Deutscher Gemeindeverlag GmbH
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Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Steffen Anton Franzisi seit 19.2.2024 | Prokura |
Leopold Freiherr von und zu Weiler seit 12.8.2005 | Geschäftsführer |
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
W. Kohlhammer Beteiligungen Geschäftsführungs GmbHStuttgartKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021KonzernbilanzAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzerneigenkapitalspiegel
Konzernkapitalflussrechnung
KonzernanhangAllgemeine Hinweise und Erläuterungen zur Konsolidierung Der Konzernabschluss der W. Kohlhammer Beteiligungen Geschäftsführungs GmbH (Amtsgericht Stuttgart, HRB 24138) wurde gemäß §§ 290 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Postenbezeichnung des § 307 HGB (nicht beherrschende Anteile) wurde aufgrund der Besonderheit des Konzerns unter Anwendung des § 265 Abs. 6 HGB auf die Postenbezeichnung "Fremdanteile der Kommanditisten" angepasst. Der Konzernabschluss befreit gemäß § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB die folgenden Gesellschaften von der Verpflichtung, einen Jahresabschluss nach den Vorschriften des zweiten Abschnitts des Dritten Buches des HGB offenzulegen:
Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind neben der W. Kohlhammer Beteiligungen Geschäftsführungs GmbH, Stuttgart, als persönlich haftende Gesellschafterin der W. Kohlhammer Beteiligungen GmbH + Co. KG, Stuttgart, alle Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der W. Kohlhammer Beteiligungen Geschäftsführungs GmbH, Stuttgart, die einheitliche Leitung bzw. mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zustehen. Ein inländisches Unternehmen - Gesellschaft ohne Geschäftstätigkeit bzw. mit geringem Geschäftsumfang - wurde gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Anteilsbesitz des W. Kohlhammer Beteiligungen Geschäftsführungs GmbH - KonzernsAufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2021
1 ) Einbeziehung wegen der Stellung der
Muttergesellschaft als persönlich haftende
Gesellschafterin
Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung (Vollkonsolidierung) erfolgte für alle Gesellschaften nach der Buchwertmethode zum Erwerbszeitpunkt oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung (ausschließlich bis 31. Dezember 2009). Die sich aus der Erstkonsolidierung ergebenden aktiven Unterschiedsbeträge in Höhe von TEUR 383 wurden mit solchen der Passivseite in Höhe von TEUR 47.134 verrechnet. Der aufgerechnete passive Unterschiedsbetrag ist unter den Fremdanteilen der Kommanditisten erfasst. Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Konzerninterne Ergebnisse aus Lieferungen und Leistungen mit Tochtergesellschaften wurden wegen geringer Bedeutung nicht eliminiert. Die Fremdanteile betreffen die Kommanditisten der W. Kohlhammer Beteiligungen GmbH + Co. KG an der das Mutterunternehmen als Komplementärin beteiligt ist. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der W. Kohlhammer Beteiligungen Geschäftsführungs GmbH, Stuttgart, einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Der Grundsatz der Bewertungsstetigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Ziff. 6 HGB wurde eingehalten. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Der Firmenwert wird über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben. Der entsprechende Gegenwert wurde bezahlt, weil sich der Aufbau einer entsprechenden Organisation mit Vertriebsstruktur frühestens in diesem Zeitraum amortisiert hätte. Zudem richtet sich die Nutzungsdauer nach Lauf- und Verfallzeiten wichtiger Werttreiber, wie z. B. Kundenstamm und Mitarbeiter. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden beim beweglichen Anlagevermögen sowohl degressiv als auch linear vorgenommen. Der Übergang zur linearen Abschreibung erfolgte in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führte. Die übrigen Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 werden sofort abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die Nutzungsdauer für die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen orientiert sich an den vom Finanzministerium veröffentlichten AfA-Tabellen und an den jeweils zulässigen Höchstsätzen bzw. an der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer:
Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die fertigen Erzeugnisse und Waren werden mit den Herstellungskosten bzw. Anschaffungskosten abzüglich Abschläge, die sich nach dem Erscheinungsdatum bzw. der Verwertbarkeit richten, angesetzt. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden gemäß § 255 Abs. 2 HGB zu Herstellungskosten aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch Abschläge berücksichtigt. Für einen Teil der Vorräte ist ein Festwert nach § 240 Abs. 3 HGB gebildet worden. Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und die liquiden Mittel sind zum Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen erkennbaren risikobehafteten Posten ist durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die sonstigen Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Werten (Börsen- oder Marktpreis) angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen. Die Pensionsrückstellungen wurden nach anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik unter Verwendung der Heubeck-Richttafeln 2018 G in der Fassung vom Oktober 2018 ermittelt. Die Bewertung erfolgte analog dem Vorjahr nach dem Projected Unit Credit-Verfahren (PUC-Verfahren) unter Berücksichtigung des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes, der sich aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Bewertung wurden folgende Annahmen zugrunde gelegt: Rechnungszins 1,87 % p. a. (Vorjahr: 2,30 % p. a.), Gehaltstrend 0,00 % p. a. (Vorjahr: 0,0 % p. a.), Rententrend 1,5 % p. a. (Vorjahr: 1,5 % p. a.). Aufgrund der Struktur der Begünstigten waren Fluktuationswahrscheinlichkeiten, wie im Vorjahr, nicht zu berücksichtigen. Der Altersversorgungsaufwand setzt sich aus der Zinskomponente von EUR 25.673,00 im Finanzergebnis innerhalb des Postens "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" und dem Dienstzeitaufwand von EUR 35.046,00 der im Personalaufwand ausgewiesen wird, zusammen. Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag zwischen der Rückstellung auf Basis des pauschalen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellung auf Basis des 7-Jahres-Durchschnittes beträgt EUR 49.031,00 (Vorjahr: EUR 71.381). Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Rückstellungen für drohende Verluste werden in Höhe des erwarteten Verlustes aus den Auftragsbeständen (TEUR 90; Vorjahr: TEUR 101) gebildet, soweit eine Abwertung der im Bestand befindlichen aktivierten Herstellungskosten nicht ausreichte. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen vor dem Bilanzstichtag soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung ergibt sich aus nachstehendem Anlagenspiegel: Entwicklung des Anlagevermögens
Finanzanlagen Die Finanzanlagen beinhalten ausschließlich Anteile an einem nicht konsolidierten Tochterunternehmen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Wertpapiere Bei den sonstigen Wertpapieren des Umlaufvermögens wurden Abschreibungen in Höhe von TEUR 689 (Vorjahr: TEUR 2.354) vorgenommen. Zuschreibungen waren in Höhe von TEUR 490 (Vorjahr: TEUR 64) erforderlich. Steuerlatenzen Aus abweichenden Bewertungen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz entstehen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Diese Differenzen betreffen im Wesentlichen Vorräte, Wertpapiere, Pensionsrückstellungen, Urlaubs- und Gleitzeitrückstellungen sowie Drohverlustrückstellungen. Auf die Aktivierung von sich insgesamt ergebenden aktiven latenten Steuern mit einem Steuersatz von 15 % bzw. 30 % wird in Ausübung des Ansatzwahlrechts nach § 274 Abs. 1 HGB verzichtet. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 25. Die Anteile der Kommanditisten (Fremdanteile) betreffen den Anteil der Kommanditisten an der W. Kohlhammer Beteiligungen GmbH + Co. KG, Stuttgart. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen betreffen die aufgrund der Jahresergebnisse zu bildende Gewerbesteuerrückstellungen 2019 bis 2021. Rückstellungen Der nach versicherungsmathematischen Grundsätzen errechnete Fehlbetrag bei den nicht bilanzierten mittelbaren Verpflichtungen unserer Unterstützungskasse beträgt TEUR 1.078 (Vorjahr: TEUR 1.097). Die Verpflichtungen wurden unter Verwendung der Klaus Heubeck-Richttafeln 2018 G ermittelt. Die Bewertung erfolgte wie im Vorjahr nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren (PUC-Verfahren) unter Berücksichtigung des Rechnungszinssatzes, der sich bei Annahme einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Bewertung lag als Rechnungszins der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre von 1,87 % (Vorjahr: 2,30 %) und ein Rententrend von 1,5 % (Vorjahr: 1,5 %) zugrunde. Eine Fluktuationswahrscheinlichkeit sowie ein Gehaltstrend waren, wie im Vorjahr, aufgrund der Struktur der Begünstigten nicht zu berücksichtigen. Verbindlichkeiten Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt: Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen, wie im Vorjahr, den Liefer- und Leistungsverkehr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen die Kommanditisten der W. Kohlhammer Beteiligungen GmbH + Co. KG, Stuttgart, und beinhalten wie im Vorjahr die Gewinnanteile des laufenden Geschäftsjahres sowie die in Vorjahren stehen gelassenen Gewinnanteile.
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Der größte Teil der Umsatzerlöse wird in Deutschland erzielt. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 71, Vorjahr TEUR 29), Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 95, Vorjahr TEUR 23), sowie Erträge aus abgeschriebenen Forderungen (TEUR 10, Vorjahr TEUR 0). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Gewinne aus Veräußerungen von Wertpapieren in Höhe von TEUR 5.820 (Vorjahr TEUR 6.885) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen aus Forderungsverlusten (TEUR 3, Vorjahr TEUR 85), sowie Einstellung von Wertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 2, Vorjahr TEUR 36) und die Rückforderung einer Kundenzahlung durch einen Insolvenzverwalter (TEUR 73, Vorjahr TEUR 0). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Verluste aus dem Abgang von Wertpapieren in Höhe von TEUR 402 (Vorjahr TEUR 2.799) enthalten. Zinsergebnis Der Aufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen beträgt TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 34). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Darin enthalten sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 2. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Zahlungsverpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 1.630 aus Gebäude- und Grundstücksmietverträgen, Kfz-, Fahrrad- und Maschinenleasing. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung und ehemaliger Geschäftsführer sowie für diese Personen gebildete Rückstellungen unterbleibt gemäß § 314 Abs. 3 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 286 Abs. 4 HGB. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren im Lektorat 50 sowie im kaufmännischen Bereich 156 und in der Produktion 118 Mitarbeiter beschäftigt. Abschlussprüferhonorar Das für das Geschäftsjahr 2021 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses sowie für alle einbezogenen Tochterunternehmen beträgt für
Konzernverhältnisse Die W. Kohlhammer Beteiligungen Geschäftsführungs GmbH, Stuttgart, stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen (Weltabschluss) auf. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Konzerngeschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- oder Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, sehen wir in den möglichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Lage des Konzerns und der einbezogenen Gesellschaften. Während für die Buch- und Formularverlage Umsatzeinbußen in Folge des Lockdowns weitgehend ausgeblieben sind, ist die Situation der Druckbetriebe weiter mit Unsicherheit behaftet. Einerseits sind Aufholeffekte von Kundenseite zu verzeichnen, andererseits haben Kunden teilweise Aufträge storniert oder terminlich verschoben. Kundenbesuche und damit persönliche Kontakte sind immer noch sehr eingeschränkt. Auf der Beschaffungsseite sind Lieferketten teilweise gestört und steigende Einkaufspreise für knappes Rohmaterial zu verzeichnen. Das Finanzergebnis ist durch die Volatilität der Kapitalmärkte mit Unsicherheit behaftet, stichtagsbezogen können sich daher starke Ergebnisschwankungen ergeben. Das Ausmaß der weiteren Entwicklung der COVID-19-Pandemie, deren Auswirkung auf die Kapitalmärkte und der damit einhergehende Einfluss auf unsere Wertpapieranlagen ist nicht abschätzbar. Hinsichtlich möglicher Auswirkungen des Ukraine-Kriegs verweisen wir auf die Aussagen im Prognosebericht im Lagebericht. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Mutterunternehmens vollständig auf neue Rechnung vorzutragen.
Stuttgart, den 1. September 2022 W. Kohlhammer Beteiligungen Geschäftsführungs GmbH Geschäftsführung Leopold Freiherr von und zu Weiler Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 ist am 7. Dezember 2022 gebilligt worden. Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Grundlagen des Konzerns Die Geschäftsfelder des Konzerns bestehen im Wesentlichen aus Verlagen für Fachbücher, Fachzeitschriften und Formulare sowie drucktechnischen Betrieben. Vornehmlich wird der deutsche Binnenmarkt bedient. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war auch im Jahr 2021 stark von den Schutzmaßnahmen in Bezug auf die Coronapandemie geprägt. In der ersten Jahreshälfte bremsten die Maßnahmen die wirtschaftliche Entwicklung, insbesondere in den Dienstleistungsbereichen, stark ein. Mit der Lockerung der Maßnahmen in der zweiten Jahreshälfte erholte sich die Wirtschaftsleistung zunächst spürbar. Im Lauf des vierten Quartals wurden die Schutzmaßnahmen wieder verschärft und ab dem 24. November 2021 die Homeoffice-Pflicht wieder in Kraft gesetzt. Liefer- und Materialengpässe in Folge globaler Lockdown-Maßnahmen, insbesondere im asiatischen Raum, dämpften die industrielle Produktion und die wirtschaftliche Erholung in der zweiten Jahreshälfte. Die Materialengpässe und knappen Transportkapazitäten führten zu Terminkonflikten und stark steigenden Beschaffungspreisen in der verarbeitenden Industrie. Steigende Preise für Mineralölprodukte, auch in Folge der zum Jahr 2021 eingeführte CO 2 -Abgabe auf fossile Brennstoffe, und das Ende der temporären Senkung der Mehrwertsteuersätze zum Jahresende 2020 verstärkten die Tendenz und führten zu stark steigenden Verbraucherpreisen. Vor diesem Hintergrund verzeichnete die am Harmonisierten Verbraucherpreisindex gemessene Inflationsrate in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2021 eine Veränderung um ca. 3,4 % 1 , der höchste Anstieg seit dem Jahr 1993 2. Dennoch erwies sich die deutsche Wirtschaft als überraschend robust und konnte die Gesamtleistung in diesem Spannungsfeld kalenderbereinigt um 2,9 % steigern 3. In aktualisierten Prognosen der Deutschen Bundesbank wird für die Jahre 2022 und 2023 ein verhaltenes Wachstum des BIP erwartet, vorausgesetzt, dass sich der Konflikt mit Russland wegen des Krieges in der Ukraine nicht weiter verschärft und es zu keinem Abbruch russischer Energielieferungen kommt. Für die Jahre 2022 und 2023 könnte das BIP laut Einschätzung der Bundesbank dann kalenderbereinigt um 1,9 % (2022) bzw. 2,4 % (2023) steigen 4. Der Sachverständigenrat erwartet im Jahr 2022 ein kalenderbereinigtes Wachstum von 1,8 % 5 und im Jahr 2023 einen Anstieg um 3,6 Prozentpunkte. Dies unter der Maßgabe, dass weiterhin das Infektionsgeschehen aufgrund des Impffortschritts beherrschbar bleibt und auch die Dienstleistungsbereiche wieder vollumfänglich ihren Beitrag zum wirtschaftlichen Erholungsprozess leisten können. Im Euro-Raum ist für das Jahr 2021 ein Anstieg des realen Bruttoinlandsproduktes um 5,4 % zu beobachten, nach einem pandemiebedingten Rückgang um 6,3 % im Vorjahr 6.
1 Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht
Juni 2022
6 Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht
Juni 2022
Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine belasten die Aussichten für die Weltwirtschaft und das Wirtschaftswachstum in der Europäischen Union. Der Sachverständigenrat rechnet mit einem Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes im Euro-Raum um jeweils 2,9 % für die Jahre 2022 und 2023 7 , unter der Maßgabe dauerhaft erhöhter Energiepreise bei Aufrechterhaltung russischer Energielieferungen. 2.2 Entwicklung relevanter Märkte 2.2.1 Verlage Die Verlagsbranche ist breit aufgestellt, das Gros der Verlage ist klein- und mittelständisch strukturiert. Rund 1.900 Buchverlage mit ca. 25.500 Beschäftigten teilen sich einen Gesamtumsatz mit Büchern in Höhe von ca. 4,9 Mrd. EUR 8. Von 2010 bis 2018 ist die Gesamtzahl der umsatzsteuerpflichtigen Verlage um ca. 14 % gesunken. Besonders betroffen ist die Zahl kleiner Verlage mit einem Jahresumsatz bis 100 TEUR, für diese Betriebsgrößen ist ein Rückgang um 22 % im genannten Zeitraum zu verzeichnen 9. Es gelingt immer weniger kleinen und mittleren Verlagen selbstständig zu bleiben. Die Kohlhammer-Verlage sind den Fachverlagen zuzuordnen. Auf diesen Verlagstyp entfallen ca. 52 % des Umsatzes der Verlagsbranche bei ca. 600 Marktteilnehmern 10 auf der Anbieterseite. Im Ranking für das Jahr 2021 der 100 größten deutschsprachigen Verlage in Deutschland, Österreich und der Schweiz befinden wir uns unverändert auf Platz 42 11. Das Ranking wird von Verlagen mit dem Fokus auf Fachinformation und Bildung beherrscht. Der für die Kohlhammer-Verlage nach wie vor wichtigste Markt der Printmedien (Fachbücher/ Fachzeitschriften) steht für einen Anteil von ca. 45 % der Fachmedienumsätze mit einem geschätzten Branchenumsatz von 7,99 Mrd. EUR 12. Der Digitalisierungsschub als Folge der Corona-Pandemie schlägt sich umsatzseitig mit einem Umsatzwachstum der digitalen Fachmedien um ca. 14 % nieder, während der Umsatz der Printmedien um ca. 0,3 % sinkt 13. Der nach wie vor bedeutendste Vertriebsweg für Bücher ist der stationäre Buchhandel vor Ort. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels beziffert den Umsatzanteil des Sortimentsbuchhandels für das Jahr 2021 auf ca. 39 % 14 der buchhändlerischen Betriebe (2020: ca. 42 %).
7 Quelle: Sachverständigenrat, Akt.
Konjunkturprognose 2022 und 2023
Auf den stationären Buchhandel entfällt ein Umsatzanteil von 3,76 Mrd. EUR, der Gesamtumsatz buchhändlerischer Betriebe wird für das Jahr 2021 auf 9,63 Mrd. EUR beziffert 15. Der Sortimentsbuchhandel ist seit einigen Jahren durch einen verstärkten Konzentrationsprozess geprägt, der sich auch in Zukunft fortsetzen wird. Profiteure der Entwicklung sind große Filialisten und Internetbuchhändler mit hohen Einkaufsrabatten aufgrund ihrer starken Marktstellung. Weiterhin steigend ist der Umsatz in 2021 des Internetbuchhandels, dessen Umsatzvolumen auf ca. 2,61 Mrd. EUR geschätzt wird 16 (2020: 2,24 Mrd. EUR). 2.2.2 Drucktechnische Betriebe Die Deutsche Druckindustrie ist ein Industriezweig, der vornehmlich durch kleine und mittelständische Unternehmen geprägt ist. Zum Stichtag 30. Juni 2021 teilten sich 7.082 Betriebe mit 114.804 Beschäftigten einen insgesamt stagnierenden Markt. Das Gros der Betriebe, ca. 82%, hat weniger als 20 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte 17. Es sind Druckereien mit mehr als 20 und weniger als 500 Beschäftigten die ca. 70% des gesamten Personals der Druckindustrie unter Vertrag haben 18. Personalstand und Anzahl der Betriebe in der Druckbranche sind stetig rückläufig. So sank die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr um 5,8%. Die Zahl der Betriebe ist gegenüber dem Vorjahr um 2,7% rückläufig. Der Rückgang der Beschäftigten und Betriebe findet unabhängig von Beschäftigten-Größenklassen statt, auch Großbetriebe können sich dem Trend nicht entziehen. Der Branchenumsatz für 2021 beträgt wie im Vorjahr 16,5 Mrd. EUR 19. Damit ist, verglichen mit dem Vor-Corona-Jahr 2019 (18,9 Mrd. EUR), ein drastischer Umsatzrückgang um 12,7% zu verzeichnen. Der Branchenumsatz der deutschen Druckindustrie pendelte sich in den Jahren 2009 bis 2018 bei einer Größenordnung von ca. 20 Mrd. EUR ein, diese Größenordnung wird seit dem Jahr 2019 offensichtlich dauerhaft unterschritten. Das Jahr 2021 war zu Beginn geprägt von Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Mit der weitgehenden Aufhebung der Beschränkungen in der zweiten Jahreshälfte trafen Erholungstendenzen in der Auftragslage auf verringerte Produktionskapazitäten und gestörte Nachschubketten. Lieferengpässe bei graphischen Papieren und weiteren Druckvorprodukten führten zu drastischen Preiserhöhungen auf der Beschaffungsseite, was nicht ohne Folgen auf der Nachfrageseite blieb. Druckauflagen wurden von Kundenseite teilweise reduziert, bzw. Druckaufträge ganz zurückgezogen oder verschoben. Die Erlös- und Kostenschere öffnete sich weiter, stark steigende Energiepreise und eine auch ansonsten hohe Inflationsrate sorgten für zusätzliche Belastungen und reduzierten die ohnehin knappen Gewinnmargen. Das angespannte Marktumfeld setzt die Branche einem enormen Wettbewerbsdruck aus. Onlinedruckereien haben ihre Marktposition während der Pandemie stärken können und liefern zum Teil komplexe Produkte mit hoher Kundenbindung. Standardprodukte im Akzidenzdruck werden zunehmend über Druckportale auch für kleine Abnahmemengen akquiriert.
15 Print.de/news vom 14.7.22, Quelle:
Börsenverein, Buch und Buchhandel in Zahlen 2022
In der Druckindustrie ist der Medienwandel spürbar, die Druckindustrie verliert Umsatz des wichtigen Werbemarktes an die elektronischen Medien. Im Jahr 2021 hat sich dieser Trendzwar leicht umgekehrt, es ist aber zu vermuten, dass dieses auf Nachholeffekte zurückzuführen ist. Dennoch stellen Printmedien nach wie vor wichtige Werbeträger dar. Etliche Onlinehändler lassen Print-Verkaufshilfen wie Kataloge und Flyer drucken, auch der Verpackungsdruck profitiert vom steigenden E-Commerce. Nach Angaben des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft liegt der Printanteil der Nettowerbeeinnahmen bei ca. 34 % oder ca. 8,9 Mrd. EUR im Jahr 2021 20. Im Jahr 2022 tritt die pandemische Lage vermutlich etwas in den Hintergrund, die Schutzmaßnahmen wirken sich auf die Wirtschaft nicht mehr so gravierend aus wie in den beiden Vorjahren. Die gesamtwirtschaftlichen Erholungstendenzen nach Jahresbeginn fanden aber mit dem Beginn des Ukraine-Krieges Ende Februar, den daraus entstehenden Lieferengpässen für Rohstoffe und den Unwägbarkeiten in der Versorgungssicherheit hinsichtlich der Energieträger, insbesondere Erdgas, ein schnelles Ende. Die weitere Entwicklung der Druckbranche ist kritisch zu sehen, viele Negativfaktoren lassen derzeit den Konjunkturmotor stottern und wirken sich unmittelbar auch auf die Druck- und Medienbranche aus. 2.3 Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns 2.3.1 Ertragslage Im Jahr 2021 wird ein positiver Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 10.344 (Vorjahr: TEUR 5.793) ausgewiesen, das Ergebnis vor Ertragsteuern beläuft sich auf TEUR 11.969 und ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.571 gestiegen. Der Konzernjahresüberschuss beträgt 15,1 % (Vorjahr: 8,9 %) der Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung). Konzernjahresüberschuss und Konzernumsatzerlöse sind die für den Konzern wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren. Dies resultiert aus unterschiedlichen Effekten. Ergebniserhöhend wirkte sich einerseits die Erhöhung der Gesamtleistung um TEUR 3.453 aus, die Marge konnte um TEUR 3.616 erhöht werden (Gesamtleistung abzgl. Materialaufwand). Daneben führte die Verminderung der Abschreibungen auf Wertpapiere um TEUR 1.845 auf TEUR 689 zu einer Ergebniserhöhung gegenüber dem Vorjahr. Das Zinsergebnis sank um TEUR 55 auf TEUR 1.319, ferner haben die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 276 zugenommen. Ein straffes Kostenmanagement und die Fokussierung auf wirtschaftliche Produkte haben dazu beigetragen, auch unter den ungünstigen Rahmenbedingungen aufgrund der Pandemie weiterhin ein positives operatives Ergebnis zu erzielen. Der Konzernumsatz steigt im Vorjahresvergleich um 3 %. Umsatzsteigerungen der Sparten Bücher und Formulare konnten den Umsatzrückgang der Druckbetriebe kompensieren. Im Jahr 2021 konnte ein höherer Umsatz mit Organisationsmitteln für den Bereich Wahlen und den Gesundheitssektor erzielt werden. Die Umsätze der Formularlektorate stiegen im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 3,9 %. Im Verlagsbereich Bücher und Zeitschriften sind die Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 1,2 % gestiegen.
20 Quelle: https://www.bvdm-online.de/Die
deutsche Druckindustrie 2021/2022
Im Geschäftsbereich Druck entwickelten sich die Umsätze negativ, diese sinken um 2,1 Prozentpunkte. Die Druckereien mussten sich im Jahr 2021 dem sehr schwierigen Marktumfeld unter Pandemiebedingungen stellen. Großkunden haben Druckaufträge aufgrund der wirtschaftlichen Lage teilweise storniert, viele Ansprechpartner waren im Homeoffice bzw. in Kurzarbeit und schwer erreichbar. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) sank, von 31,3 % auf 29,5 %. Die Quote sinkt unter anderem aufgrund des Umsatzes digitaler Buchformate und des Umsatzes der Loseblattwerke. Der Personalaufwand beträgt TEUR 20.370 und steigt somit gegenüber dem Vorjahr um TEUR 857 oder 4,4 Prozentpunkte. Der Anstieg im Personalaufwand ist hauptsächlich auf zusätzliches Personal im Verlag zurückzuführen. Aufgrund der geringeren Auslastung der Druckbetriebe wurde für Teile der Belegschaft während des I. Quartals noch Kurzarbeit in Anspruch genommen. Die Ertragsteuern betragen TEUR 1.624 (Vorjahr: TEUR 2.605). 2.3.2 Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme ist um TEUR 6.065 oder 4,9 % gestiegen. Auf der Aktivseite verminderten sich vorwiegend die flüssigen Mittel von TEUR 31.951 auf TEUR 19.616 sowie die Kundenforderungen von TEUR 9.592 auf TEUR 7.470, während die sonstigen kurzfristigen Vermögensgegenstände von TEUR 1.218 auf TEUR 1.231 und die Wertpapiere des Umlaufvermögens von TEUR 49.927 auf TEUR 70.047 stiegen. Auf der Passivseite erhöhten sich im Eigenkapital die Anteile in Fremdbesitz von TEUR 109.235 auf TEUR 113.283. Die Rückstellungen erhöhten sich von TEUR 5.206 auf TEUR 5.790, die sonstigen Verbindlichkeiten sinken um TEUR 10 auf TEUR 1.588. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kommanditisten erhöhten sich um TEUR 1.267 auf TEUR 6.836. Die Liquidität ist durch den hohen Bestand an flüssigen Mitteln und Wertpapieren des Umlaufvermögens sichergestellt. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 14.130. Investitionen werden ausschließlich aus Eigenmitteln finanziert. Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital/Gesamtkapital) liegt bei 87,2 % nach 88,2 % im Vorjahr. Der Anlagendeckungsgrad (Eigenkapital/Anlagevermögen) beträgt 420,1 % und ist um 21,2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die wesentlichen Investitionen des Geschäftsjahres umfassten Investitionen in die IT-Infrastruktur und Kommunikationstechnik (TEUR 860), Firmenfahrzeuge (TEUR 53) einer Versand- und Verpackungsanlage (TEUR 770). Die geleisteten Anzahlungen für Sachanlagen wurden für die Kernsanierung eines neuen Wohngebäudes (TEUR 580) geleistet. 2.3.3 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Im Jahresdurchschnitt beschäftigten wir 324 Personen und damit 6 Personen mehr als im Vorjahr. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand/Gesamtleistung) sinkt gegenüber dem Vorjahr leicht, von 30,0 % auf 29,7 %. Die Mitarbeiterzufriedenheit lässt sich aus der geringen Fluktuation und der teilweise sehr langen Betriebszugehörigkeit ableiten. Wir verfügen in den Bereichen Fachliteratur, Formulare und Druck über langjährige Beziehungen zu unseren Schlüsselkunden. Unsere gesellschaftliche Reputation zeigt sich in der Marktführerschaft bei den Wahlformularen und dem Bekanntheitsgrad unserer Fachliteratur. 2.3.4 Fazit Unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Verhältnisse und der Branchenentwicklung ist die Geschäftsentwicklung im Jahr 2021 insgesamt sehr zufriedenstellend verlaufen. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht Im Geschäftsjahr 2021 wurde ein moderater Konzernjahresüberschuss erwartet. Diese Annahme ist höher als erwartet eingetreten. Auch für das Jahr 2022 wird ein positives Ergebnis erwartet. Bedingt durch die unsichere Wirtschaftslage und das anhaltende Infektionsgeschehen wurde sehr konservativ geplant und von einem um 6 % sinkenden Gesamtumsatz ausgegangen. Im bisherigen Jahresverlauf wird die Umsatzplanung übertroffen. Für die Geschäftsfelder dürften sich weitgehend zufriedenstellende Ergebnisse ergeben. Der Krieg in der Ukraine, dessen Auswirkungen auf die Energieversorgung und den Nachschub an Rohstoffen, lassen den Wirtschaftsmotor stottern und führen auf Seite der Konsumenten auch wegen der hohen Inflation zu Unsicherheit und Konsumverzicht. Die Unternehmensgruppe sieht sich auf der Beschaffungsseite im Weiteren mit der Nachschubproblematik konfrontiert. Der Bezug von Rohware und Vorprodukten gestaltet sich schwierig, Preise steigen, Lieferzeiten sind teilweise sehr langfristig und schwer planbar. Sollte im Jahresverlauf eine weitere Pandemiewelle auftreten, die verschärfte Maßnahmen zur Eindämmung erfordert, sind die wirtschaftlichen Folgen hieraus nicht abschätzbar. Das Marktumfeld lässt für den Formularsektor im Jahr 2022 ein hohes Umsatzniveau und einen positiven Ergebnisbeitrag erwarten, der das Niveau des Vorjahres aber nicht erreichen dürfte. Das stabile Geschäftsmodell der Buchverlage lässt für das Jahr 2022 wieder auf ein konstantes Ergebnis dieses Segments schließen. Das Ergebnis der drucktechnischen Betriebe wird sich gegenüber dem Vorjahresniveau durch Kosteneinsparungen vermutlich etwas erhöhen. Beim Finanzergebnis wird von einem positiven Ergebnis ausgegangen. Wie der Kapitalmarkt aber im IV. Quartal und am Bilanzstichtag 31.12. letztendlich tendieren wird, kann nicht beurteilt werden. Die Unwägbarkeiten bezüglich der Versorgungslage am Energiemarkt und des im Raum stehenden russischen Lieferstopps für Erdgas verunsichern die Märkte stark. Insgesamt rechnen wir mit einem moderaten, positiven Konzernjahresüberschuss für das Jahr 2022, der das Niveau des Vorjahres aber nicht erreichen wird. 3.2 Risikomanagementsystem Unternehmerisches Handeln ist untrennbar mit Risiken verbunden, denen auch die Kohlhammer-Gruppe in ihren Aktivitäten ausgesetzt ist. Ein effektives Risikomanagement ist in Zeiten, in denen sich das gesamtwirtschaftliche Umfeld und die Branchensituation als schwierig erweisen, von besonderer Bedeutung. Unter effektivem Risikomanagement verstehen wir die gezielte Sicherung bestehender und künftiger Erfolgspotenziale. Das Risikomanagement hat die Aufgabe, diese Risiken frühzeitig zu erfassen und zu bewerten, um rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Das Risikomanagementsystem der Kohlhammer-Gruppe ist in unser Unternehmenscontrolling eingebunden. Im Rahmen des Controllings werden Vergleiche vorgenommen und Bereichskennzahlen ermittelt. Abweichungen sowie die für das Unternehmen relevanten Kennzahlen werden kommentiert und verfolgt. Die Geschäftsleitung entscheidet über einzuleitende Maßnahmen, die mit den jeweils Verantwortlichen festgelegt werden. Durch die Definition von Maßnahmen und die Benennung von Umsetzungsverantwortlichen sollen wirksame Methoden gefunden werden, die es ermöglichen auf wesentliche Entwicklungen zeitnah zu reagieren. 3.3 Chancen- und Risikobericht Ausgehend von den erstellten Unternehmensplänen und intensiven Gesprächen im Rahmen der einzelnen Budgetvorlagen ist grundsätzlich weder eine wirtschaftliche noch eine rechtliche Bestandsgefährdung für die Kohlhammer-Gruppe zu erwarten. Die hohe Produkt- und Servicequalität, eine kontinuierliche Investitionspolitik, das Kostenmanagement und die ständige Anpassung interner Abläufe und Strukturen sichern mittel- und langfristig den Fortbestand der Unternehmenseinheiten. Im Maßnahmenbündel zur Bewältigung der Corona-Pandemie wurden Strukturen geschaffen, die sich in den letzten beiden Jahren bewährt haben. Aller Voraussicht nach kann ein Stillstand des Geschäftsbetriebs im Falle eines weiteren Lockdowns vermieden werden, wie dies auch bislang schon der Fall war. Markt- und Branchenrisiken bestehen für die Buch-, Zeitschriften- und Formularverlage der Firmengruppe insbesondere durch einen Strukturwandel aufgrund der vermehrten Nutzung von elektronischen Medien, auch in Form von Abo-Modellen und Portal-Zugriffen. Es wird davon ausgegangen, dass die Nachfrage nach Druckerzeugnissen auch in Zukunft nicht komplett durch die Nutzung elektronischer Medien ersetzt wird, gedruckte Bücher und Zeitschriften sind weiterhin ein wesentlicher Bestandteil von Gesellschaft und Kultur. Es ist von einer Koexistenz der verschiedenen Publikationsformen auszugehen. Das elektronische Publizieren weist jährliche Zuwachsraten auf, es erschließen sich neue Absatzwege und damit auch Chancen für die Verlage der Kohlhammer-Gruppe, die es zu nutzen gilt, um vom Online-Markt zu profitieren. Über Kooperationen mit Anbietern von Internetdatenbanken und Bibliothekslösungen wird solide wachsender Umsatz generiert. Die Verlagsbereiche der Kohlhammer-Unternehmensgruppe entwickeln sich verstärkt zu Medienhäusern. Neue Buchprojekte werden grundsätzlich auch elektronisch publiziert und geeignete Titel der Backlist nachträglich digital aufbereitet. Ein wachsender Teil des Buchvertriebs der Kohlhammer-Gruppe wird über große Online-Händler mit starker Marktstellung abgewickelt. Es wird erwartet, dass der Konzentrationsprozess in der Verlagsbranche auch in Zukunft anhalten wird. Der Massenmarkt wird durch Marktführer bedient, während kleinere und mittlere Verlage sich auf ausgewählte Nischen konzentrieren. Die Unternehmen der Druckindustrie stehen in intensivem Wettbewerb. Eine wesentliche Entspannung der Wettbewerbssituation ist durch bestehende Überkapazitäten auch für die nächste Zukunft nicht zu erwarten. Zwar wird sich die Zahl der Druckbetriebe vermutlich weiter verringern, aufgrund der zu erwartenden Wirtschaftskrise könnte sich der Wettbewerbsdruck jedoch verstärken. Große Druckvolumina werden vermehrt im Online-Bieterverfahren global ausgeschrieben. Damit einher geht ein Preis- und Margenverfall. Im Bereich unserer Druckereibetriebe kann es, nicht zuletzt aufgrund der Abhängigkeit von Großkunden, zu Schwankungen in der Auslastung mit entsprechenden Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis kommen. Die hohe Wettbewerbsintensität sowie der anhaltende Wandel durch technologische Entwicklungen und veränderte Kundenbedürfnisse erfordern es auch in Zukunft, sich durch fortlaufende Investitionsbereitschaft den Anforderungen des Marktes schnellstmöglich anzupassen. Markt- und Branchenrisiken bestehen für die Druckereibetriebe auch im Medienwandel, mit der Substitution von Printerzeugnissen durch digitale Produkte. Das Finanzergebnis ist in seiner Entwicklung abhängig von den Veränderungen auf dem weltweiten Finanzmarkt. Dies birgt insbesondere in der Anlageform Wertpapierdepot sowohl Chancen als auch Risiken. Rohstoffpreisrisiken sehen wir momentan hinsichtlich sehr stark steigender Preise auf den Beschaffungsmärkten. Die hohe Inflation, anhaltende Lieferkettenprobleme und die Gefahr eines Gasversorgungsengpasses belasten die Verlags- und Druckindustrie zunehmend. Das Ausfallrisiko von Kundenforderungen schätzen wir im Bereich der Verlage als eher gering ein. Im Bereich der Druckereien ist das Ausfallrisiko über die Warenkreditversicherung weitgehend abgesichert. Es bestehen aus unserer Sicht keine bestandsgefährdenden Risiken.
Stuttgart, den 1. September 2022 W. Kohlhammer Beteiligungen Geschäftsführungs GmbH Geschäftsführung Leopold Freiherr von und zu Weiler BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die W. Kohlhammer Beteiligungen Geschäftsführungs GmbH, Stuttgart PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Konzernabschluss der W. Kohlhammer Beteiligungen Geschäftsführungs GmbH, Stuttgart, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der W. Kohlhammer Beteiligungen Geschäftsführungs GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 2. September 2022 BDO
AG
Andreas Müller, Wirtschaftsprüfer Maren Vögele, Wirtschaftsprüferin |
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