Imtech Contracting GmbHLiquidiert
22041 Hamburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Willy Grözinger seit 17.9.2015 | Geschäftsführer |
Felix Nikolaus Erwin Colsmann seit 9.10.2013 | Geschäftsführer |
Olaf Schäfer seit 4.9.2009 | Prokura |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Imtech Contracting GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013Bilanz zum 31. Dezember 2013Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2013
Anhang für das Geschäftsjahr 2013I. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2013 wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die Imtech Contracting GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 3 HGB. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1. Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden linear über die erwartete Nutzungsdauer oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Das in 2011 erworbene Versorgungsrecht wird über 15,5 Jahre entsprechend der erwarteten Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich aufgelaufener Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden linear vorgenommen. Im Falle voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Entfallen die Gründe für die Wertminderung erfolgt insoweit eine Zuschreibung. Die Gesellschaft bilanziert die Contracting-Anlagen, sofern nicht das wirtschaftliche Eigentum auf den Kunden übertragen wird. Die Abschreibungszeiträume basieren auf der jeweils steuerlich anerkannten Nutzungsdauer bzw. auf der vertraglich fixierten Contracting-Laufzeit. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis netto EUR 410 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten netto EUR 150 bis EUR 1.000 betragen, wurde im Geschäftsjahr 2009 ein Sammelposten gemäß § 6 Abs. 2a EStG gebildet und über 5 Jahre Nutzungsdauer abgeschrieben. 2. Umlaufvermögen Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich mit den durchschnittlichen Einstandspreisen bewertet. Die nicht abgerechneten Leistungen enthalten die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie Sondereinzelkosten (Werkvertragsleistungen), Material- und Fertigungsgemeinkosten und angemessene anteilige Verwaltungsgemeinkosten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko, das branchentypisch sowohl aus Delkredererisiken als auch aus Risiken durch kundenseitige Rechnungskürzungen besteht, wird durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen, die mit 2,5 % angesetzt wird. Flüssige Mittel werden zum Nennwert angesetzt. 3. Rückstellungen Die Pensionsrückstellung wird nach Maßgabe des § 253 HGB mit einem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen Abzinsungszinssatz berechnet. Das Wahlrecht des Art. 67 (1) EGHGB wird dabei nicht in Anspruch genommen. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit den Beträgen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Für das Risiko der Inanspruchnahme aus Gewährleistungsverpflichtungen ist im Wirtschaftsjahr 2013 eine Rückstellung in Höhe von 0,75 % (i. Vj. 0,75 %) der garantiepflichtigen Umsätze 2013 (i. Vj. 2012) gebildet worden. Die garantiepflichtigen Umsätze verstehen sich nach Kürzung um darin enthaltene besicherte Werkvertragsleistungen und bestimmte Fremdleistungen. Die Rückstellung für Rückbau berücksichtigt die vertragliche Verpflichtung, Anlagen nach Vertragsende in den ursprünglichen Zustand zu versetzen. 4. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2013 wird gesondert im nachfolgenden Anlagespiegel (Seiten 4 und 5) dargestellt. Bei der ausgewiesenen erworbenen Software handelt es sich um ein ERP-System, welches seit Januar 2013 genutzt wird. Bereits im Vorjahr wurde beim Projekt BT Data-Center das Anlagevermögen aufgrund erwarteter und bereits realisierter Verluste vollständig wertberichtigt. Der Contracting- Vertrag und alle hieraus resultierenden Risiken wurden im Geschäftsjahr 2014 auf einen Erwerber übertragen. Die Bewertung der Risiken wurde aufgrund einer aktuellen Einschätzung vorgenommen, so dass die hieraus resultierenden positiven Effekte im 2013er Abschluss ausgewiesen werden. Das BT-Anlagevermögen wurde daher auf den um die noch anfallenden planmäßigen Abschreibungen erhöhten Kaufpreis von TEUR 8.663 zugeschrieben. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2013
2. Umlaufvermögen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen vornehmlich Forderungen gegen den Gesellschafter aus dem Cash-Pooling. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3. Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 3.500. Alleinige Gesellschafterin ist die Imtech Deutschland GmbH & Co. KG, Hamburg. Der 2013er Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 12.936 wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die Imtech Holding GmbH, Hamburg, abgeführt. 4. Pensionsrückstellungen Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurde auf Basis des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG - BGB I Nr. 27 vom 28. Mai 2009, S. 1102) durchgeführt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag wurde unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung sowie evtl. Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Folgende Annahmen liegen der Bewertung zu Grunde:
5. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Kostenrechnungen in Höhe von TEUR 7.954 und Rückbauverpflichtungen von TEUR 1.839 sowie den Personalbereich betreffende Rückstellungen (Urlaub, Überstunden, Tantiemen etc.) in Höhe von TEUR 441. Für sich aus der Abwicklung von Projektfinanzierungen ergebende Verluste wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 4.834 gebildet. 6. Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen die ausstehende Gewinnabführung aus dem Jahr 2013 i.H.v. TEUR 12.936. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen TEUR 1.767 auf verspätet abgebuchte Finanzierungsraten sowie TEUR 779 auf die Umsatzsteuerzahllast. Weitere TEUR 2.880 entfallen auf ausstehende Gutschriften gegenüber Kunden, welche insbesondere auf Überzahlungen aus Energieabschlägen basieren. 7. Passive Rechnungsabgrenzung Der passive Rechnungsabgrenzungsposten wurde als Ausgleichsposten für die im Zusammenhang mit der Finanzierung von Contracting-Anlagen durch Forfaitierung vereinnahmten Anlagenerlöse gebildet. Die passive Rechnungsabgrenzung wird linear über die jeweilige Vertragsdauer der Contracting-Verträge ergebniswirksam aufgelöst. 8. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft hat zusammen mit weiteren Gesellschaften der Imtech-Gruppe und der Commerzbank Aktiengesellschaft einen Cash Concentrating Vertrag im Juli 2011 geschlossen. Die Gesellschaft haftet mit ihren bestehenden Guthabenkonten bei der Commerzbank Aktiengesellschaft. Die zum 31. Dezember 2013 bestehenden Forderungen der Gesellschaft aus dem Cash Pool betragen EUR 23,7 Mio (i. Vj. EUR 6,8 Mio). Das Risiko der Inanspruchnahme mit einer wesentlichen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wird als gering eingestuft. Wir verweisen diesbezüglich aber auf unsere Aussagen in Abschnitt V. des Lageberichts. 9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen im Berichtsjahr für Gebäudemieten, Contracting-Anlagen, Kraftfahrzeuge und Mieten für Büromaschinen zukünftige Zahlungsverpflichtungen von TEUR 744, davon TEUR 409 in 2014. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt: Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Die Umsatzerlöse enthalten in Höhe von TEUR 1.427 Umsätze, die vorherigen Geschäftsjahren zuzurechnen sind. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 10.807 enthalten Zuschreibung zum Anlagevermögen mit TEUR 8.663 sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.488 sowie aus dem Abgang von Anlagevermögen i.H.v. TEUR 127. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 3.901. Im Wesentlichen handelt es dabei um die Verwaltungsumlage der Imtech Deutschland GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 1.482 sowie Kfz-Kosten, Versicherungs-, Miet- und Reisekosten. V. Sonstige Angaben1. Unternehmensverträge Mit der Imtech Holding GmbH, Hamburg, als herrschendes Unternehmen, wurde am 29. September 2009 rückwirkend zum 1. Januar 2009 ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Die Eintragung in das Handelsregister der Imtech Contracting GmbH erfolgte am 16. November 2009. 2. ErgebnisverwendungAufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der Imtech Holding GmbH, Hamburg, ist der Jahresüberschuss 2013 an diese Gesellschaft abzuführen. 3. Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 101 (i. Vj. 98) angestellte Mitarbeiter. 4. Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft sind bzw. waren:
Den Mitgliedern der Geschäftsführung wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt. Die Gesellschaft hat von einer Angabe der Bezüge der Geschäftsführung gemäß § 286 Abs. 4 HGB Abstand genommen. 5. Konzernzugehörigkeit Alleinige Gesellschafterin der Imtech Contracting GmbH ist die Imtech Deutschland GmbH & Co. KG, Hamburg. Die Gesellschaft ist Tochterunternehmen im Sinne des § 290 Abs. 2 HGB. Die Royal Imtech N.V., Gouda/Niederlande, ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Unternehmensregister offen gelegt. Auf Grund der Angabe des Abschlussprüferhonorars im Konzernabschluss der Royal Imtech N.V. hat die Gesellschaft auf die Angabe nach § 285 Nr. 17 HGB verzichtet.
Hamburg, 31. März 2015 Imtech Contracting GmbH Jan-C. Ebert Felix Colsman Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013I. Grundlage des UnternehmensDie Gesellschaft in Firma Imtech Contracting GmbH & Co. KG, Hamburg, wurde durch notariellen Gesellschaftsvertrag vom 21. Dezember 2004 gegründet. Am 13. Juli 2009 wurde, im Wege eines Formwechsels, die Rechtsform und damit einhergehend die Firmierung auf die Imtech Contracting GmbH geändert. Das Nominalkapital der Gesellschaft beträgt 3,5 Mio. €. Alleinige Gesellschafterin ist die Imtech Deutschland GmbH & Co. KG, Hamburg. Mit der Imtech Holding GmbH (Amtsgericht Hamburg, HRB 66162) ist am 29. September 2009 ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen worden. Die Gesellschaft unterhält eine Zweigniederlassung in Osnabrück. Schwerpunkte der unternehmerischen Aktivitäten sind die Optimierung des Primärenergieeinkaufs, das Konzipieren, Finanzieren und Errichten oder die Übernahme von Energie- und Medienversorgungsanlagen, das effiziente Betreiben der unter Vertrag stehenden Kunden- und Eigenanlagen sowie die Nutzung von Präferenzkonditionen im Rahmen der Energiesteuergesetzgebung. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft ist 2013 so schwach gewachsen wie seit dem Rezessionsjahr 2009 nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt legte preisbereinigt um 0,1 Prozent zu. 1 Beflügelt durch die niedrigen Zinsen stieg jedoch der Gesamtumsatz im deutschen Baugewerbe um 3 %. An dieser positiven Entwicklung konnte der Contracting-Markt partizipieren. Der Jahresumsatz der VfW Contracting-Mitgliedsunternehmen, welche ca. 60 % der Marktteilnehmer repräsentieren, stieg nominal um rund 6 % auf 2,31 Mrd. €. 2 "Die Contracting- Branche befindet sich weiterhin auf dem Vormarsch, allerdings mit gedämpften Wachstumsraten. Seit dem Jahr 2011 beobachtet der VfW fallende Zuwachsraten. Es gibt verschiedene Gründe für die rückläufigen Wachstumsraten. Hauptursache für die Entwicklung ist die aktuelle Rechtslage, die vielfach die Umsetzung von Energiedienstleistungen behindert."
1 Quelle: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden
Stand 01. September 2014.
2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2013 wurde insbesondere von den folgenden Schwerpunktthemen geprägt: - Neue Imtech: Unter diesem Arbeitstitel steht ein ganzes Bündel von Maßnahmen, welche die Muttergesellschaft Imtech Deutschland GmbH & Co. KG umgesetzt hat bzw. umsetzen wird, um ihre Wettbewerbsfähigkeit wieder herzustellen.
- Da die Imtech Contracting GmbH (ICO) seit Jahren ein autarkes und erfolgreiches Unternehmen ist, konzentrierten sich die Restrukturierungsmaßnahmen auf die Schwestergesellschaften, zumal die ICO nach DIN 9001, 14001 und 50001 sowie OHSAS 18001 über hervorragende Prozesse verfügt. Die Veränderungen und Aufdeckungen von auf Manipulationen beruhenden Unregelmäßigkeiten bei der Muttergesellschaft blieben jedoch nicht ohne Wirkungen auf das Tagesgeschäft der ICO. Das Management durfte sämtliche Veränderungen im Konzern aktiv begleiten und dahingehend prüfen, ob eine Einführung bei ICO sinnvoll bzw. notwendig ist. - Mitarbeiterfluktuation: Im Jahr 2013 haben 15 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. 8 Mitarbeiter konnten neu eingestellt werden. - Neues ERP-System: Die Einführung eines neuen Navision basierenden ERP-Systems erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2012. Die mit der Softwareeinführung gesteckten Ziele sind weitgehend erreicht. Insbesondere die Prozesse zur Umsetzung der "Neuen Imtech" und die Einführung des ERP-Systems beeinträchtigten sich im Geschäftsjahr aufgrund knapper Ressourcen gegenseitig. - Green-Data-Center in Sossenheim: Im Jahr 2012 hat sich bestätigt, dass das Projekt "British Telekom" im Green Campus Data Center bei ICO nachhaltig Verluste generiert. Das bei Vertragsschluss unterstellte Wachstum am Standort trat nicht ein, so dass sich das Management des Mutterkonzerns zu einem Verkauf des von der Imtech GmbH & Co. KG in 2011 erworbenen und erweiterten Data Centers entschloss. Der Verkauf konnte im Verlauf des 2014er Geschäftsjahres vollzogen werden. Die in den Vorjahren gebildete Drohverlustrückstellung sowie die Wertberichtung des Anlagevermögens wurden daher ganz bzw. in Teilen wieder zurückgenommen. 3. Lage des Unternehmens 3.1 Vermögenslage Anlagevermögen Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 wird insgesamt ein Anlagevermögen von 57,2 Mio. € ausgewiesen. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 9,3 Mio. € ist insbesondere auf die Aktivierung von Energieversorgungsanlagen im Wert vom 8,2 Mio. € (insbesondere Voith Ravensburg und Friesland Gütersloh) zurückzuführen. Die Werthaufholung beim Projekt BT hat zu einer Zuschreibung in Höhe von 8,6 Mio. € geführt. Umlaufvermögen Das Umlaufvermögen (inklusive aktive Rechnungsabgrenzungsposten) hat sich gegenüber der Vorperiode um 9,7 Mio. € erhöht, so dass zum Bilanzstichtag insgesamt ein Umlaufvermögen von 36,8 Mio. € ausgewiesen wird. Die Erhöhung ist im Wesentlichen durch den Aufbau der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 9,6 Mio. € begründet. Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Steuererstattungen sowie debitorische Kreditoren. Eigenkapital Der Eigenkapitalausweis ist gegenüber dem Vorjahr unverändert und beträgt 3,5 Mio. €. Rückstellungen Die Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum insgesamt um 6,2 Mio. € auf 15,3 Mio. € erhöht. Die Veränderung ist maßgeblich auf die Bildung der Drohverlustrückstellung für die Ablösung der Finanzierung des BT- Projektes von 4,8 Mio € sowie die Erhöhung der Rückstellung für ausstehende Kostenrechnungen um 1,6 Mio. € auf 8,0 Mio. € zurückzuführen. Von den übrigen Rückstellungen entfallen 1,8 Mio. € auf vertragliche Verpflichtungen zum Rückbau von Contracting-Anlagen sowie 0,4 Mio. € auf Personalrückstellungen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 11,6 Mio. € auf 26,9 Mio. € (i.Vj. 15,3 Mio. €) erhöht. Im Kern hat der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um +12,1 Mio. € auf 15,6 Mio. € diese Veränderungen bewirkt. Im Wesentlichen beruht der Anstieg aus der Ergebnisabführung 2013. Dagegen gingen die erhaltenen Anzahlungen und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 2,8 Mio. € bzw. 2,2 Mio. € zurück. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 7,8 Mio. € beinhalten kreditorische Debitoren in Höhe von 2,9 Mio. €, vereinnahmte Forfaitierungserlöse in Höhe von 2,1 Mio. €, kurzfr. Verbindlichkeiten gegenüber Finanzierungspartnern in Höhe von 1,8 Mio. € sowie Umsatzsteuerbeträge in Höhe von 0,8 Mio. €. Passive Rechnungsabgrenzung Der passive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für Einnahmen aus Forfaitierungen im Zusammenhang mit der Finanzierung von Contracting-Anlagen gebildet. Die passive Rechnungsabgrenzung wird linear über die jeweilige Vertragsdauer der Contracting-Verträge ratierlich ergebniswirksam aufgelöst. Zum 31. Dezember 2013 weist die Bilanz einen Wert von 48,3 Mio. € (i.Vj. 47,1 Mio. €) aus. 3.2 Finanzlage Die Gesellschaft ist finanziell in das Cash-Management-System der Imtech Deutschland GmbH & Co. KG eingebunden. Zum Jahresende beträgt die Forderung gegen den Cash Pool 23,7 Mio. € (i.Vj. 6,8 Mio. €) und ist damit um 16,9 Mio. € gestiegen. Die Verbesserung ist im Wesentlichen auf den hohen Jahresüberschuss i.H.v. 12,9 Mio. € zurückzuführen. Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente von wesentlicher Bedeutung für die Imtech Contracting GmbH wurden nicht eingesetzt. 3.3 Ertragslage Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 77,9 Mio. € und damit leicht erhöht zum Vorjahr (74,5 Mio. €). Mit rund 71,5 Mio. € (i.Vj. 68,8 Mio €) entfällt ein Großteil der Erlöse auf das Contracting Kerngeschäft während weitere 6,4 Mio. € (i.Vj. 5,0 Mio. €) mit Service/FM Dienstleistungen erwirtschaftet werden. Aufgrund langfristiger Vertragsbeziehungen sind die Umsatzerlöse relativ konstant. Aktivierte Eigenleistungen Im Geschäftsjahr wurden Anlagen im Wert von 9,5 Mio. € aktiviert. 8,3 Mio. € entfallen auf klassische Contracting-Anlagen, deren Refinanzierung über Forfaitierungsverträge gesichert wurde, und 1,2 Mio. € auf Energieeinsparmaßnahmen im Postprojekt. Materialaufwand Der Materialaufwand setzt sich im Wesentlichen aus Aufwendungen für den Energieeinkauf in Höhe von 48,7 Mio. € (i.Vj. 46,0 Mio. €) und Werkvertragsleistungen in Höhe von 15,4 Mio. € (i.Vj. 11,2 Mio. €) zusammen. Personalaufwand Der Personalaufwand betrifft mit 5,3 Mio. € Löhne und Gehälter sowie mit 1,0 Mio. € Sozialaufwendungen. Die Gesellschaft beschäftigte zum 31. Dezember 2013 insgesamt 98 Mitarbeiter (i.Vj. 106 Mitarbeiter), überwiegend an den Standorten Osnabrück, Kiel, Neubiberg und Berlin. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Belastungen des Konzerns in Höhe von 1,5 Mio. €, Aufwendungen für Mieten und Gebäude 0,3 Mio. €, Fuhrpark 0,4 Mio. €, Versicherungen 0,2 Mio. € und Kommunikationskosten 0,1 Mio. € sowie sonstige Gemeinkosten in Höhe von 1,4 Mio. € enthalten. Zinsergebnis Der Zinsüberschuss in Höhe von 0,3 Mio. € resultiert primär aus der Verzinsung der Cash-Pool Forderungen in Höhe von 0,3 Mio. € sowie Zinserträgen nach § 288 II BGB in Höhe von 0,1 Mio. €. Zinsbelastungen in Höhe von 0,1 Mio. € entstanden durch die Inanspruchnahme von Avalen. Ertragsteuern Aufgrund der steuerlichen Organschaft fallen keine Ertragsteuern bei der Imtech Contracting GmbH an. Jahresüberschuss Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von 12,9 Mio. € erwirtschaftet, wobei hierzu die Neubewertung des Data-Center-Vertrags mit 3,3 Mio. € beigetragen hat. Weitere 2,5 Mio. € entfallen auf periodenfremde Erträge aus den Jahren 2011 und 2012 des Postprojektes. Insbesondere aufgrund von langwierigen Vertragsanpassungen konnten die Schlussrechnungen erst im Laufe des 2014er Geschäftsjahres erstellt werden. Der Jahresüberschuss 2013 wird an die Imtech Holding GmbH abgeführt. 3.4 Nachtragsbericht Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind (§ 289 Abs. 2 Nr. 1 HGB) liegen nicht vor. IV. Risiko- und ChancenberichtDie Imtech Contracting GmbH weist zum Jahresende Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 23,8 Mio. € aus, welche im Wesentlichen aus dem Cash-Pooling mit der Imtech Deutschland GmbH & Co. KG resultieren. Die Bewertung des Cash-Pools erfolgt unter der Fortführungsannahme (going concern) der Imtech Deutschland GmbH & Co. KG und der Royal Imtech N.V. Die Royal Imtech N.V. konnte zuletzt im Oktober 2014 eine weitere Kapitalerhöhung um 600 Mio. € vornehmen und damit, neben dem parallelen Verkauf der ICT-Division für 255 Mio. €, die Finanzlage des Konzerns auf eine nachhaltig solide Basis stellen. Das Geschäftsmodell der ICO basiert auf langfristigen Verträgen und auf dem Vertrauen der Kunden, diese Verpflichtung einzuhalten. Sollte sich die Reputation von Imtech nicht in den nächsten Monaten bzw. Jahren verbessern, ist davon auszugehen, dass der Auftragseingang weiterhin unterhalb des notwendigen Niveaus verbleibt. Das Contracting-Geschäft ist ein ausgewiesenes Spezialistengeschäft, welches im Besonderen von dem Know how seiner Mitarbeiter lebt. Die aktuelle Situation bei Imtech hat zu der höchsten Fluktuationsrate in der Geschichte der Imtech Contracting GmbH geführt. Sollten weiterhin systemrelevante Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, werden im Neugeschäft die Projektrisiken steigen und im Altgeschäft Chancen nicht wahrgenommen bzw. Risiken verkannt, so dass die Ertragskraft des Unternehmens nachhaltig beschädigt wäre. Imtech Contracting GmbH verfügt über sehr erfahrene Mitarbeiter im Vertrieb, der Projektentwicklung, bei der Finanzierung, dem Betrieb, sowie der Optimierung von Energieanlagen und sehr vielen Aspekten der Energiewirtschaft. Gepaart mit einer hoch motivierten Belegschaft sowie den Wachstumsaussichten im Energiedienstleistungsmarkt von mindestens 4 % p.a. bis 2020 ergeben sich daraus große Chancen für die weiterhin positive Geschäftsentwicklung der ICO. V. Bestandsgefährdende RisikenDie Gesellschafterin, die Imtech Deutschland GmbH & Co. KG, Hamburg, hat in ihrem Lagebericht zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 darauf hingewiesen, dass ihr Fortbestand weiterhin von der erfolgreichen Umsetzung geplanter Maßnahmen und dem Fortbestand ihres Mutterunternehmens, der Royal Imtech N.V., Gouda, Niederlande, abhängt. Aufgrund der wirtschaftlichen und finanziellen Einbindung in den Imtech Konzern können diese bestandsgefährdenden Risiken der Konzernobergesellschaften auf die Imtech Contracting GmbH durchschlagen, so dass diese ihrerseits im Bestand gefährdet wäre. VI. PrognoseberichtZum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts zeichnet sich ab, dass der 2014er Jahresüberschuss bei ca. 6 Mio. € liegen wird. Auf Basis der bestehen- en Contracting-Verträge ist absehbar, dass die 2015er und 2016er Jahresüberschüsse angemessen positiv, aber niedriger als der 2014er Jahresüberschuss ausfallen dürften. Die sich dann anschließenden Geschäftsjahre werden maßgeblich durch den Auftragseingang in den nächsten Monaten bzw. im nächsten Jahr beinflusst.
Hamburg, 31. März 2015 Imtech Contracting GmbH Felix Colsmann Jan-C. Ebert Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Imtech Contracting GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Imtech Contracting GmbH. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen der Imtech Contracting GmbH im Lagebericht hin. Dort ist in Abschnitt V. unter "Bestandsgefährdende Risiken" ausgeführt, dass aufgrund der wirtschaftlichen und finanziellen Einbindung in den Imtech Konzern die bestandsgefährdenden Risiken der Gesellschafterin, der Imtech Deutschland GmbH & Co. KG, Hamburg, auf die Imtech Contracting GmbH durchschlagen können, sodass diese ihrerseits im Bestand gefährdet wäre.
Bremen, 31. März 2015 KPMG
AG
Schadeck, Wirtschaftsprüfer Moritz, Wirtschaftsprüferin |
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