Suss MicroTec Photomask Equipment Beteiligungs-GmbH
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HamaTech APE GmbH & Co. KGSternenfelsJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der HamaTech APE GmbH & Co. KG, Sternenfels, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen im Gesellschaftsvertrag und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung treffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist ausgeführt, dass die SÜSS MicroTec AG, Garching, als Rechtsnachfolgerin der Singulus Technologies AG, Kahl am Main, in die mit der Singulus Technologies AG, Kahl am Main, bestehende Rangrücktrittsvereinbarung eingetreten ist sowie am 4. März 2010 eine Patronatserklärung abgegeben hat. In der Patronatserklärung verpflichtet sich die SÜSS MicroTec AG, Garching, als alleinige Kommanditistin der HamaTech APE GmbH & Co. KG, Sternenfels, die Gesellschaft jederzeit mit allen erforderlichen finanziellen Mitteln auszustatten und dafür Sorge zu tragen, dass sie allen finanziellen und wirtschaftlichen Verpflichtungen und jederzeit ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Die Patronatserklärung wurde mit einer Gültigkeitsdauer bis zum 31. März 2011 erteilt. Weiterhin wird im Lagebericht ausgeführt, dass die Gesellschaft auf eine Ausweitung des Darlehens seitens des Mehrheitsgesellschafters angewiesen ist, bis der Cash-flow wieder positiv ist. Das Darlehen, das der HamaTech APE GmbH & Co. KG, Sternenfels, mit Vertrag vom 9. März 2009 mit ihrer ehemaligen Muttergesellschaft, der Singulus Technologies AG, Kahl am Main, zur Verfügung gestellt worden ist, ist mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 12. Januar 2010 mit allen daraus resultierenden Rechten, Pflichten und Ansprüchen an die neue Alleingesellschafterin, die SÜSS MicroTec AG, Garching, verkauft und übertragen worden. Der Fortbestand des Unternehmens hängt davon ab, dass die benötigte Liquidität durch die SÜSS MicroTec AG, Garching, bereitgestellt wird.
Eschborn/ Frankfurt am Main, 19. März 2010 Ernst
& Young GmbH
Müller, Wirtschaftsprüfer Winterling, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2009HamaTech APE GmbH & Co. KG, SternenfelsAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2009HamaTech APE GmbH & Co. KG, Sternenfels
Anhang zum Jahresabschluss 2009der HamaTech APE GmbH & Co. KG, SternenfelsDie HamaTech APE GmbH & Co. KG erfüllt als Personenhandelsgesellschaft die Kriterien des § 264a HGB und gehört aufgrund der Größenklassen des § 267 HGB zu den mittelgroßen Gesellschaften. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Gesellschaft bilanziert und bewertet zum 31. Dezember 2009 unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Immaterielle VermögensgegenständeImmaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Sie enthalten Software und Konzessionen, die über 3 - 5 Jahre abgeschrieben werden. SachanlagenSachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ohne Berücksichtigung von Fremdkapitalzinsen aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen werden für Zugänge bis zum 31. Dezember 2007 mit den steuerlich zulässigen Höchstbeträgen nach der degressiven Methode vorgenommen. Auf die lineare Abschreibung wird übergegangen, sobald diese zu höheren Abschreibungsbeträgen führt. Die Abschreibung erfolgt für Zugänge pro rata temporis. Die planmäßigen Abschreibungen für Zugänge nach dem 31. Dezember 2007 werden linear vorgenommen. Es werden die steuerlichen Abschreibungstabellen angewendet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit eine dauernde Wertminderung gegeben ist. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- und Herstellungskosten in Höhe von maximal 150,00 EUR netto werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter, die Anschaffungskosten von 150,00 EUR netto, aber nicht 1.000,00 EUR netto übersteigen, werden in einem jahresbezogenen Sammelposten zusammengefasst. Dieser Sammel posten wird einheitlich über fünf Jahre mit jeweils 20 Prozent abgeschrieben (Poolbewertung). FinanzanlagenAnteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. UmlaufvermögenRoh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den durchschnittlichen Einstandspreisen angesetzt. Abwertungen für Mengen- und Wertrisiken werden in ausreichendem Umfang vorgenommen. Für die Gängigkeitsabwertung ist der Zeitpunkt der letzten Entnahme maßgeblich. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit den steuerlich aktivierungspflichtigen Herstellungskosten ohne Berücksichtigung von Fremdkapitalzinsen aktiviert. Das übrige Umlaufvermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen angesetzt. ForderungenDem allgemeinen Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Für spezielle Ausfallrisiken wurden Einzelwertberichtigungen in erforderlichem Umfang gebildet. RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten sind mit den Rückzahlungsbeträgen angesetzt. WährungsumrechnungGuthaben bei Kreditinstituten sowie Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Anschaffungskurs, oder dem jeweils ungünstigeren Brief- oder Geldkurs am Bilanzstichtag bewertet. BilanzerläuterungenAnlagevermögenDie Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens sowie die Entwicklung der Anschaffungskosten und Wertberichtigungen sind im Anlagenspiegel (S.10 des Anhangs) dargestellt. (1) Immaterielle VermögensgegenständeDie Investitionen des Geschäftsjahres 2009 betreffen im Wesentlichen Lizenzen. (2) Finanzanlagen/ AnteilsbesitzDie HamaTech APE GmbH & Co. KG weist zum 31. Dezember 2009 folgende unmittelbaren Anteile an verbundenen Unternehmen aus: HamaTech USA, Inc., Austin/Texas (USA)
Umlaufvermögen(3) Vorräte
Dem Risiko der Nichtverwendbarkeit von Vorräten wird durch eine angemessene Gängigkeitsabwertung Rechnung getragen. Daneben wurden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Berichtsjahr einer Reichweitenanalyse unterzogen. Die Ermittlung der Reichweitenabwertung ist aufgrund einer Einzelbetrachtung erfolgt. (4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen einzig Forderungen gegen die Tochter HamaTech USA Inc., Austin. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Steuerforderungen in Höhe von 248 TEUR sowie geleistete Anzahlungen in Höhe von 76 TEUR. (5) Flüssige Mittel
(6) EigenkapitalZum Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 beträgt der nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Verlustanteil der Kommanditistin 5.800 TEUR. (7) Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere dem Geschäftsjahr 2009 zuzurechnende Personalkosten (101 TEUR), Risiken aus Gewährleistung und nachlaufenden Kosten (219 TEUR), empfangene Lieferungen und Leistungen, für die noch keine Eingangsrechnungen vorliegen (301 TEUR), sowie eine anfallende Abfindungszahlung (94 TEUR). (8) VerbindlichkeitenDie Restlaufzeit aller Verbindlichkeiten ist geringer als 1 Jahr. Es bestehen keine bestellten Sicherheiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern setzten sich im Wesentlichen aus einem Darlehen in Höhe von 9.917,3 TEUR zuzüglich der diesbezüglich aufgelaufenen Zinsen in Höhe von TEUR 150, dem Gewinnanteil für 2007 in Höhe von 769,2 TEUR gegenüber der Kommanditistin Singulus Technologies AG, Kahl am Main, sowie dem Lieferungs- und Leistungsverkehr zusammen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin wurden mit Darlehensvertrag vom 3. März 2009 in ein Darlehen mit Rangrücktritt umgewandelt. Die Darlehensvereinbarung endet im Falle der ordentlichen Kündigung frühestens zum 31. Dezember 2010. (9) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
(10) DevisentermingeschäfteIn fremder Währung abgeschlossene Verkaufsaufträge werden üblicherweise durch Devisentermingeschäfte gegen Kursschwankungen gesichert. Zum 31. Dezember 2009 hatte die HamaTech APE GmbH & Co. KG kein Sicherungsgeschäft. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(11) UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse betragen 9.629 TEUR und wurden in Höhe von TEUR 7.054 mit Produktionslinien und in Höhe von TEUR 2.575 mit Ersatzteil- und Serviceaufträgen erzielt. Nach geographischen Märkten gliedern sich die Umsätze wie folgt:
(12) Sonstige betriebliche Erträge
Die Erträge aus Dienstleistungen für verbundene Unternehmen betreffen die Dienstleistungen der HamaTech APE GmbH & Co. KG für Management- und Verwaltungsdienstleistungen für die Singulus Technologies AG. Bei den Erträgen aus der Inanspruchnahme von Sonstigen Rückstellungen handelt es sich um Ausgleichsposten für im laufenden Aufwand erfasste Ergebnisbelastung aus Gewährleistungen und nachlaufenden Kosten. Sie betreffen Auslieferungen aus Vorjahren, für die in den Vorjahren entsprechende Rückstellungen gebildet wurden. Im Geschäftsjahr fielen 185 TEUR als periodenfremde Erträge an, darin enthalten sind 159 TEUR aus der Auflösung von Rückstellungen und 26 TEUR aus der Ausbuchung einer Verbindlichkeit. (13) MitarbeiterDie durchschnittliche Beschäftigtenzahl setzt sich wie folgt zusammen:
(14) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Es sind keine periodenfremden Aufwendungen angefallen. (15) SteuernDas Steuerergebnis (-65 TEUR) betrifft im Wesentlichen im Ausland bezahlte Ertragsteuern in Höhe von 55 TEUR. Sonstige AngabenEintragung im HandelsregisterDie Gesellschaft wurde am 05. Oktober 2006 gegründet und am 30. Oktober 2006 unter der Nummer HRA 700527 ins Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim eingetragen. Persönlich haftende GesellschafterinHamaTech APE Beteiligungs-GmbH, Sternenfels. Das gezeichnete Kapital dieser Gesellschaft beträgt 25.000 EUR. KommanditistinDie einzige Kommanditistin mit einem Kapitalanteil von 3.000.000,00 EUR ist die HamaTech AG, Sternenfels. Mit Wirkung zum 24. Februar 2009 wurde die HamaTech AG auf die SINGULUS AG verschmolzen. Das Kommandit-Kapital der HamaTech AG geht im Rahmen der Gesamtrechtsnachfolge auf die SINGULUS AG über. Mit Vertrag vom 12. Januar 2010 wurde der Kommandit-Anteil mit Wirkung zum 1. Januar 2010 im Wege der Sonderrechtsnachfolge an die SÜSS AG verkauft und abgetreten. Die in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim eingetragene Haftsumme der Kommanditistin beträgt EUR 500.000. KonzernzugehörigkeitDie HamaTech APE GmbH & Co. KG wird zum 31. Dezember 2009 in den Konzernabschluss der SINGULUS TECHNOLOGIES AG einbezogen. Der Konzernabschluss wird in elektronischer Form dem Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht sowie nach der Einreichung im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Der Konzernabschluss ist am Sitz der SINGULUS TECHNOLOGIES AG in Kahl am Main erhältlich. GeschäftsführungDie Geschäftsführung der Gesellschaft obliegt der persönlich haftenden Gesellschafterin HamaTech APE Beteiligungs-GmbH, Sternenfels. Geschäftsführer dieser Gesellschaft sind Dr. Anton Pawlakowitsch, Frankfurt am Main, Vorstand für Technik, Forschung und Entwicklung der Singulus Technologies AG, Kahl am Main und Frau Wilma Koolen-Hermkens, Kraichtal-Gochsheim, Sprecherin der Geschäftsführung der HamaTech APE GmbH & Co. KG, Sternenfels. Sternenfels, 19. März 2010 HamaTech APE GmbH & Co. KG Wilma Koolen-Hermkens Entwicklung des Anlagevermögens 2009
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009der HamaTech APE GmbH & Co. KG, Sternenfels1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen im Kalenderjahr 2009Kennzeichnend für das Jahr 2009 waren die Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise im 4. Quartal 2008, die weitreichende Auswirkungen in allen Branchen zeigte. Folgen hiervon waren negatives Wachstum, stagnierende Investitionen, Kurzarbeit und sinkendes Konsumniveau. Das Unternehmen verzeichnete eine Reduzierung im Umsatz von Neusystemen, aber ein klares Wachstum im Umsatz von Gebrauchtanlagen und Upgrades. Die einschneidende Restrukturierung vom Herbst 2008 erwies sich somit als angemessene Vorsorgemaßnahme. Der fast konstant hohe Wert des Euro gegenüber dem USD (zwischen 1,30 bis auf 1,50) führte in unserem USD-dominierten Markt auch im Jahr 2009 zu erheblichem Preisdruck, insbesondere da alle anderen Wettbewerber außerhalb der EU produzieren. 1.2 Branchenumfeld HamaTech APEDie Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Halbleiterindustrie: Die Maschinenhersteller im Halbleitergeschäft wurden überdurchschnittlich hart getroffen. Die Top 3 dieser Industrie zeigten im Q1/09 Auftragseingänge in Höhe von 20% des Vorjahres, erst im Q4/09 kehrte sich dieser Trend viel zu spät wieder um. Im Schnitt lag der Gesamtumsatz von Maschinenherstellern bei weniger als 50% der Vergleichszahl aus 2008. Die Auslastung der existierenden Kapazität für die Produktion von Chips stieg in der zweiten Hälfte des Jahres leicht an. Die allgemeine Tendenz zur Vorsicht bei Investitionen in Kapitalgüter und stark eingeschränkte Budgets sorgten aber erst am Ende des vierten Quartals für eine Steigerung der Nachfrage. Für das Jahr 2010 wird somit ein umgekehrter Trend erwartet: Auftragseingänge werden sich schon in der 1. Jahreshälfte erholen, in der 2. Jahreshälfte werden sich sodann auch die Umsätze steigend zeigen. Die HamaTech APE GmbH & Co. KG (im Folgenden: HamaTech APE) ist als Hersteller von Sondermaschinen für die Halbleiterindustrie tätig. Die Nachfrage dieses Industriezweigs nach Investitionsgütern ist stark zyklisch. Wenngleich in 2009 mehr Anlagen verkauft wurden als in 2008, so handelte es sich hierbei weniger um hochpreisige Systeme mit "Advanced Technology", als vielmehr um kleinere Anlagen mit einem geringeren Auftragswert zur Erweiterung existierender Maschinenparks. Die Konzentration auf den Verkauf von Gebrauchtanlagen sowie von Upgrades und Serviceverträgen ermöglichte es dem Unternehmen, in einem sehr schwachen Markt den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr dennoch auf gleicher Höhe zu halten. Die HamaTech APE hat ihre Marktführerschaft weiter festigen können. Hinsichtlich der in den jeweiligen Budgets der Kunden noch verbliebenen, zu vergebenden Anlagen wurde im direkten Wettbewerb nur ein einziger Auftrag verloren. 2. Geschäftsverlauf2.1 Organisatorische und rechtliche VeränderungenMit Wirkung vom 24. Februar 2009 wurde die HamaTech AG auf ihre Obergesellschaft, die SINGULUS TECHNOLOGIES AG, verschmolzen. Ihr Vermögen und damit auch ihre Beteiligungen sind zu diesem Zeitpunkt auf die SINGULUS übergegangen, so dass die HamaTech APE zu einer direkten Tochtergesellschaft der SINGULUS TECHNOLOGIES AG wurde. Als Komplementärin fungierte weiterhin die HamaTech APE Beteiligungs-GmbH, ebenfalls eine 100% Tochter der SINGULUS TECHNOLOGIES AG. 2.2 Auftragseingang und -bestandDer Auftragseingang im Jahr 2009 betrug € 13,0 Mio. und lag damit 24% über dem Vorjahreswert von € 10,5 Mio. Der Auftragsbestand der HamaTech APE zum Ende des Berichtsjahres lag bei € 6,4 Mio.; im Vorjahr betrug der entsprechende Wert € 3,0 Mio. Aufträge für 5 Anlagen trugen dabei mit knapp 85% zum Auftragsbestand am Stichtag bei, der Rest entfiel auf Service- und Ersatzteilaufträge. 3. Umsatz und ErtragDer im Geschäftsjahr 2009 von der HamaTech APE erzielte Umsatz betrug € 9,6 Mio., wovon € 7,1 Mio. auf das Anlagengeschäft und € 2,5 Mio. auf den Bereich Service und Upgrades entfielen. Im Vorjahr hatte dieser Wert noch bei € 9,8 Mio. gelegen. Die Anzahl der verkauften und in Rechnung gestellten Systeme stieg von 5 Anlagen in 2008 auf 14 Anlagen in 2009. Das operative Ergebnis der HamaTech APE lag zum Stichtag bei € -3,1 Mio. Im Vorjahr betrug der Verlust € -5,7 Mio. Auch das Ergebnis nach Steuern beläuft sich auf € -3,1 Mio. Der vergleichbare Wert im Vorjahr betrug € -5,7 Mio. 4. BilanzDie Bilanzsumme per 31. Dezember 2009 beläuft sich auf € 13,6 Mio. Innerhalb der Aktiva entfallen davon € 0,7 Mio. auf das Anlagevermögen. Während sich die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände zum Bilanzstichtag auf € 3,1 Mio. belaufen, weist die Bilanz Vorräte in Höhe von € 3,9 Mio. auf. Auf der Seite der Aktiva wird außerdem ein nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil der Kommanditistin in Höhe von € 5,8 Mio. ausgewiesen. Demgegenüber steht eine Bilanzsumme von € 8,2 Mio. zum Stichtag des vorangegangenen Geschäftsjahres 2008. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter belaufen sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt € 11,4 Mio. Davon entfallen € 9,9 Mio. zuzüglich Zinsen in Höhe von € 0,15 Mio. auf das Gesellschafterdarlehen von der SINGULUS AG. Dies stellt gleichzeitig die wesentliche Finanzierungsquelle des Unternehmens dar. Darüber hinaus bilanzierte die Gesellschaft Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 0,9 Mio., sonstige Rückstellungen von € 0,7 Mio. sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von € 0,2 Mio. 5. InvestitionenDas Investitionsvolumen lag in 2009 mit € 0,2 Mio. unter dem Niveau vom Vorjahr (€ 0,5 Mio.). Die größte Einzelinvestition davon in Höhe von € 0,1 Mio. betraf den Erwerb von SAP Lizenzen. 6. Forschung und EntwicklungDie Aktivitäten im Bereich der Forschung und Entwicklung wurden auch im Berichtsjahr weiter bestimmt durch die fortschreitende Reduzierung der Strukturgrößen der Halbleiterchips und die daraus resultierenden Anforderungen an die Photomaskenanlagen des Unternehmens. Im Laufe des Jahres zeichnete sich klar ab, dass die technologisch führenden Firmen in den kommenden Jahren eine duale Strategie umsetzen werden: Für Strukturgrößen im Bereich 32-22 Nanometer wird weiterhin die 193i konventionelle Lithographie eingesetzt. Hierbei stellt die "Double Patterning Technology" (DPT), die von der Industrie als Übergangslösung bis zum Einsatz von EUVL erwogen wird, extrem hohe Anforderungen an die Maske. Damit ist das Thema Reinigung heutzutage sehr anspruchsvoll. Die neue Anlagengeneration MaskTrack Pro® der HamaTech APE adressiert diese Herausforderungen. Gleiches gilt für den seitens der Halbleiterindustrie angestrebten Einsatz von EUV (Extreme Ultraviolet) im Lithographieprozess für sub-22nm Technologien sowie für die Nano-Imprint Lithographie. Diese Neuentwicklungen bringen weitere Herausforderungen für die Photomaskenanlagen des Unternehmens mit sich. Die Entwicklung von neuen Technologien im Lithographiebereich wie
wurden weitergeführt. ASML, Marktführer für Lithographiemaschinen, plant erste Auslieferungen von EUVL Anlagen in Q3 und Q4 von 2010. Somit entsteht bei unseren Kunden die Notwendigkeit, auch in Photomaskenanlagen neuester Bauart zu investieren und diese zum Einsatz zu bringen. Während also auf der einen Seite die technologischen Entwicklungen den Chiphersteller zwingen, in Anlagen zu investieren, die diese neue Technologie ermöglichen, besteht andererseits auch die wirtschaftliche Notwendigkeit, die Lithographieanlagen zur höchstmöglichen Ausbeute zu bringen. Hierdurch hat sich ein komplett neues Bild von der Maske ergeben: ehemals ein einfaches Gebrauchsgut, avanciert die Maske derzeit nach Meinung der Industrie zu einem der wichtigsten Hindernisse oder aber Türöffner für neue Technologien. An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass sich die Investition in einen Lithographie-Scanner von ca. € 15 Mio. in 2006 (65nm) über € 25 Mio. in 2008 (45nm), € 35 Mio. (32nm) für 193i optische Lithographie bis hin zu ca. € 90 Mio. für EUVL bewegen wird. Eine identische Entwicklung gilt für die Metrologie. Derart teure Maschinen müssen zu jeder Zeit die höchstmögliche Ausbeute erzeugen, und damit muss die Maske zuverlässig und dauerhaft perfekte Abbildungen auf dem Wafer ermöglichen. Ihre Defektfreiheit beim Einsatz in allen Technologien ist mehr denn je absolut essentiell. Die im Sommer 2009 am Markt präsentierte MaskTrack Pro ist ein flexibles modulares System, das nicht nur für die einzelnen Technologien eingesetzt, sondern in der R&D und Pilotphase der Kunden auch als hybride Anlage für sogar zwei Lithographiebereiche verwendet werden kann. Im Dezember 2009 erfolgte die Auslieferung der ersten MaskTrack Pro: Die Maschine wurde erfolgreich installiert bei IMEC, einem führenden Institut in Leuven, Belgien, und dient zur gemeinsamen Entwicklung von Standardprozessen für die erwähnten Technologien. Das Unternehmen hat damit die Möglichkeit, sich weiter gegenüber der Konkurrenz zu differenzieren und die Geschwindigkeit des technologischen Fortschritts mit zu bestimmen. Von besonderer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die enge Kooperation mit ASML sowie namhaften Partnern von IMEC wie Intel, TSMC, Samsung und Hynix, mit denen so gemeinsam die künftigen EUV Technologien entwickelt werden. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es der HamaTech APE, die Anforderungen der Reinigung von morgen bereits heute, und damit deutlich vor dem Wettbewerb, zu identifizieren und in ihren Produkten zu adressieren. Ebenso wirkt der etablierte Name von IMEC vertrauensbildend auf andere Kunden. Dieses Projekt und andere Ergebnisse mit führenden Kunden haben die Wettbewerbsposition der Gesellschaft nochmals deutlich verbessert. Für Nano-Imprint Lithographie wurde ein ähnliches Konzept erarbeitet. Das Unternehmen erhielt einen Auftrag seitens DNP für die erste MaskTrack Pro Terapure. DNP Japan ist der Partner, mit dem die Reinigungsprozesse für Nano-Imprint Masken gemeinsam entwickelt werden. Die Anlage wurde im Februar 2010 ausgeliefert. 7. MitarbeiterDie HamaTech APE beschäftigte zum Bilanzstichtag in Sternenfels 60 Mitarbeiter, zum 31. Dezember 2008 waren es 75 Mitarbeiter. 8. RisikomanagementDie HamaTech APE ist aufgrund ihrer weltweiten Aktivitäten, den schnellen Veränderungen im Unternehmensumfeld in den Bereichen Technologie, Markt und Wettbewerb naturgemäß einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Die Risikopolitik zielt darauf ab, vorhandene Chancen optimal zu nutzen und die mit unserer Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken nur einzugehen, wenn damit ein entsprechender Mehrwert geschaffen werden kann. Daher ist das Risikomanagement integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und unternehmerischen Entscheidungen. Ein wirkungsvolles Risikomanagement leistet einen entscheidenden Beitrag bei der Erarbeitung von Wettbewerbsvorteilen und hilft darüber hinaus, bestandsgefährdende Situationen rechtzeitig zu erkennen, um geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Zahlreiche Maßnahmen zur Minimierung von Risiken sind bereits umgesetzt. Besonders im Fokus der Beobachtung stehen hierbei für die Gesellschaft Risiken, die charakteristisch für den Technologiesektor sind: Geschäfts- und AbsatzrisikenDie weltweiten Märkte für unsere Produkte sind durch einen harten Wettbewerb geprägt. Dies gilt für Preise, Produkt- und Dienstleistungsqualität, die Entwicklungs- und Markteinführungszeiten sowie den Service. Dabei muss sich die HamaTech APE gegen Wettbewerber mit attraktiven Preiskonditionen behaupten. Der relativ starke Euro zwingt zu ständiger Beobachtung eines optimierten Marktpreises und demzufolge auch zur kontinuierlichen Reduzierung der Herstellkosten. Zudem besteht die Gefahr von Markt- oder Wachstumseinbrüchen. Der fortwährend steigenden Wettbewerbsintensität begegnet die Gesellschaft durch innovative Neuentwicklungen und mit stringentem Kostenmanagement, um die Marktposition nicht nur zu verteidigen, sondern mittelfristig weiter auszubauen. LänderrisikenDie HamaTech APE vertreibt ihre Produkte in verschiedenste Regionen der Welt. Sobald diese Risiken in einzelnen Ländern, sei es durch wirtschaftliche Entwicklungen oder aber aus politischen Beweggründen heraus, tatsächlich eintreten, hat dies unmittelbaren Einfluss auf den Absatz der Gesellschaft. Das Unternehmen arbeitet daran, die Kunden- und damit die Marktbasis ständig zu erweitern, so dass die Abhängigkeit von einzelnen Märkten bzw. Ländern innerhalb gewisser Grenzen verbleibt. Auch die ständige Konsolidierung innerhalb des Marktes erfordert eine solche Strategie. Technologie- und EntwicklungsrisikenDer Markt für die Produkte der Gruppe zeichnet sich durch einen schnellen Technologiewandel, sich ändernde Bedürfnisse der Kunden, die fortlaufende Einführung neuer Produkte, sich ständig neu entwickelnde Produktstandards sowie kurze Produktlebenszyklen aus. Bestimmender Faktor für diese Markteigenschaften ist der Zwang zur fortlaufenden Kostenreduzierung des Chips als Endprodukt der Halbleiterindustrie. Durch die Einführung neuer Produkte seitens des Unternehmens oder seiner Wettbewerber sowie durch neue Produktstandards können bestehende Produkte veralten und unverkäuflich werden. Der zukünftige Erfolg der Gesellschaft wird von der Fähigkeit bestimmt sein, rechtzeitig und kontinuierlich neue und verbesserte Produkte zu entwickeln und im Markt einzuführen, mit den technologischen Entwicklungen Schritt zu halten, neuen Produktstandards zu entsprechen sowie den ständig wachsenden Anforderungen der Kunden gerecht zu werden. Die organisatorischen Strukturen zielen darauf ab, technologische und produktbezogene Entwicklungen frühzeitig wahrzunehmen. Die HamaTech APE hat ihre interne Organisation darauf eingerichtet. Ca. 20% der Mitarbeiter sind involviert in Technologie- oder Produktentwicklung. Gleichzeitig ist ein sehr intensiver Kontakt mit den technologisch führenden Halbleiterfirmen eins der wichtigsten Elemente für den Beibehalt der Marktführerposition. Die Erweiterung der Service-Verträge mit z.B. Intel, IBM und TSMC bietet - neben einem konstanten Umsatzfaktor - diese Möglichkeit, ständig mit den Kunden in Kontakt zu bleiben. Im Jahr 2009 wurden ca. 10% des Umsatzes allein über Serviceverträge erzielt. Im Schnitt wurden zum Jahresende mit allen Kunden Verträge für 2010 vereinbart. Der Umsatz in dieser Sparte wird in 2010 um ca. 30% höher liegen als im Berichtsjahr. Über 30% der Mitarbeiter der HamaTech APE sind im Kundendienst oder kundennahen Bereichen beschäftigt. Finanzwirtschaftliches RisikomanagementDie HamaTech APE ist als international operierendes Unternehmen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit insbesondere Währungs- und Preisänderungsrisiken ausgesetzt. Ein wesentliches Ziel der Unternehmenspolitik ist die Begrenzung solcher Risiken durch ein systematisches Risikomanagement. Dies bedeutet nicht den völligen Ausschluss finanzwirtschaftlicher Risiken, sondern deren Steuerung innerhalb vorgegebener Limits, um für das Unternehmen negative Cashflow- und Ergebnisschwankungen weitgehend einzudämmen, ohne auf die Chancen aus positiven Marktentwicklungen völlig zu verzichten. Zur Reduzierung dieser Risiken werden Sicherungsgeschäfte abgeschlossen, wobei auch derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden. Hierbei kommen vor allem Devisentermingeschäfte zum Einsatz. Derivative Finanzinstrumente dürfen nicht für spekulative Zwecke eingesetzt werden, sondern dienen ausschließlich der Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft. Geschäfte mit Kunden, deren Bonität als risikobehaftet eingeschätzt wird, sichert das Unternehmen über Akkreditive und Vorkasse ab. In Bezug auf die oben dargestellten negativen Währungsentwicklungen ist HamaTech APE nur sehr eingeschränkt in der Lage, eine Währungsabsicherung vorzunehmen. Ca. 70 Prozent der Umsätze werden in Euro fakturiert, der Rest wird in US-Dollar abgewickelt, entsprechende Währungssicherungen werden hier vorgenommen. FinanzierungsrisikenAm 3. März 2009 wurde zwischen der HamaTech APE (Darlehensnehmer) und der Singulus Technologies AG, Kahl am Main, (Darlehensgeber) ein Darlehensvertrag geschlossen. Dabei stellt der Darlehensgeber dem Darlehensnehmer eine Kreditlinie von € 11,0 Mio. zur Verfügung. Die Kreditlinie ist zum 31. Dezember 2009 in Höhe von € 9,9 Mio. (zuzüglich darauf entfallende Zinsen in Höhe von € 0,15 Mio.) in Anspruch genommen. Die Kreditlinie endet zum 31. Dezember 2010, verlängert sich jedoch um ein weiteres Jahr, wenn nicht eine der Parteien bis spätestens 30 Tage vor Ende des Kalenderjahres diesen Darlehensvertrag kündigt. Die Singulus Technologies AG, Kahl am Main, kann den Darlehensvertrag außerordentlich kündigen, wenn sie nicht mehr sämtliche Gesellschaftsanteile an der HamaTech APE unmittelbar oder mittelbar hält. Verbunden mit dieser Darlehensvereinbarung ist eine Rangrücktrittsvereinbarung, wonach die Singulus Technologies AG, Kahl am Main, mit ihren Forderungen aus dem Darlehensvertrag zur Verhinderung einer Überschuldung der HamaTech APE hinter sämtlichen Forderungen aller gegenwärtiger und zukünftiger anderer Gläubiger der HamaTech APE im Rang hinter die Forderungen im Sinne des § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO zurücktritt. Die HamaTech APE ist zum Geschäftsjahresende bilanziell überschuldet. Die Rechtsfolgen einer möglichen Überschuldung im Sinne von § 19 InsO liegen jedoch nicht vor, da die Süss MicroTec AG, Garching, mit Vertrag vom 12. Januar 2010 als Rechtsnachfolgerin der SINGULUS TECHNOLOGIES AG, Kahl am Main, in die mit der SINGULUS AG bestehende Rangrücktrittsvereinbarung eingetreten ist. Danach tritt die SÜSS MicroTec AG mit ihren Forderungen aus dem Darlehensvertrag zur Verhinderung einer Überschuldung der HamaTech APE hinter sämtlichen Forderungen aller gegenwärtiger und zukünftiger anderer Gläubiger der HamaTech APE im Rang hinter die Forderungen im Sinne des § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO zurück. Ungeachtet dessen besteht jedoch das Risiko, dass die Liquidität gefährdet ist, wenn die SÜSS MicroTec AG, Garching, vom Kündigungsrecht der Darlehensvereinbarung zum 31. Dezember 2010 Gebrauch macht und sofern die benötigte Liquidität durch die SÜSS MicroTec AG, Garching, nicht bereitgestellt wird. Weiterhin hat die SÜSS MicroTec AG, Garching, gegenüber der Gesellschaft am 4. März 2010 eine Patronatserklärung abgegeben. In dieser Patronatserklärung wird ausgeführt, die Tochter bis zum 31. März 2011 finanziell so auszustatten, dass diese ihren Verbindlichkeiten gegenüber allen Gläubigern nachkommen kann. Wir verweisen auf die Ausführungen unter 9. zum Nachtragsbericht / Ereignisse nach dem Bilanzstichtag "Übernahme der HamaTech APE durch die Süss MicroTec AG". Wir gehen davon aus, dass die HamaTech APE weiterhin ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Allerdings ist die Gesellschaft auf eine Ausweitung des Darlehens seitens des Mehrheitsgesellschafters angewiesen bis der Cash-flow wieder positiv ist (voraussichtlich im 2. Quartal 2010). Versicherte RisikenDem Risiko von Sachschäden durch Katastrophen, Unglücke oder ähnliche Ereignisse wird im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten durch den Abschluss von Versicherungen begegnet. Ebenso bestehen Versicherungen zur Absicherung von Produkt- und anderen Haftpflichtschäden. Gleichwohl lassen sich nicht alle Risiken des Geschäftsbetriebs durch Versicherungen absichern. Chancen der zukünftigen EntwicklungDie HamaTech APE wird seit vielen Jahren als kompetenter Partner seitens der großen Halbleiterhersteller wahrgenommen. Die Anforderungen an Anlagen und Prozesse werden weiter wachsen. Die Gesellschaft versteht dies als Chance, sich noch mehr als bisher durch technologische Innovationen und Fortschritt gegenüber den Konkurrenten zu differenzieren und damit die heute bereits starke Marktposition noch weiter auszubauen. 9. Nachtragsbericht / Ereignisse nach dem BilanzstichtagÜbernahme der HamaTech APE durch die Süss MicroTec AGBereits im Jahr 2008 hat die SINGULUS TECHNOLOGIES AG mitgeteilt, ihre Wachstumsstrategie auf die Bereiche:
konzentrieren zu wollen. Gleichzeitig wurde veröffentlicht, dass man sich von anderen Aktivitäten als diesen trennen wolle. In der Folge wurde der Prozess zur Veräußerung der HamaTech APE vorbereitet. Anfang 2009 erfolgte eine Due Diligence. Der Kaufinteressent war jedoch aufgrund von Liquiditätsproblemen, verursacht durch die besonders angespannte Lage im Markt der Halbleiterindustrie, nicht in der Lage, die Akquisition durchzuführen. Während der mit dem ersten Kaufinteressenten vereinbarten Sperrzeit kontaktierte Süss MicroTec im Frühjahr 2009 die SINGULUS TECHNOLOGIES AG und erklärte Interesse an einer Übernahme der HamaTech APE. Im September 2009 vereinbarten die Parteien, diese Option zu prüfen und eröffneten die Due Diligence. Am Ende des Geschäftsjahres wurde eine weitreichende Absichtserklärung (Term Sheet) unterzeichnet. Diese Entwicklung wurde von der Geschäftsführung begrüßt. Süss MicroTec hatte die Absicht erklärt, Sternenfels zu deren Kompetenzzentrum für Substratintegrität (Substrate Integrity) machen zu wollen, ihre wachsende, eigene Produktion von Vaihingen nach Sternenfels umzuziehen und somit nicht nur den Erhalt, sondern die weitere Expansion von Forschung und Entwicklung, Konstruktion und Produktion in Sternenfels zu fördern. Während der vollumfänglichen Due Diligence stellte sich heraus, dass es kaum Überschneidungsbereiche gab. Im Gegenteil: sowohl hinsichtlich Niederlassungen als auch im Produktportfolio würden sich die Unternehmen ergänzen. Darüber hinaus ist die Süss MicroTec aufgrund ihrer Historie mit der Halbleiterindustrie verwachsen, was viele positive Synergieeffekte erwarten ließ. Während Süss traditionell die Technologie- und Marktführerschaft in den von ihnen bedienten Bereichen im Halbleiter Back-End hat, besetzt HamaTech APE dieselbe Position im Photomasken-bereich (Halbleiter Front-End). Im Januar 2010 wurde der Kaufvertrag unterzeichnet, der Abschluss wurde am 15. Februar 2010 vollzogen. Dies ist der Beginn einer neuen Ära für das Unternehmen. Der der Akquisition folgende Integrationsprozess wird sorgfältig überwacht und gesteuert, um Störungen in diesem Jahr von Markterholung und -wachstum möglichst zu vermeiden. Mit einer Wachstumsprognose von 50% gegenüber 2009 sind alle grundlegenden Voraussetzungen für Expansion und Weiterentwicklung gegeben. 10. AusblickFür das Geschäftsjahr 2010 wird von einer Belebung der Nachfrage nach Photomas-kenanlagen ausgegangen. Generell wird im Halbleitergeschäft von allen Großkunden (Intel, Samsung, TSMC, Micron, Infineon) einen Aufwärtstrend vorausgesagt, sowohl im Sinne der Anzahl der produzierten Chips als auch von den Investitionen in Kapazitätserweiterung und in neue Technologien. Der Schwerpunkt der geschäftlichen Aktivitäten in den nächsten beiden Geschäftsjahren wird deshalb in der Sicherung der Marktposition und der Aufträge für MaskTrack und MaskTrack Pro, sowie im weiteren Ausbau des Servicegeschäftes liegen. Auf Basis des vorhandenen Auftragsbestands zum Bilanzstichtag in Verbindung mit den heutigen Kenntnissen des Marktes sind wir zuversichtlich, für das Geschäftsjahr 2010 ein Umsatzwachstum von bis zu 50% sowie ein positives Ergebnis zu erreichen: letzteres erklärt sich daraus, dass keine extra Investitionen geplant sind und keine wesentliche Erweiterung des Personalbestandes für 2010 geplant sind. Für 2011 ist eine weitere Umsatzsteigerung auf ca. 23.100 T€ geplant, wobei auch das Ergebnis sich demzufolge im positiven Sinne entwickeln wird.
Sternenfels, den 19. März 2010 HamaTech APE GmbH & Co. KG Wilma Koolen-Hermkens |
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