SCHMITZ Immobilien GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Friedrich Manuel Schmitz seit 28.9.2023 | Geschäftsführer |
Ludolf Schmitz seit 28.9.2023 | Geschäftsführer |
Bernhard Josef Schmitz seit 28.9.2023 | Geschäftsführer |
Matthias Schmitz seit 28.9.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
8 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 8 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SCHMITZ medical GmbH (vormals: Schmitz u. Söhne GmbH & Co. Kommanditgesellschaft)WickedeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben 1. Formale Darstellung Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 29. August 2023 erfolgte ein Formwechsel der ehemaligen Schmitz u. Söhne GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Wickede, in die SCHMITZ medical GmbH, Wickede. Die Eintragung der SCHMITZ medical GmbH in das Handelsregister erfolgte am 28. September 2023. Der vorliegende Jahresabschluss der SCHMITZ medical GmbH, Wickede (Ruhr) (Amtsgericht Arnsberg, HRB 15037) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. HGB bzw. §§ 264 ff. HGB) und GmbHG aufgestellt worden. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Für die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte die Darstellung nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB. Mit Vertrag vom 29. August 2023 und Handelsregistereintragung vom 5. Oktober 2023 wurde die Schmitz u. Söhne GmbH, Wickede, auf die SCHMITZ medical GmbH mit Rückwirkung zum 1. Januar 2023 verschmolzen. Die Übertragung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte im Rahmen der Buchwertverknüpfung. Infolge der Verschmelzung und der damit im Zusammenhang stehenden wirtschaftlichen Folgen sind die Vorjahreszahlen nur bedingt vergleichbar. Die Verschmelzung zum 1. Januar 2023 hatte im Wesentlichen folgende bilanzielle Auswirkungen:
Die Vergleichbarkeit der Gewinn- und Verlustrechnung wird durch die Auswirkungen der Verschmelzung nicht wesentlich beeinflusst. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um die planmäßige Abschreibung bewertet. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten berücksichtigt. Die Abschreibungen werden, wie in der Vergangenheit, jeweils entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die planmäßigen Abschreibungen werden ausschließlich nach der linearen Abschreibungsmethode vorgenommen. Bei Zugängen, die während des Geschäftsjahres angeschafft sind, erfolgt für das Jahr der Anschaffung grundsätzlich eine zeitanteilige Abschreibung für den Zeitraum zwischen Anschaffung oder Herstellung des Anlagegegenstandes und dem Ende des Geschäftsjahres. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250,00 EUR bis zu 1.000,00 werden in einem Sammelposten über fünf Jahre abgeschrieben. Die den planmäßigen Abschreibungen zugrunde liegenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern sind wie folgt:
Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag. Soweit erforderlich werden, angemessene Gängigkeitsabschläge berücksichtigt. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit Herstellungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkten Fertigungslohn- und Materialkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Verwaltungskosten, betrieblichen Altersversorgung und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, der durch die Fertigung veranlasst ist. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich einzeln mit ihrem Nennwert angesetzt. Individuellen Ausfallrisiken wurde, soweit vorhanden, durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,0 Prozent (i. Vj. 1,0 Prozent) des nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestandes gebildet. Forderungen in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden am Stichtag zum Devisenkassamittelkurs bewertet. Etwaige bis zum Bilanzstichtag eingetretene Kursverluste werden ergebniswirksam berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der Barwertmethode bei Anwendung der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck auf der Basis eines Rechnungsfußes von 1,82 Prozent (i. Vj. 1,78 Prozent). Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Geschäftsjahre verwendet (Zinssatz der Deutschen Bundesbank, Rentensteigerung 0,0 Prozent) der sich bei einer angenommenen pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Methode zur Bewertung der Pensionsrückstellungen beruht auf einem zehnjährigen Durchschnittszinssatz. Bei der Verwendung des siebenjährigen Durchschnittszinssatzes von 1,74 Prozent hätte sich ein Minderaufwand von 11 EUR ergeben. Für diesen Betrag ergibt sich eine Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Bewertung der Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der handelsrechtlichen Vorschriften unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 1,03 Prozent (i. Vj. 0,43 Prozent) und der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 325 TEUR wurde gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert von Wertpapieren des Anlagevermögens in Höhe von 182 TEUR saldiert. Die Anschaffungskosten der Wertpapiere betrugen 191 TEUR. Aufwendungen sind in Höhe von 2 TEUR verrechnet worden. Für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr wurde das Abzinsungswahlrecht nicht in Anspruch genommen. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die enthaltenden Anzahlungen werden um die darin enthaltene Umsatzsteuer vermindert. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuer Be- und -entlastungen mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet. Eine Abzinsung erfolgt nicht. Wesentliche Bewertungsdifferenzen liegen nicht vor. Aktive latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 HGB nicht angesetzt. B. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung der Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr sowie der Entwicklung der Abschreibungen ergeben sich aus dem Anlagespiegel, der als Anlage zu diesem Anhang beigefügt ist. 2. Angabe des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen zum 31.12.2023 631 TEUR (i. Vj. 573 TEUR). Eine entsprechende Bewertungskorrektur zu den Ausleihungen in US-Dollar wurde vorgenommen. 4. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Gegen verbundene Unternehmen bestehen zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von 1.700 TEUR. EUR. Davon 1.500 TEUR aus Lieferungen und Leistungen (i. Vj. 1.800 TEUR), 200 TEUR aus Dividendenforderungen (i. Vj. 600 TEUR). 5. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände i. H. v. 1.867 TEUR (i. Vj. 223 TEUR) setzen sich im Wesentlichen aus Debitorischen Kreditoren und Steuerforderungen aufgrund zu hoher Vorauszahlungen zusammen. Hierauf entfallen 48 TEUR auf Deb. Kreditoren Inland (i. Vj. 198 TEUR), 83 TEUR EU (i. Vj. 8 TEUR), 816 TEUR Drittland. Aus Steuerforderungen ergeben sich insgesamt 840 TEUR, woraus der größte Anteil aus Gewerbesteuerüberzahlungen 383 TEUR (i. Vj. 29 TEUR), Forderungen gegen ausländische Finanzämter 125 TEUR (i. Vj. 61 TEUR), Umsatzsteuerforderungen 267 TEUR (i. Vj. 345 TEUR) sowie Körperschaftsteuer i. H. v. 51 TEUR besteht. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 7. Eigenkapital Infolge des Formwechsels der Gesellschaft wurden die zum 31. Dezember 2022 ausgewiesenen Kapitalanteile der Kommanditisten von 5.299 TEUR in Geschäftsanteile in Höhe von 3.000 TEUR umgewandelt. Die Geschäftsanteile werden zum 31. Dezember 2023 als gezeichnetes Kapital ausgewiesen. Der übersteigende Betrag der Kapitalanteile der Kommanditisten wird als Darlehen gegenüber den einzelnen Gesellschaftern bilanziert. Die aus dem Formwechsel entstandenen Darlehen der Gesellschafter sollen nach Beschluss der Gesellschafter als Genussrechtskapital innerhalb des Eigenkapitals bilanziert werden. Hierzu haben die Gesellschafter bestimmt, dass das Genussrechtskapital nachrangig gegenüber anderen Gläubigern haftet und bis zu seiner vollen Höhe an etwaigen laufenden Verlusten teilnimmt. Das Genussrechtskapital wird der Gesellschaft langfristig überlassen und kann von den jeweiligen Gesellschaftern mit einer Frist von sechs Monaten zum Ende eines Jahres zurückgefordert werden, frühestens jedoch zum 31. Dezember 2030. 8. Steuerrückstellungen Die Gewerbesteuerrückstellung i. H. v. 25 TEUR resultiert aus der Übernahme der Bilanz aus der Komplementär GmbH zum 1. Januar 2023. 9. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 669 TEUR setzen sich wie folgt zusammen:
10. Verbindlichkeiten Die Gliederung der Verbindlichkeiten nach Art der Verbindlichkeit ergibt sich aus nachfolgendem Verbindlichkeitenspiegel (Vorjahreszahlen sind in Klammern angegeben):
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr sind, wie im Vorjahr, durch die Abtretung von Kundenforderungen und die Sicherungsübereignung Vorräten im Rahmen eines Sicherheiten Pools gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind, wie im Vorjahr, durch Grundschulden gesichert. 11. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 80 TEUR (i. Vj. 153 TEUR) sind Lieferungs- und Leistungsverbindlichkeiten. 12. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 2.469 TEUR (i. Vj. 893 TEUR) betreffen kreditorische Debitoren mit 1.027 TEUR. Des Weiteren entfallen sie auf Steuern 782 TEUR (i. Vj. 174 TEUR), Wareneingänge ohne Rechnungseingang 235 TEUR (i. Vj. 197 TEUR), Personal 425 TEUR (i. Vj. 430 TEUR). 13. Sonstige Angaben zur Bilanz Zum Bilanzstichtag bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
C. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt: Aufgliederung nach Sparten (in Mio. EUR)
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von insgesamt 592 TEUR (i. Vj. 399 TEUR) setzen sich im Wesentlichen, aus der Auflösung von Rückstellungen 146 TEUR (i. Vj. 7 TEUR), Versicherungsentschädigungen 39 TEUR (i. Vj. 21 TEUR), Sachanlagenverkäufe 67 TEUR, periodenfremden Erträgen 74 TEUR (i. Vj. 17 TEUR) und Sachbezügen 182 TEUR (i. Vj. 82 TEUR) zusammen. Die periodenfremden Erträge 74 TEUR (i. Vj. 17 TEUR) bestehen aus der Auflösung von verjährten Provisionsverpflichtungen. 3. Erträge aus Beteiligungen Der Posten betrifft gänzlich Gewinnausschüttungen von verbundenen Unternehmen der SCHMITZ medical GmbH. 4. Erträge aus der Ausleihung des Finanzanlagevermögens Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betreffen mit 20 TEUR (i. Vj. 16 TEUR) verbundene Unternehmen. 5. Zinsaufwendungen Im Berichtszeitraum wurden 3 TEUR für Zinsen für die Zuführung für Pensionsrückstellungen aufgewendet (i. Vj. 2 TEUR). D. Sonstige Angaben 1. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer teilt sich wie folgt auf:
2. Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung durch: Bernd Schmitz, Wickede (Ruhr), Kaufmann Ludolf Schmitz, Wickede (Ruhr), Kaufmann Matthias Schmitz, Münster, Kaufmann Friedrich Schmitz, Dortmund, Kaufmann 3. Honorar des Abschlussprüfers Zum Abschlussprüfer des Einzelabschlusses der SCHMITZ medical GmbH ist die Grant Thornton AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, bestellt worden. Für die erbrachten Dienstleistungen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sind 32,5 TEUR für die Jahresabschlussprüfung als Aufwand erfasst worden. 4. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die am Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor. 5. Konzernabschluss Die Gesellschaft stellt gem. § 290 Abs. 5 HGB keinen Konzernabschluss auf.
Wickede, 15. August 2024 SCHMITZ medical GmbH Bernd Schmitz, Geschäftsführer Ludolf Schmitz, Geschäftsführer Matthias Schmitz, Geschäftsführer Friedrich Schmitz, Geschäftsführer
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft Die in Wickede (Ruhr) ansässige SCHMITZ medical GmbH entwickelt, fertigt und vertreibt medizintechnisches Mobiliar für Krankenhäuser und Arztpraxen. Das mittelständische, in vierter Generation inhabergeführte Unternehmen agiert in Spanien, der Schweiz, Italien, Frankreich und den USA sowie mit Vertriebsbüros in Argentinien und Jordanien sowie mehr als 80 Auslandsvertretungen weltweit. Vertriebspartner ist der medizintechnische Fachhandel. Produktportfolio: Operationstische inkl. umfangreicher Zubehörpalette Gynäkologische, urologische und proktologische Arbeitsplätze, bestehend aus Untersuchungs- und Behandlungsstühlen sowie Videokolposkopen Funktionswagen mit Zubehör für viele Fachbereiche Spezialtische für den Patiententransport Ambulanz- und OP-Mobiliar Untersuchungs- und Behandlungsliegen Entbindungsbetten 1.2 Forschung und Entwicklung Die Entwicklung, Verbesserung neuer und bestehender Produkte stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und somit die Basis für einen langfristigen und nachhaltigen Erfolg. Die Erschließung neuer Anwendungsfelder sind ein Beitrag zur zukunftsfähigen Erweiterung unseres Produktportfolios und dient damit dem langfristigen Unternehmenserfolg. Die F&E-Aktivitäten waren im abgelaufenen Wirtschaftsjahr auf verschiedenste Themen mit unterschiedlichem Reifegrad verteilt. Die Entwicklung einer neuen Generation unseres Premium Produktes medi-matic ® wurde 2023 abgeschlossen und die neuen Produkte konnten Mitte des Berichtsjahres ausgeliefert werden. Weiterhin wird ein in der Vergangenheit gestartetes Projekt im OP Bereich erfolgreich vorangetrieben und wir sind zuversichtlich dies in naher Zukunft mit Erfolg abschließen zu können. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Nach unserer Wahrnehmung war 2023 ein weiteres Jahr weltweiter Krisen, die die Wirtschaft vor schwierige Herausforderungen gestellt haben. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und den daraus resultierenden Folgen bestreffen auch die deutsche Wirtschaft. Im Jahr 2023 war die Konjunkturlage in der Bundesrepublik nicht zufriedenstellend. Nach neuen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes gab es im ersten Quartal ein Miniwachstum von 0,1 Prozent. Im zweiten und dritten Vierteljahr stagnierte die Wirtschaft. Im Schlussquartal 2023 schrumpfte die Wirtschaftsleistung in Europas größter Volkswirtschaft einer ersten Schätzung der Wiesbadener Behörde zufolge preis -, saison- und kalenderbereinigt um 0,3 Prozent zum Vorquartal. 1 Insgesamt lag das deutsche BIP preisbereinigt um 0,2 Prozent niedriger als in 2022. Nach der Corona- Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Entspannung für die Weltwirtschaft ergab sich im vierten Quartal 2023 an der Inflationsfront. Grundlage waren unter anderem sinkende Ölpreise. Im Verlauf kam es zu Preisrückgängen von mehr als 90 USD auf zwischenzeitlich unter 75 USD (Nordseesorte Brent) pro Fass. In der Folge stellte sich seit September 2023 in der Eurozone ein Rückgang der Verbraucherpreise von 4,30 % auf 2,40 %, in den USA von 3,70 % auf 3,10 % und in China von 0,00 % auf -0,50 % ein. Als Konsequenz setzten die großen westlichen Zentralbanken (Federal Reserve, EZB, Bank of England) ihren Zinserhöhungszyklus aus. Während des Quartals bauten sich Zinssenkungserwartungen für das kommende Jahr auf. Losgelöst davon wirken Zinserhöhungen sich erst voll mit einem Zeitversatz von 12 und mehr Monaten aus. Entsprechend ist und bleibt zunächst das erhöhte Zinsniveau ein derzeit die Konjunktur bremsender Einfluss. 2 Die Weltwirtschaft stabilisierte sich auf dem ermäßigten Wachstumsniveau, konnte im vierten Quartal 2023 jedoch keine nennenswerte erhöhte Dynamik entwickeln. Die Homogenität zwischen den Wirtschaftsräumen der Weltwirtschaft nahm im Konjunkturverlauf weiter ab. 3 2.2 Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 stellt auf den Umsatz bezogen das erfolgreichste Jahr in der 93-jährigen Geschichte des Unternehmens dar. Mit Umsatzerlösen i. H. v. 46,2 Mio. EUR konnte der Umsatz zum Vorjahr um 9,1 Prozent gesteigert werden. Die vier Quartale waren geprägt von größeren Projekten im Bereich der OP-Tische, die aufgrund von Verschiebungen aus dem Vorjahr erfolgreich umgesetzt wurden. Neben dem starken OP-Tisch- Geschäft verzeichneten auch die Segmente der Patiententransporter sowie die Funktionswagen eine positive Entwicklung.
1 Quelle: Capital.de, "Deutsche Wirtschaft
schrumpft 2023 um 0,3% - was bringt 2024?", 15. Januar 2024
Die Entwicklung der Auftragslage, insbesondere zum Jahresende, war positiv. Das Exportgeschäft hat sich trotz der anhaltenden schwierigen, geopolitischen Rahmenbedingungen sehr zufriedenstellend entwickelt. Die Auftragslage gestaltete sich sogar noch weitaus dynamischer als im Inland. Im Geschäftsjahr wurde die Gesellschaft durch Beschluss der Gesellschafter von einer Personengesellschaft in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt. In diesem Zusammenhang wurde die ehemalige Gesellschafterin (Kommandit-GmbH) mit der Gesellschaft verschmolzen. Bedeutende Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergaben sich hieraus nicht. 2.3. Lage 2.3.1. Ertragslage Die Nettoumsatzerlöse aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich von 42,4 Mio. EUR um 9,1 Prozent auf 46,2 Mio. EUR. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderung und sonstige betriebliche Erträge) stieg um 10,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zur Ermittlung wurden die sonstigen betrieblichen Erträge in voller Höhe berücksichtigt. Eine Abgrenzung bzw. Saldierung der periodenfremden Erträge erfolgte hierbei nicht. Die Materialaufwandsquote (Bestandsveränderung und Materialaufwand zu Bruttoumsatzerlösen) unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung von 46,6Prozent liegt über dem Vorjahresniveau (44,3 Prozent). Das Rohergebnis (Gesamtleistung abzüglich Materialeinsatz) lag um 7,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Personalaufwand stieg um 1,8 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr. Gründe hierfür sind u. a. eine im Juni 2023 durchgeführte Tariferhöhung von 5,2 Prozent sowie Zahlungen von Inflationsausgleichsprämien von 1,5 TEUR pro Beschäftigten. Das Beteiligungsergebnis sank um 223 TEUR von 726 TEUR in 2022 auf 503 TEUR in 2023. Ebenso sank das Zinsergebnis (ergänzt um die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens und die Abschreibung auf das Finanzanlagevermögen) um 290 TEUR auf minus 600 TEUR im Berichtszeitraum von minus 310 TEUR im Vorjahr. Unsere Ergebnisgrößen sind im Geschäftsjahr 2023 trotz des höheren Umsatzes auf Grund der rückläufigen Beteiligungs- und Zinsergebnisse gesunken. Das EBITDA (Jahresergebnis vor Steuerergebnis, Finanzergebnis und Abschreibungen) sank um 6,0 Prozent bzw. 86 TEUR auf 1.342 TEUR gegenüber dem Vorjahr (1.428 TEUR). Das EBIT (Jahresergebnis vor Steuerergebnis und Finanzergebnis) sank um 9,6 Prozent respektive auf 951 TEUR (minus 102 TEUR) gegenüber 2022 (1.053 TEUR) und das EBT (Jahresergebnis vor Steuern) sank um 614 TEUR (minus 41,8 Prozent) auf 855 TEUR (Vorjahr 1.469 TEUR). Der Steueraufwand hat sich um 204 TEUR verringert. Der Jahresüberschuss beträgt 689 TEUR und liegt damit um 410 TEUR unter dem Vorjahreswert (1.099 TEUR). 2.3.2. Vermögens- und Finanzlage Innerhalb der Aktiva erhöhte sich das Anlagevermögen um 26,1 Prozent auf 6,7 Mio. EUR und lag somit um 1,4 Mio. EUR über dem Vorjahr (5,3 Mio. EUR). Die Zunahme resultiert in erster Linie mit 1,4 Mio. EUR aus der Erweiterung des Produktionsgebäudes, welche in 2024 abgeschlossen sein wird. Die Finanzanlagen sind gegenüber dem Vorjahr um 85 TEUR gestiegen. Die Ausleihungen an die Schmitz SAS und SCHMITZ medical USA LP haben sich entsprechend erhöht. Das Vorratsvermögen verzeichnete im Berichtsjahr einen Anstieg um 329 TEUR bzw. 4,6 Prozent auf 7.455 TEUR (Vorjahr 7.126 TEUR). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 Prozent bzw. 310 TEUR auf 4,5 Mio. EUR gestiegen (Vorjahr 4,2 Mio. EUR). Grund hierfür ist ein im letzten Quartal 2023 gestiegenes Jahresendgeschäft. Die sonstigen Vermögensgegenstände i. H. v. 1.867 TEUR (i. Vj. 674 TEUR) haben im Berichtszeitraum um 1.193 TEUR zugenommen. Gründe hierfür ist ein starker Anstieg der debitorischen Kreditoren um 1.026 TEUR (i. Vj. 206 TEUR) und Forderungen aus Steuerüberzahlungen von 840 TEUR (i. Vj. 451 TEUR). Die flüssigen Mittel betrugen zum Bilanzstichtag 84 TEUR (Vorjahr 39 TEUR). Die Eigenkapitalquote liegt mit 24,5 Prozent um 2,0 Prozentpunkte unter dem Vorjahr. Die Rückstellungen liegen um 697 TEUR unter dem Vorjahresniveau (1.396 TEUR). Die Steuerrückstellungen betragen 26 TEUR nach 502 TEUR zum 31. Dezember 2022, da im Geschäftsjahr aufgrund ausreichender Vorauszahlungen keine Steuerrückstellungen gebildet werden mussten. Die sonstigen Rückstellungen haben sich aufgrund gesunkener Rückstellungen für Jahresabschluss- und Prüfungskosten sowie Rückstellungen für Altersteilzeit und Rückstellungen für Boni um 221 TEUR verringert. In den sonstigen Rückstellungen ist gegenüber dem Vorjahr eine Rückstellung für den tariflichen Inflationsausgleich enthalten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 750 TEUR bzw. 16,2 Prozent auf 5,4 Mio. EUR (Vorjahr 4,6 Mio. EUR) gestiegen. Auch darüber hinaus war die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft jederzeit gegeben. Die Vermögenslage ist ausgeglichen. Der Finanzmittelfonds (Liquide Mittel abzüglich Kontokorrentkredite) beträgt am Ende der Periode - 5.801 TEUR (i. Vj. - 5.961 TEUR). Insgesamt hat sich die Vermögens- und Ertragslage etwas verschlechtert. Die Finanzlage entwickelte sich unterhalb der Erwartungen. Entsprechend der mittelfristigen Liquiditäts-/Finanzplanung ist die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die nicht ausgenutzten Kreditlinien zum 31. Dezember 2023 betragen 1.315 TEUR (Vorjahr 725 TEUR). 2.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 2.4.1. Finanzielle Indikatoren Die für SCHMITZ medical wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren wie Umsatzerlöse, EBITDA, EBIT und Ergebnis nach Steuern werden kontinuierlich überwacht und optimiert. Die Analyse und Darstellung der vorstehend genannten Indikatoren im Lagebericht erfolgten innerhalb der Berichterstattung zur Lage der Gesellschaft (Abschnitt 2.3.). 2.4.2. Mitarbeiter Motivierte, engagierte und ambitionierte Mitarbeiter sind maßgeblich für den Erfolg der SCHMITZ medical GmbH. Eine gute Teamarbeit zwischen den Mitarbeitern an unseren Standorten Wickede (Ruhr), Bönen, Madrid (ES), Zürich (CH), Ovada (IT), Saint Avertin (FR) und Atlanta (US) ist hierfür entscheidend. Gefördert wird dies durch regelmäßige Besprechungen, internationale Meetings, Trainingsprogramme und gemeinsame Projektarbeiten. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht In 2024 gehen wir von einer Steigerung des Umsatzes gegenüber 2023 in den Gebieten Deutschland und Österreich aus. Wir rechnen mit einem stabilen Geschäft in den wichtigen Produktbereichen. Die Inlandsumsätze im ersten Quartal 2024 lagen leicht unter Plan. Das Exportgeschäft hat sich im ersten Quartal 2024 besser entwickelt als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt erwarten wir vor allen Dingen im internationalen Geschäft eine Steigerung der Umsätze in 2024. Aufgrund gewonnener und sich abzeichnender Projekte in den kommenden Quartalen schauen wir zuversichtlich auf das laufende Geschäftsjahr. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir eine insgesamt leichte Steigerung der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr. Steigende Personal- und Materialkosten veranlassen uns zu einer konservativen Planung für 2024. Für das EBITDA (Jahresergebnis vor Steuerergebnis, Finanzergebnis und Abschreibungen) erwarten wir daher ebenso wie für das EBIT (Jahrergebnis vor Steuerergebnis und Finanzergebnis), das EBT (Jahresergebnis vor Steuern) sowie den Jahresüberschuss, unter der Annahme von Beteiligungserträgen in gesteigerter Höhe, für 2024 ein leicht gesteigertes Ergebnis gegenüber 2023. 3.2. Chancen- und Risikobericht Ein vorausschauendes Risikomanagement hilft uns, die Steuerung des Unternehmens und die Entscheidungsprozesse zu verbessern und zu beschleunigen. Es ist unser Prinzip, mit diesen Risiken verantwortungsvoll umzugehen, um unternehmerische Chancen gezielt nutzen zu können. Die Geschäftsführung erfasst und bewertet systematisch sämtliche Risiken bzw. wird kontinuierlich über die vorliegenden Erkenntnisse informiert. Wo nötig, werden risikobegrenzende Maßnahmen festgelegt. Auf diese Weise verbinden wir die Risikoerfassung eng mit dem bestehenden Controlling- Prozess. Regelmäßig prüfen alle Bereiche, ob sich die Risikoerwartungen verändern oder befürchtete Risiken tatsächlich eingetreten sind. Aufgrund unseres Fertigungsprogramms können Aufträge technische Risiken beinhalten. Wir gehen aber davon aus, dass sich die Risiken durch unsere bewährte Technik vermeiden lassen. 3.3. Finanzierungsrisiken Die Auftragseingänge sind in 2023 um 8,2 Prozent zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Im ersten Halbjahr 2024 liegen die Eingänge bei plus 25,1 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2023. Der gesteigerte Auftragseingang, gerade aus Drittländern, führt zu Anstiegen im Einkaufsvolumen und damit verbundener Vorfinanzierung auf der Beschaffungsseite. Längere Zahlungsziele in Drittländern führen somit zu einem erhöhten Finanzierungsbedarf. Der Finanzbedarf aus diesen Entwicklungen wird überwiegend mit externen Finanzmitteln gedeckt. Zur Deckung des zukünftigen Finanzbedarfs und zur Verbesserung der Rentabilität haben wir eine bauliche Erweiterung unserer Produktion vorgenommen. Hierdurch sind wir in der Lage unsere Produktionsmethoden umzustellen. Erste Refa-Zeitstudien zeigen, dass die neuen Produktionsmethoden wirkungsvoll sind und wir das Produktivitätsniveau im deutlich zweistelligen Prozentbereich verbessern werden können. Bis zur vollständigen Umsetzung dieser Maßnahmen ist die Gesellschaft darauf angewiesen, dass die bestehenden Kreditlinien unverändert aufrecht erhalten werden oder es gelingt eine anderweitige Finanzierungmöglichkeiten abschließen zu können. Unsere Hausbanken haben uns signalisiert, diesen Weg mit uns zu gehen. Das Finanzierungsrisiko wird somit als moderat eingestuft. 3.3. Risiken aus gesamtwirtschlichen Umfeld Wesentliche Risiken für unsere weitere Entwicklung resultieren zu einem großen Teil aus konjunkturellen Einflüssen auf den für uns relevanten Märkten. Den Risiken der konjunkturellen Entwicklung begegnen wir durch technologischen Vorsprung, ein attraktives Produktprogramm sowie eine breite Kundenbasis. Dem anhaltenden Wettbewerb begegnen wir durch Konzentration auf innovative, zukunftsträchtige Erzeugnisse und verbesserte Fertigungsprozesse. Eine Vorhersage für die Marktpreisentwicklung für 2024 und 2025 ist derzeit sehr schwierig und wird sicherlich stark beeinflusst durch die weltweite Konjunkturentwicklung und die schwelenden geopolitischen Konflikte. Zudem geben die zuletzt hohen Tarifabschlüsse in Deutschland den heimischen Anbietern weniger Spielraum. Die sehr hohe Materialbevorratung und die damit verbundene Kapitalbindung waren auch 2023 notwendig, um die Lieferfähigkeit sicherzustellen. Die Verfügbarkeit von elektronischen Bauteilen hat sich etwas verbessert. Trotzdem können wir nicht ausschließen, dass zukünftig in diesem Bereich wieder Lieferschwierigkeiten auftreten. Um dem Risiko von Lieferengpässen entgegen zu wirken sind Bestandsanpassungen unumgänglich. Das Risiko wird von uns als moderat bis hoch eingestuft. 3.4. Vertriebsrisiken Das Vertriebsrisiko auf Märkten außerhalb der Europäischen Union besteht in staatlichen Importbeschränkungen. In 2023 konnten wir im Nahen Osten einige Projekte und damit Umsatzzuwächse realisieren. Dieses Absatzgebiet hat sich in den letzten Jahren für uns gut entwickelt. Der schwelende Konflikt zwischen Israel und den Palästinensergebieten und den damit geopolitischen Risiken stellt uns vor Herausforderungen. Bei einer Eskalation des Konfliktes, können wir nicht ausschließen, wichtige Projekte in diesem Absatzgebiet nicht realisieren zu können. Das Risiko wird als gering eingestuft. 3.5. Chancen Durch ständige Weiterentwicklung sowie Verbesserung unserer Produkte versuchen wir permanent einen technologischen Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb zu erreichen bzw. auszubauen. Der ständige Ausbau unserer Vertriebsmärkte, unter anderem durch strategische Partnerschaften, stellt eine Herausforderung sowie Chance für die ständige technologische Fortentwicklung sowie Produktneuerungen für das Unternehmen dar. Die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen über die zukünftigen Entwicklungen beruhen auf Einschätzungen, die von den gesetzlichen Vertretern nach bestem Wissen und Gewissen zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts vorgenommen wurden. Diese Aussagen sind naturgemäß einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten unterworfen, die, falls sie eintreffen, zu Abweichungen von den geplanten Ergebnissen führen können.
Wickede, 15. August 2024 SCHMITZ medical GmbH Bernd Schmitz, Geschäftsführer Ludolf Schmitz, Geschäftsführer Matthias Schmitz, Geschäftsführer Friedrich Schmitz, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SCHMITZ medical GmbH, Wickede Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht Wir haben den Jahresabschluss der SCHMITZ medical GmbH, Wickede, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SCHMITZ medical GmbH, Wickede, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht Entgegen § 285 Nr. 9 a) HGB wurden im Anhang die Gesamtbezüge der Geschäftsführer nicht angegeben. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 15. August 2024 Grant
Thornton AG
Udo Banke, Wirtschaftsprüfer Frank Kopietz, Wirtschaftsprüfer |
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