Zanders Estate GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Terje Haglund seit 10.12.2018 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Zanders Paper GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 27.11.2018 bis zum 31.12.2018Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens Die Zanders Paper GmbH, Bergisch Gladbach, wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 23. November 2018 errichtet. Die Gesellschaft ist nach der Insolvenz der Zanders GmbH i.L. (vormals Zanders GmbH) neu gegründet worden. Die Zanders GmbH i.L. ist im Geschäftsjahr 2018 in wirtschaftliche Schwierigkeiten gekommen und hat zunächst am 21. Juni 2018 einen Antrag auf Einleitung eines Insolvenz(eröffnungs)verfahrens in Eigenverwaltung beim Amtsgericht in Köln gestellt. Nach Rücknahme des Antrags auf Eigenverwaltung am 31. Juli 2018 wurde das Hauptinsolvenzverfahren am Amtsgericht in Köln eröffnet. Die Zanders Paper GmbH hat mit dem Übertragungsvertrag (APA - Asset Purchase and Transfer Agreement) vom 28. November 2018 die Produktionsanlagen wirtschaftlich zum 01. Dezember 2018 von der Zanders GmbH i.L. übernommen. Darüber hinaus hat die Gesellschaft den größten Teil der Belegschaft, die zur Papierproduktion benötigt wird, von der Zanders GmbH i.L. ebenfalls übernommen. Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Papier aller Art und von verwandten Waren. Das Werk und der Maschinenpark befinden sich in Bergisch Gladbach. Die Zanders Paper GmbH stellt ein Sortiment hochwertiger und innovativer Papiere und Kartons her und bietet neben der Herstellung zusätzlich die Ausrüstung von Papier und Karton an. Zu den hergestellten Marken gehören: Chromolux (gussgestrichene Papiere und Kartons), Zanlabel (multifunktionales, gestrichenes Etikettenpapier, Zanpack (Sortiment hochwertiger Kartonqualitäten für anspruchsvolle Verpackungen), silver digital (Doppelt zweiseitiggestrichene Papiere und Kartons, speziell konzipiert für den tonerbasierten Digitaldruck), Zanbarrier (ungestrichenes flexibles Verpackungspapier, Zankraft (Kraftpapier speziell für den Kontakt mit Lebensmitteln) und Zanjet (zweiseitig gestrichene Inkjet-Papiere mit der Optik und Haptik von holzfreien Bilderdruckpapieren). Für die Durchführung der Geschäftstätigkeit sind neben den Produktionsanlagen insbesondere die Einsatzfaktoren Material (Zellstoff, Chemikalien, Energie und Wasser) und Personal notwendig. Wesentliche Geschäftsprozesse sind die Beschaffung der Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe, die Produktion der Papiere und Kartons sowie deren Vertrieb. Die Beschaffung und der Vertrieb erfolgen weltweit. Externe Einflussfaktoren für das Geschäft sind die wirtschaftlichen und ökologischen Rahmenbedingungen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die deutsche Volkswirtschaft befindet sich in einer der längsten Aufschwungphasen der Nachkriegszeit. Ungünstigere außenwirtschaftliche Rahmenbedingungen, temporäre produktionsseitige Probleme und Kapazitätsengpässe dämpfen jedoch das Expansionstempo. Die Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts (BIP) dürften sich daher mit 1,6 % für das Jahr 2018 und1,5 % für das Jahr 2019 dem geschätzten Potenzialwachstum von derzeit etwa 1,5 % annähern. Das Wachstum der Weltwirtschaft dürfte sich ebenfalls verlangsamen. Für den Euro-Raum werden in den Jahren 2018 und 2019 Zuwachsraten des BIP von 2,0 % beziehungsweise 1,7 % prognostiziert. Es bestehen Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung durch eine Eskalation des Handelskonflikts, einen ungeordneten BreXit oder ein Wiederaufflammen der Euro-Krise. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2018 über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von +1,2 % liegt. Der anhaltende Beschäftigungsanstieg und Lohnzuwachs sorgen bereits seit mehreren Jahren für hohe Wachstumsbeiträge des privaten Konsums. Gleichzeitig investieren die Unternehmen aufgrund der hohen Auslastung in Kapazitätserweiterungen. Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2018 um 1,9 % gegenüber 2017. Die Leitzinsen beließ der EZB-Rat im Berichtszeitraum unverändert. Der Hauptrefinanzierungssatz liegt damit weiterhin bei 0%, die Zinssätze für die Spitzenrefinanzierungs- und die Einlagefazilität liegen bei 0,25% und - 0,40%. Der Wechselkurs des Euro verzeichnete gegenüber den Währungen wichtiger Handelspartner seit Ende Juni trotz Schwankungen per Saldo nur leichte Änderungen. Dabei verlor er gegenüber dem US-Dollar in diesem Zeitraum an Wert. Der durchschnittliche Wechselkurs lag 2018 bei 1,18 EUR/USD (2017: 1,13 EUR/USD). 2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Papierindustrie kann auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurückblicken. Die Ergebnisse sind jedoch nicht mehr so glänzend wie 2017. Vor allem die veränderte Mediennutzung schwächt die Nachfrage nach Druckerzeugnissen. 2018 sinken die Umsätze. Eine Ausnahme dürfte dabei die Druck- und Medienvorstufe darstellen. Die gute Ertragssituation in der Papierindustrie hat sich 2018 gefestigt. Im Zuge der schwächer werdenden Nachfrage von Seiten der Verlags- und Werbewirtschaft sowie aufgrund steigender Papierpreise hat die Ertragslage im Druckgewerbe 2018 ein zufriedenstellendes Niveau erreicht. Druckereien könnten bei der Materialbeschaffung oft noch Einsparpotenzial finden. Der Einkauf von Papier, das einen wesentlichen Teil der Vorleistungen ausmacht, ist dafür besonders geeignet. Überwiegend bestellen die Druckereien beim Großhandel - rund zwei Drittel der Unternehmen beziehen die grafischen Papiere dort, ein Fünftel geht direkt zum Hersteller. Als Lieferant der Verpackungsindustrie im Bereich der Konsumgüter und Lebensmittel ist die Papierindustrie direkt von Nachfragezyklen der Endverbraucher abhängig. 2.3 Geschäftsverlauf Das Rumpfgeschäftsjahr 2018 der Zanders Paper GmbH war geprägt durch die Aufnahme und Übernahme des Geschäftsbetriebs nach Insolvenz der Vorgängergesellschaft. Die Übernahme der Produktionsanlagen erfolgte mit wirtschaftlicher Wirkung am 01. Dezember 2018. Neben den Produktionsanlagen gingen zu diesem Zeitpunkt auch die für die Produktion notwendigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie das Personal auf die Zanders Paper GmbH über. Die Produktion erstreckt sich ausschließlich auf den Monat Dezember 2018. In den übrigen Monaten war die Produktionsleistung noch der ehemaligen Zanders GmbH zuzurechnen. Im Rumpfgeschäftsjahr 2018 beträgt das Ergebnis TEuro 212,6. Die Umsatzerlöse betragen TEuro 5.963,2. Die Materialaufwendungen belaufen sich auf TEuro 3.235,7. Im Rumpfgeschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von TEuro 11.564,9 getätigt, die im Wesentlichen durch die Übernahme der gesamten Produktionsanlage am Standort Bergisch-Gladbach verursacht sind. Aufgrund der Neugründung der Zanders Paper GmbH ist ein Vorjahresvergleich nicht möglich. Der Monat Dezember ist zudem nicht als ein für ein vollständiges Kalenderjahr repräsentativer Monat anzusehen, da die Produktion, nicht zuletzt wegen der Ferien und Feiertage im Dezember, im Vergleich zur erwarteten Produktion in den übrigen Monaten eines Jahres geringer ausfallen dürfte. 2.4 Ertragslage Die erzielten Umsatzerlöse in Höhe von TEuro 5.963,2 resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf von Papiererzeugnissen. Betrachtet man die Absatzmärke, so wurden 27,5% der Umsätze im Inland 45,6% in anderen Ländern der europäischen Union und 26,9% im Drittland erzielt. Die Rohertragsmarge beträgt 56,1%. Nach Abzug der betrieblichen Aufwendungen verbleibt ein Betriebsergebnis von TEuro 224,3. 2.5 Finanzlage Im Rumpfgeschäftsjahr 2018 wurde ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEuro 12.811,0 erzielt, der im Wesentlichen aufgrund des Aufbaus der Verbindlichkeiten, die im Rahmen der Geschäftsübernahme eingegangen wurden, resultiert. Dieser wurde durch den negativen Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEuro 11.564,9 zum größten Teil kompensiert. Die hohe Investitionstätigkeit ist auf die Geschäftsübernahme und den damit verbundenen Erwerb des Anlagevermögen zurückzuführen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEuro 25,0 und betrifft die Eigenkapitalzuführungdurch den Gesellschafter. Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode beträgt TEuro 1.271,1. 2.6 Vermögenslage Zum 31.Dezember 2018 beträgt die Bilanzsumme TEuro 27.878,7. Diese verteilt sich auf der Aktivseite zu 41,1% auf das Anlagevermögen und zu 58,9% auf das Umlaufvermögen einschließlich Rechnungsabgrenzungsposten. Die Passivseite enthält im Wesentlichen Verbindlichkeiten, die 96,2% der Bilanzsumme ausmachen. Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aufgrund der Übernahme der Vermögensgegenstände von der Zanders GmbH i.L.. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Abschlussstichtag 0,9%. 3. Prognosebericht Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Für das laufende Jahr erwartet die Bundesregierung einen Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandprodukts (BIP) um 0,5 Prozent. Die Arbeitslosenzahl wird voraussichtlich auf 2,23 Mllionen sinken, die Zahl der Beschäftigten weiter auf 45,3 Millionen steigen. Insgesamt bleibt die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland aufwärtsgerichtet, sie ist aber in unruhigeres Fahrwasser geraten. Die Risiken vornehmlich aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld haben sich erhöht. Dies ist ein Grund dafür, dass sich das Wachstumstempo 2019 im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Branchenspezifische Entwicklung Die Konjunkturschwäche, gepaart mit den strukturellen Problemen der geänderten Mediennutzung, wird 2019 bei der Druckindustrie zu einem Umsatzrückgang führen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich das 2020 wiederholt, ist groß. Das für die Papierindustrie sehr wichtige Exportgeschäft ist schwieriger geworden. Die Exporterwartungen sind eingebrochen, auf dem Inlandsmarkt könnte sich indessen der Absatz der Papierhersteller etwas besser entwickeln. Eine vorsichtige Prognose für den Durchschnitt der Branche geht von einer Umsatzstagnation in den Jahren 2019 und 2020 aus. 2019 und darüber hinaus wird eine angespannte Ertragssituation fortbestehen, nachdem die Nachfrage nach Druckerzeugnissen nicht ausreicht und insbesondere beim Druckpapier starke Kostensteigerungen anfallen. Bei den Papierherstellern ist davon auszugehen, dass die durchschnittliche Ertragslage 2019 und 2020 zufriedenstellend ausfallen wird. Die Hersteller von Druckerzeugnissen werden sich mit starken Kostensteigerungen arrangieren müssen. Viele erwägen eine Anpassung ihrer Verkaufspreise. Erhöhungen sind allerdings ein schwieriges Unterfangen, nachdem der Wettbewerb auf dem Druckmarkt in vielen Segmenten über den Preis läuft. Deshalb ist es für die Unternehmen immer wichtiger, eine strategische Preispolitik zu betreiben. Geschäftschancen sehen die Unternehmen überwiegend in ergänzenden Dienstleistungen rund um das Druckprodukt. Entwicklung der Gesellschaft Das Geschäftsjahr 2019 wird durch die weitere Abwicklung und Übernahme der Tätigkeiten von der ehemaligen Zanders GmbH i.L. geprägt sein. Ziel ist es, die bisherigen Kunden und Lieferanten nach Insolvenz der Zanders GmbH i.L. auch an die Zanders Paper GmbH zu binden und Vertrauen für künftige Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Infolge dessen werden für das laufende Geschäftsjahr 2019 Umsatzerlöse in Höhe von rd. Euro 90,4 Mio. erwartet. Das Jahresergebnis 2019 wird wesentlich von der weiteren Entwicklung, der Entscheidung des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontolle (BAFA) über die Gewährung des Antrags auf besondere Ausgleichsregelung sowie des Abschlusses des modifizierten Übernahmevertrags geprägt sein. Wir rechnen mit einem positiven Jahresergebnis für 2019. Die tatsächlichen Ergebnisse können dennoch wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen. 4. Risiko- und Chancenbericht 4.1 Risiken Risiko der Unternehmensfortführung Die Zanders Paper GmbH hat nach Übernahme der Produktionsanlagen und des Personals die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO AG mit der Erstellung eines Sanierungsgutachtens nach IDW S6 beauftragt. Die Ergebnisse des Gutachtens stehen aktuell zum Zeitpunkt der Lageberichterstellung noch aus. Die Verbesserung des operativen Kerngeschäfts ist insbesondere von der erfolgreichen Umsetzung von Effizienz- und Wachstumsmaßnahmen abhängig. Die Geschäftsführung geht aufgrund der Unternehmens- und Liquiditätsplanung für die Geschäftsjahre 2019 und 2020 davon aus, dass die Gesellschaft vorbehaltlich des Erfolgs von Sanierungsmaßnahmen alle wirtschaftlichen Aktivitäten unter Einhaltung der externen Zahlungsverpflichtungen fortführen kann und somit keine Überschuldung bzw. Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft im insolvenzrechtlichen Sinne droht. Die kurzfristig verfügbare Liquidität wird im Rahmen entsprechender Planungsmodelle hinreichend genau überprüft. Hierdurch ist die Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus Sicht der Geschäftsführung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben und dementsprechend wurde der Jahresabschluss unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Risiko der Versagung des Antrags auf besondere Ausgleichsregelung Die Zanders GmbH i.L. war in Vorjahren als stromkostenintensives Unternehmen nach der besonderen Ausgleichsregelung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes überwiegend von der Zahlung der vollen EEG-Umlage befreit. Durch die Insolvenz der Zanders GmbH i.L. geht das Privileg der Befreiung von der EEG-Umlage nicht automatisch auf die neue Zanders Paper GmbH über. Die Zanders Paper GmbH hat daher einen Antrag zur Erlangung der Besonderen Ausgleichsregelung nach dem EEG 2017 für das laufende Jahr 2019 und für das Begrenzungsjahr 2020 gestellt. Die Zanders Paper GmbH beantragt die Bestimmungen nach § 63 EEG aufgrund einer identitätswahrenden Umwandlung i.S. des EEGs in Anspruch zu nehmen. Als energiekostenintensives Unternehmen hat die Entscheidung des BAFA über den Antrag erheblichen Einfluss auf die Höhe der Stromkosten und damit auf die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens. Daneben soll ein (Hilfs-)Antrag für Begrenzungsjahr 2020 gestellt werden, der aufgrund der Vorschriften für neugegründete Unternehmen nicht von einer identitätswahrenden Umwandlung ausgeht. Kreditrisiken Es bestehen grundsätzlich Ausfallrisiken im Hinblick auf alle in der Bilanz zum 31. Dezember 2018 aktivierten Forderungen oder sonstigen Vermögensgegenstände. Das maximale Ausfallrisiko wird bestimmt durch den Buchwert dieser Forderungen Soweit Einzelrisiken ersichtlich sind, wird diesen Risiken durch bilanziell erfasste Wertminderungen Rechnung getragen. Marktrisiken Ein möglicher weiterer Anstieg der Preise an den Rohstoffmärkten, insbesondere für Zellstoff und Chemikalien des Papierstrichs, sowie dem Energiemarkt sind als Marktrisiken zu benennen. Das Risiko auf der Rohstoffseite ist in den ersten Monaten des Jahres 2019 in leichtem Umfang zu erkennen. Eine produktionsbedingte Unterdeckung im Kontext der bis 2020 zugeteilten CO 2 -Emissionsrechte wird durch Zukauf entsprechender Zertifikate an den Terminbörsen ausgeglichen. Im Rahmen des Bestandsgeschäfts ist darauf hinzuwirken, dass die kundenseitig geforderten jährlichen Preisnachlässe nicht in einem negativen Deckungsbeitrag des Auftrags resultieren. Neuprodukte sind mit entsprechenden Margen derart zu planen, dass sich Preisschwankungen an den Rohstoffmärkten im Jahresverlauf mindestens egalisieren. Sonstige Liquiditätsrisiken Es bestehen Ausfallrisiken im Hinblick auf alle in der Bilanz zum 31. Dezember 2018 aktivierten Forderungen. Zanders reduziert dieses Risiko durch Prüfung der Bonität des zukünftigen Kunden sowie durch ein strenges Forderungsmanagement. Bei zweifelhaften Kunden wird grundsätzlich Vorkasse verlangt. Währungsrisiken werden nicht speziell abgesichert. 4.2 Chancen Als wichtigstes Auswahlkriterium der Kunden bei der Beauftragung der Zanders Paper GmbH bzw. deren Rechtsvorgängerin erwiesen sich stets die sehr hohe Qualität der Produkte sowie die kurzfristige bzw. flexible Bearbeitung bzw. Lieferung von Aufträgen. Die effiziente Gestaltung der existierenden Prozesse soll im Zusammenhang insbesondere mit der Einführung diverser neuer Produkte sowie der Erschließung neuer Märkte intensiviert werden. Aus einer verbesserten Abstimmung zwischen Vertrieb, Produktionsplanung und Papiererzeugung/-veredelung sollen eine sukzessive Auslastungssteigerung und eine effizienteren Prozessführung resultieren. Infolge einer Steigerung der technologischen Aspekte entlang der Wertschöpfungskette wird ein weiterer Fokus die Steigerung der Qualität existierender Produkte z.B. Chromolux und dessen effizientere Herstellung sein. Hierzu werden zusätzlich zu eigenen auch externe Technologie-Kapazitäten eingesetzt. Insgesamt betrachtet ergibt sich die Chance, durch die fokussierten Vertriebsaktivitäten und produktionsseitigen Optimierungsmaßnahmen die budgetierte Ergebnisverbesserung zu erfüllen.
Bergisch Gladbach, 22. August 2019 gez. Terje Haglund BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangRechnungslegungsgrundsätze Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB (§§ 238 ff.) unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt worden. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. Die Geschäftsführung geht von der Annahme der Unternehmensfortführung gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aus. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Firma: Zanders Paper GmbH Sitz: Bergisch Gladbach Eintragung ins Handelsregister: Amtsgericht Köln, HRB 96336 Bewertungsgrundsätze Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünfzehn Jahren vorgenommen. Der entgeltlich erworbende Geschäfts oder Firmenwert wird zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung erfolgt über die voraussichtliche Nutzungsdauer von zehn Jahren. Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen vier und zwölf Jahren. Das im Rahmen eines Spezial-Leasings genutzte Anlagevermögen wird mit dem Barwert der zukünftigen Leasingraten als Anschaffungskosten aktiviert. Die Abschreibung erfolgt über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von vier bis zwölf Jahren. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten am Abschlussstichtag. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Anschaffungs-/Herstellungskosten. Die Herstellungskosten enthalten Materialeinzel- und -gemeinkosten sowie Fertigungseinzel- und -gemeinkosten. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und eingeschränkter Verwertbarkeit sowie gesunkenen Verkaufspreisen ergeben, wurden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Geleistete Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbare Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 3 % gebildet. Die liquiden Mittel (Guthaben bei Kreditinstituten) sind zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Abschlussstichtag darstellen. Außerdem wird der Zins- und Kostenanteil aus einem Spezial-Leasing aktiviert, der über die Laufzeit des Leasings aufgelöst wird. Die Pensionsverpflichtungen werden mit dem voraussichtlich auf die Gesellschaft entfallenden Erfüllungsbetrag geschätzt. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen (Schulden und Verluste), die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen, und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Die auf fremde Währung lautenden Vermögensgenstände und Verbindlichkeiten sowie Bankkonten sind am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Bilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs und ist der Anlage 4 zu entnehmen. 2. Pensionsrückstellungen Es bestehen Pensionsverpflichtungen gegenüber den übernommenen Arbeitnehmern der Zanders GmbH i.L. ab dem Zeitpunkt der Übernahme. 3. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich (Euro 372.017,92) und aus dem Vertriebsbereich (Euro 169.000,00). Darüber hinaus ist Vorsorge getroffen für ausstehende Lieferantenrechnungen (Euro 41.500,00). 4. Verbindlichkeiten Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt nach Tätigkeitsbereichen verteilen:
Dabei wurden 27,5% der Umsätze im Inland (TEuro 1.652,3), 45,6% in anderen Ländern der europäischen Union (TEuro 2.744,2) und 26,9% in anderen Ländern (TEuro 1.617,8) erzielt. 2. Personalaufwand Im Personalaufwand sind Beträge aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung in Höhe von TEuro 120,0 enthalten. Sonstige Angaben 1. Mitarbeiteranzahl Die Zahl der am Ende des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die betrieblichen Immobilien werden derzeit unentgeltlich genutzt. Der Abschluss eines Mietvertrags mit der Stadt Bergisch-Gladbach als Eigentümerin der Immobilien ist beabsichtigt. 3. Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften Die Gesellschaft verkauft Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wege des Factoring zwecks Beschaffung liquider Mittel. 4. Derivative Finanzinstrumente Unter den immateriellen Vermögensgegenständen werden Strompreissicherungsverträge ausgewiesen, die zu Anschaffungskosten in Höhe von TEuro 675,0 bewertet werden. Im Dezember 2018 beträgt der Markwert der Verträge TEuro 2.239,9. 5. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, stellen sich wie folgt dar:
6. Organe der Gesellschaft Geschäftsführer sind bzw. waren: Frau Isabella Elena Fischer, Kauffrau, Grafschaft (27.11.2018 bis 10.12.2018) Herr Terje Haglund, Kaufmann, Mysen (Norwegen) (ab 10.12.2018) 7. Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers Die Honorare für Abschlussprüfungsleistungen des gesetzlichen Abschlussprüfers betragen für das Geschäftsjahr 2018 insgesamt TEuro 22,4. 8. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung hat vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Bergisch Gladbach, 22. August 2019 gez. Terje Haglund
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 19.12.2019 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Zanders Paper GmbHPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Zanders Paper GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 27. November 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Zanders Paper GmbH für das Geschäftsjahr vom 27. November 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Solingen, 22. August 2019 Hermann,
Ebbinghaus & Partner
gez. Prof. Dr. Mark Ebbinghaus, Wirtschaftsprüfer gez. Prof. Dr. Jörg Bauer, Wirtschaftsprüfer |
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