Tries GmbH & Co. KG

89584 Ehingen (Donau), DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRA 490536
Eingetragen
28.1.1999

Finanzübersicht

Historie

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Management

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Gesellschafter

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Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Tries GmbH & Co. KG

Ehingen Donau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 728.073,92 358.279,69
II. Sachanlagen 6.419.080,89 7.147.154,81 5.861.472,79
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 9.756.811,35 9.732.950,12
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.416.770,75 3.692.777,33
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 606,74 13.174.188,84 337.477,90
C. Rechnungsabgrenzungsposten 24.021,00 86.412,20
SUMME AKTIVA 20.345.364,65 20.069.370,03

Passivseite

31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteil Kommanditisten 500.000,00 500.000,00
II. Rücklagen 3.252.823,13 1.750.331,10
B. Rückstellungen 1.827.497,00 1.724.558,00
C. Verbindlichkeiten 14.765.044,52 16.094.480,93
SUMME PASSIVA 20.345.364,65 20.069.370,03

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 2023 2022
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 20.633.083,26 17.048.154,06
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -10.360.189,63 -9.519.855,07
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.117.911,07 -12.478.100,70 -1.974.791,60
- davon für Altersversorgung in EUR: -122.645,93 (-121.494,75)
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.868.072,75 -1.742.002,49
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -4.694.843,04 -4.332.683,63
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 22,27 28,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -538.454,16 -239.599,35
- davon Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in EUR: -13.853,00 (-16.613,00)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -19.663,86 -7,37
8. Ergebnis nach Steuern 1.033.971,02 -760.757,45
9. sonstige Steuern -6.478,99 -4.736,04
10. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 1.027.492,03 -765.493,49
11. Entnahmen aus Rücklagen
a) aus anderen Gewinnrücklagen 0,00 765.493,49
12. Einstellungen in Rücklagen
a) in andere Gewinnrücklagen -1.027.492,03 0,00
13. Bilanzgewinn 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Tries GmbH & Co. KG, Ehingen (Amtsgericht Ulm, HRA 490536) wird nach den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft und Co. gemäß § 267 HGB auf.

Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung

Die Wertansätze in der Vorjahresbilanz wurden unverändert als Bilanzvorträge in neue Rechnung übernommen.

Die Grundsätze der Bewertungs- und Gliederungsstetigkeit wurden beachtet.

Bei der Bewertung wird von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Die erworbenen Immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmä- ßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen sind entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Wirtschaftsgüter nach der linearen bzw. degressiven Methode vorgenommen.

Falls erforderlich wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben, wobei aus Vereinfachungsgründen im Jahr des Zugangs ein Abgang unterstellt wird.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu durchschnittlichen Netto-Einkaufspreisen unter Beachtung des handelsrechtlichen Niederstwertprinzips bewertet.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten unter Beachtung des Fertigstellungsgrades. Die Herstellungskosten umfassen die steuerrechtlich aktivierungspflichtigen Kosten. Das handelsrechtliche Niederstwertprinzip wird beachtet.

Für das Lagerrisiko und für andere wertmindernde Umstände werden angemessene Bewertungsabschläge vorgenommen.

Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Von den sonstigen Vermögensgegenständen entstanden rechtlich keine nach dem Bilanzstichtag.

Die Eigenkapitalpositionen sind mit dem Nennbetrag angesetzt.

Der Pensionsrückstellung liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten vor, die Einzelheiten sind bei den Erläuterungen der Bilanzposten dargestellt. Die handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden beachtet.

Die Steuerrückstellungen enthalten die noch nicht veranlagten Steuern des Geschäftsjahres.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechendem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern zum Bilanzstichtag die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen liegen, werden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt. Von den Verbindlichkeiten entstanden rechtlich keine nach dem Bilanzstichtag.

Währungsumrechnung

Die im Jahresabschluss enthaltenen Posten, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem nachfolgend dargestellten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anlagenspiegel Wirtschaftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

BilPos Bezeichnung Anschaffungskosten / Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Ant. FK-Zinsen Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 802.512,03 46.125,00 604.823,67 1.453.460,70
2. geleistete Anzahlungen 259.710,69 531.747,70 34.681,80 -604.823,67 151.952,92
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.062.222,72 577.872,70 34.681,80 1.605.413,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 115.119,56 115.119,56
2. technische Anlagen und Maschinen 15.067.659,64 966.032,54 1.067.474,08 487.677,81 15.453.895,91
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.256.835,60 1.112.475,10 802.981,98 4.566.328,72
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.016.551,22 626.971,93 154.500,00 -487.677,81 1.001.345,34
Summe Sachanlagen 20.456.166,02 2.705.479,57 2.024.956,06 21.136.689,53
Summe Anlagevermögen 21.518.388,74 3.283.352,27 2.059.637,86 22.742.103,15
BilPos Bezeichnung Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Wirtschaftsjahr Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 703.943,03 72.941,14 100.455,53 877.339,70
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 703.943,03 72.941,14 100.455,53 877.339,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 103.519,56 2.651,00 106.170,56
2. technische Anlagen und Maschinen 11.659.280,58 791.877,57 871.861,28 11.579.296,87
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.831.893,09 1.000.603,04 800.354,92 3.032.141,21
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 14.594.693,23 1.795.131,61 1.672.216,20 14.717.608,64
Summe Anlagevermögen 15.298.636,26 1.868.072,75 1.672.216,20 100.455,53 15.594.948,34
BilPos Bezeichnung Buchwerte
Zuschreibung Wirtschaftsjahr Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 576.121,00 98.569,00
2. geleistete Anzahlungen 151.952,92 259.710,69
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 728.073,92 358.279,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.949,00 11.600,00
2. technische Anlagen und Maschinen 3.874.599,04 3.408.379,06
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.534.187,51 1.424.942,51
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.001.345,34 1.016.551,22
Summe Sachanlagen 6.419.080,89 5.861.472,79
Summe Anlagevermögen 7.147.154,81 6.219.752,48

Handelsrecht

Währung Euro

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Gesamtbetrag (Vorjahr) davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr (Vorjahr)
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.021 0
(3.336) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 396 0
(357) (0)
3.417 0
(3.693) (0)

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Es sind TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0) Disagio enthalten.

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellung wird nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen zum Teilwert ermittelt. Als Rechnungsgrundlagen werden die Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck bei jährlichen Rentensteigerungen von 2 % verwendet. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung ermittelte durchschnittliche Marktzins der vergangenen 10 Jahre von 1,82 % angesetzt (im Vorjahr: durchschnittlicher Marktzins der vergangenen 10 Jahre von 1,78 %).

Von der Möglichkeit, den Unterschiedsbetrag aus der Umbewertung nach den Bilanzierungsvorschriften des BilMoG gem. § 67 Abs. 1 EGHGB auf 15 Jahre zu verteilen, wurde Gebrauch gemacht.

EUR EUR
Pensionsrückstellung zum 31.12.2023 (nach BilMoG) 848.017,00
enthaltene Zuführung Bewertungsumstellung nach BilMoG -207.806
davon Zuführung bis Ende 2022 180.100
davon Zuführung in 2023 (Ausweis unter sonst. betr. Aufwend.) 13.853 13.853,00
Bilanzausweis zum 31.12.2023 834.164,00

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre ein Unterschiedsbetrag i.H.v. EUR 3.984,00. Dieser Unterschiedsbetrag ist für Ausschüttungen gesperrt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen:

Überstunden,

Urlaub.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und Sicherheiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Gesamtbetrag (Vorjahr) Restlaufzeit bis 1 Jahr (Vorjahr) Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre (Vorjahr) Restlaufzeit mehr als 5 Jahre (Vorjahr) durch grundpfandrechtl. oder ähnl. Rechte gesichert (Vorjahr)
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.715 9.766 1.949 0 11.715
(13.469) (10.320) (3.149) (0) (13.469)
(1-4)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0 0 0
(169) (169) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.133 2.133 0 0
(1.419) (1.419) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber persönlich haftenden Gesellschafter 108 108 0 0
(105) (105) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Kommanditisten 95 95 0 0
(110) (110) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 714 714 0 0
(822) (822)
14.765 12.816 1.949 0
(16.094) (12.945) (3.149) (0)

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten:

- Verbindlichkeiten aus Steuern TEUR 409 (Vorjahr: TEUR 334)
- Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 3)

1 = Grundschulden seitens eines Gruppenunternehmens

2 = Sicherungsübereignung von diversen Maschinen und Einrichtungsgegenständen

3 = Raumsicherungsübereignung von Waren mit Abtretung der Verkaufsforderungen

4 = Abtretung von Außenständen (Globalabtretung)

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB haben zum Bilanzstichtag nicht bestanden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:

aus Mietvertrag * TEUR 783 p.a. (Vorjahr: TEUR 783 p.a.)
aus Leasingverträge ** TEUR 874 p.a. (Vorjahr: TEUR 829 p.a.)

* Laufzeit bis zur frühesten Beendigung: 12 Monate zum 30.06. eines jeden Jahres
** durchschnittliche Laufzeiten bis zur frühesten Beendigung: 36 - 72 Monate

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen i.S.v. § 285 Nr. 31 HGB sind im Geschäftsjahr nicht angefallen.

Sonstige Angaben

Personalstand

Durchschnittl. Zahl der im Wj. 2023 beschäftigten Arbeitnehmer ohne Auszubildende:

Gewerbliche Arbeitnehmer: 122
Angestellte: 48
Summe 170

Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB.

Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss wurde dem Verlustvortragskonto, das zusammengefasst mit den Rücklagen ausgewiesen ist, zugewiesen.

Die Geschäftsführung wird durch die Tries Beteiligungs-GmbH, Ehingen/Donau (HRB 490516) ausgeübt. Sie wird vertreten durch die einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführer

Herr Manfred Tries Geschäftsführer Finanzen, Controlling
Herr Andreas Guter Geschäftsführer Entwicklung, Produktion, Vertrieb
Herr Roland Stirmlinger Geschäftsführer Einkauf, Personal, Verwaltung

Die Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB wird von der Gesellschaft angewandt.

Persönlich haftende Gesellschafterin an der Tries GmbH & Co. KG, Ehingen/Donau ist die Tries Beteiligungs-GmbH, Ehingen/Donau. Das Stammkapital beträgt 26.000 EUR.

 

Ehingen, den 27.03.2024

Tries Beteiligungs-GmbH

Komplementärin

Manfred Tries, Geschäftsführer

Andreas Guter, Geschäftsführer

Roland Stirmlinger, Geschäftsführer

Lagebericht zum Jahresabschluss 31. Dezember 2023

1. Allgemeines

Die TRIES GmbH & Co. KG befasst sich mit der Entwicklung von Hydraulikelementen für die Anwendung im allgemeinen Maschinenbau sowie im Baumaschinen- und Fahrzeugbau.

Als Entwicklungslieferant sind wir spezialisiert auf kundenspezifische Entwicklungen, unser Marktbereich liegt in den Nischen spezieller Anwendungsbereiche.

Unsere Entwicklungen sind eigenständig, kundenbezogen ist jeweils nur die Anwendung unserer Vielzahl von Komponenten.

Unsere innovativen Produkte gelangen weltweit in vielen verschiedenen Bereichen zum Einsatz.

2. Geschäftsentwicklung

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat im Jahr 2022 alles verändert. Eine seit Bestehen der Firma Tries beispiellose Entwicklung der Erzeugerpreise hat den Materialeinkauf drastisch verteuert. Teilweise haben unsere Lieferanten die bestehenden Lieferverträge auf Grund höherer Gewalt gekündigt und die bestellten Waren zu einem Mehrfachen des vereinbarten Preises geliefert. Auf Grund unserer Lieferverpflichtungen waren wir gezwungen die Waren zu diesen Preisen einzukaufen, um unsere Kundenversorgung sicherstellen zu können.

Es ist uns dann nur teilweise und mit erheblicher zeitlicher Verzögerung gelungen, die Materialmehrkosten an unsere Kunden weiterzugeben. Wirksam waren unsere Preisanpassungen ab Ende 2022, somit konnten wir 2023 wieder in einem stabileren Umfeld arbeiten und einen positiven Ertrag erwirtschaften.

2.1 Umsatz

Im Geschäftsjahr 2023 ist die betriebliche Leistung um 17,7 % gestiegen, das Umsatzplus lag bei 22,3 %.

Für das erste Halbjahr 2024 gehen wir von einer moderaten Umsatzerhöhung aus. Im zweiten Halbjahr wird die Dynamik etwas nachlassen. Insgesamt erwarten wir einen leichten Umsatzrückgang.

Wir beliefern Weltmarktführer und sind mit auf deren globale Entwicklung angewiesen. Als Nischenanbieter können wir Sonderprojekte außerhalb der aktuellen Konjunkturentwicklung anbieten und abwickeln.

2.2 Produktion

Im Rahmen unserer Produktpolitik werden wir auch weiterhin versuchen, mit unseren Hydraulikelementen in Marktnischen zu akquirieren. Unsere Tätigkeit als Entwicklungslieferant in diesem Marktsegment lässt erwarten, dass wir unsere Marktposition auch künftig behaupten und weiter ausbauen können.

Durch unser Qualitätsmanagement (Zertifizierung nach ISO 9001) hatten wir wieder eine Reklamationsquote auf sehr geringem Niveau.

Mit unserem Produktionsplanungssystem "WAY" (Wassermann) sind wir in der Lage, unsere Fertigung tagesgenau zu planen und haben dadurch erreicht, dass unsere Fertigungsabläufe gleichmäßig verlaufen. Die Verfolgung von Terminen durch manuelle Tätigkeiten ist überflüssig geworden, unsere Liefertermine werden sehr genau eingehalten.

Die Produktion führen wir in den Produktionshallen, die wir von unserer Schwestergesellschaft gepachtet haben, durch. Das Verwaltungsgebäude haben wir ebenso bei ihr gepachtet.

Durch unsere innovativen Entwicklungen und neuen Produkte werden wir auch künftig unseren Kundenstamm auf den bisherigen und auf neuen Märkten erweitern.

2.3 Beschaffung - Warenbestände

Mit unserer Bedarfsermittlung, die vom Prozessmanagement und der Einkaufsabteilung gemeinsam über das ERP-System von Navision gesteuert wird, sowie unserer Fertigungsplanung "WAY" (Wassermann) können wir den Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, unfertige und fertige Erzeugnissen, sowie Waren optimieren. Gleichzeitig sichern wir dadurch eine hohe Lieferbereitschaft.

2.4 Investitionen

Im Jahr 2023 betrugen die Investitionen einschließlich der geleisteten Anzahlungen in Anlagevermögen rd. T€ 3.283. Die Investitionen betreffen sowohl Ersatz- als auch Erweiterungsinvestitionen.

Für das Geschäftsjahr 2024 sind Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in Höhe von insgesamt rd. T€ 3.200 vorgesehen.

2.5 Mitarbeiter

Unsere Beschäftigtenzahl einschließlich Auszubildende war im Durchschnitt 170 Personen (Vorjahr: 163 Personen).

Die Ausbildung unserer Nachwuchskräfte zur nachhaltigen Weiterentwicklung unseres Unternehmens zählt weiterhin zu den wichtigen Aufgaben, 16 Auszubildende erlernen ihren Beruf in unserem Unternehmen.

Die Alterssicherung unserer Mitarbeiter erfolgt über ein Direktversicherungsmodell.

Während der Pandemie haben wir unser Personal gehalten. Dies war zwar mit hohen Kosten verbunden, wir haben aber bei den jetzt steigenden Umsätzen qualifiziertes Personal, um den Auftragsbestand abarbeiten zu können.

2.6 Umweltschutz

Umweltschutz ist ein fest integrierter Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie. (Zertifizierung nach ISO 14001).

Mit unserem Umweltmanagementsystem, das wir bereits 1999 eingeführt haben, ist eine laufende Überprüfung der Auswirkungen durch unsere Input-/Outputanalyse möglich.

Im Zuge einer umwelt- und ressourcenschonenden Fertigung haben wir in den vergangenen Jahren stetige Verbesserungsmaßnahmen in und an den Verwaltungs- und Produktionsgebäuden vorgenommen. So wird u. a. ein großer Prozentsatz der Heizungswärme durch Wärmerückgewinnung an den Produktionsanlagen erzielt.

Die Einstellung unserer Belegschaft zu umweltbewusstem Handeln wurde durch unser Umweltmanagementsystem wesentlich geprägt. Dies spiegelt sich u. a. darin wider, dass unser Betrieb sehr sauber ist und sich unser Materialeinsatz weiter optimiert hat. Einen deutlichen Teil unseres Strombedarfs decken wir durch unsere Photovoltaikanlagen.

2.7 Forschung und Entwicklung

Unsere Abteilung für FuE umfasst 17 Beschäftigte. Dies ermöglicht uns eine ständige Entwicklungstätigkeit über die auftragsgebundene Entwicklungstätigkeit hinaus.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die wesentlichen Bilanzkennzahlen stellen sich zum 31. Dezember wie folgt dar:

Angaben in T€ Jahr 2023 Jahr 2022
Gesamtvermögen 20.345 20.069
Eigenkapital 3.753 2.250
Eigenkapital einschl. 50 % der Pensionsrückstellung 4.170 2.682
EK einschl. 50 % der Pensionsrückstellungen in % v. Gesamtvermögen 20,5 % 13,4 %
Anlagevermögen 7.147 6.219
AV in % v. Gesamtvermögen 35,1 % 31,0 %

Das Gesamtvermögen hat sich im Vorjahresvergleich leicht auf T€ 20.345 erhöht. Dies lag im Wesentlichen an der Erhöhung des Anlagevermögens, wobei sich die Forderungen und liquiden Mittel reduziert haben.

Das Eigenkapital hat sich um T€ 1.502 auf T€ 3.753, die sonstigen Rückstellungen um 112 T€ auf T€ 974 erhöht. Die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme der Überstundenrückstellungen. Die Bankverbindlichkeiten haben sich um 1.755 T€ verringert. Die Lieferanten- und sonstige Verbindlichkeiten haben sich um 714 T€ erhöht. Diese Erhöhung ist die Folge einer Maschinenlieferung zum Jahresende 2023.

Die Zugänge zum Anlagevermögen wurden nach der linearen Methode abgeschrieben.

Die Liquidität der Gesellschaft war im Jahr 2023 stets gesichert.

Die Gesamtleistung hat sich um 17,74 % erhöht. Unsere Materialaufwendungen haben sich im Verhältnis zur Gesamtleistung leicht reduziert. Ursache waren unsere Preiserhöhungen. Die Personalkosten sind um T€ 983 angestiegen, die Personalaufwandsquote ist deutlich zurückgegangen. Trotz hoher Abschreibungen und Leasingaufwendungen konnten wir einen Gewinn ausweisen.

Der EBITDA ist gegenüber dem Vorjahr von 1.216 T€ auf 3.454 T€ angestiegen.

4. Risikobericht

Unsere Firmenpolitik "Nischen im Markt zu nutzen" und unsere Kunden im In- und Ausland zu suchen hilft, unsere Risiken zu begrenzen.

Unsere Geschäftspolitik ist auf nachhaltiges Wirtschaften und auf die weitere Verbesserung unserer Eigenkapitalausstattung ausgerichtet.

Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit begegnen wir verschiedensten Chancen und Risiken. Das frühzeitige Erkennen sowie der Umgang mit diesen Chancen und Risiken ist Grundlage des unternehmerischen Handels und aller geschäftlichen Entscheidungsprozesse.

Nach den Krisenjahren 2020 bis 2022 konnten wir 2023 wieder stabile Verhältnisse erreichen. Im laufenden Jahr 2024 entscheidet die weltwirtschaftliche Konjunktur über unsere Entwicklung. Wir rechnen mit einem leichten Rückgang des Ergebnisses.

4.1 Wettbewerbs- und Absatzrisiken

Aufgrund unserer Nischenpolitik sowie unseren hohen Anforderungen an die Qualität unserer Produkte stellen Konkurrenzprodukte aus Niedriglohn-Ländern mit aggressiver Preispolitik gegenwärtig keinen Risikoschwerpunkt dar. Hinsichtlich der Absatzrisiken ist die Bedeutung von wichtigen Hauptkunden zu nennen, wobei die Gesellschaft auch eine Vielzahl mittlerer und kleiner Kunden beliefert.

4.2 Produktions- und Umweltrisiken

Als produzierendes Unternehmen sind wir den Risiken von Betriebsunterbrechungen und Qualitätsproblemen sowie Risiken in den Bereichen Produktsicherheit, Arbeitssicherheit und Umwelt ausgesetzt.

Unsere Richtlinien zu Projekt- und Qualitätsmanagement, Produkt- und Arbeitssicherheit sowie unser Umweltmanagementsystem gewährleisten eine wirksame Reduzierung dieser Risiken. Der Ausfall von Produktionsanlagen ist über Betriebsunterbrechungsversicherungen abgesichert. Zudem werden alle Anlagen sorgfältig gewartet und die Mitarbeiter entsprechend aus- und weitergebildet.

4.3 Beschaffungsrisiken

Für die Risikosituation der Gesellschaft sind die Verfügbarkeit sowie die Preisabhängigkeit von Rohstoffen, insbesondere Stahl und Aluminium, sowie Vorprodukten von Bedeutung. Aufgrund unserer langjährigen Beziehungen zu unseren Lieferanten und unserer Zahlungspolitik der pünktlichen Bezahlung unserer Lieferantenverbindlichkeiten mit Skontoabzug werden wir von unseren Lieferanten bei Belieferungen bevorzugt. Aktuell sehen wir eine Stabilisierung bei unserer Disposition. Wir rechnen mit weiteren Preisreduzierungen für Einkaufsteile. Diese müssen wir an unsere Kunden weitergeben.

4.4 Liquiditätsrisiken

Zur Liquiditätssicherung verfügt die Gesellschaft über umfangreiche zugesagte Kreditlinien sowie über ein Liquiditätsmanagementsystem. Liquiditätsrisiken liegen für 2024 nicht vor.

4.5 Risiken der Informationstechnologie

Potenzielle Risiken aus der Informationstechnologie werden durch technische Schutzmaßnahmen wie Datensicherungssysteme, Virenscanner, Zugangsschutzsysteme (Firewalls) sowie Zugangs- und Zugriffskontrollen auf Betriebssystem- und Anwendungsebene begrenzt. Für die Unterstützung der technischen und kaufmännischen Prozesse werden ausschließlich Standardprodukte führender Softwareanbieter eingesetzt.

5. Prognosebericht

Auf der Basis unseres aktuellen Auftragsbestandes, der gegenwärtigen konjunkturellen Lage sowie unserer Marktanalyse, die wir bei unseren wichtigsten Kunden durchgeführt haben, haben wir für 2024 mit einem leichten Umsatzrückgang geplant. Unsere Kunden sind im Wesentlichen Unternehmen, welche seit Jahrzehnten den Weltmarkt beliefern.

Wir haben schon in den vergangenen Jahren auf eine nachhaltige Entwicklung unseres Unternehmens gesetzt, dadurch ist unser Unternehmen finanzstabil und kann die aktuelle Situation auch bei längerer Dauer gut durchstehen. Mit unseren innovativen Lösungen wollen wir unseren Marktanteil weiter ausbauen.

 

Ehingen, 28. März 2024

TRIES Beteiligungs-GmbH

Komplementärin

Manfred Tries

Andreas Guter

Roland Stirmlinger

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Tries GmbH & Co. KG, Ehingen

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der Tries GmbH & Co. KG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Tries GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt, einschließlich der Angaben, sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heidenheim, den 24. Mai 2024

Helmer und Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Rüdiger Frieß, Wirtschaftsprüfer

Johanna Hiefner, Wirtschaftsprüferin

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