Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 161267
Vorher
Codemart GmbH
Eingetragen
1.3.2006
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Entwicklung, Vertrieb und Vermittlung von Hard- und Software im EDV-Bereich, ferner genehmigungsfreie und nicht handwerkspflichtige Dienst- und Werkleistungen aller Art im EDV-Bereich, so z.B. die Beratung, Schulung und Problemlösung, die Vermittlung von Dienstleistungen, von Hard- und von Software sowie der Betrieb und die Wartung von online-Diensten. Weiterer Gegenstand des Unternehmens ist der erlaubnisfreie Handel mit Waren aller Art. Genehmigungspflichtige Tätigkeiten sind nicht Gegenstand des Unternehmens.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Baumühlner
seit 10.2.2026
Prokura
Michael Hollauf
seit 17.5.2023
Prokura
Alexis Till Vollmer
seit 1.3.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
Meister Marketing GmbHAUT
62.00%
Verdane Edda II (D) ABSWE
26.30%
Verdane Edda II (E) ABSWE
11.70%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Meister Marketing GmbH
Austria
22.965 €
62.00%
Verdane Edda II (D) AB
Sweden
9.759 €
26.30%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MeisterLabs GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.147,17 18.147,17
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.913,00 2.288,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 87,88 87,88
2. Ausleihungen an Gesellschafter 575.000,00 776.972,97
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 21.589,50 21.589,50
596.677,38 798.650,35
617.737,55 819.085,52
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 846.268,72 446.435,60
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 373,21 123.027,03
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 12.700.817,07 16.680.229,94
4. sonstige Vermögensgegenstände 448.412,04 670.220,30
13.995.871,04 17.919.912,87
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.815.489,71 712.257,33
15.811.360,75 18.632.170,20
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 334.770,98 360.602,61
16.763.869,28 19.811.858,33

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 37.054,00 37.054,00
II. Kapitalrücklage 19.993.992,44 19.993.992,44
III. Verlustvortrag -9.177.434,40 -804.725,52
IV. Jahresfehlbetrag -3.030.257,33 -8.372.708,88
7.823.354,71 10.853.612,04
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 2.643,00 0,00
2. sonstige Rückstellungen 134.399,00 113.345,00
137.042,00 113.345,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 154.233,86 190.931,05
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.656.286,43 2.731.088,19
3. sonstige Verbindlichkeiten 722.784,62 580.908,11
davon aus Steuern: EUR 387.111,41 (Vj.: EUR 348.706,83) 2.533.304,91 3.502.927,35
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 6.270.167,66 5.341.973,94
16.763.869,28 19.811.858,33

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 21.011.731,56 20.203.925,03
2. sonstige betriebliche Erträge 64.485,52 0,24
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 17.939.966,40 16.113.233,16
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.614.000,02 608.993,95
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 179.195,27 1.793.195,29 56.093,02 665.086,97
davon für Altersversorgung: EUR 4.400,00 (Vj.: EUR 4.400,00)
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 23.269,64 7.244,49
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.840.950,03 10.790.520,92
davon aus Währungsumrechnung: EUR 163.151,98 (Vj.: EUR 126.445,04)
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 452.638,75 64.768,33
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 378.401,01 (Vj.: EUR 0,00)
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen 891.406,71 1.083.027,03
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 65.247,63 34,83
davon an verbundenen Unternehmen: EUR 65.247,63 (Vj.: EUR 0,00) -504.015,59 -1.018.293,53
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.392,88 -35.667,74
11. Ergebnis nach Steuern -3.029.572,75 -8.354.786,06
12. sonstige Steuern 684,58 17.922,82
13. Jahresfehlbetrag -3.030.257,33 -8.372.708,88

ANHANG

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der MeisterLabs GmbH wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff., 264 ff. HGB und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich nach den in § 267 Abs. 2 HGB angegebenen Größenklassen um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden daher die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften teilweise in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Entwicklung der Unternehmensgruppe ist aufgrund von negativen Ergebnissen der Geschäftsjahre 2021 bis 2023 beeinträchtigt. Die Geschäftsführung geht für die Folgejahre von ebenfalls negativen Ergebnissen aus. Zur Vermeidung der Zahlungsunfähigkeit der MeisterLabs GmbH hat die Verdane Edda II (E) AB, Stockholm, Schweden am 11. Februar 2025 eine Patronatserklärung abgegeben, wonach die Verdane Edda II (E) AB verpflichtet ist, bis zu einer Höhe von EUR 9,9 Mio. die Gesellschaft finanziell auszustatten, so dass diese in der Lage ist, ihre Verpflichtungen jederzeit zu erfüllen. Daher erfolgt die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: MeisterLabs GmbH
Firmensitz laut Registergericht: München
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: HRB 161267

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Fremdwährungsumrechnung

Die nachfolgend dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewendet.

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen.

Die Gesellschaft nimmt das Wahlrecht nach § 248 Abs. 2 S. 1 HGB nicht in Anspruch und aktiviert keine selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Forschungs- und Entwicklungskosten werden sofort als Aufwand erfasst.

Das Sachanlagevermögen wurde im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen und rechtlichen Eigentums zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung zeitanteilig oder pro-rata-temporis. Die planmäßigen Abschreibungen werden über die gruppeneinheitlichen Nutzungsdauern von 3 Jahren vorgenommen.

Geringwerte Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und ihr Abgang unterstellt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die übrigen Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten, oder bei Vorliegen von voraussichtlich dauernder Wertminderung, zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Bestehen die Gründe für eine dauernde Wertminderung nicht mehr, erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zu den historischen Anschaffungskosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bilanziert und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken ggf. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Uneinbringliche Forderungen werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils mit dem Nominalbetrag ausgewiesen.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des aufgrund vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssatz werden, die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen 7 Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Vom Wahlrecht der Abzinsung von Verbindlichkeitenrückstellungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr wurde kein Gebrauch gemacht.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so kann eine sich nach Saldierung insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuern in der Bilanz angesetzt werden (ist ein sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuern anzusetzen). Allerdings wird vom Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB kein Gebrauch gemacht und auf den Ansatz aktiver latenter Steuern in der Bilanz verzichtet. Bei der Ermittlung latenter Steuern werden bestehende Verlustvorträge in Höhe, der innerhalb der nächsten 5 Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt.

Wesentliche Ursache für aktive / passive latente Steuern sind Bewertungsunterschiede beim

Finanzanlagevermögen (Abschreibung): (aktiv)

Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Abschreibung): (aktiv)

Sonstige Rückstellungen (Bewertung und Abzinsung): (passiv)

Bei der Bewertung daraus resultierender latenter Steuern wird ein (durchschnittlicher) Steuersatz von 33 % (15 % für KSt, 5,5 % für SolZ und 17 % für GewSt) zugrunde gelegt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (Niederstwertprinzip) oder höher lagen (Höchstwertprinzip).

Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Geschäften in Fremdwährung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

III. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Entwicklung der Abschreibungen im Geschäftsjahr können aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel entnommen werden.

Im Posten Immaterielle Vermögensgegenstände sind Anschaffungskosten für eine Domian aktiviert, die nicht planmäßig abgeschrieben werden, da unterstellt wird, dass der Vermögengegenstand nicht der Abnutzung unterliegt.

Die Ausleihungen an Gesellschafter stellen in voller Höhe Ausleihungen an verbundene Unternehmen dar.

Die folgende Aufstellung enthält die Angaben zum Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB:

Name Beteiligungsquote Eigenkapital 2023 Jahresergebnis 2023
MeisterLabs Software GmbH, Wien (AT) 100% TEUR -6.430 TEUR -2.494
MeisterLabs Inc., Seattle (WA), (USA) 100% TUSD 983 TUSD 118

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 123) aus sonstigen Vermögensgegenständen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von TEUR O (Vorjahr: TEUR 123) Forderungen gegen Gesellschafter.

Die Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen in Höhe von TEUR 12.701 (Vorjahr: TEUR 16.680) stellen auch Forderungen gegen Gesellschafter dar. Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen stellen in voller Höhe zugesagte, aber noch nicht geleistete Zuzahlungen in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB dar.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen ausstehende Leistungen für Abschluss und Prüfung sowie noch nicht genommene Urlaubsansprüche und geleistete Überstunden.

Verbindlichkeiten

Stand Restlaufzeit
31.12.2023 (Vorjahr) bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr davon mehr als 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und 154 154 0 0
Leistungen (Vorjahr) (191) (191) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen 1.656 1.656 0 0
Unternehmen (Vorjahr) (2.731) (2.731) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 723 723 0 0
(Vorjahr) (581) (581) (0) (0)
Summe 2.533 2.533 0 0
(Vorjahr) (3.503) (3.503) (0) (0)

In Klammer angegebene Werte betreffen die Vorjahreszahlen.

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt wie im Vorjahr TEUR 0.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 1.656 (Vorjahr: TEUR 2.731) aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) aus sonstigen Verbindlichkeiten.

IV. Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Außergewöhnliche Aufwendungen nach § 285 Nr. 32 HGB

Im vorangegangenen Geschäftsjahr sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von TEUR 6.687 angefallen. Die außergewöhnlichen Aufwendungen des Vorjahres betreffen in Höhe von TEUR 5.604 außerplanmäßige Abschreibungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen") und in Höhe von TEUR 1.083 Abschreibungen auf Anteile und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen (Posten "Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens").

Abschreibungen auf Finanzanlagen

Die ausgewiesenen "Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens" enthalten außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 S. 5 HGB in Höhe von TEUR 891 (Vorjahr: TEUR 1.083).

V. Sonstige Angaben

Angaben zu den Organen

Die Gesellschaft wurde während des Geschäftsjahres von folgenden Geschäftsführern vertreten:

Till Vollmer, Diplom- Ingenieur

Michael Hollauf, Diplom- Ingenieur (bis 3. Mai 2023)

Clemens Weidenbach, B.Sc. (ab 03. Mai 2023)

Auf die Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 12 (Vorjahr: 4).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 3.601 (Vorjahr: TEUR 3.900) sonstige finanzielle Verpflichtungen. Für Verträge, die keine feste Restlaufzeit haben, wurde der Jahreswert der zu leistenden Verpflichtung angesetzt.

Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen im Wesentlichen aus Miet-, Leasing- und Lizenzverträgen für Immobilien, Mobilien und Software sowie Service- und Wartungsverträgen. Die Verträge umfassen die üblichen Risiken langlaufender Verträge, wie z.B. Kündigungsfristen, Instandhaltungspflichten, Preisanpassungsklauseln. Von Vorteil ist die Verringerung der Kapitalbindung.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Die Gesellschaft hat gegenüber der MeisterLabs Software GmbH, Wien (AT) eine Patronatserklärung abgegeben. Die Patronatserklärung ist befristet bis zum 31. Dezember 2026 und betragsmäßig nicht beschränkt.

Die Gesellschaft geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur im Zusammenhang mit ihrer eigenen Geschäftstätigkeit oder der verbundenen Unternehmen ein. Auf der Grundlage einer kontinuierlichen Risikoeinschätzung der eingegangenen Haftungsverhältnisse und unter Berücksichtigung aller bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse geht die Gesellschaft zurzeit davon aus, dass die dem Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Daher wird das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen als nicht wahrscheinlich eingeschätzt.

Aufgrund der Erfahrung aus der Vergangenheit und des fortlaufenden Monitorings der Liquiditätssituation unseres Tochterunternehmens schätzen wir das Risiko aus der Patronatserklärung als gering ein. Eine Passivierung der Haftungsverhältnisse zum Abschlussstichtag erscheint daher als nicht geboten.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen

Art des Geschäfts Erbringung von DL Bezug von DL Zinserträge Zinsaufwendungen
Art der Beziehung
TEUR TEUR TEUR TEUR
Tochterunternehmen 6.963 14.976 378 6
Summe 6.963 14.976 378 65

Vorschlag oder Beschluss über die Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresfehlbetrag gemeinsam mit dem Verlustvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- oder Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Vaterstetten, den 28. März 2025

Till Vollmer, Geschäftsführer

Clemens Weidenbach, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

ANSCHAFFUNGS- ODER HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 1.1.2023 Zugang Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.147,17 0,00 18.147,17
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.763,56 23.894,64 48.658,20
III. Finanzanlagen 24.763,56 23.894,64 48.658,20
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 510.087,88 0,00 510.087,88
2. Ausleihungen an Gesellschafter 1.350.000,00 689.433,74 2.039.433,74
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 21.589,50 0,00 21.589,50
1.881.677,38 689.433,74 2.571.111,12
GESAMT 1.924.588,11 713.328,38 2.637.916,49
ABSCHREIBUNGEN
Stand 1.1.2023 Zugang Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.475,56 23.269,64 45.745,20
III. Finanzanlagen 22.475,56 23.269,64 45.745,20
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 510.000,00 0,00 510.000,00
2. Ausleihungen an Gesellschafter 573.027,03 891.406,71 1.464.433,74
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00
1.083.027,03 891.406,71 1.974.433,74
GESAMT 1.105.502,59 914.676,35 2.020.178,94
BUCHWERT BUCHWERT
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.147,17 18.147,17
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.913,00 2.288,00
III. Finanzanlagen 2.913,00 2.288,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 87,88 87,88
2. Ausleihungen an Gesellschafter 575.000,00 776.972,97
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 21.589,50 21.589,50
596.677,38 798.650,35
GESAMT 617.737,55 819.085,52

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die MeisterLabs GmbH (nachfolgend auch "MEISTER" oder "MeisterLabs") ist die deutsche Konzerngesellschaft der MEISTER Group, einer auf die Entwicklung und Vertrieb von Web-basierten Produktivitäts-Anwendungen spezialisierte Gruppe. Die MeisterLabs hat ihren Sitz in München.

MeisterLabs vertreibt die Produkte der MEISTER Group weltweit mit Ausnahme der USA und Kanada. Der Vertrieb für die Märkte in den USA and Kanada erfolgt über eine Tochtergesellschaft. Die MeisterLabs GmbH übernimmt ferner in der Gruppe diverse übergeordnete Funktionen. Die Softwareentwicklung erfolgt hingegen überwiegend über eine weitere Konzerngesellschaft in Österreich.

MEISTER hat im Geschäftsjahr 2023 folgende zwei Produkte in ihrem Sortiment:

MindMeister - Eine kollaborative Mind Mapping Lösung

MeisterTask - Eine agile Task Management & Note-taking Lösung

Die Applikationen werden sowohl im Browser direkt oder als mobile Applikationen auf Android oder iOS im App Store angeboten.

MEISTER ist ein Software as a Service (SaaS) Unternehmen mit Freemium Modell. Das heißt, dass die Kunden die Produkte erst gratis verwenden und wenn sie zufrieden sind oder bestimmte Funktionalitäten benötigen, ein Abonnement abschließen. MEISTER ermöglicht die Nutzung der Software Online als Abonnement mit verschiedenen Laufzeiten (monatlich, halbjährlich, jährlich). Der Kunde zahlt im Voraus für ein oder mehrere Benutzer. MEISTER ist in über 100 Ländern tätig und hat dabei über 30 Millionen Nutzer und über 100.000 zahlende Kunden.

MEISTER strebt an, die Produkte einfach und optisch ansprechend zu gestalten, um sich von den oft komplexen und unübersichtlichen Anwendungen der Konkurrenz abzuheben. Durch den Anspruch der Einhaltung hoher Datenschutzstandards der Europäischen Union sowie kontinuierliche Audits und Zertifizierungen, wie beispielsweise ISO 27001, verschafft sich MEISTER aus Unternehmenssicht einen Wettbewerbsvorteil auf dem europäischen Markt gegenüber den überwiegend amerikanischen Mitbewerbern.

Die Steuerung der MEISTERLABS ist koordiniert und integriert in die Steuerung und strategische Ausrichtung der MEISTER Group. Für die Steuerung beobachtet die Konzernleitung eine Reihe von Frühindikatoren. Dadurch kann sich MEISTER rechtzeitig und mit geeigneten Maßnahmen auf Konjunktur- und Nachfrageveränderungen einstellen.

Die wichtigsten externen Einflussfaktoren auf das Unternehmen sind die Geschäftsentwicklung der Kunden und ihre sich daraus ergebende Investitionsbereitschaft sowie deren Digitalisierungsambitionen. Allgemeine Trends können diese verstärken oder schwächen.

MEISTER betrachtet ferner die permanente Weiterqualifikation ihrer Mitarbeiter als wichtigen Schlüssel für eine persönliche und berufliche Entwicklung sowie als Grundlage für den unternehmerischen Erfolg. Neben einer funktionsfähigen und sicheren IT-Infrastruktur ist die ausreichende Anzahl an qualifizierten Mitarbeitern für das Unternehmen erfolgskritisch.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens wirken sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Konjunktur weltweit, aber insbesondere von Europa und Deutschland aus.

Der weltweit verlangsamte Wirtschaftswachstumstrend setzte sich im Jahr 2023 fort. Die globale wirtschaftliche Wachstumsrate blieb im Jahr 2023 stabil bei 3,5 % 1 (2022: 3,4 %), hauptsächlich angetrieben durch das Wachstum in Schwellenländern sowie in den USA. Unter dem Eindruck des anhaltenden Kriegs in der Ukraine sowie gestiegener Kapitalkosten belief sich das Wachstum in der Eurozone auf lediglich 0,4 % (2022: 3,4 %). Im Vergleich zum US-Dollar konnte der Euro im Jahr 2023 zulegen.

Nachdem die Inflation in der Eurozone im Jahr 2022 rapide anstieg, war das Jahr 2023 durch sinkende Inflationsraten gekennzeichnet, die im Dezember 2023 nur noch 2,9 % 2 betrugen (Dezember 2022: 9,2 %) - das Inflationsniveau liegt somit weiterhin über dem EZB-Ziel von 2 %. Ausschlaggebend für den Rückgang der Inflation waren sinkende Energiepreise sowie eine restriktivere Geldpolitik der EZB. Inflationstreiber im Jahr 2023 waren erhöhte Gehaltskosten zur Kompensation der höheren Inflationsrate des Jahres 2022, die durch negative Inflationsraten im Energiesektor teilweise ausgeglichen wurden.

Der International Monetary Fund (IMF) sieht die Zukunft der deutschen Wirtschaft derzeit schlechter als noch im letzten Gutachten aus dem Juli 2023. Demnach könnte das reale BIP im Kalenderjahr um 0,5 % schrumpfen, gegenüber einem Wachstum von 1,8 % im Vorjahr. 3 Im Juli hatte der IMF für 2023 einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3 % vorausgesagt und die aktuelle Prognose damit um 0,2 % nach unten revidiert. 4 Somit ist Deutschland der einzige Staat aus der Reihe der stärksten Volkswirtschaften der Welt, dem ein negatives Wachstum prognostiziert wird. Deutschland leide als Exportnation gemäß dem IMF stärker unter dem insgesamt schwachen Welthandel als andere Länder. Zudem ist die Industrie durch die hohen Energiepreise geschwächt. Beide Faktoren sorgen dem IMF zufolge für ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung gegenüber dem vorangegangenen Kalenderjahr 2022. 5

1 https://www.ecb.europa.eu/press/annual-reports-financialstatements/annual/html/ecb.ar2023~d033c21ac2.en.html#toc2, abgerufen am 11.09.2024
2 https://ec.europa.eu/eurostat/documents/2995521/18343103/2-17012024-AP-EN.pdf, abgerufen am 11.09.2024
3 IMF, World Economic Outlook (WEO), October 2023
4 IMF, World Economic Outlook (WEO), July 2023
5 IMF, World Economic Outlook (WEO), October 2023

Neben den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Konjunktur, wirken sich auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens insbesondere die Software-as-a-Service (SaaS) Marktentwicklung, insbesondere des Bereichs der Kollaboration-Tools aus.

Der Software-as-a-Service (Saas) Markt hat im Jahr 2023 mit 17,7 % 6 von 174,4 auf 205,2 Milliarden USD ein Wachstum auf dem Niveau des gesamten Cloud-Dienst-Marktes verzeichnet. MEISTER geht von einer analogen Marktentwicklung für den Bereich der Kollaborations-Tools aus.

Die weltweiten Ausgaben für Cloud-Dienste sind im Jahr 2023 um 17,8 % auf insgesamt 563,6 Milliarden US-Dollar gestiegen, verglichen mit 478,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022 7. Trotz Wachstums-, Rentabilitäts- und Wettbewerbsdrucks wird das Cloud-Geschäft durch die fortlaufende Digitalisierung von Prozessen weiterwachsen. Sobald Prozesse und Abläufe in die Cloud verschoben werden, bleiben sie im Allgemeinen dort, und Abonnementmodelle stellen sicher, dass die Ausgaben über die Vertragslaufzeit und höchstwahrscheinlich weit darüber hinaus fortgesetzt werden. Ein wichtiger Wachstumsfaktor des gesamten Sektors ist der Trend zur verstärkten Automation und Verwendung künstlicher Intelligenz, die entsprechende Server-Kapazitäten erfordert.

2.2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt vom anhaltenden Russland-Ukraine-Konflikt sowie den niedrigeren globalen Wirtschaftswachstumsraten, die die die Geschäftsentwicklung von MEISTER negativ beeinflussten. Die steigenden Kapitalkosten und die damit verbundenen Bestrebungen zur Kostenreduktion führten zu Herausforderungen im Direktvertrieb. MEISTER konnte sich jedoch am Markt behaupten und um ca. 17 % im Annual Recurring Revenue (ARR) gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 wachsen.

Angesichts der veränderten Rahmenbedingungen hat MEISTER verschiedene Maßnahmen ergriffen, um das Unternehmen bestmöglich durch die aktuelle Wirtschaftslage zu steuern. Hierzu zählen neben einem zurückhaltenden Personalaufbau die Reduzierung von Marketingkosten. Bedingt durch die Kundenbindung und dem Abonnementmodell im Allgemeinen hat MEISTER das Geschäftsjahr 2023 mit einem neuen Umsatzrekord abgeschlossen. Der Umsatz stieg um 4,0 % auf ein Niveau von TEUR 21.012 gegenüber von TEUR 20.204 im Geschäftsjahr 2022. Aufgrund reduzierter Leistungsverrechnungen an die österreichische und amerikanische Tochtergesellschaft fällt das Umsatzwachstum niedriger aus als im Vorjahr, konzernextern würde es 17 % betragen.

Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 zeigt je nach Produkt, Markt und Vertriebsmethode unterschiedlich starkes Wachstum. Der stärkste Absatzmarkt bleibt weiterhin Deutschland, der für 38,4 % des Umsatzes verantwortlich ist (Vorjahr: 33,8 %). In den nachstehenden Übersichten wird die Umsatzentwicklung (in TEUR) je Markt und Vertriebsmethode dargestellt.

6 https://www.gartner.com/en/newsroom/press-releases/11-13-2023-gartner-forecasts-worldwide-public-cloudend-user-spending-to -reach-679-billion-in-20240, abgerufen am 11.09.2024
7 https://www.gartner.com/en/newsroom/press-releases/11-13-2023-gartner-forecasts-worldwide-public-cloudend-user-spending-to- reach-679-billion-in-20240, abgerufen am 11.09.2024

Markt GJ 2023 GJ 2022
Deutschland 8.062 6.824
USA 3.019 3.505
Japan 1.770 1.800
Brasilien 1.555 1.290
Schweiz 684 712
Frankreich 701 671
Vereinigtes Königreich 539 585
Andere 4.682 4.816
Summe 21.012 20.204

Bei den Vertriebsmethoden bleibt der Webvertrieb mit einem Anteil von 64,9 % dominant (Vorjahr: 70,1 %), gefolgt vom Direktvertrieb mit 30,6 % (Vorjahr: 24,4 %), während das Mobile-Segment bei einem Anteil von 4,5 % zurückfiel (Vorjahr: 5,5 %). Das Wachstum ist auf Mengen- und Preiseffekte zurückzuführen.

Die für das Geschäftsjahr 2023 geplanten Ziele konnten nicht erreicht werden. In nachstehender Abbildung sind die Abweichungen zur Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2023 dargestellt.

Plan Ist
Umsatz 22.200 21.012
ARR 18.200 18.117
EBITDA -1.770 -2.499

Die gegenüber der Planung verringerten realisierten Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.188 konnten zum Teil durch Kosteneinsparrungen reduziert werden, sodass im EBITDA sich eine Planabweichung von TEUR 729 realisierte.

Das Geschäftsergebnis der MeisterLabs GmbH für 2023 weist einen Verlust vor Steuern (EBT) in Höhe von TEUR -3.026 (Vorjahr: TEUR -8.408), ein EBIT in Höhe von TEUR -3.413 (Vorjahr: TEUR -8.473) sowie ein EBITDA in Höhe von TEUR -2.499 (Vorjahr: TEUR -7.383) aus.

Die Geschäftsführung der MeisterLabs GmbH zeigt sich mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2023 zufrieden. MEISTER konnte in einem schwierigen Marktumfeld gegenüber dem Vorjahr im Umsatz wachsen. Das Nichterreichen der Umsatzziele konnte durch Kostensenkungen zum Teil kompensiert werden. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens wurde fortgesetzt.

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren von MEISTER sind ARR (Annual Recurring Revenue), Umsatz und EBITDA. Auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden regelmäßig ermittelt. Hier ist die Anzahl der Mitarbeiter (FTE) als bedeutendster nichtfinanzieller Leistungsindikator zu nennen. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren dienen nicht vorrangig zur Steuerung des Unternehmens. Vielmehr ermöglichen sie erweiterte Erkenntnisse über die Situation im Unternehmen.

3. Lage des Unternehmens

3.1. Ertragslage

Der Umsatz stieg um 4,0 % auf ein Niveau von TEUR 21.012 gegenüber von TEUR 20.204 im Geschäftsjahr 2022. Aufgrund reduzierter Leistungsverrechnungen an die österreichische und amerikanische Tochterfirma fällt das Umsatzwachstum niedriger aus als in vorangegangenen Jahren. Bereinigt um die verbundinternen Umsätze würde das Umsatzwachstum im Berichtsjahr 17 % betragen.

Der erwirtschaftete Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2023 verteilt sich folgendermaßen auf die beiden Produkte: MindMeister 51,2 % (Vorjahr: 55,1 %), MeisterTask 48,8 % (Vorjahr: 44,9 %). MeisterNote wurde im Geschäftsjahr in MeisterTask integriert und nicht mehr separat vertrieben.

Der Aufwand aus bezogenen Leistungen betrug TEUR 17.940 (Vorjahr: TEUR 16.113), gegenüber dem Vorjahr stieg dieser um 11,34 % und beinhaltet neben dem Hosting (gruppenintern) auch die Leistungen für Entwicklung und Instandhaltung der Produkte durch Fremdpersonal. Der Personalaufwand betrug TEUR 1.793 (Vorjahr: TEUR 665) und erhöhte sich damit um 170 % im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der Aufstockung des Personalbestands auf 12 FTE (Vorjahr: 6 FTE) sowie aus einer Zunahme an Führungskräften.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von TEUR 3.841 im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 10.791 im Geschäftsjahr 2023 gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf Wertberichtigung von Forderungen gegen das Verbundunternehmen MeisterLabs Software GmbH in Höhe von TEUR 5.604 im Geschäftsjahr 2022 zurückzuführen. Der Marketingaufwand belief sich auf TEUR 1.520, was einem Rückgang von 51,6 % im Vergleich zum Vorjahr (Vorjahr: TEUR 3.143) entspricht. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die Reduzierung von Online-Werbekampagnen zurückzuführen, nachdem die erhöhte Werbeaktivität im Vorjahr nicht das erwartete Umsatzwachstum erzielte. Die Rechts- und Beratungskosten konnten von TEUR 658 im Vorjahr auf TEUR 516 reduziert werden, da vermehrt Tätigkeiten durch Eigenpersonal durchgeführt werden konnte.

Die Abschreibungen lagen mit TEUR 23 über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: TEUR 7). Der Posten "Abschreibungen auf Finanzanlagen" umfasst die Abschreibung der Ausleihungen an die Gesellschafterin MeisterMarketing GmbH.

Das EBITDA für 2023 verbesserte sich um 66,2 % und erreichte TEUR - 2.499 (Vorjahr: TEUR -7.383). Die EBITDA-Marge belief sich in 2023 auf - 11,9 %. Demgegenüber stand eine EBITDA-Marge in 2022 von -36,5 %. Mit einem EBIT in Höhe von TEUR -3.413 (Vorjahr: TEUR -8.473) und einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR - 3.026 (Vorjahr: TEUR - 8.408) bleibt das Ergebnis der MEISTERLABS GmbH auch im Jahr 2023 negativ.

3.2. Finanzlage

Das Finanz- und Liquiditätsmanagement von MEISTER verfolgt zwei Hauptziele: die Optimierung von Erträgen und Kosten und die Reduktion finanzwirtschaftlicher Risiken. Bei der Liquiditätssteuerung folgt das Unternehmen dem Grundsatz, stets flüssige Mittel in ausreichender Höhe vorzuhalten, um die Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Die wichtigste Finanzierungsquelle ist neben Zuzahlungen einer Gesellschafterin der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Sofern der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit nicht ausreicht, greift MEISTER auf die zugesagten finanziellen Mittel einer der Gesellschafterinnen zurück, welche aus einer zugesagten Kapitalerhöhung (Einzahlung in die freie Kapitalrücklage) im Geschäftsjahr 2021 besteht. Zum 31. Dezember 2023 sind von dieser zugesagten aber noch nicht eingezahlten Kapitalerhöhungen Forderungen in Höhe von TEUR 12.701 (Vorjahr: TEUR 16.680) verfügbar und unter dem Posten "Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht" bilanziert. Sofern die Gesellschafterin der Einzahlung der zugesagten Kapitalerhöhung nicht fortlaufend nachkommt und keine alternative Finanzierung sichergestellt werden kann, wäre der Fortbestand des Unternehmens gefährdet. Die Fortführungsfähigkeit von MEISTER ist gegenwärtig wesentlich von Zuzahlung der Gesellschafterin abhängig. Daher wurde von der Gesellschafterin eine Patronatserklärung begrenzt bis TEUR 9.900 und befristet bis zum 31. Dezember 2026 eingeholt. Bis zum Aufstellungszeitpunkt waren weitere Zahlungen in Höhe von TEUR 2.000 von der Gesellschafterin geleistet worden.

Der Bestand an liquiden Mitteln bewegte sich im Geschäftsjahr 2023 im Bereich zwischen TEUR 1.082 und TEUR 3.058 und betrug zum Bilanzstichtag TEUR 1.816.

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Eingetretene oder absehbare Liquiditätsengpässe liegen zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts nicht vor.

GJ 2023 GJ 2022
TEUR TEUR
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 712 1.160
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -2.852 -2.438
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -24 -10
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 3.979 2.000
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe der Cashflows) 1.103 -448
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.815 712

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit liegt unter dem Vorjahr, was im Wesentlichen auf einem Rückgang bei den Verbindlichkeiten zurückzuführen ist. Der Zahlungsmittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit betrifft die teilweise Einzahlung der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 3.979.

Zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft wurde durch eine Gesellschafterin eine Patronatserklärung ausgestellt, die auf einen Betrag von TEUR 9.900 begrenzt und bis zum 30. Juni 2026 befristet ist.

3.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 3.048 auf TEUR 16.764 (Vorjahr: TEUR 19.812) gesunken. Die Reduzierung ist auf der Aktivseite im Wesentlichen auf den Rückgang der Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, um TEUR 3.979 auf TEUR 12.701 (Vorjahr: TEUR 16.680) sowie den Rückgang der Ausleihungen an Gesellschafter um TEUR 202 auf TEUR 575 (Vorjahr: TEUR 777) zurückzuführen. Der Rückgang im Verbundbereich ist durch Wertberichtigung aufgrund geringerer Zeitwerte induziert. Der Rückgang wurde im geringen Umfang durch die Erhöhung der Guthaben bei Kreditinstituten um TEUR 1.103 auf TEUR 1.815 (Vorjahr: TEUR 712) kompensiert. Des Weiteren sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 400 auf TEUR 846 (Vorjahr: TEUR 446) gestiegen.

Auf der Passivseite ist die Veränderung im Wesentlichen bedingt durch den Jahresfehlbetrag von TEUR 3.030 (Vorjahr: TEUR 8.373) sowie einer Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 1.075 auf TEUR 1.656 (Vorjahr: TEUR 2.731). Dem gegenüber stehen erhöhte Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 6.270 (Vorjahr: TEUR 5.342).

Die MEISTER weist zum 31. Dezember 2023 eine Eigenkapitalquote in Höhe von 46,7 % aus. Der Rückgang gegenüber dem 31. Dezember 2022 (54,8 %) ist im Wesentlichen durch den Jahresfehlbetrag 2023 bedingt, kompensiert durch den Rückgang des Gesamtvermögens.

Die Rückstellung liegen mit TEUR 137 über dem Niveau des Vorjahres vom TEUR 113. Die Zusammensetzung von Steuerrückstellung hinzu die sonstige Rückstellung hat sich ebenfalls nicht verändert.

Die Verbindlichkeiten sind um TEUR 970 auf TEUR 2.533 gegenüber TEUR 3.503 zum 31. Dezember 2022 gesunken. Prägend war hier der Rückgang bei den Verbundverbindlichkeiten, die im Wesentlichen auf Zahlungen an die Tochtergesellschaft in Österreich zurückzuführen sind.

Dem Trend entgegen wirkt der Anstieg des passiven Rechnungsabgrenzungsposten. Dieser stieg im Geschäftsjahr 2023 von TEUR 5.342 auf TEUR 6.270. Ursächlich hierfür war das gestiegene Geschäftsvolumen.

Inflations- und Wechselkurseinflüsse haben auf die Vermögenslage keinen nennenswerten Einfluss. Gegenüber dem Vorjahr ergaben sich bei der Vermögensstruktur keine wesentlichen Veränderungen.

4. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

4.1. Risikomanagementsystem und Risikoberichterstattung

Für die MeisterLabs ergeben sich in ihrer unternehmerischen Tätigkeit sowohl Risiken als auch Chancen. Ziel des Risikomanagements ist es, Risiken zu identifizieren und deren potenzielle Auswirkungen auf die erwartete Ertrags- und Finanzsituation des Unternehmens zu minimieren. Gleichzeitig sollen Chancen identifiziert und genutzt werden, um den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Im Fokus steht dabei die frühzeitige und systematische Identifikation sowie Analyse potenzieller Risiken und Chancen, um Handlungsspielräume für eine effektive Risikosteuerung zu schaffen. Grundlage hierfür ist ein transparentes, systematisches Risikoberichtswesen, das sämtliche Unternehmensprozesse abdeckt und von der Konzernleitung für die gesamte MEISTER Group durchgeführt wird.

Nachfolgend werden die einzelnen Risikokategorien der MEISTER erläutert.

Risiken aus globalem wirtschaftlichem oder politischem Umfeld

Risiken aus dem globalen wirtschaftlichen und politischen Umfeld umfassen geopolitische Spannungen, wie Konflikte und Handelskriege, die Unsicherheiten in den Märkten erzeugen. Hohe Inflationsraten und ein potenzieller Rückgang des Wirtschaftswachstums können die Kaufkraft der Verbraucher verringern und die Umsätze von Unternehmen negativ beeinflussen. Zinsänderungen und Wechselkursrisiken stellen finanzielle Herausforderungen dar, die die Wettbewerbsfähigkeit und Finanzierungskosten betreffen. Zudem führen Umwelt- und Klimarisiken, wie extreme Wetterereignisse und neue regulatorische Vorgaben, zu zusätzlichen Kosten und möglichen Störungen in der Lieferkette.

Diese Risiken können dazu führen, dass MeisterLabs seine Ziele nicht erreicht. Der Eintritt von Risiken wie hohe Inflation, geopolitische Spannungen oder Umweltkatastrophen kann zu Umsatzrückgängen und erhöhten Kosten führen. Störungen in der Lieferkette und technologische Disruptionen können die Wettbewerbsfähigkeit von MEISTER gefährden.

Risiken durch Wettbewerb

Da der Markt für Produktivitätstools stetig wächst, steht MEISTER im Wettbewerb mit Anbietern, die zum Teil über umfangreiche finanzielle Ressourcen verfügen. Eine Verschärfung des Wettbewerbs könnte zu einem Preisdruck führen und die Marktstellung von MEISTER beeinträchtigen. Zudem stellt die verstärkte Integration von künstlicher Intelligenz eine Herausforderung für MEISTER dar, da Kunden zunehmend solche Funktionen nachfragen.

Technologische Risiken

Die Dienstleistungen von MEISTER sind in hohem Maße von einer stabilen Technologieinfrastruktur abhängig. Störungen, Sicherheitsverletzungen, Cyber-Angriffe oder technische Probleme können Betriebsunterbrechungen verursachen, das Kundenvertrauen erschüttern und zu Umsatzeinbußen führen. Zudem kann die rasche technologische Entwicklung zu Disruptionen führen, die die bestehenden Geschäftsmodelle beeinträchtigen könnten. Die Einführung neuer Technologien oder Plattformen kann Anpassungen an der Software und Infrastruktur erforderlich machen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Währungsrisiko

Aufgrund der weltweiten Präsenz und der Entscheidung, in bestimmten Regionen Dienstleistungen in lokaler Währung anzubieten, ist MeisterLabs verschiedenen Währungsschwankungen ausgesetzt.

Wechselkursschwankungen könnten finanzielle Unsicherheiten verursachen und die internationalen Geschäftsaktivitäten negativ beeinflussen.

Kundenseitige Risiken

Die finanzielle Gesundheit der Kunden beeinflusst direkt deren Bereitschaft, die Abonnementdienste fortzusetzen. Wirtschaftliche Unsicherheiten oder individuelle finanzielle Schwierigkeiten können die Zahlungsbereitschaft verringern und somit negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von MEISTER haben.

Risiken im Bereich Personal

Maßgebliche Faktoren für die erfolgreiche Entwicklung von MEISTER sind insbesondere die Kompetenz und das Engagement der Mitarbeiter. Durch attraktive Vergütung, ansprechende Arbeitsplatzbedingungen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten versucht das Unternehmen dem Risiko von Mitarbeiterfluktuation entgegenzuwirken. Dennoch könnten Austritte von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen zu einem Verlust von Know-how und zu Ressourcenengpässen führen.

Finanzierungsrisiken

MEISTER ist für die Finanzierung der Ausgaben im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit sowie der geplanten Projekte von Gesellschaftermitteln abhängig. Eine Gesellschafterin hat im Geschäftsjahr 2021 eine Zuzahlung ins Eigenkapital in Höhe von TEUR 19.994 zugesagt. Zum 31. Dezember 2023 wurden TEUR 11.994 von diesem Betrag noch nicht in die Gesellschaft eingezahlt. Im Geschäftsjahr 2024 wurden weitere Zahlungen in Höhe TEUR 2.000 von der Gesellschafterin vorgenommen. Zur Sicherung der Finanzierung und Zahlungsfähigkeit wurde eine Patronatserklärung begrenzt bis TEUR 9.900 und befristet bis zum 31. Dezember 2026 von der Gesellschafterin eingeholt. Im Rahmen der Unternehmensplanung geht MEISTER daher davon aus, dass die ausstehenden Zuzahlungen durch die Gesellschafterin in die Gesellschaft eingezahlt werden und somit keine bestandsgefährdenden Liquiditätsrisiken bestehen. Die Gesellschaft ist hingegen, aufgrund der negativen Ertrags- und Finanzlage der Vorjahre in ihrer Entwicklung beeinträchtigt.

Würde die Gesellschafterin entgegen der Unternehmensplanung die finanziellen Mittel MEISTER nicht zur Verfügung stellen und könnte keine entsprechende alternative Finanzierung sichergestellt werden, würde ein bedeutsames Finanzierungsrisiko mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von MEISTER entstehen. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit wäre gefährdet.

4.2. Chancenmanagement und Chancenbericht

Das Chancenmanagementsystem von MEISTER orientiert sich an den Prozessen des Risikomanagementsystems.

Die stetige Weiterentwicklung der Digitalisierung in nahezu allen Wirtschaftsbereichen sowie die wachsende Nachfrage nach Kollaborationsanwendungen sorgen für einen positiven Ausblick in die Zukunft. Dank der internationalen Ausrichtung und der kundenspezifischen Produkte sieht sich MEISTER in der Lage, die fortschreitende Digitalisierung zu nutzen und Wachstum zu generieren.

MEISTER verfolgt eine Strategie des Umsatzwachstums sowohl durch Bestandskunden als auch durch die Neukundenakquisition. Diese sogenannte "Land and Expand"-Strategie soll ein optimiertes Verhältnis zwischen den Kosten der Kundenakquise und dem Umsatzwachstum schaffen. Darüber hinaus verfolgt MeisterLabs das Ziel der Weiterentwicklung der Produkte, um sie bestmöglich an die Kundenanforderungen anzupassen. In diesem Zusammenhang steht MEISTER im Austausch mit verschiedenen Kunden und erstellt eine rollierende Product-Roadmap mit Fokus auf Produktinnovationen.

Die durch die Corona-Krise ausgelösten Veränderungen und Dynamiken in vielen Branchen bieten Wachstumschancen für MEISTER. Der beschleunigte Digitalisierungstrend und die digitale Transformation von Geschäftsprozessen sind dabei als zentrale Wachstumstreiber zu betrachten. Da die Produkte von MEISTERLABS ortsunabhängig vertrieben werden können, wird ein globales Umsatzwachstum angestrebt, mit einem besonderen Fokus auf den DACH-Markt.

4.3. Gesamtbewertung der Risikosituation

Die Gesamtbeurteilung der gegenwärtigen Risikosituation ergibt, dass für MeisterLabs keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen. Die Chancen und Risiken sieht die Geschäftsführung insgesamt als ausgewogen an.

4.4. Prognosebericht

Der Internationale Währungsfonds (IMF) geht in seiner jüngsten Prognose von einem weiterhin niedrigen globalen Wirtschaftswachstum von 3,2 % (Vorjahr: 3,3 %) aus. Die erhöhten Zinsen der Zentralbanken zur Bekämpfung der hohen Inflation belasten die wirtschaftlichen Aktivitäten. Es wird erwartet, dass die globale Inflation von 6,7 % im Jahr 2023 auf 5,9 % im Jahr 2024 sinkt. Besonders relevant für MEISTERLABS ist die Entwicklung in Deutschland, wo ein geringfügiges Wirtschaftswachstum von 0,2 % prognostiziert wird 8. Im Gegensatz zu dieser Entwicklung zeigt sich der Software-as-a-Service-Markt mit einer weltweit erwarteten Wachstumsrate von 18,9 % im Jahr 2024 deutlich dynamischer. MEISTER geht auch für von einer analogen Marktentwicklung für den Bereich der Kollaborations-Tools aus.

Auf die Entwicklung von MEISTER hat das Konjunkturumfeld naturgemäß Einfluss.

Auf Basis der aktuellen Geschäftsentwicklung und der internen Planung von MEISTERLABS ergeben sich die folgenden Prognosen.

8 https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/07/16/world-economic-outlook-update-july-2024, abgerufen am 12.09.2024

Die MEISTER versucht durch die vorgenommene Diversifizierung der letzten Jahre ein breites Spektrum des Kollaboration Bereichs abzudecken. Durch die Integration der Note-taking Funktion von MeisterNote in MeisterTask wurden Synergie Effekte für die Nutzer von Meister Produkten geschaffen, mit dem Ziel organisches Wachstum aus Bestandskunden zu realisieren.

Um eine erhöhte Benutzererfahrung zu monetarisieren, setzt MEISTER verstärkt auf Direktvertrieb und die Betreuung von Bestandskunden. Durch Investitionen in zusätzliches Personal und erfahrene Führungskräfte soll der Umsatzanteil an B2B-Kunden erhöht werden.

Es sollen gezielte Produktverbesserungen vorgenommen werden, um das Prinzip der Product-led-Sales zu unterstützen. Dabei soll der Fokus daraufgelegt werden, dass die Produkte von MEISTER selbstständig den Verkaufsprozess vorantreiben, indem sie durch ihre Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit einen direkten Wert für die Kunden schaffen.

Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einem Wachstum auf rund TEUR 19.200 beim ARR (Annual Recurring Revenue) gerechnet. Dies würde ein Umsatzwachstum auf rund TEUR 24.500 entsprechen. Aufgrund der erwarteten anhaltend hohen Inflation und den geplanten Investitionen wird auch mit erhöhten Kosten gerechnet, wodurch ein EBITDA in Höhe von TEUR -2.200 erwartet wird.

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2025 zielt auf ARR in Höhe von TEUR 21.300 und Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 26.200 ab. Die Geschäftsführung geht von einem EBITDA für das Geschäftsjahr 2025 von TEUR -1.700 aus.

 

Vaterstetten, den 28. März 2025

Till Vollmer, Geschäftsführer

Clemens Weidenbach, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MeisterLabs GmbH, München

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der MeisterLabs GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MeisterLabs GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 10. April 2025

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