BRUGG German Pipe GmbH
Darrweg 43, 99734 Nordhausen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dirk Jescheck seit 19.5.2025 | Geschäftsführer |
Barbara Brechbühl seit 19.5.2025 | Prokura |
Martin Rigaud seit 24.10.2024 | Prokura |
Ralf Thiel seit 18.9.2020 | Geschäftsführer |
Stephan Beat Wartmann seit 16.1.2019 | Prokura |
Andreas Bieler seit 19.7.2018 | Prokura |
Sven Steikert seit 19.7.2018 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
BRUGG Rohrsystem AG | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BRUGG German Pipe GmbHNordhausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtUnternehmensbereiche Die BRUGG German Pipe GmbH mit 165 Mitarbeitenden gehört vollumfänglich in die Division Brugg Pipes der BRUGG-Gruppe und produziert für den internationalen Bedarf starre, vorisolierte Rohrsysteme, PREMANT und SPIROMANT, für die Anwendung in den Bereichen Fernwärme und Industrie. Im Bereich Fernwärme werden diese Produkte vorwiegend von den überregionalen und regionalen Energieversorgern benötigt. Zu diesen zählen neben E.ON, RWE und Vattenfall auch alle übrigen Stadtwerke mit ihren Fernwärmenetzen. Darüber hinaus werden unsere Produkte bei der Abwärmenutzung von Biogasanlagen und Kraftwerken benötigt. Unsere Tätigkeiten erstrecken sich hierbei ausschließlich auf die Produktion und Berechnung der Fernwärmesysteme sowie die Muffenmontage; ein Einbau der Leitungen (Rohrverlegung) wird von uns nicht durchgeführt. Die zweite Produktgruppe stellen die Industrierohre dar. Die Anwendungsgebiete sind breitgefächert und finden Anwendung z.B. in der Nahrungsmittelindustrie, der Automobilindustrie und der chemischen Industrie. Wirtschaftliches Umfeld Allgemeine Lage 2023 - DHS (District heating solutions = Bereich Fernwärme und Fernkälte) Die Reduzierung der CO 2 -Emissionen wird für die nächsten Generationen ein globaler Megatrend bleiben. Die Energiewende ist nur dann erfolgreich, wenn sie im Wärmemarkt gelingt. Bundesregierung und EU haben diese Notwendigkeit erkannt und die Klimaschutzziele für die Jahre 2030 und 2050 dahingehend ausgerichtet. Dabei spielen Wärmenetze zukünftig eine maßgebliche Rolle: sie sind Infrastruktur und System zugleich und bieten, insbesondere im urbanen Raum, die Basis für eine dekarbonisierte, nachhaltige Wärmeversorgung. Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit - nach diesen Gesichtspunkten definieren sich heute alle Maßnahmen, die eine langfristig erfolgreiche Energiepolitik begründen. Solarthermie, Geothermie, Bioenergie oder Abwärmenutzung als Energielieferant werden zukünftig das Rückgrat der Energieversorgung bilden. Fern- und Nahwärme wird in nahezu allen aktuellen Langfristszenarien als einer der zentralen Schlüssel für die urbane Wärmewende identifiziert. Die Stadtwerke investieren weiter in den Ausbau der Fernwärmeversorgung. Mehr als zwei Drittel der Energieversorger planen, den Bereich Fernwärme und Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) auszubauen, wobei die Förderung durch staatliche Stellen den Prozess vorantreiben wird. Unter diesen Rahmenbedingungen ist weiter mit einer erheblichen Steigerung der Nachfrage zu rechnen. Fernwärme ist weltweit eine schnell wachsende Branche, die von den aggressiven Klimazielen der globalen Wirtschaft unterstützt wird. Basierend auf ersten Einschätzungen wurden diese Fernwärme- und Fernkälteunternehmen als Betriebe erkannt, die ein außergewöhnlicheres Wachstums- und Wertpotenzial erzielen. Markt Ausland Fernwärme ist in den europäischen Staaten in sehr unterschiedlichem Ausmaß vertreten: von weniger als einem Prozent etwa in Belgien, Spanien, Irland bis zu 50 Prozent in den skandinavischen und baltischen Ländern. In Deutschland macht Fernwärme etwa neun Prozent der Raumwärmebereitstellung aus. Die Umsätze im Export für das Geschäftsfeld Fernwärme konnten, nach der bereits positiven Entwicklung des Vorjahres, im Geschäftsjahr 2023 nicht weiter gesteigert werden. Die Auswirkungen der rasanten Preisanstiege im Jahr 2022 waren deutlich spürbar und haben zu einem zurückhaltenden Bestellverhalten geführt. Beschaffung 2023 Hohe Rohstoffpreise und rasant steigende Logistik- und Energiekosten machen der Industrie auch in 2023 erheblich zu schaffen. Durch weitere Bündelung der Beschaffungsaktivitäten gleichartiger Waren und Dienstleistungen innerhalb der Gruppe BRUGG, konnten wir uns als starker Partner weiter etablieren. Die Beschaffung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe war jederzeit sichergestellt. Mit den freigegebenen Lieferanten konnte auf Grundlage der jeweiligen Vereinbarungen ein stabiler Liefer- und Leistungsverkehr gewährleistet werden. Bei den meisten Hauptlieferanten besteht eine Gewährleistungszusage auf 5 Jahre. Risikomanagement Die seit 2008 erfolgte Einführung des Führungshandbuches der BRUGG-Gruppe als Richtlinie für die externen und internen Geschäftsprozesse sowie ein internes Kontrollsystem (IKS), welches als Grundlage für die weitere Optimierung und Absicherung der Abläufe dient, wurden weiterentwickelt und verbessert. Zudem gilt grundsätzlich die Pflicht zur Kollektivunterschrift (Vier-Augenprinzip) bei sämtlichen Geschäftsprozessen. Im operativen Geschäft bilden nach wie vor die Absicherung von Zahlungsausfällen bei Kunden über einen Kreditversicherer sowie ein straffes Mahnwesen die beiden Hauptpfeiler des Debitorenmanagements. Um die Risiken in der Beschaffung möglichst klein zu halten, wurden mit verschiedenen Lieferanten Preisbindungen mit einer Gültigkeit zwischen 3 und 6 Monaten vereinbart. Die Liquidität war im Jahr 2023 gesichert und konnte durchgängig gewährleistet werden. Eine tägliche Liquiditätsplanung zur Optimierung der Finanzressourcen wird konsequent angewendet. Die Geschäftsprozesse sind gemäß DIN EN ISO 9001 und ISO 14001 zertifiziert. Kundenbefragungen bestätigen das hohe Qualitätsniveau und die Lieferzuverlässigkeit der BRUGG German Pipe - Produktion. IT-Ausfallrisiken und Cyberrisiken wird durch Sicherungskonzepte begegnet. Leistungsindikatoren Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, mit denen die Geschäftsführung das Unternehmen steuert, sind Umsatz und die absolute Höhe des Jahresüberschusses. Daneben sind die Produktions- und Betriebsleistung wichtige Steuerungsgrößen. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 konnte die BRUGG German Pipe GmbH ihre Geschäftsprozesse weiter optimieren. Die Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr nicht gesteigert werden. Es war eine deutliche Kaufzurückhaltung, auch aufgrund der politischen Unsicherheiten, festzustellen. Des Weiteren standen nicht genug Planungskapazitäten bei den Kunden zur Verfügung, um die Projektabwicklung zeitnah umzusetzen. Das Rohergebnis sank dadurch von Mio. EUR 7,7 im Jahr 2022 auf Mio. EUR 5,7 in 2023. Die Verwaltungskosten und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich überproportional zum Rohergebnis. Das Zinsergebnis liegt aufgrund erhöhter Ausnutzung von Darlehen über dem Niveau des Vorjahres. Resultierend aus den o.g. Faktoren weist die BRUGG German Pipe GmbH einen Jahresfehlbetrag in Höhe von Mio. EUR 1,2 im Vergleich zu einem Jahresüberschuss von Mio. EUR 1,5 in 2022 aus und liegt damit deutlich unter der Prognose für das Jahr 2023. Das Sachanlagevermögen hat sich im Berichtsjahr aufgrund erhöhter Investitionen erhöht. Wie in den vergangenen Jahren erfolgten Investitionen mit dem Fokus auf Effizienz-, Prozess- und Qualitätsverbesserungen. Die Vorratsbestände (Mio. EUR 6,8; Vorjahr: Mio. EUR 8,0) sowie Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände (Mio. EUR 2,1; Vorjahr: Mio. EUR 4,8) liegen stichtagsbezogen unter dem Vorjahr. Die Verbindlichkeiten bewegen sich mit Mio. EUR 8,3 über dem Niveau des Vorjahres mit Mio. EUR 6,8. Dabei sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr zum Stichtag gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus der Nutzung von Darlehen, ist gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um Mio. EUR 0,2 gestiegen. Das Eigenkapital hat sich aufgrund des Jahresergebnisses verringert. Die Gesellschaft ist gegenüber Kreditinstituten zum Stichtag 31. Dezember 2023 schuldenfrei. Personalentwicklung Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 167 (Vorjahr: 143) Arbeitnehmer, davon 114 (Vorjahr: 100) gewerbliche Arbeiter sowie 51 (Vorjahr: 43) Angestellte beschäftigt. Darüber hinaus waren im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 1 (Vorjahr: 2) Berufsauszubildender und 1 (Vorjahr: 2) Geringfügiger beschäftigt. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 waren 165 Mitarbeiter gegenüber 145 Mitarbeitern im Vorjahr in der Gesellschaft tätig. Vorausschau auf das Geschäftsjahr 2024 Für 2024 geht das Unternehmen, im Verbund mit den Gesellschaften der BRUGG-Gruppe, von einer Belebung der Marktaktivitäten aus. Die in den Vorjahren begonnenen Maßnahmen zur Verbesserung der Ertragslage werden konsequent fortgesetzt, um Produktivität und Rentabilität zu verbessern. Um die Klimaziele im Gebäudebereich zu erreichen, ist ein massiver Ausbau der Fernwärme auf Basis erneuerbarer Energien notwendig. Dafür sollten alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union Ziele für den Ausbau der Fernwärmesysteme festlegen, Mindestanforderungen für den Einbezug von erneuerbaren Energien und industrieller Abwärme bestimmen und nachhaltige Lösungen finanziell unterstützen. Zu diesen Schlüssen kommt eine aktuelle Studie von Öko-Institut mit Projektpartnern im Auftrag der Europäischen Kommission. Förderprogramme wie der Entwurf des BEW ("Bundesförderung effiziente Wärmenetze") sieht erstmalig eine Förderung erneuerbarer und klimaneutraler Wärmeerzeugung sowie der zum physischen Ausbau der Wärmenetze notwendigen Infrastruktur vor. Es bleibt festzuhalten, dass die überwiegende Zahl der Versorgungsunternehmen einschließlich der großen Konzerne auch weiterhin ihr Investitionsverhalten in der Nah- und Fernwärme, ergänzend zu den erforderlichen Sanierungs- und Verdichtungsmaßnahmen, weiter ausbauen. Chancen und Risiken Bereits seit Jahren ist der Fernwärmemarkt durch eine sehr hohe Wettbewerbsintensität, gepaart mit schwachem Preisniveau, gekennzeichnet. Trotz eines schwierigen Wettbewerbsumfeldes ist es gelungen, unsere Marktposition zu festigen. Die Chance, unseren Marktanteil weiter auszubauen, basiert auf konstant hoher Produktqualität, Kapazitätsausbau, individualisiertem hohen Serviceniveau, Weiter/-Neuentwicklung des Portfolios sowie der kontinuierlichen Optimierung der Geschäftsprozesse. Für BRUGG German Pipe GmbH national liegen die Chancen im weiteren Ausbau der Marktaktivitäten zu den Stadtwerken und namhaften Rohrverlegern. Die Stärkung der Export-Vertriebsorganisation außer- und innerhalb der BRUGG-Gruppe soll helfen, die Exportanteile zu halten oder gar auszubauen, und somit die Marke BRUGG German Pipe weiter zu etablieren. Die geplanten Investitionen werden zu einer weiteren Stärkung der Gesellschaft in den Märkten führen und die gute Ausgangsposition bei Qualität, Zuverlässigkeit und Liefertreue weiter verbessern. Risiken bestehen nach wie vor in möglichen Preisschwankungen der wesentlichen Vormaterialien, da hier eine Weitergabe an den Kunden mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung verbunden ist. Ein Nachgeben der Marktpreise infolge des nationalen und internationalen Wettbewerbs ist als Risiko im Fokus zu halten. Die von BRUGG German Pipe GmbH nachgewiesenen Stärken im Bereich Qualität, Auftrags- und Projektabwicklung könnten sich dann nur zum Teil in den Verkaufspreisen niederschlagen. Eine stark zunehmende Bedeutung für die Unternehmensentwicklung ist die Fachkräftegewinnung und -sicherung. Brugg German Pipe GmbH plant in 2024 die Erwirtschaftung eines positiven Ergebnisses, um einen positiven Beitrag innerhalb der BRUGG-Gruppe zu leisten. Das soll zum einen durch weitere Optimierung im Produktionsablauf mit deutlicher Effizienzsteigerung und zum anderen durch gezielte Akquisition bei Großkunden und in ausgewählten Märkten erreicht werden. Der Liquiditätsbedarf der Gesellschaft wird durch bestehende Linien und den geplanten positiven operativen Cashflow gesichert. Die Gesellschaft erwartet für das Jahr 2024 eine deutliche Steigerung des Umsatzes sowie ein damit verbundenes deutlich verbessertes Jahresergebnis.
Nordhausen, 29. Januar 2024 Ralf Thiel, Geschäftsführer Julien Rouso, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeines Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft stellt ihre Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren auf. Die Gesellschaft macht von den Erleichterungsvorschriften nach § 288 HGB teilweise Gebrauch. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 2.1 Anlagevermögen Die Immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und in Anlehnung an die steuerlich für zulässig gehaltenen Nutzungsdauern planmäßig linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger linearer (pro rata temporis) Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden auf der Grundlage direkt zurechenbarer Kosten (Material- und Fertigungskosten) ermittelt. Die Fertigungskosten berücksichtigen die Lohn- und Gehaltsaufwendungen einschließlich Sozialabgaben der mit der Erstellung der Anlagen befassten Mitarbeiter. Den linearen Abschreibungen auf Gebäude ist eine Nutzungsdauer von 25 bzw. 30 Jahren zu Grunde gelegt. Die beweglichen Anlagegüter werden nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen grundsätzlich fünf bis zwölf Jahre und bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis sechs Jahre. Die Anschaffungskosten geringwertiger Anlagegüter (Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis zu 250,00 EUR) werden im Berichtsjahr in voller Höhe als Aufwand berücksichtigt. Des Weiteren wird für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- und Herstellungskosten von 250 EUR bis 1.000 EUR ein Sammelposten gebildet, der im Anschaffungsjahr und den vier folgenden Geschäftsjahren mit je 20 v. H. aufgelöst wird. 2.2 Umlaufvermögen Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren sind grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten angesetzt. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die Beachtung von Lagerrisiken wurde unter Berücksichtigung der Umschlagshäufigkeit durchgeführt. Die Bewertung der Unfertigen und Fertigen Erzeugnisse ist zu Herstellungskosten (Material- und Fertigungseinzelkosten, Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Verwaltungsgemeinkosten) erfolgt. Dabei ist die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse ausgehend von den Herstellungskosten des Fertigproduktes in Abhängigkeit vom Bearbeitungsgrad vorgenommen worden. Das Niederstwertprinzip ist berücksichtigt worden. Die Beachtung von Lagerrisiken bei unfertigen und fertigen Erzeugnissen wurde unter Berücksichtigung der Umschlagshäufigkeit durchgeführt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bewertet. Erforderliche Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen sind vorgenommen worden. Die Flüssigen Mittel sind zum Nominalwert bewertet worden. 2.3 Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde im Wesentlichen für gezahlte Mieten, KFZ-Steuer und Versicherungen gebildet und wird nach dem Bilanzstichtag zeitanteilig aufgelöst. 2.4 Sonderposten für Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen Der Sonderposten für Investitionszuschüsse resultiert aus der Förderung im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur". Der Sonderposten wird entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer des bezuschussten Anlagevermögens planmäßig aufgelöst. Darüber hinaus wird ein Sonderposten für Investitionszulagen ausgewiesen. Der Sonderposten wird über die Nutzungsdauer der begünstigten Anlagegüter erfolgswirksam aufgelöst. 2.5 Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung tragen. Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden, soweit erforderlich, bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Auf die Abzinsung von Rückstellungen mit einer Laufzeit von unter einem Jahr wird verzichtet. Die Rückstellungen für Gewährleistungen enthalten, neben Rückstellungen für Einzelrisiken, auch pauschale Gewährleistungsrückstellungen, die in Höhe eines festgelegten Prozentsatzes vom Umsatz gebildet werden. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Erläuterungen zur Bilanz 3.1 Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen. 3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.807 (Vorjahr: TEUR 4.550) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Sicherheitseinbehalte mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 248 (Vorjahr: TEUR 193) ausgewiesen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 570 (Vorjahr: TEUR 2.384), davon gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 99). Die Forderungen resultieren wie im Vorjahr vollständig aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 34) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 3.3 Eigenkapital Zum 31. Dezember 2023 werden die Anteile vollständig von der Brugg Rohrsystem AG, Kleindöttingen/Schweiz, gehalten. Der Bilanzverlust hat sich wie folgt entwickelt:
3.4 Sonderposten für Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen Der Gesellschaft ist durch die Thüringer Aufbaubank, Anstalt des öffentlichen Rechts, Erfurt, ein Zuschuss von 25,0 % (TEUR 969) auf die förderfähigen Investitionen (TEUR 3.875) gewährt worden. Die Investitionen waren im Zeitraum vom 17. Juli 2005 bis 31. Dezember 2007 durchzuführen. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse hat sich wie folgt entwickelt:
Der Sonderposten für Investitionszulagen resultiert aus der Gewährung von Investitionszulagen nach dem jeweils geltenden Investitionszulagengesetz für Investitionen der Geschäftsjahre 2005 bis 2013. Der Sonderposten wird entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer des bezuschussten Anlagevermögens planmäßig aufgelöst. Der Sonderposten hat sich wie folgt entwickelt:
3.5 Rückstellungen Unter dem Posten "Sonstige Rückstellungen" werden im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen (TEUR 650; Vorjahr: TEUR 747), Rückstellungen für Provisionen (TEUR 2; Vorjahr: TEUR 3), Personalrückstellungen (TEUR 290; Vorjahr: TEUR 346) und Rückstellungen für ausstehende Kosten (TEUR 318; Vorjahr: TEUR 574) ausgewiesen. 3.6 Verbindlichkeiten Zur Aufteilung der Verbindlichkeiten nach Fälligkeit siehe nachfolgende Übersicht:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen - wie im Vorjahr - in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen. Weiterhin sind in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 266 (Vorjahr: TEUR 161) enthalten. Bei dem Posten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Diese sonstigen Verbindlichkeiten resultieren in Höhe von TEUR 5.500 (Vorjahr: TEUR 2.500) aus Darlehen der Gesellschafter, sowie Verbindlichkeiten aus Zinsen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 37). 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.1 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Auflösung von Sonderposten für Investitionszuwendungen (TEUR 12; Vorjahr: TEUR 12). 4.2 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen betragen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). 4.3 Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen betragen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). Die Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen betragen TEUR 106 (Vorjahr: TEUR 37). 4.4 Übrige Angaben Es sind Materialaufwendungen von insgesamt TEUR 20.020 (Vorjahr: TEUR 26.099) enthalten. Davon entfallen TEUR 18.032 (Vorjahr: TEUR 24.551) auf Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie TEUR 1.988 (Vorjahr: TEUR 1.548) auf Aufwendungen für bezogene Leistungen. Darüber hinaus sind Personalaufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 8.154 (Vorjahr: TEUR 6.178) enthalten. Davon entfallen TEUR 6.753 (Vorjahr: TEUR 5.147) auf Löhne und Gehälter sowie TEUR 1.401 (Vorjahr: TEUR 1.031) auf Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung. Aufwendungen für Altersversorgung sind in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 10) enthalten. 5. Sonstige Angaben 5.1 Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 167 (Vorjahr: 143) Arbeitnehmer, davon 114 (Vorjahr: 100) gewerbliche Arbeiter sowie 51 (Vorjahr: 43) Angestellte beschäftigt. Darüber hinaus waren im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 1 (Vorjahr: 2) Berufsauszubildender und 1 (Vorjahr: 2) Geringfügiger beschäftigt. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 waren 165 Mitarbeiter gegenüber 145 Mitarbeitern im Vorjahr in der Gesellschaft tätig. 5.2 Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften und sonstigen finanziellen Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen Leasing- und Mietverpflichtungen in Gesamthöhe von TEUR 552 und betreffen die Jahre 2024 bis 2027. Die Leasinggeschäfte dienen der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Verbesserung der Eigenkapitalausstattung. Ein weiterer wesentlicher Vorteil besteht in der kurzen Vertragsbindung 5.3 Geschäftsführung Geschäftsführer waren Herr Ralf Thiel, Bremen/Deutschland und Herr Julien Rouso, Düsseldorf/Deutschland (seit 01.03.2023) Der ausgeübte Beruf entspricht der organschaftlichen Stellung. Von den Angaben über die Gesamtbezüge der Organe wurde gemäß § 286 HGB abgesehen, da sich anhand dieser Angaben die Bezüge eines Mitgliedes dieser Organe feststellen lässt. 6. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft ist über ihre Gesellschafterin, die Brugg Rohrsystem AG, Kleindöttingen/ Schweiz, ein mittelbares Tochterunternehmen der Brugg Group AG, Brugg/Schweiz. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Brugg Group AG. Brugg/Schweiz, einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist bei dieser Gesellschaft erhältlich. 7. Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag liegen nicht vor.
Nordhausen, 29. Januar 2024 Ralf Thiel, Geschäftsführer Julien Rouso, Geschäftsführer
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 19.03.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkWir haben zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht der BRUGG German Pipe GmbH, Nordhausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 in den diesem Bericht als Anlage I (Jahresabschluss) und Anlage II (Lagebericht) beigefügten Fassungen den am 12. Februar 2024 in Hannover unterzeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wie folgt erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die BRUGG German Pipe GmbH, Nordhausen PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der BRUGG German Pipe GmbH, Nordhausen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BRUGG German Pipe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRüFERS FüR DIE PRüFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, 12. Februar 2024 BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Horn, Wirtschaftsprüfer Steiner, Wirtschaftsprüferin |
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