. Der Erwerb der Minderheitenanteile in Höhe von 45 % zum 1. Oktober 2015 wurde nach DRS 23 als Kapitalvorgang durch ergebnisneutrale Verrechnung des Unterschiedsbetrags mit dem Bilanzgewinn abgebildet. Die MIMCO GmbH wurde zu Wertverhältnissen am 29. November 2013 erfasst. Die EM Group Trading (Shanghai) Co., Ltd. wurde zu Wertverhältnissen am 13. Juli 2018 erfasst. Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gemäß § 303 Abs. 1 HGB im Rahmen der Schuldenkonsolidierung eliminiert. Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden gemäß § 305 Abs. 1 HGB die notwendigen Verrechnungen vorgenommen. Von einer Eliminierung der Zwischenergebnisse wurde gemäß § 304 Abs. 2 HGB abgesehen, da diese für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung sind. B. Erläuterungen und Angaben zu den einzelnen Posten des Konzernabschlusses I. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Positionen ist in einem Anlagenspiegel dargestellt. Die historischen Anschaffungskosten und die kumulierten Abschreibungen sind zu historischen Konzernwerten angesetzt. 2. Finanzanlagen Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern zum Abschlussstichtag von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren Wert vorgenommen. Bei den sonstigen Ausleihungen handelt es sich um ein Darlehen an den Gesellschafter. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben unverändert zum Vorjahr vollständig eine Laufzeit kleiner einem Jahr. 4. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten In dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben aktiviert, die erst nach dem Abschlussstichtag Aufwendungen darstellen. 5. Eigenkapital Das Grundkapital in Höhe von T€ 65 ist in 65.000 nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Es entspricht dem im Handelsregister eingetragenen Grundkapital der E. M. Group Holding AG. Die gesetzliche Rücklage wurde entsprechend des § 150 Abs. 2 AktG gebildet. Bei den anderen Gewinnrücklagen handelt es sich um die Summe von Gewinnrücklagen aus deutschen Einzelabschlüssen, die nach Art. 67 EGHGB gebildet wurden. 6. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Risiken aus Personalkosten, Abschlusskosten, Garantierisiken, ausstehenden Rechnungen sowie Verpflichtungen aus Kundenboni. 7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind in einem Verbindlichkeitenspiegel am Ende des Anhangs dargestellt. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter handelt es sich um sonstige Verbindlichkeiten. Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen T€ 2.115 (VJ T€ 2.130) auf Verbindlichkeiten aus Steuern sowie T€ 164 (VJ T€ 185) auf Verbindlichkeiten für soziale Sicherheit. 8. Latente Steuern Der Konzern machte wie im Vorjahr von dem Wahlrecht Gebrauch, den Überhang der aktiven latenten Steuern nicht zu bilanzieren. II. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Aufgliederung nach geographischen Märkten:
2. Sonstiger betrieblicher Aufwand und Ertrag Der sonstige betriebliche Aufwand beinhaltet Kursverluste aus der Währungsumrechnung i.H.v. T€ 437 (VJ T€ 376), der sonstige betriebliche Ertrag Kursgewinne aus der Währungsumrechnung i.H.v. T€ 226 (VJ T€ 192). Es sind periodenfremde Aufwendungen i.H.v. T€ 68 und Erträge i.H.v. T€ 139 angefallen. Zusätzlich verweisen wir auf II. Nr. 4. 3. Personalaufwand Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung beinhalten Aufwand für Altersversorgung i.H.v. T€ 258 (VJ T€ 289). 4. Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung Im Geschäftsjahr 2021 haben sich Erträge in Höhe von T€ 6.701 und Aufwendungen in Höhe von T€ 1.153 von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung ergeben. Bei den Erträgen handelt sich um Corona-Hilfen der deutschen Bundesregierung bzw. von Regierungen der ausländischen Tochtergesellschaften. Die Aufwendungen betreffen Rückstellungen für mögliche Rückzahlungsverpflichtungen der Corona-Hilfen an die Bundesregierung. C. Sonstige Angaben 1. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung weist für das Geschäftsjahr 2021 und für das Geschäftsjahr 2020 die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Der verwendete Finanzmittelfonds setzt sich aus Kassenbeständen, Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristigen Kontokorrentlinien mit einer Laufzeit bis zu drei Monaten zusammen. 2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen zum Stichtag keine Haftungsverhältnisse gegenüber Dritten. Es bestehen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Miet- und Dienstleistungsverträgen in Höhe von T€ 4.597. Die Laufzeit der Verträge beträgt im Wesentlichen ein Jahr. 3. Zusammensetzung der Organe Die Organe der E.M. Group Holding AG setzen sich wie folgt zusammen: Vorstand:
Aufsichtsrat:
4. Anzahl der Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt wurden 578 Mitarbeiter im Angestelltenverhältnis beschäftigt, davon 223 Mitarbeiter in Teilzeit. Außerdem wurden durchschnittlich 28 Auszubildende beschäftigt. 5. Gesamtbezüge der Organe Die Angaben der Gesamtbezüge der Organe wurde für das Jahr 2021 in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. 6. Anwendung von Befreiungsvorschriften Für die EM Sales GmbH & Co. KG werden die Befreiungsvorschriften gemäß § 264 b HGB in Anspruch genommen. Für die Erwin Müller Mail Order Solutions GmbH, die LUSINI Deutschland GmbH, die LUSINI International GmbH, die LUSINI Schweiz GmbH, die Poggemeier GmbH und die MIMCO GmbH werden die Befreiungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB angewandt. 7. Abschlussprüferhonorar Die für den Abschlussprüfer Rödl & Partner GmbH im Geschäftsjahr 2021 angefallenen Honorare setzen sich wie folgt zusammen:
8. Ergebnisverwendung Die Geschäftsleitung schlägt vor, das Ergebnis der E.M. Group Holding AG auf neue Rechnung vorzutragen. 9. Nachtragsbericht Im Berichtsjahr kam es weiterhin zu Einschränkungen bedingt durch die Coronakrise. Diese Einschränkungen zogen sich noch bis ins Geschäftsjahr 2022. Auch der Beginn des Ukrainekriegs im Februar 2022 ist ein Ereignis von außergewöhnlicher Bedeutung. Für die Auswirkungen der Coronabeschränkungen und des Ukrainekriegs, sowie die erwartete Entwicklung der EM Group, verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht.
Wertingen, den 11. Juli 2022 gez. Boris Steinhagen gez. Tobias Steinbacher
ENTWICKLUNG DES KONZERNANLAGEVERMÖGENS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
*Der Finanzmittelfonds umfasst die liquiden Mittel sowie die Inanspruchnahme der Kontokorrentlinie
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die E. M. Group Holding AG, Wertingen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der E. M. Group Holding AG, Wertingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der E. M. Group Holding AG, Wertingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und - vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. - holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. - beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 11. Juli 2022 Rödl
& Partner GmbH
gez. Prof. Dr. Keller, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss wurde am 27. Juli 2022 gebilligt. Beschluss über die Verwendung des Ergebnisses des MutterunternehmensDie Hauptversammlung stimmt dem Vorschlag des Vorstandes und Aufsichtsrates zu, den im Jahresabschluss der E. M. Group Holding AG zum 31. Dezember 2021 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 4.460.263,92 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Bericht des AufsichtsratsGeschäftsverlauf/-entwicklung Die Strategie der EM Group zielt auf ein langfristiges profitables Wachstum und Unabhängigkeit. Diese Strategie wird in Projekten und Maßnahmen kontinuierlich umgesetzt. Neben der konsequenten Diversifikationsstrategie - vermehrt durch Customizing - investierte die Gruppe im Berichtsjahr weiterhin in die Bereiche IT und ECommerce sowie in die weltweite Vermarktung. Die Digitalisierung stellt somit ein zentrales strategisches Handlungsfeld ihm Rahmen der Zielerreichung der Gruppe dar. Im Geschäftsjahr 2021 wurden - trotz der erschwerten Rahmenbedingungen verursacht durch die Coronapandemie - weitere Investitionen in das ERP-System und vor allem die Shop-Plattformen zur ständigen Weiterentwicklung und Optimierung getätigt. Das Jahr 2021 war weiterhin vom Coronavirus COVID 19 geprägt. Der bereits ab 2.November 2020 verhängte "Lockdown - Light" wurde wieder und wieder verlängert - die unsichere Lage bedingt durch die zweite und dritte Corona-Welle führte zu Zurückhaltung hinsichtlich Lockerungsschritten. Mit der Ankündigung von Öffnungsschritten für Gastronomie und Hotellerie im April für Mai 2021 konnte sich das Umsatzniveau der EM Group schnell steigern. Während der Umsatz im ersten Quartal ca. 50 % unter dem Niveau der Vergleichsmonate aus 2019 lag, konnte im Juni 2021 - auch getrieben durch staatliche Hilfsprogramme für die Gastronomie, vor allem durch Förderung von Investitionen in Außengastronomie - ein Rekordwert hinsichtlich des Monatsumsatzes erzielt werden. Im letzten Quartal 2021 begann die vierte Coronawelle mit der sog. Deltavariante. Wieder wurden die Einschränkungen für die Kernzielgruppe der EM Group verschärft (Zutrittsbeschränkungen mit 2G, 3G, 3G Plus), was letztlich wieder zu einem Umsatzrückgang führte. Als betroffenes Unternehmen von Corona Einschränkungen war die EM Group berechtigt Corona-Hilfsprogramme in Anspruch zu nehmen um die Liquiditätssituation zu stabilisieren. Durch das aktive Kostenmanagement der Unternehmensleitung, welches seine Wurzeln zum Teil im Vorjahr hatte, und in 2021 seine volle Wirkung entfalten konnte und mit Hilfe staatlicher Förderprogramme, war es der EM Group trotz weiterhin geringerem Umsatzniveau als 2019 möglich, das Jahr mit einer sehr guten Ergebnis- und Liquiditätssituation abzuschließen. Zusammenarbeit Vorstand und Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Mutterunternehmens und der Unternehmensgruppe beraten und überwacht. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Unternehmensgruppe war der Aufsichtsrat eingebunden. Der Aufsichtsrat wurde durch schriftliche und in seinen Sitzungen durch schriftliche und mündliche Berichte des Vorstandes über den Gang der Geschäfte und die Lage der Unternehmensgruppe unterrichtet. Über außergewöhnliche Vorgänge wurde zusätzlich schriftlich berichtet. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat in Einzelgesprächen regelmäßig vom Vorstand informieren lassen. Der Aufsichtsrat hat wichtige einzelne Geschäftsvorfälle geprüft und über die gemäß Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung des Vorstands zur Zustimmung vorgelegten Geschäfte entschieden. In Zeiten von Corona und des Krieges in der Ukraine erfolgte eine permanente Abstimmung mit den Vorstandsmitgliedern. Bericht über die Arbeit des Aufsichtsrates Der Aufsichtsrat hat während des gesamten Berichtsjahres die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2021 zu zwei ordentlichen Sitzungen zusammengekommen. Die ordentliche Sitzung vom 27. Juli 2021 beinhaltete u.a. die aktuelle Geschäftslage und die Ergebnisentwicklung sowie die Erörterung und Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2020. Bei der am 20. Dezember 2021 abgehaltenen ordentlichen Sitzung ging es schwerpunktmäßig um den aktuellen Stand des Geschäftsjahres (auf Basis November 2021) sowie die Themen "Digitales Marketing" und "GastroOne". Der Aufsichtsrat war bei beiden Sitzungen vollzählig anwesend. Alle Mitglieder des Vorstands haben an den Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen. Der Aufsichtsrat verfügt über einen unabhängigen Finanzexperten. Auf die Bildung von Ausschüssen verzichtete der Aufsichtsrat auch im Geschäftsjahr 2021, da bedingt durch die Anzahl von vier Mitgliedern eine in gleicher Weise effiziente Arbeitsweise und Information aller Aufsichtsratsmitglieder gewährleistet ist. Schwerpunkte der Tätigkeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2021 waren im Wesentlichen:
Diese Schwerpunkte bestimmten auch die Arbeit des Aufsichtsrats außerhalb der formellen Sitzungen. Interessenkonflikte sind im abgelaufenen Geschäftsjahr innerhalb des Aufsichtsrats nicht aufgetreten. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats ist eine ausreichende Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder als unabhängig einzustufen. Der Aufsichtsrat prüft laufend die Effizienz seiner Tätigkeit und seiner Verfahrensabläufe. Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 mit dem Konzernlagebericht des Vorstands haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss einschließlich dem Konzernlageberichtsind von dem Abschlussprüfer geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Den Auftrag zur Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses einschließlich des Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr 2021 hat der Aufsichtsrat auf Grundlage seines in der Sitzung vom 27. Juli 2021 gefassten Beschlusses an den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer der Gesellschaft, die Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, erteilt. Als Schwerpunktthemen für die Abschlussprüfung 2021 hat der Aufsichtsrat festgelegt:
Der Abschlussprüfer ist in seiner Prüfung insbesondere auf diese Prüfungsschwerpunkte eingegangen und hat dem Aufsichtsrat über seine Feststellungen und Empfehlungen Bericht erstattet. Der Aufsichtsrat hat sich damit kritisch auseinandergesetzt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers zum Konzernabschluss einschließlich Konzernlageberichtsowie zum Jahresabschluss wurden den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzsitzung zugesandt. An der Bilanzsitzung im Juli 2022 haben Vertreter des Abschlussprüfers teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet. Der Abschlussprüfer stellte unter anderem im Rahmen seiner Prüfung fest, dass die im Konzernlagebericht von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Aussagen die künftige Entwicklung sowie die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend widerspiegeln. Der Aufsichtsrat hat von dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zustimmend Kenntnis genommen. Nach dem Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts sowie des Vorschlags zur Gewinnverwendung sind Einwendungen nicht zu erheben. Der Konzernlageberichtspiegelt auch die unterjährig durch den Vorstand berichtete Entwicklung wider. Die Einschätzungen des Vorstands, insbesondere auch hinsichtlich der künftigen Entwicklung, decken sich mit denen des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat billigt daher den vom Vorstand aufgestellten und vom Abschlussprüfer geprüften sowie mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021. Der Jahresabschluss der E.M. Group Holding AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Ergebnisverwendung schließt sich der Aufsichtsrat an. Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG aufgestellte Abhängigkeitsbericht über die Beziehung der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen wurde vom Abschlussprüfer geprüft und mit folgendem Bestätigungsvermerk versehen: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind, 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen." Der Bericht des Abschlussprüfers zum Abhängigkeitsbericht und der Abhängigkeitsbericht wurden in der Sitzung vom 27. Juli 2022 eingehend mit den anwesenden Vertretern des Abschlussprüfers besprochen. Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht auf Grundlage dieser Erläuterungen geprüft. Einwendungen gegen den Bericht und die darin enthaltene Schlusserklärung des Vorstands sind nicht zu erheben. Zusammensetzung Vorstand und Aufsichtsrat Vorstand Herr Boris Steinhagen ist bis zum Ablauf des 31. Dezember 2021 zum Vorstand der E.M. Group Holding AG bestellt und wurde per Beschluss für 3 Jahre ab dem 1. Januar 2022 erneut zum Vorstand der Gesellschaft bestellt. Herr Tobias Steinbacher wurde am 25. Mai 2020 per Beschluss für 3 Jahre und 5 Monate ab dem 1. August 2020 zum Vorstand bestellt. Der Vorstand ist wie folgt besetzt: Boris Steinhagen Tobias Steinbacher Aufsichtsrat Die personelle Zusammensetzung des Aufsichtsrates hat sich in 2021 gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Der Aufsichtsrat ist seit 1. August 2020 wie folgt besetzt: Herr Erwin Müller (Vorsitzender) Herr Dr. Peter Berndsen (stellvertretender Vorsitzender) Frau Manuela Müller Herr Jürgen Kohler Dank Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr erfolgreiches Engagement für das Unternehmen.
Wertingen, den 27. Juli 2022 Für den Aufsichtsrat Erwin Müller |
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