Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 112033
Vorher
Blitz F18-40 GmbHIssuer SPV GmbH
Eingetragen
8.6.2018
Branche
Finanzierungs-ConduitsVerbriefungszweckgesellschaften a. n. g.Wagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Begebung von Wertpapieren, insbesondere strukturierten Produkten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexandra Nesselrodt
seit 24.10.2025
Geschäftsführer
Michael John Clark
seit 21.9.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Market Data LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Market Data Limited
United Kingdom
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Raydius GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.06.2022 bis zum 31.05.2023

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

A. Prüfungsauftrag

I. Prüfungsauftrag

II. Bestätigung der Unabhängigkeit

B. Grundsätzliche Feststellungen

I. Erläuterung zur Geschäftsentwicklung

II. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

C. Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung

I. Gegenstand der Prüfung

II. Art und Umfang der Prüfung

D. Feststellungen zur Rechnungslegung

I. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

2. Jahresabschluss

II. Gesamtaussage des Jahresabschlusses

E. Schlussbemerkung

Anlagen (siehe gesondertes Verzeichnis)

Abkürzungsverzeichnis

Abs. Absatz
Brightpool Brightpool Limited, Limassol, Zypern
bzw. Beziehungsweise
DRS Deutsche Rechnungslegungsstandards
f./ff. Folgende
GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung
GmbHG Gesetz betreffend die Gesellschaft mit beschränkter Haftung
GuV Gewinn- und Verlustrechnung
HGB Handelsgesetzbuch
IDW Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf
IG Gruppe Gruppe der verbundenen Unternehmen aus dem Konzern der IG Group Holdings plc, London
IT Informationstechnologie
n.F. neue Fassung
PS Prüfungsstandard des IDW
S. Satz
z.B. zum Beispiel

A. Prüfungsauftrag

I. Prüfungsauftrag

1. Aufgrund unserer Wahl zum Abschlussprüfer durch Gesellschafterbeschluss vom 19. Januar 2023 erteilte uns die Geschäftsführung der

Raydius GmbH, Frankfurt am Main

(im Folgenden kurz "Raydius" oder "Gesellschaft" genannt)

den Auftrag, den Jahresabschluss der Gesellschaft, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2022 bis 31. Mai 2023 unter Einbeziehung der Buchführung gemäß §§ 316 ff. HGB zu prüfen. Um prospektrechtlichen Anforderungen entsprechen zu können, hat die Gesellschaft die gesetzlich erforderlichen Abschlussmindestbestandteile um eine Kapitalflussrechnung, eine Eigenkapitalveränderungsrechnung und einen Anhang erweitert. Die Einhaltung der prospektrechtlichen Anforderungen war nicht Gegenstand unserer Prüfung.

2. Für die Durchführung des Auftrags und unsere Verantwortlichkeit sind, auch im Verhältnis zu Dritten, die diesem Bericht beigefügten Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2017 vereinbart.

3. Über Art und Umfang sowie über das Ergebnis unserer Prüfung erstatten wir diesen Bericht nach den Grundsätzen des IDW PS 450 n.F. (10.2021), dem der von uns geprüfte Jahresabschluss als Anlage beigefügt ist. Dieser Bericht ist an das geprüfte Unternehmen gerichtet.

II. Bestätigung der Unabhängigkeit

4. Wir bestätigen gemäß § 321 Abs. 4a HGB, dass wir bei unserer Abschlussprüfung die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben.

B. Grundsätzliche Feststellungen

I. Erläuterung zur Geschäftsentwicklung

5. Da die Geschäftsführung unter Inanspruchnahme der Erleichterungen zulässigerweise keinen Lagebericht aufgestellt hat, können wir als Abschlussprüfer zur Beurteilung der Lage der Gesellschaft durch die Geschäftsführung, wie sie ansonsten im Lagebericht zum Ausdruck käme, nicht nach § 321 Abs. 1 Satz 2 HGB Stellung nehmen.

6. Aus dem unter Zugrundelegung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellten Jahresabschluss sowie den sonstigen geprüften Unterlagen heben wir folgende Aspekte hervor, die für die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft von Bedeutung sind:

7. Die Raydius hat im Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von € 1.749 Mio aus den vereinnahmten Optionsprämien erwirtschaftet. Gleichzeitig fiel Materialaufwand aus dem Barausgleich bei Ausübung bzw. Beendigung der Optionen in Höhe von € 1.731 Mio an. Ergänzend verweisen wir auf die Änderung in der Darstellung des Abschlusses im Abschnitt D.II. Diese realisierten Ergebnisse kehrt die Raydius im Rahmen des Hedge Service Agreements an ihre Schwestergesellschaft, Brightpool Limited, Limassol, Zypern, aus (im Materialaufwand in Höhe von € 18,1 Mio; Vorjahr: € 14,2 Mio enthalten). Dafür erhält Raydius gemäß dieser Vereinbarung ihre betrieblichen Aufwendungen (im Geschäftsjahr: € 1,6 Mio; im Vorjahr: € 1,0 Mio) zzgl. 5 % Gewinnaufschlag erstattet (sonstige betriebliche Erträge in Höhe von € 1,7 Mio; Vorjahr: € 1,1 Mio). Die Brightpool Limited, Limassol ist ein von der Cyprus Securities and Exchange Commission reguliertes Unternehmen, welches als Market Maker für die von Raydius emittierten Finanzprodukte agiert.

8. Raydius verfügt über keine eigene Geschäftsorganisation oder Infrastruktur und wird operativ im Bereich Rechnungswesen durch Mitarbeiter der Brightpool Limited, Limassol, und für sonstige Dienstleistungen durch weitere Mitarbeiter der Gruppe betrieben. Ein entsprechendes Service Level Agreement befindet sich weiterhin in Vorbereitung mit Brightpool; das Service Level Agreement vom 8. August 2019 mit Spectrum regelt den Zugang an die weiteren Dienstleistungen der IGE-Gruppe. Für diese Dienstleistungen wurde weder von Spectrum noch Brightpool eine Vergütung verlangt.

Aufgrund der einfachen und überschaubaren Verhältnisse kann aus dem Jahresabschluss selbst ein zutreffender Überblick über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft gewonnen werden. Von einer weitergehenden analytischen Darstellung haben wir daher abgesehen.

II. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

9. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 8. November 2023 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Raydius GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der Raydius GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Mai 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung, der Kapitalflussrechnung und der Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2022 bis zum 31. Mai 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Mai 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2022 bis zum 31. Mai 2023.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieses Systems der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

C. Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung

I. Gegenstand der Prüfung

10. Gegenstand unserer Prüfung war der nach den für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften (§§ 242 bis 256a HGB), den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften sowie bestimmte Personenhandelsgesellschaften (§§ 264 bis 288 HGB) sowie den weiteren rechtsformspezifischen Vorschriften (z.B. § 42 GmbHG) aufgestellte Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2022 bis 31. Mai 2023 , bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang. Die Verantwortung für die Ordnungsmäßigkeit von Buchführung und Jahresabschluss tragen die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe war es, diese Unterlagen einer Prüfung dahin gehend zu unterziehen, ob die gesetzlichen Vorschriften zur Rechnungslegung beachtet worden sind.

11. Die Beurteilung der Angemessenheit des Versicherungsschutzes der Gesellschaft, insbesondere ob alle Wagnisse bedacht und ausreichend versichert sind, war nicht Gegenstand des uns erteilten Auftrags zur Jahresabschlussprüfung.

II. Art und Umfang der Prüfung

12. Ausgangspunkt war der von uns geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2021 bis 31. Mai 2022.

13. Bei Durchführung der Prüfung haben wir die Vorschriften der §§ 316 ff. HGB und die in den Prüfungsstandards des IDW niedergelegten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung beachtet. Die Abschlussprüfung erstreckt sich nach § 317 Abs. 4a HGB nicht darauf, ob der Fortbestand des geprüften Unternehmens oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann.

14. Hinsichtlich der wesentlichen Elemente unseres risikoorientierten Prüfungsansatzes verweisen wir auf den Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses in unserem Bestätigungsvermerk (vgl. Abschnitt B "Wiedergabe des Bestätigungsvermerks").

15. Ergänzend geben wir folgende Erläuterungen zu unserem Prüfungsvorgehen: Ausgehend von der Identifikation und Beurteilung der inhärenten Risiken für den Jahresabschluss haben wir uns zunächst ein Verständnis vom rechnungslegungsrelevanten internen Kontrollsystem der Raydius verschafft.

Auf dieser Basis haben wir die Risiken festgestellt, die zu wesentlichen Falschdarstellungen in der Rechnungslegung führen können und dies bei der Bestimmung unseres weiteren Prüfungsvorgehens berücksichtigt. Im Prüfungsprogramm wurden die Schwerpunkte sowie der zeitliche Ablauf unserer Prüfung und die Zusammensetzung des Prüfungsteams inklusive des Einsatzes von Spezialisten festgelegt.

Ausgehend von unserem Verständnis des rechnungslegungsrelevanten Kontrollsystems haben wir in den Bereichen, in denen die Unternehmensleitung angemessene interne Kontrollen zur Begrenzung dieser der Risiken wesentlicher falscher Darstellungen eingerichtet hat, haben wir Funktionsprüfungen durchgeführt, um uns von der kontinuierlichen Wirksamkeit dieser Maßnahmen zu überzeugen.

Soweit wir aufgrund der Wirksamkeit der bei der Gesellschaft eingerichteten internen Kontrollen von der Richtigkeit des zu überprüfenden Zahlenmaterials und der zusätzlichen Angaben im Jahresabschluss ausgehen konnten, haben wir anschließend aussagebezogene Prüfungshandlungen, d.h. analytische Prüfungshandlungen, Einzelfallprüfungen oder eine Kombination von beidem vorgenommen. Einzelfallprüfungen wurden bei wirksamen Kontrollen auf ein nach prüferischem Ermessen notwendiges Maß reduziert.

Auf Grundlage unserer Einschätzung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems haben wir im Folgenden unter Beachtung des Grundsatzes der Wesentlichkeit und der Wirtschaftlichkeit überwiegend aussagebezogenen Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungssicherheit durchgeführt.

16. Im Rahmen der Einzelfallprüfungen von Abschlussposten der Gesellschaft haben wir folgende Unterlagen eingesehen:

Handelsregisterauszüge,

Leistungsverträge,

sonstige Geschäftsunterlagen.

17. Weiterhin haben wir folgende Prüfungshandlungen durchgeführt:

Zur Prüfung der geschäftlichen Beziehungen mit Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten haben wir uns zum 31. Mai 2023 Bankbestätigungen zukommen lassen.

18. Aufgrund der Auslagerung wesentlicher Bereiche der Rechnungslegung auf ein Dienstleistungsunternehmen wurden die erforderlichen Prüfungshandlungen teilweise durch uns selbst und teilweise durch andere Prüfer des Dienstleisters aus dem PwC-Netzwerk durchgeführt. Als Ergebnis der Prüfungshandlungen bei dem Dienstleistungsunternehmen haben wir ein Inter-Company Memorandum erhalten. Die Ergebnisse der Prüfer des Dienstleisters wurden von uns zur eigenverantwortlichen Beurteilung des Jahresabschlusses genutzt.

19. Von den gesetzlichen Vertretern und den von ihnen beauftragten Mitarbeitern sind uns alle verlangten Aufklärungen und Nachweise erbracht worden.

Die gesetzlichen Vertreter haben uns die berufsübliche schriftliche Vollständigkeitserklärung zum Jahresabschluss erteilt.

D. Feststellungen zur Rechnungslegung

I. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

20. Die Buchführung und das Belegwesen sind nach unseren Feststellungen in allen wesentlichen Belangen ordnungsgemäß und entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Die aus den weiteren geprüften Unterlagen zu entnehmenden Informationen führen zu einer ordnungsgemäßen Abbildung in Buchführung und Jahresabschluss.

2. Jahresabschluss

21. Im Jahresabschluss der Raydius bestehend aus der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung, der Kapitalflussrechnung, der Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie dem Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2022 bis zum 31. Mai 2023 wurden die gesetzlichen Vorschriften einschließlich der rechtsformspezifischen Vorschriften und die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung in allen wesentlichen Belangen beachtet. Ergänzende Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags waren nicht zu beachten.

22. Die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung, die Kapitalflussrechnung und die Eigenkapitalveränderungsrechnung wurden ordnungsgemäß aus der Buchführung und den weiteren geprüften Unterlagen abgeleitet. Dabei wurden die handelsrechtlichen Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsvorschriften in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

23. Der Anhang entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Die Angaben im Anhang sind in allen wesentlichen Belangen vollständig und zutreffend.

24. Von den Aufstellungserleichterungen gemäß § 266 Abs. 1 Satz 3 HGB für kleine Kapitalgesellschaften wurde zulässigerweise durch eine verkürzte Bilanz Gebrauch gemacht.

II. Gesamtaussage des Jahresabschlusses

25. Der Jahresabschluss entspricht in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt insgesamt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

26. Um prospektrechtlichen Anforderungen entsprechen zu können, hat die Gesellschaft die gesetzlich erforderlichen Abschlussmindestbestandteile, um eine Kapitalflussrechnung, eine Eigenkapitalveränderungsrechnung und einen Anhang erweitert. Die Aufstellung der Kapitalflussrechnung erfolgte nach den Grundsätzen des DRS 21. Die Darstellung der Entwicklung des Eigenkapitals erfolgte nach den Grundsätzen des DRS 22.

27. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr die Darstellung der Umsatzerlöse und des Materialaufwands angepasst. In den Umsatzerlösen werden Zahlungen des Emissionswertes der Turbo Warrants ausgewiesen, soweit diese realisiert sind. Die Zahlungen für den Rückkauf der Turbo Warrants werden seit diesem Jahr im Materialaufwand ausgewiesen. Im Vorjahr waren diese in den Umsatzerlösen erfasst, weshalb eine Saldierung über den Emissionswert des Turbo Warrants hinaus nicht in jedem Fall sichergestellt war. Wäre der Ausweis der Zahlungen für den Rückkauf bereits im Vorjahr im Materialaufwand erfolgt, hätten die Umsatzerlöse EUR 1.156 und der Materialaufwand EUR 1.141 Mio betragen.

28. Zum besseren Verständnis der Gesamtaussage des Jahresabschlusses gehen wir nachfolgend pflichtgemäß auf die wesentlichen Bewertungsgrundlagen ein (§ 321 Abs. 2 Satz 4 HGB).

Wesentliche Bewertungsgrundlagen

29. Nachdem Raydius als Emittent und Brightpool als Käufer sich über die Emission und den Kauf von Turbo Warrants geeinigt haben, werden die Instrumente dem Depot des Käufers zum Settlement Date gutgeschrieben.

30. Zu diesem Zeitpunkt ist der Emittent im Hinblick auf seine Verpflichtungen aus der Emission der Turbo Warrants, der Dokumentation der Turbo Warrants sowie sämtlichen Kosten aus der Emission von Brightpool gemäß dem Hedge Service Agreement abgesichert. Entsprechend wird zu jedem Settlememt Date die Forderung des Käufers aus dem Kaufpreis gegen die Forderung des Emittenten aus dem abgesicherten Wert gesettelt.

31. Die Gesellschaft bildet somit Bewertungseinheiten nach § 254 HGB. Gegenstand dieser Bewertungseinheiten sind als Grundgeschäft die Verbindlichkeiten aus den erhaltenen Optionsprämien aus den emittierten Turbo Warrants und als Sicherungsinstrument der Anspruch aus dem mit Brightpool abgeschlossenen Hedging Agreement, wonach Brightpool dem Emittenten Raydius sämtliche Verpflichtungen aus dem Turbo Warrant gegen Zahlung eines Hedging Price in Höhe der Optionsprämie ersetzt. Dabei wird das Risiko der negativen Entwicklung des beizulegenden Zeitwerts der Option abgesichert. Ineffizienzen des abgesicherten und nicht abgesicherten Risikos haben wir im Rahmen unserer Prüfung nicht festgestellt.

32. Forderungen sowie Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Wertberichtigungen waren nicht erforderlich.

33. Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

34. Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Die Verbindlichkeiten aus den erhaltenen Optionsprämien aus der Emission der Turbo Warrants werden zu ihrem Emissionspreis bilanziert.

E. Schlussbemerkung

Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses der Raydius GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2022 bis zum 31. Mai 2023 erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F. (10.2021)).

Der von uns erteilte Bestätigungsvermerk ist in Abschnitt B unter "Wiedergabe des Bestätigungsvermerks" enthalten.

 

Frankfurt am Main, den 8. November 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kay Böhm, Wirtschaftsprüfer

Muriel Atton, Wirtschaftsprüfer

Anlagenverzeichnis

I Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2022 bis 31. Mai 2023

II Rechtliche, wirtschaftliche und steuerliche Verhältnisse

Bilanz zum 31. Mai 2023

Aktiva

31.05.2023 31.05.2022
EUR EUR
A Umlaufvermögen
I Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3,557,955.33 2,063,353.50
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 97,472.11 223,098.96
B Rechnungsabgrenzungsposten 44,561.33 6,789.84
Summe Aktiva 3,699,988.77 2,293,242.30

Passiva

31.05.2023 31.05.2022
EUR EUR
A Eigenkapital
I Gezeichnetes Kapital 25,000.00 25,000.00
II Gewinnvortrag 90,374.59 90,776.17
III Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 138,714.77 -401.58
254,089.36 115,374.59
B Rückstellungen
I Steuerrückstellungen 0.00 56,714.96
II. Sonstige Rückstellungen 140,613.62 350,167.67
140,613.62 406,882.63
c Verbindlichkeiten 3,305,285.79 1,770,985.08
Summe Passiva 3,699,988.77 2,293,242.30

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juni 2022 bis 31. Mai 2023

01.06.2022 - 31.05.2023 01.06.2021-31.05.2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 1,749,441,702.38 14,190,733.86
2. Sonstige betriebliche Erträge 1,691,188.04 1,047,913.18
3. Materialaufwand -1,751,050,247.31 -15,221,675.14
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -376.48 -729.18
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -266.82 -3,659.71
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 56,714.96 -12,984.59
7. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 138,714.77 -401.58
8. (+)Gewinnvortrag 90,374.59 90,776.17
9. (+) Bilanzgewinn 229,089.36 90,374.59

Handelsregister Amtsgericht Frankfurt am Main (HRB 112033)

Kapitalflussrechnung (HGB) gemäß DRS 21 zum Jahresabschluss 31.05.2023
2023 2022
No. Position EUR EUR
1 Periodenergebnis (Jahresüberschuss/-fehlbetrag) 138,714.77 -401.58
2 +/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 0.00 0.00
3 +/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen -209,554.05 152,163.18
4 +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 0.00 0.00
5 +/- Abnahme / Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1,532,373.32 -669,539.09
6 +/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1,534,300.71 24,807.41
7 +/- Verlust / Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögen 0.00 0,00
8 +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 266,82 3,659.71
9 - Sonstige Beteiligungserträge 0,00 0.00
10 +/- Aufwendungen / Erträge von außergwöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 0,00 0,00
11 +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag -56,714.96 12,984.59
12 + Einzahlungen im Zusammenhang mit Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 0.00 0.00
13 - Auszahlungen im Zusammenhang mit Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 0.00 0.00
14 -/+ Ertragsteuerzahlungen 0,00 0.00
15 - Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (operative cash flow) -125,360.03 -476,325.78
16 Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 0.00 0,00
17 - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen 0.00 0,00
18 + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0,00 0.00
19 - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 0.00 0,00
20 + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0.00 0.00
21 - Auszahlungen aus Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0,00 0,00
22 + Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis 0,00 0,00
23 - Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis 0,00 0,00
24 + Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 0,00 0,00
25 - Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 0.00 0,00
26 + Einzahlungen im Zusammenhang mit Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 0,00 0,00
27 - Auszahlungen im Zusammenhang mit Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 0.00 0.00
28 + Erhaltene Zinsen 0.00 0,00
29 + Erhaltene Dividenden 0.00 0.00
30 = Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit (investive cash flow) 0.00 0.00
31 Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des MU 0,00 0,00
32 + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von anderen Gesellschaftern 0.00 0.00
33 - Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an Gesellschafter des MU 0.00 0.00
34 - Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an andere Gesellschafter 0.00 0.00
35 + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen undder Aufnahme von (Finanz-)Krediten 0.00 0,00
36 - Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten 0.00 0.00
37 + Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen 0.00 0,00
38 + Einzahlungen im Zusammenhang mit Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 0.00 0.00
39 - Auszahlungen im Zusammenhang mit Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 0.00 0.00
40 - Gezahlte Zinsen -266.82 -3,659.71
41 - Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des MU 0.00 0.00
42 - Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter 0.00 0.00
43 = Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit (finance cash flow) -266.82 -3,659.71
44 Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -125,626.85 -479,985.49
45 +/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0.00 0,00
46 +/- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0.00 0.00
47 + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 223,098.96 703,084.45
48 = Finanzmittelfonds am Ende der Periode (financial funds at the end of the period) 97,472.11 223,098.96

Handelsregister Amtsgericht Frankfurt am Main (HRB 112033)

Eigenkapitalveränderungsrechnung (HGB) gemäß DRS 22 zum Jahresabschluss 31.05.2023

Gezeichnetes Kapital Gewinnvortrag und /Jahresfehlbetrag/ Jahresüberschuss Eigenkapital gesamt
EUR EUR EUR
Eigenkapital zum 31.05.2021 25,000.00 90,776.17 115,776.17
Netto - Kapitalveränderungen 0.00 0.00 0.00
Gezahlte Dividenden 0.00 0,00 0.00
Jahresfehlbetrag 0.00 -401.58 -401.58
Eigenkapital zum 31.05.2022 25,000.00 90,374.59 115,374.59
Netto - Kapitalveränderungen 0,00 0.00 0.00
Gezahlte Dividenden 0,00 0.00 0.00
Jahresüberschuss 0.00 138,714.77 138,714.77
Eigenkapital zum 31.05.2023 25,000.00 229,089.36 254,089.36

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der Raydius GmbH

A. Grundlegende Angaben zum Unternehmen und zur Bilanzierung

Registerdaten zum Unternehmen und Gliederung

Der Jahresabschluss der Raydius GmbH, Frankfurt am Main (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 112033) wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Der Jahresabschluss besteht gemäß Prospektverordnung (Verordnung (EU) 2017/1129) in Verbindung mit der Delegierten Verordnung (EU) 2019/980 aus Bilanz, Gewinn und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang.

Gegenstand des Unternehmens ist die Begebung von Wertpapieren, insbesondere strukturierten Produkten.

Am gezeichneten Kapital der Raydius GmbH i. H. v. TEUR 25 ist alleinig die Market Data Limited beteiligt mit Sitz in Cannon Bridge House, 25 Dowgate Hill, London, Vereinigtes Königreich.

Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum 1. Juni 2022 bis 31. Mai 2023.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 1 HGB auf. Von den größenabhängigen Erleichterungen der §§ 274a, 276, 288 sowie 326 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. Von den Aufstellungserleichterungen gemäß § 266 Abs. 1 Satz 3 HGB für kleine Kapitalgesellschaften wurde durch eine verkürzte Bilanz Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.

Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen, Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks, werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Wertberichtigungen waren nicht erforderlich.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist gemäß § 250 Abs. 1 HGB gebildet.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen werden i. H. des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr liegen nicht vor.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die sonstigen Verbindlichkeiten aus den emittierten Turbo Warrants werden unverändert zu ihrem Emissionswert bilanziert. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht.

B. Erläuterungen zur Bilanz

1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände i. H. v. TEUR 3.558 (Vorjahr TEUR 2.063) bestehen ausschließlich gegen verbundene Unternehmen.

Im Berichtszeitraum handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen aus der Begebung von Wertpapieren (Turbo Warrants) i. H. v. TEUR 3.179 (Vorjahr TEUR 1.771) und Forderungen aufgrund einer Kostenübernahmevereinbarung mit Brightpool 1 i. H. v. TEUR 338 (Vorjahr TEUR 251). Forderungen aus der Begebung von Turbo Warrants bestehen gegen Brightpool 1 und führen aufgrund des abgeschlossenen Service Hedge Agreements zu keinem Zeitpunkt zu Einzahlungen. Es bestehen keine Forderungen mit einer Fälligkeit von über einem Jahr.

2. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

Die Guthaben bei Kreditinstituten belaufen sich auf TEUR 97 (Vorjahr TEUR 223).

3. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten i. H. v. TEUR 45 (Vorjahr TEUR 7) resultiert aus vorausgezahlten Gebühren, welche im Zusammenhang mit der Begebung von Wertpapieren stehen.

4. Eigenkapital

Im Eigenkapital i. H. v. TEUR 254 (Vorjahr TEUR 115) ist der Gewinnvortrag i. H. v. TEUR 90 (Vorjahr TEUR 91), der Jahresüberschuss i. H. v. TEUR 139 (Vorjahr Jahresverlust TEUR 1) und das im Vergleich zum Vorjahr unverändert volleingezahlte gezeichnete Kapital i. H. v. TEUR 25 enthalten. Für Raydius besteht eine Patronatserklärung der Muttergesellschaft Market Data Limited (siehe D 6.).

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen i. H. v. TEUR 141 (Vorjahr TEUR 350) bestehen im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen von Dienstleistern i. H. v. TEUR 102 (Vorjahr TEUR 242), Rechnungen von Regulierungsbehörden i. H. v. TEUR 19 (Vorjahr TEUR 41) und Prüfungskosten i. H. v. TEUR 20 (Vorjahr TEUR 17).

6. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten i. H. v. TEUR 3.305 (Vorjahr TEUR 1.771) bestehen gegenüber den Inhabern der begebenen Wertpapiere i. H. v. TEUR 3.179 (Vorjahr TEUR 1.771) und gegenüber verbundenen Unternehmen i. H. v. TEUR 126.

Die Verbindlichkeiten gegenüber den Inhabern der begebenen Wertpapiere i. H. v. TEUR 3.179 (Vorjahr TEUR 1.771) sind zusammen mit dem Absicherungsvertrag in eine Bewertungseinheit gefasst.

1 Brightpool Limited, Limassol, Zypern

7. Bilanzierung nach einer einzigen Bewertungseinheit (§254 HGB)

Das Service Hedge Agreement regelt, dass Brightpool 1 für alle Verbindlichkeiten von Raydius, welche aus den Turbo Warrants entstehen, einsteht und diese begleicht. Raydius verpflichtet sich im Gegenzug zur Zahlung des Emissionswertes der Turbo Warrants. Dies führt regelmäßig zur Tilgung der Forderungen gegen Brightpool1.

Der Absicherungsvertrag deckt die möglichen Risiken vollständig ab. Die Höhe des abgesicherten Risikos zum Stichtag beläuft sich auf TEUR 0,3 (Vorjahr TEUR 22).

Die Bewertungseinheit ist gemäß § 254 gebildet und wurde nach der Einfrierungsmethode bilanziell abgebildet.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Ausweisänderung im Berichtsjahr

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr die Darstellung der Umsatzerlöse und des Materialaufwands angepasst. In den Umsatzerlösen werden Zahlungen des Emissionswertes der Turbo Warrants ausgewiesen, soweit diese realisiert sind. Die Zahlungen für den Rückkauf der Turbo Warrants werden seit diesem Jahr im Materialaufwand ausgewiesen. Im Vorjahr waren diese in den Umsatzerlösen erfasst, weshalb eine Saldierung über den Emissionswert des Turbo Warrants hinaus nicht in jedem Fall sichergestellt war. Wäre der Ausweis der Zahlungen für den Rückkauf bereits im Vorjahr im Materialaufwand erfolgt, hätten die Umsatzerlöse MEUR 1.156 und der Materialaufwand MEUR 1.141 Mio betragen.

2. Umsatzerlöse

Umsatzerlöse i. H. v. MEUR 1.749 resultieren ausschließlich aus der Begebung von Wertpapieren und stellen realisierte Nettoergebnisse dar.

3. Sonstige betriebliche Erträge

Sonstige betriebliche Erträge i. H. v. TEUR 1.691 (Vorjahr TEUR 1.048) resultieren ausschließlich aus Kostenübernahmeerklärungen 2 von verbundenen Unternehmen.

1 Brightpool Limited, Limassol, Zypern
2 Ab August 2019 gilt das Service Hedge Agreement mit Brightpool., welches eine Kostenübernahmevereinbarung beinhaltet.

4. Materialaufwand

Materialaufwand i.H.v. MEUR 1.751 betrifft hauptsächlich die Zahlungen für den Rückkauf der Turbo Warrants (MEUR 1.731), Aufwendungen aus der Auskehrung der realisierten Nettoergebnisse aus einem Absicherungsvertrag im Zusammenhang mit emittierten Wertpapieren i. H. v. TEUR 18.076 (Vorjahr TEUR 14.193) sowie Aufwendungen für erhaltene Dienstleistungen, i. H. v. TEUR 1.608 (Vorjahr TEUR 1.029), darunter sind Aufwendungen für die Rabattgebühren i. H. v. TEUR 506 (Vorjahr TEUR 0), Begebung von Wertpapieren und die Erstellung der dazugehörigen notwenigen elektronischen Unterlagen i. H. v. TEUR 450 (Vorjahr TEUR 618), Rechtsberatung im Zusammenhang mit der Erstellung des Wertpapierprospekts i. H. v. TEUR 391 (Vorjahr TEUR 174), nicht abziehbare Vorsteuer i. H. v. TEUR 179 (Vorjahr TEUR 106) und Gebühren der Regulierungsbehörden i. H. v. TEUR 82 (Vorjahr TEUR 131).

5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag i. H. v. TEUR 57 resultieren aus der Auflösung von Steuerrückstellungen für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer. Im Vorjahr belief sich der Steueraufwand auf TEUR 13.

D. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Mitarbeiter

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren weiterhin keine Arbeitnehmer beschäftigt.

2. Mitglieder der Geschäftsführung

 

Herr Nikos Dimitriadis

 

Frau Yiota Aristedes

Die Mitglieder der Geschäftsführung haben für Ihre Tätigkeit weder Bezüge erhalten noch wurden ihnen Darlehen gewährt.

3. Angaben zum Mutterunternehmen

Mutterunternehmen i. S. d. § 285 Nr. 14a HGB ist das Unternehmen Market Data Limited mit Sitz in Cannon Bridge House, 25 Dowgate Hill, London, Vereinigtes Königreich, eingetragen im Companies House unter 05022252.

Das oberste Mutterunternehmen und beherrschende Unternehmen ist IG Group Holdings PLC, ein an der Londoner Börse notiertes Unternehmen mit Sitz im Vereinigten Königreich (Registrierungsnummer 04677092).

Das oberste Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die IG Group Holdings PLC. Der Konzernabschluss ist auf ihrer Website verfügbar. Market Data Ltd. ist das direkte Mutterunternehmen, das den konsolidierten Abschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt.

4. Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstigen finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB bestehen nicht.

6. Patronatserklärung

Die Muttergesellschaft Market Data Limited hat eine Patronatserklärung für die Raydius GmbH (Raydius) abgegeben und garantiert damit für den Fall, dass Raydius Verluste erleidet und in Folge dessen seinen finanziellen Verpflichtungen nicht fristgerecht nachkommen kann unverzüglich und auf Anfrage das Kapital der Raydius um den Betrag der erlittenen Verluste zu erhöhen. Die Patronatserklärung ist nicht zeitlich begrenzt.

7. Nachtragsbericht

Am 6. Oktober 2023 hat Brightpool, verbundenes Unternehmen der Raydius, eine Patronatserklärung zugunsten der Raydius abgegeben: sollte Raydius Verluste erleiden und inFolgedessen seinen finanziellen Verpflichtungen nicht fristgerecht nachkommen können, würde Brightpool auf Anfrage und unverzüglich das Kapital der Raydius um den Betrag der erlittenen Verluste erhöhen. Die Patronatserklärung ist nicht zeitlich begrenzt.

 

Frankfurt am Main, 08 November 2023

Raydius GmbH Frankfurt am Main

Die Geschäftsführer

Yiota Aristedes

Nikos Dimitriadis

Rechtliche, wirtschaftliche und steuerliche Verhältnisse

Firma Raydius GmbH
Sitz Frankfurt am Main
Handelsregister HR B-Nr. 112033 beim Amtsgericht Frankfurt am Main
Gesellschaftsvertrag Gültig in der Fassung vom 24. Mai 2019
Geschäftsjahr Vom 1. Juni bis 31. Mai
Stammkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Mai 2023 € 25.000,00.
Alleiniger Gesellschafter mit einer voll eingezahlten Stammeinlage ist die Market Data Limited, London/ Großbritannien
Geschäftsführung Nicos Demetriades, Limassol/ Zypern Yiota Aristedes, Limassol/ Zypern Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt.
Gesellschafterbeschlüsse In der Gesellschafterversammlung am 19. Januar 2023 wurde folgendes beschlossen:
• Der Jahresabschluss zum 31. Mai 2022 wurde festgestellt.
• Das Ergebnis (bestehend aus Jahresverlust zuzüglich Gewinnvortrag aus Vorjahr) des zum 31. Mai 2022 beendeten Geschäftsjahres in Höhe von EUR 90.374,59 wird auf neue Rechnung getragen
• PwC wurde zum Abschlussprüfer für das am 31. Mai 2023 endende Geschäftsjahr bestellt
• Dem am 15. September 2021 bestellten Geschäftsführer Nikos Dimitriadis wird Entlastung für die Dauer seiner Bestellung innerhalb des am 31. Mai 2022 beendeten Geschäftsjahres erteilt. Der am 1. Januar 2022 bestellten Geschäftsführerin Yiota Aristedes wird Entlastung für die Dauer ihrer Bestellung innerhalb des am 31. Mai 2022 beendeten Geschäftsjahres erteilt.
Geschäftstätigkeit Gegenstand des Unternehmens ist nach § 4 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages die Begebung von Wertpapieren, insbesondere strukturierten Produkten.
Konzernbeziehungen/ wesentliche Beteiligungen Die Gesellschaft ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Market Data Limited, London/ Großbritannien und wird in den Konzernabschluss der IG Group Holdings PLC, Großbritannien einbezogen.
Wesentliche Verträge • Hedge Service Agreement mit Brightpool Limited, Limassol vom 14. August 2019 für die Erstattung von sämtlichen Kosten der Raydius zzgl. 5 % Aufschlag und für die Übertragen der Verbindlichkeiten aus den Emissionen von der Raydius an die Brightpool.
• Service Level Agreement mit Spectrum GmbH, Frankfurt am Main, vom 8. September 2019 über die Dienstleistungen, die von Spectrum GmbH erbracht werden; insbesondere Marketing, Compliance Support, Risk Management, Internal Audit, Market Data, Operations sowie Back Office und administrative Aufgaben einschließlich der Buchhaltung.
• Die Muttergesellschaft Market Data Limited hat am 29. Januar 2020 eine Patronatserklärung für die Raydius GmbH (Raydius) abgegeben und garantiert damit für den Fall, dass Raydius Verluste erleidet und infolgedessen seinen finanziellen Verpflichtungen nicht fristgerecht nachkommen kann, unverzüglich und auf Anfrage das Kapital der Raydius, um den Betrag der erlittenen Verluste zu erhöhen. Die Patronatserklärung ist nicht zeitlich begrenzt.
Mitarbeiter Keine
Steuerliche Verhältnisse Steuerliche Veranlagung besteht bis 2020.

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