Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal HRB 22808
Vorher
Neckarsee 130. V V GmbHPelzer Acoustic Products GmbHPelzer Acoustic Produkts GmbH
Eingetragen
2.8.2007
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörHerstellung von Nutzkraftwagen und NutzkraftwagenmotorenGroßhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Die Entwicklung, der Handel und der Vertrieb von und mit Zubehör für Busse, LKWs und sonstigen Nutzfahrzeugen, Profilen sowie deren Herstellung, akustischen Produkten sowie Dienstleistung für Gebäude.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Nitschke
seit 29.2.2024
Prokura
Prokura
Prokura
Karsten Gebhard
seit 5.5.2015
Prokura
Marc Pelzer
seit 9.9.2010
Geschäftsführer
Alberto Reinhart
seit 7.6.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

50.00% identifiziert50.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Marc PelzerPelzer Holding GmbH
50.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Pelzer Swiss Holding AGCHE
50.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

CLION IRELAND HOLDING Limited
Ireland
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Happich GmbH

Wuppertal

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1 Gegenstand des Unternehmens

Die Happich GmbH ist Produktentwickler und Hersteller von Komponenten und Systemen. Sie beliefert Bus- und LKW-Hersteller sowie Hersteller von Sonderfahrzeugen, Wohnmobilen und Investitionsgütern und verfügt über JIT- Kompetenz (Just- in- Time- Lieferungen an die OEM's).

Die HAPPICH GmbH ist ein strategisch orientiertes, familiengeführtes Unternehmen. Wir verfolgen langfristige Ziele, sind sicher und kompetent im Markt und haben unser Produktportfolio um Akustikteile sowie Fluchtwegemarkierungen ideal ergänzen können.

Durch unsere breite Produktpalette, die durch Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ständig weiter ausgebaut wird, bewegen wir uns in verschiedenen Märkten, wodurch einzelne, branchenspezifische Rückgänge größtenteils kompensiert werden können.

1.2 Gesamtwirtschaftliche Situation

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2023 weiterhin durch die Folgen des Kriegs in der Ukraine geprägt, auch wenn sich die Dynamik betreffend der gestiegenen Energiepreise sowie der Material- und Lieferengpässe etwas abgeschwächt hat. Trotzdem hat sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung weiterhin eingetrübt und das BIP ist preisbereinigt um 0,2% gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Deutschland ist demnach in eine Rezession gerutscht.

Die Lkw-Neuzulassungen auf dem wichtigen europäischen Markt entwickelten sich hingegen stark und lagen im Geschäftsjahr 2023 in allen Größenklassen teilweise deutlich über dem Vorjahres-Niveau. So stieg beispielsweise die Zahl der Lkw Neuzulassungen im Markt EU auf rd. 347.000 Fahrzeuge, was einem Wachstum von rd. 16% im VJ-Vergleich entspricht. Auch der Lkw-Markt in Nordamerika entwickelte sich ähnlich dynamisch.

Auch die bereits in 2022 begonnene Erholung im Tourismus Bereich setzte sich in 2023 dynamisch dort. Während die Neuzulassungen im Bereich der Stadt- und Reisebusse in 2022 jedoch noch zurückgegangen war, stieg die Anzahl der Neuzulassungen in diesem Bereich in der EU auf 32.593 Fahrzeuge. Dies entspricht einem Wachstum von 19,3% im VJ-Vergleich.

Auch zukünftig signalisiert die steigende Elektrifizierung des öffentlichen Nachverkehrs einen dynamischen, chancenreichen Markt.

2. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

Insgesamt hat sich im Geschäftsjahr 2023 die Markterholung fortgesetzt beziehungswiese sich sogar noch beschleunigt, was sich in einem Umsatzzuwachs von 12% im Vergleich zu 2022 ausdrückt. Damit konnte nun erstmalig auch wieder ein Umsatzniveau in einer Größenordnung von vor der Pandemie erreicht werden. Den Herausforderungen, die sich einerseits aus einer anhaltenden dynamischen Inflationsentwicklung sowie andererseits aus einem zunehmend eingetrübten gesamtwirtschaftlichen Umfeld ergeben, konnte die Happich GmbH entsprechend erfolgreich begegnen.

Die positive Marktentwicklung zeigte sich auch bei einigen Tochtergesellschaften der Happich GmbH besonders stark, und so konnte die Happich RIU S.A. aufgrund der anhaltenden Dynamik im spanischen Markt ihre Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich sogar um 21% steigern.

Es bleibt festzuhalten, dass die Gruppe gestärkt aus dem Krisenjahr 2020 hervorgegangen ist und auch das Jahr 2023 -allen gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen zum Trotz- zu einem erfolgreichen Wirtschaftsjahr gemacht hat. Für die Zukunft sehen wir weiterhin ausreichend Potenzial, unsere Marktposition und Ertragslage kontinuierlich zu steigern.

2.1 Ertragslage

Die Umsätze sind in 2023 gestiegen, das Umsatzplus liegt insgesamt bei 12%.

Basis für die nachfolgende Segmentbetrachtung sind die Artikelumsätze (Nebenumsätze sind nicht enthalten).

Segment/Plattform
in T€
2023 2022
1. Komponenten 7.066 20% 6.267 20 %
2. Schlösser/ Schließsysteme 12.098 35% 8.933 29 %
3. Profile 7.620 22% 7.517 24 %
4. Akustik 4.519 13% 4.980 16 %
5. Rollos 1.460 4% 1.503 5 %
6. Marine 2.259 6% 1.960 6 %
Total 35.020 100% 31.162 100,00%

Ausschlaggebend für das deutliche Umsatzwachstum war dementsprechend das Segment Schlösser/Schließsysteme. Das operative Betriebsergebnis (EBIT) konnte aufgrund der erheblichen Steigerung der Betriebsleistung bei einer gleichzeitig konstante Fixkosten-Basis um 78% im Vorjahresvergleich gesteigert werden.

Das EBITDA (=Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) betrug im Geschäftsjahr 2023 T€ 4.487 (VJ: T€ 2.619). Hieraus ergibt sich eine positive EBITDA-Marge von 12,8% (VJ: 8,4%) im Verhältnis zum Artikelumsatz.

Die Eigenkapitalquote liegt aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme zum Stichtag 2023 bei 46% (VJ: 50%), womit die Happich GmbH aber weiterhin zu den sehr solide finanzierten Unternehmen gehört.

2.2 Finanzlage

Zum Jahresende bestand ein Bankguthaben in Höhe von insgesamt T€ 335.

Die Finanzlage ist für das gesamte Geschäftsjahr als ausgesprochen gut zu bezeichnen und die Finanzierung ist aus dem laufenden Geschäft heraus gesichert. Von den zwei bestehenden Kreditlinien i. H. v. insgesamt 2,0 Mio. €, sind zum Bilanzstichtag T€ 858 in Anspruch genommen worden.

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente werden nur in Form der genannten Kreditlinien genutzt.

2.3 Investitionen

Vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 wurden Investitionen in Höhe von T€ 473 getätigt.

Hieraus entfielen T€ 273 auf immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sowie T€ 200 auf Finanzanlagen.

2.4 Bestände

Die Bestände sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 344 auf T€ 5.093 gestiegen und bilden ähnlich zum Vorjahr rund 18% der Bilanzsumme. Die Lagerumschlagshäufigkeit liegt bei 4,42 und damit weitestgehend unverändert zum Vorjahr (4,27).

2.5 Gesamtbeurteilung der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage

Das Anlagevermögen der Gesellschaft beläuft sich auf T€ 5.798 (VJ: T€ 5.567), was ca. 21% (VJ: 21%) der Bilanzsumme ausmacht und zum wesentlichen Teil Anteile an verbundenen Unternehmen betrifft.

Mit einer Eigenkapitalquote von 46% ist dieses Anlagevermögen zu 224 % durch das Eigenkapital i. H. v. T€ 12.966 gedeckt.

Die liquiden Mittel zuzüglich offener Linien belaufen sich zum 31.12.2023 auf T€ 1.479.

Zum Bilanzstichtag bestehen kurzfristige Fremdmittel (inkl. der Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungsverträgen) i. H. v. T€ 9.875. Die kurzfristigen Forderungen (inkl. der Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen) belaufen sich auf T€ 6.963.

Die Forderungen aus Darlehen an verbundene Unternehmen sind aufgrund von Vorfinanzierungen diverser Investitionsprojekte innerhalb der Unternehmensgruppe auf T€ 9.907 gestiegen. Hierfür sind liquide Mittel aus dem operativ erwirtschafteten Ergebnis sowie aus der Nutzung der bestehenden Kreditrahmen genutzt worden.

Aufgrund dieser teilweisen Inanspruchnahme der Kreditlinien sowie der damit einhergehenden Reduzierung des Bestands an liquiden Mitteln ist das Working Capital ist im Vergleich zum Vorjahr (T€ 7.288) um deutlich über 50% auf T€ 2.983 zurückgegangen.

Die anhaltend robuste Ertragslage, gepaart mit einer freien Kreditlinie iHv. T€ 1.142 und der Möglichkeit kurzfristiger Liquiditätssteuerung innerhalb der Unternehmensgruppe, ermöglicht uns durch weitere Investitionen und gezielte Zukäufe mögliche Chancen am Markt flexibel zu nutzen.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Chancen- und Risikomanagement

Der verantwortungsvolle Umgang mit Risiken und die Anerkennung und Förderung von Chancen ist eine Grundvoraussetzung für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg.

Das softwarebasierte Chancen- und Risikomanagementsystem betrachtet die unabdingbare "Brutto" und "Netto-" Bewertung der Chancen und Risiken. Besondere Aufmerksamkeit wird auch auf den Stand der Implementierung der Gegen- oder Förderungsmaßnahmen gelegt.

Anhand regelmäßiger Chancen- und Risikobewertungen und Risikoberichte gem. unserer Chancen- und Risikomanagement-Richtlinie, kann die Entwicklung unserer Chancen und Risiken noch besser zeitnah sowie strukturiert überwacht und gesteuert werden.

Branchen- und unternehmensspezifische Risiken

3.2 Markt

Spezifisch für die Industriebranche, in der wir arbeiten, gibt es eine höhere Konjunkturanfälligkeit, sowie länderspezifische Risiken, die sich negativ auf die Ertrags- und Finanzlage auswirken können. Grundsätzlich begegnen wir diesen Risiken mit unserer branchen- und länderübergreifenden Produktpalette sowie einer sehr hohen Kundenanzahl, wodurch diese Risiken weit gestreut werden.

Mittel- und langfristig begegnen wir regionalen und anwendungsbezogenen Absatzrisiken durch die produktstrategische Ausrichtung unserer Entwicklungsaktivitäten und durch Kooperationen.

Unsere Vertriebsstrategie zielt darauf ab, unser Produktportfolio gezielt auszubauen und damit die Chancen zu nutzen zusätzliche Märkte zu erschließen.

3.3 Beschaffung

Die Unsicherheiten bei den Rohstoffpreisen blieben auch in 2023 eine der zentralen Herausforderungen. Die Folgen des Krieges in der Ukraine haben sich insbesondere in zeitweise extrem gestiegenen und stark volatilen Beschaffungspreisen bemerkbar gemacht, welche zwar im ersten Halbjahr 2023 wieder etwas zurückgingen, sich jedoch noch nicht vollständig normalisiert haben.

Durch Abschluss von mittel- und langfristigen Rahmenverträgen versuchen wir dieser Volatilität entgegenzuwirken und eine engere Bindung zu unseren Lieferanten zu erreichen. Preiserhöhungen konnten trotzdem nicht vollständig abgewendet werden. Börsennotierte Werte, wie Legierungszuschläge sind leider im Vorfeld nur teilweise fixierbar. Diese unbeeinflussbaren Kostenbestandteile konnten auch weiterhin an die Kunden weitergegeben werden. Durch die Strategie des tendenziell europaweiten Lieferanten-Sourcings sind wir unabhängig von einzelnen Marktentwicklungen, weshalb weder die Corona-Krise noch die Ukraine-Krise für uns relevante Lieferprobleme verursacht hat.

Beschaffungsrisiken durch Engpässe auf der Marktseite sowie unvorhergesehene Preiserhöhungen können aber dennoch nicht vollständig ausgeschlossen werden. Hier besteht das latente Risiko, dass unsere Lieferanten aufgrund der steigenden Nachfrage nicht flexibel genug reagieren können, woraus für Happich Engpasssituationen entstehen könnten. Wir begegnen diesen Risiken mit einem intensiven Lieferantenmanagement. Die Lieferanten werden umsatzgemäß gruppiert und eingestuft bzw. werden regelmäßig bewertet und überwacht.

Folgende Aktivitäten werden im Rahmen der Beurteilung der Leistungsfähigkeit potenzieller Lieferanten durchgeführt:

• Einholung von Lieferantenselbstauskünften

• Durchführung von Lieferantenaudits

• Beurteilung von Zertifikaten

• Prüfung von Musterlieferungen

Um der globalen Ausrichtung der Märkte gerecht zu werden, wird die Lieferantenstruktur permanent überwacht und bei Bedarf angepasst.

Zur Minimierung des Risikos der finanziellen Engpässe bei unseren Lieferanten analysieren wir laufend, bei welchen Lieferanten wirtschaftliche Schwierigkeiten und Liquiditätsprobleme auftreten könnten. Parallel arbeitet HAPPICH an Back-up-Lösungen, um entweder durch Eigenproduktion oder Verlagerungen auf andere Lieferanten die Risiken von Lieferausfällen zu minimieren.

3.4 Qualität

Die HAPPICH GmbH ist Haftungs- und Gewährleistungsrisiken ausgesetzt. Potenzielle Gewährleistungsfälle und Schadensersatzansprüche können einen negativen Effekt auf die Ertrags- und Finanzlage haben. Diesen Risiken entgegnen wir wie folgt:

Zur Qualitätssicherung verfügen wir in allen Bereichen über eine zentrale Qualitätsabteilung. Hier werden Fehlerquellen systematisch analysiert und eigene Produktionsprozesse optimiert. Das zentrale Qualitätsmanagement sorgt für einheitliche Prozesse, Methoden und regelmäßige Auditierungen von Systemen und Prozessen. Darüber hinaus hat die HAPPICH GmbH einheitliche Standards für die Lieferantenauswahl festgelegt und verbessert in enger Zusammenarbeit mit den Lieferanten kontinuierlich die Qualität der angelieferten Teile. Qualitätsansprüchen unserer Kunden werden wir durch regelmäßige Zertifizierungsaudits und zusätzliche Qualitätsinitiativen gerecht. Für Gewährleistungsrisiken wird ggf. durch die Bildung von Rückstellungen bilanzielle Vorsorge getroffen.

3.5 IT

Risiken können insbesondere durch Kapazitätsanpassungen in der IT sowie durch Störungen beim Betrieb der Systeme entstehen, woraus eine Unterbrechung der Arbeitsabläufe resultieren könnte. Zur Datensicherung der Datei- und Dienste-Server der HAPPICH GmbH existiert ein entsprechendes professionelles Datensicherungskonzept. Ein qualifiziertes Outsourcing zentraler Systeme, organisatorische Verbesserungen und ständige, intensive Qualifikations- und Weiterentwicklungsmaßnahmen sind Schwerpunkte des IT-Bereichs, um mit dem laufend steigenden Wachstum des Geschäfts der HAPPICH GmbH Schritt zu halten. Die strategischen Geschäftsprozesse werden mit der bewährten Software SAP R3 / mySAP abgewickelt. Der Schwerpunkt liegt hierbei weiterhin in der Ausschöpfung der im SAP-System vorhandenen Potenziale.

3.6 Personal

Für ein international ausgerichtetes Unternehmen wie die HAPPICH GmbH sind hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Basis des Unternehmenserfolgs.

Risiken in diesem Bereich bestehen im Verlust von Fach- und unternehmensinternem Wissen durch Mitarbeiterfluktuation. Diesen Personalrisiken begegnen wir durch Verbesserung der Kommunikation und Motivation durch Schulungsmaßnahmen zur gezielten Weiterentwicklung individueller Fähigkeiten. Die regelmäßige Ermittlung von Personalkennzahlen wie die Fluktuationsquote und Absenzquote gibt Hinweise zur Mitarbeiterzufriedenheit und hilft bei der gezielten Analyse der Gründe für ungewollte Fluktuation.

Darüber hinaus bemühen wir uns frühzeitig Neueinstellungen für die Altersnachfolge von in den Rentenstand eintretenden Mitarbeitern vorzunehmen, um einen möglichst geringen Verlust von Fach- und unternehmensinternem Wissen zu gewährleisten.

3.7 Recht und gesetzliche Rahmenbedingungen

Im internationalen Umfeld ist HAPPICH vielfältigen steuerlichen, wettbewerbs- und patentrechtlichen sowie sonstigen rechtlichen und gesetzlichen Regelungen unterworfen. Bestehende und drohende Rechtsstreitigkeiten werden bei HAPPICH durch eine eigene Rechtsabteilung kontinuierlich analysiert, hinsichtlich ihrer juristischen und finanziellen Auswirkungen bewertet und in der laufenden Risikovorsorge entsprechend berücksichtigt.

Auf dieser Basis kann das Management angemessene Maßnahmen zeitnah einleiten und gegebenenfalls erforderliche bilanzielle Vorsorge treffen.

Unternehmensweite Standards - wie allgemeine Geschäftsbedingungen, Vertragsmuster für verschiedene Anwendungsfälle oder Ausführungsbestimmungen in Form von Organisationsrichtlinien - werden laufend fortentwickelt und verringern bei HAPPICH neue rechtliche Risiken. Bei Projekten und Vertragsabschlüssen, die sich außerhalb der für das Tagesgeschäft entwickelten Standards bewegen, ziehen wir regelmäßig die Rechtsabteilung und nötigenfalls auch externe Anwälte zu Rate.

3.8 Chancen

Eines der Ziele des integrierten Chancen- und Risikomanagementsystems ist das Bewusstsein zu schaffen, dass sich große Chancen und Wachstumspotentiale aus Risiken entwickeln können.

Eine sinnvolle Chancen-Bewertung muss daher immer in Zusammenhang mit den Risiken betrachtet und berücksichtigt werden.

In den beiden Krisenjahren 2020 und 2021 hat sich gezeigt, dass wir unsere Strukturen anpassen müssen, um unsere Wachstumsmöglichkeiten weiterhin realisieren zu können. Daher wurde bereits in 2021 mit der Planung einer Strukturänderung begonnen, die insbesondere die Supply-Chain, den Bereich Forschung und Entwicklung und den Vertrieb stärken soll. Um den Anforderungen des Marktes auch zukünftig weiter gerecht zu werden, wurden diese Pläne in 2022 finalisiert und umgesetzt. Ziel ist es, Prozessabläufe effizienter abzubilden und gleichzeitig die Flexibilität deutlich zu steigern, um schneller auf Veränderungen im Markt reagieren zu können.

Planzahlen und Forecasts für unsere Top-Seller Produkte werden uns zusätzlich eine längerfristige Vorausplanung und gute Produktverfügbarkeit ermöglichen. Zusätzlich sehen wir durch die Verstärkung im Maschinenbau und der Automatisierungsmöglichkeiten mehr Innovationsfähigkeit bei der Nutzung und Implementierung von alternativen Produktionssystemen und Technologien.

Ergebnis der Risikoanalyse

Durch unser intensives Chancen- und Risikomanagement sind wir in der Lage Chancen und Risiken früh- und rechtzeitig erkennen zu können. Nach den uns heute bekannten Informationen sind keine wesentlichen Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Happich GmbH gefährden könnten. Dies hat sich auch im Umgang mit der COVID-19 sowie Ukraine-Krise weiter bestätigt.

4. Prognosebericht

Sowohl der geplante Artikelumsatz, als auch das geplante Ergebnis auf EBITDA-Basis konnte in 2023 übertroffen werden. Der Geschäftsverlauf des Jahres 2023 kann somit - insbesondere vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlich rezessiven Tendenzen - als sehr zufriedenstellend bezeichnet werden.

Da sich die Marktentwicklung im Bereich der Nutzfahrzeuge anhaltend positiv entwickelt, ist auch für das Geschäftsjahr 2024 mit leicht steigenden Umsatzerlösen geplant worden, welche sich -auch im Vergleich zum starken Geschäftsjahr 2023- in einem weiter verbesserten operativen Ergebnis auf EBITDA-Basis niederschlagen sollten.

Wir schätzen die Geschäftsentwicklung daher weiter als stabil und aussichtsreich ein. Die globale Präsenz durch Kooperationen mit Produktionspartnern und Aufbau von internationalen Vertriebskooperationen wird weiterhin ein wichtiges Kernthema sein.

Durch die Internationalisierung des Vertriebs und organisatorische Neuausrichtung werden wir unsere Chancen nutzen, das Produktportfolio weiter optimieren und Bezugs- und Absatzrisiken für die Happich GmbH weiterhin reduzieren.

Insgesamt geht die Geschäftsführung im weiteren Verlauf des Jahres 2024 von einem positiven operativen Geschäftsergebnis aus, das leicht über dem Niveau des Vorjahres liegt.

 

Wuppertal, den 26.08.2024

Die Geschäftsführung

gez. Marc Pelzer

gez. Alberto Reinhart

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 5.797.914,80 5.567.330,52
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 271.299,37 260.479,32
II. Sachanlagen 462.443,26 442.679,03
1. technische Anlagen und Maschinen 276.618,76 351.431,27
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 185.824,50 91.247,76
III. Finanzanlagen 5.064.172,17 4.864.172,17
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.814.172,17 4.614.172,17
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 250.000,00 250.000,00
B. Umlaufvermögen 21.912.289,38 20.538.468,80
I. Vorräte 5.093.433,26 4.749.536,56
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 16.481.498,74 13.362.917,04
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 13.492.735,36 10.309.356,38
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 337.357,38 2.426.015,20
C. Rechnungsabgrenzungsposten 46.933,69 0,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 27.757.137,87 26.105.799,32

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 12.966.117,58 12.966.117,58
I. gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 550.000,00 550.000,00
III. Gewinnrücklagen 478.626,39 478.626,39
IV. Gewinnvortrag 11.437.491,19 11.437.491,19
B. Rückstellungen 1.401.376,00 1.487.579,00
C. Verbindlichkeiten 13.389.644,29 11.652.102,74
davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 6.259.074,55 5.216.464,97
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.595.489,95 3.566.668,39
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 858.322,10 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 27.757.137,87 26.105.799,32

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 14.986.061,45 13.148.847,98
2. Personalaufwand 6.037.055,22 5.965.226,41
a) Löhne und Gehälter 5.101.284,62 5.028.600,19
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 935.770,60 936.626,22
davon für Altersversorgung 24.545,71 56.818,60
3. Abschreibungen 221.708,18 222.518,63
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 221.708,18 222.518,63
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.462.138,04 4.564.159,52
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 5.966,77 91.707,51
5. Erträge aus Beteiligungen 306.062,62 218.123,22
davon aus verbundenen Unternehmen 306.062,62 218.123,22
6. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 1.790.176,99 3.439.021,23
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 148.484,31 156.984,08
davon aus verbundenen Unternehmen 148.484,31 156.984,08
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 151.226,74 69.806,98
davon an verbundene Unternehmen 94.000,00 20.762,50
davon aus Rückstellungen 16.072,00 15.768,00
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 99.582,64 124.800,00
10. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 6.259.074,55 6.016.464,97
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Happich GmbH mit Sitz in Wuppertal (Registergericht Wuppertal, HRB 22808) zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Anlagevermögen wird mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Bewegliche Anlagegegenstände werden linear über die betriebliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter unter € 250,00 werden im Jahr des Zugangs sofort als Betriebsausgaben erfasst, geringwertige Wirtschaftsgüter über € 250,00 bis € 800,00 Netto-Anschaffungs- bzw. Herstellkosten werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu Anschaffungskosten, fertige Erzeugnisse sowie unfertige Erzeugnisse und Leistungen zu Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die teilfertigen Arbeiten sind unter Beachtung des Fertigstellungsgrades mit den angefallenen Einzelkosten und anteiligen Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten angesetzt.

Die Waren werden mit dem sich aus den Anschaffungskosten ermittelnden gleitenden Durchschnittspreis bewertet.

Dem Bewertungsrisiko aller Vorräte wird mit Abwertung nach Reichweitenanalyse entsprechend dem Vorsichtigkeitsprinzip Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bewertet. Die Kreditrisiken werden durch Bildung von Einzel- sowie Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Der Bestand an liquiden Mitteln wird mit Nominalwerten bewertet.

Die Pensionsrückstellungen für Leistungszusagen werden nach dem PUC-Verfahren ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet.

Bei der Bewertung werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Bei allen Leistungssystemen sind versicherungsmathematische Berechnungen erforderlich. Sterbewahrscheinlichkeiten werden nach den aktuellen Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Berechnung des Barwerts der nicht gedeckten Versorgungsansprüche beruht auf einem versicherungsmathematischen Rechnungszinssatz von 1,82% (unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB), einem Fluktuationsfaktor von 2,08 und einem Rententrend von 1,50%. Unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren von 1,74% ergibt sich ein Unterschiedsbetrag (höhere Pensionsrückstellung) von € 12.551 (Vorjahr € 55.326), welcher grundsätzlich einer Ausschüttungssperre unterliegt (§ 253 Abs. 6 HGB).

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften.

Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Künftige Preis- und Kostensteigerungen im Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung werden berücksichtigt.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens und der Abschreibungen ergibt sich aus dem "Anlagengitter für den Zeitraum vom 01.01.-31.12.2023" als Anlage zum Anhang.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben i. H. v. T€ 7.104 (Vorjahr T€ 5.936) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen T€ 1.490 (Vorjahr T€ 615) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenständen haben i. H. v. T€ 229 (Vorjahr T€ 212) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel

Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit Gesamt 31.12.2023
T€
unter 1 Jahr
T€
über 1 Jahr
T€
über 5 Jahre
T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 858 858 0 0
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.377 1.377 0 0
(Vorjahr) (1.430) (1.430) (0) (0)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 6.259 6.259 0 0
(Vorjahr) (5.216) (5.216) (0) (0)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.596 281 3.315 0
(Vorjahr) (3.567) (346) (3.221) (0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.300 394 906 302
(Vorjahr) (1.439) (382) (1.057) (453)
Summe 13.390 9.169 4.221 302
(Vorjahr) (11.652) (7.374) (4.278) (453)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen i. H. v. T€ 281 (Vorjahr T€ 346) solche aus Lieferungen und Leistungen.

Zum Bilanzstichtag haftet die Happich GmbH für Kredite der Schwestergesellschaft Touratech GmbH i. H. v. T€ 4.383, für Kredite der Tochtergesellschaft Happich Herrstein GmbH i. H. v. T€ 1.529, für Kredite der Schwestergesellschaft Pelzer Immobilien GmbH i. H. v. T€ 3.208 und für einen Kredit der Schwestergesellschaft Happich Immobilien GmbH i. H. v. T€ 332 als Gesamtschuldner.

Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage unter Berücksichtigung der zukünftigen Chancen und Risiken der genannten Gesellschaften schätzen wir eine Inanspruchnahme als unwahrscheinlich ein.

Wechselobligo bestehen nicht.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

Verpflichtungen aus Miet-, Dienstleistungs- und Leasingverträgen davon verb. Unternehmen
fällig 2024: 1.704.606 924.750
fällig 2025 bis 2029: 6.417.079 4.623.750
fällig nach 2029: 1.109.365 154.125
9.231.050 5.702.625

D. Sonstige Angaben

Geschäftsführer:

Herr Marc Pelzer, geschäftsführender Gesellschafter

Herr Alberto Reinhart, CEO

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Arbeitnehmerzahl:

Während des Zeitraums vom 01.01.-31.12.2023 waren durchschnittlich 84 Mitarbeiter beschäftigt, davon 14 in der Produktion und 70 in der Verwaltung.

Konzernzugehörigkeit

Die Happich GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der Pelzer Holding GmbH, Auf dem Zimmermann 7-9, 78078 Niedereschach. Dadurch wird die Happich GmbH in den Konzernabschluss der Pelzer Holding GmbH (kleinster Konsolidierungskreis) sowie in den Konzernabschluss der Pelzer Swiss Holding AG, Zug, CH (größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss der Pelzer Holding GmbH wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Die Happich GmbH ist von der Verpflichtung einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen nach § 291 Abs. 2 HGB befreit.

Anteilsbesitz:

Gesellschaft Beteiligungsquote
%
EK 31.12.2023
T€
Ergebnis 2023
T€
Happich Polska Sp.z.o.o., 100 870 293
PL-Poznan (TPLN 3.776) (TPLN 1.329)
Weston Body Hardware Ltd. 100 2.946 130
UK-Redditch (TGBP 2.560) (TGBP 113)
Happich UK Ltd., 100 -295 -16
GB-Rugby (TGBP -256) (TGBP -14)
Happich CZ, 100 -257 -370
CZ-Bor (TCZK -6.354) (TCZK -8.882)
Happich RIU 100 1.784 376
ES-Barcelona
Happich Industrial Parts Co. Ltd. 100 -409 -23
CN-Shanghai * (TRMB -3.208) (TRMB -179)
Happich Herrstein GmbH 100 50 0
DE-Herrstein
Happich Otomotiv-Akustik Parçaları San.Tic. Ltd. Şti. 99 658 537
TR-Kocaeli (TTRY 21.492) (TTRY 13.832)
MOLDES EPILA S.A.U. 100 -411 104
ES-Alfajarin (Zaragoza)

* : es handelt sich um Werte des Geschäftsjahres 2021

Ergebnisverwendung:

Der Jahresüberschuss des Jahres 2023 wird gem. Ergebnisabführungsvertrag vom 07.11.2019 vollständig an die Pelzer Holding GmbH abgeführt.

 

Wuppertal, den 26.08.2024

Die Geschäftsführung

gez. Marc Pelzer

gez. Alberto Reinhart

Anlagespiegel

Bezeichnung Anschaffungs- / Herstellungskosten
Anfangsstand 01.01.2023 Zugang Abgang Endstand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gesamt I. 1.356.748,31 111.064,14 21.062,50 1.446.749,95
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.100.813,62 19.824,49 0,00 2.120.638,11
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 744.714,06 142.466,33 0,00 887.180,39
Gesamt II. 2.845.527,68 162.290,82 0,00 3.007.818,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.753.796,68 200.000,00 0,00 4.953.796,68
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 250.000,00 0,00 0,00 250.000,00
Gesamt III. 5.003.796,68 200.000,00 0,00 5.203.796,68
Gesamt I. - III. 9.206.072,67 473.354,96 21.062,50 9.658.365,13
Bezeichnung Abschreibungen
Anfangsstand 01.01.2023 Zugang Abgang Endstand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gesamt I. 1.096.268,99 79.181,59 0,00 1.175.450,58
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.749.382,35 94.637,00 0,00 1.844.019,35
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 653.466,30 47.889,59 0,00 701.355,89
Gesamt II. 2.402.848,65 142.526,59 0,00 2.545.375,24
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 139.624,51 0,00 0,00 139.624,51
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt III. 139.624,51 0,00 0,00 139.624,51
Gesamt I. - III. 3.638.742,15 221.708,18 0,00 3.860.450,33
Buchwerte
Bezeichnung Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gesamt I. 271.299,37 260.479,32
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 276.618,76 351.431,27
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 185.824,50 91.247,76
Gesamt II. 462.443,26 442.679,03
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.814.172,17 4.614.172,17
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 250.000,00 250.000,00
Gesamt III. 5.064.172,17 4.864.172,17
Gesamt I. - III. 5.797.914,80 5.567.330,52

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss zum 31.12.2022 und dem Lagebericht 2022 wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die HAPPICH GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HAPPICH GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HAPPICH GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung / unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen/falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen/falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung / unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen/dolosen Handlungen oder Unrichtigkeiten/Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - / falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht,/ aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass / aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten/höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da Verstöße betrügerisches/dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses/Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dillingen, den 23.09.2024

W+ST Wirtschaftsprüfung AG & Co. KG
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

gez. Andrea Treib, Wirtschaftsprüfer

gez. ppa. Dr. Karsten Hövermann, Wirtschaftsprüfer

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