LFG Value Investment Services GmbH

Pflegerstraße 33, 81247 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 192879
Vorher
LFG Kronos Investment Services GmbHLFG Value Investments Services GmbH
Eingetragen
30.6.2011
Branche
Institute für Factoring-GeschäfteVerbriefungszweckgesellschaften a. n. g.Sonstige mit Finanzdienstleistungen verbundene Tätigkeiten a. n. g.
Gegenstand
Anlagevermittlung nach § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 des Kreditwesengesetzes (KWG) ausschließlich als vertraglich gebundener Vermittler im Sinne des § 2 Abs. 10 KWG für Rechnung und unter der Haftung eines CRR-Kreditinstituts oder eines Wertpapierhandelsunternehmens, das seinen Sitz im Inland hat oder nach § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 KWG im Inland tätig ist sowie sonstige, nicht erlaubnispflichtige, Finanzdienstleitungen.

Historie

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Management

NameRolle
Hans-Peter Fliegel
seit 30.6.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (4)

NameAnteil
Blitz-09-526
100.00%
LFG Kronos Deutschland Holding GmbH
0.00%
Lavrentiadis Family Trust
0.00%
0.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Blitz-09-526
Germany
3.000.000 €
100.00%
LFG Kronos Deutschland Holding GmbH
Germany

Konzern- und Jahresabschlüsse

LFG Value Investment Services GmbH (vormals: LFG Value Investments Services GmbH)

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014

I. Allgemeine Angaben

I. 1 Grundlagen

Der Jahresabschluss wird nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie aufgrund der Zuordnung zu den Finanzdienstleistungsinstituten ab dem 1. Juli 2011 nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) in der Fassung vom 18. Dezember 1998 aufgestellt. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach teilweiser Ergebnisverwendung.

Von der Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurde gegenüber dem Vorjahr nicht abgewichen. Die im Vorjahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind in 2014 beibehalten worden.

Der Abschluss wurde in EURO aufgestellt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Forderungen an Kreditinstitute wurden mit dem Nominalwert angesetzt.

Die Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit ihrem Nennwert angesetzt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Es wurde eine Nutzungsdauer von drei Jahren zugrunde gelegt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten - vermindert um planmäßige Abschreibungen - bewertet.

Die abnutzbaren Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter (bis € 150,00) wurden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von € 150,00 bis € 1.000,00 werden in einem Sammelposten zusammengefasst und über fünf Jahre abgeschrieben.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Der Wertansatz der sonstigen Rückstellungen berücksichtigt alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung.

Fremdwährungsforderungen oder -verbindlichkeiten bestehen nicht.

III. Angaben zur Bilanz

Von den Forderungen an Kreditinstitute haben 182,4 TEuro (Vorjahr 187,7 TEuro) eine Laufzeit bis zu drei Monaten und 42,3 TEuro (Vorjahr 42,3 TEuro) eine Laufzeit von mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr. In den Forderungen an Kreditinstitute sind Forderungen an Kunden in Höhe von 152,2 TEuro (Vorjahr 113,7 TEuro) enthalten.

Die Forderungen an Kunden haben eine Restlaufzeit bis zu drei Monaten.

Die Entwicklung und Aufgliederung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände ist in der Anlage zur Bilanz dargestellt. Die Sachanlagen werden vollständig im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 39,27 Euro.

Die aktive Abgrenzung latenter Steuern betraf die vorhandenen Verlustvorträge, welche zum 31. Dezember 2011 für die Körperschaft- und Gewerbesteuer 1.251,8 TEuro betrugen. Für die Jahresfehlbeträge 2012 und 2013 wurden keine aktiven latenten Steuern gebildet. Der Gesellschafterwechsel bei der Muttergesellschaft in 2014 hatte den Wegfall der steuerlichen Verlustvorträge zur Folge. Insofern waren die aktiven latenten Steuern in Höhe von 412,5 TEuro in 2014 ertragswirksam aufzulösen. Für die nach dem Gesellschafterwechsel in 2014 entstanden anteiligen Verluste wurde auf das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern verzichtet.

Aufgrund der Aktivierung der latenten Steuern waren im Vorjahr 412,5 TEuro ausschüttungsgesperrt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen Kontokorrentkredite mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Verbindlichkeit Gesamt 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Lieferungen und Leistungen 66.816,01 66.816,01 0,00 0,00
Steuerverbindlichkeiten 5.097,30 5.097,30 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 24.901,37 24.901,37 0,00 0,00
  96.814,68 96.814,68 0,00 0,00

Die Kapitalrücklage entwickelte sich in 2014 wie folgt:

EUR
Stand 01.01.2014 0,00
Einzahlungen Gesellschafter 930.000,00
Entnahme zum Verlustausgleich 930.000,00
Stand 31.12.2014 0,00

Der Bilanzverlust gliedert sich wie folgt:

EUR
Jahresfehlbetrag -1.250.683,19
Verlustvortrag -2.560.888,43
Entnahme Kapitalrücklage 930.000,00
Bilanzverlust -2.881.571,62

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen betragen inklusive Nebenkosten ab 2015 140,9 TEuro.

Haftungsverhältnisse bestehen nicht.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach der Staffelform (Formblatt 3 RechKredV) aufgestellt.

Die Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften enthalten Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 9,7 TEuro.

Die Zinsaufwendungen in Höhe von 1,8 TEuro betreffen Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen.

Die Provisionserträge gliedern sich nach geographischen Märkten wie folgt:

Großbritannien 885,5 TEuro
Frankreich 197,2 TEuro
Zypern 37,4 TEuro
Polen 34,4 TEuro
Deutschland 22,9 TEuro
USA 18,2 TEuro
  1.195,6 TEuro

Bei den sonstigen Erträgen handelt es sich um Gewinne aus dem Abgang von Sachanlagevermögen.

Die Ertragsteuern betreffen die Auflösung der aktiven latenten Steuern (412,5 TEuro).

V. Sonstige Angaben

1. Gesellschaftsorgane

Geschäftsführer: Herr Hans-Peter Fliegel, Bankfachwirt (München)

2. Anzahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte neben dem Geschäftsführer im Geschäftsjahr durchschnittlich 7 weitere Arbeitnehmer.

3. Honorar Abschlussprüfer

Für die Prüfung des Geschäftsjahres 2014 werden 9,9 TEuro vom Abschlussprüfer berechnet.

4. Geschäfte mit nahestehenden Personen

Geschäfte mit nahestehenden Personen bestanden nicht.

5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Geschäftsführer schlägt vor, zum Ausgleich des Jahresfehlbetrages 930.000,00 EUR aus der Kapitalrücklage zu entnehmen und den verbleibenden Bilanzverlust in Höhe von 2.881.571,62 EUR vollständig auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, 10. Juni 2015

gez.: Hans-Peter Fliegel, Geschäftsführer

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2014 Abgänge Stand 31.12.2014
Euro Euro Euro
Anlagevermögen      
Immaterielle Anlagewerte      
Software 7.428,58 0,00 7.428,58
Summe immaterielle      
Anlagewerte 7.428,58 0,00 7.428,58
Sachanlagen      
Betriebs- und Geschäftsausstattung 177.925,24 6.455,30 171.469,94
Summe Sachanlagen 177.925,24 6.455,30 171.469,94
Summe Anlagevermögen 185.353,82 6.455,30 178.898,52
Abschreibungen
Stand 01.01.2014 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2014
Euro Euro Euro Euro
Anlagevermögen        
Immaterielle Anlagewerte        
Software 6.007,58 1.381,00 0,00 7.388,58
Summe immaterielle        
Anlagewerte 6.007,58 1.381,00 0,00 7.388,58
Sachanlagen        
Betriebs- und Geschäftsausstattung 87.857,24 28.066,00 2.363,30 113.559,94
Summe Sachanlagen 87.857,24 28.066,00 2.363,30 113.559,94
Summe Anlagevermögen 93.864,82 29.447,00 2.363,30 120.948,52
Buchwerte
Stand 31.12.2014 Stand 31.12.2013
Euro Euro
Anlagevermögen    
Immaterielle Anlagewerte    
Software 40,00 1.421,00
Summe immaterielle    
Anlagewerte 40,00 1.421,00
Sachanlagen    
Betriebs- und Geschäftsausstattung 57.910,00 90.068,00
Summe Sachanlagen 57.910,00 90.068,00
Summe Anlagevermögen 57.950,00 91.489,00

Bilanz

AKTIVA

Euro Euro Euro
31.12.2014 31.12.2013
1. Forderungen an Kreditinstitute      
a) täglich fällig 9.451,12   20.483,28
b) andere Forderungen 215.224,78   209.543,08
    224.675,90 230.026,36
2. Forderungen an Kunden   1.062,32 14.091,83
- darunter:      
an Finanzdienstleistungsinstitute 0,00 EUR (Vorjahr 0,00 EUR)      
3. Immaterielle Anlagewerte   40,00 1.421,00
4. Sachanlagen   57.910,00 90.068,00
5. Sonstige Vermögensgegenstände   5.170,35 3.366,03
6. Rechnungsabgrenzungsposten   14.518,22 11.765,58
7. Abgrenzung latenter Steuern   0,00 412.500,00
    303.376,79 763.238,80

PASSIVA

     
  Euro Euro Euro
    31.12.2014 31.12.2013
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten      
täglich fällig   1.733,73 2.375,28
2. Sonstige Verbindlichkeiten   96.814,68 177.351,95
3. Rückstellungen      
andere Rückstellungen   86.400,00 144.400,00
4. Eigenkapital      
a) gezeichnetes Kapital 3.000.000,00   3.000.000,00
b) Kapitalrücklage 0,00   0,00
c) Bilanzverlust -2.881.571,62   -2.560.888,43
    118.428,38 439.111,57
    303.376,79 763.238,80

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014

2014 2013
EUR EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften     9.921,52 490,82
2. Zinsaufwendungen     1.804,24 0,00
3. Provisionserträge     1.195.614,10 1.045.403,89
4. Provisionsaufwendungen     157.291,39 187.728,71
5. sonstige betriebliche Erträge     14.061,56 15.000,00
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen        
a) Personalaufwand        
aa) Löhne und Gehälter 814.983,53     1.181.741,03
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 135.032,94     192.898,26
darunter: für Altersversorgung EUR 25.247,14 (Vorjahr EUR 29.799,38)        
    950.016,47   1.374.639,29
b) andere Verwaltungsaufwendungen   919.350,72   1.236.288,87
      1.869.367,19 2.610.928,16
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen     29.447,00 37.019,00
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführung zu Rückstellungen im Kreditgeschäft     0,00 168.989,86
9. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit     -838.312,64 -1.943.771,02
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag     412.370,55 129,45
- davon latente Steuern EUR 412.500,00 (Vorjahr EUR 0,00)        
11. Jahresfehlbetrag     -1.250.683,19 -1.943.900,47
12. Verlustvortrag aus dem Vorjahr     -2.560.888,43 -1.986.987,96
13. Entnahmen aus der Kapitalrücklage     930.000,00 1.370.000,00
14. Bilanzverlust     -2.881.571,62 -2.560.888,43

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss 2014 wurde am 18. August 2015 festgestellt.

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014

I. Wirtschaftsbericht

1. Darstellung des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 2014 für das Geschäftsjahr

Die LFG Value Investment Services GmbH (nachfolgend "LFG Value") ist ein 2010 gegründetes Finanzdienstleistungsinstitut, das sich auf unabhängige und hochqualifizierte Research- und Sales-Dienstleistungen für institutionelle Investoren mit Schwerpunkt auf Europäische, börsennotierte Gesellschaften spezialisiert. Die Eintragung der Gesellschaft erfolgte am 30. Juni 2011. Die Aufnahme der Geschäftstätigkeit der LFG Kronos erfolgte am 1. Oktober 2011 und wurde entsprechend an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gemeldet.

Zu unseren Kunden zählen insbesondere Versicherungen, Pensionskassen sowie private Fondsgesellschaften in Westeuropa.

Die LFG Value ist unabhängig und frei von Interessenskonflikten, da wir keine Aktivitäten im Corporate Finance Bereich ausüben, kein Emissionsgeschäft tätigen und auch über kein eigenes Handelsbuch verfügen. Somit sind wir allein den Interessen unserer Investoren und den betreuten Unternehmen verpflichtet. Unsere Ausrichtung liegt daher alleine in der Erfüllung eines professionellen Beratungsansatzes, der sich am Anforderungskatalog unseren Kunden (Kapitalsammelstellen und börsennotierte Unternehmen) orientiert.

LFG Value verfügte zum Ende des Geschäftsjahres 2014 über die Erlaubnis gemäß § 32 Abs. 1 des Gesetzes über das Kreditwesen zum Erbringen von folgenden Finanzdienstleistungen:

Anlagevermittlung (§ 1 Abs.1 a Satz 2 Nr.1 KWG)
Anlageberatung (§ 1 Abs.1 a Satz 2 Nr.1 a KWG)

Bei der Anlagevermittlung agiert die LFG Value vermittelnd als "Introducing Broker" und nimmt nicht am Interbankenhandel teil. Im Geschäftsjahr 2014 wurden am 22.04.2014 die Erlaubnisse für die Erbringung von Platzierungsgeschäften und für die Abschlussvermittlung zurückgegeben.

Die LFG Value bezieht folgende Dienstleistungen von Börsenmaklern, bzw. Banken, z.B. der Societe Generale, London:

Anbindung an globale Handelssysteme

Settlement

Depotkontoführung

Übernahme des Kontrahentenausfallrisikos

Zum Ende des Berichtsjahres wurden Umsatzerlöse inklusive Zinserträge i.H.v. insgesamt € 1.205.535,62 (Vj. € 1.045.894,71) erzielt, das Jahresergebnis lag bei - € 1.250.683,19 (Vj. - € 1.943.900,47), was jedoch teilweise durch eine Entnahme aus der Kapitalrücklage der LFG Holding in Höhe von € 930.000,00 ausgeglichen wurde. Neben dem Verlustvortrag in Höhe von € 2.560.888,43 steht dem Geschäftsergebnis ein gezeichnetes Kapital von € 3.000.000,00 gegenüber.

2. Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 2014

Das Jahr 2014 war geprägt von einer Vielzahl geopolitischer Krisen. Ob die Annektion der Krim, die Abspaltung der Ost-Ukraine, der Dauerspannungsherd "Mittlerer Osten" oder die schleppend verlaufenden Reformbemühungen in Griechenland, immer wurde das an sich positive Klima an den Aktienmärkten durch genannte Nachrichten eingetrübt. Unter dem Strich konnte lediglich ein kleines Plus 3 pct im DAX-Index verbucht werden. Auf der anderen Seite war die Zinsbelastung für europäische Staaten so gering wie lange nicht mehr. Was für Schuldner eine willkommene Entlastung war, führte bei vielen Anlegern zu große Sorgenfalten. Gerade Lebensversicherungen und Versorgungseinrichtungen gerieten in einen Anlagenotstand. Die versprochenen Zielrenditen erweisen sich zunehmend als kaum noch erreichbar. Während Privatanleger mit Ihren Geldern aus dem Geldmarkt flüchteten und damit den Konsum belebten oder gleich ihr Erspartes im Immobilienmarkt investierten. Erste mahnende Stimmen sehen darin bereits wieder den Beginn der nächsten Anlageblase - hier vor allem in deutschen Großstädten. Der Aktienmarkt konnte von dieser Entwicklung im vergangenen Jahr jedoch nicht nachhaltig profitieren. Erinnerungen an vergangene Kursverluste erschwerten vielen Anlegern einen professionellen Umgang mit der Aktienanlage. Die Anzahl der Kapitalmarkttransaktionen blieb in Deutschland, ganz im Gegenteil zu den USA oder Asien, weiter unterdurchschnittlich und spiegelte das Misstrauen der Anleger bezüglich weiter Kurssteigerungen wieder.

Die deutsche Bankenlandschaft befindet sich weiter im Umbruch. Eine ausufernde Kostenstruktur führt nahezu in allen Bereichen zu Einsparungsmaßnahmen, nachdem bei der Vergabe von Krediten oder der Einnahme von Provisionen die Ziele bei weitem nicht erreicht werden konnten.

Das historische tief Zinsniveau wird uns auch über die nächsten Jahre begleiten und wird private und institutionelle Investoren vermehrt in den Aktienmarkt führen, als eine der wenigen Asset-Klassen, die noch eine Verbesserung der Anlagerenditen versprechen kann. Aber auch hier mehren sich die Zeichen einer Blasenbildung, spätestens in 2016, wenn die Unternehmensergebnisse den Kursteigerungen nicht mehr folgen können. Es gilt aus der Vielzahl der Anlagemöglichkeiten, die Aktien herausfinden, deren Chancen/Risikopotential noch Raum für Kurssteigerung bieten. Der qualitativ hochwertige Research-Ansatz der LFG/Alpha-Value Kooperation ermöglichst den betreuten Kapitalsammelstellen aus 460 analysierten Werten, diese Selektion auch weiterhin erfolgsversprechend vorzunehmen.

Die Geschäftsaktivität konnte im GJ 2014 erheblich gesteigert werden, u.a. wurden 57% mehr Aufträge (GJ 2014: 2.006; GJ 2013: 1.279; GJ 2012: 874) vermittelt, während das Volumen um 28% anstieg (GJ 2014: € 730,8 Mio.; GJ 2013: € 569,4 Mio.; GJ 2012: € 366,7 Mio.). Dennoch blieben die Erlöse abermals unter den budgetierten Erträgen.

3. Lage des Unternehmens

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft war im Berichtsjahr von einem Periodenverlust vor Steuern i.H.v. - € 838.312,64 geprägt, der deutlich über dem erwarteten Verlust i.H.v. - T€ 500 liegt. Unsere Ertragslage entspricht nicht den budgetierten Erwartungen.

Dem Geschäftsergebnis stehen im Berichtszeitraum Eigenmittel in Höhe von € 3.000.000,- gegenüber, die durch Zahlungen von insgesamt € 930.000,- in unsere Kapitalrücklage erhöht wurden.

Die Finanzlage entspricht nicht den Erwartungen, da abermals zusätzliche Verluste finanziert werden mussten. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft betrug 39% (Vj. 58 %).

Die Kapitalstruktur der LFG Value war bei Gründung durch ein Stammkapital von EUR 3,00 Mio. ausgestattet, dass vollständig mit der Gründung einbezahlt worden ist. Einzige Gesellschafterin der LFG Value als operativer Gesellschaft ist die LFG Value Deutschland Holding GmbH (nachfolgend "Holding").

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen. Die Verbindlichkeiten i.H.v. € 98.548,41 (Vj. € 179.727,23) sind alle kurzfristig (bis zu 1 Jahr) und betragen im Berichtsjahr 33% (Vj. 24 %) der Bilanzsumme.

Pensionsrückstellungen wurden im Berichtsjahr nicht gebildet.

Größere Investitionsvorhaben unserer Gesellschaft stehen momentan nicht an.

Wir beschäftigen ausschließlich hochqualifiziertes und engagiertes Fachpersonal.

Per 31. Dezember 2014 beschäftigte LFG Value 8 (GJ 2013: 10 MA) Mitarbeiter, während im Jahresdurchschnitt 2014 8,25 (GJ 2013: 12 MA) Mitarbeiter beschäftigt waren. Durch Anpassungen der Personalstruktur sanken die Personalkosten gegenüber Vorjahr um etwa 31%; der Anteil der Personalaufwendungen im Berichtszeitraum betrug 51 % an den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen (Vj. 53%). Zudem wurden auch die Sachkosten gegenüber Vorjahr um etwa 26 % gesenkt.

II. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Der bereits im Vorjahr begonnene Sanierungs- und Konsolidierungskurs wurde im GJ 2014 weitestgehend abgeschlossen. Die Suche nach einem neuen strategischen Investor war erfolgreich. Die laufenden Verhandlungen sind zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichtes weit fortgeschritten.

Einen wichtigen Beitrag erwarten wir von folgenden strategischen Aktivitäten:

Research-Partnerschaft

Mit dem Ausscheiden des Mitarbeiters zum 30. März 2014 hat der letzte der ursprünglich drei beschäftigten Aktienanalysten das Haus verlassen. LFG Value bietet nunmehr Research für europäische börsennotierten Unternehmen nur noch über ihren exklusiven strategischen Kooperationspartner AlphaValue Paris an, der auf Basis einer Ertragsbeteiligung vergütet wird, d.h. hier fallen keine Fixkosten an. LFG Value gibt die von AlphaValue erstellten Finanzanalysen an ihre Kunden weiter. Hierbei handelt es sich durchweg um Finanzanalysen im weiteren Sinne (siehe § 34b Abs. 5 S. 3 WpHG sowie § 5a Abs. 1 S. 1 FinAnV), d.h. diese Analysen werden nicht einem unbestimmten Personenkreis, sondern nur den namentlich bekannten Kunden der LFG Value zugänglich gemacht. LFG Value erstellt somit keine eigenen Analysen mehr.

Die durch AlphaValue erstellten und durch LFG Value genutzten Analysen stellen nicht nur ein elementares Mittel zur Kundenbindung dar, vielmehr sieht sich LFG Value in der Lage, diese Analysen ertragssteigernd in den eigenen Wertschöpfungsprozess zu integrieren. Beispiele hierfür sind u.a.

die Gewinnung neuer Kunden aus dem Segment deutscher Publikumsfondsgesellschaften.

Nutzung der Analysen im Rahmen der elektronischen Portfolioverwaltungsplattform TIM (Trade Idea Monitor). Die Nutzung der dort eingespeisten Analysen erfolgt derzeit bereits durch fünf bekannte europäische Fondsgesellschaften.

Die ersten diesbezüglichen Provisionszahlungen wurden in Q1/2014 vereinnahmt. Diese Möglichkeit der Kundenbindung soll weiter ausgebaut werden.

Geographische Expansion der Kundenbasis

LFG Value wird seine Kundenansprache auf Kapitalsammelstellen in Polen und Skandinavien ausweiten. Im Rahmen von exklusiven Kooperationsabkommen sollen weitere neue Kunden gewonnen werden. Für Polen wurde ein solcher Vertrag bereits abgeschlossen und erste Provisionszahlungen sind bereits geflossen. Für Skandinavien laufen momentan entsprechende Verhandlungen.

2. Risikobericht

2.1 Allgemeiner Risikobericht

Ein Risikomanagement-System ist eingerichtet. Das vorrangige Risiko der Gesellschaft besteht im Vertriebsrisiko. Weitere identifizierte Risiken sind:

Adressenausfallrisiko

Marktpreisrisiko

Liquiditätsrisiko

Operationelles Risiko

Die Gesellschaft hat keine Währungsrisiken.

2.2 Spezieller Risikobericht

Die Liquiditätslage ist aufgrund der unbefriedigenden Ertragslage problematisch, die bereits im Vorjahr begonnenen Maßnahmen wurden fortgeführt und weitestgehend abgeschlossen:

kostensenkende Maßnahmen (u.a. Gehaltsverzicht und Konzentration auf einen Standort)

die Zuführung weiterer Mittel aus Rücklagen (€ 930.000,00)

Angesichts der Liquiditätssituation wird seit Dezember 2012 eine detaillierte Liquiditätsplanung gemäß IDW Standard PS 800 durchgeführt.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Langfristig finanziert sich die Gesellschaft ausschließlich über Eigenkapital. Zusätzliche finanzielle Mittel wurden der Gesellschaft von Gesellschafterseite noch im ersten Halbjahr des GJ 2014 zur Verfügung gestellt. Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine konservative, mit den Aufsichtsbehörden abgestimmte, Risikopolitik.

2.3 Prognosebericht

Im Geschäftsjahr 2015 erwarten wir auf Basis der deutlich effizienteren Kostenstruktur erstmals ein positives Ergebnis.

Vor diesem Hintergrund sowie der erwarteten Liquiditätszuführung durch den neuen Investor geht die Geschäftsführung davon aus, dass die angespannte Liquiditätssituation beseitigt werden kann.

III. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

IV. Zweigniederlassungsbericht

Die Zweigstelle der LFG Value in Frankfurt/Main wurde zum 1. Mai 2014 geschlossen.

 

München, 10. Juni 2015

gez.: Hans-Peter Fliegel, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 und nicht auf den, unter Inanspruchnahme von Erleichterungsvorschriften, hier offengelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014.

Ich habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der LFG Value Investment Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Geschäftsführers der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach gem. §§ 340 Abs. 4, 340k i. V. m. § 316 HGB, § 1 Abs. 1a KWG unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. In die Prüfung einzubeziehen sind die besonderen - wirtschaftszweigspezifischen - Prüfungsgegenständegemäß § 29 KWG - Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse, Anzeigewesen und Einhaltung der Verpflichtungen aus dem Geldwäschegesetz - sowie die Einhaltung der besonderen organisatorischen Pflichten für Finanzdienstleistungsinstitute gemäß § 25a KWG. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der LFG Value Investment Services GmbH zum 31. Dezember 2014 den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weise ich darauf hin, dass sowohl die Liquiditäts- als auch die Ertragslage zum Bilanzstichtag als auch zum Prüfungszeitpunkt als angespannt bezeichnet werden müssen und der weitere Fortbestand der Gesellschaft in hohem Maße von der weiteren Umsetzung der bereits in den Vorjahren eingeleiteten strategischen Aktivitäten zur Ertragsteigerung sowie dem erfolgreichen Abschluss der Konsolidierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen abhängig ist.

 

Dresden, 10. Juni 2015

gez.: Dr. Winfried Heide, Wirtschaftsprüfer

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