Stammdaten

Register
Amtsgericht Paderborn HRB 14157
Vorher
INTILON HUB GmbH
Eingetragen
23.9.2019
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieHerstellung von Batterien und AkkumulatorenVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels Carsharing
Gegenstand
Forschung, Entwicklung und Vertrieb von Industriebatterien sowie die Bereitstellung und Untervermietung von Arbeitsplätzen an Partnerunternehmen und Startups (Coworking). Ferner wird die Gesellschaft Kooperationen mit Unternehmen, Institutionen sowie sonstigen Organisationen eingehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Boris Langerbein
seit 23.9.2019
Geschäftsführer
André Dr. Haubrock
seit 23.9.2019
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Accumulatorenwerke Hoppecke Carl Zoellner & Sohn GmbH

Brilon

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2019 bis zum 31.03.2020

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019/2020

Bereits in der zweiten Hälfte des vorangegangenen Geschäftsjahres haben wir die Neustrukturierung der HOPPECKE-Gruppe eingeleitet. Nach sorgfältiger Analyse und intensiver Vorbereitung wurde der Konzern zu Beginn des Geschäftsjahres 2019/2020 gesellschaftsrechtlich neu strukturiert und die Organisation auf sich wandelnde Markt- und Kundenbedürfnisse angepasst. Unter dem Dach der Accumulatorenwerke HOPPECKE sind die beiden Teilkonzerne HOPPECKE und INTILION entstanden. Seit dem 01.04.2019 haben die beiden Zwischenholdinggesellschaften HOPPECKE Holding GmbH (vormals Beteiligungsgesellschaft des Accumulatorenwerks Hoppecke mbH) und die INTILION Holding GmbH sowie die ihnen zugeordneten Tochterunternehmen die gesamte operative Geschäftstätigkeit übergenommen. Die Accumulatorenwerke HOPPECKE wird als Management-Holding fortgeführt. Während der Teilkonzern HOPPECKE auch weiterhin die etablierten Speichertechnologien Blei und Nickel unter sich vereint, hat der zweite Teilkonzern unter dem neuen Markennamen und der Firmierung INTILION das zuvor nur in der internen Organisation abgebildete Lithium- Cluster aufgenommen und verantwortet nunmehr sämtliche Aktivitäten rund um die neue Speichertechnologie Lithium innerhalb der HOPPECKE-Unternehmensgruppe. Hierzu wurde das Tochterunternehmen HOPPECKE Advanced Battery Technology GmbH zur INTILION GmbH umfirmiert. Die INTILION GmbH verfügt neben den zuvor bereits vorhandenen Strukturen nun ebenfalls über eine eigene Vertriebsfunktion sowie vertriebsnahe Bereiche, die insbesondere zur Entwicklung, Projektierung und Vermarktung komplexer Energiespeichersysteme erforderlich sind. Die HOPPECKE Technologies GmbH & Co. KG wurde zunächst in die INTILION Holding GmbH eingebracht und anschließend auf die INTILION GmbH verschmolzen. Die INTILION HUB GmbH wurde als neue Gesellschaft im Teilkonzern INTILION gegründet. Ihre Aufgabe wird es sein, unterschiedliche Formen der Kooperation und Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen und Institutionen zu etablieren und zu fördern. Die Gesellschaften des Teilkonzerns HOPPECKE sind, sofern sie nicht bereits eine Tochtergesellschaft der HOPPECKE Holding GmbH waren, in diese eingebracht worden. Administrative und sonstige Dienstleistungen werden überwiegend vom Teilkonzern HOPPECKE erbracht und als Shared Services an den Teilkonzern INTILION verrechnet.

Der Teilkonzern HOPPECKE agiert unverändert in den nachfolgend beschriebenen vier Anwendungsbereichen und bildet die gesamte Wertschöpfungskette von der Rohstofferzeugung bis zur Rücknahme von Batterien am Ende ihrer Nutzungsdauer ab.

Motive Power / Anwendungsbereich Trak

liefert für jede industrielle Anwendung das richtige Antriebsenergie-System. Neben verschiedenen Batteriespeichern in den Basistechnologien Blei und Nickel gehören die Ladetechnologie, Batteriewechselanlagen sowie diverse Monitoring- und Managementsysteme zum Produkt-Portfolio.

Reserve Power / Anwendungsbereich Grid und Sun

speichert und liefert Energie on demand und gewährleistet Sicherheit im Sinne einer unterbrechungsfreien Energieversorgung. Basierend auf den Kundenbedürfnissen entwickelt, fertigt und liefert HOPPECKE stationäre Batteriesysteme in den Batterietechnologien Blei und Nickel zur Stromversorgung und deren Absicherung. Anwendungen im Bereich erneuerbarer Energien gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Special Power / Anwendungsbereich Rail

bedient mit maßgeschneiderten Batteriespeichersystemen die sehr spezifischen und oftmals technologisch anspruchsvollen Kundenanforderungen in ausgewählten Marktnischen. In Abhängigkeit von der zu lösenden Aufgabe kommen die Basistechnologien Blei oder Nickel zum Einsatz. Vor allem bei der Entwicklung und der Integration komplexer Bahnbatteriesysteme ist HOPPECKE weltweit führend.

Service

unterstützt bzw. ermöglicht die Umsetzung der Geschäftsmodelle der zuvor genannten Anwendungsbereiche. Durch kundenorientierte, anwendungsspezifische Produkte und Dienstleistungen optimiert der Service den Einsatz der Energiespeicherlösungen und schafft höchsten Kundennutzen. Zur Absicherung und zum weiteren Ausbau unseres Systemgeschäftes ist die Supportfunktion Service unverzichtbar.

Aufgrund der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Energiespeichersystemen basierend auf der Lithium-Ionen-Technologie bedarf es im Teilkonzern INTILION der Fokussierung auf relevante Anwendungen und Märkte. Wie im Teilkonzern HOPPECKE stehen industrielle Anwendungen und B-to-B-Geschäftsmodelle im Vordergrund. In den Produktlinien Traction, Energy Storage (ESS) und Rail sind inzwischen zahlreiche Produktlösungen von der Standard-Batterie für Flurförderzeuge, über Großspeicher zur Nutzung regenerativer Energie bis hin zu komplexen Bahnsystemen, die in Zügen nicht nur Backup-Power für Sicherheitssysteme liefern, sondern elektrische Lokomotiven auch mit der notwendigen Antriebsenergie versorgen, entstanden.

An unserer Strategie, das Systemgeschäft in allen Anwendungsbereichen weiter zu intensivieren, halten wir fest. HOPPECKE und INTILION haben sich inzwischen als Entwicklungspartner und Systemlieferant für komplexe Anwendungen in allen Anwendungsgebieten und Batterietechnologien etabliert.

Während der Vertrieb und die Produktion sowie vertriebs- und produktionsnahe Bereiche den einzelnen Anwendungsbereichen und Produktlinien zugeordnet werden, sind die übrigen administrativen Bereich und Stabsfunktionen wie Forschung und Entwicklung, Informationstechnologie, Qualitätssicherung, Einkauf, Logistik, Personal, die kaufmännischen Bereiche sowie Recht, Compliance, Interne Revision und Steuern überwiegend zentral organisiert.

Wirtschaftsbericht

In ihrer neuen organisatorischen und gesellschaftsrechtlichen Aufstellung positioniert sich die HOPPECKE-Unternehmensgruppe als innovativer Systemanbieter mit ausgeprägter Entwicklungs-, Anwendungs- und Engineering-Kompetenz. Mit breiter Produktpalette wird Technologie-agnostisch die optimale Lösung für den individuellen Energiebedarf gesucht. Das Zielbild, elektrische Energie für jeden und überall im industriellen Umfeld verfügbar zu machen, bestimmt den Kurs des Unternehmens und das Handeln der Menschen, die in der Unternehmensgruppe beschäftigt sind.

Das zu Beginn des Geschäftsjahres 2019/2020 noch weitgehend stabile Markumfeld trübt sich in der zweiten Geschäftsjahreshälfte ein. Im vierten Geschäftsjahresquartal kommen die Folgen der sich ausbreitenden COVID-19 Pandemie hinzu. Der Ausbruch des Virus in China betrifft unmittelbar die Bleibatterie-Produktion am Standort Wuhan (CN). Nach den Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahrsfest bleibt das Werk geschlossen und darf erst nach einem 8-wöchtigen Shutdown als eines der ersten Unternehmen in der Region die Produktion wieder anfahren. In Europa schließen bedeutende Kunden im März ihre Erstausrüstungswerke, verschieben Abnahmen und Montagen.

Insbesondere die Absatzentwicklung im konjunktursensiblen Anwendungsbereich Trak (Motive Power) leidet im Geschäftsjahresverlauf zunehmend unter dem rückläufigen Absatz elektrischer Flurförderzeuge in Europa und Amerika. Der Handelsstreit zwischen China und den USA führt unter anderem zum Verlust eines großen nordamerikanischen Erstausrüstungs-Kunden, der zuvor von der lokalen HOPPECKE Vertriebsgesellschaft mit Batterien aus dem Werk Wuhan (CN) beliefert wurde. In Summe fallen die Umsatzerlöse Motive Power hinter denen des Vorjahres zurück.

Der Geschäftsbereich Grid & Sun (Reserve Power) zeigt eine weitgehend stabile Geschäftsentwicklung und knüpft bleipreisbereinigt an das Volumen der im Vorjahr fakturierten Umsatzerlöse an. Durch die weltweit zunehmende Nutzung erneuerbarer Energien sowie durch solide Zuwächse in den Anwendungsbereichen UPS (Uninterruptible Power Supply) und Telekommunikation ergeben sich für HOPPECKE attraktive Marktchancen. Gegenläufig verläuft die Marktentwicklung in den Anwendungsbereichen Oil & Gas sowie Power Generation. Niedrige Erzeugerpreise sowie strukturelle und regulatorische Veränderungen des Energiesektors begrenzen die Investitionstätigkeit und damit weiteres Wachstum für HOPPECKE in diesen Segmenten.

Mit zweistelligen Wachstumsraten gegenüber Vorjahr tragen die Geschäftsbereiche Service und Rail zu einer Stabilisierung der Umsatzentwicklung innerhalb des Teilkonzerns HOPPECKE bei. Der Service setzt damit das kontinuierliche Wachstum vergangener Jahre fort. Die in allen Anwendungsfeldern steigende Komplexität der nachgefragten Energielösungen schafft zunehmend Bedarf an höherwertigen Service- und Beratungsleistungen. Erstmals werden auch mit dem Refurbishment, also dem Aufbereiten gebrauchter Batterien für einen Wiedereinsatz, nennenswerte Umsatzerlöse erwirtschaftet. Im Anwendungsbereich Rail werden im Geschäftsjahr 2019/2020 neben wachsenden Umsätzen auch neue Höchststände bei Auftragseingang und Auftragsbestand notiert. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass seit Beginn des Geschäftsjahres 2019/2020 alle auf der Lithium-Technologie basierenden Bahnprojekte dem Teilkonzern INTILION zugeordnet werden, stellt diese Entwicklung einen beachtenswerten Erfolg dar, der die auch weiterhin hohe Akzeptanz der FNC-Technologie (Faser-Nickel-Cadmium) im internationalen Bahnmarkt einmal mehr unterstreicht.

Im Teilkonzern INTILION dominieren weiterhin die aus den Leistungs- und Lieferbeziehungen mit Gesellschaften des Teilkonzerns HOPPECKE generierten Umsatzerlöse. Im ersten Geschäftsjahr unter dem gemeinsamen Dach der INTILION entwickelt sich die externe Geschäftstätigkeit in den drei Produktlinien Rail, ESS und Traction sehr unterschiedlich. Während sich die Lithium-Bahnsysteme großen Interesses und hoher Akzeptanz bei vielen namhaften Kunden im Bahnsegment erfreuen und sich die Auftragsbücher sukzessive füllen, bedarf es in den Anwendungsfeldern ESS und Traction noch einer Intensivierung der Vertriebstätigkeit. Nach der Akquise erster Großspeicher-Projekte und zahlreichen Aufträgen im Bereich Traction Replacement (Ersatz von Bleibatterien durch Lithiumsysteme in bestehenden Fahrzeugen) gilt es, den Marktzugang zu verbreitern und die INTILION auch international zu positionieren. Im Segment ESS steht mit dem Lithium-Speicher scalebloc nun ein Volumen-Produkt zur Verfügung. Der scalebloc ergänzt die Produktpalette im Bereich der Großspeicher. Mit Speicherkapazitäten von 60 bis 500 kWh stehen Anwendungen wie Eigenverbrauchoptimierung, Peak-Shaving und Infrastrukturprojekte, zum Beispiel für den Betrieb dezentraler Elektro-Tankstellen, im Fokus. Die in vielen spezifischen Einsatzbereichen des Energiesektors bestehende Regulatorik erschwert weiterhin den Einsatz von Batteriespeichern in netzgebundenen Anwendungen.

Nach dem kontinuierlichen Wachstum der vergangenen Jahre reduzieren sich die Umsatzerlöse der HOPPECKE-Gruppe im Geschäftsjahr 2019/2020 im Vergleich zum Vorjahr um 7,1 %. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass der die Entwicklung der Umsatzerlöse signifikant beeinflussende Bleipreis im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2019/2020 mit 1.755 EUR/t rund 75 EUR/t unterhalb des Durchschnittpreises des Vorjahres liegt. Bei einem Gesamtverbrauch von etwa 50.000 t/Jahr ist ein entsprechendes Korrektiv zu berücksichtigen. Die regionale Verteilung der Umsatzerlöse bleibt im Vorjahresvergleich nahezu unverändert. Neben Deutschland ist China der bedeutsamste Absatzmarkt. Mit der Gründung weiterer Vertriebsgesellschaften in Malaysia und Brasilien wird die internationale Präsenz der HOPPECKE-Unternehmensgruppe weiter ausgebaut und der Zugang zu sich entwickelnden Märkten gestärkt.

Die für HOPPECKE relevanten Rohstoffmärkte werden im Geschäftsjahr 2019/2020 von großer Volatilität dominiert. Erstmals seit August 2017 fällt der monatliche Durchschnittspreis für das Industriemetall Blei an der London Metal Exchange (LME) im Mai 2019 wieder unter die Marke von 1.700 EUR/t. Seit Juni 2019 sind an der LME zunächst kontinuierlich steigende Notierungen zu beobachten. Der Höhepunkt dieser Entwicklung wird im Oktober 2019 mit einem Monatsdurchschnitt von 1.976 EUR/t erreicht. Seither fallen die Notierungen an der LME tendenziell und nähern sich zunächst einem Monatsdurchschnitt von etwa 1.700 EUR/t an. Im März 2020 brechen die Notierungen an der LME infolge der sich ausbreitenden COVID-19 Pandemie um 140 EUR/t gegenüber dem Vormonat ein und schließen mit einem monatlichen Durchschnittskurs von 1.577 EUR/t. Im Geschäftsjahresdurchschnitt liegen die Blei-Notierungen an der LME 76 EUR/t (- 4,2 %) unter denen des Vorjahres. Im Abgleich mit den Bleipreisen an der Shanghai Metal Exchange (SHME), die für die Preisbildung der Einkaufspreise unseres chinesischen Werkes Wuhan maßgeblich sind, werden zu Beginn des Geschäftsjahres 2019/2020 noch Unterschiede von bis zu 15 % zu den Notierungen der LME beobachtet. Diese Differenz schmilzt im Verlauf des ersten Halbjahres vollständig ab. In der zweiten Geschäftsjahreshälfte liegen die Notierungen beider Börsenplätze auf nahezu gleichem Niveau. Neben dem bereits erwähnten Einfluss auf die Umsatzerlöse führen sinkende Bleipreise zu einer Abwertung unseres bleihaltigen Vorratsvermögens.

Die Notierungen für Nickel verlaufen an der LME weitgehend parallel zur Bleipreisentwicklung. Den im ersten Quartal sinkenden Notierungen folgt ein Preisanstieg im zweiten Quartal, der mit einem Monatsdurchschnittskurs von 16.061 EUR/t im September 2019 seinen Höchststand findet. In der zweiten Geschäftsjahreshälfte ist ein kontinuierlicher Preisverfall zu beobachten. Auch hier zeigt sich der Einfluss der Corona Pandemie mit deutlichen Abschlägen im März 2020 (- 8,2 % zum Vormonat). Im Jahresmittel werden 12.598 EUR/t notiert. Gegenüber Vorjahr (11.125 EUR/t) ein erneuter Anstieg um 1.473 EUR/t (+ 13,2 %). Trotz der zuletzt weiter sinkenden Preise erwarten wir bei Nickel - anders als bei Blei - infolge der mittel- und langfristig wachsenden Nachfrage tendenziell steigende Notierungen.

Die Produktionsleistung über alle Standorte und Sparten liegt in Summe leicht unter dem Vorjahresniveau. Der Trend, anteilig mehr Umsatzerlöse mit Dienstleistungen und Handelsware zu erwirtschaften, setzt sich im Geschäftsjahr 2019/2020 fort. Treiber dieser Entwicklung ist vor allem der stetig steigende Anteil komplexerer Energiesysteme im abgesetzten Produktmix. Die Leistung der Metallhütte HOPPECKE wird durch ein Brandschadensereignis im August 2019 begrenzt. Mutmaßlich ausgelöst durch den Fehlwurf einer Lithiumbatterie hat das Feuer Teile der Gebäudehülle und der Dachkonstruktion des Altbatterielagers sowie die Fördertechnik zur Beschickung der nachfolgenden Produktionsanlagen zerstört. Die Wiederherstellung der zerstörten Gebäudeteile und Anlagen wird voraussichtlich bis Juni 2020 dauern. Nach wenigen Stillstands-Tagen konnte der Schmelz- und Raffinationsbetrieb der Metallhütte im Teillastbetrieb wieder aufgenommen werden. Die Zerkleinerung und Separation der Altbatterien erfolgen bis auf weiteres durch externe Dienstleister. Fehlende Bleimengen zur Versorgung der Batterieproduktion am Standort Hoppecke konnten kurzfristig extern beschafft werden.

Unsere umfangreichen Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung haben wir konsequent fortgeführt. Unter Einsatz breitflächig eingeführter Lean-Management-Methoden wurden bestehende KVP-Systeme in die neue Systematik integriert und dynamisiert. Ebenso sind unsere Qualifizierungsmaßnahmen an allen Standorten weltweit fortgesetzt worden. Insgesamt konnten im Geschäftsjahr 2019/2020 bei einer Beteiligungsquote von annähernd 72 % der Mitarbeiter insgesamt 468 Trainings erfolgreich durchgeführt werden.

Die Umsatzerlöse sinken - anteilig bedingt durch niedrigere Rohstoffpreise - gegenüber dem Geschäftsjahr 2018/2019 nominal um 30,4 Mio. EUR auf 400,6 Mio. EUR. Der Anwendungsbereich Grid & Sun (Reserve Power) löst die Business Unit Motive Power als umsatzstärkste Geschäftseinheit im Konzern ab.

Die Gesamtleistung, die sich aus den Konzernumsatzerlösen, den Veränderung des Bestandes an unfertigen und fertigen Erzeugnissen sowie den aktivierten Eigenleistungen ergibt, sinkt im Vorjahresvergleich um 35,0 Mio. EUR und erreicht am Ende des Geschäftsjahres 2019/2020 399,1 Mio. EUR.

Der Entwicklung der Umsatzerlöse folgend sinkt der Materialaufwand gegenüber Vorjahr um 20,5 Mio. EUR auf 220,6 Mio. EUR. Die Materialaufwandsquote bleibt mit 55,3 % der Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahreswert von 55,6 % nahezu unverändert.

Das Rohergebnis des Geschäftsjahres 2019/2020 wird mit 186,2 Mio. EUR ausgewiesen, gegenüber dem Vorjahr eine Verminderung um 13,9 Mio. EUR.

Die Personalaufwendungen (einschließlich der Aufwendungen für Zeitarbeitnehmer) steigen um 6,4 Mio. EUR auf 114,8 Mio. EUR (Vorjahr 108,4 Mio. EUR). Die Personalaufwandsquote als Quotient aus Personalaufwand und Gesamtleistung steigt auf 28,8 % (Vorjahr 24,0 %). Hier spiegelt sich zum einen die wachsende Mitarbeiteranzahl zur Ingangsetzung unserer Lithium-Aktivitäten wider. Zum anderen führt ein Restrukturierungsprogramm zur Anpassung des Personalbestandes an die Beschäftigungslage zu einmaligen Mehraufwendungen von 1,2 Mio. EUR. In dem infolge der sich ausbreitende COVID-19 Pandemie umsatzschwachen vierten Quartal des Geschäftsjahres 2019/2020 gelingt es nicht, den Personalaufwand mit gleicher Geschwindigkeit an den Rückgang der Umsatzerlöse anzupassen. Insbesondere in China fallen die relativen Lohnkostensteigerungen im Vergleich zu anderen HOPPECKE-Standorten auch weiterhin höher aus.

Im Vergleich zum Vorjahr (12,8 Mio. EUR) zeigt sich eine Intensivierung der Investitionstätigkeit. Im Laufe des Geschäftsjahres 2019/2020 sind Investitionen im Umfang von

17,6 Mio. EUR getätigt worden. Neben der Investition in ein neues Gebäude in der Nähe von Poznan (PL), welches die Geschäftstätigkeit der polnischen Vertriebs- und Servicegesellschaft aufnimmt, verfolgten die übrigen umgesetzten Investitionen Erweiterungs- und Rationalisierungsvorhaben im Rahmen unserer strategischen Werksleitplanung.

Die Abschreibungen auf immaterielle Werte und Sachanlagen liegen mit aktuell 11,9 Mio. EUR leicht über dem Werteverzehr des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (ohne Aufwendungen für Zeitarbeitnehmer) steigen gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Mio. EUR auf insgesamt 66,4 Mio. EUR.

Das Währungsergebnis fällt von + 1,0 Mio. EUR im Vorjahr auf - 0,2 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2019/2020. Die Zinsaufwendungen übersteigen die Zinserträge um rund 1,1 Mio. EUR. Damit verbessert sich das Zinsergebnis im Vorjahresvergleich um rund 0,2 Mio. EUR. Der saldierte Ertrag aus den Zinseffekten aus der Bewertung längerfristiger Rückstellungen beträgt 0,6 Mio. EUR (Vorjahr 0,5 Mio. EUR).

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betragen 2,4 Mio. EUR. Das Konzernergebnis nach Steuern fällt mit einem Fehlbetrag von - 11,6 Mio. EUR nach einem Jahresüberschuss von 6,1 Mio. EUR im Vorjahr deutlich niedriger aus und ist in besonderem Maße durch die zuvor bereits genannten Sondereinflüsse geprägt.

Im Jahresdurchschnitt wurden weltweit 2.073 Mitarbeiter/innen beschäftigt (Vorjahr 2.037). Aufgrund der sich eintrübenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wurden in Deutschland sowie in den europäischen Vertriebsgesellschaften vornehmlich im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2019/2020 Personalmaßnahmen zur Reduzierung des Beschäftigungsniveaus vorgenommen. Während die Aufwendungen für diese Restrukturierungsmaßnahmen im Personalaufwand des Berichtsjahres weitgehend enthalten sind, erfolgt der Personalabbau größtenteils im Folgejahr. Die Anzahl der Ausbildungsplätze blieb konstant auf einem hohen Niveau.

Die Bilanzsumme der Konzernbilanz beträgt 290,1 Mio. EUR. Der Kapitalumschlag sinkt mit 1,4 unter das Niveau des Vorjahres (1,6). Die Eigenmittel (Eigenkapital sowie Genussrechtskapital und Verbindlichkeiten gegenüber Genussrechtsinhabern) reduzieren sich auf 122,6 Mio. EUR. Die Eigenmittelquote der Konzernbilanz sinkt aufgrund der Eigenmittelentwicklung in Kombination mit der verlängerten Bilanzsumme auf 42,3 %. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhen sich im Vorjahresvergleich um 32,9 Mio. EUR und betragen zum Bilanzstichtag 82,3 Mio. EUR. Eine Entwicklung, die insbesondere durch den Aufbau der flüssigen Mittel von 8,4 Mio. EUR im Vorjahr auf aktuell 42,7 Mio. EUR beeinflusst wird. Aufgrund der im Verlauf der COVID-19 Pandemie zunehmenden Verunsicherung über das Ausmaß möglicher wirtschaftlicher Folgen wurde abweichend von der bisher üblichen Bilanzpolitik bewusst mehr Liquidität vorgehalten. Die anteilige Nutzung der vorgehaltenen flüssigen Mittel zur Optimierung der Bilanzstruktur hätte einen Kapitalumschlag auf dem Niveau des Vorjahres ermöglicht.

Von den Möglichkeiten der Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde im Geschäftsjahr 2019/2020 kein Gebrauch gemacht.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist im abgelaufenen Geschäftsjahr als stabil zu bezeichnen. Die HOPPECKE-Unternehmensgruppe war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen termingerecht nachzukommen.

Chancen- und Risikomanagement

Die HOPPECKE-Unternehmensgruppe ist mit der Verstärkung und dem Ausbau der weltweiten Geschäftstätigkeit zahlreichen Risiken ausgesetzt. Neben den operativen Risiken sind Finanzrisiken wie die aus Rohstoffpreis-, Wechselkurs- und Zinsänderungen zu nennen.

Den Risiken aus Wechselkursschwankungen begegnen wir seit Jahren durch ein aktives Währungsmanagement, welches zentral gesteuert wird und sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/2020 bei Währungsschwankungen bewährt hat. Zu den Maßnahmen zählen sowohl zusätzliche Grundgeschäfte, um offene Währungspositionen zu vermindern bzw. zu schließen, als auch die üblichen Kurssicherungsinstrumente, insbesondere Termingeschäfte, die wir auch für einige ausländische Tochtergesellschaften koordinieren. Aufgrund der volatilen Rohstoff preise haben wir bereits in den vergangenen Jahren unsere Absicherungsregeln ergänzt. Die Ausrichtung folgt dabei festen Grundsätzen und Strategien, die sich in der Vergangenheit bewährt haben. Eine Überprüfung dieser Grundsätze erfolgt in regelmäßigen Zeitabständen. Anpassungen und Ergänzungen waren nur in geringem Umfang notwendig.

Risiken, die sich aus Marktveränderungen mit Auswirkungen auf unser Produktportfolio ergeben, prognostizieren wir durch eine jährliche, ggf. auch situative Überprüfung unserer strategischen Produkt- und Marktausrichtung. Dabei gehen wir auch auf sich verändernde Kundenanforderungen ein. Die daraus entwickelten strategischen Eckdaten sind Maßstab für die kurz- und mittelfristige Unternehmensplanung. Sie werden laufend unterjährig überprüft und ggf. angepasst.

Die im Zusammenhang mit dem Abschluss von Rahmenverträgen mit Großkunden erweiterten Gewährleistungs- und Haftungsrisiken werden durch unser Vertragsmanagement überwacht und transparent gemacht. Vom Standard abweichende Regelungen werden über etablierte Genehmigungswege entschieden. Unterstützung leistet hier unsere mit einem Juristen besetzte Position der Vertragsprüfung. Verbleibende Risiken werden mittels eines erweiterten Versicherungsschutzes abgesichert. Für versicherbare Risiken besteht ein ausreichender Versicherungsschutz, welcher jährlich überprüft wird. Die Deckungssummen werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst.

Die operativen Konzerngesellschaften sichern ihre Kundenforderungen überwiegend durch Warenkreditversicherungen ab. Das operative Mahn- und Inkassowesen wird in Deutschland zentral gemanagt. In den Tochtergesellschaften erfolgt eine zentrale Überwachung des lokalen Forderungsmanagements durch das Beteiligungscontrolling der Muttergesellschaft. Darüber hinaus haben wir ein Risikomanagement installiert, welches auch unsere Lieferantenbeziehungen umfasst.

Die Steuerungsinstrumente werden kontinuierlich weiterentwickelt und folgen den Markt- und organisatorischen Veränderungen. Unsere Anwendungen in den Bereichen IT, Internet und Intranet sind durch geeignete Maßnahmen gegen unberechtigte Zugriffe geschützt. Datenschutzrelevante Prozesse (intern wie extern) wurden im Zuge der Umsetzung auf die neuen Anforderungen der EU-Datenschutzgrundverordnung einem umfangreichen Datenschutz-Check unterzogen. Die gesetzlichen und unternehmensinternen Anforderungen werden dabei berücksichtigt. Um den immer komplexer werdenden Anforderungen im Bereich Datenschutz auch weiterhin gerecht zu werden, arbeiten wir seit einiger Zeit mit einem externen Datenschutzbeauftragten zusammen.

Bei erkennbarem Regulierungsbedarf werden geeignete Richtlinien erstellt, in Kraft gesetzt und einer regelmäßigen Überprüfung unterzogen. Hierzu gehören unter anderem eine umfangreiche IT-Richtlinie, eine Unterschriften-Richtlinie, die konsequent das Vier-Augen- Prinzip vorschreibt, eine Datenschutz-Richtlinie sowie eine den unterschiedlichsten Anforderungen angepasste Vertragsmanagement-Richtlinie. Eine Compliance-Richtlinie, die die Themen Kartell-Compliance und Korruptionsprävention umfasst, sowie ein Verhaltenskodex bestehen für alle HOPPECKE-Gesellschaften. Umfangreiche Schulungen zur Anwendung dieser Richtlinien haben auch unter Einbindung relevanter Mitarbeiter/innen unserer ausländischen Tochtergesellschaften in den vergangenen Jahren wiederholt stattgefunden. Im Geschäftsjahr 2019/2020 wurden die Einhaltung rechtlicher Rahmenbedingungen, interner Regeln und zentraler Vorgaben durch einen internationalen Compliance Check unter Einbezug aller operativen Konzerngesellschaften durchgeführt. Gewonnene Erkenntnisse sind inzwischen in konkrete Maßnahmen zur Sicherstellung der Einhaltung der relevanten Gesetze, Richtlinien und freiwilligen Kodizes umgesetzt worden. Ein System zur Risikobewertung ist implementiert und in das zentrale Unternehmenscontrolling integriert. Die Funktion der Internen Revision ist ebenfalls im Unternehmen etabliert und wird bei Bedarf durch externe Kräfte unterstützt. Ein Compliance-Beauftragter, der Leiter der Internen Revision sowie ein externer Datenschutzbeauftragter berichten regelmäßig an die Geschäftsführung. Im Geschäftsjahr 2017/2018 wurde unsere Compliance-Organisation durch die Einführung einer externen, unabhängigen Ombudsmann-Stelle verstärkt.

Bereits im Mai 2012 ist HOPPECKE der Initiative der Vereinten Nationen "Global Compact" beigetreten. Global Compact wurde von den Vereinten Nationen im Jahr 2000 ins Leben gerufen und verpflichtet auf freiwilliger Basis Unternehmen sowie sonstige Organisationen zur Einhaltung sozialer und ökologischer Prinzipien. Die Initiative hat sich zehn Prinzipien in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung gesetzt, deren Unterstützung sie von ihren Mitgliedern fordert. Seit Juli 2013 haben wir regelmäßig die jährlich abzugebende Fortschrittsmitteilung abgegeben, mit der unser Unternehmen konkrete Schritte bei der Unterstützung der zehn Prinzipien des UN-Global-Compact dargelegt hat. Die Fortschrittsmitteilungen aller Mitglieder können über die Internetseite des UN-Global Compact eingesehen werden.

Die Einhaltung interner wie externer Richtlinien und Standards wird regelmäßig und systematisch durch die Funktion Interne Revision im Auftrag der Geschäftsführung überprüft. Bei Prüfungen erkannte Abweichungen werden abgestellt, festgestellte Verbesserungspotenziale systematisch umgesetzt und - sofern sinnvoll - auf alle Gesellschaften im Konzern übertragen. Die Wirksamkeit umgesetzter Maßnahmen wird durch regelmäßig stattfindende Wiederholungsaudits systematisch überprüft.

Um das Know-how der Mitarbeiter in den verschiedensten Fachbereichen langfristig für das Unternehmen zu sichern und insbesondere auf einen breiten Kreis von Nachwuchskräften auszurichten, führen wir das Ausbildungsangebot der HOPPECKE Academy bedarfsorientiert weiter. Die Einführung einer elektronischen e-Learning-Plattform sichert vielen Mitarbeitern/innen einen breiten Zugang zu unternehmensspezifischen und allgemeinen Lerninhalten und Weiterbildungsangeboten. Darüber hinaus wurde inzwischen ein System zur Know-how-Sicherung (Wissensmanagement) installiert.

Unsere Finanzierung haben wir mit der Erneuerung des Konsortialdarlehensvertrags im Geschäftsjahr 2019/2020 vorzeitig für weitere fünf Jahre gesichert. Die zur Verfügung stehenden Finanzierungslinien sichern das geplante weitere Wachstum sowie hierfür erforderliche Investitionen der Gruppe nachhaltig ab. Ein Teil der Kundenforderungen wird zur Verbesserung der Liquidität sowie Reduzierung der Bilanzsumme im Wege des regresslosen Factorings veräußert.

Die Versorgung mit Produktionsmaterial, insbesondere den Rohstoffen Blei und Nickel, stellen wir durch langfristige Verträge und sorgfältige Lieferantenauswahl sicher. Durch Produktionssteigerungen der Metallhütte HOPPECKE haben wir unsere Eigenversorgung mit dem bedeutendsten Rohstoff Blei kontinuierlich gestärkt. Die Beurteilung der Bonität und der Leistungsfähigkeit unserer Lieferanten sichern wir durch ein etabliertes System der Lieferantenbeurteilung, Auditierungen und regelmäßige Strategiegespräche ab. Unsere Anstrengungen, Zweitlieferanten aufzubauen und alternative Materialien zu qualifizieren, werden weiter forciert und sind Gegenstand laufender Projekte.

Den im Controlling mit betriebswirtschaftlichen Auswertungen begonnenen Auf- und Ausbau eines Management-Informationssystems haben wir in den vergangenen Jahren auf weitere Funktionsbereiche ausgerollt. Heute stehen auch den Bereichen Produktion, Logistik, Einkauf, Personalwesen und Vertrieb umfassende, ständig aktualisierte Datenmodelle zur Verfügung, die für Transparenz in immer mehr Geschäftsprozessen sorgen und damit wertvolle Entscheidungs- und Steuerungsinformationen liefern. Abweichungen können so noch schneller erkannt und Maßnahmen zur Gegensteuerung eingeleitet werden. Im Geschäftsjahr 2017/2018 haben wir dieses Management-Informationssystem erstmals auch im Planungsprozess eingesetzt und den Funktionsumfang des Planungswerkzeuges im Geschäftsjahr 2019/2020 noch einmal deutlich erweitert. Ziel ist ein integriertes, konzernweites Planungsinstrument, welches auch komplexe Ad-hoc-Simulationen und rollierende Planungsprozesse unterstützt. Ein System zur Konsolidierung der Einzelgesellschaftsergebnisse wurde bereits vor mehreren Jahren erfolgreich implementiert und im Geschäftsjahr 2019/2020 erstmals auch zur Konsolidierung gemäß der neuen Konzernstruktur eingesetzt.

Um bei einer wachsenden Vertriebs- und Serviceorganisation mit international verwobenen Kundenstrukturen mehr Transparenz und bessere Steuerungsinformationen zu generieren, haben wir im Geschäftsjahr 2017/2018 das CRM-System Salesforce eingeführt. Die aufbereiteten Informationen helfen uns, Vertriebschancen systematisch zu erkennen und konsequenter als bisher zu nutzen. Nach erfolgreicher Implementierung in der DACH-Region wurde das System in den nachfolgenden Geschäftsjahren auf weitere europäische Tochtergesellschaften ausgeweitet.

Im Bereich Risikomanagement wurden mit Hilfe eines IT-gestützten Bewertungstools weitere Risiken identifiziert, bewertet und Maßnahmen zur Risikovorsorge erarbeitet. Bestandsaufnahmen und Analysen von Risiken im Bereich der Betriebsunterbrechung und weiterer Risikobereiche erfolgen regelmäßig. Die hieraus abzuleitenden Vorsorgemaßnahmen wurden bewertet und in eine Umsetzungsplanung überführt.

Im Geschäftsjahr 2019/2020 wurde ein digitales Integriertes Management System (IMS) eingeführt, um Standards und Vorgabedokumente einfach und übersichtlich zu managen und aktuell zu halten. Gegenstand der Migration waren Arbeits-, Verfahrens-, Prüf-, Sonderanweisungen, Prozesse, Richtlinien, Handbücher, Betriebsanweisungen und Gefahrstoff-betriebsanweisungen.

Nach Ausbruch der COVID-19 Pandemie im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2019/2020 wurde innerhalb kürzester Zeit ein sogenanntes COVID-19-Nerve-Center zur zentralen Information und Steuerung der Risiko-Cluster Mitarbeitergesundheit, Liquidität, Supply Chain und Kunden aufgebaut. Basierend auf tagesaktuellen Informationen werden von der Geschäftsführung kurzzyklisch die notwendigen Entscheidungen getroffen, um situativ auf die Entwicklung der Lage zu reagieren.

Prognosebericht

In Folge der sich zu Beginn des neuen Geschäftsjahres 2020/2021 ausbreitenden COVID-19 Pandemie bestehen erhebliche Unsicherheiten über die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft. Prognosen sind unter diesen sich ständig wandelnden Rahmenbedingungen naturgemäß schwierig und von nur kurzer Halbwertzeit. Um mit der gegebenen Unsicherheit umzugehen und in der Lage zu sein, situativ mit hoher Geschwindigkeit präzise entscheiden zu können, wurden neben der üblichen Geschäftsjahresplanung weitere Szenarien entwickelt, die unterschiedliche Verläufe der COVID-19 Pandemie unterstellen und hieraus die wirtschaftlichen Folgen für das Unternehmen ableiten. Für jedes Szenario wurden Maßnahmen definiert, deren Umsetzung bei Eintritt des jeweiligen Verlaufs die wirtschaftlichen Folgen abfedern und damit zur Stabilität des Unternehmens beitragen. Die Annahmen und Prämissen, die den einzelnen Szenarien zugrunde liegen, werden regelmäßig am Verlauf der COVID-19 Pandemie gespiegelt und bei Bedarf angepasst.

Die zu Beginn des Geschäftsjahres 2020/2021 vorhandenen Auftragsbestände liegen in Summe in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Auf Ebene der Geschäftsbereiche werden im Vorjahresvergleich aber Unterschiede erkennbar. Im Teilkonzern HOPPECKE ist der Auftragsvorrat im konjunktursensiblen Anwendungsbereich Trak (Motive Power) unter das Vorjahresniveau gefallen. Für Reserve Power (Anwendungsbereich Grid & Sun) werden weiterhin stabile Auftragseingänge und -bestände gemeldet und in der Sparte Special Power (Anwendungsbereich Rail) reicht der vorhandene Auftragsbestand bereits bis in die Folgejahre hinein und führt zu einer weitreichenden Grundauslastung der Produktionskapazitäten, die nach Anpassung der Schichtsysteme vollumfänglich genutzt werden. Im Bereich Service sichert der mittlerweile vorhandene Bestand an mittel- und langfristigen Wartungs- und Dienstleistungsverträgen die Grundbeschäftigung unserer Servicetechniker weitgehend ab. Die allgemein niedrige Investitionsbereitschaft führt dazu, dass bei vielen Kunden Fahrzeuge und Batterien länger genutzt und wiederholte Serviceeinsätze einer Ersatzbeschaffung vorgezogen werden. Im Teilkonzern INTILION zeigt sich ein ähnliches Bild. Im Bahnbereich konnten immer wieder Projekte mit langer Laufzeit akquiriert werden. Die vertraglich fixierten Liefertermine der gegenständlichen Lithium-Batteriesystem reichen auch hier bis in die Folgejahre. Die Auftragsbestände in den Produktlinien ESS und Traction sind hingehen weniger bedeutend.

In den meisten Produktionsbereichen stehen ausreichende Fertigungskapazitäten zur Produktion der erwarteten Auftragseingänge zur Verfügung. In Engpassbereichen werden durch Erweiterungsinvestitionen bzw. angepasste Schichtmodelle die notwendigen Kapazitäten im Laufe des Geschäftsjahres 2020/2021 geschaffen. Nach dem Brandschadensereignis im August 2019 wird die Metallhütte HOPPECKE zu Beginn des zweiten Geschäftsjahresquartals 2020/2021 ebenfalls wieder über die volle Produktionskapazität verfügen. Dank verbesserter Planungs- und Fertigungssteuerungsprozesse gelingt es, die Lieferzeiten auch bei zunehmender Volatilität der Auftragseingänge weitgehend an den Kundenanforderungen auszurichten. Mit hoher Akribie arbeiten wir daran, weitere Verbesserungen in der ODT-Prozesskette (Order-to-Delivery) im Sinne unserer Kunden umzusetzen.

Vor dem Hintergrund einer schrumpfenden Weltwirtschaft zeigen die aktuellen Auftragseingänge der HOPPECKE-Gruppe insgesamt eine relativ stabile Entwicklung. Insbesondere im chinesischen Markt ist nach Wochen des Shutdown eine intensive Belebung der Geschäftstätigkeit zu beobachten. Weiterreichende Prognosen sind angesichts der aktuellen, durch die COVID-19 Pandemie deutlich beeinflussten Lage kaum möglich.

Nachdem sich unsere Entwicklungsaktivitäten in den letzten Jahren auf die Kommerzialisierung und Industrialisierung des Lithium-Speichers in unterschiedlichen Anwendungsbereichen konzentriert haben, gilt es, auch die Speichertechnologien Blei und Nickel innovativ an sich wandelnde Kundenbedürfnisse anzupassen. In allen drei Speichertechnologien Blei, Nickel und Lithium werden im Geschäftsjahr 2020/2021 Produktinnovationen umgesetzt bzw. deren Industrialisierung vorangetrieben.

An den Rohstoffmärkten waren seit Ausbruch der Corona Krise überwiegend fallende Notierungen zu beobachten. Auch die Industriemetalle Blei und Nickel konnten sich diesem Trend nicht entziehen. Derzeit beobachten wir eine Stabilisierung der Preise auf niedrigem Niveau. Durch Sicherungsgeschäfte für bereits vereinnahmte Aufträge haben wir vor allem im Bereich Nickel größere Mengen fixiert. Im Bleibereich ist das überwiegende Geschäftsvolumen durch vereinbarte Preisgleitklauseln abgesichert. Unsere Währungspositionen versuchen wir, durch ein Netto-Hedging weitestgehend zu schließen. Zinssicherungsinstrumente liegen vor und können im Bedarfsfall eingesetzt werden.

Unsere Aktivitäten im Bereich des Lean-Managements treiben wir weiter voran. Das HOPPECKE Excellence System dient der Operationalisierung der Lean-Philosophie im Unternehmen und ist mittlerweile fester Bestandteil des täglichen Handelns. Im Geschäftsjahr 2020/2021 wird der Fokus auf den End-to-End Prozessketten liegen, um nach der Optimierung einzelner Prozesse auch systematisch an den Schnittstellen zwischen einzelnen Teilprozessen zu arbeiten. Die Einführung des digitalen Managementsystems hilft uns bei der Visualisierung der Prozessketten wie auch bei der Messung der Prozessgüte. Die HOPPECKE Academy unterstützt den Change-Prozess durch gezielte Weiterbildungsangebote für Führungskräfte und Mitarbeiter.

Im Produktentstehungsprozess hat sich die Bündelung unserer Entwicklungsaktivitäten mit einer klaren Ressourcenallokation auf wenige zukunftsweisende Entwicklungsprojekte bewährt. In einem zunehmend dynamischen Marktumfeld wird die Kennzahl time-to-market neben der Identifizierung und der Fokussierung auf die zukunftsträchtigen Anwendungen immer mehr zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Die Möglichkeit, elektrische Energie über innovative Batteriespeicher in immer neuen Anwendungen verfügbar zu machen und damit eine gesellschaftlich und politisch gewollte Veränderung der Energieerzeugung, -nutzung und -verteilung in Teilen zu ermöglichen, sind für uns Ansporn und Herausforderung zugleich.

Umweltschutz und Qualitätsmanagement sind unverzichtbare Elemente zur Sicherung der Standorte und der Kundenbeziehungen. Wir haben zu Beginn des Geschäftsjahres 2020/2021 erste Wiederholungsaudits erfolgreich durchgeführt. Weitere Zertifizierungen sind im Laufe des Geschäftsjahres vorgesehen. Die Qualifizierung unserer Mitarbeiter wird weiter intensiviert. Dabei stehen Maßnahmen zur Unterstützung der Erreichung unserer strategischen wie operativen Ziele sowie Anforderungen aus technologischen Veränderungen im Vordergrund.

Um in einer wachsenden Organisation die Konformität unseres Handelns mit den jeweils geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen und internen Regeln sicherzustellen, haben wir im vergangenen Jahr einem umfassenden Compliance-Check der internationalen Organisation durchgeführt. Aus den gewonnenen Erkenntnissen wurden inzwischen Maßnahmen abgeleitet, deren Umsetzung im Laufe des Geschäftsjahres 2020/2021 erfolgen wird. Die Bestellung eines externen Datenschutzbeauftragten sowie die Installation eines Ombudsmanns, der weltweit allen internen und externen Stakeholdern in Zweifelsfällen als neutrale, auf Wunsch anonyme Kontaktstelle zur Verfügung steht, sind bereits umgesetzte Maßnahmen zur Absicherung dieser Konformität.

Im Geschäftsjahr 2019/2020 bestanden keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährdet hätten. Bestandsgefährdende Risiken sind auch für die kommenden Jahre nicht erkennbar.

Ausgehend von der aktuellen, unter dem Einfluss der COVID-19 Pandemie stehenden Marktlage ist die Formulierung einer konkreten Umsatz- und Ergebniserwartung für das Geschäftsjahr 2020/2021 ausgesprochen schwierig. Unter der Annahme des Ausbleibens einer zweiten Infektionswelle, der Vermeidung weiterer Shutdowns sowie der allmählichen Stabilisierung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erwarten wir in der zweiten Geschäftsjahreshälfte wieder steigende Umsatzerlöse, die im vierten Geschäftsjahres-Quartal an das Umsatzniveau des Vorjahres heranreichen könnten. In Kombination mit verminderten Personal- und Sachaufwendungen sowie nur leicht sinkenden Roherträgen zeichnet sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019/2020 eine Verbesserung der Ergebnissituation ab. Unter den gegebenen Umständen werden wir weiter situativ agieren, um den Kurs des Unternehmens mit hoher Umsetzungsgeschwindigkeit an sich wandelnde Rahmenbedingungen anzupassen. Ausgearbeitete Szenarien möglicher Verläufe der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung bilden den Entscheidungsrahmen.

 

Brilon, den 26. Juni 2020

Dr. Marc Zoellner, Geschäftsführer

Konzernbilanz zum 31. März 2020

(Amtsgericht Arnsberg - Handelsregister-Nr. HRB 3989)

Aktivseite

Stand 31.03.2020 Stand 31.03.2019
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.565.852,60 2.956.322,53
2. Geschäfts- oder Firmenwert 314.100,00 496.500,00
3. Geleistete Anzahlungen 293.361,10 183.578,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 37.728.313,74 35.249.558,61
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.758.369,01 19.447.244,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.623.314,93 22.145.292,63
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.061.537,49 2.900.515,83
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 29.075.972,15 25.765.971,32
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 17.303.528,68 16.107.234,61
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 42.874.527,03 46.248.100,91
4. Geleistete Anzahlungen 616.504,68 501.214,04
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 54.364.956,37 76.213.356,37
2. Sonstige Vermögensgegenstände 13.117.841,30 11.545.204,76
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 42.681.774,60 8.352.755,81
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.133.287,93 1.247.826,49
D. Aktive latente Steuern 1.626.000,00 1.729.000,00
290.139.241,61 271.089.676,94

Passivseite

Stand 31.03.2020 Stand 31.03.2019
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.500.000,00 2.500.000,00
II. Kapitalrücklage 9.893.369,02 9.893.369,02
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 32.131.100,00 32.131.100,00
IV. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung 2.864.493,92 4.054.411,53
V. Bilanzgewinn 70.018.730,70 84.441.806,36
VI. Nicht beherrschende Anteile 286.320,53 192.065,72
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 16.230.934,66 15.674.663,79
2. Steuerrückstellungen 1.076.402,50 2.542.523,17
3. Sonstige Rückstellungen 22.482.117,64 21.214.091,50
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 82.318.430,75 49.361.833,17
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.533.916,47 2.728.326,79
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 25.129.181,33 25.492.271,45
4. Verbindlichkeiten gegenüber Genussrechtsinhabern 4.864.505,29 5.222.958,57
5. Sonstige Verbindlichkeiten 15.073.573,22 14.757.158,61
- davon aus Steuern 4.938 TEUR (Vorjahr 6.590 TEUR)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 526 TEUR (Vorjahr 547 TEUR)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 736.165,58 883.097,26
290.139.241,61 271.089.676,94

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2019 bis 31. März 2020

Geschäftsjahr 2019/2020 Geschäftsjahr 2018/2019
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 400.610.800,93 431.038.665,23
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.685.447,44 2.848.451,72
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 192.650,05 274.078,03
4. Sonstige betriebliche Erträge 7.777.231,41 7.142.925,22
- davon aus der Währungsumrechnung 2.550 TEUR (Vorjahr 2.866 TEUR)
5. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren und Leistungen -220.645.425,71 -241.175.019,23
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -88.630.674,90 -83.628.023,04
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -20.585.105,94 -19.293.197,72
- davon für Altersversorgung 3.116 TEUR (Vorjahr 3.103 TEUR)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -11.943.908,60 -11.319.140,49
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -71.993.181,78 -71.080.151,39
- davon aus der Währungsumrechnung 2.816 TEUR (1.822 TEUR)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 747.535,82 725.858,29
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen 660 TEUR (Vorjahr 604 TEUR)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.825.992,43 -2.025.031,22
- davon für Genussrechte 76 TEUR (Vorjahr 147 TEUR)
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen 31 TEUR (Vorjahr 63 TEUR)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.392.261,30 -5.313.549,24
12. Ergebnis nach Steuern -10.373.779,89 8.195.866,16
13. Sonstige Steuern -1.223.580,96 -2.076.854,55
14. Konzern-Jahresfehlbetrag (Vorjahr Konzern-Jahresüberschuss) -11.597.360,85 6.119.011,61
15. Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn -94.254,81 -49.100,57
16. Zwischensumme -11.691.615,66 6.069.911,04
17. Gewinnvortrag 84.441.806,36 85.245.045,32
18. Gewinnausschüttungen -2.731.460,00 -6.873.150,00
19. Konzern-Bilanzgewinn 70.018.730,70 84.441.806,36

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2019/2020

I. Grundsätze der Rechnungslegung

1. Allgemeines

Der Konzernabschluss zum 31.03.2020 der Accumulatorenwerke HOPPECKE Carl Zoellner & Sohn GmbH ist nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt.

Die Accumulatorenwerke HOPPECKE Carl Zoellner & Sohn GmbH hat zum 1. April 2019 ihre Tochtergesellschaften gesellschaftsrechtlich neu strukturiert und die Organisation an sich wandelnde Markt- und Kundenbedürfnisse angepasst. Unter der Accumulatorenwerke HOPPECKE Carl Zoellner & Sohn GmbH sind zwei Zwischenholdings gebildet worden. Die Zwischenholding HOPPECKE Holding GmbH hat die Tochtergesellschaften unter sich vereint, deren Geschäftsaktivitäten unter der Marke HOPPECKE die Batterietechnologien Blei und Nickel umfassen. Die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Produkten in der Lithium-Technologie unter dem neuen Markennamen INTILION erfolgt durch die Tochtergesellschaften, die der Zwischenholding INTILION Holding GmbH zugeordnet wurden.

2. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden neben der Accumulatorenwerke HOPPECKE Carl Zoellner & Sohn GmbH die nachstehend aufgeführten 37 Tochterunternehmen einbezogen. Die Accumulatorenwerke HOPPECKE Carl Zoellner & Sohn GmbH hält bis auf die Nr. 18 ABatt Handels GmbH, Strau - Österreich, unmittelbar oder mittelbar sämtliche Anteile an den Tochterunternehmen.

Name und Sitz

1.

HOPPECKE Holding GmbH, Brilon

2.

HOPPECKE Batterien GmbH & Co. KG, Brilon

3.

HOPPECKE Industriebatterien GmbH & Co. KG, Brilon

4.

HOPPECKE Industriebatterien Beteiligungsgesellschaft mbH, Brilon

5.

HOPPECKE Batterien Verwaltungsgesellschaft mbH, Brilon

6.

HOPPECKE Batterie Systeme GmbH, Brilon

7.

Metallhütte HOPPECKE GmbH & Co. KG, Brilon

8.

Metallhütte HOPPECKE Verwaltungsgesellschaft mbH, Brilon

9.

HOPPECKE Service GmbH & Co. KG, Zwickau

10.

HOPPECKE Industriedienstleistungen GmbH & Co. KG, Zwickau

11.

HOPPECKE Belgium NV, Zemst - Belgien

12.

HOPPECKE Batterijen Nederland B.V., Tiel - Niederlande

13.

HOPPECKE Italia S.r.l., Cinisello Balsamo (Milano) - Italien

14.

HOPPECKE Baterias, S.A.U., Barcelona - Spanien

15.

HOPPECKE SAS, Paris - Frankreich

16.

HOPPECKE Industrial Batteries Ltd., Newcastle-under-Lyme - Großbritannien

17.

HOPPECKE Schweiz GmbH, Dietlikon - Schweiz

18.

ABatt Handels GmbH, Strau - Österreich - Anteil am Kapital 76 %

19.

HOPPECKE Baterie Polska Sp. z o.o., Śródka bei Poznań - Polen

20.

HOPPECKE Batterien Slovakia spol. s r.o., Partizánske - Slowakei

21.

HOPPECKE Batterien, spol. s r.o., Praha - Tschechien

22.

HOPPECKE Akkumulátor Kft, Budapest - Ungarn

23.

HOPPECKE Batteries, Inc., Hainesport, New Jersey - USA

24.

HOPPECKE USA REM, LLC., Hainesport, New Jersey - USA

25.

HOPPECKE Baterias do Brasil Importação LTDA, Cariacica - Brasilien

26.

HOPPECKE Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur

27.

HOPPECKE Malaysia SDN. BHD., Kajang - Malaysia

28.

HOPPECKE Battery Systems (Wuhan) Co., Ltd., Wuhan - Volksrepublik China

29.

HOPPECKE Industry Battery (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai - Volksrepublik China

30.

HOPPECKE Battery Systems (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai - Volksrepublik China

31.

HOPPECKE Battery Systems (Liyang) Co., Ltd., Liyang - Volksrepublik China

32.

HOPPECKE Batteries Co., Ltd., Yokohama - Japan

33.

P.T. HOPPECKE Indonesia, Bekasi (Jakarta) - Indonesien

34.

HOPPECKE India Pvt. Ltd., New Delhi - Indien

35.

INTILION Holding GmbH, Brilon

36.

INTILION GmbH, Zwickau

37.

INTILION HUB GmbH, Paderborn

Der Konsolidierungskreis ist gegenüber dem Konzernabschluss zum 31.03.2019 um die im Geschäftsjahr gegründeten Gesellschaften HOPPECKE Baterias do Brasil Importaçāo LTDA, Cariacica - Brasilien (Nr. 25), HOPPECKE Malaysia SDN. BHD., Kajang - Malaysia (Nr. 27) und INTILION HUB GmbH, Paderborn (Nr. 37), erweitert worden.

Das Konzernunternehmen HOPPECKE Technologies GmbH & Co. KG und deren Komplementärgesellschaft HOPPECKE Technologies Verwaltungsgesellschaft mbH sind auf das Tochterunternehmen der HOPPECKE Technologies GmbH & Co. KG, die INTILION GmbH, im Geschäftsjahr verschmolzen worden.

Die Tochterunternehmen HOPPECKE Batterien GmbH & Co. KG, Brilon, HOPPECKE Industriebatterien GmbH & Co. KG, Brilon, Metallhütte HOPPECKE GmbH & Co. KG, Brilon, HOPPECKE Service GmbH & Co. KG, Zwickau, und HOPPECKE Industriedienstleistungen GmbH & Co. KG, Zwickau, sind gemäß § 264b HGB von ihrer Verpflichtung befreit, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen. Die Tochtergesellschaften HOPPECKE Holding GmbH, Brilon, HOPPECKE Batterie Systeme GmbH, Brilon, INTILION Holding GmbH, Brilon, INTILION GmbH, Zwickau, und INTILION HUB GmbH, Paderborn, sind gemäß § 264 Abs. 3 HGB von ihren Verpflichtungen befreit, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Die Accumulatorenwerke HOPPECKE Carl Zoellner & Sohn GmbH hält mit Ausnahme der zum 01.01.2017 erstmals konsolidierten 76 %igen Beteiligung an dem Tochterunternehmen ABatt Handels GmbH unmittelbar oder mittelbar sämtliche Anteile der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 und Abs. 2 HGB durch Verrechnung des Wertansatzes für die Beteiligung an der Tochtergesellschaft mit dem Eigenkapital der Tochtergesellschaft. Die Erstkonsolidierung erfolgt zum Zeitpunkt der Gründung der Tochtergesellschaft oder des Erwerbs der Anteile.

Aus der Erstkonsolidierung der erworbenen 76 %igen Beteiligung an der ABatt Handels GmbH resultiert ein aktiver Unterschiedsbetrag von 907 TEUR, der als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert worden ist. Wesentlicher Bestandteil des Geschäfts- oder Firmenwerts des Vertriebs und Serviceunternehmens sind Kundenbeziehungen und das Know-How der Mitarbeiter. Da davon ausgegangen wird, dass diese erworbenen Werte innerhalb von 5 Jahren durch selbstgeschaffene Werte ersetzt werden, wird der Geschäfts- oder Firmenwert über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.

Die nicht beherrschenden Anteile betreffen ausschließlich die nicht dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an der zum 01.01.2017 erstkonsolidierten ABatt Handels GmbH.

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen werden aufgerechnet. Die Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung sind erfolgswirksam behandelt.

Zwischenergebnisse, die aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr resultieren, sind eliminiert.

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Erlöse aus Innenumsätzen sowie den anderen konzerninternen Erträgen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Die zwischen den Konzerngesellschaften berechneten Zinsen sind eliminiert worden.

Steuerabgrenzungen nach § 306 HGB aufgrund von ergebniswirksam verrechneten Eliminierungsvorgängen werden vorgenommen.

4. Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. In den Konzernabschluss einbezogene Jahresabschlüsse von Tochtergesellschaften in Fremdwährung werden in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Bilanzposten mit Ausnahme des Eigenkapitals erfolgte zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Das Eigenkapital wurde mit historischen Kursen umgerechnet. Die Fremdwährungsumrechnung der Gewinn- und Verlustposten in Euro erfolgt unter Verwendung von Durchschnittskursen. Die sich danach bei den Währungsumrechnungen ergebenden Unterschiedsbeträge sind im Eigenkapital unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenzen aus der Währungsumrechnung" ausgewiesen.

II. Erläuterungen zur Konzernbilanz und zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die dem Konzernabschluss zugrunde gelegten Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind grundsätzlich nach den für die Accumulatorenwerke HOPPECKE Carl Zoellner & Sohn GmbH geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Abschlüsse einbezogener Tochterunternehmen, die nach abweichenden Grundsätzen erstellt sind, wurden angepasst.

Unter den immateriellen Vermögensgegenständen sind erworbene Güter, insbesondere Anwendungsverfahren für die Produktion von Geräten und für Computersoftware sowie erworbene Lizenzen bilanziert. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist in der Erstkonsolidierung des Tochterunternehmens ABatt Handels GmbH zum 01.01.2017 begründet.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Abnutzbare Gegenstände werden planmäßig abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgten soweit notwendig. Die planmäßigen Abschreibungen beim beweglichen Sachanlagevermögen werden bei allen Konzerngesellschaften nach der linearen Methode errechnet. Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgenden Konzern-Anlagengitter.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind ausgehend von den um Skonti geminderten Anschaffungskosten abzüglich angemessener Abschläge für Wertminderungen bewertet. Darin enthalten sind angemessene Festwerte für die nur geringen Bestandsschwankungen unterliegenden Verbrauchsmaterialien. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind ausgehend von den Material- und Lohnkosten zuzüglich Material- und Lohn-Gemeinkostenzuschlägen bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Dabei sind erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Abschläge berücksichtigt worden. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Die bilanzierten aktiven latenten Steuern sind auf Grundlage des § 306 HGB gebildet und stehen ausschließlich im Zusammenhang mit erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen aufgrund der Eliminierung von Zwischenergebnissen sowie der Schuldenkonsolidierung. Latente Steuern gemäß § 274 HGB werden für zeitliche Buchungsunterschiede zwischen den Wertansätzen für Vermögensgegenstände, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten in der Handelsbilanz und der Steuerbilanz ermittelt. Aktive latente Steuern werden mit passiven latenten Steuern saldiert. Zum Abschlussstichtag 31.03.2020 besteht insgesamt ein Überhang der zukünftigen Steuerentlastungen über die zukünftigen Steuerbelastungen. Aufgrund der Inanspruchnahme des Bilanzierungswahlrechts für aktive latente Steuern nach § 274 HGB wird auf eine Bilanzierung verzichtet. Die Ermittlung der latenten Steuern nach § 274 HGB und § 306 HGB erfolgt auf Basis des Steuersatzes für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmens, bei dem sich die Steuerlatenz umkehrt.

Die Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns ergibt sich aus dem Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2019/2020, der ein gesonderter Bestandteil des Konzernabschlusses ist. Der Entwicklung des Eigenkapitals des Geschäftsjahres ist die Entwicklung des Vorjahres vorangestellt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zum Abschlussstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden unter Berücksichtigung vorsichtiger kaufmännischer Bewertung mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem fristenkongruenten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Rückstellungen für Pensionen von 16.231 TEUR betreffen mit 16.172 TEUR Verpflichtungen deutscher Konzerngesellschaften und mit 59 TEUR Pensionsverpflichten bei dem österreichischen Tochterunternehmen ABatt Handels GmbH. Die Pensionsrückstellungen für die deutschen Konzernunternehmen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der Heubeck-Richttafel RT 2018 G ermittelt. Die Bewertung erfolgt anhand des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit Credit Method) unter Zugrundelegung eines Rententrends von 1 % p. a. sowie eines Abzinsungszinssatzes von 2,61 %. Die Bewertungsgrundlagen für die Pensionsrückstellungen des österreichischen Tochterunternehmens sind vergleichbar.

Der Abzinsungszinssatz für die Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen der deutschen Konzerngesellschaften in den Konzernabschlüssen ab 31.03.2016 ist auf Basis einer Durchschnittsbetrachtung über die vergangenen 10 Jahre von der Deutschen Bundesbank ermittelt worden. In den Vorjahren hat diese Durchschnittsbetrachtung die vergangenen 7 Jahre umfasst. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen auf der Basis eines durchschnittlichen Zinssatzes aus den vergangenen 10 Jahren und dem Ansatz des entsprechenden Zinssatzes aus den vergangenen 7 Jahren beträgt zum 31.03.2020 2.131 TEUR.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, sind in Höhe ihres beizulegenden Zeitwerts mit Verpflichtungsbeträgen verrechnet worden. Mit Rückstellungen aus Altersversorgungsverpflichtungen von 20.567 TEUR sind Vermögensgegenstände in Höhe ihres beizulegenden Zeitwerts von 4.161 TEUR, welche den Anschaffungskosten entsprechen, verrechnet worden. Erträge aus der Zeitwertveränderung des Deckungsvermögens von 26 TEUR sind mit den Erträgen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen von 358 TEUR zusammengefasst worden.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen zum Abschlussstichtag 31.03.2020 im Wesentlichen Gewährleistungsverpflichtungen, Risikovorsorge für Rechtsstreitigkeiten, Verpflichtungen aus dem Personalbereich, Rückstellungen für am Abschlussstichtag ausstehende Rechnungen für Leistungen sowie Rückstellungen für die Aufstellung und Prüfung des Konzernabschlusses und der Abschlüsse der Konzerngesellschaften.

Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt zum jeweiligen Erfüllungsbetrag. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

von mehr als 1 Jahr
Gesamt bis zu 1 Jahr davon 2 - 5 Jahre davon mehr als 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Abschlussstichtag 31.03.2020
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 82.318 2.066 80.252 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 25.129 25.129 0 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber Genussrechtsinhabem 4.865 582 3.998 285
4. Sonstige Verbindlichkeiten 15.073 15.073 0 0
127.385 42.850 84.250 285
Vorjahr 31.03.2019
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 49.362 2.136 47.226 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 25.492 25.492 0 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber Genussrechtsinhabem 5.223 615 4.280 328
4. Sonstige Verbindlichkeiten 14.757 14.752 5 0
94.834 42.995 51.511 328

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist ein Teilbetrag von 3.450 TEUR durch das mit diesen Kreditmitteln finanzierte Grundstück in Polen gesichert

Zum Abschlussstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von 3 TEUR (Vorjahr Forderungen gegen Gesellschafter von 1 TEUR).

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Sparten und Anwendungsbereichen:

2019/2020 2018/2019
Sparte Motive Power - Anwendungsbereich Trak 39 % 44 %
Sparte Reserve Power - Anwendungsbereich Grid und Su n 42 % 40 %
Sparte Special Power - Anwendungsbereich Rail 12% 10%
Service 7% 6%

III. Sonstiges

HOPPECKE Mitarbeiterkapitalbeteiligung durch Ausgabe von Genussrechten

HOPPECKE beteiligt Mitarbeiter im Rahmen der HOPPECKE Mitarbeiterkapitalbeteiligung durch die Ausgabe von Genussrechten. Ausgegeben werden zwei Varianten von Genussrechten (Typ A und Typ B). Das Genussrechtskapital wird unter den Verbindlichkeiten gegenüber Genussrechtsinhabern ausgewiesen. Sowohl die Genussrechte des Typs A als auch die Genussrechte des Typs B sind als nachrangige Fremdkapitalinstrumente ausgestaltet und räumen den Genussrechtsinhabern eine jährliche Gewinn- oder Verlustbeteiligung am Konzernergebnis von HOPPECKE ein. Die Genussrechte des Typs A können regelmäßig nach Ablauf einer Sperrfrist von 6 Jahren zurückgegeben werden. Dagegen können die Genussrechte des Typs B bereits nach einer Sperrfrist von 2 Jahren zurückgegeben werden. Zum Abschlussstichtag 31.03.2020 sind Genussrechte des Typs A mit einem Nominalwert von insgesamt 2.287 TEUR und Genussrechte des Typs B mit einem Nominalwert von 2.411 TEUR von den Mitarbeitern von HOPPECKE gezeichnet worden.

Derivate Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Derivate Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Absicherung von Liefer- und Leistungsgeschäften gegen potenzielle Risiken (Änderung von Währungskursen und Rohstoffpreisen).

Zur Sicherung des operativen Liefer- und Leistungsgeschäfts der Konzerngesellschaften gegen Risiken aus Währungskurs- und Rohstoffpreisschwankungen werden regelmäßig Fremdwährungs- und Rohstoffsicherungsgeschäfte abgeschlossen. Dem Vorteil, die operativen Geschäfte gegen Verluste abgesichert zu haben, stehen Opportunitätsverluste im Falle einer zukünftig günstigen Kurs- und Preisentwicklung entgegen.

Die zum Abschlussstichtag bestehenden offenen Fremdwährungsgeschäfte weisen eine Summe der Nominalbeträge aller Kauf- und Verkaufskontrakte von 1,7 Mio. USD (Vorjahr 9,3 Mio. USD) aus. Eine Saldierung innerhalb der Währungen und unter Berücksichtigung der Fälligkeiten (Mikro-Hedges) ergibt offene Positionen von 1,7 Mio. USD (Vorjahr 9,3 Mio. USD).

Bewertungseinheiten sind zum Abschlussstichtag 31.03.2020 nicht gebildet worden. Die Sicherungsgeschäfte haben zum Abschlussstichtag positive Marktwerte von 22 TEUR (Vorjahr 33 TEUR).

Für die Rohstoffe Blei und Nickel sind jeweils Strategien zum Schutz vor den Auswirkungen schwankender Rohstoffpreise definiert. Auf der Grundlage dieser Strategien sind zur Sicherung der Einkaufspreise notwendiger bzw. mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Rohstoffkäufe Termingeschäfte und Swaps (Makro Hedges) abgeschlossen worden.

Die Sicherungsgeschäfte werden bei sich ausgleichenden Zahlungsströmen nicht bilanziert, sondern nach der sogenannten Einfrierungsmethode zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Zum Abschlussstichtag bestehen mengenbezogene Sicherungsgeschäfte mit Fälligkeiten bis September 2022, die den Auftragsbestand decken.

Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus mittel- und langfristigen Miet- und Leasingverträgen zum 31.03.2020 werden wie folgt fällig:

Gesamt Mietverträge Leasing batterien Leasing Sachanlagen
TEUR TEUR TEUR TEUR
bis 31.03.2020 6.424 2.292 1.702 2.430
bis 31.03.2024 6.410 2.306 1.309 2.795
ab dem 01.04.2024 3.473 2.929 441 103
16.307 7.527 3.452 5.328

Die Leasinggeschäfte dienen der Verringerung der Kapitalbindung und damit der Reduzierung der Bilanzsumme. Weitere Vorteile bestehen in kurzen Vertragslaufzeiten, insbesondere für das Leasing von Fahrzeugen und IT-Ausstattung, die eine regelmäßige Anpassung an den technischen Fortschritt ermöglichen. Nachteile und Risiken bestehen in der unkündbaren Grundmietzeit sowie in zusätzlichen Finanzierungskosten.

Ein Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird im Wege des regresslosen Factorings an eine nahe stehende Gesellschaft verkauft. Die Summe der verkauften Forderungen beträgt zum 31.03.2020 insgesamt 16.348 TEUR (Vorjahr 9.661 TEUR). Die mit den Forderungsverkäufen verfolgten Ziele sind die Verbesserung der Liquidität sowie die Reduzierung der Bilanzsumme. Die Risiken aus den verkauften Forderungen beschränken sich aufgrund des regresslosen Verkaufs auf die Veritätshaftung gegenüber den Käufern der Forderungen. Zur Pflege der Kundenbeziehungen wird das Debitorenmanagement auch für die verkauften Forderungen weiterhin von den verkaufenden Gesellschaften durchgeführt.

Haftungsverhältnisse

Das Wechselobligo beträgt 9.000 TEUR (Vorjahr 5.000 TEUR). Ein Risiko der Inanspruchnahme besteht aufgrund der Kenntnisse der wirtschaftlichen Verhältnisse der an dem Wechselgeschäft Beteiligten nicht.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Muttergesellschaft Accumulatorenwerke HOPPECKE Carl Zoellner & Sohn GmbH ist Herr Dipl.-Kfm. Dr. Marc Zoellner, Kaufmann.

Beirat

Der Beirat der Muttergesellschaft Accumulatorenwerke HOPPECKE Carl Zoellner & Sohn GmbH setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Dr. Burckhard Bergmann, Physiker (Beiratsvorsitzender)

Thorsten Klapproth, Kaufmann

Friedrich Merz, Rechtsanwalt

Dr. Detlef Schildbach, Kaufmann

Claus Zoellner, Ingenieur

Lars Zoellner, Kaufmann

Abschlussprüferhonorare

Vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses sind im Geschäftsjahr 2019/2020 gegenüber der Accumulatorenwerke HOPPECKE Carl Zoellner & Sohn GmbH und deren Tochtergesellschaften Leistungen für Abschlussprüfungen (235 TEUR), andere Bestätigungsleistungen (13 TEUR), Steuerberatung (84 TEUR) und sonstige Leistungen (2 TEUR) berechnet worden.

Arbeitnehmer

Anzahl der bei den Konzerngesellschaften beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Durchschnitt der Geschäftsjahre 2019/2020 und 2018/2019.

Geschäftsjahr 2019/2020 Geschäftsjahr 2018/2019
Gewerbliche Arbeitnehmer 1.079 1.055
Angestellte 955 937
Auszubildende 39 45
2.073 2.037
Inland 1.032 1.003
Ausland 1.041 1.034
2.073 2.037

Dem Teilkonzern HOPPECKE sind im Durchschnitt des Geschäftsjahrs 2019/2020 1.943 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und dem Teilkonzern INTILION sind 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zugeordnet.

 

Brilon, den 26. Juni 2020

Dr. Marc Zoellner, Geschäftsführer

Konzern-Anlagengitter

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.04.2019 Kursveränderungen Stand 01.04.2019 Zugänge
TEUR TEUR TEUR TEUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.550 -4 14.546 346
2. Geschäfts- oder Firmenwert 907 0 907 0
3. Geleistete Anzahlungen 184 0 184 177
15.641 -4 15.637 523
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 63.543 -381 63.162 4.227
2. Technische Anlagen und Maschinen 62.665 -591 62.074 3.603
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 88.599 -180 88.419 5.669
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.901 -11 2.890 3.550
217.708 -1.163 216.545 17.049
Anlagevermögen 233.349 -1.167 232.182 17.572
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Abgänge Umbuchungen Stand 31.03.2020
TEUR TEUR TEUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -139 68 14.821
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 907
3. Geleistete Anzahlungen 0 -68 293
-139 0 16.021
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -72 164 67.481
2. Technische Anlagen und Maschinen -384 648 65.941
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -4.231 1.433 91.290
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -133 -2.245 4.062
-4.820 0 228.774
Anlagevermögen -4.959 0 244.795
kumulierte Abschreibungen
Stand 01.04.2019 Kursveränderungen Stand 01.04.2019
TEUR TEUR TEUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.595 -4 11.591
2. Geschäfts- oder Firmenwert 410 0 410
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0
12.005 -4 12.001
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.293 -157 28.136
2. Technische Anlagen und Maschinen 43.218 -367 42.851
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 66.454 -100 66.354
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0
137.965 -624 137.341
Anlagevermögen 149.970 -628 149.342
kumulierte Abschreibungen
Zugänge Abgänge Stand 31.03.2019
TEUR TEUR TEUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 804 -139 12.256
2. Geschäfts- oder Firmenwert 182 0 592
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0
986 -139 12.848
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.639 -22 29.753
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.691 -359 46.183
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.628 -3.316 68.666
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0
10.958 -3.697 144.602
Anlagevermögen 11.944 -3.836 157.450
Bilanzwerte
Stand 31.03.2020 Stand 31.03.2019
TEUR TEUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.565 2.955
2. Geschäfts- oder Firmenwert 315 497
3. Geleistete Anzahlungen 293 184
3.173 3.636
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 37.728 35.250
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.758 19.447
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.624 22.145
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.062 2.901
84.172 79.743
Anlagevermögen 87.345 83.379

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2019/2020

Geschäftsjahr 2019/2020 Geschäftsjahr 2018/2019
TEUR TEUR
1. Periodenergebnis (Konzernergebnis einschließlich auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn) -11.597 6.119
2. Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 11.944 11.319
3. Kurswertveränderungen des Genussrechtskapitals -415 0
4. Zunahme der langfristigen Rückstellungen 969 1.099
5. Abnahme (Vorjahr Zunahme) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 17.029 -15.713
6. Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 3.266 2.517
7. Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -133 -40
8. Zinsaufwendungen und Zinserträge 1.682 1.819
9. Ertragsteueraufwand und -ertrag 2.495 5.314
10. Ertragsteuerzahlungen -2.212 -7.436
11. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Summe 1 bis 10) 23.028 4.998
12. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens und des immateriellen Anlagevermögens 1.256 491
13. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und in das immaterielle Anlagevermögen -17.572 -12.778
14. Auszahlungen für Deckungsvermögen -331 -883
15. Erhaltene Zinsen 113 143
16. Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe 12 bis 15) -16.534 -13.027
17. Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 33.450 16.000
18. Auszahlung für die Tilgung von Finanzkrediten -146 -684
19. Veränderungen Mitarbeiterkapitalbeteiligungen (Genussrechtskapital und Verbindlichkeiten gegenüber Genussrechtsinhabern) 57 0
20. Gezahlte Gewinnausschüttungen an die Gesellschafter des Mutterunternehmens -2.731 -6.873
21. Gezahlte Zinsen -1.795 -1.815
22. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe 17 bis 21) 28.835 6.628
23. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Summe der Zeilen 11, 16 und 22) 35.329 -1.401
24. Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -639 1.181
25. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 6.369 6.589
26. Finanzmittelfonds am Ende der Periode 41.059 6.369
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode
a) Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten lt. Konzernabschluss 42.682 8.353
b) abzgl. Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -1.623 -1.984
Positiver Finanzmittelfonds 41.059 6.369

Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2019/2020

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage
TEUR TEUR
Stand 31.03.2018 2.500 9.893
Ergebnisverwendung
- Ausschüttungen an die Gesellschafter des Mutterunternehmens
Veränderung Kapitaldifferenzen aus Währungsumrechnungen
Konzern-Jahresüberschuss des Geschäftsjahrs 2018/2019
Stand 31.03.2019 2.500 9.893
Ergebnisverwendung
- Ausschüttungen an die Gesellschafter des Mutterunternehmens
Veränderung Kapitaldifferenzen aus Währungsumrechnungen
Konzern-Jahresüberschuss des Geschäftsjahrs 2019/2020
Stand 31.03.2020 2.500 9.893
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital
Gewinnrücklagen Bilanzgewinn Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 31.03.2018 32.131 85.245 2.070 131.839
Ergebnisverwendung
- Ausschüttungen an die Gesellschafter des Mutterunternehmens -6.873 -6.873
Veränderung Kapitaldifferenzen aus Währungsumrechnungen 1.985 1.985
Konzern-Jahresüberschuss des Geschäftsjahrs 2018/2019 6.070 6.070
Stand 31.03.2019 32.131 84.442 4.055 133.021
Ergebnisverwendung
- Ausschüttungen an die Gesellschafter des Mutterunternehmens -2.731 -2.731
Veränderung Kapitaldifferenzen aus Währungsumrechnungen -1.191 -1.191
Konzern-Jahresüberschuss des Geschäftsjahrs 2019/2020 -11.691 -11.691
Stand 31.03.2020 32.131 70.020 2.864 117.408
Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile enfallender Gewinn Summe
TEUR TEUR TEUR
Stand 31.03.2018 81 62 143
Ergebnisverwendung
- Ausschüttungen an die Gesellschafter des Mutterunternehmens
Veränderung Kapitaldifferenzen aus Währungsumrechnungen
Konzern-Jahresüberschuss des Geschäftsjahrs 2018/2019 49 49
Stand 31.03.2019 81 111 192
Ergebnisverwendung
- Ausschüttungen an die Gesellschafter des Mutterunternehmens
Veränderung Kapitaldifferenzen aus Währungsumrechnungen
Konzern-Jahresüberschuss des Geschäftsjahrs 2019/2020 94 94
Stand 31.03.2020 81 205 286
Konzerneigenkapital
Summe
TEUR
Stand 31.03.2018 131.982
Ergebnisverwendung
- Ausschüttungen an die Gesellschafter des Mutterunternehmens -6.873
Veränderung Kapitaldifferenzen aus Währungsumrechnungen 1.985
Konzern-Jahresüberschuss des Geschäftsjahrs 2018/2019 6.119
Stand 31.03.2019 133.213
Ergebnisverwendung
- Ausschüttungen an die Gesellschafter des Mutterunternehmens -2.731
Veränderung Kapitaldifferenzen aus Währungsumrechnungen -1.191
Konzern-Jahresüberschuss des Geschäftsjahrs 2019/2020 -11.597
Stand 31.03.2020 117.694

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Accumulatorenwerke HOPPECKE Carl Zoellner & Sohn GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Accumulatorenwerke HOPPECKE Carl Zoellner & Sohn GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2020, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2019 bis zum 31.März 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Accumulatorenwerke HOPPECKE Carl Zoellner & Sohn GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2019 bis zum 31. März 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2019 bis zum 31. März 2020 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Der gesetzliche Vertreter des Konzernmutterunternehmens ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Duisburg, den 26. Juni 2020

PKF Fasselt Schlage Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Rechtsanwälte

Th. Pannenbäcker, Wirtschaftsprüfer

Budéus, Wirtschaftsprüfer

Billigung des Konzernabschlusses zum 31. März 2020

Der Konzernabschluss zum 31. März 2020 der Accumulatorenwerke HOPPECKE Carl Zoellner & Sohn GmbH ist durch Beschluss vom 7. Juli 2020 gebilligt worden.

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Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

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15 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
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