Jupiter Metallvertrieb GmbH
Schwindstraße 8, 50933 Köln, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Enrico Vender seit 4.5.2023 | Geschäftsführer |
Marion Oeckel seit 4.5.2023 | Geschäftsführer |
Michael Esser seit 7.1.2021 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 9.02% | |
L**** V***** | 9.02% |
Ungelöste Beteiligungen (2)
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
4 von 5 Anteilseignern sichtbar
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Jupiter Metallvertrieb GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlage des Unternehmens Die Jupiter Metallvertrieb GmbH, Köln (nachstehend kurz: Jupiter) vertreibt rostfreie Flachprodukte, die in unserem Servicecenter Nahe Prag gefertigt werden. Jupiter kauft vorwiegend von europäischen Rostfrei-Produzenten Rollen (Coils) aus rostfreiem Edelstahl ein. Nach Kundenvorgaben werden die Coils zu Blechen geschnitten und erhalten anschließend meistens eine Oberflächenbearbeitung durch Folieren, Schleifen und / oder Bürsten. Die hochwertigen Bleche werden überwiegend für den deutschsprachigen Markt gefertigt. Der Geschäftsbetrieb von Jupiter erfolgt mit zwei Geschäftsführern und neun Mitarbeitern in Köln. Das Servicecenter Nahe Prag ist ein rechtlich selbständiges Unternehmen, an dem Jupiter beteiligt ist. Externe Faktoren, die starken Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Firma Jupiter haben, sind die Preise für Nickel, Chrom und Molybdän, da dies wesentliche Bestandteile von rostfreiem Stahl sind und sie den Preis für rostfreien Stahl mitbestimmen. Alle drei Legierungselemente weisen starke Preisschwankungen auf und sind überwiegend in US-Dollar notiert. Damit haben bei rostfreien Stählen auch die Währungsschwankungen des Euro zum US-Dollar einen Einfluss auf die Preisentwicklung. Die erheblichen Preisschwankungen können kurzfristig einen hohen Kapitalbedarf zur Folge haben. Vor diesem Hintergrund ist es für Jupiter wichtig, über eine starke Eigenkapitalbasis zu verfügen und einen abgesicherten hohen Liquiditätsgrad vorzuhalten. Dies ist beim rostfreien Edelstahl ein wesentlicher Faktor, um schnell und flexibel auf Marktveränderungen reagieren zu können. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 ist das Wirtschaftswachstum mit + 1,6 Prozent weit unter den Erwartungen geblieben. Eine deutliche Zunahme des Wachstums wird erst für 2024 erwartet. Die erhoffte Erholung verschiebt sich allerdings immer weiter und auch die Wachstumsprognosen fallen geringer aus. Die Gründe hierfür sind wie auch im Jahr 2022 der anhaltende Ukraine-Krieg, Inflation, Zinsanstieg und weitere Einbrüche in verschiedenen Industriebereichen. Insbesondere für unsere Branche hat der starke Rückgang im Wohnungsbau mit dazu geführt, dass bei den kaltgewalzten Flachprodukten 2023 das absatzschwächste Jahr der letzten 15 Jahre in der gesamten Rostfreibranche zu verzeichnen war. Nickel, Chrom und Molybdän waren auch im Jahr 2023 teuer. Dieses hat sich für die Edelstahlprodukte nicht zum Vorteil ausgewirkt. Das Thema Substitution durch andere Werkstoffe ist aufgrund des hohen Preises für rostfreien Edelstahl unverändert nicht zu unterschätzen. Im Jahr 2023 sind die Importe an kaltgewalzten rostfreien Flacherzeugnissen in die EU auf dem reduzierten Niveau von 2022 geblieben, hatten jedoch in Relation immer noch einen starken Einfluss auf das Marktgeschehen. Das Marktvolumen in Europa hatte in 2023 einen so starken Einbruch erlitten, dass die Werke, der Handel und auch die Kunden, wie zum Beispiel die Hersteller von Haushaltsgeräten, mit Beschäftigungsproblemen zu kämpfen hatten. Mit längeren Stillständen, Kurzarbeit und Personalabbau versuchte man, einen gleichzeitigen Preisverfall zu verhindern. Trotz der Maßnahmen gingen die Ein- und Verkaufspreise von Januar bis August 2023 von Monat zu Monat zurück (insgesamt minus 27 %). Eine Preiswende kam erst im September und seitdem erholen sich die Preise wieder kontinuierlich (plus 15 % bis Jahresende). Im Kampf um die Mengen ist der Wettbewerb deutlich gestiegen und die Ergebnissituation verschlechterte sich bei allen zunehmend im Laufe des Jahres 2023. 2. Geschäftsverlauf, Umsatz- und Auftragsentwicklung Wir konnten unsere Absatzzahlen im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr leicht steigern. Der September war für uns der absatzstärkste Monat. Das Absatzniveau der Jahre vor 2022 konnte jedoch nicht erreicht werden. Es war nicht möglich, den Rückgang bei den Produkten für den Bereich Konsum mit Produkten für den Bereich Investitionen auszugleichen. Rückblickend betrachtet hat der Streit um den Bundeshaushalt die Unternehmen offenbar so verunsichert, dass viele Investitionsentscheidungen auf Eis gelegt wurden. Auch Jupiter hat den starken Mengeneinbruch aus dem Bereich Wohnen zu spüren bekommen. Insbesondere waren die oberflächenbearbeiteten Produkte (Schleifen und Bürsten) davon betroffen. Unser breit aufgestelltes Sortiment und der hohe Servicegrad verbunden mit kurzen Lieferzeiten hat einen stärkeren Mengenrückgang verhindert. Für eine vollständige Kompensation hat dies allerdings nicht gereicht. Die trotzdem erreichte, leichte mengenmäßige Steigerung ist vermutlich auf die nachlassende Performance unserer Wettbewerber zurückzuführen. Personalabbau, Kurzarbeit und Liquiditätsproblem reduzierten zwar die Kosten, haben aber negative Auswirkungen bezüglich der Serviceleistungen zur Folge gehabt. Liquiditätsengpässe, Reduzierung des Lagerprogrammes und auch das Ausscheiden von Wettbewerbern waren im Jahr 2023 ebenfalls im Markt zu beobachten. Generell kann man in allen Absatzsegmenten festzustellen, dass die Dispositionen unserer Kunden deutlich kleiner ausfallen, was jedoch für uns abwicklungstechnisch kein Problem darstellte. Dank eines sehr eng geführten Bestandsmanagements und unserer Strategie, die Einkaufspreise marktnah zu verhandeln, ist es uns im Jahr 2023 gelungen, ein gutes positives Ergebnis zu erzielen. 3. Darstellung der Lage 3.1 Ertragslage Die Umsatzerlöse sind im Jahr 2023 um 24,1 % gesunken auf TEUR 50.204. Der Rohertrag liegt mit 8,0 % (Vorjahr: 10,2 %) unter dem Niveau des Vorjahrs und beträgt TEUR 4.037. Der Rohertrag hat sich korrespondierend zu der Entwicklung der Umsatzerlöse und des Materialaufwands absolut um TEUR 2.730 gegenüber dem Vorjahr vermindert. Das Ergebnis vor Steuern beträgt TEUR 2.855 und macht damit 5,7 % der Umsatzerlöse (Vorjahr: 8,8 %) aus. Unter Berücksichtigung der Ertragssteuerbelastung ergibt sich somit ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.926. Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Eigenkapitalrendite einen Wert von 5,6 % und die Gesamtkapitalrendite einen Wert von 5,4 % erreichen. 3.2 Finanzlage Das Eigenkapital deckt das Anlagevermögen und die Vorräte zu mehr als 100 %. Der Cashflow verminderte sich im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 1.974 auf TEUR 1.971 3.2.1 Kapitalstruktur Es haben sich bei der Gesellschaft unterjährig keine wesentlichen Veränderungen in der Kapitalstruktur, den Finanzierungsmaßnahmen oder den außerbilanziellen Verpflichtungen gegenüber dem Vorjahr ergeben. 3.2.2 Liquidität Die Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt des abgelaufenen Geschäftsjahrs dazu in der Lage, ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Beschränkungen, welche die Verfügbarkeit von Kapital beeinträchtigen würden, bestanden nicht. 3.2.3 Investitionen Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 keine wesentlichen Investitionen getätigt. 3.3 Vermögenslage Das Anlagevermögen macht 21,5 % der Bilanzsumme aus und besteht aus Sach- und Finanzanlagen. Die Finanzanlagen bestehen aus Beteiligungen, Ausleihungen und Wertpapieren und stellen mit 88,7 % den wesentlichen Teil des Anlagevermögens dar. Auf das Umlaufvermögen mit 78,5 % entfällt der restliche Teil der Bilanzsumme, wobei die Vorräte 35,2 %, die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände 63,1 % und die Bankguthaben zuzüglich Kassenbestand 1,7% des Umlaufvermögens ausmachen. Die Passivseite der Bilanz wird dank der guten Ergebnisse der letzten Jahre durch die Eigenkapitalquote von 97,1 % dominiert. Die erfolgten Rückstellungen mit 1,8 % und die Verbindlichkeiten mit 1,1 % der Bilanzsumme fallen hier kaum ins Gewicht. 4. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind das Ergebnis vor Steuern und die Gesamtleistung (Umsatz in TEUR). Im Jahr 2023 beträgt das Ergebnis vor Steuern TEUR 2.855 (Vorjahr: TEUR 5.799). Die Gesamtleistung ist im Kalenderjahr 2023 mit TEUR 50.204 (Vorjahr: TEUR 66.114) um TEUR 15.910 gegenüber dem Vorjahr gesunken. 5. Gesamtaussage Insgesamt verfügt die Gesellschaft über eine stabile Ertragslage, eine solide Eigenkapitalbasis und ausreichende Finanzierungsmöglichkeiten. Die wirtschaftliche Lage kann daher als gut charakterisiert werden. III. Prognose, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Unter der Annahme, dass der Krieg gegen die Ukraine nicht in diesem Jahr beendet wird, prognostiziert man für das 2. Halbjahr eine leichte Erholung der europäischen Wirtschaft. Auch wenn die Inflation rückläufig ist, schlagen die Realeinkommensverluste sich zunehmend in Kaufzurückhaltung der privaten Haushalte bei Immobilien, Autos bzw. Anschaffungen generell nieder. Daher gibt es in dem für rostfreie Flacherzeugnisse wichtigen Absatzsegment Wohnen bisher keine Anzeichen für eine Trendwende. Das hat zur Folge, dass der tatsächliche Verbrauch im Jahr 2023 auf dem aktuell deutlich reduzierten Niveau vorerst bleiben wird. Werke, Handel und unsere Kunden müssen dementsprechend ihre Kapazitäten durch Kurzarbeit oder Kapazitätsabbau anpassen. Erlösverbesserungen sind in dieser Situation nur über eine Erholung der Preise möglich. In der Vergangenheit ist dies meistens erfolgt, nachdem Tiefstände bei Nickel und Chrom erreicht wurden. Der Nickelpreis hat im Frühjahr 2024 eine Preiswende gemacht, nachdem sich schon der rostfreie Schrott deutlich verteuert hatte. Wie nachhaltig diese Preiswende ist und ob dies auch die Preiswende für rostfreie Flacherzeugnisse ist, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Bei Chromstählen haben die Einkaufspreise bereits angezogen, nachdem die Auslastung der Werke sich dort deutlich verbessert hat und sich dadurch auch die Lieferzeiten verlängert haben. Auf aktuellen Marktpreisen kalkuliert, die unterhalb derer des Vorjahres liegen, dürfte der Umsatz für das Jahr 2024 in einer Größenordnung von 45 - 55 Millionen Euro liegen. Die Margensituation dürfte das ganze Jahr schwierig bleiben, da angesichts des reduzierten Marktvolumens der Kampf um die Mengen das ganze Jahr anhalten wird. Vor diesem Hintergrund erwarten wir ein Ergebnis vor Steuern, das in einer ähnlichen Größenordnung wie 2023 liegen wird. 2. Chancenbericht Durch das Modernisieren der Anlagen in unserem Servicecenter Nahe Prag und die Aufstockung von Personal in Produktion und Vertrieb hoffen wir, unser Absatzvolumen in den kommenden Jahren steigern zu können. Die Investitionen in die Anlagen und das Personal sollen eine signifikante Steigerung der Produktivität und des Qualitätsniveau bewirken, insbesondere im Bereich der Oberflächenbearbeitung. Auch die Termintreue und Produktionsdurchlaufzeiten sollen dadurch verbessert werden. Ein verbessertes Schliffbild verbunden mit kurzen Lieferzeiten sollen bestehende Kunden stärker an uns binden, aber auch die Möglichkeit schaffen, an neue anspruchsvolle Kunden zu liefern. Das schwierige konjunkturelle Umfeld erfordert es, dass man im Ein- und Verkauf sehr flexibel ist und schnell Anpassungen vornehmen kann. Nur so wird man in der Lage sein, auf Veränderungen in der Nachfrage und Preise effizient zu reagieren. Unsere stets hohe Liquidität ist dabei ein Vorteil, da diese in keiner Weise unsere Bestandsführung einschränkt. Mit unserem gut sortierten Lagerbestand und unserer Lieferperformance werden wir den Handel jederzeit kurzfristig versorgen können. Dies dürfte auch bei größeren Aufträgen der Fall sein, in denen eine schnellere Fertigung und Lieferung erforderlich ist. Bei Lieferzeitsprüngen oder Kurzarbeit der Wettbewerber könnte dies öfter der Fall sein. 3. Risikobericht Angesichts des unverändert hohen Wettbewerbsdrucks können sowohl die Einkaufsals auch die Verkaufspreise weiterhin stark schwanken. Wenn sich die Mengenlage nicht grundsätzlich ändert, kann eine temporäre Verlängerung von Lieferzeiten oder ein Anstieg der Marktpreise in wenigen Wochen wieder vorbei sein. Bisher wurde nur eine bescheidene Verbrauchserholung für das 2. Halbjahr 2024 prognostiziert. Die Marktpreise haben allerdings inzwischen ein Niveau erreicht, wo ein großes Rückschlagspotential nicht mehr besteht. Auch die Preise für Nickel und rostfreien Schrott scheinen zu Jahresbeginn ihre Tiefstände gefunden zu haben und liegen inzwischen wieder deutlich höher. Die Liquiditätssituation unserer Kunden hat sich vermutlich nochmals verschlechtert angesichts von Meldungen über Umsatz- und Ergebniseinbrüche im Handel. Hierdurch hat sich das Ausfallrisiko bei unseren Kunden, dem Handel, nochmals erhöht. Eine sorgfältige Kundenselektion und die verstärkte Überwachung unserer internen Kreditlimits sind daher auch im Jahr 2024 von großer Bedeutung und müssen intensiviert werden. Bestandsgefährdende Risiken für die Gesellschaft sind nicht erkennbar. 4. Gesamtaussage Chancen auf eine Steigerung der Menge gegenüber dem Jahr 2023 sind möglich, jedoch aufgrund des politischen und wirtschaftlichen Umfeldes begrenzt. Durch das Modernisieren der Anlagen in unserem Servicecenter und das Aufstocken von Personal in Produktion und Vertrieb, erhoffen wir uns eine Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit. Vor dem Hintergrund unserer soliden Kapital- und Liquiditätsausstattung sehen wir uns in der Lage, die aufgeführten Risiken zu bewältigen.
Köln, 18. März 2024 Marion Oeckel Enrico Vender Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023InhaltI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen 2. Vorräte 3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5. Gezeichnetes Kapital 6. Kapitalrücklage 7. Gewinnrücklagen 8. Rückstellungen 9. sonstige Verbindlichkeiten/Verbindlichkeitenspiegel IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse V. sonstige Angaben 1. Zahl der Arbeitnehmer 2. Gesellschaftsorgane 3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen 4. Verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen sowie Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen/Personen 5. Honorar des Abschlussprüfers 6. Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres 7. Name und Sitz des Mutterunternehmens 8. Vorschlag für die Verwendung des Jahresergebnisses AnlagenverzeichnisAnlage 1 - Entwicklung des Anlagevermögens I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Jupiter Metallvertrieb GmbH, Köln, wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften sind die Vorschriften des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Köln unter HRB-Nr. 104278 eingetragen und hat ihren Sitz in Köln. Die Bilanz ist vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 HGB) unter Aufnahme von weiteren Unterpositionen, soweit dadurch die Aussagekraft verbessert werden konnte. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Gesellschaft. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu drei Jahren), bewertet. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahr des Zuganges voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden wie folgt bewertet:
Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden maximal zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit der Marktpreis am Abschlussstichtag niedriger war, wurden Abschreibungen vorgenommen. Für defekte und ungängige Waren wurden die notwendigen Wertabschläge vorgenommen. Die Bewertung der Vorratsbestände erfolgte nach der LIFO-Methode gemäß § 256 HGB. Die Bestandswerte wurden unter Berücksichtigung von Skonti und Boni ermittelt. Entsprechend § 6 Abs. 1 Nr. 2a EStG wird die LIFO-Methode auch für die steuerliche Gewinnermittlung angewandt. Forderungen, Wertpapiere und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Steuerrückstellungen beinhalten noch nicht veranlagte Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag und Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt. Kursdifferenzen werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage 1 beigefügten Anlagespiegel. 2. Vorräte Der Unterschiedsbetrag gemäß § 284 Abs. 2 Nr. 3 HGB beläuft sich auf rd. TEUR 4.998 (Vorjahr: TEUR 8.600). 3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Cash Pooling Verträgen. Keine der ausgewiesenen Forderungen hat eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Bei den ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen liegt - wie im Vorjahr - die Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 5. Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital beträgt EUR 2.440.000,00 (Vorjahr: TEUR 2.440) und ist voll eingezahlt. 6. Kapitalrücklage Bei der Kapitalrücklage handelt es sich um andere Zuzahlungen, die die Gesellschafter in das Eigenkapital geleistet haben (§ 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB). 7. Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklage beträgt EUR 10.360.000,00. 8. Rückstellungen a) Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen berücksichtigen die zu erwartenden Zahlungen aus nicht veranlagten Steuern. b) sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
9. sonstige Verbindlichkeiten/Verbindlichkeitenspiegel Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt; die Vorjahreswerte wurden in Klammern ausgewiesen.
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert.
V. Sonstige Angaben 1. Zahl der Arbeitnehmer Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich folgende Arbeitnehmer beschäftigt.
2. Gesellschaftsorgane Geschäftsführerin Marion Oeckel Geschäftsführer Enrico Vender Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2023 bestehen keine Haftungsverhältnisse oder sonstigen finanziellen Verpflichtungen. 4. Verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen sowie Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen/Personen Gemäß § 285 Nr. 11 HGB ist über folgende Unternehmen zu berichten: Es besteht eine Beteiligung von 35,3 % an der EURINOX s.r.o., Prag/Tschechien. Das gesamte Eigenkapital der EURINOX s.r.o. beträgt per 31. Dezember 2022 rd. TEUR 5.830 (= TCZK 144.158) bei einem Jahresüberschuss von rd. TEUR 175 (=TCZK 4.324). Für Zwecke der Währungsumrechnung wurde ein Kurs von 24,725 CZK für 1 EUR verwendet. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 liegt noch nicht vor. Es wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen/Personen zu marktunüblichen Bedingungen getätigt. 5. Honorar des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers teilt sich wie folgt auf:
6. Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres Ereignisse, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind und auf die wegen ihrer besonderen Bedeutung für die Gesellschaft hinzuweisen wäre, sind nicht bekannt. 7. Name und Sitz des Mutterunternehmens Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens VENDER S.p.A., Parma/Italien einbezogen, die den Konzernabschluss sowohl für den größten als auch den kleinsten Kreis der einzubeziehenden Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Muttergesellschaft in Parma/Italien einsehbar. 8. Vorschlag für die Verwendung des Jahresergebnisses Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.926.445,89 und den Gewinnvortrag in Höhe von EUR 17.946.229,56 wie folgt zu verwenden: Vortrag des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 1.926.445,89 sowie des Gewinnvortrages in Höhe von EUR 17.946.229,56 auf neue Rechnung.
Köln, 18. März 2024 Marion Oeckel Enrico Vender Entwicklung des Anlagevermögens
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Jupiter Metallvertrieb GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Jupiter Metallvertrieb GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Jupiter Metallvertrieb GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bergisch Gladbach, 26. April 2024 Jansen
& Partner mbB
Hans-Jürgen Jansen, Wirtschaftsprüfer Nicolas Kubitzki, Wirtschaftsprüfer Weitere Angaben: Angaben zur Feststellung Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 03.05.2024 festgestellt. Angaben zur Ergebnisverwendung In der Gesellschafterversammlung vom 03.05.2024 wurde beschlossen den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.926.445,89 und den Gewinnvortrag in Höhe von EUR 17.946.229,56 auf neue Rechnung vorzutragen. |
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