Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 1284
Eingetragen
28.1.1976
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Ausbauelementen aus MetallManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Weiterführung des der Gesellschaft von der Anton Früh oHG Leichtmetallbau-Schlosserei übertragenen Geschäftsbetriebs, insbesondere der Entwurf, die Fertigung und die Montage von Metallbaukonstruktionen aller Art und von Fassadenelementen. Außerdem ist die Gesellschaft berechtigt, die dem Unternehmensgegenstand dienlichen Hilfsund Nebengeschäfte auszuführen. Die Gesellschaft ist berechtigt, sich in ähnlichen oder verwandten Geschäftszweigen zu betätigen. Sie kann ihren Sitz verlegen, andere Unternehmen erwerben oder sich daran - auch unter Übernahme der persönlichen Haftung - beteiligen, Filialen oder Zweigniederlassungen errichten und an Interessengemeinschaften oder anderen Formen der Zusammenarbeit teilnehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Charlotte Früh
seit 17.3.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
204.517 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Metallbau Früh GmbH

Umkirch

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht

A. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

I. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Metallbau Früh GmbH ist ein Anbieter von individuellen Fassadenkonstruktionen mit eigenem Planungsbüro, eigener Fertigung und Montage. Die einzelnen Projekte befinden sich sowohl im Inland als auch im europäischen Ausland. Ein Schwerpunkt bildet dabei der englische Markt, weshalb bereits vor vielen Jahren eine Tochtergesellschaft, die Metallbau Früh UK Ltd. mit Sitz in London, gegründet wurde. Der Sitz der Metallbau Früh GmbH ist in Umkirch bei Freiburg, Produktionsstätten befinden sich in Umkirch und Berga an der Elster.

Das Fertigungsprogramm umfasst folgende Bereiche:

Glas- und Metallfassaden

Metallfenster und -türen

Glasdächer

Bauelemente aus Bronze und Edelstahl

Beschusshemmende Bauelemente

Feuerhemmende Bauelemente

Karusselltüranlagen mit und ohne Eingangskontrollsystemen

Sonnenschutzanlagen

Aufgrund der langjährigen Erfahrung und dem Know-how der Mitarbeiter im Bereich individueller Sonderkonstruktionen können auch anspruchsvollste Kundenwünsche erfüllt werden. Wegen der Entwicklung von eigenen Systemen ist man weitestgehend unabhängig von handelsüblichen Profilsystemen. Die Metallbau Früh GmbH ist auf dem aktuellen Stand der Technik und verfügt über alle für den Metallbau erforderlichen Maschinen und Anlagen, gleichgültig ob dies den Bereich Konstruktion, Fertigung oder Montage betrifft. Durch den Einsatz modernster Planungs- und Fertigungstechnik wird stets höchste Qualität und Genauigkeit gewährleistet.

II. Forschung und Entwicklung

Als innovatives Unternehmen der Metallbaubranche sieht die Metallbau Früh GmbH in der Entwicklung neuer, kundenorientierter und nachhaltiger Lösungen eine wesentliche Aufgabe ihrer unternehmerischen Tätigkeit. Ziel unserer Tätigkeit ist es, Kundenwünsche mit attraktiven und innovativen Lösungen zu verwirklichen.

Dabei sind unsere Sonderkonstruktionen unabhängig von handelsüblichen Profilsystemen und werden stetig weiterentwickelt. Dies erlaubt dem Unternehmen ein Höchstmaß an Flexibilität hinsichtlich Konstruktion und Gestaltung.

B. WIRTSCHAFTSBERICHT

I. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Bauindustrie blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2020 zurück, das aber leider auch von der Corona Pandemie gezeichnet war. Das Konjunkturbild war dennoch von einer hohen Nachfrage gekennzeichnet.

Im Durchschnitt verzeichneten die Bausparten ein Umsatzwachstum von 4,9 %. Damit erzielte das Bauhauptgewerbe trotz Corona-Krise im achten Jahr in Folge einen Umsatzanstieg.

In 2021 wird im Wirtschaftsbau mit einem Rückgang von -2% gerechnet. Bei den Büro- und Verwaltungsgebäuden zeigt sich ein verzögerter Corona-Effekt. Durch die Umstellung auf Homeoffice bei Büroarbeiten in vielen Dienstleistungsbereichen wird der Bedarf an Büroflächen nachhaltig tangiert.

Auch in England, einem der wichtigsten Auslandsmärkte der Metallbau Früh GmbH, verzeichnete die Bauwirtschaft im Berichtsjahr eine weitere Belebung, die sowohl vom privaten Wohnungsmarkt als auch vom gewerblichen Bau getragen wurde. Auch für 2020 ist trotz Brexit von einer positiven Entwicklung für die englische Bauwirtschaft auszugehen.

II. Geschäftsverlauf

Die Metallbau Früh GmbH konnte im Berichtsjahr 2020 wieder auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken.

Das Rohergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 730 TEUR auf 9.119 TEUR im Geschäftsjahr vermindert. Ursache hierfür sind die höheren Bestandserhöhungen der unfertigen Leistungen zum Vorjahr, bei denen keine Gewinnmarge enthalten ist.

Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,3% erhöht und liegt mit 5.292 TEUR geringfügig um 66 TEUR über dem Niveau des Vorjahres (Vj. 5.226 TEUR).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 67 TEUR gegenüber dem Vorjahr.

Das Ergebnis nach Steuern ist gegenüber dem Vorjahr um 56 TEUR gestiegen.

Mit den Projekten New Oxford Street und Marble Arch Place in London, den Voltair Office in Berlin und den Zuschlägen für die Projekte Hanover Square in London und Neo in Berlin weist die Metallbau Früh GmbH eine Auftragslage aus, die eine nachhaltige vollständige Auslastung des Betriebes bis in das Jahr 2021 hinein gewährleistet.

1. Lage

Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt von unserem operativen Geschäft.

a. Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2020 war durch eine durchgängige Kapazitätsauslastung gezeichnet. Die Nachfrage nach unseren Leistungen war sehr positiv. Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Folgen, war die Auftragsabwicklung allerdings erschwert.

Die prognostizierten Umsatzerlöse und Bestandesveränderungen einschließlich Tochterunternehmen in UK konnten erzielt werden.

Unsere Beschaffungs- und Vorratspolitik war darauf ausgerichtet, die zur Fertigung erforderlichen Einsatzstoffe mit geringstmöglichen Beschaffungs-, Lager- und Fehlmengenkosten zum Bedarfszeitpunkt termingerecht bereitzustellen.

Die, insbesondere auch infolge der Corona-Pandemie anziehenden Rohstoffkosten und steigenden Kosten für die Zukaufsteile konnten nicht in vollem Umfang über die Verkaufspreise weitergegeben werden.

b. Finanzlage

Die Metallbau Früh GmbH verfügt über eine geordnete Finanzlage. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen, möglichst unter Ausnutzung vereinbarter Skontobeträge, zu begleichen und Forderungen innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten machen 35,3 % der Bilanzsumme aus. Sofern die erhaltenen Anzahlungen auf der Passivseite nach dem Wahlrecht gemäß § 268 Abs. 5 S. 2 HGB ausgewiesen worden wären, würden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16,2 % zur Bilanzsumme betragen und damit niedriger gegenüber dem Wert des Vorjahres liegen. Zur Finanzierung unserer Projekte nutzen wir die uns zur Verfügung gestellten Kreditlinien unserer Banken.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 10,8 % der Bilanzsumme.

Die Bilanzsumme der Metallbau Früh GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2020 von 19.267 TEUR um insgesamt 677 TEUR auf 19.944 TEUR erhöht. Auf der Aktivseite ist die Veränderung im Wesentlichen auf eine Erhöhung des Vorratsvermögens und des Bankguthabens zurückzuführen.

Auf der Passivseite ist die Veränderung im Wesentlichen in der Erhöhung des Eigenkapitals, der Bankverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen.

c. Vermögenslage

Durch den Jahresüberschuss hat sich das Eigenkapital der Metallbau Früh GmbH gegenüber dem Vorjahr um 1.052 TEUR erhöht und beläuft sich auf 23,4 % der Bilanzsumme.

2. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Gesamtleistung pro Mitarbeiter und den cash flow heran.

Bei den Mitarbeitern ist ein Geschäftsführer mitgezählt. Die Gesamtleistungsrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu der Gesamtleistung, den cash flow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierung (bzw. Auflösung) längerfristiger Rückstellungen.

Der cash flow beträgt 1.362 TEUR. Unsere wirtschaftliche Lage kann stichtagsbezogen insgesamt als gut bezeichnet werden.

C. PROGNOSEBERICHT

Aufgrund der vorhandenen Auftragslage beurteilen wir die Entwicklung der Metallbau Früh GmbH für die Geschäftsjahre 2021 und 2022 positiv. Der weitere Verlauf und die weiteren Auswirkungen der Corona Pandemie sind leider unvorhersehbar und bleiben deshalb abzuwarten.

Wir planen für das Geschäftsjahr 2021 mit einer mindestens gleich hohen Gesamtleistung (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) einschließlich Tochterunternehmen in UK.

Wir gehen davon aus, dass wir auch künftig in der Lage sein werden, unseren Zahlungsverpflichtungen ordnungsgemäß nachzukommen.

Mit den gesicherten Aufträgen ist eine nachhaltige vollständige Auslastung bis in das Jahr 2022 hinein gewährleistet.

D. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

I. Risikobericht

1. Branchenspezifische Risiken:

Obwohl sich auch die Metallbau Früh GmbH in einem besonderen Umfeld bewegt, verfügt sie derzeit über ein solides Auftragspolster. Als Nischenanbieter im Bereich von Sonderkonstruktionen im Fassadenbau können wir sowohl im Inland als auch im Ausland eine konstante Nachfrage feststellen. Aufgrund der langen Vorlauf- und Planungszeiten der einzelnen Projekte gehen wir davon aus, dass kurzfristige branchenbedingte Schwankungen keine allzu großen Auswirkungen auf unseren Geschäftsverlauf haben werden.

Eine Entwicklung, die wir sehr aufmerksam verfolgen, ist die Tatsache, dass ein unprofessionelles Projektmanagement auf Auftraggeberseite häufig einhergeht mit Terminverzögerungen und zusätzlich zu erbringenden Leistungen deren Abrechnung zu langwierigen und aufwendigen Verhandlungen mit unseren Auftraggebern führen. Damit für die Metallbau Früh GmbH daraus keine zusätzlichen von ihr zu tragenden Kosten entstehen, werden wir dieser Entwicklung durch ein noch effizienteres und noch zeitnäheres Projektmanagement entgegentreten.

2. Ertragsorientierte Risiken:

Bislang sind uns keine ertragsorientierten Risiken bekannt. Die Leistungen der Metallbau Früh GmbH werden weiterhin stark nachgefragt und abgegebene Angebote für neue Projekte finden regelmäßig großes Interesse bei den jeweiligen Auftraggebern. Daraus leiten wir ab, dass wir unsere Angebote zu marktgerechten Preisen mit auskömmlichen Margen kalkulieren. Aufgrund unserer Tätigkeit in einem Nischenmarkt mit einer überschaubaren Anzahl von Wettbewerbern sehen wir auch für die kommenden Jahre keine solchen Risiken auf uns zukommen.

3. Finanzwirtschaftliche Risiken:

Aufgrund der weiterhin massiven Probleme in den Staatsfinanzen zahlreicher EU-Staaten erwarten wir für die beiden kommenden Jahre keine nachhaltige Entspannung an den Finanzmärkten.

Als mittelständisches Unternehmen kann die Metallbau Früh GmbH keinen unmittelbaren Einfluss auf die Situation an den Finanzmärkten ausüben. Allerdings ist die Metallbau Früh GmbH der Auffassung, dass sie sich mit einer sehr offenen und zeitnahen Kommunikation gegenüber ihren Finanzpartnern in den letzten Jahren ein hohes Maß an Vertrauen erworben hat.

Im Rahmen der vielfältigen Unsicherheiten an den Finanzmärkten und den sich daraus ergebenden Folgen auf die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen gehen wir für 2021 von einer weiterhin unsicheren Lage an den Devisenmärkten aus. Die Metallbau Früh GmbH wird daher auch in den kommenden Monaten sehr genau die Situation beobachten und Währungsrisiken nach Möglichkeit absichern.

II. Chancenbericht

Aufgrund der führenden Position, die die Metallbau Früh GmbH in ihrer Branche auf dem europäischen Markt einnimmt, ist ihre Arbeit bei potenziellen Auftraggebern weiterhin sehr gefragt. Nicht zuletzt die vielen architektonisch gelungenen und erfolgreich abgewickelten Projekte der Vergangenheit und das vorhandene Know-how in diesem Nischenmarkt gilt es auch in Zukunft in die Waagschale zu werfen, um weiterhin erfolgreich am Markt bestehen zu können. Aufgrund der ausgesprochen guten Nachfrage nach den von der Metallbau Früh GmbH angebotenen Leistungen sehen wir auch den kommenden Jahren positiv entgegen.

III. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir vor allem in einem unprofessionellen Management auf Auftraggeberseite, was häufig dazu führt, dass Projekte wesentlich länger als geplant laufen und dass dadurch nicht unerhebliche Mehrkosten entstehen, die schlussendlich nur schwierig und in langwierigen Verhandlungen beim Auftraggeber durchgesetzt werden können. Risiken sehen wir zudem in der Corona Pandemie, da der weitere Verlauf und die weiteren Auswirkungen der Pandemie auf unsere Gesellschaft und unseren Geschäftsalltag quasi unvorhersehbar sind und somit zu Sonderbelastungen führen können. Aufgrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der vielfältigen Risiken des Projektgeschäfts im Bereich der Sonderkonstruktionen im Fassadebau gut gerüstet.

E. RISIKOBERICHT ÜBER DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen sowie Guthaben und Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten. Die dabei von den Kreditinstituten bereitgestellten Kreditlinien sind i.d.R. ausreichend bemessen und werden bei Bedarf angepasst. Die Beanspruchung erfolgt dem Projektverlauf entsprechend mal höher und mal niedriger.

Aufgrund unserer Position im Marktsegment der Sonderkonstruktionen im Fassadenbau sind Forderungsausfälle eine absolute Ausnahme. In der Regel verfügt die Metallbau Früh GmbH über solvente Auftraggeber, mit denen oftmals bereits eine langjährige Zusammenarbeit besteht. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung von neuen Geschäftsbeziehungen mit uns unbekannten Auftraggebern stets über die Bonität unserer Auftraggeber.

Verbindlichkeiten werden ordnungsgemäß bezahlt.

Zur Absicherung von Währungsrisiken werden von der Tochtergesellschaft Metallbau Früh UK Ltd. Devisentermingeschäfte abgeschlossen.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Metallbau Früh GmbH ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die jeweiligen geplanten Geldeingänge und Geldausgänge vermittelt. Dieser Liquiditätsplan wird unterjährig regelmäßig fortgeschrieben und aktualisiert.

F. BERICHT ÜBER ZWEIGNIEDERLASSUNGEN

Zweigniederlassungen werden von der Metallbau Früh nicht unterhalten.

 

Umkirch, den 23. März 2022

Dipl. Ing. Anton Früh, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen 5.013.213,16 5.213.589,93
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 839,00 3.694,00
II. Sachanlagen 640.237,80 734.932,80
III. Finanzanlagen 4.372.136,36 4.474.963,13
B. Umlaufvermögen 14.926.815,95 14.051.938,24
I. Vorräte 2.719.222,44 1.292.394,83
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 23.539.675,70 14.503.329,93
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.665.257,54 10.638.631,55
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.542.335,97 2.120.911,86
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.778,55 1.132,40
Aktiva 19.943.807,66 19.266.660,57

Passiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital 4.660.489,06 3.608.733,63
I. Gezeichnetes Kapital 204.516,75 204.516,75
II. Gewinnrücklagen 1.053.761,13 1.053.761,13
III. Bilanzgewinn 3.402.211,18 2.350.455,75
B. Rückstellungen 2.778.155,79 3.573.380,63
C. Verbindlichkeiten 12.505.162,81 12.084.546,31
Passiva 19.943.807,66 19.266.660,57

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1. Rohergebnis 9.118.287,07 9.864.478,01
2. Personalaufwand 5.292.031,10 5.226.271,31
a) Löhne und Gehälter 4.265.634,88 4.241.195,21
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 1.026.396,22 985.076,10
davon für Altersversorgung 96.406,56 96.406,56
3. Abschreibungen 245.998,48 285.970,00
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 245.998,48 285.970,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.648.449,54 2.581.258,51
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 92.980,66 37.277,72
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 49.370,18 38.386,80
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 104.732,71 41.290,41
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 450.649,58 590.435,60
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 131.526,00 147.396,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -264.224,00 417.292,00
9. Ergebnis nach Steuern 899.485,26 842.927,80
10. sonstige Steuern -152.270,17 3.705,72
Jahresüberschuss 1.051.755,43 839.222,08

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Metallbau Früh GmbH hat ihren Sitz in Umkirch. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg i.Br. unter HRB 1284 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich, sofern nicht beim entsprechenden Posten genannt, unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 265 Abs. 1 Satz 1, 266 ff. HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) und den Regelungen der §§ 42 bis 42a GmbHG aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses erstellt.

Von den Erleichterungen des § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Die Bewertung wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) vorgenommen.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen wurden linear über die Nutzungsdauer, die auf Basis der steuerlichen Abschreibungstabellen ermittelt wird, vorgenommen.

Die Sachanlagen wurden zu den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen wurden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear oder degressiv vorgenommen.

Soweit für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 1.000 ein steuerlicher Sammelposten nach § 6 IIa EStG gebildet wurde, kann der tatsächliche Bestand hiervon abweichen. Ein solcher steuerlicher Posten wurde wegen untergeordneter Bedeutung auch handelsrechtlich übernommen und über fünf Jahre abgeschrieben.

Bei den Posten des Finanzanlagevermögens wurden die bilanzierten Werte mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen stellen gleichzeitig Forderungen gegen Gesellschafter dar.

Umlaufvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Dabei wurden Anschaffungspreisminderungen wie Boni, Skonti und Rabatte abgezogen. Niedrigere Stichtagswerte wurden, soweit vorhanden, angesetzt.

Die Bestände an unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet; dabei sind die direkt zurechenbaren Materialkosten und Fertigungseinzel- und -gemeinkosten berücksichtigt; Fremdkapitalzinsen wurden anteilig einbezogen. Die Bestände sind verlustfrei bewertet. Die Realisation der Umsatzerlöse aus der Abwicklung längerfristiger Aufträge für die englische Tochtergesellschaft Metallbau Früh UK Ltd. erfolgt in Ausnahme des Realisationsprinzips gemäß § 252 Abs. 2 HGB entsprechend dem Leistungsfortschritt ("Teilgewinnrealisierung"), da die langfristige Fertigung für die Tochtergesellschaft einen wesentlichen Teil der gesamten Unternehmenstätigkeit ausmacht und ohne anteilige Gewinnrealisierung der Jahresabschluss ein unzutreffendes Bild von der Ertragslage des Unternehmens vermitteln würde (vgl. Adler/Düring/Schmaltz, Rechnungslegung und Prüfung der Unternehmen, 6. Aufl., § 252 HGB, Tz. 86 ff.). Im Jahr 2020 erfolgte eine Gewinnrealisierung i.H.v. EUR 7,8 Mio. bei den Teilleistungen i.S.v. § 252 Abs. 2 HGB, die der Auftraggeber bereits abgenommen hat.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Uneinbringliche Forderungen wurden in voller Höhe abgeschrieben. Einzelwertberichtigungen wurden in erforderlicher Höhe vorgenommen. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Pauschalwertberichtigungen von 3 % der nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Nach schriftlicher Einschätzung der Rechtsanwälte zu den beiden anhängigen Gerichtsverfahren wird der Forderungsanspruch nach wie vor als gut beurteilt. Die strittigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ("Bryghusprojektet", Kopenhagen und "Universitätsbibliothek", Freiburg) wurden zum 31.12.2020 in der Bilanz nur mit einem Forderungsansatz von rd. 56% und rd. 43% der Forderungsansprüche ausgewiesen.

Die Forderung "Yacht Club Monaco" wurde bis auf den Wert des Sicherheitseinbehaltes wertberichtigt. Die Schadensforderung gegenüber der Firma "Inox-Color GmbH" wurde bisher mit 28,6% der Ansprüche bilanziert. Die aktuelle Schadenshöhe i.H.v. Mio. 2 EUR wurde nach endgültiger Fertigstellung Ende 2021 ermittelt. Anwälte sind derzeit mit der Forderungseintreibung beauftragt.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, stellen gleichzeitig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar. Die Umrechnung von Forderungen in ausländischer Währung erfolgte mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag.

Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert angesetzt.

Auf den möglichen Ansatz aktiver latenter Steuern aufgrund temporärer Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise wurde aufgrund des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet

Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten wurden Aufwendungen, die einen kalendermäßig bestimmbaren Zeitraum in folgenden Geschäftsjahren betreffen, mit den gezahlten Beträgen erfasst.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt; eine gesellschaftsvertragliche Umstellung auf EURO ist bislang noch nicht erfolgt.

Die satzungsmäßige Rücklage bei den Gewinnrücklagen entspricht § 10 des Gesellschaftsvertrages.

Die anderen Gewinnrücklagen wurden aus den Jahresergebnissen der Vorjahre gebildet.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach der Teilwertmethode ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 2,30 %. Aufgrund der den Pensionsverpflichtungen zugrundeliegenden Festzusagen sind zukünftig zu erwartende Entgelt- und Rentensteigerungen bei der Ermittlung der Verpflichtung nicht zu berücksichtigen.

Für nach dem 31.12.2015 beginnende Geschäftsjahre wurde § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB dahingehend geändert, als der für Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen anzuwendende durchschnittliche Marktzinssatz nunmehr nicht mehr auf Basis der vergangenen sieben Geschäftsjahre, sondern auf Basis der vergangenen zehn Geschäftsjahre zu bestimmen ist. In Höhe des Unterschiedsbetrags von TEUR 170 zwischen der Rückstellung, welcher sich bei Anwendung des Zehn-Jahresdurchschnittssatzes gegenüber dem Sieben-Jahresdurchschnittsatz ergibt, besteht eine Ausschüttungssperre (§ 253 Abs. 6 Satz 1,2 HGB).

Die Rückstellungen für Steuern betreffen die Steuernachzahlungen des laufenden Geschäftsjahres 2020 und der Vorjahres 2019, sowie Ertragsteuern aus abgeschlossenen Einspruchsverfahren für den Zeitraum 2004 bis 2012.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Bezüglich der Abzinsung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ("Archivierungsrückstellungen") wurde entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter den Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

historische Anschaffungs- und Herstellungskosten 01.01.2020
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Zuschreibungen
EUR
31.12.2020
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 550.562,00 0,00 0,00 0,00 550.562,00
550.562,00 0,00 0,00 0,00 550.562,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 144.851,42 0,00 0,00 0,00 144.851,42
Technische Anlagen und Maschinen 1.995.001,73 9.728,98 0,00 0,00 2.004.730,71
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.480.349,24 138.720,50 14.000,00 0,00 1.605.069,74
3.620.202,39 148.449,48 14.000,00 0,00 3.754.651,87
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,02 0,00 0,00 0,00 1,02
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.474.702,11 0,00 102.826,77 0,00 4.371.875,34
Genossenschaftsanteile 260,00 0,00 0,00 0,00 260,00
4.474.963,13 0,00 102.826,77 0,00 4.372.136,36
8.645.727,52 148.449,48 116.826,77 0,00 8.677.350,23
kumulierte Abschreibungen 01.01.2020
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Zuschreibungen
EUR
31.12.2020
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 546.868,00 2.855,00 0,00 0,00 549.723,00
546.868,00 2.855,00 0,00 0,00 549.723,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.936,62 4.144,00 0,00 0,00 31.080,62
Technische Anlagen und Maschinen 1.587.622,73 149.700,98 0,00 0,00 1.737.732,71
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.270.710,24 89.298,50 13.999,00 0,00 1.346.009,74
2.885.269,59 243.143,48 13.999,00 0,00 3.114.823,07
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3.432.137,59 245.998,48 13.999,00 0,00 3.664.137,07
Restbuchwerte 01.01.2020
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Abschreibungen bzw. Zuschreibungen
EUR
31.12.2020
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.694,00 0,00 0,00 2.855,00 839,00
3.694,00 0,00 0,00 2.855,00 839,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 117.914,80 0,00 0,00 4.144,00 113.770,80
Technische Anlagen und Maschinen 407.379,00 9.728,98 0,00 149.700,98 267.407,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 209.639,00 138.720,50 1,00 89.298,50 259.060,00
734.932,80 148.449,48 1,00 243.143,48 640.237,80
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,02 0,00 0,00 0,00 1,02
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.474.702,11 0,00 102.826,77 0,00 4.371.875,34
Genossenschaftsanteile 260,00 0,00 0,00 0,00 260,00
4.474.963,13 0,00 102.826,77 0,00 4.372.136,36
5.213.589,93 148.449,48 102.827,77 245.998,48 5.013.213,16

2. Unternehmen, an denen die Gesellschaft mindestens 20 % der Anteile besitzt (§ 285 Nr. 11 HGB)

Metallbau Früh UK Ltd., London, mit 100 %-igem Kapitalanteil; Eigenkapital per 31.12.2020: TGBP 4.343 (Vorjahr = TGBP 4.261); Jahresergebnis 2020: TGBP 81 (Vorjahr = TGBP 45).

Gegen die Metallbau Heyne GmbH, an der eine atypisch stille Beteiligung besteht, wurde am 1.4.2013 ein Insolvenzantrag eröffnet. Die Liquidation ist derzeit noch nicht beendet. Mit Erträgen und Aufwendungen ist nicht mehr zu rechnen.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit Pauschalwertberichtigungen i.H.v. EUR 60.200,00 (Vorjahr = EUR 59.000,00) belegt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben folgende Restlaufzeiten:

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 938.838,00 1.519.244,54
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 59.159,69
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 409.669,67 472.194,12
kurzfristige Forderungen 1.348.507,67 2.050.598,35
Restlaufzeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.552.061,00 6.818.560,54
Sonstige Vermögensgegenstände 1.599.462,73 1.509.803,11
mittelfristige Forderungen 8.151.523,73 8.328.363,65
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
Sonstige Vermögensgegenstände 165.226,14 259.669,55
langfristige Forderungen 165.226,14 259.669,55
9.665.257,54 10.638.631,55

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, stellen gleichzeitig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar.

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wurde noch nicht auf EURO umgestellt und lautet auf DM 400.000 (EUR 204.516,75).

5. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach dem versicherungsmathematischen Teilwertverfahren gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):

Durchschnittlicher Marktzins von 2,30 % für eine Laufzeit von 10 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde;

Pensionsalter: 65 Jahre (Frau C. Früh u. Herr D. Früh);
Pensionsalter: 67 Jahre (Herr A. Früh);
ohne Gehalts- und Rententrend;
ohne Fluktuation;
Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G"

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Markzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von TEUR 170. In Höhe dieses Unterschiedsbetrags sind die passivierten Rückstellungen für Pensionen im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Markzinssatz nach bisheriger Ermittlung niedriger angesetzt. Der abzinsungsbedingte Unterschiedsbetrag ist gemäß §253 Abs. 6 Satz 2 HBG n.F. für die Ausschüttung gesperrt.

Da die Voraussetzungen für das Vorliegen von Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllt sind, wurden folgende Saldierungen vorgenommen:

Deckungsvermögen
EUR
Pensionsverpflichtung
EUR
Rückstellungen für Pensionen
EUR
Stand am 1. Januar 2020 196.566,83 -1.619.501,00 -1.422.934,17
Versicherungsprämien im Geschäftsjahr 2020 (Anschaffungskosten) 17.047,92 0,00 17.047,92
Saldierung von Erträgen aus Deckungsvermögen und Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Vorjahresrückstellung 973,87 -43.325,00 -42.351,13
Zinsaufwand aus der Änderung des Rechnungszinses 0,00 -87.701,00 -87.701,00
Personalaufwand (enthalten im Aufwand für Altersversorgung) 0,00 -30.959,00 -30.959,00
Rentenzahlungen des Geschäftsjahres 0,00 96.408,00 96.408,00
Stand am 31. Dezember 2020 214.588,62 -1.685.078,00 -1.470.489,38

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
Urlaubsrückstellung, Arbeitszeitkonto 594.600,00 478.000,00
Rechts- und Beratungskosten 33.600,00 57.500,00
Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen 38.859,00 122.405,00
Rückstellung für Abschluss- und Prüfungskosten 30.000,00 40.200,00
Rückstellung für Archivierungskosten 54.500,00 54.000,00
751.559,00 752.105,00

7. Angaben zu Restlaufzeiten und Sicherheiten der Verbindlichkeiten

Am Abschlussstichtag hatten die Verbindlichkeiten der Gesellschaft die nachfolgend dargestellten Restlaufzeiten und waren wie folgt besichert:

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.605.360,19 4.668.287,74
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.168.852,80 1.642.775,90
Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen 1.452.712,88 6.559,52
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.675.371,08 1.094.162,70
kurzfristige Verbindlichkeiten 9.902.296,95 7.411.785,86
Restlaufzeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 440.373,02 0,00
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 4.481.440,31
Sonstige Verbindlichkeiten 162.492,84 191.320,14
mittelfristige Verbindlichkeiten 602.865,86 4.672.760,45
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.000.000,00 0,00
langfristige Verbindlichkeiten 2.000.000,00 0,00
12.505.162,81 12.084.546,31

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 7.045 (Vorjahr = TEUR 6.668) durch Grundschulden und Bürgschaften besichert. Die übrigen Verbindlichkeiten sind ungesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, stellen gleichzeitig Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar.

8. Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag bestanden Haftungsverhältnisse i.H.v. TGBP 16.006 aus Gewährleistungsverpflichtungen bzw. sogenannten Parent Company Guarantees, die zugunsten der englischen Tochtergesellschaft übernommen worden sind.

Zum Jahresende bestanden Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften für Kunden i.H.v. EUR 0,00 (Vorjahr = 0,00).

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

9. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. EUR 549.195,00 (Vorjahr = EUR 146.656,00), periodenfremde Erträge i.H.v. EUR 14.508,75 (Vorjahr = EUR 0,00), Erstattungen von Kurzarbeitergeld i.H.v. EUR 147.358,46 (Vorjahr = EURO 0,00) und aus Schadensersatzansprüchen i.H.v. EUR 0,00 (Vorjahr = EUR 0,00) enthalten.

10. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen i.H.v. EUR 0,00 (Vorjahr = EUR 686.635,00) und Einstellung in die Einzelwertberichtigung auf Forderungen i.H.v. EUR 226.214,21 (Vorjahr = EUR 0,00) enthalten.

11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen i.H.v. EUR 11.290,00 (Vorjahr = EUR 45.126,30) enthalten.

In dieser Position wurden Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen mit Erträgen aus der Erhöhung des Deckungsvermögens verrechnet [vgl. Tz. (5)].

12. Steuern vom Einkommen und Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind periodenfremde Erträge i.H.v. EUR 393.790,00 (Vorjahr = EUR 0,00) enthalten.

13. Sonstige Steuern

In den sonstigen Steuern sind periodenfremde Erträge i.H.v. EUR 156.610,89 (Vorjahr = EUR 0,00) enthalten.

VI. Sonstige Angaben

14. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat in der Zeit nach dem 31. Dezember 2020 Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.690 (Vorjahr = TEUR 2.676) aus Mietverträgen und Bestellobligos, die nicht in der Bilanz erscheinen.

Dieser Betrag verteilt sich auf die folgenden Geschäftsjahre wie folgt:

31.12.2020
TEUR
Fälligkeit im Jahr 2021 524
Fälligkeit 2022 bis 2025 2.166
2.690

15. Zahl der Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr wurden neben der Geschäftsführung im Durchschnitt 97 (Vorjahr = 94) Arbeitnehmer beschäftigt; davon entfielen auf den kaufmännischen und technischen Bereich 22 (Vorjahr = 26) Arbeitnehmer und auf den gewerblichen Bereich 75 (Vorjahr = 68) Arbeitnehmer.

16. Mitglieder der Geschäftsführung

Die Geschäfte wurden im Geschäftsjahr von Herrn Dipl.-Ing. Anton Früh, Bauingenieur, Nimburg geführt.

Gegenüber den Geschäftsführern bestanden folgende Forderungen:

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
Anton Früh 789.059,62 747.719,36
789.059,62 747.719,36

Zinsen für das Jahr 2020 fielen in Höhe von EUR 8.725,78 (Vorjahr = EUR 7.719,04) an. Der Zinssatz beträgt 2% p.a. über dem Basiszinssatz.

Die Gesamtbezüge des Geschäftsführers wurden entsprechend der Vorschrift des § 286 Abs. 4 HGB nicht genannt.

17. Angaben zum Mutterunternehmen

Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der Anton Früh KG, Umkirch. Ein Konzernabschluss wird aufgrund größenabhängiger Erleichterungen nicht erstellt.

18. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Die Ausbreitung des Coronavirus kann zu einer Nicht-Erreichung der geplanten Ergebnisziele führen. Aufgrund der Corona Pandemie haben wir vom 25.03. bis 25.05.2020 und vom 22.11.2021 bis 31.01.2022 Kurzarbeit in Anspruch genommen.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt können Dauer und Intensität der staatlich verhängten Einschränkungen sowie deren Auswirkungen auf die zukünftige Wirtschaftslage nichtqualifiziert prognostiziert werden. Eine Bestandsgefährdung unseres Unternehmens erwarten wir aufgrund der Corona Pandemie nicht.

Ob der aktuelle Krieg in der Ukraine Auswirkungen auf die Lage unserer Gesellschaft haben wird, kann gegenwärtig noch nicht beurteilt werden.

19. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Bilanzergebnis, bestehend aus Gewinnvortrag in Höhe von € 2.350.455,75 und dem Jahresergebnis in Höhe von € 1.051.755,43 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Umkirch, den 23. März 2022

Dipl.-Ing. Anton Früh

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25.03.2022 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die Metallbau Früh GmbH, Umkirch

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Metallbau Früh GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Metallbau Früh GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 23.03.2022

VHL Vahle & Langholz GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Schürmann, Wirtschaftsprüfer

Dr. Hans-Georg Langholz, Wirtschaftsprüfer

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