Rocket Factory Augsburg AG

Berliner Allee 65, 86153 Augsburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 34251
Eingetragen
12.12.2019
Branche
Luft- und Raumfahrzeugbau für zivile ZweckeHerstellung von MehrzweckindustrieroboternHerstellung von militärischen Kampffahrzeugen
Gegenstand
ist die Forschung, Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Produkten, Systemen und Technologien im Bereich der Raumfahrt

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied
Stefan Brieschenk
seit 12.12.2019
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Rocket Factory Augsburg AG

Augsburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. BESCHREIBUNG DER ORGANISATION UND DER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Rocket Factory Augsburg AG (RFA) wurde aus der Überzeugung heraus gegründet, die Dienstleistungen im Bereich der Raumfahrt und die Art und Weise, wie wir das Leben auf der Erde verbessern können, zu revolutionieren. RFA bietet künftig einen schnellen, günstigen und flexiblen Zugang zum Weltraum, um datenbasierte Dienste aus der Weltrauminfrastruktur zu ermöglichen. Das von RFA künftig angebotene Leistungsspektrum ermöglicht die volle Betriebsfähigkeit kleiner Satellitenkonstellationen innerhalb von Stunden nach dem Start.

Seit der Gründung im August 2018 hat die RFA ein rasantes Wachstum erlebt. Zum 31. Dezember 2023 waren bei der RFA 217 Vollzeitmitarbeiter, 1 Auszubildender, 1 dualer Student sowie 31 Praktikanten und 23 Werkstudenten beschäftigt. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die Erweiterung des Produktionsteams gelegt, um die zukünftige Serienproduktion vorzubereiten. Das internationale Team von Raumfahrtenthusiasten rekrutiert sich aus der ganzen Welt. Eine gelungene Kombination des Besten aus beiden Welten.

RFA verfolgt von Beginn an einen systematisch kostenorientierten Ansatz, mit der Vision, Raketen wie Autos zu industrialisieren. Mit ihrem Standort in Süddeutschland profitiert die RFA von dem Entwicklungs-, Fertigungs- und Automatisierungszentrum, das die Automobilindustrie umgibt. Dies ermöglicht es RFA, auf ein Netzwerk von Zulieferern zurückzugreifen, die über die Ressourcen, die Ausrüstung und das Know-How verfügen, um in die Serienproduktion einzusteigen. Dies wiederum verringert die Notwendigkeit, diese Fähigkeiten intern aufzubauen. Es ist eine strategische Entscheidung, den Großteil der verfügbaren Ressourcen auf die interne Entwicklung der Trägerrakete zu konzentrieren und unterstreicht den Anspruch, ein Asset-Light-Unternehmen zu sein. Die Rocket Factory Augsburg AG hat ihren Hauptsitz in Augsburg, Deutschland, und hält 100 % der Anteile an den vier Tochtergesellschaften RFA Portugal Unipessoal Lda. mit Sitz in Matosinhos, Portugal, RFA Azores Unipessoal Lda. mit Sitz in Angra do Heroismo, Azoren, Rocket Factory Ltd. mit Sitz in Inverness, Schottland und Rocket Factory Sweden AB mit Sitz in Kiruna, Schweden. Alle Triebwerksqualifikationen und der integrierte Test der zweiten Stufe werden in Esrange, Schweden, auf einem von der Swedish Space Corporation (SSC) betriebenen Testgelände durchgeführt. Strukturtests werden in erster Linie am oder in der Nähe des Hauptsitzes in Augsburg durchgeführt. Die Struktur der dritten Stufe der Trägerrakete wird am Hauptsitz der RFA Portugal in Matosinhos getestet. Der erste Flug der RFA One-Trägerrakete wird vom SaxaVord Spaceport auf den Shetland-Inseln aus stattfinden. Rocket Factory Ltd. wird die Startkampagnen für den RFA One-Startdienst der RFA-Gruppe von Shetland aus durchführen.



Führungsteam der RFA

Der Vorstand wird von Dr. Stefan Tweraser, Chief Executive Officer, Dr. Stefan Brieschenk, Chief Operating Officer, und Jörn Spurmann, Chief Commercial Officer, gebildet. Zusammen verfügen sie über mehr als 45 Jahre Erfahrung in den Bereichen Technik und Vertrieb sowie der Unternehmensführung, vor allem in den Bereichen Technologie und Luft- und Raumfahrt.

Dr. Stefan Tweraser kam im Oktober 2021 zur Rocket Factory Augsburg AG und verfügt über mehr als 21 Jahre Erfahrung in Technologieunternehmen. Vor seinem Eintritt in die Rocket Factory Augsburg AG war Dr. Tweraser drei Jahre lang bei Deezer als Chief Product and Growth Officer und Chief Marketing Officer tätig. Weitere wichtige Positionen waren Chief Executive Officer der SnapShot GmbH, Country Director DACH bei Google Germany GmbH und Associate to Principal bei Mckinsey & Company.

Dr. Stefan Brieschenk ist Gründungsmitglied der Rocket Factory Augsburg AG und ist seit August 2018 im Unternehmen tätig. Vor der Gründung der Rocket Factory Augsburg AG war Dr. Brieschenk als Senior System Engineer bei der MT Aerospace AG sowie zwei Jahre bei Rocket Lab USA als Vehicle Testing Manager tätig. Davor arbeitete er an mehreren internationalen Entwicklungsprogrammen für Trägerraketen wie HiFire und Scramspace.

Herr Jörn Spurmann ist ebenfalls Gründungsmitglied der Rocket Factory Augsburg AG und ist seit August 2018 im Unternehmen tätig. Vor der Gründung der Rocket Factory Augsburg AG war Herr Spurmann vier Jahre lang bei der MT Aerospace AG als Head of Sales tätig, sowie in weiteren namhaften Positionen als Business Unit Manager Space bei der Altran GmbH & Co KG und als Projektleiter für den Missionsbetrieb beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

2. FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

Schwerpunkt der Tätigkeit der RFA ist die Entwicklung einer Kleinträgerrakete für den Transport von Satelliten in die Erdumlaufbahn. Dafür müssen sowohl die Systeme der Kleinträgerrakete selbst entwickelt werden als auch die dazugehörige Testinfrastruktur. Die Entwicklung lässt sich dabei in drei übergeordnete Teilsysteme einteilen, wobei diese jeweils zahlreiche Untersysteme und Komponenten aufweisen: Struktursystem, Antriebstechnik und Avioniksystem. Die Entwicklung erfolgt iterativ, wofür Prototypen entwickelt und hergestellt, kontinuierlich getestet und entsprechend der Ergebnisse verbessert werden. Zudem werden für diese drei Bereiche spezifische Teststände entwickelt und realisiert.

RFA ist verantwortlich für die Gesamtentwicklung der Kleinträgerrakete. Bei der Herstellung der Komponenten arbeitet RFA mit industriellen Partnern zusammen, um möglichst kosteneffizient zu operieren. Gemeinsam mit der Tochterfirma RFA Portugal, Unipessoal Lda. sowie einem weiteren Industriepartner entwickelt RFA die Strukturen der Orbitalstufe.

Die Schwerpunktlegung auf die Entwicklung zeigt sich deutlich in den getätigten Investitionen in die Entwicklung. Im Geschäftsjahr wurden Entwicklungskosten in Höhe von 15.716 TEUR in die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert: in Höhe von 13.906 TEUR auf den Prototypen der Rakete und in Höhe von 1.810 TEUR auf die Teststände. Der Prototyp ist noch nicht fertiggestellt, so dass dieser noch nicht abgeschrieben wird, für die Teststände ergab sich im Geschäftsjahr eine Abschreibung in Höhe von 792 TEUR. Auf den Prototypen entfielen außerdem Zuschüsse in Höhe von 820 TEUR, die bei den Entwicklungskosten gekürzt wurden.

77% der insgesamt 217 Vollzeitmitarbeiter zum 31.12.2023 waren direkt in der Entwicklung des Prototyps sowie der Teststandinfrastruktur tätig.

Für die Entwicklung des Prototyps einschließlich der Testinfrastruktur bis zum ersten Start des Prototyps in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 ist ein Gesamtbudget von ca. 100 MEUR vorgesehen. Bis zum 31.12.2023 sind bereits ca. 75% dieses Budgets ausgeschöpft worden. Auf Grund der steigenden Intensität der Entwicklungstätigkeiten sowie des Fortschritts des Entwicklungsprogramms stiegen die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände der Gesellschaft von 25.878 TEUR im Vorjahr auf 39.982 TEUR im Jahr 2023, wobei der überwiegende Teil auf die Entwicklung des Prototyps entfällt.

Forschungstätigkeiten fanden im Geschäftsjahr 2023 bei der RFA nicht statt.

3. WIRTSCHAFTSBERICHT 2023

Berichterstattung über die Lage der Branche

In der sich ständig verändernden Landschaft der globalen Raumfahrtindustrie im Jahr 2023 erlebt der Sektor weiterhin ein schnelles Wachstum und transformative Entwicklungen. Die bereitgestellten Informationen beleuchten die wichtigsten Aspekte, von der Verbreitung von Satelliten über die Weiterentwicklung von Trägerraketen bis hin zu den potenziellen Herausforderungen eines Überangebots.

Die globale Raumfahrtindustrie erlebt einen erheblichen Anstieg der Satellitenzahlen: Rund 7.500 aktive Satelliten umkreisen die Erde, und wöchentlich werden durchschnittlich 50 neue Satelliten gestartet. Diese Satelliten werden oft in Multi-Satelliten-Konstellationen betrieben und dienen verschiedenen kommerziellen Anwendungen wie Fernerkundung, Kommunikation und Navigation.

Gleichzeitig befindet sich die Raumfahrtindustrie mit der Einführung einer neuen Generation von Trägerraketen in einem bedeutenden Wandel. Dieser Übergang führt zu vielfältigen Möglichkeiten in Bezug auf Verfügbarkeit und Kapazität, angetrieben durch das wachsende Interesse an der Erforschung des Weltraums, potenziellen kommerziellen Raumstationen und dem aufkeimenden Weltraumtourismussektor.

Der private Sektor ist das am schnellsten wachsende Segment in der Raumfahrtindustrie, angetrieben durch technologische Fortschritte und sinkende Startkosten. Die Kosten für schwere Starts in die erdnahe Umlaufbahn (LEO) sind erheblich gesunken. Ein Beispiel dafür ist das Starlink-Programm von SpaceX, das den Start einer umfangreichen Reihe von Satelliten für globale Breitband- und andere Dienste plant.

Die Anwendungen von Satelliten haben sich in den Bereichen Kommunikation, Erdbeobachtung, Technologieentwicklung, Forschung und andere Missionen diversifiziert. Für die Zukunft ist eine erhebliche Ausweitung mit Vorschlägen für über 100 neue Konstellationen geplant, die sowohl Kommunikations- als auch Nicht-Kommunikationssatelliten für die Erdbeobachtung umfassen.

Allerdings befindet sich das Angebot an Trägerraketen an einem entscheidenden Punkt, da viele mittelschwere und schwere Trägerraketen aus dem Verkehr gezogen werden und nur noch begrenzte Kapazitäten zur Verfügung stehen. Die Branche erlebt die Entwicklung neuer Startkapazitäten, wie die Ariane 6 von Arianespace, die Pläne von ULA für bis zu 30 Starts pro Jahr, New Glenn von Blue Origin und Starship von SpaceX.

Dieses Umfeld bringt Herausforderungen mit sich, insbesondere im Hinblick auf ein mögliches Überangebot und kurzfristige Kapazitätsengpässe. Das Starship von SpaceX hat, wenn es erfolgreich ist, das Potenzial, die Kapazität der Branche und die Wirtschaftlichkeit des Starts erheblich zu beeinflussen, indem es möglicherweise Kosten von bis zu 100 US-Dollar pro Kilogramm zum LEO erreicht.

Angesichts dieser Dynamik sieht sich die Branche mit einem potenziellen doppelten Problem konfrontiert - einem kurzfristigen Kapazitätsdefizit und dem längerfristigen Risiko eines Überangebots. Die Beteiligten müssen die unmittelbaren Chancen und das drohende Risiko eines Überangebots sorgfältig gegeneinander abwägen, indem sie der Flexibilität, der Kostenkontrolle und der Zuverlässigkeit Priorität einräumen.

Startunternehmen wird empfohlen, Strategien zur Maximierung der Flexibilität und Kostenkontrolle zu verfolgen. Dazu gehört, dass sie Konstruktions- und Fertigungsansätze für eine schnelle Einführung und Skalierung der Kapazität in Betracht ziehen. Sicherheit und Zuverlässigkeit haben nach wie vor oberste Priorität, und der Kundenservice könnte in Verbindung mit einer wettbewerbsfähigen Preisgestaltung einen strategischen Vorteil darstellen.

Parallel dazu unterstreicht der breitere Kontext der globalen Weltraumwirtschaft 2023 den unaufhaltsamen Fortschritt. Regierungen und private Unternehmen treiben weiterhin die Erforschung des Weltraums, kommerzielle Unternehmungen und technologische Durchbrüche voran. Zu den bemerkenswerten Initiativen gehören das Artemis-Programm der NASA, das auf menschliche Mondlandungen abzielt, die ExoMars-Rover-Mission der ESA und die indische Chandrayaan-Mondmission.

Die Integration von Spitzentechnologien und die Zusammenarbeit haben eine neue Ära der Weltraumforschung eingeläutet. Die Ministerkonferenz im November 2023 spielte eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung des Kurses der europäischen Raumfahrtaktivitäten und legte die Mittelzuweisung für die nächsten vier Jahre fest.

Trotz Herausforderungen wie der Stilllegung von Trägerraketen und vorhersehbaren Verzögerungen bleibt die globale Raumfahrtgemeinschaft entschlossen, die Präsenz der Menschheit im Weltraum zu erweitern. Unternehmen wie die Rocket Factory Augsburg AG mit ihrem Schwerpunkt auf Erschwinglichkeit, hoher Startkadenz und flexiblem Einsatz sind bereit, die wachsende Nachfrage zu befriedigen. Während die Raumfahrtindustrie mit Unwägbarkeiten zu kämpfen hat, treibt die gemeinsame Vision, das enorme Potenzial des Weltraums nutzbar zu machen, den Fortschritt in diesem dynamischen und sich ständig weiterentwickelnden Grenzbereich weiter voran.

Wettbewerbliche Landschaft

In der sich schnell entwickelnden Landschaft der globalen Raumfahrtindustrie im Jahr 2024 wird die Wettbewerbsdynamik unter den deutschen Microlauncher-Unternehmen weiterhin die Flugbahn der Weltraumforschung und Satellitenentwicklung bestimmen (Quelle: In der sich schnell entwickelnden Landschaft der globalen Raumfahrtindustrie im Jahr 2024 wird die Wettbewerbsdynamik unter den deutschen Microlauncher-Unternehmen weiterhin die Flugbahn der Weltraumforschung und Satellitenentwicklung bestimen 1.

Eine Analyse aus einem am 2. Februar 2023 von European Spaceflight und Capitol Momentum veröffentlichten Bericht mit dem Titel "Road to Launchpad - Comparative Analysis of Germany's Microlaunchers", enthält Erkenntnisse die sich auf die Rocket Factory Augsburg AG (RFA) und ihre Konkurrenten, die Hyimpulse Technologies GmbH und die Isar Aerospace Technologies GmbH, konzentriert.

Der Bericht bewertet kritische Kategorien wie den technischen Fortschritt, Fundraising-Bemühungen, Bewertung und Kundenattraktivität, um die Stärken und Schwächen dieser Hauptakteure in der deutschen Microlauncher-Arena zu beurteilen. RFA und Hyimpulse Technologies GmbH zeichnen sich durch ihren bemerkenswerten technischen Fortschritt aus, da sie wichtige Meilensteine erreicht haben, wie z.B. erfolgreiche Hot-Fire Testkampagnen für Triebwerke und rigorose Druck-, Kryogenik- und Bersttests an Strukturtanks. Im Gegensatz dazu hat die Isar Aerospace Technologies GmbH zwar die Trennung der Nutzlastverkleidung und verschiedene Tests durchgeführt, die Treibwerkstestkampagne wurde zum Jahresende noch nicht abgeschlossen.

Finanzielle Erwägungen sind in dieser dynamischen Landschaft von zentraler Bedeutung. Die Isar Aerospace Technologies GmbH ist führend bei der Mittelbeschaffung und hat in drei Finanzierungsrunden schätzungsweise insgesamt 167 Mio. EUR eingeworben. Die Hyimpulse Technologies GmbH sammelte in ihrer Seed-Runde 22 Mio. EUR ein, während die RFA in Seed- und Series-A-Finanzierungsrunden 30 Mio. EUR einnahm. Diese Zahlen werden mit denen internationaler Trägerraketenhersteller verglichen, wobei insbesondere SpaceX in sechs Finanzierungsrunden rund 148 Mio. EUR aufgebracht hat.

Was die Nutzlastkapazität betrifft, so verfolgt jedes Unternehmen andere Ziele. Die SL1 der Hyimpulse Technologies GmbH strebt 500 kg im Low Earth Orbit (LEO) an, die Spectrum-Trägerrakete der Isar Aerospace Technologies GmbH zielt auf 1.000 kg im LEO, und die RFA One der RFA plant, eine Nutzlast von 1.350 kg im LEO zu tragen. Diese Vielfalt spiegelt die Vielseitigkeit der Unternehmen wider, mit der sie den unterschiedlichen Marktanforderungen gerecht werden.

Die Vergleiche gehen über den deutschen Markt hinaus und stellen diese Unternehmen in einen globalen Wettbewerb mit der Mikroraketenindustrie. In diesem Zusammenhang bemüht sich RFA aktiv um eine Finanzierung in Höhe von 44 Mio. EUR in der Serie B, die für die Herstellung, Qualifizierung und Markteinführung von drei RFA One-Fahrzeugen entscheidend ist.

Ein zentraler Aspekt, der in dem Bericht hervorgehoben wird, ist die Kundennähe. RFA ist führend und verfügt über die größte Anzahl von Kundenverträgen und Absichtserklärungen, die bis Ende 2022 in der Pipeline sind. Diese strategische Positionierung ist ein gutes Vorzeichen für die künftige Umsatzgenerierung und stärkt die Position des Unternehmens auf dem wettbewerbsintensiven Markt für Mikrostartgeräte.

Mit Blick auf den breiteren Kontext der Raumfahrtindustrie unterstreicht der Bericht den Anstieg der Investitionen in den letzten Jahren, wobei öffentliche und private Märkte allein im Jahr 2021 10 Milliarden US-Dollar in Raumfahrtunternehmen investiert wurden. Dieser Kapitalzufluss treibt Innovation und Dynamik im gesamten Raumfahrt-Ökosystem voran, was sich auf die Wettbewerbslandschaft auswirkt und die Unternehmen vor die Herausforderung stellt, sich an das sich verändernde Kundenverhalten anzupassen. Die ESA hat im November 2022 eine weitere Erhöhung ihres Raumfahrtprogramms für die nächsten Jahre auf 16,9 Millarden. Euro beschlossen.

Raumfahrtunternehmen haben verschiedene Strategien angewandt, um sich Kapital zu beschaffen, darunter Private-Venture-Fonds, Spin-offs, Partnerschaften, spezielle Übernahmegesellschaften (SPACs) sowie interne Investitionen und F&E. Die Risikokapitalinvestitionen im Raumfahrtsektor haben erheblich zugenommen, wobei der Schwerpunkt auf Unternehmen liegt, die auf große und wachsende adressierbare Märkte abzielen, eigene Technologien entwickeln, bewährte Führungsteams beschäftigen, klare kommerzielle Anwendungen vorweisen können und Schnelligkeit und Kundenbindung demonstrieren.

1 https://www.mckinsey.com/industries/aerospace-and-defense/our-insights/a-different-space-race-raising-capital-and-accelerating-growth-in-space).

Die sich entwickelnde Natur des Raumfahrtsektors zeigt sich in der Nutzung von SPACs, mit einem Anstieg im Jahr 2021, aber einer anschließenden Abkühlung des Marktes. Größere, etablierte Raumfahrtunternehmen nutzen interne Ressourcen für Investitionen in die nächste Welle von Raumfahrtkapazitäten.

Die Fülle an privatem und öffentlichem Kapital ermöglicht es Raumfahrtunternehmen, verschiedene Wachstumsstrategien einzusetzen, darunter Fusionen und Übernahmen zur Skalierung in schnell wachsenden Segmenten, die Förderung des organischen Wachstums durch Produktinnovationen und Investitionen in Kunden- und Lieferantenbeziehungen.

Da sich der Raumfahrtsektor weiter entwickelt, müssen Akteure wie RFA, die sich um Investitionen bemühen, den Investoren gegenüber überzeugende Argumente vorbringen, indem sie die Attraktivität ihrer Zielmärkte, die Stärke ihrer firmeneigenen Technologie, die Vielfalt ihrer Kundenbasis und die Geschwindigkeit ihrer Markteinführungspläne hervorheben. Um sich einen Anteil am dynamischen und wettbewerbsintensiven Raumfahrtmarkt zu sichern, ist es von entscheidender Bedeutung, eine disruptive Mentalität an den Tag zu legen und den innovativen Charakter der Fähigkeiten und Geschäftsmodelle zu demonstrieren.

Operative Erfolge im Jahr 2023

In der dynamischen Weltraumforschung hat die Rocket Factory Augsburg AG (RFA) im Jahr 2023 einen Siegeszug angetreten, bemerkenswerte Meilensteine erreicht und ihre Position als einer der Hauptakteure in der kommerziellen Raumfahrtindustrie gefestigt. Zu Beginn des Jahres erinnerte sich die RFA an die Erfolge des vergangenen Jahres. Zu den Höhepunkten gehörten der beeindruckende 74-Sekunden-Hot-Fire-Test des Helix-Triebwerks und der triumphale Sieg beim DLR-Wettbewerb für Mikroraketen.

Gestärkt durch die Erfolge des vergangenen Jahres begann das Unternehmen das neue Jahr mit Elan und gab im Januar eine aufregende Ankündigung über den ersten Start vom SaxaVord Spaceport in Großbritannien bekannt. Die strategische Entscheidung für den auf den Shetland-Inseln gelegenen Weltraumbahnhof wurde durch seine optimale Lage für den Start von Nutzlasten in polare und sonnensynchrone Umlaufbahnen begründet. Die vorhandene Logistik, Infrastruktur, Startbereitschaft und eine entsprechende Mentalität machten SaxaVord Spaceport zu einem idealen Partner für die ehrgeizigen Bestrebungen von RFA. Ein bemerkenswerter Besuch von Josef Aschbacher, Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), trug zum vielversprechenden Jahresbeginn bei. Bei seinem Besuch auf dem RFA-Testgelände in Schweden konnte er die Oberstufe mit dem voll integrierten Helix-Triebwerk auf dem Prüfstand aus erster Hand begutachten. Darüber hinaus nahm die RFA aktiv an der 15. Europäischen Raumfahrtkonferenz in Brüssel teil und beteiligte sich an einer Diskussion am runden Tisch, bei der Möglichkeiten zur Förderung des Unternehmertums in der Raumfahrt aus verschiedenen Blickwinkeln der Industrie erörtert wurden.

Die Dynamik des Fortschritts setzte sich auch im Februar fort, als die RFA über gute Fortschritte in ihrer Entwicklungsarbeit berichtete. Die in Schweden und Augsburg durchgeführten Tests der Antriebs-, Struktur- und Avioniksysteme erbrachten vielversprechende Ergebnisse und signalisierten Fortschritte bei den technologischen Fähigkeiten des Unternehmens. Insbesondere die erfolgreichen Tests zur Abtrennung der Verkleidung simulierten den entscheidenden Prozess während des Aufstiegs durch RFA Portugal Unipessoal in deren Einrichtungen in Matosinhos. Während dieser Zeit empfing die RFA verschiedene Gäste, was das Engagement des Unternehmens für Zusammenarbeit und Innovation unterstreicht. Die nächste Generation von Raumfahrtenthusiasten erkundete die RFA-Anlage in Portugal und erhielt Einblicke in die Feinheiten der Raumfahrttechnologie. In der Zwischenzeit besuchte DCUBED, ein Kunde, der für den ersten Start von RFA vorgesehen ist, den Hauptsitz des Unternehmens in Augsburg. DCUBED, das als einer der Gewinner des DLR-Wettbewerbs für Mikrostartnutzlasten ausgezeichnet wurde, stellte sein innovatives NanoSat 100W-Solarzellenfeld vor, das in den letzten 1,5 Jahren mit Partnern entwickelt wurde. Der Monat endete mit einer Einladung an Interessierte und Enthusiasten, RFA auf der SATELLITE Conference & Exhibition in Washington zu treffen und direkt mit dem Unternehmen in Kontakt zu treten.

Der März brachte weitere bemerkenswerte Entwicklungen für RFA, als das Unternehmen seinen Prüfstand dem Generaldirektor des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Dr. Walther Pelzer, vorstellte. Die Präsentation fand auf dem Esrange-Testgelände der RFA in Schweden statt, das sich auf dem Gelände der Swedish Space Corporation befindet. Im Rahmen des Besuchs wurde die Oberstufe vorgestellt, die vollständig für die bevorstehende Testkampagne der integrierten Stufe vorbereitet ist. Die Teilnahme an der Konferenz Satellite 2023 in Washington erwies sich für die RFA als ein entscheidender Moment. In fruchtbaren Gesprächen mit Kunden und Partnern erhielt das Unternehmen ein überwältigend positives Feedback, das auf eine wachsende Begeisterung für den Ansatz und die Dienstleistungen der RFA in der Raumfahrtindustrie schließen lässt. Diese positive Resonanz bildete die Grundlage für zukünftige Kooperationen und Partnerschaften. Hervorgehoben wurden die Fortschritte der RFA bei ihrem Fenix-Triebwerkstestprogramm und der Entwicklung des Helix-Triebwerkssystems für die erste und zweite Stufe. Die Einführung der additiven Fertigung für beide Triebwerke in Verbindung mit einem modularen Design für den Prüfstand zeigt das Engagement des Unternehmens für Effizienz und Innovation. Die vielversprechenden Aussichten für den ersten Start wurden bekräftigt, was zeigt, dass das Unternehmen bereit ist, in eine neue Phase einzutreten.

Im April empfing die RFA die ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti in ihrem Hauptsitz in Augsburg. Die Astronautin erhielt eine Führung von RFAs COO Dr. Stefan Brieschenk, wobei nicht nur über das Helix-Triebwerk, sondern auch über die gemeinsamen Visionen für die Zukunft der europäischen Raumfahrt gesprochen wurde. Dieser Besuch unterstrich das Engagement der RFA für die Förderung der Zusammenarbeit und des Wissensaustauschs innerhalb der Raumfahrtgemeinschaft. Das Unternehmen gewährte auch Einblicke in seine Zwischenstufen und hob die Verwendung von Verbundwerkstoffen hervor, um leichte und dennoch robuste Strukturen zu schaffen, die für Weltraumstarts unerlässlich sind. Es wurde die kontinuierliche Entwicklung von RFA aufgezeigt, die einen stetigen Aufwärtstrend bei der Schaffung von Mehrwert für alle Beteiligten zeigt. Mit der Ankündigung einer neuen Runde von Teilwandelschuldverschreibungen wurde ein wichtiges finanzielles Update bekannt gegeben. Die Aktionäre wurden zur Zeichnung bis zum 5. Mai 2023 eingeladen, was die Bemühungen des Unternehmens widerspiegelt, die Finanzierung und Unterstützung für seine ehrgeizigen Projekte zu sichern.

Der Mai brachte einen monumentalen Erfolg für RFA, als das Unternehmen seine Oberstufe erfolgreich für eine beeindruckende Dauer von 280 Sekunden heiß zündete. Damit wurde die IST-Kampagne (Integrated System Test) abgeschlossen, bei der ein Helix-Triebwerk mit gestufter Verbrennung in ein Oberstufentanksystem integriert und mehreren Heißzündungstests unterzogen wurde. Die Bedeutung dieser Leistung lag darin, dass die RFA das erste private Unternehmen in Europa war, das eine Oberstufe mit gestufter Verbrennung erfolgreich heiß zündete. Der erfolgreiche Qualifikationstest ebnete den Weg für den Flug der ersten und zweiten Stufe und bestätigte die technischen Fähigkeiten und die Strategie der Kostenführerschaft der RFA. Statements von Dr. Stefan Brieschenk und Dr. Stefan Tweraser unterstrichen den Erfolg des Tests und betonten die einwandfreie Leistung der Oberstufe sowie die Sammlung wertvoller Daten für weitere Optimierungen. Der Test, der im Esrange Space Center in Schweden durchgeführt wurde, war ein entscheidender Meilenstein im Entwicklungsprozess und lieferte Erkenntnisse über Betankungsprozesse, Treibstoffmanagement, Druckbeaufschlagung, Sensoren, Antrieb und Steuerung.

Im Juni unterzeichnete RFA einen verbindlichen Vertrag mit der französischen Raumfahrtagentur CNES und vollzog damit einen strategischen Schritt zur Erweiterung seiner Startdienste. Diese Vereinbarung ebnete den Weg für das Angebot von Startdiensten vom Raumfahrtzentrum Kourou (CSG) in Französisch-Guayana, insbesondere vom Startkomplex ELM-Diamant, ab 2025. Durch die Zusammenarbeit mit CNES ist RFA in der Lage, die ESA und ihre Mitgliedstaaten als institutionelle Kunden für ein breites Spektrum von Missionsprofilen zu bedienen. Dies ist der zweite gesicherte Startplatz für die RFA, der den Startplatz SaxaVord auf den Shetland-Inseln ergänzt. Die Ankündigung unterstreicht das Engagement der RFA für die Zukunft der europäischen Raumfahrt und ihren Stolz, vom historischen Startplatz Diamant aus zu starten. Neben den strategischen Fortschritten nahm die RFA auch aktiv an Veranstaltungen teil, darunter eine Podiumsdiskussion über Sicherheitsversprechen in Zeiten hybrider Bedrohungen und ihre Präsenz auf der Paris Air Show. Letztere bot exklusive Einblicke in die 280-Sekunden-Hot-Fire-Kampagne der RFA-Oberstufe mit einem inszenierten Verbrennungstriebwerk über die volle Dauer. Ein fesselndes Rendering, das zeigte, wie RFA ONE in Zukunft abheben würde, verlieh dem Monat eine visionäre Note und schürte die Vorfreude auf die zukünftigen Starts des Unternehmens.

Im Juli empfing die RFA hohen Besuch, darunter den Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Vizekanzler Dr. Robert Habeck, und die Koordinatorin der Bundesregierung für die deutsche Luft- und Raumfahrt, Dr. Anna Christmann. Die hochrangigen Gäste besichtigten den Hauptsitz der RFA in Augsburg und erhielten aus erster Hand Einblicke in die technologischen Fähigkeiten und Beiträge des Unternehmens zur deutschen und europäischen Raumfahrtindustrie. Der Besuch wurde durch Gespräche über die zentrale Rolle der privaten europäischen Raumfahrtindustrie und die Position der RFA als wichtiger Akteur in diesem Ökosystem unterstrichen. Die Vertreter der Bundesregierung würdigten die bedeutenden Fortschritte der RFA bei der Weiterentwicklung der Raumfahrttechnologie und der Förderung von Innovationen. Gleichzeitig feierte die RFA einen bedeutenden Meilenstein - ihr 5-jähriges Bestehen. Das Jubiläum unterstrich das Wachstum und den Einfluss der RFA und positionierte sie als dynamische Kraft in der Raumfahrtindustrie.

In den Monaten August und September 2023 setzte die Rocket Factory Augsburg AG ihren Erfolgskurs mit einem strategischen finanziellen Schritt fort, der ihre Position als wichtiger Akteur in der Raumfahrtindustrie festigte. Die bemerkenswerte Entwicklung war die Ankündigung einer 30-Millionen-Euro-Fonds-Investition durch KKR, einer führenden globalen Investmentfirma, die das wachsende Vertrauen in den innovativen Ansatz und die technischen Errungenschaften der RFA unterstreicht. Die Investition erfolgte kurz nach dem erfolgreichen Abschluss des Heißzündversuchs der Oberstufe im Mai 2023, einer Pionierleistung, die die erste ihrer Art in Europa war. Die Investition wurde als Katalysator für die Beschleunigung der RFA-Mission positioniert, einschließlich des bevorstehenden Tests der integrierten ersten Stufe und der Fertigstellung der Startrampe am SaxaVord Spaceport in Schottland. Die erfolgreiche Verwirklichung dieser Meilensteine war ausschlaggebend dafür, dass die Mikrorakete RFA ONE auf die Startrampe gebracht werden konnte, deren erster Flug für das dritte Quartal 2024 geplant ist. Der Oktober brachte weitere Entwicklungen mit sich: RFA nahm an der World Satellite Business Week 2023 in Paris teil. Der Chief Commercial Officer des Unternehmens, Jörn Spurmann, und der Head of Sales, Jean-Phillippe Divo, beteiligten sich aktiv an Diskussionen über die sich entwickelnde Landschaft der Smallsat-Industrie. Ihre Einblicke in Markttrends, Herausforderungen und Möglichkeiten unterstrichen das Engagement von RFA, an der Spitze der kommerziellen Raumfahrt zu bleiben. In diesem Monat stellte RFA auch sein visionäres Projekt Argo vor. Argo ist ein Raumfrachttransportsystem, das die Lieferung von Nutzlasten zur Internationalen Raumstation (ISS) und zu anderen kommerziellen Zielen im erdnahen Orbit (LEO) erleichtern soll. Das Projekt, das in fesselnden Bildern dargestellt wurde, zeigte den zukunftsweisenden Ansatz der RFA, um der wachsenden Nachfrage nach zuverlässiger und effizienter Raumfahrtlogistik gerecht zu werden. Inmitten dieser visionären Enthüllungen konzentrierte sich RFA konsequent auf den bevorstehenden Start von RFA ONE. Das Engagement des Unternehmens für die Bereitstellung zuverlässiger, kosteneffizienter Startdienste hat sich durchgesetzt und den Weg für eine neue Ära in der europäischen Weltraumforschung geebnet.

Der November stand im Zeichen der kontinuierlichen Fortschritte von RFA an mehreren Fronten, wobei der Schwerpunkt auf der Produktion von RFA ONE lag. Das Produktionsteam schloss die Qualifikationskampagne für die Strukturen der ersten Stufe erfolgreich ab und unterstrich damit das Engagement des Unternehmens für Qualität und Zuverlässigkeit. Damit ist RFA ONE seinem ersten Start näher gekommen, was einen wichtigen Schritt zur Verwirklichung der ehrgeizigen Ziele von RFA darstellt. Das Unternehmen sicherte sich über das Tochterunternehmen Rocket Factory Ltd. UK 3,5 Millionen Pfund aus dem Boost!-Programm der britischen Raumfahrtagentur zu und unterstützte damit die Bemühungen von RFA, seinen Startplatz im SaxaVord Spaceport einzurichten und zu optimieren. Diese finanzielle Unterstützung unterstreicht die Anerkennung des Beitrags von der Unternehmensgruppe RFA zur britischen Raumfahrtindustrie und das Potenzial des Unternehmens, ein wichtiger Akteur auf dem globalen Raumfahrtmarkt zu werden. Darüber hinaus stieß der zweite Testflug von RFA ONE auf überwältigendes Interesse, da alle verfügbaren Nutzlastplätze ausgebucht waren. Acht Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen und Anwendungsbereichen meldeten sich für diese historische Mission an. Die begeisterte Resonanz unterstreicht die wachsende Nachfrage nach den Startdiensten der RFA. Auch das Engagement von RFA in der örtlichen Gemeinde stand im Mittelpunkt: Das Unternehmen warb aktiv für seine Mission in einem örtlichen Eishockeystadion. Dieses Engagement zeigt, wie sehr sich RFA für die Einbeziehung und Inspiration der lokalen Bevölkerung einsetzt, und steht im Einklang mit der Vision des Unternehmens, den Weltraum für alle zugänglicher und interessanter zu machen.

Rückblickend war das Jahr 2023 für die Rocket Factory Augsburg AG unbestreitbar ein Jahr des Höhenflugs. Das Engagement des Unternehmens für Innovation, Zusammenarbeit und Exzellenz machte sich bezahlt und spiegelt sich in vielen erfolgreichen Tests wieder. Als sich das Jahr dem Ende zuneigte, stand das Unternehmen an der Schwelle zu einer neuen Ära und war bereit, einen wichtigen Beitrag zur sich entwickelnden Landschaft der kommerziellen Raumfahrt zu leisten. Die RFA blickt mit großem Optimismus auf neue Horizonte im Jahr 2024, was das anhaltende Wachstum der Raumfahrtindustrie und ihre Rolle bei der Gestaltung der Zukunft der Weltraumforschung angeht. Das Vermächtnis des Jahres 2023 dient als Beweis für ihr unerschütterliches Engagement, die Grenzen der Weltraumforschung zu erweitern und die nächste Generation von Pionieren zu inspirieren.

Ertragslage

Die Rocket Factory Augsburg AG weist für das Geschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag von 8.384 TEUR aus, gegenüber 2.760 TEUR im Vorjahr als Folge der nachfolgenden Effekte.

Die Umsatzerlöse sind von TEUR 3.419 im Vorjahr auf TEUR 2.682 im Jahr 2023 gesunken, was im Wesentlichen darauf zurückzuführen ist, dass ein Anteil eines Großauftrags mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) der Tochtergesellschaft Rocket Factory Ltd. zuzurechnen ist und daher nicht im Abschluss der Rocket Factory Augsburg AG als Umsatz ausgewiesen werden kann. Im Jahr 2023 wurden zwei Meilensteine des ursprünglichen ESA's Boost! Commercial Space Transportation Service (CSTS), der im August 2022 vergeben wurde, in Höhe von insgesamt 1,7 MEUR erreicht. Die Rocket Factory Augsburg AG schloss auch die ESA-Vorarbeiten zur Studie PROTEIN und CCN1 (European Reusable and Cost Effective Heavy Lift Transportation) ab. Darüber hinaus wurde die RFA beauftragt, im Auftrag eines Drittanbieters einen Kompressionstest durchzuführen, um Startbedingungen zu simulieren, und mehrere Subkontraktorstudien wurden 2023 abgeschlossen.

Die anderen aktivierten Eigenleistungen stiegen von 11.970 TEUR im Vorjahr auf 16.705 TEUR im Geschäftsjahr 2023. Der Anstieg ist auf die steigende Intensität der Entwicklungstätigkeiten der Gesellschaft im Rahmen der Entwicklung der Kleinträgerrakete zurückzuführen.

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe stiegen von 4.376 TEUR im Vorjahr auf 6.619 TEUR im Geschäftsjahr 2023, davon wurden 5.658 TEUR in die Weiterentwicklung und den Prototypenbau der Trägerraketen-Subsysteme investiert, 59 TEUR in Nebenkosten des Erwerbs. Darüber hinaus wurden 890 TEUR in neue Teststände sowie in die Verbesserung bestehender Teststände in Esrange, Schweden, und an unserem Hauptstandort in Augsburg investiert.

Die bezogenen Leistungen sanken von 121 TEUR im Vorjahr auf 104 TEUR im Geschäftsjahr 2023, da weniger Teile der von der ESA vergebenen Aufträge an Unterauftragnehmer vergeben wurden.

Die Löhne und Gehälter stiegen von 7.202 TEUR im Vorjahr auf 11.214 TEUR im Jahr 2023, da der Personalbestand zum Ende des Geschäftsjahres um 91 Mitarbeiter sowie Praktikanten und Werkstudenten erhöht wurde. Dies ist vor allem auf die verstärkten Rekrutierungsbemühungen im Jahr 2023 zurückzuführen. Entsprechend der gestiegenen Mitarbeiterzahl erhöhten sich die Sozial- und Krankenversicherungsbeiträge der RFA auf 2.009 TEUR im Jahr 2023 gegenüber 1.328 TEUR im Vorjahr.

Die Abschreibungen beliefen sich im Jahr 2023 auf insgesamt 1.119 TEUR gegenüber 859 TEUR im Vorjahr, was in erster Linie auf Investitionen in die Prüfstandsentwicklung und die Inbetriebnahme von Testständen zurückzuführen ist, die entweder in unserem Hauptwerk in Augsburg oder auf unserem Testgelände in Esrange, Schweden, eingesetzt werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 3.078 TEUR im Vorjahr auf 3.381 TEUR im Jahr 2023, was in erster Linie auf die zusätzliche Anmietung einer Startrampe vom Shetland Space Centre ab Juli 2023 zurückzuführen ist. Die Versicherungskosten stiegen von 57 TEUR auf 92 TEUR, da die Policen geändert wurden, um zusätzliches Personal, Warentransporte und Allgefahrenversicherungen einzuschließen. Die Kosten für Wartung und Instandhaltung stiegen von 64 TEUR im Vorjahr auf 104 TEUR und beziehen sich ausschließlich auf die Instandhaltung der vorhandenen Maschinen und Anlagen. Die Fahrzeugkosten beliefen sich auf insgesamt 55 TEUR gegenüber 47 TEUR im Vorjahr und beinhalteten Fahrzeugleasinggebühren und Treibstoffkosten für eine Flotte von vier Fahrzeugen, die hauptsächlich für den Transport von Waren und Materialien eingesetzt werden. Die Reisekosten sanken von TEUR 380 im Vorjahr auf TEUR 359 im Jahr 2023 aufgrund des kontinuierlichen Betriebs des Testgeländes in Schweden mit durchschnittlich sechs Personen sowie verstärkter Marketingkampagnen zur Steigerung des Bekanntheitsgrades der Rocket Factory Augsburg AG bei wichtigen internationalen Raumfahrtkonferenzen, Symposien, Foren und Kongressen. Durch die Verlagerung von Marketingaktivitäten auf eigene Mitarbeiter sanken die Marketingkosten im Vergleich zum Vorjahr leicht. Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken von 1.885 TEUR im Vorjahr auf 1.581 TEUR im Jahr 2023 aufgrund weniger notwendigen Investitionen in das Testgelände in Schweden im Zusammenhang mit den Tests der zweiten integrierten Stufe. Die Ausgaben für Lizenzen und kleinere Werkzeuge und Ausrüstungen stiegen im Einklang mit dem Personalzuwachs. Darüber hinaus stiegen die Kosten für Buchhaltung und Wirtschaftsprüfung sowie die Rechts und Beratungskosten, da die Rocket Factory Augsburg AG was im Wesentlichen auf gestiegene Beratungskosten und Kosten im Zusammenhang mit Finanzierungsmaßnahmen zurück zu führen ist.

Die Zinsaufwendungen stiegen von 1.227 TEUR im Vorjahr auf 3.457 TEUR im Jahr 2023 aufgrund der gezeichneten Teilwandelschuldverschreibungen.

Vermögenslage

Das Umlaufvermögen der Rocket Factory Augsburg AG stieg von 1.307 TEUR im Vorjahr auf 5.941 TEUR im Geschäftsjahr 2023, bei gleichzeitig gesunkenem Verschuldungsgrad von 269% im Vergleich zum Vorjahr mit 304%. Dies steht im Einklang mit vergleichbaren kapitalintensiven Unternehmen, die Schulden aufnehmen, um die laufende Entwicklung eines Produkts oder einer Dienstleistung zu finanzieren. Die Forderungen wurden weitgehend innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen eingezogen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen von 650 TEUR im Vorjahr auf 1.910 TEUR im Jahr 2023, was auf die Notwendigkeit der Zwischenfinanzierung von Maßnahmen im Rahmen der AICEP und UK Boost! Projekte zurückzuführen ist. Der Kassenbestand am Ende des Berichtszeitraums belief sich auf 2.309 TEUR, gegenüber 258 TEUR im Vorjahr.

Die langfristigen Vermögenswerte der Rocket Factory Augsburg AG sind vor allem durch die laufenden Entwicklungskosten für Antriebs-, Struktur- und Avioniksysteme sowie durch Investitionen in die Test- und Startinfrastruktur geprägt. Dadurch erhöhten sich die langfristigen Vermögenswerte der Gesellschaft von 29.010 TEUR im Vorjahr auf 50.405 TEUR im Jahr 2023, wobei der größte Anteil auf das Entwicklungsvermögen entfällt. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich von 2.668 TEUR im Vorjahr auf 9.480 TEUR im Jahr 2023, was auf geleistete Anzahlungen im Zusammenhang mit im Bau befindlichen Anlagen, insbesondere der Startplatzinfrastruktur am Startplatz Saxavord, Shetlandinseln, zurückzuführen ist. Die Finanzanlagen erhöhten sich um 417 TEUR auf insgesamt 829 TEUR im Jahr 2023, was auf die Umwandlung eines Gesellschafterdarlehens in Eigenkapital für die RFA Portugal Unipessoal Lda. zurückzuführen ist.

Die Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr mit 1.276 TEUR um 317 TEUR auf 959 TEUR gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die noch ausstehenden Rechnungen im Vorjahr zurückzuführen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten der Rocket Factory Augsburg AG stiegen von TEUR 4.550 im Vorjahr auf EUR 7.523 im Jahr 2023. Der Anstieg der Verbindlichkeiten ist auf RFL Ltd. UK zurückzuführen, welche aufgrund der Notwendigkeit von Akquisitionen mit langer Vorlaufzeit im Zusammenhang mit der Infrastruktur des Startgeländes entstanden sind.

Die langfristigen Verbindlichkeiten stiegen von 19.595 TEUR im Vorjahr auf 36.109 TEUR im Jahr 2023 und sind fast vollständig auf die gezeichneten Teilwandelschuldverschreibungen gegenüber Investoren zurückzuführen.

Das Eigenkapital der Rocket Factory Augsburg AG beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf 16.562 TEUR gegenüber 8.349 TEUR im Vorjahr. Das gezeichnete Kapital erhöhte sich um 1.685 TEUR von 10.545 TEUR im Jahr 2022 auf 12.230 TEUR im Jahr 2023 infolge der Ausübung des Umtauschrechts der in den Vorjahren ausgegebenen Wandelanleihen. Die Kapitalrücklage erhöhte sich von 5.977 TEUR im Vorjahr auf 20.888 TEUR im Jahr 2023. Gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB wird der Zinsvorteil (=Differenz zwischen dem Nominalzinssatz und dem entsprechenden Zinssatz einer vergleichbaren Anleihe ohne Wandlungsrecht mit gleicher Laufzeit und gleicher Risikostruktur) in eine Kapitalrücklage eingestellt und über die Laufzeit als Rechnungsabgrenzungsposten über den Zinsaufwand aufgelöst. Im Geschäftsjahr 2023 besteht ein Verlustvortrag von 8.172 TEUR und aus dem laufenden Geschäftsjahr ein Jahresfehlbetrag von 8.384 TEUR.

Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2023 betrug die Gesamtzahl der Beschäftigten 276, darunter 217 Vollzeitbeschäftigte, 54 Praktikanten und Werkstudenten sowie 1 Auszubildender und 1 duale Studenten. Die durchschnittliche Fluktuationsrate lag im Jahr 2023 bei 9% und damit um 15,8 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr, was für ein Start-up-Unternehmen immer noch in einem akzeptablen Rahmen liegt. Die Fluktuationsrate ist auch auf die Anzahl der bei der Rocket Factory Augsburg AG beschäftigten Werkstudenten und Praktikanten zurückzuführen, die in der Regel mit drei- bis sechsmonatigen Verträgen eingestellt werden. Zwischen dem 31. Dezember 2022 und dem 31. Dezember 2023 ist die Zahl der Vollzeitbeschäftigten um 72% gestiegen. Dies gilt insbesondere für die Akquisition von Ingenieuren, da RFA in Bayern, dem Zentrum der Automobilindustrie, angesiedelt ist, wo auch viele Fachkräfte u.a. aus der Luft- und Raumfahrtindustrie tätig sind. Auch über Deutschland hinaus gibt es ein weltweites Interesse daran, Trägerraketenhersteller in einem frühen Stadium ihrer Entwicklung in der NewSpace-Industrie zu unterstützen.

Finanzlage

Kapitalstruktur

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2023 12.230.027 EUR und ist eingeteilt in 12.230.027 Stammaktien. Die Aktien sind nennwertlose Stückaktien und lauten auf den Namen.

Im Jahr 2023 wurden drei Wandelanleihen mit einem Gesamtnennbetrag von 28.665 TEUR ausgegeben, die mit 3 % bzw. 5 % verzinst werden. Die erste Wandelanleihe wurde im Mai 2023 mit einem Gesamtnennbetrag von 4.800 TEUR begeben und wird mit 3 % verzinst. Die zweite Wandelanleihe folgte im September 2023 mit einem Gesamtnennbetrag von 8.865 TEUR und die letzte Runde war die Fonds-Investition der ersten Tranche durch KKR mit einem Gesamtnennbetrag von 15.000 TEUR. Beide Runden, die im September 2023 gezeichnet wurden, werden mit 5 % verzinst.

Mit einem Eigenkapital von 16.562 TEUR (Vorjahr: 8.349 TEUR) weist die Gesellschaft eine Eigenkapitalquote von 27,08% (Vorjahr: 24,72%) auf.

Investitionen

Durch das erhaltene Kapital aus den Wandelschuldverschreibungen konnten für die Weiterentwicklung des Unternehmens wichtige Investitionen getätigt werden.

Diese Investitionen erfolgten in Höhe von TEUR 21.503 (Vorjahr: TEUR 11.677) vor allem in selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände, von denen der überwiegende Teil in Höhe von TEUR 13.087 (Vorjahr: TEUR 9.564) für die Entwicklung des Prototyps der Rakete verwendet wurde. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Entwicklung des Triebwerks mit gestufter Verbrennung und der Strukturen der ersten Stufe einschließlich des Tanksystems. Ein Betrag in Höhe von 1.810 TEUR (Vorjahr: 1.773 TEUR) wurde für die Entwicklung der primär triebwerksseitigen Prüfstandsinfrastruktur verwendet. Auf den Prototypen entfielen außerdem Zuschüsse in Höhe von 820 TEUR, die bei den Entwicklungskosten gekürzt wurden. Die Investitionen verliefen im Hinblick auf den Fortschritt der Programmentwicklung erwartungsgemäß. In Anlagen im Bau wurden TEUR 6.084 erhöht (Vorjahr: 1.929 TEUR), was vor allem auf Investitionen in die Launchsite zurückzuführen ist.

Eine detaillierte Beschreibung der Investitionen ist auch in der Vermögenslage zu finden.

Liquidität

Der Endbestand an liquiden Mitteln zum 31. Dezember 2023 betrug 2.309 TEUR (Vorjahr 258 TEUR).

Sowohl die kurzfristigen als auch die langfristigen Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Die langfristigen Verbindlichkeiten stiegen von 19.595 TEUR im Vorjahr auf 36.109 TEUR im Jahr 2023. Dies ist erwartungsgemäß auf die ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen zurückzuführen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten der Rocket Factory Augsburg AG sind von 5.170 TEUR im Vorjahr auf 7.523 TEUR im Jahr 2023 gestiegen. Dies ist unter anderem auf den erhöhten Kapitalbedarf aufgrund der gestiegenen Investitionen zur Errichtung eines Startplatzes zurückzuführen.

Die Umsätze in Höhe von 2.682 TEUR sind gegenüber dem Vorjahr (3.419 TEUR) zurückgegangen. Die Rocket Factory Augsburg AG erhielt 2.900 TEUR an Vorauszahlungen für neue und laufende Verträge mit der ESA zur Unterstützung der Entwicklung der Trägerrakete und der Startplatzinfrastruktur, welche sich in den Umsätzen und den erhaltenen Anzahlungen wiederspiegeln und sich positiv auf die Liquidität der RFA auswirkten.

Insgesamt verlief das Geschäftsjahr 2023 für das Unternehmen wie erwartet. Durch die Ausgabe und Umwandlung von Wandelschuldverschreibungen wurde das Eigenkapital gestärkt und auch die Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die eingeworbenen Mittel wurden für die weitere Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 planmäßig eingesetzt. Die Investitionen in selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände unterstreichen weiterhin die erreichten Meilensteine bei der Entwicklung des Prototyps, wie die Erprobung der Triebwerke und des Tanksystems der ersten und zweiten Stufe. Auch die Liquidität des Unternehmens entwickelte sich weitgehend im Rahmen der Erwartungen, dank der kontinuierlichen Bemühungen, Projekte mit Einnahmemöglichkeiten zu finden.

Die Geschäftsführung verweist auch auf ihre Ausführungen zu den finanziellen Risiken in Abschnitt 5.

4. PROGNOSEBERICHT

In der dynamischen Landschaft des Jahres 2024 will die Rocket Factory Augsburg AG (RFA) zu einem Pionier werden, der mit Mut und Innovation die Weichen für den europäischen Wettlauf ins All stellt. Mit ehrgeizigen Zielen und einer lobenswerten Erfolgsbilanz raschen Fortschritts steht die RFA an der Schwelle zu transformativen Meilensteinen, die sie nicht nur als Kostenführer bei Trägerraketen positionieren, sondern auch als Ermöglicher von Geschwindigkeit und Kosteneffizienz im komplizierten Feld der europäischen Raketenentwicklung hervorheben. Der ganzheitliche Ansatz des Unternehmens für die integrierte Planung und das Ressourcenmanagement ist nicht nur eine Strategie, sondern ein Manifest, das das Versprechen der RFA unterstreicht, die Dynamik des Griffs nach den Sternen neu zu definieren und dabei beispiellose Schnelligkeit und Einfallsreichtum zu beweisen. Was die RFA im europäischen Wettlauf um den Weltraum wirklich auszeichnet, ist nicht nur die Größe ihres Ehrgeizes, ein führender Anbieter von Startdienstleistungen zu werden, sondern auch die konkrete Aussicht, das schnellste Unternehmen in Europa zu werden, das eine Rakete von Grund auf entwickelt, wie unser Aufsichtsratsvorsitzender Jean-Jacques Dordain bestätigt, der zuvor rund drei Jahrzehnte für die Europäische Weltraumorganisation gearbeitet hat. Darüber hinaus ist die RFA dank ihres unermüdlichen Einsatzes für die Kosteneffizienz ein einzigartiges Unternehmen im europäischen Raumfahrtwettbewerb. RFAs integrierter Plan, sorgfältige Budgetierung und strategische Partnerschaften sind die Eckpfeiler seines Engagements, der kosteneffizienteste Raketenentwickler in Europa, aber auch ein unvergleichlicher Global Player zu werden. Das Unternehmen ist auf dem besten Weg, die Geschwindigkeit und Kosteneffizienz der Pioniere der Branche nicht nur zu erreichen, sondern zu übertreffen. Mit seinem agilen und sparsamen Matrix-Engineering-Ansatz, seinen vorausschauenden Strategien und seinem unerschütterlichen Engagement für Innovation positioniert sich RFA nicht nur als Konkurrent, sondern als echter Disruptor. Dies wurde im Januar 2024 erneut deutlich, als RFA im Anschluss an die von der ESA im Dezember letzten Jahres veröffentlichte Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen einen Vorschlag für die Entwicklung eines wiederverwendbaren Frachtfahrzeugs mit niedrigem Erdorbit namens Argo vorlegte. Der Argo-Vorschlag verkörpert den kostengünstigen Ansatz für die Entwicklung der RFA One-Trägerrakete, indem zylindrische Edelstahlstrukturen, das Fenix-Triebwerk des Orbital-Transferfahrzeugs und ein innovativer Ansatz für den Deorbit des Fahrzeugs durch den Einsatz eines aufblasbaren atmosphärischen Dezelerators (IAD) verwendet werden, der von Atmos Space Cargo entwickelt wurde, die mit RFA bei dem Argo-Vorschlag zusammenarbeiten. Während das europäische Raumfahrtrennen an Fahrt gewinnt, verleiht das Streben von RFA, der schnellste und kosteneffizienteste Raketenkonstrukteur zu werden, der Branche eine zusätzliche Dimension der Spannung. Im Mittelpunkt der strategischen Bemühungen der RFA für Anfang 2024 steht der mit Spannung erwartete Integrated Stage Test (IST) der ersten Stufe, bei dem die erste Stufe heiß gezündet wird, um die Funktionsfähigkeit der zusammenarbeitenden Systeme und Untersysteme zu demonstrieren. Dieser Test folgt auf den erfolgreichen Abschluss des integrierten Stufentests der zweiten Stufe im Mai letzten Jahres, bei dem ein Helix-Triebwerk mit den in den Tank der zweiten Stufe eingefüllten Treibstoffen heiß gezündet wurde. Neben dem bevorstehenden integrierten Stufentest soll die Qualifikation der dritten Stufe bis Ende des zweiten Quartals 2024 abgeschlossen sein und in einem Stapeltest des Fenix-Triebwerks gipfeln, das für den Antrieb der dritten Stufe des Orbitalen Transferfahrzeugs verwendet wird. Neben der Entwicklung der Trägerrakete arbeitet die RFA unermüdlich an der Inbetriebnahme der Infrastruktur des Startgeländes vor dem integrierten Stufentest der ersten Stufe. Der erfolgreiche Abschluss der oben genannten Meilensteine wird den Weg für den ersten Startversuch ebnen, der für das dritte Quartal 2024 geplant ist. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Rocket Factory Augsburg AG mit ihrem Vorstoß in die europäische Raumfahrt über die Rolle eines reinen Raketenstarters hinausgeht; sie ist eine transformative Kraft, die etablierte Normen in Frage stellt und danach strebt, nicht nur zu konkurrieren, sondern der schnellste und kosteneffizienteste Akteur im sich ständig weiterentwickelnden Spiel der Weltraumforschung zu werden. RFAs visionärer Ansatz, seine technologischen Fähigkeiten und sein Engagement für Nachhaltigkeit positionieren das Unternehmen nicht nur als Teilnehmer im Wettlauf um die Weltraumfahrt, sondern auch als Pionier, der die Zukunft der kommerziellen Raumfahrt unauslöschlich mitgestalten und die Erzählungen über Innovation und Fortschritt prägen wird.

5. RISIKEN UND CHANCEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Allgemeine Risiken und Ungewissheiten

Die Unternehmen in Deutschland stehen vor einer Reihe von Herausforderungen, die sowohl die Wirtschaft als auch die geopolitische Landschaft prägen werden. Der Anstieg der Zinssätze beeinflusst die finanziellen Entscheidungen der Unternehmen. Für deutsche Unternehmen bedeutet dies auch einen möglichen Anstieg der Kapitalkosten, der auch auf die hohe Inflation im vergangenen Jahr zurückzuführen ist Für die nahe Zukunft erwarten Wirtschaftsexperten, dass die Inflation wie im vergangenen Jahr weiter leicht zurückgeht2. Für die Rocket Factory Augsburg AG kann dies weitere strategische Investitionen erfordern, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Die Rocket Factory Ausgburg AG sucht verstärkt nach lokalen Lieferanten, um die Effizienz der Beschaffungsprozesse zu erhöhen und auch durch weitere Maßnahmen wie Investitionen in Technologie die Kosten zu senken. Die Verfügbarkeit von elektronischen Bauteilen wird aktiv überwacht und es wird versucht, ausreichend große Mengen zu beschaffen, um den kurz- bis mittelfristigen Bedarf des Unternehmens zu decken und die Montage und Integration zumindest der ersten beiden Trägerraketen zu ermöglichen.

2 https://www.ifo.de/pressemitteilung/2024-01-05/rueckgang-der-inflation-weltweit-Q4

Die gleiche Vorgehensweise wie im Vorjahr wurde bei Artikeln mit langer Vorlaufzeit angewandt, bei denen durch frühzeitige Bestellungen die Verfügbarkeit von Komponenten der Startrampeninfrastruktur sichergestellt und damit Verzögerungen beim ersten Startversuch vermieden werden sollen. Im Hinblick auf den Klimawandel und extreme Wetterereignisse spielte das deutsche Engagement für Nachhaltigkeit und erneuerbare Energien für die Rocket Factory Augsburg AG eine zentrale Rolle. Das Unternehmen investiert in eine innovative Technologie, die zu einem geringeren Treibstoffverbrauch der Trägerrakete führt und den deutschen Umweltzielen und -vorschriften besser gerecht wird.

Die zunehmenden Konflikte und die Verschiebung des globalen Kräfteverhältnisses wirkten sich auch auf Deutschland aus. Die Unsicherheit in der geopolitischen Arena führte zu erhöhter Vorsicht in den internationalen Beziehungen und zu verstärkter Diplomatie zum Schutz der wirtschaftlichen Interessen. Währungsrisiken sind beim Betrieb des lokalen Testgeländes im schwedischen Esrange aufgrund der Bindung der schwedischen Krone an den Euro nach wie vor vernachlässigbar, während beim Betrieb des Startgeländes auf den schottischen Shetland-Inseln mit zunehmenden Währungsrisiken zu rechnen ist. Um dem Währungsrisiko Britisches Pfund ausreichend Rechnung zu tragen und ein potenzielles GBP-Risiko besser steuern zu können, wurde die Möglichkeit geprüft, mit marktführenden Liquiditätsbeschaffungsexperten zusammenzuarbeiten, die wettbewerbsfähige Wechselkurse und günstige Spreads anbieten können. Künstliche Intelligenz (KI) spielt in der deutschen Wirtschaft und Gesellschaft eine entscheidende Rolle, da Unternehmen und Behörden zunehmend KI-basierte Lösungen einsetzen, um die Effizienz zu steigern, Innovationen voranzutreiben und neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen.

Die Rocket Factory Ausgburg AG sieht in KI eine Chance, die geplante industrielle Automatisierung, ähnlich wie in der Automobilindustrie, in Zukunft voranzubringen und verstätrkt ihren Fokus auf KI , um ihre Position als einer der Technologieführer im Raumfahrtsektor auf dem deutschen Markt zu erreichen und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Es werden Maßnahmen ergriffen, um die Fähigkeit der Rocket Factory Augsburg AG zu stärken, Cybersicherheitsangriffe abzuwehren. Externe Cybersicherheitsfirmen werden kontinuierlich eingesetzt, um unsere Cyberabwehr in Form von Penetrationstests und simulierten Phishing-Kampagnen zu testen. Trotz des anhaltenden Personalwachstums und der zunehmenden Komplexität in der Administration sowie einer Vielzahl von internen und externen Dienstleistungen haben sich die Ergebnisse dieser Kampagnen im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verbessert. Trotz verbesserter Ergebnisse in den Tests geht die Rocket Factory Augsburg AG weiterhin von einer mittleren Risikoklasse aus.

Strategische und finanzielle Risiken

In der sich schnell entwickelnden Raumfahrtindustrie wird die Rocket Factory Augsburg AG im Jahr 2024 sowohl Chancen als auch Herausforderungen meistern. Der verschärfte Wettbewerb in der Branche treibt den Fortschritt in Bezug auf Erschwinglichkeit und Leistung weiter voran und bietet eine spannende Atmosphäre für Wachstum. Um diese Dynamik zu nutzen, setzt RFA auf eine rasche Produktentwicklung als Schlüsselstrategie, um auf dem umkämpften Markt die Nase vorn zu haben. Die komplexe Natur der Raketenwissenschaft stellt anfängliche Eintrittsbarrieren dar, aber RFA sieht dies als eine Chance, bedeutende Erfolge zu erzielen.

Das Engagement von RFA, ein Pionier in der aufstrebenden Mikro-Trägerraketenindustrie zu werden, wird durch die Konzentration auf die Einhaltung von Zeitplänen und die Förderung einer lösungsorientierten Kultur unterstrichen. Die Zusammenarbeit mit wichtigen Partnern, einschließlich Betreibern von Startplätzen und lokalen Zulieferern, trägt dazu bei, potenzielle Zeitverzögerungen zu minimieren, und positioniert das Unternehmen als zuverlässigen Akteur in der Branche. Der strategische Ansatz, weltweit wettbewerbsfähige Startdienstleistungen anzubieten, birgt zwar Risiken, aber RFAs Einsatz bewährter Produktionstechnologien aus kosteneffizienten Sektoren wie der Automobilindustrie ist eine umsichtige Maßnahme, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Zu den proaktiven Schritten des Unternehmens beim Risikomanagement gehört die Generierung von Einnahmen durch institutionelle Projekte, um die Abhängigkeit von externer Finanzierung zu verringern. Vertraglich vereinbarte Vorauszahlungen von Kunden, die auf den Produktionsplan abgestimmt sind, bieten einen zusätzlichen Puffer zur Steuerung des Betriebskapitalbedarfs.

Bis zur Beendigung der Aufstellung des Jahresabschlusses 2023 ist die erste Markteinführung der RFA vollständig finanziert, die jüngste Fonds-Investition durch KKR in Höhe von 30 Mio. EUR in Form von gezeichneten Wandelanleihen hat die finanzielle Unterstützung für die Markteinführung des RFA One-Prototyps im Jahr 2024 gefestigt. Das Management ist zuversichtlich, dass diese Mittel alle notwendigen Entwicklungsarbeiten abdecken und die Inbetriebnahme der Startplatzinfrastruktur vor dem ersten Startversuch erleichtern werden.

Mit Blick auf die Zukunft ist RFA strategisch bestrebt, kleinere Investitionen als Ergänzung zu den bestehenden Aktionären zu gewinnen, bevor nach einem erfolgreichen ersten Start eine größere Finanzierungsrunde eingeleitet wird. Dieser Ansatz steht im Einklang mit der Vision des Unternehmens, seine Investorenbasis zu diversifizieren und seine finanzielle Position weiter zu stärken. Darüber hinaus verbleibt ein erheblicher Betrag aus der auf der Jahreshauptversammlung am 27. Juli 2023 beschlossenen bedingten Kapitalerhöhung, der bei Bedarf durch die Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen zur Beschaffung eines zweistelligen Millionenbetrags genutzt werden kann. Da die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft in erheblichem Umfang vom Verlauf des im dritten Quartal 2024 geplanten ersten Startversuchs der RFA ONE abhängt, könnten hieraus ungeplante Finanzierungslücken entstehen, die über das bisherige Maß hinaus weitere Maßnahmen zur Sicherstellung der Liquidität notwendig machen könnten. Für RFA nimmt die Finanzmittelbeschaffung eine tragende Rolle ein. Sollte es RFA dennoch nicht gelingen, ausreichende Finanzmittel zu beschaffen, ist das Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage, seine Vermögenswerte zu verwerten und seine Verbindlichkeiten im Rahmen des normalen Geschäftsbetriebs zu begleichen. Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Rocket Factory Augsburg AG gut positioniert ist, um die Chancen in der dynamischen Raumfahrtindustrie im Jahr 2024 zu nutzen. Durch den Fokus auf strategische Partnerschaften, die Einhaltung von Zeitplänen und ein umsichtiges Finanzmanagement will RFA nicht nur Risiken minimieren, sondern sich auch als führendes Unternehmen in der Mikro-Raketenindustrie positionieren. Das Vertrauen des Unternehmens in die Sicherung zusätzlicher Investitionen unterstreicht sein Engagement für nachhaltiges Wachstum und Innovation im sich entwickelnden Ökosystem der Raumfahrt.

Besondere Risiken

Die Rocket Factory Augsburg AG hat strategische Initiativen ergriffen, um ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber verschiedenen Risiken zu stärken, darunter steigende Inflationsraten, zunehmende Beschaffungskosten und potenzielle Unterbrechungen in der Lieferkette. Um seine Position zu stärken, hat das Unternehmen einen vielschichtigen Ansatz umgesetzt, da die hohen Beschaffungskosten eine weitere Herausforderung darstellen, vor allem in einem Umfeld, das von globalen Lieferkettenunterbrechungen und Handelsspannungen geprägt ist. Der anhaltende Krieg in der Ukraine wird auch in naher Zukunft nur geringe Auswirkungen auf die Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen der RFA haben, da der Großteil der Güter und Dienstleistungen für die Entwicklung des Prototyps der Trägerrakete aus Deutschland bezogen wird (ca. 75%).

Zum einen ist die Diversifizierung der Lieferanten ein zentrales Element in der Risikominderungsstrategie der Rocket Factory Augsburg AG. Durch die Identifizierung alternativer Lieferanten für kritische Komponenten will das Unternehmen die Abhängigkeit von einer einzigen Bezugsquelle reduzieren. Diese Diversifizierung sichert nicht nur gegen mögliche Störungen durch geopolitische Ereignisse oder Naturkatastrophen ab, sondern gewährleistet auch eine flexiblere und anpassungsfähigere Lieferkette.

Parallel zur Diversifizierung der Zulieferer hat die Rocket Factory Augsburg AG der Regionalisierung der Produktion und der Etablierung starker vertraglicher Vereinbarungen mit den Lieferanten Priorität eingeräumt. Der Großteil der Komponenten für die Trägerraketen wird nun in Deutschland beschafft, was dem Unternehmen ein Maß an Autonomie und Widerstandsfähigkeit verleiht, das die Auswirkungen kurzfristiger Störungen des globalen Lieferkettennetzes abschwächt. Darüber hinaus enthalten die vertraglichen Vereinbarungen mit den Zulieferern Bestimmungen zur Risikoverteilung, die Notfallpläne, Reaktionsmechanismen und finanzielle Bedingungen für den Fall von Unterbrechungen der Lieferkette oder Kosteneskalationen festlegen.

Das Unternehmen hat auch in erheblichem Umfang in Technologie investiert, insbesondere durch die Anschaffung neuer 3D-Drucker und CNC-Fräs- und Bohrmaschinen. Diese technologische Aufrüstung verbessert die Fähigkeit der Rocket Factory Augsburg AG, Prototypen schnell im eigenen Haus zu fertigen und damit potenzielle Programmverzögerungen, die durch lange Lieferzeiten entstehen, zu verringern. Der Einsatz dieser fortschrittlichen Fertigungstechnologien ermöglicht schlankere und flexiblere Produktionsprozesse, reduziert die Abhängigkeit von externen Lieferanten für die Prototypenherstellung und minimiert das Risiko von Verzögerungen, die durch längere Vorlaufzeiten entstehen.

Ein strategisches Bestandsmanagement ergänzt diese Bemühungen, da das Unternehmen Lagerbestände kritischer Komponenten unterhält, die als Puffer gegen Unterbrechungen der Lieferkette dienen. Dazu gehört eine sorgfältige Analyse der Vorlaufzeiten, der Nachfrageschwankungen und der Produktionszyklen, um die Verfügbarkeit wichtiger Materialien in Zeiten der Knappheit zu gewährleisten.

Darüber hinaus ermöglichen die Szenarienplanung und die kontinuierliche Beobachtung von Wirtschaftsindikatoren der Rocket Factory Augsburg AG, potenziellen Risiken zuvorzukommen. Das Unternehmen führt regelmäßig Übungen durch, um verschiedene Risikoszenarien zu identifizieren und zu bewerten, was die Entwicklung von Notfallplänen ermöglicht, die auf verschiedene Umstände zugeschnitten sind.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die umfassende Risikominderungsstrategie der Rocket Factory Augsburg AG die Diversifizierung der Lieferanten, die Regionalisierung der Produktion, starke vertragliche Vereinbarungen, strategisches Bestandsmanagement und fortschrittliche Fertigungstechnologien umfasst. Die Anschaffung neuer 3D-Drucker und CNC-Fräs- und Bohrmaschinen verbessert die Fähigkeit des Unternehmens, Prototypen schnell im eigenen Haus zu fertigen, und schützt so vor Programmverzögerungen bei Artikeln mit langer Vorlaufzeit. Dieser ganzheitliche Ansatz positioniert die Rocket Factory Augsburg AG als widerstandsfähigen und anpassungsfähigen Akteur in der Luft- und Raumfahrtindustrie, der bereit ist, Herausforderungen zu meistern und Chancen in einem dynamischen Wirtschaftsumfeld zu nutzen.

Technologische Chancen

Im Jahr 2023 erreichte die Raketenfabrik Augsburg AG mit dem erfolgreichen Test der Oberstufe über die volle Flugdauer von 280 Sekunden einen bedeutenden technologischen Meilenstein, der den Abschluss der Integrated Stage Test (IST) Kampagne markiert. Damit wurde die Integrated Stage Test (IST)-Kampagne abgeschlossen. Diese im Esrange Space Center in Schweden durchgeführte Leistung demonstrierte die Funktionalität und Kompatibilität aller Oberstufensysteme, einschließlich kritischer Komponenten wie Betankungsprozesse, Treibstoffmanagement, Druckbeaufschlagung, Sensoren, Antrieb und Steuerung. Dieser Erfolg legte den Grundstein für die nächsten ehrgeizigen Meilensteine des Unternehmens im Jahr 2024 und zeigt die technologischen Möglichkeiten auf, die vor uns liegen.

Das Hauptaugenmerk der Rocket Factory Augsburg AG im Jahr 2024 liegt auf dem Test der vollintegrierten ersten Stufe, einem entscheidenden Schritt in der Entwicklung ihres revolutionären Fahrzeugs RFA ONE. Die Entwicklungs- und Produktionsteams arbeiten aktiv an den umfassenden Vorbereitungen, um einen reibungslosen und erfolgreichen Ablauf der Testkampagne zu gewährleisten. Die Bedeutung dieses Tests kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, da er einen wesentlichen Schritt auf dem Weg zur Startreife von RFA ONE darstellt. Die erfolgreiche Durchführung des Tests der vollintegrierten ersten Stufe ist entscheidend für die Validierung der Integration und Leistung der Systeme der ersten Stufe und legt den Grundstein für spätere Weiterentwicklungen.

Im Anschluss an den Erststufentest sieht die technologische Roadmap der Raketenfabrik Augsburg AG im Jahr 2024 den Fully Integrated Third Stage Test vor, der sich speziell auf das Redshift Orbital Transfer Vehicle (OTV) konzentriert. Die Fortschritte, die das Team in Portugal bei der dritten Stufe von RFA ONE erzielt hat, bilden die Grundlage für einen entscheidenden Meilenstein. Der vollständig integrierte Test des Redshift OTV wird eine zentrale Rolle bei der Bestätigung der nahtlosen Integration aller Komponenten und Systeme innerhalb der dritten Stufe spielen. Dieser Meilenstein ist für die Gewährleistung der allgemeinen Zuverlässigkeit und Funktionalität der RFA ONE von entscheidender Bedeutung und festigt die Position des Unternehmens als wichtiger Akteur in der sich entwickelnden Raumfahrtindustrie.

Der Höhepunkt der technologischen Reise der Rocket Factory Augsburg AG im Jahr 2024 ist zweifelsohne der mit Spannung erwartete erste Testflug von RFA ONE. Dieser für den Sommer geplante Start wird ein historisches Ereignis nicht nur für die Rocket Factory Augsburg AG, sondern auch für Deutschland und Europa insgesamt sein. Er stellt den Höhepunkt jahrelanger engagierter Arbeit, Innovation und Zusammenarbeit dar und unterstreicht das Engagement des Unternehmens, die Grenzen der Weltraumforschung zu erweitern. Während der Countdown für den Start beginnt, ist das gesamte RFA-Team mit vollem Einsatz dabei, den Erfolg dieses bedeutenden Ereignisses sicherzustellen.

Die technologischen Möglichkeiten der Rocket Factory Augsburg AG im Jahr 2024 werden durch diese kritischen Meilensteine geprägt, die jeweils einen Schritt näher an die Vision einer zuverlässigen und effizienten Trägerrakete heranführen. Der Test der vollintegrierten ersten Stufe, der Test der vollintegrierten dritten Stufe und der erste Start von RFA ONE unterstreichen das Engagement des Unternehmens, technologische Grenzen zu verschieben, Innovationen zu fördern und zum Fortschritt der Weltraumforschung beizutragen. Während die Rocket Factory Augsburg AG die Herausforderungen und Chancen des kommenden Jahres meistert, dienen diese Meilensteine als Wegweiser für den weiteren Erfolg und die Bedeutung des Unternehmens in der dynamischen und wettbewerbsorientierten Raumfahrtindustrie.

Kommerzielle Möglichkeiten für die künftige Entwicklung

Im Jahr 2024 befindet sich die Rocket Factory Augsburg AG an der Schwelle zu einer transformativen Ära für europäische Startdienstleister, die von bedeutenden kommerziellen Möglichkeiten und einem bemerkenswerten Wandel in der Georückkehrpolitik geprägt ist, die von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) während der Ministerkonferenz in Sevilla im November 2023 vorgestellt wurde. Diese Entwicklungen werden die künftige Landschaft für Unternehmen, die im Bereich der Raumfahrt tätig sind, wie die Rocket Factory Augsburg AG, neu gestalten.

Ein wichtiger Katalysator für diesen Durchbruch ist die steigende Nachfrage nach Satellitenstarts in der Raumfahrtindustrie. Die steigende Zahl von Satelliteneinsätzen in den Bereichen Telekommunikation, Erdbeobachtung und wissenschaftliche Forschung spiegelt die zunehmende Abhängigkeit von Satellitentechnologien in verschiedenen Sektoren wie Telekommunikation, Landwirtschaft und Umweltüberwachung wider. Dieser Anstieg schafft ein günstiges Umfeld für eine Vielzahl von Anbietern von Startdiensten. Die Rocket Factory Augsburg AG ist gut positioniert, um von diesem Trend zu profitieren, indem sie zuverlässige und kostengünstige Startdienste anbietet.

Der Schlüsselmoment für die europäische Startindustrie im Jahr 2024 wird durch den von der ESA initiierten Wandel in der Geo-Return-Politik noch akzentuiert. In der Vergangenheit lag der Schwerpunkt der Geo-Return-Politik auf einer gerechten Verteilung des wirtschaftlichen Nutzens von Raumfahrtaktivitäten unter den Mitgliedsstaaten. Der im November 2023 angekündigte Politikwechsel markiert eine Abkehr von einem eher kooperativen und flexiblen Ansatz, der eine verstärkte Zusammenarbeit und gemeinsame Nutzung von Ressourcen zwischen den europäischen Ländern fördert. Es wird erwartet, dass dieser Wandel ein stärker integriertes und synergetisches europäisches Raumfahrt-Ökosystem hervorbringt.

Die Rocket Factory Augsburg AG wird von dieser politischen Entwicklung erheblich profitieren. Die verstärkte Zusammenarbeit und gemeinsame Nutzung von Ressourcen innerhalb der europäischen Raumfahrtgemeinschaft schafft ein günstiges Umfeld für Joint Ventures, Partnerschaften und gemeinsame Projekte. Dies wiederum eröffnet der Rocket Factory Augsburg AG neue Möglichkeiten für eine für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit mit anderen europäischen Organisationen, einschließlich Raumfahrtbehörden, Forschungseinrichtungen und privaten Unternehmen.

Darüber hinaus stärkt dieser Politikwechsel die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Startdienstleister auf der globalen Bühne. Durch die Förderung einer stärkeren Zusammenarbeit und eines schlankeren Ansatzes können europäische Unternehmen, darunter auch die Rocket Factory Augsburg AG, umfassende Lösungen anbieten und dabei auf das kollektive Fachwissen und die Ressourcen mehrerer Nationen zurückgreifen. Diese gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit ist besonders wichtig, da die globale Raumfahrtindustrie immer dynamischer und wettbewerbsfähiger wird.

Das Jahr des Durchbruchs für europäische Startdienstleister, zu denen auch die Rocket Factory Augsburg AG gehört, bietet eine einzigartige Gelegenheit, sich als zuverlässiger und innovativer Akteur auf dem globalen Raumfahrtmarkt zu etablieren. Die Kombination aus der gestiegenen Nachfrage nach Satellitenstarts und der kooperativeren Georückkehrpolitik positioniert diese Unternehmen für nachhaltiges Wachstum und Einfluss in der sich entwickelnden Raumfahrtlandschaft. Während die Rocket Factory Augsburg AG die kommerziellen Möglichkeiten des Jahres 2024 erkundet, ist das Unternehmen gut positioniert, um diese Branchentrends und politischen Veränderungen zu nutzen, um seine Position als Hauptakteur auf dem europäischen und globalen Raumfahrtmarkt zu festigen.

Darüber hinaus werden die Aussichten der Rocket Factory Augsburg AG durch die Aussicht auf die Entwicklung einer größeren Trägerrakete und eines Raumfrachttransporters, bekannt als ARGO, weiter verbessert. Diese strategischen Initiativen eröffnen neue Möglichkeiten zur Umsatzgenerierung und Marktexpansion.

Die Entwicklung einer größeren Trägerrakete stattet die Rocket Factory Augsburg AG mit einer verbesserten Nutzlastkapazität aus, die es dem Unternehmen ermöglicht, größere und komplexere Nutzlasten zu transportieren. Da die Raumfahrtindustrie zunehmend schwerere Nutzlasten für fortschrittliche Missionen verlangt, positioniert sich die Rocket Factory Augsburg AG durch die Beteiligung an der Entwicklung einer größeren Trägerrakete als wichtiger Akteur bei der Erfüllung dieser sich entwickelnden Anforderungen. Dies stärkt nicht nur das Vertrauen in die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit der Trägerraketen der Rocket Factory Augsburg AG, sondern bringt das Unternehmen auch in Einklang mit den strategischen Zielen der ESA. Damit ist das Unternehmen in der Lage, einen größeren Anteil am europäischen und globalen Startmarkt zu erobern, was zu Umsatzwachstum und größerem Markteinfluss beiträgt.

Die Entwicklung des Raumfrachtschiffs ARGO eröffnet der Rocket Factory Augsburg AG eine zusätzliche Einnahmequelle. Die vielseitigen Frachttransportmöglichkeiten von ARGO für den Transport von Satelliten, wissenschaftlichen Instrumenten und anderen Nutzlasten zu Zielen im Weltraum stellen eine neue Dimension im Dienstleistungsangebot des Unternehmens dar. Durch die Beteiligung an der Entwicklung und dem potenziellen Betrieb von ARGO kann die Rocket Factory Augsburg AG End-to-End-Raumfahrtlogistiklösungen anbieten und damit ihre Dienstleistungen über die traditionellen Satellitenstarts hinaus erweitern.

Darüber hinaus eröffnet die potenzielle Zusammenarbeit mit anderen Raumfahrtagenturen, Forschungseinrichtungen und privaten Unternehmen, die sich aus den Fähigkeiten von ARGO ergeben, der Rocket Factory Augsburg AG die Möglichkeit, ihre Einnahmeströme durch gemeinsame Initiativen zu diversifizieren, die die einzigartigen Fähigkeiten des neuen Raumfrachtschiffs nutzen.

In einem wettbewerbsintensiven Markt für Weltraumtransporte wird die Beteiligung an der potenziellen Entwicklung einer größeren Trägerrakete und eines Raumfrachtschiffs den Wettbewerbsvorteil der Rocket Factory Augsburg AG weiter stärken. Das Unternehmen kann sich durch ein umfassendes Dienstleistungsangebot differenzieren, das vom Start von Satelliten mit erhöhter Nutzlastkapazität bis hin zur Bereitstellung von Frachttransportkapazitäten reicht. Diese Vielseitigkeit positioniert die Rocket Factory Augsburg AG als bevorzugten Partner für ein breites Spektrum von Raumfahrtmissionen und festigt ihre Position in der Branche.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Zusammentreffen von erhöhter Nachfrage nach Satellitenstarts, kooperativer Georückführungspolitik und der potenziellen Entwicklung einer größeren Trägerrakete und eines Raumfrachttransporters eine transformative Chance für die Rocket Factory Augsburg AG darstellt. Durch die Ausrichtung auf diese strategischen Initiativen trägt das Unternehmen nicht nur den sich entwickelnden Anforderungen der Raumfahrtindustrie Rechnung, sondern diversifiziert auch sein Angebot und erschließt neue Einnahmequellen. Damit positioniert sich die Rocket Factory Augsburg AG als wichtiger Akteur auf dem europäischen und globalen Raumfahrtmarkt, der in der Lage ist, sich in der dynamischen Landschaft zurechtzufinden und zu den laufenden Fortschritten in der Weltraumforschung und -technologie beizutragen.

Grundlage der Darstellung

Der beigefügte Jahresabschluss wurde nach den in Deutschland allgemein anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen ("HGB") erstellt.

 

Augsburg, 28. März 2024

Dr. Stefan Brieschenk, Vorstand

Jörn Spurmann, Vorstand

Dr. Stefan Tweraser, Vorstand

Bilanz

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen 50.404.666,87 29.010.025,47
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 40.095.542,93 25.925.117,30
1. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte 39.982.626,93 25.877.598,30
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 112.916,00 47.519,00
II. Sachanlagen 9.479.880,31 2.667.635,31
1. technische Anlagen und Maschinen 879.175,00 154.840,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 587.858,00 584.256,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.012.847,31 1.928.539,31
III. Finanzanlagen 829.243,63 417.272,86
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 829.243,63 417.272,86
B. Umlaufvermögen 5.941.486,56 1.307.126,31
I. Vorräte 5.291,94 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.626.725,98 1.049.476,95
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.909.842,46 650.189,25
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.716.883,52 399.287,70
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.309.468,64 257.649,36
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.807.027,78 3.453.306,49
Aktiva 61.153.181,21 33.770.458,27

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital 16.561.887,34 8.349.435,54
I. Gezeichnetes Kapital 12.230.027,00 10.544.848,00
II. Kapitalrücklage 20.888.217,48 5.977.011,00
III. Verlustvortrag 8.172.423,46 5.411.951,06
IV. Jahresfehlbetrag 8.383.933,68 2.760.472,40
B. Rückstellungen 959.030,62 1.275.758,69
C. Verbindlichkeiten 43.632.263,25 24.145.264,04
1. Anleihen 34.820.906,00 18.975.608,00
davon konvertibel 34.820.906,00 18.975.608,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 40.833,82 49.985,70
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.234.874,39 1.637.616,21
4. sonstige Verbindlichkeiten 3.535.649,04 3.482.054,13
Passiva 61.153.181,21 33.770.458,27

Vermerk zum Bilanzposten Gezeichnetes Kapital: Zum 31.12.2023 beträgt das Bedingte Kapital insgesamt 6.115.013,00 EUR (Vj. 2.755.152,00 EUR).

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023 1.1.2022 - 31.12.2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 12.771.434,76 10.929.836,64
2. Personalaufwand 13.223.423,88 8.529.504,91
a) Löhne und Gehälter 11.213.831,51 7.201.889,63
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.009.592,37 1.327.615,28
davon für Altersversorgung 834,03 10.055,05
3. Abschreibungen 1.118.542,29 859.096,10
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.118.542,29 859.096,10
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.381.072,46 3.077.953,41
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 45.972,08 13.433,37
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 26.022,92 4.475,83
davon aus verbundenen Unternehmen 26.022,92 4.475,83
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.457.194,44 1.226.503,15
davon an verbundene Unternehmen 2.941.377,29 1.082.358,24
7. Ergebnis nach Steuern -8.382.775,39 -2.758.745,10
8. sonstige Steuern 1.158,29 1.727,30
9. Jahresfehlbetrag 8.383.933,68 2.760.472,40

Anhang

Registergericht Augsburg HRB 34251

I. Gliederung und Form der Darstellung

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß § 275 Abs. 1 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgen unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften und der ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert beibehalten. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit den Herstellungskosten aktiviert. Eine verlässliche Schätzung der Nutzungsdauer war nicht möglich, daher wurde die gesetzlich vorgeschriebene Nutzungsdauer von 10 Jahren angesetzt.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Für geleistete Zahlungen, die nachfolgende Wirtschaftsjahre betreffen, wurde ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe der abzugrenzenden Beträge gebildet.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bemessen; sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

In fremder Währung angefallene Geschäftsvorfälle wurden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls eingebucht. Auf Fremdwährung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem am Entstehungstag maßgeblichen Wechselkurs bewertet, soweit nicht am Bilanzstichtag ein gesunkener Kurs eine Abwertung der Forderung bzw. ein gestiegener Kurs eine Höherbewertung der Verbindlichkeit erforderlich macht.

III. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist im Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Im Geschäftsjahr wurden Entwicklungskosten in Höhe von 15.716.493,81 EUR auf die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert: in Höhe von 13.906.553,01 EUR auf den Prototypen der Rakete und in Höhe von 1.809.940,80 EUR auf die Teststände. Der Prototyp ist noch nicht fertiggestellt, so dass dieser noch nicht abgeschrieben wird, für die Teststände ergab sich im Geschäftsjahr eine Abschreibung in Höhe von 791.711,61 EUR. Auf den Prototypen entfielen außerdem Zuschüsse in Höhe von 819.753,57 EUR, die bei den Entwicklungskosten gekürzt wurden.

Dabei wurden neben den Materialkosten, Fertigungskosten und Sonderkosten der Fertigung auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst, in die Herstellungskosten einbezogen.

In den Finanzanlagen sind zum Stichtag folgende Beteiligungen ausgewiesen:

Name und Sitz Anteil am Kapital Geschäftsjahr Eigenkapital Ergebnis des Geschäftsjahres
RFA Azores Unipessoal LDA, Angra do Heroismo/ Portugal 100% 2022 -2 TEUR -3 TEUR
RFA Portugal Unipessoal LDA, Matosinhos/Portugal 100% 2022 280 TEUR -13 TEUR
Rocket Factory Ltd, Grantown-on- Spey/Schottland 100% 2022 1 TGBP 0 TGBP
Rocket Factory Sweden AB, Kiruna/Schweden 100% 2023 25 TSEK

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer ein Jahr bestehen nicht.

3. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten in Höhe von 1.123.127,71 EUR (Vj. 216 TEUR) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 786.714,75 EUR (Vj. 434 TEUR) sonstige Vermögensgegenstände.

4. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio aus dem Zinsvorteil der Wandelschuldverschreibungen in Höhe von 4.601.195,64 EUR (Vj. 3.331 TEUR) enthalten.

5. Angaben zum Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2023 12.230.027,00 EUR und ist eingeteilt in 12.230.027,00 Stammaktien. Die Aktien sind nennwertlose Stückaktien und lauten auf den Namen.

Das genehmigte Kapital beträgt zum 31.12.2023 6.115.013,00 EUR.

Das Bedingte Kapital aus 2020 beträgt nach Ausgabe von Bezugsaktien zum 31.12.2023 noch 1.069.973,00 EUR.

Das Grundkapital der Gesellschaft wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 27.07.2023 um bis zu 3.262.654,00 EUR bedingt erhöht. Das Bedingte Kapital dient der Gewährung von Umtausch- und Bezugsrechten aufgrund von Options- oder Wandelschuldverschreibungen.

Außerdem wurde das Grundkapital der Gesellschaft durch Beschluss der Hauptversammlung vom 27.07.2023 um bis zu 233.046,00 EUR bedingt erhöht. Das Bedingte Kapital dient der Durchführung eines Aktienoptionsprogramms zur Ausgabe von Aktienoptionsrechten an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und an ausgewählte Arbeitnehmer unterhalb der Vorstandsebene der Gesellschaft.

Das Grundkapital der Gesellschaft wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22.11.2023 um bis zu 599.340,00 EUR bedingt erhöht. Das Bedingte Kapital dient der Gewährung von Umtausch- und Bezugsrechten aufgrund von Options- oder Wandelschuldverschreibungen.

Somit beträgt das gesamte Bedingte Kapital zum 31.12.2023 6.115.013,00 EUR.

In die Kapitalrücklage wurde im Geschäftsjahr ein Betrag in Höhe von 14.911.206,48 EUR eingestellt. Davon resultieren 11.134.223,00 EUR aus der Wandlung von Anleihen und 3.776.983,48 EUR aus dem Disagio zur Wandelanleihe.

Zum 31.12.2023 wurden Wandelschuldverschreibungen in Höhe von insgesamt 34.820.906,00 EUR Nennbetrag ausgegeben.

6. Überleitung des Jahresergebnisses zum Bilanzverlust

In Fortführung des Jahresergebnisses erfolgt die nachfolgende Darstellung:

Posten der Ergebnisverwendung Betrag in EUR
2023
Jahresfehlbetrag 8.383.933,68
Verlustvortrag aus dem Vorjahr 8.172.423,46
Bilanzverlust 16.556.357,10
2022
Jahresfehlbetrag 2.760.472,40
Verlustvortrag aus dem Vorjahr 5.411.951,06
Bilanzverlust 8.172.423,46

7. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für ausstehende Rechnungen (333 TEUR). Darüber hinaus beinhalten diese Rückstellungen für Resturlaub, Boni/Prämien und für Kosten der Jahresabschlusserstellung und -prüfung.

8. Verbindlichkeiten

2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Anleihen
Laufzeit bis 1 Jahr 5 0
Laufzeit 1 bis 5 Jahre 34.816 18.976
Laufzeit über 5 Jahre 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 41 50
(Restlaufzeit sämtlich bis zu einem Jahr)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.501 1.126
(Restlaufzeit sämtlich bis zu einem Jahr)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.401 1.933
(Restlaufzeit sämtlich bis zu einem Jahr)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Laufzeit bis 1 Jahr 4.315 1.291
Laufzeit 1 bis 5 Jahre 920 346
Laufzeit über 5 Jahre 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten
Laufzeit bis 1 Jahr 260 150
Laufzeit 1 bis 5 Jahre 373 273
Laufzeit über 5 Jahre 0 0
43.632 24.145

In den Anleihen sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 17.974.425,00 EUR (Vorjahr: 14.410 TEUR) enthalten.

9. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in Höhe von 338.947,44 EUR (Vj. 892 TEUR) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, in Höhe von 1.000.203,91 EUR (Vj. 346 TEUR) Zinsverbindlichkeiten und in Höhe von 3.895.723,04 EUR (Vj. 400 TEUR) sonstige Verbindlichkeiten.

IV. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben der in der Bilanz ausgewiesen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverpflichtungen über 6.337 TEUR.

2. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 199 Mitarbeiter beschäftigt.

3. Ausschüttungssperrbetrag gem. 268 Abs. 8 HGB

Aus der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens ergibt sich ein Ausschüttungssperrbetrag in Höhe von 39.982.626,93 EUR zum 31.12.2023.

4. Beteiligung an unserer Gesellschaft

Die MT Aerospace Holding GmbH hat uns gem. § 20 Abs. 1 AktG mitgeteilt, dass sie zu mehr als einem Viertel am Grundkapital unserer Gesellschaft beteiligt ist.

5. Geschäftsführung

Dr. Stefan Brieschenk, Vorstand, Chief Operating Officer

Jörn Spurmann, Vorstand, Chief Commercial Officer

Dr. Stefan Tweraser, Vorstand, Chief Executive Officer

Von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

6. Aufsichtsrat

Aufsichtsräte im Geschäftsjahr waren:

Vorsitzender: Jean-Jacques Dordain, Unternehmensberater

Stellvertretender Vorsitzender: Hans Steininger, Vorsitzender des Vorstands der MT Aerospace AG

Marco Fuchs, Vorsitzender des Vorstands der OHB SE

Christian Ollig, Partner und Leiter der Region DACH bei KKR (seit 05.12.2023)

7. Wandelanleihen

Es bestehen Wandelschuldverschreibungen mit folgender Anzahl:

1. Gesamtbetrag in Höhe von 2.000.000 EUR eingeteilt in bis zu 1.000.000 Teilwandelschuldverschreibungen im Nennbetrag von jeweils 2,00 EUR, die Wandelschuldverschreibungen können zu einem Wandlungspreis von EUR 2,00 je Aktie der Rocket Factory Augsburg AG gewandelt werden. Davon wurden im Vorjahr 1.995.000 EUR gewandelt, d.h. es bestehen noch 5.000 EUR.

2. Gesamtbetrag in Höhe von 2.000.000 EUR eingeteilt in bis zu 500.000 Teilwandelschuldverschreibungen im Nennbetrag von jeweils 4,00 EUR, die Wandelschuldverschreibungen können zu einem Wandlungspreis von EUR 4,00 je Aktie der Rocket Factory Augsburg AG gewandelt werden. Davon wurden im Vorjahr 189.392 EUR und im Berichtsjahr 532.000 EUR gewandelt, d.h. es bestehen noch 1.278.608 EUR.

3. Gesamtbetrag in Höhe von 3.000.000 EUR eingeteilt in bis zu 500.000 Teilwandelschuldverschreibungen im Nennbetrag von jeweils 6,00 EUR, die Wandelschuldverschreibungen können zu einem Wandlungspreis von EUR 6,00 je Aktie der Rocket Factory Augsburg AG gewandelt werden. Davon wurden im Berichtsjahr 2.504.490 EUR gewandelt, d.h. es bestehen noch 495.510 EUR.

4. Gesamtbetrag in Höhe von 4.000.000 EUR eingeteilt in bis zu 500.000 Teilwandelschuldverschreibungen im Nennbetrag von jeweils 8,00 EUR, die Wandelschuldverschreibungen können zu einem Wandlungspreis von EUR 8,00 je Aktie der Rocket Factory Augsburg AG gewandelt werden. Davon wurden im Berichtsjahr 3.858.912 EUR gewandelt, d.h. es bestehen noch 141.088 EUR.

5. Gesamtbetrag in Höhe von 2.400.000 EUR eingeteilt in bis zu 300.000 Teilwandelschuldverschreibungen im Nennbetrag von jeweils 8,00 EUR, die Wandelschuldverschreibungen können zu einem Wandlungspreis von EUR 8,00 je Aktie der Rocket Factory Augsburg AG gewandelt werden. Diese wurden im Berichtsjahr sämtlich gewandelt.

6. Gesamtbetrag in Höhe von 3.600.000 EUR eingeteilt in bis zu 360.000 Teilwandelschuldverschreibungen im Nennbetrag von jeweils 10,00 EUR, die Wandelschuldverschreibungen können zu einem Wandlungspreis von EUR 10,00 je Aktie der Rocket Factory Augsburg AG gewandelt werden. Davon wurden im Berichtsjahr 3.524.000 EUR gewandelt, d.h. es bestehen noch 76.000 EUR.

7. Gesamtbetrag in Höhe von 4.160.000 EUR eingeteilt in bis zu 320.000 Teilwandelschuldverschreibungen im Nennbetrag von jeweils 13,00 EUR, die Wandelschuldverschreibungen können zu einem Wandlungspreis von EUR 13,00 je Aktie der Rocket Factory Augsburg AG gewandelt werden.

8. Gesamtbetrag in Höhe von 4.800.000 EUR eingeteilt in bis zu 320.000 Teilwandelschuldverschreibungen im Nennbetrag von jeweils 15,00 EUR, die Wandelschuldverschreibungen können zu einem Wandlungspreis von EUR 15,00 je Aktie der Rocket Factory Augsburg AG gewandelt werden.

9. Gesamtbetrag in Höhe von 5.000.000 EUR eingeteilt in bis zu 50.000 Teilwandelschuldverschreibungen im Nennbetrag von jeweils 100,00 EUR, die Wandelschuldverschreibungen können zu einem Wandlungspreis von EUR 15,00 je Aktie der Rocket Factory Augsburg AG gewandelt werden.

10. Gesamtbetrag in Höhe von 10.000.000 EUR eingeteilt in bis zu 100.000 Teilwandelschuldverschreibungen im Nennbetrag von jeweils 100,00 EUR, die Wandelschuldverschreibungen können zu einem Wandlungspreis von EUR 15,00 je Aktie der Rocket Factory Augsburg AG gewandelt werden.

11. Gesamtbetrag in Höhe von 8.864.700 EUR eingeteilt in bis zu 88.647 Teilwandelschuldverschreibungen im Nennbetrag von jeweils 100,00 EUR, die Wandelschuldverschreibungen können zu einem Wandlungspreis von EUR 15,00 je Aktie der Rocket Factory Augsburg AG gewandelt werden.

Zum Stichtag wurden Wandelschuldverschreibung in Höhe von 34.820.906,00 EUR Nennbetrag ausgegeben. Die Inhaber haben jeweils das Recht ihre Teilwandelschuldverschreibungen jederzeit während der Laufzeit ganz oder teilweise in neue vinkulierte, auf den Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft zu wandeln, mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital in Höhe von EUR 1,00 (das "Wandlungsrecht").

8. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Bilanzverlust in Höhe von 16.556.357,14 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.

9. Ereignisse oder Gegebenheiten im Zusammenhang mit Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte auf der Basis der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Hinsichtlich der Ereignisse oder Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, wird auf die Ausführungen im Lagebericht im Abschnitt 5 ("Strategische und finanzielle Risiken") verwiesen.

 

Augsburg, 28. März 2024

Dr. Stefan Brieschenk, Vorstand

Jörn Spurmann, Vorstand

Dr. Stefan Tweraser, Vorstand

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten

01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte 26.870.617,23 14.896.740,24 0,00 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 172.480,86 128.506,01 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 27.043.098,09 15.025.246,25 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 208.242,02 163.315,12 0,00 602.769,99
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.108.984,64 229.993,81 5.403,36 0,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.928.539,31 6.084.308,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 3.245.765,97 6.477.616,93 5.403,36 602.769,99
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 417.272,86 411.970,77 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 417.272,86 411.970,77 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 30.706.136,92 21.914.833,95 5.403,36 602.769,99
Abschreibungen
Kumulierte
Abschreibungen 31.12.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Zuschreibungen
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte 1.784.730,54 791.711,61 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 188.070,87 63.109,01 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.972.801,41 854.820,62 0,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 95.152,13 41.750,11 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 745.717,09 222.023,81 0,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 840.869,22 263.773,92 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 2.813.670,63 1.118.594,54 0,00
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte 39.982.626,93 25.877.598,30
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzreche und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 112.916,00 47.519,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 40.095.542,93 25.925.117,30
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 879.175,00 154.840,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 587.858,00 584.256,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.012.847,31 1.928.539,31
Summe Sachanlagen 9.479.880,31 2.667.635,31
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 829.243,63 417.272.86
Summe Finanzanlagen 829.243,63 417.272,86
Summe Anlagevermögen 50.404.666,87 29.010.025,47

sonstige Berichtsbestandteile

Feststellung des Jahresabschlusses und Ergebnisverwendung

Der Jahresabschluss wurde am 15.04.2024 festgestellt.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Bilanzverlust des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 16.556.357,14 auf neue Rechnung vorzutragen.

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Rocket Factory Augsburg AG, Augsburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Rocket Factory Augsburg AG, Augsburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rocket Factory Augsburg AG, Augsburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angabe 9 in Abschnitt IV im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt 5 ("Strategische und finanzielle Risiken") des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft in erheblichem Umfang vom Verlauf des im dritten Quartal 2024 geplanten ersten Startversuchs der RFA ONE abhängt und hieraus ungeplante Finanzierungslücken entstehen könnten, die über das bisherige Maß hinaus weitere Maßnahmen zur Sicherstellung der Liquidität notwendig machen könnten. Wie in Angabe 9 in Abschnitt IV des Anhangs und Abschnitt 5 des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten zusammen mit den anderen dort ausgeführten Sachverhalten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 28. März 2024

WirtschaftsTreuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Andreas Weinberger, Wirtschaftsprüfer

Stefan Knab, Wirtschaftsprüfer

Bericht für das Geschäftsjahr 2023

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm durch Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben wahrgenommen und sich sowohl in Sitzungen als auch in Einzelbesprechungen durch den Vorstand über die Lage der Gesellschaft unterrichten lassen und die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Ferner hat der Vorstand dem Aufsichtsrat aus sonstigen wichtigen Anlässen berichtet und ist damit seiner gesetzlichen Informationspflicht in vollem Umfang nachgekommen. Darüber hinaus fanden zahlreiche Einzelgespräche von Aufsichtsratsmitgliedern mit dem Vorstand oder einzelnen Vorstandsmitgliedern statt. Über das Ergebnis dieser Gespräche wurde jeweils der Aufsichtsrat unterrichtet.

Herr Jean-Jacques Dordain, Herr Hans Steininger und Herr Marco Fuchs waren während des gesamten Geschäftsjahres 2023 Mitglieder des Aufsichtsrats. Die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft im November 2023 hat darüber hinaus Herrn Christian Ollig zum neuen vierten Aufsichtsratsmitglied gewählt.

Im Geschäftsjahr 2023 fand eine Aufsichtsratssitzung am 20.11.2023 statt. Es haben alle Aufsichtsratsmitglieder an dieser Sitzung teilgenommen. Darüber hinaus haben fortwährend im Geschäftsjahr wöchentliche bis 2-wöchentliche telefonische Abstimmungsmeetings stattgefunden, in denen der Aufsichtsrat über aktuelle und laufende Themen informiert wurde.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr keine Ausschüsse gebildet. Alle Themen wurden im Plenum des Aufsichtsrats beraten und entschieden.

Gegenstände der regelmäßigen mündlichen und schriftlichen Berichterstattungen waren neben der Gesamtlage des Unternehmens auch Einzelfragen von größerer Bedeutung. Der Vorstand hat zustimmungspflichtige Geschäfte dem Aufsichtsrat stets korrekt vorgelegt.

Die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens sowie die Vermögens- und Liquiditätslage waren ständige Schwerpunkte der Beratungen des Aufsichtsrats. Die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Unternehmensleitung durch den Vorstand wurde durch regelmäßige Nachprüfung der Organisation der Gesellschaft sichergestellt. Hierzu wurden Gespräche mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer geführt sowie entsprechende Unterlagen überprüft.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss zum 31.12.2023 der Rocket Factory Augsburg AG ist unter Einbeziehung der Buchführung von WirtschaftsTreuhand GmbH geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat keine Einwendungen erhoben und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Für das Geschäftsjahr 2023 sind dem Aufsichtsrat gem. § 170 AktG der Jahresabschluss, der Lagebericht des Vorstands sowie der Abhängigkeitsbericht vorgelegt worden. Darüber hinaus lagen dem Aufsichtsrat die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses vor. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss für die Rocket Factory Augsburg AG sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers beraten und geprüft. Die Prüfung, insbesondere auch der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers, hat keine Anhaltspunkte für Beanstandungen ergeben; nach den Erkenntnissen des Aufsichtsrats entsprechen der Jahresabschluss und die Prüfungsberichte den gesetzlichen Anforderungen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss 2023 gebilligt, der somit gem. § 172 AktG festgestellt ist.

Der Aufsichtsrat spricht den Vorstandsmitgliedern Herrn Stefan Tweraser, Herrn Stefan Brieschenk und Herrn Jörn Spurmann für ihren Einsatz und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2023 Dank und Anerkennung aus. Der Dank gilt insbesondere auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre geleistete Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr

 

15.04.2024

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

4 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.