Stammdaten

Register
Amtsgericht Gießen HRB 3996
Eingetragen
25.9.2003
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Maschinen für die Papiererzeugung und -verarbeitungHerstellung von Papier, Karton und Pappe
Gegenstand
Die Verarbeitung von Papieren, Folien und Verpackungsmitteln.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Florian Wirth
seit 6.5.2022
Prokura
Jörg Schulte
seit 25.9.2003
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Branopac GmbH

Lich

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der BRANOpac GmbH

I. Grundlagen der BRANOpac GmbH

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

BRANOpac blickt auf eine über hundertjährige Tradition als unabhängiges Familienunternehmen zurück. Das Unternehmen ist international tätig und dabei fest in Deutschland verwurzelt. Weltweit schätzen namhafte Firmen die hochwertigen Lebensmittelpapiere, Korrosionsschutzpapiere, Korrosionsschutzfolien sowie weiteren Spezialpapiere.

Dabei ist Qualität die Grundlage für den langfristigen Erfolg. BRANOpac hält als unabhängiger Hersteller alle prozess- und qualitätsrelevanten Parameter in den eigenen Händen, so dass die Anforderungen der Kunden nicht nur erfolgreich, sondern auch effektiv umgesetzt werden können.

Ein nachhaltiger Service bestimmt die Prozesse, Standards und die Kommunikation im operativen Geschäft. In allen Ebenen ist kundenorientiertes Handeln oberstes Gebot und die Vision ist maximaler Service und maximal zufriedene Kunden.

2. Forschung und Entwicklung

Als Technologie- und Qualitätsführer stellt die stetige Weiterentwicklung und die Sicherung der Qualität unserer Produkte eine immerwährende Aufgabe dar, der wir durch unsere starke Forschungs- und Entwicklungsabteilung gerecht werden. Durch unsere Stärke in diesem Bereich können wir uns schnell auf Veränderungen am Markt einstellen und neue Produkte am Markt etablieren.

3. Personal- und Sozialbereich

Der Personalaufwand sank gegenüber dem Vorjahr um TEUR 330. Gemessen an der Gesamtleistung stieg der Personalaufwand von 21% auf 23,4%.

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich, ohne Geschäftsführer und Auszubildende, 148 Mitarbeiter (Vorjahr: 167). Davon waren 70 (Vorjahr: 83) Gewerbliche und 78 (Vorjahr: 84) Angestellte.

Eine besondere Herausforderung stellte die außergewöhnlich hohen Krankenstände im Verlauf des Geschäftsjahres dar.

Die bereits im Jahr 2010 eingeführte Auszubildendenquote von 10% konnte im Jahr 2023 nicht durchweg erfüllt werden, dies lag an mangelnder Nachfrage nach angebotenen Ausbildungsstellen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft wuchs im Jahr 2023 erwartungsgemäß um rund 3,9%. In der Eurozone lag das Wachstum 2023 bei 0,4% Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt von einem unklaren gesamtwirtschaftlichen Umfeld, verbunden mit einer stark rückläufigen Nachfrage und teilweise stark sinkenden Preisen. Die Unsicherheiten bezogen sich dabei auf die gesamte Wertschöpfungskette. Grundsätzlich wirkten sich die politischen und ökonomischen Unsicherheiten auf die Märkte weiterhin negativ aus, die Verfügbarkeiten waren im Laufe des Jahres 2023 aber besser als im Vorjahr. Das insgesamt gestiegene Kostenniveau in Deutschland ist eine zusätzliche Herausforderung.

National betrachtet sank das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 0,3%, damit blieb das Wachstum deutlich gegenüber 2022 zurück. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im Jahresschnitt um 0,7%, die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland stieg minimal auf 5,7%.

Mit den Niederlassungen in den USA, Indien und China ist die wirtschaftliche Lage in diesen Märkten für die BRANOpac von besonderer Bedeutung. Die US-Konjunktur wuchs im Berichtsjahr um 1,94%, die Arbeitslosigkeit sank auf 3,6% im Jahresmittel. In der Volksrepublik China legte das Bruttoinlandsprodukt im Jahresschnitt 2023 nach aktuellen Schätzungen um 5,2% zu. Indien wuchs im Jahr 2023 weiterhin sehr stark, die Wirtschaftsleistung stieg um 7,8%.

In der Automobilbranche, die ein wesentlicher Absatzmarkt für die Korrosionsschutzprodukte der BRANOpac darstellt, spiegelten sich im Jahr 2023 insbesondere die Auswirkungen einer schwachen Gesamtnachfrage und verlorener internationaler Marktanteile deutscher Anbieter wider. Die Autoproduktion im deutschen Kernmarkt der BRANOpac erholte sich nach deutlichen Einbußen der Vorjahre mit plus 18%. In Europa stiegen die Neuzulassungen um 14% gegenüber 2022, in den USA wurden 12% mehr Autos verkauft als 2022. Der indische Markt wuchs ebenfalls um 13% und ist damit weiterhin deutlich auf Wachstumskurs.

Im Bereich der Lebensmittelverpackungen ist eine gewisse Normalisierung des Marktes eingetreten. Viele Lebensmittelhersteller als direkte Kunden der BRANOpac haben im Jahr 2023 Vorräte abgebaut und insbesondere Produzenten, die hochwertige Lebensmittel herstellen, sind unserer Beobachtung nach, von einer gewissen Kaufzurückhaltung der Konsumenten aufgrund der gestiegenen Gesamtkosten betroffen.

Zusammenfassend stellte das Jahr 2023 wiederum eine besondere Herausforderung dar und brachte so nach den anspruchsvollen Jahren seit 2020 wiederum komplexe wirtschaftliche Rahmenbedingungen geprägt von starken Nachfragerückgängen mit sich, die auch bei der BRANOpac zu einem Jahresdefizit führten.

2. Geschäftsverlauf

Das Jahr 2023 schließt mit einem um 7,1% gesunkenen Umsatz gegenüber dem Vorjahr ab, der durchschnittliche Auftragsbestand war auf mäßigem Niveau. Die Exportquote der BRANOpac betrug 58% (Vorjahr: 57%).

Das Jahr 2023 ist mit einem guten ersten Quartal gestartet, das noch vergleichsweise stark von den Kostensteigerungen aus dem Vorjahr betroffen war. Die folgenden Quartale waren stark durch die sinkende Preise und schlechter werdende Nachfrage geprägt. Die Nachfrage war über das gesamte Jahr rückläufig, das Jahr musste aufgrund von Mengenrückgängen und Preissenkungen mit einem unerwartet stark gefallenen Umsatz abgeschlossen werden.

Die Exportquote ist, nach der bereits 2020 erfolgten deutlichen Steigerung im langfristigen Vergleich, weiter gestiegen und kompensiert einen Teil der Umsatzverluste im deutschen Kernmarkt (-9%).

3. Erläuterungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a) Ertragslage

Der Rohertrag (TEUR 14.059) fiel im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 15.090) deutlich, verbesserte sich jedoch in Bezug auf die Gesamtleistung um 2,3%.

Gemessen an der Gesamtleistung stieg der Personalaufwand von 21,4% auf 23,4%. Die gesamten Betriebsaufwendungen sind aufgrund der Fixkosten im Kostenbereich, gemessen an der Gesamtleistung, auf 41,4% gestiegen. Der EBIT hat sich aufgrund der sinkenden Umsätze bei hohen Materialkosten deutlich auf -493 (Betriebsergebnis) reduziert. Der Jahresfehlbetrag betrug TEUR 787 gegenüber einem Gewinn von TEUR 39 im Vorjahr.

b) Finanzlage

Der Cashflow aus laufenden Geschäften ist im Berichtsjahr aufgrund einer bewussten strategischen Entscheidung zur Senkung der Vorräte stark gestiegen und liegt mit TEUR 3666 um TEUR 6.174 über dem Vorjahr (TEUR -2508).

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 1259 entstand durch die Tilgung von Krediten, außerdem flossen TEUR 1.154 in die Finanzierung von Investitionen.

Der Finanzmittelbestand veränderte sich entsprechend von TEUR -1004 am Jahresanfang auf TEUR 249 am Jahresende.

c) Vermögenslage

Die Vermögensstruktur der Gesellschaft weist zum Ende des Berichtsjahres im Vergleich zum Vorjahr eine um TEUR 3647 reduziert Bilanzsumme von TEUR 15.014 aus. Dies bedingt sich insbesondere durch eine Abnahme der Vorräte um TEUR 3734. Die Sachanlagen erhöhten sich dagegen (TEUR 264), die liquiden Mittel wurden um TEUR 217 erhöht.

Das langfristig gebundene Vermögen ist absolut höher und der Anteil auf 33,6% des Gesamtvermögens gestiegen.

Das kurz- und mittelfristig gebundene Vermögen beläuft sich damit auf 66,4% (Vorjahr: 72,8%).

Das Eigenkapital sinkt auf absolut TEUR 6854 und macht damit 45,6% (Vorjahr: 41,1%) der gesamten Finanzmittel aus, was im Branchenvergleich einem relativ hohen Wert entspricht. Der Anteil des Fremdkapitals ist durch die oben genannten Entwicklungen auf 54,4% gesunken.

Der Bestand an langfristigen Fremdmitteln ist um TEUR 747 gesunken, während die kurzfristigen Fremdmittel ebenfalls um TEUR 2071 reduziert wurden.

Die Gefahr von Vermögensverlusten besteht derzeit nicht. Durch die üblichen Risiken unserer Kundenkreise können Forderungsverluste jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Das Frühwarnsystem im Bereich des Forderungsmanagements ist sehr umfassend, jeder Kunde ist mit einem Kreditlimit belegt und das Zahlverhalten wird in regelmäßigen automatischen Auswertungen analysiert. Bei Kunden mit erhöhtem Risiko werden regelmäßig entsprechende Kreditauskünfte eingeholt, ggf. Wertberichtigungen durchgeführt und das Zahlverhalten noch engmaschiger beobachtet.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die kurzfristige finanzielle Leistungsfähigkeit wird durch regelmäßige Auswertungen überwacht und die Liquidität ersten, zweiten und dritten Grades wird gegenüber Zielgrößen abgeglichen, diese wurden im Jahresverlauf nie verfehlt.

Es kam im Geschäftsverlauf des Jahres 2023 zu keinem Zeitpunkt zu Liquiditätsengpässen.

Als weitere finanzielle Leistungsindikatoren werden der Umsatz sowie in Bezug auf die Ertragslage das EBIT verwendet.

5. Gesamtaussage

Im Jahr 2023 ist es nicht gelungen aufgrund der gegebenen Rahmenbedingungen größere Verluste zu vermeiden. Die Verwerfungen im Markt konnten trotz reduzierter Fixkosten nicht ohne ein erhebliches Jahresdefizit bewältigt werden. Die Lieferzeiten waren über das gesamte Geschäftsjahr stabil, trotz teilweise hoher Krankenstände. Die exorbitant hohen Einkaufspreise konnten aufgrund rückläufiger Nachfrage nicht durch Umsatzausweitung kompensiert werden.

III. Prognosebericht

Das aktuelle Geschäftsjahr 2024 begann hinsichtlich der Absatzlage mit einem rückläufigen Umsatz. Das Quartal Eins konnte zudem von niedrigen Materialkosten profitieren. Dies hat zu einer Erhöhung der Deckungsbeiträge im Vergleich zum Q1 2023 geführt, bereinigt man die Umsätze um die Preisabweichung ist der Umsatz gegenüber 2023 nahezu stabil. Für den weiteren Jahresverlauf muss aufgrund der Preisschwankungen und der instabilen Gesamtwirtschaftslage, die durch den Russland-Ukraine-Krieg noch verschärft wird, mit massiven Problemen im gesamten globalen Wirtschaftssystem und den Lieferketten gerechnet werden. Insbesondere die Schwäche der deutschen Volkswirtschaft und Europas bereitet Sorgen.

Eine große Herausforderung stellt der allgemeine Preisdruck dar, da die Verfügbarkeit vieler wesentlicher Rohstoffe besser geworden ist und zuvor hohe Preissteigerungen stattgefunden haben bleiben bei der geringen Nachfrage kaum Spielräume um auf Teuerungen im Bereich des Einkaufs zu reagieren. Leider kann man im Moment nicht mit einem Ende der starken Schwankungen in Bezug auf Preise und Verfügbarkeiten in den Märkten rechnen. Trotzdem gehen wir davon aus, dass wir im gesamten Verlauf des Jahres 2024 unsere Lieferfähigkeit auf dem hohen Niveau von 2023 halten werden können.

Für den Umsatz darf für 2024 nicht mit einer positiven Entwicklung gerechnet werden. Die Ertragslage, insbesondere das EBIT, verbessert sich trotzdem aufgrund der sinkenden Einkaufskosten, dies spiegelt sich bereits in den Ergebnissen des Q1. Trotzdem ist schon jetzt abzusehen, dass die Materialeinsatzquote nicht weiter sinkt. Die aktuellen Marktaussichten, die vorliegenden Analysen der zurückliegenden Monate sowie die Erfolge bei der Konsolidierung der Kosten führen trotzdem zu einer langfristig positiven Einschätzung.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Chancenbericht

In den sich veränderten Rahmenbedingungen bestehen für die BRANOpac, nicht zuletzt aufgrund ihrer starken Forschungs- und Entwicklungsabteilung, große Potentiale um neue und angepasste Produkte zu platzieren, die auf die veränderten Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnitten sind. Eine weitere Chance liegt in der Transformation unseres Knowhows auf andere Produktmärkte, um so neue Absatzmöglichkeiten zu erschließen.

Die BRANOpac ist in der Lage die Produktion und Beschaffung kurzfristig an veränderte Marktbedingungen anzupassen. Die Lieferfähigkeit und stabilen und kurzen Lieferzeiten, auch unter sich erschwerenden Rahmenbedingungen, stellen einen echten Wettbewerbsvorteil dar.

Durch das niedrige langfristig gebundene Kapital und die hohe Eigenkapitalquote besteht zudem jederzeit die Möglichkeit auf veränderte Nachfrage oder Anforderungen durch entsprechende Investitionen zu reagieren.

Auch das Jahr 2023 hat gezeigt, dass die internationale Aufstellung Chancen bietet, Umsatzverschiebungen zwischen nationalen Märkten auszugleichen. Die Niederlassungen bergen zudem Umsatzpotentiale die weit über die zu befürchtenden Einbußen in den europäischen Kernmärkten hinausgehen.

2. Risikobericht

Fremdwährungsrisiken im Bereich der Beschaffung von Rohstoffen werden durch entsprechende Kurssicherungen abgefangen. Risiken im Finanzierungsbereich, besonders im Bereich der Zinsentwicklung, reduzieren wir durch entsprechende Zinsabsicherungsinstrumente.

Weitere Risiken, die einen besonderen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens haben könnten, liegen nach unserer Einschätzung derzeit nicht vor.

Die wichtigsten und zugleich unsererseits nicht beeinflussbaren Gefährdungspotenziale stellen die Weltwirtschaft sowie politische Maßnahmen dar, wie auch der russische Angriff auf die Ukraine. Als Beispiel seien an dieser Stelle die Werkschließungen in der Automobilindustrie und anderer Industriebetriebe genannt, die im Bereich der Korrosionsschutzprodukte unsere Kernmärkte sehr stark betreffen.

Die Einschränkungen des globalen Handels durch Sanktionen stellen ein erhebliches Risikopotential dar. Die Wachstumsprognosen für das Jahr 2024 sind nach wie vor unsicher und man kann die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft nur schwer einschätzen.

Zusätzlich zu diesen globalen Risiken werden in der europäischen Union und insbesondere Deutschland ausufernde Bürokratie und neue Verbote zu einem echten Risikofaktor. Die Entwicklungen zu immer stärkerer Regulierung bindet immer mehr Ressourcen, davon ist auch die BRANOpac sehr stark betroffen. Das Wachstum der Volkswirtschaft wird zusätzlich ausgebremst und die unternehmerischen Möglichkeiten auf neue Entwicklungen zu reagieren immer stärker eingeschränkt.

Die Kernmärkte der BRANOpac betreffend spielten die Folgen der Corona-Pandemie in den USA und in der EU 2022 zunehmend keine Rolle mehr. Während global die Corona Maßnahmen bereits 2022 an Relevanz verloren haben, ist in China eine Normalisierung erst im Jahr 2023 eingetreten.

Für Indien ist zu erwarten, dass die konjunkturellen Schwankungen aufgrund der oben beschriebenen Störungen deutlich stärker ausgeprägt sind, die dortige größte Niederlassung der BRANOpac hat aber bereits im Krisenjahr 2020 die damit verbundenen Herausforderungen gut bewältigt. Die Wachstumsraten in Indien werden aller Vorrausicht nach in den nächsten Jahren zu den höchsten der Welt gehören.

Die Leitzinsen der EZB werden, wie in den USA, aller Voraussicht nach nicht mehr steigen. Das insgesamt wesentlich höhere Zinsniveau wird wohl stabilisiert werden und das globale Wachstum bremsen. Allerdings kann die durch die instabilen Lieferketten und die zunehmende Ressourcenknappheit gestiegene Inflation nur so eingehegt werden. Für das Jahr 2024 muss mit einer stagnierenden oder sogar schrumpfenden Nachfrage in den Marktsegmenten der BRANOpac gerechnet werden.

Darüber hinaus wird auch der Trend zur Elektromobilität die Kernmärkte der BRANOpac nicht unbeeinflusst lassen. Durch Veränderungen der Autoarchitektur sind Verschiebungen insbesondere bei den vor Korrosion zu schützenden Materialien zu erwarten, der Trend hin zur Elektromobilität und die damit verbundenen Herausforderungen für die BRANOpac haben sich im letzten Jahr weiter verstärkt.

3. Zusammenfassung

Über die beschriebenen Risiken und Chancen hinaus bestehen unseres Erachtens keine weiteren wirtschaftlichen Bestandsgefährdungspotenziale. Mit unserer Strategie der Internationalisierung sehen wir uns einerseits in Richtung großer Umsatzpotenziale ausgerichtet und können andererseits auch die Absatz- bzw. Umsatzrisiken streuen. Die global instabilen Wachstumsraten, die noch nicht überwundenen globalen Versorgungsrisiken und Strukturänderungen der Automobilindustrie müssen genau beobachtet und kritisch gewürdigt werden.

Wir sehen uns in der Lage alle Risiken zu beherrschen und die sich ergebenden Chancen für den langfristigen Unternehmenserfolg zu nutzen.

 

Lich, 05.06.2024

Jörg Schulte

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 5.048.830,56 5.072.006,58
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 196.349,50 188.309,50
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 196.349,50 188.309,50
II. Sachanlagen 3.440.599,60 3.176.531,99
1. technische Anlagen und Maschinen 1.695.517,11 935.221,11
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.707.222,05 1.584.134,05
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 37.860,44 657.176,83
III. Finanzanlagen 1.411.881,46 1.707.165,09
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.382.925,28 1.678.766,72
2. sonstige Finanzanlagen 28.956,18 28.398,37
B. Umlaufvermögen 9.882.064,76 13.477.166,99
I. Vorräte 5.140.055,78 8.874.413,14
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.493.235,60 4.570.505,56
1. sonstige Vermögensgegenstände 4.493.235,60 4.570.505,56
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 248.773,38 32.248,29
C. Rechnungsabgrenzungsposten 82.789,56 111.519,40
Bilanzsumme, Summe Aktiva 15.013.684,88 18.660.692,97

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.674.606,76 7.461.988,83
I. gezeichnetes Kapital 1.300.000,00 1.300.000,00
II. andere Gewinnrücklagen 5.000.000,00 5.000.000,00
III. Gewinnvortrag 1.161.988,83 1.200.744,74
IV. Jahresfehlbetrag 787.382,07 38.755,91
B. Kapitalanteil atyp. stiller Gesellschafter 170.527,55 210.525,00
C. Rückstellungen 551.341,03 909.470,43
D. Verbindlichkeiten 7.617.209,54 10.078.708,71
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 1.036.596,60
2. sonstige Verbindlichkeiten 7.617.209,54 9.042.112,11
Bilanzsumme, Summe Passiva 15.013.684,88 18.660.692,97

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 14.103.980,03 15.167.486,55
2. Personalaufwand 8.267.823,12 8.597.752,35
a) Löhne und Gehälter 6.864.736,93 7.088.588,22
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.403.086,19 1.509.164,13
3. Abschreibungen 718.485,47 665.982,95
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 718.485,47 665.982,95
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.647.465,58 5.564.268,95
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.453,98 1.470,19
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 269.337,81 92.507,95
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 27.430,55 271.331,34
8. Ergebnis nach Steuern -824.108,52 -22.886,80
9. sonstige Steuern 3.271,00 3.041,00
10. Erträge aus Verlustübernahme 39.997,45 0,00
11. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 0,00 12.828,11
Jahresfehlbetrag 787.382,07 38.755,91

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die BRANOpac GmbH hat ihren Sitz in Lich. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts - Registergericht - Gießen unter der Registernummer HR B 3996 eingetragen.

II. Allgemeine Erläuterungen zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Kapitalgesellschaft vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Kapitalgesellschaft entsprechendes Bild.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB und den ergänzenden Regelungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266, 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet.

Die Gliederung der Bilanz wurde gem. §§ 265 Abs. 5 HGB, 42 Abs. 3 GmbHG um den Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" erweitert.

Die "Davon-Vermerke" werden wie bereits im Vorjahr aufgrund einer klareren Darstellung in den Anhang aufgenommen.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die BRANOpac GmbH eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die ausgewiesenen Vermögensgegenstände, Rechnungsabgrenzungsposten, Verbindlichkeiten und Rückstellungen sind nach den handelsrechtlichen Vorschriften bilanziert.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Zuschüsse und planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Als Abschreibungsverfahren wird die lineare und die degressive Abschreibung gewählt. Bei der Bilanzposition "Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" besteht ein Festwert gem. § 240 Abs. 3 HGB.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren, am Abschlussstichtag beizulegenden Wert, angesetzt.

Die unter der Position "Sonstige Ausleihungen" im Anlagevermögen ausgewiesene Rückdeckungsversicherung ist mit dem Deckungskapital zzgl. Gewinnguthaben bzw. dem gesicherten Betrag bewertet.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder mit den niedrigeren Werten am Abschlussstichtag angesetzt. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Der Ansatz der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sowie der fertigen Erzeugnisse erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten einschließlich einzubeziehender Material- und Fertigungsgemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht angesetzt. Für Ersatzteile ist ein Festwert in Höhe von EUR 10.225,84 gebildet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Forderungen in ausländischer Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Die Vorschriften des § 256a HGB zur Währungsumrechnung werden beachtet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung auf die Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen sowie die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde als Barwert ermittelt. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):

a) die Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck

b) ein Rechnungszins nach dem Stand vom 31.12.2023 von 1,82 %. Der Rechnungszins entspricht den Bestimmungen des § 253 Abs. 2 HGB unter Verwendung der sogenannten "Vereinfachungsregelung" gemäß " 253 Abs. 2 S. 2 HGB (pauschaler Ansatz des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatzes mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren).

c) Rententrend: 1,00 %

d) Fluktuationswahrscheinlichkeiten: keine

Für die Berechnung liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten der Hannoversche Consult GmbH vom 09.01.2024 vor.

Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen erfolgte im jeweiligen Rentnerbestand. Die Anwartschaft auf Witwen- bzw. Witwerrente wurde nach der kollektiven Methode bewertet. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 636,00. Insofern besteht eine Ausschüttungssperre.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden am Tag der Einbuchung - soweit erforderlich - in EUR umgerechnet. Auf fremde Währung lautende Bankkonten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

IV. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

a) Allgemeines

Besondere Umstände, die dazu führen, dass der Jahresabschluss zum 31.12.2023 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht vermittelt, liegen nicht vor.

b) Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachstehenden Anlagenspiegel:

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
davon FK-Zinsen
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.358.311,76 83.717,85 0,00 0,00 700,00 2.442.729,61
Geleistete Anzahlungen 33.449,50 16.095,00 0,00 0,00 -700,00 48.844,50
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 2.391.761,26 99.812,85 0,00 0,00 0,00 2.491.574,11
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 12.933.479,33 498.803,09 0,00 9.651,95 553.785,02 13.976.415,49
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.881.036,17 358.642,13 0,00 41.491,94 103.391,81 6.301.578,17
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 657.176,83 37.860,44 0,00 0,00 -657.176,83 37.860,44
Summe Sachanlagen 19.471.692,33 895.305,66 0,00 51.143,89 0,00 20.315.854,10
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.352.949,60 165.000,00 0,00 0,00 0,00 2.517.949,60
Sonstige Ausleihungen 28.398,37 557,81 0,00 0,00 0,00 28.956,18
Summe Finanzanlagen 2.381.347,97 165.557,81 0,00 0,00 0,00 2.546.905,78
Summe Anlagevermögen 24.244.801,56 1.160.676,32 0,00 51.143,89 0,00 25.354.333,99
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.203.451,76 91.772,85 0,00 0,00 0,00 2.295.224,61
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 2.203.451,76 91.772,85 0,00 0,00 0,00 2.295.224,61
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 11.998.258,22 287.766,68 0,00 5.126,52 0,00 12.280.898,38
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.296.902,12 338.945,94 0,00 41.491,94 0,00 4.594.356,12
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 16.295.160,34 626.712,62 0,00 46.618,46 0,00 16.875.254,50
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 674.182,88 460.841,44 0,00 0,00 0,00 1.135.024,32
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 674.182,88 460.841,44 0,00 0,00 0,00 1.135.024,32
Summe Anlagevermögen 19.172.794,98 1.179.326,91 0,00 46.618,46 0,00 20.305.503,43
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 147.505,00 154.860,00
Geleistete Anzahlungen 0,00 48.844,50 33.449,50
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 196.349,50 188.309,50
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.695.517,11 935.221,11
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.707.222,05 1.584.134,05
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 37.860,44 657.176,83
Summe Sachanlagen 0,00 3.440.599,60 3.176.531,99
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1.382.925,28 1.678.766,72
Sonstige Ausleihungen 0,00 28.956,18 28.398,37
Summe Finanzanlagen 0,00 1.411.881,46 1.707.165,09
Summe Anlagevermögen 0,00 5.048.830,56 5.072.006,58

Die Finanzanlagen enthalten Anteile an folgenden verbundenen Unternehmen

Eigenkapital 31.12.2023 Anteil am Gesellschaftskapital
%
Kapitalanteil Buchwert 31.12.2023 Jahresergebnis 2023
BRANOpac India Pvt. Ltd. mit Sitz in Sonipat 311.207.226,00 INR 3.395.642,00 EUR 100,00 25.000.000,00 INR 283.095,00 EUR 1.004.583,83 EUR 7.677.288,00 INR 83.768,00 EUR
Ningbo BRANOpac Import und Export Trade Co. Ltd. mit Sitz in Ningbo/China -2.111.881,72 RMB -270.667,00 RMB 100,00 5.337.775,90 CNY 722.288,00 EUR 217.663,75 EUR -1.937.190,93 CNY -248.278,00 EUR
BRANOpac USA Inc. mit Sitz in Glen Allen, Virginia 354.850,75 USD 321.528,00 EUR 100,00 818.199,48 USD 741.364,00 EUR 160.677,70 EUR -154.183,32 USD 139.704,00 EUR
* zum 31.12.2021

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 583 (Vj.: TEUR 465) und Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 422,49 (Vj.: EUR 458,90) enthalten. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der folgenden Aufstellung:

Gesamtbetrag zum 31.12.2023
TEUR
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr
TEUR
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
TEUR
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren
TEUR
davon gesicherte Beträge
TEUR
Art der Sicherheit
Verbindlichkeiten gegenüber Kredit- 0 0 --- --- --- ---
instituten (1.037) (1.037) (---) (---) (---)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und 874 874 --- --- --- branchenübliche
Leistungen (675) (675) (---) (---) (---) Eigentumsvorbehalte
- davon gegenüber verbundenen Unter- 0 0 --- --- --- ---
nehmen (16) (16) (---) (---) (---)
davon gegenüber 6 6 --- --- ---
Gesellschaftern (127) (127) (---) (---) (---)
Verbindlichkeiten Sicherungs-
gegenüber Gesell- 6.643 4.158 2.485 393 512 übereignung
schaftern (7.633) (3.733) (2.910) (786) (512) Maschinen
Sonstige 100 100 --- --- --- ---
Verbindlichkeiten (734) (734) (---) (---) (---)
- davon aus Steuern 48 48 --- --- ---
(181) (181) (---) (---) (---)
- davon im Rahmen der 13 13 --- --- ---
sozialen Sicherheit (14) (14) (---) (---) (---)
- davon gegenüber 16 16 --- --- ---
Gesellschaftern (515) (515) (---) (---) (---)
7.617 5.132 2.910 786 ---
(10.079) (6.177) (2.910) (786) (---)

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen. Die Mietzahlungen beinhalten neben den festen auch variable Bestandteile. Der Jahresbetrag der mehrjährigen Verpflichtungen wurde als Durchschnitt der Geschäftsjahre 2021 bis 2023 mit TEUR 1.561 (Vj: TEUR 1.481) ermittelt. Die Verpflichtungen bestehen in voller Höhe gegenüber verbundenen Unternehmen.

c) Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge aus Währungsumrechnung sind in Höhe von EUR 0,00 (Vj: EUR 155,58) enthalten.

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 6.617,44 (Vj: EUR 10.772,04).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von EUR 10.229,48 (Vj: EUR 4.573,32).

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsen an Gesellschafter in Höhe von EUR 34.373,23 (Vj: EUR 32.465,33).

Im Berichtsjahr wurden im Finanzanlagevermögen außerplanmäßige Abschreibungen von EUR 460.841,44 vorgenommen. Für Forderungen gegen verbundenen Unternehmen wurden Zuführungen zu Wertberichtigungen in Höhe von EUR 224.433,87 vorgenommen.

V. Ergänzende Angaben und Erläuterungen

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 148 Arbeitnehmer beschäftigt. Hiervon waren durchschnittlich 70 gewerbliche Mitarbeiter sowie 78 Angestellte für die Gesellschaft tätig.

Geschäftsführer der Gesellschaft war im Berichtsjahr Herr Dipl.-Ökonom Jörg Schulte, Gießen.

Herr Jörg Schulte ist alleinvertretungsberechtigt.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge für den Geschäftsführer wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Lich, den 05.06.2024

BRANOpac GmbH

gez. Jörg Schulte, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 16.09.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BRANOpac GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BRANOpac GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BRANOpac GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Würzburg, 05.06.2024

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