Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 179800
Eingetragen
15.6.2009
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
Betrieb eines Autohauses, insbesondere An- und Verkauf von neuen und gebrauchten Kraftfahrzeugen, Krafträdern und Zubehörteilen sowie alle hiermit im Zusammenhang stehenden Dienst-, Reparatur- und Nebenleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
BMW INTEC Beteiligungs GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AUTOMAG GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

AUTOMAG GmbH, München

Grundlagen der Gesellschaft

Die AUTOMAG GmbH mit Sitz in München (im Folgenden "AUTOMAG" oder "Gesellschaft") ist ein Tochterunternehmen der BMW INTEC Beteiligungs GmbH und damit Teil der BMW Group. Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb von BMW und MINI Kraftfahrzeugen sowie BMW und MINI Servicedienstleistungen.

Die AUTOMAG unterscheidet drei Geschäftsbereiche:

Neue Automobile

Gebrauchte Automobile

Service und Teilevertrieb (Aftersales)

1919 gründete Max Buchner die AUTO- und MA schinenbau- G esellschaft mit beschränkter Haftung, kurz AUTOMAG, als Werkstatt. In ihren Anfängen kümmerte sie sich um Reparatur und Verkauf von DIXI Fahrzeugen aus dem Fahrzeugwerk Eisenach. Als BMW 1928 die DIXI Werke aufkaufte und der erste BMW vom Band rollte, wurde die AUTOMAG der weltweit erste BMW Automobilvertragshändler mit der Händlernummer 101. Im Juli 2009 wurde die Firma nach einer Umstrukturierung im Markt München durch die BMW AG übernommen und agiert seitdem unter dem Namen AUTOMAG GmbH als 100 %-Tochter des bayerischen Automobilkonzerns am Standort München. Die AUTOMAG betreibt in München zwei Autohäuser in den Stadtteilen Laim und Trudering.

Die wesentlichen Steuerungskennzahlen der Gesellschaft sind Umsatz und das Ergebnis.

In der Geschäftsführung fand ein Wechsel statt: Herr Alexander Galonska übernahm zum 1. September 2023 die Geschäftsführung von Herrn Michael Jansen. Die Eintragung im Handelsregister ist am 16. Oktober 2023 erfolgt.

Ansonsten haben sich im Vergleich zum Vorjahr keine wesentlichen Änderungen ergeben.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen [1] [2]

Das Jahr 2023 kam nach zwei Jahren Restriktionen (u.a. Corona Beschränkungen und Lieferengpässen) auf den Stand vor der Corona Zeit von 2018 - 2019 zurück.

Die Fortführung des Konflikts zwischen der Ukraine und Russland, der im Februar 2022 begann, verstärkte jedoch den Druck auf den Finanzmärkten. Daraus entwickelten sich die Energie-Gas Krise, ein Anstieg der Inflation sowie Engpässe über die gesamte Wertschöpfungskette, welche in bestimmten Branchen zu erheblichen Schwierigkeiten führten. Hiervon waren auch die Lieferketten in der Automobilindustrie betroffen, jedoch in geringerem Maße als im Vorjahr.

Insgesamt ist das BIP in Deutschland um 0,3 % gegenüber 2022 gesunken. Die Inflation erreichte ein Niveau von 5,9 % in 2023 ggü. 2022. Der Einzelhandel in Deutschland hat 3,1 % weniger Umsatz als noch im Jahr 2022. Die Arbeitslosenquote ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen und betrug zum Jahresende 2023 5,7 %. Viele Branchen sind einem Personalmangel ausgesetzt. Jedoch sind Bayern und München durch diese Entwicklung nicht stark betroffen. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote liegt 2023 in der Landeshauptstadt bei 4,5 % und stellt viele Unternehmen vor die Herausforderung, Mitarbeitende an das Unternehmen zu binden und gleichzeitig neues Personal zu akquirieren.

Branchenentwicklung [3] [4] [5] [6]

Weltweit ist der Absatz von PKW und leichten Nutzfahrzeugen im Gesamtmarkt stabil auf dem Vorjahresniveau in Höhe von rund 77,1 Mio. (Vorjahr: 73,4 Mio.) Fahrzeugen geblieben.

Im weltweiten PKW Markt betrug der Marktanteil der BMW Gruppe mit ihren Premium Marken BMW und MINI 3,3 % (Vorjahr: 3,4 %). Im BEV Segment (batterieelektrische PKW) erreicht der Marktanteil 4,1 %. Dies entspricht 375.000 BMW und MINI bzw. 15 % des gesamten Absatzes von BMW.

In Deutschland reduzierte sich der Wert der Neuzulassungen um 0,6 % auf rund 3,6 Mio. Fahrzeuge. Die Neuzulassungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 7 % auf 2,8 Mio. Die deutschen Hersteller profitierten besonders von der Steigerung (+10 % ggü. Vorjahr).

Im Jahr 2023 wurden 524.200 Voll-Elektroautos (BEV) (+11 % ggü. Vorjahr) in Deutschland neu zugelassen. Im Dezember 2023 wurde das Ende der ursprünglich bis Ende 2024 geplanten staatlichen Förderung für E-Autos bekannt gegeben.

In Deutschland konnte die BMW Group die Marktentwicklung mit einem Wachstum von 7,2 % leicht übertreffen. 272.600 Neufahrzeuge wurden 2023 ausgeliefert. Im Jahr 2023 steigerte sich die Anzahl der Besitzumschreibungen von Kraftfahrzeugen um 5,3 %. Die Besitzumschreibungen bei den PKW erhöhte sich sogar um 6,9 % auf 6,0 Mio.

16,1 % der Umschreibungen hatten einen alternativen Antrieb. Das sind 45,4 % mehr als im Vorjahr.

Im Jahr 2023 stieg der Gesamtfahrzeugbestand in Deutschland auf 49,1 Mio. (48,8 Mio. im Vorjahr) PKW. Die Anzahl der Elektrofahrzeuge (BEV) stieg um 41 % auf 1,41 Mio. Die Anzahl der Plug-in-Hybrid Fahrzeuge (PHEV) stieg um 24,4 % auf 2,91 Mio.

In Summe ging der Bestand der PKW mit Verbrennermotoren um ca. 1,5 % zurück.

Mit 3,43 Mio. PKW blieb der Anteil der Marke BMW am Gesamtfahrzeugbestand in Deutschland mit 7,0 % stabil. Ebenso blieben PKW der Marke MINI stabil mit 1,1 % Anteil am gesamten Bestand in Höhe von 562.083 Fahrzeugen (+ 23.000 ggü. Vorjahr). Zum ersten Mal hat die Marke BMW einen höheren Fahrzeugbestand als Ford erreicht und liegt somit auf dem dritten Platz hinter den Marken VW, Mercedes und Opel.

Geschäftsverlauf

Die erwartete Umsatzsteigerung in 2023 konnte im Wesentlichen durch die Steigerung der Fahrzeuglieferungen realisiert werden. Durch den Rückgang an gewährten Nachlässen im Fahrzeuggeschäft konnte die geplante Umsatzrendite von 1,5 % erreicht werden.

Der Geschäftsverlauf der AUTOMAG war im Geschäftsjahr 2023 durch die gestiegene Inflation und hohe Fremdkapitalzinsen geprägt.

Durch die hohen Zinsen haben sich die Leasingraten für neue und gebrauchte Automobile deutlich erhöht.

Mit 3.489 Fahrzeugen wurden im Neu- und Gebrauchtwagengeschäft insgesamt 14,8 % Einheiten mehr ausgeliefert als im Vorjahreszeitraum (3.039). Im Segment der Neufahrzeuge konnte durch die Umsatzsteigerung der absolute Deckungsbeitrag I um 34,0 % auf EUR 5,66 Mio. gesteigert werden.

Die Umsetzung der Aftersales Strategie führte zu einer weiteren Steigerung der Bereiche Teilevertrieb und Service sowohl in Umsatz als auch in Deckungsbeiträge.

Wie im Jahr 2022 konnten die Preiserhöhungen bei Dienstleistern und Energieanbietern zum Großteil durch verstärkte Vertriebsaktivitäten kompensiert werden.

Die Entwicklung des Gebrauchtwagenmarkts führte zu einem höheren Absatz von 1.751 Einheiten (ggü. 1.517 Einheiten im Vorjahr). Gleichzeitig erfolgte eine Korrektur der hohen Margen der letzten 18 Monaten. Die Deckungsbeiträge I orientierten sich somit auf das "Vor-Corona" Niveau von 2018-2019.

Unter diesen Umständen konnte ein gesamter Deckungsbeitrag III von EUR 8,44 Mio. erreicht werden. Dies entspricht einem Rückgang von 1,7 % ggü. Vorjahr (EUR 8,58 Mio.)

Insgesamt konnte 2023 ein Jahresüberschuss von EUR 2,2 Mio. vor Steuern erwirtschaftet werden.

2.3.1 Segment I: Neue Automobile

Der Neuwagenabsatz wuchs für die Marken BMW und MINI um 14,2 % im Vergleich zu 2022. Davon entfielen 596 Fahrzeuge auf die Auslieferungen an Großkunden, dies entsprach einer Steigerung um 25,7 %.

Nicht nur die Volumensteigerung, sondern auch die Preiserhöhungen des Herstellers und der Fokus auf Modell und Sonderausstattungs-Mix führte zu einer Umsatzerhöhung um 20,4 %.

Gleichzeitig konnte der Deckungsbeitrag I um 0,9 Prozentpunkte auf 8,7 % erhöht werden.

Im Großkundengeschäft wurde im Vorjahr ein Großauftrag von 200 Einheiten gewonnen, davon wurde knapp über die Hälfte in 2023 ausgeliefert.

IST 2023 IST 2022 Veränderung
Auslieferungen Neue Automobile 1.738 1.522 + 14,2 %
Umsatz Neue Automobile in Mio. EUR 65,0 54,0 + 20,4 %

2.3.2 Segment II: Gebrauchte Automobile

Der Absatz von Gebrauchtfahrzeugen stieg um 15,4 % und erreichte mit 1.751 Fahrzeugen knapp das Niveau von 2021.

Die Umsatzerlöse stiegen um 15,5 % auf EUR 47,6 Mio.

Die Margen wurden durch die Marktentwicklung (geringere Nachfrage), insbesondere bei Leasingrückläufern, auf 6,7 % nach unten korrigiert (Vorjahr: 12,1 %).

IST 2023 IST 2022 Veränderung
Auslieferungen Gebrauchte Automobile 1.751 1.517 + 15,4 %
Umsatz Gebrauchte Automobile in Mio. EUR 47,6 41,2 + 15,5 %

2.3.3 Segment III: Aftersales

Im margenträchtigen Aftersales Segment sind die Umsätze im Jahr 2023 um 10,6 % auf EUR 31,4 Mio. gestiegen. Das Segment trägt den größten Anteil am Ergebnis.

Hierbei verteilte sich der Umsatz mit EUR 16,2 Mio. (Vorjahr EUR 14,5 Mio.) auf den Teilevertrieb und mit EUR 15,1 Mio. (Vorjahr EUR 13,8 Mio.) auf den Service.

Die Steigerung des Teilegeschäfts ist zu 41,5 % auf eine ungewöhnlich hohe Menge an Gewährleistungsfällen (darunter zwei große technische Aktionen von BMW) zurückzuführen.

IST 2023 IST 2022 Veränderung
Umsatz Aftersales in Mio. EUR 31,4 28,4 + 10,6 %

2.3.4 Ertragslage

Die prognostizierte Volumensteigerung im Fahrzeuggeschäft prägte die gesamte Umsatzentwicklung.

IST 2023 IST 2022 Veränderung
Umsatz AUTOMAG 144,0 123,6 + 16,5 %

Durch die Steigerung der Vertriebsleistung im Bereich Neue Automobile stieg der Rohertrag auf TEUR 22.446 und erhöhte sich somit um 5,8 % im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 21.218).

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Wesentlichen durch die Auflösung von Rückstellungen von Restwertrisiken aus dem Leasinggeschäft um 30,5 % auf TEUR 1.925.

Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr TEUR 13.054 und ist im Vergleich zum Vorjahr nur leicht um 4,7 % gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf Rückstellungen für nicht ausgezahlte Provisionen zurückzuführen.

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen haben sich um TEUR 26 auf TEUR 899 verringert. Die Differenz resultiert im Wesentlichen aus einem niedrigeren Abschreibungsbedarf auf die Vorführfahrzeuge.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 10,7 % auf TEUR 8.563 angestiegen. Dies lag im Wesentlichen an gestiegenen Marketing- und Vertriebskosten.

Die Zinsbelastung stieg in 2023 aufgrund der dynamischen Zinsentwicklung um EUR 1,1 Mio. EUR auf einen neuen Höchstwert von EUR 1,7 Mio.

Die im Vorjahr getroffene Prognose mit einer Umsatzrendite vor Steuern von 1,5 % konnte insbesondere durch ein effizientes Kostenmanagement exakt erreicht werden.

2.3.5 Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zu 2022 um EUR 0,6 Mio. auf EUR 53,4 Mio. angestiegen.

Langfristige Vermögenswerte

Das Sachanlagevermögen weist zum Stichtag fortgeführte Anschaffungskosten in einer Höhe von EUR 15,3 Mio. (Vorjahr: EUR 16,4 Mio.) aus. Der Bestandswert an Miet- und Vorführfahrzeugen beträgt EUR 1,8 Mio. (Vorjahr EUR 2,3 Mio.) und hat sich somit im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Der im Geschäftsjahr 2023 geplante Ausbau der Ladeinfrastruktur für Hybrid- und Elektrofahrzeuge wurde wegen verspäteter Genehmigung durch die Stadt München auf 2024 verschoben.

Kurzfristige Vermögenswerte

Die Vorräte am Geschäftsjahresende 2023 betrugen EUR 17,7 Mio. und haben sich zum Vorjahr um 1,1 % erhöht. Der Bestand der Neufahrzeuge hat sich um EUR 2,6 Mio. erhöht, dagegen verringerte der Bestand der Gebrauchtfahrzeuge um EUR 2,8 Mio.

Der Forderungsbestand hat sich insgesamt leicht um EUR 0,2 Mio. auf EUR 15,5 Mio. reduziert. Hierbei haben wir gegenläufige Effekte zu verzeichnen. So stiegen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stichtagsbedingt um EUR 1,6 Mio., die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich bedingt durch einen effizienteren Großkundenprozess, der zu einem Abbau des Bestands geführt hat, sowie der Restabwicklung eines Großauftrages um EUR 1,9 Mio. reduziert. Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen wuchs stichtagsbedingt leicht um EUR 0,1 Mio.

Die Liquidität stieg stichtagsbedingt von EUR 3,1 Mio. in 2022 auf EUR 4,8 Mio. in 2023.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen, die im Wesentlichen die Risiken aus Leasingrückläufern und Gewährleistungsfälle betreffen, bleiben mit EUR 4,7 Mio. konstant auf dem Niveau des Vorjahres.

Eigenkapital

Das Eigenkapital erhöht sich um den Jahresüberschuss auf EUR 8,6 Mio. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 16,1 % (Vorjahr: 12,4 %).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen reduzierten sich stichtagsbedingt um EUR 1,0 Mio. auf EUR 20,9 Mio. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich aufgrund einer geringeren Vorfinanzierung der Fahrzeuge um EUR 0,7 Mio. auf EUR 16,8 Mio. reduziert.

2.3.6 Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt ausschließlich aus der BMW Gruppe. Zum Stichtag belaufen sich die Kredite für Fahrzeugfinanzierungen auf EUR 16,8 Mio. (Vorjahr: EUR 17,6 Mio.).

Sowohl für die Finanzierung des Fahrzeugbestandes, als auch für das laufende Tagesgeschäft, stehen ausreichende Kreditlinien des Konzernverbundes zur Verfügung. Für Fahrzeugfinanzierungen stehen insgesamt EUR 31,2 Mio. als maximaler Ausschöpfungsbetrag bereit. Somit war die AUTOMAG im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage die fälligen Verbindlichkeiten zu bedienen.

2.3.7 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Automobilhandelsbetriebe waren im Jahr 2023 sehr gut. Trotz aller externen Faktoren war es möglich durch eine gezielte Steuerung des Geschäfts das zweitbeste Ergebnis der AUTOMAG Geschichte zu erreichen. Das EBIT der AUTOMAG hat sich ebenso weiter positiv um TEUR 187 entwickelt. Die Umsatzrendite beträgt vor Steuern 1,5 % (Vorjahr: 2,6 %).

2.4 Personal

Die Mitarbeiteranzahl zum Jahresende 2023 ist gegenüber 2022 leicht gestiegen (+5 %).

Das Volumenwachstum (+14 %) war nur mit zusätzlichen Kapazitäten in den Abteilungen Neu- und Gebrauchtfahrzeuge möglich.

Die Personalsituation am Standort München war 2023 immer noch angespannt. Jedoch konnten alle offenen Stellen zügig nachbesetzt werden.

Gemäß der AUTOMAG Strategie aus 2021 wurden weitere Mitarbeitermaßnahmen umgesetzt, z.B. betriebliche Altersvorsorge.

31.12.2023 31.12.2022
Kaufmännische Mitarbeiter 111 108
Gewerbliche Mitarbeiter 43 41
Gewerbliche Azubis 33 32
Kaufmännische Azubis 20 16
Summe 207 197

2.5 Chancen- und Risikobericht

Das Risikomanagement ist ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmenssteuerung. Der Risikomanagementprozess der BMW Group gilt konzernweit und umfasst die frühzeitige Identifizierung, Analyse und Bewertung von Risiken, den Einsatz geeigneter Steuerungsinstrumente sowie die Überwachung und Evaluierung der Maßnahmen. Die politische Lage, der Krieg in der Ukraine und alle abgeleiteten Effekte müssen in der Planung berücksichtigt werden.

Risiken und Chancen aus dem Einkauf

Die Versorgungsherausforderungen (siehe BMW Group Report 2023) beziehen sich unter anderen auf die erforderliche Komponente für die Entwicklung der Elektromobilität (Batteriezelle). Ab 2025 will die BMW Group eine neue Generation von Batteriezellen einsetzen. Vor diesem Hintergrund hat BMW mit ihren Partnern Verträge abgeschlossen, die jährliche Produktionskapazitäten in Europa, China und den USA garantieren. Es werden strategische Lieferketten für Batteriezellen in der Nähe der Produktionsstandorte aufgebaut, um damit den "Local for local"-Ansatz zu untermauern.

Risiken und Chancen aus dem Verkauf

Bis auf ein paar Modelle (Plug-in Hybriden) ist die Verfügbarkeit von Neufahrzeugen gut. Es werden dazu Volumen-Modelle erwartet wie z.B. der BMW 5er Touring, 1er und BMW X3 oder die neue MINI-Familie.

Die positive Resonanz auf die zuletzt vorgestellten Modelle und die bis heute erfolgte Nachfrage lassen uns optimistisch auf das Jahr 2024 blicken.

Der Anteil an Elektrofahrzeugen am Gesamtvolumen ist im Jahr 2023 weiter gestiegen. Jedoch ist die Reaktion der Kunden bei der unerwarteten Kürzung der staatlichen Förderungen im Dezember 2023 weiter zu beobachten. Wir bleiben aber mit dem kommenden neuen Portfolio, der Auswahl an Motorisierungen ("The power of Choice") und der Weiterentwicklung des digitalen Kundenerlebnisses bei BMW und MINI überzeugt, dass die Kunden der Marke treu bleiben werden.

Viele Chancen erwarten wir mit der Einführung des echten Agenturmodells "The New Retail" durch die BMW AG für die Marke MINI zum 1.10.2024. Um einen erfolgreichen Start sicherzustellen, sind bereits erste Schulungen für die Mitarbeiter erfolgt. Mit der angekündigten Preispolitik kann sich die AUTOMAG auf ihre Stärken insbesondere in der Kundenbetreuung konzentrieren. In diesem Umfeld sind wir überzeugt, dass wir unsere eigene AUTOMAG Marke positiv weiterentwickeln werden. Auf der Kostenseite erwarten wir einige positive Effekte durch die Übernahme von bestimmten Aufgaben durch den Hersteller (z.B. Abrechnung und Forderungsmanagement).

Liquiditäts- und Bestandsrisiken

Zur Sicherstellung der Finanzierung der AUTOMAG sind mit der Muttergesellschaft ausreichend Kreditlinien vereinbart. Die Bestandssituation wird regelmäßig an die BMW Group berichtet. Der Fahrzeugbestand und das damit gebundene Kapital konnten im Geschäftsjahr 2023 insgesamt abgebaut werden.

Es konnte im April 2024 eine Sonderrückzahlung von EUR 1,5 Mio. an die Inhouse Bank der BMW AG getätigt werden. Hierdurch reduzierten sich die Verbindlichkeiten ggü. BMW um 8,3 %.

Forderungsausfall

Im Januar 2023 wurde bei der AUTOMAG das Zahlen mit Bargeld abgeschafft. Somit reduziert sich das Geldwäscherisiko drastisch. Dazu wurde 2024 der Forderungs- und Mahnprozess neu aufgestellt. Im Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Zahlungsausfälle verzeichnet. Die Übergabe der Fahrzeuge erfolgt in der Regel erst nach vollständiger Bezahlung.

Informations-, Datenschutz- und IT-Risiken

Der AUTOMAG können Schäden entstehen, wenn die Vertraulichkeit/Integrität von schutzbedürftigen Informationen, Daten und Systemen verletzt und/oder die Verfügbarkeit eingeschränkt wird. Die Auswirkungen der militärischen Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine können zu einem weiteren Anstieg von Cyberattacken führen. Als unmittelbare Folgen hiervon wären vor allem zusätzliche Aufwendungen zur zeitnahen Wiederherstellung der Informationen, Daten und Systeme zu nennen. Aber auch negative Auswirkungen auf der Leistungsseite aufgrund der reduzierten Verfügbarkeit von Produkten und Services wären vorstellbar. Eine weitere mittelbare Folge könnten Reputationsrisiken sein, die jedoch nicht quantifizierbar sind.

Die seit 2021 zusammen mit Experten der Branche gestarteten Analysen zur Verstärkung der IT Sicherheit wurden fortgeführt. Weitere Maßnahmen wurden 2023 umgesetzt: u.a. neuer Fallback Backup Prozess an beiden Standorten.

Die Mitarbeiter wurden auch zu ihren Rechten und Pflichten regelmäßig sensibilisiert und wo nötig durch die Personalabteilung oder die Fachbereiche unterstützt.

Gesamtbild der Chancen- und Risikolage

Alle oben aufgeführten Risiken bestehen zum Bilanzstichtag und betreffen auch die künftige Entwicklung. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich keine wesentlichen Veränderungen ergeben. Bestandsgefährdende Risiken liegen nicht vor.

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich keine wesentlichen Veränderungen der Chancen ergeben. Durch den kontinuierlichen Ausbau des elektrifizierten Produktportfolios der BMW Group sehen wir weiterhin eine Chance von der Elektrifizierung des Automobilmarktes zu profitieren. Durch die Einführung des Agenturmodells erwarten wir eine Steigerung der Erträge und gleichzeitig eine Synergie bei der Kostenverteilung zwischen dem Hersteller und der AUTOMAG.

Prognosebericht

Gesamtwirtschaft

Die mittelfristigen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und die weiteren Konflikte in der Welt sind nicht vollständig abzuschätzen. Die Situation bleibt sehr dynamisch. Daher ist eine genauere Prognose der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der Entwicklung auf den Automobilmärkten derzeit deutlich erschwert.

Die erwartete Erholung des BIP für 2024 liegt aktuell knapp über 0 [7]. Die Inflationsrate hat sich stabilisiert (2,2 % im April 2024). Zum ersten Mal seit 2022 hat der EZB-Rat [8] alle drei Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte gesenkt. Eine weitere Senkung ist bis Ende 2024 erwartet. Die finanzielle Belastung für die AUTOMAG aufgrund hoher Fremdfinanzierungskosten wird auch in 2024 spürbar anhalten.

Branche

Die Anzahl der Markteinführungen von chinesischen Herstellern in Europa ist im Jahr 2023 deutlich gestiegen. Im Jahr 2024 wird mit einer weiteren Marktdurchdringung gerechnet. Die Preispositionierung dieser Produkte bringt neue Herausforderungen im Elektrosegment. Ein Preiskampf zwischen nicht Premiumherstellern (u.a. Tesla, BYD, MG) ist zu erwarten. Dagegen wird auf politischer Ebene über höhere Importzölle in Europa diskutiert. Das Risiko eines globalen Handelskonfliktes nimmt hierdurch zu. Die USA hat bereits Mitte Mai 2024 eine Erhöhung der Schutzzölle angekündigt.

In Summe wird in 2024 ggü. 2023 ein Rückgang der Neuzulassungen von Personenkraftwägen um 7,1 % prognostiziert. Im Gegensatz dazu wird bei den Besitzumschreibungen eine Steigerung um 3,3 % erwartet.[9]

Gesellschaft

Segment I: Neue Automobile

Einerseits zeigen die neuen Modelle von BMW (X3, neuer 5er Touring) eine hohe Resonanz bei den Kunden. Andererseits werden wir 2024 mit erwarteten Auslieferungsengpässen bei sehr nachgefragten Produkten (u.a. X1) umgehen müssen.

Das breite Portfolio an Antriebsformen (Benzin, Diesel, Hybrid und Elektro) bleibt nach wie vor ein Vorteil gegenüber unseren Wettbewerbern.

Die Markteinführung des neuen MINI Portfolios (vollelektrischer MINI Cooper, vollelektrischer MINI Countryman und vollelektrischer MINI Aceman) bringen eine frische Dynamik in das Segment.

Die Qualifizierung der Mitarbeiter wurde weiter intensiviert. Unter anderen werden Themen wie Kundenorientierung und Erscheinungsbild im Autohaus angegangen, um die Merkmale der AUTOMAG im Modell des Agenturgeschäfts zu verstärken.

Im Großkundengeschäft bleibt die Nachfrage stark. Die Auftragseingänge sind auf Vorjahresniveau. Um den Fuhrparkrichtlinien der Unternehmen gerecht zu werden und gleichzeitig die aktuellen Fahrzeugrestriktionen sowie anhaltende Lieferengpässe in Einklang zu bringen, bedarf es eines stark gestiegenen Verwaltungsaufwands. Dieser ist mit der neuen Systemlandschaft (u.a. neues DMS) verbessert worden. Neue Maßnahmen im Controlling ermöglichen eine genauere Steuerung des monatlichen Geschäfts und damit die Sicherstellung der Herstellerbonifikationen.

In 2024 werden 1.745 Auslieferungen (inklusive 500 an Großkunden) geplant. Per Mai stehen wir mit 590 Auslieferungen auf Kurs.

Ausblick: Mit der Einführung des Agenturmodells für BMW in 2026 erwarten wir eine Verbesserung der Qualität unseres Geschäfts: Kein Intrabrand und mehr Kostensynergie. Dies soll zu verbesserten Deckungsbeiträgen führen.

Segment II: Gebrauchte Automobile

Der Gebrauchtwagenmarkt befindet sich nach den zwei starken Jahren 2021 und 2022 seit 2023 in einer Korrekturphase. Gegen alle Erwartungen hat sich die Lage in der ersten Hälfte 2024 positiv entwickelt. Das Geschäft bleibt jedoch volatil nach Segment. Es werden 2024 viele Elektro und Hybride Leasingrückläufer erwartet, die beim Restwert unter den aktuellen Marktbedingungen unter Druck stehen.

In 2024 sind 1.890 Auslieferungen geplant. Per Mai 2024 stehen wir wegen Verschiebungen von Leasingrückläufern mit 711 Auslieferungen knapp unter Budget, mit der Aufholung des Volumens rechnen wir im zweiten Halbjahr.

Ausblick: Der Rückgang der Leasingquote im Segment der neuen Automobile führt zu der Herausforderung, die notwendigen Volumina für Gebrauchtfahrzeuge in der Zukunft sicherzustellen. Um dies für den Absatz und Umsatz zu erreichen, werden alternative Einkaufslösungen entwickelt.

Segment III: Aftersales

Die Maßnahmen zum verstärkten Vertrieb an Händler und Servicewerkstätten ("4. Ebene") zeigen eine positive Entwicklung. Gleichzeitig bleibt der Anteil der Gewährleistungsarbeiten, aufgrund von laufenden technischen Aktionen vom Hersteller hoch.

Die Besetzung des Personals im Bereich "Service Berater" und "Service Assistent" ist in München eine große Herausforderung. Es werden deswegen kontinuierliche Maßnahmen für die Attraktivität der AUTOMAG erarbeitet.

Das Karosserie-Zentrum wird weiter stark beworben.

Gesamtprognose

2024 wird die neue Marketingstrategie weiter ausgerollt. Die Marke "AUTOMAG" wird in München neu positioniert. Die Partnerschaften mit dem "Deutschen Theater" und dem "TSV Trudering" sind zwei Maßnahmen, um unsere Präsenz bei unseren Zielgruppen regional zu verankern und die Bekanntheit zu steigern.

Die Unternehmensplanung für 2024 berücksichtigt alle o.g. Chancen und sieht eine positive Entwicklung des operativen Betriebs. Trotz der weiterhin hohen Fremdfinanzierungszinsen wird ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erwartet.

Durch eine leichte Steigerung der Umsatzerlöse wollen wir wieder eine Umsatzrendite vor Steuern in Höhe von 1,5 % erreichen.

 

München, 28. Juni 2024

Olivier Hoffmann, Geschäftsführer

Alexander Galonska, Geschäftsführer

[1] Statistisches Bundesamt:Pressemitteilung Nr. 019/24 vom 15. Januar 2024

Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 003/24 vom 04. Januar 2024

Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 004/24 vom 05. Januar 2024

[2] Statistisches Bundesamt: "Konjunkturindikationen, Arbeitslosenquote Deutschland, Stand 05. Juni 2024"

[3] Bundesagentur für Arbeit: Presseinfo Nr. 1 vom 04.01.2024

[4] BMW Group: BMW Group Bericht 2023

[5] VDA: "Produktion und Markt im Dezember 2023", 04.01.2024

KBA: "Jahresbilanz 2023, Zahlen, Daten, Fakten"

KBA: "Pressemitteilung Nr. 08/2024, Der Fahrzeugbestand am 01. Januar 2024"

[6] Statista: PKW-Bestand in Deutschland nach Kraftstoffarten bis 2024, veröffentlicht von Ben Impey, 17.05.2024

Umweltbundesamt: "Verkehrsinfrastruktur und Fahrzeugbestand"

[7] Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung vom 24.04.2024 "Bundesregierung hebt Wachstumsprognose leicht an - strukturelle Herausforderungen bleiben"

[8] EZB: Pressemitteilung vom 06.06.2024 "Geldpolitische Beschlüsse".

[9] Statista: Prognose zu den Pkw-Neuzulassungen und Besitzumschreibungen in Deutschland bis 2024

 

Veröffentlicht von Ben Impey, 04.01.2024

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 15.345.631,29 16.436.519,87
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 84.469,25 122.369,28
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 84.469,25 122.369,28
II. Sachanlagen 15.261.162,04 16.314.150,59
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.849.082,55 12.252.777,11
2. technische Anlagen und Maschinen 169.748,56 210.818,69
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.449.127,70 1.555.034,41
4. Geschäfts- und Vorführfahrzeuge 1.793.203,23 2.295.520,38
B. Umlaufvermögen 38.005.178,64 36.306.780,65
I. Vorräte 17.731.726,12 17.516.867,17
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 0,00 180.259,71
2. Waren 17.731.726,12 17.336.607,46
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 15.470.816,00 15.671.200,71
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.959.756,76 7.812.578,07
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.191.288,49 3.631.013,39
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.319.770,75 4.227.609,25
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.802.636,52 3.118.712,77
C. Rechnungsabgrenzungsposten 33.987,36 88.965,00
Summe Aktiva 53.384.797,29 52.832.265,52

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.579.519,34 6.562.633,71
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 12.400.000,00 12.400.000,00
III. Verlustvortrag 5.862.379,48 8.764.429,74
IV. Jahresüberschuss 2.016.898,82 2.902.063,45
B. Rückstellungen 5.210.388,58 4.956.886,08
1. Steuerrückstellungen 480.097,87 277.645,01
2. sonstige Rückstellungen 4.730.290,71 4.679.241,07
C. Verbindlichkeiten 39.573.405,37 41.287.493,73
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16.824.985,93 17.574.610,74
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 710.811,25 898.604,56
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 688.815,43 523.915,96
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20.931.099,68 21.909.582,93
5. sonstige Verbindlichkeiten 417.693,08 380.779,54
davon aus Steuern 207.168,96 238.552,43
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 8.203,33 8.688,37
D. Rechnungsabgrenzungsposten 21.484,00 25.252,00
Summe Passiva 53.384.797,29 52.832.265,52

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Betriebsergebnis 4.108.165,57 3.921.151,92
a) Rohergebnis 26.624.071,32 25.052.210,19
Gesamtleistung 143.910.091,15 123.617.470,89
Umsatzerlöse 144.021.112,96 123.583.051,62
Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -111.021,81 34.419,27
sonstige betriebliche Erträge 1.924.867,33 1.474.525,16
Materialaufwand 119.210.887,16 100.039.785,86
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 116.454.763,33 97.423.766,94
Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.756.123,83 2.616.018,92
b) Personalaufwand 13.054.524,35 12.474.094,03
Löhne und Gehälter 10.886.422,22 10.470.820,49
soziale Abgaben 2.149.608,92 1.991.986,27
davon Aufwendungen für Altersversorgung 18.493,21 11.287,27
c) Abschreibungen 898.590,01 924.527,35
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 898.590,01 924.527,35
d) sonstige betriebliche Aufwendungen 8.562.791,39 7.732.436,89
2. Finanz- und Beteiligungsergebnis -1.718.409,36 -642.764,00
a) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 49.876,07 7.857,29
davon sonstige Zinsen und ähnliche Erträge von verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
davon Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen / Verbindlichkeiten 48.716,96 7.857,29
b) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.768.285,43 650.621,29
davon an verbundene Unternehmen 1.744.425,76 646.373,52
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 11.323,06 19.751,00
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen / Verbindlichkeiten 11.323,06 19.751,00
3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 208.456,88 276.419,62
4. Ergebnis nach Steuern 2.181.299,33 3.001.968,30
5. sonstige Steuern 164.400,51 99.904,85
Jahresüberschuss 2.016.898,82 2.902.063,45

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

AUTOMAG GmbH, München

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der AUTOMAG GmbH für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die AUTOMAG GmbH hat ihren Sitz in München und ist dort im Handelsregister unter HRB 179800 eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 3 HGB aus.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Anlagevermögen

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt je nach Vermögensgegenstand zwischen 3 und 5 Jahren.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände ermittelt. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt je nach Vermögensgegenstand zwischen 3 und 33 Jahren. Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden sofort als Aufwand erfasst. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Geringwertigen Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 beträgt 5 Jahre.

Vorführfahrzeuge werden im Anlagevermögen ausgewiesen. Die bis zum Bilanzstichtag nicht veräußerten Fahrzeuge werden, unter Berücksichtigung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 5 Jahren, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt.

Vorführfahrzeuge, die während des Geschäftsjahres erworben und zugleich veräußert wurden, werden aus Vereinfachungsgründen hier nicht erfasst.

Die Veräußerungserlöse der Vorführfahrzeuge werden bei den Umsatzerlösen, die Restbuchwerte innerhalb der Position Wareneinsatz ausgewiesen.

Umlaufvermögen

Der Wertansatz der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Grundsatzes der verlustfreien Bewertung. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Material- und Lohnkosten angemessene Teile der betrieblichen Gemeinkosten. Allgemeine Verwaltungskosten, Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersvorsorge sowie Vertriebskosten werden nicht aktiviert.

Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten, unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips, bewertet. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen oder mit niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Die Abwertungen im Fahrzeugbestand werden durch eine Einzelbewertung der Fahrzeuge ermittelt. Die Abwertung ergibt sich aus der Differenz der Anschaffungskosten zu den niedrigeren Marktpreisen.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden grundsätzlich nicht aktivisch von den Vorräten abgesetzt, sondern passivisch unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Geleistete Anzahlungen und erhaltene Anzahlungen werden zum Nominalwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Das Wahlrecht zur Saldierung von Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wird wegen konzerneinheitlicher Bilanzierungsrichtlinien sowie zur besseren Darstellung des tatsächlichen Bildes der Vermögenlage nicht ausgeübt.

Erkennbare Einzelrisiken wurden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung i. H. v. 1,0 % auf die nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Im Falle eines Aktivüberhanges der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Rückstellungen

Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden laufzeitkonform mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst, wie er von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Zur Entwicklung und Aufgliederung des Anlagevermögens wird auf den als Anlage (Blatt 6) zum Anhang dargestellten Anlagenspiegel verwiesen.

Umlaufvermögen

Es wurden unfertige Leistungen in Höhe von TEUR 69 (Vorjahr: TEUR 180) gesondert unter den Vorräten ausgewiesen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Guthaben bei Kreditinstituten enthalten keine (Vorjahr: TEUR 956) Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Sämtliche Forderungen sind - wie im Vorjahr - innerhalb eines Jahres fällig.

Sonstige Rückstellungen

Unter dem Posten sonstige Rückstellungen sind überwiegend Rückstellungen für Restwertrisiken aus Leasingrückläufern, für Personalaufwand und ausstehende Rechnungen enthalten.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 16.825 (Vorjahr: TEUR 17.575) sind gleichzeitig Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Diese sind in Höhe von TEUR 16.711 durch Sicherungsübereignungen der finanzierten Fahrzeuge/Waren/Einrichtungsgegenstände gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 19.245 (Vorjahr: TEUR 19.384) sonstige Verbindlichkeiten sowie in Höhe von TEUR 1.717 (Vorjahr: TEUR 2.526) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Fälligkeitsstruktur der Verbindlichkeiten (in EUR)

31.12.2023

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag Davon bis zu 1 Jahr Davon mehr als 1 Jahr Davon mehr als 5 Jahren
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16.824.985,93 16.824.985,93
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 710.811,25 710.811,25
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 688.815,43 688.815,43
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20.931.099,68 2.827.768,06 18.103.331,62
Sonstige Verbindlichkeiten 417.693,08 417.693,08

Fälligkeitsstruktur der Verbindlichkeiten (in EUR)

31.12.2022

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag Davon bis zu 1 Jahr Davon mehr als 1 Jahr Davon mehr als 5 Jahren
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17.574.610,74 17.574.610,74
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 898.604,56 898.604,56
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 523.915,96 523.915,96
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 21.909.582,93 3.926.456,66 17.983.126,27
Sonstige Verbindlichkeiten 380.779,54 380.779,54

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nachfolgend die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:

2023 2022
Verkauf Fahrzeuge 78,22 % 77,04 %
Verkauf Teile 11,27 % 11,75 %
Arbeitslohn-Serviceleistung 10,50 % 11,20 %
Übrige 0,01 % 0,01 %
100,00 % 100,00 %

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Am 31. Dezember 2023 bestanden Rückkaufverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem Abschluss von Leasing- und Finanzierungsverträgen in Höhe von TEUR 83.249 (Vorjahr: TEUR 95.160) mit folgenden Fälligkeiten:

Fälligkeit 31.12.2023 31.12.2022
2023 - 41.851
2024 39.694 33.013
2025 22.067 17.427
2026 17.954 2.868
2027 3.522 -
2028 12 -
Summe 83.249 95.160

Finanzielle Verpflichtungen aus Leasing-, Miet-, Pacht-, Wartung- und Werksverträgen gegenüber Lieferanten betragen im Jahr 2024 TEUR 1.200, im Jahr 2025 TEUR 4 und im Jahr 2026 TEUR 4. Die Kündigungsfristen liegen zwischen 3 Monaten und 3 Jahren.

Die im Vorjahrsbericht ausgewiesenen Werte wurden nichtzutreffend ermittelt und sind auf folgende Werte abzuändern:

Für das Jahr 2024 TEUR 969 anstelle von TEUR 845 und für das Jahr 2025 TEUR 4 anstelle von TEUR 862.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen insgesamt TEUR 7.345.

Die AUTOMAG übernimmt aus dem Großkundengeschäft als Kommissionär das Delkredererisiko für die Erfüllung der Verbindlichkeit der Großkunden in Höhe von TEUR 2.021. Ein Zahlungsausfall wird als unwahrscheinlich eingeschätzt.

Abschlussprüferhonorar (in TEUR)

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 42 und beinhaltet ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung und Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Die bekannten Abschätzungen und Annahmen für das Geschäftsjahr 2024 sind im Prognosebericht berücksichtigt und beschrieben.

Überdies sind nach dem Ende des Geschäftsjahres keine weiteren Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der AUTOMAG haben.

Sonstige Angaben

Gesellschaftsorgane

Die Geschäftsführer der AUTOMAG GmbH, München, sind:

bis 31.08.2023

Michael Jansen, Geschäftsführer Verkauf und Aftersales,

Vorsitzender der Geschäftsführung

ab 01.09.2023

Alexander Galonska, Geschäftsführer Verkauf und Aftersales,

Vorsitzender der Geschäftsführung

Olivier Hoffmann, Geschäftsführer Finanzen, IT, Personal

Unter Inanspruchnahme der Vorschrift des § 286 Abs. 4 HGB erfolgt keine Angabe über die Bezüge des Geschäftsführungsorgans.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden 150 (Vorjahr: 147) angestellte Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer) beschäftigt. Diese teilen sich auf in 41 gewerbliche Mitarbeiter und 109 kaufmännische Mitarbeiter. Zusätzlich wurden 46 Auszubildende beschäftigt.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.016.898,82 auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernabschluss

Muttergesellschaft der AUTOMAG GmbH ist die BMW INTEC Beteiligungs GmbH, München. Deren alleinige Gesellschafterin ist die Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft, München. Der Konzernabschluss der Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 wird beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und ist über die Internetseite des Unternehmensregisters zugänglich.

 

München, 28. Juni 2024

Olivier Hoffmann, Geschäftsführer

Alexander Galonska, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die AUTOMAG GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AUTOMAG GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AUTOMAG GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 28. Juni 2024

KLEEBERG & PARTNER GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT
STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT

Dr. Petersen, Wirtschaftsprüfer

Neu, Wirtschaftsprüfer

Feststellung Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung am 04. Juli 2024 festgestellt.

Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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