Trivium Packaging Germany GmbHLiquidiert

Braunschweiger Straße 26, 38723 Seesen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Braunschweig HRB 210040
Vorher
Ardagh Metal Packaging Germany GmbH
Eingetragen
21.2.2011
Branche
Herstellung von Verpackungen und Verschlüssen aus Eisen, Stahl und NE-MetallHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung von Verpackungen aus Metall und der Handel mit ihnen, ferner die Herstellung von Maschinen, Maschinenteilen und Werkzeugen aller Art sowie der Handel hiermit.

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Trivium Packaging B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Trivium Packaging Erftstadt GmbH
Germany
19.250.575 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ardagh Metal Packaging Germany GmbH

Nienburg/Weser

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Ardagh Metal Packaging Germany GmbH entwickelt, produziert und vermarktet Dosen für die Nahrungsmittel- und chemisch-technische Industrie sowie Aerosoldosen aus Weißblech. Für die Produktion von Fischdosen wird Aluminium eingesetzt. Die Gesellschaft betreibt vier Werke an den Standorten Cuxhaven, Seesen, Wedel und Weißenthurm. Der Sitz des Unternehmens ist in Nienburg.

Die Gesellschaft ist ein Teil der Ardagh Group S. A., Luxemburg/ Luxemburg (im Weiteren Ardagh Group). Die Ardagh Group ist ein führendes Verpackungsunternehmen in den Bereichen Metall, Glas und Technologie mit ca. 109 Produktionsstätten in 22 Ländern und ca. 23.500 Mitarbeitern.

Die Geschäftsanteile an der Ardagh Metal Packaging Germany GmbH hält zu 100% die ebenfalls zur Ardagh Group gehörende Ardagh Germany MP GmbH, Nienburg, mit der auch ein Ergebnisabführungsvertrag besteht.

Neben dem deutschen handelsrechtlichen Abschluss wird für die gruppeninternen Zwecke innerhalb der Ardagh Group parallel ein Group Reporting Package auf Basis internationaler Rechnungslegungsvorschriften erstellt.

Daher ist die zentrale Steuerungsgröße der Gesellschaft der EBITDA nach IFRS. Die wesentlichen Unterschiede zu den HGB Zahlen ergeben sich aus den unterschiedlichen Wertansätzen bei der Bewertung von Pensionsrückstellungen.

2. Wirtschaftsbericht

I. Markt - und Wettbewerbssituation

Laut Statistischem Bundesamt befand sich die deutsche Wirtschaft im Jahresdurchschnitt 2016 weiterhin im Aufschwung. Das Bruttoinlandsprodukt war um 1,9% höher als im Vorjahr und lag damit über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre von 1,4%. Die deutsche Wirtschaft profitierte dabei vor allem von einem starken privaten als auch staatlichen Konsum. Im Jahresdurchschnitt 2016 erhöhten sich die Verbraucherpreise in Deutschland gegenüber 2015 um 0,5%. Der Preisanstieg resultiert vor allem aus dem Anstieg der Verbraucherpreise für Dienstleistungen um 1,3%, Nahrungsmittel um 0,8% und Wohnungskaltmieten um 1,2%.

Abgesehen von einem schwachen Ernteverlauf hat sich der Markt für Nahrungsmitteldosen in 2016 stabil entwickelt. Im Bereich Obst, Gemüse und Sauerkonserven war der Ernteertrag noch schlechter als im Vorjahr. Der Umsatz im Segment Tiernahrung ist geprägt durch einen starken Wettbewerb in der Kundschaft. Die Situationsbewegungen durch den Standbodenbeutel sind weitgehend gebremst worden. Im Bereich der Suppen und Fertiggerichte hat sich die kühle Witterung in der ersten Jahreshälfte positiv auf den Absatz ausgewirkt.

Die Nachfrage nach Aerosoldosen im Bereich Körperpflege ist gleichbleibend stark geblieben, im Bereich Haarpflege leicht rückläufig. Der Bereich der chemisch technischen Aerosole hinkte unseren Erwartungen hinterher und verzeichnete einen Absatzrückgang durch unausgelastete Fertigungskapazitäten in Europa.

Zudem war der Markt für CT-Produkte, insbesondere für die Teilsegmente "Do-It-Yourself" und "Vehicle Refinish" durch einen intensiven Wettbewerb um Marktvolumen gekennzeichnet. Ein anhaltender Importdruck aus Ost- und Südeuropa hat sich aus unserer Sicht weiterhin bemerkbar gemacht. Substitutionstendenzen waren nur im kleinen Rahmen wahrnehmbar.

Aus Sicht des Managements war der Umsatz im Segment Seafood Dosen marktbedingt leicht rückläufig. Der Wettbewerb im In- und Ausland agiert weiterhin sehr preissensibel.

II. Entwicklung und Lage des Unternehmens

2016 war, wie bereits das Vorjahr, gekennzeichnet durch Wettbewerb um Volumen. Die Verkaufspreise sanken dadurch in Teilbereichen auch in 2016. Der Ardagh Metal Packaging Germany GmbH ist es dennoch gelungen, die gute Marktposition zu halten. Dazu beigetragen haben weitere kontinuierliche Verbesserungen der Produktionsprozesse inklusive der Weiterführung der Kostensenkungsprogramme in allen Werken.

Die schon im Vorjahr begonnenen Maßnahmen zur Restrukturierung der Werke in Weißenthurm und Seesen als Reaktion auf die Volumenentwicklung haben positive Ergebnisse gezeigt und werden weitergeführt.

Die Ende 2014 eingeleitete Maßnahme zur Restrukturierung des Werkes in Wedel als Reaktion auf Volumenreduzierung sowie Kostenverbesserung wurde in 2016 erfolgreich zu Ende geführt.

Umsatz - und Produktionsentwicklung

Bedingt durch der Rückgang der Umsätze mit externen Kunden, sanken die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 1,7% von EUR 246,1 Mio. auf EUR 242,0 Mio.

Der insgesamt erreichte Umsatz mit externen Kunden liegt leicht unter dem im Vorjahr für 2016 prognostizierten Umsatz. Besonders die Entwicklung mit externen Kunden in den Segmenten Seafood in Höhe von EUR -1,7 Mio. und Paint & Coatings in Höhe von EUR -2,0 Mio. konnte vom positiven Trend im Segment TCP in Höhe von EUR 0,3 Mio. nicht ausgeglichen werden.

Ertragslage

Das Betriebsergebnis erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 13,0 Mio. auf EUR 14,9 Mio. Der gesamte Umsatzrückgang in Höhe von EUR -4,2 Mio. ist auf eine Reduzierung des Umsatzes und einem Gegeneffekt durch die BilRUG Umstellung zurückzuführen.

Das EBITDA nach IFRS beträgt in 2016 EUR 19,6 Mio. (Vorjahr: EUR 22,1 Mio.). Das im Lagebericht 2015 prognostizierte deutlich höhere EBITDA konnte nicht erreicht werden. Das niedrigere Ergebnis in 2016 resultiert gegenüber der Prognose vor allem aus unterschiedlichen Annahmen in Mengen- und Preisentwicklung sowie aus höheren Qualitätskosten.

Die Materialaufwandsquote beträgt 56,4% (Vorjahr: 58,0%).

Die Personalkosten belaufen sich auf EUR 56,7 Mio. (Vorjahr: EUR 69,2 Mio.). Dies ist überwiegend aus um EUR 11,7 Mio. gesunkenen Aufwendungen für Altersversorgung und einem Gegeneffekt im Wesentlichen durch die BilRUG Umgliederung von Aufwendungen aus Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von EUR 2,2 Mio. zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von insgesamt EUR 6,4 Mio. (Vorjahr: EUR 8,9 Mio.) beinhalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von diversen Rückstellungen in Höhe von EUR 5,9 Mio. (Vorjahr: EUR 1,1 Mio.), Erträge aus Versicherungserstattungen in Höhe von EUR 0,4 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.) und aus konzerninternen Weiterberechnungen in Höhe von EUR 0,2 Mio. (Vorjahr: EUR 5,2 Mio.). Die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Erträge im Berichtsjahr ist auf die BilRUG Umgliederungseffekte zurückzuführen.

Bedingt durch die jährliche Überprüfung der Kapazitätsauslastung der Produktionsanlagen wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 1.229 vorgenommen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 32,8 Mio. (Vorjahr: EUR 32,6 Mio.) betreffen im Wesentlichen Aufwendungen aus Umlagen für die Bereitstellung von Serviceleistungen und dem Factoring-Arrangement innerhalb der Ardagh Gruppe EUR 9,6 Mio. (Vorjahr: EUR 12,1 Mio.), Frachtkosten EUR 5,9 Mio. (Vorjahr: EUR 5,2 Mio.) sowie Wartungs- und Instandhaltungen EUR 5,6 Mio. (Vorjahr: EUR 6,0 Mio.).

Das Finanzergebnis ist mit EUR 2,6 Mio. (Vorjahr: EUR 4,7 Mio.) weiterhin negativ. Die Reduzierung des Negativeffektes ist zum einen auf die gestiegenen Zinserträge aus der Darlehensgewährung im Rahmen des Factoring Arrangements an die Ardagh Treasury Ltd. sowie der Verbesserung des negativen Zinsergebnisses aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschafterin Ardagh Germany MP zurückzuführen.

Das außerordentliche Ergebnis entfällt aufgrund der BilRUG Erstanwendung (Vorjahr: EUR -10,2 Mio.). Der sich im Rahmen der Erstanwendung der Bewertungsvorschriften nach BilMoG ergebende Unterschiedsbetrag für Pensionsrückstellungen in Höhe der jährlichen Zuführung von 1/15 (EUR 1,9 Mio.; Vorjahr: EUR 1,9 Mio., Ausweis unter a.o. Aufwand) sowie die Aufwendungen für außerordentliche Rechts- und Beratungskosten in Höhe von EUR 0,8 Mio. (Vorjahr: EUR 2,4 Mio.) werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, Aufwendungen aus Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von EUR 2,2 Mio. (Vorjahr: EUR 5,9 Mio.) im Personalaufwand ausgewiesen.

Das positive Jahresergebnis von EUR 12,2 Mio. (Vorjahr: EUR -13,2 Mio.) ist aufgrund des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages an die Ardagh Germany MP GmbH abzuführen.

Finanz - und Vermögenslage

Die Bilanzsumme beläuft sich auf EUR 326,4 Mio. (Vorjahr: EUR 299,9 Mio.). Bankdarlehen wurden im Geschäftsjahr nicht benötigt. Im Umlaufvermögen dominieren, wie im Vorjahr, neben den Vorräten in Höhe von EUR 31,7 Mio. (Vorjahr: EUR 28,2 Mio.) die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 205,3 Mio. (Vorjahr: EUR 192,8 Mio.), davon im Wesentlichen gegen die Ardagh Treasury Ltd., Dublin/ Irland, aus dem Cash Pooling und dem Factoring Arrangement in Höhe von EUR 186,4 Mio. (Vorjahr: EUR 174,7 Mio.). Die restlichen Forderungen in Höhe von EUR 18,9 Mio. (Vorjahr: EUR 18,2 Mio.) resultieren aus Lieferungen und Leistungen gegenüber sonstigen verbundenen Unternehmen.

Das Stammkapital beträgt unverändert EUR 19,3 Mio.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 59,6 Mio. (Vorjahr: EUR 36,8 Mio.). Darin enthalten sind Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Ardagh Germany MP GmbH, Nienburg in Höhe von EUR 44,6 Mio. (Vorjahr: EUR 44,6 Mio.) sowie die daraus resultierenden Zinsverbindlichkeiten in Höhe von EUR 0,4 Mio. (Vorjahr: EUR 0,9 Mio.). Die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen resultiert sich im Wesentlichen aus dem Jahresüberschuss 2016 in Höhe von EUR 12,2 Mio. (Vorjahr: Jahresfehlbetrag EUR 13,2 Mio.).

Die Liquidität der Ardagh Metal Packaging Germany GmbH ist zu jedem Zeitpunkt durch die Einbeziehung in das gruppenseitige Cash-Pooling sichergestellt.

Investitionen

Im Jahr 2016 wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von EUR 6,0 Mio. (Vorjahr: EUR 3,5 Mio.) vorgenommen. Die Investitionsmittel dienten zur weiteren Rationalisierung-, sowie zur Effizienz- und Qualitätssteigerung. Die Schwerpunkte bildeten im Wesentlichen Investitionen in Weißenthurm für die Umstellung auf einen neuartigen Zapfhahn für 5 Liter und 3,1 Liter Bierfässer sowie den Umbau einer Produktionslinie in Weißenthurm im Rahmen des Restrukturierungsprogramms.

III. Umwelt

Die Ardagh Metal Packaging Germany GmbH fertigt an vier Standorten in Deutschland und erfüllt die jeweiligen Umweltauflagen. Insbesondere auch an den Standorten, die eine Druckerei und Lackiererei betreiben, in denen lösemittelhaltige Lacke verarbeitet werden. Zur Erfüllung der hierfür vorhandenen speziellen gesetzlichen Vorgaben sind jeweils thermische Nachverbrennungsanlagen installiert, die gemäß den Vorschriften regelmäßig überprüft werden. Dies wurde auch durch regelmäßige Behördenbesuche der Werke bestätigt. Darüber hinaus sind einzelne Betriebstätten nach der internationalen Umweltmanagementnorm DIN ISO 14001 zertifiziert und werden laufenden Überprüfungen unterzogen.

Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten innerhalb der Metallverpackungsgruppe der Ardagh Group werden zentral durch das Entwicklungszentrum der Ardagh MP West France SAS, La Flèche/ Frankreich, durchgeführt. Hauptaufgaben, von denen auch die Ardagh Metal Packaging Germany GmbH profitiert, liegen in den Bereichen der Produktinnovation, der Material- und Produkttests, der Prozessanalyse sowie in der Weiterentwicklung des technischen Kundenservices.

Mitarbeiter

Die Mitarbeiterzahl zum 31.12.2016 belief sich auf 933 (Vorjahr: 963). Davon waren 682 (Vorjahr: 699) gewerbliche Mitarbeiter und 217 (Vorjahr: 223) Angestellte. Die Zahl der Auszubildenden betrug zum 31.12.2016 34 (Vorjahr: 41).

3. Chancen- und Risikobericht

Marktrisiken

Der Absatz von Metallverpackungen ist nicht unabhängig vom Konjunkturverlauf zu sehen. Insofern kann eine negative Konjunkturentwicklung zu einer geringeren Umsatzerhöhung oder sogar zu einem Absatzrückgang führen.

Umstellungen von heute in Metallverpackungen abgefüllten Produkten auf alternative Verpackungsmaterialien z. B. Kunststoff- oder Kartonverpackungen durch unsere Kunden könnten ebenso zu Umsatz- und Ergebniseinbußen führen wie Preissteigerungen auf dem Beschaffungsmarkt für Aluminium und Weißblech.

Die Dose wird auch zukünftig einen positiven Beitrag zur Erhaltung von Vitaminen, Spurenelementen, Eiweiß und sonstigen lebensnotwendigen Nahrungsbestandteilen leisten. Sie ist aufgrund der hohen Recyclingquoten für Metall schonend für die Umwelt und unsere natürlichen Ressourcen. Die Sensibilität der Verbraucher bei Nahrungsmittelprodukten könnte kurzfristig zu Änderungen des Konsumverhaltens führen. Ein zunehmender Wettbewerb durch ausländische Hersteller im deutschen Markt und Substitution in alternative Packmittel, kann ebenfalls Einfluss auf Absatzmengen und die Ertragssituation haben.

Kundenstruktur

Der Absatz verteilt sich auf viele unterschiedliche Branchen, wodurch ein Risikoausgleich im Normalfall erreicht wird. Fusionen und Konzentrationen könnten jedoch strukturelle Änderungen und eine erhöhte Nachfragemacht auslösen.

Abhängigkeit von Weißblech und Aluminium

Weißblech und Aluminium sind die überwiegenden Rohstoffe, die der Metallbereich der Ardagh Group verarbeitet. Die Gesellschaft sieht die Abhängigkeit von den wenigen großen Weißblechlieferanten, bei welchen die Verpackungsindustrie in Wettbewerb mit anderen Industrien wie z.B. der Auto- oder Baubranche stehen. Der Kostenanteil von Weißblech und Zukauf von Komponenten an den Produktionskosten beträgt über 60%. Möglicherweise wäre bei einem ausfallbedingten Lieferantenwechsel eine Qualifizierungsphase erforderlich, die zu begrenzten Lieferverzögerungen führen könnte. Wir sehen aber derzeit und auch zukünftig keine Probleme die zu Engpässen bei der Rohstoffversorgung führen könnte, vor allem wenn zusätzliche Mengen über die kontrahierte Menge hinaus notwendig werden. Für 2017 wurde eine Preiserhöhung für Weißblech seitens unserer Lieferanten durchgesetzt.

Aluminium ist ein international gehandelter Rohstoff, der signifikanten Preisschwankungen unterliegen kann, so dass insbesondere das Risiko von Preissteigerungen besteht. Wenige Hersteller von Aluminiumprodukten für die Verpackungsindustrie bestimmen den Markt. Bei Kapazitätsausfällen eines Lieferanten könnte es zu Lieferverzögerungen kommen, weil ggf. eine Qualifizierungsphase bei Lieferantenwechsel notwendig sein könnte, welche wiederum zu Lieferverzögerungen führen könnte.

Rechtliche Risiken

Das Bundeskartellamt hat in 2015 eine Untersuchung des Marktverhaltens von Metallverpackungsherstellern in Deutschland einschließlich Ardagh eingeleitet. Seitens des Bundeskartellamtes wurden bisher keine konkreten Vorwürfe erhoben. Rückstellungen für mögliche Bußgelder sind vor diesem Hintergrund nicht gebildet worden. Die im Zusammenhang stehenden Kosten der rechtlichen Begleitung sind im Aufwand erfasst.

Finanzielle Risiken

Ardagh Metal Packaging Germany GmbH gehört über die Ardagh Group Germany GmbH zur Ardagh Group. Die Finanzierung der Ardagh Metal Packaging Germany GmbH innerhalb des Cash Pools hängt davon ab, dass die Ardagh Group ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommt.

Gesamtaussage zu Chancen und Risiken

Über die hier aufgezeigten Risiken hinaus bestehen nach den heute bekannten Informationen keine die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage grundsätzlich gefährdenden Risiken. Aus der genannten Chancen- und Risikolage sieht die Geschäftsführung keine den Bestand gefährdenden Risiken.

5. Prognosebericht

Für das Jahr 2017 wird ein leicht steigender externer Kundenumsatz erwartet. Bezogen auf den Gesamtmaterialeinsatz machen Coils und Tafeln aus Weißblech und Aluminium den überwiegenden Anteil an den Rohstoffen aus. Für beide Materialien werden die Preis- und Mengenverhandlungen durch den Zentraleinkauf des Konzerns geführt. Die Kaufkraftbündelung ermöglicht günstige Konditionen, die durch die Ardagh Metal Packaging Germany GmbH allein nicht zu erreichen wären. Durch diese strategische Allianz gehen wir davon aus, dass zukünftig genügend Kapazitäten in der benötigten Qualität am Markt zur Verfügung stehen. Dies gilt auch für Aluminium. Zur Begrenzung des Materialkostenanstiegs erfolgen u.a. ständig Maßnahmen zur Material- und Ausschussreduzierung und zur Reduzierung von Spezifikationen.

Um bestehende Kundenverbindungen zu festigen und neue Kunden zu gewinnen, entwickeln wir ständig unsere Produkte weiter. Dies erfolgt in enger Zusammenarbeit in der Ardagh-Gruppe, insbesondere mit dem Entwicklungszentrum der Ardagh MP West France SAS in La Flèche.

Im Jahr 2017 sollen die geplanten Restrukturierungsmaßnahmen für den Standort Weißenthurm und Seesen durchgeführt werden. Eine entsprechende Rückstellung wurde in 2016 gebildet. Die dadurch möglichen weiteren Senkungen der Produktionskosten sowie Qualitätssteigerungen durch Innovation und Rationalisierung dürften auch im Laufe der nächsten Jahre zu weiter positiven Ergebnissen führen. Auf die Höhe der erwarteten Ergebnisse werden mögliche Kostensenkungen des Materialbereichs nicht unerheblichen Einfluss haben.

Die Gesellschaft rechnet für 2017 mit einem leicht höheren EBITDA nach IFRS als im Jahr 2016.

6. Erklärung zur Unternehmensführung

In der Sitzung des Aufsichtsrates der AMPG vom 10. September 2015 wurde übereingestimmt, dass die Erhöhung des Frauenanteils im Aufsichtsrat zu unterstützen ist. Zugleich, wurde angemerkt, dass sich das Unternehmen wegen des allgemeinen geringen Beschäftigungsanteils von Frauen im unternehmerischen Industriezweig vor praktische Herausforderungen gestellt sehe. Daraufhin wurde beschlossen, den Anteil von Frauen im Aufsichtsrat zum 30. Juni 2017 bei wie bisher mindestens einer weiblichen Repräsentantin aufrechtzuerhalten und Frauen innerhalb des Unternehmens auf der Geschäftsführungsebene sowie auf beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung zu fördern, um diese zu befähigen, in Zukunft auch Geschäftsführungspositionen zu übernehmen.

Bilanz zum 31. Dezember 2016

Aktiva

31.12.2016
31.12.2015
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 204.197,10 322.557,88
2. Geleistete Anzahlungen 12.390,60 0,00
  216.587,70 322.557,88
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.154.710,01 18.832.757,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 32.181.671,96 33.761.947,37
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.232.189,52 2.514.043,62
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.207.230,90 1.194.301,05
  53.775.802,39 56.303.049,55
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.301.651,02 3.301.651,02
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 25.878.373,78 12.652.000,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 650,00
  29.180.024,80 15.954.301,02
  83.172.414,89 72.579.908,45
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.364.167,30 7.314.060,03
2. Unfertige Erzeugnisse 12.326.382,62 9.490.582,63
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 11.036.698,19 11.370.790,23
  31.727.248,11 28.175.432,89
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 97.584,50 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 205.304.409,31 192.805.535,80
3. Sonstige Vermögensgegenstände 736.546,46 656.836,86
  206.138.540,27 193.462.372,66
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.330.118,10 5.645.859,85
  243.195.906,48 227.283.665,40
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5.990,00 17.967,06
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 25.422,52 0,00
  326.399.733,89 299.881.540,91

Passiva

   
  31.12.2016
31.12.2015
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 19.250.575,00 19.250.575,00
II. Kapitalrücklage 66.662.217,56 66.662.217,56
III. Gewinnrücklage 386.223,00 386.223,00
  86.299.015,56 86.299.015,56
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 117.222.442,00 118.285.696,27
2. Sonstige Rückstellungen 29.822.738,66 32.498.472,98
  147.045.180,66 150.784.169,25
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 32.751.001,45 25.168.574,11
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 59.585.135,24 36.847.992,32
(davon gegenüber der Gesellschafterin: € 57.381.818,24; Vorjahr € 32.872.267,91)    
3. Sonstige Verbindlichkeiten 719.400,98 781.789,67
(davon aus Steuern: € 699.057,05; Vorjahr: € 764.488,34)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 13.190,30; Vorjahr: € 13.488,80)    
  93.055.537,67 62.798.356,10
  326.399.733,89 299.881.540,91

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

01.01.2016-31.12.2016
01.01.2015-31.12.2015 1
1. Umsatzerlöse 241.961.726,39 246.129.416,89
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.501.707,95 -2.989.456,43
  244.463.434,34 243.139.960,46
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 79.360,00 4.160,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 6.442.074,27 8.949.149,08
(davon aus Währungsumrechnung € 1.765,05; Vorjahr € 24.866,79)    
  250.984.868,61 252.093.269,54
5. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 131.618.225,26 133.964.148,58
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.338.477,41 7.048.253,74
  137.956.702,67 141.012.402,32
  113.028.165,94 111.080.867,22
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 47.333.041,09 53.794.272,04
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 9.354.973,98 21.277.695,41
(davon für Altersversorgung € 263.554,87; Vorjahr € 11.995.287,69)    
  56.688.015,07 75.071.967,45
  56.340.150,87 36.008.899,77
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 8.627.753,19 7.364.460,21
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 32.791.080,36 36.950.444,50
(davon aus Währungsumrechnung € 47.183,84; Vorjahr € 86.391,42)    
  14.921.317,32 -8.306.004,94
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.602.627,48 941.308,80
(davon aus verbundenen Unternehmen € 1.602.627,48; Vorjahr € 941.308,80)    
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.819.508,27 2.696.223,04
(davon aus verbundenen Unternehmen € 3.816.352,54; Vorjahr € 2.669.326,33)    
(davon aus Abzinsung € 0,00; Vorjahr € 25.132,50)    
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8.013.617,80 8.386.318,19
(davon an verbundene Unternehmen € 2.232.258,36; Vorjahr € 2.232.258,36)    
(davon aus Aufzinsung € 5.778.611,00; Vorjahr € 6.147.272,00)    
  -2.591.482,05 -4.748.786,35
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -341,10 -341,10
13. Ergebnis nach Steuern 12.330.176,37 -13.054.450,19
14. Sonstige Steuern 174.633,64 171.923,59
  12.155.542,73 -13.226.373,78
15. Aufwendungen aus der Gewinnabführung / Erträge aus der Verlustübernahme -12.155.542,73 13.226.373,78
16. Jahresüberschuss 0,00 0,00

1 Vorjahr angepasst aufgrund der Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG). Weitere Angaben sind im Anhang enthalten.

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

I. Allgemeine Erläuterungen zum Jahresabschluss des Geschäftsjahres

Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften im Sinne von §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit erfolgen im Anhang sämtliche Betragsangaben in Tausend Euro (TEUR). Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung von Verpackungen aus Metall und der Handel mit ihnen. Ferner die Herstellung von Maschinen, Maschinenteilen und Werkzeugen aller Art sowie der Handel hiermit. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in 31582 Nienburg, Große Drakenburger Str. 132, und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Walsrode unter HR B 204326 eingetragen.

Die Ardagh Metal Packaging Germany GmbH (AMPG) ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Die Ardagh Germany MP GmbH (AGMP), Nienburg (Amtsgericht Walsrode HRB 204328) ist die alleinige Gesellschafterin (die Gesellschafterin) der Ardagh Metal Packaging Germany GmbH.

Mit der Ardagh Germany MP GmbH, Nienburg als herrschendem Unternehmen ist am 24. Juni 2011 ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen worden.

Das am 23. Juli 2015 in Kraft getretene Gesetz zur Umsetzung der neuen EU-Bilanzrichtlinie, das sogenannte Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz (BilRUG), ist in Bezug auf die Ausweisvorschriften erstmals auf den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 angewendet worden. Im Einzelnen werden durch BilRUG die in der Gliederung zur Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen Posten "außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen" sowie dementsprechend die Zwischenergebnisse "Ergebnis der gewöhnlichen Tätigkeit" und "außerordentliches" gestrichen. Eine weitere Änderung der GuV Gliederung ist die Einfügung zwischen dem Posten "Steuern vom Einkommen und Ertrag" und "sonstige Steuern" eines neuen Zwischenergebnisses "Ergebnis nach Steuern". Diesbezüglich wurde eine entsprechende Anpassung der Vorjahresbeträge gemäß Art. 75 Abs. 2 EGHGB vorgenommen. Darüber hinaus ergeben sich durch die Erstanwendung des BilRUG im Geschäftsjahr Ausweisänderungen im Zusammenhang mit der Neudefinition der Umsatzerlöse. Diese betreffen insbesondere die Umsatzerlöse und die sonstigen betrieblichen Erträge sowie die korrespondierenden Aufwandsposten.

Die daraus resultierenden Umgliederungen gemäß BilRUG innerhalb der GuV haben Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen in mehreren GuV-Positionen.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die für die Aufstellung des Geschäftsjahres maßgebenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind in den nachfolgenden Absätzen beschrieben.

Die Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte wurden gegenüber dem Vorjahr, mit Ausnahme der Pensionsrückstellungen, nicht geändert.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Anschaffungskosten umfassen auch die einzeln zuordnungsfähigen Anschaffungsnebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare und sofern erforderlich außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Anlagen im Bau sind mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Geringwertige Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von bis zu EUR 150, sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von EUR 150 bis EUR 1.000, wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 Prozent p.a. für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten

Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch die Fertigungs- und Material Gemeinkosten sowie angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens berücksichtigt wurden.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Alle erkennbaren Risiken sind durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Anzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Nennwert angesetzt.

Rückstellungen und Verbindlichkeite n

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und alle erkennbaren Risiken. Sie sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind.

Die Bewertung der langfristigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr erfolgte unter Verwendung der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Abzinsungszinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre.

Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung wird nicht mehr der auf Basis der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre (3,24%) zugrunde gelegt, sondern der nach § 253 Abs. 2 HGB veränderte Rechnungszinssatz auf Basis der letzten zehn Jahre, welcher für 2016 4,01% beträgt. Nach Maßgabe der Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wird eine pauschale Restlaufzeit der Pensions-, Alterteilzeit- und Jubiläumsverpflichtungen von 15 Jahren unterstellt. Der Differenzbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 15.719 der sich aus der Ermittlung der Rückstellung auf Basis des 7-Jahres- und des 10-Jahres Durchschnittszinssatz ergibt, ist in der Ergebnisabführung mitenthalten und hat folglich keiner Abführungssperre unterlegen.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und Vorruhestandsverpflichtungen sowie der Altersversorgungsverpflichtungen und vergleichbar langfristig fälliger Verpflichtungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sogenannten 'Projected-Unit-Credit-Methode' (PUC-Methode), unter Verwendung der Sterbetafeln RT 2005 G von Dr. Klaus Heubeck. Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zu diesem Zeitpunkt gemäß Rentenformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeiten erdient worden ist. Im Rahmen der Umstellung der Pensionsrückstellungen gemäß BilMoG zum 1. Januar 2010 hat die Gesellschaft von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht und verteilt den Aufwand aus dem Unterschiedsbetrag zum Umstellungszeitpunkt TEUR 29.218 linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Gesellschaftsjahr 2016 wurde der zu erfassende Mindestbetrag (1/15) in Höhe von TEUR 1.948 als sonstiger betrieblicher Aufwand (Vorjahr: TEUR 1.948) in das Ergebnis eingestellt. Zum Bilanzstichtag beläuft sich die Unterdeckung auf TEUR 15.583.

Folgende weiteren Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:

Gehaltstrend p.a.: 2,50 %
BBG- Trend p.a.: 1,50 %
Rententrend p.a.: 1,50 %

Bei der Ermittlung dieser Rückstellungen wurde jährlich eine Fluktuation gemäß unternehmensspezifischen alters- und geschlechtsabhängigen Wahrscheinlichkeiten zugrunde gelegt.

Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Sie erhalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeit dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Entsprechend wird mit den zugehörigen Aufwendungen aus Zinseffekten und aus dem verrechnenden Vermögen verfahren. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert auf Basis der Mitteilung der Versicherer mit dem jeweiligen Aktivwert zum Bilanzstichtag. Die Anschaffungskosten des Vermögenswertes entsprechen dem Zeitwert.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Finanzanlagen

Die Ardagh Metal Packaging Germany GmbH, Nienburg, hält am Bilanzstichtag Anteile an den folgenden Gesellschaften:

Gesellschaft Sitz Kapitalanteil
%
Eigenkapital 31.12.15
TEUR
Ergebnis 2015
TEUR
Ardagh Metal Packaging Latvia SIA, Salacgriva/ Lettland Salacgriva/ Lettland 100 4.302 -174

Unter den sonstigen Ausleihungen werden ein langfristiges Darlehen an die Ardagh Aluminium Packaging Hungary Kft. in Höhe von TEUR 12.652 sowie ein Darlehen an die Ardagh Germany MP GmbH in Höhe von TEUR 13.226 ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt TEUR 206.139 (Vorjahr: TEUR 193.462) haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 205.304 (Vorjahr: TEUR 192.806) betreffen mit TEUR 186.631 (Vorjahr: TEUR 174.927) Forderungen aus Finanzverkehr, im Wesentlichen gegenüber der Ardagh Treasury Ltd, Dublin/ Irland. Die restlichen Forderungen in Höhe von TEUR 18.673 (Vorjahr: TEUR 17.879) resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Wir weisen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf das Forderungs-Factoring-Arrangement zwischen der Ardagh-Gruppe und HSBC Trinkhaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, hin. Unter diesem Forderungs-Factoring-Arrangement verkauft die AMPG ihre Kundenforderungen gegen Dritte im Rahmen eines True-Sale-Factorings an die Ardagh Receivables Finance Ltd. Diese verwendet die verkauften Forderungen als Sicherheit gegenüber HSBC für die Inanspruchnahme aus einem Kreditvertrag mit der HSBC. Die im Rahmen dieser Forderungsfinanzierung an die Ardagh Receivables Finance Ltd. verkauften Forderungen werden durch die Ardagh Packaging Holdings Ltd., Dublin/ Irland, als Master Servicer und durch die AMPG als Sub-Servicer betreut. Dabei garantiert die AMPG gegenüber HSBC die ordnungsgemäße Erfüllung der eigenen Servicing-Pflichten als auch der Servicing-Pflichten des Master Servicers (soweit die jeweils selbst verkauften Forderungen betroffen sind).

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Hier enthalten ist das Guthaben für eingezahlte Altersteilzeitbeträge in Höhe von TEUR 5.311 (Vorjahr: TEUR 5.285), das aufgrund einer Treuhandvereinbarung mit dem Betriebsrat zugriffsbeschränkt ist.

Aktiver Unterschiedsbet rag aus der Vermögensverrechnung

Aus der Verrechnung des Deckungsvermögens im Zusammenhang mit dem Erfüllungsrückstand aus den Entgeltumwandlungsverträgen ergibt sich ein Aktiver Unterschiedsbetrag, der sich wie folgt zusammensetzt:

31.12.2016
TEUR
31.12.2015
TEUR
Erfüllungsbetrag 637 638
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens: Anspruch aus Rückdeckungsversicherung 662 635
Rechnerische Differenz 25 -3
Aktiver Unterschiedsbetrag 25 0

Der beizulegende Zeitwert des Rückdeckungsversicherungsanspruches entspricht dem vom Versicherer nachgewiesenen Deckungskapital und damit den fortgeführten Anschaffungskosten.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt zum 31.12.2016 unverändert TEUR 19.251. Die Kapitalanteile entfallen ausschließlich auf die Ardagh Germany MP GmbH, Nienburg.

Gewinnrücklagen

Aufgrund der erstmaligen Anwendung des BiIMoG in 2010 besteht eine aus Umstellungseffekten von Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen und Pensionsverpflichtungen resultierende Gewinnrücklage unverändert in Höhe von TEUR 386.

Sonstige Rückstellungen

Zum Stichtag bestehen Altersteilzeitrückstellungen in Höhe von TEUR 9.696 (Vorjahr: TEUR 10.665). Darüber hinaus wurden die sonstigen Rückstellungen im Wesentlichen für Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich in Höhe von TEUR 5.260 (Vorjahr: TEUR 4.991), für Freistellungsverpflichtungen gegenüber der ehemaligen Schmalbach-Lubeca AG, Ratingen aus übernommenen Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 3.893 (Vorjahr: TEUR 3.785), Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 3.400 (Vorjahr: TEUR 6.095), Kundenboni in Höhe von TEUR 3.264 (Vorjahr: TEUR 2.906), außerordentliche Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 1.450 (Vorjahr: TEUR 1.220) und Qualifizierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 920 (Vorjahr: TEUR 837) gebildet. Weiterhin werden sonstige Rückstellungen insbesondere für Gewährleistungsansprüche sowie ausstehende Rechnungen passiviert.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 93.056 (Vorjahr: TEUR 62.798) haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 59.585 (Vorjahr: TEUR 36.848) beinhalten mit TEUR 57.382 (Vorjahr: TEUR 32.872) Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern. Diese betreffen mit TEUR 12.156 die Ergebnisabführung 2016 sowie ein Darlehen in Höhe von TEUR 44.645 (Vorjahr: TEUR 44.645) nebst den dazugehörigen Zinsen in Höhe von TEUR 262 (Vorjahr: TEUR 907). Die restlichen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 319 (Vorjahr: TEUR 546) resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Die weiteren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 2.203 (Vorjahr: TEUR 3.976) betreffen ausschließlich Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 719 (Vorjahr: TEUR 782) enthalten im Wesentlichen Zahlungsverpflichtungen aus der letzten Lohn- und Gehaltsabrechnung gegenüber dem Finanzamt und Umsatzsteuer.

Haftungsverhältnisse

Die Ardagh - Gruppe finanziert sich derzeit über festverzinsliche und variable Anleihen, den US Term Loan B sowie über ein Forderungs-Factoring-Programm. Die haftenden Gruppengesellschaften sind in diesem Zusammenhang allen unbesicherten Anleihen, besicherten Anleihen und dem US Term Loan B über insgesamt EUR 2.345 Mio. und USD 6.380 Mio. haftungsmäßig beigetreten, welche durch andere Gesellschaften der Ardagh-Gruppe als Emittenten und Kreditnehmer begeben bzw. aufgenommen wurden. Zusammen mit dem Beitritt haben die haftenden Gruppengesellschaften die gesamtschuldnerische Haftung für die Rückzahlung dieser Finanzverbindlichkeiten übernommen. Die Verwertung aufsteigender Garantien ist jeweils in marktüblicher Weise begrenzt (Limitation Language).

Die zugunsten verbundener Unternehmen eingegangenen Garantien gegenüber Dritten waren nicht zu passivieren, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten durch die verbundenen Unternehmen voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte, sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Haftungsverhältnissen bestehen in Höhe von TEUR 2.933 (Vorjahr: TEUR 3.130) sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

2016 2015
Miete / Erbbaupacht Grundstücke und Gebäude 943 1.004
Miete Betriebs- und Geschäftsausstattung 794 1.152
Leasing Gabelstapler 746 627
Leasing Kfz 450 347

Die Verpflichtungen für Kfz-, Gabelstaplerleasing und Miete für Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden bis zum Jahr 2022 berücksichtigt.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen vollständig gegenüber Dritten.

Der Erbbaupachtvertrag endet 2083.

Durch die Miete bzw. das Leasing ergibt sich der Vorteil des, im Vergleich zur Investition, späteren Zahlungsmittelabflusses.

Des Weiteren bestehen zum Stichtag Bestellobligos für Investitionen in Höhe von TEUR 124 (Vorjahr: TEUR 83).

Darüber hinaus ist, im Zusammenhang mit nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften, der zum Stichtag bestehende Konsignationslagerbestand in Höhe von TEUR 170 (Vorjahr: TEUR 174) zu nennen, bei dem der Vorteil darin besteht, dass Risiken beim Lieferanten verbleiben.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Von den Umsatzerlösen entfallen TEUR 115.791 (Vorjahr: TEUR 125.725) auf Inlands- und TEUR 126.171 (Vorjahr: TEUR 120.404) auf Auslandsumsätze. Im EU-Ausland hat die Ardagh Metal Packaging Germany GmbH Umsätze in Höhe von TEUR 106.285 realisiert. Die Umsatzerlöse sind im Wesentlichen aus der Produktion und dem Vertrieb von Blechverpackungen erzielt worden. Weitere Umsatzkomponenten sind unwesentlich. Die aufgrund der Erstanwendung des BilRUG in den Umsatzerlösen berücksichtigten Erträge aus Konzerngemeinkosten in Höhe von TEUR 7.896 waren im Vorjahr in den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 7.489 ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von diversen Rückstellungen in Höhe von TEUR 5.850 (Vorjahr: TEUR 1.118), davon Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 3.342 und Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von TEUR 2.202. Hinsichtlich der Effekte aus der BilRUG Erstanwendung verweisen wir auf die Erläuterungen bei den Umsatzerlösen.

Personalaufwand

Die Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung (TEUR 2.168) betreffen Restrukturierungsmaßnahmen des Werkes Seesen. Der Personalaufwand des Vorjahres enthält mit TEUR 5.856 Aufwendungen, die im Vorjahresabschluss als außerordentlich ausgewiesen waren.

Abschreibungen

Aufgrund des Reviews der Produktionsauslastungen wurde eine kundenspezifische Backup-Produktionslinie als nicht mehr notwendig eingestuft. Somit wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 1.229 vorgenommen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter diesem Posten werden im Wesentlichen Aufwendungen aus Umlagen für die Bereitstellung von Serviceleistungen in Höhe von TEUR 6.884 (Vorjahr: TEUR 8.818) und dem Factoring-Arrangement innerhalb der Ardagh Gruppe in Höhe von TEUR 2.685 (Vorjahr: TEUR 3.253), Frachtkosten in Höhe von TEUR 5.936 (Vorjahr: TEUR 5.232), Wartung und Instandhaltungen in Höhe von TEUR 5.623 (Vorjahr: TEUR 5.972), Miete und Leasing in Höhe von TEUR 2.901 (Vorjahr: TEUR 2.995), Personalnebenkosten in Höhe von TEUR 1.786 (Vorjahr: TEUR 1.842), Reisekosten in Höhe von TEUR 699 (Vorjahr: TEUR 770), Versicherungsaufwendungen in Höhe von TEUR 535 (Vorjahr: TEUR 620) sowie übrige sonstige Aufwendungen in Höhe von TEUR 5.742 (Vorjahr: TEUR 3.076) ausgewiesen. Im Geschäftsjahr entstanden Fremdwährungsverluste in Höhe von TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 86).

Der sich im Rahmen der Erstanwendung der Bewertungsvorschriften nach BilMoG ergebene Unterschiedsbetrag für Pensionsrückstellungen ist in Höhe der jährlichen Zuführung von 1/15 unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.948 (Vorjahr: TEUR 1.948) berücksichtigt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten mit TEUR 1.948 Aufwendungen, die im Vorjahr als außerordentliche Aufwendungen ausgewiesen waren.

Finanzergebnis

Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens in Höhe von TEUR 1.603 (Vorjahr: TEUR 941) entfallen mit TEUR 941 auf die Erträge aus der Darlehensverzinsung an die Ardagh Aluminium Packaging Hungary Kft. sowie mit TEUR 661 an die Ardagh Germany MP GmbH. Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von TEUR 3.820 (Vorjahr TEUR 2.696) entfallen im Wesentlichen mit TEUR 3.816 (Vorjahr TEUR 2.669) auf die Berechnung von Zinsen von der Ardagh Treasury Ltd. im Rahmen des Factoring Arrangements.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen setzten sich wie folgt zusammen:

31.12.2016
TEUR
31.12.2015
TEUR
Aufzinsung von Rückstellungen 5.764 6.158
Aufwand (Vorjahr: Ertrag) aus verrechnetem Deckungsvermögen -17 4
Nettoaufwand nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB 5 . 781 6 . 154
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.233 2.232
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8 . 014 8 . 386

Ergebnisverwendung

Grundlage für die Ergebnisabführung ist der Gewinnabführungsvertrag vom 24. Juni 2011 mit der Ardagh Germany MP GmbH, Nienburg. Die Ardagh Metal Packaging Germany GmbH ist danach verpflichtet, den vollständigen Gewinn des Geschäftsjahres 2016 an die Ardagh Germany MP GmbH abzuführen. Der nach dieser Vereinbarung abzuführende Gewinn beträgt TEUR 12.156. Der Verlust des Vorjahres in Höhe von TEUR 13.226 wurde vollständig von der Ardagh Germany MP GmbH ausgeglichen.

V. Sonstige Angaben

Organe der Gesellschaft sindder Aufsichtsrat, die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung.

Aufsichtsrat

Die folgenden Personen vertreten die Anteilseigner im Aufsichtsrat:

Herr Niall Wall, Chief Executive Officer, Ardagh Group S.A. (bis 5. Dezember 2016);

Herr David Matthews, Chief Financial Officer, Ardagh Group S.A.;

Herr Patrick Eamon King, Head of Coporate Development, Ardagh Packaging Holdings Ltd. (bis 5. Dezember 2016);

Frau Michelle Petruzzelli, Territory HR Director, Ardagh Glass Ltd;

Herr Stefan C. Siebert, Chief Financial Officer Metal Division (ab 5. Dezember 2016);

Herr Ian Curley, Group Chief Executive Officer (ab 5. Dezember 2016).

Mit Gesellschafterbeschluss vom 5. Dezember 2016 wurden Herr Niall Wall und Herr Patrick Eamon King mit sofortiger Wirkung als Mitglied des Aufsichtsrats der Gesellschaft (Aufsichtsratsmitglied der Anteilseigner) abberufen und durch die Herren Ian Curley und Stefan C. Siebert ersetzt.

Herr Ian Curley löst Herrn Niall Wall als Vorsitzenden des Aufsichtsrates ab.

Die folgenden Personen vertreten die Arbeitnehmer im Aufsichtsrat:

Herr Ulrich Köhler, Betriebsratsvorsitzender, Maschineneinrichter, AMPG, Werk Cuxhaven;

Herr Torsten Tomczak, Betriebsratsvorsitzender, Industriemechaniker, AMPG, Werk Seesen.

Als Ersatzmitglied für Herrn Ulrich Köhler ist Herr Siegfried Zils und für Herrn Torsten Tomczak ist Herr Michael Weiß.

Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:

Herr Stefan C. Siebert, Chief Financial Officer Metal Division (bis 5. Dezember 2016);

Herr Jens Schaefer, Regional Operations Director Glass Germany;

Dr. Torsten Schoen, Chief Legal Officer & Company Secretary.

G esamtbezüge des Aufsichtsrats

Die für das Geschäftsjahr gewährten Bezüge des Aufsichtsrats betragen TEUR 10.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angaben über die Bezüge der Geschäftsführung unterbleiben unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

Gesellschafter

Gesellschafter ist die Ardagh Germany MP GmbH, Nienburg.

Anzahl der Beschäftigten

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl gem. § 267 Abs. 5 HGB beträgt 944 (Vorjahr: 978). Die Mitarbeiterstruktur gliedert sich wie folgt:

2016 2015
Angestellte 202 206
Arbeiter 693 715
Leitende Angestellte 16 16
Anzahl Arbeitnehmer 911 937
Auszubildende 33 41
Anzahl Mitarbeiter 944 978

Abschlussprüferhonorar

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 138 (Vorjahr: TEUR 141).

Konzernverhältnisse

Die Ardagh Metal Packaging Germany GmbH wird in den nach International Financial Reporting Standards (IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind) aufgestellten Teilkonzernabschluss der Ardagh Packaging Holdings Ltd., Dublin/ Irland, (kleinster Konsolidierungskreis) sowie in den Konzernabschluss der Ardagh Group S.A., Luxemburg/ Luxemburg, einbezogen (größter Konsolidierungskreis).

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf die Lage der Gesellschaft haben und weder in der Bilanz noch in der GuV berücksichtigt sind, sind nach Ende des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

 

Nienburg, 29. März 2017

Ardagh Metal Packaging Germany GmbH, Nienburg

Dr. Torsten Schoen

Jens Schaefer

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2016
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 705.648,08 16.659,26 2.291,00 0,00 720.016,34
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.970.965,66 0,00 0,00 0,00 7.970.965,66
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 12.390,60 0,00 0,00 12.390,60
  8.676.613,74 29.049,86 2.291,00 0,00 8.703.372,60
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 41.800.986,92 483.737,76 1.241,97 0,00 42.283.482,71
2. Technische Anlagen und Maschinen 132.601.797,58 3.980.574,44 403.230,37 1.171.651,94 137.350.793,59
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.358.555,75 349.089,28 85.651,84 13.064,63 11.635.057,82
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.194.301,05 1.197.646,42 0,00 -1.184.716,57 1.207.230,90
  186.955.641,30 6.011.047,90 490.124,18 0,00 192.476.565,02
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.301.651,02 0,00 0,00 0,00 3.301.651,02
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 12.652.000,00 13.226.373,78 0,00 0,00 25.878.373,78
3. Sonstige Ausleihungen 650,00 0,00 650,00 0,00 0,00
  15.954.301,02 13.226.373,78 650,00 0,00 29.180.024,80
  211.586.556,06 19.266.471,54 493.065,18 0,00 230.359.962,42
Abschreibungen
01.01.2016
Zugänge
Abgänge
31.12.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 383.090,20 133.631,55 902,51 515.819,24
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.970.965,66 0,00 0,00 7.970.965,66
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  8.354.055,86 133.631,55 902,51 8.486.784,90
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22.968.229,41 1.161.515,17 971,88 24.128.772,70
2. Technische Anlagen und Maschinen 98.839.850,21 6.690.185,72 360.914,30 105.169.121,63
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.844.512,13 642.420,75 84.064,58 9.402.868,30
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  130.652.591,75 8.494.121,64 445.950,76 138.700.762,63
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 8.627.753,19 446.853,27 147.187.547,53
Restbuchwerte
31.12.2016
31.12.2015
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 204.197,10 322.557,88
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 12.390,60 0,00
  216.587,70 322.557,88
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.154.710,01 18.832.757,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 32.181.671,96 33.761.947,37
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.232.189,52 2.514.043,62
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.207.230,90 1.194.301,05
  53.775.802,39 56.303.049,55
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.301.651,02 3.301.651,02
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 25.878.373,78 12.652.000,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 650,00
  29.180.024,80 15.954.301,02
  83.172.414,89 72.579.908,45

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Ardagh Metal Packaging Germany GmbH, Nienburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hannover, den 31. März 2017

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Helmuth Schäfer, Wirtschaftsprüfer

ppa. Martin Sochor, Wirtschaftsprüfer

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat der Ardagh Metal Packaging Germany GmbH ( AMPG) hat im Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen, die Geschäftsführung bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und ihre Tätigkeit überprüft und überwacht.

Die Geschäftsführung berichtete dem Aufsichtsrat schriftlich und mündlich im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen. Die Berichte behandelten vor allem vor die Arbeitssicherheit, den Gesundheitsschutz und Umweltschutzmaßnahmen und weiterhin die Produktionsplanung, die Geschäftsentwicklung und die Risikolage der AMPG sowie Geschäfte von besonderer Bedeutung für das Unternehmen. Die Geschäftsführung ging dabei auch auf Abweichungen des Geschäftsverlaufes von den aufgestellten Plänen und Zielen ein und erläuterte die Abweichungen.

Gegenstände und Umfang der Berichterstattung der Geschäftsführung wurden den vom Aufsichtsrat gestellten Anforderungen gerecht.

Der Aufsichtsratsvorsitzende stand auch zwischen den Sitzungsterminen des Aufsichtsrats mit der Geschäftsführung regelmäßig in Kontakt und wurde über alle wesentlichen Entwicklungen und anstehenden Entscheidungen unterrichtet.

Der Aufsichtsrat tagte im Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 drei Sitzungen: am 3. März 2016 in Düsseldorf, am 23. Juni 2016 in Lünen sowie am 8. Dezember 2016 in London. Im Rahmen dieser Sitzungen erfolgten sämtliche Beschlussfassungen.

Aufgrund ihres Ausscheidens aus dem Unternehmen, haben die Herren Niall Wall und Eamon King ihren Rücktritt von der Position als Aufsichtsrat erklärt. Sie wurden daher vor der Sitzung am 08. Dezember 2016 als Mitglieder des Aufsichtsrates abberufen. Dafür wurden die Herren Ian Curley und Stefan Siebert als neue Mitglieder des Aufsichtsrates berufen.

In der Aufsichtsratssitzung vom 8. Dezember 2016 wurde Herr Ian Curley zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt.

Auf der Aufsichtsratssitzung vom 14. Juni 2017 wurde der Jahresabschluss 2016 der AMPG mit der Geschäftsführung erörtert. Daraufhin hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2016 der AMPG geprüft und, da nachdem abschließendem Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen zu erheben waren, gebilligt.

Daraufhin hat der Aufsichtsrat die Feststellung des Jahresabschlusses durch die Gesellschafterversammlung empfohlen.

 

Düsseldorf, den/this 14 June 2017

Ian Curley, Vorsitzender des Aufsichtsrates/Chairman of the Supervisory Board

Der Jahresabschluss zum 31.12.2016 wurde am 14.06.2017 festgestellt.

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