Stammdaten

Register
Amtsgericht Schweinfurt HRB 912
Eingetragen
4.9.1972
Branche
BeteiligungsgesellschaftenSpezialisierte Bautätigkeiten im TiefbauBau von Straßen
Gegenstand
Hoch- Tief- und Straßenbau. Die Gesellschaft ist berechtigt, Geschäfte jeder Art zu betreiben, die geeignet sind, den Zweck des Unternehmens zu fördern. Sie kann andere Unternehmen erwerben, sich daran beteiligen und deren Geschäftsführung übernehmen, sowie Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Bernd Seufert
seit 30.11.2011
Prokura
Oliver Haschke
seit 16.1.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Sudetenstraße 12, 97631 Bad Königshofen i. Grabfeld
102.500 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ing. Viktor Haschke GmbH

Bad Königshofen i.Grabfeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Ing. Viktor Haschke GmbH ist ein überwiegend im süddeutschen Raum tätiges mittelständisches Bauunternehmen, dessen Leistungsspektrum nahezu alle wichtigen Bereiche der Bautätigkeit abdeckt:

- Hochbau: Neubau und Modernisierung von Gewerbebauten
- Straßenbau: Erschließungsmaßnahmen, Straßen- und Wegebau, Asphalt- und Erdbau

Dabei werden die Bauhauptgewerke überwiegend mit dem eigenen und langjährig im Betrieb beschäftigtem Personal ausgeführt. Im gewerblichen Schlüsselfertigbau werden die erforderlichen Leistungen der Ausbaugewerke an fachkundige Handwerksbetriebe vergeben.

2. Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung werden nicht betrieben.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 begann die Trendwende in der bis dato florierenden deutschen Baukonjunktur. Den enormen Anstieg der Energiepreise, Sanktionen gegen Russland und Produktionsausfälle in der Ukraine hätte die deutsche Bauwirtschaft vielleicht - wie vorher die Coronakrise - meistern können; gleichzeitig sind jedoch die stabilen politischen Rahmenbedingungen weggefallen, die den Bauboom jahrelang gestützt haben:

• Das sprunghafte Anziehen der Bauzinsen ab April 2022 von 1% auf 4%,

• eine hohe Inflation und damit steigende Lebenshaltungskosten, die den Spielraum der Verbraucher und Bauherren deutlich einengen,

• unaufhaltsam steigende Material- und Energiepreise, getriggert durch das politische Vorantreiben der Klimawende,

• sich ständig ändernde Förderrichtlinien im Gebäudebereich, Stopps gerade erst neu aufgelegter Fördermittel und der fast vollständige Wegfall der Neubauförderung sowie die Unsicherheiten bei der Budgetierung der Haushaltsmittel.

Dies alles hat dem Hochbau, insbesondere dem Wohnungsbau, im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unter den Füßen weggezogen. Denn unsichere oder sich ständig ändernde politische Rahmenbedingungen verhindern Bauprojekte, weil im Bau die Projekte über Jahre geplant und umgesetzt und über Jahrzehnte finanziert werden.

Die Bauwirtschaft startete mit einem Auftragsbestand von 68,3 Mrd. € in das Jahr 2023 (nominal +6 %, real -9 %). Wie von den Spitzenverbänden der Bauwirtschaft prognostiziert, hat die ungünstige Mischung bei den Rahmenbedingungen 2023 zu einem Nachfrageeinbruch nach Bauleistungen geführt: Der Umsatz ist real um 5,3 % gesunken. Verantwortlich für diesen Umsatzrückgang ist vor allem der Wohnungsbau, der 2023 real um 12 % eingebrochen ist. Der Wirtschaftsbau und der öffentliche Bau trugen jeweils "nur" mit real -1% zu dieser krisenhaften Entwicklung bei. Zwischen den Bundesländern und auch regional innerhalb der Länder sind ausgeprägte Unterschiede zu verzeichnen.

Der deutliche Nachfrageeinbruch im Wohnungsbau und die daraus resultierende Unterauslastung der Kapazitäten bleiben für die Beschäftigung nicht ohne Folgen: Nach einem Jahrzehnt des Beschäftigungsaufbaus von plus 220.000 Beschäftigten auf 926.700 (2022), konnten die Betriebe die Beschäftigtenzahl 2023 gerade einmal konstant halten (927.700); trotz der geringen Nachfrage bemühen sich die Unternehmen, ihr Personal zu halten.

Die Einkaufspreise für Baumaterial verharren weiterhin auf historisch hohem Niveau: Vergleicht man die Jahresmittelwerte der Erzeugerpreisindizes von 2020 mit den laufenden Mittelwerten von 2023, so liegen beispielsweise die Indizes bei Mineralölerzeugnissen per September 2023 um ca. 60% über dem Jahresdurchschnitt von 2020 und bei Bitumen um fast 75%. Dämmstoffe aus Styrol liegen um gut 45% über der Basis von 2020, Betonstahl ebenfalls. Zement, ein energieintensiv hergestellter Baustoff, hat um über 60% zugelegt. Auch die Indizes für Holzprodukte liegen um gut ein Drittel über dem Niveau von 2020. Diese Entwicklung hält auch die Preise für Bauleistungen auf hohem Niveau. Betroffen sind alle Bausparten.

Inzwischen hat die Preisdynamik für Bauleistungen allerdings erkennbar nachgelassen: Für 2023 lag die Preisentwicklung für Bauleistungen bei etwa +7% (nach +16% in 2022), der Umsatz betrug 162,5 Mrd. € (real -5,3%; nominal +1,3%).

In den einzelnen Sparten zeichnete sich folgende Entwicklung ab:

Im Wohnungsbau wurden 2023 für 260.000 Wohneinheiten Baugenehmigungen erteilt. Damit wurden etwa 100.000 WE weniger genehmigt als im Vorjahr (-27 %; Mehrfamilienhäuser etwa -48.000 WE, somit -25 %; Ein- und Zweifamilienhäuser -44.000 WE, somit -41 %). Die Auftragsbestände sind 2023 real um fast 20% zurückgegangen; die Auftragspolster der Unternehmen damit weitgehend aufgebraucht. Die Bauverbände gehen davon aus, dass 2023 etwa 271.000 WE fertiggestellt worden sind (Vorjahr: 295.300 WE). Der Umsatz im Wohnungsbau betrug 58 Mrd. Euro (nominal -6%, real -12%).

Im Wirtschaftsbau ist die Entwicklung zweigeteilt: Im Wirtschaftshochbau schlägt sich die konjunkturelle Stagnation in Deutschland erkennbar nieder. Zinsen und Energiepreise bremsen die Investitionsneigung der Unternehmen. Für Baumaßnahmen in und an Wirtschaftsbauten fehlen Genehmigungen über insgesamt ca. 3 Mrd. Euro (nominal -10% gegenüber Vorjahr). Die Auftragseingänge lagen 2023 im Wirtschaftshochbau im Minus, die Auftragsbestände sind gegenüber dem Vorjahr geschmolzen. Anders der Wirtschaftstiefbau: Hier hat es im gesamten Jahr 2023 deutliche Investitionsimpulse gegeben. Projekte der Mobilitätswende und auch der Energiewende sind an den Markt gegangen, Großprojekte im Öffentlichen Nahverkehr, aber auch für den Stromtrassenausbau sind beauftragt worden. Und die Deutsche Bahn investiert weiter in ihr Schienennetz. Der Auftragseingang im Wirtschaftstiefbau legte 2023 nominal um 26% zu.

Für 2023 lag der Umsatz im Wirtschaftshochbau bei 32,4 Mrd. Euro (real -6%), im Wirtschaftstiefbau bei 27,6 Mrd. Euro (real +5%). Der Wirtschaftsbau insgesamt erreicht 2023 somit einen Umsatz von 60 Mrd. Euro (nominal +5,5%, real -1,3%).

Auch der öffentliche Bau zeigte ein ambivalentes Bild: Insgesamt erreichte der Umsatz 2023 im öffentlichen Hochbau 9,4 Mrd. Euro (nominal +13%, real fast +6%). Im öffentlichen Tiefbau stiegen die Umsätze dagegen nur leicht auf 35 Mrd. Euro (nominal fast +4%, real -3%). Insgesamt hat der öffentliche Bau damit in 2023 gut 44 Mrd. Euro erreicht (nominal +6%, real -1%).1

2. Geschäftsverlauf

Sowohl der intensive Einsatz der Einkaufsabteilung - die durch den Ukraine-Krieg stark gestiegenen Materialpreise der Lieferanten und die Aufwendungen für Subunternehmerleistungen zu den Konditionen der kalkulierten Angebotsgrundlagen zu erzielen - als auch die termingerechte Durchführung der Bauvorhaben führten zu einem positiven Geschäftsverlauf. Die Bauzeit von großen Bauvorhaben, die planmäßig bis in das Jahr 2024 reicht, führten dazu, dass diese Baustellen nicht im Jahr 2023 schlussgerechnet werden konnten. Dementsprechend ist das erzielte Ergebnis etwas niedriger als im Vorjahr geplant.

Im Geschäftsjahr 2023 konnte ein Rohertrag in Höhe von 6,3 Mio. € erreicht werden, der unter dem des Vorjahres liegt mit 7,1 Mio. €.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a) Ertragslage

Der Rohertrag ist gegenüber dem Vorjahr um 10,48 %-Punkte auf T€ 6.319 gesunken. Dies ist auf zwei größerer Bauprojekte zurückzuführen, die zum Jahresende nicht abgerechnet werden konnten.

Der Materialaufwand hat sich um T€ 1.336 auf T€ 12.113 verringert. Im Verhältnis zur Gesamtleistung ist er um 0,4 %-Punkte gestiegen.

Der Personalaufwand von T€ 4.282 liegt unter dem Vorjahresaufwand von T€ 4.889. Dies ist auf weniger Arbeitnehmer sowie auf geringere Prämienzahlungen zurückzuführen.

Die sonstigen Aufwendungen sind um T€ 238 auf T€ 1.162 (Vorjahr: T€ 924) gestiegen. Im Wesentlichen ist dies auf folgende gestiegene Aufwendungen zurückzuführen - Reise- und Übernachtungsaufwendungen (+T€ 112), Schadensaufwendungen (+T€ 59) und KFZ-Kosten (+T€ 33).

Die Position "Ertragsteuern" ist im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des geringeren Jahresüberschusses um T€ 36 Zurückgegangen.

Das neutrale Ergebnis ist um T€ 33 auf T€ 71 (Vorjahr: T€ 38) gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf höhere Erträge aus Anlageverkäufen zurückzuführen.

Das Finanzergebnis hat sich u.a, aufgrund der Anpassung des Wertpapierdepots auf den Zeitwert um T€ 143 verbessert.

b) Finanzlage

Auch im Berichtsjahr 2023 verfügte das Unternehmen über ausreichend liquide Finanzmittel. Die bestehenden Kreditlinien mussten nicht in Anspruch genommen werden.

Insgesamt ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Ing. Viktor Haschke GmbH als positiv zu bewerten. Durch die kontinuierliche Überwachung der Einzelprojekte wird dem Liquiditätsrisiko entgegengewirkt. Gleichzeitig besteht ein gut funktionierendes Forderungsmanagement. Forderungsausfälle waren keine zu verzeichnen.

Der Cashflow im Geschäftsjahr beträgt T€ 831 (Vorjahr: T€ 1.022) und ermittelt sich aus Periodenergebnis zuzüglich Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens und Zunahme langfristiger Rückstellungen. Aufgrund des etwas geringeren Jahresergebnisses und geringerer Abschreibungen ist er um T€ 191 geringer als im Vorjahr.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist aufgrund höherer Investitionen in das Sachanlagevermögen um ./.T€ 268 auf ./. T€ 494 (Vorjahr: ./. T€ 226) zurückgegangen. Diese Investitionen wurden aus dem bereits in 2022 aufgenommenen Betriebsmittelkredit finanziert.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist um T€ 680 geringer als im Vorjahr. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass im laufenden Geschäftsjahr keine Kredite aufgenommen wurden. Zusätzlich wurden höhere Tilgungsleistungen erbracht.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 811 auf T€ 7.708 gestiegen. Die Eigenkapitalquote verändert sich auf 26,9% (Vorjahr: 25,5%). Dies ist u.a. darauf zurückzuführen, dass im Jahr 2023 keine Ausschüttung erfolgte.

Als wesentliche Aktivposten sind das zum Bilanzstichtag bestehende Sachanlagevermögen mit T€ 1.805 (Vorjahr: T€ 1.678) und die flüssigen Mittel mit T€ 3.376 (Vorjahr: T€ 2.854) hervorzuheben. Zusammen stellen diese beiden Positionen 67,21% der Bilanzsumme dar.

Die Rückstellungen und Verbindlichkeiten betragen zusammen T€ 5.635 (Vorjahr: T€ 5.135). Hierbei sind die Rückstellungen insbesondere im Bereich der Steuerrückstellungen um T€ 89 gestiegen. Die Verbindlichkeiten sind insgesamt um T€ 430 angestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf die erhaltenen Anzahlungen sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Gegenläufig sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aufgrund von Tilgungsleistungen zurückgegangen.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Unterstützung des Controllings im Unternehmen nimmt die Ing. Viktor Haschke GmbH weiterhin an dem Kennzahlenvergleich einer externen Unternehmensberatung teil. Dieser Auswertung wird die Kostenstruktur im Vergleich zu Mitbewerbern, deren Firmenstruktur vergleichbar ist, entnommen. Rückwirkend als auch vorausschauend dienen die Daten u. a. der Kalkulationsabteilung sowohl als Grundlage z. B. für die Ermittlung des Mittellohns der Baustellen als auch der Gesamtleistung pro Mitarbeiter.

Des Weiteren ziehen wir für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen: Rohergebnis, Cashflow und Jahresüberschuss heran. Das Rohergebnis ermittelt sich aus Gesamtleistung zuzüglich sonstiger betrieblicher Erträge abzgl. Materialaufwand. Im Berichtsjahr beträgt das Rohergebnis T€ 6.372 (Vorjahr: T€ 7.058). Der betriebswirtschaftlich relevante Cashflow errechnet sich aus der Summe Jahresergebnis, Abschreibungen und Veränderung langfristiger Rückstellungen. Im Berichtsjahr beträgt der Cash-Flow T€ 831 (Vorjahr: T€ 1.022). Der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr beträgt T€ 311 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag T€ 464).

5. Gesamtaussage

Der Auftragsbestand zum 1. März 2024 liegt mit 15,0 Mio. € unter dem Auftragsbestand zum Vergleichszeitraum im Vorjahr mit 18,2 Mio €. Der bisherige Verlauf lässt für das laufende Geschäftsjahr ein positives Ergebnis erwarten.

Mit den bewährten Geschäftsfeldern ist die Ing. Viktor Haschke GmbH gut aufgestellt. Weiterhin versucht die Ing. Viktor Haschke GmbH durch verstärkte Digitalisierung der Prozesse noch effizienter zu werden und Kosteneinsparungen zu erzielen. Die Installation eines Dokumentenmanagementsystems wurde im Jahr 2022 im Bereich Erstellung und Archivierung elektronischer Rechnungen abgeschlossen.

Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht bekannt.

III. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

IV. Prognosebericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenaussichten 2024

Durch die nachlassende Dynamik bei den Einkaufspreisen und den anziehenden Wettbewerb um Aufträge lässt zwar der Druck auf die Baupreise allmählich nach. Andererseits bleiben aber die Einkaufspreise hoch, steigende Mautgebühren und CO 2 -Aufschläge verteuern das Bauen noch einmal; hinzu kommen die anstehenden Tarifverhandlungen. Alles in allem rechnen die Spitzenverbände der Bauwirtschaft 2024 dennoch mit einem Preisrückgang für Bauleistungen um 2 %. Nach dem Nachfrageeinbruch im letzten Jahr erwarten die Bauverbände 2024 wegen der nach wie vor ungünstigen Rahmenbedingungen einen weiteren Rückgang des Umsatzes im Bauhauptgewerbe auf 154 Mrd. € (nominal -5 %; unter der Annahme sinkender Baupreise: real -3 %). Verantwortlich dafür ist vor allem der Wohnungsbau, der seinen Sinkflug fortsetzen wird und mit real -13 % zu der schlechten Entwicklung beiträgt.

Die Unterauslastung im Wohnungsbau lässt den jahrelangen Kapazitätsaufbau in Personal und Geräte ins Stocken geraten: Zum ersten Mal seit 2008 werden 2024 Beschäftigte abgebaut werden, voraussichtlich etwa 30.000 (= 900.000 Beschäftigte). Nur in den Ausbaubereichen und im Ingenieur- und Tiefbau werden weiterhin Fachkräfte gesucht.

Nachdem die deutsche Wirtschaft 2023 um real 0,3 % geschrumpft ist, erwartet die Bundesregierung für 2024 auch nur ein geringes Wachstum des BIP von 0,3 %.

In den einzelnen Bausparten sehen die Erwartungen folgendermaßen aus:

Für 2024 erwarten die Bauverbände bei weiterhin unveränderten Investitionsbedingungen die Fertigstellung von 235.000 WE. Das von der Bundesregierung gesteckte Ziel von 400.000 WE ist damit in weite Ferne gerückt. Die mit dem Wachstumschancengesetz gesetzten Impulse (eine degressive AfA von 6% für den Mietwohnungsbau und eine bessere steuerliche Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen) können nicht wirken, das Gesetz steckt im Vermittlungsausschuss fest. Den Umsatz im Wohnungsbau erwarten die Bauverbände daher 2024 nur noch bei 49 Mrd. € (nominal -15%, real -13%).

Im Wirtschaftsbau rechnen wir 2024 mit einem Umsatz von gut 60 Mrd. Euro (nominal knapp +1%, real knapp +3%). Die positive Entwicklung wird vom Tiefbau getragen, der fast 29 Mrd. Euro erreicht (real +7%). Im Wirtschaftshochbau werden gut 31 Mrd. Euro umgesetzt werden (real -1%).

Unter der Voraussetzung, dass es bei der für 2024 geplanten Investitionslinie in Höhe von 10 Mrd. € für die Infrastruktur (Straße und Wasserstraße) bleibt, gehen die Bauverbände für 2024 im öffentlichen Tiefbau von einem Umsatz in gleicher Höhe aus wie 2023 (35 Mrd. €, real +2%), im öffentlichen Hochbau dagegen von einem leichten Zuwachs auf 9,7 Mrd. € (real +5%). Die anhaltend prekäre Finanzsituation vieler Kommunen lässt Mehrausgaben zum Abbau des Investitionsstaus nicht zu. Insgesamt rechnen die Bauverbände mit einem Umsatz von 44,9 Mrd. € im öffentlichen Bau (nominal +1%, real +3%).

2. Aussichten für die Ing. Viktor Haschke GmbH

Intensive Preisverhandlungen mit Zulieferern und langjährigen Geschäftspartnern können das wirtschaftliche Risiko voraussichtlich in 2024 eingrenzen.

Zum 1. März 2024 stellt sich die Auftragslage der Gesellschaft gut dar. Der Auftragsbestand liegt mit 15 Mio € unter dem des Vorjahres (Vorjahr: 18,2 Mio €). Die Geschäftsleitung rechnet damit, im Geschäftsjahr 2024 das Auftragsvolumen ohne gravierende Störungseinflüsse abarbeiten zu können und plant eine Gesamtleistung von 19 Mio €.

Der Jahresüberschuss (nach Steuern) soll 2 bis 3 % der Gesamtleistung betragen, die Eigenkapitalquote auf 28 bis 30 % gesteigert werden.

Unser Ziel ist ein Cashflow aus der Geschäftstätigkeit von T€ 1.000 und ein Rohertragsergebnis von ca. T€ 6.500, das nach Abzug der Personal- und sonstigen Aufwendungen zu einem positiven Betriebsergebnis führt.

Der Investitionsplan sieht derzeit für das Jahr 2024 Ersatzanschaffungen für Maschinen in Höhe von bis zu T€ 500 vor.

Die Gesellschaft ist finanziell und technisch solide aufgestellt. Eine gute Auftragslage sowie mehrere vielversprechende, in Verhandlung befindliche Projekte, veranlassen uns daher, von einer positiven Entwicklung im Jahr 2024 auszugehen.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Geschäftsrisiko

Ein erhebliches Risiko stellt weiterhin die Verfügbarkeit sowie die Beschaffung von Baumaterialien dar. Baustopps und Bauunterbrechungen und damit verbundene Fertigstellungsverzögerungen sind nicht auszuschließen. Erschwerend kommt hinzu, dass durch den "Wegfall" der Wohnungsbauprojekte am Markt größerer Wettbewerb in unserem Hauptsegment dem Gewerbebau entsteht. Der Anstieg der Zinsen sowie die Unentschlossenheit der Politik für die Vorgaben zur Gesetzgebung sorgt für Zurückhaltung der Bauinvestitionen auch im gewerblichen Bereich

Nachunternehmerrisiko

Die Gesellschaft arbeitet weiterhin eng mit einigen Nachunternehmern/Subunternehmern zusammen, um Auftragsspitzen abzudecken. Auch hier bestehen die durch den Ukraine-Krieg hervorgerufenen bekannten Lieferengpässe.

Bei der Zusammenarbeit mit Nachunternehmern besteht oft das Risiko Firmen mit freier Kapazität und für uns passendem Preis - Leistungsverhältnis zu finden.

Kostenrisiko

Die durch den Ukraine-Krieg explosionsartig gestiegenen Preise für Baustoffe und vor allem für Treibstoffe hat sich zwar beruhigt, dennoch sind die Preise noch nicht auf Vorkriegsniveau angelangt. Trotz der ergriffenen Maßnahmen - wie z.B. die Weitergabe bzw. Preisanpassung der Einkaufspreise für Mineralölerzeugnisse und Betonstahl über Preisindex-Festschreibungen verbleibt das allgemein hohe Risiko in Bezug auf die Materialpreisentwicklung.

Mitarbeiterrisiko

Die Fachkräftesicherung bleibt ein latentes Risiko für die Geschäftsentwicklung und stellt eine große Herausforderung der kommenden Jahre dar. Trotz der anhaltenden Bemühungen der vergangenen Jahre Personal aufzustocken, ist der Bedarf der Ing. Viktor Haschke GmbH an Fachkräften und Auszubildenden weiterhin nur unbefriedigend gedeckt.

An der Aufgabe, die Gesellschaft nach außen und nach innen als attraktiven Auftraggeber zu präsentieren, wird kontinuierlich gearbeitet, - auch um das vorhandene Personal sowie langjährige Leistungsträger im Unternehmen zu halten.

Aus Währungs- und Termingeschäften bestehen keinerlei Risiken.

2. Chancenbericht

Durch die Digitalisierung zahlreicher betrieblicher Prozesse haben wir deutliche Effizienzvorteile erzielt, die uns helfen, weiter die Qualität zu verbessern, Abstimmungsdefizite zu vermeiden und gleichzeitig Zeit und Kosten zu sparen.

Der jahrelange "Einsparkurs" im kommunalen Bereich - besonders unsere Sparte Straßenbau betreffend - und damit verbundene anstehende Vergaben der öffentlichen Hand, werden zu Auftragseingängen im Sanierungsbereich von Städten und Gemeinden führen und weiterhin für die Auslastung unseres Maschinenparks sorgen.

Durch die getätigten Investitionen in das Sachanlagevermögen sowie ausgestattet mit ausreichend liquiden Mitteln sieht sich die Ing. Viktor Haschke GmbH bei einem möglichen "Abflachen" der Baukonjunktur gut gerüstet.

Unser bisher erreichtes Know-how in der Projektabwicklung, eine termingerechte Ausführung der Bauprojekte sowie die guten Geschäftsbeziehungen zu langjährigen Auftraggebern, stimmen uns zuversichtlich, auch weiterhin Beauftragungen im für uns wichtigen schlüsselfertigen Gewerbebau zu erhalten.

3. Gesamtaussage

Mit dem vorliegenden Auftragsbestand Anfang März 2024 sollte das Planziel von ca. 19 Mio. Euro Gesamtleistung zum Jahresende bei weitestgehend störungsfreiem Bauablauf erreichbar sein und damit zu einer positiven Fortführung der Geschäftsentwicklung in das Folgejahr hineinreichend beitragen.

Bestandsgefährdende Risiken im laufenden Jahr oder in absehbarer Zeit sind nicht erkennbar.

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Gesellschaft hat seit mehreren Jahren personelle und organisatorische Vorkehrungen getroffen für ein Risikomanagement, das sie in die Lage versetzt, eventuell auftretende Risiken rechtzeitig erkennen zu können.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind nur im geringen Umfang zu verzeichnen.

Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich kann sich die Gesellschaft bei Bedarf über Kreditlinien verschiedener Banken finanzieren.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes nennenswerte Geschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Durch die vorhandenen liquiden Mittel können Lieferanten- und Nachunternehmerverbindlichkeiten ausnahmslos mit Skontoabzügen ausgeglichen werden. Nachunternehmerleistungen und daraus resultierende Zahlungsverpflichtungen werden generell durch den jeweiligen Bauleiter auf die Richtigkeit der Leistungsfeststellung überprüft.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informiert sich die Gesellschaft vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung über die Bonität der Neukunden. Bauverträge werden im Vorfeld juristisch geprüft.

 

Bad Königshofen, den 19. März 2024

Ing. Viktor Haschke GmbH

Geschäftsführung

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 11,50 11,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 139.703,30 130.727,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.172.351,50 936.761,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 493.112,00 610.405,50
Summe Sachanlagen 1.805.166,80 1.677.894,80
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 6.000,00 6.000,00
Summe Finanzanlagen 39.103,29 56.254,84
Summe Anlagevermögen 1.844.281,59 1.734.161,14
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 377.927,99 558.572,48
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.808.490,18 1.527.378,75
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.375.776,79 2.854.367,37
Summe Umlaufvermögen 5.562.194,96 4.940.318,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.775,00 2.775,00
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 298.806,01 220.079,58
Bilanzsumme 7.708.057,56 6.897.334,32

PASSIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 102.500,00 102.500,00
II. Gewinnrücklagen 2.200,00 2.200,00
III. Gewinnvortrag / Verlustvortrag 1.657.235,85 1.193.470,23
IV. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 310.851,65 463.765,62
Summe Eigenkapital 2.072.787,50 1.761.935,85
B. Rückstellungen 1.083.089,00 1.013.302,00
C. Verbindlichkeiten
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 4.552.181,06 (Vj: 4.122.096,47)
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 848.596,80 1.256.874,38
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 848.596,80 (Vj: 1.256.874,38)
Summe Verbindlichkeiten 4.552.181,06 4.122.096,47
Bilanzsumme 7.708.057,56 6.897.334,32

Gewinn- und Verlustrechnung

2023
2022
1. Rohergebnis 6.318.876,33 7.058.573,33
2. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -3.161.514,90 -3.664.661,04
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.120.509,28 -1.224.763,40
- davon für Altersversorgung: 29.462,40 (Vj: 29.462,40)
Summe Personalaufwand -4.282.024,18 -4.889.424,44
3. Abschreibungen
a. auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -510.524,66 -550.356,70
Summe Abschreibungen -510.524,66 -550.356,70
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.162.445,47 -924.667,56
5. Ordentliches Betriebsergebnis 363.882,02 694.124,63
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 91.167,33 3.651,37
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -32.199,81 -86.961,36
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: 6.398,00 (Vj: 8.686,00)
8. Finanzergebnis 58.967,52 -83.309,99
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 422.849,54 610.814,64
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -99.208,59 -134.915,72
11. Ergebnis nach Steuern 323.640,95 475.898,92
12. Sonstige Steuern -12.789,30 -12.133,30
13. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 310.851,65 463.765,62

Anhang

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Bad Königshofen und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Schweinfurt, Abteilung B, unter der Nr. 912 seit dem 4. September 1972 eingetragen.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses der Ing. Viktor Haschke GmbH, Bad Königshofen, erfolgt gemäß dem Handelsgesetzbuch in der jeweils gültigen Fassung.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Im Interesse einer größeren Klarheit und Übersichtlichkeit haben wir die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung anzubringende Vermerke ebenso wie die Angaben und Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

B. WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Bei der Bewertung der einzelnen Positionen werden die folgenden Grundsätze angewendet:

1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind angesetzt mit Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von bis zu € 800,00 werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben.

2. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen zum Nennwert angesetzt.

3. Unter Vorräte ausgewiesene Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind bewertet mit ihren Anschaffungskosten; unfertige Leistungen zu vereinbarten Preisen unter Berücksichtigung des Fertigstellungsgrades abzüglich nicht aktivierungspflichtiger Verwaltungs-/Vertriebskosten und Gewinn, was nicht zur Überschreitung der Herstellkosten führen darf. Darauf erhaltene Anzahlungen werden gemäß § 268 Abs. 5 S. 2 HGB offen von den unfertigen Leistungen abgesetzt. Über den Wert der Leistungen hinausgehende erhaltene Anzahlungen sind als Verbindlichkeiten ausgewiesen.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

5. Die Bewertung der Kassenbestände sowie der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zu Nominalwerten.

6. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) bewertet. Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Verpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag erdienten Anwartschaft unter Berücksichtigung zukünftiger Gehaltssteigerungen. Laufende Renten werden mit dem Barwert bewertet. Die biometrische Annahme erfolgt auf Basis der Richttafeln Heubeck 2018 G. Der ermittelte Betrag der Pensionsrückstellung wird pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren ergibt.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 12 (Vorjahr: T€ 10). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit Pensionsverpflichtungen zu verrechnende Vermögensgegenstände werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet.

Zum Bilanzstichtag besteht eine Verpflichtung von Leistungen im Todesfall (Sterbegelder); die Verpflichtung beläuft sich auf T€ 10. Bei der Bewertung wurde ein Zinssatz von 1,74% zugrunde gelegt.

7. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags.

8. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

I. Erläuterung der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz ausgewiesenen Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr sind gesondert dargestellt

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten in Höhe von T€ 19 (Vorjahr: T€ 35).

3. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung sowie Pensionsrückstellungen

Zum Bilanzstichtag besteht eine Verpflichtung aus einer Pensionszusage. Die Bewertung erfolgt nach der Projected Unit Credit Method. Laufende Renten werden mit dem Barwert bewertet. Die Bewertung erfolgt auf Basis der folgenden Grundlagen:

• Richttafeln von Dr. Klaus Heubeck 2018 G

• Zinssatz 1,8 %

• Gehaltstrend 0 % p.a.

• Rententrend 2 % p.a.

Ein Gehaltstrend ergibt sich nicht, da die Anspruchsberichtigte bereits im Ruhestand ist.

Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB aus der Saldierung einer Pensionsverpflichtung mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung dieser Pensionsverpflichtung dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind.

Die folgende Tabelle zeigt die in der Bilanz saldierten Beträge:

31.12.2023
T€
Zeitwert des Planvermögens - Depot 422
Guthaben Kontokorrentkonto 226
./. Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung (349)
299

Der Zeitwert des Planvermögens entspricht dem nachgewiesenen Wertpapierdepot und Kontoguthaben. Die Anschaffungskosten des Planvermögens aus dem Depot belaufen sich zum Stichtag 31. Dezember 2023 auf T€ 270.

In dem Posten der Gewinn- und Verlustrechnung "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" wurden entsprechend die zugehörigen Aufwendungen und Erträge aus dem Planvermögen sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtung saldiert:

2023
T€
Zinsertrag und laufende Erträge aus Planvermögen 8
Zuschreibung auf Wertpapiere 53
Zinsaufwand aus der Pensionsverpflichtung (6)
Zinsergebnis 55

4. Eigenkapital - ausschüttungsgesperrte Beträge

In Höhe der folgenden Beträge ergibt sich eine Gewinnausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 i.V.m. § 285 Nr. 28 HGB aus Aktivierungen sowie aus dem geänderten Zinssatz zur Abzinsung der Pensionsrückstellung gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB:

31.12.2023
T€
Aktivierter Unterschiedbetrag zwischen zeitwert und Anschaffungskosten des Deckungsvermögens 152
geänderter Zinssatz zur Abzinsung der Pensionsrückstellung 2
154

5. Latente Steuern

Die Ermittlung der latenten Steuern wird anhand des bilanzorientierten Konzepts vorgenommen. Danach werden auf sämtliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände sowie Schulden und deren steuerrechtlichen Wertansätzen latente Steuern abgegrenzt, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren.

Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht der Bilanzierung von aktiven latenten Steuern, die sich aus unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Bewertungen von Pensions- und bestimmten sonstigen Rückstellungen ergeben, keinen Gebrauch.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Nachunternehmerleistungen, Personalaufwendungen, Garantie, unterlassene Instandhaltungen, ausstehende Rechnungen, Nachbesserungen und Schäden, Aufbewahrungspflichten und Jahresabschlusskosten. Sie decken alle bekannten ungewissen Verbindlichkeiten ab.

7. Verbindlichkeiten

Die Bilanzposition Verbindlichkeiten wird wie folgt erläutert:

Verbindlichkeiten Restlaufzeit
≤ 1 Jahr
T€
Vj.
T€
> 1 Jahr
T€
Vj.
T€
davon > 5 Jahre
T€
durch Pfandrechte o.ä. gesichert
T€
1. gegnüber Kreditinstituten (1) 322 411 527 846 0 849
2. erhaltene Anzahlunen auf Bestellungen 1.809 1.058 0 0 0 0
3. aus Lieferungen und Leistungen 963 645 0 0 0 0
4. sonstige (2) 919 1.103 12 59 0 70
Gesamtbetrag Verbindlichkeiten 4.013 3.217 539 905 0 919

Zu (1) Sicherheiten bestehen in der Verpfändung von Guthaben und Termineinlagen sowie in der Sicherungsübereignung von Maschinen und Geräten.

Zu (2) In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Mietkaufverbindlichkeiten in Höhe von T€ 70 (Vorjahr: T€ 142) enthalten. Die Sicherheiten bestehen in der Sicherungsübereignung von den Maschinen.

Des Weiteren sind in den sonstigen Verbindlichkeiten solche aus sozialer Sicherheit in Höhe von T€ 42 (Vorjahr: T€ 47) und aus Steuern in Höhe von T€ 532 (Vorjahr: T€ 673) enthalten.

II. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung

In der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 26 (im Vorjahr: T€ 25) enthalten.

2. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In der Position "sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" sind Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 6 aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen enthalten. Im Vorjahr betrugen die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen T€ 9 und waren unter der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen aufgrund von Verrechnung mit Aufwendungen/Erträgen aus dem Planvermögen.

III. Nachtragsbericht

Es haben sich nach dem Abschlussstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben, über die zu berichten wäre.

IV. Sonstige Angaben

1. Finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden jährliche finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für Immobilien in Höhe von T€ 106 (Vorjahr: T€ 106).

Leasingverträge bestanden nur für Fahrräder mit einer jährlichen Gesamtrate in Höhe von T€ 28.

2. Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer (§ 285 Nr. 7 HGB)

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 2023
gewerbliche Arbeitnehmer 41
technische und kaufmännische Angestellte 16
57

3. Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr war zum Geschäftsführer bestellt:

Herr Oliver Haschke, Gesamt-Geschäftsführer.

4. Zusätzliche Angaben

Die Gesellschaft versichert, die Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB auf schriftliche Anforderung zu übermitteln.

Von den Erleichterungen der § 288 Abs. 2 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bad Königshofen, den 19. März 2024

ING. VIKTOR HASCHKE GMBH

Geschäftsführung

Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 97.825,62 0,00 0,00 97.825,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 347.559,11 28.000,00 40.065,28 335.493,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.202.941,77 509.900,00 205.019,25 3.507.822,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.445.008,46 110.672,66 66.594,34 2.489.086,78
Summe Sachanlagen 5.995.509,34 648.572,66 311.678,87 6.332.403,13
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 6.000,00 0,00 0,00 6.000,00
Summe Finanzanlagen 56.254,84 0,00 17.151,55 39.103,29
Summe Anlagevermögen 6.149.589,80 648.572,66 328.830,42 6.469.332,04

Abschreibungen

Stand 01.01.2023
Abschreibungen Berichtsjahr
Änderung der gesamten Abschreibungen i. Z. m. Abgängen
Stand 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 97.814,12 0,00 0,00 97.814,12
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 216.831,31 19.023,00 40.063,78 195.790,53
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.266.180,27 274.308,00 205.017,25 2.335.471,02
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.834.602,96 217.193,66 55.821,84 1.995.974,78
Summe Sachanlagen 4.317.614,54 510.524,66 300.902,87 4.527.236,33
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 4.415.428,66 510.524,66 300.902,87 4.625.050,45

Buchwerte

Buchwert 31.12.2023
Buchwert 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 11,50 11,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 139.703,30 130.727,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.172.351,50 936.761,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 493.112,00 610.405,50
Summe Sachanlagen 1.805.166,80 1.677.894,80
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 6.000,00 6.000,00
Summe Finanzanlagen 39.103,29 56.254,84
Summe Anlagevermögen 1.844.281,59 1.734.161,14

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Ing. Viktor Haschke GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Ing. Viktor Haschke GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ing. Viktor Haschke GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirkungen, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 19. März 2024

Keiper & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Berizzi, Wirtschaftsprüfer

Dr. Guldan, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 13. Dezember 2024 festgestellt.

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