Paul
Günther Aktiengesellschaft i.I.
Hamburg
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2011
EUR |
31.12.2010
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
6,00 |
1.293.149,85 |
| I.
Sachanlagen |
0,00 |
740.326,00 |
| II.
Finanzanlagen |
6,00 |
552.823,85 |
| B.
Umlaufvermögen |
1.770.777,90 |
1.044.584,11 |
| I.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
79.994,25 |
10.705,86 |
| II.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
1.690.783,65 |
1.033.878,25 |
| C.
nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag |
37.514.226,66 |
37.684.231,94 |
| Bilanzsumme,
Summe Aktiva |
39.285.010,56 |
40.021.965,90 |
Passiva
|
|
31.12.2011
EUR |
31.12.2010
EUR |
| A.
Eigenkapital |
0,00 |
0,00 |
| I.
gezeichnetes Kapital |
2.100.000,00 |
2.100.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
1.080.000,00 |
1.080.000,00 |
| III.
Verlustvortrag |
40.864.231,94 |
36.355.573,92 |
| IV.
Jahresüberschuss |
170.005,28 |
-4.508.658,02 |
| V.
nicht gedeckter Fehlbetrag |
37.514.226,66 |
37.684.231,94 |
| B.
Rückstellungen |
1.178.996,38 |
1.805.978,74 |
| C.
Verbindlichkeiten |
38.106.014,18 |
38.215.987,16 |
| Bilanzsumme,
Summe Passiva |
39.285.010,56 |
40.021.965,90 |
Anhang
Paul Günther AG i.I., Altenwerder
Hauptstraße 11-15,
21129 Hamburg
zum 31.12.2011
A. ALLGEMEINE ANGABEN
Der Jahresabschluss der Firma Paul Günther AG
i.I. wurde auf der Grundlage der
Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs
aufgestellt.
Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die
Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten.
Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und
Verlustrechnung entspricht den Bestimmungen der
§§ 266 und 275 HGB. Die Bilanz ist in Kontoform,
die Gewinn- und Verlustrechnung in Staffelform nach dem
Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Nach den in § 267 HGB angegebenen
Größenklassen ist die Gesellschaft eine kleine
Kapitalgesellschaft. Es besteht Prüfungspflicht
gemäß §§ 316 ff. HGB und
Offenlegungspflicht gemäß §§ 325 ff.
HGB.
Der Jahresabschluss vermittelt ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Die auf den Jahresabschluss angewendeten
Darstellungsgrundsätze sind beibehalten worden.
Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb und die
Verwaltung von Beteiligungen an Gesellschaften
jeglicher Art und die Erledigung von
Geschäftsführung- und Verwaltungsaufgaben.
Mit Beschluss des Amtgerichts Hamburg vom 01.09.2009
wurde über das Vermögen der Berichtsfirma das
Insolvenzverfahren eröffnet. Zum Insolvenzverwalter
wurde Herr Rechtsanwalt Dr. Sven-Holger Undritz, Hamburg,
ernannt.
B. BESONDERHEITEN DER FORM DES JAHRESABSCHLUSSES
Angabe und Begründung der gegenüber dem
Vorjahr abweichenden Form der Darstellung des
Jahresabschlusses
Die Form des Jahresabschlusses ist gegenüber dem
Vorjahr unverändert.
Angabe und Erläuterung von nicht vergleichbaren
Vorjahreszahlen
Die Posten sind mit den Vorjahreszahlen nur
eingeschränkt vergleichbar, da im Berichtsjahr der
Geschäftsbetrieb an die PG Rental A/S verkauft wurde.
C. ANGABEN ZUR BILANZIERUNG UND BEWERTUNG
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Der Jahresabschluss der Paul Günther AG i.I.
wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften
des Handelsgesetzbuches erstellt. Es sind sämtliche
Vermögensgegenstände, Schulden,
Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge
enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.
Posten der Aktivseite wurden nicht mit Posten der
Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen,
Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten
verrechnet.
Das Anlage- und Umlaufvermögen, das
Eigenkapital, die Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten
sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend
gegliedert.
Dem Anlagevermögen sind nur Gegenstände
zugeordnet, die dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen
und bestimmt sind.
Die Bilanzierungsverbote nach § 248 Abs. 1 und 2
HGB wurden beachtet.
Rückstellungen wurden im Rahmen des § 249
HGB gebildet. Die Auflösung der Rückstellungen
erfolgte nach bestimmungsgemäßem Verbrauch.
Bei den Rechnungsabgrenzungsposten wurden die
Vorschriften des § 250 HGB berücksichtigt.
Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des
Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz
des vorhergehenden Geschäftsjahres überein.
Ein grundlegender Wechsel der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht
statt.
Die Vermögensgegenstände und Schulden
wurden einzeln bewertet.
Bei der Bewertung ist das Vorsichtsprinzip zu Grunde
gelegt worden. Alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen
vorhersehbaren Risiken und Verluste wurden
berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen dem
Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des
Jahresabschlusses bzw. dem Zeitpunkt der gesetzlichen
Aufstellungsfrist bekannt geworden sind. Bei den
Gewinnen wurde das Realisationsprinzip angewendet.
Aufwendungen und Erträge des Berichtszeitraumes
sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden
Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt worden.
Die erworbenen immateriellen
Vermögensgegenstände wurden mit den
Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige
Abschreibungen, bewertet.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs-
bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen sowie Abschreibungen
auf den niedrigeren beizulegenden Wert vermindert.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach
der voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände entsprechend den
steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen.
Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen
ermittelte Wert der Gegenstände des
Anlagevermögens über dem Wert liegt, der Ihnen
zum Abschlussstichtag beizulegen war, wurde dem durch
außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung
getragen. Die in den Vorjahren vorgenommenen
außerplanmäßigen Abschreibungen wurden
rückgängig gemacht, soweit die Gründe
hierfür nicht mehr bestanden.
Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten unter Beachtung des strengen
Niederstwertprinzips angesetzt.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände wurden unter
Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.
Uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben.
Der Kassenbestand und die Guthaben bei
Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert bewertet.
Das Grundkapital der Paul Günther AG i.I.
beläuft sich auf 2.100.000,00 EUR aufgeteilt in
700.000 Stückaktien mit einem Nennwert von 3,00 EUR
pro Aktie. Die Aktien sind auf den Namen ausgestellt und
können nur mit Zustimmung der Gesellschafter
übertragen werden (vinkulierte Namensaktien).
Die sonstigen Rückstellungen wurden für
alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei
wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.
Verbindlichkeiten wurden zum Rückzahlungsbetrag
angesetzt. Sofern Tageswerte über den
Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden die
Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.
Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden
Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten
Bilanzierungsmethoden im Wesentlichen übernommen
werden.
D. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN
DER BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind
innerhalb eines Jahres fällig. Die Abgrenzung bei den
sonstigen Vermögensgegenständen dient der
periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben
Forderungscharakter.
Angaben und Erläuterungen zu
Rückstellungen
Die sonstige Rückstellungen resultieren im
Wesentlichen aus Rückstellungen für
Finanzierungskosten (493.612,00 EUR). Weiterhin wurden im
Jahr 2011 600.000 EUR für die Durchführung des
Insolvenzverfahrens zurückgestellt.
Verbindlichkeiten, die erst nach dem Bilanzstichtag
entstehen
In den Verbindlichkeiten sind keine
größeren Beträge enthalten, die erst nach
dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen.
Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten
Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB
Neben den in der Bilanz aufgeführten
Verbindlichkeiten sind folgende weitere
Haftungsverhältnisse zu vermerken:
- gesamtschuldnerische Mithaftung für Trailer 4
you i.H.v. ca. TEUR 534 zugunsten der Dresdner Bank (jetzt
Commerzbank)
- gesamtschuldnerische Mithaftung für Paul
Günther United Transport GmbH i.H.v. ca. TEUR 1.500
zugunsten der Commerzbank
Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten
sonstigen finanziellen Verpflichtungen
Neben den in der Bilanz ausgewiesenen
Verbindlichkeiten bestehen keine weiteren sonstigen
finanziellen Verpflichtungen.
E. SONSTIGE PFLICHTANGABEN
Angaben zu den Organen der Gesellschaft
Mitglieder des Vorstandes:
- Herr Jürgen Behrend, Hamburg
- Herr Ingmar Drewes, Harmsdorf
- Herr Horst Markus, Buchholz
Mitglieder des Aufsichtsrates:
- Herr Andreas Heuser, Hamburg
- Herr Kai Schnebbe, Bendestorf
- Herr Michael Marquardt, Hamburg
Die Geschäfte des Unternehmens ab Eröffnung
des Insolvenzverfahrens am 01.09.2009 wurden von folgender
Person geführt:
Insolvenzverwalter:
- Herr RA Dr. Sven-Holger Undritz, Hamburg
Verbundene Unternehmen
An folgendem Unternehmen hält die Paul
Günther AG i.I. mindestens 20% der Anteile:
- Paul Günther Österreich GmbH, Anteil:
100%
Das aufgeführte Unternehmen wurde im Zuge des
Verkaufs des Geschäftsbetriebes nicht
mitveräußert.
Fremdwährungsumrechnungen
Die Umrechnung von Fremdwährungen erfolgte durch
den Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag.
Angaben zu Arbeitnehmern
Nach dem Verkauf des Geschäftsbetriebes wurden
keine Arbeitnehmer mehr beschäftigt.
Hamburg, den 29.04.2014
Dr. Sven-Holger Undritz
Rechtsanwalt
Insolvenzverwalter
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde zur Wahrung der gesetzlich
vorgeschriebenen Offenlegungsfrist vor der Feststellung
offengelegt.
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