CT Invest GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Schell seit 11.12.2018 | Geschäftsführer |
Iris Thomas seit 8.10.2018 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 24.00% | |
| 8.40% | |
| 8.40% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
thomas Beteiligungen GmbHSimmernKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2020AKTIVA
PASSIVA
KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020
HRB 20842, Amtsgericht Bad KreuznachKonzernanhang für das Geschäftsjahr 20201. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Konzernabschluss Gemäß § 290 HGB ist die thomas Beteiligungen GmbH verpflichtet, für das Geschäftsjahr 2020 einen Konzernabschluss aufzustellen. Soweit in der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zur Verbesserung der Übersichtlichkeit Posten zusammengefasst sind, werden sie im Konzernanhang einzeln aufgeführt. Durch die erstmalige Einbeziehung der thomas praefab Wroclaw Sp. z o.o sind die Vorjahreszahlen nur begrenzt mit den Zahlen des Berichtsjahres vergleichbar. 2. Konsolidierungskreis und wesentliche Änderungen des Konsolidierungskreises In den Konzernabschluss sind neben der thomas Beteiligungen GmbH 39 inländische und 11 ausländische Unternehmen einbezogen wobei davon an 14 inländischen und 6 ausländischen Unternehmen die Anteile mittelbar durch die thomas Beteiligungen GmbH gehalten werden. Nach den Vorschriften über assoziierte Unternehmen sind 17 inländische und zwei ausländische Beteiligungen angesetzt. Folgende Unternehmen werden im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen:
Mit Bezug auf § 296 Abs. 2 HGB wurde das Tochterunternehmen th-beton Ukraina nicht im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Es ist im Hinblick auf die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Mit Vertrag vom 25. Oktober 2019 erfolgte der Kauf der kompletten Anteile an der KP1 Polska Sp. z o.o. Diese Gesellschaft wurde mit Wirkung zum 01. Januar 2020 im Rahmen der Vollkonsolidierung gemäß § 300 ff. HGB erstmals einbezogen. Mit Datum vom 23. Januar 2020 erfolge die Umfirmierung der Gesellschaft in thomas praefab Wroclaw Sp. z o.o. Mit Einbringungsvertrag vom 27.12.2019 hat die Schmidt & Peters Beteiligungs-GmbH & Co. KG mit schuldrechtlicher, dinglicher und wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2020 ihren Kommanditanteil an der Hansebeton GmbH & Co. KG, Syke, im Wege der Sonderrechtsnachfolge in das Gesamthandsvermögen der SP-Beton GmbH & Co. KG übertragen. Die Einbringung des Kommanditanteils erfolgt zum Buchwert. Im Zuge dessen wurde die Gesellschaft in Hansebeton GmbH & Co. KG Baustoffwerke umbenannt. Auf der Grundlage des Verschmelzungsvertrages vom 21. Dezember 2020 wurden die allton GmbH, Hennigsdorf, sowie die dahme Fertigteile GmbH, Hennigsdorf, auf die allton Fertigteile GmbH, Hennigsdorf, künftig thomas allton GmbH, Hennigsdorf, verschmolzen. Die allton GmbH, Hennigsdorf, sowie die dahme Fertigteile GmbH, Hennigsdorf, als übertragende Gesellschaften übertrugen ihr Vermögen als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten durch Verschmelzung auf die allton Fertigteile GmbH, Hennigsdorf, als übernehmende Gesellschaft. Als Zeitpunkt des Übergangs wurde der 02.01.2020 festgesetzt. Die nachfolgenden Unternehmen, bei denen die Beteiligungsquote zwischen 20 und 50 % beträgt, werden durch die ergebniswirksame Fortschreibung der Beteiligungsbuchwerte im Rahmen der Equity-Bewertung in den Konzernabschluss einbezogen:
3. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgte vor Einführung des BilMoG nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Buchwerte mit dem anteiligen Eigenkapital der Konzernunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Einbeziehung in den Konsolidierungskreis. Ein sich ergebender aktiver bzw. passiver Unterschiedsbetrag aus Erstkonsolidierungen vor dem 31. Dezember 2009 wurde mit den Rücklagen verrechnet und im Eigenkapital als "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" ausgewiesen, es sei denn, der Unterschiedsbetrag resultierte aus dem Verkehrswert des Anlagevermögens, der über dem Buchwert lag. In diesem Fall erfolgte der Ausweis als stille Reserve im Anlagevermögen. Die Verrechnung der vor dem 31. Dezember 2009 entstandenen und mit den Rücklagen verrechneten Geschäfts- oder Firmenwerte wurde auch nach der Einführung des BilMoG beibehalten. Für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2009 beginnen, erfolgt die Erstkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode. Dabei wird das gesamte Reinvermögen des zu konsolidierenden Tochterunternehmens einschließlich eines auf Minderheitsgesellschafter entfallenden Anteils im Erstkonsolidierungszeitpunkt vollständig zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei den Zeitwerten für Grundstücke, Gebäude und technische Anlagen werden dabei Marktwerte aus vergleichbaren Transaktionen herangezogen. Im Posten "nicht beherrschende Anteile" werden die Anteile am Eigenkapital und am Ergebnis vollkonsolidierter Unternehmen insoweit ausgewiesen, als sie nicht dem Mutterunternehmen gehören. Die Konsolidierung nach der Equity-Methode erfolgte bis zum 31. Dezember 2009 ebenfalls nach der Buchwertmethode zum Bilanzstichtag. Dabei wird bei negativem Eigenkapital der Buchwert bei EUR 1,00 angehalten und die Anpassung solange ausgesetzt, bis wieder positives Eigenkapital ausgewiesen wird. In 2006 entstand im Rahmen der Erstkonsolidierung der Asphaltmischwerk Weimar GmbH & Co. KG ein Unterschiedsbetrag von TEUR 209, der als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen wurde. In 2007 wurde dieser Unterschiedsbetrag auf die im Anlagevermögen enthaltenen stillen Reserven verteilt und die Abschreibung der stillen Reserven ab 2006 über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren vorgenommen. In 2007 wurde die thomas betonbauteile Hünfeld GmbH & Co. KG erstmalig konsolidiert. Der entstandene Unterschiedsbetrag wurde in voller Höhe auf die im Anlagevermögen enthaltenen stillen Reserven verteilt. Die Abschreibungen erfolgen ab 2008 über die Dauer von 15 bis 40 Jahren. Der aus der Erstkonsolidierung zum 31. August 2011 der thomas betonbauteile Fehrbellin GmbH & Co. KG (tbbt Fe-KG) mit ihren Tochterunternehmen resultierende Unterschiedsbetrag wurde auf die im Anlagevermögen enthaltenen stillen Reserven verteilt. Die Abschreibungen erfolgen mit Nutzungsdauern von 3 bis 25 Jahren. Aus dem Erwerb der restlichen 27 % der Anteile der tbbt-Fe KG an der thomas betonbauteile Rostock GmbH (tbbt Ro-GmbH) zum 29. Juli 2013 resultiert ein weiterer Unterschiedsbetrag, der auf die im Anlagevermögen enthaltenen stillen Reserven verteilt wurde. Die Abschreibung erfolgt mit einer Nutzungsdauer von 8 Jahren. In 2012 wurde die in Vorjahren als equity-Beteiligung ausgewiesene TPB Transportbeton spol. s.r.o., Cheb, Tschechien, nach dem Erwerb der Mehrheit an der Gesellschaft erstmals vollkonsolidiert. Es entstand ein Unterschiedsbetrag, der als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt wurde. Die Abschreibung erfolgt über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren. In 2010 wurde erstmalig die Allmix Mischwerk GmbH, Gelsenkirchen, at equity konsolidiert. Der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 160 wurde als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Dieser wird in Übereinstimmung mit den Laufzeiten der durch den Beteiligungserwerb erlangten Zementlieferrechte linear über 10 Jahre abgeschrieben. Der bestehende Saldo in Höhe von 96 TEUR wurde zum 31. Dezember 2013 in den Beteiligungsansatz umgebucht und wird in den Folgejahren im Rahmen der Equity-Methode fortgeschrieben. Der aus der Erstkonsolidierung der thomas betonbauteile Löbnitz GmbH (tbbt Lö-GmbH) mit ihrem Tochterunternehmen zum 31. Mai 2014 resultierende Unterschiedsbetrag wurde auf die im Anlagevermögen enthaltenen stillen Reserven verteilt. Die Abschreibungen erfolgen mit Nutzungsdauern von 3 bis 15 Jahren. Aus dem Erwerb der restlichen 10 % der Anteile an der thomas betonbauteile Fehrbellin GmbH & Co. KG zum 1. Januar 2016 resultiert ein weiterer Unterschiedsbetrag, der auf die im Anlagevermögen enthaltenen stillen Reserven verteilt wurde. Die Abschreibung erfolgt mit einer Nutzungsdauer von 8 Jahren. Aus dem Erwerb der restlichen 25 % der Anteile an der thomas betonbauteile Melsdorf GmbH & Co. KG zum 1. Januar 2017 resultiert ein weiterer Unterschiedsbetrag, der auf die im Anlagevermögen enthaltenen stillen Reserven verteilt wurde. Die Abschreibung erfolgt mit einer Nutzungsdauer von 8 Jahren. Der aus der Erstkonsolidierung der Praefa-Gruppe zum Erwerbszeitpunkt resultierende Unterschiedsbetrag wurde auf die im Anlagevermögen enthaltenen stillen Reserven verteilt. Die Abschreibungen erfolgen mit Nutzungsdauern von 3 bis 25 Jahren. Der aus der Erstkonsolidierung der hansebeton-Gruppe zum Erwerbszeitpunkt resultierende Unterschiedsbetrag wurde auf die im Anlagevermögen enthaltenen stillen Reserven verteilt. Die Abschreibungen erfolgen mit Nutzungsdauern von 3 bis 25 Jahren. Der aus der Erstkonsolidierung der thomas cementy zum Erwerbszeitpunkt resultierende Unterschiedsbetrag wurde auf die im Anlagevermögen enthaltenen stillen Reserven verteilt. Die Abschreibungen erfolgen mit Nutzungsdauern von 6 bis 25 Jahren. Der aus der Erstkonsolidierung der thomas praefab Wroclaw Sp. z o.o zum Erwerbszeitpunkt resultierende Unterschiedsbetrag wurde auf die im Anlagevermögen enthaltenen stillen Reserven verteilt. Die Abschreibungen erfolgen mit Nutzungsdauern von 3 bis 25 Jahren. Gemäß § 312 Abs. 4 HGB wird der Wertansatz der Beteiligung um den Betrag der Eigenkapitalveränderungen, der dem der thomas Beteiligungen GmbH gehörenden Anteil am Kapital des assoziierten Unternehmens entspricht, erhöht bzw. vermindert. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird das auf assoziierte Unternehmen entfallende Ergebnis gesondert unter dem Posten "Ergebnis aus der Equity-Bewertung" ausgewiesen. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen, Erträge sowie die zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten und zwischengesellschaftliche Gewinne und Verluste sowie Eventualverbindlichkeiten werden eliminiert. Die Anteile konzernfremder Gesellschafter am bilanziellen Eigenkapital sind unter Berücksichtigung von Gewinn- und Verlustanteilen zum Bilanzstichtag ausgewiesen. Bei den nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen werden wegen Geringfügigkeit keine Zwischenergebnisse eliminiert. Die Geschäftsjahre der Konzerngesellschaften entsprechen dem Geschäftsjahr der Muttergesellschaft. 4. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauern betragen drei bis zehn Jahre. Die im Rahmen der Kapitalkonsolidierung entstandenen bzw. aus den Einzelabschlüssen übernommenen Geschäfts- und Firmenwerte werden, sofern Sie nach dem 31. Dezember 2009 entgeltlich erworben wurden, über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige teils lineare, teils degressive Abschreibungen, angesetzt. Die Zugänge des Berichtsjahres werden gemäß dem zweiten Corona-Steuerhilfegesetzes degressiv in Höhe von 25%, höchstens das 2,5-fache der linearen Abschreibung zeitanteilig abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung sofort voll abgeschrieben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit diese zum Abschlussstichtag über dem Marktwert oder über dem Wert liegen, der diesen Vermögensgegenständen dauerhaft beizulegen ist, wird diesem Sachverhalt durch Abschreibungen Rechnung getragen. Bei Wegfall der Gründe für in Vorjahren vorgenommene Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Im Konzernabschluss sind die wesentlichen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen mit ihrem anteiligen Kapital entsprechend dem Ansatz der Vorjahre nach der Buchwertmethode bilanziert. Bei negativem Eigenkapital wird ein Buchwert von EUR 1,00 angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit dem gewogenen Durchschnittspreis oder mit den letzten Einstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bilanziert. Die halbfertigen und fertigen Bauleistungen sind mit den Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Einzelkosten und anteiligen Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Der Konzern hat gemäß § 268 Abs. 5 HGB Abschlagszahlungen für erbrachte und vom Auftraggeber geprüfte Bauleistungen wie erhaltene Anzahlungen offen von den Vorräten abgesetzt, soweit diesen Zahlungen bilanziell entsprechende Bestände gegenüberstehen. Nur soweit eine erhaltene Abschlagszahlung den Wert der halbfertigen Bauleistung übersteigt, wird diese Zahlung als "erhaltene Anzahlung" unter den Verbindlichkeiten passiviert. Grundlage der Abschlagszahlungen sind vom Auftraggeber geprüfte Abschlagsrechnungen für erbrachte Teilleistungen. Die zur Rechnungslegung notwendigen Feststellungen der Teilleistungen erfolgen gemeinsam mit dem Auftraggeber. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Erkennbaren Einzelrisiken wird durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend berücksichtigt. Wertpapiere des Umlaufvermögens bilanzieren zu den Anschaffungskosten. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert angesetzt. Aus der Ermittlung von latenten Steuern auf temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen der Handels- und Steuerbilanz sowie auf die steuerlichen Verlustvorträge ergibt sich insgesamt zum 31. Dezember 2020 ein Überhang an aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 3.549. Bei der Ermittlung wurden die für die einzelnen Gesellschaften maßgeblichen individuellen Effektivsteuersätze im Bereich von 11,64 % und 32,10 % angewandt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der "Projected-Unit-Credit-Methode" ermittelt. Sie werden mit dem von der Bundesbank bekannt gegebenen zehnjährigen Jahresdurchschnittszinssatz von 2,31 % (i.Vj. 2,71 %) und für die Bestimmung des ausschüttungsgesperrten Unterschiedsbetrages nach § 253 Abs. 6 HGB erforderliche zusätzliche Bewertung auf Basis einer siebenjährigen Durchschnittsbildung von 1,60 % bestimmt (im Vorjahr: durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre von 1,97 %). Dabei kann gemäß der Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 HGB eine pauschale Restlaufzeit der Verpflichtung von 15 Jahren, unter Berücksichtigung der Sterbetafeln nach Prof. Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018G" unterstellt werden. Lohn- und Gehaltssteigerungen waren nicht zu berücksichtigen. Der unterstellte Rententrend beträgt 1,75 % p. a. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und tragen den ungewissen Schulden und den erkennbaren Risiken in angemessenem Umfang Rechnung. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden nach den Vorgaben des § 253 Abs. 2 HGB mit einem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Ermittlung der Rückstellungen für langfristige Rekultivierungs- und Wiederherstellungsverpflichtungen sowie für langfristige Gewährleistungsverpflichtungen erfolgt unter Berücksichtigung einer jährlichen Kostensteigerung von 2 % sowie der Abzinsung mit den laufzeitkonformen, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssätzen gemäß § 253 Abs. 2 HGB. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Im Konzernabschluss werden die Bilanzposten mit Ausnahme des Eigenkapitals (zum historischen Kurs) mit dem Stichtagskurs zum 31. Dezember 2020 und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der polnischen Gesellschaften, dänischen Gesellschaften und der tschechischen Gesellschaft mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres 2020 umgerechnet. Der Stichtagskurs zum 31. Dezember 2020 für die Umrechnung der polnischen Zloty betrug PLN 100 = EUR 21,90417 (i. Vj. PLN 100 = EUR 23,50121). Der Stichtagskurs zum 31. Dezember 2020 für die Umrechnung der tschechischen Kronen betrug CZK 100 = EUR 3,81436 (i. Vj. CZK 100 = EUR 3,93490). Der Stichtagskurs zum 31. Dezember 2020 für die Umrechnung der dänischen Kronen betrug DKK 100 = EUR 13,44043 (i.Vj. DKK 100 = EUR 13,38392). Der Durchschnittskurs für 2020 betrug für PLN 100 = EUR 22,50731, für CZK 100 = EUR 3,78000 und für DKK 100 = EUR 13,41526. Die Umrechnungsdifferenzen des Geschäftsjahres von TEUR -2.020 wurden mit dem Gewinnvortrag verrechnet. Der Ausgleichsposten für Fremdwährungsumrechnung beträgt zum 31. Dezember 2020 TEUR -1.858 (i. Vj. TEUR 162). 5. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns im Geschäftsjahr 2020 ist in dem beigefügten Anlagenspiegel dargestellt (vgl. Anlage zum Anhang). Entgeltlich erworbene Geschäfts- und Firmenwerte werden über 3 bzw. 5 Jahre abgeschrieben. Vorräte Erhaltene Anzahlungen auf halbfertige Bauaufträge wurden in Höhe von TEUR 22.676 (i.Vj. TEUR 11.931) offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen assoziierte Unternehmen in Höhe von TEUR 1.091 (i. Vj. TEUR 3.538) enthalten im Wesentlichen Forderungen aus dem laufenden Verrechnungsverkehr. Die sonstigen Vermögensgegenstände des Konzerns enthalten im Wesentlichen mit TEUR 2.486 (i. Vj. TEUR 2.463) Forderungen aus Arbeitsgemeinschaften in der Rechtsform von Gesellschaften bürgerlichen Rechts (kurz: Argen) sowie mit TEUR 2.130 (i. Vj. TEUR 2.796) Steuererstattungsansprüche gegen verschiedene Finanzämter und Gemeinden. Die Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Liquide Mittel/Finanzmittelfonds Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den Wertpapieren des Umlaufvermögens mit TEUR 2.170 (i. Vj. 632), den Kassenbeständen mit TEUR 51 (i. Vj. TEUR 66) und Guthaben bei Kreditinstituten mit TEUR 97.283 (i. Vj. TEUR 67.591) zusammen. Rechnungsabgrenzungsposten Dieser Posten enthält mit TEUR 536 (i. Vj. TEUR 693) wie im Vorjahr ausschließlich übrige Aufwandsabgrenzungen. Eigenkapital Der im Eigenkapital ausgewiesene Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ist durch Saldierung von aktiven Unterschiedsbeträgen in Höhe von TEUR 1.054 und passiven Unterschiedsbeträgen in Höhe von TEUR 580 vor dem 31. Dezember 2009 (vor Einführung des BilMoG) entstanden. Das gezeichnete Kapital von EUR 10.000.000,00 war zum Bilanzstichtag in voller Höhe erbracht. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Geschäftsjahr 2020 vor allem mit TEUR 4.321 (i. Vj. TEUR 3.981) Rückstellungen für Gewährleistungen, mit TEUR 3.768 (i. Vj. TEUR 3.406) Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen, mit TEUR 2.847 (i. Vj. TEUR 2.534) Rückstellungen für Jahresprämien, Tantiemen und Schwerbehindertenausgleichsabgaben, mit TEUR 1.851 (i. Vj. TEUR 1.479) Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, mit TEUR 1.788 (i. Vj. TEUR 2.053) Rückstellungen für Urlaubsverpflichtungen, mit TEUR 798 (i. Vj. TEUR 689) Rückstellungen für Berufsgenossenschafts- und Versicherungsbeiträge sowie mit TEUR 428 (i. Vj. TEUR 402) Rückstellungen für Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem laufenden Verrechnungsverkehr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen ein nachrangiges Gesellschafterdarlehen von TEUR 11.000 und Zinsverbindlichkeiten von TEUR 39 (i. Vj. TEUR 37). Eine Übersicht der Verbindlichkeiten wird im folgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 854 (i. Vj. TEUR 509) durch Grundschulden und TEUR 4.272 (i. Vj. TEUR 6.880) durch Sicherungsübereignung von Anlagegegenständen gesichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Latente Steuern Im Berichtsjahr wird der Saldo aus passiven latenten Steuern und aktiven latenten Steuern insgesamt als aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 3.549 (i. Vj. als passive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.598) ausgewiesen. Im Saldo erhöhten sich die aktiven latenten Steuern im Berichtsjahr um TEUR 5.147. Die aktiven latenten Steuern wurden im Wesentlichen auf bestehende Verlustvorträge gebildet, mit deren Realisierung in den nächsten 5 Jahren gerechnet wird. Für einen Großteil der Verlustvorträge wurde deshalb und auch aus Vorsichtsgründen auf die Aktivierung von latenten Steuern verzichtet. Die passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen auf aufgedeckten stillen Reserven (TEUR 2.284) im Rahmen des Erwerbs von Tochterunternehmen. Umsatzerlöse Der Konzern erzielte im Inland Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 426.346 (i. Vj. TEUR 392.848) und im Ausland in Höhe von TEUR 85.748 (i. Vj. TEUR 70.992). Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 2.358 (i. Vj. TEUR 5.333) enthalten. Sie beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 875 (i. Vj. TEUR 1.419). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 44.248 (i. Vj. TEUR 45.196) beinhalten vor allem Reparatur- und Instandhaltungskosten, Kfz-Kosten, Leasing, Mieten und Pachten, Geschäfts- und Verwaltungskosten, Versicherungsprämien, Rechts- und Beratungskosten sowie Aufwendungen für Reisen und den Vertrieb. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.649 (i. Vj. TEUR 1.901) enthalten. Sie beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Rechnungskürzungen für Vorjahre TEUR 848 (i. Vj. TEUR 295) und Forderungsabschreibungen TEUR 356 (i. Vj. TEUR 790). Zinsaufwendungen In den Zinsaufwendungen sind Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 168 (i. Vj. TEUR 136) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Im Steueraufwand sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.008 (i. Vj. TEUR 2.168) enthalten. 6. Haftungsverhältnisse Es bestehen selbstschuldnerische Bürgschaften für Bankverbindlichkeiten von assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 44 (i. Vj. TEUR 278). Auf Grund der bisherigen kontinuierlichen Einhaltung der vertraglich vereinbarten Kreditauflagen sowie des Projektfortschritts einzelner Bauprojekte wird nicht von einer Inanspruchnahme ausgegangen. 7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf TEUR 6.564 (i. Vj. TEUR 7.237). Der Barwert der finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 5.399. 8. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage zu erwarten ist. 9. Sonstige Angaben Die Kapitalflussrechnung des Konzerns ist separat dargestellt. Der Konzern beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 1.956 (i. Vj. 1.888) Mitarbeiter, davon sind 769 Angestellte und 1.187 gewerbliche Arbeitnehmer. Im Geschäftsjahr 2020 sind TEUR 403 (i.Vj. TEUR 390) Honorare für Prüfungs- und Steuerberatungsleistungen der FKS Wirtschaftprüfung GmbH, Leipzig, und der KPMG AG, Mainz, im Aufwand erfasst. Der Anteil des Konzernabschlussprüfers der FKS Wirtschaftsprüfung GmbH, Leipzig, beträgt TEUR 239 und betrifft ausschließlich den Bereich Abschlussprüfung. Als Beiratsmitglieder der thomas Beteiligungen GmbH sind bestellt: Herr Hans Bauer, Nürnberg --Vorstandsvorsitzender im Ruhestand-- Herr Dr. Rüdiger Mittendorff, Wackernheim --Geschäftsführer-- Die Aufgaben des Beirats sind durch den Gesellschaftsvertrag geregelt und umfassen ausschließlich beratende Funktionen. Als Geschäftsführer der thomas Beteiligungen GmbH ist Herr Dipl.-Kfm. Eckhardt Thomas, Kirchberg, bestellt. Die thomas Beteiligungen GmbH hat von der Schutzklausel § 313 Abs. 3 i.V.m. § 286 Abs. 3 und 4 HGB Gebrauch gemacht bzw. auf die Angaben nach § 313 Abs. 2 Nr. 4 wegen untergeordneter Bedeutung für die VFE-Lage oder wegen Nichtoffenlegung der nachfolgend im Anteilsbesitz stehenden Unternehmen verzichtet. Die nachfolgenden Tochterunternehmen in der Rechtsform einer Personengesellschaft im Sinne von § 264a HGB haben von der Befreiungsvorschrift gemäß § 264b HGB Gebrauch gemacht: thomas asphalt-stein GmbH & Co. KG, Argenthal thomas asphalt GmbH & Co. KG, Schnaittach thomas zement GmbH & Co. KG, Dornburg-Camburg th-beton GmbH & Co. KG, Dornburg-Camburg gth-beton GmbH & Co. KG, Coswig thomas betonbauteile Hünfeld GmbH & Co. KG, Hünfeld thomas betonbauteile Fehrbellin GmbH & Co. KG, Tarmow Betonwerk Moorkaten GmbH & Co. KG, Kaltenkirchen-Moorkaten thomas betonbauteile Delbrück GmbH & Co. KG, Delbrück thomas betonbauteile Besitz & Co. KG2, Köthen-Löbnitz thomas betonbauteile Melsdorf GmbH & Co. KG, Melsdorf thomas Betonbauteile Georgensgmünd, Georgensgmünd thomas zement GmbH & Co. KG, Erwitte Die nachfolgenden Tochterunternehmen in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft haben von der Befreiungsvorschrift gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht: thomas bau GmbH, Simmern thomas fertigteile Löbnitz GmbH, Köthen-Löbnitz thomas betonbauteile Löbnitz GmbH, Köthen-Löbnitz thomas betonbauteile Rostock GmbH, Rostock thomas GmbH, Weimar thomas betonbauteile Besitz3 GmbH, Hennigsdorf thomas allton GmbH, Hennigsdorf Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss des Mutterunternehmens thomas Beteiligungen GmbH für das Geschäftsjahr 2020 in Höhe von EUR 34.843.366,92 auf neue Rechnung vorzutragen.
Simmern, den 23. Juni 2021 thomas Beteiligungen GmbH gez. Eckhardt Thomas, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die thomas Beteiligungen GmbH, Simmern Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der thomas Beteiligungen GmbH, Simmern, - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der thomas Beteiligungen GmbH, Simmern, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzern vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, 24. Juni 2021 FKS
Wirtschaftsprüfung GmbH
Stephan Strümpfel, Wirtschaftsprüfer Steffen Bernhardt, Wirtschaftsprüfer KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020A. Grundlagen des Konzerns Die thomas-Gruppe ist eine mittelständische Unternehmensgruppe mit einem Produkt- und Dienstleistungsangebot aus fünf Geschäftsfeldern der Bau- und Baustoffbranche: Transportbeton, Betonbauteile, Zement, Asphalt-Stein und Straßenbau. Die Aktivitäten erstrecken sich von der Rohstoffgewinnung in eigenen Steinbrüchen über die Herstellung zahlreicher Baustoffe bis hin zu deren Verarbeitung und Verwendung im Hoch- und Tiefbau. Die thomas-Gruppe ist auf Wachstum ausgerichtet. Die Verstärkung der Geschäftsfelder in Deutschland und Osteuropa steht dabei im Fokus einer klar formulierten Unternehmensstrategie. Das Wollen und Können der Mitarbeiter und die ständige Verbesserung von Abläufen sorgen dafür, dass die Gruppe wettbewerbsfähig bleibt. Mittelständische Strukturen garantieren kurze Entscheidungswege und flache Hierarchien. Statt Verdrängungswettbewerb setzt die thomas-Gruppe auf Kooperationen im Mittelstand. Damit gelingt es, auf einem von Großkonzernen dominierten Markt erfolgreich zu bestehen. Durch stetiges Wachstum und Erweiterungen um branchenverwandte Unternehmensbereiche hat sich der Konzern nicht nur behaupten, sondern seine Position verbessern können. Die thomas-Gruppe ist in der Vergangenheit stetig gewachsen. Die Strategie, sinnvolle Gelegenheiten zur gesunden Verstärkung der eigenen Aktivitäten zu nutzen, hat sich bewährt. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Wirtschaftswachstum (gemessen als reales BIP) zählt zusammen mit dem Bevölkerungswachstum und dem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf zu den wichtigsten Indikatoren für die Entwicklung der Bauaktivität und der Baustoffnachfrage. Das Wirtschaftsjahr 2020 wurde stark von der COVID-19-Pandemie beeinflusst und hat sich somit ebenfalls stark auf die Entwicklung des BIP-Niveaus ausgewirkt. Auf Grundlage saisonbereinigter Daten waren die BIP-Volumen für das erste Quartal erheblich unter den Höchstwerten des vierten Quartals 2019 (-15,1% im Euroraum und -14,3% in der EU). Dies waren die niedrigsten Niveaus seit dem ersten Quartal 2005 im Euroraum und seitdem dritten Quartal 2009 in der EU. Im 3. Quartal 2020 stieg das reale BIP in der Euro-Zone saison- und arbeitstäglich bereinigt um 12,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal und sank um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Im Ergebnis ist die Wirtschaft des Euro-Währungsgebiets 2020 um 6,6 % und die EU-Wirtschaft um 6,1 % geschrumpft. Auch in Deutschland, dem wichtigsten Markt der thomas gruppe, hat die COVID-19-Pandemie die Wirtschaft 2020 stark beeinträchtigt. Das 10jährige Wirtschaftswachstum wurde im Jahr 2020 eingestellt und ist in eine tiefe Rezession geraten, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2020 nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 4,8 % niedriger als im Vorjahr. Der konjunkturelle Einbruch fiel aber im Jahr 2020 insgesamt weniger stark aus als 2009 mit -5,7 %. Der Bauaufschwung in Deutschland hat sich auch im 11. Jahr trotz der COVID-19-Pandemie fortgesetzt. Das deutsche Bauhauptgewerbe erfährt somit eine Fortsetzung des Wachstums und sieht nach einem erfolgreichen Baujahr 2019 auch auf ein erfolgreiches Baujahr 2020 zurück. Die positive Wirkung aus dem Vorjahr, dass die hohe Nachfrage aller Bausparten - Wohnungsbau, Wirtschaftsbau und öffentlichen Bau - betraf, konnte auch in 2020 verzeichnet werden. Die Summe aller Bauinvestitionen preisbereinigt stieg 2020 um 1,9 %. Der Wohnungsbau wuchs dabei wieder mit 2,8 % zufriedenstellend. Auch der öffentliche Bau verzeichnete eine positive Entwicklung von 2,0 % (i. Vj. 4,6 %). Er profitierte noch von den hohen Auftragseingängen des Vorjahres; besonders der öffentliche Tiefbau mit +1,8 % (i. Vj. 5,4 %) entwickelte sich positiv. Im Wirtschaftsbau konnte die positive Entwicklung des Vorjahres nicht fortgesetzt werden -0,3 % (i. Vj. 3,1 %). Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Bauinvestitionen als Zeitreihe preisbereinigt auf Basis des Jahres 2015 (Kettenindex 2015 = 100).
Quelle: Statistisches Bundesamt; Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, Arbeitsunterlage Investitionen, 4. Vierteljahr 2020 erschienen am 09.03.2021 Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe sind 2020 im Vergleich zu 2019 um 0,5% gestiegen. Der Hochbau verzeichnete dabei einen erneuten Zuwachs von 0,1 % und der Tiefbau von 0,8 %. 2. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens 2.1 Ertragslage Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 512,1 Mio (i. Vj. EUR 463,8 Mio) sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 48,3 Mio gestiegen, was zum Teil aus der Veränderung des Konsolidierungskreises im Bereich Betonbauteile resultiert. Die Bestandsveränderung betrug im Berichtsjahr EUR 6,1 Mio (i. Vj. EUR 1,9 Mio). Im Ergebnis führte dies zu einer Erhöhung der Gesamtleistung um EUR 52,5 Mio auf EUR 518,2 Mio (i. Vj. EUR 465,7 Mio). Der Materialaufwand hat sich im Berichtsjahr entsprechend der Umsatzsteigerung von EUR 281,7 Mio auf EUR 314,3 Mio erhöht. Die Materialaufwandsquote blieb mit 60,7 % konstant gegenüber dem Vorjahr. Der Personalaufwand stieg um EUR 7,2 Mio auf EUR 82,3 Mio. Die Personalaufwandsquote liegt bei 15,9 % (i. Vj. 16,1 %). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag verringerten sich um EUR 6,0 Mio auf EUR 11,0 Mio. Insgesamt konnte in 2020 ein Konzernjahresüberschuss von EUR 36,8 Mio nach EUR 21,3 Mio im Vorjahr erzielt werden. Der Geschäftsverlauf und die Ertragslage des Konzerns werden maßgeblich geprägt von dem Verlauf der Aktivitäten in den einzelnen Sparten, die nachfolgend näher dargestellt werden. Geschäftsbereich Straßenbau (stb) Im Jahr 2020 schloss das Geschäftsfeld Straßenbau mit einem Jahresüberschuss ab. Die Gesamtleistung erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,7 Mio auf EUR 26,6 Mio. Von unseren Straßenbaufirmen schloss die Gesellschaft thomas bau GmbH, Simmern, das Jahr mit einem Gewinn ab. Die Gesellschaft konnte die Bauleistung im Geschäftsjahr 2020 um EUR 2,3 Mio steigern. Die deckungsbeitragsorientierte Preispolitik in der Annahme neuer Bauprojekte sowie die wirtschaftliche Steuerung der Bauprojekte ist weiter Schwerpunktthema in der Sparte stb. Insgesamt entsprach das Ergebnis in der Sparte Straßenbau den Erwartungen. Geschäftsbereich thomas Asphalt Stein (TAS) Der Geschäftsbereich thomas asphalt stein (TAS) verzeichnete gegenüber dem Vorjahr einen leichten Umsatzrückgang um EUR 0,3 Mio auf EUR 30,6 Mio. Der Geschäftsbereich TAS schloss das Jahr 2020 mit einem positiven Ergebnis ab. Die Wettbewerbssituation im Asphaltbereich ist nach wie vor angespannt. Betrachtet man die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochter- und Beteiligungsunternehmen einzeln, ergibt sich folgendes Bild: Die thomas asphalt-stein GmbH & Co. KG, Argenthal, erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2020 bei leicht gestiegener Gesamtleistung einen Jahresüberschuss. Die thomas asphalt GmbH & Co. KG, Schnaittach OT Hormersdorf, schloss das Jahr 2020 mit einem Jahresüberschuss ab. Die thomas transporte GmbH, Argenthal, konnte im Geschäftsjahr 2020 ihre Gesamtleistung auf EUR 11,5 Mio. steigern. Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2020 einen leichten Jahresüberschuss. Geschäftsbereich Transportbeton (tb) Die im Jahr 2020 weiter konsequent verfolgte deckungsbeitragsbezogene Preispolitik führte im Vergleich zum Vorjahr insgesamt zu stabilen Erlösen, in einigen Regionen sogar zu Erlössteigerungen. Die geplante Absatzmenge wurde nicht ganz erreicht, eine Verbesserung ggü. dem Vorjahr ist eingetreten. Die Sparte erwirtschaftete wie im Vorjahr einen Jahresüberschuss. Die Umsätze stiegen um EUR 2,1 Mio. Das gute Ergebnis des Geschäftsjahres 2019 konnte nicht wiederholt werden. In Polen wurde die geplante Menge an Transportbeton nicht erreicht. Die Erlöse/m 3 konnten zwar im Vergleich zum Vorjahr- leicht angehoben werden. Die Preissteigerungen bei den Material- und Frachtkosten konnten aber nicht komplett an die Kunden weitergegeben werden. In Summe dessen wurde nur ein geringer Jahresüberschuss erzielt. Die Verluste der TPB Transportbeton spol s.r.o., Tschechien, konnten ab dem Geschäftsjahr 2015 in Gewinne gedreht werden. Mit Ausscheiden des Minderheitsgesellschafters Prefa-Beton Cheb spol. s.r.o. infolge Insolvenz im Jahr 2013 konzentriert sich die Gesellschaft ausschließlich auf die Vermietung ihrer Transportbetonanlagen sowie die Beteiligung an einer ARGE mit der Strabag, die die vermieteten Transportbetonanlagen bewirtschaftet. Die tschechische Gesellschaft konnte das Jahr 2020 mit einem Jahresergebnis von EUR 0,1 Mio positiv abschließen. Geschäftsbereich Zement (dz) Die Marktführer setzten auch im Jahr 2020 ihre erlösorientierte Politik fort. Die thomas zement GmbH & Co. KG, Dornburg-Camburg (TZD-KG), ist dagegen eher in den Nischen des Marktes tätig. In dem stark von Konzernen dominierten Zementgeschäft (ca. 85 % Marktanteil in Deutschland) hat die TZD-KG bei mittelständisch strukturierten Abnehmern klare Vorteile bei der Gestaltung von Kundenbeziehungen. Dies brachte der Gesellschaft Geschäftsmöglichkeiten. Die Umsetzung der Marktpolitik wurde erleichtert durch ein Steuerungsinstrument zum Preis- und Kundencontrolling. Des Weiteren wurde der Geschäftsbereich im Geschäftsjahr 2018 um die thomas zement GmbH & Co. KG, Erwitte erweitert. Im Jahr 2020 wurde der wesentliche Teil der Modernisierung und Instandsetzung des Werkes abgeschlossen. Durch leicht erhöhte Reparaturkosten sowie Produktionsunterberechnungen schloss die TZE-KG auch das Geschäftsjahr 2020 mit einem Jahresfehlbetrag ab. Zum 01. September 2019 wurde der Geschäftsbereich um die Gesellschaft Ekobet Cementy Sp. z o.o erweitert. Dadurch werden die Aktivitäten im Bereich Spezialbindemittel in Polen gestärkt. Geschäftsbereich Betonbauteile (bbt) Bis auf die thomas betonbauteile Georgensgmünd GmbH & Co. KG, Georgensgmünd, erzielten alle Tochterunternehmen dieses Geschäftsbereiches im Geschäftsjahr 2020 positive Jahresergebnisse und trugen somit neben dem Bereich Transportbeton und Zement maßgeblich zum Konzernerfolg bei. Die thomas betonbauteile Hünfeld GmbH & Co. Fertigdecken KG hat 2020 wieder ein befriedigendes Ergebnis erzielt. Der Weg einer preisbewussten Vertriebspolitik wurde auch im Geschäftsjahr 2020 fortgesetzt. Die im Jahr 2011 erworbene thomas betonbauteile Fehrbellin GmbH & Co. KG (tbbt Fe-KG) konnte das Ergebnis des Vorjahres deutlich verbessern. Aufgrund einer Umsatzsteigerung von über 7 % gegenüber dem Vorjahr und höheren Ergebnissen aus den Beteiligungen konnte diese Verbesserung erreicht werden. Die Tochtergesellschaft thomas betonbauteile Rostock GmbH musste im Berichtsjahr einen leichten Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr- verkraften. Deshalb erzielte die Gesellschaft einen Jahresüberschuss, welcher leicht geringer als im Vorjahr- ausfiel. Bei der Tochtergesellschaft Betonwerk Moorkaten GmbH & Co. KG (BWMo-KG, Anteil tbbt Fe-KG 66,67 %) führten geringere Umsätze zu einem etwas schlechteren Ergebnis gegenüber dem Vorjahr 2019. Mit einem positiven Ergebnis schloss die im Jahr 2012 gegründete thomas betonbauteile Delbrück GmbH & Co. KG, Delbrück, das Geschäftsjahr 2020 ab. In der Gesellschaft werden seit dem 01. August 2019 zusätzlich die Werke in Edewecht und Großheide betrieben. Die im Jahr 2014 erworbene thomas betonbauteile Löbnitz GmbH hat das Geschäftsjahr 2020 bezüglich Umsatz und Ergebnis ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres abgeschlossen. Die Maßnahmen zur Ertüchtigung der Werke zeigten die gewünschten Resultate. Die Tochtergesellschaft thomas betonbauteile Melsdorf GmbH & Co. KG konnte im Geschäftsjahr 2020 Umsatz und Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr erhöhen. Die Gesellschaft Schmidt & Peters Beteiligungs GmbH & Co. KG mit ihren Tochtergesellschaften ergänzt seit dem 01. Januar 2019 das Geschäftsfeld Betonbauteile mit ihren Fertiggaragen. Bis auf die Betonwerk Neetze Beteiligungsges. mbH konnten alle Gesellschaften einen Jahresüberschuss erwirtschaften. Die Gesellschaft thomas allton GmbH konnte das Geschäftsjahr 2020 mit einer Umsatzsteigerung sowie einem Jahresüberschuss abschließen. Konzernfunktionen / Gruppeninterne Dienstleistungen Die Leistung zur professionellen Steuerung der einzelnen Konzerngesellschaften, insbesondere der kaufmännischen und der EDV-Leistungen, des Qualitätsmanagements, der Prozessoptimierung sowie der Personal- und Organisationsentwicklung wird über ein "Shared-Service-Center" erbracht. Dessen Leistungen werden im Wesentlichen nur für Konzerngesellschaften erbracht. 2.2 Vermögenslage und Kapitalstruktur Das Anlagevermögen des Konzerns ist im Berichtsjahr um EUR 6,7 Mio auf EUR 210,0 Mio gewachsen. Dabei haben sich die Sachanlagen um EUR 9,2 Mio auf EUR 200,6 Mio erhöht, was unter anderem auf die größeren Modernisierungsinvestitionen in der Sparte Zement zurückzuführen ist. Die übrigen Investitionen des Jahres 2020 waren im Wesentlichen Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen. Die Vorräte bewegen sich mit EUR 32,7 Mio leicht unter Vorjahresniveau (EUR 33,3 Mio). Auch die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände liegen mit EUR 48,7 Mio um EUR 3,5 Mio unter Vorjahresniveau. Den größten Posten bilden hierbei mit EUR 37,1 Mio (i. Vj. EUR 36,5 Mio) die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die liquiden Mittel haben sich zum Bilanzstichtag um EUR 29,7 Mio auf EUR 97,3 Mio erhöht. Das Eigenkapital des Konzerns erhöhte sich von EUR 157,0 Mio auf EUR 191,5 Mio. Die Veränderung des Eigenkapitals betrifft im Wesentlichen den Konzernjahresüberschuss des Berichtsjahres in Höhe von EUR 36,8 Mio. Die Eigenkapitalquote liegt bei 48,5 % und liegt damit 4,6 Prozentpunkte über dem Vorjahr-. Unter Berücksichtigung des wirtschaftlich dem Eigenkapital zuzurechnenden Gesellschafterdarlehens von EUR 11,0 Mio erhöhte sich das Eigenkapital auf EUR 202,5 Mio. Die Bilanzsumme erhöhte sich um EUR 37,2 Mio auf EUR 395,0 Mio gegenüber dem Vorjahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich um EUR 8,4 Mio auf EUR 128,1 Mio. Über das bilanzierte und wirtschaftliche Eigenkapital hinaus verfügt der Konzern weiterhin über beträchtliche stille Reserven, die überwiegend im Anlagevermögen gebunden sind. 2.3 Finanzlage Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich auf EUR 64,7 Mio (i. Vj. EUR 58,9 Mio). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt -38,6 Mio. EUR. Das Investitionsvolumen liegt damit deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. C. Chancen und Risikobericht 1.1 Risikobericht 1.1.1 Berichterstattung über das Risikomanagement Das Risikomanagement der thomas-Gruppe basiert auf einer sorgfältigen Abwägung von unternehmerischen Chancen und Risiken. Ein wesentlicher Bestandteil der Risikosteuerung sind der jährliche Planungsprozess und die laufende Berichterstattung mit qualifizierten Hochrechnungen als integraler Bestandteil der Unternehmensführung. Die Konzernleitung wird monatlich über ein umfangreiches Berichtswesen informiert, das Abweichungen analysiert und kommentiert sowie über wesentliche Ereignisse berichtet. Im Rahmen von Geschäftsleitungs- und Beiratssitzungen werden in regelmäßigen Abständen die Plan-/Ist-Abweichungen der Geschäftsentwicklung sowie deren Ursachen erläutert, um gegebenenfalls steuernd eingreifen zu können. Über darüber hinaus auftretende Risiken und Fehlentwicklungen wird sofort berichtet und über Maßnahmen entschieden. 1.1.2 Erläuterungen zu einzelnen Risikokategorien In unserer Planung für das Jahr 2021 gehen wir davon aus, dass es in Deutschland und Polen nicht zu einem kurzfristigen Einbruch der Konjunktur im Baubereich kommt. Durch unsere wöchentlich aktualisierte Liquiditätsvorschau und verbindliche Finanzierungsrahmen sind Liquiditätsrisiken nicht gegeben. Ein Risiko für die zukünftige Ertragsentwicklung ist eine weitere und anhaltende Verteuerung von Baumaterialien, wie Holz und Stahl, sowie eine schlechtere Verfügbarkeit von Baumaterialien. Ein weiteres Risiko liegt in einem plötzlichen Anstieg des langfristigen Zinsniveaus in Deutschland. Dies hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Rückgang der Wohnungsbaukonjunktur zur Folge. Hierunter würde die Gruppe insbesondere in der Sparte Betonbauteile, aber auch bei Transportbeton und Zement wirtschaftlich leiden, in 7-stelliger Höhe. Dieses Risiko wird gemindert durch die Diversifizierung des Portefeuilles mit unterschiedlichen Sparten und auch durch die regionale Diversifizierung der bbt-Aktivitäten. Dem direkten Zinsänderungsrisiko ist die Gruppe dadurch begegnet, dass nahezu der gesamte Teil des Fremdkapitals mit Festzinsen über die Laufzeit ausgestattet ist. Zusätzliche Risiken liegen in der möglichen Verteuerung von Preisen für Energie und Mineralprodukte, insbesondere für Strom, Diesel und Bitumen, in Abhängigkeit von den Preisentwicklungen auf den Weltmärkten. Ein weiteres Risiko liegt im Wegbrechen der Umsätze in der Sparte Zement, falls es zu einem erneuten "Zementkrieg" kommen sollte. Dieses Risiko ist durch den Ausbau der Sparte Betonbauteile (bbt) in den letzten Jahren zum wichtigsten Geschäftsfeld des Konzerns verringert. Der Eintritt neuer Wettbewerber ist in den Sparten Straßenbau (stb), Thomas Asphalt Stein (TAS) und Transportbeton (tb) ein weiteres signifikantes Risiko. Zudem bestehen Risiken im Ausfall bzw. Weggang von Mitarbeitern, die die Kompetenz zur Steuerung der Aktivitäten bzw. Verbesserungsprojekte haben. Bedingt durch den überwiegend inländischen Charakter unserer Konzernaktivitäten sind Währungsrisiken für uns von untergeordneter Bedeutung. 1.2 Chancenbericht Chancen können sich ergeben aus einer weiteren Konsolidierung in unseren Märkten in den Geschäftsfeldern Zement und Betonbauteile. Die Entwicklung an den internationalen Finanzmärkten und in der Europäischen Union hilft dabei: Durch die, im Gegensatz zur thomas-Gruppe, immer noch hohe relative Verschuldung der Weltkonzerne CEMEX, Holcim-Lafarge, CRH bzw. HeidelCement (incl.-Italcementi) ist deren Bereitschaft und Kapazität zur Ausweitung der Aktivitäten eingeschränkt. Gerade in Verbindung mit den Auswirkungen der Covid19-Krise könnte es hindurch sinnvolle Gelegenheiten für uns geben. Dies könnte zu einer weiteren Ausweitung der Geschäfte und des EBDITs in den Bereichen Transportbeton (tb), Zement (zt) oder Betonbauteile (bbt) führen. D. Prognosebericht Dieser Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf unseren heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb unseres Einflussbereichs liegen, beeinflussen die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse des Konzerns. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen der thomas-Gruppe wesentlich abweichen. 1.1 Wirtschaftliches Umfeld Die Jahre 2021 und 2022 sollten von einer gesamtwirtschaftlichen Konjunkturerholung in Deutschland und Europa mit einem Wachstum des BIP zwischen 3 % und 4 % p.a. geprägt sein. Die Entwicklung der Gruppe wird auch zukünftig maßgeblich von der Entwicklung der Baubranche in Deutschland beeinflusst. Hier erwarten wir insgesamt in 2021 kein großes Wachstum. Die bekannten Institute für Wirtschaftsforschung prognostizieren für das Jahr 2022 ein preis bereinigtes Wachstum der Bauinvestitionen zwischen 3 % und 4 %. Dabei gehen wir von steigenden Marktvolumina im Bereich des öffentlichen Baus aus. Auch für den privaten und gewerblichen Bau rechnen wir mit leicht stärker steigenden Umsätzen. In Polen erwarten wir weiterhin einen langfristigen Wachstumstrend in der Baubranche, der aber aufgrund der aktuellen Unsicherheiten am Markt geringer ausfallen könnte als in den Vorjahren. Daneben hängt die Ertragslage der thomas-Gruppe entscheidend davon ab, wie erfolgreich sich ihre Beteiligungen in ihrem jeweiligen Marktbereich behaupten können. Die Gruppe ist auch zukünftig tätig in den Sparten:
Die Schwerpunkte liegen im Jahr 2021 wie bisher:
Geschäftsbereich Straßenbau (stb) Das Geschäftsjahr 2021 wird durch eine weitere Stabilisierung der Gesamtleistung gekennzeichnet sein. Im Personalbereich besteht weiterhin die wesentliche Aufgabe darin, die Führungsmannschaft in ihren Einstellungen und Fähigkeiten an die Anforderungen des Geschäfts und an die Gepflogenheiten der restlichen Gruppe heranzuführen. Außerdem geht es um die Sicherung des unterjährigen Auftragseingangs zu auskömmlichen Preisen und der technisch und wirtschaftlich erfolgreichen Ausführung dieser Aufträge. Dazu werden sich alle Gesellschaften wie im Vorjahr konzentrieren auf:
Die Gesellschaften rechnen für das laufende Jahr mit verringerten Verlusten oder bereits mit positiven oder ausgeglichenen Ergebnissen. In den Folgejahren wird ein positives Ergebnis erwartet. Geschäftsbereich thomas Asphalt Stein (TAS) Das Jahr wird geprägt werden durch ein annähernd konstantes Geschäftsvolumen in einem anspruchsvollen Marktumfeld. Aufgabe wird sein, die Organisation zu festigen. Für 2021 rechnen wir mit einem positiven Ergebnis. Für die Folgejahre wird eine leichte Steigerung erwartet. Geschäftsbereich Transportbeton (tb) Auch für das Jahr 2021 ist im Transportbeton nur in Teilmärkten mit verbesserten Margen zu rechnen. Verbesserte Wettbewerbsbedingungen ergeben sich durch regionale Marktbereinigungen sowie eine höhere Ertragsorientierung der verbleibenden Wettbewerber. Schwerpunkte sind in diesem Jahr wiederum:
Insgesamt rechnen die Gesellschaften im Jahr 2021 mit positiven Ergebnissen. Gleiches gilt für die Folgejahre. Geschäftsbereich Zement (dz) Im Zementbereich rechnen wir mit steigenden Preisen. Auf Grund der aktuellen Konjunkturerwartungen gehen wir davon aus, dass sich die Mengen im Jahr 2021 sowohl im Inland wie im Ausland gegenüber 2020 nicht wesentlich verändern werden. Schwerpunkt des Jahres wird die entsprechende Vertriebssteuerung sein. Weiterhin bestehen folgende wesentliche Themen:
Durch den Erwerb des Zementwerkes in Erwitte zu Beginn des Jahres 2018 rechnen wir weiterhin mit Synergieeffekten beim Rohstoffeinkauf und Zementvertrieb. Die Sparte rechnet im laufenden Jahr mit einem Ergebnis deutlich über dem Niveau des Vorjahres, danach wird mit leicht steigenden Ergebnissen gerechnet. Geschäftsbereich Betonbauteile (bbt) Das Jahr 2021 wird geprägt sein durch eine weitere Reorganisation der CAD-, Produktions- und Dispositionsprozesse sowie die Fortführung der Integration der übernommenen Gesellschaften. Hier soll die Vorarbeit der Vorjahre umgesetzt werden, um die Vertriebserfolge kostengünstiger und kundengerechter umsetzen zu können. Die weitere Integration der zum 1. Januar 2018 übernommenen Praefa-Gruppe sowie der der zum 1. Januar 2019 erworbenen hansebeton-Gruppe und der zum 1. Juli 2019 übernommenen allton-gruppe steht im Jahr 2021 im Mittelpunkt der bbt-Sparte. Wir rechnen mit einem positiven Ergebnis 2021 etwas über dem Niveau des Vorjahres. Für die Folgejahre erwarten wir in etwa gleichbleibende Ergebnisse auf 2021-er Niveau. Konzernfunktionen / Gruppeninterne Dienstleistungen Schwerpunkt im laufenden Jahr ist die Umorganisation des Rechnungswesens und des Informationsmanagement auf das steigende Geschäftsvolumen der Gruppe sowie der Ersatz der ausgeschiedenen Mitarbeiter. Darüber hinaus konzentrieren sich die Dienstleister auf:
1.2 Umsatz und Ergebnis Wir rechnen für das Jahr 2021 mit steigenden Umsätzen. Dies sowie die eingeleiteten Verbesserungsmaßnahmen sollte auch zu einem leicht steigenden EBDIT und EBIT führen. Für die Entwicklung in den einzelnen Sparten verweisen wir auf die Ausführungen unter Abschnitt D. Der positive Trend der Gruppe sollte sich trotz eines schwierigen Gesamtwirtschaftlichen Umfeldes im Jahr 2021 fortsetzen. Bei Investitionen rechnen wir im Jahr 2021 mit einem Bedarf von ca. EUR 35 - 40 Mio vor Zukäufen. Die wesentlichen Investitionen werden in der Sparte Betonfertigteile durchgeführt.
Simmern, den 23. Juni 2021 thomas Beteiligungen GmbH gez. Eckhardt Thomas, Geschäftsführer Konzerneigenkapitalspiegel
*) Einschließlich des Unterschiedsbetrags
aus der Kapitalkonsolidierung
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG
Billigung des Konzernabschlusses Der Konzernabschluss wurde durch die Gesellschafterversammlung am 21.09.2021 gebilligt. |
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