ESK - SIC GmbH
Günter-Wiebke-Straße 1, 50226 Frechen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lars Gröne seit 10.2.2026 | Prokura |
Ralf Kremhelmer seit 10.2.2026 | Prokura |
Alexander Dr. Benes seit 15.4.2025 | Geschäftsführer |
Lars Dr. Schnetter seit 5.2.2025 | Geschäftsführer |
Steffen Friedrich seit 5.2.2025 | Prokura |
Johannes Unterricker seit 5.2.2025 | Prokura |
Matthias Hausmann seit 15.11.2022 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Schunk GmbH | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ESK - SIC GmbHFrechenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023ESK-SIC GmbH, FrechenAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung 2023ESK-SIC GmbH, Frechen
Anhang zum Jahresabschluss 31. Dezember 2023I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die ESK-SIC GmbH hat ihren Sitz in Frechen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter HR B 42741 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Nach den in § 267 HGB vorgegebenen Größenklassen gehört die Gesellschaft unter Zugrundelegung der Daten für die Geschäftsjahre 2023 und 2022 zu den großen Kapitalgesellschaften. Der Abschluss der ESK-SIC GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt worden. Der Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen auf bewegliche Sachanlagen werden vorwiegend nach der linearen Methode vorgenommen. Den Abschreibungen werden im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 werden, entsprechend den steuerlichen Vorschriften, im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Wegen der untergeordneten Bedeutung dieses Postens für den Jahresabschluss steht diese Vorgehensweise im Einklang mit der Auffassung des Hauptfachausschusses des Instituts der Wirtschaftsprüfer e.V. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den gewogenen durchschnittlichen Anschaffungskosten oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet. Auf überalterte, schwer gängige sowie schwer verwertbare Bestände werden Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Für bestimmte, nicht bestandsmäßig geführte Vorräte werden im Hinblick auf die untergeordnete Bedeutung Festwerte gebildet. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zum Abschlussstichtag entsprechend dem Fertigungsgrad mit Plankosten der Fertigung bewertet. Diese Plankosten (Standardpreise) werden auf der Ebene der einzelnen Materialnummern ermittelt und bei Bedarf angepasst. Wegen der Lagerrisiken werden auf die ermittelten Herstellungskosten Abschläge vorgenommen. Wie beim gesamten Umlaufvermögen wird das Niederstwertprinzip gemäß § 253 Abs. 4 Sätze 1 und 2 HGB beachtet. Gemeinkostenzuschläge sind in den Herstellungskosten enthalten, nicht jedoch allgemeine Geschäftskosten im Sinne von § 255 Abs. 2 Satz 3 und 4 HGB. Fremdkapitalzinsen wurden bei der Ermittlung der Herstellungskosten nicht einbezogen. Das übrige Umlaufvermögen wird zum Nennwert unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Aufgrund des allgemeinen Kredit- und Ausfallrisikos wird eine angemessene Pauschalwertberichtigung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Beträge in fremder Währung werden mit dem Kurs vom Tage des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Die Bewertung zum Bilanzstichtag erfolgt mit dem Anschaffungskurs oder dem ungünstigeren Stichtagskurs. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Durch die Bildung von Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken ausreichend Rechnung getragen. Die Bewertung erfolgt zu den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen. Bei der Bewertung werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Der Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung mit durchschnittlichem Marktzins der vergangenen 10 Jahre im Vergleich zu dem der vergangenen 7 Jahre beträgt TEUR 107 (Vorjahr TEUR 460). Der Unterschiedsbetrag unterliegt einer Ausschüttungssperre. Die Preis- und Kostensteigerungen orientieren sich an der Teuerungsrate und wurden über die jeweilige Laufzeit der Rückstellung mit einem Satz von 3 % berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen gebildet, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Fall einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 I 2 HGB Gebrauch gemacht. IV. Erläuterungen zur Bilanz Das Eigenkapital enthält ausschüttungsgesperrte Beträge im Gesamtbetrag von TEUR 1.818; davon aus der Aktivierung latenter Steuern (§ 268 Abs. 8 HGB) in Höhe von TEUR 1.711 und aus dem Bewertungsunterschied der Pensionsverpflichtung für die sieben- und zehnjährige Durchschnittsbildung (§ 253 Abs. 2 HGB nF) TEUR 107. Wegen der Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagenspiegel (Seite 5). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Ausfallrisikos bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von TEUR 24 gebildet. Die aktiven latenten Steuern beruhen auf Differenzen in der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und für Jubiläums- und Altersteilzeitverpflichtungen. Die Ermittlung der Steuerlatenz erfolgte mit einem Steuersatz von 30 %. Das gezeichnete Kapital in Höhe von DM 10.000.000,00 (Vorjahr TDM 10.000) ist voll ein gezahlt. Die Pensionsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach der Projected Unit Credit Method unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 1,82 % (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre bei einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren), den Heubeck Richttafeln 2018 G und eines Rententrends von 2,2 % jährlich ermittelt worden. Die Berechnung erfolgte nach der Neufassung von § 253 Abs. 2 HGB. In der handelsbilanziellen Bewertung wird der Anpassungsstau für die Zusatzversorgung und die Grundversorgung aufgrund der erhöhten Inflation 2022/23 in den Rentenanpassungen in 2024 mit einem Anpassungssatz in Höhe von 18 % bzw. für 2025 mit einem Anpassungssatz in Höhe von 13 % für den dreijährigen Anpassungsturnus bei den Bewertungen vorweggenommen. Die sonstigen Rückstellungen enthalten Beträge für den Personalbereich (TEUR 656) und übrige ungewisse Verbindlichkeiten (TEUR 252). Die Altersteilzeitverpflichtungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 1,03 %, den Heubeck Richttafeln 2018 G und eines Gehaltstrends von 3,0 % jährlich ermittelt worden. Zum Bilanzstichtag wurde Deckungsvermögen mit einem Zeitwert (entspricht den Anschaffungskosten) von TEUR 417 mit dem Erfüllungsbetrag der Verpflichtung von TEUR 482 verrechnet und auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen. Wegen der Fälligkeitsstruktur der ausgewiesenen Verbindlichkeiten sowie der bestehen den Sicherheiten verweisen wir auf Seite 6. Anlagespiegel zum 31. Dezember 2023
Fälligkeitsstruktur der Verbindlichkeiten 31. Dezember 2023
Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen mit einem Gesamtbetrag von TEUR 595. Die Restlaufzeiten betragen:
Zur Zinssicherung wurde ein Zinsswap mit einem Volumen zum Bilanzstichtag von TEUR 4.000 abgeschlossen. Nach der Marktbewertungsmethode ergab sich ein positiver Barwert von TEUR 83. Ein bilanzierter Buchwert ist nichtvorhanden. Im Rahmen eines Factoring-Vertrages sind Teile der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an eine Finanzierungsgesellschaft abgetreten worden. Wir haften nur für den Bestand, nicht für die Bonität der Kunden. Dem Liquiditätsvorteil stehen Finanzierungskosten gegenüber. Diese führen aufgrund der gesunkenen Umlaufmittelfinanzierung jedoch nicht zu zusätzlichen Gesamtkosten. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Die Umsatzerlöse weisen folgende Struktur auf:
Unter den "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind Aufwendungen aus der Auf- und Abzinsung von Rückstellungen von TEUR 93 (Vorjahr TEUR 282) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten die Kompensationszahlung eines Lieferanten in Höhe von TEUR 2.626 für nicht eingehaltene Lieferverpflichtungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen von TEUR 293. Das vom Abschlussprüfer berechnete Honorar für die Jahresabschlussprüfung des Geschäftsjahres 2023 beträgt TEUR 50. VI. Sonstige Angaben Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 160 Arbeitnehmer (Vorjahr 145). Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2023:
Der Jahresabschluss der ESK-SIC GmbH wird in den Konzernabschluss der Pirapora GmbH, Mönchengladbach einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag / Gesellschafterwechsel Seit Anfang 2025 ist die ESK-SIC GmbH Teil der Schunk-Gruppe und wird ab 2025 in den Konzernabschluss der Schunk GmbH, Heuchelheim, einbezogen. Die Geschäftsführer schlagen vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Frechen, den 31.03.2025 Matthias Hausmann Dr. Lars Schnetter Lagebericht zum 31. Dezember 2023ESK-SIC GmbHI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die ESK-SIC GmbH ist spezialisiert auf die Herstellung von Körnungen und Fraktionen aus kristallinem Siliciumcarbid, welches bei namhaften Kunden der Schleifmittel-, Keramik- und Feuerfestindustrie, im Elektronikbereich, bei modernen Verbundwerkstoffen sowie bei Partikelfiltern und Wärmedämmstoffen weltweit Einsatz findet. Organisatorische Struktur Die Geschäftsbereiche der ESK-SIC GmbH gliedern sich in die Organisationseinheiten Produktion, Personal, Controlling, Vertrieb, Technik sowie Forschung und Entwicklung. Hauptsitz der ESK-SIC GmbH ist Frechen-Grefrath. 2. Forschung und Entwicklung Im Geschäftsjahr wurden circa 3,7 % vom Nettoumsatz aus dem Kerngeschäft der ESK- SIC GmbH für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Es werden derzeit im F&E-Bereich sieben Mitarbeiter beschäftigt. Im Jahr 2023 hat die ESK-SIC GmbH ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten intensiviert, um nachhaltige und effiziente Produktionsprozesse zu fördern. In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) wurde das RECOSiC-Verfahren entwickelt. Dieses innovative Recyclingverfahren ermöglicht es, Abfall- und Nebenprodukte aus der Produktion in hochwertiges Siliciumcarbid mit einem Reinheitsgrad von über 98 % umzuwandeln. Dabei wird die Energieaufnahme um 80 % reduziert, was zu einer signifikanten Senkung der CO 2 -Emissionen führt. Darüber hinaus wurde im zweiten Quartal 2023 eine Technikumsanlage im Industriemaßstab in Betrieb genommen, um die Effizienz und Skalierbarkeit des RECOSiC-Verfahrens zu demonstrieren. Weitere Kapazitätserweiterungen sind geplant, um die wachsende Nachfrage nach umweltfreundlich produziertem Siliciumcarbid zu decken. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Globale Wirtschaft Im Jahr 2023 wurde die Weltwirtschaft weiterhin von zahlreichen Unsicherheiten geprägt. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen, insbesondere der Krieg in der Ukraine und die Handelskonflikte zwischen den USA und China, führten zu Störungen in globalen Lieferketten und erhöhten wirtschaftliche Risiken. Zudem beeinflussten die Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie weiterhin einige Volkswirtschaften, insbesondere in Schwellenländern. Trotz dieser Herausforderungen wuchs die Weltwirtschaft mit einem moderaten Tempo. Laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) lag das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2023 bei 3,2 % (Vorjahr: 3,4 %). Während die US-Wirtschaft aufgrund stabiler Konsumausgaben ein vergleichsweise robustes Wachstum verzeichnete, schwächelte das Wachstum in der Eurozone und China. Die restriktivere Geldpolitik vieler Zentralbanken zur Inflationsbekämpfung wirkte sich dämpfend auf Investitionstätigkeiten und das Kreditwachstum aus. Deutschland Die deutsche Wirtschaft stagnierte im Jahr 2023 weitgehend. Insgesamt ist jedoch für das Jahr 2023 ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3 % zu verzeichnen. Besonders die exportabhängige Industrie litt unter der schwachen internationalen Nachfrage, während hohe Energiepreise die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen weiter unter Druck setzten. Wichtige Konjunkturindikatoren wie die Industrieproduktion, die im Jahresverlauf um 1,5 % zurückging (kalenderbereinigt), und die Exportzahlen, die ein Minus von 1,4 % verzeichneten, signalisierten eine anhaltende Schwäche. Besonders betroffen waren die Chemie-, Stahl- und Automobilbranche, die unter gestiegenen Produktionskosten und einer schleppenden Nachfrage aus den wichtigsten Absatzmärkten litten. Trotz des schwierigen Umfelds zeigten sich einige positive Entwicklungen: Die Inflationsrate, die 2022 noch bei 6,9 % lag, sank im Jahresdurchschnitt 2023 auf 5,9 %, was auf gesunkene Energiepreise und eine Entspannung der Lieferketten zurückzuführen war. Gleichzeitig führte die schwächere Nachfrage dazu, dass die Kapazitätsauslastung in der deutschen Industrie unter ihrem langfristigen Durchschnitt blieb. Besonders betroffen waren der Maschinenbau, die Chemie- und Automobilindustrie. Der Dienstleistungssektor entwickelte sich stabiler, getrieben durch eine anhaltend hohe Nachfrage nach IT- und Finanzdienstleistungen. Unternehmensumfeld Die Ertragslage deutscher Unternehmen entwickelte sich trotz der gesamtwirtschaftlichen Schwäche positiv. Die nichtfinanziellen Unternehmen konnten ihre Umsatzrenditen verbessern, insbesondere aufgrund sinkender Material- und Energiekosten. Laut der Deutschen Bundesbank stieg die durchschnittliche Vor-Steuer-Umsatzrendite von 4,2 % im Jahr 2022 auf 5,3 % im Jahr 2023. Besonders große Unternehmen mit hoher Exportquote profitierten von gesunkenen Logistikkosten und einer Stabilisierung der globalen Lieferketten. Investitionen blieben insgesamt auf einem zurückhaltenden Niveau. Während große Unternehmen ihre Innovationsbudgets stabil hielten, fuhren viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ihre Investitionen zurück. Besonders im Maschinenbau und in der Automobilindustrie war eine abwartende Haltung spürbar, da Unsicherheiten hinsichtlich der zukünftigen technologischen Ausrichtung und regulatorischer Vorgaben herrschten. Die Finanzierungskosten für Unternehmen stiegen infolge der restriktiveren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Kreditvergabe an Unternehmen verlangsamte sich spürbar, und viele Firmen setzten verstärkt auf interne Finanzierungsmöglichkeiten. Während große börsennotierte Unternehmen von einer weiterhin starken Eigenkapitalbasis profitierten, standen insbesondere KMU unter Druck, da Banken ihre Kreditvergabekriterien verschärften. 2. Geschäftsverlauf und Lage Im Geschäftsjahr 2023 konnte die ESK-SIC GmbH trotz herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen eine positive Geschäftsentwicklung verzeichnen. Der Materialaufwand erhöht sich um EUR 3,5 Mio. gegenüber dem Vorjahr. Gründe für den höheren Materialaufwand waren höhere Preis für Rohstoffe und viele übrigen Materialien. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Aufwendung für Fremdpersonal sind teilweise wegen höheren Bedarfs und höherer Preise gestiegen. a) Ertragslage
Die Gesamtleistung des Unternehmens stieg im Jahr 2023 um 2,4 % auf 64,9 Mio. EUR (Vorjahr: 63,3 Mio. EUR). Das Betriebsergebnis erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 26,2 % auf 4,1 Mio. EUR (Vorjahr: 3,3 Mio. EUR), was insbesondere auf geringere Personalkosten sowie höhere Durchschnittspreise zurückzuführen ist. Das Jahresergebnis wuchs auf 2,7 Mio. EUR (Vorjahr: 1,7 Mio. EUR). b) Finanzlage Die Finanzlage des Unternehmens kann als solide bezeichnet werden. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten werden aufgrund der Erfahrungen im Finanzierungsbereich stabil gehalten. Die Verbindlichkeiten stiegen lediglich um 0,9%. Sämtliche Verbindlichkeiten konnten stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. Das Working-Capital reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Mio. EUR und setzt sich aus Forderungen 4,1 Mio. EUR (Vorjahr 2,7 Mio. EUR), Vorräten 17,7 Mio. EUR (Vorjahr 20,9 Mio. EUR) und Verbindlichkeiten Mio. EUR 10,9 (Vorjahr 10,8 Mio. EUR) zusammen. c) Vermögenslage Die Vermögenslage der ESK-SIC GmbH zeigt im Geschäftsjahr 2023 folgende Entwicklung:
Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um 5.511 TEUR gestiegen. Dieser Anstieg resultiert aus den planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 1.689 TEUR Anlagezugängen von 7.471 TEUR und Anlagenabgängen in Höhe von 271 TEUR. Das Vorratsvermögen ist zum Jahresende um 3.250 TEUR gesunken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor Verkauf an die Factoring-Gesellschaft sind auf 5.194 TEUR gesunken. Das gesamte Eigenkapital beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahrs auf 19.405 TEUR. Die Eigenkapitalquote liegt bei 45,5 % und somit über den Größenordnungen vergleichbarer Unternehmen der Branche. Die vorhandenen Kontokorrentlinien wurden, wie bereits im Vorjahr, nicht vollständig beansprucht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Geschäftsjahr um 1.499 TEUR gesunken. Dies lag zum einen an der planmäßigen Tilgung des in 2021 aufgrund der Corona-Pandemie aufgenommenen Darlehens für Investitionen sowie geringerer Ausnutzung der Kontokorrentlinie zum Jahresende. Der Mietkaufbetrag für Investitionen zum Stichtag betrug 761 TEUR. In den langfristigen Passiva sind Rückstellungen für Pensionen enthalten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Berichtsjahr um 1.639 TEUR auf 3.721 TEUR gestiegen, was speziell aufgrund von Investitionen und Rohwarelieferungen, die erst im Januar 2024 fälligen wurden, zurückzuführen ist. Aufgrund der Entwicklung der Energiepreise hat die ehemalige Schwestergesellschaft in den Niederlanden Teile ihres Stroms verkauft und die ESK-SIC GmbH mit weniger Rohware beliefert, als vertraglich vereinbart. Als Ausgleich wurde der ESK-SIC GmbH ein Anteil von dem Erlös aus dem Stromverkauf vergütet. Dies hat zu einer starken Erhöhung des Jahresüberschusses beigetragen. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren legt ESK-SIC GmbH den Fokus auf:
Der Umsatz in 2023 (63,5 Mio. EUR) hat sich im Vergleich zur Prognose im Lagebericht 2022 und zum Budget für das Jahr 2023 (70,8 Mio. EUR) schlechter entwickelt. Der gesamte europäische SiC-Markt war weiterhin von einer herausfordernden Rohmaterialversorgung geprägt, die jedoch hohe Absatzpreise über verschiedene Produktgruppen hinweg ermöglichte. Diese Situation hat insbesondere zum durchschnittlichen Preisanstieg in den Produktgruppen REFSiC und Spezialitäten geführt. Die im Lagebericht 2022 geplante Umsatzverdoppelung im Geschäftsbereich Keramik wurde nur knapp verfehlt. Die ESK-SIC GmbH wird dank gemeinsamer Forschungsprojekte mit dem IKTS Fraunhofer Institut Dresden insbesondere zum Recycling von SiC (Markenname RECOSiC) weiterhin als Innovationsführer im SiC-Markt wahrgenommen. Diese Situation hat die ESK dazu genutzt, um Kunden in den Zukunftsmärkten der ESK-SIC GmbH Muster für innovative Lösungen zur Verfügung zu stellen. Da die Materialknappheit in 2024 weiter abgenommen hat, wie von der ESK-SIC GmbH erwartet wurde, hat sie an ihrem bereits in 2022 eingeschlagenen Weg zu einem höherwertigen Produktmix festgehalten. Sie hat den intensiven technologischen Austausch mit ihren Kunden weiter vorangetrieben, um die zunehmenden Qualitätsanforderungen der Kunden bedienen zu können und hält somit an ihrer Strategie fest. Die gestiegenen Rohwarekosten konnten durch Erhöhungen der Verkaufspreise zum Teil ausgeglichen werden. Die Erhöhung der Fixkosten wurde ebenfalls über höhere Verkaufspreise teilweise kompensiert. Dies und die Erhöhung der sonstigen Betrieblichen Erträge, aufgrund eines Einmaleffektes, führte zu einem verbesserten Betriebsergebnis von 4,1 Mio. EUR (Vorjahr 3,3 Mio. EUR). In der Produktsparte Spezialitäten Keramik konnte die ESK-SIC GmbH den Absatz, im Vergleich zum Vorjahr, weiter steigern. Neben einer Mengensteigerung konnte, aufgrund eines veränderten Produktmixes, ein höherer Durchschnittspreis erzielt werden. 4. Gesamtaussage Die ESK-SIC GmbH schätzt ihre Vermögens- und Finanzlage weiterhin als gut ein. Die Ertragslage bleibt ausbaufähig. Die Umsatzentwicklung wird auch für die kommenden Jahre als steigend eingeschätzt. Aufgrund sinkender Durchschnittspreise in 2024 sehen wir in den vorläufigen Zahlen einen Rückgang im Umsatz bei steigenden Mengen. Da wir in 2024 auch höhere Kosten haben, werden wir ein deutlich schlechteres Ergebnis als 2023 haben. Risiken für die zukünftige Entwicklung bestehen insbesondere durch weiterhin hohe Energiekosten sowie die Investition in RECOSiC. Die Marktlage sollte jedoch notwendige Preiserhöhungen aufgrund höherer Energiepreise ermöglichen. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden konnten, waren derzeit die Investitionen in RECOSiC. Inzwischen hat die ESK-SIC GmbH einen Investor gefunden, der die Gesellschaft von den bisherigen Eigentümern gekauft hat. Der neue Eigentümer investiert in den Aufbau einer entsprechenden Produktionslinie für das RECOSiC-Verfahren. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Frechen, wo durchschnittlich 160 Mitarbeiter fest angestellt sind. III. Prognosebericht Die ESK-SIC GmbH beurteilt die voraussichtliche Entwicklung als positiv. Insbesondere die konsequente Ausrichtung auf nachhaltige Produkte für Hightech-Keramikanwendungen in Kooperation mit dem Fraunhofer-IKTS werden die Marktposition der ESK in den kommenden Jahren deutlich stärken. Insbesondere Kunden aus der Halbleiterlieferkette in Europa und Japan sowie Unternehmen die im Markt für den keramischen 3D-Druck aktiv sind setzen verstärkt auf technische Zusammenarbeiten mit der ESK-SIC GmbH. Zu nennen sind hier vor allem die Unternehmen Kyocera und Schunk Ingenieurkeramik. Das Unternehmen plant in den kommenden Jahren starke Investitionen in die neue klimafreundliche RECOSiC-Technologie und weitere Patentanmeldungen mit dem Fraunhofer IKTS. Bis zur Umstellung auf die RECOSiC-Technologie, welche 2026 große Teile des Rohstoffbezugs durch Recycling überflüssig machen soll und die ESK von der Volatilität des Rohstoffeinkaufes befreit, wird allerdings die Energiepreispolitik des Standortes Deutschland mögliche Unternehmensergebnisse maßgeblich beeinflussen. Die ESK-SIC GmbH erwartet für 2025 weiter fallende Verkaufspreise im europäischen Markt aufgrund der besseren Verfügbarkeit von Rohware in den traditionellen Geschäftsfeldern und insgesamt einen leichten Rückgang der Umsatzerlöse. Die gleichzeitig höheren Preise für Rohware wegen hoher Energiekosten der Produzenten führen voraussichtlich zu einem moderat negativen Betriebsergebnis. Deshalb versucht die ESK-SIC GmbH den Schwerpunkt des Geschäfts auf die oben genannten Märkte zu verlagern. Diese Verlagerung entspricht auch den Aktivitäten und der Strategie des Investors. IV. Chancen- und Risikobericht Risiken aus operativer Tätigkeit Branchenspezifische Risiken: Durch die Lieferfähigkeit und eine durch Investitionen optimierte Produktion war die ESK- SIC GmbH weiterhin in der Lage, Marktrisiken nicht nur zu reduzieren, sondern auch zu Nutzen und in den interessanten Märkten mit guten Margen stark zuzulegen. Die Rohstoffproduktion der ehemaligen Schwestergesellschaft in den Niederlanden ist durch den massiven Anstieg der Energiekosten sowie die durchaus berechtigten steigenden CO 2 -Abgaben weiterhin stark belastet. Durch das Sourcen von weiteren externen Lieferanten und das abschließen von langfristigen Lieferverträgen, konnte das Risiko von Versorgungsausfällen weiterhin deutlich verringert werden. Allerdings ist die ESK-SIC GmbH auch weiterhin Schwankungen in den Rohstoffpreisen, insbesondere für Siliciumcarbid, ausgesetzt. Geopolitische Spannungen und Handelsbeschränkungen in die Lieferketten könnten die Tätigkeiten der ESK-SIC GmbH beeinflussen. Ertragsorientierte Risiken: Um die bereits oben genannten Erhöhungen der Rohstoffkosten zuzüglich des Ausgleichs der allgemeinen Inflation durchzusetzen, werden zeitnah entsprechende Preiserhöhung durchzuführen sein. Diese im Markt durchzusetzen ist das größte Ertragsrisiko und wird sich unterschiedlich in den einzelnen Produktgruppen niederschlagen müssen. Finanzwirtschaftliche Risiken: Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation des Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit für das Kerngeschäft nicht zu erkennen. Allerdings stellt die Investition in das Zukunftsprojekt RECOSiC die ESK vor finanzielle Herausforderungen. Am 01.01.2025 hat die Schunk Gorup, mit der Konzernobergesellschaft Schunk GmbH, Heuchelheim, die ESK-SIC GmbH übernommen. Durch diese Eingliederung und die damit verbundene Strategie ist die Finanzierung der Investition in das RECOSiC gewährleistet. Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, werden durch Sicherungsgeschäfte kompensiert, allerdings nehmen Währungsrisiken eine untergeordnete Rolle ein, da der überwiegende Teil der Geschäfte in EUR abgewickelt werden. Chancenbericht: Die bereits in der Vergangenheit schon oft genannte Recyclingtechnologie eröffnet der ESK weiterhin eine völlig neue Kundenstruktur, welche nun immer stärker von börsennotierten, internationalen Großkonzernen mit Technologieausrichtung dominiert wird. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen, die Technologieführerschaft der ESK im Bereich keramischer Spezialpulver stärken und die Marge des Unternehmens steigen lassen.
Frechen, den 31.03.2025 Matthias Hausmann Dr. Lars Schnetter BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ESK-SIC GmbH, Frechen Eingeschränkte Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ESK-SIC GmbH, Frechen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ESK-SIC GmbH, Frechen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile Das Vorhandensein der Vorräte in Höhe von 17.650 TEUR ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir die Inventur nicht beobachten und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über deren Bestand gewinnen konnten. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis der Vorräte, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Gießen, den 31. März 2025 Westprüfung
GmbH & Co. KG
Becker, Wirtschaftsprüfer Hellwig, Wirtschaftsprüfer |
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