Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 25933
Eingetragen
6.11.2013
Branche
Sonstige Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerReparatur und Instandhaltung von Krafträdern
Gegenstand
der Handel mit Kraftfahrzeugen, die Reparatur und Lackierung von Kraftfahrzeugen sowie Mietwagen und Abschleppdienst und Tuning von Personenkraftwagen und Motorrädern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Carlos Lackas
seit 6.11.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

1.00% identifiziert99.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
1.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
GILB Holding AGCHE
99.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
GILB Holding AG
Switzerland
99.000 €
99.00%
C**** L*****
1.000 €
1.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lackas Rhein-Ruhr GmbH

Wesel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2,00 513,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 755.433,00 514.265,88
2. technische Anlagen und Maschinen 57.938,00 61.414,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 207.186,00 1.020.557,00 228.210,00
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 1.117.361,41 1.161.723,43
Summe Anlagevermögen 2.137.920,41 1.966.126,31
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 19.760,48 18.594,88
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.415,38 4.320,37
3. fertige Erzeugnisse und Waren 54.549.444,75 33.888.462,62
4. geleistete Anzahlungen 17.921,48 54.591.542,09 15.000,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.070.981,86 4.819.108,63
2. Forderungen gegen Gesellschafter 23.213,63 13.629,14
3. sonstige Vermögensgegenstände 6.779.690,52 4.183.511,91
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr Euro 240,00 (Euro 240,00) 12.873.886,01
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 411.561,40 355.618,68
Summe Umlaufvermögen 67.876.989,50 43.298.246,23
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.236,34 2.236,34
70.017.146,25 45.266.608,88

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnvortrag 2.731.339,31 2.563.936,15
II. Jahresüberschuss 150.720,28 167.403,16
Summe Eigenkapital 2.982.059,59 2.831.339,31
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 38.611,00 0,00
2. sonstige Rückstellungen 1.981.240,29 2.019.851,29 1.425.373,70
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 23.118.909,56 14.954.536,23
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 23.118.909,56 (Euro 14.954.536,23)
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 42.016,81
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 0,00 (Euro 42.016,81)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26.161.392,74 18.542.219,96
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 26.161.392,74 (Euro 18.542.219,96)
4. sonstige Verbindlichkeiten 8.786.279,30 5.278.485,05
- davon aus Steuern Euro 353.468,30 (Euro 255.357,33)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 49.702,68 (Euro 54.223,98)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 8.623.192,26 (Euro 5.103.574,21)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr Euro 163.087,04 (Euro 174.910,84) 58.066.581,60
D. Rechnungsabgrenzungsposten 6.948.653,77 2.192.637,82
70.017.146,25 45.266.608,88

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Umsatzerlöse 107.777.289,48 111.231.931,11
2. sonstige betriebliche Erträge 254.953,46 273.108,28
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 87.966.257,67 91.466.633,72
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 645.513,19 773.971,19
88.611.770,86 92.240.604,91
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.298.343,46 7.543.944,04
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.042.919,86 917.082,55
- davon für Altersversorgung Euro 14.196,72 (Euro 14.115,37)
9.341.263,32 8.461.026,59
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 220.972,35 216.312,65
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 8.399.270,10 9.947.415,20
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 24.316,93 28.907,54
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.152.297,27 390.241,92
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 145.691,36 100.220,58
10. Ergebnis nach Steuern 185.294,61 178.125,08
11. sonstige Steuern 34.574,33 10.721,92
12. Jahresüberschuss 150.720,28 167.403,16

ANHANG ZUM 31. DEZEMBER 2023

1. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN

Die Lackas Rhein-Ruhr GmbH hat ihren Sitz in Wesel. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Duisburg unter HR B 25933 eingetragen.

2. ALLGEMEINE ANGABEN ZU INHALT UND GLIEDERUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB auf.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 bis 256a sowie §§ 264 bis 288 HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind beibehalten worden.

3. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Vermögens- und Schuldposten sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen gemäß § 253 HGB bewertet worden. Dabei wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und sofern sie der Abnutzung unterliegen abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert worden. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Abschreibung erfolgt bei Zugängen pro rata temporis. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Vorräte wurden mit den individuellen Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde beachtet.

Die Vorführwagen wurden unter den Vorräten ausgewiesen. Hinsichtlich der Vorführwagen wurde der niedrigere beizulegende Wert durch Abschläge, die einer Abschreibung für Abnutzung im Anlagevermögen entsprechen, ermittelt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die im Geschäftsjahr verausgabten bzw. vereinnahmten Beträge, die Aufwand bzw. Ertrag für einen bestimmten Zeitraum in folgenden Geschäftsjahren darstellen, wurden als Rechnungsabgrenzungsposten aktivisch bzw. passivisch abgegrenzt und zeitanteilig aufgelöst.

Die Steuerrückstellungen wurden für noch nicht veranlagte Steuern gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten entsprechen jeweils ihrem Erfüllungsbetrag.

4. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GUV

4.1. Sachanlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Sachanlagevermögens ist im folgenden Anlagespiegel dargestellt (siehe nächste Seite):

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

historische Anschaffungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge kumulierte Abschreibungen
EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Software 18.083,79 0,00 0,00 18.081,79
18.083,79 0,00 0,00 18.081,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 889.823,99 351.996,85 0,00 375.558,11
2. technische Anlagen und Maschinen 114.257,41 7.443,90 0,00 63.763,31
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 821.190,80 79.377,24 1.689,52 691.692,52
1.825.272,20 438.817,99 1.689,52 1.131.013,94
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 1.161.723,43 0,00 44.362,02 0,00
3.005.079,42 438.817,99 46.051,54 1.149.095,73
Restbuchwert 31.12.2023 Restbuchwert Vorjahr Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Software 2,00 513,00 511,00
2,00 513,00 511,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 755.433,00 514.265,88 110.829,73
2. technische Anlagen und Maschinen 57.938,00 61.414,00 10.919,90
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 207.186,00 228.210,00 98.711,72
1.020.557,00 803.889,88 220.461,35
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 1.117.361,41 1.161.723,43 0,00
2.137.920,41 1.966.126,31 220.972,35

4.2. Steuererstattungansprüche

Körperschaftsteuer 2023 EUR 22.547,00
Solidaritätszuschlag 2023 EUR 1.239,05
Körperschaftsteuer/SolZ 2022 EUR 29.821,42
Gewerbesteuer 2022 EUR 15.372,00
Umsatzsteuer 2023 EUR 208.725,14
EUR 277.704,61

4.3. Steuerrückstellungen

Für das Geschäftsjahr wurde eine Rückstellung für die noch nicht veranlagte Gewerbsteuer in Höhe von TEUR 38 gebildet.

4.3.Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR
Personalkosten (Provisionen, Resturlaubsansprüche und Poolstunden 1.229
ausstehende Rechnungen 588
Gewährleistungen 110
Jahresabschlusskosten (intern u. extern) 33
Archivierungskosten 21
1.981

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe ihres voraussichtlichen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie decken alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und Unwägbarkeiten ab.

4.4. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten und deren Fälligkeiten sind im folgenden Verbindlichkeitenspiegel (siehe nächste Seite) dargestellt:

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2023

insgesamt unter 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 23.118.909,56 23.118.909,56 0,00 0,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26.161.392,74 26.161.392,74 0,00 0,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 8.786.279,30 8.623.192,26 163.087,04 0,00
- aus Steuern 353.468,30 353.468,30 0,00 0,00
- im Rahmen der sozialen Sicherheit 49.702,68 49.702,68 0,00 0,00
58.066.581,60 57.903.494,56 163.087,04 0,00
gesichert Sicherheit durch
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 23.118.909,56 Sicherungsübereignung, Bürgschaften
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 0,00
- aus Steuern 0,00
- im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00
23.118.909,56

4.5. Haftungsverhältnisse

Im Rahmen des Abschlusses von Kfz-Leasingverträgen tritt die Gesellschaft für ihre Kunden gegenüber Leasinggesellschaften als Bürge auf. Zum 31.12.2023 bestehen entsprechende Bürgschaften in Höhe von TEUR 344.

4.6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es liegen keine angabepflichtigen Sachverhalte nach § 285 Nr. 3 HGB vor. Folgende nach § 285 Nr. 3a HGB anzugebende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen sind für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung:

a) Mietverpflichtungen mit einem Gesamtbetrag von 654.471,12 €

- davon mit einer Laufzeit von bis zu 1 Jahr 654.471,12 €

davon gegenüber Gesellschafter 0,00 €

b) Verpflichtungen zur Rücknahme von Fahrzeugen im Rahmen von Leasingverpflichtungen in Höhe von ca. 13,1 Mio. €. Die Verträge enden zwischen 2023 und 2027.

c) Rücknahmeverpflichtungen aus kreditfinanzierten Fahrzeugverkäufen auf Verlangen des Kunden in einer Größenordnung von ca. 1.390 T€. Die Verträge enden zwischen 2023 und 2027.

4.7.Angaben zu den Umsatzerlösen

Von den Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 107.777 entfallen TEUR 66.524 auf das Neuwagengeschäft, TEUR 12.388 auf Auslandslieferungen, TEUR 21.163 auf den Gebrauchtwagenhandel, TEUR 3.163 auf den Teileverkauf, TEUR 2.713 auf Werkstattleistungen und TEUR 1.826 auf Provisions- und sonstige Erlöse.

4.8. Angaben zu den sonstigen betrieblichen Erträgen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 184, periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 30, öffentliche Zuschüsse zur Förderung der Elektromobilität in Höhe von EUR 24, Erlöse aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 15 und Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2 enthalten.

5. SONSTIGE ANGABEN

5.1. Nachtragsbericht

Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

5.2. Beschäftigtenzahl

Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:

78 Angestellte,

14 Teilzeitkräfte bzw. geringfügig Beschäftigte und

36 Auszubildende.

5.3. Geschäftsführung

Zum Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Carlo Lackas, Kaufmann, Wesel, bestellt.

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung nimmt die Gesellschaft die Erleichterung des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch.

5.4. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Geschäftsführer schlägt vor, den Jahresüberschuss zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Jahresabschluss wurde am 30.09.2024 festgestellt.

 

Wesel, 30. September 2024

Lackas Rhein-Ruhr GmbH, Wesel

gez. Carlo Lackas, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Lackas Rhein Ruhr GmbH ist ein seit 10 Jahren am Markt tätiges mittelständisches Autohaus mit Sitz in Wesel und weiteren Filialen in Duisburg und Dinslaken. Wir vertreiben Toyota und Lexus Neufahrzeuge, Fiat Nutzfahrzeuge sowie Gebrauchtwagen verschiedener Hersteller. Im Rahmen dieser Kernkompetenzen bieten wir unseren Kunden auch maßgeschneiderte Finanzierungs- und Leasingkonzepte und unterhalten in Kooperation mit unserem Partnerunternehmen Gebr. Lackas GmbH ein Fleetmanagement mit Europäischen Großkunden.

Wir sind als mittelständisches Unternehmen hinsichtlich unserer Größe und Komplexität darauf ausgerichtet, auf der einen Seite selbst sehr anspruchsvolle Kundenwünsche mit hoher Qualität und Termintreue zu erfüllen und auf der anderen Seite unseren Kunden, auch im Bereich von Werkstattleistungen, ein hohes Maß an Flexibilität und Service zu bieten.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war auch im Jahr 2023 geprägt von geopolitischen Auswirkungen auf die Binnennachfrage insbesondere durch die Folgen des Kriegs in der Ukraine, die sich u.a. in starken Energiepreiserhöhungen und einer wachsenden Inflationsrate widerspiegeln. Belastend kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe und massiv steigende Preise z.B. für Nahrungsmittel hinzu. Auch der Fachkräftemangel wird zunehmend spürbar.

Durch die allgemeinen Energieprobleme und steigenden Treibstoffkosten orientieren sich die Kunden hin zu Automobilen mit alternativem Antrieb. Die in der Corona-Krise aufgestauten Herstellungsdefizite bei Elektronikwaren, Microchips etc. verursachen Lieferprobleme auch im Automobilsektor wie auch bei vielen anderen Waren, die nur langsam abgebaut werden können.

Besonderheiten in der Automobilbranche

Die Bedeutung des eigenen Autos ist weiterhin sehr hoch. Das eigene Automobil bleibt für die große Mehrheit der Menschen unverzichtbar im Alltag. Für einen Großteil der PKW-Halter ist der eigene PKW, insbesondere für die Fahrt zur Arbeit, unverzichtbar.

Dabei sind alternative Antriebe für Autokäufer ein relevantes Thema. Zwar ist reine Elektromobilität derzeit in aller Munde, spielt aber in der Realität immer noch eine untergeordnete Rolle. Wesentlich bedeutsamer ist die Nachfrage nach Hybrid- und Plug-in-Hybridfahrzeugen, wovon unser Hersteller Toyota mit der Premiummarke Lexus und unsere Gesellschaft im besonderen Maße profitieren.

Unser Hersteller

Die Toyota Motor Corporatio(TMC) hat die Finanzergebnisse für das Wirtschaftsjahr 01.04.2022 bis 31.03.2023 bekanntgegeben. Der Fahrzeugabsatz weltweit wurde leicht um 1,7% auf 10,56 Millionen Fahrzeuge gesteigert. In Europa wurden 1,03 Millionen Fahrzeuge verkauft (+1,3 %).

2.2 Geschäftsverlauf

Grundlagen

Die Lackas Rhein Ruhr GmbH ist seit 2013 als Haupthändler für Toyota Vertragspartner. Sie hat als solcher sogenannte Partnerhändler zugeteilt, die sie wie ein Großhändler beliefern darf. Weiterhin ist sie als Haupthändler auch Zulieferer der eigenen Gruppenhändler (Filialbetriebe Dinslaken und Duisburg).

Im Bereich LEXUS besteht seit 2016 ein Händlervertrag. Weiterhin ist die Gesellschaft SUZUKI-Werkstatt-Vertragspartner und FIAT Professionell-Händler seit 2017.

Fahrzeugabsatz

Nach der deutlichen Steigerung unseres Umsatzes im Vorjahr auf 111.231 TEUR sank der Umsatz in 2023 wieder leicht um 3,1 % auf 107.777 TEUR.

Zwar haben wir insgesamt im letzten Geschäftsjahr mit 3.595 im Vergleich zu den 3.803 Fahrzeugen aus 2022 208 Fahrzeuge weniger verkauft. Die betriebsbezogenen Kosten sind jedoch im fast gleichen Verhältnis gesunken, so dass unser Betriebs- und Jahresergebnis trotz der geringeren Umsatzerlöse nahezu unverändert positiv ist.

Beschaffung

Im Bereich der Neufahrzeuge sind wir als Toyota- und Lexushändler ganz wesentlich von der Preis- und Modellpolitik unseres Herstellers abhängig. Durch die insgesamt weiterhin hohe Zahl der von uns verkauften Fahrzeuge konnten wir im Einkauf auskömmliche Mengen- und Volumenrabatte erzielen, die den verkaufsseitigen Margendruck teilweise kompensieren konnten.

Im Neuwagensektor fehlt jedoch weiterhin die notwendige Lieferbarkeit großer Fahrzeuge wie Toyota Landcruiser, so dass sich die Beschaffung im Bereich der Fahrzeugpalette weiter stark verändert hat von Großlimousinen zu Klein- und Kleinstfahrzeugen.

Beim Gelände-Pick-Up ist der Absatz durch das neue Model rasant, er hat sich zu einem Lifestyle-Fahrzeug entwickelt. Auch im Bereich LEXUS für das LC- Cabrio, den LC500 und den LEXUS UX ist die Nachfrage groß, so dass wir hier unsere Beschaffungsbemühungen erhöht und den Lagerbestand entsprechend gesteigert haben.

Die Lieferzeiten für Neufahrzeuge betragen mittlerweile bis zu einem Jahr und die Produktion von Chips ist kriegsbedingt immer noch eingeschränkt.

Im Geschäftsbereich FIAT Professionell profitieren wir besonders von unserem neu verhandelten Händlervertrag zur Vermarktung von Nutzfahrzeugen der Marke Fiat. Die Verkaufszahlen sind viel versprechend.

Im Gebrauchtwagenbereich haben wir auch in 2023 weiterhin darauf geachtet, dass der Bestand nicht veraltet und die Zinslast der Fahrzeuge nicht zu hoch wird. Aufgrund der permanent durchgeführten Bestandspflege weist unser Gebrauchtwagenbestand eine durchschnittliche Standdauer von nur 60 Tagen aus. Der Einkauf in diesem Bereich wurde straff zentralisiert und liegt in den Händen von Mitarbeitern, die über eine gute Marktkenntnis hinsichtlich Fahrzeugausstattung, Preisgestaltung und Absatzfähigkeit der Gebrauchtfahrzeuge verfügen.

Der unterproportionale Anstieg der Kosten der Fahrzeugfertigstellung konnte den angesprochenen Margendruck weiter entlasten, so dass unsere Rohmarge im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert ist. Durch die knapper werdende Ware hat sich bei sinkendem Umsatz aber der Ertrag deutlich verbessert.

Unser Rohgewinnaufschlag hat sich wie folgt entwickelt:

2019 2020 2021 2022 2023
14,86 % 13,97 % 14,65 % 21,06% 22,42%

Im Bereich des Gebrauchtwagenvertriebs haben wir die Verhandlungen mit externen Garantiegesellschaften fortgeführt, um das Risiko auf diese zu übertragen. Bedingt durch die gesunkene Anzahl der Fahrzeuge ohne unsere eigene Händlergewährleistung (GW werden weitestgehend mit Garantie verkauft, Händlergeschäfte sind ohne Gewährleistung) und die gesunkene Schadensquote ist die Bildung einer Rückstellung in unveränderter Höhe ausreichend.

Investition und Finanzierung

Im Jahr 2019 wurde die Neugestaltung des gesamten LEXUS-Bereiches beendet. Die Investitionen hierfür belaufen sich auf 880.000,00 Euro. Hierfür floss ein Baukostenzuschuss durch den Hersteller in Höhe von 354.500,00 Euro im Jahr 2018. Seit Eröffnung des Neubaus im Januar 2019 werden die Baukosten mit monatlich 4.000,00 Euro als Mietereinbauten linear abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2023 wurden hier nur Erhaltungsinvestitionen durchgeführt.

Personal

Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter, einschließlich Teilzeitkräften und Auszubildende, war gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig. Der Bedarf an Fachkräften ist weiterhin hoch. Eine Tarifbindung besteht nicht. Wir bilden weiter junge Menschen aus und beschäftigen nur eigenes Personal und sind daher weitgehend unabhängig von Dienstleistungen Dritter.

2.3 Wirtschaftliche Lage

Ertragslage der Gesellschaft

Die Betriebsleistung unserer Gesellschaft (Umsatzerlöse, Erlösschmälerungen und andere Erträge) ist gegenüber dem Vorjahr leicht um rd. TEUR 3.473 gesunken (-3,1 %).

Da auf der anderen Seite aber auch der Wareneinsatz und die betriebsbedingten Kosten insgesamt um 3,9 % zurück gegangen sind, wurde ein nahezu unverändertes Betriebsergebnis erzielt.

Als gegenläufige Effekte sind hier allerdings der tarifbedingte Anstieg des Personalaufwands sowie erhöhte planmäßige Abschreibungen aufgrund der Vorjahresinvestitionen im Sachanlagevermögen zu nennen.

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten Einsparungen erzielt werden, , während die Zinsaufwendungen insbesondere für die Fahrzeugfinanzierungen aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus gestiegen sind.

Vermögenslage der Gesellschaft

Die Bilanzsumme unserer Gesellschaft ist auf EUR 70,1 Mio um mehr als 54,6 % gestiegen. Der starke Anstieg unseres Fahrzeugbestandes zum Bilanzstichtag (Neu- und Gebrauchtwagenbestände) um rd. EUR 20,7 Mio sowie der Forderungen um TEUR 3.858 korrespondiert mit der Erhöhung der Bankverbindlichkeiten um EUR 8,2 Mio und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um EUR 7,7 Mio. sowie der passiven Rechnungsabgrenzungsposten um EUR 4,8 Mio.

Finanzlage der Gesellschaft

Zum Bilanzstichtag verfügt unsere Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von rd. EUR 412. Zum Vorjahresstichtag betrugen diese TEUR 356. Hier ist also eine deutliche Umschichtung zu verzeichnen, da wir in 2023 erhebliche Warenbestände mittels Fremdfinanzierung vorhalten.

Auch während des gesamten Geschäftsjahres 2023 war ausreichende Liquidität stets vorhanden. Alle finanziellen Verpflichtungen wurden stets durch pünktliche Zahlung erfüllt.

Das weitgehend EDV-seitig automatisierte Mahnwesen zur Überwachung der Forderungseingänge kam durchgängig zur Anwendung. Forderungsausfälle beeinträchtigten die Liquidität nicht.

Neben der täglichen Liquiditätsplanung im Unternehmen und der Jahresplanung von Umsatz und Liquidität sind wir nicht mehr verpflichtet, monatlich eine Liquiditätsplanung bei Toyota einzureichen. Dieses Instrument sollte Hilfestellung in der Corona-Krise bieten, ist aber zusätzlich zu unserer Tagesplanung nicht weiter erforderlich.

2.4 Gesamtaussage

Aufgrund der eingangs skizzierten gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen sowie der Erfolge unseres Herstellers können auch wir mit dem von uns erwirtschafteten Umsatz wie auch unserem Jahresergebnis in diesen insgesamt volatilen Zeiten sehr zufrieden sein. Die Ertragssituation stimmt uns für die Zukunft weiterhin optimistisch. Wir erwarten für 2024 leicht steigende Umsätze und erneut ein positives Ergebnis.

3. Nachtragsbericht

Es wird auf die Ausführungen im Anhang verwiesen.

4. Prognosebericht

Die aktuellen konjunkturellen Rahmenbedingungen stimmen uns auch für das Jahr 2024 verhalten optimistisch.

Im Fokus der Automobilbranche stehen weiterhin die alternativen Antriebskonzepte. In diesem Zusammenhang ist unser Hersteller mittel- und langfristig mit seinem Wechsel von Dieselantrieb zu Benzinmotoren für die künftige Entwicklung im Automobilbereich sehr gut aufgestellt.

Wir erwarten für 2024 einen leichten Umsatzanstieg. Nach vollständiger Umsetzung unserer Kosteneinsparmaßnahmen bei gestiegener Verkaufsstückzahl gehen wir von einer verbesserten Ergebnissituation im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 aus, sofern die konjunkturellen Rahmenbedingungen sich nicht verschlechtern.

Für die Auslastung unseres Unternehmens planten wir im November 2023 bei der Vertragsverhandlung mit den Herstellern und zur Fertigung der Planungsunterlagen unter Berücksichtigung der angespannten Marktsituation die folgenden Fahrzeugverkaufszahlen zu erreichen:

Toyota: 990 Einheiten
Lexus 280 Einheiten
FIAT Professionell 1.000 Einheiten
Gebrauchte 1.025 Einheiten

Unser Vertragsvorlauf liegt bereits über der Planung.

Bis zum September 2024 haben wir bereits insgesamt 1.310 Neuwagen im Bereich TOYOTA , LEXUS und FIAT und 3.050 Gebrauchtwagen veräußert, so dass die Einhaltung unserer Jahresverkaufsziele zu erwarten ist. Entgegen dem Bundestrend erreichte unser Unternehmen eine Stückzahlsteigerung.

Aufgrund der Inflationssorgen ist die Situation auf der Nachfrageseite für Fahrzeuge in Deutschland weiterhin unsicher, so dass wir eine über die nächsten 12 Monate hinaus gehende Prognoserechnung zu diesem Zeitpunkt nicht machen können.

Insgesamt sind keine Anzeichen ersichtlich, die gegen die Fortführung unserer Unternehmenstätigkeit sprechen. Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

5. Chancen- und Risikobericht

5.1 Chancenbericht

Unsere Kapitalsituation lässt die Folgen des Kriegs in der Ukraine gut aushalten.

In der Verwaltung nimmt ein großer Teil der Mitarbeiter die Möglichkeit des Arbeitens im Homeoffice wahr.

Für unsere mittelfristige Business-Planung der nächsten 5 Jahre haben wir eine Schätzung von Verkaufsstückzahlen und Ertrag vorsichtig ermittelt. Neben der täglichen und der neu eingeführten monatlichen Finanzplanung können wir so auch die Gesamtkapitalplanung für unseren Geschäftsplan optimieren.

Was die Modellpolitik und die Lieferfähigkeit betrifft, sind wir auch weiterhin von unserem Hersteller abhängig und können dies nicht beeinflussen.

Zusätzliche Impulse erwarten wir auch durch die Umgestaltung der FIAT Verkaufsräume verbunden mit dem FIAT-Professionell - Händlervertrag.

Weitere Verkaufsimpulse erwarten wir durch den neuen Lexus LBX und Toyota Yaris, sowie das bZ Compact SUV Concept. Alle drei neuen Modelle haben ihre Europapremiere gefeiert und kommen mit attraktiven Antrieben als Hybride auf den Markt.

5.2 Risikoberichterstattung

Unsere wesentlichsten Risiken sind nach wie vor im Zusammenhang mit der deutschen Binnennachfrage nach PKW zu sehen, die wiederum abhängig ist von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung und den Inflationsängsten der Bevölkerung.

Weitere Unwägbarkeiten in Bezug auf die Versorgungssicherheit mit Rohstoffen und Energie sind durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu verzeichnen. Bereits jetzt sehen wir uns mit teils massiven Preiserhöhungen in nahezu allen Bereichen konfrontiert.

Diese besondere Situation könnte auch die Entwicklung unserer Geschäftstätigkeit beeinflussen, wenn es zu einer Unterbrechung der Lieferkette seitens unseres Herstellers kommen sollte.

Unser Partnerhändler Auto Lackas GmbH hat im Januar 2017 Insolvenz anmelden müssen. Nach Prüfung eines Insolvenzanwaltes sind unsere Forderungen entsprechend werthaltig, die Besicherungen rechtsgültig. Entsprechende vorsichtige Abschläge auf Forderungen von rund 200 TEUR wurden bereits vorgenommen. Die fälligen und gemahnten Forderungen werden durch ein gerichtliches Mahnverfahren beigetrieben.

Eine Haftungsforderung des Insolvenzverwalters wurde im Mai 2018 zugestellt, vom Insolvenzanwalt überprüft und abgewiesen. Ein Gutachten liegt vor. Hier sind keine Risiken zu erwarten, die nicht in der Bilanz bereits berücksichtigt sind.

Nach Abschluss der Betriebsprüfung 2017 - 2020 - die Betriebsprüfung endete mit dem Bericht vom 14.11.2022 ohne Mängel - haben wir bereits die Vorbereitungen für die reguläre Betriebsprüfung durch die Großbetriebsprüfung Krefeld getroffen. Diese endete am 14.11.2023 ohne Beanstandungen.

Im Rahmen des Abschlusses von Kfz-Leasingverträgen treten wir für unsere Kunden gegenüber Leasinggesellschaften als Bürge auf. Zum 31.12.2023 bestehen entsprechende Bürgschaften in Höhe von TEUR 344. Außerdem sind wir Verpflichtungen zur Rücknahme von Fahrzeugen im Rahmen von Leasingverpflichtungen in Höhe von ca. 13,1 Mio. € eingegangen. Rücknahmeverpflichtungen aus kreditfinanzierten Fahrzeugverkäufen auf Verlangen des Kunden bestehen in einer Größenordnung von ca. 1,4 Mio. €.

Alle übrigen betriebswirtschaftlichen, von uns beeinflussbaren Risiken versuchen wir weiterhin zu minimieren. Daher haben wir im Bereich unserer operativen Risikovorsorge einige Maßnahmen eingeleitet und bereits bestehenden Prozesse weiter optimiert, wie zum Beispiel:

Verkürzung des Mahnwesens durch stetige Prüfung

Kontrolle der offenen Fahrzeugzahlungen täglich

Verbesserte Kontrolle der Briefselbstverwaltung und Zahlung der Rechnungen

Zinsersparnis durch verkürzte Zahlungswege bis zur Fahrzeugrefinanzierung

Verkürzung der Zahlungswege bei Unfallschäden

Verstärkte Kontrolle über die Barauszahlungen

Organisatorische Maßnahmen zur Vereitelung von Warendiebstählen

Mitarbeiterschulungen zur Vereitelung von Fahrzeugdiebstählen und Betrugsdelikten im Zusammenhang mit Probefahrten.

Anpassung des Provisionssystems (Lohnzahlung Mitarbeiter)

Aufgrund des Krieges in der Ukraine sind jedoch nachfragebedingte Umsatzrückgänge weiterhin nicht auszuschließen. Neben dem allgemeinen Nachfragerückgang könnten wir auch von herstellerseitigen Unterbrechungen in der Lieferkette bei Neufahrzeugen und Fahrzeugteilen betroffen sein, auf die wir nur eingeschränkt reagieren könnten.

Aktuell (Stand September 2024) sind diese Risiken jedoch noch nicht signifikant eingetreten; die im November 2023 vorsichtig geplanten Verkaufszahlen wurden bisher übertroffen.

Die aktuellen Verkaufsbücher beinhalten eine große Bestellmenge von Kundenfahrzeugen, die in den nächsten 18 Monaten auszuliefern sind, weil die Hersteller mit der Produktion nicht nachkommen.

Die Händlerverträge Toyota, Lexus, Suzuki wie auch FIAT sind von Herstellerseite gekündigt, weil eine Umstrukturierung des Händlernetzes geplant ist.

Insgesamt ergeben sich aus den dargestellten Risiken keine, die bestandsgefährdend für die Gesellschaft sein könnten. Die Zukunft der Gesellschaft ist auf absehbare Zeit gesichert.

 

Wesel, 30. September 2024

gez. Carlo Lackas

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Lackas Rhein Ruhr GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Lackas Rhein Ruhr GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Lackas Rhein Ruhr GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Hagen, 29. November 2024

Arldt, Wirtschaftsprüfer

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