Eurowell GmbHLiquidiert

76744 Wörth am Rhein, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Landau HRB 30104
Eingetragen
14.7.2006
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Wellpapier und -pappe sowie von Verpackungsmitteln aus Papier, Karton und PappeHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Wellpappeformaten, insbesondere unter der Marke "Eurowell".

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Raimund Zinkl
seit 2.8.2006
Geschäftsführer
Wolfgang Dr. Palm
seit 14.7.2006
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Eurowell GmbH

Wörth am Rhein

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Eurowell GmbH, Wörth am Rhein, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Stuttgart, 8. April 2014

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Oesterle, Wirtschaftsprüfer

Schumann, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2013

Aktiva

31.12.2012
EUR EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 145.437,00     166
2. Geleistete Anzahlungen 19.065,09     0
    164.502,09    
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 720.431,00     2.055
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 166.616,00     219
    887.047,00    
      1.051.549,09  
B. Umlaufvermögen        
I. Vorräte        
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.342.599,28     2.202
2. Fertige Erzeugnisse 65.800,00     41
    2.408.399,28    
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.153.942,97     1.083
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.595.114,92     13.514
3. Sonstige Vermögensgegenstände 149.988,23     115
    12.899.046,12    
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   3.785,50   10
      15.311.230,90  
C. Rechnungsabgrenzungsposten     0,00 22
      16.362.779,99 19.427

Passiva

       
        31.12.2012
    EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital        
Gezeichnetes Kapital     2.000.000,00 2.000
B. Rückstellungen        
Sonstige Rückstellungen     325.000,00 323
C. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   13.206.570,15   16.483
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   399.893,17   242
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   383.260,14   347
4 Sonstige Verbindlichkeiten   48.055,53   32
      14.037.779,99  
      16.362.779,99 19.427

Gewinn- und Verlustrechnung für 2013

2012
EUR EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse   62.389,198,30   62.315
2. Erhöhung (Vj. Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   24.700,00   -71
3. Andere aktivierte Eigenleistungen   4.081,18   18
      62.417.979,48 62.262
4. Sonstige betriebliche Erträge     1.150.567,65 982
      63.568.547,13 63.244
5. Materialaufwand        
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 48.828.851,20     47.529
b) Energiekosten und bezogene Leistungen 944.321,78     992
    49.773.172,98   48.521
6. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter 3.045.249,21     2.835
b) Soziale Abgaben 584.996,22     556
    3.630.245,43   3.391
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   1.698.644,61   2.006
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen   7.226.193,39   7.364
      62.328.256,41 61.282
      1.240.290,72 1.962
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Ertrage   632,55   0
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   749.802,87   924
davon an verbundene Unternehmen EUR 58.136,65 (Vj. TEUR 43)        
      -749.170,32 -924
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit     491.120,40 1.038
12. Sonstige Steuern     15.322,69 18
13. Jahresüberschuss vor Gewinnabführung     475.797,71 1.020
14. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn     -475.797,71 -1.020
15. Jahresergebnis     0,00 0

Anhang für 2013

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den Sondervorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich gemäß § 267 Abs. 3 i. V. m. Abs. 4 HGB um eine große Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Palm Papier GmbH & Co. KG, Aalen-Neukochen, einbezogen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierung und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig größtenteils über fünf Jahre abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Anlagevermögen, soweit zulässig, degressiv vorgenommen. Der Übergang zur linearen Methode erfolgt in dem Jahr, für welches die lineare Methode zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt. Die Abschreibungen in 2013 wurden linear ab dem Monat des Zugangs vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 410,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 410,00 bis EUR 1.000,00, die nach dem 31. Dezember 2007 und vor dem 1. Januar 2010 angeschafft worden sind, wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Der jährliche Sammelposten wird entsprechend den steuerlichen Vorschriften mit 20 % p. a. abgeschrieben.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu den tatsächlichen Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden nach der retrograden Methode ausgehend von den Verkaufspreisen nach Abzug von Erlösschmälerungen, noch anfallenden Fertigungs- und Vertriebskosten sowie kalkulatorischem Gewinn angesetzt.

Die Vorräte wurden in allen Fällen nach dem Niederstwertprinzip bzw. dem Grundsatz einer verlustfreien Bewertung angesetzt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen worden; das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine entsprechende Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterung zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten solche aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 88 (Vj. TEUR 563).

Forderungen gegen Gesellschafter bestehen in Höhe von TEUR 10.926 (Vj. TEUR 12.736).

Latente Steuern

Aufgrund der steuerlichen Organschaft waren keine latenten Steuern zu bilden.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird in voller Höhe von der Papierfabrik Palm GmbH & Co. KG, Aalen-Neukochen, gehalten.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für den Personalbereich (Resturlaub, Überstunden, Berufsgenossenschaftsbeiträge u. a.), für Boni, noch ausstehende Rechnungen und für Jahresabschlusskosten gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten sind im folgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:

31.12.2013 31.12.2012
Restlaufzeit Restlaufzeit
bis 1 Jahr über 5 Jahre Gesamt bis 1 Jahr über 5 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Art der Verbindlichkeit            
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.186 0 13.207 8.608 0 16.483
davon durch Grundpfandrechte gesichert (2.855) (0) (7.875) (2.855) (0) (10.730)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 400 0 400 242 0 242
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 383 0 383 347 0 347
4. Sonstige Verbindlichkeiten 48 0 48 32 0 32
davon aus Steuern (36) 0 (36) (27) 0 (27)

Die Bankdarlehen sind durch Sicherungsübereignung (Vertrag vom 8. Februar 2008) der kreditfinanzierten Maschinen und Anlagen incl. Ersatzteile und Zubehör besichert.

Eine weitere Sicherheit wurde dem Bankenkonsortium durch Eintragung nachrangiger Buchgrundschulden auf einem Grundstück der PAFA Palm GmbH & Co, KG eingeräumt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr in voller Höhe solche aus Lieferungen und Leistungen.

Haftungsverhältnisse

Gemäß § 73 AO haftet die Gesellschaft als Organgesellschaft für die im Rahmen der Organschaft bestehende Umsatz-, Gewerbe- und Körperschaftsteuer des Organträgers. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird aufgrund der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage des Organträgers als gering eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Einzelnen betreffen diese sonstigen finanziellen Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

TEUR
Jährliche Zahlungsverpflichtungen (gegenüber verbundenem Unternehmen) aus einem Pachtvertrag 1.115
Jährliche Zahlungsverpflichtungen aus einem Mietvertrag 11
  1.126

Der Pachtvertrag endet im November 2016, der Mietvertrag im April 2015.

Bewertungseinheiten

Zur Sicherung eines variabel verzinslichen Kreditvolumens von TEUR 10.000 wurde ein Zinsswap in gleicher Höhe getätigt. Dieser wurde am Bilanzstichtag zum Marktwert bewertet, Dabei ergab sich ein negativer Marktwert von TEUR 194. Wegen der vorhandenen Bewertungseinheit wurde keine Rückstellung gebildet.

Es handelt sich um einen Micro Hedge. Die gegenläufigen Wertänderungen und Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich in vollem Umfang in den Sicherungszeiträumen voraussichtlich aus, weil die Risikopositionen in betraglich gleicher Höhe, mit gleicher Zinsbasis, gleichen Zinsanpassungsterminen und Laufzeit durch Zinsswaps abgesichert wurden. Bis zur Erfüllung haben sich die gegenläufigen Wertänderungen und Zahlungsströme aus Grund- und Sicherungsgeschäft vollständig ausgeglichen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt:

2013 2012
TEUR % TEUR
Umsatzerlöse nach Sparten        
Wellpappenformate intern (Palm Verpackungsgruppe) 33.214 53,3 34.464 55,3
Wellpappenformate extern 30.287 48,5 29.089 46,7
Sonstige 1.282 2,0 1.259 2,0
abzüglich Erlösschmälerungen -2.394 -3,8 -2.497 -4,0
  62.389 100,0 62.315 100,0
Umsatz nach Regionen        
Inland 58.569 93,9 59.678 95,8
Ausland 6.214 9,9 5.134 8,2
abzüglich Erlösschmälerungen -2.394 -3,8 -2.497 -4,0
  62.389 100,0 62.315 100,0

Der Jahresüberschuss wurde aufgrund des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags mit der Papierfabrik Palm GmbH & Co. KG, Aalen-Neukochen, in voller Höhe an diese abgeführt.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Die Gesellschaft wird durch ihre Geschäftsführer vertreten. Es sind die Herren:

 

Dr. Wolfgang Palm, Aalen-Unterkochen (einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit)

 

Raimund Zinkl, Neubeuern (gesamtvertretungsberechtigt)

Von der Erleichterung des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Mitarbeiter

2013 2012
Gewerbliche Arbeitnehmer 41 39
Angestellte 26 24
  67 63
Auszubildende 1 0
  68 63

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Die Eurowell GmbH hat im Berichtsjahr folgende Dienstleistungen des Abschlussprüfers in Anspruch genommen:

TEUR
Abschlussprüfung 23

 

Wörth am Rhein, 8. April 2014

Die Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens 2013

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2013 Zugänge Abgänge 31.12.2013
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 691.231,59 25.546,89 316,00 716.462,48
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 19.065,09 0,00 19.065,09
  691.231,59 44.611,98 316,00 735.527,57
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 22.307.938,82 0,00 0,00 22.307.938,82
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 660.747,70 265.243,72 254.451,43 671.539,99
  22.968.686,52 265.243,72 254.451,43 22.979.478,81
  23.659.918,11 309.855,70 254.767,43 23.715.006,38
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2013 Zugänge Abgänge 31.12.2013
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 525.190,59 46.150,89 316,00 571.025,48
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  525.190,59 46.150,89 316,00 571.025,48
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 20.252.526,82 1.334.981,00 0,00 21.587.507,82
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 441.862,70 317.512,72 254.451,43 504.923,99
  20.694.389,52 1.652.493,72 254.451,43 22.092.431,81
  21.219.580,11 1.698.644,61 254.767,43 22.663.457,29
Buchwerte
31.12.2013 31.12.2012
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 145.437,00 166
2. Geleistete Anzahlungen 19.065,09 0
  164.502,09 166
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 720.431,00 2.055
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 166.616,00 219
  887.047,00 2.274
  1.051.549,09 2.440

Lagebericht für 2013

1. Grundlagen

Die Eurowell GmbH mit Sitz in Wörth ist eine Tochtergesellschaft der Papierfabrik Palm GmbH & Co. KG mit Sitz in Aalen.

Die Papierfabrik Palm GmbH & Co. KG bearbeitet mit ihren Tochtergesellschaften die drei Geschäftsfelder Zeitungsdruckpapier, Wellpappenrohpapier und Wellpappe Verpackungen.

Die Eurowell GmbH ist im Geschäftsfeld der Wellpappe Verpackungen tätig, das in der "Palm Verpackungsgruppe" zusammengefasst wird. Die strategische Führung der gesamten Palm Verpackungsgruppe und der einzelnen Wellpappenwerke erfolgt durch die Geschäftsleitung der Palm Industrie Beteiligungs-GmbH in Aalen, der Muttergesellschaft der Papierfabrik Palm GmbH & Co. KG. Die operative Führung der Eurowell GmbH liegt bei der Geschäftsführung in Wörth, die weitgehend autonom festlegt, mit konkret welchen Produkten zu welchen Preisen welche Kunden bedient werden.

Die wichtigsten Geschäftsprozesse der Eurowell GmbH sind die Erzeugung von Wellpappen-Formaten und der Vertrieb dieser Formate an ca. 190 Verarbeitungswerke in Deutschland und im angrenzenden Ausland. Das benachbarte Schwesterunternehmen Europack, das unmittelbar über automatische Transportbänder versorgt wird, ist weiterhin wichtigster Kunde des Unternehmens. Auch werden einige andere Schwesterwerke mit Formaten bedient. Die Forschung und Entwicklung der Eurowell GmbH wird durch die Verpackungsentwicklung und durch das Labor der Schwester-gesellschaft Europack GmbH in Wörth geleistet.

2. Wirtschaftsbericht

2a. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Seit den 1950er Jahren hat sich das Wachstum des BP in Deutschland von Jahrzehnt zu Jahrzehnt reduziert, betrug in den 1980er Jahren noch durchschnittlich 2,6 % p. a., in den 1990er Jahren durchschnittlich 1,6 % p. a. und im letzten Jahrzehnt nur noch durchschnittlich 1,0 % p. a..

Das Wachstum der deutschen Wirtschaft, das bereits 2012 mit nur 0,7 % eine vergleichsweise bescheidene Entwicklung genommen hatte, verlangsamte sich nochmals weiter und betrug 2013 nur noch 0,4 %. Seit 1950 hat es nur sieben Jahre mit einer noch schwächeren Wirtschaftsentwicklung gegeben.

Die Lobeshymnen der deutschen und europäischen Politik, die dieses Wachstum von nur 0,4 % - vor dem Hintergrund noch schlechterer Wirtschaftsentwicklung, vor allem in Südeuropa - als Lokomotive Europas rühmen, sind mit Skepsis zu betrachten. Die Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft haben sich zweifellos weiter verschlechtert, nicht zuletzt auch durch die Ende 2013 gebildete große Koalition und die von ihr angestrebten Maßnahmen wie Fortsetzung der Energiewende, Mindestlohn, Rentenerhöhungen, Frauenquote und weitere Eingriffe des Staates in das Wirtschaftsleben. Die wichtigsten Impulse für das wenn auch nur bescheidene Wachstum der deutschen Wirtschaft kamen 2013, im Gegensatz zum Vorjahr, nicht aus dem Export, sondern vor allem aus dem Staatskonsum und dem privaten Konsum. Die Zahl der Erwerbstätigen hat mit durchschnittlich 41,8 Millionen im siebten Jahr in Folge einen Höchststand erreicht. Die Arbeitslosenquote blieb mit 6,9 % nahezu unverändert (im Vorjahr 6,8 %). Die Zinsen verharrten auf sehr tiefem Niveau und die Verbraucherpreise stiegen nur um 1,5 % (Vorjahr 2 %).

Die deutsche Wellpappenindustrie hat 2013 das hohe Absatzniveau der Vorjahre noch weiter leicht steigern können (+0,9 %). Wichtige Impulse kamen vor allem aus dem privaten Konsum und von der weiter wachsenden Bedeutung des Internet- bzw. Versandhandels.

Die Kosten des wichtigsten Rohstoffs, der Wellpappenrohpapiere aus Altpapier, sind 2013 in drei Stufen angestiegen und lagen zum Jahresende 2013 um 24 % über dem Niveau zum Beginn des Jahres. Aufgrund des starken Wettbewerbes zwischen den Verpackungsherstellern und deutlicher Kapazitätsausweitungen einiger Wettbewerber ist es der Welipappenbranche nicht gelungen, diese stark gestiegenen Rohstoffkosten an die Verpackungskunden weiter zu geben. Die durchschnittlichen Verkaufserlöse der Branche sind im Jahresverlauf 2013 trotz der Rohstoffkostensteigerungen nahezu unverändert geblieben, ja sogar leicht abgebröckelt.

Das nur bescheidene Absatzwachstum von 0,9 % und die um durchschnittlich 0,9 % rückläufigen Verkaufserlöse pro qm führten insgesamt zu unveränderten Umsätzen der Branche. Stagnierende Umsätze und deutlich höhere Materialkosten sowie höhere Energie- und Personalkosten reduzierten die vergleichsweise guten Margen des Jahres 2012 und haben in einigen Unternehmen der Branche zu kritischen Ergebnissituationen geführt.

2b. Ertragslage

Das Unternehmen konnte seine Marktstellung ausbauen (Gesamtabsatz +3,4 % gegenüber Vorjahr) und die Absätze vor allem bei Kunden außerhalb der Palm Verpackungsgruppe steigern. Wie in der gesamten Branche sind aber die Verkaufserlöse pro qm der Eurowell gesunken. Die Umsätze erhöhten sich gegenüber Vorjahr leicht auf TEUR 62.389.

Die Produktionsleistung pro Stunde konnte gegenüber dem Vorjahr um 4 % gesteigert werden und erreichte mit 34.640 qm pro Stunde einen neuen Rekordwert.

Im Herbst 2013 wurde im Versandbereich der Eurowell die Seitenverladung der Fertigware weiter ausgebaut. Zusätzlich zur Heckbeladung an den bestehenden 8 Versandtoren der Eurowell wurde durch die Grundstückseignerin PAFA Palm eine Halle zur Seitenverladung von vier LKWs erbaut, die insbesondere für die Beladung von großen Formaten (mit großen Packstücken bis zu einer Größe von 2,40m x 5,50m und auf bis zu 12 Paletten) vorteilhaft ist.

Das Unternehmen konnte trotz der schwierigen Marktbedingungen ein positives Jahresergebnis (vor Gewinnabführung an die Muttergesellschaft) erzielen, das allerdings aufgrund der im Jahresverlauf stark gestiegenen Rohstoffkosten unter dem Vorjahresniveau lag. Das EBITDA des Unternehmens erreichte TEUR 2.939 bzw. 5 % der Gesamtleistung (Vorjahr TEUR 3.968 bzw. 6 %).

Mit der Papierfabrik Palm GmbH & Co. KG ist seit der Gründung ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag geschlossen.

2c. Finanz- und Vermögenslage

Die Finanzausstattung des Unternehmens ist angemessen und gewährleistet eine sichere Weiterführung. Das Eigenkapital des Unternehmens beträgt unverändert TEUR 2.000, die Eigenkapitalquote stieg aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme auf 12 %.

Das Unternehmen erwirtschaftete 2013 einen Cash Flow in Höhe von TEUR 2.175 (Vorjahr TEUR 3.026).

Die Finanzausstattung und Liquidität werden gruppenweit durch die Muttergesellschaft, die Papierfabrik Palm, gesteuert (Cash-Pooling). Das Unternehmen wird dabei durch zugewiesene Kreditlinien bei Geschäftsbanken sowie bei Bedarf auch über die Muttergesellschaft finanziert.

Das Anlagevermögen des Unternehmens reduzierte sich aufgrund der Abschreibungen weiter auf 6 % (Vorjahr 13 %) der Bilanzsumme.

Die Forderungen gegenüber der Muttergesellschaft haben sich um ca. 1,8 Mio. EUR reduziert. Damit sind Forderungen/sonstige Vermögensgegenstände auch insgesamt deutlich zurückgegangen, sie machen aufgrund der reduzierten Bilanzsumme aber weiterhin knapp 80 % der Bilanzsumme aus.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände decken die Verbindlichkeiten zu 92%.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden planmäßig deutlich zurückgeführt (um TEUR 3.276 gegenüber Vorjahr).

3. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

4a. Chancen und Risiken

Die Zweifel an der Problemlösungskompetenz der nationalen und der europäischen Finanz- und Wirtschaftspolitik bestehen unverändert. Es herrscht weiterhin Nervosität an den Finanzmärkten und es besteht Unsicherheit über die Entwicklung der Wirtschaft in Europa und in Deutschland.

Aufgrund der neuen Regierungskoalition ist in Deutschland mit weiteren Eingriffen des Staates in das Wirtschaftsleben zu rechnen, die sich für die Wirtschaft belastend auswirken werden. Deshalb sehen wir Risiken, dass sich die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft weiter verschlechtern.

Zusätzliche Risiken entstehen für das operative Geschäft vor allem aus den stark schwankenden Rohstoffpreisen und aus eventuell weiter steigenden Energiepreisen.

Der aus diesen Unsicherheiten und Risiken entstehende Ergebnisdruck kann den ohnehin hohen Wettbewerbsdruck der Branche noch weiter erhöhen.

Für die Verpackungs- und Wellpappenindustrie sehen wir aber auch Chancen für eine stabile Weiterentwicklung auf hohem Niveau. Zum einen erwarten wir eine insgesamt stabile Nachfrage nach Verpackungen. Zum anderen ist sehr vorteilhaft, dass die Verpackungsbranche für nahezu alle Konsum- und Investitionsgüter Verpackungslösungen anbieten kann und somit kunden- und branchenunabhängig ist und aufgrund der Frachtkosten auch nicht mit fernen ausländischen Wettbewerbern konkurriert.

Auch die Umweltverträglichkeit der Wellpappe Verpackungen, die bei Unternehmen und Verbrauchern einen immer größeren Stellenwert erhält, ist eine Stärke und Chance der Branche. Die Wellpappe Verpackungen bestehen zu 100 % aus nachwachsenden Rohstoffen und werden nach Gebrauch nahezu vollständig recycelt.

Wichtigster Rohstofflieferant der Eurowels ist die Muttergesellschaft Papierfabrik Palm, deren Wellpappenrohpapiere (großteils produziert auf der PM 6 der direkt angrenzenden Papierfabrik Palm in Wörth) auf der Wellpappenanlage des Unternehmens zu Wellpappe verarbeitet werden. Diese vertikale Integration stellt eine Chance für das Unternehmen dar, denn sie sichert die permanente Versorgung der eigenen Werke mit Rohpapieren. Da die Herstellung der Wellpappenrohpapiere der Papierfabrik Palm auf drei verschiedenen Papiermaschinen und an zwei unterschiedlichen Standorten erfolgt, ist selbst bei Produktionsproblemen einer Papiermaschine die permanente Versorgung gesichert.

Das Unternehmen und die Führung der Palm Verpackungsgruppe stehen in permanentem Austausch, um Risiken und Chancen laufend neu zu bewerten und um entsprechende Maßnahmen festzulegen. Die Risiken und Chancen erscheinen insgesamt ausgewogen. Auch bei Eintreten der hier genannten Risiken sehen wir den Fortbestand des Unternehmens nicht gefährdet.

4b. Prognosebericht

Für 2014 rechnen wir für die deutsche Wirtschaft mit einem weiterhin lebhaften privaten Konsum, leicht steigenden Investitionen und mit einer wieder etwas stärkeren Auslandsnachfrage. Die Perspektiven für die weitere wirtschaftliche Entwicklung sind nach wie vor von Unsicherheit geprägt, dies kann die deutsche Konjunktur belasten. Für das Bruttoinlandsprodukt erwarten wir ein leichtes Wachstum in Höhe von etwa 1 %.

Auch für die deutsche Wellpappenindustrie erwarten wir ein Wachstum von etwa 1 %. Die Kapazitäten der Branche werden auch 2014 voraussichtlich nicht voll ausgelastet sein. Wir rechnen daher weiterhin mit einem wettbewerbsintensiven Umfeld.

Das Jahr 2014 hat für die Wellpappenbranche in Deutschland mit einer zwar lebhaften Nachfrage, aber mit hohem Wettbewerb und nur sehr bescheiden steigenden Verkaufserlösen begonnen. Es ist bisher noch nicht absehbar, in wie weit es der Branche gelingt, die 2013 stark gestiegenen Rohstoffkosten an die Kunden weiterzugeben. Sollte dies nicht oder nur teilweise gelingen, wird die Branche auch 2014 keine befriedigenden Ergebnisse erzielen.

Absatz, Umsatz und Betriebsergebnis der Eurowell GmbH liegen nach den ersten beiden Monaten des Jahres 2014 Ober dem Vorjahresniveau.

Die Marktstellung des Unternehmens ist gut und die Produktivität des Unternehmens wird sich voraussichtlich weiter leicht verbessern. Wir streben deshalb an, das Ergebnisniveau des Vorjahres leicht zu steigern.

Im Laufe des Jahres 2014 wird die Eurowell das 2012 eingeführte Schnittlisten- und Produktionsplanungsprogramm OMP um eine integrierte Versandoptimierung erweitern.

 

Wörth am Rhein, 8. April 2014

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