LetMeRepair Rhein-Main GmbH
Im Weidig 3, 63785 Obernburg am Main, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 90.00% | |
LMR Service and Consulting GmbHEigenbeteiligung | 10.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LetMeRepair Rhein-Main GmbHObernburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
ANHANG zum 31.12.20211. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der LetMeRepair Rhein-Main GmbH wurde nach den geltenden Rechnungslegungsvorschriften des HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie der Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist im Handelsregister unter der Registernummer HRB 8965 beim Amtsgericht in Aschaffenburg eingetragen. Der Sitz der Firma ist in Obernburg am Main. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 276, 288 Abs. 2 HGB) und bei der Offenlegung (§ 327 HGB) des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen. Die Gliederung der Bilanz erfolgte nach den Vorschriften des § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung änderte sich nicht gegenüber dem Vorjahr. Die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind mit denen des Vorjahres vergleichbar. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Bezüglich der Aufstellung des Jahresabschlusses nach den Grundsätzen der Fortführung der Unternehmenstätigkeit i. S. d. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB und den Ereignissen und Gegebenheiten, die auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hindeuten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann, wird auf den Lagebericht (Kapitel IV. "Chancen- und Risikobericht") verwiesen. Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewendet: Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, zeitanteilig um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der ausgewiesene Firmenwert aus dem Kauf von Vermögensgegenständen ("Asset-Deal") der Hifi-Video- Service Lösbar GmbH wird gemäß § 246 Abs. 1 S. 4 HGB entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer über einen Zeitraum von 15 Jahren linear abgeschrieben. Die betriebliche Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse der identifizierten Komponenten des Geschäfts- oder Firmenwerts. Diese repräsentieren insbesondere die im Rahmen des Erwerbs übernommenen Kundenstämme sowie das Know-how der übernommenen Beschäftigten. Die Ertragspotentiale dieser Komponenten werden voraussichtlich über einen Zeitraum von 15 Jahren ausgeschöpft. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Grundlage der planmäßigen Abschreibungen war die voraussichtliche Nutzungsdauer der jeweiligen Vermögensgegenstände, die auf den von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen basieren. Die Abschreibung erfolgte linear. Geringwertige Wirtschaftsgüter (Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 800,00 €) wurden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang gezeigt. Die Finanzanlagen wurden zu den Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren Börsen- und Marktpreis abgeschrieben. Soweit ein Börsen- oder Marktpreis nicht feststellbar war, wurden sie auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Der niedrigere beizulegende Wert wird unter anderem durch Abschläge wegen fehlender Gängigkeit der Materialien bestimmt. Danach werden die Anschaffungskosten je nach Lagerdauer über einem Jahr gestaffelt abgewertet. Zum 31. Dezember 2021 wurden Abwertungen auf den Warenbestand von TEUR 135 vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen neben den verursachungsgerecht zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Kosten der allgemeinen Verwaltung des jeweiligen Fertigungsbereichs bei normaler Auslastung. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten von Vermögensgegenständen des Anlage- sowie Umlaufvermögens wurden keine Fremdkapitalzinsen berücksichtigt. Der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst, sowie Kosten für soziale Einrichtungen, freiwillige soziale Leistungen und die betriebliche Altersversorgung werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Zum Bilanzstichtag waren keine Einzelwertberichtigungen veranlasst. Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % berücksichtigt. Die laufenden Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände sind mit den Nominalwerten ausgewiesen. Als Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das Eigenkapital beinhaltet das ausgewiesene und voll eingezahlte Stammkapital mit dem Nominalwert sowie den Bilanzgewinn der Gesellschaft. Die Steuerrückstellungen, die das Geschäftsjahr betreffen, beinhalten noch nicht veranlagten Steuern. Sie werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt und die Ermittlung erfolgte nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Als Reaktion auf die Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt hat die LetMeRepair Rhein-Main bereits 2020 Kurzarbeit eingeführt und bei der Bundesagentur für Arbeit angezeigt. Die von der Bundesagentur für Arbeit erstatteten Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von TEUR 28 wurden aufwandsmindernd erfasst und der Personalaufwand entsprechend gekürzt. Weitere öffentliche Hilfen im Zusammenhang mit Corona-Pandemie wurden nicht in Anspruch genommen. Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand bei der Bewertung der Vorräte statt. Hier wurde die Bewertung der Elektronikteile der Konzernstruktur angepasst, um eine einheitliche Bewertung in der Altersstruktur zu erreichen. Die Bewertungsanpassung hat keine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft. 3. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung und Gliederung des Anlagevermögens während des Geschäftsjahres 2021 ist der Anlage zu diesem Anhang zu entnehmen. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, mit Ausnahme von Kautionen in Höhe von TEUR 41 (i. Vj. TEUR 49). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 199 (i. Vj. TEUR 159) und aus Darlehen in Höhe von TEUR 175 (i. Vj. TEUR 175). Im Posten sonstige Rückstellungen sind die Rückstellungen für Urlaub, Rückstellungen aus dem Personalbereich, Rückstellungen für Aufbewahrung sowie Rückstellungen für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 68 (i. Vj. TEUR 58). 4. Erläuterungen zur GuV Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 31.097,16 (Vorjahr: EUR 0,00) ausgewiesen. 5. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen, welche die Jahre 2022 bis 2024 betreffen:
Zum 31. Dezember 2021 bestanden folgende Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB: Die LetMeRepair Rhein-Main GmbH haftet mit weiteren Gesellschaften der Gruppe als Gesamtschuldner für diverse Darlehen für eine Gesamtsumme von 3.300 T€. Die Laufzeiten der verschiedenen Darlehen betragen teilweise bis zu zehn Jahren. Die Geschäftsführung schätzt die Inanspruchnahme, aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. 6. Nachtragsbericht Die Muttergesellschaft LMR Service and Consulting GmbH, Bautzen, hat ein Investitionsdarlehen in Höhe von TEUR 2.000 (Stand zum 30. Juni 2023: TEUR 1.700) aufgenommen. Die LetMeRepair Rhein-Main GmbH übernimmt, mit weiteren Gesellschaften aus der Gruppe, die gesamtschuldnerische Mithaftung für das Investitionsdarlehen. Die LMR Service and Consulting GmbH, Bautzen, die LetMeRepair Rhein-Main GmbH, Obernburg, und die LetMeRepair GmbH, Bautzen, haben als Kreditnehmer mit gesamtschuldnerischer Haftung zwei Betriebsmittel-Rahmenkredite bis zu einem Betrag von insgesamt TEUR 4.000 unterzeichnet. Diese Darlehen sehen zwei Covenants (Eigenkapital-Covenants auf Konzernebene und Verschuldungsgrad) vor. Im Jahr 2023 haben die finanzierenden Banken zugestimmt, die Covenants für das Jahr 2022 auszusetzen und für folgende Jahre neu zu vereinbaren. Durch Mietvertrag vom 22.03.2022 wurde die laufende Anmietung der Lager- und Produktionsflächen (Im Weidig 3) ab dem 01.01.2022 mit einer Laufzeit von fünf Jahren neu verhandelt. Durch Mietvertrag vom 22.03.2022 wurde die laufende Anmietung der Büroflächen (Im Weidig 3) ab dem 01.01.2022 neu geregelt. Der Mietvertrag wurde zum 30.06.2022 gekündigt. Der Mietvertrag über die Anmietung der Lager- und Produktionsflächen (Im Weidig 3) vom 04.08.2009 wurde zum 01.08.2022 um weitere fünf Jahre verlängert. Zur Erweiterung der bestehenden Mietfläche der Betriebstätte Dortmund wurden zum 01.04.2022 weitere Flächen angemietet. Die Mietdauer wird über den Hauptmietvertrag geregelt. Zur Ergänzung der dezentralen Logistik- und Servicestruktur wurden ab dem 01.03.2023 in Hamburg (Borsteler Chaussee 85 -99a hinter Haus 8) Lager-, Gewerbe und Büroräume und ab dem 15.04.2023 in Leonberg (Mollenbachstraße 6) Serviceflächen für jeweils 3 Jahre angemietet. Als Ersatz für die Büroflächen "Im Weidig 3" und als neue Lager-, Produktions- und Schulungsflächen wurde mit Mietvertag vom 31.03.2022 das Mietobjekt Walter-Reis-Straße 2 in Obernburg angemietet. Mietbeginn für die Hallen war der 01.06.2022. Mit Übergabe des Verwaltungsgebäudes (sechs Wochen nach Übergabe der Hallen) begann das zehnjährige Mietverhältnis. Seit dem 24. Februar 2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine ("Russland-Ukraine-Krieg"). Die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Kriegs stellen ein wertbegründendes Ereignis dar und haben daher keine Auswirkungen auf Ansatz und Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden zum Abschlussstichtag. Dabei werden die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für die Jahre 2022/2023 sehr abhängig von der weiteren Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes sein. Wie im Jahr 2021 war auch das Wirtschaftsjahr 2022 durch die Corona-Pandemie gezeichnet. Erschwerend kommt noch die geopolitische Lage hinzu. Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, eingetreten. 7. Sonstige Angaben Im Geschäftsjahr 2021 waren durchschnittlich 154 Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) beschäftigt. Diese lassen sich wie folgt in Arbeitnehmergruppen gliedern:
Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Vom Schutzrecht nach § 286 Abs. 4 HGB bezüglich der Vergütungen der Mitglieder der Geschäftsführungsorgane wird Gebrauch gemacht. Das Unternehmen war mit mindestens 20 % an folgenden Unternehmen beteiligt und berichtet gemäß § 285 Nr. 11 HGB über nachstehende Unternehmen:
Alleinige Gesellschafterin der LetMeRepair Rhein-Main GmbH, Obernburg ist die LMR Service and Consulting GmbH, Bautzen. Die LetMeRepair Rhein-Main GmbH, Obernburg, wurde in den Konzernabschluss der LMR Service and Consulting GmbH, Bautzen, einbezogen. Die LMR Service and Consulting GmbH, Bautzen, stellt einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 290 ff. HGB auf. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss, nach Vorabausschüttung in 2021, zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Obernburg am Main, 1. September 2023 Unterschrift Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021
Lagebericht 2021Gliederung Lagebericht 2021 I. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, Leistungsindikatoren III. Prognosebericht IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht 2. Chancenbericht 3. Gesamtaussage V. Bericht über Zweigniederlassungen I. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Die LetMeRepair Rhein-Main GmbH ist Teil der LetMeRepair-Unternehmensgruppe. LetMeRepair agiert als ein international tätiges Serviceunternehmen für Dienstleistungen in der CE/IT/TK Branche. In Deutschland sind wir einer der führenden After-Sales-Service-Spezialisten für Dienstleistungen rund um Produkte des Telekommunikations-, Unterhaltungselektronik- und Haushaltgeräteumfelds. Neben unseren zentralen Servicecentern in Bautzen, Kirschau, Kleinmachnow und Obernburg am Main betreiben wir einen unabhängigen deutschlandweiten Vor-Ort-Kundendienst und regionale Servicecenter in Berlin, Köln, Dortmund und Leipzig. Unsere Mission ist, die höchstmögliche Kundenzufriedenheit in einem hocheffizienten Arbeitsumfeld zu gewährleisten. Die ständige Infragestellung bestehender Abläufe und Prozesse ist der Garant für Nachhaltigkeit und Erfolg. Hierfür haben wir Strukturen geschaffen, welche unter anderem den Mitarbeitenden erlauben, aktiv an der stetigen Verbesserung der Leistung mitzuwirken. Unterstützt werden wir hierbei durch stetige Prozessanalysen und Prozessverbesserungen, den Auftraggebern und durch ein eigenes innovatives und hochflexibles ITSystem. Die Veränderungen der Serviceanforderungen vom reinen technischen Problemlöser zum effizient agierenden, hochqualifizierten Servicedienstleister der vergangenen Jahre waren und sind nur möglich, durch eine enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit von Auftraggeber und Dienstleister. Eine weitere Vorrausetzung eines zukunftsorientierten und breit aufgestellten Servicedienstleisters sind gut ausgebildete und motivierte Mitarbeitende. Neben der Ausbildung von Elektronikern für Geräte und Systeme (m/w/d), sind wir deshalb heute ständig auf der Suche nach neuen Kolleginnen und Kollegen, die sich im Umfeld des After-Sales-Services wohlfühlen. Weiterhin erlauben uns die Strukturen der LetMeRepair-Unternehmensgruppe hochflexibel zu agieren, Synergieeffekte zu nutzen, und uns jederzeit auf die Bedürfnisse der Kunden bzw. Auftraggeber anzupassen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach neuesten Berechnungen des ZVEI (Verband der Elektro- und Digitalindustrie) hat sich der globale Markt für Güter der Elektro- und Digitalindustrie im Jahr 2021 nominal auf 4.967 Mrd. € belaufen. Das daraus resultierende Wachstum von 10 % zum Vorjahr spiegelt die kräftige Erholung nach dem ersten Pandemiejahr wider. Auch für 2022 wird ein zweistelliger Zuwachs (+11 %) erwartet (Prognosen zu konstanten Wechselkursen des Basisjahres 2015), wenngleich dieser nicht zuletzt auch inflationsgetrieben sein dürfte. Im kommenden Jahr 2023 sollte sich das Wachstum dann wieder normalisieren und bei 5 % liegen. Nur gut 40 % des globalen Marktes entfallen auf Industrieländer. Mit einem Plus von 8 % kamen diese 2021 zusammengenommen auf einen Markt von 2.063 Mrd. €. Für 2022 prognostiziert der ZVEI einen Zuwachs von 9 %, ehe es 2023 nochmal um 3 % aufwärts gehen könnte. Demgegenüber standen die Schwellenländer 2021 für ein Markvolumen von 2.904 Mrd. € (+11 %). Für 2022 und 2023 prognostiziert der ZVEI hier Anstiege von 13 % bzw. 7 %. Der ZVEI-Weltmarktausblick für die Elektro- und Digitalindustrie umfasst insgesamt 53 Länder. Sie stehen zusammen für mehr als 95 % des globalen Marktes. In Europa blieb der Marktzuwachs 2021 mit 8 % nur etwas hinter den asiatischen und amerikanischen Zuwachsraten zurück. Insgesamt belief sich das europäische Marktvolumen damit auf 806 Mrd. €, was 16,2 % des Weltmarktes entspricht. 2022 dürfte es mit gleichem Expansionstempo wie 2021 weitergehen (+8 %), für 2023 sieht der ZVEI ein Marktwachstum von 3 % voraus. In Deutschland war der Elektromarkt im vergangenen Jahr 143 Mrd. € groß - ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 11 % und Platz 5 im Länderranking. Mit erwarteten Zuwächsen von 10 % (2022) und 7 % (2023) könnte sich die Entwicklung fortsetzen. Neben Länderprognosen veröffentlicht der ZVEI, der Verband der Elektro- und Digitalindustrie, auch internationale Prognosen für zwölf Fachbereiche der Elektroindustrie. Für die Jahre 2021 bis 2023 geht der ZVEI von jährlich wachsenden globalen Marktvolumina in allen Fachbereichen aus. Diese positive Einschätzung hängt auf der einen Seite damit zusammen, dass wichtige Trends wie Elektrifizierung und Digitalisierung weiter bestehen. Auf der anderen Seite beziehen sich die Prognosen auf nominale Marktwerte, so dass sie auch vom aktuellen Inflationsumfeld beeinflusst werden. Besonders hohe Zuwachsraten sieht der ZVEI im aktuellen Jahr für den Bereich der elektronischen Bauelemente, in dem das weltweite Marktvolumen um 21 % kräftig wachsen könnte. Auch in den Bereichen Informationstechnik (+13 %) und Elektroinstallation (+10 %) wird zweistelliges Wachstum für 2022 erwartet. Der Weltmarkt im Fachbereich Automation sollte im laufenden Jahr um 9 % anziehen - mit besonders hohen Anstiegen bei elektrischen Antrieben (+16 %) sowie auch Schaltgeräten, Schaltanlagen und Industriesteuerungen (+11 %) - gegenüber einem moderaten Plus in der Messtechnik und Prozessautomatisierung (+3 %). Quelle: https://www.zvei.org/fileadmin/user_upload/Presse_und_Medien/Publikationen/ 2022/August/Welt-Elektromarkt/ZVEI-Weltmarkt_Elektro- _und_Digitalindustrie-Ausblick_bis_2023.pdf Die Entwicklung des After-Sales-Service-Dienstleistungsmarktes steht unmittelbar im Zusammenhang mit der Entwicklung des Elektromarktes. Dem Einfluss von rezessiver Kaufkraft, von Problemen in den Lieferketten oder der möglichen Veränderung im Konsumverhalten sind die After-Sales-Dienstleister direkt ausgesetzt. Die hohe Innovationsleistung des Elektromarktes der letzten Jahre führte aber auch zu einer stärkeren Spezialisierung der Dienstleistungen, der höheren Konzentration der Leistungen innerhalb des Garantie-/Gewährleistungszeitraums und der Forderung von Dienstleistungen, welche nur indirekt im Bezug zu Verkaufsartikeln stehen. Wir rechnen entgegen den Prognosen des ZVEI aufgrund Unsicherheiten ob der allgemeinen Kostenentwicklung und der derzeit schwer vorhersehbaren Entwicklung des Konsumverhaltens, sowie der nicht in Gänze überschaubaren Auswirkungen der Corona-Pandemie, auch für 2022 und 2023 mit einem spürbaren Marktrückgang, der sich frühestens im Jahr 2024 wieder erholen wird. 2. Geschäftsverlauf Entgegen der weiterhin leicht negativen Branchenentwicklung und den anhaltenden pandemiebedingten Einflüssen, können wir durch die Hinzugewinnung von neuen Kundenbeziehungen einmal mehr auf ein solides Geschäftsjahr zurückblicken. Wir konnten dank einer starken Kundenbindung und eines attraktiven Leistungsportfolios unsere Kunden zufriedenstellend bedienen. Investitionen in den Ausbau von Geschäftsfeldern sollen der Nachhaltigkeit dienen. Letztendlich wurde das Geschäftsjahr mit positiven und soliden Ergebnissen abgeschlossen. Der für das Geschäftsjahr 2021 erwartete Umsatz von T€ 16.936 wurde geringfügig unterschritten. Bei der Umsatzrendite ist der prognostizierte Rückgang von 2,9 % eingetreten. Ursachen hierfür sind, neben den weiterhin bestehenden Einflüssen der Corona-Pandemie, unter anderem die inflationsbedingt gestiegenen Kosten und Transportdienstleitungen im Zusammenhang des On Site Services. Die Investitionen in die Erweiterung unserer Geschäftsfelder (Beispiel: Einstieg in den On Site Service für Haushaltgroßgeräte und der Kauf (Asset-Deal) der Betriebsstätte Dortmund zur Erweiterung der On Site-Struktur belasteten ebenfalls das Betriebsergebnis sowie den Cashflow. Veränderungen in Produktportfolio, in Abläufen und in Prozessen durch die Auftraggeber belasteten ebenfalls die Margen des Geschäftsbetriebs. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, Leistungsindikatoren Die Lage unseres Unternehmens ist nach wie vor geprägt vom operativen Geschäft. a) Ertragslage Die Ertragslage der LetMeRepair Rhein-Main GmbH stellt sich wie folgt dar:
Das neutrale Betriebsergebnis beinhaltet periodenfremde sonstige betriebliche Aufwendungen von T€ 31 (Vorjahr T€ 0). Unsere Umsätze hängen weiterhin stark von der Entwicklung der Elektronikbranche ab (siehe dazu die Ausführungen unter II.1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen). Trotz der schwächeren und belasteten Marktentwicklung konnten wir in 2021 den Umsatz i. H. v. T€ 16.633 zu 2020 i. H. v. T€ 16.488 leicht um 0,9 % steigern. Umsätze wurden, wie auch im Vorjahr, ausschließlich im Inland erzielt. Der Materialaufwand, welcher gegenüber den Umsatzerlösen überproportional angestiegen ist, erhöhte sich in 2021 auf T€ 7.306 (Vorjahr: T€ 6.900) um 5,9 %. Der Materialaufwand verschlechterte sich bezogen auf die Betriebsleistung geringfügig auf 43,7 % (Vorjahr 41,7 %). Ursächlich war hier vor allem der allgemeine Preisanstieg. Durch die beschrieben Effekte hat der Rohertrag 1 sich auf T€ 9.340 (Vorjahr T€ 9.578) bzw. -2,5 % um T€ 238 verringert. Aufgrund der gestiegenen Mitarbeiteranzahl und Gehaltsanpassungen erhöhte sich der Personalaufwand um 8,1 % im Geschäftsjahr 2021 auf T€ 5.458 (Vorjahr: T€ 5.047). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr von T€ 2.875 auf T€ 3.196 gestiegen. Grund hierfür sind im Wesentlichen die gestiegenen Aufwendungen für Ausgangsfrachten sowie Fahrzeugkosten. Das Ergebnis vor Ertragsteuern verringerte sich in 2021 auf T€ 692 gegenüber dem Vorjahr von T€ 1.697 um 59,2 %. Unsere Ertragslage ist, in Anbetracht der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, als gut zu bezeichnen. 1 Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung abzüglich Materialaufwand b) Vermögens- und Finanzlage Nachfolgende Tabelle stellt die Vermögens- und Finanzlage der LetMeRepair Rhein-Main GmbH dar:
Die Eigenkapitalquote hat sich bedingt durch den Jahresüberschuss und unter Berücksichtigung der vorweggenommenen Ausschüttungen bei einem Rückgang der Bilanzsumme auf 63,6 % (Vorjahr: 64,5 %) leicht reduziert und ist weiterhin als gut zu bezeichnen. Darüber hinaus konnte die Gesellschaft die kurzfristigen Verbindlichkeiten insgesamt auf T€ 1.434 (Vorjahr: T€ 1.583) verringern. Die Kapitalstruktur ist weiterhin stabil geblieben. Wesentlichen Anteil daran hat unsere Konsolidierungspolitik. Zum Bilanzstichtag hat die Gesellschaft keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Zwecks Finanzierung der für die Ausführung der Leistungen benötigten Materialien bedienen wir uns der eingeräumten Kontokorrentlinien von insgesamt 2,0 Mio. € unserer Banken, welche jeweils nur kurzfristig in Anspruch genommen werden. Wir verfügen über deutlich höhere Kreditlinien, als wir durchschnittlich in Anspruch nehmen. Die Finanzlage im Geschäftsjahr 2021 war stabil. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Liquiditätslage ist aufgrund des positiven Jahresergebnisses und trotz des Rückgangs der liquiden Mittel im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin als gut zu bezeichnen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Jahr 2021 T€ 159, nach T€ 1.810 in 2020, im Wesentlichen bedingt durch den geringeren Jahresüberschuss. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt T€ -49 nach T€ -18 im Vorjahr und resultierte aus Investitionen in das Anlagevermögen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von T€ -850 (2020: T€ 1.700) ergab sich aus der Ausschüttung an die Gesellschafter. Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ist insgesamt als gut zu beurteilen. c) Finanzielle Leistungsindikatoren Für Zwecke der internen Unternehmenssteuerung legt die Geschäftsführung und die Gesellschafterin besonderen Fokus auf folgende finanzielle Leistungsindikatoren:
Für das Geschäftsjahr 2021 sind diese Kennzahlen als zufriedenstellend zu bewerten. III. Prognosebericht Mit der in 2021 vorerst abgeschlossenen Erweiterung und Neustrukturierung unserer Managementstruktur haben wir die Weichen für den konzernweit ausgerufenen Wachstumsplan 2025 gestellt. Der weitere Ausbau der Vor-Ort-Service Struktur belegt bei den für 2023 und 2024 geplanten Investitionen den ersten Rang. Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant. Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens der Marktlage entsprechend als herausfordernd. Auf Basis der ungeprüften Zahlen wird der erwartete Umsatz von T€ 17.478 und die erwartete Umsatzrendite von 2,34 % für das Jahr 2022, basierend auf der Planung aus 2021, nicht erreicht. Die Planung für das Jahr 2023 von Umsatzerlösen in Höhe von T€ 16.207 und einer Umsatzrendite von 0,3 %, wird zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung nicht erreicht Neben den für 2022 geplanten Investitionen für den weiteren Ausbau der Vor-Ort-Service Struktur, sind die Unsicherheiten ob der allgemeinen Kostenentwicklung und der derzeit schwer vorhersehbaren Entwicklung des Konsumverhaltens, sowie die für das restliche Geschäftsjahr 2023 nicht in Gänze überschaubaren Auswirkungen der Corona-Pandemie, Faktoren, welche uns zu der Prognose veranlassen, dass das Betriebsergebnis 2021 in 2022 nicht erreicht wird. Für 2023 und 2024 erwarten wir ein Betriebsergebnis ähnlich dem Niveau von 2022. Seit dem 24. Februar 2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine ("Russland-Ukraine- Krieg"). Die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Kriegs stellen ein wertbegründendes Ereignis dar. Die Auswirkungen aufgrund steigender Aufwendungen für Waren, Dienstleistungen und Betriebsmittel, sowie die weitere Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes, werden die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für die Jahre 2022/2023 erheblich beeinflussen. Den negativen Einflüssen wirken wir mit diversen Maßnahmen wie Kostenoptimierung, Anpassung der Services-Fees, Vertiefung von Bestandskundenbeziehungen und dem Ausbau des Service- und Kundenportfolios entgegen. Weiterhin werden konzeptionelle Maßnahmen zur Anpassung von Prozessen und Aufwendungen an die aktuellen Herausforderungen, wie zum Beispiel Störungen in der Lieferkette oder die Betriebsstoffkostenexplosion, ergriffen. Auf Basis der Planung bis Ende 2024 werden wir auch im Prognosezeitraum in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Die folgenden Risiken (Bruttodarstellung) sind in abnehmender Reihenfolge ihrer Bedeutung sortiert. Das Risikomanagement ist dafür verantwortlich, die wesentlichen Risiken zu erkennen und sie anschließend zu analysieren, zu steuern und zu überwachen, wobei angemessene Gegenmaßnahmen zur Minimierung der Risiken zum Einsatz kommen. Die Risiken werden von den entsprechenden Verantwortlichen im gesamten Unternehmen dokumentiert und bewertet. Finanzwirtschaftliche Risiken: Risiken bestehen unter anderem durch den teilweisen oder kompletten Ausfall von Forderungen. Bedingt durch die überwiegend hohe Bonität der Kunden sind die Forderungsausfallrisiken jedoch gering. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung in der Regel über die Bonität unserer Kunden. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und laufenden Bankguthaben. Die LetMeRepair-Gruppe hat Verträge zur Finanzierung von Betriebsmitteln sowie zur langfristigen Finanzierung abgeschlossen. Die Verträge beinhalten Financial- Covenants, deren Einhaltung laufend überwacht und im Falle von erkennbaren Abweichungen neu verhandelt werden. So haben in 2023 die finanzierenden Banken zugestimmt, die Covenants für das Jahr 2022 auszusetzen und für folgende Jahre die Covenants neu zu vereinbaren. Finanzierungsrisiken bestehen darin, dass aufgrund der oben beschrieben branchenspezifischen und ertragsorientierten Risiken, Financial-Covenants verletzt und diese mit den Banken nicht neu verhandelt werden könnten. Sollten die der Unternehmensplanung zugrunde gelegten Annahmen jedoch nicht erreicht und deshalb die Financial-Covenants verletzt werden, ohne dass es gelingt, die bestehenden Financial Covenants auszusetzen oder neu zu verhandeln, besteht das Risiko der Fälligstellung der aufgenommenen Darlehen, was den Fortbestand der Gesellschaft gefährden würde. Dieses Ereignis deutet auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die den Fortbestand des Unternehmens gefährdet (bestandsgefährdendes Risiko). Die Gruppe begegnet diesem Risiko unter anderem mit einer regelmäßigen, ausführlichen Standard-Berichterstattung über den Geschäftsverlauf sowie dem intensiven Austausch mit bestehenden Fremdkapitalgebern zu operativen und strategischen Entwicklungen. Branchenspezifische Risiken: Die Elektronikbranche scheint weiterhin von den Folgen der Finanzmarktschwankungen auch in 2021 nur bedingt beeinflusst worden zu sein. Die erheblich belastete gesamtwirtschaftliche Lage in 2022 und 2023, welche pandemiebedingt und ob der aktuellen geopolitischen Situation weiterhin anhält und sich im Vergleich zu 2021 noch erheblich verstärkte, führt zur geringeren Investitionsbereitschaft des Verbrauchers bei Konsumgütern, was bei den Elektronikherstellern zu deutlich schwächeren Absatzzahlen bei Investitionsgütern wie Fernsehgeräten führt und somit den After-Sales-Service erheblich belastet. Die Änderung des Konsumverhaltens der Verbraucher konnten wir bereits ab dem ersten Quartal 2022 feststellen. Der Rückgang an Dienstleistungen an Fernsehgeräten betrug in 2022 bei manchen unserer größten Auftraggeber bis zu 30 %. Die Engpässe in den Lieferketten, speziell im elektronischen Bauteilsektor, führten bereits in 2021 wie auch in 2022 und im ersten Quartal 2023 zu Störungen in den Betriebsabläufen. Die erhöhten Betriebsstoffkosten belasten die Logistik und den Aufwand für Vor- Ort-Reparaturen erheblich. Die Bereitschaft zu einer linearen Anpassung der Vergütungsmodelle ist je nach Hersteller/Auftraggeber unterschiedlich. Die aus den verordneten Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie resultierenden Einschränkungen führten in 2021 und 2022 zu erheblichen Einbrüchen in kompletten Branchenzweigen. So sind zum Beispiel die Umsätze an Dienstleistungen an Geräten im Gastronomie- Gewerbe auch in 2022 weit von den Umsätzen der vorpandemischen Jahre entfernt. Die hieraus resultierenden Auswirkungen sind für unser Unternehmen aber bisher gering, da unser Serviceangebot für dieses Marktsegment sich noch in der Auf- und Ausbauphase befindet. Sinkende Margen im Verkauf und somit auch sinkende Service-Budgets der Hersteller, stehen oftmals im Widerspruch zu den stetig steigenden Anforderungen an die Dienstleistung selbst. Ein umfassendes Projektcontrolling, die ständige Analyse und Optimierung unserer Prozesse, die Schaffung von Synergien, die hohe Flexibilität und Leistungsbereitschaft der Mitarbeitenden und ein möglichst offenes und partnerschaftliches Arbeitsumfeld mit unseren Auftraggebern befähigen uns weiterhin diese Herausforderungen zu bewältigen. Ertragsorientierte Risiken: Es ergeben sich Risiken aus der relativen Abhängigkeit zu einigen Großkunden. Wir haben Maßnahmen eingeleitet und steuern dieser Entwicklung unter anderem durch den stetigen Ausbau unseres Leistungsportfolios und somit der Gewinnung neuer Kunden entgegen. Die Hersteller tendieren weiterhin dazu, ihre Ersatzteilbestandsrisiken auf die Dienstleister abzuwälzen. Die Vorfinanzierung des hierzu benötigten Liquiditätsbedarfs setzt die gesamte After-Sales-Service-Branche unter enormen Druck. Die durch die aktuelle geopolitische Situation ausgelösten Sonderbelastungen bei Waren (Bsp. für Betriebsstoffe) und Dienstleistungen (Bsp. für Warenverkehr), wie auch die unüblich massiven Schwankungen in den Auftragseingängen für Investitionsgüter, belasten in 2022 und 2023 die Ergebnisse. Eine Restrukturierung der Logistikketten und Prozesse wurde unter Einbindung der Auftraggeber veranlasst. 2. Chancenbericht Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Im Verbund mit der LetMeRepair-Gruppe agieren wir als internationaler After- Sales-Serviceanbieter in einem dynamischen Marktumfeld, in welchem sich regelmäßig Chancen eröffnen. Diese zu erkennen und zu nutzen und dabei unnötige Risiken zu vermeiden, ist ein wesentlicher Faktor für die nachhaltige Entwicklung unseres Unternehmens. Wir erbringen einen großen Teil der Wertschöpfung durch Dienstleistungen für langjährige Auftraggeber, welche somit einen wesentlichen Anteil an der Entwicklung des Unternehmens beitragen. Wir investieren dennoch in die Weiterentwicklung unseres Vertriebs, um bestehende Kundenbeziehungen weiterhin intensiv zu unterstützen und um neue Kunden zu erschließen, was unsere bedeutendste Chance darstellt. 3. Gesamtaussage Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Risiken in der künftigen Entwicklung sehen wir in den kaum vorhersehbaren Sonderbelastungen bedingt durch die Preisentwicklung in 2022 und 2023 von Waren und Dienstleistungen und durch die derzeit unvorhersehbaren Entwicklungen der Gehaltsstrukturen der Mitarbeitenden, bedingt durch die Explosion der Lebenshaltungskosten. Zusätzlich belastend wirken sich die postpandemischen Auswirkungen auf den Krankenstand der Mitarbeitenden aus. Weitere Risiken sehen wir in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, steigenden Anforderungen der Hauptkunden, dem stagnierenden Preisniveau und möglichen Veränderungen im mittelfristigen Konsumverhalten. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind wie oben dargestellt vorhanden. Maßnahmen zur Minimierung der Risiken wurden/werden frühzeitig eingeleitet. V. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen liegen keine vor. Betriebsstätten befinden sich in Leipzig, Dortmund, Hamburg ab dem 01.03.2023 und Leonberg ab dem 15.04.2023. Diese berichten als unselbständige Betriebstätten direkt an die Zentrale in Obernburg am Main.
Obernburg am Main, 1. September 2023 LetMeRepair Rhein-Main GmbH Holger
Krieger
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die LetMeRepair Rhein-Main GmbH, Obernburg am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der LetMeRepair Rhein-Main GmbH, Obernburg am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LetMeRepair Rhein-Main GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angabe in Abschnitt "II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "IV. Chancen- und Risikobericht" Unterabschnitt "Risikobericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die LetMeRepair Gruppe Verträge zur Finanzierung von Betriebsmitteln sowie zur langfristigen Finanzierung abgeschlossen hat. Die Verträge beinhalten Financial Covenants, deren Einhaltung laufend überwacht und im Falle von erkennbaren Abweichungen neu verhandelt werden. So haben in 2023 die finanzierenden Banken zugestimmt, die Financial Covenants für das Jahr 2022 auszusetzen und für folgende Jahre neu zu vereinbaren. Die gesetzlichen Vertreter beschreiben weiter, dass Finanzierungsrisiken dahingehend bestehen, dass aufgrund von branchenspezifischen und ertragsorientierten Risiken Financial Covenants verletzt werden und diese mit den Banken nicht neu verhandelt werden könnten. Sollten die der Unternehmensplanung zugrunde gelegten Annahmen jedoch nicht erreicht und deshalb die Financial Covenants verfehlt werden, ohne dass es gelingt, die bestehenden Financial Covenants auszusetzen oder neu zu verhandeln, besteht das Risiko der Fälligstellung der aufgenommenen Darlehen. Wie in Abschnitt "2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Anhang sowie in Abschnitt "IV. Chancen- und Risikobericht" Unterabschnitt "Risikobericht" des Lageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dresden, den 1. September 2023 KPMG
AG
Rößler
Gerber
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