Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
BTT Solutions GER GmbH
Eichenweg 2, 06536 Berga, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gero Thorsten Lange seit 7.5.2024 | Geschäftsführer |
Bernd Hans Leimbach seit 19.7.2012 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (5)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 42.50% | |
Julius Alfred Kurt Dorn | 34.00% |
| 8.50% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MAHLE Behr Kornwestheim GmbHKornwestheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Anhang für 2017Allgemeine HinweiseDie MAHLE Behr Kornwestheim GmbH, Kornwestheim, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 200474 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss der MAHLE Behr Kornwestheim GmbH wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den Sondervorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Betragsangaben erfolgen in Tausend Euro. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Anhang enthält die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung geforderten zusätzlichen Erläuterungen. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 bzw. 5 Jahre) vermindert. Die Abschreibung erfolgt linear pro rata temporis. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Für bewegliche Anlagegüter mit einem Zugang bis 2009 wird, soweit steuerlich zulässig, die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Die übrigen Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungs- und Herstellungskosten mehr als EUR 150 jedoch nicht mehr als EUR 410 betragen, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Typengebundene, im Eigentum der Gesellschaft befindliche Werkzeuge wurden aktiviert. Bei den Finanzanlagen werden Anteilsrechte mit den Anschaffungskosten und Ausleihungen mit dem Nennwert oder mit dem niedrigeren, am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Wertberichtigungen werden bei Bedarf vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden mit dem gleitenden Durchschnittspreis unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Für mangelnde Gängigkeit wurden Abschläge vorgenommen. Für Serienteile werden Abschläge entsprechend des Zeitpunktes der letzten Lagerbewegung gebildet. Nicht mehr verwertbare Bestände wurden teilweise vollständig abgewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. Eine verlustfreie Bewertung wurde vorgenommen, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten erfasst. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Nicht bzw. nicht mehr verkaufsfähige Produkte sind unter Anwendung angemessener Abschläge von den Anschaffungskosten bewertet worden. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beinhalten die Rückstellung für unmittelbare Pensionsverpflichtungen (Gutachten Kern Mauch & Kollegen GmbH), die Entgeltumwandlung (Gutachten Tower Watson GmbH) und die Arbeitgeberfinanzierte Pensionszusage (Gutachten Tower Watson GmbH). Die unmittelbaren Pensionsverpflichtungen werden nach dem Projected Unit Credit-Verfahren (PUC-Verfahren) versicherungsmathematisch unter Verwendung der "Heubeck'schen "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 3,68 % (Vj. 4,0 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 11. März 2016 verwendet. Aufgrund gehaltsunabhängiger Zusagen wurden keine Gehaltssteigerungen berechnet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 1,5 % (Vj. 1,5 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 2,0 % (Vj. 1,97 %) berücksichtigt. Die Entgeltumwandlung (Deferred Compensation) wird nach der projizierten Einmalbeitragsmethode versicherungsmathematisch unter Verwendung der "Richttafeln von Dr. Klaus Heubeck 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 3,68 % (Vj. 4,0 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 11. März 2016 verwendet. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 2,0 % (Vj. 1,97 %) berücksichtigt. Die arbeitgeberfinanzierte Pensionszusage wird nach der projizierten Einmalbei-tragsmethode versicherungsmathematisch unter Verwendung der "Richttafeln Heubeck 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 3,68 % (Vj. 4,0 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 11. März 2016 verwendet. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 2,0 % (Vj. 1,97 %) berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen, einschließlich solcher für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, werden mit ihrem nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelten Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei der Bemessung dieser Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung getragen. Die zu erwartenden zwischenzeitlichen Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zum Stichtag mit dem von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen Zinssatz abgezinst. Als Zinssatz für Altersversorgungsverpflichtungen wird der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, für die übrigen langfristigen Rückstellungen der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet. Der Effekt, der sich aus der Änderung des Zinssatzes für Altersversorgungsverpflichtungen von dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre auf die vergangenen zehn Geschäftsjahre ergibt, wird innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen. Die Bewertung der Rückstellungen für Jubiläen erfolgt mit dem anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelten Erfüllungsbetrag. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 2,8 (Vj. 3,22%) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 11. März 2016 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen von 3,0 % (Vj. Gehaltsteigerungen von 2,0 % ab 1. April 2017 und 2,9 % ab 2018) sowie Fluktuationen von 2,0 % (Vj. 1,97 %) wurden berücksichtigt. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den Heubeck'schen Sterbetafeln (2005 G). Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt gemäß IDW RS HFA 3. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 2,8 % (Vj. 3,22%) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 11. März 2016 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen von 3,0 % (Vj. Gehaltssteigerungen von 2,0 % ab 1. April 2017 und 2,9 % ab 2018) sowie Fluktuationen von 2,0 % (Vj. 1,97 %) wurden berücksichtigt. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den Heubeck'schen Sterbetafeln (2005 G). Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen und Altersteilzeit dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den Rückstellungen verrechnet. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungsdifferenzen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Aniagenspiegel dargestellt. Die Abschreibungen des Berichtsjahres beinhalten eine außerplanmäßige Abschreibung gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 und Satz 6 HGB in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 7.418). Die Anteilsliste gemäß § 285 Nr. 11 HGB ist in der Anlage dargestellt. Die Anteile der MAHLE Sehr Holysov s.r.o wurden zum Bilanzstichtag um TEUR 2.295 zugeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Aufgliederung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zeigt die Bilanz. Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr waren zum aktuellen Bilanzstichtag nicht in den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen enthalten (Vj. TEUR 0). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegenüber der Gesellschafterin MAHLE Behr GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 1.854 (Vj. TEUR 2.389) und betreffen Personalüberlassungen, Lizenzen und eine Rückforderung von vorzeitig bezahlten Pensionsverpflichtungen. Zusätzlich bestehen Forderungen aus der Ergebnisabführung gegenüber der MAHLE Behr Berga GmbH in Höhe von TEUR 2.964 (Vj. TEUR 2.473). Des Weiteren bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.892 (Vj. TEUR 6.457). Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um eine Rückdeckungsversicherung.
Latente Steuern Aktive latente Steuern entfallen im Wesentlichen auf Bewertungsunterschiede bei den sonstigen Rückstellungen. Wesentliche Bewertungsunterschiede, die zu passiven Latenten Steuern führen, bestehen bei der Pensionsrückstellung. Im Saldo ergibt sich ein Aktivüberhang latenter Steuern. Der Berechnung wurde für inländische Steuern ein Steuersatz von 28,54 % (Vj. 28,08 %) zugrunde gelegt. Es wurde vom Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht, wonach aktive latente Steuern nicht aktiviert werden müssen. Eigenkapital und Rücklagen Das Stammkapital beträgt TEUR 1.549. Die Gesellschafterversammlung beschloss, den Bilanzverlust des Vorjahres in Höhe von TEUR 21.556 auf neue Rechnung vorzutragen. Die Gewinnrücklagen resultieren aus der BilMoG-Umstellung zum 1. Januar 2010. Das im Vorjahr noch negative Eigenkapital ist zum Bilanzstichtag deutlich positiv. Rückstellungen Bei der Bewertung der unmittelbaren Pensionsverpflichtungen nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 2,8 % (Vj. 3,22 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung i. d. F. vom 11. März 2016 beträgt der Rückstellungsbetrag TEUR 2.999. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zur Bewertung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre beträgt TEUR 227 und unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB einer Ausschüttungssperre. Bei der Bewertung der Verpflichtungen aus Entgeltumwandlungen (Deferred Compensation) nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 2,8 % (Vj. 3,22 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung i. d. F. vom 11. März 2016 beträgt der Rückstellungsbetrag TEUR 965. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zur Bewertung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre beträgt TEUR 122 und unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB einer Ausschüttungssperre. Bei der Bewertung der arbeitgeberfinanzierten Pensionszusage nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 2,8 % (Vj. 3,22 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung i. d. F. vom 11. März 2016 beträgt der Rückstellungsbetrag TEUR 531. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zur Bewertung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre beträgt TEUR 67 und unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB einer Ausschüttungssperre. In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Garantieleistungen TEUR 11.137 (Vj. TEUR 23.452), für Personalkosten TEUR 4.636 (Vj. TEUR 3.329), für Abnahmeverpflichtungen TEUR 141 (Vj. TEUR 1.736) sowie für Drohverluste TEUR 55 (Vj. TEUR 98) enthalten. Der Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 3.862 wurde entsprechend § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert (entspricht den Anschaffungskosten) der Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 1.384 verrechnet. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Rückstellung für Altersteilzeit:
Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten zeigt die Bilanz. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 3.409 (Vj. TEUR 9.575) enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem mit der MAHLE Behr GmbH & Co. KG bestehenden Cash Pool sowie aus Lohn- und Gehaltszahlungen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 1.648 (Vj. TEUR 862). Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und über fünf Jahren bestehen in 2017 keine. Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Sicherungsrechte besichert. Haftungsverhältnisse Subsidiärhaftung Behr Hilfe e. V. Das Kassenvermögen der Behr Hilfe e. V. betreffend die MAHLE Behr Kornwestheim GmbH zum 31. Dezember 2017 beträgt TEUR 211. Mit Gutachten der Kern, Mauch & Kollegen GmbH zum 31. Dezember 2017 betragen die Teilwerte der Verpflichtungen der MAHLE Behr Kornwestheim GmbH TEUR 2.742. Damit besteht zum Bilanzstichtag eine subsidiäre Haftung des Trägerunternehmens MAHLE Behr Kornwestheim GmbH gegenüber den Berechtigten der Behr Hilfe e. V. in Höhe von TEUR 2.531. Es liegen uns derzeit keine Anhaltspunkte für eine Inanspruchnahme vor; aus diesem Grund wird das Risiko der Inanspruchnahme als gering eingeschätzt. Sonstige Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den aus der Bilanz ersichtlichen Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen für Leasing in Höhe von TEUR 45. Die Laufzeiten der einzelnen Verträge liegen zwischen 2 und 4 Jahren. Außerbilanzielle Geschäfte Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine außerbilanziellen Geschäfte im Sinne des § 285 Nr. 3 HGB abgeschlossen. Angaben zu den Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen Es lagen keine zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Abschlusszeitraum vor. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Aperiodische Erträge Die periodenfremden Erträge betrugen im Berichtsjahr TEUR 13.336 (Vj. TEUR 1.549). Diese setzen sich im Wesentlichen mit TEUR 13.223 aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen sowie mit TEUR 93 aus Erträgen aus der Auflösung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen aus Forderungen zusammen. Aperiodische Aufwendungen Die periodenfremden Aufwendungen betrugen im Berichtsjahr TEUR 115 (Vj. TEUR 51). Diese resultieren im Wesentlichen aus der Abschreibung von Forderungen aus Vorperioden. Finanzergebnis Die einzelnen Posten des Finanzergebnisses sind in der Gewinn- und Verlustrechnung aufgegliedert. Sonstige AngabenBeschäftigtenzahlen Die Belegschaft im Jahresdurchschnitt entwickelte sich wie folgt:
Der Personalaufwand (Löhne, Gehälter, soziale Abgaben sowie Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung) beträgt im Berichtsjahr TEUR 16.907. Aufsichtsrat Gemäß Gesellschaftsvertrag hat die Gesellschaft einen Aufsichtsrat. Folgende Aufsichtsratsmitglieder sind zum 31. Dezember 2017 bestellt:
Geschäftsführung und Vertretung Die MAHLE Behr Komwestheim GmbH wird durch die Geschäftsführer Herr Dipl.-Ing. Jörg Bergschneider und Herr Heiko Pott vertreten. Hinsichtlich der Bezüge der Geschäftsführer wird die Erleichterungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Auf ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung entfällt eine Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 1.775 (Vj. TEUR 2.061). Die Bezüge ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung (Pensionszahlungen) beliefen sich auf TEUR 173 (Vj. TEUR 188). Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der MAHLE Behr GmbH & Co. KG, Stuttgart, (kleinster Kreis von verbundenen Unternehmen) einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Darüber hinaus wird der Jahresabschluss der Gesellschaft in den Konzernabschluss der MAHLE GmbH, Stuttgart, (größter Kreis von verbundenen Unternehmen) einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers braucht nicht angegeben zu werden, da es in die Angaben im Konzernabschluss der Behr GmbH & Co. KG einbezogen wird. Bestandsgefährdende Risiken Die Geschäftsführung der MAHLE Behr Kornwestheim GmbH ist der Auffassung, dass für die Gesellschaft gegenwärtig keine Risiken bestehen, welche den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust des Geschäftsjahres auf neue Rechnung vorzutragen.
Kornwestheim, den 15. März 2018 Geschäftsführung Jörg Bergschneider Heiko Pott Zusammenweisung und Entwicklung des Anlagevermögens 2017
Anteilsbesitzliste gemäß § 285 Nr. 11 HGB
1) Die Werte sind dem jeweiligen IFRS Reporting Package entnommen. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MAHLE Behr Kornwestheim GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MAHLE Behr Kornwestheim GmbH, Kornwestheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn-und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MAHLE Behr Kornwestheim GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 15. März 2018 Ernst
& Young GmbH
Müller-Marqués Berger, Wirtschaftsprüfer Gnädinger, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 20117Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2017
Lagebericht für 2017Die Firma MAHLE Behr Kornwestheim GmbH mit Stammsitz in Kornwestheim ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der MAHLE Behr GmbH & Co. KG. Sie ist auf dem Gebiet der thermostatischen Regelgeräte für Kühlmittelkreisläufe tätig und pflegt Kundenbeziehungen im Bereich Automobil- sowie Industrietechnik. Zusammen mit ihren Tochtergesellschaften hat sich die MAHLE Behr Kornwestheim GmbH auf ihrem Gebiet zu einem führenden, weltweit operierenden Zulieferer der Automobil-, insbesondere der Motorenindustrie entwickelt. Wirtschaftsbericht Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung und Lage der Automobilindustrie Im Geschäftsjahr 2017 hielt der breite Aufschwung der Weltwirtschaft laut Januar-Bericht 2018 des Internationalen Währungsfonds (IWF) weiter an. Die konjunkturelle Erholung aus dem zweiten Halbjahr 2016 setzte sich im Jahr 2017 fort. Insgesamt lag das globale Wachstum bei 3,7 %, was nicht nur die Erwartungen vom Jahresbeginn 2017 übertraf, sondern auch die Konjunkturwerte der Vorjahre. Während die Wirtschaft in den Industrieländern mit 2,3 % wuchs, legten die Schwellen- und Entwicklungsländer um 4,7 % zu. In der Europäischen Union expandierte die Wirtschaft im Berichtsjahr aufgrund hoher Exportwerte und einer starken Binnennachfrage um 2,4 %, und damit stärker als 2016. Sehr positiv entwickelte sich hierbei Deutschland mit einem Wachstum von 2,5 %, auch in Italien und Frankreich zog das Wirtschaftswachstum nach einer Schwächephase spürbar an. Spanien setzte seine Erholung mit einem Wachstum von 3,1 % nur leicht gebremst fort. In den USA wuchs die Wirtschaft dank des günstigen Geschäftsklimas um 2,3 %. Brasilien konnte sich aufgrund des steigenden Konsums aus der Rezession der Vorjahre befreien und legte um 1,1 % zu. In China entwickelte sich die Wirtschaft mit 6,8 % ähnlich stark wie 2016 (+6,7 %), unter anderem eine Folge nachfragestützender Maßnahmen seitens der Zentralregierung. Positiv verlief die Entwicklung auch in Japan: Durch eine starke globale Nachfrage sowie finanzpolitische Maßnahmen lag das Wachstum hier bei 1,8 %. Entwicklung der Märkte für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge Im Geschäftsjahr 2017 ist die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen mit gut zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartungsgemäß leicht gestiegen. In Europa war das Wachstum von drei Prozent vor allem der weiteren Erholung des Marktes in Russland geschuldet; auch die westeuropäischen Länder profitierten von einer Erholung der Nachfrage in Südeuropa. In Nordamerika hingegen ging die Produktion um gut drei Prozent zurück. Grund hierfür war die verhaltene Nachfrage in den USA. Sie lag trotz der Ersatzbeschaffungen, die Wirbelstürme zum Jahresende hin notwendig gemacht hatten, wie erwartet, leicht unter Vorjahr. In Südamerika wurden insbesondere in Brasilien wieder mehr Fahrzeuge produziert. Insgesamt erhöhte sich das Fertigungsvolumen um 17 %, was neben der gestiegenen Nachfrage auf die sehr niedrigen Lagerbestände der Fahrzeughersteller zurückzuführen war. Die Region Asien/Pazifik verzeichnete mit drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr ein gedämpftes Wachstum. In China ließ die Nachfrage im Berichtsjahr deutlich nach: Der Steuervorteil beim Erwerb von Fahrzeugen mit weniger als 1,6 Liter Hubraum war Anfang des Jahres 2017 halbiert worden; der Markt reagierte und lag infolge mit einem Wachstum von zwei Prozent nur leicht über Vorjahr. In Japan wirkte sich die stabile Inlandsnachfrage positiv auf die lokale Fertigung aus (+6 %), in Indien stieg die Produktion kräftig um sieben Prozent. Entwicklung der Märkte für mittlere und schwere Nutzfahrzeuge Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Produktion von mittleren und schweren Nutzfahrzeugen um rund 15 % zu und übertraf mit diesem deutlichen Anstieg unsere Erwartungen. In Europa erhöhte sich die Produktion von mittleren und schweren Nutzfahrzeugen um knapp vier Prozent. Die Hersteller profitierten dabei vor allem von der steigenden Nachfrage auf dem russischen Markt - während die westeuropäischen Märkte nur moderat wuchsen. In Nordamerika erholte sich der Markt für mittlere und schwere Nutzfahrzeuge stärker als erwartet: Der Produktionsanstieg von knapp zehn Prozent ist zu großen Teilen auf eine Erholung bei schweren Trucks zurückzuführen. In Südamerika führte der allgemeine Aufschwung zu einem Produktionsanstieg in Höhe von knapp 22 %. Die Entwicklung in der Region Asien/Pazifik war mit einem zweistelligen Wachstum erneut positiv. Besonders in China expandierte die Fertigung deutlich und erzielte - entgegen unserer vorsichtigeren Prognosen - ein Plus von rund 35 %. Zurückführen lässt sich das hohe Wachstum unter anderem auf gesetzliche Neuregelungen, gestiegene Infrastrukturinvestitionen sowie einen zyklischen Ersatzbedarf. In Indien schrumpfte die Produktion hingegen um rund sechs Prozent. Das Minus ist auf einen Sondereffekt durch die neue Abgasnorm Bharat IV zurückzuführen. Ertragslage-, Vermögens- und Finanzlage Ertragslage Das Ergebnis nach Steuern der MAHLE Behr Kornwestheim GmbH nach deutschem Handelsrecht beträgt TEUR 19.941 (Vj. J. TEUR 11.940). Dies stellt eine erhebliche Verbesserung im Vergleich zum Vorjahresergebnis dar. Dieser Gewinn resultiert im Wesentlichen aus der Zuschreibung der Anteile der MAHLE Behr Holysov s.r.o. (TEUR 2.295), der Auflösung der Garantierückstellung in Höhe von TEUR 11.665 sowie der Auflösung der Rückstellung für Abnahmeverpflichtung in Höhe von TEUR 1.557. Weitere positive Effekte resultieren aus den Beteiligungserträgen der Behr Thermottronik Italia S.p.A (TEUR 1.182) und der MAHLE Behr Thermal Systems (Oingdao) Co., Ltd. (TEUR 389) sowie der Gewinnabführung der MAHLE Behr Berga GmbH (TEUR 2.964). Der Umsatz der MAHLE Behr Kornwestheim GmbH lag zum Geschäftsjahresende deutlich über Plan. In 2017 wurde ein Gesamtumsatz (inkl. Werkzeuge und Services) von TEUR 45.109 (Vj. TEUR 41.242) erreicht, wovon TEUR 38.371 mit verbundenen Gesellschaften erzielt wurden. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Umsatz mit verbundenen Unternehmen um TEUR 2.875 und der Umsatz mit Dritten um TEUR 992 erhöht. Wesentliche Ergebnisquellen
Das Verhältnis von Materialaufwand zu den Umsatzerlösen beträgt 43,0 % und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr (37,8 %) verschlechtert. Der Grund hierfür ist im Wesentlichen die durch die Verlagerung bedingte Bestandserhöhung (Vorlaufproduktion). Der Personalaufwand reduzierte sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 16.922) um 0,1 % auf TEUR 16.907. Der geringfügige Rückgang resultiert aus dem Übergang von Mitarbeitern im Rahmen der Verlagerung und aus gegenläufigen Effekten aus der zugehörigen Rückstellungsbildung. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betragen TEUR 1.393 (Vj. TEUR 1.556). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Verlagerung und der im Berichtsjahr geringeren Investitionstätigkeit. Vermögenslage und Finanzlage Die Bilanzsumme der nach deutschem Handelsrecht aufgestellten Bilanz beträgt TEUR 44.532 (Vj. (TEUR 44.887). Das bedeutet eine geringfügige Senkung um 0,8 %. Das Sachanlagevermögen (inkl. Immaterielle Vermögensgegenstände) beträgt zum 31. Dezember 2017 15,5 % der Bilanzsumme und verteilt sich auf Software und Lizenzen mit TEUR 57, Grundstücke und Gebäude mit TEUR 2.277 (Vj. TEUR 2.390), Anlagen und Maschinen mit TEUR 3.468 (Vj. TEUR. 3.411), Betriebs- und Geschäftsausstattung mit TEUR 725 (Vj. TEUR 1.102) und Anlagen im Bau TEUR 355 (Vj. TEUR 785). Der Rückgang des Sachanlagevermögens resultiert im Wesentlichen aus der Verlagerung nach Mühlacker und Berge. Das Investitionsvolumen in Sachanlagen des Jahres 2017 betrug TEUR 1.084 (Vj. TEUR 1.470). Das Finanzanlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 16.556) auf TEUR 21.481 gestiegen. Das resultiert im Wesentlichen aus der Zuschreibung der Anteile der MAHLE Behr Holysov s.r.o. (TEUR 2.295). Desweiteren wurden der MAHLE Behr Holysov s.r.o. im Geschäftsjahr Ausleihungen in Höhe von TEUR 2.630 ausgegeben. Die Vorräte sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.668 von TEUR 2.559 auf TEUR 5.227 gestiegen. Die Vorräte setzen sich hierbei aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen in Höhe von TEUR 2.057 (Vj. TEUR 1.487), unfertigen Erzeugnissen in Höhe von TEUR 1.310 (Vj. TEUR 604), fertigen Erzeugnissen und Waren in Höhe von TEUR 1.712 (Vj. TEUR 468) und geleisteten Anzahlungen über TEUR 147 (Vj. TEUR 0) zusammen. Der starke Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einem Produktionsvorlauf aufgrund der Verlagerung des Sachanlagevermögens. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten, verbundenen Unternehmen und Beteiligungsunternehmen sind zum Jahresende auf TEUR 10.722 (Vj. TEUR 11.977) gesunken. Hiervon entfallen TEUR 729 (Vj. TEUR 601) auf Dritte und TEUR 9.993 (Vj. TEUR 11.343) auf verbundene Unternehmen. Der Rückgang resultiert aus einem niedrigeren Umsatz in November und Dezember 2017 aufgrund der Verlagerung. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 589) auf TEUR 136 reduziert. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Rückzahlung des Körper-schaftsteuerguthabens in Höhe von TEUR 254 und der Erstattung des Vorsteuerüberhanges in Höhe von TEUR 255 aus dem Vorjahr. Das Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR -4.701) auf TEUR 15.201 erhöht. Dies resultiert aus dem Jahresüberschuss von TEUR 19.902. Die Rückstellungen betragen zum 31. Dezember 2017 TEUR 21.918 und liegen damit unter dem Vorjahr (TEUR 32.335). Die Rückstellung für Garantieverpflichtungen hat sich um TEUR 12.314 und für Abnahmeverpflichtungen um TEUR 1.595 reduziert. Gegenläufig hierzu wurden Rückstellungen für Abfindungen in Höhe von TEUR 594 und für Sozialplan-aufwendungen in Höhe von TEUR 613 gebildet. Die Verbindlichkeiten sind zum Jahresende auf TEUR 7.127 (Vj. TEUR 12.433) zurückgegangen. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus einem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Der wesentliche Effekt kommt aus dem Rückgang des Cash Pool um TEUR 5.239. Die Finanzlage stellt sich wie folgt dar: Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Gesellschaft ist in den Finanzierungskreis der MAHLE Behr GmbH & Co. KG einbezogen, verfügt allerdings auch über eine eigene Kreditlinie mit einem Kreditinstitut. Die Kreditlinie wurde im Berichtsjahr nicht in Anspruch genommen. Zudem besteht ein Cash-Pooling mit der MAHLE Behr GmbH & Co. KG. Eventuelle Liquiditätsengpässe sind durch beide Instrumente abgesichert. Die allgemeine Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr stellt sich differenziert dar: Der Umsatz mit TEUR 45.109 lag deutlich über der Planung von TEUR 43.981 und hat damit unsere Erwartungen um TEUR 1.128 übertroffen. Unsere Erwartungen an die Vermögens-, Finanz-und Ertragslage wurden aufgrund des positiven Sondereffektes durch die Zuschreibung der Anteile der MAHLE Behr Holysov s.r.o. und der Auflösung der Rückstellungen für Garantie-und Abnahmeverpflichtungen deutlich übertroffen. Insgesamt war auch das Geschäftsjahr 2017 für die MAHLE Behr Kornwestheim GmbH geprägt durch die organisatorische Integration in den MAHLE Konzern. Mitarbeiter Die Mitarbeiterzahl liegt im Jahresdurchschnitt bei 215 Beschäftigten (Vj. 231 Beschäftigte). Forschungs- & Entwicklungs-Aktivitäten Neben der Ausübung des operativen Geschäfts in Kornwestheim nimmt die MAHLE Behr Kornwestheim GmbH Zentralfunktionen bei Forschung & Entwicklung, Projektmanagement und Produktionstechnik für die Tochtergesellschaften wahr. Die entsprechenden Kosten werden i. d. R. verursachungsgerecht auf die anderen Tochtergesellschaften umgelegt. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Risikomanagement und Risikokontrolle Die MAHLE Behr-Gruppe hatte in den letzten Jahren die Prozesse und Systeme zur Früherkennung, Identifizierung, Analyse, Bewertung, Steuerung, Dokumentation und Kommunikation von Risiken zu einem Risikomanagement- und Überwachungssystem ausgebaut, welches alle wesentlichen Funktionen der Gesellschaften umfasst. Die Risikopolitik entspricht dem Streben nach nachhaltigem Wachstum und Steigerung des Unternehmenswertes, wobei unangemessene, insbesondere bestandsgefährdende Risiken klar vermieden werden sollen. Seit der Eingliederung in den MAHLE Konzern im Jahr 2014 sind die Risiko-Managementaktivitäten in das Risikomanagementsystem von MAHLE eingebunden. Der MAHLE Konzern ermittelt und bewertet operative und finanzielle Chancen und Risiken, die mit dem Geschäftsbetrieb verbunden sind. Auf den daraus gewonnenen Erkenntnissen basieren zielgerichtete Handlungsanpassungen. Eine global tätige Innenrevision überprüft anhand jährlich wechselnder Prüfpläne regelmäßig die Ordnungsmäßigkeit und Effizienz der Prozesse und der Kontrollsysteme. MAHLE Behr ist in diesen Prozess vollständig eingebunden. Durch aufbau- und ablauforganisatorische Maßnahmen werden die potenziellen Risiken transparent gemacht und gesteuert, z. B. durch klare Verantwortungsbereiche für die jeweiligen Kunden, Produkte, Technologieentwicklung, Einkaufs- und Finanzierungsaktivitäten. Teilweise werden diese Aufgaben von den zuständigen MAHLE Konzernfunktionen für MAHLE Behr als Dienstleistung wahrgenommen. Als wesentliches Planungs- und Frühwarnsystem wird jährlich eine strategische Unternehmensplanung über fünf Jahre erstellt, die erwartete Chancen und Risiken berücksichtigt. Zusätzlich erfolgt eine detaillierte Unternehmensplanung für das kommende Jahr. Die grundlegende Gesamtstrategie wird regelmäßig in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat festgelegt. Darüber hinaus erfolgt jährlich eine systematische Abfrage zu den Risiken in den einzelnen Gesellschaften und zentralen Funktionseinheiten, deren Ergebnisse der MAHLE Behr-Geschäftsführung zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich sind die MAHLE Behr-Gesellschaften im Rahmen des monatlichen Berichtswesens verpflichtet, auf Risiken und Chancen gegenüber der Unternehmensplanung hinzuweisen. Des Weiteren verfügt die Gruppe als Teil des Risikomanagementsystems über einen umfassenden Versicherungsschutz. Leistungs-, Strategie- und Marktrisiken Leistungs-, Strategie- und Marktrisiken resultieren im Wesentlichen aus Absatzmarkt- und Konjunkturschwankungen, dem starken Wettbewerbsumfeld in der Automobilindustrie sowie aus Unternehmenskonzentrationen auf Seiten der Kunden oder im Beschaffungsmarkt. Die für MAHLE Behr wichtigsten Absatzmärkte in Nordamerika und Europa stellen sich gegenwärtig als stabil dar und es wird für beide Regionen von einer weiterhin positiven Marktentwicklung ausgegangen. Die aktuelle Unternehmensplanung sieht für die Region Nordamerika ein zusätzliches Ergebniswachstum vor, das durch weitere Optimierungen im operativen Bereich erzielt werden soll. Das starke Wachstum der vergangenen Jahre in Asien/Pazifik, insbesondere in dem für MAHLE Behr ebenfalls sehr wichtigen Markt China, wird sich voraussichtlich abschwächen. Dennoch erwartet MAHLE Behr in den kommenden Jahren in China weiterhin zumindest moderate Wachstumsraten. Der signifikante Rückgang der Wirtschaft in den zurückliegenden Jahren in Südamerika wurde in 2017 gestoppt und es gab eine Steigerung in der Fahrzeugproduktion um rd. 15 % gegenüber 2016. MAHLE Behr konnte im Jahr 2017 von diesem Wachstum noch nicht vollumfänglich profitieren und hat in dieser Region erneut ein negatives Ergebnis erwirtschaftet. Für die kommenden Jahre wird hier eine deutliche Ergebnisverbesserung erwartet. Die Möglichkeit eines globalen Markteinbruchs analog der Krise im Jahr 2009 mit den damals stark ergebnisbelastenden Konsequenzen sieht MAHLE Behr grundsätzlich als eines der größten Risiken für den Konzern an. Existierende und weiterentwickelte Frühwarnsysteme und Maßnahmenpläne sollen für diesen Fall die Schadenshöhe begrenzen. Die Diskussionen um die Dieselemissionen und mögliche Verbote für ältere Dieselmodelle sind wesentliche Unsicherheitsfaktoren für die gesamte Automobilindustrie. Mittels entsprechender Maßnahmen wollen wir eventuelle wirtschaftliche Auswirkungen einer Technologiewende frühzeitig abmildern. Solche könnten sich auch aus möglichen Änderungen der Gesetzeslage - wie einem Verbot von Pkw-Verbrennungsmotoren ab einem bestimmten Zeitpunkt - ergeben. Durch unsere duale Strategie, Technologieführer bei der Weiterentwicklung von thermischen Produkten für den Verbrennungsmotor zu bleiben und gleichzeitig innovative Lösungen für alternative Antriebstechnologien zu entwickeln, bereiten wir uns auf zukünftige Entwicklungen dieser Art vor. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Finanzierung der MAHLE Behr-Gruppe und damit der MAHLE Behr Kornwestheim GmbH wird zentral durch die Funktion Corporate Finance der MAHLE-Gruppe koordiniert. Im Vordergrund steht die Sicherstellung der Liquidität für die operativen Tätigkeiten. Dies wird durch das Cash-Pooling mit der MAHLE Behr GmbH & Co. KG ergänzend unterstützt. In Abstimmung mit der Geschäftsführung grenzt das Corporate Finance die durch Währungs- und Zinsschwankungen entstehenden finanzwirtschaftlichen Risiken ein. Dabei werden selektiv derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Risiken aus Währungsschwankungen werden zudem durch den überwiegend lokalen Bezug von Materialien und gegebenenfalls über Devisentermingeschäfte reduziert. Währungsrisiken bei der MAHLE Behr-Gruppe werden durch ein konzernweites Planungs- und Reporting-System identifiziert. Den Risiken wird nach konzerneinheitlichen Prinzipien mit Sicherungsgeschäften über einen Zeitraum von 24 Monaten entgegengewirkt. Bei den Sicherungsgeschäften handelt es sich in der Regel um OTC FX Forwards oder Swaps. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten ist dabei zwingend an das Vorliegen eines operativen Grundgeschäfts gebunden, wobei erwartete und noch nicht fakturierte Währungsrisiken mit in die Zukunft abnehmenden Sicherungsgraden versehen werden. Die MAHLE Behr Kornwestheim GmbH hat derzeit keine signifikanten Währungsrisiken, sodass für die Gesellschaft auch keine Hedgingaktivitäten notwendig sind. Die Finanzierung der MAHLE Behr-Gruppe ist durch einen Kreditrahmen mit der MAHLE GmbH über 1.189,5 Mio. EUR mittelfristig gesichert. Der Geschäftsführung sind ansonsten keine über das übliche Maß hinausgehenden Preisänderungs-, Ausfall- oder Risiken aus Zahlungsstromschwankungen bekannt. Externe und politische Risiken Externe und politische Risiken ergeben sich für MAHLE Behr Kornwestheim GmbH durch die Globalisierung der Märkte und rechtliche Entwicklungen. Neue gesetzliche Vorgaben hinsichtlich Abgasnormen und Emissionsvorschriften stellen für die MAHLE Behr Kornwestheim GmbH wie für die gesamte Branche Risiken dar, beinhalten aber auch große Chancen, da die Produkte der MAHLE Behr Kornwestheim GmbH in vielen Fällen zur Optimierung auf diesem Gebiet beitragen. Risiken aus Naturkatastrophen oder Epidemien ist die MAHLE Behr Kornwestheim GmbH über ein allgemein übliches Maß hinausgehend nicht ausgesetzt. Compliance-Risiken Für alle Mitarbeiter und Führungskräfte besteht ein verbindlicher MAHLE Business Code. Sämtliche Mitglieder der oberen drei Managementgruppen von MAHLE Behr sowie ausgewählte Mitarbeiter in Vertrieb und Einkauf wurden hinsichtlich wettbewerbs- und antikorruptionsrechtlicher Belange geschult und zur Einhaltung dieser Anforderungen schriftlich verpflichtet. Adäquate Funktionstrennungen in allen Bereichen, Kataloge zustimmungspflichtiger Geschäfte für Geschäftsführer, Zeichnungsberechtigungsvorgaben für Mitarbeiter und jegliche Arten von Vollmachten werden von der internen Revision des MAHLE Konzerns überprüft. Der Grundsatz des Vier-Augen-Prinzips wird bei der MAHLE Behr Kornwestheim GmbH uneingeschränkt eingefordert und umgesetzt. Alle beschriebenen Risiken bzw. Risikofelder sind in den Risikomanagementprozess eingebunden. Die Geschäftsführung ist der Auffassung, dass für MAHLE Behr Kornwestheim GmbH gegenwärtig keine Risiken bestehen, welche den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Chancen Die fortgeschrittene Integration von MAHLE Behr und damit der MAHLE Behr Kornwestheim GmbH in die Organisation von MAHLE wird zu einer gestärkten Markt- und Innovationskraft führen und damit zusätzliche Umsätze generieren und mit Hilfe von Synergien Kosten senken. Ausblick Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Für 2018 geht der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem Januar-Bericht von einem fortgesetzten Wachstum der Weltwirtschaft um 3,9 % aus. Motor dieses Wachstums sind in erster Linie die asiatischen Schwellen- und Entwicklungsländer. Die anhaltenden politischen Unsicherheiten - etwa die Politik der US-Regierung sowie die Folgen der Brexit-Entscheidung - und geopolitische Risiken könnten die Wachstumserwartungen jedoch dämpfen. In Europa wird für die Wirtschaftsleistung der Europäischen Union ein Wachstum von gut zwei Prozent erwartet. Während sich das Wachstum in Spanien etwas eintrüben dürfte, geht der IWF für Deutschland, Frankreich und Italien von einem zum Vorjahr in etwa gleichbleibenden Anstieg der Wirtschaftsleistung aus. Für die USA wird trotz der nach wie vor bestehenden politischen Unsicherheit mit einem fortgesetzten Aufschwung gerechnet. Kräftige Impulse dürften von der verabschiedeten Steuerreform ausgehen. Die bereits begonnene Erholung in Südamerika wird sich vermutlich fortsetzen. In Brasilien kehrt das Vertrauen in die Wirtschaft langsam zurück; das Wachstum dürfte weiter zulegen. In China wird ein Wirtschaftswachstum in ähnlicher Höhe wie im Vorjahr erwartet. Eine hohe Nachfrage aus China käme auch anderen asiatischen Ländern zugute. Für Japan sind die Aussichten aufgrund des schwächelnden Exports und der unsicheren Konjunkturpolitik allerdings gedämpft Anders in Indien: Hier wird ein weiteres deutliches Wachstum prognostiziert. Entwicklung der Fahrzeugmärkte Für das Jahr 2018 geht MAHLE von einem eher gedämpften Wachstum auf den Fahrzeugmärkten aus. Insgesamt wird die Anzahl der produzierten Pkw und leichten Nutzfahrzeuge im Vergleich zu 2017 zwar zunehmen, der Markt für mittlere und schwere Nutzfahrzeuge dürfte hingegen schrumpfen. Auf dem europäischen Markt - sowohl für Pkw als auch für Nutzfahrzeuge - prognostizieren wir ein moderates Wachstum. In den südeuropäischen Pkw-Märkten dürfte sich das Wachstum verlangsamen. Wachstumsimpulse erwarten wir hingegen aus einer weiteren Erholung in Russland. Für Nordamerika rechnen wir im Markt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge trotz einer gedämpften Nachfrage mit einem leichten Produktionsanstieg. Grund ist die wachsende Lokalisierungsquote durch den Anlauf neuer Fahrzeugwerke. Bei mittleren und schweren Nutzfahrzeugen erwarten wir eine weitere Erholung und ein deutliches Produktionswachstum. In Südamerika gehen wir von einem anhaltenden Anstieg aus, wenngleich dieser wohl geringer als 2017 ausfallen wird. Für die Region Asien/Pazifik erwarten wir im Markt für mittlere und schwere Nutzfahrzeuge einen deutlichen Einbruch. Zurückzuführen ist diese Erwartung in erster Linie auf China; hier nehmen wir an, dass sich die Nachfrage - nach den sehr positiven Sondereffekten im Jahr 2017 - wieder normalisiert und demzufolge die Produktion schrumpfen lässt. Anders der Markt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge, für den wir zumindest mit einem leichten Wachstum rechnen. In Indien dürften die Produktionszahlen zulegen: Vor allem die Fertigung von Lkw und Bussen sollte sich - nach dem Rückgang im Jahr 2017 aufgrund der neuen Emissionsstufe - wieder auf Normalniveau einpendeln. In Japan wird die starke Binnennachfrage nach Pkws im Jahr 2018 wohl nachlassen; bei den mittleren und schweren Nutzfahrzeugen erwarten wir eine Produktion auf Vorjahresniveau. Unternehmensspezifische Entwicklung Auf Basis der in 2015 beschlossenen Integration in die entsprechenden MAHLE- und MAHLE Behr- Strukturen werden die am Standort Kornwestheim noch ansässigen ehemaligen Zentralbereiche sowie die noch verschiedenen Einheiten der Entwicklung als auch der Qualitätsplanung ab dem 1. Januar 2018 in die MAHLE Behr GmbH & Co. KG Struktur integriert. Für diese Restfunktionen kann die Planung für einen Umzug nach Stuttgart im Jahr 2018 abgeschlossen werden. Die Umsetzung bzw. die Vorbereitung der Verlagerung der Produktion des Werkes Kornwestheim in das Werk Mühlacker ist in vollem Gange. Die Umzüge der Bereiche Stanzerei und Werkzeugbau wurden im Spätsommer 2017 erfolgreich abgeschlossen. Auch die Kleinserie wurde Ende des Jahres nach Berge verlagert. Mit der vollständigen Umsetzung der Verlagerung wird bis Ende 2018 gerechnet. Für das Jahr 2018 rechnet die Gesellschaft insgesamt mit einem Umsatz von ca. TEUR 29.500. Dieser beinhaltet deutlich reduzierte Umsätze aus Personal- und Dienstleistungsverrechnungen an die Muttergesellschaft MAHLE Behr GmbH & Co. KG sowie an die MAHLE International GmbH. Diesen reduzierten Umsätzen aus Verrechnungen stehen auch reduzierte Kosten in ähnlicher Höhe gegenüber. Aufgrund unserer Anstrengungen zur nachhaltigen Verbesserung der Produktqualität gehen wir davon aus, dass in den nächsten Jahren keine großen Gewährleistungsfälle auftreten werden. Der bereits in den Vorjahren rückgestellte Großserienschaden mit dem Kunden Sogefi wird voraussichtlich im ersten Quartal 2018 außergerichtlich durch einen Gesamtvergleich final abgewickelt. Generell plant die MAHLE Behr Kornwestheim GmbH aufgrund des hohen Gewinns aus Anlageverkäufen (TEUR 2.508) und trotz der im Rahmen des Sozialplans definierten Ausgaben für Personalmaßnahmen (ATZ) mit einem Jahresergebnis in Höhe von TEUR 7.916.
Kornwestheim, den 15. März 2018 MAHLE
Behr Kornwestheim GmbH
Jörg Bergschneider Heiko Pott |
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