Stammdaten

Register
Amtsgericht Hanau HRB 11027
Eingetragen
15.4.2004
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Kautschuk, Kautschukmischungen und Halbzeug darausHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Eintragung vom 18.07.2016 im Gegenstand von Amts wegen berichtigt, nun: Erzeugung von Waren aller Art aus Kunststoff, Gummi und Metall oder aus verwandten oder zur Erzeugung in dem Fabrikbetrieb der Gesellschaft sich eignenden Stoffe sowie der Handel mit eigenen oder fremden Erzeugnissen vorstehend genannter Art.

Historie

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Management

NameRolle
Jürgen Krebaum
seit 1.4.2020
Vorstandsmitglied

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
JPC Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

Veritas AG

Gelnhausen

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Lagebericht

VERITAS KONZERN UND VERITAS AG

I. GRUNDLAGEN

Die Veritas Gruppe agiert in der Automobilbranche als hochkompetenter und verlässlicher Partner der Automobilhersteller und deren Zulieferern.

Flexibles Engineering verbunden mit ausgeprägter Werkstoffexpertise versetzt die Veritas Gruppe in die Lage, funktional hochwertige Produkte zu entwickeln. Auf dieser Basis entstehen multifunktionale Systeme kombiniert aus verschiedenen Materialien wie Kautschuk, Metall und Kunststoffen.

Hauptaufgabe der Produkte und Systeme für Fluidtechnik ist der Transport von Kraftstoffen, Öl, AdBlue® und Luft im Fahrzeug. Darüber hinaus leisten die Produkte und Systeme einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung von Schadstoffen und Abgasen, beispielsweise durch Abgasnachbehandlung oder Reduzierung von Fahrzeuggewichten durch den kompromisslosen Einsatz von Leichtbauteilen.

Auf diesen Anwendungsfeldern lag auch der Entwicklungsschwerpunkt. Entwicklungsaufwendungen im Geschäftsjahr 2017 stiegen gegenüber dem Vorjahr und belaufen sich auf 4,2% des Konzernumsatzes. So konnten Lösungskonzepte zur Reduzierung des Schadstoffausstoßes bei Benzin- und Diesel-Motoren erfolgreich am Markt platziert werden. Veritas leistet mit seinen Produkten einen Beitrag zur stetigen Reduzierung der Umweltbelastung und damit zum Schutz und Erhalt der Umwelt.

Die Gruppe verfügt über einen internationalen Produktionsfootprint mit hoher Wertschöpfung zur Herstellung der selbst entwickelten Produkte für den Vertrieb in Europa, Asien und Nordamerika. Insbesondere die Standorte in China und Mexiko sind nahezu vollständig autark aufgestellt.

Im europaweit einzigartigen Prüflabor werden Produkte durch vielfältige Tests und Simulationen verifiziert.

Aus der Konzernzentrale in Gelnhausen heraus werden die Tochtergesellschaften der Veritas AG gesteuert. Ferner sind in der Veritas AG zentrale Funktionen wie z.B. Vertrieb und Entwicklung angesiedelt. Darüber hinaus agiert die Veritas AG als fakturierende Gesellschaft für nahezu das komplette europäische Umsatzvolumen.

II. WIRTSCHAFTSBERICHT

1) Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

a) Weltwirtschaft in Kürze

Für das Jahr 2017 wird mit einem Weltwirtschaftswachstum von 3,8%1 gerechnet. Damit wird die Vorjahresprognose um 0,3% übertroffen. Maßgeblich für dieses Wachstum, welches von nahezu allen großen Volkswirtschaften getragen wurde, sind insbesondere das starke Wachstum in China sowie insgesamt deutlich gestiegene Investitionen. Noch in 2016 von der Rezession gekennzeichnete Schwellenländer, wie beispielsweise Brasilien und Russland, haben ihre Talsohle durchschritten und konnten in 2017 Wachstum aufweisen.

Konjunkturbeflügelnd wirkte in 2017 die unverändert expansiv ausgerichtete Geld- und Finanzpolitik, die in Europa und den Vereinigten Staaten in anhaltend niedrigen Zinsen zum Ausdruck kommt. Darüber hinaus sind befürchtete politische Risiken, beispielsweise der erwartete steigende Protektionismus einzelner Volkswirtschaften, nicht wie erwartet eingetreten.

Da kurzfristig nicht von einer wesentlich anderen Geld- und Finanzpolitik ausgegangen wird, rechnet das Institut für Weltwirtschaft, Kiel, mit einem Weltwirtschaftswachstum von 3,9% für 2018.2 Sowohl die Vereinigten Staaten mit 2,5%3 als auch der Euroraum mit 2,3%4 sollen zum Wachstum beitragen. Während in den Vereinigten Staaten das höhere verfügbare Einkommen wesentlicher Indikator zu sein scheint, sind die Auftragsbücher der Unternehmen im Euroraum ein scheinbar belastbarer Faktor. Das Wachstum in China beharrt nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau.

1 Institut für Weltwirtschaft, Kiel: Konjunkturberichte Nr. 37, S. 2
2 Institut für Weltwirtschaft, Kiel: Konjunkturberichte Nr. 37, S. 7
3 Institut für Weltwirtschaft, Kiel: Konjunkturberichte Nr. 37, S. 8
4 Institut für Weltwirtschaft, Kiel: Konjunkturberichte Nr. 37, S. 8

Für 2019 jedoch wird ein geringeres Wachstum von nur 3,6% erwartet. Die Abflachung des immer noch hohen Wachstums ist insbesondere auf die Erwartung zurückzuführen, dass die expansive Geldpolitik verlangsamt wird.

b) Die Automobilindustrie in Kürze

Der Automobilmarkt hat sich im Geschäftsjahr 2017 erneut positiv entwickelt. Mit Ausnahme des Marktes in den USA, der leicht rückläufig war, leisteten alle wesentlichen Märkte einen Beitrag zum Wachstum5 .

5 VDA Pressemeldung 01/2018 (www.vda.de)

Die nach China und den USA größte Absatzregion - Westeuropa - erzielte ein Wachstum von 2,5% und verbuchte 14,3 Mio. Neuzulassungen. Das Wachstum in Gesamteuropa ist sogar noch etwas stärker und beziffert sich auf 3,3%. Getrieben ist dieses Wachstum unter anderem von den Osteuropäischen Ländern (u.a. Polen, Rumänien, Slowakei und Ungarn) und den Südeuropäischen Ländern (u.a. Italien, Portugal und Spanien). Lediglich Großbritannien und Irland erfassten deutlich rückläufige Abnehmerwerte.

Im größten Einzelmarkt China konnten Zulassungen verzeichnet werden, die das Vorjahr um 2% übertrafen. Somit wurden in China im Jahr 2017 insgesamt 24,2 Mio. Einheiten zugelassen.

Im amerikanischen Light Vehicle Markt bestätigt sich der Trend der Vorjahre erneut. Während das PKW Segment einen Rückgang von 18% (im Vorjahr 9%) registrieren musste, wuchs das Marktfeld der Light Trucks um 2% (im Vorjahr 7%). Insgesamt konnte der Absatz in den USA nicht gesteigert werden und der Markt war um 1,9% rückläufig.

Noch in 2016 waren die für Veritas nicht wesentlichen Märkte in Russland und Brasilien von Rezession gekennzeichnet. In 2017 stiegen die Zulassungszahlen dort wieder deutlich.

2) Geschäftsverlauf

a) Umsatzentwicklung

Die anhaltenden Verunsicherungen im PKW-Käufermarkt hinsichtlich dem Kauf von Dieselfahrzeugen haben überwiegend zum Umsatzrückgang des Veritas Konzerns beigetragen. Gegenüber dem Vorjahr (T€ 619.243) reduzierte sich der Umsatz um 3,7% auf T€ 596.345.

Wachstum verzeichneten die Konzerngesellschaften in China, Mexiko, Bosnien und Neustadt (Deutschland). Die übrigen Gesellschaften hatten rückläufige Umsätze zu verzeichnen. Das internationale Wachstum entspricht der strategischen Ausrichtung des Konzerns.

Analog der Umsatzentwicklung reduzierte sich der Abrufbestand zum Ende des Geschäftsjahres 2017 gegenüber Vorjahr von T€ 392.614 auf T€ 346.111 (-12%) in den Büchern.

Die Umsatzerlöse der Veritas AG reduzierten sich ebenfalls aufgrund der anhaltenden Verunsicherungen im PKW-Käufermarkt hinsichtlich dem Kauf von Dieselfahrzeugen von T€ 648.078 im Geschäftsjahr 2016 um 9,0% auf T€ 589.561 im Geschäftsjahr 2017.

b) Ergebnisentwicklung

An die Ergebnisqualität des Vorjahres konnte nicht angeknüpft werden. Gemessen an den Umsatzerlösen des Konzerns wurden 0,5% Jahresüberschuss (Vorjahr 1,3%) oder T€ 2.587 erwirtschaftet.

Personalaufwendungen, insbesondere im Overhead-Bereich, konnten dem Umsatzrückgang nicht proportional angepasst werden. Ferner wurde Personal an den im Hochlauf befindlichen Standorten aufgebaut, um die anstehenden Produktneuanläufe zu gewährleisten. Im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen führten u.a. höhere Instandhaltungs- und Wartungskosten, Kosten für die Einführung eines neuen ERP-Systems sowie Währungsverluste zu einer Belastung des Ergebnisses. Positiv entgegen wirkten niedrigere Materialkosten, deren Ursache sowohl in anhaltend günstigen Einstandspreisen am Rohstoffmarkt sowie der Optimierung des Materialeinsatzes zu finden sind.

Bei der Veritas AG ist strukturell in der operativen Geschäftstätigkeit eine ähnliche Entwicklung zu registrieren, die zu einem Verlust im Betriebsergebnis führt. Durch das positive Beteiligungsergebnis, welches Dividendenerträge von ausländischen Tochtergesellschaften in Höhe von T€ 7.992 und Ergebnisabführungen inländischer Tochtergesellschaften in Höhe von T€ 3.546 beinhaltet, erzielte die Veritas AG einen Jahresüberschuss von T€ 595, der jedoch unter dem Vorjahreswert liegt.

Insgesamt wurden die Erwartungshaltung der Planung an Profitabilität sowie Umsatzentwicklung in der Veritas AG sowie im Veritas Konzern nicht erfüllt.

3) Lage

a) Ertragslage

Die Ertragslage im Veritas Konzern hat sich wie folgt entwickelt:

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Ertragslage Veritas Konzern 2017 2016 Veränderung
T€ T€ T€ %
Umsatzerlöse 596.345 619.243 (22.898) (3,7)
Gesamtleistung 613.795 633.916 (20.121) (3,2)
Finanzergebnis (2.934) (4.035) 1.101 27,3
Jahresergebnis 2.587 7.825 (5.237) (66,9)

Die Materialeinsatzquote hat sich um 1,5% auf 57,0% erhöht. Hierzu beigetragen haben u.a. Struktureffekte aus gestiegenen Anteilen von Zukaufteilen bei Produkten mit Umsatzsteigerungen sowie semi-fixe Kosten, die dem Umsatzrückgang nicht proportional angepasst werden konnten. Um 1,0% gestiegen ist hingegen die Personalaufwandsquote. Diese beträgt nunmehr 23,4%. Wenngleich in einigen Gesellschaften der Personalabbau zur Optimierung der Produktivität vorangeschritten ist, konnten die Personalkosten im Verwaltungsbereich nicht proportional an die rückläufige Betriebsleistung angepasst werden.

Die folgende Übersicht zeigt die Ertragslage der Veritas AG:

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Ertragslage Veritas AG 2017 2016 Veränderung
T€ T€ T€ %
Umsatzerlöse 589.561 648.078 (58.517) (9,0)
Gesamtleistung 600.163 654.662 (54.499) (8,3)
Finanzergebnis *) 9.201 10.092 (891) (8,8)
Jahresergebnis 593 4.322 (3.729) (86,3)

*) Beinhaltet Erträge und Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen von T€ 3.546 (Vorjahr T€ 3.333)

Beteiligungserträge aus Dividenden und Ergebnisabführungsverträgen liegen zwar unter Vorjahr, jedoch auf hohem Niveau, und führen zu einem hohen positiven Finanzergebnis. In Folge dessen wurde ein Jahresüberschuss erwirtschaftet, wenngleich das operative Ergebnis der Veritas AG negativ ist.

b) Finanzlage

Die Kapitalflussrechnung stellt sich wie folgt dar:

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Finanzlage Veritas Konzern Veritas AG
2017
T€
2016
T€
2017
T€
2016
T€
Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit 8.375 22.238 5.491 12.408
Mittelveränderung aus Investitionstätigkeit (41.302) (28.500) (22.292) (19.802)
Mittelveränderung aus Finanzierungstätigkeit 28.763 14.860 16.981 15.199
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (4.164) 8.598 180 7.806
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 8.606 9 145 (7.661)
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 4.442 8.606 325 145

Die Investitionen in Anlagegüter wurden im Wesentlichen durch die Aufnahme von Fremdkapital finanziert. Bei der Veritas AG führten die Erträge aus dem Beteiligungsbereich zu einem Ausgleich der Zahlungsströme.

Der Finanzmittelfonds entspricht dem auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesenen Bankguthaben per Ende des Geschäftsjahres 2017.

Investitionen

Mit Investitionen in Höhe von T€ 41.492 hat der Veritas Konzern im Geschäftsjahr 2017 das Investitionsvolumen gegenüber dem Vorjahreszeitraum (T€ 30.893) erneut deutlich erhöht.

Neben Investitionen in Technische Anlagen und Maschinen wurden Investitionen in das SAP-Projekt getätigt. Für das Customizing der neuen ERP-Software, dessen Lizenzen bereits im Geschäftsjahr 2016 erworben wurden, investierte die Veritas AG in 2017 mehr als 6 Mio. EUR.

Investitionsschwerpunkte im Bereich der Investitionen waren Anschaffungen zur Bedienung von Kundenneuaufträgen, die ab 2019 zu Umsätzen führen. Hierbei wurde vor allem in China, Mexiko, Bosnien und in der Türkei investiert.

Infrastrukturell wurde im Geschäftsjahr 2017 der Werksneubau in China abgeschlossen.

Die Veritas AG investierte im Geschäftsjahr 2017 insgesamt T€ 26.485 (T€ 29.049). Die Investitionen umfassen neben den aus Konzernsicht geschilderten Schwerpunkten im Bereich der neuen IT-Software auch T€ 14.143 Investitionen in Finanzanlagen von verbundenen Unternehmen.

c) Vermögenslage

Die Vermögenslage des Veritas Konzerns stellt sich 2017 wie folgt dar:

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Vermögenslage Veritas Konzern 31.12.2017 31.12.2016
T€ % T€ %
Anlagevermögen 124.431 45,0 106.279 41,5
Umlaufvermögen 146.105 52,8 140.783 54,9
Aktive Rechnungsabgrenzung 654 0,2 563 0,2
Aktive latente Steuern 5.597 2,0 8.652 3,4
Aktiva 276.787 100,0 256.277 100,0
Eigenkapital 89.774 32,4 93.291 36,4
Lang- und mittelfristiges Fremdkapital 98.589 35,6 66.866 26,1
Kurzfristiges Fremdkapital 88.423 32,0 95.916 37,4
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0,0 204 0,1
Passiva 276.786 100,0 256.277 100,0

Das hohe Investitionsvolumen wurde primär durch die höhere Inanspruchnahme des langfristigen Fremdkapitals in Form der Konsortialkreditlinie finanziert.

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Vermögenslage Veritas AG 31.12.2017 31.12.2016
T€ % T€ %
Anlagevermögen 102.831 47,0 89.825 44,2
Umlaufvermögen 111.529 50,9 106.125 52,2
Aktive Rechnungsabgrenzung 489 0,2 461 0,2
Aktive latente Steuern 4.081 1,9 7.000 3,4
Aktiva 218.930 100,0 203.411 100,0
Eigenkapital 66.908 30,5 69.315 34,1
Lang- und mittelfristiges Fremdkapital 96.905 44,3 63.586 31,3
Kurzfristiges Fremdkapital 55.117 25,2 70.456 34,6
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0,0 54 0,0
Passiva 218.930 100,0 203.411 100,0

Die Ausführungen zum Veritas Konzern gelten für die Veritas AG gleichlautend.

d) Zusammenfassende Aussage über die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Geprägt von rückläufigen Konzernumsätzen konnte das geplante Konzernergebnis nicht erwirtschaftet werden. Angesichts der darüber hinaus stark wachsenden Konzernbilanzsumme aufgrund von Investitionen, die erst ab 2019 zu maßgeblichen Konzernumsätzen führen, reduzierte sich die Eigenkapitalquote des Konzerns auf 32,4%. Das ausgegebene Ziel einer Mindesteigenkapitalquote im Konzern von 35% konnte demnach nicht erreicht werden.

Analog der Entwicklung im Konzern konnte das ausgegebene Umsatzziel der Veritas AG nicht erreicht werden, daraus resultiert auch ein deutlich unter der Erwartungshaltung und dem Vorjahr liegendes Ergebnis.

In den nächsten ein bis zwei Geschäftsjahren wird mit keiner signifikanten Steigerung der Eigenkapitalquote gerechnet. Dies ist auf die hohen Investitionen zur Realisierung der neu gewonnen Aufträge, die ab 2019 zu maßgeblichen Umsätzen führen, zurückzuführen.

4) Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die Steuerung des Veritas Konzerns und der Veritas AG sind die im Folgenden dargestellten finanzwirtschaftlichen Kennzahlen auf Basis des Konzernabschlusses maßgebend:

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2017
%
2016
%
Umsatzrendite vor Steuern 1,6 2,4
Umsatzrendite nach Steuern 0,4 1,3
Materialaufwandsquote*) 57,0 55,5
Personalaufwandsquote*) 23,4 22,4
Eigenkapitalquote 32,4 36,4

*) Bezieht sich auf die Betriebsleistung

Die Veränderungen der Kennzahlen sind im Wesentlichen auf die Umsatz- und Bilanzstrukturveränderungen zurückzuführen.

Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet der Veritas Konzern, auf Grund der erneut wegen der Diesel-Krise rückläufigen Umsatzerlöse eine negative Umsatzrendite nach Steuern in Höhe von etwa 0,5%.

Zusätzlich sind die Finanzkennzahlen gemäß Konsortialkreditvertrag für den Konzern von wesentlicher Bedeutung. Zum Ende des Geschäftsjahrs 2017 beträgt der Nettoverschuldungsgrad 2,1 und die Eigenmittelquote 32%. Im Geschäftsjahr 2018 ist eine leichte Verschlechterung des Nettoverschuldungsgrades wegen rückläufigem Geschäftsvolumen bei relativ hohen Investitionen nicht ausgeschlossen. Die Einhaltung der Finanzkennzahlen erscheint in der Simulation der Planung als wahrscheinlich, aufgrund der Unsicherheit am Markt aber nicht sicher.

5) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

a) Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben

Im Geschäftsjahr 2016 hat sich der Veritas Konzern mit einem Konsortialkredit im Volumen von 150 Mio. € refinanziert. Die bisherige Laufzeit des Vertrages bis 2021 konnte im Laufe des Jahres 2017 um ein Jahr bis 2022 verlängert werden. Sämtliche Auflagen, insbesondere die einzuhaltenden Finanzkennzahlen, des Konsortialkreditvertrages wurden eingehalten.

Die Nettoverschuldung des Konzerns lag etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

Zusätzlich wurde im Geschäftsjahr 2017 eine Aufstockung des Immobilien-Leasingvertrages zur Erweiterung des Standortes Neustadt in Sachsen, Deutschland, vorgenommen. Das Volumen beläuft sich auf etwas mehr als 6 Mio. EUR mit einer Laufzeit von knapp 10 Jahren (1. Mietperiode). Der Immobilien-Leasingvertrag ist untergliedert in zwei Mietperioden von jeweils 15 Jahre, ausgehend vom ursprünglichen Vertrag aus dem Jahr 2012).

Für die Erneuerung der globalen Telekommunikationsanlage wurde ein Sale-and-Miet-back-Vertrag geschlossen. Die Laufzeit des Vertrages im Volumen von circa 2 Mio. € beträgt 6 Jahre.

b) Umweltschutz

In der Automobilindustrie nimmt nachhaltiges Handeln eine herausragende Stellung ein. Bei der Herstellung von Automobilen werden begrenzt verfügbare Materialien verwendet. Energien werden benötigt. Das globale und mehrstufige Lieferantennetzwerk erhöht das Risiko, dass Verletzungen von Sozial- und Umweltstandards eines Unterlieferanten auf den TIER1 und dann den OEM selbst übertragen werden. Um dem entgegenzuwirken, werden vertragliche Mindeststandards vorgeschrieben und Kontrollen (Audits) entlang der Lieferkette durchgeführt.

Veritas nimmt Nachhaltigkeit bereits seit vielen Jahren ernst und arbeitet aktiv an Verbesserungsprozessen. Über internationale einschlägige Normen werden die Themen der Nachhaltigkeit systematisch in das gesamte Unternehmen eingebettet. Seit 2002 ist ein Umweltmanagement nach DIN EN ISO 14001 zertifiziert, gefolgt vom Energiemanagement nach DIN EN ISO 50001 für die deutschen Werke. Ende 2017 erfolgte das Zertifizierungsaudit zum Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagementsystem nach OHSAS 18001 für die Werke der Veritas AG.

Veritas hat einen Code of Conduct etabliert, in dem Sozialstandards und wirtschaftlich korrektes Verhalten (Korruption & Kartell) geregelt sind.

Veritas setzt sich Ziele, um Umweltbelastungen immer weiter reduzieren zu können.

c) Logistik

Während des Geschäftsjahres 2017 wurde die Aktivität der Dezentralisierung der Logistikverantwortung abgeschlossen. Parallel wurden wesentliche Logistikströme umgestellt; hierzu zählt insbesondere die Direktbelieferung des Standortes in Kunshan, China, durch Lieferanten sowie die Umstellung eines Großkunden auf Direktbelieferung aus dem Werk Ungarn.

Die Kosten für Sonderfahrten im Konzern konnten auf Basis gesteigerter Performance erneut gegenüber Vorjahr reduziert werden.

Bereits im 2. Halbjahr 2017 wurde mit der baulichen Erweiterung des Standortes in Neustadt, Deutschland begonnen. Die Erweiterung des Standortes umfasst insbesondere Logistikflächen zur Optimierung der Logistikabläufe- und kosten, deren Wirkung in 2018 eintreten werden.

d) Produktion

In einem für Veritas bedeutenden Wachstumsmarkt in China wurde bereits in 2016 mit dem Bau eines weiteren modernen Werkes begonnen. Die Bauphase konnte planmäßig gegen Ende des Geschäftsjahres 2017 abgeschlossen werden. Unmittelbar nach Abschluss der Bauaktivitäten wurde mit dem Bezug des Gebäudes mit Maschinen und Technischen Anlagen begonnen, mit deren Einsatz der chinesische Markt mit einer wesentlich höheren Wertschöpfungstiefe bedient werden kann.

In der Türkei wurde im Verlauf des Geschäftsjahres 2017 eine Zweitniederlassung gegründet. Für die Belieferung des lokalen Marktes wurde bereits mit der Errichtung einer neuen Produktionshalle begonnen, die nach Fertigstellung angemietet wird und im ersten Quartal 2018 mit Maschinen und Technischen Anlagen beschickt werden wird.

Der Fertigungsstandort in Bosnien-Herzegowina konnte die Bauphase bereits zu Beginn des Geschäftsjahres 2017 abschließen und beschäftigte sich im Geschäftsjahr 2017 mit der Inbetriebnahme einiger neuer Produktionsprozesse. Für das kommende Geschäftsjahr wird mit einer deutlichen Erhöhung der Betriebsleistung dieses Standortes gerechnet. Analog der Umsetzung in den Werken Türkei und China erhöht sich die Wertschöpfungstiefe lokal.

Expansive Entwicklung ist für den Standort Neustadt (Deutschland) zu verzeichnen. Die Erweiterung des bestehenden Werkes wurde im zweiten Halbjahr 2017 beauftragt. Im Geschäftsjahr 2018 sollen die Bauaktivitäten abgeschlossen sein, sodass in Folge dessen neben einer höheren Betriebsleistung auch Optimierungen der Logistik und deren Kosten erzielt werden können.

Die Standorte in Gelnhausen (Deutschland) und Ungarn sowie Österreich spüren den Rückgang im Diesel-Segment am deutlichsten. Rückläufig entwickelt sich ebenfalls der Standort Benshausen (Deutschland).

Die im Geschäftsjahr 2016 gestartete Implementierung der Lean-Management-Methodik wurde im Jahr 2017 weiter ausgerollt und speziell die Bereiche Shopfloormanagement und QRQC (QuickResponseQualityControl) sowie GPS (Gemba-ProblemSolving) an den Produktionsstandorten weiterentwickelt.

Angesichts der insgesamt guten konjunkturellen Lage sind einige Werke des Konzerns unvermindert mit höherer Fluktuation und Schwierigkeiten bei der Personalbeschaffung von Fach- und Produktionspersonal konfrontiert.

e) Beschaffungsmarkt

Das Einkaufsvolumen für produktives Material, Energie, Investitionen und Leistungen aller Art lag 2017, um konzerninternes Geschäft bereinigt, unter dem Einkaufsvolumen 2016 analog zur Umsatzentwicklung.

Im Jahr 2017 wurde der Einkauf umorganisiert nach Aufgaben in Projekteinkauf, Category Management, Werkseinkauf und Prozesse & Systeme. Diese Organisation führt zur Fokussierung auf die Themen Lieferantenmanagement, strategische Auswahl für neue Projekte sowie Prozessoptimierung und dadurch Erhöhung der Einsparungen im Seriengeschäft. Dies zeigte bereits in 2017 Wirkung, was sich in den einzelnen Materialgruppen widerspiegelt.

Am Markt für chemische Rohstoffe kam es zu Beginn des Jahres aufgrund von Wartungsarbeiten und umweltpolitischen Maßnahmen aus dem chinesischen Markt zu Engpässen und Preissteigerungen besonders bei Butadien und Caprolactam, die teils bis Ende des Jahres anhielten. Begünstigt wurde das hohe Preisniveau ab Sommer durch eine schwere Hurrikan-Saison in Nordamerika. Hier kam es ebenfalls zu Produktionsausfällen durch höhere Gewalt, die das Angebot schmälerten.

Der Rohölpreis zeigt sich weitgehend stabil und hatte 2017 nur wenig Einfluss auf den Rohstoffmarkt. Die vorhandenen Bestände wurden kontinuierlich abgebaut. Seit September 2017 zeigt die Drosselung der Rohölförderrate Wirkung, was zu einer Preissteigerung zum Jahresende führte.

Als strategische Maßnahme wurde besonders im Bereich der Zukaufmischungen eine Make or Buy Analyse durchgeführt. Daraus erfolgte Umstellungen haben zur Ergebnisoptimierung beigetragen. Im Bereich Kunststoffe und Mischereibedarfe kam eine großangelegte Benchmark-Analyse zum Tragen. Hieraus sind Erkenntnisse über das Marktpreisniveau und die Wettbewerbsfähigkeit der eingesetzten Materialien gewonnen worden.

Im Bereich der Zukaufteile konnten Preisreduzierungen von bis zu 3,5% erzielt werden. Gründe dafür sind zum einen Bündelungsmaßnahmen, die aus der Neuorganisation des Einkaufs mit stärkerem Strategie-Fokus erzielt wurden und zum anderen die Neuvergabe von Bedarfen an kostengünstigere Lieferanten. Auch die konsequente Vergabe von Neugeschäften mit zukünftigem Produktionsbeginn bei strategisch ausgewählten Lieferanten hat zur Preisreduzierung beigetragen. Bei metallischen Rohstoffen gab es unterschiedliche Preisbewegungen. Im Aluminium-Markt erhöhte sich der Preis im Durchschnitt um 15%, während der Stahlmarkt stabil blieb. Einflüsse aus den Rohstoffmärkten konnten im Zukaufteile-Bereich wegverhandelt werden.

Durch die Erweiterung der Produktpalette kam es auch weiterhin zu einem hohen Bedarf an Investitionen in Maschinen und verkettete Anlagen sowie einem erhöhten Einkaufsumsatz bei projektgebundenen Werkzeugen. Aufgrund des kontinuierlich hohen Bedarfs wurde Wert auf die Ausweitung der Lieferantenbasis passend zum globalen Produktionsnetzwerk der Veritas AG gelegt. Im Jahr 2016 aufgebaute Lieferanten wurden gezielt weiterentwickelt mit dem Fokus lokale Verfügbarkeit und Betreuung. Wie geplant konnten in 2017 die neuen Lieferanten im Bereich der Fertigungswerkzeuge erfolgreich entwickelt und die erwarteten Potenziale realisiert werden. Der Trend zur Beauftragung von Werkzeuglieferanten weltweit geht in Europa (Italien und Portugal) und außerhalb Europas (China) auch in 2018 weiter.

Die Energiekosten sind im Teilkonzern von 2016 zu 2017 um 5-10%, wie bereits im Vorjahr erwartet, gestiegen. Grund dieser Preissteigerungen ist eine enorme Erhöhung der EEG-Umlage und der Kommunalzulage.

f) Personal- und Sozialbereich

Die vier jüngsten Konzerngesellschaften in der Türkei, China, Bosnien und Neustadt (Deutschland) verzeichneten gegenüber dem Vorjahr Personalaufbau. Insbesondere in Neustadt (Deutschland) und China wurde bereits im Geschäftsjahr 2016 das Umsatzvolumen gegenüber Vorjahr deutlich erhöht. In Bosnien wurde zum Ende des Geschäftsjahres Produktion von anderen Standorten im Rahmen der Verlagerung aufgenommen.

Insgesamt verringerte sich der Personalbestand von 3.661 auf 3.527 Mitarbeiter um 3,7%. Die Zahl der beschäftigten Leiharbeitnehmer erhöhte sich von 789 zu Beginn des Jahres auf 950 zum Ende des Jahres. Folglich erhöhte sich der Gesamtpersonalbestand von 4.450 um 27 oder 0,6% auf 4.477.

Im Jahresdurchschnitt 2017 waren 3.516 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Beschäftigungsverhältnisse verteilten sich wie folgt auf die Konzerngesellschaften:

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Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter zum 31. Dezember 2017
Veritas AG, Gelnhausen 1.454
Veritas Dunakiliti Kft., Dunakiliti/Ungarn 648
Veritas Sachsen GmbH, Neustadt in Sachsen 296
Veritas Thüringen GmbH, Benshausen 398
Automotive Veritas de México S.A. de C.V., Puebla/Mexiko 238
Veritas Austria GmbH, Mieders/Österreich 173
Veritas Automotive System (Kunshan) Co. Ltd., VR China 114
Veritas Automotive Bosna i Hercegovina d.o.o., Sarajevo 103
Veritas Otomotiv Sanayi Ltd.Sti., Cerkezköy-Tekirdag/Türkei 103
  3.527

III. ERKLÄRUNG ÜBER DIE UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Der Vorstand hat sich in seiner Sitzung vom 23. Oktober 2017 mit der Umsetzung der Frauenquote auf der 1. und 2. Ebene unterhalb des Vorstands befasst und beschlossen, aufgrund der Nichterreichung der bisherigen Zielgröße von 12,3% wegen Abgängen von Frauen auf beiden Ebenen, die derzeitige Zielgröße für die 1. und 2. Ebene unterhalb des Vorstands beizubehalten. Als Zielerreichungsfrist wurde der 30. Juni 2021 beschlossen.

Am 4. Juli 2017 hat der Aufsichtsrat beschlossen, den derzeitigen Frauenanteil von 16,67% im Aufsichtsrat und von 33,33% im Vorstand bis zum 30. Juni 2022 zu belassen.

IV. BERICHT ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG MIT IHREN WESENTLICHEN CHANCEN UND RISIKEN

Angesichts der rückläufigen Verkaufszahlen von Dieselfahrzeugen erwartet die Veritas Gruppe im Geschäftsjahr 2018 einen um mindestens 3% geringeren Umsatz als im Geschäftsjahr 2017. Wachstum wird in den Regionen Asien und Amerika als hinreichend sicher bewertet, sodass in Folge dessen der Markt in Europa für den Veritas Konzern überproportional schrumpft. Hierbei ist bereits berücksichtigt, dass der Anteil an Produkten zur Emissionsreduzierung deutlich steigt.

Die Erwirtschaftung eines positiven Jahresüberschusses und damit die Optimierung der Eigenkapitalquote ist angesichts des für Veritas rückläufigen Marktes samt einer deutlichen Verlagerung des Produktionsfootprint innerhalb Europas das oberste Ziel der Gruppe.

Niedrige Fremdkapitalzinsen und Rohstoffpreise und ein starker US-Dollar waren auch in 2017 Faktoren, die zur Entwicklung der Veritas Gruppe positive Beiträge geleistet haben. Die intensive Beobachtung der Entwicklung dieser Rahmenparameter und ein zielgerichtetes Gegensteuern im Jahr 2018 sind wesentlich für das Erreichen der gesteckten Ziele.

Für das Geschäftsjahr 2018 wird mit einer EBIT-Marge im Konzern in Höhe von circa 1-2% gerechnet. Die Veritas AG rechnet mit einem positiven EBIT, das jedoch deutlich unter dem EBIT aus 2017 liegen wird.

1) Risikomanagement

Die Identifizierung, Analyse und Bewertung von Risiken erfolgt im Veritas Konzern auf Basis eines konzernweiten Risikomanagementsystems. Über die identifizierten Risiken, deren mögliche Auswirkungen, wie auch Gegensteuerungsmaßnahmen, wird regelmäßig berichtet. Die Darstellung der Entwicklung und Lage des Konzerns erfolgt durch regelmäßige Finanzberichterstattung und bildet einen maßgeblichen Bestandteil des Risikomanagements.

Der Aufsichtsrat überwacht die Wirksamkeit des Systems sowie abgeleitete Maßnahmen und ist in das regelmäßige Informationssystem eingebunden.

2) Umfeld- und Branchenchancen und -risiken

Die seit nunmehr drei Jahren zu verzeichnenden Unruhen im Absatzmarkt von PKWs mit Verbrennungsmotoren und insbesondere Dieselfahrzeugen gehen nicht spurlos an der Veritas Gruppe vorüber. Drohende Fahrverbote und politisch gestützte Subventionsprogramme zum Erwerb von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben führen zu einem deutlichen Rückgang der Dieselzulassungszahlen.

Wenngleich der Verbrennungsmotor aus Sicht der Veritas Gruppe noch einige Fahrzeuggenerationen eingesetzt werden wird, erwartet der Veritas Konzern kurz- bis mittelfristig weitere Umsatzreduzierungen aufgrund rückläufiger Zulassungszahlen.

Zugleich öffnet sich die Perspektive zum Einsatz von Veritas Produkten in Fahrzeugen mit alternativen Antrieben. Die Verschärfung gesetzlicher Abgasnormen ermöglicht der Veritas Gruppe die konzernweit vorhandene Materialkompetenz weiter zu veredeln und Produkte zu entwickeln, die der Einhaltung dieser Grenzwerte dienen. Auch die Entwicklung und Herstellung von Leichtbau-Produkten die der Gewichtsreduzierung, und damit mittelbar der Emissionsreduzierung dienen, stellen Chancen dar.

An der Intensität des Wettbewerbes im Automobilzulieferbereich hat sich nichts verändert. Die unveränderte Strategie der Veritas Gruppe ist als international ausgerichteter Systemlieferant, hochanspruchsvolle und technologisch führende Produkte zu entwickeln, zu produzieren und zu liefern. Die kontinuierliche Erfüllung dieses hohen Anspruchs birgt naturgemäß Risiken im Entwicklungs- und Herstellungsprozess.

3) Abhängigkeit von Lieferanten

Das steigende Preisniveau im Rohölmarkt stellt eine Prämisse für Preissteigerungen besonders bei veredelten Produkten dar. Von der OPEC wird eine einheitliche und beständige Linie zu den bestehenden Drosselungen erwartet. Auch sind von der chinesischen Regierung weiterhin Einschränkungen der Produktionsauflagen besonders im Winter zu erwarten, was wiederum Auswirkungen auf die Rohstoffpreise haben kann. Diese Drosselungen beim Angebot treffen auf eine weiterhin starke Nachfrage nach Rohstoffen aufgrund der guten Weltkonjunktur. Aufgrund der im Mai 2018 in Kraft tretenden REACH-Verordnung kommt auf die Rohstoffproduzenten ein Mehraufwand durch die Registrierung relevanter Stoffe zu, was sich auch im Preis widerspiegeln kann. Daraus abgeleitet wird eine weiterhin angespannte Situation im Markt für Rohstoffpreise mit Tendenz zu Preissteigerungen sowohl im Chemie- als auch Metall-Bereich erwartet.

Rohstoffe des Veritas Konzerns sind veredelte Rohstoffe und nicht börsennotiert. Aus diesem Grund ist Rohstoff-Hedging nicht umsetzbar.

Das Risiko der Abhängigkeit von Rohmateriallieferanten wird aufgrund unseres hochspezialisierten Produktportfolios nie vollständig durch eine zweite Quelle abgewendet werden können, wenngleich kontinuierliche Prüfungen zum Insourcing von Mischungen bzw. zur Freigabe alternativer Rohstofflieferanten erfolgen.

Durch die Neuausrichtung des Einkaufs wird in 2018 die Einführung einer strukturierten Lieferantenstrategie zur Bündelung von Bedarfen und gezielten Lieferantenauswahl über den gesamten Konzern verfolgt. Eine zentrale Rolle spielt dabei, die globale Ausrichtung der Veritas zu nutzen und verstärkt mit weltweiten Ausschreibungen zu arbeiten, um den Wettbewerb zwischen den Lieferanten auszunutzen. Auch die konsequente Lokalisierung von Bezugsquellen zur Nutzung kurzer Transport- und Kommunikationswege sowie zur Verbesserung der Kostensituation wird weiter vorangetrieben. Diese Maßnahmen werden somit auch zu einer Reduzierung der Einstandspreise bzw. zur Vermeidung von Preisanstiegen beitragen. Bei metallischen Zukaufteilen sowie im indirekten Bereich wird ein Projekt zur Optimierung des Beschaffungsprozesses durch Bündelung von standardisierten Teilen zu weiteren Preisreduzierungen führen.

Im Bereich Investitionen für Werkzeuge und Anlagen sowie projektgebundene Anlagen wird die gezielte Lieferantenentwicklung weitergeführt im Hinblick auf globale Anfragen und Gesamtkostenoptimierung.

Für 2018 werden keine Entlastungen im Energiesektor erwartet. Trotz einer marginalen Senkung der EEG-Umlage für das Jahr 2018 wird es zu einer Preiserhöhung aufgrund gestiegener Einstandspreise kommen. Langfristig geschlossene Energieversorgungsverträge führten in der Vergangenheit zu leicht rückläufigen Einstandspreisen. Diese Verträge liefen 2017 aus und mussten zu aktuellen Konditionen neu abgeschlossen werden.

Die Risiken aufgrund von zunehmendem Protektionismus einiger Länder sind zurückgegangen und es werden für 2018 keine negativen Änderungen bei Zöllen oder ähnlichem erwartet.

4) Finanzrisiken

Risiken aus Währungskursveränderungen, die unter anderem politisch geprägt sein können, sind Bestandteil des Geschäftsmodells der Veritas Gruppe. Mit Wachstumsstandorten in China, Mexiko und der Türkei weitet sich das Risiko sukzessive aus. Dank eines aktiven Fremdwährungsmanagements wird durch die zielgerichtete Nutzung und den Abschluss von Währungssicherungsgeschäften eine Risikoreduzierung erreicht.

Das seit einiger Zeit anhaltende Zinstief an den Geld- und Finanzmärkten, insbesondere auch im Euro-Raum mit teilweise negativen EURIBOR-Referenzzinssätzen, hat für Veritas als kreditaufnehmende Einheit bzw. kreditaufnehmendes Unternehmen eine spürbar geringere Zinsbelastung zur Folge. Für den variabel verzinsten Teil des vom Veritas Konzern aufgenommenen Fremdkapitals würde sich eine signifikante Erhöhung der Geldmarktsätze (EURIBOR) nachteilig in Form von höheren Zinsaufwendungen auswirken. Die Geldpolitik und Verlautbarungen der Europäischen Zentralbank lassen einen solchen Zinsanstieg am Geldmarkt für die kurze bis mittlere Frist als äußerst unwahrscheinlich erscheinen. Mit Abschluss der Konsortialfinanzierung bereits in 2016 hat sich die Veritas Gruppe die günstigen Konditionen mittelfristig gesichert.

Bei den Vorsorgen für Pensionsansprüche resultiert aus diesem Niedrigzinsumfeld allerdings ein erheblicher Mehraufwand, wenngleich dieser aufgrund einer Gesetzesänderung für das Jahr 2016 einmalig abgemildert wurde.

Hinsichtlich der Risiken im Zusammenhang mit Haftungsverhältnissen und Finanzderivaten wird auf die Angaben im Anhang verwiesen. Grundsätzlich setzt die Veritas Gruppe Finanzderivate zur Absicherung gegen Risiken aus Währungskursschwankungen ein und verfolgt dabei das Ziel der Budgeteinhaltung, d.h. weder Währungsgewinne noch Währungsverluste zu generieren. Im Währungsportfolio befinden sich die Landeswährungen der Konzerngesellschaften (Mexikanische Peso, Chinesische Renminbi, Türkische Lira, Ungarische Forint) sowie US Dollar. Finanzinstrumente werden nicht zu spekulativen Zwecken eingesetzt, verfügen grundsätzlich über einen Bezug zu einem Grundgeschäft und werden ausschließlich durch die Konzernzentrale eingegangen. Dem Kontrahenten- und Adressenrisiko wird durch die Auswahl wirtschaftlicher stabiler Geschäftspartner Rechnung getragen. Darüber hinaus erfolgt eine Risikostreuung durch die Kontrahierung mit allen Kreditinstituten aus dem Konsortialbankenkreis.

Die Veritas Gruppe hat gemäß dem Konsortialkreditvertrag, der im vergangenen Jahr durchschnittlich zu weniger als der Hälfte in Anspruch genommen wurde, bestimmte Finanzkennzahlen zu definierten Stichtagen einzuhalten.

5) Einschätzung zur Gesamtchancen- und risikosituation

Negative Einflüsse aus gesamtwirtschaftlichen, politischen und branchenspezifischen Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind naturgemäß nicht auszuschließen. Besonders die bestehende Unsicherheit im Konsumverhalten bezüglich Dieselfahrzeugen bzw. Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor generell stellt derzeit ein wesentliches Risiko dar. Durch präventives Handeln, einem aktiven Risikomanagementsystem sowie der zielgerichteten Nutzung von Sicherungsgeschäften zur Absicherung von Zinskurs,- Wechselkurs- und Rohstoffpreisschwankungen wird die Risikoposition der Veritas Gruppe minimiert.

Für die Abdeckung des Finanzmittelbedarfes und die Aufrechterhaltung der Konditionen ist es zwingend erforderlich, dass die Finanzkennzahlen und sonstigen Kreditauflagen eingehalten werden.

Ein stabiles Marktumfeld gepaart mit antriebsartunabhängigen Produktbedarfen zur Emissions- und Gewichtsreduzierung bietet Wachstumschancen für die Veritas Gruppe, an denen durch zielgerichtete Investitionen partizipiert werden soll. Die derzeitigen Marktpreise, sowohl für Rohstoffe als auch im Zinsumfeld, begünstigen die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

V. BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

Der Vorstand erklärt gem. § 312 Abs. 3 AktG, dass unsere Gesellschaft bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.

 

Gelnhausen, 30. April 2018

gez. Lucie Toscani CSO / Vorstandsprecherin

gez. Dr. Matthias Häberle CFO

gez. Uwe Hehl COO

GLEICHSTELLUNGSBERICHT der Veritas AG (gem. §§21, 22 Entgelttransparenzgesetz)

Veröffentlichung im Jahr: 2018 (erster Bericht), Bezugszeitraum: 2016

I. Statistische Angaben gem. §21 Abs. 2 Entgelttransparenzgesetz

Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten der Veritas AG betrug im Jahr 2016 insgesamt 1.556 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese Zahl beinhaltet die fest Angestellten, befristet Beschäftigten und Auszubildenden. Ausgenommen hiervon sind Leihpersonal und Vorstand. Im Einzelnen ergab sich folgende Verteilung:

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Vollzeit Teilzeit
weiblich 392 234
männlich 911 19
Summen 1.303 253

II. Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und deren Wirkungen

Die Veritas AG ist Teil des international tätigen Konzerns der Poppe-Veritas Gruppe. In der Veritas AG arbeiten Menschen aus 31 verschiedenen Nationen in einer Altersspanne zwischen 16 und 65 Jahren. Wir fördern insbesondere den länderübergreifenden Einsatz und Unternehmenswechsel von Kolleginnen und Kollegen innerhalb des Konzerns sowie den Einsatz von schwerbehinderten, gleichgestellten und leistungsgewandelten Menschen. Wir sind davon überzeugt, dass diese Vielfalt in den Zeiten des demografischen Wandels unser Unternehmen stärkt und bereichert. In diesem Sinne fördert die Veritas AG auch die Gleichstellung von Frauen und Männern.

Im Jahr 2016 lag der Fokus auf der Vereinbarkeit von Beruf und Familie/Pflege sowie auf der Vereinbarkeit von Beruf und Gesundheit. Hierzu hat sich die Veritas AG mit verschiedenen Angeboten engagiert:

Schwerpunkt Vereinbarkeit:

Individuelle, fixe oder flexible Teilzeitmodelle (bis zu 90 verschiedene Varianten) zur Ermöglichung der Vereinbarkeit individueller Betreuungsmodelle

Abschluss flexibler und individueller Vereinbarungen zur Vereinbarkeit von Arbeit und häuslichen Pflegeaufgaben

Option zur Aufteilung der Elternzeit in mehr oder flexiblere Abschnitte als vom BEEG vorgesehen

Möglichkeit der Arbeit im Homeoffice und mobile Office

Angebote für Ferienspiele in ausgewählten Wochen der hessischen Sommerferien

Informationsplattform für Kolleginnen und Kollegen in der Elternzeit

Schwerpunkt Beratung, Bewusstsein:

Kooperation mit einem externen Partner zur Individuellen Mitarbeiterberatung, d.h. einer Psychosozialberatung zur Unterstützung und Begleitung in sämtlichen beruflichen (z.B. Konflikte, Mobbing, Überlastung usw.) und privaten Not- und Problemsituationen (z.B. Trauer, Trennung, Scheidung, finanzielle Nöte, Probleme mit Kindererziehung, Sucht oder Krankheit)

Kooperation mit dem Pflegestützpunkt vor Ort zur Beratung und Begleitung von Kolleginnen und Kollegen in familiären Pflegesituationen

Coaching und Supervision für Führungskräfte

Trainings für Führungskräfte zur gesundheitsgerechten Führung unter Berücksichtigung der Regelungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes

Schwerpunkt Außen- und Vorbildwirkung:

zwei weibliche Mitglieder im Aufsichtsrat

eine Vorständin im Vorstandsteam

weibliche und männliche Führungskräfte in Teilzeit und/oder Elternzeit als Vorbilder

genderneutrale Bild- und Wortsprache im Print- und Internetauftritt sowie in der unternehmensinternen Kommunikation

III. Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer

Auch im Hinblick auf die Vergütung ist es für Veritas AG selbstverständlich, Frauen und Männer gleich zu behandeln. Die Entgeltfindung erfolgt sowohl im tariflichen als auch im außertariflichen Bereich auf Basis geschlechtsneutraler Kriterien.

Die Eingruppierung und Vergütung tariflicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Veritas AG erfolgt nach den flächentariflichen Regelungen für die Kautschukindustrie der Länder Hessen, Niedersachen, Rheinland-Pfalz und Saarland. Die Eingruppierung einer Funktion richtet sich ausschließlich nach dem Anspruchsniveau der auszuübenden Tätigkeit. Die entgeltliche Bewertung neu beschriebener und zu besetzender Funktionen erfolgt bei Veritas geschlechtsneutral im Rahmen eines systematisierten und institutionalisierten Prozesses unter Beteiligung des Betriebsrats.

Die Festlegung der Entgelte für außertarifliche und Top-Führungsfunktionen erfolgt durch den Vorstand nach den folgenden, geschlechtsneutralen Kriterien: Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz, Umfang der Mitarbeiterführung, Verantwortungs- und Handlungsspielraum, Denk- und Kommunikationsanforderungen, berufliche Erfahrung sowie aktuelle, lokale Verfügbarkeit der entsprechenden und vergleichbarer Qualifikation am Markt.

Einmal jährlich findet eine Überprüfung der Entgelte aller außertariflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Veritas AG statt. Die Entscheidungen zur Entgeltentwicklung trifft der Vorstand geschlechtsneutral auf Basis von Leistungsbeurteilungen der Führungskräfte sowie der Erreichungsquote persönlicher und Unternehmensziele.

Bilanz zum 31. Dezember 2017

- unter Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen -

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31. Dezember 2017
31. Dezember 2016
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 529.430,10 383.732,10
2. Geleistete Anzahlungen 9.661.117,40 2.916.224,27
  10.190.547,50 3.299.956,37
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.818.976,28 21.588.885,28
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.030.463,00 16.314.526,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.562.771,00 7.435.151,68
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.426.059,97 601.914,35
  40.838.270,25 45.940.477,31
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 29.146.681,23 29.146.681,23
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 22.655.218,35 11.437.500,00
  51.801.899,58 40.584.181,23
  102.830.717,33 89.824.614,91
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 12.628.641,00 14.046.658,00
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 6.546.229,00 6.382.037,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 14.238.072,44 12.499.257,03
4. Geleistete Anzahlungen 2.761.673,36 1.299.903,67
  36.174.615,80 34.227.855,70
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 45.539.147,49 44.439.236,20
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 25.108.898,39 25.102.013,21
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.381.042,81 2.210.386,51
  75.029.088,69 71.751.635,92
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 325.311,79 145.040,75
  111.529.016,28 106.124.532,37
C. Rechnungsabgrenzungsposten 489.380,92 461.272,24
D. Aktive latente Steuern 4.081.000,00 7.000.000,00
  218.930.114,53 203.410.419,52

Passivseite

   
  31. Dezember 2017
31. Dezember 2016
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 12.000.000,00 12.000.000,00
II. Gewinnrücklagen    
1. Gesetzliche Rücklage 1.200.000,00 1.200.000,00
2. Andere Gewinnrücklagen 14.470.000,00 14.470.000,00
  15.670.000,00 15.670.000,00
III. Bilanzgewinn 39.237.919,16 41.644.628,69
  66.907.919,16 69.314.628,69
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 21.309.919,00 20.686.013,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 529.200,00
3. Sonstige Rückstellungen 25.318.617,71 34.075.867,09
  46.628.536,71 55.291.080,09
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 75.520.164,08 42.824.802,09
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.272.194,53 24.835.501,99
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.076.187,87 8.958.294,18
4. Sonstige Verbindlichkeiten    
-davon aus Steuern: € 1.085.906,10 (Vorjahr: € 1.659.973,81) -    
-davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 115.653,34 (Vorjahr: € 63.013,40) - 1.525.112,18 2.132.112,48
  105.393.658,66 78.750.710,74
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 54.000,00
  218.930.114,53 203.410.419,52

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

- unter Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen -

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2017
2016
1. Umsatzerlöse 589.560.859,50 648.078.099,98
2. Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 135.933,00 ./. 3.352.203,00
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 2.170.254,00 0,00
  591.867.046,50 644.725.896,98
4. Sonstige betriebliche Erträge    
-davon aus Währungsumrechnung: € 1.105.002,92 (Vorjahr € 771.506,32) - 8.295.714,56 9.936.049,99
  600.162.761,06 654.661.946,97
5. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 413.444.484,06 455.229.671,87
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 42.576.881,55 45.360.893,48
  456.021.365,61 500.590.565,35
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 70.820.482,27 71.118.841,54
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung    
-davon für Altersversorgung: € 157.709,15 (Vorjahr € 269.370,28) - 13.327.672,69 13.190.778,50
  84.148.154,96 84.309.620,04
7. Abschreibungen    
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 9.985.269,64 10.346.700,50
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen    
-davon aus Währungsumrechnung: € 362.874,94 (Vorjahr € 759.491,94) - 55.609.704,48 64.086.339,30
  ./. 5.601.733,63 ./. 4.671.278,22
9. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 4.295.099,43 3.332.843,63
10. Erträge aus Beteiligungen    
-davon aus verbundenen Unternehmen: € 7.992.390,85 (Vorjahr € 9.877.545,76) - 7.992.390,85 9.877.545,76
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens    
-davon aus verbundenen Unternehmen: € 617.757,96 (Vorjahr € 805.761,81) - 617.757,96 805.761,81
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge    
-davon aus verbundenen Unternehmen: € 137.982,42 (Vorjahr € 261.841,58) - 138.326,12 480.983,02
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen    
-davon an verbundene Unternehmen: € 0,00 (Vorjahr € 68.105,99) - 3.093.864,19 4.405.269,27
-davon Aufzinsung von Rückstellungen: € 1.757.056,00 (Vorjahr € 565.210,00) -    
14. Aufwendungen aus Verlustübernahme 749.154,31 0,00
  9.200.555,86 10.091.864,95
  3.598.822,23 5.420.586,73
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.868.289,66 988.376,00
-davon Aufwendungen aus der Veränderung latenter Steuern:
€ 2.919.000,00 (Vorjahr € 300.000) -
   
16. Ergebnis nach Steuern 730.532,57 4.432.210,73
17. Sonstige Steuern 137.242,10 110.388,37
18. Jahresüberschuss 593.290,47 4.321.822,36
19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 38.644.628,69 37.322.806,33
20. Bilanzgewinn 39.237.919,16 41.644.628,69

Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2017

- unter Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen -

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31. Dezember 2017
31. Dezember 2016
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 769.600,87 683.585,44
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 252.521,68
3. Geleistete Anzahlungen 9.661.117,40 2.916.224,27
  10.430.718,27 3.852.331,39
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 39.463.383,89 36.734.177,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 47.688.512,16 40.347.342,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.975.412,36 17.387.597,75
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.688.232,00 2.991.430,52
  108.815.540,41 97.460.548,09
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 81.904,32 81.904,32
2. Sonstige Ausleihungen 5.102.434,51 4.884.046,23
  5.184.338,83 4.965.950,55
  124.430.597,51 106.278.830,03
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 28.777.054,10 28.901.534,56
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 11.470.251,53 8.357.771,26
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 18.868.534,56 16.949.356,10
4. Geleistete Anzahlungen 4.262.558,05 6.193.429,84
  63.378.398,24 60.402.091,76
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 62.037.034,26 58.902.295,41
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.224.142,54 426.945,18
3. Sonstige Vermögensgegenstände 15.022.619,98 12.445.465,81
  78.283.796,78 71.774.706,40
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.442.792,34 8.606.428,84
  146.104.987,36 140.783.227,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 654.315,19 562.926,18
D. Aktive latente Steuern 5.596.836,98 8.652.393,04
  276.786.737,04 256.277.376,25

Passivseite

   
  31. Dezember 2017
31. Dezember 2016
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 12.000.000,00 12.000.000,00
II. Gewinnrücklagen    
1. Gesetzliche Rücklage 1.200.000,00 1.200.000,00
2. Andere Gewinnrücklagen 11.481.812,62 11.481.812,62
  12.681.812,62 12.681.812,62
III. Bilanzgewinn 73.515.080,98 73.927.696,14
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung ./. 8.422.799,66 ./. 5.318.612,63
  89.774.093,94 93.290.896,13
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 3.097.627,99 3.934.238,40
C. Sonderposten für Investitionszulagen zum Anlagevermögen 166.921,41 330.450,68
D. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 21.309.919,00 20.686.013,00
2. Steuerrückstellungen 1.498.222,40 4.240.236,59
3. Sonstige Rückstellungen 34.230.083,12 42.435.876,99
  57.038.224,52 67.362.126,58
E. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 75.520.164,08 42.824.802,09
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 41.382.753,61 33.392.307,20
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.012.453,83 5.450.064,81
4. Sonstige Verbindlichkeiten    
-davon aus Steuern: € 2.133.515,59 (Vorjahr: € 3.897.182,56) -    
-davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 1.306.742,39 (Vorjahr: € 1.105.656,64) - 4.794.497,66 9.488.490,36
  126.709.869,18 91.155.664,46
F. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 204.000,00
  276.786.737,04 256.277.376,25

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

- unter Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen -

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2017
2016
1. Umsatzerlöse 596.344.989,63 619.243.327,99
2. Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen ./. 707.338,11 ./. 5.583.513,40
3. Aktivierte Eigenleistungen 2.170.254,00 0,00
  597.807.905,52 613.659.814,59
4. Sonstige betriebliche Erträge    
-davon aus Währungsumrechnung: € 6.024.706,86 (Vorjahr € 7.093.247,81) - 15.986.946,22 20.256.437,87
  613.794.851,74 633.916.252,46
5. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 316.432.413,38 324.690.522,28
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 23.287.656,23 15.789.608,29
  339.720.069,61 340.480.130,57
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 115.739.480,36 113.923.511,75
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung    
-davon für Altersversorgung: € 159.890,49 (Vorjahr € 278.720,48) - 23.517.211,59 23.376.922,45
  139.256.691,95 137.300.434,20
7. Abschreibungen    
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen    
-davon Abschreibungen Geschäfts- und Firmenwert: € 252.521,68 (Vorjahr € 252.521,67) - 21.159.034,47 21.419.171,73
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen    
-davon aus Währungsumrechnung: € 5.690.838,90 (Vorjahr € 6.460.931,60) - 101.368.707,91 115.988.283,55
  12.290.347,80 18.728.232,41
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge    
-davon aus verbundenen Unternehmen: € 22.616,71 (Vorjahr € 29.805,60) - 192.889,40 410.975,56
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen    
-davon an verbundene Unternehmen: € 202,41 (Vorjahr € 68.662,10) -    
-davon Aufzinsung von Rückstellungen: € 1.766.623,00 (Vorjahr € 571.494,00) - 3.126.845,43 4.445.834,13
  ./. 2.933.956,03 ./. 4.034.858,57
  9.356.391,77 14.693.373,84
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag    
-davon Aufwendungen aus der Veränderung latenter Steuern: € 3.055.556,06
(Vorjahr € 51.792,36)
6.430.378,65 6.624.135,61
12. Ergebnis nach Steuern 2.926.013,12 8.069.238,23
13. Sonstige Steuern 338.628,28 243.883,30
14. Jahresüberschuss 2.587.384,84 7.825.354,93
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 70.927.696,14 66.102.341,21
16. Bilanzgewinn 73.515.080,98 73.927.696,14

Anhang

VERITAS KONZERN UND VERITAS AG

I. RECHNUNGSLEGUNG

Allgemeine Erläuterung

Die Veritas AG hat ihren Sitz in 63571 Gelnhausen, Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hanau unter der Handelsregisternummer HRB 11027 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Veritas AG und der Konzernabschluss für das Jahr 2017 wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des BilRUG und des Aktienrechts erstellt.

Die erforderlichen Angaben zur Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind im Wesentlichen in den Anhang übernommen worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Konsolidierungskreis Veritas Konzern

Veritas AG, Gelnhausen

Veritas Dunakiliti Kft., Dunakiliti/Ungarn

Veritas Thüringen GmbH, Benshausen

Automotive Veritas de México S.A. de C.V., Puebla/Mexiko

Veritas Servicios, S.A.de C.V. (mittelbare Beteiligung)

Veritas Austria GmbH, Mieders/Österreich

Veritas Otomotiv Sanayi Ltd.Sti., Cerkezköy-Tekirdag/Türkei

Veritas Sachsen GmbH, Neustadt in Sachsen

Veritas Automotive Bosna i Hercegovina d.o.o., Sarajevo

Veritas Automotive System (Kunshan) Co. Ltd., VR China

Im Berichtsjahr 2017 gab es keine Veränderungen im Konsolidierungskreis.

Tochtergesellschaften von untergeordneter Bedeutung

Himmelauer Mühle Verwaltungsgesellschaft mbH, Gelnhausen

Himmelauer Mühle Baugesellschaft mbH & Co.KG, Gelnhausen

Veritas USA Corporation, Detroit/USA

Veritas Medizintechnik GmbH i.L., Halberstadt

Unterstützungseinrichtung für die Betriebsangehörigen der Veritas AG in Gelnhausen e.V., Gelnhausen

Die wirtschaftlichen Aktivitäten dieser Gesellschaften im Geschäftsjahr 2017 sind im Hinblick auf § 296 Abs. 2 HGB wegen der Auswirkung auf die Höhe des Vermögens sowie der Aufwendungen und Erträge für eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Bei der Unterstützungseinrichtung für die Betriebsangehörigen der Veritas AG in Gelnhausen e.V. wurde im Geschäftsjahr 2017 die Anzahl der Rentenanwärter und Rentner, deren Ansprüche über Rückdeckungsversicherungen abgedeckt sind, deutlich erhöht. Hierdurch gewinnt der Verein zunehmend an Bedeutung, ist jedoch weiterhin nicht in den Konsolidierungskreis einzubeziehen. Eine Einbeziehung der Unterstützungskasse würde die Eigenkapitalquote um deutlich weniger als 1% reduzieren und würde für die kreditrelevante Eigenmittelquote derzeit nahezu keine Veränderung mit sich bringen.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte vor BilMoG nach der Buchwertmethode. Ab dem Geschäftsjahr 2010 wird nach der Neubewertungsmethode bilanziert.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung der Veritas Automotive System (Kunshan) Co. Ltd., VR China, sowie der Veritas Automotive Bosna i Hercegovina d.o.o., Sarajevo, in 2013 ergab sich jeweils ein aktivischer Unterschiedsbetrag, der unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesen und über fünf Jahre abgeschrieben wurde.

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochtergesellschaften erfolgte auf der Grundlage des Konzeptes der modifizierten Stichtagskursmethode. Die Bilanzpositionen mit Ausnahme des Eigenkapitals wurden zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Umrechnung der Aufwendungen und Erträge der Gewinn- und Verlustrechnung der Tochtergesellschaften wurde mit Durchschnittskursen vorgenommen.

Gemäß § 304 Abs. 1 HGB ergaben sich Zwischenergebniseliminierungen in den Vorräten in Höhe von T€ 361.

Bilanzierungs- und Bewertungsverfahren

Die Bewertung im Konzern erfolgte nach übereinstimmenden Grundsätzen, insbesondere werden Bewertungswahlrechte in derselben Weise wie im Einzelabschluss der Muttergesellschaft ausgeübt. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten aktiviert und werden linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Zugänge werden planmäßig linear abgeschrieben. Die Anschaffungskosten enthalten den Anschaffungspreis, die Nebenkosten sowie die Kaufpreisminderungen.

Die Nutzungsdauer und die Abschreibungssätze basieren auf den amtlichen Abschreibungstabellen sowie der Abschreibungstabelle der Kautschukindustrie und der Kunststoffindustrie.

Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von unter 150 € netto werden im Zugangsjahr in voller Höhe als Aufwand verbucht. Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von 150 € bis 1.000 € netto werden zu einem Posten auf einem Sachkonto zusammengefasst und über fünf Jahre hinweg abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren Wert angesetzt, der am Abschlussstichtag zugrunde zu legen war.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens einbezogen. Bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden gleiche Qualitäten aus unterschiedlichen Einkäufen gemäß § 240 Abs. 4 HGB mit dem gewogenen Durchschnittspreis angesetzt. Sofern der letzte Bezugspreis zum Bilanzstichtag unter dem gewogenen Durchschnittspreis lag, wurden Abschreibungen auf den letzten Bezugspreis vorgenommen. Durch entsprechende Abschläge wird Risiken aus Liegedauerüberschreitung Rechnung getragen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten bewertet. Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen angemessen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

Währungsforderungen sind zum Kurs am Tag der erstmaligen Erfassung der Forderung oder dem abweichenden Stichtagskurs umgerechnet. Bei Währungsforderungen größer ein Jahr wurde das Anschaffungskostenprinzip beachtet.

Die Rechnungsabgrenzungsposten umfassen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die den Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Bankguthaben sind zum Nennbetrag bilanziert.

Die Leistungsverpflichtungen aus Pensionszusagen wurden unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelten Erfüllungsbetrag bewertet. Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt. Für die Abzinsung wird der jeweilige von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte Zinssatz verwendet.

Für Pensionen, die über einen mittelbaren Durchführungsweg erbracht werden, haftet die Veritas AG nach dem Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (Betriebsrentengesetz - BetrAVG) weiterhin subsidiär. Soweit das jeweilige Vermögen der Unterstützungskasse nicht den Erfüllungsbetrag der jeweiligen Pensionszusagen deckt, bilanziert die Veritas AG die Unterdeckung in der Bilanzposition Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.

Die übrigen Rückstellungen enthalten alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Rückstellungen werden unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen gebildet. Rückstellungen von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, sind am Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Bei Verbindlichkeiten größer ein Jahr, wurde das Realisationsprinzip beachtet.

II. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017 ist in den Anlagespiegeln für den Veritas Konzern und die Veritas AG dargestellt.

Bei der Veritas Dunakiliti Kft. wurden im Geschäftsjahr 2017 Umgliederungen in Höhe von T€ 2.474 aus der Betriebs- und Geschäftsausstattung in die technischen Anlagen und Maschinen vorgenommen (Umgliederung Buchwerte T€ 2.474). Bei entsprechender Umgliederung würden im Konzern zum 31. Dezember 2016 die Technischen Anlagen und Maschinen T€ 43.522 und die Betriebs- und Geschäftsausstattung T€ 14.213 betragen.

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind Aufwendungen aus Pacht- und Leasingverträgen, insbesondere für Grundstücke und Gebäude sowie Fahrzeuge, enthalten.

Die nachfolgende Übersicht zeigt den Anteilsbesitz der Veritas AG zum 31. Dezember 2017:

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Stammkapital
T€
Eigenkapital
T€
Beteiligung
in %
2017
T€
Anteile an verbundenen Unternehmen (HB II)        
Veritas Dunakiliti Kft. 1.199 7.039 100,0 (325)
Veritas Thüringen GmbH 250 250 100,0 01)
Automotive Veritas de México S.A. de C.V. 8.914 16.666 99,99 2.821
Himmelauer Mühle Verwaltungsgesellschaft mbH 50 862) 100,0 42)
Himmelauer Mühle Baugesellschaft mbH & Co.KG 100 712) 100,0 302)
Veritas USA Corporation 25 24 100,0 15
Veritas Medizintechnik GmbH i.L. 100 (2.679)3) 100,0 (3)
Veritas Austria GmbH 580 3.075 100,0 987
Veritas Otomotiv Sanayi Ltd. Sti. 181 4.123 100,0 2.467
Veritas Sachsen GmbH 153 1.619 100,0 01)
Veritas Automotive Bosna i Hercegovina d.o.o. 4.256 2.741 100,0 629
Veritas Automotive System (Kunshani) Co. Ltd. 7.368 16.763 100,0 3.750
Indirekte Beteiligungen        
Veritas Servicios, S.A. de C.V. 22) 1112) 100,0 82)

1) Ergebnisabführungsvertrag
2) Vorjahreswerte
3) Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Unfertige Erzeugnisse

Die unfertigen Erzeugnisse enthalten im Konzern Auszahlungen in Höhe von T€ 3.228 auf eine im Bau befindliche Immobilie, die aus einer Erweiterung eines Sale-and-Lease-back-Vertrages der Veritas Sachsen GmbH mit einer Immobiliengesellschaft resultieren.

Fertige Erzeugnisse und Waren

In den fertigen Erzeugnissen ist zum Bilanzstichtag eine globale Telekommunikationsanlage (T€ 1.816) enthalten, die nach Bilanzstichtag im Rahmen eines Sale-and-Miet-back-Vertrages verkauft wurde.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen der Veritas AG enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 528.

Guthaben bei Kreditinstituten

Von den Guthaben bei Kreditinstituten unterliegen T€ 200 einer Verpfändungsvereinbarung aufgrund der Erweiterung des Leasingvertrages mit einer Immobiliengesellschaft zur Erweiterung des Standortes der Veritas Sachsen GmbH.

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern im Konzern betragen T€ 5.597. Davon entfallen auf Unterschiedsbeträge in der Veritas AG T€ 4.081 und auf die übrigen Konzerngesellschaften sowie Konsolidierungseffekte T€ 1.516.

Bei der Veritas AG ergeben sich die aktiven latenten Steuern von T€ 4.081 aus unterschiedlichen Ansätzen in der Handels- und Steuerbilanz. Diese Unterschiede betreffen im Wesentlichen aktive latente Steuern aus verschiedenen Rückstellungen, die mit passiven latenten Steuern aus unterschiedlichen Wertansätzen von Grundstücken und Gebäuden aufgrund geminderter Anschaffungskosten von Veräußerungsgewinnen im Anlagevermögen verrechnet wurden.

Eine Nutzung des steuerlichen Verlustvortrages für die nächsten 5 Jahre wurde nicht angesetzt. Aufgrund der derzeit unsicheren Marktverhältnisse für Dieselfahrzeuge wird davon ausgegangen, dass in den nächsten Jahren erhebliche Investitionen getätigt werden müssen, um auf die veränderten Marktverhältnisse reagieren zu können. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf den Bereich von Forschung und Entwicklung, sondern auch innerbetriebliche organisatorische Abläufe müssen optimiert werden. Letzteres ist auch geboten, um auf veränderte Marktbedingungen schneller reagieren zu können. Des Weiteren ist davon auszugehen, dass es innerhalb des Konzerns zu einer regionalen Verschiebung der Geschäftstätigkeiten kommen wird: Einerseits Verringerung der Produktion in Deutschland, andererseits Ausbau und Erweiterung der Produktion in den NAFTA-Staaten und Asien.

Die Ermittlung der latenten Steuern bei der Veritas AG erfolgt mit einem durchschnittlichen Ertragssteuersatz von 29,32%. Im Konzern werden landestypische Steuersätze verwendet.

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Stand zum 01.01.2017
T€
Stand zum 31.12.2017
T€
Veränderungen
T€
1. Veritas AG      
Aktive latente Steuern: Rückstellungen, Anlagevermögen 4.295 4.774 479
Passive latente Steuern: Sachanlagen (735) (693) 42
  3.560 4.081 521
Verlustvortrag      
Aktive latente Steuern 3.440 0 (3.440)
  3.440 0 (3.440)
Summe Veritas AG 7.000 4.081 (2.919)
2. Veritas Konzern      
Aktive latente Steuern 1.658 1.516 (142)
Passive latente Steuern (6) 0 6
  1.652 1.516 (136)
Summe Veritas Konzern 1.652 1.516 (136)
Gesamt Veritas AG und Veritas Konzern 8.652 5.597 (3.055)
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Veritas Konzern nach Ländern Aktive latente Steuern
T€
Passive latente Steuern
T€
Österreich: Rückstellungen 48 0
(Steuersatz 25%)    
Ungarn: Anlagevermögen 324 0
(Steuersatz 9 %)    
China: Rückstellungen und Forderungen 435 0
(Steuersatz 25%)    
Mexiko: Sonstige Vermögensgegenstände 603 0
(Steuersatz 30 %)    
Zwischenergebniseliminierung 101 0
(Steuersatz 28 %)    
Übrige Bosnien und Türkei 4 0
Summe Konzern 1.516 0
Saldierung 0  
Aktiver Überhang 1.516  

Im Berichtsjahr 2017 hat die Veritas AG einen Steueraufwand in Höhe von T€ 2.878 ausgewiesen. Davon entfallen auf ausländische Quellensteuern T€ 90 und auf die Auflösung der Rückstellung von Steuern aufgrund der Betriebsprüfung für die Jahre 2010 bis 2014 T€ 131 (Ertrag), da diesbezüglich keine Steuerzahlungen mehr zu begleichen sind. Der größte Anteil des Steueraufwandes entfällt auf die Anpassung der aktiven latenten Steuer, die wegen des Wegfalls der Verlustnutzung in Höhe von T€ 2.919 angepasst wurden. Für 2017 sind für die Veritas AG keine Steuern vom Einkommen und Ertrag zu zahlen, da bei der Steuerberechnung nicht abzugsfähige Betriebsausgaben und steuerfreie Dividenden zu berücksichtigen sind. Im Konzern sind ertragsunabhängige Komponenten enthalten und es werden landestypische Steuersätze verwendet.

Gezeichnetes Kapital

Das im Handelsregister eingetragene Grundkapital beträgt unverändert gegenüber dem Vorjahr T€ 12.000. Es ist eingeteilt in 4.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Während des Geschäftsjahres 2017 wurde auf Verlangen der Hauptgesellschafterin Poppe-Veritas Holding GmbH & Co. KG ein Squeeze-out Verfahren zur Barabfindung der Minderheitsaktionäre durchgeführt. Seither sind sämtliche Aktien im Besitz der Poppe-Veritas Holding GmbH & Co. KG.

Bilanzgewinn

In dem ausgewiesenen Bilanzgewinn der Veritas AG T€ 39.238, des Veritas Konzerns T€ 73.515 sind Gewinnvorträge in Höhe von T€ 38.645 (Veritas AG) bzw. von T€ 70.928 (Veritas Konzern) bereits verrechnet. Von dem Bilanzgewinn der Veritas AG sind T€ 32.516, unter Berücksichtigung des Gesamtbetrages der ausschüttungsgesperrten Beträge im Gesamtbetrag von T€ 6.722, frei zur Ausschüttung. Der Vorstand der Veritas AG schlägt daher vor, daraus € 0,45 je Stückaktie, insgesamt € 1.800.000 auszuschütten. Der verbleibende Betrag in Höhe von T€ 37.438 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Andere Gewinnrücklagen

Die anderen Gewinnrücklagen betrugen zum 31. Dezember 2017 unverändert T€ 11.482 (Veritas Konzern) bzw. T€ 14.470 (Veritas AG).

Angaben zu ausschüttungsgesperrten Beträgen

Durch die Aktivierung von aktiven latenten Steuern im Jahresabschluss der Veritas AG sind T€ 4.081 ausschüttungsgesperrt. Zusätzlich unterliegen aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen mit einem 10-Jahres-Durchschnittszins gemäß versicherungsmathematischem Gutachten T€ 2.641 einer Ausschüttungssperre.

Sonderposten für Investitionszuschüsse bzw. -zulagen zum Anlagevermögen

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse in der Konzernbilanz betrifft einen nicht rückzahlbaren Zuschuss des Freistaates Thüringen aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (T€ 630), einen nicht rückzahlbaren Zuschuss des Freistaates Sachsen aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (T€ 2.378) sowie erhaltene Bundes- und Landeszuschüsse der Republik Österreich und des Landes Tirol (T€ 90).

Der Sonderposten für Investitionszulagen beinhaltet Zulagen nach dem Investitionszulagengesetz (T€ 167).

Sämtliche Sonderposten werden entsprechend den Nutzungsdauern der bezuschussten Investitionsgüter aufgelöst.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Mitarbeiter, die vor dem 1. Dezember 1993 in die Veritas AG eingetreten sind, erhalten von der Veritas AG Pensionszusagen, die durch entsprechende Rückstellungen für laufende Pensionen und Pensionsanwartschaften gedeckt sind. Das geltende Versorgungswerk ist mit Wirkung zum 1. Dezember 1993 für Neuzugänge geschlossen worden. Die nach November 2005 erdienten Anwartschaften wurden auf die Versicherungsunabhängige Unterstützungskasse e.V. (VuUK) ausgelagert. Die VuUK hat zur Finanzierung wiederum Rückdeckungsversicherungen bei der Generali abgeschlossen.

Mit Wirkung zum 01.01.2017 wurden die Versorgungsverpflichtungen und Rückdeckungsversicherungen von der VuUK auf die Unterstützungskasse der Betriebsangehörigen der Veritas AG e.V. übertragen.

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt T€ 21.310. Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags basiert unter anderem auf einem Abzinsungssatz von 3,68%, einem Rententrend von 1,5%, Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,50% pro Jahr. Eine Fluktuationsrate wurde auf Grund der erreichten Besitzstände nicht berücksichtigt. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Köln 2005).

Zum 31.12.2017 wurden die Pensionsverpflichtungen mit einem 10-Jahresdurchschnittszinssatz abgezinst. Hieraus resultiert ein zur Ausschüttung gesperrter Unterschiedsbetrag gegenüber der Bewertung mit einem 7-Jahres-Durchschnittszins in Höhe von T€ 2.641.

Die Pensionszahlungen und die Zahlungen der Unterstützungskasse an ehemalige Mitarbeiter betrugen im Geschäftsjahr T€ 1.105.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen umfassen im Wesentlichen die Rückstellungen für Personalverpflichtungen inkl. Restrukturierung (Konzern: T€ 11.522; Veritas AG: T€ 8.790), für Garantievorsorgen für pauschale wie einzelne Gewährleistungsfälle (Konzern: T€ 7.014; Veritas AG: T€ 6.006), für Retouren und Preisreduzierungen (Konzern: T€ 5.303; Veritas AG: T€ 4.163) und Verluste aus schwebenden Verträgen für Warenlieferungen und aus Devisentermingeschäften (Konzern: T€ 4.075; Veritas AG: T€ 3.536). Rückstellungen für Personalverpflichtungen umfassen neben Vorsorgen für Restrukturierung und Abfindungen auch Rückstellungen für Resturlaub, Jubiläumsverpflichtungen, Mehrarbeit, Überstunden sowie Bonus.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Marktpreisrisiken respektive Währungsrisiken als Folge von Wechselkursschwankungen werden adäquate derivative Finanzinstrumente abgeschlossen.

Sofern effektive Sicherungsbeziehungen hergestellt werden konnten, wurden Bewertungseinheiten gebildet. Als Bewertungsmethode wurde die Einfrierungsmethode angewandt.

Für sämtliche aufgelisteten Sicherungsgeschäfte sind keine Anschaffungskosten angefallen.

Per 31.12.2017 existierten folgende strukturierte Produkte mit den zum Stichtag korrespondierenden Marktwerten:

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Produkt/Typ Abschlussdatum Ausübungsstichtag Kauf
THUF
Verkauf
TEUR
Marktwert per 31.12.2017
EUR
Ratio Forward 20.05.2016 27.03.2018 350.000 -1.042 84.973
Ratio Forward 16.11.2016 26.06.2018 350.000 -1.070 47.331
Ratio Forward 02.12.2016 25.09.2018 350.000 -1.057 55.789

Die Marktbewertung erfolgte auf Basis aktueller Marktdaten und unter Verwendung marktüblicher Analysemethoden. Für die Bewertung der Ratio Forwards wurde ein finanzmathematisches Verfahren in Anlehnung an das Black-Scholes-Optionspreismodell verwendet, unter Einbeziehung praxisrelevanter Determinanten wie impliziten Volatilitäten und einem Convexity Adjustment (Anpassung der Terminkomponenten auf die per Stichtag kürzere Restlaufzeit bzw. Fixingzeit). Die angegebenen Zeitwerte wurden von den Finanzpartnern bestätigt.

Für die strukturierten Produkte konnte entweder kein Sicherungszusammenhang hergestellt werden oder es wurde auf die Bildung einer möglichen Bewertungseinheit verzichtet. Etwaige negative Marktwerte, die per 31.12.2017 allerdings nicht auftraten, wurden als Rückstellung für drohende Verluste bilanziert.

Währungsrisiken, die aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Transaktionen resultieren, werden mittels Termingeschäften bzw. strukturierten Termingeschäften (Ratio Forwards) pro relevanter Fremdwährung abgesichert. Zu den einzelnen Devisentermingeschäften werden der Barwert und der Terminkurs zur Endfälligkeit ausgewiesen. Der Barwert spiegelt den aktuellen Marktwert abgezinst auf den Bewertungsstichtag wider.

Per 31.12.2017 existierten folgende Währungsderivate in EUR/HUF mit den zum Stichtag korrespondierenden Marktwerten:

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Produkt/Typ Valuta Terminkurs Kauf
THUF
Verkauf
TEUR
Marktwert per 31.12.2017
EUR
Termingeschäft 08.01.2018 312,62 150.000 -480 3.518
Termingeschäft 09.01.2018 323,70 200.000 -618 26.586
Termingeschäft 25.01.2018 323,92 150.000 -463 20.216
Termingeschäft 09.02.2018 324,14 200.000 -617 27.286
Termingeschäft 22.02.2018 324,15 150.000 -463 20.403
Termingeschäft 09.03.2018 324,26 200.000 -617 27.285
Termingeschäft 29.03.2018 324,37 100.000 -308 13.641
Termingeschäft 06.04.2018 312,43 150.000 -480 3.130
Termingeschäft 09.04.2018 323,90 200.000 -617 26.849
Termingeschäft 26.04.2018 324,07 150.000 -463 20.273
Swap / Termin 08.05.2018 321,27 350.000 -1.089 37.702
Termingeschäft 31.05.2018 312,56 200.000 -640 3.995

Darüber hinaus waren folgende Währungsderivate in EUR/USD mit den zum Stichtag korrespondierenden Marktwerten im Portfolio enthalten:

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Produkt/Typ Valuta Terminkurs Kauf/Verkauf
TUSD
Verkauf/Kauf
TEUR
Marktwert per 31.12.2017
EUR
Swap / Termin 25.01.2018 1,1790 -1.400 1.187 23.134
Swap / Termin 25.01.2018 1,1888 1.400 -1.178 -11.794
Termingeschäft 26.01.2018 1,0740 -500 466 49.204
Termingeschäft 23.02.2018 1,0728 -500 466 50.987
Termingeschäft 22.03.2018 1,1889 -238 200 2.669
Termingeschäft 06.04.2018 1,1915 -238 200 2.416
Termingeschäft 09.05.2018 1,1927 -179 150 1.991
Termingeschäft 07.06.2018 1,1967 -180 150 1.746

Des Weiteren bestanden folgende Währungsderivate in EUR/TRY mit den zum Stichtag korrespondierenden Marktwerten:

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Produkt/Typ Valuta Terminkurs Kauf TTRY Verkauf
TEUR
Marktwert per 31.12.2017
EUR
Synthetic Forward 14.12.2018 4,17 2.500 -600 -115.786
Synthetic Forward 14.12.2018 3,96 2.000 -505 -118.209
Synthetic Forward 14.12.2018 4,16 2.500 -601 -117.235
Synthetic Forward 14.12.2018 4,23 2.500 -591 -107.233
Synthetic Forward 14.12.2018 4,36 2.500 -573 -89.509
Synthetic Forward 13.12.2019 5,91 3.000 -507 5.869

Schließlich existierte per 31.12.2017 folgendes Währungsderivat in EUR/CNY mit dem zum Stichtag korrespondierenden Marktwert:

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Produkt/Typ Valuta Terminkurs Verkauf TCNY Kauf
TEUR
Marktwert per 31.12.2017
EUR
Swap / Termin 15.10.2018 8,183 -16.000 1.955 -23.528

Die Marktbewertung erfolgte auf Basis aktueller Marktdaten und unter Verwendung marktüblicher Analysemethoden. Für die Bewertung der Forwards (Termingeschäfte) wie auch der Far-Legs aus den Swaps (Swap/Termin), wurden die Mark-to-Market und die Barwertmethode angewendet. Die angegebenen Zeitwerte wurden von den Finanzpartnern bestätigt.

Die vorgenannten Termingeschäfte auf EUR/HUF bilden als Absicherungsinstrumente jeweils Bewertungseinheiten mit den mit hoher Wahrscheinlichkeit zukünftig eintretenden monatlichen Fremdwährungsbedarfen (Grundgeschäfte) - Zahlungen unter anderem für Löhne/Gehälter, Sozialbeiträge, Steuern -der Betriebsstätte (Lohnveredelung) in Ungarn. Basis für die monatlich abgesicherten beziehungsweise noch abzusichernden HUF-Volumina ist die entsprechende Cash Flow-Planung in HUF der Betriebsstätte in Ungarn für das Geschäftsjahr 2018, welche ebenfalls auf Monatsbasis erfolgt. Die Monatsbedarfe liegen in einer Bandbreite von HUF 500 Mio. bis HUF 650 Mio. In der Zeit seit 01.01.2018 sind weitere EUR/HUF-Absicherungsgeschäfte für die Monate ab Juni 2018 getätigt worden.

Das aufgeführte Termingeschäft aus dem Swap auf EUR/CNY bildet als Absicherungsinstrument eine Bewertungseinheit mit dem konzerninternen Kredit (Grundgeschäft), welchen die Veritas AG (Darlehensgeber) an die Tochtergesellschaft Kunshan Veritas Automotive Systems Co., Ltd. (Darlehensnehmer) gibt. Darlehensabrufe in CNY sind im Rahmen der definierten Kreditlinie von CNY 31 Mio. möglich. Die Laufzeit bemisst sich dabei nach der im Kreditvertrag festgelegten Frist für Inanspruchnahmen unter diesem Darlehen (bis 15.10.2018).

Aufgrund der Identität von Betrag, Laufzeit und Währung kompensieren sich die gegenläufigen Wertentwicklungen von Grundgeschäft und Währungsderivat über die Laufzeit effektiv. Zum Bilanzstichtag waren demzufolge unabhängig vom Vorliegen eines positiven oder negativen Marktwertes der EUR/HUF-Termingeschäfte wie auch des EUR/CNY-Swap Termingeschäftes keine Rückstellungen zu bilden.

Für die Termingeschäfte in EUR/USD und in EUR/TRY sind im Einzelabschluss der Veritas AG keine Bewertungseinheiten gebildet worden. Eine entsprechende Rückstellung für Geschäfte mit negativem Marktwert wurde gebildet.

Für die ausgewiesenen negativen Marktwerte sind Rückstellungen in Höhe von addiert rund T€ 548 bilanziert.

Im Konzernabschluss der Veritas AG sind die aus den EUR/USD-Termingeschäften resultierenden saldierten Marktwerte -positive Marktwerte von ca. T€ 120 - als Währungsgewinne gebucht worden, da sich auf Konzernebene Bewertungseinheiten aus den von der Veritas AG mit Banken abgeschlossenen Währungsderivaten (finanzielle Absicherungsinstrumente) und den mit hoher Wahrscheinlichkeit zukünftig eintretenden monatlichen Einkaufsvolumina von Maschinen und Verbrauchsmaterial in EUR (korrespondierende Grundgeschäfte) der Automotive Veritas de México S.A. de C.V. herstellen lassen. Basis für die monatlich abgesicherten beziehungsweise noch abzusichernden EUR-Volumina ist die entsprechende Cash Flow-Planung in EUR der Konzerngesellschaft in Mexiko für das Geschäftsjahr 2018, welche ebenfalls auf Monatsbasis erfolgt. Die Monatsbedarfe liegen in einer Bandbreite von EUR 300.000 bis EUR 500.000. In der Zeit seit 01.01.2018 sind weitere EUR/USD-Absicherungsgeschäfte für die Monate ab Juli 2018 getätigt worden.

Verbindlichkeiten gegliedert nach Restlaufzeiten Veritas AG

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Veritas AG Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
T€
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
T€
Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
T€
Stand am 31.12.2017 Gesamtbetrag
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 75.520 - 75.520
(Vorjahr) - (42.825) - (42.825)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.272 - - 22.272
(Vorjahr) (24.836) - - (24.836)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.076 - - 6.076
(Vorjahr) (8.958) - - (8.958)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.450 - 75 1.525
(Vorjahr) (2.057) - (75) (2.132)
Gesamt 29.798 75.520 75 105.394
(Gesamt Vorjahr) (35.851) (42.825) (75) (78.751)

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Veritas AG beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 233.

Verbindlichkeiten gegliedert nach Restlaufzeiten Veritas Konzern

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Veritas Konzern Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
T€
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
T€
Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
T€
Stand am 31.12.2017 Gesamtbetrag
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 75.520 - 75.520
(Vorjahr) - (42.825) - (42.825)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 41.331 52 - 41.383
(Vorjahr) (32.244) (1.148) - (33.392)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.012 - - 5.012
(Vorjahr) (5.450) - - (5.450)
Sonstige Verbindlichkeiten 4.719 - 75 4.794
(Vorjahr) (9.413) - (75) (9.488)
Gesamt 51.062 75.572 75 126.710
(Gesamt Vorjahr) (47.108) (43.973) (75) (91.156)

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind basierend auf der am 22. Juli 2016 neu abgeschlossenen Konsortialfinanzierung nicht mehr besichert. Die zum Stichtag noch eingetragenen Grundschulden der Veritas Thüringen GmbH in Höhe von T€ 1.250 und der Veritas Sachsen GmbH in Höhe von T€ 716 beziehen sich auf abgelöste Verbindlichkeiten und befinden sich zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Abschlusses in der Löschung. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten umfassen ausschließlich Verbindlichkeiten aus der Inanspruchnahme der mindestens bis 2022 laufenden Konsortialkreditlinie.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Veritas AG wie auch der gesamte Veritas Konzern sind als Automobilzulieferer tätig.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 wurden von der Veritas AG Umsätze in Höhe von T€ 589.561 getätigt. Hiervon entfallen T€ 315.097 auf das Inland und T€ 274.464 auf das Ausland. T€ 529.333 wurden durch den Verkauf eigenproduzierter Fahrzeugteile und -systeme, T€ 26.482 mit Handelswaren, T€ 23.055 durch den Verkauf von Werkzeugen und T€ 10.690 Übrige erlöst.

Die konsolidierten Umsätze im Veritas Konzern belaufen sich für 2017 auf T€ 596.345. Davon entfallen T€ 290.284 auf das Inland und T€ 306.061 auf das Ausland.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen der Veritas AG sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 4.956 enthalten. Im Veritas Konzern betragen die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen T€ 5.649.

Außerplanmäßige Abschreibung

Im Geschäftsjahr 2017 wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von T€ 608 auf einen vermieteten Gebäudekomplex durchgeführt.

Aufwendungen für bezogene Leistungen

Zwischen bezogenen Leistungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden im Berichtsjahr Umgliederungen in der Veritas Dunakiliti Kft. in Höhe von T€ 5.225 (Vorjahr T€ 4.089) vorgenommen. Bei entsprechender Gliederung im Vorjahr würden die Aufwendungen für bezogene Leistungen T€ 19.878 und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen T€ 111.899 betragen.

IV. NACHTRAGSBERICHT

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2017 ist ein möglicherweise maßgebliches Risiko aus einem Gewährleistungsfall erkannt worden. Im Jahresabschluss wurde keine Rückstellung erfasst, da die Wahrscheinlichkeit einer tatsächlichen Inanspruchnahme derzeit als gering eingeschätzt wird. Im Falle einer Inanspruchnahme können sich Einflüsse auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage wesentlich, jedoch nicht kritisch, auswirken.

V. SONSTIGE ANGABEN

Bezüge

Auf die Angabe der Vorstandsbezüge wird gemäß §§ 286 Abs. 4 , 314 Abs.3 S.2 HGB verzichtet.

Die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates der Veritas AG beliefen sich im Geschäftsjahr 2017 auf insgesamt T€ 203 (Vorjahr T€ 68).

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern der Veritas AG und deren Hinterbliebenen sind insgesamt T€ 9.568 (Vorjahr T€ 9.407) zurückgestellt.

Die laufenden Bezüge an frühere Vorstandsmitglieder bzw. deren Hinterbliebene betrugen T€ 854 (Vorjahr T€ 741).

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Die folgenden wesentlichen Geschäfte sind nicht in der Bilanz enthalten:

Zur Finanzierung des Standortausbaus der Veritas Sachsen GmbH in Neustadt wurde bereits in 2011 im Rahmen einer Sale-und-Lease-back Transaktion ein Immobilien-Leasingvertrag abgeschlossen. Zum damaligen Zeitpunkt war der Liquiditätszufluss in Höhe von 14,1 Mio. € (der Kapitalzufluss erfolgte in den Jahren 2011 bis 2015) zur Schonung der Finanzlage maßgebliches Entscheidungskriterium. Die zukünftigen Verpflichtungen aus dem abgeschlossenen Leasingvertrag betragen 17,5 Mio. € und umfassen auch die Verpflichtungen zur Gewährung eines sich aufbauenden Darlehens. Die Leasingraten betragen vierteljährlich T€ 471.

Im Geschäftsjahr 2017 wurde zur Finanzierung der Standorterweiterung ein Nachtrag zu diesem Leasingvertrag abgeschlossen, dessen Volumen sich voraussichtlich auf 6,2 Mio. EUR belaufen wird. Erste Leasingraten inkl. Raten zum Aufbau des Mieterdarlehens aus der Erweiterung werden nach Baufertigstellung im Sommer 2018 fällig. Die Veritas AG haftet für Verpflichtungen aus dem Immobilien-Leasingvertrag als Gesamtschuldner neben der Veritas Sachsen GmbH.

Zur Realisierung des Liefervolumens des stark wachsenden Standortes Veritas Automotive Bosna i Hercegowina d.o.o. wurden Produktions-, Lager- und Büroflächen gemietet. Die Mietverpflichtungen belaufen sich zum 31.12.2017 auf 2,8 Mio. € bei Vertragslaufzeiten von bis zu 4 Jahren. Flexibilität in der sukzessiven Anmietung im Rahmen der Expansion sowie der liquiditätsschonende Hochlauf des Standortes konnten durch die Vornahme der Anmietung erreicht werden.

In der Türkei wurde im Rahmen der Erweiterung des Geschäftsvolumens der Aufbau eines zweiten Werkes im Geschäftsjahr 2017 initiiert. Die Inbetriebnahme des Werkes erfolgte im Februar 2018. Das Werk, bestehend aus Produktions-, Lager- und Büroflächen wurde langfristig angemietet. Die Mietverpflichtungen belaufen sich zum 31.12.2017 auf 5,0 Mio. € bei einer Vertragslaufzeit bis 2028.

Am Standort Gelnhausen der Veritas AG ist ein Logistikzentrum angemietet. Die Anmietung erfolgte während einer Phase des sehr starken Wachstums der Veritas Gruppe. Zur Wahrung der Flexibilität in der Flächennutzung sowie aus Gründen der Logistikstromoptimierung wurde das Mietmodell gewählt. Zum 31.12.2017 bestehen aus dem bis 2024 laufenden Vertragsverhältnis Mietverpflichtungen in Höhe von 3,3 Mio. €.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Veritas AG ist zum 31.12.2017 Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen in Höhe von T€ 8.519 (Vorjahr T€ 6.073) eingegangen. Bereinigt um das in der Kategorie "nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte" aufgeführte Vorhaben betragen die Verpflichtungen T€ 5.171. Für den Veritas Konzern betragen derartige Verpflichtungen T€ 35.957 (Vorjahr: T€ 23.771). Davon entfallen T€ 50 auf verbundene Unternehmen. Unter Herausrechnung der vier wesentlichen Geschäfte gemäß "nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte" betragen die Obligationen T€ 7.309.

Darüber hinaus bestehen zum Stichtag 31.12.2017 Bestellobligationen für Investitionen in Sachanlagevermögen sowie langfristige Verpflichtungen aus Einkaufskontrakten mit Mindestabnahmemengen. Diese betragen für die Veritas AG T€ 6.867 (Vorjahr T€ 2.647) und den Veritas Konzern T€ 13.032 (Vorjahr T€ 6.070).

Als Aufwand erfasste Abschlussprüferhonorare

Der Veritas Konzern ist nach deutschem Handelsrecht verpflichtet, die im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Abschlussprüferhonorare des Konzernabschlussprüfers in Deutschland anzugeben. Der Aufwand entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungen und beträgt im Berichtsjahr T€ 156.

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

Die Veritas AG haftet für Verpflichtungen aus dem Immobilien-Leasingvertrag als Gesamtschuldner neben der Veritas Sachsen GmbH. Die zukünftigen Verpflichtungen aus dem abgeschlossenen Leasingvertrag betragen 17,5 Mio. €. Die Leasingraten betragen vierteljährlich T€ 471.

Die Veritas AG haftet aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen für etwaige Verluste der Tochtergesellschaften, Veritas Sachsen GmbH und Veritas Thüringen GmbH, in Folgejahren.

Ferner hat die Veritas AG gegenüber einem Kunden eine vermerkpflichtige Patronatserklärung zu Gunsten bestimmter Tochtergesellschaften der Veritas AG ausgestellt.

Der Veritas Konzern geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur im Zusammenhang mit seiner eigenen oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen ein. Auf Basis einer kontinuierlichen Evaluierung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht der Veritas Konzern derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Der Veritas Konzern schätzt daher bei allen aufgeführten Haftungsverhältnissen das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein. Haftungsansprüche aus Wechselobligo bestehen nicht.

Angabe zu außergewöhnlichen Posten

Die Veritas AG hat im Geschäftsjahr 2017 konzerninterne Beteiligungserträge in Höhe von T€ 7.992 erwirtschaftet.

Befreiungsvorschrift gemäß § 264 Abs. 3 HGB

Nachstehende inländische Tochtergesellschaften haben für das Geschäftsjahr 2017 vollständig oder in Teilen von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht:

Veritas Thüringen GmbH, Benshausen, und Veritas Sachsen GmbH, Neustadt in Sachsen.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Veritas AG steht im Besitz der Muttergesellschaft Poppe-Veritas Holding GmbH & Co. KG, Gelnhausen, (HRA 92445 Amtsgericht Hanau) die für den größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss aufstellt und diesen im elektronischen Bundesanzeiger offen legt.

Angaben zur Belegschaft

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer setzt sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:

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Veritas Konzern 2017 Veritas AG 2017
Gewerbliche Mitarbeiter 2.246 703
Angestellte 1.270 755
  3.516 1.458

 

Gelnhausen, 30. April 2018

gez. Lucie Toscani CSO / Vorstandsprecherin

gez. Dr. Matthias Häberle CFO

gez. Uwe Hehl COO

ORGANE DER VERITAS AG

AUFSICHTSRAT

Dr. Karsten Schween, Amerang
Berater für Familienunternehmer, Geschäftsführer
Vorsitzender des Aufsichtsrates

Katharina Hehl, Gelnhausen
Dipl. Betriebswirt (BA), Geschäftsführerin
Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates

André Knöll, Hamburg
Finanzierungsberater für Familienunternehmen, Geschäftsführer
Mitglied des Aufsichtsrates

Juliane Krebaum-Marschollek, Gelnhausen
Rechtsanwältin, Geschäftsführerin
Mitglied des Aufsichtsrates

Dr. Ing. Joachim Damasky, Gauting
Geschäftsführer Technik und Umwelt des Verbandes der Automobilindustrie (VDA)
Mitglied des Aufsichtsrates

Joachim Drees, Stuttgart
Vorsitzender des Vorstands MAN SE und MAN Truck & Bus AG
Mitglied des Aufsichtsrates

Frank Müller, Gießen
Vorsitzender des Konzernbetriebsrates
Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat

Glenn Lawrence, Wächtersbach
Betriebsratsvorsitzender Veritas AG
Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat

Tino Völkel, Zella-Mehlis
Betriebsratsvorsitzender Veritas Thüringen GmbH
Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat

Michael Kausemann, Biebergemünd
Leitender Angestellter Veritas AG
Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat

Osman Ulusoy, Wiesbaden
Stellvertretender Landesbezirksleiter IG BCE Landesbezirk Hessen-Thüringen
Stellvertretender Vorsitzender im Aufsichtsrat

Andreas Schmidt, Erfurt
Bezirksleiter IG BCE / Bezirk Thüringen
Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat

VORSTAND

Lucie Toscani
(Sprecherin des Vorstandes)
CSO Chief Sales Officer

Dr. Matthias Häberle
CFO Chief Financial Officer

Dipl.-Ing. (FH); MBA Uwe Hehl
COO Chief Operations Officer

Entwicklung des Anlagevermögen der Veritas AG zum 31.12.2017

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Anschaffungs - und Herstellungskosten Abschreibungen
in T€ 01.01.2017 Zugänge Abgänge 31.12.2017 01.01.2017 lfd. Jahr
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.624 480 0 8.104 (7.240) (334)
Geleistete Anzahlungen 2.916 6.745 0 9.661 0 0
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 10.540 7.225 0 17.765 (7.240) (334)
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 54.427 0 0 54.427 (32.839) (1.770)
Technische Anlagen und Maschinen 99.041 1.886 (2.789) 98.138 (82.726) (4.754)
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 68.641 2.407 (1.063) 69.986 (61.206) (3.127)
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 602 824 0 1.426 0 0
II. Sachanlagen 222.711 5.117 (3.852) 223.977 (176.771) (9.651)
Anteile an verbundenen Unternehmen 30.422 0 0 30.422 (1.275) 0
Ausleihungen an verbundene Unternhemen 11.438 14.143 (2.925) 22.655 0 0
III. Finanzanlagen 41.860 14.143 (2.925) 53.077 (1.275) 0
Anlagevermögen 275.111 26.485 (6.777) 294.819 (185.287) (9.985)
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Abschreibungen Buchwerte
in T€ Abgänge 31.12.2017 31.12.2017 01.01.2017
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 (7.574) 529 384
Geleistete Anzahlungen 0 0 9.661 2.916
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0 (7.574) 10.191 3.300
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 0 (34.608) 19.819 21.589
Technische Anlagen und Maschinen 2.373 (85.107) 13.030 16.315
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 910 (63.423) 6.563 7.435
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 1.426 602
II. Sachanlagen 3.283 (183.139) 40.838 45.940
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 (1.275) 29.147 29.147
Ausleihungen an verbundene Unternhemen 0 0 22.655 11.438
III. Finanzanlagen 0 (1.275) 51.802 40.584
Anlagevermögen 3.283 (191.988) 102.831 89.825

Entwicklung des Veritas Konzernanlagevermögens 2017

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Anschaffungs - und Herstellungskosten
in T€ 01.01.2017 Kursdifferenzen Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2017
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.623 (6) 546 0 (11) 9.152
Geschäfts- oder Firmenwert 4.015 0 0 0 0 4.015
Geleistete Anzahlungen 2.916 0 6.745 0 0 9.661
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 15.554 (6) 7.291 0 (11) 22.827
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 83.268 (434) 5.908 93 0 88.835
Technische Anlagen und Maschinen 161.360 (1.013) 15.734 5.399 (2.897) 178.582
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 104.445 (93) 6.624 (3.989) (2.120) 104.866
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.991 (326) 5.713 (1.503) (187) 6.688
II. Sachanlagen 352.064 (1.866) 33.978 0 (5.205) 378.972
Anteile an verbundenen Unternehmen 334 0 0 0 0 334
Sonstige Ausleihungen 4.884 0 222 0 (4) 5.102
III. Finanzanlagen 5.218 0 222 0 (4) 5.436
Anlagevermögen 372.836 (1.872) 41.492 0 (5.220) 407.235
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Abschreibungen
in T€ 01.01.2017 Kursdifferenzen lfd. Jahr Umbuchungen Abgänge 31.12.2017
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten (7.939) 5 (458) 0 11 (8.382)
Geschäfts- oder Firmenwert (3.762) 0 (253) 0 0 (4.015)
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
I. Immaterielle Vermögensgegenstände (11.702) 5 (711) 0 11 (12.397)
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken (46.534) 126 (2.963) 0 0 (49.371)
Technische Anlagen und Maschinen (121.013) 490 (11.105) (1.676) 2.411 (130.894)
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (87.057) 62 (6.380) 1.676 1.808 (89.891)
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
II. Sachanlagen (254.604) 678 (20.448) 0 4.218 (270.156)
Anteile an verbundenen Unternehmen (252) 0 0 0 0 (252)
Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0 0
III. Finanzanlagen (252) 0 0 0 0 (252)
Anlagevermögen (266.557) 682 (21.159) 0 4.229 (282.805)
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Buchwerte
in T€ 31.12.2017 01.01.2017
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 770 684
Geschäfts- oder Firmenwert 0 253
Geleistete Anzahlungen 9.661 2.916
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 10.431 3.852
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 39.463 36.734
Technische Anlagen und Maschinen 47.689 40.347
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.975 17.388
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.688 2.991
II. Sachanlagen 108.816 97.461
Anteile an verbundenen Unternehmen 82 82
Sonstige Ausleihungen 5.102 4.884
III. Finanzanlagen 5.184 4.966
Anlagevermögen 124.431 106.279

Kapitalflussrechnung

Veritas AG

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2017 2016
T€ T€
Jahresergebnis   593   4.322
Abschreibungen Anlagevermögen   9.985   10.347
Beteiligungsergebnis   -7.992   -9.878
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen   -4.295   -3.333
Aufwendungen aus Verlustübernahmen   749   0
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens   -618   -806
Zinserträge   -138   -481
Zinsaufwendungen   3.094   4.405
Ertragsteueraufwand   2.868   988
Abnahme der Rückstellungen   -9.890   -3.405
Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens   545   1
Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva   17.580   18.192
gezahlte Ertragsteuern   -478   -259
Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva   -6.512   -4.654
Zahlungsunwirksame Erträge Anlagevermögen   0   -1.544
Zuschreibung Umlaufvermögen   0   -1.486
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit   5.491   12.408
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens   23   60
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen   -5.117   -17.651
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen   -7.225   -3.104
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen und Finanzforderungen   -14.143   -6.750
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens   0   4.351
Erhaltene Zinsen   756   225
Erhaltene Dividenden   3.414   3.067
Cashflow aus der Investitionstätigkeit   -22.292   -19.802
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten   32.695   42.825
Auszahlungen für Tilgungen von Finanzkrediten   0   -28.592
Einzahlungen aus Cash Pool*   405   5.438
Auszahlungen aus Cash Pool*   -11.783   0
Gezahlte Zinsen   -1.336   -3.672
Auszahlungen aus Gewinnausschüttungen   -3.000   -800
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit   16.981   15.199
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes   181   7.806
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode        
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks abzüglich 145   14.329  
jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie andere kurzfristige Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören 0 145 -21.990 -7.661
Finanzmittelfonds am Ende der Periode        
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks abzüglich 325   145  
jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie andere kurzfristige Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören 0 325 0 145

* In den Einzahlungen / Auszahlungen Cash Pool werden die Veränderungen der Cash-Pool Verbindlichkeiten und Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen gezeigt. Der Cash-Pool dient nicht der eigenen Finanzdisposition, sondern wird mit der Konsortialfinanzierung (Finanzkrediten) verrechnet.

Kapitalflussrechnung

Veritas Konzern

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2017 2016
T€ T€
Jahresergebnis   2.587   7.825
Abschreibungen Anlagevermögen   21.159   21.419
Zinserträge   -193   -411
Zinsaufwendungen   3.127   4.446
Ertragsteueraufwand   6.430   6.624
Abnahme der Rückstellungen   -9.349   -2.600
Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens   -3   -59
Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens   733   9
Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva   -9.312   -4.544
gezahlte Ertragsteuern   -6.117   -5.431
Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva   2.250   419
Zahlungsunwirksame Erträge aus Sonderposten   -1.023   -1.810
Zahlungsunwirksame Veränderung aus der Währungsumrechnung   -1.914   -2.105
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge   0   -1.544
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit   8.375   22.238
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens   257   413
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen   -33.978   -25.893
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen   -7.291   -3.243
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen und Finanzforderungen   -483   -189
Erhaltene Zinsen   193   411
Cashflow aus der Investitionstätigkeit   -41.302   -28.500
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten   32.695   42.825
Auszahlungen für Tilgungen von Finanzkrediten   0   -29.851
Einzahlungen aus Cash Pool*   405   5.438
Gezahlte Zinsen   -1.359   -3.874
Einzahlungen aus Zuschüssen   23   1.123
Gewinnausschüttung   -3.000   -800
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit   28.764   14.860
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes   -4.163   8.598
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode        
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks abzüglich 8.606   21.999  
jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie andere kurzfristige Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören 0 8.606 -21.990 9
Finanzmittelfonds am Ende der Periode        
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks abzüglich 4.443   8.606  
jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie andere kurzfristige Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören 0 4.443 0 8.606

* In den Einzahlungen / Auszahlungen Cash Pool werden die Veränderungen der Cash-Pool Verbindlichkeiten und Forderungen gegenüber einem verbundenen Unternehmen gezeigt. Der Cash-Pool dient nicht der eigenen Finanzdisposition, sondern wird mit der Konsortialfinanzierung (Finanzkrediten) verrechnet.

Ein Teilbetrag des Finanzmittelfonds in Höhe von 200 T€ ist verpfändet.

Eigenkapitalspiegel

Veritas AG

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Gezeichnetes Kapital
T€
Gesetzliche Rücklage
T€
Andere Gewinnrücklagen
T€
Bilanzgewinn*)T€ Eigenkapital
T€
31. Dezember 2015 12.000 1.200 14.470 38.123 65.793
Gewinnausschüttung       (800) (800)
Jahresüberschuss       4.322 4.322
31. Dezember 2016 12.000 1.200 14.470 41.645 69.315
Gewinnausschüttung       (3.000) (3.000)
Jahresüberschuss       593 593
31. Dezember 2017 12.000 1.200 14.470 39.238 66.908

*) Von dem Gewinnvortrag der Veritas AG sind unter Berücksichtigung der ausschüttungsgesperrten Beträge T€ 32.516 frei zur Ausschüttung.

Veritas Konzern

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Gezeichnetes Kapital
T €
Gesetzliche Rücklage
T €
Andere Gewinnrücklagen
T €
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
T €
Bilanzgewinn
T €
Eigenkapital
T €
31. Dezember 2015 12.000 1.200 11.482 -2.375 66.902 89.209
Gewinnausschüttung - - - - (800) (800)
Erfolgsneutrale Verrechnungen - - - (2.944) - (2.944)
Konzern-Jahresüberschuss - - - - 7.825 7.825
31. Dezember 2016 12.000 1.200 11.482 -5.319 73.927 93.291
Gewinnausschüttung - - - - (3.000) (3.000)
Erfolgsneutrale Verrechnungen - - - (3.104) - (3.104)
Konzern-Jahresüberschuss - - - - 2.587 2.587
31. Dezember 2017 12.000 1.200 11.482 -8.423 73.515 89.774

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung der Veritas AG, Gelnhausen, sowie den von ihr aufgestellten Konzernabschluss -bestehend aus Konzern-Bilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Anhang, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern-Eigenkapitalspiegel - und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Aufstellung dieser Unterlagen nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung sowie den von ihr aufgestellten Konzernabschluss und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.

Wir haben unsere Jahres- und Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss und den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft und des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt.

Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, in Jahres- und Konzernabschluss und in dem Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahres- und des Konzernabschlusses sowie des Berichtes über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen der Jahresabschluss und der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermitteln unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Gießen, den 7. Mai 2018

WESTPRÜFUNG EMDE GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Becker, Wirtschaftsprüfer

gez. Mäurer, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens im Berichtsjahr 2017 eng begleitet, sorgfältig überwacht und regelmäßig beraten. Den gesetzlichen Vorschriften folgend, hat der Aufsichtsrat die ihm obliegenden Aufgaben und Pflichten wahrgenommen.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat sowohl mündlich als auch schriftlich zeitnah und ausführlich über alle für den Aufsichtsrat relevanten Angelegenheiten. Neben der aktuellen Geschäftsentwicklung hat sich der Aufsichtsrat mit der Planung, der Unternehmensstrategie sowie wichtigen Geschäftsvorfällen und den damit verbundenen Chancen und Risiken beschäftigt. Abweichungen des Geschäftsverlaufes von den aufgestellten Plänen und Zielen erläuterte der Vorstand ausführlich und diskutierte gemeinsam mit dem Aufsichtsrat deren Gründe, um daraus gegensteuernde Maßnahmen abzuleiten.

Der Aufsichtsrat kam in 2017 zu insgesamt vier Sitzungen zusammen, in denen der Vorstand ausführlich berichtete. Der Vermittlungsausschuss kam nicht zu Sitzungen zusammen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats standen auch außerhalb der Sitzungen zum Austausch zu aktuellen Fragen mit dem Vorstand in engem Kontakt.

Der von dem Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der Veritas AG sowie der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 und der Bericht zur Lage der Gesellschaft und des Konzerns sowie der Bericht des Vorstands gemäß § 312 AktG über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2017 und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns wurden rechtzeitig an die Mitglieder des Aufsichtsrats übersandt und in der Aufsichtsratssitzung am 21. Juni 2018 eingehend besprochen. Bei den Beratungen war der Abschlussprüfer anwesend und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Die erforderlichen Unterlagen waren rechtzeitig vor dieser Sitzung an alle Mitglieder des Aufsichtsrats verteilt worden, so dass ausreichend Gelegenheit zu ihrer Prüfung bestand. Der Jahres- und Konzernabschluss wurde von der beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Westprüfung Emde GmbH & Co. KG, Gießen, gemäß den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) geprüft. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Aufsichtsrat hat dies zustimmend zur Kenntnis genommen.

Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2017 nebst Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2017 durch den Aufsichtsrat sind keine Einwände zu erheben. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers angeschlossen und den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss 2017 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit nach § 172 AktG festgestellt. Der Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von T€ 39.238 zur Zahlung einer Dividende in Höhe von € 0,45 je Stückaktie, insgesamt T€ 1.800 auszuschütten und den restlichen Betrag T€ 37.438 auf neue Rechnung vorzutragen. Diesem Vorschlag haben wir nicht zugestimmt. Stattdessen, haben wir vorgeschlagen, den gesamten Bilanzgewinn in Höhe von T€ 39.238 auf neue Rechnung vorzutragen.

Die Westprüfung Emde GmbH & Co. KG prüfte ebenfalls gemäß § 313 AktG den Bericht des Vorstands gemäß § 312 AktG über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2017 und erteilte folgenden Bestätigungsvermerk:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

- die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind,

- bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war und

- bei der im Bericht aufgeführten Maßnahme keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2017 sind keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erheben.

Unser Dank und unsere Anerkennung für die im Jahr 2017 geleistete Arbeit sowie den persönlichen Einsatz gelten dem Vorstand, der Arbeitnehmervertretung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Veritas.

 

Gelnhausen, 21. Juni 2018

DER AUFSICHTSRAT

gez. Dr. Karsten Schween, Vorsitzender

Ergebnisverwendungsbeschluss

Die ordentliche Hauptversammlung vom 21. Juni 2018 hat anders als vom Vorstand vorgeschlagen (0,45 € je Stückaktie, insgesamt € 1.800.000,00 auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen) beschlossen, den für das Geschäftsjahr 2017 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von € 39.237.919,16 wie folgt zu verwenden:

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Vortrag auf neue Rechnung € 39.237.919,16

Nachrichten & Medien

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