Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 1045
Eingetragen
27.11.1973
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenWärme- und Kältehandel
Gegenstand
Führung des Betriebs des von der Firma Fritz Kramer KG betriebenen Unternehmens für die Fertigung von Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierungen, Erstellung kompletter Kühl- und Klima - Anlagen sowie Fabrikation von Isolierstoffen, Kühlmöbel, Ladenbau und Handel mit diesen oder ähnlichen Gegenständen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Prokura
Alexander Butsch
seit 13.1.2014
Geschäftsführer
Markus Dufner
seit 7.11.2008
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Fritz Kramer Isolierungen GmbH & Co. KG
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kramer GmbH

Umkirch

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Bilanz zum 30. Juni 2023

AKTIVA

30.06.2023 30.06.2022
Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 237.606,02 429.971,14
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 942.661,38 517.292,44
2. technische Anlagen und Maschinen 652.666,71 755.210,56
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.027.278,10 2.055.398,13
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 49.082,65 230.864,90
3.671.688,84 3.558.766,03
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 4.160,00 1.560,00
2. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0,00 0,00
4.160,00 1.560,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.000.265,43 2.173.056,34
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 16.579.132,85 23.603.187,97
3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 13.062.749,19- 15.842.977,10-
5.516.649,09 9.933.267,21
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.648.431,10 9.264.481,15
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.745.107,68 3.704.815,46
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.768.751,92 2.225.018,86
16.162.290,70 15.194.315,47
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.681.537,17 827.484,08
C. Rechnungsabgrenzungsposten 264.460,98 241.333,81
27.538.392,80 30.186.697,74

PASSIVA

30.06.2023 30.06.2022
Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.600.000,00 1.600.000,00
II. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 51.129,19 51.129,19
III. Gewinnvortrag 16.127.619,97 15.806.953,05
IV. Jahresfehlbetrag 575.300,02- 320.666,92
17.203.449,14 17.778.749,16
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 3.168,00 4.481,00
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 451.688,69 484.554,56
2. Steuerrückstellungen 92.888,43 159.361,00
3. sonstige Rückstellungen 3.836.171,88 3.957.875,47
4.380.749,00 4.601.791,03
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 700.337,63 1.360.516,44
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.977.298,21 5.078.414,59
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.273.390,82 1.362.745,52
5.951.026,66 7.801.676,55
27.538.392,80 30.186.697,74

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Umsatzerlöse 90.762.861,31 88.587.181,63
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 7.024.055,12 5.615.465,17-
3. andere aktivierte Eigenleistungen 565.370,58 13.872,41
4. sonstige betriebliche Erträge 1.000.873,22 1.293.050,86
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung Euro 35.833,73 (Euro 15.293,12)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 37.809.824,21 46.710.159,19
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 20.273.668,58 21.160.847,56
58.083.492,79 67.871.006,75
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 14.043.288,90 14.149.152,15
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 4.606.831,32 4.683.081,22
18.650.120,22 18.832.233,37
- davon für Altersversorgung Euro 60.564,78 (Euro 71.621,56)
7. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.339.256,11 1.274.641,62
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.676.828,68 6.771.116,89
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung Euro 7.160,42 (Euro 39.010,57)
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 84,72 93,60
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 92.484,22 101.520,67
- davon aus verbundenen Unternehmen Euro 86.744,83 (Euro 85.196,01)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 207.990,20 271.319,66
- davon Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen Euro 16.189,00 (Euro 16.781,00)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 90.373,62- 225.808,48
13. Ergebnis nach Steuern 469.695,45- 365.057,57
14. sonstige Steuern 105.604,57 44.390,65
15. Jahresfehlbetrag 575.300,02 320.666,92-

Anhang für das Geschäftsjahr 2022 / 2023

A. Allgemeines

Die KRAMER GmbH ist ansässig in Umkirch. Die Adresse des eingetragenen Firmensitzes lautet: Stöckmatten 2-10, 79224 Umkirch. Die Gesellschaft ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Freiburg i.Br. (HR B Nr. 1045) eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff., 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die in der Bilanz zum 30. Juni 2023 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren beibehalten. Zu jedem Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 265 Abs. 2 HGB der entsprechende Betrag des Vorjahres angegeben.

B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen werden neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Handels- und Steuerbilanz enthalten damit identische Herstellungskosten.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen monatsgenau linear.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden bis 800,00 Euro sofort abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen werden die bilanzierten Genossenschaftsanteile zu Anschaffungskosten und die Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen zu Rückkaufswerten angesetzt.

Umlaufvermögen

Bei den Beständen an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgte die Ermittlung der Anschaffungskosten auf Basis der Durchschnittspreise. Skontoerträge wurden als Minderung der Anschaffungskosten behandelt. Für Transportkosten wird ein pauschaler Zuschlag vorgenommen.

Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen erfolgte mit den Herstellungskosten. Auf der Grundlage der Kostenrechnung werden Zuschlagssätze für Gemeinkosten ermittelt. Nicht aktivierungsfähige Kosten wurden nicht einbezogen. Zinsen werden nicht in die Bewertung einbezogen. Sofern die erwarteten Kosten höher als die vereinbarten Preise sind, wird eine Abwertung vorgenommen (verlustfreie Bewertung).

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe stehen, soweit sie nicht dem üblichen Eigentumsvorbehalt unterliegen, im uneingeschränkten Eigentum der Gesellschaft.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit sowie anderen Gründen ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Risiken im Forderungsbestand sind angemessen berücksichtigt worden. Es wurden Einzelwertberichtigungen und eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung. Am Abschlussstichtag werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitäts- und Realisationsprinzips bewertet. Bei einer Laufzeit von einem Jahr oder weniger werden auch unrealisierte Kursgewinne vereinnahmt.

Kassenbestände und Guthaben sind zum Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Auszahlungen vor Abschlussstichtag wurden als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten angesetzt, insoweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Latente Steuern

Aufgrund von Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz ergaben sich in unwesentlichem Umfang Differenzen bei den Rückstellungen für Pensionen. Hierdurch ergäbe sich eine aktive latente Steuerabgrenzung, deren Ansatz jedoch in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Absatz 1 HGB unterblieb.

Eigenkapital

Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich um "andere Gewinnrücklagen".

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken Rechnung tragen. Sie wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungssbeträgen angesetzt.

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung. Zum Abschlussstichtag werden auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitäts- und Realisationsprizip bewertet. Bei einer Laufzeit von einem Jahr oder weniger werden auch unrealisierte Kursgewinne vereinnahmt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 55 (Vj TEUR 55) enthalten.

Bei den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich zugleich um Forderungen gegenüber der Gesellschafterin. Sie resultieren aus sonstigen Verrechnungen und aus der Weiterreichung liquider Mittel. Es handelt sich hierbei zugleich um sonstige Vermögensgegenstände.

Sämtliche Forderungen haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Passiva

Die Bewertung der Versorgungsverpflichtungen wurde mit dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren vorgenommen. Die Rückstellungsberechnung erfolgte unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem 10-Jahres-Rechnungszins von 1,80 %. Es handelt sich hierbei um den nach der Vereinfachungsregelung für eine Laufzeit von 15 Jahren angegebenen Zinssatz gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung für den Monat Juni 2023. Zukünftige Rentenanpassungen sind in der Versorgungsordnung nicht vorgesehen und wurden demgemäß nicht berücksichtigt. Bei Anwendung des 7-Jahres- Rechnungszins ergibt sich ein Rückstellungsbetrag, der um TEUR 22 (Vj TEUR 41) über dem ausgewiesenen Betrag liegt.

Der aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG zum 1. Juni 2010 ermittelte Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 59 zwischen der Rückstellung nach altem und neuem Recht wird bis spätestens zum 30. Juni 2025 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel angesammelt. Die im Geschäftsjahr erfolgte Zuführung in Höhe von TEUR 4 (Vj TEUR 4) wurde als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Die zum 30. Juni 2023 verbleibende Unterdeckung beläuft sich auf TEUR 8 (Vj TEUR 12).

Gemäß § 17 des Tarifvertrags für die Bauwirtschaft können die Leistungen der ZVK auf die der betrieblichen Altersversorgung angerechnet werden mit der Folge, dass sich die Rentenverpflichtung der Gesellschaft um den Barwert der künftigen ZVK- Leistungen in Höhe von TEUR 425 (Vj TEUR 434) mindert. Die Gesellschaft hat von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht und weist die Pensionsrückstellungen entsprechend höher aus.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Gewährleistungsverpflichtungen TEUR 174 (Vj TEUR 180), Resturlaubs- und Überstundenverpflichtungen TEUR 905 (Vj TEUR 1.024), Tantiemen TEUR 120 (Vj TEUR 215), Provisionen TEUR 574 (Vj TEUR 770), Aufwendungen für abgerechnete Projekte TEUR 252 (Vj TEUR 173) und ausstehende Eingangsrechnungen TEUR 972 (Vj TEUR 892).

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (Vj TEUR 0) enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten:

TEUR TEUR
Aus Steuern 363 473
Im Rahmen der sozialen Sicherheit 74 81

Angaben zu den Laufzeiten der Verbindlichkeiten:

TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 700 158 409 133
(Vorjahr) (1.360) (874) (466) (20)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.977 3.977 - -
(Vorjahr) (5.078) (5.078) - -
Sonstige Verbindlichkeiten 1.274 1.274 - -
(Vorjahr) (1.363) (1.363) - -
5.951 5.409 409 133
(7.801) (7.315) (466) (20)

D. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft übernahm zu Gunsten des Mutterunternehmens eine Bürgschaft für Bankdarlehen in Höhe von TEUR 4.000. Die Valuta der Bankdarlehen beträgt am Bilanzstichtag TEUR 3.044 (Vj TEUR 3.430). Die geschäftliche Entwicklung des Mutterunternehmens verläuft planmäßig und positiv. Mit einer Inanspruchnahme wird daher nicht gerechnet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus den Betriebspacht- und Mietverträgen sowie aus Leasingverpflichtungen. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf TEUR 1.468 (Vj TEUR 1.554).

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse entfallen mit 70 % (Vj 66 %) auf das Inland und mit 30 % (Vj 34 %) auf das Ausland.

Die periodenfremden Erträge betragen TEUR 207 (Vj TEUR 334). Die Erträge betreffen im Wesentlichen Auflösungen nicht mehr benötigter Wertberichtigungen auf Forderungen. Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 1.050 (Vj TEUR 312) und betreffen Wertberichtigungen und Abschreibungen auf Forderungen.

Im Geschäftsjahr sind keine außergewöhnlichen Geschäftsvorfälle aufgetreten, die für die Gesellschaft aufgrund ihrer Größenordnung und Bedeutung nicht von untergeordneter Relevanz sind.

F. Sonstige Angaben zur Gesellschaft

Anzahl der Arbeitnehmer

Der durchschnittliche Belegschaftsstand gemäß § 267 Abs. 5 HGB betrug:

2022/2023 2021/2022
Kaufmännische und technische Angestellte 195 194
Gewerbliche Arbeitnehmer 101 105
296 299

Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern der KRAMER GmbH waren im Geschäftsjahr 2022/2023 bestellt:

Herr Matthias Weckesser, Kaufmann, Freiburg

Herr Alexander Butsch, Wirtschaftsingenieur, Freiburg

Die Angabe der Vergütung der Geschäftsführer unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Konzern

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Fritz Kramer Isolierungen GmbH + Co. KG, Umkirch, einbezogen. Dieser wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Angabe des Abschlussprüferhonorars erfolgt im Konzernabschluss.

Ausgleich des Jahresfehlbetrags

Es wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse bekannt geworden, die für die Geschäftsentwicklung von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen würden.

 

Umkirch, 30.04.2024

KRAMER GmbH

Matthias Weckesser

Alexander Butsch

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2022/2023

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.07.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 30.06.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.574.281,76 85.435,06 13.925,76 0,00 1.645.791,06
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.574.281,76 85.435,06 13.925,76 0,00 1.645.791,06
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 623.328,72 471.259,63 0,00 0,00 1.094.588,35
2. technische Anlagen und Maschinen 1.690.764,36 10.890,88 0,00 0,00 1.701.655,24
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.310.645,24 781.655,19 577.411,50 201.689,25 6.716.578,18
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 230.864,90 19.907,00 0,00 201.689,25- 49.082,65
Summe Sachanlagen 8.855.603,22 1.283.712,70 577.411,50 0,00 9.561.904,42
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 1.560,00 2.600,00 0,00 0,00 4.160,00
2. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 1.560,00 2.600,00 0,00 0,00 4.160,00
Summe Anlagevermögen 10.431.444,98 1.371.747,76 591.337,26 0,00 11.211.855,48
Abschreibungen
Stand 01.07.2022 Geschäftsjahr Abgänge Stand 30.06.2023
Euro Euro Euro Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.144.310,62 277.800,18 13.925,76 1.408.185,04
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.144.310,62 277.800,18 13.925,76 1.408.185,04
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 106.036,28 45.890,69 0,00 151.926,97
2. technische Anlagen und Maschinen 935.553,80 113.434,73 0,00 1.048.988,53
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.255.247,11 902.130,51 468.077,54 4.689.300,08
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 5.296.837,19 1.061.455,93 468.077,54 5.890.215,58
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 6.441.147,81 1.339.256,11 482.003,30 7.298.400,62
Buchwerte
Stand 30.06.2023 Stand 30.06.2022
Euro Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 237.606,02 429.971,14
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 237.606,02 429.971,14
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 942.661,38 517.292,44
2. technische Anlagen und Maschinen 652.666,71 755.210,56
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.027.278,10 2.055.398,13
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 49.082,65 230.864,90
Summe Sachanlagen 3.671.688,84 3.558.766,03
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 4.160,00 1.560,00
2. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 4.160,00 1.560,00
Summe Anlagevermögen 3.913.454,86 3.990.297,17

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung

Die deutsche Wirtschaft trat aufgrund der weiterhin hohen Inflation im ersten Halbjahr 2023 auf der Stelle. Die Erhöhung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank, dem daraus gesunkenen Haushaltseinkommen und gestiegenen Finanzierungskosten, haben insbesondere die Konsum- und die Baukonjunktur sowie die Industriekonjunktur getroffen. Des Weiteren ist nachfrageseitig auch eine Abkühlung der Weltkonjunktur bemerkbar. Aufgrund der hohen Unsicherheiten und dem trüben Ausblick in die vorlaufenden Konjunkturindikatoren, kann von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung im dritten Quartal 2023 ausgegangen werden. Nichtsdestotrotz wird mit einer Steigerung des Bruttoinlandsprodukts im vierten Quartal 2023 gerechnet.

Gemäß Konjunkturprognose des ifo Instituts wird die durchschnittliche Wirtschaftsleistung zum Jahresende voraussichtlich -0,4 % niedriger sein als im Jahr 2022. Entgegen den Erwartungen dürfte sich die konjunkturelle Abkühlung auch in der zweiten Jahreshälfte 2023 weiter fortsetzen. Gegenmaßnahmen, wie beispielsweise die Zinspolitik der EZB haben zu einer sinkenden Inflationsrate geführt. Allerdings ist dies gleichbedeutend mit weiteren finanziellen Belastungen für Verbraucher und Unternehmen.

Die Auswirkungen der aktuell politischen Krisensituationen in den für das Unternehmen relevanten Branchen, wie beispielsweise der Logistik, Chemie, Pharmazie, Bauwirtschaft, Lebensmittelfachhandel und Lebensmittelindustrie, waren für das Unternehmen deutlich spürbar. Infolge der bestehenden weltwirtschaftlichen Unsicherheiten kann nicht abschließend bewertet werden, inwieweit sich die Auswirkungen auf die gesamte Industrie fortsetzen.

Zusätzliche für das Unternehmen relevante Bereiche sind die Bäckerei- und die Fleischereibranche, welche in den vergangenen Jahren sehr stark von den wirtschaftlichen Entwicklungen betroffen waren und es nach wie vor sind. Zudem bekräftigt der Mangel an Fachkräften und Auszubildenden die angespannte Lage dieser Branchen und führen dort seit längerer Zeit zu einer Verringerung der Anzahl an Betrieben. Nichtsdestotrotz verzeichnete der Verband der Fleischindustrie wie auch der Zentralverband des Bäckerhandwerks im vergangenen Kalenderjahr 2022 steigende Umsätze.

Das Bäckerei- und Fleischerhandwerk haben gemeinsam, dass Premium- sowie Spezialbereiche stärker wachsen als die Branchen insgesamt, was zeigt, dass auch kleinere, speziell auf die Kundenwünsche ausgerichtete Betriebe durchaus gute Chancen am Markt haben. Durch Fokussierung sowie passende Marketingmaßnahmen bestehen hier weiterhin hohe Erfolgsaussichten in diesen Branchen.

Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche

Bereich Dämmtechnik

Der Unternehmensbereich Dämmtechnik hat im abgelaufenen Geschäftsjahr das geplante Volumen leicht übertroffen.

Dies vor allem deshalb, da ein Großteil des Kundenstamms aus der chemischpharmazeutischen Industrie Arbeiten durch externe Unternehmen nachgeholt hat, die zu Hochzeiten der Covid 19 Pandemie nicht ausgeführt wurden. Zudem wurde der Anteil an Großprojekten weiter ausgebaut.

Die Auslastung war in allen Niederlassungen hoch und die Auftragseingänge sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Gestiegene Material- wie auch Fremdleistungskosten, welche nur zeitverzögert an die Kunden weitergegeben werden konnten, führten zu einer Schmälerung der Deckungsbeiträge, weshalb der Geschäftsbereich letztlich das geplante Bereichsergebnis verfehlt hat.

Für das kommende Geschäftsjahr wird bei konstanter Leistung mit einem verbesserten Ergebnis im Geschäftsbereich Dämmtechnik gerechnet.

Bereich Kühlraumbau

Die Entwicklung des Umsatzes im Geschäftsbereich Kühlraumbau war im abgelaufenen Geschäftsjahr rückläufig. Die Gründe hierfür waren eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft in einigen Kundensegmenten aufgrund der anhaltenden negativen wirtschaftlichen Begebenheiten, vor allem in Bezug auf gestiegene Kosten von Bauprojekten.

Konzerne der Logistikbranche, der Lebensmittelindustrie, des Lebensmittelhandels, der chemisch-pharmazeutischen Industrie und der Baubranche aus dem gesamten Bundesgebiet und den europäischen Nachbarländern haben als langjährige Kunden des Geschäftsbereichs Kühlraumbau nahezu über das ganze Geschäftsjahr für eine zufriedenstellende Auslastung gesorgt.

Um die Leistungsfähigkeit des Geschäftsbereichs zu steigern, wird stetig in neue Produkte und Verfahren investiert. Durch die eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung können Produktneuentwicklungen unternehmensintern selbstständig umgesetzt und entwickelt werden.

Auch der Wartungs- und Reparaturservice erweist sich nach wie vor als ein konstant wachsender Markt und wird daher auch weiter personell gestärkt. Durch die breit aufgestellte Serviceabteilung werden Wartungs- und Reparaturaufträge mit weiter steigenden Umsätzen vollumfänglich abgewickelt.

Die geplante Gesamtleistung wurde im Unternehmensbereich Kühlraumbau verfehlt und lag unter dem Niveau des Vorjahres. Wohingegen das geplante Ergebnis deutlich übertroffen wurde. Dies begründet sich durch die professionelle Abwicklungsqualität im Bereich der Großprojekte und außerdem wurden Preisanpassungen bei bestehenden Rahmenverträgen verhandelt, ohne dass dabei Bestandskunden verloren wurden.

Aufgrund des hohen Auftragsbestands ist mit einem leichten Wachstum im Geschäftsbereich Kühlraumbau im kommenden Geschäftsjahr zu rechnen.

Bereich Ladenbau

Im Unternehmensbereich Ladenbau waren die Auswirkungen der Inflation deutlich spürbar. Die Auftragseingänge haben sich rückläufig entwickelt. Demzufolge wurden Gegenmaßnahmen wie beispielsweise Kurzarbeit sowie Umstrukturierungen im Bereich der Produktion umgesetzt.

Die geplante Jahresleistung wurde im Ladenbau für das Geschäftsjahr 2022/2023 verfehlt. Die Marktlage hat sich, bedingt durch den hohen inflationären Kostendruck sowie Fachkräftemangel, sehr deutlich verschlechtert. Daher konnte kein positives Bereichsergebnis erzielt werden.

Die Leistung im Geschäftsbereich Ladenbau ist durch die Beratung, Planung und Realisierung, von der architektonischen Konzeption bis zur schlüsselfertigen Umsetzung der Projekte, gekennzeichnet. Der Ladenbau bedient den gesamten Food- Bereich vom Fachmetzger über den Lebensmitteleinzelhandel bis hin zu den Großflächen eines Cash & Carry Marktes. Lebensmitteleinzelhändler aber auch Bäckereien, Fischfachgeschäfte und Gastronomie erweitern den Kundenstamm.

Um die Marktposition beizubehalten, wird im aktuellen Geschäftsjahr die Fokussierung der Hauptbranchen vorangetrieben. Verhalten positiv ist das Geschäftsjahr 2023/24 geplant.

Für das Geschäftsjahres 2023/24 zeichnet sich weiterhin keine Erholung der Marktlage ab. Aufgrund der schwierigen Marktsituation werden die Planwerte verfehlt.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag reduzierte sich im Geschäftsjahr 2022/23 auf -0,6 Mio. € (Vorjahr 0,6 Mio. €).

Die Gesamtleistung einschließlich sonstiger betrieblicher Erträge verringerte sich um 10,7% auf 85,3 Mio. € (Vorjahr 95,5 Mio. €). Der Bestand an halbfertigen Produkten verringerte sich um 7,0 Mio. € und die aktivierten Eigenleistungen erhöhten sich um 0,5 Mio. €.

Der Materialaufwand reduzierte sich auf 58,1 Mio. € (Vorjahr 67,9 Mio. €). Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung sank von 71,0% auf 68,1%. Anhand dieser Kennzahl zeigt sich, dass die Preissteigerungen der Materialien besser als zuletzt an die Kunden weitergereicht werden konnten.

Der Personalaufwand verringerte sich leicht auf 18,6 Mio. € (Vorjahr 18,8 Mio. €).

Die Bilanzsumme verringerte sich um 8,8% auf 27,5 Mio. € (Vorjahr 30,2 Mio. €).

Das Anlagevermögen schmälerte sich minimal auf 3,9 Mio. € (Vorjahr 4,0 Mio. €). Dies resultiert aus der Verminderung der immateriellen Vermögensgegenstände.

Das Umlaufvermögen einschließlich Rechnungsabgrenzungsposten verringerte sich auf 23,6 Mio. € (Vorjahr 26,2 Mio. €). Dies ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Vorräte, welche sich auf 5,5 Mio. € (Vorjahr 9,9 Mio. €) verringerten, zurückzuführen.

Während die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen um 7,0 Mio. € abnahmen, haben sich die erhaltenen Anzahlungen auf diese Erzeugnisse und Leistungen um 2,8 Mio. € verringert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 0,3 Mio. € auf 9,6 Mio. € (Vorjahr 9,3 Mio. €) gestiegen.

Die flüssigen Mittel erhöhten sich um 0,9 Mio. € auf 1,7 Mio. € (Vorjahr 0,8 Mio. €).

Das Eigenkapital reduzierte sich auf 17,2 Mio. € (Vorjahr 17,8 Mio. €). Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 62,5% (Vorjahr 58,9%).

Die Rückstellungen verminderten sich um 4,8% auf 4,4 Mio. € (Vorjahr 4,6 Mio. €).

Die Verbindlichkeiten reduzierten sich zum Vorjahr um 1,8 Mio. € auf 5,9 Mio. € (Vorjahr 7,8 Mio. €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 21,7 % auf 4,0 Mio. € (Vorjahr 5,1 Mio. €) gesunken. Des Weiteren haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 0,7 Mio. € verringert.

Die Finanzlage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr als stabil erwiesen. Bestehende Zahlungsverpflichtungen wurden und werden jederzeit korrekt, ausschließlich mit Skontoausnutzung, erfüllt.

Controlling/Reporting

Nach Abschluss der monatlichen Buchungsperioden werden außerdem Erfolgsrechnungen der Profitcenter, Niederlassungen sowie der Gesamtfirma erstellt und zusätzlich eine zentrale Liquiditätsplanung zur Steuerung des Cash Managements erstellt. Diese Planungs-/Steuerungs-Tools wurden mit zusätzlichen Auswertungen im Bereich Controlling und Finanzen weiter optimiert, um schnellstmöglich auf externe Faktoren reagieren zu können. Darüber hinaus wurde, infolge immer größerer Anforderungen an die internationale Rechnungslegung, eine Verrechnungspreisanalyse und Dokumentation ausgearbeitet und im Jahresabschluss implementiert.

Des Weiteren liefert die schon seit langem etablierte Bestandsauswertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, wichtige Informationen bezüglich des gebundenen Kapitals, sowie über die Lagerumschlagshäufigkeiten der verschiedenen Artikelgruppen.

Als sehr gutes und bewährtes System, insbesondere auch während externen Krisensituationen, hat sich das Frühwarnsystem für alle Geschäftsbereiche erwiesen. Das Frühwarnsystem liefert Daten bezüglich des Auftragseingangs und -bestands. Durch dieses Dashboard können die Führungskräfte des Unternehmens frühzeitig auf Veränderungen in ihrem Bereich reagieren.

Das auf Unternehmensebene implementierte Dokumentenmanagementsystem (DMS) wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter optimiert und über alle Geschäftsbereiche sowie die Zentrale Dienste eingeführt. Eine komplett einheitliche Vorgehensweise in Bezug auf das DMS über alle Gesellschaften hinweg wird im neuen Geschäftsjahr vorangetrieben und dürfte zu weiteren Effizienzsteigerungen führen.

Zudem befinden sich weitere Digitalisierungsmaßnahmen wie beispielsweise die digitale Reisekosten- und Auftragszeiterfassung in einer Testphase und sollen im laufenden Geschäftsjahr in einzelnen Geschäftsbereichen eingeführt werden.

Mit Hilfe dieser verschiedenen Auswertungen und Hilfsmittel, die ein effektives Vertriebscontrolling ermöglichen, können frühzeitig Entwicklungen in den einzelnen Geschäftsbereichen erkannt, sowie Ursachen und Wirkungszusammenhänge analysiert und entsprechende Anpassungsstrategien rechtzeitig durchgesetzt werden.

Entwicklung des Gesamtunternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr und Ausblick

Die Jahresleistung im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde im Vergleich zum Vorjahr verfehlt. Dies lag zum größten Teil am rückläufigen Umsatz im Bereich Ladenbau. Zudem konnten die geplanten Umsatzziele auch im Kühlraumbau nicht erreicht werden. Das mit vielen unvorhersehbaren Ereignissen geprägte Jahr wurde mit einem Jahresfehlbetrag abgeschlossen.

Fokussiert werden weiterhin die strategische Entwicklung und Stabilisierung von Marketing und Vertrieb in allen Geschäftsbereichen, sowie die konsequente Erschließung neuer Marktsegmente und die Entwicklung neuer Produkte.

Die Internationalisierung des Unternehmens wurde im vergangenen Geschäftsjahr weiter vorangetrieben und wird auch zukünftig konsequent weiterverfolgt.

In den Geschäftsbereichen Kühlraumbau und Dämmtechnik liegt der Auftragsbestand konstant bzw. über dem Niveau des Vorjahres. Dies begründet sich zum einen über den höheren Auftragseingang bei Großprojekten und zum anderen sind bestehende Rahmenverträge erweitert worden. Im Geschäftsbereich Ladenbau sind die Auftragseingänge rückläufig. Gesamthaft ist der Ausblick - trotz der vielen weiterhin bestehenden Unsicherheiten - verhalten positiv.

Derzeit sind 296 Mitarbeiter einschließlich Geschäftsführer und Auszubildende europaweit im Unternehmen beschäftigt.

Risikobericht

Die wirtschaftlichen Auswirkungen infolge der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Begebenheiten sind mit vielen Unsicherheiten behaftet und derzeit noch nicht abschließend vorhersehbar.

Ein hohes Risiko besteht in der momentanen Preisentwicklung im Energiesegment wie auch bei den Rohstoffen. Es besteht weiterhin eine gewisse Unsicherheit bei den Lieferketten, welche im Hinblick auf Terminvereinbarungen mit den Kunden ein gewisses Risiko darstellen.

Innerhalb der Baubranche besteht ein genereller Mangel an Arbeits- und Fachkräften wie beispielsweise Monteuren und Servicetechnikern. Unter Zuhilfenahme der Expertise von externen Partnern versucht das Unternehmen neue, eigene Monteure und Servicetechniker zu gewinnen.

Darüber hinaus werden im Unternehmen vielfältige Maßnahmen zur Personalentwicklung getroffen. So werden Auf- und Ausbau von Personalmarketingmaßnahmen vorangetrieben, um neue Fachkräfte zu gewinnen. Gleichzeitig wird in die Weiterbildung bestehender Mitarbeiter investiert, um qualifiziertes Personal im Unternehmen zu halten.

Um die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken zu gewährleisten, wird ein konservatives Finanz- und Risikomanagement betrieben. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen vorwiegend Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen ausgeglichen, ausgehandelte Skonti werden grundsätzlich gezogen. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend über Anzahlungen von Kunden. Bei Ausfallrisiken finanzieller Vermögenswerte werden Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Vermeidung von Ausfallrisiken werden Informationen über die Kundenbonität eingeholt sowie Warenkreditversicherungen abgeschlossen. Ferner verfügt das Unternehmen über ein ausgezeichnetes Debitorenmanagement.

Prognosebericht

Die gesamtwirtschaftlichen Folgen der aktuellen politischen sowie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen können noch nicht abschließend bewertet werden.

Die aus der aktuellen Krisensituation resultierenden Ressourcenknappheiten, vor allem in Bezug auf Personal und Inflation, stellen viele Branchen vor völlig neue Herausforderungen, auch in den von KRAMER bearbeiteten Marktsegmenten sind diese Auswirkungen spürbar. Eine Voraussage wie lange diese Teuerungen und die damit einhergehenden Unsicherheiten anhalten, ist nicht möglich.

Auf Basis der bisherigen Erkenntnisse aus dem Verlauf des Geschäftsjahres 2023/24 und vor dem Hintergrund der prognostizierten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist mit konstanten Umsatzerlösen für das Gesamtunternehmen zu rechnen, wohingegen die Ergebniserwartungen auf Vorjahresniveau liegen.

Wirtschaftliche Vorteile bieten sich dem Unternehmen in dieser Zeit besonders durch die breite Aufstellung der Geschäftsfelder, der internationalen Tätigkeit sowie dem vielfältigen Produktportfolio, welches durch die interne Forschungs- und Entwicklungsabteilung stetig weiterentwickelt wird.

Niederlassungen

Neben zahlreichen Verkaufsbüros unterhält das Unternehmen Niederlassungen in folgenden Städten: Chemnitz, Neubrandenburg, Rheinfelden, Rielasingen, Frankenthal, Sottrum, Málaga (ES) und Orléans (FR).

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die Kramer GmbH, Umkirch

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kramer GmbH, Umkirch, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kramer GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Freiburg im Breisgau, den 3. Mai 2024

bws Graf Kanitz GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Frank Adam , Wirtschaftsprüfer

Thorsten Dicke, Wirtschaftsprüfer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22. Mai 2024 festgestellt.

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