FAIST International GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Wilfried Thies seit 1.2.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Paguasca Holding AG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NRG Senhall GmbHKrumbach (Schwaben)Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023A. Geschäftsverlauf 1. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche Die Weltwirtschaft stabilisiert sich auf niedrigem Niveau - Risiken dominieren weiterhin und Divergenzen nehmen zu. Der Welthandel wächst sehr langsam. Der IWF erwartet, dass das Wachstum des Welthandels von 5,1 % im Jahr 2022 auf 0,9 % im Jahr 2023 zurückgeht, bevor es 2024 auf 3,5 % ansteigt. Trotz einiger geopolitischer Unsicherheiten und Handelskonflikte konnten viele Länder eine positive Entwicklung verzeichnen, unterstützt durch eine verbesserte globale Nachfrage und Investitionen in Schlüsselbereichen wie Technologie und erneuerbare Energien. Die Zusammenarbeit zwischen den Nationen wurde verstärkt, um gemeinsame wirtschaftliche Ziele zu erreichen und die Resilienz gegenüber zukünftigen Krisen zu stärken. Der NRG Senhall Konzern ist eine Unternehmensgruppe, die mit ihren zwei Geschäftsbereichen, Power Systems und Acoustic Systems, als international tätiger Spezialanbieter im weltweiten Projektgeschäft mit umfassenden ingenieurtechnischen Lösungen und höchsten Kundenanforderungen agiert und eine marktführende Rolle einnimmt. Insgesamt konnte die NRG Senhall Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr die Betreuung und den Ausbau von OEM-Kundenbeziehungen weiter vorantreiben. Technischer Schallschutz für Maschinen und Anlagen, Akustische Messkabinen sowie Aeroakustische Windkanäle werden im Geschäftsbereich Acoustic Systems am Standort in Krumbach projektiert und teilweise gefertigt und an Kunden verschiedenster Industriebranchen weltweit verkauft und installiert. Der Geschäftsbereich Power ist mit seinen Produkten - Schalleinhausungen für die energieerzeugende Industrie sowie Air Intake Systeme für Gasturbinen - ebenfalls weltweit im Projektgeschäft tätig. Dieser Geschäftsbereich wird im Wesentlichen vom Standort Bremen gesteuert. Hohe Anerkennung findet bei den Kunden die besonders tiefgreifende eigene Wertschöpfung, beginnend mit der Entwicklung, Planung, Projektmanagement, Konstruktion, Fertigung, Lieferung und Montage vor Ort bis hin zum Service. Der NRG Senhall Konzern bewegt sich mit zwei Geschäftsbereichen im nationalen und internationalen Projektgeschäft in unterschiedlichen Märkten. International tätige Projektentwicklungsgesellschaften, Generalunternehmen, Institute und Universitäten, weltweit tätige Anlagenbauer sowie die produzierende Industrie gehören zu unseren Hauptkunden. Der weltweite Bedarf an stabiler Energieversorgung, die weiter voranschreitende Energiewende, der Wandel zur Elektrifizierung im Automotive Umfeld und die zunehmende Bedeutung von Lärmschutz (Personen- und Umweltschutz) lassen auf ein weiterhin stabiles Marktumfeld für die Produktbereiche des NRG Senhall Konzerns schließen. Der Geschäftsbereich Acoustic Systems profitiert durch die aktive Bearbeitung bestehender und dem Aufbau neuer Marktsegmente sowie Margenoptimierung durch Premium-Positionierung. Die local content Anforderungen (China, USA) weiten sich weiter aus und die politische Situation und Entwicklung in Osteuropa verunsichert die Investoren. Das Segment für Messräume und Windkanäle bewegt sich weiterhin auf niedrigem Niveau und ist stark umkämpft. Mit der in 2022 definierten Strategie Acoustic-Go sollen kurzfristig neue Kunden und Märkte erschlossen werden. Der weltweite Bedarf an Gasturbinen ist nach wie vor hoch, u.a. beflügelt durch die Möglichkeit, Wasserstoff anstatt herkömmliches Gas zu verwenden. Dadurch hat sich der Geschäftsbereich Power Systems an beiden deutschen Standorten sehr gut weiterentwickelt. Die Produktbereiche Air Intake Systeme und Enclosures konnten im Auftragseingang die Planwerte des Jahres 2023 jeweils deutlich übertreffen. Die Umsatzerlöse des NRG Senhall Konzerns haben in 2023 den höchsten Wert in der Unternehmensgeschichte erreicht. 2. Geschäftsentwicklung Operativ wurden in 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 102,6 Mio. € erzielt, die um 23,1 Mio. € über dem Vorjahreswert lagen. Der Rohertrag stieg auf 27,3 Mio. €, was einer Verbesserung von 7,3 Mio. € gegenüber 2022 entspricht. Die Rohertragsmarge lag mit 26,6% über dem Niveau des Vorjahres mit 25,1%. Auf Grund von Neueinstellungen erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten von 191 zum 31.12.2022 auf 199 zum 31.12.2023. Auf Grund der Erhöhung der Anzahl der Beschäftigten sowie der generellen Gehaltsentwicklung erhöhte sich der Personalaufwand gegenüber dem Vorjahr um knapp 1,6 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Mio. € gestiegen. Insgesamt wurde in Summe ein positives EBITDA von 5,9 Mio. € erzielt. Gegenüber dem Vorjahr verbesserte sich das EBITDA um 2,6 Mio. €. Nach dem sehr hohen Auftragseingang in 2022 verzeichneten wir in 2023 eine gegenüber dem Vorjahr etwas ruhigere Auftragseingangslage. Diese wurde bereits in der Budgeterstellung für 2024 reflektiert. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 lag der Auftragsbestand des NRG Senhall Konzerns bei 76,9 Mio. € und damit um 16,8 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 93,7 Mio. € Zum Stichtag 29.02.2024 beträgt der Auftragsbestand 90,6 Mio. € und damit 0,2 Mio. € weniger als im Vorjahr zur gleichen Zeit. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024 erneut ein positives EBITDA in Höhe von 7,2 Mio. €. 3. Produktion An der Optimierung der Produktionsanlagen wird unverändert gearbeitet und in Verbesserungsmaßnahmen zur Produktivitätssteigerung investiert. Zur Sicherung der Aufrechterhaltung der Produktion wurde in einen Zweistoffbrenner investiert, welcher in 2023 fertiggestellt wurde und uns bei eventuellen Gasmangellagen nun zur Verfügung steht. Die Lohnfertigung und Serviceaufträge konnten in 2023 auf Vorjahresniveau gehalten werden. Insgesamt war die Produktionsleistung u.a. durch Einsatz von Fremdpersonal und Zusatzschichten erneut höher als geplant. Die Produktion war daher im Jahr 2023 durchweg voll ausgelastet. 4. Beschaffung Die eingeschlagene Strategie, Rohmaterial für die Produktion, Stahlbauten und Lüfter weltweit einzukaufen, wurde weiter intensiviert. Insbesondere der osteuropäische und asiatische Markt spielte beim Aufbau weiterer Lieferanten eine wichtige Rolle. Die Materialbeschaffung kann man gegenüber dem Vorjahr 2022 als entspannt bezeichnen. Der Materialeinsatz im Verhältnis zur Gesamtleistung hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf 73,0% leicht reduziert (Vorjahr: 77,3%). 5. Investitionen Im NRG Senhall Konzern haben wir in diesem Jahr Investitionen in einer Gesamthöhe von T€ 238. Im Wesentlichen wurden Investitionen in den Zweitstoffbrenner für die Pulverbeschichtungsanlage und Hardware durchgeführt. Die Restverpflichtung aus Leasingverträgen betrug zum Ende des Geschäftsjahres T€ 840. 6. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Die Finanzierung der Investitionen in 2023 erfolgte durch den erwirtschafteten Cashflow. Für die Folgejahre sind weitreichende Investitionen in Maschinen, Anlagen und Gebäude geplant. 7. Personal- und Sozialbereich Die Berufsausbildung im eigenen Haus ist nach wie vor ein wesentlicher Bestandteil unserer Firmenphilosophie und der NRG Senhall Konzern bietet des Weiteren duale Studiengänge in Kooperation mit Hochschulen an. Diese dualen Ausbildungsgänge führen in 6 Semestern zu Bachelorabschlüssen in verschiedenen Fachbereichen. Qualifizierte Facharbeiter können wir somit zum großen Teil aus dem eigenen Nachwuchs rekrutieren. Alle Mitarbeiter werden zudem fortlaufend in internen und externen Maßnahmen weitergebildet. NRG Senhall Konzern setzt zudem auf die betriebseigene Rente "FAIST Best Future". Diese besteht aus den Komponenten Direktversicherung und Lebensarbeitszeitkonto und trägt zur zusätzlichen Mitarbeiterbindung bei. 8. Sonstige Ereignisse und Entwicklungen im Geschäftsjahr Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt von der sehr guten Auslastung des Unternehmens über das ganze Jahr hinweg. Das Unternehmen konnte das Jahr 2023 erneut mit einem positivem EBITDA und EAT abschließen. Negative Effekte, insbesondere in Folge des Ukrainekrieges, vermehrte geopolitischen Spannungen, wurden in der Verschiebung von Kundenaufträgen erkennbar. Materialpreissteigerungen (Bleche und Profile, Elektrokomponenten) konnten nicht immer an den Kunden weiter belastet werden. Beide Geschäftsbereiche - Acoustic und Power - waren anders als im Vorjahr, im Jahr 2023 nicht mehr von weitreichenden Umsatzverschiebungen betroffen und konnten den geplanten Umsatz erreichen. Im Gesamtmarkt ergaben sich keine großen Veränderungen - der Wettbewerbsdruck bleibt weiterhin hoch. 9. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 9.1 Ertragslage Die Umsatzerlöse in Höhe von T€ 102.525 liegen um T€ 23.125 über dem Vorjahr von T€ 79.400. Der Umsatzanstieg ist vor allem auf das Wachstum im Bereich der Air Intake Systeme und Enclosures zurückzuführen. Der Bereich DIMUS hat dabei ebenfalls zu einem Umsatzanstieg beigetragen. Die Materialaufwandsquote lag entsprechend der definierten Strategie, den externen Zukauf zu forcieren, im Verhältnis zur Gesamtleistung mit 73,0% auf dem geplanten Niveau, jedoch unter dem Vorjahreswert von 77,3%. Der Personalaufwand ist im Vergleich zu 2022 um T€ 1.563 auf T€ 14.602 gestiegen. Ein Grund hierfür ist ein leichter Anstieg bei den Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr sowie die allgemeine Gehaltsentwicklung. Die Personalaufwandsquote ist jedoch von 15,3 % auf 15,4 % gesunken. In nahezu allen Unternehmensbereichen hat ein Aufbau zur Bewältigung des Umsatzanstieges stattgefunden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr von T€ 4.323 deutlich auf T€ 6.787. Mit dem Abklingen der Pandemie sind die Aufwendungen für Reisen und Bewirtungen angestiegen, auch in den Bereichen IT und Versicherungen waren gestiegene Aufwendungen zu verzeichnen. Das operative Betriebsergebnis, vor Zinsen und Steuern, war mit T€ 4.313 im Geschäftsjahr 2023 deutlich positiv, nach einem ebenfalls positiven Ergebnis von T€ 835 im Vorjahr. Das Finanzergebnis war mit T€ -1.939 um T€ 490 schlechter als in 2022 (Vorjahr: T€ -1.449). Die Aufwendungen für Factoring haben sich in 2023 durch gestiegene EURIBOR-Zinsen deutlich erhöht. Insgesamt ergibt sich für 2023 ein Jahresüberschuss von T€ 1.697 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag T€ 697). 9.2 Vermögenslage Die Bilanzsumme reduziert sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 4.326 auf T€ 46.107 (Vorjahr T€ 50.434). Das Anlagevermögen verringert sich durch planmäßige Abschreibungen von T€ 14.463 in 2022 auf T€ 13.141 in 2023. Zum Bilanzstichtag beträgt das Vorratsvermögen T€ 13.446 nach T€ 17.562 im Vorjahr. Der Abbau der Vorräte korrespondiert mit der guten Umsatzlegung zum Ende des Geschäftsjahres. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich trotz der gestiegenen Umsatzerlöse auf T€ 10.931 (Vorjahr: T€ 16.233) reduziert. Die flüssigen Mittel betragen zum Bilanzstichtag T€ 5.636 (Vorjahr: T€ 310). Die Passivseite der Bilanz zeigt eine Eigenkapitalquote von 30,5% (Vorjahr 24,4%). Die Erhöhung der Eigenkapitalquote ergab sich durch die deutliche Reduzierung der Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr sowie dem Jahresergebnis. Das positive Jahresergebnis in 2023 führte zu einer Erhöhung des Eigenkapitals auf T€ 14.059 (Vorjahr T€ 12.302). Die Sonstigen Rückstellungen liegen mit T€ 8.396 in 2023 leicht über dem Vorjahr mit T€ 7.666. Die Rückstellung für fehlenden Aufwand in unseren Projekten von T€ 5.825 in 2022 erhöhten sich zum Bilanzstichtag auf T€ 5.936. Die Rückstellungen für ausstehende Personalangelegenheiten (Urlaub, Gleitzeit, Tantiemen) liegen zum Bilanzstichtag bei T€ 1.109 (Vorjahr T€ 1.057). An übrigen sonstigen Rückstellungen wurden insgesamt T€ 1.351 (Vorjahr T€ 559) gebildet, womit ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen ist. Dieser ist im Wesentlichen bedingt durch zurückgestellte Sonderzahlungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen zum Bilanzstichtag T€ 866 (Vorjahr T€ 3.715). Der Stand an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 5.030 liegt deutlich unter dem Vorjahr, T€ 13.472. 9.3. Finanzlage Die Kapitalflussrechnung zeigt folgende Entwicklung zum 31.12.2023
Zur Sicherstellung der Liquidität für die Projekttätigkeit nutzte der Konzern bis Jahresende Rahmenkreditvereinbarungen und Avallinien mit mehreren Kreditinstituten. Am 20.12.2023 wurde ein neuer Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit von 3 Jahren und einer Verlängerungsoption um weitere 2 Jahre unterzeichnet. Dieser Konsortialkreditvertrag bildet nun die Grundlage, das geplante Wachstum in den kommenden Jahren umzusetzen. Der neue Finanzierungsvertrag bietet darüber hinaus die Möglichkeit, Factoring-Maßnahmen zu nutzen um die im Projektgeschäft langen Zahlungsziele entsprechend auszugleichen. Die Kreditmittelsteuerung erfolgt zentral, um bedarfsgerechte Finanzierungsmöglichkeiten jederzeit für das operative Projektgeschäft zur Verfügung stellen zu können. Der NRG Senhall Konzern konnte jederzeit allen Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Der NRG Senhall Konzern verfügt per 31.12.2023 über eine Kontokorrentlinie in Höhe von T€ 6.250 Die gewährten Kontokorrentlinien haben grundsätzlich eine Laufzeit bis zum 19.12.2026. B. Voraussichtliche Entwicklung mit den wesentlichen Risiken und Chancen 1. Risikobericht Als global tätige, mittelständische Unternehmensgruppe ist der NRG Senhall Konzern im Rahmen der Geschäftstätigkeit mit möglichen Risiken konfrontiert. Grundsätzlich werden unternehmerische Risiken nur dann bewusst eingegangen, wenn gute Chancen zur Weiterentwicklung und Wertsteigerung der Unternehmensgruppe bestehen und das damit verbundene Risiko in seinen Auswirkungen beherrschbar bleibt. Die aus unserer Sicht wichtigsten Risikofelder, die im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit berührt werden, stellen sich wie folgt dar: Unternehmensrisiko Risiken, die den Fortbestand der Unternehmensgruppe gefährden könnten oder geeignet wären, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich und nachhaltig zu beeinträchtigen, sind nach dem erfolgreichen Abschluss der Restrukturierungsmaßnahmen in 2023 sowie der Unterzeichnung des neuen Konsortialkreditvertrages unter Ausweitung des bestehenden Finanzierungsrahmens derzeit nicht erkennbar. Risiken aus der Betriebstätigkeit Mögliche Betriebs- und Produktionsausfälle sind durch entsprechende Versicherungsverträge wirtschaftlich sinnvoll abgedeckt. Mögliche Forderungsausfälle sind ebenfalls in sinnvoller Höhe durch Warenkreditversicherungen abgesichert. Risiken aus dem Projektgeschäft Durch die weltweite Tätigkeit des NRG Senhall Konzerns und die Umsetzung von Großprojekten besteht ein grundsätzliches Risiko bezüglich der politischen Entwicklung einzelner Absatzländer. Instabile politische Lagen können die Bearbeitung einzelner Großprojekte verzögern oder aufhalten. Hierbei sind insbesondere Nordafrika, der Nahe Osten, und China zu nennen. In der Wirtschaftsregion Russland gibt es aktuell keine Beteiligung an Anlagenprojekten. Die jeweiligen Sanktionen zwischen der EU, den USA, Russland und China müssen beobachtet werden. Der andauernde Krieg in der Ukraine hat aktuell auf die Lieferketten keinerlei Auswirkungen. Grundsätzlich besteht das Risiko, dass unerwartete Mehrkosten im Rahmen der Beschaffung oder Projektabwicklung nicht im gleichen Umfang an die Kunden weitergegeben werden können. Materialgleitklauseln konnten in unseren Verträgen teilweise erfolgreich etabliert werden. Durch standardisierte Produkte und Prozesse können insbesondere die Risiken aus der Abwicklung vorgebeugt werden. Technischen oder logistischen Problemen bei Großprojekten beugen wir durch ein engmaschiges Lieferanten-Monitoring und regelmäßige Projekt-Reviews vor. Es bestehen zudem Risiken bei der Abwicklung von Großprojekten hinsichtlich Vertragsstrafen der OEM-Kunden, steuerliche Risiken, allgemeine Abwicklungsrisiken im Projektmanagement und dem Einsatz neuer IT- und CAD-Systeme. Produktions- und Beschaffungsrisiken Im Produktionsbereich haben wir die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ausfalls unserer Anlagen durch kontinuierliche, auch präventive, Instandhaltung, Brandschutz- und andere Vorsorgemaßnahmen weitestgehend reduziert. Für Großschäden und Betriebsunterbrechungen sind entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Die Unternehmensgruppe bedient sich bei der Beschaffung der benötigten Materialien einer Vielzahl von Lieferanten. Bei der Lieferantenauswahl wird im Hinblick auf Beschaffungsrisiken neben der Lieferqualität und Liefertreue auch die Marktstellung und wirtschaftliche Position des Lieferanten mit bewertet. Bei den Materialien, die das überwiegende Gros des Einkaufsvolumens stellen, ist die Anzahl der Lieferanten am Markt begrenzt, da unterschiedliche Verfahrenstechniken bei der Herstellung der benötigten Ausgangsprodukte zur Anwendung kommen. Daraus folgt, dass einige Lieferanten eine sehr große Bedeutung in Bezug auf Beschaffungssicherheit und Produktion haben. Es besteht zwar keine vollständige Abhängigkeit von einem Hauptlieferanten und im Eskalationsfall kann auf andere Lieferanten ausgewichen werden, dennoch können bei wichtigen Rohmaterialien und Komponenten Lieferverzögerungen, Lieferausfälle, Qualitätsmängel oder andere nicht beeinflussbare Ereignisse vorübergehend zu Produktionsstörungen führen und die Ertragslage negativ beeinflussen. Hinzu kommen Auswirkungen infolge der diversen Sanktionsvorgehen und des Krieges in der Ukraine. Informationstechnische Risiken Durch verschiedene Maßnahmen in Bezug auf Anwendungen, Organisation, Systeme, Netzwerke und Mitarbeiter schützt sich der Konzern gegen einen unberechtigten Datenzugriff oder Datenmissbrauch durch Dritte. Zum Schutz der Vertraulichkeit, Integrität und Authentizität kommen technische Schutzmaßnahmen zum Einsatz, z. B. Firewall-Systeme, Virenscanner sowie Zugangs- und Zugriffskontrollen auf Anwendungs- und Betriebssystem-Ebene. Finanztechnische Risiken Die Unterzeichnung des neuen Konsortialkreditvertrages am 20.12.2023 sichert nun das geplante Wachstum der nächsten Jahre ab. Durch die vereinbarten Betriebsmittellinien im Rahmen des Konsortialkreditvertrages wird die Liquidität sichergestellt. Liquide Mittel werden auf Basis einer 13 Wochen- und 6 Monats-Cash-Flow-Planung disponiert und die Kreditlinien gesteuert. Mit Lieferanten werden, soweit möglich, Rahmenverträge mit langfristigen Preisbindungen vereinbart. Währungsrisiken werden durch derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften gesichert. Rechtliche und steuerrechtliche Risiken Es sind keine wesentlichen rechtlichen oder steuerlichen Risiken erkennbar, die nicht im Rahmen von bilanzieller Vorsorge abgedeckt sind. Das Risiko des Untergangs des gewerbesteuerlichen und körperschaftsteuerlichen Verlustvortrags durch den Gesellschafterwechsel wurde durch zwei unabhängige Steuerexperten geprüft. Nach deren Einschätzung bestehen die steuerlichen Verlustvorträge trotz Gesellschafterwechsel Ende 2020 weiterhin und können mit dem zukünftigen zu versteuernden Einkommen verrechnet werden. Aus der im Geschäftsjahr 2023 durch die Finanzverwaltung begonnene Betriebsprüfung ergeben sich ebenfalls keine Hinweise, dass die bestehenden Verlustvorträge gefährdet werden. Drohende Steuernachzahlungen auf Grund möglicher Feststellungen wurden unter den Steuerrückstellungen berücksichtigt. Arbeitsmarktrisiken Risiken bestehen im Verlust von Schlüsselpersonal, das momentan am Arbeitsmarkt nur schwer zu gewinnen ist, sowie in Qualifikationsdefiziten von Mitarbeitern. Diesen Faktoren begegnen wir mit kontinuierlichen Schulungen, Weiterqualifizierungen von Mitarbeitern zu Führungskräften, einem attraktiven und flexiblen Arbeitsumfeld und der Stärkung der eigenen Ausbildung. Risiken China Politik China führt verstärkt eine Abschottungspolitik samt Protektionismus fort. Unsere Großkunden schränken vermehrt die Beschaffung aus China für internationale Projekte ein, u.a. aus politischen oder Sanktionsgründen. Der NRG Senhall Konzern hat schon frühzeitig eine Lieferantenentwicklung außerhalb Chinas verstärkt und umgesetzt. Risiken Russland-Ukraine Konflikt Die Auswirkungen des seit Ende Februar 2022 anhaltenden Russland-Ukraine Konflikts lassen sich weiterhin sehr schwer einschätzen. Im Auftragsbestand befindet sich ein Auftrag für die Wirtschaftsregion Russland. Wir gehen davon aus, dass der Auftrag durch unseren Kunden Siemens in 2024 in andere Projekte überführt wird. Über die oben genannten Risiken hinaus sind gegenwärtig keine sonstigen Risiken bekannt oder erkennbar. 2. Prognose und Chancenbericht Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht die Zukunft der deutschen Wirtschaft für das Jahr 2024 in seinem aktuellen World Economic Outlook (WEO) vom Januar 2024 negativer als noch im letzten Gutachten aus dem Oktober 2023. Demnach könnte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr um 0,5 Prozent wachsen. Im Oktober hatte der IWF für 2024 ein Wachsen der Wirtschaftsleistung um 0,9 Prozent vorausgesagt und die aktuelle Prognose damit um 0,4 Prozentpunkte nach unten revidiert. Deutschland bleibt auch mit dieser neuen Prognose weiterhin das Schlusslicht in der Reihe der stärksten Volkswirtschaften der Welt. Deutschland leide als Exportnation laut IWF stärker unter dem insgesamt schwachen Welthandel als andere Länder. Zudem habe die Industrie mit den hohen Energiepreisen zu kämpfen. Beide Faktoren sorgen dem IWF zufolge für ein schwaches Wachstum der Wirtschaftsleistung gegenüber dem vorangegangenen Jahr. Die weltweite Wirtschaftsleistung sieht der IWF leicht im Aufwind - die aktuelle Prognose liegt um 0,2 Prozentpunkte höher als im World Economic Outlook (WEO) vom Oktober 2023. Laut IWF liegt die Widerstandsfähigkeit der Vereinigten Staaten und mehrerer großer Schwellen- und Entwicklungsländer über den Erwartungen der Experten. Auch die öffentlichen Finanzen vieler Länder hätten sich stabiler als angenommen erwiesen. Im Geschäftsbereich Power Systems sind die Kundenanfragen wiederum sehr hoch und der aktuelle Auftragsbestand in diesem Bereich ist deutlich über der Planung. Einschränkung bei der internen und externen Kapazität bremsen derzeit ein weiteres Wachstum in diesem Geschäftsfeld. Wegen des hohen Auftragsbestands und der guten Nachfrage im Vertrieb sieht der NRG Senhall Konzern weiterhin gute Chancen für die Auftragsentwicklung insgesamt. Wir verfügen über wesentliche Kompetenzen in allen Produktbereichen und betätigen uns in den unterschiedlichsten Industriezweigen. Trotz des guten Auftragsbestands des NRG Senhall Konzerns Anfang 2024 lassen die im Risikobericht dargestellten Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Lage zum heutigen Zeitpunkt keine abschließende Beurteilung der Geschäftsentwicklung des NRG Senhall Konzerns für 2024 zu. Der weitere Ausbau des Servicegeschäfts sowie die bereits erfolgreich eingeleitete Zunahme an Lohnfertigung lassen hier ebenfalls einen positiven Ausblick zu. Zur weiteren Entwicklung des Unternehmens wird die Acoustic Strategie weiter vorangetrieben. Darüber hinaus werden die definierten Maßnahmen im Rahmen des Programmes FAIST Fit For Future in 2024 umgesetzt und das ermittelte Wachstumspotential mit bestehenden Produkten und neuen Märkten weiter ausgearbeitet. Entsprechend unserer Planung erwarten wir trotz einer labilen gesamtwirtschaftlichen Lage ein deutlich positives EBITDA in Höhe von 7,2 Mio. € für 2024. C. Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB 1. Forschung und Entwicklung Hinsichtlich der Weiterentwicklung unserer akustisch wirksamen Produktpalette kooperieren wir weiterhin erfolgreich mit einem wissenschaftlichen Institut für Bauphysik. Der bestehende Know-how-Vertrag wird dabei regelmäßig um neue, für unser Geschäftsfeld interessante Gebiete erweitert. Zur Forcierung der Entwicklung von alternativen Filtersystemen führen wir in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Instituten entsprechende Entwicklungsmaßnahmen und Testreihen durch. 2. Organisation Vertrieb Die Bearbeitung des Weltmarktes haben wir branchenbezogen über verschiedene Vertriebskooperationen organisiert.
Krumbach, den 31. März 2024 gez. Wilfried Thies, Geschäftsführer KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023NRG SENHALL GMBH, KRUMBACHAKTIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022A. ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde unter Beachtung der Vorschriten des Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Angaben zur Identifikation der Muttergesellschaft laut Registergericht
B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften aufgestellt: Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind mit den planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Bei immateriellen Vermögensgegenständen werden die Abschreibungen linear und zeitanteilig ermittelt. Bei den Sachanlagen erfolgen die Abschreibungen ebenfalls nach der linearen Methode und zeitanteilig. Selbständig nutzbare Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwar 250 Euro, aber nicht 1.000 Euro übersteigen, werden je Wirtschaftsjahr in einen Sammelposten aufgenommen, der ab dem Jahr der Anschaffung oder Herstellung gleichmäßig mit jeweils 1/5 der Anschaffungs- oder Herstellungskosten abgeschrieben wird. Vermögensgegenstände werden sofort abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- und Herstellungskosten höchstens 250 Euro betragen. Die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgt linear über 10 Jahre. Umlaufvermögen Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. In den Herstellungskosten für fertige und unfertige Erzeugnisse wurden angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, der allgemeinen Verwaltungskosten sowie des Wertverzehrs des Anlagevermögens, sofern er durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Zur Sicherstellung der Einhaltung des Niederstwertprinzips wurden Reichweitenabschläge auf die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe vorgenommen. Die erhaltenen Abschlagszahlungen auf Bestellungen von insgesamt T€ 4.243 (Vorjahr T€ 7.707) wurden von den Vorräten gem. § 268 Abs. 5 S. 2 HGB offen abgesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Die übrigen Kundenforderungen werden wegen des Ausfallwagnisses, des Zinsverlustes, des Skontoabzugs und der Kosten der Beitreibung der Außenstände um 1,5 v.H. für inländische Forderungen und 2,5 v.H. für ausländische Forderungen ihres Nettobetrages wertberichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bilanziert. Kassenbestände und Bankguthaben in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Bewertung erfolgt zum Nennwert. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach der projected unit credit Methode (PUC) auf der Grundlage eines Rechnungszinssatzes im 10-Jahres-Durchschnitt von 1,82 v.H. und der Sterbetafeln von Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln 2018 G). Als Rententrend wurden 1,75 v.H. angesetzt. Zum Rechnungszinssatz des 7-Jahres-Durchschnitts von 1,74 v.H. ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von € 7.112,00. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit deren Erfüllungsbetrag. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. In Fremdwährung eingegangene Verbindlichkeiten werden mit dem Geldkurs im Zeitpunkt der Entstehung umgerechnet. Auf Fremdwährung lautende Forderungen werden mit dem Briefkurs im Zeitpunkt der Entstehung umgerechnet. Zum Bilanzstichtag werden die Fremdwährungsposten mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei der Bewertung am Bilanzstichtag wird das Niederstwertprinzip beachtet, sofern die Restlaufzeit der Forderungen bzw. Verbindlichkeiten mehr als ein Jahr beträgt. Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam erfasst. Latente Steuern aus den Einzelabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften (Handelsbilanz II - Steuerbilanz-Unterschiede) und latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen werden auf Basis der zukünftigen Steuerbelastung der einbezogenen Gesellschaften ermittelt. Währungsumrechnung Die Jahresabschlüsse von ausländischen Gesellschaften in Fremdwährung wurden gemäß § 308a HGB in Euro umgerechnet. Dabei wurden die Bilanzwerte der ausländischen Gesellschaften mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde zu Periodendurchschnittskursen vorgenommen. Erstkonsolidierungspflichtige Eigenkapitalpositionen werden mit den historischen Kursen im Erstkonsolidierungszeitpunkt umgerechnet. Die Währungsunterschiede, die sich durch die Umrechnung der Vermögens-, Kapital- und Schuldposten ausländischer Konzerngesellschaften sowie Währungsunterschiede, die sich aus der historischen Umrechnung des erstkonsolidierungspflichtigen Kapitals und des erwirtschafteten Konzernergebnisses von nicht in Euro geführten Gesellschaften ergeben, wurden erfolgsneutral der Position "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" zugeordnet. C. GRUNDSÄTZE DER KONSOLIDIERUNG C I. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss wurde als Muttergesellschaft gemäß § 294 Abs. 1 HGB die NRG Senhall GmbH, Krumbach, sowie drei inländische und ein ausländisches Tochterunternehmen durch Vollkonsolidierung einbezogen. Die einbezogenen Tochterunternehmen ergeben sich wie folgt:
Wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wurden die folgenden Unternehmen nicht in die Konsolidierung einbezogen: FAIST Construction SRL, Rumänien; FAIST Sarl, Frankreich; OOO FAIST-RUSSLAND, Widnoje, Russland und emfa Baustoff GmbH i. L., Krumbach, NRG FAIST Corp., USA (Beteiligung jeweils 100%). Alle einbezogenen Jahresabschlüsse haben den Stichtag 31. Dezember 2023. C II. Konsolidierungsmethoden Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zugrunde. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für die einbezogenen Unternehmen nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung entspricht. Eine Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital wird auf der Passivseite als passiver Unterschiedsbetrag nach dem Eigenkapital bzw. im Anlagevermögen als Geschäfts- oder Firmenwert (bei aktivischem Unterschiedsbetrag) ausgewiesen. Der passive Unterschiedsbetrag hat den Charakter von Fremdkapital. Das Tochterunternehmen befand sich zum Zeitpunkt des Erwerbs in einer schlechten Ertragslage und Sanierungsbedürftig. Ein Geschäfts- oder Firmenwert aus der Erst- oder Folgekonsolidierung wird linear über einen Zeitraum von jeweils fünf Jahren bzw. auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Der Restbuchwert beträgt zum Konzernstichtag T€ 6.161 (Vorjahr T€ 7.041). Ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt angefallene Jahresergebnisse werden als Konzernergebnis und Konzerngewinn/-verlustvortrag gezeigt. Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften wurden untereinander aufgerechnet. Es ergaben sich daraus keine ergebniswirksamen Konsolidierungseffekte. Bei der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden alle Umsätze zwischen den Konzerngesellschaften und die übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen einschließlich der Gewinnausschüttungen von Konzernunternehmen voll konsolidiert. Zu eliminierende Zwischenergebnisse sind in der Unternehmensgruppe nicht entstanden. D. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 268 Abs. 2 HGB ist ausgehend von den historischen Anschaffungskosten in Anlage 4 dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche in der Bilanz ausgewiesene Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. 3. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Bei der Pensionsrückstellung ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von T€ 7. Insoweit besteht eine Ausschüttungssperre. 4. Sonstige Rückstellungen und Verrechnung von Deckungsvermögen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen (Einzelausweis der Positionen ab 100 T€, Werte in T€):
Rückstellungen für Arbeitszeitkonten mit einem Erfüllungsbetrag von T€ 574 wurden mit dem zuzuordnenden Deckungsvermögen verrechnet. Der Zeitwert und die gleichzeitig fortgeführten Anschaffungskosten dieses Deckungsvermögens betrugen T€ 574. Die Bewertung zum Zeitwert erfolgte gemäß den Mitteilungen der jeweiligen Versicherungsinstitute nach der Methode market-to-market. 5. Angaben zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Aufstellung:
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 2.913 (Vorjahr T€ 406) enthalten. 6. Besicherungen Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind besichert mit:
7. Latente Steuern § 314 Abs. 1 Nr. 21 HGB Latente Steuern ergeben sich aus Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanzwerten sowie aus Bewertungs- und Konsolidierungsmaßnahmen im Konzernabschluss. Auf passive und aktive latente Steuern wurde das Saldierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB nicht angewandt. Aktive latente Steuern ergeben sich aus den Posten "Pensionsrückstellungen", "Urlaubsrückstellungen" sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Passive latente Steuern wurden auf die Bewertungsunterschiede von Vermögensgenständen des Sachanlagevermögens gebildet. Der für die Bewertung herangezogene unternehmensindividuelle Steuersatz beträgt 27,55%. 8. Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251, 268 (7) HGB und Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 19 HGB Es besteht eine gesamtschuldnerische Haftung für Kreditverbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist aufgrund der bestehenden Finanzierung der verbundenen Unternehmen als gering zu bewerten. E. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN-UND-VERLUSTRECHNUNG 1. Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von T€ 102.525 gliedern sich folgendermaßen nach geographisch bestimmten Märkten:
2. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Der Posten "sonstige betriebliche Erträge" umfasst periodenfremde Erträge, die nicht von untergndungen, die nicht von untergeordneter Bedeutung sind und sich wie folgt zusammensetzen:
3. Aufzinsung von Rückstellungen und Währungsumrechnung In der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 8 (Vorjahr T€ 8) enthalten. F. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG Der Finanzmittelfonds besteht ausschließlich aus Guthaben bei Kreditinstituten. G. SONSTIGE ANGABEN 1. Arbeitnehmerzahl (Durchschnitt gem. § 267 (5) u. § 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB)
2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen langfristige Mietverträge und Leasingverpflichtungen mit Gesamtverpflichtungen in Höhe von:
Diese Beträge resultieren aus der langfristigen Anmietung von Büroräumen sowie dem Leasing von Soft- und Hardware, Fahrzeugen und Maschinen. Die Leasingfinanzierung hat den Zweck, dass Investitionen unter Schonung der liquiden Mittel realisiert werden können. 3. Art und Zweck sowie Risiken und Vorteile von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB Teile der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden im Rahmen des Factoring veräußert und mit dem erhaltenen Kaufpreis Verbindlichkeiten getilgt. Die Gesellschaft trägt damit kein Ausfallrisiko aus diesen Forderungen mehr und verfügt schneller über die liquiden Mittel. Zum Bilanzstichtag haben die verkauften Forderungen eine Höhe von € 9.695.394,55. In der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind Aufwendungen für Factoring in Höhe von € 1.089.518,27 (Vorjahr € 373.627,85) enthalten. 4. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet. 5. Honorar des Abschlussprüfers Das gesamte Honorar des Abschlussprüfers beläuft sich für das Geschäftsjahr auf T€ 50 und entfällt komplett auf Leistungen im Zusammenhang mit der Jahresabschlussprüfung. 6. Organe des Mutterunternehmens Als Geschäftsführer waren im Berichtszeitraum bestellt:
Krumbach, den 31. März 2024 gez. Wilfried Thies, Geschäftsführer
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die NRG Senhall GmbH, Krumbach Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der NRG Senhall GmbH, Krumbach, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der NRG Senhall GmbH, Krumbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in der Anlage genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 29. April 2024 Schneider
+ Partner GmbH
Christian Seeberg, Wirtschaftsprüfer Metka Jasper, Wirtschaftsprüferin NRG SENHALL GMBH, KRUMBACH KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
Krumbach, den 31. März 2024
Angaben zur Feststellung: Der Konzernabschluss wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 23.05.2024 gebilligt. |
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