Lenzkes Spanntechnik GmbH

Kerkhagen 1, 58513 Lüdenscheid, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Iserlohn HRB 4528
Eingetragen
18.3.1996
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebBeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Gegenstand
Die Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Handel von und mit technischen Werkzeugen und Spannelementen. Die Firma darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art erwerben, vertreten oder sich an solchen Unternehmen beteiligen. Sie darf auch Geschäfte vornehmen, die der Erreichung und Förderung des Unternehmenszweckes dienlich sein können. Sie darf auch Zweigniederlassungen gründen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Monika Piotrowski
seit 16.1.2015
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Erbengemeinschaft Heike Lenzkes und Thomas Lenzkes nach dem am 30.10.2014 verstorbenen Karl-Heinz Lenzkes
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Heike Lenzkes Thomas Lenzkes als Erbengemeinschaft nach dem am 30.10.2014 verstorbenen Karl-Heinz Lenzkes
Germany
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lenzkes Spanntechnik GmbH

Lüdenscheid

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Grundlagen des Unternehmens

I. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Lenzkes Spanntechnik GmbH ist seit mehr als 40 Jahren Hersteller von Spannelementen aus Stahl, die branchenübergreifend weltweit eingesetzt werden.

II. Forschung und Entwicklung

Ein höhenverstellbares Prisma wurde entwickelt und angefertigt. Es beinhaltet einen Hebeme- chanismus mit einem Keil-Prinzip. Dies ist eine Alternative für die Kunden, da ein Wettbewerbs- produkt dieses nicht leisten kann und sich daraus Marktvorteile in der Zukunft ergeben können.

Zudem wurde hinsichtlich der weiteren Markteinführung des Spannwerkzeugs MQ75 eine Verbesserung der Belastbarkeit des Führungsbolzens erreicht, indem ein neues, vergütetes Material genutzt wird. Ab Frühjahr 2024 sind zwei weitere Modelle in Fertigung, die MQ75 für kurz und lang in M16.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Marktsituation ist seit Jahren durch Verdrängungswettbewerb gekennzeichnet. Billigim- porte führen bei den Endkunden zu einem verstärkten Preisbewusstsein. Diesem Verdrängungs- wettbewerb begegnen wir durch innovative Produktideen, Qualität der angebotenen Sortimente und Verlässlichkeit im Service. Die gestiegenen Einkaufspreise konnten nicht vollumfäng- lich durch Preiserhöhungen des gesamten Sortiments aufgefangen werden.

II. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 2022

Der Jahresüberschuss hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verringert und beträgt € 2.773.468,17. Der vergleichbare Vorjahreswert liegt bei € 2.802.060,43.

Das Rohergebnis ist um ca. 2,41% geringer. Der Jahresüberschuss hat sich in 2023 gegenüber dem Vorjahr um € 28.592,26 gemindert.

In 2023 ist die Gesamtleistung um 3,56% gestiegen.

Unsere langjährige Zusammenarbeit mit qualitätsbewussten Herstellern bringt uns die Möglichkeit der Vermarktung hochwertiger Produkte in Deutschland. Langfristig sind nach unserer Überzeugung Qualitätsprodukte zu angemessenen Preisen durchsetzbar.

Unsere Positionierung im Markt und unsere Produktinnovation bestätigen unsere Geschäftspo- litik.

III. Lage des Unternehmens

1. Vermögenslage / Finanzlage

Die Struktur des kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten ist weiterhin stabil. Die Finanzlage kann als solide bezeichnet werden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele verein- nahmt.

Die Kapitalstruktur ist gut aufgestellt; die Eigenkapitalquote beträgt 82,13% und liegt somit deutlich über dem Branchendurchschnitt.

Die Eigenkapitalrendite in Höhe von 13,95% (Jahresüberschuss/durchschnittliches Eigenkapital x 100) liegt deutlich über dem Kapitalmarktzins für langfristige Anlagen.

Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden in 2023 vollständig getilgt.

Durch eine bisher nicht ausgeschöpfte Kreditlinie besteht die Möglichkeit, kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken.

Unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag 0,4% der Bilanzsumme und werden regelmäßig innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen beglichen.

Die Pensionsrückstellungen betragen 1,0% der Bilanzsumme und enthalten Anwartschaften, die seit 2007 fällig sind. Ab 2015 ist nur noch die Witwenrente zu zahlen.

Zurzeit stehen keine wesentlichen Investitionen an. Die in 2023 getätigten Investitionen für eine Maschine von € 275.000 und Betriebsausstattung von rund € 49.000 sind aus freier Liquidität bezahlt worden. In 2023 wurde auf dem gesamten Firmengelände der Asphalt erneuert. Die Kosten beliefen sich auf € 144.000 wurden ebenfalls aus freier Liquidität getragen.

2. Ertragslage

Unsere Ertragslage ist durch Fokussierung auf Qualitätsprodukte gekennzeichnet. Niedrigpreis- produkte werden von uns nur reduziert angeboten.

Wir beschäftigen jedoch weiterhin engagiertes Personal, das zum großen Teil schon viele Jahre in unserem Unternehmen beschäftigt ist. Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um T€ 76 höher. Zum Jahresende 2023 werden in Deutschland und im Verkaufsbüro Frankreich 54 Mitarbeiter beschäftigt.

Der Umsatz aus dem operativen Geschäft ohne Bestandsveränderungen entspricht 99,44% des Vorjahreswertes.

3. Gesamtaussage

Unsere wirtschaftliche Lage ist insgesamt als gut zu bezeichnen.

C. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

I. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens (Prognosebericht)

Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik zu erwarten. Unsere Marktposi- tion betrachten wir nach über 45-jähriger erfolgreicher Geschäftstätigkeit als gefestigt.

In 2023 lag der Umsatz mit 0,56% unter dem Vorjahreszeitraum.

Im Geschäftsjahr 2024 erwarten wir als Reaktion auf gestörte Lieferketten, den wirtschaftlichen Folgen des Ukrainekrieges sowie der weiterhin für Deutschland erwarteten Rezession einen Umsatzrückgang von bis zu 10 % mit einem ähnlich reduzierten Jahresergebnis.

Aufgrund ausgelaufener Patente tauchen auf dem Markt inzwischen vermehrt Nachahmer- produkte auf, die aber bisher nicht unserem Qualitätsstandard entsprechen. Für neue oder weiterentwickelte Produkte sind Patente beantragt.

Wir werden wie bisher unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachkommen.

Unsere Umsatzprognose (Umsatzrückgang um ca. 5%) für das Jahr 2023 im Vorjahreslagebe- richt hat sich nicht erfüllt. Das Jahresergebnis 2023 hat sich weniger gemindert als prognostiziert.

II. Chancen- und Risikobericht

1. Chancenbericht

Die Strategie, sich als Premiumanbieter auf dem Weltmarkt zu positionieren, öffnet der Lenzkes Spanntechnik GmbH Chancen langfristig, solide und profitabel zu wachsen.

2. Risikobericht

Bedingt durch den Krieg in der Ukraine kommt es zum Wegfall des russischen und weißrussischen Marktes, der zwar mit etwa 1% des Exportumsatzes zu vernachlässigen ist. Aber gerade in den Anrainerstaaten ist die Kaufzurückhaltung weiterhin zu spüren.

Die Inflation führt zu einer zusätzlichen Verringerung der Investitionsbereitschaft unserer Kunden.

Investitionen werden verschoben und storniert.

Die Sperrung der A45 sowie der Fachkräftemangel stellt das Unternehmen weiterhin vor Aufgaben.

Gegen den Wettbewerb am Markt, vor allem gegen die zunehmende Konkurrenz aus Asien und der Türkei muss durch innovative Verkaufspolitik reagiert werden. Insbesondere ist einer Tendenz der weiteren Verlagerung von Werbegeldern zu den elektronischen Medien zu be- gegnen. Weiterhin nicht absehbar bleiben die Folgen des Brexits, der Störung der Lieferketten sowie die Unsicherheiten infolge des Ukraine-Krieges auf die Wirtschaft.

Aufgrund unserer Eigenkapitalsituation und eines bestehenden Kundenstamms sehen wir keine Gefährdung des Unternehmens.

Auf der Beschaffungsseite greifen wir auf solide, qualitätsbewusste Produktionsfirmen zurück, mit denen wir langfristige Lieferverträge anstreben. Unser Hauptlieferant deckt mehr als 50% des Gesamteinkaufs ab, sodass bei einem möglichen Ausfall dieses Lieferanten der Material- einkauf neu positioniert werden müsste. Der Hauptlieferant ist allerdings ein nahestehendes Unternehmen, was das bestehende Risiko des Ausfalls begrenzt.

Zur Risikominimierung akquirieren wir derzeit neue Lieferanten im gleichen Segment, die unseren hohen Qualitätsstandards entsprechen.

3. Risikoberichterstattung zur Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Liquiditätslage ist gut; es sind keine Engpässe zu erwarten.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen; Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Es besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem namhaften Inkassobüro.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen mit Skonto gezahlt.

Kredite werden nur in Anspruch genommen für die Finanzierung des im Jahr 2003 gekauften Gebäudes. Kreditgeber ist die Sparkasse Lüdenscheid, mit der eine langjährige Geschäftsbe- ziehung besteht. In 2013 wurde der bisher tilgungsfreie Kredit auf einen Ratenkredit umgestellt.

Nach Ablauf der Zinsbindungsphase im Juli 2023 wurde die einzige Bankverbindlichkeit abge- löst. Im Bereich Produktion wird darauf geachtet, den Maschinenpark ständig aktuell zu halten, die dafür angeschafften Maschinen werden seit 2015 aus laufenden Mitteln bezahlt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfalls- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

D. Zweigniederlassungsbericht

Die Gesellschaft unterhält ein unselbständiges Verkaufsbüro in Frankreich.

In 2023 hat die 100%ige Tochtergesellschaft Lenzkes Hong Kong Limited ihren 100%igen Anteil an der Lenzkes Clamping Tools (Shenzhen) Co. Ltd. an die Lenzkes Spanntechnik GmbH übertragen. Die Lenzkes Hong Kong Limited wird liquidiert. Die Liquidation soll in 2024 abgeschlossen werden.

 

Lüdenscheid, den 30.08.2024

gez. Hubert Horstkötter, Geschäftsführer

gez. Monika Piotrowski, Geschäftsführerin

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.475.790,00 1.462.860,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.603,00 6.506,00
II. Sachanlagen 1.377.573,00 1.362.740,00
III. Finanzanlagen 93.614,00 93.614,00
B. Umlaufvermögen 22.716.506,51 27.182.566,42
I. Vorräte 7.405.528,65 5.969.001,97
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.908.282,79 9.140.625,75
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.402.695,07 12.072.938,70
C. Rechnungsabgrenzungsposten 17.773,23 15.578,46
Bilanzsumme, Summe Aktiva 24.210.069,74 28.661.004,88

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 19.883.129,16 20.109.660,99
I. gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Gewinnvortrag 16.609.660,99 16.807.600,56
III. Jahresüberschuss 2.773.468,17 2.802.060,43
B. Rückstellungen 742.373,37 626.748,56
C. Verbindlichkeiten 3.584.567,21 7.924.595,33
Bilanzsumme, Summe Passiva 24.210.069,74 28.661.004,88

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.682.366,64 8.896.633,30
2. Personalaufwand 3.018.137,56 2.942.413,03
a) Löhne und Gehälter 2.451.463,93 2.381.626,04
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 566.673,63 560.786,99
davon für Altersversorgung 39.260,16 37.957,15
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 310.777,05 295.136,23
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.629.919,28 1.569.025,82
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 508.085,39 208.551,21
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 63.362,30 81.565,22
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.379.076,26 1.394.149,43
8. Ergebnis nach Steuern 2.789.179,58 2.822.894,78
9. sonstige Steuern 15.711,41 20.834,35
Jahresüberschuss 2.773.468,17 2.802.060,43

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die Lenzkes Spanntechnik GmbH hat ihren Sitz in Lüdenscheid. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Iserlohn unter HR B 4528 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Lenzkes Spanntechnik GmbH wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) erstellt. Für das Geschäftsjahr 2023 sind die Regelungen des HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BiLRUG) maßgeblich.

II. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear mit einer Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren.

2. Sachanlagen

Sachanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. aktivierungspflichtigen Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten.

Die Abschreibungen werden auf folgende Nutzungsdauern linear verrechnet:

Gebäude 40-50 Jahre ND
Außenanlagen 10 Jahre ND
Technische Anlagen und Maschinen 2-10 Jahre ND
Übrige bewegliche Wirtschaftsgüter 2-10 Jahre ND

Geringwertige Anlagegüter bis jeweils EUR 250,- Einzelwert werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben, gleichzeitig wird ihr Ausscheiden aus dem Betriebsvermögen unterstellt. Ab 01.01.2018 zugegangene Wirtschaftsgüter mit Einzelwert über EUR 250,- bis EUR 1.000,- werden im Rahmen von Sammelposten über eine Laufzeit von 5 Jahren linear abgeschrieben.

3. Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen, sofern nicht ein niedrigerer beizulegender Wert zum Bilanzstichtag geboten ist.

4. Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren werden zu Anschaffungskosten bewertet, sofern nicht ein niedrigerer Wert zum Bilanzstichtag geboten ist.

Die unfertigen Erzeugnisse werden zu einzelkalkulierten, die fertigen Erzeugnisse zu ermittelten Herstellungskosten bewertet.

Ungängige Bestände werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Verwertbarkeit abgeschrieben.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung erfolgt zum Nominalwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Einzelrisiken. Für das latente Ausfall-, Zins- und Kostenrisiko wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2,65% bis 3,68% der nicht einzelwertberichtigten Forderungen in Abzug gebracht.

Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert ausgewiesen.

6. Eigenkapital

Der Ausweis des Stammkapitals erfolgt zum Nennwert.

7. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Teilwertverfahren ermittelt. Bei der Ermittlung der Rückstellung wird von einer Rentensteigerung von 0,0% ausgegangen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 1,82 %. Es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von TEUR 1.

Nach § 253 Abs. 6 HGB ist dieser Unterschiedsbetrag für die Ausschüttung gesperrt.

8. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten ungewisse Verbindlichkeiten sowie Gewährleistungen ohne rechtliche Verpflichtungen. Die Rückstellungen sind handelsrechtlich in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

9. Verbindlichkeiten

Der Ausweis erfolgt in Höhe des Erfüllungsbetrages.

10. Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Bankkonten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

III. Angaben zu den einzelnen Posten des Jahresabschlusses

Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel.

2. Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft hält Anteile an folgenden Unternehmen:

Anteile am Kapital
(%)
Eigenkapital
TEUR
Ergebnis
TEUR
Lenzkes Hong Kong Ltd., Hong Kong *) 100 5 -77
Lenzkes Clamping Tools Co. Ltd., Shenzhen **) 100 264 16

*) Bilanzstichtag ist der 31.12.2023, Umrechnung mit dem Euro-Referenzkurs der EZB.

**) Bilanzstichtag ist der 31.12.2023, Umrechnung mit dem Euro-Referenzkurs der EZB

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In Höhe von EUR 86.285,39 (Vorjahr EUR 120.074,45) bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

Forderungen gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von EUR 4.271.038,79 (Vorjahr EUR 4.192.761,57). Sie haben in voller Höhe eine Restlaufzeit von über 1 Jahr.

4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 3.584.567,21 (Vorjahr: EUR 7.924.595,33) haben allesamt eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr: EUR 572.665,47).

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 6.838.697,12 (Vorjahr: EUR 6.838.697,12).

Die Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgt in voller Höhe durch Grundschulden.

Es bestehen Sicherheiten und Bürgschaften für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt EUR 555.645,94. Eine Inanspruchnahme ist auf Grund der positiven Entwicklung der betreffenden Gesellschaft nicht zu erwarten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten resultieren in Höhe von EUR 23.511,60 (Vorjahr: EUR 27.342,25) aus Steuern und bestehen in Höhe von EUR 16.332,98 (Vorjahr: EUR 19.884,91) im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. EUR 23.624,50 (Vorjahr: EUR 24.392,00) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung i.H.v. EUR 297,589,08 (Vorjahr: EUR 161.824,47).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung i.H.v. EUR 93.892,57 (Vorjahr: EUR 200.800,48).

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung in Höhe von EUR 4.757,00 (Vorjahr: EUR 5.093,00).

IV. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung sind:

Herr Hubert Horstkötter, Kaufmann

Frau Monika Piotrowski, Kauffrau

Auf die Angabe der Organbezüge (§ 285 Nr. 9 lit. a) und lit. b) HGB) wurde gem. 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

2. Beschäftigte

Im Durchschnitt waren 56 Arbeitnehmer beschäftigt. Hiervon entfallen 41 auf Angestellte und 15 auf gewerbliche Arbeitnehmer.

IV. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.773.468,17 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Lüdenscheid, den 30.08.2024

gez. Hubert Horstkötter, Geschäftsführer

gez. Monika Piotrowski, Geschäftsführerin

In der Gesellschafterversammlung vom 24. Oktober 2024 wurde folgender Beschluss gefasst:

"Das Jahresergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen."

Anlagespiegel

Anschaffungskosten / Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Ant. FK-Zinsen Abgänge Stand 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.734,00 € 0,00 € 0,00 € 46.734,00 €
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 46.734,00 € 0,00 € 0,00 € 46.734,00 €
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.297.393,89 € 0,00 € 0,00 € 1.297.393,89 €
2. technische Anlagen und Maschinen 3.353.485,85 € 275.000,00 € 0,00 € 3.628.485,85 €
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 717.953.95 € 48.708,05 € 25.120,22 € 741.541,78 €
Summe Sachanlagen 5.368.833,69 € 323.708,05 € 25.120,22 € 5.667.421,52 €
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 93.614,00 € 0,00 € 0,00 € 93.614,00 €
Summe Finanzanlagen 93.614,00 € 0,00 € 0,00 € 93.614,00 €
Gesamtsumme Anlagevermögen 5.509.181,69 € 323.708,05 € 25.120,22 € 5.807.769,52 €
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Wirtschaftsjahr Abgänge Stand 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 40.228,00 € 1.903,00 € 0,00 € 42.131,00 €
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 40.228,00 € 1.903,00 € 0,00 € 42.131,00 €
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 713.587,89 € 34.083,00 € 0,00 € 747.670,89 €
2. technische Anlagen und Maschinen 2.671.788,85 € 223.053,00 € 0,00 € 2.894.841,85 €
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 620.716,95 € 51.738,05 € 25.119,00 € 647.335,78 €
Summe Sachanlagen 4.006.093,69 € 308.874,05 € 25.119,00 € 4.289.848,52 €
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Summe Finanzanlagen 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Gesamtsumme Anlagevermögen 4.046.321,69 € 310.777,05 € 25.119,00 € 4.331.979,52 €
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.603,00 € 6.506,00 €
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 4.603,00 € 6.506,00 €
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 549.723,00 € 583.806,00 €
technische Anlagen und Maschinen 733.64,00 € 681.697,00 €
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 94.206,00 € 97.237,00 €
Summe Sachanlagen 1.377.573,00 € 1.362.740,00 €
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 93.614,00 € 93.614,00 €
Summe Finanzanlagen 93.614,00 € 93.614,00 €
Gesamtsumme Anlagevermögen 1.475.790,00 € 1.462.860,00 €

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 24.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Lenzkes Spanntechnik GmbH, Lüdenscheid

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Lenzkes Spanntechnik GmbH, Lüdenscheid, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lenzkes Spanntechnik GmbH, Lüdenscheid, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Altena, 30. August 2024

MÄRKISCHE REVISION GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

Michael Neuhaus, Wirtschaftsprüfer

Marcus Grau, Wirtschaftsprüfer

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