Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 21017
Vorher
UKM Fahrzeugteile GmbH
Eingetragen
23.11.2004
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörGroßhandel mit Werkzeugmaschinen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung, Handel und Vertrieb von Bauteilen aus metallischen Werkstoffen, insbesondere für die Kraftfahrzeugindustrie; gewerbsmäßige Überlassung von Arbeitnehmern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Anke Schneider
seit 9.9.2025
Prokura
Falk Kurze
seit 24.3.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
CMP GOF II Holding S.à.r.l.LUX
94.90%
CMP German Opportunity Fund II (SCA) SICARLUX
5.10%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
UKM Holding GmbH
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

UKM technologies GmbH

Meißen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

BILANZ zum 30. September 2023

AKTIVA

Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.715,00 21
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.705.428,06 13.455
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.444.694,03 6.443
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 842.689,00 1.077
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 161.762,80 750
19.154.573,89 (21.725)
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 614.580,81 640
2 GmbH-Anteile 5.000,00 5
619.580,81 (645)
19.788.869,70 (22.391)
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.166.734,38 3.272
2. Unfertige Erzeugnisse 2.269.306,11 3.586
3. Fertige Erzeugnisse 2.494.913,89 1.616
8.930.954,38 (8.474)
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.858.212,99 3.987
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.611.325,54 1.198
3. Forderungen gegen Gesellschafter 185.306,76 267
4. Sonstige Vermögensgegenstände 546.445,80 337
4.201.291,09 (5.789)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 115.780,86 3
13.248.026,33 (14.266)
C. Rechnungsabgrenzungsposten 46.976,00 32
33.083.872,03 36.689

PASSIVA

Vorjahr
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500
II. Kapitalrücklage 15.000.000,00 15.000
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 3.505.570,54 3.506
IV. Bilanzverlust -16.681.772,43 -16.526
2.323.798,11 (2.480)
B. Nachrangkapital
Nachrangdarlehen von verbundenen Unternehmen 14.604.637,35 14.536
C. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 2.355.006,14 2.370
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.026.198,68 9.122
2. Verbindlichkeiten aus Mietkäufen 279.108,21 1.062
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.001.027,19 4.302
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.619.716,69 1.703
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 308
6. Sonstige Verbindlichkeiten 874.379,66 666
davon 13.800.430,43 (17.163)
- aus Steuern: € 88.929,13 (Vorjahr: T€ 91)
- im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 956,25 (Vorjahr: T€ 6)
E. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 140
33.083.872,03 36.689

GEWINN - UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023

Vorjahr
T€
1. Umsatzerlöse 54.892.012,38 52.006
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -462.913,71 1.071
3. Sonstige betriebliche Erträge 510.066,03 2.753
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -26.927.467,91 -27.684
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -8.968.179,89 -8.370
-35.895.647,80 (-36.054)
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -10.097.134,46 -9.416
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung -2.000.351,85 -1.899
-12.097.486,31 (-11.315)
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.114.335,17 -3.670
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 -991
-3.114.335,17 (-4.661)
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.600.442,01 -3.518
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1.385.798,00 114
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.558,84 71
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 6.818,16 (Vorjahr: T€ 69)
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 -800
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -730.137,14 -522
- davon an verbundene Unternehmen: € 81.632,28 (Vorjahr: T€ 86)
12. Ergebnis nach Steuern -105.526,89 -855
13. Sonstige Steuern -50.119,40 -46
14. Jahresfehlbetrag -155.646,29 -901
15. Verlustvortrag -16.526.126,14 -15.625
16. Bilanzverlust -16.681.772,43 -16.526

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

I. Allgemeines

Die UKM technologies GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Sie ist beim Amtsgericht in Dresden unter der Handelsregisternummer HRB 21017 angemeldet.

Der Jahresabschluss der UKM technologies GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) gemäß § 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt und umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang. Ergänzend werden die Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) beachtet.

Die Geschäftsführung geht auf Basis der aktuellen Unternehmensplanung von einer positiven Fortführungsprognose für die Gesellschaft aus. Der Jahresabschluss wurde daher unverändert unter Beachtung des Grundsatzes der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Die Wertansätze der Schlussbilanz zum 30. September 2022 wurden unverändert vorgetragen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens angewendet.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Die Immateriellen Vermögensgegenstände werden mit Anschaffungskosten aktiviert und im Wesentlichen über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 36 Monaten linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder Herstellungskosten vermindert um Investitionszuschüsse und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden grundsätzlich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bemessen und linear pro rata temporis vorgenommen. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt der Ansatz mit dem um außerplanmäßige Abschreibungen verminderten Wert. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von über € 250,00 bis € 1.000,00 werden in einem Sammelposten zusammengefasst und im Jahr des Zugangs und in den folgenden vier Jahren abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen ist grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet.

Für nicht als Beteiligungen auszuweisende Geschäftsanteile an einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung wurde unter den Finanzanlagen ein gesonderter Bilanzposten eingefügt.

Umlaufvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bzw. in Gruppen mit dem gewogenen Durchschnittswert unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Für nicht gängige Rohstoffe wird eine Abwertung vorgenommen.

Die Bewertung der Fertigen und Unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten auf Basis einer Zuschlagskalkulation. Für die Unfertigen Erzeugnisse wird hierbei ein durchschnittlicher Fertigungsgrad zu Grunde gelegt. Die angesetzten Herstellungskosten enthalten die Fertigungs- und Materialeinzelkosten, die Sonderkosten der Fertigung, ferner angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Von dem Wahlrecht angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung einzubeziehen wird Gebrauch gemacht. Fremdkapitalzinsen werden bei der Ermittlung der Herstellungskosten nicht mit einbezogen. Für Posten mit verminderter Marktgängigkeit und zur verlustfreien Bewertung erfolgen Abwertungen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Aus Vorsichtsgründen wird auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von 1% vorgenommen.

Die Bilanzierung des Kassenbestands und des Guthabens bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennbetrag.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Bilanzierung des Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt nach den Bestimmungen des § 250 HGB.

Latente Steuern

Aufgrund bestehender Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen sowie steuerlicher Verlustvorträge, sind für die sich daraus insgesamt ergebenden Steuerbelastungen passive latente Steuern und für sich daraus insgesamt ergebende Steuerentlastungen aktive latente Steuern gemäß § 274 HGB zu berücksichtigen. Die sich ergebenden Steuerbe- und Steuerentlastungen werden dabei saldiert betrachtet (Gesamtdifferenzenbetrachtung). Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird das Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht ausgeübt.

Sofern sich Differenzen in den Wertansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz der Umformtechnik Radebeul GmbH, zu welcher die UKM technologies GmbH in einem ertragsteuerlichen Organschaftsverhältnis steht, ergeben, werden diese für Zwecke der Ermittlung der latenten Steuern auf Ebene der UKM technologies GmbH als Organträgerin berücksichtigt. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem typisierten Steuersatz für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag sowie für Gewerbesteuer in Höhe von rd. 30%.

Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital der Gesellschaft ist zum Nennbetrag bilanziert.

Nachrangkapital

Ein als Nachrangkapital von einem verbundenen Unternehmen gewährtes Darlehen wird gemäß § 265 Abs. 5 HGB in einem gesonderten Posten ausgewiesen.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden, soweit es sich nicht um Altersversorgungsverpflichtungen handelt, die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben werden. Für Gewährleistungen wird eine pauschale Rückstellung in Höhe von 0,5 Prozent (Vorjahr: 1,0 Prozent) des risikobehafteten Umsatzes gebildet.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlagenspiegel in einer Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

Aufgrund im Geschäftsjahr neu abgeschlossener Finanzierungsvereinbarungen sind die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Ohne diese Finanzierungsvereinbarungen wären die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 1.692 höher zu bilanzieren.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 198 (Vorjahr: T€ 688) enthalten.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten antizipative Forderungen aus dem Anspruch auf Erstattungen nach dem StromStG bzw. EnergieStG in Höhe von insgesamt T€ 144. Diese haben sich insbesondere aufgrund neu abgeschlossener Finanzierungsvereinbarungen für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 306 gegen das finanzierende Kreditinstitut erhöht.

Zum 30.9.2023 resultieren aktive latente Steuern aus steuerlich abweichenden Bewertungen von Sachanlagevermögen sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Auf den Ansatz von aktiven latenten Steuern wurde verzichtet.

In dem zum 30.9.2023 ausgewiesenen Bilanzverlust in Höhe von T€ -16.682 ist ein Verlustvortrag in Höhe von T€ -16.526 enthalten.

Die Nachrangdarlehen von verbundenen Unternehmen und darauf entfallende, passivierte Zinsen haben eine Restlaufzeit bis spätestens zum 31.12.2024, keinesfalls jedoch vor vollständiger und endgültiger Befriedigung der Vorrangdarlehen (30.6.2025).

Die Sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Gewährleistungen und Garantien, Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern sowie ausstehende Rechnungen.

Die Restlaufzeiten der in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten zeigt folgender Verbindlichkeitenspiegel:

Gesamtbetrag 30.9.2023 bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr
T€ T€ T€
Verbindlichkeiten
- gegenüber Kreditinstituten 7.026 6.089 937
(Vorjahr) (9.122) (6.834) (2.288)
- aus Mietkäufen 279 245 34
(Vorjahr) (1.062) (783) (279)
- aus Lieferungen und Leistungen 4.001 4.001 0
(Vorjahr) (4.302) (4.302) (0)
- gegenüber verbundenen Unternehmen 1.620 1.620 0
(Vorjahr) (1.703) (1.703) (0)
- gegenüber Gesellschaftern 0 0 0
(Vorjahr) (308) (308) (0)
- Sonstige 874 874 0
(Vorjahr) (666) (666) (0)
Summe 13.800 12.829 971
(Vorjahr) (17.163) (14.596) (2.567)

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Vereinbarungen zur (Raum-) Sicherungsübereignung von Vorräten und Maschinen sowie zur Globalzession von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Zum Bilanzstichtag valutieren die damit besicherten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit T€ 4.839.

Die Verbindlichkeiten aus Mietkäufen sind durch Eigentumsvorbehalte bzw. Sicherungsübereignung der finanzierten Anlagen und Maschinen besichert.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen Eigentumsvorbehalte entsprechend branchenüblicher Usancen.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen T€ 675 (Vorjahr: T€ 1.011) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die erzielten Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

Berichtsjahr Vorjahr
T€ % T€ %
Inland 26.614 48,5 24.859 47,8
EG-Ausland 17.739 32.3 19.732 37,9
Sonstiges Ausland 10.539 19,2 7.415 14,3
54.892 100,0 52.006 100,0

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 315.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen für Leiharbeitnehmer in Höhe von T€ 2.527 sowie die Umlage an die Gesellschafterin und verbundene Unternehmen in Höhe von insgesamt T€ 691.

V. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen, zahlbar in 2023 bis 2026, in Höhe von T€ 281. Darüber hinaus besteht eine mögliche Verpflichtung zur Rückabnahme von an Kreditinstitute abgetretene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 2.293 aus einem unechten Pensionsgeschäft.

2. Anzahl der Beschäftigten

Im Berichtsjahr waren in der Gesellschaft durchschnittlich 230 Arbeitnehmer (Vorjahr: 232) und 22 Auszubildende (Vorjahr: 23) beschäftigt.

3. Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr bzw. bis zum Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses an:

Herr Dr. Frank Boshoff, Geschäftsführer/CEO

Herr Falk Kurze, Geschäftsführer/CFO

Die Geschäftsführung erhielt im Geschäftsjahr keine Bezüge von der Gesellschaft.

4. Beteiligungen

Die Gesellschaft hält an folgender Gesellschaft eine Beteiligung i.S.d. § 271 HGB:

Gesellschaft Beteiligungsquote Beteiligungsbuchwert Eigenkapital Jahresergebnis
% T€ T€ T€
Umformtechnik Radebeul GmbH, Radebeul 100 615 1.816 0 *

* Nach Übernahme Gewinn in Höhe von T€ 1.386

5. Konzernzugehörigkeit

Die UKM technologies GmbH gehört zum Konzernkreis der UKM Holding GmbH, Meißen, die zum 30.09.2023 als Mutterunternehmen einen befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach § 290 HGB für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt und im Unternehmensregister veröffentlicht. Die UKM technologies GmbH ist somit nach § 291 HGB von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts befreit.

 

Meißen, 8. März 2024

Die Geschäftsführung

gez. Dr. Frank Boshoff

gez. Falk Kurze

Entwicklung des Anlagevermögens zum 30. September 2023

(Anlagenspiegel)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.10.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge 30.9.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.787.868,68 9.638,48 0,00 0,00 1.797.507,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.077.193,78 0,00 0,00 0,00 26.077.193,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 70.505.117,35 277.893,80 749.649,26 0,00 71.532.660,41
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.075.920,95 87.666,63 0,00 -23.713,00 11.139.874,58
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 749.649,26 161.762,80 -749.649,26 0,00 161.762,80
108.407.881,34 527.323,23 0,00 -23.713,00 108.911.491,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 639.580,81 0,00 0,00 -25.000,00 614.580,81
2. GmbH-Anteile 5.000,00 0,00 0,00 0,00 5.000,00
644.580,81 0,00 0,00 -25.000,00 619.580,81
110.840.330,83 536.961,71 0,00 -48.713,00 111.328.579,54
Kumulierte Abschreibungen
1.10.2022 Zugänge Abgänge 30.9.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.766.839,68 15.952,48 0,00 1.782.792,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.621.731,72 750.034,00 0,00 13.371.765,72
2. Technische Anlagen und Maschinen 64.061.785,32 2.026.181,06 0,00 66.087.966,38
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.998.729,95 322.167,63 -23.712,00 10.297.185,58
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
86.682.246,99 3.098.382,69 -23.712,00 89.756.917,68
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. GmbH-Anteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
88.449.086,67 3.114.335,17 -23.712,00 91.539.709,84
Buchwerte
30.9.2023 30.9.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.715,00 21.029,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.705.428,06 13.455.462,06
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.444.694,03 6.443.332,03
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 842.689,00 1.077.191,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 161.762,80 749.649,26
19.154.573,89 21.725.634,35
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 614.580,81 639.580,81
2. GmbH-Anteile 5.000,00 5.000,00
619.580,81 644.580,81
19.788.869,70 22.391.244,16

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2022/2023

der UKM technologies GmbH

1. Grundlagen der UKM technologies GmbH

1.1. Geschäftstätigkeit

Die UKM technologies GmbH (UKM) fertigt und montiert am Standort Reinsberg eine große Bandbreite unterschiedlicher Bauteile für die Automobilindustrie. Das Spektrum reicht von Motorenbauteilen und Teilen zu dessen Leistungssteigerung, über Einspritzpumpen, über Komponenten für Starter & Generatoren bis hin zu Baugruppen für Ventilantriebe. Die Herstellung durchläuft dabei zahlreiche Fertigungsschritte, von der Kaltumformung bis hin zur Präzisionsbearbeitung an Dreh-, Fräs- und Schleifmaschinen. Dabei erfolgt die Produktion der hochpräzisen Bauteile mit hoher Fertigungstiefe nach Vorgabe unserer Kunden in hoher Qualität und Stückzahl. Das Produktportfolio umfasst derzeit u. a. Nockenwellen, Kolbenbolzen, Turboladerwellen und Ventilantriebe als Schwerpunktprodukte. Außerdem übernimmt die UKM technologies GmbH die Präzisionsbearbeitung von Motorradteilen, welche bei der Tochtergesellschaft Umformtechnik Radebeul GmbH geschmiedet werden.

1.2. Forschung und Entwicklung

Die UKM technologies GmbH bereitet die Einführung neuer und optimierter Produkte und Produktionsverfahren vor. Die Entwicklung wird sowohl im Haus als auch durch die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen vorangebracht. Unter anderem arbeitet die UKM technologies GmbH eng mit verschiedenen universitären Einrichtungen zusammen, um neue, innovative Fertigungsprozesse und den Einsatz alternativer Materialien zu entwickeln.

Das Verbundprojekt FED-X-PRO wurde bewilligt. Gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut in Dresden und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden sowie mehreren Projektpartnern aus den Bereichen IT, Maschinentechnik und Zerspanungswerkzeuge wird an der Entwicklung von Modellen zur Datensammlung in der Produktion gearbeitet. Dies beinhaltet die Befähigung, Daten aus unterschiedlichsten, die Bearbeitung von Bauteilen beeinflussenden Systemen, zu generieren und der europäischen Cloudlösung GAIA-X zur Auswertung in Echtzeit bereitzustellen. Diese Datenbasis legt den Grundstein, Einflüsse auf Prozesse systematisch erfass- und auswertbar zu machen. Damit wird es in Zukunft möglich werden, effizienter Prozesse zu optimieren, Bearbeitungszeiten, Werkzeug- und Energieeinsatz zu reduzieren.

Ein weiteres wichtiges Entwicklungsprojekt wurde in Zusammenarbeit mit einem Kunden gestartet. UKM entwickelt den Fertigungsprozess, um Gehäuse für Kamerasysteme (u. a. für autonomes Fahren) effizient in der Kaltumformung ohne Zerspanungsprozesse herzustellen. Bei der Entwicklung des Umformprozesses kommt modernste Simulationstechnik zum Einsatz. Neben der Umformung sind Prozesse für effiziente Reinigung und Entgratung, Kameraprüfung und automatisiertes Verpacken zu entwickeln.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Situation und Branchenentwicklung

Das Weltwirtschaftswachstum wird 2023 gemäß dem Internationalen Währungsfonds (IWF-Report von Oktober 2023) voraussichtlich bei +3,0% und somit leicht unter dem Niveau von 2022 (+3,5%) liegen. Das Wachstum hat sich zwar verlangsamt, ist aber nicht zum Stillstand gekommen. Es wird neben den Folgen der Pandemie und des Konfliktes in der Ukraine auch wegen der strengen Geldpolitik aufgrund der hohen Inflation und extremer Wetterereignisse gebremst.

Der Ausblick auf das Wirtschaftswachstum in den Industrienationen gibt, den jüngsten Prognosen zufolge, ein ungleichmäßiges Bild ab. Die Wachstumserwartungen für die USA liegen in 2023 leicht positiv (Wachstum von +2,1% in 2023 mit Rückgang auf +1,5% in 2024). Die USA überraschten mit robustem Konsum und Investitionen. Für China wird in diesem Jahr ein höheres Wachstum als in 2022 (+3,0%) erwartet (Anstieg von +5,0% in 2023 und +4,2% in 2024).

Laut IWF beträgt die Wirtschaftswachstumsprognose für das aktuelle Kalenderjahr 2023 für die Eurozone nur +0,7% (Vorjahr Anstieg von +3,3%). Im kommenden Jahr 2024 wird ein leicht höheres Wachstum von +1,2% erwartet. Basierend auf der gleichen Quelle wird die deutsche Wirtschaft im aktuellen Kalenderjahr mit -0,5% schrumpfen, im Vorjahr war noch ein Anstieg von +1,8% zu verzeichnen. Für das Jahr 2024 prognostiziert der IWF ein leichtes Wachstum von +0,9%. Deutschland leidet als Exportnation laut IWF stärker unter dem insgesamt schwachen Welthandel als andere Länder. Zudem hat die Industrie mit den hohen Energiepreisen zu kämpfen. Beide Faktoren sorgen für ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung gegenüber dem vorangegangenen Jahr.

Das allgemeine Marktumfeld für die UKM technologies GmbH war auch im Geschäftsjahr 2022/2023 herausfordernd. Weiterhin hohe Energiekosten durch den Ukrainekonflikt und eine allgemein hohe Inflation sowie anhaltende Probleme mit globalen Lieferketten verhinderten eine raschere Markterholung. Hinzu kamen starke Kostensteigerungen für Leiharbeiter aufgrund von Marktengpässen sowie volatile Abrufe der Kunden aufgrund von Lieferengpässen. Das Auslaufen verschiedener Produktgruppen der UKM technologies GmbH hat sich im herausfordernden Marktumfeld trotz Erweiterung bestehender Produktgruppen in sinkenden Abrufen niedergeschlagen.

Die Fertigung im deutschen Automarkt ist in den ersten neun Monaten 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 22% gestiegen.

Laut der Prognose des VDA von Juli 2023 sollen im Kalenderjahr 2023 in Deutschland 2,8 Mio. Pkw (+6,0% zum Vorjahr) neu zugelassen werden, was nach wie vor 22% niedriger als der Wert aus 2019 ist. Die verschlechterten Finanzierungskonditionen durch eine hohe Inflation und die Zinswende haben die Kaufkraft gemindert. Der Ukrainekonflikt hat für zusätzliche Knappheiten entlang der Wertschöpfungsketten gesorgt, welche der erwarteten Entspannung der Lieferketten entgegenwirkte. Das Ausbleiben von Teilezulieferungen (insbesondere Halbleiter) in der Autoindustrie führen nach wie vor zu Lieferengpässen, welche eine raschere Markterholung verhindern. Besonders der starke Anstieg der Energiekosten belastet die Unternehmen sehr.

Von dem deutlich gestiegenen deutschen Automobilmarkt konnte auch das Umsatzniveau der UKM technologies GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem Anstieg von 5,5% gegenüber dem Vorjahr profitieren. Im Laufe des Geschäftsjahres wurden zudem neue Aufträge akquiriert.

2020 hat, auch aufgrund anspruchsvoller CO 2 -Ziele und staatlicher Förderung, den europaweiten Durchbruch der Elektromobilität gebracht. Nach den ersten drei Quartalen 2023 resultiert aus den gegensätzlichen Entwicklungen (Wachstum bei BEV [batterieelektrische Fahrzeuge] und Rückgang bei PHEV [Hybridfahrzeuge]) insgesamt ein moderates Wachstum des Elektromarkts um knapp 5 Prozent auf rund 510.900 Einheiten. Nach dem Bilanzstichtag ist aufgrund des Auslaufens des Umweltbonus für gewerbliche Fahrzeuge zum 31. August 2023 sowie der Streichung der Subvention für private Elektro-Pkw ein erheblicher Rückgang bei den Zulassungen von Elektroautos insgesamt zu sehen. Die Marktanteile verschieben sich mit dem Auslaufen der staatlichen Förderung alternativer Antriebe wieder stärker hin zu Verbrennern und weg von Elektroautos und Hybridmodellen. Automobilhersteller und -zulieferer investieren trotz allem stark in zukunftsträchtige Technologien, wie z. B. in Wasserstoffantriebe, die Entwicklung von Elektroautos und autonomes Fahren. Jedoch verschiebt sich hier ein signifikantes Wachstum auf einen eher mittelfristigen Horizont. Dies eröffnet der UKM technologies GmbH die Möglichkeit, mit ihren hochwertigen Produkten weiterhin mehr Absatz durch ihre bestehenden, aber auch mithilfe neugewonnener Kunden zu erzielen. Zusätzlich dazu verzeichnet die Gesellschaft eine wachsende Anzahl von Kundenanfragen für Bauteile aus den Bereichen autonomes Fahren, Wasserstoffantriebe und Dieselmotoren für Lastkraftwagen.

Eine wahrscheinliche Option von alternativen Antrieben ist, dass sich für unterschiedliche Anforderungen unterschiedliche Antriebsarten durchsetzen werden (z. B. Pkw vs. Nutzfahrzeuge, unterschiedliche Antriebe bei Pkw je Einsatzgebiet, z. B. Großstadt vs. Land). In der derzeitigen Situation ist nach wie vor ein Verbrennungsmotor in der Autoindustrie notwendig. Die Prognosen, nach denen in wenigen Jahren 80% aller produzierten Autos in Deutschland Elektroautos sein werden, erscheinen momentan unwahrscheinlich.

2.2. Geschäftsverlauf

2.2.1. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die UKM technologies GmbH hat im Geschäftsjahr 2022/2023 eine Gesamtleistung von TEUR 54.429 erzielt; dies ist ein leichter Anstieg um TEUR 1.352 (+2,5%) gegenüber dem Vorjahr (TEUR 53.077). Der Umsatz erhöhte sich um TEUR 2.886 (+5,5%) gegenüber dem Vorjahr (TEUR 52.006) auf TEUR 54.892. Die neu akquirierten Aufträge sowie die umgesetzten Preiserhöhungen konnten den Umsatzrückgang aufgrund des Auslaufens mehrerer Produktgruppen zwar mehr als kompensieren, jedoch wurde das Ziel von deutlich steigenden Umsatzerlösen gegenüber dem Vorjahr im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht in geplanter Höhe erreicht.

Die Auftragslage ist im aktuell durch das hohe Preisniveau beeinflussten Markt kurzfristigen Schwankungen unterworfen. Sie wird regelmäßig überwacht, um bei Bedarf Kapazitätsanpassungen vorzunehmen.

2.2.2 Produktion

Im Geschäftsjahr 2022/2023 lag das Hauptaugenmerk auf der Stabilisierung der verschiedenen Produktgruppen. Anläufe von Neuprodukten bzw. Erweiterungen bestehender Produktgruppen wurden ebenfalls forciert. Des Weiteren hat die Betriebsstätte Reinsberg die Folgen der Lieferkettenproblematik und der gestiegenen Energiepreise im Zuge des Ukrainekonfliktes und der daraus entstehenden Herausforderungen zu bewältigen. Außerdem wurden weitere Optimierungen von bestehenden und neuen Produktionsserien durchgeführt.

In der Betriebsstätte Reinsberg sind insbesondere durch im Berichtsjahr erreichte Effizienzsteigerung im begrenzten Rahmen freie Produktionskapazitäten und Expansionsmöglichkeiten vorhanden.

2.2.3. Beschaffung

Die Lieferkette war zu Beginn des Geschäftsjahres weiterhin sehr angespannt und die Kostensteigerungen durch die Energiepreisentwicklung sind weiter vorangeschritten. Erst mit der Entspannung der Energiemärkte im ersten Quartal 2023 haben sich auch die Preise rückläufig gezeigt. Dies konnte durch die Verhandlung von variablen Energiezuschlägen zum Großteil sehr transparent und ohne große Zeitverzögerung umgesetzt werden. Auch die Verfügbarkeiten im Bereich Stahl haben sich seit Beginn des Kalenderjahres deutlich verbessert. Die größte Herausforderung auf der Einkaufsseite waren die extremen Bedarfsschwankungen und Unsicherheiten der Kundenbedarfe. Es mussten viele kurzfristige Änderungen, sowohl Bedarfserhöhungen als auch -reduzierungen, mit den Lieferanten verhandelt werden. In diesen Fällen hat sich das starke Lieferantennetzwerk der UKM bewährt, sodass wir ohne größere Ausfälle die Kundenabrufe termin- und mengengerecht bedienen konnten.

2.2.4. Investitionstätigkeit

In 2022/2023 lagen die Investitionen in Maschinen und Anlagen in der Betriebsstätte Reinsberg unter dem Vorjahresniveau. Das Investitionsniveau wird sich in den kommenden Geschäftsjahren wieder deutlich erhöhen. Die Investitionen wurden weitestgehend wie geplant umgesetzt. Insgesamt wurden Investitionen von TEUR 537 (Vorjahr TEUR 957) getätigt, davon rd. TEUR 440 in technische Anlagen und Maschinen einschließlich Anlagen im Bau (Vorjahr TEUR 914).

2.2.5. Personal und Sozialbereich

Durchschnittlich wurden im Geschäftsjahr 230 Arbeitnehmer (Vorjahr 232 Arbeitnehmer) und 22 Auszubildende (Vorjahr 23) direkt beschäftigt. Zusätzlich wurden Zeitarbeiter in der Produktion zur Flexibilisierung eingesetzt. Die UKM technologies GmbH kann sich dabei auf eine hohe Anzahl gut ausgebildeter Mitarbeiter stützen.

Die Gesamtzahl der festangestellten Arbeitnehmer der UKM technologies GmbH ist im Laufe des abgeschlossenen Geschäftsjahres leicht gesunken.

2.2.6. Umweltschutz

Die UKM technologies GmbH ist mit ihrer Betriebsstätte Reinsberg weiterhin nach der ISO 14001 umweltzertifiziert. Zudem wurde die Zertifizierung eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001 im Geschäftsjahr 2022/2023 wiederholt erfolgreich bestätigt.

2.2.7. Geschäftsergebnis

Das operative Ergebnis (EBITDA) lag im Geschäftsjahr bei TEUR 2.345 (Vorjahr TEUR 4.942). Das Geschäftsjahr 2022/2023 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -156 (Vorjahr TEUR -901) ab. Das Jahresergebnis wurde durch die Ergebnisübernahme der Tochtergesellschaft Umformtechnik Radebeul GmbH in Höhe von TEUR +1.386 (Vorjahr TEUR +114) positiv beeinflusst. Mit der Verschmelzung der UKM Management GmbH auf die Alleingesellschafterin UKM technologies GmbH entstand ein Verlust in Höhe von TEUR 13.

Dem Anstieg der Gesamtleistung um 2,5% steht eine Reduzierung der planmäßigen Abschreibungen um 17,9% gegenüber. Demzufolge sinkt der Anteil der planmäßigen Abschreibungen an der Gesamtleistung auf 5,7%

(Vorjahr 6,9%). Die Höhe der Abschreibungen wird im nächsten Geschäftsjahr weiter sinken trotz höher geplanter Investitionen, da diverse Maschinen und Anlagen ihre geplante Amortisationszeit erreichen.

Die Geschäftsentwicklung war als herausfordernd zu charakterisieren. Die Halbleiterkrise dauert an. Trotz dieser Probleme konnte die UKM technologies GmbH die Anläufe von Neuprodukten bzw. die Erweiterung bestehender Produktgruppen weiterhin erfolgreich umsetzen. Durch das weitere Heben von Potenzialen im operativen Geschäft kann die UKM technologies GmbH eine sehr gute Entwicklung und Prognose verzeichnen, begleitet von dem starken Rückgang der Nachfrage bei Elektro- und Hybridautos. Nichtsdestotrotz wirken die gestiegenen Preise aufgrund der hohen Inflation dämpfend auf die Nachfrage.

2.3. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Im Geschäftsjahr wurde ein EBITDA von TEUR 2.345 (Vorjahr TEUR 4.942) erzielt. Das EBITDA des letzten Geschäftsjahres war durch einen Forderungsverzicht auf das Nachrangkapital in Höhe von TEUR 1.672 sowie durch Schadenersatzleistungen in Höhe von TEUR 916 positiv beeinflusst. Unabhängig davon hat sich das EBITDA trotz teilweise erheblicher Kostensteigerungen nur leicht gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Dabei trugen das schnelle Hochlaufen der Produktion im zweiten Quartal, die Kostensteigerungen im Leiharbeiterbereich, die temporären Abrufverschiebungen aufgrund des Ukrainekonfliktes und die Lieferkettenproblematik in allen Produktbereichen dazu bei, dass das operative Ergebnis der Gesellschaft erneut nicht das Niveau widerspiegelt, welches im eingeschwungenen Zustand nach dem erfolgreichen Hochlauf der Neuprojekte erwartet wurde. Ein Bestandsaufbau, um der Lieferkettenproblematik vorzubeugen sowie auf kurzfristige Abrufveränderungen vorbereitet zu sein, positive Ergebnisse aus dem kontinuierlichen Verbesserungsprozess, Produktivitätssteigerungen und weiteres striktes Kostenmanagement konnten die Mehraufwendungen durch Abrufverschiebungen bei unseren Kunden sowie durch die inflationsbedingten Kostensteigerungen nicht komplett kompensieren.

Die Materialaufwandsquote 1) im Geschäftsjahr betrug 66,0 % (Vorjahr 67,9%) und ist somit leicht gesunken. Die Personalaufwandsquote 1)2) in Höhe von 26,9% (Vorjahr 24,4%) stieg im Vergleich zum Vorjahr aufgrund deutlich gestiegener Kosten für Leiharbeitnehmer sowie der Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie.

Die Finanz- und Vermögenslage wird durch ein unechtes Pensionsgeschäft, einen Rahmenforderungskaufvertrag und durch Factoring beeinflusst. Insgesamt waren zum Bilanzstichtag Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5.466 (Vorjahr TEUR 3.461) verkauft. Der Bilanzposten und die Bilanzsumme haben sich entsprechend reduziert.

Die Bilanzsumme beträgt TEUR 33.084 (Vorjahr TEUR 36.689). Das handelsrechtliche Eigenkapital liegt bei 7,0% (Vorjahr 6,8%) der Bilanzsumme. Unter Berücksichtigung des noch bestehenden Nachrangkapitals beträgt das wirtschaftliche Eigenkapital 51,1% (Vorjahr 46,4%) der Bilanzsumme.

Zum Stichtag entfallen 59,8% (Vorjahr 61,0%) des Vermögens auf das Anlagevermögen, 27,0% (Vorjahr 23,1%) auf das Vorratsvermögen, 11,0% (Vorjahr 14,9%) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und auf Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschafter sowie 0,4% (Vorjahr 0,0%) auf liquide Mittel.

Von dem handelsrechtlich ausgewiesenen Fremdkapital entfallen 44,1% (Vorjahr 39,6%) der Bilanzsumme auf Nachrangkapital, 7,1% (Vorjahr 6,5%) auf Rückstellungen, 22,0% (Vorjahr 27,8%) auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und aus Mietkäufen sowie 4,9% (Vorjahr 5,5%) auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschaftern. Die Höhe der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist im Zusammenhang mit den starken Investitionen vor Beginn der Corona-Pandemie zu sehen, da hierfür in Maschinen und Anlagen für die neuen Produktionslinien investiert werden musste. Den laufenden Tilgungen in Höhe von TEUR 3.390 steht eine im Vergleich zum Vorjahr erhöhte Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien in Höhe von TEUR 511 gegenüber.

Durch eine Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unterstützt beträgt der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr TEUR 4.158 (Vorjahr TEUR 3.944). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt TEUR -537 (Vorjahr TEUR -912) aufgrund von Investitionen in Anlagen und Maschinen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist gesunken auf TEUR -4.031 (Vorjahr TEUR - 4.535) aufgrund auslaufender Kreditlinien.

Die Liquiditätssituation der UKM technologies GmbH war zu jeder Zeit gesichert. Es bestand ein freier Finanzierungsrahmen in Höhe von TEUR 661. Außerdem wurde ein Factoringvertrag geschlossen, aus dem ein weiterer Finanzierungsrahmen zur Verfügung steht.

Insgesamt haben die inflationsbedingten Kostensteigerungen, die kurzfristigen Abrufverschiebungen sowie Lieferengpässe die UKM technologies GmbH wieder vor große Herausforderungen gestellt, welchen allerdings aufgrund der schnellen Reaktion auf die geänderten Rahmenbedingungen und der flexiblen Kostenstruktur gut begegnet werden konnte. Nachdem diese Unternehmensphase erfolgreich bewältigt wurde, kann die wirtschaftliche Situation der UKM technologies GmbH als zukunftsträchtig und gesichert angesehen werden.

1) Kostenposition im Vergleich zur Gesamtleistung
2) Für die Berechnung der Personalaufwandsquote wurden Aufwendungen für Fremdpersonal in Höhe von TEUR 2.527 (Vorjahr: TEUR 1.652) berücksichtigt, welche in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen sind.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Entwicklung der UKM technologies GmbH ist im Allgemeinen von der Automobilkonjunktur und derzeit insbesondere vom Absatz von Verbrennungsmotoren abhängig.

Die Gesellschaft ist daher bestrebt, einen permanenten Risikomanagementprozess mit entsprechenden Werkzeugen zur Risikoidentifizierung, -bewertung und -systematisierung zu betreiben. Im Folgenden sind die wirtschaftlichen Risiken, denen die Gesellschaft unterliegt, und der Umgang mit diesen beschrieben.

Absatzrisiko: Unter Berücksichtigung der anhaltenden Preissteigerungen und der damit einhergehenden Erhöhung der Inflation besteht die Gefahr einer merklichen Abkühlung der Konjunktur. Dazu kommen Lieferengpässe bei unseren Kunden, welche zu kurzfristigen Auftragsverschiebungen führen können. Die Gesellschaft unterliegt abgesehen davon den üblichen Schwankungen der industriellen Nachfrage in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld, die in ihrer Entwicklung schwierig einschätzbar sind. Diesem Marktrisiko wird durch ständige Beobachtung der Zielmärkte und engen Kundenkontakt seitens der Kundenbetreuung aktiv begegnet. Ein starker Nachfragerückgang könnte zu Unterauslastung und daraus resultierenden Verlusten führen. Die Gesellschaft ist allerdings in der Lage und hat in den letzten Geschäftsjahren seit der Corona-Pandemie unter Beweis gestellt, Personalkapazitäten kurzfristig durch die Flexibilisierung von Arbeitszeiten und die Anzahl von Leiharbeitskräften anpassen zu können. Somit kann auf konjunkturelle Rückgänge und externe Schocks sehr rasch reagiert werden.

Sollte das Risiko längerfristig bzw. schwerwiegender eintreten, so besteht auch die Möglichkeit, die Fixkosten des Unternehmens entsprechend anzupassen.

Beschaffungsrisiko: Die Kostenentwicklungen auf der Lieferantenseite, welche nicht über Zuschlagsvereinbarungen variabel sind, werden durch Verhandlungen neu ausgerichtet, so dass die zuletzt gesunkenen Preise und ggf. weitere Effekte der Marktberuhigung auch wieder zu reduzierten Einkaufspreisen führen können. Die Wettbewerbssituation im Bereich Drahtstahlbezug wird weiter ausgeweitet und über neue Lieferanten gestärkt. Eine wichtige Aufgabe für das Geschäftsjahr 2023/24 im Bereich Energiebeschaffung für Strom und Gas wird die Vertragsverhandlung für die Kalenderjahre 2026 und 2027 sein. Mithilfe langfristiger Verträge kann bereits frühzeitig über den Kauf weiterer Tranchen im Terminmarkt entschieden werden, um das Ziel einer marktgerechten und planbaren Energiebeschaffung zu erreichen.

Produktions-, Technologie- und Qualitätsrisiko: Diesen im Produktionsprozess angesiedelten Risiken begegnet die Gesellschaft in Form einer systematischen Bewertung der technologischen Besonderheiten, der Produktionskapazitäten und der speziellen Qualitätsanforderungen von Aufträgen bereits im Rahmen der Angebotskalkulation. Der Produktionsprozess selbst wird hinreichend geplant und gesteuert. Zur Kontrolle der Performance und der Qualität sind sogenannte Management Cockpits für jeden der einzelnen Produktionsbereiche entwickelt worden und laufend in Verwendung. Bei besonders großen Projekten oder sehr speziellen bzw. komplexen Anforderungen an das Produkt kann die Gesellschaft zur besseren Bewertung möglicher technischer Risiken auf eine ausgedehnte Expertise und ein umfassendes Wissensmanagement zurückgreifen.

Im Falle möglicher Auftragsrückgänge und weiterführender Lieferengpässe besteht das Risiko von (Teil-) Schließungen von Standorten und Produktionsanlagen aufgrund von kurzfristigen Auftragsverschiebungen. Diesem Risiko wird mit einem engen Kontakt zum Kunden und einer Flexibilität bei der Produktionsplanung und -steuerung begegnet.

Forderungsausfallrisiko: Die Gesellschaft betreibt ein aktives, systemgestütztes Management zur Bewertung der Kreditwürdigkeit von Kunden, um das potentielle Risiko eines Ausfalls von Kundenforderungen frühzeitig erkennen und einem solchen ggf. entgegenwirken zu können. Zusätzlich werden diese Risiken über ein ausgeprägtes und regelmäßiges Debitorenmanagement minimiert.

Liquiditätsrisiko: In den Prozessabläufen der Gesellschaft fest verankert ist die Planung der Finanzströme nebst deren regelmäßiger Aktualisierung und Überwachung. Wenn die durchschnittliche Zinsbelastung der Gesellschaft um 1% (100 BP) steigt, belastet dies das Ergebnis um ca. TEUR 90. Wenn die durchschnittliche Zinsbelastung der Gesellschaft um 1% (100 BP) sinkt, erhöht sich das Ergebnis entsprechend. Wir erwarten keine weiteren bedeutenden Zinssteigerungen innerhalb des nächsten Geschäftsjahres. Eine permanente Liquiditätsversorgung durch entsprechende operative Kapitalflüsse in Verbindung mit ausreichend bemessenen Kreditlinien ist sichergestellt. Sollte weitere externe Finanzierung erforderlich werden, stünde für diese kurzfristig noch ein potentieller Finanzierungsrahmen für weiteres Factoring zur Verfügung, welcher bis dato noch nicht in Anspruch genommen wurde.

Arbeitsmarkt-/Arbeitskräfterisiko: Es muss ein steigendes Fachkräfterisiko konstatiert werden, welches zu Verlust in Kombination mit erschwertem Zugang zu benötigten, gut ausgebildeten und erfahrenen Mitarbeiterkapazitäten einerseits und einem überdurchschnittlichen Anstieg von Löhnen und Gehältern andererseits führen kann. Für den Prognosezeitraum sieht sich dieGesellschaft jedoch allgemein gut aufgestellt, da die Lohn- und Gehaltsstruktur an den Tarifvertrag der Branche angelehnt ist und demnach weitestgehend im Branchendurchschnitt liegt. Die personelle Fluktuation liegt über der bekannten branchenüblichen Fluktuationsquote. Dem Risiko des Ausfalls von Arbeitskräften aufgrund von Corona, etc. wird mit einem umfangreichen Hygienekonzept und einem Gesundheitsmanagement begegnet.

Die in den Vorjahren aufgebaute diversifizierte Produkt- und Kundenstruktur wurde im laufenden Geschäftsjahr leicht verbessert. Es wird an einer weiteren Optimierung gearbeitet.

Die Positionierung der UKM technologies GmbH als Anbieter von Prozessentwicklungen für hochpräzise Bauteile in den unterschiedlichen Bereichen des Fahrzeugs sowie im Bereich der hochwertigen Umformtechnologie mit einer hohen Fertigungstiefe stößt weiterhin auf positives Feedback des Marktes und wird fortgesetzt. Der erweiterte Kundenstamm gepaart mit einer starken Prozessentwicklung stellt eine große Chance für das Unternehmen dar.

Die deutsche Tochtergesellschaft der UKM technologies GmbH, die Umformtechnik Radebeul GmbH, hat im Berichtsjahr ein positives Jahresergebnis erzielt. Die Prognose für das kommende Geschäftsjahr für diese Tochtergesellschaft ist ebenfalls positiv.

3.2 Ausblick/Prognose

Für das kommende Kalenderjahr 2024 rechnet der IWF insgesamt mit einem Weltwirtschaftswachstum von +2,9% und erwartet damit einen Wert, der unter dem Durchschnitt von 3,8% der vergangenen 20 Jahre liegt und unter dem erwarteten Wert von 2023 (+3,0%). Für die Eurozone wird im nächsten Jahr ein leichter Anstieg erwartet (+0,7% in 2023 vs. +1,2% in 2024). Für Deutschland fällt die Prognose mit +0,9% in 2024 deutlich positiver aus als in diesem Jahr (-0,5%).

Aus Sicht des Unternehmens bergen sowohl die Energiekrise als auch die Reduzierung der Kaufkraft aufgrund des gestiegenen Preisniveaus ein gravierendes und schwer einzuschätzendes Risiko. Dennoch erwartet die UKM technologies GmbH für das nächste Geschäftsjahr leicht steigende Umsatzerlöse gegenüber dem Berichtsjahr. Das operative Ergebnis (EBITDA) hingegen wird gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere aufgrund zu erwartender Ganzjahreseffekte aus im Berichtsjahr umgesetzten Produktivitäts- und Ertragssteigerungen deutlich höher erwartet. Die Geschäftsführung ist trotz derzeitiger Unsicherheiten bezüglich der Entwicklung der Energiepreise sowie der noch anhaltenden Lieferkettenproblematik und den damit einhergehenden Auswirkungen im Automobilbereich vorsichtig optimistisch.

In der Vergangenheit abgeschlossene Verträge mit verschiedenen Bestands- und Neukunden führten zu Maschineninvestitionen in den letzten vier bis fünf Jahren, welche durch unsere Finanzierungspartner fremdfinanziert wurden. Nach dem erfolgreichen An- und Hochlauf dieser Projekte und im Zuge der notwendigen Weitergabe der hohen, vorfinanzierten Kostensteigerungen an die Kunden werden im kommenden Geschäftsjahr leicht höhere Umsätze und deutlich steigende Ergebnisbeiträge erwartet.

Auf Basis der zum Teil bereits erfolgten und weiteren Stabilisierung der operativen Prozesse kann von einer nachhaltigen Verbesserung der Ergebnissituation ausgegangen werden.

 

Meißen, im März 2024

gez. Dr. Frank Boshoff

gez. Falk Kurze

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Umformtechnik Radebeul GmbH, Radebeul

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der UKM technologies GmbH, Meißen, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der UKM technologies GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, 18. März 2024

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Uwe Ehrsam, Wirtschaftsprüfer

gez. Matthias Rattay, Wirtschaftsprüfer

HRB 21017

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 30. September 2023 wurde am 30. August 2024 festgestellt.

Beschluss über die Verwendung des Ergebnisses

Der Bilanzverlust in Höhe von € 16.681.772,43 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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