Stammdaten

Register
Amtsgericht Arnsberg HRB 15037
Eingetragen
28.9.2023
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von orthopädischen ErzeugnissenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Medizintechnik

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Geschäftsführer
Ludolf Schmitz
seit 28.9.2023
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Matthias Schmitz
seit 28.9.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

8 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 8 angezeigt

Friedrich Manuel Schmitz
Dortmund
900.000 €
30.00%
Matthias Schmitz
Münster
900.000 €
30.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SCHMITZ medical GmbH (vormals: Schmitz u. Söhne GmbH & Co. Kommanditgesellschaft)

Wickede

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 223.313,56 199.678,54
2. Geleistete Anzahlungen 397.764,56 621.078,12 397.764,56 597.443,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 779.298,54 831.187,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 398.158,99 454.555,27
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 410.478,52 474.241,41
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.576.168,68 5.164.104,73 2.136.711,48 3.896.696,09
III. Finanzanlagen
1. Anteile an vebundenen Unternehmen 227.514,45 194.254,45
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 624.671,75 572.867,90
4. Sonstige Auslehungen 1.800,00 853.986,20 1.800,00 768.922,35
6.639.169,05 5.263.061,54
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.522.040,37 4.449.493,20
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.385.792,14 1.219.769,43
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.536.906,83 1.445.502,98
4. Geleistete Anzahlungen 10.242,17 7.454.981,51 11.283,49 7.126.049,10
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.499.507,68 4.189.785,92
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.680.524,92 2.417.332,12
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.866.731,00 8.046.763,60 673.573,79 7.280.691,83
III. Kassenbestand, Bundesbankgutaben und Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 84.149,58 39.217,23
15.585.894,69 14.445.958,16
C. Rechnungsabgrenzungsposten 228.556,31 295.298,48
22.453.620,05 20.004.318,18

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
- Kommanditanteile 0,00 1.533.875,64
- Kapitalkonten der Kommanditisten 0,00 3.765.298,74
I. Gezeichnetes Kapital 3.000.000,00 0,00
II. Kapitalrücklage 168.301,91 0,00
III. Jahresüberschuss 793.401,48 0,00
IV. Genussrechtskapital 1.541.487,86 0,00
5.503.191,25 5.299.174,38
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.627,00 3.891,00
2. Steuerrrückstellungen 26.325,10 501.525,25
3. Sonstige Rückstellungen 669.379,76 891.100,74
699.331,86 1.396.516,99
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.336.327,47 7.250.945,24
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 851,34 396.402,99
3. Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen 5.364.746,84 4.615.170,34
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 79.722,77 153.330,23
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.469.448,52 892.778,01
- davon aus Steuern EUR 781.602,55 (i. Vj. EUR 174.439,78)
16.251.096,94 13.308.626,81
22.453.620,05 20.004.318,18

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 46.242.997,41 42.394.258,69
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 260.545,69 11.347,62
3. Sonstige betriebliche Erträge
- davon aus Währungsumrechnung EUR 2.643,12 (i. Vj. EUR 31.038,63) 592.202,28 399.051,10
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 21.126.430,88 19.124.115,42
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 531.735,37 21.658.166,25 39.527,23 19.163.642,65
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 13.761.530,98 11.975.344,58
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
- davon für Altersversorgung EUR 78.467,07 (i. Vj. EUR 184.232,10) 2.535.965,63 16.297.496,61 2.516.493,29 14.491.837,87
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 390.481,03 374.793,54
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
- davon aus Währungsumrechnung EUR 17.736,42 (i. Vj. EUR 8.984,59) 7.798.188,38 7.721.361,12
8. Erträge aus Beteiligungen
- sämtlich aus verbundenen Unternehmen - 502.871,00 725.624,00
9. Erträge aus Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 20.419,94 16.450,65
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge -466,60 14.834,07
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 520,35
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- davon aus Aufzinsung EUR 3.383,00 (i. Vj. EUR 1.725,00) 619.271,21 340.525,81
13. Steuern vom Ertrag 107.729,58 312.389,81
14. Ergebnis nach Steuern 747.236,66 1.156.494,98
15. Sonstige Steuern 58.162,08 57.671,29
16. Jahresüberschuss 689.074,58 1.098.823,69

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

1. Formale Darstellung

Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 29. August 2023 erfolgte ein Formwechsel der ehemaligen Schmitz u. Söhne GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Wickede, in die SCHMITZ medical GmbH, Wickede. Die Eintragung der SCHMITZ medical GmbH in das Handelsregister erfolgte am 28. September 2023.

Der vorliegende Jahresabschluss der SCHMITZ medical GmbH, Wickede (Ruhr) (Amtsgericht Arnsberg, HRB 15037) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. HGB bzw. §§ 264 ff. HGB) und GmbHG aufgestellt worden. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Für die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte die Darstellung nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

Mit Vertrag vom 29. August 2023 und Handelsregistereintragung vom 5. Oktober 2023 wurde die Schmitz u. Söhne GmbH, Wickede, auf die SCHMITZ medical GmbH mit Rückwirkung zum 1. Januar 2023 verschmolzen. Die Übertragung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte im Rahmen der Buchwertverknüpfung. Infolge der Verschmelzung und der damit im Zusammenhang stehenden wirtschaftlichen Folgen sind die Vorjahreszahlen nur bedingt vergleichbar.

Die Verschmelzung zum 1. Januar 2023 hatte im Wesentlichen folgende bilanzielle Auswirkungen:

TEUR
Übernahme von Guthaben bei Kreditinstituten 382
Übernahme von sonstigen Aktiva 299
Übertragung von sonstigen Passiva 408
Gesamtauswirkung auf das Eigenkapital/ Einstellung in die Kapitalrücklage 273

Die Vergleichbarkeit der Gewinn- und Verlustrechnung wird durch die Auswirkungen der Verschmelzung nicht wesentlich beeinflusst.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um die planmäßige Abschreibung bewertet.

Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten berücksichtigt. Die Abschreibungen werden, wie in der Vergangenheit, jeweils entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Die planmäßigen Abschreibungen werden ausschließlich nach der linearen Abschreibungsmethode vorgenommen. Bei Zugängen, die während des Geschäftsjahres angeschafft sind, erfolgt für das Jahr der Anschaffung grundsätzlich eine zeitanteilige Abschreibung für den Zeitraum zwischen Anschaffung oder Herstellung des Anlagegegenstandes und dem Ende des Geschäftsjahres. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250,00 EUR bis zu 1.000,00 werden in einem Sammelposten über fünf Jahre abgeschrieben.

Die den planmäßigen Abschreibungen zugrunde liegenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern sind wie folgt:

Nutzungsdauer von bis Jahre Abschreibungsmethode
Immaterielle Vermögensgegenstände 3-5 linear
Gebäude und Außenanlagen 6-50 linear
Techn. Anlagen und Maschinen 5-15 linear
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 16 linear
Geringwertige Wirtschaftsgüter > EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 5 linear
Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 250,00 keine Sofortabschreibung

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag. Soweit erforderlich werden, angemessene Gängigkeitsabschläge berücksichtigt.

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit Herstellungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkten Fertigungslohn- und Materialkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Verwaltungskosten, betrieblichen Altersversorgung und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, der durch die Fertigung veranlasst ist.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich einzeln mit ihrem Nennwert angesetzt. Individuellen Ausfallrisiken wurde, soweit vorhanden, durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,0 Prozent (i. Vj. 1,0 Prozent) des nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestandes gebildet.

Forderungen in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden am Stichtag zum Devisenkassamittelkurs bewertet. Etwaige bis zum Bilanzstichtag eingetretene Kursverluste werden ergebniswirksam berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der Barwertmethode bei Anwendung der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck auf der Basis eines Rechnungsfußes von 1,82 Prozent (i. Vj. 1,78 Prozent). Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Geschäftsjahre verwendet (Zinssatz der Deutschen Bundesbank, Rentensteigerung 0,0 Prozent) der sich bei einer angenommenen pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Methode zur Bewertung der Pensionsrückstellungen beruht auf einem zehnjährigen Durchschnittszinssatz. Bei der Verwendung des siebenjährigen Durchschnittszinssatzes von 1,74 Prozent hätte sich ein Minderaufwand von 11 EUR ergeben. Für diesen Betrag ergibt sich eine Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB.

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Bewertung der Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der handelsrechtlichen Vorschriften unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 1,03 Prozent (i. Vj. 0,43 Prozent) und der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt.

Der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 325 TEUR wurde gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert von Wertpapieren des Anlagevermögens in Höhe von 182 TEUR saldiert. Die Anschaffungskosten der Wertpapiere betrugen 191 TEUR.

Aufwendungen sind in Höhe von 2 TEUR verrechnet worden.

Für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr wurde das Abzinsungswahlrecht nicht in Anspruch genommen.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die enthaltenden Anzahlungen werden um die darin enthaltene Umsatzsteuer vermindert.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuer Be- und -entlastungen mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet. Eine Abzinsung erfolgt nicht. Wesentliche Bewertungsdifferenzen liegen nicht vor. Aktive latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 HGB nicht angesetzt.

B. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung der Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr sowie der Entwicklung der Abschreibungen ergeben sich aus dem Anlagespiegel, der als Anlage zu diesem Anhang beigefügt ist.

2. Angabe des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB

Name des Unternehmens Sitz Währung Kurs zum 31.12.2023 Anteil In % Eigenkapital zum 31.12.2023 in Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 in
TEUR TEUR
Schmitz AG Zürich, Schweiz TCHF 1,07647 100,00 846 290
Schmitz Italia S.R.L. Ovada, Italien TEUR 95,00 129 18
Schmitz Iberica S.L. Madrid, Spanien TEUR 95,00 984 245
SCHMITZ medical USA LP Tucker, USA TUSD 0,90595 100,00 -468 -41
Schmitz SAS Saint Avertin, Frankreich TEUR 100,00 -218 94

3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen zum 31.12.2023 631 TEUR (i. Vj. 573 TEUR). Eine entsprechende Bewertungskorrektur zu den Ausleihungen in US-Dollar wurde vorgenommen.

4. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Gegen verbundene Unternehmen bestehen zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von 1.700 TEUR. EUR. Davon 1.500 TEUR aus Lieferungen und Leistungen (i. Vj. 1.800 TEUR), 200 TEUR aus Dividendenforderungen (i. Vj. 600 TEUR).

5. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände i. H. v. 1.867 TEUR (i. Vj. 223 TEUR) setzen sich im Wesentlichen aus Debitorischen Kreditoren und Steuerforderungen aufgrund zu hoher Vorauszahlungen zusammen.

Hierauf entfallen 48 TEUR auf Deb. Kreditoren Inland (i. Vj. 198 TEUR), 83 TEUR EU (i. Vj. 8 TEUR), 816 TEUR Drittland.

Aus Steuerforderungen ergeben sich insgesamt 840 TEUR, woraus der größte Anteil aus Gewerbesteuerüberzahlungen 383 TEUR (i. Vj. 29 TEUR), Forderungen gegen ausländische Finanzämter 125 TEUR (i. Vj. 61 TEUR), Umsatzsteuerforderungen 267 TEUR (i. Vj. 345 TEUR) sowie Körperschaftsteuer i. H. v. 51 TEUR besteht.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

7. Eigenkapital

Infolge des Formwechsels der Gesellschaft wurden die zum 31. Dezember 2022 ausgewiesenen Kapitalanteile der Kommanditisten von 5.299 TEUR in Geschäftsanteile in Höhe von 3.000 TEUR umgewandelt. Die Geschäftsanteile werden zum 31. Dezember 2023 als gezeichnetes Kapital ausgewiesen. Der übersteigende Betrag der Kapitalanteile der Kommanditisten wird als Darlehen gegenüber den einzelnen Gesellschaftern bilanziert.

Die aus dem Formwechsel entstandenen Darlehen der Gesellschafter sollen nach Beschluss der Gesellschafter als Genussrechtskapital innerhalb des Eigenkapitals bilanziert werden. Hierzu haben die Gesellschafter bestimmt, dass das Genussrechtskapital nachrangig gegenüber anderen Gläubigern haftet und bis zu seiner vollen Höhe an etwaigen laufenden Verlusten teilnimmt. Das Genussrechtskapital wird der Gesellschaft langfristig überlassen und kann von den jeweiligen Gesellschaftern mit einer Frist von sechs Monaten zum Ende eines Jahres zurückgefordert werden, frühestens jedoch zum 31. Dezember 2030.

8. Steuerrückstellungen

Die Gewerbesteuerrückstellung i. H. v. 25 TEUR resultiert aus der Übernahme der Bilanz aus der Komplementär GmbH zum 1. Januar 2023.

9. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 669 TEUR setzen sich wie folgt zusammen:

2024 Vorjahr
Altersteilzeit 325 TEUR 385 TEUR
./. Wertguthaben 182 TEUR 180 TEUR
Ausstehende Provisionen 11 TEUR 32 TEUR
Bonuszahlungen 320 TEUR 413 TEUR
Inflationsausgleichsprämie 150 TEUR 145 TEUR
Abschluss- und Prüfungskosten 45 TEUR 36 TEUR

10. Verbindlichkeiten

Die Gliederung der Verbindlichkeiten nach Art der Verbindlichkeit ergibt sich aus nachfolgendem Verbindlichkeitenspiegel (Vorjahreszahlen sind in Klammern angegeben):

Restlaufzeit
Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten ggü. 8.336.327,47 5.885.481,72 16.391,70 2.434.454,05
Kreditinstituten (7.250.945,24) (6.576.689,85) (24.255,39) (650.000,00)
Erhaltene Anzahlungen 851,34 851,34 0,00 0,00
auf Bestellungen (396.402,99) (396.402,99) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lie- 5.364.746,84 5.364.746,84 0,00 0,00
ferungen und Leistungen (4.615.170,40) (4.615.170,34) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unterneh- 79.722,77 79.722,77 0,00 0,00
men (153.330,23) (153.330,23) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkei- 2.469.448,52 2.469.448,52 0,00 0,00
ten (892.778,01) (892.778,01) (0,00) (0,00)
16.251.096,94 13.800.251,19 16.391,70 2.434.454,05
(13.308.626,87) (12.634.371,42) (24.255,39) (650.000,00)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr sind, wie im Vorjahr, durch die Abtretung von Kundenforderungen und die Sicherungsübereignung Vorräten im Rahmen eines Sicherheiten Pools gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind, wie im Vorjahr, durch Grundschulden gesichert.

11. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 80 TEUR (i. Vj. 153 TEUR) sind Lieferungs- und Leistungsverbindlichkeiten.

12. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 2.469 TEUR (i. Vj. 893 TEUR) betreffen kreditorische Debitoren mit 1.027 TEUR. Des Weiteren entfallen sie auf Steuern 782 TEUR (i. Vj. 174 TEUR), Wareneingänge ohne Rechnungseingang 235 TEUR (i. Vj. 197 TEUR), Personal 425 TEUR (i. Vj. 430 TEUR).

13. Sonstige Angaben zur Bilanz

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Höhe der Verpflichtung Dauer der Verpflichtung
(in TEUR) (in Monaten)
Leasing PKW 346 2-36
Leasing BGA 178 2-36
Bestellobligo 127 1-7

C. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

Aufgliederung nach Sparten (in Mio. EUR)

Gesamtumsatz davon im Inland davon im Ausland
OP-Tische und Zubehör 21,5 6,2 15,3
Untersuchung und Behandlung 13,5 7,1 6,4
Medizinisches Mobiliar 12,0 8,4 3,6
Erlösschmälerungen -0,8 -0,4 -0,4
Gesamt 46,2 21,3 24,9

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von insgesamt 592 TEUR (i. Vj. 399 TEUR) setzen sich im Wesentlichen, aus der Auflösung von Rückstellungen 146 TEUR (i. Vj. 7 TEUR), Versicherungsentschädigungen 39 TEUR (i. Vj. 21 TEUR), Sachanlagenverkäufe 67 TEUR, periodenfremden Erträgen 74 TEUR (i. Vj. 17 TEUR) und Sachbezügen 182 TEUR (i. Vj. 82 TEUR) zusammen.

Die periodenfremden Erträge 74 TEUR (i. Vj. 17 TEUR) bestehen aus der Auflösung von verjährten Provisionsverpflichtungen.

3. Erträge aus Beteiligungen

Der Posten betrifft gänzlich Gewinnausschüttungen von verbundenen Unternehmen der SCHMITZ medical GmbH.

4. Erträge aus der Ausleihung des Finanzanlagevermögens

Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betreffen mit 20 TEUR (i. Vj. 16 TEUR) verbundene Unternehmen.

5. Zinsaufwendungen

Im Berichtszeitraum wurden 3 TEUR für Zinsen für die Zuführung für Pensionsrückstellungen aufgewendet (i. Vj. 2 TEUR).

D. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer teilt sich wie folgt auf:

2023 2022
Leitende Angestellte incl./(ohne) Geschäftsführung 12 12
Kaufmännische Angestellte 48 47
Technische Angestellte 84 84
Gewerbliche Arbeitnehmer 69 69
Aushilfen 1 1
Gesamt 214 213

2. Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung durch:

Bernd Schmitz, Wickede (Ruhr), Kaufmann

Ludolf Schmitz, Wickede (Ruhr), Kaufmann

Matthias Schmitz, Münster, Kaufmann

Friedrich Schmitz, Dortmund, Kaufmann

3. Honorar des Abschlussprüfers

Zum Abschlussprüfer des Einzelabschlusses der SCHMITZ medical GmbH ist die Grant Thornton AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, bestellt worden. Für die erbrachten Dienstleistungen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sind 32,5 TEUR für die Jahresabschlussprüfung als Aufwand erfasst worden.

4. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die am Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor.

5. Konzernabschluss

Die Gesellschaft stellt gem. § 290 Abs. 5 HGB keinen Konzernabschluss auf.

 

Wickede, 15. August 2024

SCHMITZ medical GmbH

Bernd Schmitz, Geschäftsführer

Ludolf Schmitz, Geschäftsführer

Matthias Schmitz, Geschäftsführer

Friedrich Schmitz, Geschäftsführer

Entwicklung der Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.183.325,29 83.041,57 0,00 0,00 1.266.366,86
2. Geleistete Anzahlungen 397.764,56 0,00 0,00 0,00 397.764,56
1.581.089,85 83.041,57 0,00 0,00 1.664.131,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.891.155,11 33.222,10 0,00 0,00 3.924.377,21
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.853.276,20 32.190,56 0,00 0,00 3.885.466,76
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 3.118.124,77 147.037,36 53.424,10 0,00 3.211.738,03
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.136.711,48 1.439.457,20 0,00 0,00 3.576.168,68
12.999.267,56 1.651.907,22 53.424,10 0,00 14.597.750,68
III. Finanzanlagen
1. Anteile an vebundenen Unternehmen 318.555,45 33.260,00 0,00 0,00 351.815,45
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 587.161,29 57.634,74 5.830,89 0,00 638.965,14
3. Sonstige Ausleihungen 1.800,00 0,00 0,00 0,00 1.800,00
907.516,74 90.894,74 5.830,89 0,00 992.580,59
15.487.874,15 1.825.843,53 59.254,99 0,00 17.254.462,69
Abschreibungen Buchwerte
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 983.646,75 59.406,55 0,00 1.043.053,30 223.313,56 199.678,54
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 397.764,56 397.764,56
983.646,75 59.406,55 0,00 1.043.053,30 621.078,12 597.443,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.059.967,18 85.111,49 0,00 3.145.078,67 779.298,54 831.187,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.398.720,93 88.586,84 0,00 3.487.307,77 398.158,99 454.555,27
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 2.643.883,36 157.376,15 0,00 2.801.259,51 410.478,52 474.241,41
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 3.576.168,68 2.136.711,48
9.102.571,47 331.074,48 0,00 9.433.645,95 5.164.104,73 3.896.696,09
III. Finanzanlagen
1. Anteile an vebundenen Unternehmen 124.301,00 0,00 0,00 124.301,00 227.514,45 194.254,45
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 14.293,39 0,00 0,00 14.293,39 624.671,75 572.867,90
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 1.800,00 1.800,00
138.594,39 0,00 0,00 138.594,39 853.986,20 768.922,35
10.224.812,61 390.481,03 0,00 10.615.293,64 6.639.169,05 5.263.061,54

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die in Wickede (Ruhr) ansässige SCHMITZ medical GmbH entwickelt, fertigt und vertreibt medizintechnisches Mobiliar für Krankenhäuser und Arztpraxen. Das mittelständische, in vierter Generation inhabergeführte Unternehmen agiert in Spanien, der Schweiz, Italien, Frankreich und den USA sowie mit Vertriebsbüros in Argentinien und Jordanien sowie mehr als 80 Auslandsvertretungen weltweit. Vertriebspartner ist der medizintechnische Fachhandel.

Produktportfolio:

Operationstische inkl. umfangreicher Zubehörpalette

Gynäkologische, urologische und proktologische Arbeitsplätze, bestehend aus Untersuchungs- und Behandlungsstühlen sowie Videokolposkopen

Funktionswagen mit Zubehör für viele Fachbereiche

Spezialtische für den Patiententransport

Ambulanz- und OP-Mobiliar

Untersuchungs- und Behandlungsliegen

Entbindungsbetten

1.2 Forschung und Entwicklung

Die Entwicklung, Verbesserung neuer und bestehender Produkte stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und somit die Basis für einen langfristigen und nachhaltigen Erfolg. Die Erschließung neuer Anwendungsfelder sind ein Beitrag zur zukunftsfähigen Erweiterung unseres Produktportfolios und dient damit dem langfristigen Unternehmenserfolg.

Die F&E-Aktivitäten waren im abgelaufenen Wirtschaftsjahr auf verschiedenste Themen mit unterschiedlichem Reifegrad verteilt.

Die Entwicklung einer neuen Generation unseres Premium Produktes medi-matic ® wurde 2023 abgeschlossen und die neuen Produkte konnten Mitte des Berichtsjahres ausgeliefert werden. Weiterhin wird ein in der Vergangenheit gestartetes Projekt im OP Bereich erfolgreich vorangetrieben und wir sind zuversichtlich dies in naher Zukunft mit Erfolg abschließen zu können.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nach unserer Wahrnehmung war 2023 ein weiteres Jahr weltweiter Krisen, die die Wirtschaft vor schwierige Herausforderungen gestellt haben. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und den daraus resultierenden Folgen bestreffen auch die deutsche Wirtschaft. Im Jahr 2023 war die Konjunkturlage in der Bundesrepublik nicht zufriedenstellend.

Nach neuen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes gab es im ersten Quartal ein Miniwachstum von 0,1 Prozent. Im zweiten und dritten Vierteljahr stagnierte die Wirtschaft. Im Schlussquartal 2023 schrumpfte die Wirtschaftsleistung in Europas größter Volkswirtschaft einer ersten Schätzung der Wiesbadener Behörde zufolge preis -, saison- und kalenderbereinigt um 0,3 Prozent zum Vorquartal. 1

Insgesamt lag das deutsche BIP preisbereinigt um 0,2 Prozent niedriger als in 2022. Nach der Corona- Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren.

Entspannung für die Weltwirtschaft ergab sich im vierten Quartal 2023 an der Inflationsfront. Grundlage waren unter anderem sinkende Ölpreise. Im Verlauf kam es zu Preisrückgängen von mehr als 90 USD auf zwischenzeitlich unter 75 USD (Nordseesorte Brent) pro Fass. In der Folge stellte sich seit September 2023 in der Eurozone ein Rückgang der Verbraucherpreise von 4,30 % auf 2,40 %, in den USA von 3,70 % auf 3,10 % und in China von 0,00 % auf -0,50 % ein. Als Konsequenz setzten die großen westlichen Zentralbanken (Federal Reserve, EZB, Bank of England) ihren Zinserhöhungszyklus aus. Während des Quartals bauten sich Zinssenkungserwartungen für das kommende Jahr auf.

Losgelöst davon wirken Zinserhöhungen sich erst voll mit einem Zeitversatz von 12 und mehr Monaten aus. Entsprechend ist und bleibt zunächst das erhöhte Zinsniveau ein derzeit die Konjunktur bremsender Einfluss. 2

Die Weltwirtschaft stabilisierte sich auf dem ermäßigten Wachstumsniveau, konnte im vierten Quartal 2023 jedoch keine nennenswerte erhöhte Dynamik entwickeln. Die Homogenität zwischen den Wirtschaftsräumen der Weltwirtschaft nahm im Konjunkturverlauf weiter ab. 3

2.2 Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 stellt auf den Umsatz bezogen das erfolgreichste Jahr in der 93-jährigen Geschichte des Unternehmens dar. Mit Umsatzerlösen i. H. v. 46,2 Mio. EUR konnte der Umsatz zum Vorjahr um 9,1 Prozent gesteigert werden.

Die vier Quartale waren geprägt von größeren Projekten im Bereich der OP-Tische, die aufgrund von Verschiebungen aus dem Vorjahr erfolgreich umgesetzt wurden. Neben dem starken OP-Tisch- Geschäft verzeichneten auch die Segmente der Patiententransporter sowie die Funktionswagen eine positive Entwicklung.

1 Quelle: Capital.de, "Deutsche Wirtschaft schrumpft 2023 um 0,3% - was bringt 2024?", 15. Januar 2024
2 Quelle: Florian-Herfurth.de, Rückblick und Ausblicke Marktbericht Q4/2023, 21. Januar 2024
3 Quelle: Florian-Herfurth.de, Rückblick und Ausblicke Marktbericht Q4/2023, 21. Januar 2024

Die Entwicklung der Auftragslage, insbesondere zum Jahresende, war positiv. Das Exportgeschäft hat sich trotz der anhaltenden schwierigen, geopolitischen Rahmenbedingungen sehr zufriedenstellend entwickelt. Die Auftragslage gestaltete sich sogar noch weitaus dynamischer als im Inland.

Im Geschäftsjahr wurde die Gesellschaft durch Beschluss der Gesellschafter von einer Personengesellschaft in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt. In diesem Zusammenhang wurde die ehemalige Gesellschafterin (Kommandit-GmbH) mit der Gesellschaft verschmolzen. Bedeutende Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergaben sich hieraus nicht.

2.3. Lage

2.3.1. Ertragslage

Die Nettoumsatzerlöse aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich von 42,4 Mio. EUR um 9,1 Prozent auf 46,2 Mio. EUR.

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderung und sonstige betriebliche Erträge) stieg um 10,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zur Ermittlung wurden die sonstigen betrieblichen Erträge in voller Höhe berücksichtigt. Eine Abgrenzung bzw. Saldierung der periodenfremden Erträge erfolgte hierbei nicht. Die Materialaufwandsquote (Bestandsveränderung und Materialaufwand zu Bruttoumsatzerlösen) unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung von 46,6Prozent liegt über dem Vorjahresniveau (44,3 Prozent). Das Rohergebnis (Gesamtleistung abzüglich Materialeinsatz) lag um 7,6 Prozent über dem Vorjahreswert.

Der Personalaufwand stieg um 1,8 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr. Gründe hierfür sind u. a. eine im Juni 2023 durchgeführte Tariferhöhung von 5,2 Prozent sowie Zahlungen von Inflationsausgleichsprämien von 1,5 TEUR pro Beschäftigten.

Das Beteiligungsergebnis sank um 223 TEUR von 726 TEUR in 2022 auf 503 TEUR in 2023. Ebenso sank das Zinsergebnis (ergänzt um die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens und die Abschreibung auf das Finanzanlagevermögen) um 290 TEUR auf minus 600 TEUR im Berichtszeitraum von minus 310 TEUR im Vorjahr.

Unsere Ergebnisgrößen sind im Geschäftsjahr 2023 trotz des höheren Umsatzes auf Grund der rückläufigen Beteiligungs- und Zinsergebnisse gesunken. Das EBITDA (Jahresergebnis vor Steuerergebnis, Finanzergebnis und Abschreibungen) sank um 6,0 Prozent bzw. 86 TEUR auf 1.342 TEUR gegenüber dem Vorjahr (1.428 TEUR).

Das EBIT (Jahresergebnis vor Steuerergebnis und Finanzergebnis) sank um 9,6 Prozent respektive auf 951 TEUR (minus 102 TEUR) gegenüber 2022 (1.053 TEUR) und das EBT (Jahresergebnis vor Steuern) sank um 614 TEUR (minus 41,8 Prozent) auf 855 TEUR (Vorjahr 1.469 TEUR). Der Steueraufwand hat sich um 204 TEUR verringert. Der Jahresüberschuss beträgt 689 TEUR und liegt damit um 410 TEUR unter dem Vorjahreswert (1.099 TEUR).

2.3.2. Vermögens- und Finanzlage

Innerhalb der Aktiva erhöhte sich das Anlagevermögen um 26,1 Prozent auf 6,7 Mio. EUR und lag somit um 1,4 Mio. EUR über dem Vorjahr (5,3 Mio. EUR). Die Zunahme resultiert in erster Linie mit 1,4 Mio. EUR aus der Erweiterung des Produktionsgebäudes, welche in 2024 abgeschlossen sein wird.

Die Finanzanlagen sind gegenüber dem Vorjahr um 85 TEUR gestiegen. Die Ausleihungen an die Schmitz SAS und SCHMITZ medical USA LP haben sich entsprechend erhöht.

Das Vorratsvermögen verzeichnete im Berichtsjahr einen Anstieg um 329 TEUR bzw. 4,6 Prozent auf 7.455 TEUR (Vorjahr 7.126 TEUR).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 Prozent bzw. 310 TEUR auf 4,5 Mio. EUR gestiegen (Vorjahr 4,2 Mio. EUR). Grund hierfür ist ein im letzten Quartal 2023 gestiegenes Jahresendgeschäft.

Die sonstigen Vermögensgegenstände i. H. v. 1.867 TEUR (i. Vj. 674 TEUR) haben im Berichtszeitraum um 1.193 TEUR zugenommen. Gründe hierfür ist ein starker Anstieg der debitorischen Kreditoren um 1.026 TEUR (i. Vj. 206 TEUR) und Forderungen aus Steuerüberzahlungen von 840 TEUR (i. Vj. 451 TEUR).

Die flüssigen Mittel betrugen zum Bilanzstichtag 84 TEUR (Vorjahr 39 TEUR).

Die Eigenkapitalquote liegt mit 24,5 Prozent um 2,0 Prozentpunkte unter dem Vorjahr.

Die Rückstellungen liegen um 697 TEUR unter dem Vorjahresniveau (1.396 TEUR). Die Steuerrückstellungen betragen 26 TEUR nach 502 TEUR zum 31. Dezember 2022, da im Geschäftsjahr aufgrund ausreichender Vorauszahlungen keine Steuerrückstellungen gebildet werden mussten. Die sonstigen Rückstellungen haben sich aufgrund gesunkener Rückstellungen für Jahresabschluss- und Prüfungskosten sowie Rückstellungen für Altersteilzeit und Rückstellungen für Boni um 221 TEUR verringert. In den sonstigen Rückstellungen ist gegenüber dem Vorjahr eine Rückstellung für den tariflichen Inflationsausgleich enthalten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 750 TEUR bzw. 16,2 Prozent auf 5,4 Mio. EUR (Vorjahr 4,6 Mio. EUR) gestiegen.

Auch darüber hinaus war die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft jederzeit gegeben.

Die Vermögenslage ist ausgeglichen. Der Finanzmittelfonds (Liquide Mittel abzüglich Kontokorrentkredite) beträgt am Ende der Periode - 5.801 TEUR (i. Vj. - 5.961 TEUR).

Insgesamt hat sich die Vermögens- und Ertragslage etwas verschlechtert. Die Finanzlage entwickelte sich unterhalb der Erwartungen.

Entsprechend der mittelfristigen Liquiditäts-/Finanzplanung ist die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die nicht ausgenutzten Kreditlinien zum 31. Dezember 2023 betragen 1.315 TEUR (Vorjahr 725 TEUR).

2.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.4.1. Finanzielle Indikatoren

Die für SCHMITZ medical wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren wie Umsatzerlöse, EBITDA, EBIT und Ergebnis nach Steuern werden kontinuierlich überwacht und optimiert. Die Analyse und Darstellung der vorstehend genannten Indikatoren im Lagebericht erfolgten innerhalb der Berichterstattung zur Lage der Gesellschaft (Abschnitt 2.3.).

2.4.2. Mitarbeiter

Motivierte, engagierte und ambitionierte Mitarbeiter sind maßgeblich für den Erfolg der SCHMITZ medical GmbH. Eine gute Teamarbeit zwischen den Mitarbeitern an unseren Standorten Wickede (Ruhr), Bönen, Madrid (ES), Zürich (CH), Ovada (IT), Saint Avertin (FR) und Atlanta (US) ist hierfür entscheidend. Gefördert wird dies durch regelmäßige Besprechungen, internationale Meetings, Trainingsprogramme und gemeinsame Projektarbeiten.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

In 2024 gehen wir von einer Steigerung des Umsatzes gegenüber 2023 in den Gebieten Deutschland und Österreich aus. Wir rechnen mit einem stabilen Geschäft in den wichtigen Produktbereichen. Die Inlandsumsätze im ersten Quartal 2024 lagen leicht unter Plan. Das Exportgeschäft hat sich im ersten Quartal 2024 besser entwickelt als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt erwarten wir vor allen Dingen im internationalen Geschäft eine Steigerung der Umsätze in 2024. Aufgrund gewonnener und sich abzeichnender Projekte in den kommenden Quartalen schauen wir zuversichtlich auf das laufende Geschäftsjahr. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir eine insgesamt leichte Steigerung der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr.

Steigende Personal- und Materialkosten veranlassen uns zu einer konservativen Planung für 2024. Für das EBITDA (Jahresergebnis vor Steuerergebnis, Finanzergebnis und Abschreibungen) erwarten wir daher ebenso wie für das EBIT (Jahrergebnis vor Steuerergebnis und Finanzergebnis), das EBT (Jahresergebnis vor Steuern) sowie den Jahresüberschuss, unter der Annahme von Beteiligungserträgen in gesteigerter Höhe, für 2024 ein leicht gesteigertes Ergebnis gegenüber 2023.

3.2. Chancen- und Risikobericht

Ein vorausschauendes Risikomanagement hilft uns, die Steuerung des Unternehmens und die Entscheidungsprozesse zu verbessern und zu beschleunigen. Es ist unser Prinzip, mit diesen Risiken verantwortungsvoll umzugehen, um unternehmerische Chancen gezielt nutzen zu können. Die Geschäftsführung erfasst und bewertet systematisch sämtliche Risiken bzw. wird kontinuierlich über die vorliegenden Erkenntnisse informiert. Wo nötig, werden risikobegrenzende Maßnahmen festgelegt. Auf diese Weise verbinden wir die Risikoerfassung eng mit dem bestehenden Controlling- Prozess. Regelmäßig prüfen alle Bereiche, ob sich die Risikoerwartungen verändern oder befürchtete Risiken tatsächlich eingetreten sind. Aufgrund unseres Fertigungsprogramms können Aufträge technische Risiken beinhalten. Wir gehen aber davon aus, dass sich die Risiken durch unsere bewährte Technik vermeiden lassen.

3.3. Finanzierungsrisiken

Die Auftragseingänge sind in 2023 um 8,2 Prozent zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Im ersten Halbjahr 2024 liegen die Eingänge bei plus 25,1 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2023. Der gesteigerte Auftragseingang, gerade aus Drittländern, führt zu Anstiegen im Einkaufsvolumen und damit verbundener Vorfinanzierung auf der Beschaffungsseite. Längere Zahlungsziele in Drittländern führen somit zu einem erhöhten Finanzierungsbedarf. Der Finanzbedarf aus diesen Entwicklungen wird überwiegend mit externen Finanzmitteln gedeckt.

Zur Deckung des zukünftigen Finanzbedarfs und zur Verbesserung der Rentabilität haben wir eine bauliche Erweiterung unserer Produktion vorgenommen. Hierdurch sind wir in der Lage unsere Produktionsmethoden umzustellen. Erste Refa-Zeitstudien zeigen, dass die neuen Produktionsmethoden wirkungsvoll sind und wir das Produktivitätsniveau im deutlich zweistelligen Prozentbereich verbessern werden können.

Bis zur vollständigen Umsetzung dieser Maßnahmen ist die Gesellschaft darauf angewiesen, dass die bestehenden Kreditlinien unverändert aufrecht erhalten werden oder es gelingt eine anderweitige Finanzierungmöglichkeiten abschließen zu können. Unsere Hausbanken haben uns signalisiert, diesen Weg mit uns zu gehen. Das Finanzierungsrisiko wird somit als moderat eingestuft.

3.3. Risiken aus gesamtwirtschlichen Umfeld

Wesentliche Risiken für unsere weitere Entwicklung resultieren zu einem großen Teil aus konjunkturellen Einflüssen auf den für uns relevanten Märkten. Den Risiken der konjunkturellen Entwicklung begegnen wir durch technologischen Vorsprung, ein attraktives Produktprogramm sowie eine breite Kundenbasis. Dem anhaltenden Wettbewerb begegnen wir durch Konzentration auf innovative, zukunftsträchtige Erzeugnisse und verbesserte Fertigungsprozesse.

Eine Vorhersage für die Marktpreisentwicklung für 2024 und 2025 ist derzeit sehr schwierig und wird sicherlich stark beeinflusst durch die weltweite Konjunkturentwicklung und die schwelenden geopolitischen Konflikte. Zudem geben die zuletzt hohen Tarifabschlüsse in Deutschland den heimischen Anbietern weniger Spielraum.

Die sehr hohe Materialbevorratung und die damit verbundene Kapitalbindung waren auch 2023 notwendig, um die Lieferfähigkeit sicherzustellen. Die Verfügbarkeit von elektronischen Bauteilen hat sich etwas verbessert. Trotzdem können wir nicht ausschließen, dass zukünftig in diesem Bereich wieder Lieferschwierigkeiten auftreten.

Um dem Risiko von Lieferengpässen entgegen zu wirken sind Bestandsanpassungen unumgänglich. Das Risiko wird von uns als moderat bis hoch eingestuft.

3.4. Vertriebsrisiken

Das Vertriebsrisiko auf Märkten außerhalb der Europäischen Union besteht in staatlichen Importbeschränkungen.

In 2023 konnten wir im Nahen Osten einige Projekte und damit Umsatzzuwächse realisieren. Dieses Absatzgebiet hat sich in den letzten Jahren für uns gut entwickelt. Der schwelende Konflikt zwischen Israel und den Palästinensergebieten und den damit geopolitischen Risiken stellt uns vor Herausforderungen. Bei einer Eskalation des Konfliktes, können wir nicht ausschließen, wichtige Projekte in diesem Absatzgebiet nicht realisieren zu können.

Das Risiko wird als gering eingestuft.

3.5. Chancen

Durch ständige Weiterentwicklung sowie Verbesserung unserer Produkte versuchen wir permanent einen technologischen Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb zu erreichen bzw. auszubauen. Der ständige Ausbau unserer Vertriebsmärkte, unter anderem durch strategische Partnerschaften, stellt eine Herausforderung sowie Chance für die ständige technologische Fortentwicklung sowie Produktneuerungen für das Unternehmen dar.

Die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen über die zukünftigen Entwicklungen beruhen auf Einschätzungen, die von den gesetzlichen Vertretern nach bestem Wissen und Gewissen zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts vorgenommen wurden. Diese Aussagen sind naturgemäß einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten unterworfen, die, falls sie eintreffen, zu Abweichungen von den geplanten Ergebnissen führen können.

 

Wickede, 15. August 2024

SCHMITZ medical GmbH

Bernd Schmitz, Geschäftsführer

Ludolf Schmitz, Geschäftsführer

Matthias Schmitz, Geschäftsführer

Friedrich Schmitz, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SCHMITZ medical GmbH, Wickede

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der SCHMITZ medical GmbH, Wickede, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SCHMITZ medical GmbH, Wickede, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht

Entgegen § 285 Nr. 9 a) HGB wurden im Anhang die Gesamtbezüge der Geschäftsführer nicht angegeben.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 15. August 2024

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Udo Banke, Wirtschaftsprüfer

Frank Kopietz, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

7 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.