Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 159947
Vorher
Hoval (Deutschland) GmbH
Eingetragen
7.12.2005
Branche
Herstellung von Heizkörpern für ZentralheizungenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Installationsbedarf für Gas, Wasser, Heizung und KlimatechnikWärme- und Kältehandel
Gegenstand
Vertrieb technischer Produkte, Bauteile und Komponenten, die zum Zwecke des Heizens, Kühlens oder Lüftens dienen. Gegenstand des Unternehmens ist ferner die Beratung bei technologischen Raumklimalösungen insbesondere durch Erstellung von Studien, Konzepten und Planungen für Systemlösungen zur Heizung, Kühlung und Lüftung von Gebäuden sowie Montage, Demontage, Inbetriebnahme, Störungsbehebung, Wartung und Reinigung entsprechender technischer Anlagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Florian Sindel
seit 20.12.2024
Prokura
Peter Gerner
seit 25.7.2018
Geschäftsführer
Manfred Gerngroß
seit 30.8.2016
Prokura
Claudio Corrado
seit 30.8.2016
Prokura
Wolfgang Allgäuer
seit 10.5.2010
Geschäftsführer
Gerhard Schelling
seit 14.7.2008
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Hoval Holding AGLIE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Hoval Holding AG
Liechtenstein
2.500.000 DM
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
67.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hoval GmbH

Aschheim-Dornach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2022 bis zum 31.03.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

1 Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell

Hoval ist ein international tätiger Anbieter von Heiz- und Raumklimalösungen. Muttergesellschaft der Hoval GmbH ist die Hoval Holding AG mit Sitz in Vaduz im Fürstentum Liechtenstein.

Die Hoval GmbH mit Sitz in Aschheim-Dornach fungiert als Vertriebsgesellschaft für den deutschen Markt. Die Betreuung der Fachingenieure, des Fachhandwerks und der Anlagenbauer erfolgt direkt und fokussiert sich auf individuelle Systemlösungen für die Bereiche Heizen, Kühlen und Lüften (Raumklimalösungen).

Ziele und Strategien

Die Hoval Gruppe hat die strategische Entscheidung getroffen, die Kapazitäten und Kompetenzen im Bereich Wärmepumpen signifikant zu erweitern. Der Trend weg von fossilen Energieträgern oder Brennstoffen hin zu alternativen Energien hat sich aufgrund der bereits bestehenden politischen Initiative "European Green Deal" der Europäischen Kommission beschleunigt. Der Krieg in Osteuropa und die damit einhergehende Diskussion über den Verbrauch von Öl und Gas haben die Situation weiter zugespitzt, sowie die Forderung der Bundesregierung nach einem klimaneutralen Heizungskeller.

Die Hoval Gruppe verfolgt eine Umweltpolitik, die alle Unternehmensbereiche einbezieht und bei der die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen, die gesellschaftliche Verantwortung und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit gleichberechtigt Berücksichtigung finden. Sie ist Ausdruck des nachhaltigen Engagements für Gesellschaft und Umweltschutz und fester Bestandteil der Corporate Responsibility.

Steuerungssystem

Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung der Gesellschaft sind der Umsatz und das Betriebsergebnis (EBIT).

Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung ist bei der Muttergesellschaft in Vaduz angesiedelt.

Mitarbeiter

Die Mitarbeiteranzahl betrug zum Bilanzstichtag 111 Personen.

Die im Rahmen der Coronapandemie implementierten Hygienemaßnahmen bestanden auch im Geschäftsjahr 2022/2023 fort, genauso wie die Möglichkeit zur Nutzung des Homeoffice bei den Büroarbeitsplätzen.

2 Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher. 1

Der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist 2023 um 9,6 % gegenüber 2021 gesunken. Das 1. Quartal 2022 erreichte mit dem Rekordmonat März, in dem zum ersten Mal Auftragseingänge von mehr als 10 Milliarden Euro gemeldet wurden, im Vorjahresvergleich noch ein reales Plus von 4,1 %. Ab dem 2. Quartal konnte das Vorjahresniveau jedoch nicht mehr erreicht werden: Insgesamt sieben Monate verzeichneten sogar ein zweistelliges reales Minus. Dabei verzeichnete der Wohnungsbau mit real -16,5 % die größten Einbußen. 2

Im Jahr 2022 wurde in Deutschland der Bau von 354.400 Wohnungen genehmigt, dies waren das 6,9 % oder 26.300 Wohnungen weniger als im Jahr 2021. 3

980.000 Wärmeerzeuger hat das deutsche Heizungsbauerhandwerk im Jahr 2022 installiert. Darunter 236.000 Wärmepumpen. Das entspricht fast der Hälfte der von der Bundesregierung ab dem Jahr 2024 angepeilten Stückzahl von 500.000 Wärmepumpen pro Jahr und einer Absatzsteigerung von über 50 Prozent im Verhältnis zum Vorjahr. 4

Für den Gaskesselmarkt, der mit 61 % Anteil (Vorjahr: 70 %) an den insgesamt verkauften Wärmeerzeugern dominiert, ist ein Rückgang von 8 % gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Der Heizungs-Wärmepumpenabsatz hat um 53 % zugelegt und erreichte damit erneut einen historischen Rekordanteil von rund 24 % (Vorjahr: 17 %). Biomassekessel, im Speziellen Pellet, legten um 22 % zu und weisen einen Marktanteil von 7 % (Vorjahr: 8 %) auf. 6 % entfallen auf Ölkessel, die einen Zuwachs um 25 % verzeichneten. 5

1 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 13. Januar 2023
2 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 072 vom 24. Februar 2023
3 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 095 vom 10. März 2023
4 Zentralverband Sanitär Heizung Klima, Pressemitteilung 07/2023
5 Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie e.V., Marktentwicklung 2022 und 2021

3 Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2022/2023 war besonders von der Herausforderung durch Material- und Lieferengpässe geprägt. Gleichwohl ist die Geschäftsführung angesichts eines Umsatzwachstums von 7 % und einer Verbesserung des Betriebsergebnisses (EBIT) von 10 % gegenüber dem Vorjahr mit dem Geschäftsverlauf und mit der Lage der Gesellschaft zum Bilanzstichtag zufrieden.

Der Gesamtmarkt für Wärmeerzeuger hat sich im Jahr 2022 mit +5 % ebenfalls positiv entwickelt (in Stückzahlen), womit Hoval diese Entwicklung noch übertroffen hat. Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich, insbesondere umsatzbedingt, um 10 % auf 858 T€.

Die Entwicklung der Hoval GmbH einerseits und des Marktes andererseits war nicht in allen Produktbereichen kongruent. Im Bereich der Wärmepumpen mit einem Wachstum von 27 %, konnte aufgrund von Lieferschwierigkeiten das Marktwachstum von 53 % nicht erreichten werden, dafür erreichte der Bereich der Biomasse (Marktwachstum von 17 %) bei der Hoval GmbH ein Wachstum von 77 % und übertraf das Marktwachstum deutlich.

4 Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich von 12.287 T € auf 13.806 T€.

Auf der Aktivseite liegt der Erhöhung im Wesentlichen der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, von 3.299 T€ im Vorjahr auf 5.212 T€ zum Bilanzstichtag, zugrunde. Ursächlich hierfür ist das starke Umsatzwachstum, von 39.451 T€ auf 42.355 T€. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich auf 6.389 T€ nach 6.873 T€ im Vorjahr. Darin enthalten sind 5.843 T€ aus Cash-Pooling-Guthaben (Vorjahr 6.669 T€).

Die Investitionen bewegten sich im Geschäftsjahr 2022/2023 mit rund 284 T€ im Wesentlichen auf dem Niveau des Vorjahres (259 T€) und betrafen das Sachanlagevermögen.

Auf der Passivseite erhöhten sich insbesondere die sonstigen Verbindlichkeiten (Anstieg um 447 T€), die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Anstieg um 43 T€) und die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (Anstieg um 42 T€). Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen verringerten sich um 383 T€.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen deutlich mit 1.348 T€ im Vergleich zum Vorjahr (717 T€); sie resultieren im Wesentlichen aus Warenlieferungen.

Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 53 % nach 52 % im Vorjahr.

Finanzlage

Die flüssigen Mittel belaufen sich auf 51 T€ nach 67 T€ im Vorjahr. Die Gesellschaft ist in das konzernweite Cash-Pooling-Verfahren eingebunden. Barbestände werden entsprechend täglich auf den Hauptaccount der Hoval AG übertragen.

Nennenswerte Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen weiterhin nicht.

Aufgrund der Einbindung in das Cash-Pooling ist aus Sicht der Geschäftsführung für die Hoval GmbH die Finanzierung und Liquidität mindestens für den Prognosezeitraum sichergestellt.

Leasingverhältnisse bestehen im Bereich von Pkw.

Ertragslage

Die Umsätze erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr von 39.451 T€ auf 42.355 T€ bzw. um 7 %.

Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich, insbesondere umsatzbedingt, um 10 % auf 858 T€ nach 780 T€ im Vorjahr.

Der Materialaufwand erhöhte sich von 23.747 T€ auf 26.269 T€ bzw. um 11 %. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand in Relation zu Umsatz) ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen und beläuft sich auf 62 % nach 60 % im Vorjahr.

Der Personalaufwand erhöhte sich von 9.689 T€ auf 10.410 T€ bzw. um 7 %. Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter hatte sich von 107 im Vorjahr auf 110 im Geschäftsjahr 2022/2023 erhöht. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand in Relation zu Umsatz) ist mit 25 % identisch zum Vorjahr.

5 Risiko- und Chancenbericht

Zur Erhaltung und Weiterentwicklung des Unternehmenswertes und zur Erfüllung unserer Vision verpflichtet sich Hoval zu einem integrierten Chancen- und Risikomanagement. Die Risikopolitik sowie die Grundsätze des Risikomanagements werden dabei durch den Verwaltungsrat der Hoval Gruppe festgelegt.

Das Risikomanagement ist eine der Kernaufgaben des Linienmanagements der Hoval Gruppe und umfasst die periodische, systematische Identifikation und Bewertung der wesentlichen Risiken hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und finanzieller Auswirkung bzw. die Definition von Maßnahmen zur Steuerung der Risiken. Risiken werden dabei entlang der Kategorien Umfeld und personelle Ressourcen gemanagt.

Die Analyse der Risiken erfolgt auch auf der Basis von Informationen bzw. Kennzahlen des internen und externen Rechnungswesens. Die Überwachung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, z.B. der Umsatzentwicklung bzw. des Auftragseingangs und Auftragsbestands, gibt der Geschäftsführung die Möglichkeit, Risiken zu identifizieren, zu bewerten und entsprechende Gegenmaßnahmen zeitnah zu beschließen.

Risikobericht

Die Darstellung der Risiken erfolgt vor der Umsetzung von Risikobegrenzungsmaßnahmen (Brutto-Darstellung).

Umfeld

Risiken im Umfeld bestehen insbesondere im Kontext des Krieges in der Ukraine und der hohen Nachfrage nach Wärmepumpen und den damit einhergehenden Marktveränderungen. Nicht zuletzt hieraus resultieren Probleme mit den Lieferketten mit wiederum negativen Auswirkungen einerseits auf die Verfügbarkeit, andererseits auf die Preisentwicklung. Das Umfeld ist ferner geprägt durch die hohe Inflation und steigende Zinsen, woraus sich jeweils wiederum Risiken für die Geschäftsentwicklung ergeben können. Die Verwerfungen am Gasmarkt bzw. die Ungewissheit hinsichtlich der Entwicklung des Gaspreises stellen ebenfalls umfeldbezogene Risiken dar; Gaskessel leisten einen wesentlichen Beitrag zum Umsatz der Gesellschaft.

Personelle Ressourcen

Auch die Hoval GmbH sieht sich mit Risiken aus dem vorherrschenden Mangel an Fachkräften konfrontiert; die knappe Ressource "Arbeit" stellt eine große Herausforderung dar.

Die beiden beschriebenen Risiken sind für die Gesellschaft von mittlerer Bedeutung.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten.

Wesentliche Forderungsausfälle waren im Geschäftsjahr 2022/2023 nicht zu verzeichnen. Das Ausfallrisiko schätzen wir aufgrund des Debitorenmanagements und der historischen Ausfallbeträge als gering ein.

Nicht zuletzt zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit erfolgt die Einbindung in das konzernweite Cash-Pooling. Entsprechend schätzen wir das diesbezügliche Risiko einer Zahlungsunfähigkeit als gering ein.

Die Geschäftsführung sieht aktuell keine Risiken, die den Fortbestand der Hoval GmbH gefährden könnten.

Chancenbericht

Für die SHK Branche wird 2023 insgesamt eine Absatzsteigerung erwartet. Die Umsatzsteigerung wird eher über den Heizungsbereich kommen als derzeit über Sanitär, aufgrund der geforderten Maßnahmen der Bundesregierung. 6 Einen unmittelbaren Nachfrageeinbruch durch Rezessionsängste können wir aktuell nicht erkennen. Die schlechte Verfügbarkeit von fossilen Energieträgern und die damit verbundenen politischen Diskussionen werden den Trend zu Alternativenergiesystemen nach unserer Einschätzung beschleunigen.

Gemäß unserem Slogan " Verantwortung für Energie und Umwelt" setzt die Hoval Gruppe auch weiter auf Innovationen im Produktportfolio. Energieeffizienz und alternative Energien stehen im Zentrum unserer Unternehmensentwicklung. Wir erwarten in Zukunft weitere positive Marktimpulse durch staatliche Förderungsmaßnahmen für umweltfreundliche Heizsysteme.

Chance und Herausforderung gleichermaßen wird es für Hoval sein, die bereits eingeleitete Transformation zu alternativen Systemen, insbesondere die Eigenproduktion von Wärmepumpen, in der gebotenen Geschwindigkeit zu bewältigen.

Das Potential unserer Mitarbeitenden ist erfolgsentscheidend. Sie sind der Schlüssel zur Leistungsfähigkeit des Unternehmens. Wir rekrutieren und entwickeln unsere Mitarbeitenden auf der Grundlage ihrer Fähigkeiten, ihrer Leistung und ihres Potenzials. Wir geben unseren Mitarbeitenden die Chance, mit uns als Teil eines Teams zu wachsen, sich zu entfalten und ihre Laufbahn langfristig innerhalb der Hoval Gruppe zu gestalten.

Die beschriebenen Chancen sind für die Hoval GmbH von mittlerer Bedeutung.

6 Zentralverband Sanitär Heizung Klima, Pressemitteilung 07/2023

6 Prognosebericht

Die aktuelle Situation ist angesichts des Krieges in der Ukraine, der hohen Inflation, steigender Zinsen, der Verwerfungen am Gasmarkt, sowie des nach wie vor hohen Strompreises durch ein hohes Maß an Unsicherheit geprägt. Die tatsächliche Entwicklung kann daher von unseren Erwartungen abweichen.

Für das Geschäftsjahr 2023/2024 erwarten wir ein deutliches Umsatzwachstum und ein Betriebsergebnis (EBIT) im Wesentlichen auf dem Niveau des Vorjahres. Ursächlich für die Ergebnisentwicklung sind die zu erwartenden höheren Aufwendungen im Zusammenhang mit der Optimierung und Standardisierung von Prozessen im Vertrieb und Kundendienst.

 

Aschheim-Dornach, den 12. Juni 2023

Hoval GmbH

Wolfgang Allgäuer

Peter Gerner

BILANZ ZUM 31. MÄRZ 2023

AKTIVA

31.03.2023 31.03.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN:
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 42,25 1.004,75
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 122.861,83 136.332,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 49.777,27 78.586,27
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 352.500,84 356.629,33
525.139,94 571.548,03
III. Finanzanlagen:
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 300.000,00 300.000,00
2. Beteiligungen 2.200,00 2.200,00
302.200,00 302.200,00
827.382,19 874.752,78
B. UMLAUFVERMÖGEN:
I. Vorräte:
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.751,48 1.699,93
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.114.534,94 1.062.332,44
1.116.286,42 1.064.032,37
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.151.196,52 1.793.189,38
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.856.560,34 8.061.682,74
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.830,82 4.482,48
9.012.587,68 9.859.354,60
III. Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten 80.653,74 38.901,90
10.209.527,84 10.962.288,87
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 38.658,00
11.036.910,03 11.875.699,65

PASSIVA

31.03.2023 31.03.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL:
I. Gezeichnetes Kapital 1.278.229,70 1.278.229,70
II. Kapitalrücklage 2.600.000,00 2.600.000,00
III. Bilanzgewinn 2.237.727,27 2.708.010,60
6.115.956,97 6.586.240,30
B. RÜCKSTELLUNGEN:
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 882.263,03 753.959,01
2. Sonstige Rückstellungen 2.207.874,00 1.382.693,00
3.090.137,03 2.136.652,01
C. VERBINDLICHKEITEN:
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.245,47 3.539,97
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 256.089,43 82.050,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 176.476,94 218.690,57
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 768.064,45 2.383.314,49
5. Sonstige Verbindlichkeiten 563.122,82 409.414,54
- davon aus Steuern: EUR 523.196,15 (Vorjahr: EUR 384.604,08)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 35.147,63 (Vorjahr: EUR 23.229,19)
1.770.999,11 3.097.009,57
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 59.816,92 55.797,77
11.036.910,03 11.875.699,65

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/2023

2022/2023 2021/2022
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 17.456.883,78 15.911.095,03
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.887.477,49 -8.362.118,48
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.522.587,84 -10.410.065,33 -1.327.281,54 -9.689.400,02
- davon für Altersversorgung EUR 27.283,34 (Vorjahr: EUR 42.469,37)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -255.561,69 -296.543,63
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.932.285,05 -5.144.716,84
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 109.756,63 97.119,36
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 109.756,63 (Vorjahr: EUR 97.109,65)
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -36.649,14 -133.857,39
6. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 932.079,20 743.696,51
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -35.341,29 0,00
Ergebnis nach Steuern 896.737,91 743.696,51
7. Jahresüberschuss 896.737,91 743.696,51

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

1 Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Das abweichende Geschäftsjahr erstreckt sich, analog Vorjahr, vom 1. April bis zum 31. März des Folgejahres.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Aschheim-Dornach und ist beim Amtsgericht München im Handelsregister, Abteilung B, unter Nr. 159947 seit dem 7. Dezember 2005 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften nach den §§ 242 ff und 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) und unter der Berücksichtigung der einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Jahresabschluss wird unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung aufzunehmenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, welche wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang aufzunehmen sind, überwiegend im Anhang aufgeführt.

2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen gemäß der steuerlichen AfA-Tabellen angesetzt, soweit diese der Abnutzung unterliegen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden linear über eine Nutzungsdauer von ein bis zehn Jahren vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung werden Vermögensgegenstände des Anlagevermögens auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert abgeschrieben.

Die Vorräte setzen sich aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren zusammen. Die Bewertung erfolgt auf Basis von durchschnittlichen Anschaffungskosten. Entsprechend dem für das Umlaufvermögen geltenden strengen Niederstwertprinzip werden zum Bilanzstichtag für die Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens im Rahmen der Folgebewertung ggf. Abwertungen auf den niedrigeren Wert gemäß § 253 Abs. 4 HGB erfasst. Dabei werden auch Umschlagshäufigkeit bzw. Reichweite berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert angesetzt. Risikobehafteten Forderungen wird durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Darüber hinaus wird dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung in angemessener Höhe auf die übrigen Netto-Forderungen Rechnung getragen.

Der Ansatz der flüssigen Mittel erfolgt zum Nominalwert, wobei die Hoval GmbH in das Cash-Pooling-System der Hoval AG eingebunden ist. Der Großteil der flüssigen Mittel wird zum Tagesende jeweils diesem Cash-Pool-Konto gutgeschrieben oder bei Inanspruchnahme belastet.

Die Pensionsverpflichtungen werden mit den Erfüllungsbeträgen auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens ausgewiesen. Da für die Mitarbeiter eine entsprechende Rückdeckungsversicherung abgeschlossen wurde und es sich hierbei um Deckungsvermögen handelt, ist dieses mit dem beizulegenden Zeitwert anzusetzen, der bei den Rückdeckungsversicherungen dem steuerlichen Aktivwert entspricht. In der bilanziellen Darstellung erfolgt eine entsprechende Saldierung.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen mit dem Erfüllungsbetrag.

Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden auf Grundlage einer versicherungsmathematischen Berechnung unter Anwendung der projected unit credit Methode unter Berücksichtigung der Parameter analog den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen, jedoch unter Abzinsung mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangen sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt und zum Abschlussstichtag 1,50 % (kein Vorjahr, da erstmalige Anwendung der Bewertungsmethode) beträgt, ermittelt. Es wird eine Fluktuation von 7,30 % angenommen.

Der Ansatz der Verbindlichkeiten inklusive der erhaltenen Anzahlungen erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag.

Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben (aktiver Rechnungsabgrenzungsposten) bzw. Einnahmen (passiver Rechnungsabgrenzungsposten) vor dem Bilanzstichtag, die einen Aufwand bzw. einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Währungsumrechnung erfolgt gemäß § 256a HGB zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs. Soweit der Jahresabschluss Werte enthält, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, erfolgt die Umrechnung nach dem Vorsichtsprinzip bei den Aktiva zum Umrechnungskurs im Transaktionszeitpunkt bzw. zum niedrigeren Stichtagskurs und bei den Passiva zum Umrechnungskurs im Transaktionszeitpunkt bzw. zum höheren Stichtagskurs. Bei Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden bei der Währungsumrechnung das Anschaffungskosten- und das Realisationsprinzip nicht beachtet.

3 Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagespiegel zu entnehmen, der insofern Bestandteil des Anhangs ist.

Vorräte

Die im Rahmen der Folgebewertung berücksichtigten Abwertungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 322 TEUR (Vorjahr: 269 TEUR).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Es bestanden wie im Vorjahr zum Bilanzstichtag keine Forderungen oder sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von über einem Jahr.

Wie im Vorjahr bestehen keine Forderungen gegen die Gesellschafterin.

Rückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Die Berechnung beruht auf einem versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Rechnungsgrundlagen waren die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung entspricht dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren und einem Durchschnitt der letzten zehn Jahre (1,79 % nach 1,80 % im Vorjahr). Der Unterschied zwischen dem durchschnittlichen Zins der letzten zehn Jahre zu dem der letzten sieben Jahre (1,50 % nach 1,34 % im Vorjahr) beträgt 76 TEUR (Vorjahr: 121 TEUR). Entsprechend ergibt sich in dieser Höhe eine Ausschüttungssperre. Es wurde von einem Gehaltstrend von 2,0 % p.a. (Vorjahr: 2,0 %) und einem Rententrend von 2,0 % p.a. (Vorjahr: 1,5 %) ausgegangen. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen beträgt zum Stichtag 1.889 TEUR (Vorjahr: 1.937 TEUR). Der Betrag wurde mit dem Wert des (aktivischen) Deckungsvermögens in Höhe von 882 TEUR (Vorjahr: 972 TEUR) saldiert. Dieser entspricht dem steuerlichen Aktivwert, wobei sich Zeitwert und fortgeführte Anschaffungskosten decken. Die Höhe der Rückstellung für Pensionen beträgt entsprechend nach Saldierung 1.007 TEUR (Vorjahr: 965 TEUR). Sowohl aus der Zeitwertänderung des Deckungsvermögens (90 TEUR) als auch aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung ergab sich jeweils ein Aufwand, weshalb keine Verrechnung gemäß § 285 Nr. 25 HGB vorgenommen worden ist.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 2.359 TEUR (Vorjahr: 2.504 TEUR) enthalten im Wesentlichen Beträge für personalbezogene Rückstellungen (1.353 TEUR nach 1.600 TEUR im Vorjahr) und Kundenboni (718 TEUR nach 478 TEUR im Vorjahr) und weisen Restlaufzeiten von ganz überwiegend unter einem Jahr aus.

Das Abzinsungswahlrecht für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr wurde in Anspruch genommen und keine Abzinsung vorgenommen.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Sicherheiten bestehen, analog Vorjahr, keine.

Die Verbindlichkeiten aus der Anzahlung von Kunden belaufen sich auf 86 TEUR (Vorjahr 469 TEUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf 1.348 TEUR (Vorjahr: 717 TEUR) und betreffen wie im Vorjahr im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Liefer- und Leistungsbeziehungen mit der Hoval AG, Vaduz, Fürstentum Liechtenstein.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin, der Hoval Holding AG, Vaduz, Fürstentum Liechtenstein, in Höhe von 19 TEUR (Vorjahr: 3 TEUR) enthalten. Diese Verbindlichkeiten betreffen Versicherungsleistungen.

4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge (1.372 TEUR nach 207 TEUR im Vorjahr) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen (1.087 TEUR nach 0 TEUR im Vorjahr). Erträge aus Fremdwährung sind, analog Vorjahr, von untergeordneter Bedeutung. Dasselbe gilt für periodenfremde Erträge über die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen hinaus.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 5.932 TEUR nach 5.145 TEUR im Vorjahr). Im Wesentlichen zählen dazu Frachtkosten mit 1.084 TEUR (i. Vj. 907 TEUR), in Anspruch genommene Dienstleistungen innerhalb des Konzernverbunds für IT u. Ä. mit 997 TEUR (i. Vj. 827 TEUR) und Miet- und Leasingaufwendungen mit 834 TEUR (i. Vj. 833 TEUR). Aufwendungen aus Fremdwährung sind, analog Vorjahr, von untergeordneter Bedeutung.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 37 TEUR (i. Vj. 134 TEUR) enthalten.

5 Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungs- und Anzahlungsbürgschaften gegenüber Banken in Höhe von 1.294 TEUR (Vorjahr: 470 TEUR). Es sind derzeit keine Tatsachen bekannt, die auf eine sich konkretisierende Inanspruchnahme aus den vorgenannten Haftungsverhältnissen schließen lassen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat verschiedene langfristige Miet- und Leasingverträge abgeschlossen. Die Vorteile liegen insbesondere in der geringen Kapitalbindung und dem Wegfall des Verwertungsrisikos im Vergleich zum Erwerb. Risiken können sich insbesondere aus nicht vorzeitig kündbaren Vertragslaufzeiten ergeben, sollten die Vermögensgegenstände nicht mehr vollständig nutzbar sein.

Zum Bilanzstichtag stellen sich die zukünftigen Verpflichtungen folgendermaßen dar:

Mit einer Restlaufzeit Summe bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre länger als 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR
Mietverträge Geschäftsräume 1.713 337 1.376 -
Kraftfahrzeugleasing 634 278 355 -
2.347 615 1.731 -

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren 110 Mitarbeiter beschäftigt, davon sechs leitende Angestellte und 104 Angestellte.

Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:

Wolfgang Allgäuer, Geschäftsführer, Otterfing

Peter Gerner, Geschäftsführer, Schaan, Fürstentum Liechtenstein

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Hinsichtlich der Bezüge der Geschäftsleitung wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Muttergesellschaft

Die Gesellschaft ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Hoval Holding AG, Vaduz, Fürstentum Liechtenstein. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss (kleinster und größter Kreis) der Hoval Gruppe einbezogen, der am Sitz der Gesellschaft erhältlich ist.

Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält Anteile an nachfolgenden Gesellschaften:

Gesellschaft Eigenkapital Ergebnis Anteil
TEUR TEUR %
Yados Vertriebs GmbH, Aalen 365 * 228 * 66,66

* Jahresabschluss zum 31. März 2023

Die Anteile der Inntal Systemenergie GmbH & Co. Bürgernetz KG, Rott am Inn und der Inntal Systemenergie GmbH & Co. Watt KG, Rott am Inn wurden im Geschäftsjahr 2022/23 veräußert. Es entstehen daraus keine weiteren Verbindlichkeiten oder Risiken.

Nachtragsbericht

Nach Ende des Geschäftsjahres 2022/2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Aschheim-Dornach, den 12. Juni 2023

Hoval GmbH

Wolfgang Allgäuer

Peter Gerner

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.4.2022 Zugänge Abgänge 31.3.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.539,38 0,00 0,00 13.539,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 939.567,79 109.374,91 0,00 1.048.942,70
2. Technische Anlagen und Maschinen 759.293,16 94.042,20 142.100,73 711.234,63
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 920.422,65 80.550,39 0,00 1.000.973,04
2.619.283,60 283.967,50 142.100,73 2.761.150,37
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 300.000,00 0,00 0,00 300.000,00
2. Beteiligungen 2.200,00 0,00 2.200,00 0,00
302.200,00 0,00 2.200,00 300.000,00
2.935.022,98 283.967,50 144.300,73 3.074.689,75
Kumulierte Abschreibungen
1.4.2022 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.3.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.537,38 0,00 0,00 13.537,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 667.856,08 97.148,27 0,00 765.004,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 696.426,68 64.577,69 136.504,60 624.499,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 767.817,61 93.835,73 0,00 861.653,34
2.132.100,37 255.561,69 136.504,60 2.251.157,46
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
2.145.637,75 255.561,69 136.504,60 2.264.694,84
Buchwerte
31.3.2023 31.3.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2,00 2,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 283.938,35 271.711,71
2. Technische Anlagen und Maschinen 86.734,86 62.866,48
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 139.319,70 152.605,04
509.992,91 487.183,23
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 300.000,00 300.000,00
2. Beteiligungen 0,00 2.200,00
300.000,00 302.200,00
809.994,91 789.385,23

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Hoval GmbH, Aschheim-Dornach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hoval GmbH, Aschheim-Dornach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hoval GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da do- lose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Ulm, den 12. Juni 2023

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Katja Faul, Wirtschaftsprüfer

Anke Könnecke, Wirtschaftsprüferin

Ergebnisverwendungsbeschluss

Auf der Gesellschafterversammlung vom 20. Juni 2023 wurde der Beschluss gefasst, den Jahresüberschuss von € 896.737,91 auf neue Rechnung vorzutragen.

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde am 20. Juni 2023 festgestellt.

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