Raiffeisenbank Wildenberg eGLiquidiert

Wildenberg

Stammdaten

Register
Amtsgericht Regensburg GnR 646
Eingetragen
14.1.1906
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenKreditinstitute des Genossenschaftssektors
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, sowie des Waren- und Dienstleistungsgeschäfts, insbesondere a) die Pflege des Spargedankens vor allem durch Annahme von Spareinlagen; b) die Annahme von sonstigen Einlagen; c) die Gewährung von Krediten aller Art; d) die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; e) die Durchführung des Zahlungsverkehrs; f) die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; g) die Vermögensberatung, Vermögensübermittlung und Vermögensverwaltung; h) der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; i) die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen und Reisen; j) der gemeinschaftliche Einkauf landwirtschaftlicher Bedarfsartikel; k) der gemeinschaftliche Verkauf von landwirtschaftlichen Erzeugnissen; l) der Handel mit sonstigen Waren.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Raiffeisenbank Wildenberg eG

Wildenberg

Jahresabschluss zum 31.12.2012

A. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012

I. Geschäftsverlauf

I.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der bayerischen Kreditgenossenschaften

Das wirtschaftliche Umfeld war 2012 abermals durch die europäische Schuldenkrise geprägt. Dabei wurden erhebliche Wechselwirkungen zwischen der Stabilität nationaler Bankensektoren, den jeweiligen Staatsfinanzen sowie der konjunkturellen Entwicklung offenbar.

In diesem Umfeld ist die deutsche Wirtschaft - nach einem fulminanten Aufschwung in den vergangenen Jahren - 2012 in einem langsameren Tempo gewachsen. Die erhebliche Unsicherheit über die weitere Entwicklung der europäischen Schuldenkrise belastete über Vertrauenseffekte die Konjunktur. Insgesamt legte das reale Bruttoinlandsprodukt im Vorjahresvergleich um 0,7 Prozent zu. Ein Blick in die europäischen Nachbarländer relativiert die Abschwächung jedoch: So stagnierte die französische Wirtschaft. Spanien, Italien sowie das Vereinigte Königreich befanden sich sogar in einer Rezession.

Gebremst wurde die konjunkturelle Entwicklung insbesondere durch geringere Ausrüstungsinvestitionen. Zudem dämpfte das Auslaufen staatlicher Konjunkturprogramme die Bautätigkeit der öffentlichen Hand. Dagegen expandierte die private Wohnungsbauaktivität, wozu das niedrige Zinsniveau sowie die Suche nach krisensicheren Kapitalanlagen beitrugen.

Die abgeschwächte Konjunktur spiegelte sich auch auf dem Arbeitsmarkt wieder. Zwar sank die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt auf unter 7 Prozent. Im Jahresverlauf kam allerdings der Anstieg der Erwerbstätigkeit zum Erliegen. Parallel dazu weitete sich die Arbeitslosigkeit ab dem Frühjahr tendenziell aus. Der bayerische Arbeitsmarkt zeigte sich in einer robusten Verfassung, wenngleich sich die Konjunkturdelle im Jahresverlauf auch hier bemerkbar machte. Die Arbeitslosenquote stagnierte im Vergleich zum Vorjahr. Mit 3,7 Prozent lag sie allerdings deutlich unter dem gesamtdeutschen Mittel von 6,7 Prozent.

Die Teuerungsrate der Verbraucherpreise gab 2012 leicht auf rund 2,0 Prozent nach. Abermals trugen insbesondere höhere Energiepreise zum Preisauftrieb bei. In der Binnenwirtschaft blieb der Inflationsdruck dagegen verhalten. Die Verbraucherpreise legten in Bayern im Vorjahresvergleich um 2,2 Prozent zu und stiegen damit etwas kräftiger als im Bundesdurchschnitt (+2,0 Prozent).

Vor diesem Hintergrund ist es umso bemerkenswerter, dass die bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken erneut auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr zurückblicken können.

Das Kreditgeschäft wurde im Jahr 2012 um 5,6 Prozent auf 75,6 Mrd. Euro ausgeweitet. Damit übertrafen die Genossenschaftsbanken im Freistaat deutlich das Marktwachstum. Gestützt wurde das Wachstum durch die anhaltend hohe Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen.

Die Kundengelder stiegen binnen Jahresfrist um 3,5 Prozent auf 103,4 Mrd. Euro. Auch in diesem Segment expandierten die bayerischen Kreditgenossenschaften stärker als der Gesamtmarkt. Der branchenweiten Tendenz zur Umschichtung von längerfristigen Termingeldern hin zu täglich fälligen Einlagen konnten sie sich allerdings nicht entziehen. Die Bilanzsumme stieg um 3,5 Prozent auf 132,9 Mrd. Euro. In der Gewinn- und Verlustrechnung machte sich 2012 die anhaltende Niedrigzinsphase bemerkbar.

I.2 Entwicklung der Raiffeisenbank Wildenberg eG

Die Geschäftsentwicklung verlief im Geschäftsjahr 2012 zufriedenstellend.

Unsere Marktstellung im Privat- als auch im Firmenkundengeschäft konnte ausgeweitet werden.

Im Einzelnen zeigt sich folgendes Bild:

  Berichtsjahr Vorjahr   Veränderung
  TEUR TEUR +/- TEUR %
Bilanzsumme 52.058 48.636 + 3.422 7,0
Außerbilanzielle Geschäfte 1.490 1.381 + 109 7,9

Bei wiederum schwierigem und weiterhin von einem hohen Maß an Unsicherheit geprägtem wirtschaftlichen Umfeld konnten wir unsere Marktstellung weiter ausbauen. Wir führen dies auf unsere Vertrauenposition gegenüber unseren Kunden zurück.

Aktivgeschäft Berichtsjahr Vorjahr   Veränderung
  TEUR TEUR +/- TEUR %
Kundenforderungen 22.655 21.412 + 1.243 5,8
Wertpapiere 19.547 14.796 + 4.751 32,1
Forderungen an Kreditinstitute 8.792 10.979 - 2.187 19,9

Der von uns geplante Ausbau der Kundenforderungen bei weiterhin hohen Anforderungen an Bonität der Kreditnehmer und an die Sicherheitenstellung verlief sehr zufriedenstellend.

Der Anteil der Wertpapiere an der Bilanzsumme ist zu Lasten der Forderungen gegen Kreditinstitute gestiegen.

Passivgeschäft Berichtsjahr Vorjahr   Veränderung
  TEUR TEUR +/- TEUR %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.079 6.901 + 1.178 17,1
Spareinlagen von Kunden 10.845 11.725 - 880 7,5
andere Einlagen von Kunden 29.049 26.408 + 2.641 10,0

Die Ausweitung der Bankenrefinanzierungen resultiert einerseits aus dem gestiegenen Bedarf von längerfristigen Zinsfestschreibungen im Kreditgeschäft unserer Kunden und andererseits durch die Aufnahme von Refinanzierungsmitteln bei der EZB. Diese dienen vorrangig der Absicherung von Zinsänderungsrisiken.

Die Kundengelder erhöhten sich im Berichtsjahr um 1.761 TEUR. Wegen des insgesamt sehr niedrigen Zinsniveaus und der weiterhin hohen Unsicherheit war hier seitens unserer Kunden im Wesentlichen kurzfristige Anlageformen nachgefragt.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr Vorjahr   Veränderung
  TEUR TEUR +/- TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 20 21 - 1 4,8
andere Vermittlungserträge 163 154 + 9 5,8
Erträge aus Zahlungsverkehr 110 111 - 1 0,9

Die bedarfsgerechte und umfassende Beratung unserer Mitglieder und Kunden spiegelt sich in einem insgesamt gestiegenen Ergebnis des zinsunabhängigen Vermittlungsgeschäftes (Versicherungen, Bausparen-, Wertpapier und Immobiliengeschäft) wieder. Die Entwicklung verlief zufriedenstellend.

Investitionen

Die Gesamtinvestitionen in betrugen inkl. Instandhaltungsaufwand 5 TEUR.

Durch die Veräußerung von einer verbundfremder Beteiligung haben wir stille Reserven steuerfrei realisiert. Die Beteiligungen haben sich dadurch ermäßigt.

Personal- und Sozialbereich

Die Zahl der Beschäftigten blieb nahezu unverändert. Unsere Mitarbeiter werden nach den tariflichen Vereinbarungen entlohnt. Die betrieblichen Sozialleistungen der Bank bewegen sich im üblichen Rahmen.

Um den hohen Anforderungen gerecht zu werden, wird von externen Fortbildungsmöglichkeiten Gebrauch gemacht. Darüber hinaus führen wir regelmäßig interne Schulungsmaßnahmen durch.

Weitere nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

- Belange des Umweltschutzes

Die Umweltschutzbedingungen wurden eingehalten.

- Entwicklung des Kundenstammes

Unsere Kunden stammen nahezu ausschließlich aus dem Einzugsgebiet unserer Bank.

- Gesellschaftliche Reputation

Wir fördern in sportlichen, kulturellen, sozialen oder ähnlich bedeutsamen gesellschaftspolitischen Bereichen in unserer Region und sind verläßlicher Partner für unsere Mitglieder und Kunden im gesellschaftlichen Leben.

Unser Unternehmensleitbild (Corporate Identity) und Selbstverständnis ist auf dauerhafte und nachhaltige Kundenbeziehungen ausgrichtet. Dies wollen wir durch persönliche Präsenz, Engagement und Kompetenz vor Ort erreichen. Dabei handeln wir verantwortungsvoll.

Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr war durch keine außergewöhnlichen Vorgänge gekennzeichnet.

Fazit / Zusammenfassung

Die Geschäfte der Raiffeisenbank Wildenberg eG haben sich insgesamt zufriedenstellend entwickelt.

Den Erwartungen wurde entsprochen.

II. Darstellung der Lage

der Raiffeisenbank Wildenberg eG

II.1 Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten unserer Bank haben sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:

Gewinn- und Verlustrechnung Berichtsjahr Vorjahr   Veränderung
  TEUR TEUR +/- TEUR %
Zinsüberschuss 1) 1.144 1.057 + 87 8,2
Provisionsüberschuss 2) 273 270 + 3 1,1
Verwaltungsaufwendungen          
a) Personalaufwendungen 894 796 + 98 12,3
b) andere Verwaltungsaufwendungen 207 214 - 7 3,3
Bewertungsergebnis 3) 171 -120 + 291 242,5
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 489 176 + 313 177,8
Steueraufwand 135 68 + 67 98,5
Jahresüberschuss 104 107 - 3 2,8

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV - Posten 2.
2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV - Posten 6.
3) GuV-Posten 13 - 16

Im Berichtsjahr war ein Anstieg des Zinsüberschusses zu verzeichnen.

Die Veränderung begründet sich hauptsächlich durch die schnellere Anpassung des Zinsaufwandes im Verhältnis zu den Zinserlösen an das niedrige Zinsniveau. Weiterhin wirkte sich der Ausbau des Kundenkreditvolumen positiv auf das Zinsergebnis aus.

Der Anstieg der Personalkosten ist im Wesentlichen auf einen außerordenltichen Faktor zurückzuführen.

Die Verwaltungsaufwandsquote CIR konnte von 73,3 % auf 71,0 % verbessert werden. Durch unsere Größen- und Strukturverhältnisse und trotz unserer günstigen Sachaufwandsquote liegt diese Kennzahl weiter über dem Mittel der bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken.

Das Bewertungsergebnis stieg im Wesentlichen durch vorzunehmende Zuschreibungen, Kursgewinne und den geringern Aufwand für Abschreibungen im Bereich der Eigenanlagen sowie Erlöse aus dem Verkauf von Beteiligungen.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit hat sich u.a. aufgrund der oben beschriebenen Entwicklung im Vorjahresvergleich spürbar erhöht. Es ermöglicht eine angemessene Erhöhung des bilanziellen Eigenkapitals. Hierbei wurde erstmals der Fonds für allgmeine Bankrisiken nach § 340g HGB dotiert.

II.2 Finanz- und Liquiditätslage

Von den Verwerfungen an den Interbank- und Kapitalmärkten ist unsere Genossenschaft in ihrer Finanz- Liquiditätslage nicht betroffen. Es zeigt sich vielmehr die vom Interbankengeschäft weitgehend unabhängige Refinanzierungsstruktur, welche nahezu ausschließlich aus den Geschäftsbeziehungen mit den Privat- und Firmenkunden resultiert.

Sowohl die Mindestreservebestimmungen als auch die Bestimmungen der Liquiditätsverordnung (Kennziffer) wurden zu jeder Zeit eingehalten und bieten ausreichend Freiraum für die Ausweitung des Bankgeschäftes im Rahmen der strategischen Planung. Bei Bedarf stehen ausreichende Refinanzierungsmöglichkeiten des genossenschaftlichen Verbundes sowie der EZB jederzeit zur Verfügung. Das Angebot der Deutschen Bundesbank Refinanzierungsgeschäfte in Form von Offenmarktgeschäftes abzuschließen wurde genutzt.

Mit einer Beeinträchtigung der Liquiditätslage ist auch in den folgenden Jahren nicht zu rechnen.

II.3 Vermögenslage

II.3.1 Eigenkapital

Das bilanzielle Eigenkapital stellt sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Eigenkapital Berichtsjahr Vorjahr   Veränderung
  TEUR TEUR +/- TEUR %
Gezeichnetes Kapital 582 559 + 23 4,1
Rücklagen 2.382 2.297 + 85 3,7

Die Bank verfügt über eine gute Eigenkapitalausstattung. Sie entspricht den Anforderungen und erlaubt darüber hinaus ein stetiges Geschäftswachstum in den nächsten Jahren. Durch Gewinnthesaurierung und moderaten Ausbau der Geschäftsguthaben unserer Mitglieder konnte das Eigenkapital weiter gestärkt werden. Daneben besteht ein Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB in Höhe von250 TEUR.(Vorjahr- TEUR).

Für unser geplantes Geschäftswachstum im laufenden und darauf folgenden Geschäftsjahr ist eine ausreichende Eigenmittelbasis sichergestellt.

Die Vermögenslage der Bank ist dem Geschäftsumfang angemessen. Eine weitere Stärkung der Eigenmittelausstattung ist weiterhin vorrangiges Ziel der Geschäftspolitik.

Aufgrund der guten Eigenkapitalausstattung wurde die Mindestgröße der Solvabilitätsrichtlinie jederzeit erfüllt.

II.3.2 Wesentliche Aktiv- und Passivstrukturen

Kundenforderungen

Der Anteil der Kundenforderungen (Aktiva 4) an der Bilanzsumme beträgt 43,51 % und ist vor dem Hintergrund einer Bilanzsummensteigerung von 7,03 % auf dem Niveau des Vorjahres. Risikokonzentrationen in den einzelnen Branchen sind nicht vorhanden. Im Kundenkreditgeschäft bestehen keine besonderen strukturellen Risiken. Die Größenklassengliederung ist ausgewogen.

Die Kreditgrenzen nach dem KWG sowie die festgelegten Kreditbeschränkungen nach § 49 GenG wurden im Berichtszeitraum stets eingehalten.

Wertpapiere

Die Wertpapieranlagen unserer Bank setzen sich wie folgt zusammen:

Wertpapiere Berichtsjahr Vorjahr   Veränderung
  TEUR TEUR +/- TEUR %
Liquiditätsreserve 19.547 14.796 + 4.751 32,1

Die eigenen Wertpapieranlagen haben insgesamt einen Anteil von 37,54 % an der Bilanzsumme.

Hierbei handelt es sich ausschließlich um in Euro lautende Schuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere mit erstklassiger Bonität (Investment Grade).

Sämtliche Wertpapiere sind nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Darüber hinaus ergaben sich Kursreserven zum Bilanzstichtag.

Kurswertrisiken werden im Rahmen einer risikoorientierten Anlagepolitik nur in begrenztem Umfang zugelassen. Sie werden permanent im Rahmen der bankinternen Grundsätze überwacht.

II.3.3 Derivatgeschäfte

Die Genossenschaft hat keine derivativen Instrumente getätigt.

Im Berichtsjahr wurden keine Devisentermingeschäfte oder Währungsgeschäfte abgeschlossen.

II.3.4 Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR

Unsere Genossenschaft ist der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht.

II.4 Zusammenfassende Beurteilung der Lage der Raiffeisenbank Wildenberg eG

Unsere Bank verfügt über eine gute Finanz- und angemessene Vermögenslage. Die Anforderungen an das Eigenkapital und die Liquidität wurden jederzeit eingehalten.

Die Ertragslage ist zufriedenstellend.

III. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres (Nachtragsbericht)

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

IV. Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht)

IV.1 Risikomanagementziele und -methoden

Das Risikomanagement ist für uns eine zentrale Aufgabe und an dem Grundsatz ausgerichtet, die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu identifizieren, zu bewerten, zu steuern und zu überwachen, um negative Abweichungen von den Erfolgs-, Eigenmittel- und Liquiditätsplanungen zu vermeiden. Das Risikofrüherkennungs- und -überwachungssystem ist primär darauf ausgerichtet, Risiken rechtzeitig zu identifizieren und bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. Die Einbindung des Risikomanagements in das Gesamtbanksteuerungssystem dient uns aber zugleich zur Erkennung und Nutzung von Chancenpotenzialen. Die bewusste Übernahme, aktive Steuerung und gezielte Transformation von Risiken gehören zu den Kernfunktionen der Bank. Unsere Risikostrategie basiert auf einer ertragsrisikoorientierten Risikopolitik als regional tätige Kreditgenossenschaft.

Die Risikotragfähigkeit der Bank ist Grundlage unserer Strategie sowie ihrer Risikosteuerungs- und Controllingprozesse. In unserer Unternehmenskonzeption haben wir uns auf die Bedarfssituation unserer Mitglieder und Kunden ausgerichtet und daraus eine langfristige Unternehmensplanung entwickelt, die eine dauerhafte Begleitung unserer Mitglieder und Kunden in allen Fragen der Finanzierung und Vermögensanlage sicherstellt.

Aufbauend auf dem Unternehmensleitbild und einer durchgeführten bzw. fortgeführten Bestandsanalyse wird mittels einer zukunftsorientierten Vorgehensweise die langfristige Existenzsicherung der Genossenschaft unter Berücksichtigung der Anforderung der Mitglieder und Kunden sichergestellt. Die Bank verfügt über ein angemessenes System zur Risikosteuerung und Risikoüberwachung, welches in die Gesamtbankplanung und Gesamtbanksteuerung integriert ist.

Die Entwicklung unserer Bank planen und steuern wir mit Hilfe von Kennzahlen und Limitsystemen. Im Einzelnen werden folgende Zielgrößen geplant:

- bilanzwirksame Wachstumsziele

- Aufwands- und Ertragsziele im Rahmen der operativen und strategischen Zielsetzung der Bank zur Erzielung angemessener Gewinne, die zur Sicherung der Wachstumsziele und der Risikotragfähigkeit dienen

- außerbilanzielle Provisionsziele

Vorgenannte Ziele werden kontinuierlich im Rahmen des Soll-/Ist-Vergleichs mittels Bilanz-, Wachstums-, Markt- und Branchenanalysen, Ergebnisvorschaurechnung, Szenariotechniken sowie Auslastung vorgegebener Risikobudgets überwacht. Hierzu werden anerkannte EDV-Instrumente und Verfahren eingesetzt, die den gesetzlichen sowie bankinternen Grundsätzen entsprechen.

Die angewandten Methoden zur Risikomessung, -steuerung und die Aggregation aller Risikoarten werden kontinuierlich weiterentwickelt und regelmäßig den Anforderungen der Bank und den aktuellen Marktgegebenheiten angepasst.

Basis des Risikomanagementprozesses bildet das Risikohandbuch. In diesem Handbuch wurden im Rahmen der Risikoinventur, sämtliche erkennbaren Risiken zusammengeführt. Diese werden, abhängig von der Bedeutung für die Bank, in geeigneter Weise laufend überwacht und gesteuert.

Für die im Risikohandbuch als wesentlich eingestuften Risikoarten wurden entsprechende Strategien entwickelt:

- Adressenausfallrisiken

- Marktpreisrisiken

- Liquiditätsrisiken

- Operationelle Risiken

Im Rahmen unserer Risikoinventur haben wir Risikokonzentrationen berücksichtigt und Stresstests entwickelt. Die Stresstests umfassen sowohl historische als auch hypothetische Szenarien.

Neben der Messung und Steuerung der Risiken in den einzelnen Bereichen werden in regelmäßigen Abständen Risikotragfähigkeitsberechnungen i. S. des § 322 SolvV durchgeführt und in diesem Rahmen die quantifizierten Einzelrisiken zu einem Gesamtbankrisiko zusammengefasst. Nicht quantifizierbare wesentliche Risiken berücksichtigen wir grundsätzlich mittels Risikopuffers.

Es erfolgt eine Gegenüberstellung mit den zur Abdeckung dieses Gesamtbankrisikos zur Verfügung stehenden Deckungsmassen (Ertragskraft, Reserven, Eigenkapital). Die Darstellung der Gesamtrisikolage bzw. Risikotragfähigkeit erfolgt auf Grundlage handelsrechtlicher Vorschriften unter Berücksichtigung aufsichtsrechtlicher Eigenmittelerfordernissen.

Der Vorstand erhält in vierteljährlichen Abständen Berichte über die Auslastung der Risikobudgets sowie die aktuelle Entwicklung der Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken, Liquiditätsrisiken, und operationenllen Risiken. Darüber hinaus können jederzeit und anlassbezogen ergänzende Auswertungen zu sämtlichen Risikoarten erststellt werden.

Auf Basis unseres Risikotragfähigkeitskonzeptes werden ein Gesamtbanklimit und zur Begrenzung der einzelnen Adressausfall- und Marktpreisrisiken Einzelrisikolimite eingerichtet.

Die Limitfestlegung erfolgt unter Berücksichtigung der Ertrags- und Substanzkraft der Bank. Es wird eine gewinn- und verlustorientierte Limitierung vorgenommen.

Die Funktionsfähigkeit der zur Risikoabsicherung und -minderung getroffenen Maßnahmen wird laufend im Rahmen der vierteljährlichen Risikoberichterstattung und ggf. anhand tagesaktueller Auswertungen überwacht sowie im Rahmen der jährlichen Risikoinventur überprüft.

Die Funktionsfähigkeit und Angemessenheit aller Risikocontrolling- und Risikomanagement-Aktivitäten wird gemäß den MaRisk durch die Interne Revision geprüft.

IV.2 Risikoarten

IV.2.1 Adressenausfallrisiken

Unter Adressenausfallrisiken verstehen wir den potentiellen Verlust, der durch den Ausfall eines Geschäftspartners sowie durch Wertminderung aufgrund nicht vorhersehbarer Verschlechterungen der Bonität von Geschäftspartnern entstehen kann.

Das Kreditrisikomanagement, d. h. die Steuerung und Kontrolle der Kreditrisiken nach den Grundsätzen und Leitlinien für die Kreditpolitik des Vorstandes, ist direkt beim Marktfolgevorstand angesiedelt. Daneben nimmt der Vorstand die intensive Betreuung problembehafteter Engagements sowie die Sicherheitenverwertung und Engagementabwicklung von gekündigten Krediten vor.

Zur Beurteilung der Bonität der Kreditnehmer setzt die Bank insbesondere ein anerkanntes Ratingverfahren ein. Das aggregierte Ergebnis wird nach Volumina und Blankoanteilen ausgewertet und in die Gesamtbanksteuerung einbezogen.

Die Überwachung der Adressenausfallrisiken erfolgt in der Kreditabteilung mit Hilfe eines Ratingsystems.

Unsere EDV-Statistiken geben außerdem Auskunft über die Verteilung des Kreditvolumens nach Branchen, Größenklassen, Sicherheiten und Blankoanteilen.

Zur Überwachung und Steuerung des Kreditgeschäftes bestehen Limite u. a. in Bezug auf maximale Blankoanteile je Risikoeinheit/Bonität und Größentruktur der Kreditnehmereinheit in Bezug zum erwirtschafteten versteuerten Eigenkapital.

Unsere Risikostruktur im Kundenkreditgeschäft ist gut. Die Risikolage ist günstig.

Den Emittenten- und Kontrahentenausfallrisiken in unseren Eigenanlagen begegnen wir grundsätzlich durch eine Beschränkung auf Handelspartner guter Bonität und dadurch, dass wir keine Anlagen außerhalb eines Investment Grade Ratings erwerben. Für die Identifizierung, Beurteilung und Überwachung der Risiken greifen wir auf die Ratingergebnisse von Ratingagenturen, Einschätzungen der DZ-BANK sowie auf eigene Analysen von Berichten bzw. Veröffentlichungen und eigene Beobachtungen der Spreadentwicklung der Emittenten zurück.

Für unsere Eigenanlagen haben wir zur Vermeidung von Konzentrationsrisiken, unter Berücksichtigung von Substanz- und Ertragskraft ein System risikobegrenzender Limite eingeführt. Dabei wird auch eine Volumenslimitierung auf Geschäftspartnerebene durchgeführt. Sämtliche Limite werden durch den Vorstand (Überwachungsvorstand) und somit von einem Handel unabhängigen Risikomanagement überwacht und regelmäßig überprüft.

IV.2.2 Marktpreisrisiken

Marktpreisrisiken werden definiert als Gefahr von Vermögensschäden, die sich aus einer Änderung von Marktzinssätzen, Wechselkursen oder Aktienkursen ergeben. Im Rahmen des Risikomanagements werden folgende Marktpreisrisikokategorien betrachtet: Zinsänderungsrisiko, Kursrisiken aus festverzinslichen Wertpapieren. Zur Steuerung und Überwachung sind angemessene Limite unter Berücksichtigung der Ertrags- bzw. Substanzkraft festgelegt. Banken sind aufgrund von bestehenden Inkongruenzen zwischen ihren aktiven und passiven Festzinspositionen dem allgemeinen Zinsänderungsrisiko ausgesetzt.

Das Marktpreisrisiko besteht im Wesentlichen in dem Zinsänderungsrisiko. Wir steuern unser Zinsänderungsrisiko mittels einer statischen Zinselastizitätsbilanz und einer Zinsbindungsbilanz. Die übrigen Marktpreisrisiken werden entsprechend den aufsichtsrechtlichen Regelungen bei der Gesamtbanksteuerung berücksichtigt.

Zur Quantifizierung der Auswirkungen bestimmter Marktveränderungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung und dem darin enthaltenen Abschreibungsrisiko werden Szenariobetrachtungen vorgenommen. Quartalsweise wird mit einer linearen Verschiebung der Zinskurve um +100, -100, +200 (Worst-Case-Szenario) Basispunkte gerechnet und dem vorhandenen Limit gegenübergestellt.

Zur Quantifizierung der Risiken bewerten wir unsere Wertpapierbestände täglich unter Zugrundelegung tagesaktueller Zinssätze und Kurse. Risiken aus Aktien, Fonds und Währungen bzw. Risiken aus Zinssicherungsinstrumenten mit Derivaten sind nicht vorhanden.

Insgesamt bewegen sich die Marktpreisrisiken innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Limitsystems.

IV.2.3 Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko wird durch die aufsichtsrechtliche Liquiditätsverordnung begrenzt. Die Risiken und die Zahlungsbereitschaft werden überwacht.

Durch die Einbindung in den genossenschaftlichen Finanzverbund bestehen ausreichende Refinanzierungsmöglichkeiten, um unerwartete Zahlungsstromschwankungen auffangen zu können.

IV.2.4 Operationelle Risiken

Als operationelle Risiken definieren wir die Gefahr von Schäden, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens in internen Verfahren und Systemen, Fehlern von Mitarbeitern oder aufgrund externer Einflüsse eintreten.

Den operativen Risiken begegnen wir mit unterschiedlichen Maßnahmen. Dazu zählen Arbeitsanweisungen, die Verwendung von rechtlich geprüften Vertragsvordrucken, der Einsatz von Sicherheits-, Compliance-, Datenschutz- und Geldwäschebeauftragten.

Versicherbare Gefahrenpotenziale, z. B. Diebstahl- und Betrugsrisiken, haben wir durch Versicherungsverträge in banküblichem Umfang abgesichert.

Dem Betriebsrisiko begegnen wir mit laufenden Investitionen in neue DV-Systeme über die von uns beauftragte Rechenzentrale und der Optimierung der Arbeitsabläufe unter Einhaltung einer ausreichenden Funktionstrennung.

Dem Rechtsrisiko wird durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare begegnet. Bei Rechtsstreitigkeiten nehmen wir die Rechtsberatung unseres Prüfungsverbandes in Anspruch. Über die Steuerung bzw. Minimierung dieser Risikoarten hinaus pürft der Vorstand regelmäßig die Systeme und Verfahren sowie die wichtigen Arbeitsabläufe.

Im Rahmen der Risikotragfähigkeit finden die operationellen Risiken entsprechende Berücksichtigung.

Im Geschäftsjahr 2012 sind, wie im Vorjahr keine operationellen Risiken mit spürbarer Ertragsauswirkung eingetreten.

IV.3 Fazit /Zusammenfassung /Gesamtrisikolage /Gesamtbild der Risikolage

Gemäß § 25a Abs. 1 KWG verfügen wir über geeignete Regelungen zur Steuerung, Überwachung und Kontrolle der Risiken.

Mit den genutzten Verfahren zur Messung der Risiken hat die Bank angemessene Instrumentarien eingerichtet, die der Art und dem Umfang des Geschäftsbetriebes gerecht werden und die bei sachgerechter Anwendung eine konsistente Ermittlung und Darstellung der Risiken gewährleistet.

Unser umfassender Steuerungsansatz erlaubt sowohl die frühzeitige Identifizierung von Risiken, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, als auch die frühzeitige Einleitung von entsprechenden Gegenmaßnahmen.

Die Risikotragfähigkeit ist sowohl unter den von uns definierten Standard- als auch den festgelegten Stressszenarien gegeben.

Die Risikolage ist insgesamt als günstig einzustufen. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar.

V. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken (Prognosebericht)

Die Prognosen, die sich auf die Entwicklung der Raiffeisenbank Wildenberg eG für die nächsten zwei Jahre beziehen, stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Wir weisen darauf hin, dass sich die Prognosen durch die Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen können.

Das geschäftliche Umfeld und die Entwicklung der Kreditgenossenschaften werden nach unseren Einschätzungen auch in den kommenden Jahren von dem verstärkten Wettbewerb und sich weiter entwickelnden Kundenansprüchen, dem weiter steigendenden Margendruck und den wachsenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen, sowie den steigenden Anforderungen an die Produkt- und Beratungsqualität geprägt.

Insbesondere durch den Wettbewerbsdruck im Bereich der Direktbanken werden die Anforderungen an die Produktpalette sowie die Preispolitik steigen. Im Mittelpunkt unserer Bemühungen steht daher eine Stärkung der Kundenbeziehungen durch umfassende und qualifizierte Beratung zu marktgerechten Konditionen.

In Erwartung einer stagnierenden leicht anziehenden Wirtschaftsentwicklung gehen wir für die nächsten zwei Jahre von einer leicht zunehmenden Nachfrage im Kundenkreditgeschäft aus. Diese Prognose basiert auch auf der Prämisse eines weiterhin niedrigen Zinsniveaus.

Im Einlagengeschäft gehen wir infolge des anhaltenden Konkurrenzdrucks, insbesondere durch Direktbanken, von einem nur geringen Wachstum bzw. einer Stagnation aus. Dabei haben wir auch unterstellt, dass das zunehmende Bewusstsein für eine private Altersvorsorge das Einlagengeschäft zugunsten von außerbilanziellen Produkten belasten wird und die Anleger mehr in inflationsgeschütze Vermögenswerte investieren werden. Weiterhin haben wir berücksichtigt, dass sich das Geschäftsmodell der Kreditgenossenschaften in Zeiten der Finanz- und Staatsschuldenkrise als zentraler Stabilitätsanker im deutschen Banksystem erwiesen hat.

Nach unseren Planungsrechnungen erwarten wir eine weitere Stärkung unserer Vermögenslage durch die voraussichtliche künftige Dotierung der Rücklagen und des Sonderpostens für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB.

Die bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Liquiditätsausstattung (Liquiditätskennziffer) werden wir auch in den beiden folgenden Jahren einhalten.

Für die Ertragslage ist auch in den kommenden zwei Jahren die Entwicklung der Zinsspanne von entscheidender Bedeutung. Wir rechnen wegen der aktuellen, niedrigen und flachen Zinsstrukturkurve erstmals mit einer Stabilisierung und anschließend mit einem moderaten Rückgang des Zinsüberschuss. Die Stabilisierung des Zinsergebnisses steht weiterhin im Mittelpunkt unserer Aktivitäten. Das Provisionsergebnis wird sich etwa auf dem aktuellen Niveau bewegen. Bei den Sachaufwendungen erwarten wir ein gleichbleibendes und bei den Personalaufwendungen eine moderat rückläufige Entwicklung. Insgesamt sind wir zuversichtlich in den Geschäftsjahren 2013 und 2014 wieder ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.

Wesentliche Risiken für die Ertragslage bestehen in den beiden kommenden Jahren bei einer deutlich schlechteren Konjunkturentwicklung als prognostiziert, die zu einer rückläufigen Geschäftsentwicklung führen könnte. Risiken für die geschäftliche Entwicklung sehen wir auch bei einem deutlichem Zinsanstieg, der sich negativ auf die Kreditnachfrage auswirken könnte. Weiterhin wesentlichen Einfluss auf die geschäftliche Entwicklung bestehen in einer unerwarteten Entwicklung der Zinsstrukturkurve, die zu einer Beinträchtigung des geplanen Zinsergenisses führen könnte, der nach wie vor bestehenden Unsicherheiten an den Finanzmärkten (Staatsschuldenkrise) und im Konjunkturverlauf und dessen Auswirkung auf unsere Region.

Wesentliche Chancen für die Ertragslage und den Geschäftsverlauf bestehen in den kommenden zwei Jahren bei einer deutlich besseren Konjunkturentwicklung als prognostiziert, was zu einer positiveren Entwicklung führen könnte. Chancen für die geschäftliche Entwicklung sehen wir bei einem Zinsrückgang oder einer deutlich steileren Zinsstrukturkurve als von uns erwartet.

VI. Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

B. Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss (Bilanzgewinn) wie folgt zu verwenden:

  EUR
3,500 % Dividende auf Geschäftsguthaben 19.901,06
Gesetzliche Rücklage 34.212,96
Andere Ergebnisrücklagen 50.000,00
insgesamt 104.114,02

 

Wildenberg, 14. März 2013

RAIFFEISENBANK WILDENBERG EG

Der Vorstand

gez. Betzenbichler

gez. Rebl

Dieser Vorschlag wurde in der Generalversammlung am 07.06.2013 beschlossen.

C. Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse. Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse.

Der vorliegende Jahresabschluss 2012 mit Lagebericht wurde vom Genossenschaftsverband Bayern e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Generalversammlung berichtet.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Generalversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2012 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

 

Wildenberg, 15. März 2013

gez. Holzmayr, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Jahresabschluss der Kreditinstitute in der Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft

Bestandteile Jahresabschluss

1. Jahresabschluss (Formblatt 1)

2. Gewinn- und Verlustrechnung (Formblatt 3 - Staffelform)

3. Anhang

1. Jahresbilanz zum 31.12.2012

Aktivseite

        Geschäftsjahr Vorjahr
  EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve          
a) Kassenbestand     212.761,43   405
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken     100,00   0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 100,00       (0)
c) Guthaben bei Postgiroämtern     0,00 212.861,43 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind          
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen     0,00   0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00       (0)
b) Wechsel     0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute          
a) täglich fällig     3.099.021,04   1.269
b) andere Forderungen     5.693.040,84 8.792.061,88 9.710
4. Forderungen an Kunden       22.655.346,21 21.412
darunter:          
durch Grundpfandrechte gesichert 5.592.936,11       (5.659)
Kommunalkredite 17.817,60       (23)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere          
a) Geldmarktpapiere          
aa) von öffentlichen Emittenten   0,00     0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00       (0)
ab) von anderen Emittenten   0,00 0,00   0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00       (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen          
ba) von öffentlichen Emittenten   538.305,82     0
darunter: beleihbar bei der          
Deutschen Bundesbank 538.305,82       (0)
bb) von anderen Emittenten   19.008.199,44 19.546.505,26   14.796
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 17.653.276,16       (13.187)
c) eigene Schuldverschreibungen     0,00 19.546.505,26 0
Nennbetrag 0,00       (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere       0,00 0
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften          
a) Beteiligungen     394.718,68   411
darunter: an Kreditinstituten 59.904,00       (60)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften     3.050,00 397.768,68 4
darunter: bei Kreditgenossenschaften 0,00       (0)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen       0,00 0
darunter: an Kreditinstituten 0,00       (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
9. Treuhandvermögen       5.929,41 9
darunter: Treuhandkredite 5.929,41       (9)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch       0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte          
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte     0,00   0
b) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten     102,00   1
c) Geschäfts- oder Firmenwert     0,00   0
d) Geleistete Anzahlungen     0,00 102,00 0
12. Sachanlagen       221.714,46 256
13. Sonstige Vermögensgegenstände       126.802,72 242
14. Rechnungsabgrenzungsposten       344,32 5
15. Aktive latente Steuern       0,00 0
16. Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung       98.426,62 116
Summe der Aktiva       52.057.862,99 48.636

Passivseite

         
  EUR EUR EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten          
a) täglich fällig     0,00   0
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist     8.079.450,03 8.079.450,03 6.901
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden          
a) Spareinlagen          
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten   7.574.712,23     10.103
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten   3.270.004,60 10.844.716,83   1.622
b) andere Verbindlichkeiten          
ba) täglich fällig   12.696.999,23     10.741
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist   16.351.955,84 29.048.955,07 39.893.671,90 15.667
3. Verbriefte Verbindlichkeiten          
a) begebene Schuldverschreibungen     0,00   0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten     0,00 0,00 0
darunter: Geldmarktpapiere 0,00       (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00       (0)
4. Treuhandverbindlichkeiten       5.929,42 9
darunter: Treuhandkredite 5.929,42       (9)
5. Sonstige Verbindlichkeiten       47.302,72 94
6. Rechnungsabgrenzungsposten       16.996,04 21
7. Rückstellungen          
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen     370.231,00   376
b) Steuerrückstellungen     62.430,55   0
c) andere Rückstellungen     263.619,64 696.281,19 140
8.       0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten       0,00 0
10. Genussrechtskapital       0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00       (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken       250.000,00 0
darunter: Sonderposten n. § 340e Abs. 4 HGB 0,00       (0)
12. Eigenkapital          
a) Gezeichnetes Kapital     582.087,16   559
b) Kapitalrücklage     0,00   0
c) Ergebnisrücklagen          
ca) gesetzliche Rücklage   1.212.030,51     1.176
cb) andere Ergebnisrücklagen   1.170.000,00     1.120
cc)   0,00 2.382.030,51   0
d) Bilanzgewinn     104.114,02 3.068.231,69 107
Summe der Passiva       52.057.862,99 48.636
1. Eventualverbindlichkeiten          
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln     0,00   0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen     860.071,98   515
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten     0,00 860.071,98 0
2. Andere Verpflichtungen          
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften     0,00   0
b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen     0,00   0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen     629.812,01 629.812,01 866
darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00       (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2012

  EUR EUR EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Zinserträge aus          
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften   1.139.615,63     1.110
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen   592.587,11 1.732.202,74   601
2. Zinsaufwendungen     -588.387,24 1.143.815,50 -653
3. Laufende Erträge aus          
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren     0,00   0
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften     11.611,95   10
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen     0,00 11.611,95 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen       0,00 0
5. Provisionserträge     309.154,90   299
6. Provisionsaufwendungen     -36.046,67 273.108,23 -29
7. Nettoertrag des Handelsbestands       0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge       55.525,45 36
9.       0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen          
a) Personalaufwand          
aa) Löhne und Gehälter   -770.526,97     -623
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung   -122.995,39 -893.522,36   -173
darunter: für Altersversorgung -37.657,32       (-75)
b) andere Verwaltungsaufwendungen     -206.696,58 -1.100.218,94 -214
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen       -35.936,54 -37
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen       -30.092,91 -31
darunter: aus der Aufzinsung   -28.438,71     (-28)
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft     0,00   -120
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft     34.063,99 34.063,99 0
15. Abschreibungen u. Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere     0,00   0
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren     136.938,53 136.938,53 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme       0,00 0
18.       0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit       488.815,26 176
20. Außerordentliche Erträge     0,00   0
21. Außerordentliche Aufwendungen     -22,96   0
22. Außerordentliches Ergebnis       -22,96 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag     -133.132,71   -67
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen     -1.545,57 -134.678,28 -2
24a. Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken       -250.000,00 0
25. Jahresüberschuss       104.114,02 107
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr       0,00 0
        104.114,02 107
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen          
a) aus der gesetzlichen Rücklage     0,00   0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen     0,00 0,00 0
        104.114,02 107
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen          
a) in die gesetzliche Rücklage     0,00   0
b) in andere Ergebnisrücklagen     0,00 0,00 0
29. Bilanzgewinn       104.114,02 107

3. Anhang

A. Allgemeine Angaben

Besondere Bemerkungen sind nicht veranlasst.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Die einzelnen Vermögensgegenstände wurden vorsichtig bewertet. Die Forderungen an Kreditinstitute wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei ein evtl. Unterschiedsbetrag zwischen Nennbetrag und Auszahlungsbetrag/Anlagebetrag als Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt wurde. Die Forderungen an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem niedrigeren Auszahlungsbetrag im passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten ist. Der Unterschiedsbetrag wird zinsanteilig aufgelöst.

Die Bildung von Einzelwertberichtigungen bei Forderungen an Kunden war nicht notwendig.

Zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweiges haben wir Vorsorgereserven gemäß 340f HGB gebildet.

Die Bewertung des gesamten Wertpapierbestandes erfolgte nach den Grundsätzen des strengen Niederstwertprinzips.

Bei den einfach strukturierten Produkten erfolgte für die Bilanzierung keine Aufspaltung, die Produkte wurden als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert.

Bei dem komplex strukturierten Produkt konnte auf eine Aufspaltung und getrennte Bilanzierung der einzelnen Bestandteile gemäß den Voraussetzungen des IDW RS HFA 22 verzichtet werden.

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten / Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen.

Software wurde unter der Bilanzposition "Immaterielle Anlagewerte" ausgewiesen.

Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände wurden im Anschaffungsjahr bei linearer Abschreibung pro rata temporis abgeschrieben.

Wirtschaftsgüter i. S. v. § 6 Abs. 2a EStG wurden im Jahr der Anschaffung in einem Sammelposten erfasst. Der Sammelposten wird über 5 Jahre linear aufgelöst.

Der aktivierte Anspruch auf Auszahlung des Körperschaftsteuerguthabens nach § 37 Abs. 5 KStG wird mit dem Barwert unter den "Sonstigen Vermögensgegenständen" (Aktiva 13) bilanziert.

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag.

Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und für Zuschläge sowie sonstige, über den Zins hinausgehende Vorteile für Einlagen, wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger Beurteilung notwendig ist, sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Die Pensionsrückstellungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PUCM) berechnet. Die Rückstellungen wurden auf Basis der "Richttafeln 2005 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) errechnet. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind mit dem Barwert bilanziert. Die Altersteilzeitverpflichtungen wurden nach dem Barwertverfahren berechnet.

Als Lohn- und Gehaltstrend wurden 2,0 % und als Rententrend 2,0 % angenommen. Der Zinssatz wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit 5,07 % festgelegt.

Bei Altersversorgungsverpflichtungen, die die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllen, haben wir die Verpflichtungen mit den ihnen zuzurechnenden Vermögensgegenständen verrechnet. Die historischen Anschaffungskosten der zu verrechnenden Vermögensgegenstände betrugen 545 T€. Der beizulegende Zeitwert der zu verrechnenden Vermögensgegenstände betrug 545 T€. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden betrug 447 T€. Aufzinsungsaufwendungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von 22 T€ wurden mit korrespondierenden Erträgen (Deckungsvermögen: Wertsteigerungen, Zinsen, Dividenden) in Höhe von 12 T€ verrechnet.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Die Finanzinstrumente des Zinsbuchs werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden bilanziellen und außerbilanziellen Positionen des Bankbuchs nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und von dem positiven Überschuss die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31.12.2012 war keine Rückstellung zu bilden.

Im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit übernehmen wir regelmäßig Bürgschaften.

Dabei ist es für uns erforderlich, Zahlungen an den Begünstigten zu leisten, wenn ein anderer seinen Verpflichtungen nicht nachkommt oder Leistungen nicht vertragsgemäß erfüllt. Der Umfang der übernommenen Verpflichtungen ist aus den Angaben "Unter dem Bilanzstrich " ersichtlich.

Die dargestellten Beträge zeigen nicht die künftig aus diesen Verträgen zu erwartenden Zahlungsströme, da die Mehrzahl der Eventualverbindlichkeiten ohne Inanspruchnahme auslaufen.

Von den unwiderruflichen Kreditzusagen zum 31. Dezember 2012 i. H. von 629 T€ betreffen 629 T€ Zusagen von Buchkrediten an Nichtbanken.

Wir gewähren unwiderrufliche Kreditzusagen, um den Finanzierungsbedürfnissen unserer Kunden zu entsprechen. Unwiderrufliche Kreditzusagen umfassen die nicht in Anspruch genommenen Anteile der gewährten Zusagen, welche nicht durch uns widerrufen werden können.

Die Kreditzusagen werden mit dem Nominalbetrag (soweit Barsicherheiten gestellt: gekürzt) gezeigt.

Die unwiderruflichen Kreditzusagen werden bei der Überwachung der Kreditrisiken berücksichtigt.

Posten, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden auf Euro wie folgt umgerechnet:

Es sind lediglich Sorten im Bestand, die zum Ankaufskurs am Bilanzstichtag bewertet wurden.

C. Entwicklung des Anlagevermögens

  Anschaffungs-
Herstellungskosten
EUR
Zugänge
EUR
a) Zuschreibungen
b) Umbuchungen (+/-)
EUR
a) Abgänge
b) Zuschüsse
EUR
Immaterielle Anlagewerte 3.772 0 a) 0 b) 0 a) 0 b) 0
Sachanlagen        
a) Grundstücke und Gebäude 814.810 0 a) 0 a) 0
      b) 0 b) 0
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.008.719 595 a) 0 a) 0
      b) 0 b) 0
a 1.827.301 595 a) 0 a) 0
      b) 0 b) 0
  Abschreibungen
(kumuliert)
EUR
Buchwerte am
Bilanzstichtag
EUR
Abschreibungen
Geschäftsjahr
EUR
Immaterielle Anlagewerte 3.670 102 1.119
Sachanlagen      
a) Grundstücke und Gebäude 659.808 155.002 22.790
       
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 942.602 66.712 12.028
       
a 1.606.080 221.816 35.937
       
  Anschaffungskosten
EUR
Veränderungen (saldiert)
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 415.142 -17.373 397.769
b 415.142 -17.373 397.769
Summe a und b 2.242.443   619.585

D. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

In den Forderungen an Kreditinstitute sind EUR 5.615.219 Forderungen an die zuständige genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

  bis drei Monate
EUR
mehr als drei Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
EUR
mehr als fünf Jahre
EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A3b) (ohne Bausparguthaben) 2.043.041 1.750.000 1.900.000 0
Forderungen an Kunden (A 4) 948.911 2.064.815 9.753.742 9.275.336

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 612.542 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Die Zinsabgrenzung wurde aus Vereinfachungsgründen dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet.

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 5.208.765 fällig.

In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:

  Forderungen an verbundene Unternehmen Forderungen an Beteiligungsunternehmen
  Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kunden (A 4) 0 0 0 1.001.962

In folgenden Posten sind enthalten:

  börsenfähig
EUR
börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 19.546.505 19.494.266 52.239 0

Die in der Bilanz ausgewiesenen Treuhandgeschäfte betreffen ausschließlich Treuhandkredite.

Im Aktivposten 12 (Sachanlagen) sind enthalten: EUR
- Im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzte Grundstücke und Bauten 155.002
- Betriebs- und Geschäftsausstattung 66.712

Im Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

  EUR
Körperschaftsteuerguthaben 109.227

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (A 14) sind EUR 344 Agiobeträge auf Forderungen (Vorjahr: EUR 5.204 ) enthalten.

Wegen des Aktivüberhangs unserer Steuerlatenzen wurde vom Nichtaktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Die Aktivierung beruht im Wesentlichen in den Postionen Forderungen an Kunden, Rückstellungen und Fonds für allgemeine Bankrisiken.

In folgenden Posten und Unterposten der Aktivseite sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:

Posten - Unterposten Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
A 5 DZ BANK AG (Tier I-Anleihe) 52.239 52.239

In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 5.642 enthalten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 4.156.537 Verbindlichkeiten gegenüber der zuständigen genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

  bis drei Monate
EUR
mehr als drei Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
EUR
mehr als fünf Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 547.489 790.209 5.143.591 1.598.161
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2ab) 752.163 2.221.902 283.981 11.959
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit o. Kündigungsfrist (P 2bb) 6.840.874 4.773.815 4.678.267 59.000

Die Zinsabgrenzung wurde aus Vereinfachungsgründen dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet.

Im Posten "Sonstige Verbindlichkeiten" sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

  EUR
Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt (Lohn- u. Kirchensteuer, USt, KapSt , Soli) 38.131

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 16.996 (Vorjahr: EUR 20.520 ) enthalten.

Die unter Passivposten 12 a "Gezeichnetes Kapital" ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

Geschäftsguthaben EUR
a) der verbleibenden Mitglieder 573.911
b) der ausscheidenden Mitglieder 8.176
c) aus gekündigten Geschäftsanteilen 0
Rückständige fällige Pflichteinzahlungen auf Geschäftsanteile EUR 0  

Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

  Gesetzliche Rücklage
EUR
Andere Rücklagen
EUR
Stand 01. Januar 2012 1.176.543 1.120.000
Einstellungen    
- aus Bilanzgewinn des Vorjahres 35.488 50.000
Stand 31. Dezember 2012 1.212.031 1.170.000

Dem haftenden Eigenkapital werden mit Feststellung dieses Jahresabschlusses nicht realisierte Reserven i. S. v. § 10 Abs. 2b Satz 1 Nr. 7 KWG in Höhe von EUR 234.286 nach den Zahlen der Jahresbilanz zugerechnet.

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Zur Sicherheit übertragene Vermögensgegenstände Gesamtbetrag
in EUR
1b. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Abtrengung von Forderungen bzw. Sicherheiten 7.343.640
2bb. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Verpfändung von bankeigenen Wertpapieren 502.217

II. Gewinn- und Verlustrechnung

Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung, die für die Gesamttätigkeit von wesentlicher Bedeutung sind, wurden erbracht:

für Vermittlung von Versicherungsverträgen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen ausschließlich auf das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit.

E. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr beliefen sich die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats auf EUR 1.695.

Von der Möglichkeit des § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Für frühere Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebene bestehen zum 31. Dezember 2012 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 370.231.

Am Bilanzstichtag betrugen die Forderungen an und aus eingegangenen Haftungsverhältnissen für

  EUR
Mitglieder des Vorstandes 76.745
Mitglieder des Aufsichtsrates 20.414

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten und nicht als Haftungsverhältnisse anzugeben, jedoch für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von 74.370 EUR.

Die Zahl der im Jahr 2012 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

  Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Kaufmännische Mitarbeiter 5,8 1,0
Mitgliederbewegung Zahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Anfang 2012 754 3.471 5.206.500
Zugang 2012 20 241 361.500
Abgang 2012 16 53 79.500
Ende 2012 758 3.659 5.488.500
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 31.030
Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 282.000
Höhe des Geschäftsanteils EUR 160
Höhe der Haftsumme EUR 1.500
Max. je Mitglied EUR 15.000

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes:

Genossenschaftsverband Bayern e.V.

Türkenstraße 22 - 24

80333 München

Mitglieder des Vorstandes:

Michael Betzenbichler, Geschäftsleiter (Vorsitzender)

Marco Rebl, Geschäftsleiter

Mitglieder des Aufsichtsrates:

Maximilian Holzmayr, Lehrer (Vorsitzender), Beamter Land Bayern

Johann Hermann, selbstständiger Landwirt

Gerhard Mies, Rentner

 

Wildenberg, 14. März 2013

Raiffeisenbank Wildenberg eG

Der Vorstand

gez. Betzenbichler

gez. Rebl

Bestätigungsvermerk des Prüfungsverbandes

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Raiffeisenbank Wildenberg eG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k und 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Genossenschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichtes hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 25.04.2013

Genossenschaftsverband Bayern e.V.

gez. Krause, Wirtschaftsprüfer

gez. Roggenbuck, Wirtschaftsprüfer


Dieser Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Generalversammlung am 07. Juni 2013 festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen.

BaFin - Instituts - Nummer: 2713

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