ETL Kiel Steuerberatungsgesellschaft mbH
Selbe AdressePraxen von Steuerberaterinnen und -beratern, Steuerbevollmächtigten sowie steuerberatende Berufsausübungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Gerhard Horst Schulz seit 24.7.2008 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EDG Immobilien GmbHKielJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020HRB 3420 KI Bestandteile Jahresabschluss 1. Jahresbilanz 2. Gewinn- und Verlustrechnung (Formblatt 3 - Staffelform) 3. Anhang BILANZ zum 31.12.2020EDG Immobilien GmbH - KielAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung zum 31.12.2020EDG Immobilien GmbH - Kiel
3. AnhangA. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Forderungen an Kreditinstitute und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten (Nennwert) angesetzt. Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach den Grundsätzen des strengen Niederstwertprinzips. Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet. Die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Im Falle einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung sind sie mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang behandelt. Bestehende Sammelposten aus den Vorjahren werden weiterhin linear über die Laufzeit von 5 Jahren abgeschrieben. Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D.). Passive latente Steuern wurden in Höhe von EUR 86.082,00 (Vorjahr EUR 96.963,00) bilanziert (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D.). Die Rückstellungen entsprechen den zu erwartenden Ausgaben und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. C. Anlagenspiegel zum 31.12.2020EDG Immobilien GmbH - Kiel
C. Erläuterungen zur Bilanz Beteiligungen von nicht untergeordneter Bedeutung bestehen zum 31.12.2020 wie folgt:
In dem Posten sonstige Vermögensgegenstände sind folgende Beträge größeren Umfangs enthalten:
Im Passivposten 1 "Verbindlichkeiten" sind folgende Beträge größeren Umfangs enthalten:
Die latenten Steuersalden haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Passive latente Steuern wurden für Differenzen zwischen handelsrechtlichem und steuerrechtlichem Wertansatz bei einzelnen Beteiligungen an Objektgesellschaften bilanziert. Dem stehen aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gegenüber. Für die Berechnung latenter Steuern wurde ein Steuersatz von 15,83 % für Körperschaftsteuer und 15,75% für Gewerbesteuer zugrunde gelegt. Die Kapitalrücklage (P 4b) hat sich wie folgt entwickelt:
D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung In den Sonstigen betrieblichen Erträgen (GuV-Posten 4) sind folgende nicht unwesentliche Einzelbeträge enthalten:
In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 556,84 aus Steuererstattungen der Vorjahre enthalten. E. Sonstige Angaben Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Zahl der 2020 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Es gibt keine Vorgänge von besonderer Bedeutung gemäß § 285 Nr. 33 HGB, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind. Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für die Abschlussprüfungsleistungen beträgt EUR 10.450. Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Höhe von insgesamt EUR 3.098.485 gegenüber der 21. EDG Grundbesitzgesellschaft mbH & Co. KG (verbundenes Unternehmen) und in Höhe von insgesamt EUR 240.000 gegenüber der 26. EDG Grundbesitzgesellschaft mbH & Co. an der Georgskapelle KG (verbundenes Unternehmen). Es handelt sich um nicht geleistete, jedoch nicht eingeforderte Einzahlungen auf Kommanditeinlagen. Die EDG Immobilien GmbH ist eine 100 prozentige Tochtergesellschaft der EDG Beteiligungsgenossenschaft eG, Kiel (Registergericht Amtsgericht Kiel, Genossenschaftsregister-Nr. 442). Gemäß § 293 Abs. 1 HGB ist die Gesellschaft von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit und verzichtet daher auf dessen Aufstellung. Der Name und die Anschrift des zuständigen Abschlussprüfers lautet:
F. Vorschlag für die ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt im Einvernehmen mit den Gesellschaftern vor, den Jahresüberschuss von EUR 130.055,97 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 280.332,32 - wie folgt zu verwenden:
Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Thomas Schulz (Dipl.-Volkswirt) geführt. Unterschrift der Geschäftsführung
Kiel, 26.03.2021 Thomas Schulz Lagebericht 2020EDG Immobilien GmbH1. Rahmenbedingungen 1.a. Unternehmen Die EDG Immobilien GmbH (EDG-I) ist ein Tochterunternehmen der EDG Beteiligungsgenossenschaft eG (EDG BG). Diese ist maßgebliche Gesellschafterin der Evangelische Bank eG. Die EDG-I ergänzte bis 2014 als Spezialistin für Immobilien-Leasingkonzeptionen und zugehörige Dienstleistungen rund um die Immobilie das Produktangebot der ehemaligen Evangelischen Darlehnsgenossenschaft eG. Die EDG-I fungiert weiterhin als Holdinggesellschaft für zahlreiche Objektgesellschaften, über die Leasingengagements abgewickelt werden. Ende 2020 sind in diesen Kreis 40 Gesellschaften einbezogen. Nach Verkäufen im Jahr 2018, 2019 und 2020 soll der Bestand dieser Gesellschaften und der damit einhergehenden Immobilien-Leasingverträge auch in den nächsten Jahren soweit wie möglich unter Beachtung wirtschaftlicher Aspekte reduziert werden. Neugeschäfte sowie Prolongationen der Immobilien-Leasingverträge werden nicht mehr getätigt. Neben der Verwaltung der verbleibenden Gesellschaften und deren Immobilien konzentriert sich die EDG-I auf die Erbringung von Dienstleistungen rund um Entwicklung, Planung und Bau von Sozialimmobilien. Diese Angebote richten sich an die Kunden der Evangelische Bank eG und andere Interessierte, i.d.R. gemeinnützige Investoren. In der Vergangenheit wurden diese Dienstleistungen bei Erwerb oder Errichtung eigener Objekte im Rahmen der Immobilien-Leasingverträge erbracht. Insofern verfügt die EDG-I bei diesen Tätigkeiten über langjährige Erfahrung. 1.b. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die deutsche Volkswirtschaft durchlebte im vergangenen Jahr aufgrund der Coronapandemie eine schwere Rezession, vergleichbar mit der Wirtschafts- und Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009. Im Jahr 2020 ist das Bruttoinlandsprodukt um 5,0 % zurückgegangen (Vorjahr + 0,6 %). Die Arbeitslosigkeit ist infolgedessen auf 6,3 % gestiegen. Dabei geht die Bundesagentur für Arbeit davon aus, dass die Pandemie die Arbeitslosenzahl um 476.000 hat ansteigen lassen. Hinzu kommen rund 2,3 Millionen Kurzarbeiter. Der Staatshaushalt von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen war 2020 nach acht annähernd ausgeglichen Jahren mit einem Finanzierungssaldo von minus 4,8 Prozent des BIP stark defizitär. Dabei ist das Bauvolumen im Jahr 2020 gem. DIW/Stat. Bundesamt real um 2,2 % nach 3,8 % im Vorjahr gewachsen. Dieses Plus ist schwerpunktmäßig dem Wohnungsbau mit + 3,0 % zu verdanken. Dabei wuchs die hohe Auslastung der Betriebe nicht weiter, da parallel die Kapazitäten ausgebaut wurden. Für 2021 wird ein reales Wachstum um 1,1 % (Wohnungsbau 1,6 %) erwartet. Dies geht einher mit Preissteigerungen von rund 1,7 % bei dem gesamten Bauvolumen im Jahr 2020. Laut DIW (DIW Wochenbericht Nr. 1+2/2021) werden die Baupreise im Jahr 2021 voraussichtlich um rund 1,8 % steigen - im Jahr 2022 um voraussichtlich weitere 2,5 %. Das Zinsniveau war 2020 weiterhin sehr niedrig und kam langfristigen Investitionen in Immobilien somit sehr entgegen. 1.c. Sozialwirtschaft Die schwerpunktmäßig von Evangelischer Bank eG und EDG-I begleiteten Unternehmen der Sozialwirtschaft haben unter der Coronapandemie erheblich gelitten. Im Jahr 2020 stand der Schutz der Bewohner/Gäste/Patienten der diversen Einrichtungen im Fokus aller Überlegungen. Anderes, auch Investitionsentscheidungen, musste dahinter zurückstehen. Dennoch ist die Investitionsbereitschaft und -notwendigkeit unverändert groß. Die Finanzierungsmöglichkeiten für diese Branche sind insgesamt gut. Dies gilt für die im Rahmen klassischer Pachtmodelle in den vergangenen Jahren stark vertretenen Fondsgesellschaften ebenso wie für einzelne, sich in diesem Markt engagierende Banken. Dem steht ein wachsender Bedarf insbesondere in der Pflege gegenüber. So weist die aktuelle Pflegestatistik 2019 für die Bundesrepublik Deutschland aus, dass die in stationären Einrichtungen betreute Zahl der Pflegebedürftigen gegenüber der letzten Statistik 2017 konstant geblieben ist. Ende 2019 wurden 818.000 Pflegebedürftige vollstationär betreut. Dabei hat die Zahl der Plätze in 1-Bett-Zimmern um 4 % bzw. 23.600 zugenommen. Die Zahl der Pflegebedürftigen insgesamt beträgt demnach 4,1 Millionen. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes waren das 713.000 Personen (20,9 %) mehr als bei der letzten Durchführung der Erhebung im Jahre 2017. Unabhängig davon und auch unabhängig von den Folgen der Coronapandemie lassen alle vorliegenden Informationen den Schluss zu, dass die Zahl auch der stationär zu pflegenden Menschen in Zukunft weiter steigen wird. Dies wird auch durch das Bestreben der Politik, ambulante Pflege verstärkt zu fördern (s. u. a. die drei Pflegestärkungsgesetze, Gesetz zur Entwicklung und Stärkung einer demographiefesten, teilhabeorientierten Infrastruktur und zur Weiterentwicklung und Sicherung der Qualität von Wohn- und Betreuungsangeboten für ältere Menschen, pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen [GEPA NRW und die zugehörige Verordnung APG DVO NRW]), nicht grundlegend verändert. Dabei werden sich die Strukturen der ambulanten und der stationären Pflege verändern und in Teilen aufeinander zu bewegen. So werden nun auch Kombinationen aus Tages- und ambulanter Pflege für Leistungsempfänger und -anbieter gleichermaßen attraktiv unterstützt. Dies greift auch bei der Pflege in ambulant betreuten Wohngruppen. Es wird also auch zukünftig ein erheblicher Bedarf an zusätzlichen Einrichtungen sowohl in der stationären Pflege als auch im altengerechten Wohnungsbau bestehen. Daneben ist die Sanierung oder der Ersatz bestehender Einrichtungen eine Aufgabe der Sozialwirtschaft und damit auch der EDG-I und der Evangelischen Bank eG als deren Partner. Allerdings erschwert die Entwicklung des Marktes für Bauleistungen solche Investitionen. Auch die zurzeit nur moderat anziehenden Baupreise (s. 1.b) sind trotz der günstigen Zinssituation nicht bei jedem Bauvorhaben und für jeden Investor verkraftbar, da sie nicht ohne Weiteres über Mieten oder Investitionskostensätze auf die Nutzer weitergegeben werden können. Größtes Hemmnis in diesem Bereich ist aber der akute, in Zukunft sich wohl weiter verschärfende, Mangel an Menschen, die als Pflegekräfte diese Aufgaben erfüllen können bzw. wollen. Dies führt dazu, dass, auch bei Kunden der EDG-I, Häuser nicht hinreichend belegt werden können. Die Nachfrage nach Pflegeleistungen ist an diesen Standorten aber ausreichend. Auch größere Betreiber trennen sich vor diesem Hintergrund von der stationären Pflege und konzentrieren sich auf das niederschwellige Angebot seniorengerechter Wohnungen. 1.d. Leasing-Markt Der Leasingmarkt ist nach Darstellung des Bundesverbandes Deutscher Leasinggesellschaften 2020 um etwa 10 % geschrumpft. Insgesamt betragen die Investitionen im Rahmen von Leasing-Modellen über alle Bereiche im Jahr 2020 € 67,5 Mrd. nach € 75,0 Mrd. im Vorjahr. Das Neugeschäftsvolumen im Segment Immobilien-Leasing betrug im Jahr 2020 gem. Hochrechnung € 0,9 Mrd. nach € 1,6 Mrd. im Vorjahr. Die Zahlen basieren auf den aktuellen Trendmeldungen zum Jahresende. 1.e. Aufsichtsrecht Seit dem 1. Januar 2009 unterliegt die EDG-I als erlaubnispflichtiges Finanzdienstleistungsinstitut der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Mit Schreiben vom 12. Juni 2009 hat die BaFin der EDG-I gem. § 64j Abs. 2 KWG die Erlaubnis für das Finanzierungsleasing erteilt. Mit Wirkung vom 30. September 2019 verzichtet die EDG-I auf diese Erlaubnis. Gemäß BaFin Bescheid vom 17. Oktober 2019 ist die Erlaubnis zum Erbringen des Finanzierungsleasings zum 08. Oktober 2019 erloschen. Im Gegenzug räumt die BaFin Erleichterungen bezüglich aufsichtsrechtlicher Vorgaben ein. 2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2.a. Geschäftsverlauf Aufgrund einer strategischen Entscheidung des Gesellschafters EDG Beteiligungsgenossenschaft eG werden seit 2014 keine neuen Immobilien-Leasingengagements umgesetzt. Mittelfristig wird der Verkauf der einzelnen Immobilien und die Trennung von dem Leasinggeschäft angestrebt. Verkäufe werden seit 2016 getätigt. Neben der Betreuung der Bestandsengagements werden derzeit insbesondere Kunden der Evangelischen Bank eG als wesentlicher Geschäftspartner bei ihren Bauvorhaben im Rahmen der Projektentwicklung und -steuerung begleitet. Die EDG-I hat dabei bislang sowohl als kleine Immobilien-Leasinggesellschaft als auch im Bereich der Projektentwicklung und -steuerung erfolgreich eine klare Nischenstrategie verfolgt. Mit der Gründung der EB-Sustainable Real Estate GmbH (EB-SRE) wird die Projektentwicklung jetzt von der Evangelischen Bank eG selbst voran getrieben. Dabei wird die EDG-I zunächst mit der EB-SRE kooperieren, um dann weiter zusammen zu wachsen. Aufgrund der Corona-Pandemie waren viele Prozesse im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich verlangsamt. Auf den Geschäftsverlauf der EDG-I wirkt sich dies durch einzelne verschobene Projekte aus. Auch konnte die angestrebte Trennung von einzelnen Engagements nicht so umgesetzt werden, wie dies zuvor geplant war. 2.b. Vermögenslage Das gezeichnete Kapital der EDG-I beträgt t€ 500 und wird zu 100 % von der EDG BG gehalten. Zudem verfügt die EDG-I über eine Kapitalrücklage i.H.v. t€ 113 und nach Ausschüttung im Jahr 2020 einen Gewinnvortrag i.H.v. t€ 280. 2.c. Ertragslage Das Geschäftsjahr 2020 schließt mit einem Ergebnis von t€ 130 ab. In das Ergebnis gehen einmalige Erträge ein, die bei dem mit der Ablösung von Immobilien-Leasingverträgen verbundenen Verkauf der zugehörigen Immobilien realisiert werden konnten. Die aufgrund der vorjährigen Verkäufe rückläufigen laufenden Erträge aus dem Leasinggeschäft und die stabilen Erträge aus der Projektentwicklung und Immobilienberatung stellen daneben die wichtigsten Ertragsquellen dar. 2.d. Finanzlage Mit Bankguthaben i.H.v. t€ 640, Anfang 2021 realisierten Forderungen und einem nicht belasteten Kontokorrentrahmen verbleibt per 31.12.2020 ein hinreichendes Liquiditätspolster. 2.e. Personal Die EDG-I beschäftigte 2020 im Jahresdurchschnitt 4 Mitarbeiter (Vorjahr 4 Mitarbeiter). Zum Bilanzstichtag befanden sich 2 Mitarbeiter in einem ungekündigten Vollzeitarbeitsverhältnis und 2 in einem Teilzeitarbeitsverhältnis. Aus Effizienzgründen sind verschiedene Unternehmensaufgaben auf die Evangelische Bank eG übertragen worden. 3. Risikobericht Die EDG-I realisiert als Finanzdienstleistungsinstitut Immobilien-Leasingkonzeptionen gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 KWG. Diese werden über einzelne Leasingobjektgesellschaften gem. § 2 Abs. 6 Satz 1 Nr. 17 KWG abgewickelt. Neugeschäfte sowie Prolongationen der Immobilien-Leasingverträge werden nicht mehr getätigt. Dabei ist die EDG-I nur tragbaren Risiken ausgesetzt. 3.a. Adressausfallrisiken Da im Rahmen der Engagements mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Kunden kontrahiert wurde, würde der Ausfall eines Kunden die Ertragslage der EDG-I nur begrenzt treffen. Die überwiegenden, mit dem Adressausfall verbundenen, Risiken trägt die Objektgesellschaft gemeinsam mit den Finanzierungspartnern ohne Mithaft der EDG-I. Das Management solcher Fälle wird gemeinsam mit der Evangelischen Bank eG betrieben, um sowohl für diese als auch die EDG-I möglichst optimale Ergebnisse zu erzielen. 3.b. Operationelle Risiken Unter operationellem Risiko wird das Risiko eines Verlustes verstanden, der durch menschliches Verhalten, durch technologisches Versagen, unangemessene oder fehlerhafter Prozesse sowie unangemessenes oder fehlerhaftes Management oder externe Ereignisse hervorgerufen wird. Das Rechtsrisiko ist hierbei eingeschlossen. Operationellen Risiken aus der Gestaltung der Vertragswerke wird dadurch begegnet, dass für alle nicht standardisierten Fragestellungen neben der Rechtsabteilung der Evangelischen Bank eG externe spezialisierte Rechtsanwälte, Berater und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften eingebunden werden. 3.c. Marktpreisrisiken Marktpreisrisiken, Zinsänderungs- oder Währungsrisiken sind, ebenso wie Restwertrisiken, im Rahmen der üblichen Vorgehensweise bei der Umsetzung von Immobilien-Leasingengagements nicht vorhanden. Gleiches gilt für die Projektentwicklung und -steuerung. Zinszusagen an Kunden werden deckungsgleich mit Zinszusagen der finanzierenden Bank vorgenommen. 3.d. Strategische und Geschäftsrisiken Unerwartete Markt- und Umfeldbedingungen können auch auf die Ertragslage der EDG-I negative Auswirkungen haben. So bleibt abzuwarten, welche Auswirkung die wirtschaftliche Entwicklung als auch ein eventuelles Ansteigen des Zinsniveaus auf die (gemeinnützige) Sozialwirtschaft in Deutschland haben werden und welche Konsequenzen sich hieraus für das Geschäftsmodell der EDG-I ergeben. 3.e. Liquiditätsrisiken Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos wird monatlich eine 24-Monats-Vorschau erstellt, in der alle relevanten erkennbaren Zahlungen erfasst sind, sodass frühzeitig einer evtl. Liquiditätsenge entgegengearbeitet werden kann. Eine solche ist derzeit nicht erkennbar. Ein von der Evangelischen Bank eG eingeräumter Kontokorrentkredit wurde bislang nicht in Anspruch genommen. 4. Prognose Schwerpunkte der aktuellen Tätigkeit der EDG-I sind die Betreuung des Bestandsgeschäftes inklusive der Trennung von einzelnen Engagements und die Begleitung von externen Bauprojekten. Trotz des schrumpfenden Bestandsgeschäftes geht die EDG-I gegenüber dem Vorjahr aufgrund des wachsenden Immobiliendienstleistungsgeschäftes und anstehender Verkäufe von einem Umsatz- und Ergebniswachstum aus. Dabei stehen einmalige Erträge aus der Ablösung von Immobilien-Leasingverträgen und dem damit einhergehenden Verkauf von Immobilien sinkenden laufenden Erträge in der Zukunft gegenüber. Da die in Rede stehenden Objekte derzeit sehr marktfähig sind, ist mit dem Verkauf der Immobilien oder der mehrheitlichen Anteile an den Objektgesellschaften regelmäßig eine Chance für einen überproportionalen außerordentlichen Ertrag verbunden. Im Bereich der Immobiliendienstleistungen wird die Zusammenarbeit mit der EB Consult GmbH, einer Tochtergesellschaft der Evangelischen Bank eG, und der o.g. EB-SRE intensiviert. Unklar ist, wie lange und in welcher Intensität die andauernde Pandemie das Beratungs- und Entwicklungsgeschäft beeinträchtigt. Längerfristig andauernde Kontaktbeschränkungen führen zu mangelnder Entscheidungsfindung bei unseren Kunden. Das betrifft gleichermaßen den Bereich der Projektentwicklung als auch den Verkauf unserer Leasingobjekte. Hieraus das Risiko, dass unsere Ziele auch 2021 nicht so erreicht werden können, wie aktuell eigentlich absehbar. Für 2022 ist mit einem Umsatz zu rechnen, der dem im Jahr 2021 entspricht. Dabei wird das Ergebnis stabil bleiben.
Kiel, 29. März 2021 EDG Immobilien GmbH Thomas Schulz II Zusammenfassende Schlussbemerkungen123 Die AWADO GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hannover, hat als gewählter Abschlussprüfer bei der EDG Immobilien GmbH, Kiel, die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2020 sowie des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2020 gemäß § 340k Handelsgesetzbuch sowie die nach § 29 Kreditwesengesetz vorgeschriebenen aufsichtsrechtlichen Prüfungen mit folgendem Ergebnis durchgeführt: 124 Die geschäftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2020 war durch die Bestandsverwaltung und das Bau- und Projektmanagement geprägt. Darüber hinaus wurden entsprechend der strategischen Ausrichtung drei Immobilien der Tochtergesellschaften aus dem Bestandsgeschäft veräußert. 125 Die Vermögenslage ist geordnet. Die Aktiva und Passiva sind in der Bilanz vollständig erfasst und nach den gesetzlichen Bestimmungen bewertet. 126 Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nach Art, Höhe und Fristigkeit nachzukommen. 127 Die ordentliche Ertragslage der EDG-I im Geschäftsjahr 2020 war zufrieden stellend. Die EDG-I hat ihre Geschäftstätigkeit seit 2015 neben der Verwaltung des Bestandsgeschäfts auf die Projektsteuerung / Baubetreuung ausgerichtet und hieraus im Geschäftsjahr 2020 131,2 TEUR erwirtschaftet. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der vorzeitigen Auflösung von Geschäftsbesorgungsverträgen im Zusammenhang mit der Veräußerung von Immobilien des Bestandsgeschäfts in Höhe von 100,0 TEUR. Das Betriebsergebnis hat sich insbesondere durch rückläufige Erträge aus den Geschäftsbesorgungsverträgen und Beteiligungen sowie durch geringere Erträge aus der vorzeitigen Auflösung von Geschäftsbesorgungsverträgen rückläufig entwickelt. Der Rückgang konnte nicht durch eine Steigerung der Erträge aus Projektsteuerung / Baubetreuung kompensiert werden. 128 Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020 wurden mit Datum vom 4. Mai 2021 mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. 129 Nach der Ergebnisvorschaurechnung rechnet die Gesellschaft für das laufende Geschäftsjahr mit einer verbesserten Ertragslage, insbesondere aufgrund erhöhter Erträge aus der Projektsteuerung und der geplanten Erträge aus der vorzeitigen Auflösung der Geschäftsbesorgungsverträge. 130 Die Gesellschaft verfügt insgesamt über eine ordnungsgemäße Geschäftsorganisation. Eine Beurteilung, ob die Strategien des Institutes auf dessen nachhaltige Entwicklung ausgerichtet sind und die eingerichteten Verfahren zur Ermittlung der Risikotragfähigkeit des Institutes eine vorsichtige Ermittlung der Risiken sowie der Risikodeckungsmasse gewährleisten, können wir nicht vornehmen, da die Gesellschaft diese Prozesse nach Kommunikation mit der Aufsicht eingestellt hat. Die internen Kontrollverfahren entsprechen ansonsten den Anforderungen an eine Gesellschaft dieser Größe und Struktur. Das interne Kontrollsystem ist ansonsten angemessen und wirksam. 131 Den weiteren Pflichten nach dem KWG sowie den sonstigen aufsichtsrechtlichen Vorschriften einschließlich der damit verbundenen Anzeigen wurde insgesamt entsprochen.
Hannover, 4. Mai 2021 AWADO
GmbH
Katja Hampe, Wirtschaftsprüferin Sonja Schmidt, Wirtschaftsprüferin |
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